Mind-Akademie

Website: Mind-Hochschul-Netzwerk e.V.
Kurs: Mind-Hochschul-Netzwerk e.V.
Buch: Mind-Akademie
Gedruckt von:
Datum: Tuesday, 3. February 2026, 12:52

Beschreibung

Akademielogo 

Mind-Akademie

"Ende und Anfang"

Überblick

Das Mind-Hochschul-Netzwerk veranstaltet vom 1. bis 4. Oktober 2026 in Mannheim die 24. Mind-Akademie unter dem Thema "Ende und Anfang". Sobald die Anmeldung freigeschaltet ist, wird das hier und in unserem Newsletter bekannt gegeben. Einen kleinen Einblick in das letztjährige Programm findest du hier

Die Mind-Akademie ist die größte jährliche Veranstaltung des Mind-Hochschul-Netzwerks e.V., bei der jedes Jahr etwa 250 engagierte und interessierte Menschen aus allen Fachbereichen zusammenkommen und sich gemeinsam in über 50 Vorträgen und Workshops aus Natur- und Geisteswissenschaften, Wirtschaft und Technik, Theorie und Praxis mit dem Leitthema auseinandersetzen. Natürlich bleibt auch viel Zeit zum persönlichen Austausch während der Pausen oder des Rahmenprogramms (Bewegung, Unterhaltung, Kultur), beim Essen und in den Abendstunden, die viele gerne in der Lounge und im Spielezimmer verbringen.

Das Leitthema „Ende und Anfang“ eröffnet ein Spannungsfeld, dem wir uns auf der Mind-Akademie 2026 nähern. Ende und Anfang betreffen nicht nur individuelle Lebensphasen, sondern auch kollektive Erfahrungen in Biologie, Kultur und Technik. Ob Ende und Anfang nun räumlich, zeitlich oder inhaltlich verstanden werden - zwischen Ende und Anfang entfalten sich Umbrüche, Zwischenräume, Übergänge, Chancen und Kreisläufe. 

In Vorträgen und Workshops möchten wir Antworten auf spannende Fragen finden: Wie definiert und findet man ein gelingendes Ende – als Projektabschluss, als Ziel einer Reise, als Happy End im Film? Lohnt sich erst am Ende der Blick auf den Anfang, um den Prozess zu verstehen? Welche Rituale, Methoden oder Technologien helfen am Anfang einer neuen Phase? Wie betrachten Wissenschaft, Literatur und Kunst die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen oder ökologischen Risiken – oder gar Brüche?

Wir hoffen, quer durch alle Bereiche zu erkennen, wie Endsituationen auch Möglichkeiten für den (Neu-)Anfang schaffen.

Weitere Informationen zur Akademie finden sich in unseren FAQ.

Programm der Mind-Akademie 2025

Einen Einblick in unser Programm findest du hier

Informationen zum Rahmenprogramm und den Programmplan als PDF wirst du auch in der App finden.

MA2025 {global_akademieprogramm}

Häufige Fragen

Vorab

Diese FAQ wird gelegentlich erweitert bzw. präzisiert. Bevor du uns deine Fragen schreibst, schau hier bitte vorher noch einmal nach, da die Beantwortung aller Mails sehr viel Zeit in Anspruch nimmt.

Anmeldung / Teilnahme

Wann startet die Akademie genau? Wann endet sie?

Die Akademie findet von Donnerstag, 2. Oktober bis Sonntag, 5. Oktober 2025 statt.
Erster Vortrag: Donnerstag voraussichtlich ab 16:00 Uhr
Check-In: Donnerstg ab 14:00 Uhr 
Ende: voraussichtlich Sonntag 14:00 Uhr

Wo findet die Akademie statt?

Die Akademie findet in der Jugendherberge Mannheim statt:

Jugendherberge Mannheim International
Rheinpromenade 21
68163 Mannheim
Tel: +49 621 822718
Wie komme ich hin?

Deine Anreise ist selbst organisiert.

Anreise mit der Bahn oder dem Fernbus

Am Mannheimer Hauptbahnhof halten die großen Fernzüge und Fernbuslinien. Er liegt zu Fuß etwa zehn Minuten von der Jugendherberge entfernt (Ausgang „Lindenhof”).

Tipp 1: Fußgänger-Navi Gontardstraße 1 angeben und gegenüber die Treppe runter.

Tipp 2: Über diesen Link kannst du ein Veranstaltungsticket bei der Deutschen Bahn buchen. Die Tickets sind insbesondere für längere Strecken günstiger als der reguläre Preis. Zusätzlich zu deinem Ticket brauchst du auch deine Anmeldebestätigung für die Akademie. 

Anreise mit dem Auto

Wichtig: Vor der Jugendherberge und in den umliegenden Wohngebieten stehen nur wenige Parkplätze zur Verfügung.

Fürs Navi: Rheinpromenade 21, 68163 Mannheim

49°28'36.9"N 8°27'50.3"E

Von der A6: Abfahrt 27 Mannheimer Kreuz auf die A656 Richtung Mannheim Mitte, Kreuz Neckarau Richtung Ludwigshafen (B37/36), nach dem Fahrlachtunnel die 5. Ampel links abbiegen in Richtung Lindenhof/Jugendherberge. Erste Straße rechts, nächste Straße links abbiegen, dem Straßenverlauf folgen bis zu einer Weggabelung, dort rechts hinunter zum Rheinufer und nochmals rechts abbiegen. Nach ca. 200 m findest du die Jugendherberge auf der rechten Seite.

Von der A61: Abfahrt 60 Kreuz Ludwigshafen, auf der A650 Richtung Ludwigshafen fahren, bis du auf die B37 gelangst, dann über den Rhein fahren (große Brücke), rechts halten und auf die B36 Richtung Schwetzingen/Heidelberg. Gleich die 1. Abfahrt Lindenhof nach rechts von der Bundesstraße weg nehmen, 1. Straße rechts, nächste links, dem Straßenverlauf folgen bis zur Weggabelung, dort rechts hinunter zum Rheinufer und nochmals rechts abbiegen. Nach ca. 200 m findest du die Jugendherberge auf der rechten Seite.

Kann ich meinen Hund mitbringen?

Nein. Hunde sind in der Jugendherberge nicht erlaubt.

Kann ich meine Kinder mitbringen?

Ihr dürft gerne eure Kinder mitbringen. Kinder bis sechs Jahre, die kein eigenes Bett brauchen, können kostenlos teilnehmen. Du kannst sie bei deiner Buchung mit anmelden. Kinder bis 13 Jahre zahlen nur die Unterkunft, Kinder ab 14 Jahren zahlen einen ermäßigten Preis. Es gibt eine kooperative Betreuung und einen eigenen Raum (Kinderlounge) für Kinder bis etwa zehn Jahre. Daniel Uthoff, Vater von drei Kindern, kümmert sich um die Vernetzung aller Eltern. Wenn du Interesse hast, dein Kind in der Betreuung unter- und dich selbst einzubringen, melde dich bei Daniel per Mail.

Du kannst deine Kinder auch in Vorträge mitnehmen, sofern der Referent oder die Referentin damit einverstanden ist und dein Kind sich ruhig verhält. Wenn das nicht klappt, bitten wir dich auch aus Rücksicht auf die anderen Teilnehmer:innen den Vortrag wieder zu verlassen.

Kann ich als Minderjährige:r auch ohne meine Eltern teilnehmen?

Nein, diese Möglichkeit gibt es nicht. Aus Haftungsgründen ist die Akademie nur für volljährige Menschen geöffnet.

Kann ich am Anreisetag später anreisen? Kann ich erst am zweiten Tag kommen?

Natürlich kannst du jederzeit kommen und gehen. Da wir als Netzwerk jedoch eine runde, gemeinsame Veranstaltung erleben möchten und die Akademie nicht als bloße Sammlung von Einzelprogrammpunkten betrachten, zahlen alle Teilnehmenden den vollen Teilnahme- und Übernachtungspreis.

Es macht es uns die Planung aber wesentlich einfacher, wenn du uns Bescheid gibst, falls du erst am zweiten Tag oder kurzfristig gar nicht kommst.

Wann startet die Anmeldung?

Anmeldung läuft.

Gibt es eine Teilnahmebescheinigung?

Wenn du für die Veranstaltung eine Teilnahme-Bescheinigung benötigst, wende dich bitte an anmeldung@mind-akademie.de. Wir können dir dann im Nachgang eine Bescheinigung zukommen lassen.

Teilnahmegebühren

Was ist in der Teilnahmegebühr alles enthalten?

Natürlich das Programm mit allen Vorträgen und Workshops, außerdem auch Übernachtung und Verpflegung in der Jugendherberge. Alkoholfreie Getränke (außer Cola) sowie Knabbereien, Schokolade, Obst und dergleichen gibt es für alle Teilnehmenden kostenlos.

Brauche ich darüber hinaus noch Geld?

Nur, wenn du Cola, Bier an unserer Theke oder Wein von der Jugendherberge trinken möchtest (ausschließlich mit Karte möglich!) oder an einem Programmpunkt im Rahmenprogramm teilnimmst, für den ein zusätzlicher Unkostenbeitrag anfällt (zum Beispiel Museumseintritt). Und du musst natürlich deine Anreise selbst bezahlen. Bitte beachte, dass auf der Akademie selbst nur Kartenzahlung möglich ist. 

Kann ich auch einfach so für einen einzelnen Vortrag vorbeischauen, ohne mich anzumelden?

Nein. Wenn du an der Mind-Akademie teilnehmen möchtest, auch wenn das nur für einen Vortrag ist, dann musst du dich vorher anmelden und den gesamten Teilnahmebeitrag bezahlen. Nur die Mitgliederversammlung ist natürlich offen für alle MHN-Mitglieder, auch wenn sie nicht an der Akademie teilnehmen. Solltest du an der Akademie teilnehmen und nicht angemeldet sein, musst du den gesamten Teilnahmebeitrag und Bearbeitungskosten nachzahlen. Wir gehen hier aus Fairness gegenüber allen zahlenden Teilnehmenden sehr strikt vor.

Kann ich mich wieder abmelden? Entstehen dabei Gebühren?

Selbstverständlich kannst du deine Anmeldung stornieren. Informationen dazu erhältst du mit deiner Anmeldung.

Grundsätzlich fällt eine Stornogebühr an. Mehr dazu findest du in der Veranstaltungsbeschreibung auf der Anmelde-Seite.

Bekomme ich eine Rechnung für die Mind-Akademie?

Ja, alle Teilnehmer:innen bekommen eine Rechnung. Die Rechnung wird per E-Mail von unserem Buchungssystem Pretix versendet, sobald deine Anmeldung bestätigt wurde.

Programm

Wo finde ich Informationen über die Vorträge und Workshops? Muss ich mich für die einzelnen Vorträge und Workshops anmelden?

Abstracts und Kurzbiographien unserer Referentinnen und Referenten sowie den Programmplan mit Räumen und Zeiten findest du hier.  Die Seite füllt sich bis zur Akademie sukzessive. 

Aus verschiedenen Gründen kann es bis zuletzt, also auch während der Akademie, immer noch zu Verschiebungen oder Ausfällen kommen, die auf dem großen Programmplan im Foyer der Jugendherberge bekanntgegeben werden.

Während du zu den Vorträgen einfach spontan gehen kannst, solange noch Platz im Raum ist, musst du dich für die Workshops anmelden. Informationen zur Workshopanmeldung erhältst du nach der Anmeldung zur Akademie.

Was wird auf der Akademie neben dem Programm geboten?

Vor allem viele Gespräche mit interessanten Menschen! Die findet man abends im Foyer der Jugendherberge oder in der Lounge, einem gemütlichen Raum mit Luftmatratzen, Sofas, Decken und Kissen. Freunde von Brett- und Rollenspielen treffen sich im Spielezimmer, Leseratten versorgen sich am Büchertauschtisch und beim Bücherschaulaufen mit neuem Stoff. Abends gibt es oft gemeinsame Veranstaltungen. Für 2025 planen wir ein Table Quiz und einen Bunten Abend, der vermutlich wieder in einem großen Tanzevent endet. Auch ein Karaoke-Abend wird angeboten. Außerdem neu dabei ist in diesem Jahr das Format der Lightning Talks. Fast immer gibt es eine MHN-Kunstausstellung im Foyer, die sich am Akademiethema orientiert.

Was sind die „MHN-Kurzvorträge“?

Neben weltklasse Forscher:innen wollen wir auch denjenigen einen Platz im Programm bieten, die das noch werden wollen! Aufgrund unserer Wurzeln als studentisches Mitmachnetzwerk reservieren wir extra Slots für Jung-Akademiker:innen, in denen du das Thema deiner Bachelorarbeit oder deines letzten coolen Referats endlich mal einem externen Publikum vorstellen kannst! Zwanzig Minuten lang gehört das Mikro dir und danach hast du noch weitere zehn Minuten, um dich den Fragen des Publikums zu stellen – die gemäß der „MHN-Kurzvorträge“-Definition wohlwollender ausfallen.

Auf der Akademie 2025 testen wir ein neues Format: die sogenannten "Lightning-Talks", bei denen jede und jeder 5 Minuten hat, um sein Thema kurz und knackig dem Publikum vorzustellen. Dafür machen die Kurzvorträge vorerst Pause. 

Ich möchte einen Vortrag/Workshop halten oder beim Bunten Abend mitmachen. Wie melde ich mich dafür an?

Bei der Anmeldung zur Akademie kannst du einfach ein entsprechendes Kästchen anklicken und wirst dann vom Bunter-Abend-Team bzw. dem Programmteamleiter zu weiteren Details kontaktiert.

Bücherschaulaufen und Büchertauschtisch

Du hast ein Buch gelesen, das dir besonders gut gefallen hat und das du weiterempfehlen möchtest? Hier kannst du das tun. Es ist alles erlaubt, was interessiert: hochgeistiges Sachbuch, fesselnder Krimi oder Kinderbuch. Eine Unterkategorie des Bücherschaulaufens ist das Anti-Bücherschaulaufen: Du hast ein bekanntes Buch gelesen, fandest es aber so einen richtigen Griff ins Klo? Dann kannst du es hier zerreißen, um andere Menschen davor zu bewahren, die Zeit mit dem Buch zu verschwenden. Wie du dich als Bücherschauläufer:in anmelden kannst, liest du nach der Anmeldung zur Akademie in den Teilnehmenden-Infos.

Zum Büchertauschtisch kannst du übrigens nicht nur Bücher mitbringen, sondern auch andere Sachen, die du eintauschen möchtest, wie CDs, DVDs, Spiele.

Documensa - Die MHN-Kunstausstellung

Die kleine MHN-Kunstausstellung unter dem Motto "art of mind" stellt aus, was die Teil-Nehmer der Mind-Akademie selbst Zusammen-Bringen, zum Beispiel Papierbilder, Origami, Kleinplastiken, Fotos und sonstige ausstellbare Kunstwerke im Format bis 50 cm Größe. 
Der Name "Documensa" lehnt sich an die große Kunstausstellung "Documenta" in Kassel an. 
Es wird eine Midissage während der Mind-Akademie geben, bei denen die Künstler:innen ihre Werke vorstellen können. Wer etwas beitragen möchte, darf sich an documensa@mind-akademie.de wenden.

Rahmenprogramm

Zusätzlich zum (wissenschaftlichen) Vortrags- und Workshopprogramm mit Bezug zum Leitthema gibt es auf der Akademie auch ein Rahmenprogramm, während dem man die Stadt, andere Teilnehmende oder auch sich selbst kennenlernen kann. Das Rahmenprogramm lebt von den Ideen und Beiträgen der Teilnehmenden. Wie du das Rahmenprogramm z. B. mit einem Sportangebot bereichern und wie du daran teilnehmen kannst, liest du nach der Anmeldung in den Teilnehmenden-Infos.

Unterkunft

Wo kann ich übernachten?

Dieses Jahr enthalten alle Teilnahmetickets automatisch Übernachtung und Vollpension in der Jugendherberge. Doppelzimmer können gesondert gebucht werden. Die Anzahl ist jedoch begrenzt, sodass Buchungen mit Angabe eines triftigen Grundes bevorzugt werden. 
Natürlich kannst du dir auch eigenverantwortlich eine Unterkunft außerhalb der Jugendherbere organisieren. Der Gesamtpreis des Akademietickets ändert sich dadurch allerdings nicht. 

Muss ich Bettwäsche und Handtücher mitbringen? Was brauche ich sonst noch?

Bettwäsche stellt die Jugendherberge zur Verfügung. Handtücher musst du selbst mitbringen. Auch Hausschuhe sind empfehlenswert. Und Ohrstöpsel, wenn du sehr geräuschempfindlich bist oder deine Zimmernachbar:innen lauter schlafen.

Wie viele Leute sind in einem Mehrbettzimmer?

Die Mehrbettzimmer haben i. d. R. vier Betten. Es gibt aber auch welche mit drei, fünf oder sechs. Meistens sind alle Betten belegt.

Ich möchte unbedingt mit jemandem Bestimmten auf ein Zimmer. Geht das?

Schreibt euren Wunsch bei der Anmeldung ins Kommentarfeld. Wir versuchen solche Wünsche bei der Zimmereinteilung zu berücksichtigen, können dies aber nicht garantieren. Die endgültige Zimmereinteilung erfährst du wegen des Verwaltungsaufwandes erst vor Ort.

Kann ich auch ein Einzel- oder Zweibettzimmer haben?

Es gibt Zweibettzimmer, die nach dem "first come first served"-Prinzip vergeben werden. Solltet ihr zu zweit ein Zweibettzimmer beziehen wollen, nutzt daher am besten einen der zwei Termine: So, 29.06. um 12:00 Uhr (10 Zweibettzimmer im Verkauf) oder Di, 01.07. um 20:00 Uhr (9 Zweibettzimmer im Verkauf), um euch beide anzumelden. Danach wird es eine Warteliste für die Zweibettzimmer geben.

Es gibt auf der Akademie für tagsüber übrigens auch Rückzugsräume, in denen du zwischendurch dem Trubel entfliehen kannst, wenn du Ruhe brauchst, um Kraft zu tanken. Mehr zu den Rückzugsräumen erfährst du in den Teilnehmendeninformationen, die im Laufe des August oder September verschickt werden. 

Bitte beachte, dass die Zweibettzimmer mit einem Stockbett oder zwei Einzelbetten ausgestattet sind.

Sonstiges

Wann und wo bekomme ich weitere Informationen zur Akademie?

Im Laufe des August oder Septembers, erhältst du eine Mail mit weiteren Teilnehmendeninformationen. Außerdem gibt es natürlich Infos vor Ort.

Wie kann ich Kontakt zum Akademie-Team aufnehmen?

Ersetze in der Adresse beispiel@mind-akademie.de bitte beispiel durch die entsprechende Bezeichnung:

  • für das Programmteam: Ersetze beispiel durch programm
  • für die Gesamtleitung: Ersetze beispiel durch akademieleitung
  • für die Teilnehmendenbetreuung: Ersetze beispiel durch anmeldung

Das Postfach der Teilnehmendenbetreuung wird erst nach Anmeldebeginn regelmäßig geleert.

Kann ich die Akademie von der Steuer absetzen?

Die Mind-Akademie kann als berufliche Fortbildungsveranstaltung steuerlich geltend gemacht werden. Falls Belege nachgefordert werden, genügt in der Regel die Rechnung.

Kann ich für die Mind-Akademie Bildungsurlaub beantragen?

Bisher nicht. Melde dich gerne bei der Akademieleitung, wenn du die Genehmigungsformulare bearbeiten möchtest.

Änderungen an dieser Seite

  • v1.0-2023-07-01 - Erste Veröffentlichung der FAQ 2023
  • v1.1-2023-07-22 - Änderungen: Gibt es eine Teilnahmebescheinigung? / Kann ich meine Kinder mitbringen? / Brauche ich darüber hinaus noch Geld? / Ich möchte einen MHN-Kurzvortrag halten oder beim MHN-Taskmaster beitragen. Wie melde ich mich dafür an? / Taskmaster / MHN-Kunstausstellung / Vergabe von Einzel- und Zweibettzimmern
  • v1.2-2024-06-17 - Anpassungen auf 2024
  • v.1.3-2025-06-27 - Anpassungen auf 2025
  • v.1.4-2025-09-13 - Anpassung zur TN-Bescheinigung
  • v.1.5-2025-09-15 - Aktualisierung des Veranstaltungstickets

Vergangene Akademien

Jahr Leitthema Ort
2025 Zeit und Raum Mannheim
2024 Kultur und Natur Mannheim
2023 Muster und Strukturen Mannheim
2022 Verbindungen Mannheim
2021 Wandel Mannheim
2019 Kopf oder Zahl Mannheim
2018 Norm und Abweichung Mannheim
2017 Experimente Köln
2016 Wege - Kreuzungen - Wendepunkte Mannheim
2015 Wahrheiten und Geheimnisse Heidelberg
2014 Chaos und Ordnung Würzburg
2013 Beziehungen und Relationen Düsseldorf
2012 (R)Evolutionen Würzburg
2011 Zukunft und Forschung Hannover
2010 Transformation Köln
2009 Freiheit und Grenzen Nürnberg
2008 Zeit Nürnberg
2007 Kreativität und Innovation Würzburg
2006 Jenseits des Verstands Marburg
2005 Sprache und Kommunikation Darmstadt
2004 MACHT.WISSEN.SCHAFFT.SKEPSIS Darmstadt
2003 Entscheidungen und Entscheider Köln
2002 Netzwerke Frankfurt

Programm der Mind-Akademie 2025

Das Programm der Mind-Akademie 2025 ist hier zu finden.

Programm der Mind-Akademie 2024

Klimawandel und der Untergang von Hochkulturen

VortragProf. Dr. Gerhard Gerold
03.10., 16:00 Uhr, Bertha Benz

Der Zusammenbruch alter Hochkulturen wird aufgrund neuer paläoklimatischer Forschungsergebnisse vermehrt in Verbindung mit plötzlichen Klimaveränderungen gebracht. Dargestellt wird aufgrund einer Zusammenschau von archäologischen und paläoklimatischen Erkenntnissen unter Berücksichtigung der damaligen ökonomisch-politischen und religiös-kulturellen Verhältnisse der Kollaps der spätbronzezeitlichen Hochkultur (östl. Mittelmeerraum) und der Mayareiche. Dabei wird auch ein Vergleich von damaligen und heutigen Umweltkrisen (z.B. Klimakrise, Ernährungskrise) aufgezeigt.

Prof. Dr. Gerhard Gerold

Gerhard Gerold hat an der Universität Hannover (Deutschland) von 1967 bis 1972 Geographie und Mathematik studiert. Die Promotion erfolgte 1978 am Geographischen Institut in der Fak. für Erdwissenschaften der Universität Hannover. Im Anschluss arbeitete er als Postdoktorand am gleichen Institut und begann seine regionale Spezialisierung auf Südamerika ab 1979. Mit der Habilitation 1987 erfolgte der Ruf auf die C2-Professur für Angewandte Geographie in Göttingen, gefolgt von der C3-Professur für Landschaftsökologie und Bodenkunde an der Universität Karlsruhe ab 1988. Seit 1990 nimmt Gerhard Gerold die C4-Professur für Physische Geographie an der Universität Göttingen ein, wo er seit 1991 die Abteilung Landschaftsökologie leitete. Seit 2008 ist er Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina. Ab Ende 2014 ist er pensioniert und beschäftigt sich weiterhin mit Klimawandel und den Konsequenzen für tropische Ökosysteme und frühere Hochkulturen.

Fraktale: Die Rauheit der Natur im Kunstmuseum

VortragDr. Daniel Schmidt
03.10., 16:00 Uhr, Carl Benz

Die Fraktale Geometrie wurde in den 1970er Jahren vom Mathematiker Benoît Mandelbrot geprägt, um zu beschreiben, was er "die Rauheit der Natur" nannte. Viele natürliche Strukturen wie Pflanzen oder Küstenlinien sind nicht so gleichmäßig, wie Physik oder Mathematik sie gerne beschreiben. Stattdessen zeigen sie bei genauem Hinsehen auf verschiedenen Ebenen neue, feinere Strukturen und Details.

Ausgehend von Naturbeobachtungen begibt sich der Vortrag in die abstrakten Gefilde der mathematischen Methoden, die die Irregularität der Natur angemessen beschreiben. Sie erlauben es, faszinierende geometrische Strukturen zu erzeugen, deren Schönheit längst in der Kunst erkannt und in Museen ausgestellt wurde.

Der Vortrag gibt eine Einführung in die fraktale Beschreibung der Natur und erklärt die Erzeugung bekannter Fraktale wie die Mandelbrot-Menge (das Apfelmännchen). Aber auch Fraktal-Kenner können Verknüpfungen zur Physik kennenlernen, die sonst selten präsentiert werden.

Dr. Daniel Schmidt

Der Wunsch, die Natur zu verstehen hat Daniel zunächst zu einem Studium der Physik an der Leibniz Universität Hannover motiviert, wobei schon früh der Fokus auf der theoretischen Physik und der mathematischen Beschreibung der Natur lag. Auch Fraktale kreuzten hier das erste Mal seinen Weg. Anschließend hat Daniel in Jena eine Doktorarbeit zur Simulation fermionischer Modelle in der Quantenfeldtheorie verfasst. Seitdem war er in verschiedenen Anstellungen in der Wirtschaft als Softwareentwickler tätig und ist aktuell bei einem Lasertechnik-Unternehmen im Nordschwarzwald damit beschäftigt, Maschinen beizubringen, wohin sie schweißen sollen.

In der Freizeit beschäftigt sich Daniel gerne weiterhin mit Mathematik, aber auch mit Literatur, sodass nicht nur Fachbücher, sondern vor allem auch Romane die heimischen Bücherregale füllen.

Welches Tier bist Du im Konflikt? Stressreaktionen in Hoch-Spannungs-Situationen und wie man damit umgehen kann

WorkshopDr. Jürgen von Oertzen
03.10., 16:00 Uhr, Toulon (A030)

"Kultur" begrenzt den Handlungsraum des/der Einzelnen, den sie/er "von Natur her" einnehmen würde: Wir dürfen (letztlich aus kulturellen Gründen) nicht einfach jemanden umbringen, weil er uns gerade ärgert, oder aus dem Mitarbeiter-Gespräch weglaufen, wenn unsere Chefin uns Angst macht. Dummerweise sind die "Natur"-Reaktionen aber immernoch in uns verwurzelt und geraten mit den "Kultur"-Vorgaben immer wieder in Konflikt, z.B. im Konflikt. Wenn wir unsere eigenen Stressreaktionen etwas besser verstehen können, und die ganz anderen der Anderen, kann das ein Stück weit unsere Natur-Reaktionen beruhigen, auf dass wir wieder in kulturell akzeptabler Weise für uns und unsere Interessen sorgen können.

Dr. Jürgen von Oertzen

Dr. Jürgen von Oertzen ist als Mediator und Konfliktmanager für komplexe und eskalierte Konflikte in Organisationen und Familien in deutscher und englischer Sprache unterwegs. Als promovierter Politikwissenschaftler hat er viele Jahre Berufserfahrung in Wissenschaft, angewandter Forschung sowie Politik- und Unternehmensberatung gesammelt und sich dann, nach Mediationsausbildung und -studium, auf Konfliktbearbeitung spezialisiert. Er ist Mitglied bei den Grünen und wäre gerne politisch aktiv. Mehr Infos: www.einigungshilfe.de

Snapchat filters for cardiac surgeons: how technology can help understand the heart better

VortragLalith Sharan
03.10., 16:00 Uhr, Windsor (A309)

What do snapchat, instagram, and cardiac surgeries have in common? What do virtual dressing rooms have to do with fixing a heartache?

In this talk, we'll explore the role that technology plays in performing complex and demanding heart surgeries. We will look at some interesting applications of artificial intelligence in medicine and surgeries.

Lalith Sharan

Lalith Sharan is a medical computer scientist, pursuing his PhD at the University Hospital Heidelberg, since 2019. His research interests are computer vision and artificial intelligence for medicine, in particular heart surgeries. Lalith completed his M.Sc. in Medical Systems Engineering at the Otto-von-Guericke University in Magdeburg, Germany, with a focus on medical imaging and computer science, and his B.E. in Biomedical Engineering in Karnataka, India. Lalith is also a science communicator. He has performed in and won multiple science slams presenting his research in locations across Germany.

'Kultur' und 'Natur'. Über konkurrierende Naturauffassungen und Ideale des Mensch-Natur-Verhältnisses

VortragPD Dr. Thomas Kirchhoff
03.10., 17:30 Uhr, Bertha & Carl Benz

Mit meinem Vortrag möchte ich eine begriffliche Basis für die weiteren Diskussionen um Kultur und Natur während der Mind-Akademie anbieten. Dazu unterscheide ich zunächst verschiedene Begriffe, Auffassungen und Werte von Natur. Danach stelle ich drei konkurrierende Ideale des Mensch-Natur-Verhältnisses vor. Diese Unterscheidungen wende ich schließlich exemplarisch auf zwei Themenfelder an: zum einen auf konkurrierende Auffassungen von Wildnis, zum anderen auf die Frage, ob wir mit einem Ende der Natur konfrontiert sind und die Unterscheidung von zwischen Kultur und Natur aufgegeben werden sollte.

PD Dr. Thomas Kirchhoff

Thomas Kirchhoff hat Landschaftsplanung und Philosophie studiert. Von 2000 bis 2010 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Landschaftsökologie an der Technischen Universität München (TUM). Seitdem ist er wissenschaftlicher Referent an der FEST in Heidelberg, seit 2016 zudem Privatdozent für Theorie der Landschaft an der TUM, seit 2018 zudem Mitglied im Heidelberg Center for the Environment (HCE). Sein Forschungsschwerpunkt sind lebensweltliche und naturwissenschaftliche Naturauffassungen, insbesondere: konkurrierende Naturbegriffe – Theorien des Mensch/Kultur-Natur-Verhältnisses – Naturethik – Naturästhetik – Theorie und Geschichte der Ökologie und des Naturschutzes – Theorie der Landschaft, Wildnis und Biodiversität – kulturelle Bedeutungen von Wald. Themenübergreifend fragt er nach der kulturellen Genese, dem normativen Gehalt und der gesellschaftlichen Bedeutung unterschiedlicher lebensweltlicher sowie konkurrierender wissenschaftlicher Naturauffassungen.

Von der Plünderung zur Postwachstumsökonomie

Vortragapl. Prof. Dr. Niko Paech
04.10., 09:30 Uhr, Bertha Benz

Die lang gehegte Hoffnung, dass wirtschaftliches Wachstum durch technischen Fortschritt nachhaltig oder klimafreundlich gestaltet werden kann, bröckelt. Weiterhin scheint ein auf permanente ökonomische Expansion getrimmtes System kein Garant für Stabilität und soziale Sicherheit zu sein. Darauf deuten nicht nur die Eskalation auf den Finanzmärkten und die Schuldenkrisen hin, sondern auch die Verknappung jener Ressourcen („Peak Everything”), auf deren unbegrenzter und kostengünstiger Verfügbarkeit das industrielle Wohlstandsmodell bislang basierte. Zudem nährt die sog. „Glücksforschung” den Befund, dass Steigerungen des monetären Einkommens ab einem gewissen Niveau keine weitere Zunahme des subjektiv empfundenen Wohlbefindens hervorruft. Folglich ist es an der Zeit, die Bedingungen und Möglichkeiten einer Postwachstumsökonomie auszuloten.

apl. Prof. Dr. Niko Paech

Niko Paech studierte Volkswirtschaftslehre, promovierte 1993, habilitierte sich 2005 und vertrat den Lehrstuhl für Produktion und Umwelt an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg von 2008 bis 2016. Derzeit forscht und lehrt er als außerplanmäßiger Professor an der Universität Siegen im Masterstudiengang Plurale Ökonomik. Seine Forschungsschwerpunkte sind Postwachstumsökonomik, Klimaschutz, nachhaltiger Konsum, Sustainable Supply Chain Management, Nachhaltigkeitskommunikation und Innovationsmanagement. Er ist in diversen nachhaltigkeitsorientierten Forschungsprojekten, Netzwerken, Initiativen sowie Genossenschaften tätig.

Alles Zufall im All? Das Geheime Rezept des Universums

VortragProf. Dr. Erik Bertram
04.10., 09:30 Uhr, Carl Benz

Denkt man genauer darüber nach, scheint die Entstehung von komplexem Leben und fortschrittlichen Zivilisationen im Universum absolut unwahrscheinlich. Und doch sind wir hier. Wie kann das sein? Was musste alles passieren, damit es uns Menschen gibt? Und basiert unsere Existenz tatsächlich nur auf Zufällen? Vom Urknall bis heute beleuchtet der Astrophysiker Prof. Dr. Erik Bertram die scheinbaren Zufälle, die schließlich den Menschen hervorbrachten. Unterhaltsame Erfahrungsberichte und neuste Ergebnisse des James Webb Space Telescope geben nicht nur Einblicke in die Arbeit von Astronomen, sondern liefern auch philosophische Denkanstöße zu unserer Existenz.

Prof. Dr. Erik Bertram

Erik Bertram (36) begann seine akademische Karriere mit 16 Jahren als Juniorstudent an der Universität des Saarlandes, wo er Physik und Mathematik studierte. Anschließend setzte er sein Studium als Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes an der Universität Heidelberg fort. Nach Forschungsaufenthalten an der Cambridge und Harvard University arbeitete Bertram anschließend am Institut für Theoretische Astrophysik, wo er 2016 promoviert wurde. Im Jahr 2020 erhielt Bertram im Alter von 31 Jahren einen Ruf auf eine Professur an die Fresenius Hochschule Heidelberg, wo er heute als Professor für angewandte Mathematik und Stochastik lehrt. Sein Forschungsinteresse liegt im Bereich der theoretischen Astrophysik, Kosmologie und String-Theorie. Er hat mehrere populärwissenschaftliche Bücher über diese Themen geschrieben. Des Weiteren arbeitet Bertram bei der SAP SE als Vice President Experience Management.

Akrobatik - Acroyoga

WorkshopThomas Regier
04.10., 09:30 Uhr, Toulon (A030)

Eine Beschreibung dieses Workshops ist möglich, aber eine schnelle Bildersuche nach dem Begriff "Acroyoga" ist viel anschaulicher.

In dieser Einführung werden einige akrobatische Figuren erkundet, die mit der richtigen Technik leichter auszuführen sind, als es den Anschein hat.

Diejenigen, die bereits Erfahungen mit Tanzen, Klettern, Eigengewichtstraining, Yoga oder Ähnlichem haben, können teils in ihrer ersten Session sogar anspruchsvollere Acroyoga-Positionen meistern.

Thomas Regier

Im Jahr 2020 ließ sich Thomas während eines Retreats von der Idee inspirieren, AcroYoga zu erlernen. Im Anschluss daran machte er sich auf die Suche nach Lehrern und Trainingspartnern und stieß in der Acroyoga-Community auf eine Reihe talentierter, hilfsbereiter und liebenswürdiger Menschen. Dank ihrer Unterstützung ist er mittlerweile in der Lage, diesen Sport selbst zu unterrichten und sein Wissen weiterzugeben.

Thomas lebt in Las Palmas de Gran Canaria, wo er gerade dabei ist ein Sport-Coliving zu gründen.

SOS auf hoher See – Wenn Mutter Natur zuschlägt

VortragOStD Malte Fiebing-Petersen
04.10., 11:00 Uhr, Carl Benz

Egal ob Titanic, Andrea Doria, Estonia oder Costa Concordia – Schiffskatastrophen üben schon immer eine gewisse Faszination auf uns aus. Und oft ist es die Natur, die dem hoch technisierten Menschen einen Strich durch die Rechnung macht und ihm wieder die vermeintliche Sicherheit nimmt, in der er sich wägt. Neben menschlichem Versagen sind es nämlich oft natürliche Ereignisse wie Eis, Nebel oder Wellen, die Untergänge von Schiffen verursachen. Zwar gilt das Schiff als eines der sichersten Verkehrsmittel unserer Zeit – trotzdem havarieren auch heute noch hunderte Wasserfahrzeuge im Jahr, manche davon verschwinden sogar spurlos. Und egal ob Passagierdampfer oder Frachter – die Schiffe werden immer größer und ein Ende des Wachstums ist nicht abzusehen. Ist damit die nächste große Katastrophe unvermeidbar?

OStD Malte Fiebing-Petersen

Schon als Kind begann Malte Fiebing-Petersen sich für Katastrophen zu interessieren und stieß dabei unweigerlich auf die „Mutter der Schiffsuntergänge“: die „Titanic“. Mittlerweile gilt er als der führende deutsche Titanic-Experte, ist seit 2005 Vorsitzender des Deutschen Titanic-Vereins und veröffentlichte bereits mehrere Bücher.

Aber auch mit anderen Zwischenfällen auf hoher See setzte er sich immer wieder auseinander und beschäftigte sich vor allem mit den Untersuchungsergebnissen.

Trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – ist er regelmäßig auf der Mein-Schiff-Flotte von TUICruises als Lektor im Einsatz.

Nach dem Abitur studierte er Deutsch, Geschichte und Latein für das gymnasiale Lehramt in Stuttgart und Kiel. Erst als Lehrer, dann als Schulleiter beschäftigt, ist er mittlerweile hauptberuflich als Regionalleiter eines Jugendhilfe-Trägers für Kinderheime und Schulen in Schleswig-Holstein zuständig.

Nach 2021 & 2022 ist er 2024 nun zum dritten Mal Referent bei der MIND-Akademie

Win-Win-Kultur – Erfolgreich verhandeln und Konflikte lösen

VortragDr. Markus Gyger
04.10., 11:00 Uhr, Schiller (C301)

Ob bei Gehaltsverhandlungen, Teamkonflikten oder der Urlaubsplanung – im Berufs- und Privatleben begegnen uns oft schwierige Gespräche. Konflikte können Projekte blockieren und Beziehungen belasten. Erfolgreiches Verhandeln und konstruktives Konfliktmanagement sind daher entscheidend.

In diesem Vortrag erfährst du, wie das Harvard-Konzept dir hilft, Konflikte und Verhandlungen sachbezogen, fair und ergebnisorientiert zu führen. Durch klare Kommunikation, kreative Lösungen und objektive Kriterien erzielst du bessere Ergebnisse – und bleibst auch in schwierigen Situationen ruhig.

Und was hat Künstliche Intelligenz damit zu tun? Lass dich überraschen!

Dr. Markus Gyger

Wieso arbeitet ein promovierter Biophysiker als Kommunikationstrainer und systemischer Businesscoach? Schon während des Studiums nahm Markus Gyger an Moderationsausbildungen teil und engagierte sich in Bildungsprojekten an Schulen. Während seiner Promotion verband er seine wissenschaftliche Ausbildung mit seinem ehrenamtlichen Engagement und spezialisierte sich auf Angebote für Menschen mit naturwissenschaftlich-technischem Hintergrund.

Im Bereich Verhandlungskompetenz vermittelt er insbesondere Betriebsräten und Fachkräften im Wissenschaftsmanagement, wie durch eine strukturierte, sachbezogene Verhandlungsführung und Win-Win-Lösungen ein gutes Verhandlungsergebnis erzielt werden kann.

Seit 2007 ist er regelmäßig bei der Mind-Akademie involviert und hat dort mit Workshops, Vorträgen und im Organisationsteam mitgewirkt.

Mehr Informationen unter: www.gyger-training.de

Vom Kulturauftrag der Archive – das Beispiel des Mannheimer MARCHIVUM

VortragDr. Harald Stockert
04.10., 11:00 Uhr, Toulon (A030)

Das MARCHIUVM - Mannheims Archiv, Haus der Stadtgeschichte und Erinnerung, ist der zentrale Anlaufpunkt zur Erkundung der Mannheimer Stadt- und Regionalgeschichte. Es unterstützt die Forschung und macht historische Dokumente im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten jedem zugänglich. Darüber hinaus betreibt es eigene wissenschaftliche Projekte und vermittelt seine Ergebnisse der Öffentlichkeit. Durch seine Lesesäle, die stadtgeschichtliche Ausstellung und das NS-Dokumentationszentrum sowie eine aktive Öffentlichkeitsarbeit ist das MARCHIVUM ein lebendiger Lern- und Begegnungsort. Es bietet regelmäßig Vorträge, Führungen und andere Veranstaltungen rund um die Mannheimer Stadt- und Regionalgeschichte an.

Weitere Infomationen unter www.marchivum.de

Dr. Harald Stockert

Harald Stockert, Dr. phil., stellvertretender Leiter des MARCHIVUM in Mannheim; 1990-1998 Studium der Geschichte, Germanistik und Mathematik an den Universitäten Mannheim und Amsterdam; Promotion in neuerer Geschichte. 1998-2000 Referendariat für den höheren Archivdienst; seit 2001 beim Stadtarchiv Mannheim / heute MARCHIVUM. Publikationen zur Archivistik, Adelsgeschichte, südwestdeutschen Landesgeschichte sowie zur Geschichte Mannheims und der Kurpfalz.. Seit 2023 Leiter des MARCHIVUM.

Entdeckung neuer Krankheitsgene - vom Patienten ins Labor und wieder zurück

VortragProf. Dr. Christian Schaaf
04.10., 11:00 Uhr, Windsor (A309)

Weltweit sind ca. 400 Millionen Menschen von einer seltenen Erkrankung betroffen. Viele dieser seltenen Erkrankungen sind genetisch verursacht. Aufgrund der individuellen Seltenheit der Erkrankung stellt die Diagnosefindung oft eine erheblich Herausforderung dar. Betroffene Patient*innen durchleben häufig eine regelrechte Odyssee, auf welcher sie von Arzt zu Arzt geschickt werden und zahlreiche diagnostische Untersuchungen über sich ergehen lassen müssen. Die Versorgung von Personen mit seltenen Erkrankungen hat in Deutschland erhebliche Fortschritte gemacht. Zahlreiche Uniklinika verfügen nun über spezialisierte Zentren für Seltene Erkrankungen. In seinem Vortrag berichtet Christian Schaaf wie umfassende genomische Untersuchungen nicht nur Antworten für betroffene Personen bringen können, sondern auch zur Entdeckung neuer Krankheitsursachen führen können. Der Vortrag führt vom Patienten ins Labor und wieder zurück in die Klinik.

Prof. Dr. Christian Schaaf

Professor Schaaf is the medical director and department chair of the Institute of Human Genetics at the University of Heidelberg. He studies the genetic causes of neurodevelopmental and neuropsychiatric disorders. His work led to the discovery of multiple new disease genes, and three disorders have been named after him: Schaaf-Yang syndrome, Bosch-Boonstra-Schaaf Optic Atrophy syndrome, and Marbach-Schaaf Neurodevelopmental syndrome.

Professor Schaaf’s groundbreaking work has been recognized with many awards, including the William K. Bowes Award for Medical Genetics by Partners Healthcare and Harvard Medical School and the inaugural Seldin-Smith Award for Pioneering Research by the American Society for Clinical Investigation. Prof. Schaaf has authored four books, including a major textbook of medical genetics that has been translated into several languages. Professor Schaaf is the president of the German Academy for Human Genetics.

Language dynamics at the interplay between culture and nature

VortragProf. Dr. habil Martine Robbeets
04.10., 13:00 Uhr, Bertha Benz

The interplay between human culture and our natural environment, the Leitmotif of the Mind-Akademie 2024, has catapulted us from the age of hunting prey and gathering berries to the age of industrialized agriculture. But along with progress, this interplay has also generated an explosion of our world’s population, loss of biological diversity and global climate change. In this talk, I will examine how environmental change, climate change in particular, may have impacted language dynamics over the last 10 000 years.How does climate affect language diversity? How does it impact language structure? How does it drives language mobility? I will suggest that certain global climate trends may have led to local linguistic responses, simultaneously in different parts of the world. Examples will be drawn from various languages and language families worldwide but my research focus is on North and East Asia, particularly the family of Japanese, Korean, Tungusic, Mongolic and Turkic languages.

Prof. Dr. habil Martine Robbeets

Martine Robbeets is the head of the “Language and the Anthropocene” Research Group at the Max Planck Institute of Geoanthropology in Jena and Honorary Professor at the Department of General and Comparative linguistics at the Johannes Gutenberg University in Mainz. She holds a PhD in Comparative Linguistics from the University of Leiden and a Habilitation in Linguistic Typology from the University of Mainz. She recently finalized an interdisciplinary project on the dispersal of the Transeurasian languages, funded by an ERC Consolidator’s Grant, which resulted in a widely debated article in Nature. She wrote several monographs and edited various volumes, among which “The Oxford Guide to Transeurasian Languages” and the “The Oxford Handbook of Archaeology and Language”.

Kreativität aus der Natur oder wie der Wald unser Mindset verändern kann

VortragProf. Dr. Birka von Schmidt
04.10., 13:00 Uhr, Carl Benz

Kreativität wird stark davon beeinflusst, in welcher Stimmung wir sind, in welchem Umfeld wir uns befinden und mit welcher Fragestellung wir uns gerade beschäftigen. Bei den ersten beiden Punkten kann die Natur uns helfen. Wir wollen der Frage nachgehen, was wir für unsere Effizienz, unsere Kreatiivität, unser soziales Miteinander und unsere Leistungsfähigkeit lernen können von den Lebensweisen, die Menschen, die noch eng mit der Natur verbunden leben, gar nicht anders kennen.

Dafür wollen wir weiter zurück gehen als der Beginn der Zivilisationen und uns anschauen, was die natürliche Lebensweise des Menschen ausmacht und was wir davon für unser tägliches Leben und Arbeiten lernen können. Wir diskutieren ganz konkrete Methoden für das Heute ebenso wie philosophische Gedanken. Der Vortrag hat das Ziel, Impulse zu setzen und eine Diskussion anzustoßen.

Und ganz nebenbei klären wir noch, warum wissenschaftliches Arbeiten schon lange vor jeder Zivilisation existierte.

Prof. Dr. Birka von Schmidt

Birka von Schmidt hat Mathematik studiert, in KI promoviert und lehrt heute Mathematik, Informatik und Innovationen an der Hochschule Hamm-Lippstadt. Sie hat den Masterstudiengang 'Technical Entrepreneurship and Innovation' aufgebaut und beschäftigt sich dazu mit dem Entrepreneurial Mindset und wie man es entwickelt. Die Beobachtungen in ihrer Industrietätigkeit in Management- und IT-Beratung haben dazu geführt, dass sie der Frage nachgeht, wie gute Lern- und Arbeitsbedingungen aussehen können, um so intuitiv wie möglich kreativ arbeiten zu können.

Sie ist ausgebildete Wildnispädagogin und nutzt Wissen und Methoden der Wildnispädagogik in Ihrer Lehre. Darauf basierend entstanden z.B. Innovationsworkshops im Wald, die sie nicht nur für Studierende, sondern auch für die Industrie anbietet.

Die Zentangle®-Methode - Entspannung durch Muster und Strukturen für Einsteiger:innen

WorkshopKatrin Ulrike Berszuck
04.10., 13:00 Uhr, Schiller (C301)

HINWEIS: Das Materialpaket für 9€ ist NICHT im Akademie-Tagungspreis enthalten.

Die Zentangle®-Methode vereint Entspannung und Kreativität. Innerhalb kurzer Zeit entstehen auch ohne künstlerische Erfahrung oder Vorwissen tolle Kunstwerke, wobei die Methode während des Zeichenprozesses zur Entspannung, Ruhe und Balance führt.

Die Methode gibt dabei eine Zeichenstruktur vor, bei der möglichst wenige bewusste Entscheidungen getroffen werden. Die gezeichneten Muster bauen sich systematisch auf und sind auch für Ungeübte sofort umsetzbar.

Wer dies einmal ausprobieren möchte, ist herzlich eingeladen, beim Workshop mitzumachen. Während des Workshops entsteht eine erste selbstgezeichnete „Kachel“.

Die Zeichenmaterialien werden in einem Materialpaket gestellt, welches vor Ort bar bezahlt wird und mit nach Hause genommen werden kann.

Dieser Workshop ist leider für Kinder ungeeignet.

Katrin Ulrike Berszuck

Katrin studiert Grundschullehramt im Master of Education. Sie ist Mitglied der Karl-May-Gesellschaft und CZT® (CertifiedZentangleTeacher).

Modellierung ökologischer Gemeinschaften im globalen Wandel

VortragPD Dr. Christian Guill
04.10., 13:00 Uhr, Toulon (A030)

Natürliche Ökosysteme sind häufig sehr artenreich und weisen vielfältige Strukturen auf. Diese Biodiversität trägt zur Stabilität der Systeme bei, macht sie unempfindlicher gegen Störungen wie Schädlingsausbrüche und erhöht ihre Produktivität. Allerdings gefährdet der anthropogene globale Wandel, z.B. durch Klima- und Landnutzungsänderungen, die Diversität und die Funktionsweise von natürlichen Ökosystemen. Die enorme Komplexität der Systeme, in denen oft hunderte von Arten auf tausenden Wegen miteinander interagieren, erschwert jedoch das Verständnis dieser Veränderungen und macht verlässliche Vorhersagen über die Auswirkungen des globalen Wandels zu einer großen Herausforderung. Ich zeige, warum wir zum Verständnis dieser Prozesse (auch) auf mathematische Modellierung angewiesen sind, welche Techniken angewendet werden, um der Komplexität der Ökosysteme Herr zu werden, und warum vor allem große Arten durch menschliche Aktivitäten beeinträchtigt werden.

PD Dr. Christian Guill

2002 - 2007: Studium der Physik (Grundstudium: Universität Potsdam, Hauptstudium: TU Darmstadt)

2007 - 2010: Promotionsstudium am Institut für Festkörperphysik der TU Darmstadt, Betreuerin: Prof. Dr. Barbara Drossel

2010: Promotion zum Dr. rer. nat., Thema der Doktorarbeit: Dynamik alters- und stadienstrukturierter Populationen

2010 - 2013: Post-Doc am Johann-Friedrich-Blumenbach-Institut für Zoologie und Anthropologie der Georg-August-Universität Göttingen

2013 - 2015: Post-Doc am Institute for Biodiversity and Ecosystem Dynamics der Universität von Amsterdam

seit 2015: wissenschaftlicher Assistent am Institut für Biochemie und Biologie der Universität Potsdam, Bereich Ökologie und Ökosystemmodellierung

2022: Habilitation (Lehrbefähigung für Ökologie), Thema der Habilitationsschrift: Structure, Stability, and Functioning of Food Webs

Wo steckt der Spaß im Spiel und wie kommt er dort hinein?

VortragProf. Dr. Thomas Voit
04.10., 13:00 Uhr, Windsor (A309)

Der Vortrag gibt Einblicke in das Forschungsprojekt EMPAMOS (Empirische Analyse motivierender Spielelemente), das die Technische Hochschule Nürnberg seit 2016 in Kooperation mit dem Deutschen Spielearchiv Nürnberg durchführt. Mithilfe von maschinellen Lernverfahren werden die Spielanleitungen von Brett- und Gesellschaftsspielen auf Muster durchsucht, mit denen sich eine noch unbeantwortete Frage der Spieleforschung beantworten lässt: Wo steckt der Spaß im Spiel und wie kommt er dort hinein? Der Vortrag zeigt, auf welchen Wegen Maschinen lernen können, wie Menschen spielen, und wie wir mit diesem Wissen nicht nur Spiele, sondern auch Arbeits- und Lernkontexte motivierend gestalten können.

Prof. Dr. Thomas Voit

Thomas Voit lehrt und forscht seit 2014 als Professor für Wirtschaftsinformatik an der Technischen Hochschule Nürnberg. Vor seinem Wechsel an die Hochschule war er sechs Jahre als IT- und Prozessmanager in der Automobilindustrie tätig, wo er ein Gamification-Projekt zur Motivation von Führungskräften für neue Führungsrollen leitete. Seit Ende 2016 leitet er in Kooperation mit dem Deutschen Spielearchiv Nürnberg das Forschungsprojekt EMPAMOS (https://www.empamos.de). Die Forschungsergebnisse werden in Transferprojekten mit Unternehmen, Bildungs- und Kultureinrichtungen verwendet, um Arbeits- und Lernumgebungen motivierend zu gestalten.

Sprache zwischen Natur und Kultur

VortragProf. Dr. Walter Bisang
04.10., 14:30 Uhr, Bertha Benz

Ist Sprache ein Natur- oder ein Kulturphänomen? Nach einer kurzen Darstellung verschiedener Ansichten, soll am Beispiel der Nominalklassen gezeigt werden, dass die Wahrheit wohl dazwischen liegt. Das bekannteste Beispiel für Nominalklassen ist das Genus wie wir es im Deutschen mit seinen drei Klassen Maskulin, Feminin und Neutrum kennen. Diese Art der Klassenbildung findet sich nicht nur in den indogermanischen Sprachen, zu denen auch das Deutsche gehört, sondern auch in vielen anderen Sprachen. Genussysteme bilden aber nur einen Bruchteil der Klassifikationssysteme weltweit. Es gibt ganz andere Systeme, die ich in meinem Vortrag mit Beispielen aus unterschiedlichsten Sprachfamilien weltweit kurz vorstellen werde. Trotz dieser Unterschiede zeigen sich aber über viele Systeme hinweg Klassifikationskriterien, die unabhängig von kulturellen Faktoren von zentraler Bedeutung sind. Diese allgemeinen kognitiven Kriterien sind meist verknüpft mit kulturspezifischen Faktoren.

Prof. Dr. Walter Bisang

Studium der Allgemeinen Sprachwissenschaft, Chinesischen Sprache und Literatur sowie Georgisch an der Universität Zürich von 1978 – 1986. Promotion 1990 an der Universität Zürich in Allgemeiner Sprachwissenschaft zu einem Thema aus der Linguistik ost- und südostasiatischer Sprachen des Festlands. Seit 1992 ordentlicher Professor an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Gastaufenthalte an verschiedenen Universitäten und Forschungsinstituten (u.a. Bangkok, Hangzhou, Hong Kong, Ile Ife, Melbourne, Paris). Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur | Mainz und der Academia Europaea. Sprecher des DFG- Sonderfoschungsbereichs „Kulturelle und sprachliche Kontakte“ von 1999 – 2008. Forschungsinteressen: Sprachtypologie, Vergleich von Sprachtheorien, grammatische Strukturen: Komplexität in der Sprache, historische/diachrone Entwicklung von grammatischen Strukturen, nominale Klassifikation, Wortarten, komplexe Prädikate und Satzverknüpfung.

All hands on deck – zwischen Wind und Wellen in Richtung Nachhaltigkeit

VortragJosephine Bick
04.10., 14:30 Uhr, Carl Benz

30 Menschen, 6 Tage, 1 Schiff. Anfang September 2024 stechen Studierende und Berufstätige gemeinsam in See, um sich abseits der üblichen vier Wände über Nachhaltigkeit, Transformation und Zukunftsgestaltung auszutauschen. Wir fragen uns:

Ozean im Kontext Nachhaltigkeit – Worauf schippern wir da eigentlich herum?

Transformation im Unternehmen – Was sichert langfristig meinen Erfolg?

Zukunftsfähigkeit – Wie möchte ich in 20 Jahren leben?

Abseits dieser Fragestellungen steht das Leben auf dem Schiff im Vordergrund. Wir beobachten das Wetter, legen unserer Route fest, hissen die Segel, fahren Manöver, kochen in der Kombüse und schrubben gemeinsam das Deck.

Unsere Forschungsfrage lautet: Was können wir an Bord eines großen Segelschiffs über unser Zusammenleben, Teamwork im Angesicht von Umwelteinflüssen und die Gestaltung einer wünschenswerten Zukunft lernen?

Josephine bringt erste Erkenntnisse von dem Törn mit, die gemeinsam hinterfragt und weitergedacht werden können.

Josephine Bick

Linien sind der rote Faden in Josephines Leben: Linien, die Menschen und Themen verbinden, Skizzen, die an der Schwelle zur Interdisziplinarität agieren, Illustrationen, die Zusammenhänge verdeutlichen. Josephine hat Nachhaltiges Design mit Schwerpunkt Illustration und Kommunikationsdesign an der ecosign Akademie in Köln studiert und dabei gemerkt, wie wichtig es ist, dass Unternehmen sich nachhaltig aufstellen. Das vorgestellte Segelabenteuer „Der Törn – Nachhaltige Zukunft erleben und verankern“ ist Teil ihrer Masterarbeit in Nachhaltigem Design Management.

Mentale Stärke im Alltag: emotionale Ressourcen aktivieren, Herausforderungen meistern

WorkshopDr. Julia Schmidt
04.10., 14:30 Uhr, Schiller (C301)

Dieser Workshop richtet sich an Studierende, Promovierende und alle, die ihre mentale Stärke im Alltag verbessern wollen. Wir untersuchen, wie du deine Emotionen und Gedanken als Ressourcen nutzen kannst, um tägliche Herausforderungen effektiv zu bewältigen. Durch praxisnahe Übungen lernst du, deine emotionalen und kognitiven Fähigkeiten gezielt einzusetzen, um Stress zu reduzieren und die Resilienz zu steigern.

Ein Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung von Strategien, um typische Fallstricke wie Perfektionismus oder Überengagement zu vermeiden. Wir erarbeiten individuelle Techniken, um mentale Stärke in verschiedenen Alltagssituationen zu aktivieren und zu nutzen. Der Workshop bietet eine Plattform für den Austausch und die gemeinsame Entwicklung von Lösungsansätzen für persönliche Herausforderungen.

Dr. Julia Schmidt

Dr. Julia Schmidt studierte Ethnologie und promovierte in Interkultureller Germanistik/Soziolinguistik an der Universität Göttingen. Seit 2014 begleitet sie junge Wissenschaftler:innen bei ihrer Karriere in der Wissenschaft, zunächst an verschiedenen Universitäten und Forschungseinrichtungen (z. B. Universität Göttingen, Universität Tübingen, Forschungszentrum Jülich), seit 2022 als freie Trainerin und Coach.

Insektenvielfalt - Insektensterben - Insektenschutz: Vom Wissen zum Engagement im (außer)schulischen Kontext

VortragProf. Dr. Daniel Dreesmann
04.10., 14:30 Uhr, Toulon (A030)

Für das anhaltende Insektensterben in Deutschland und weltweit gibt es bereits seit einiger Zeit zahlreiche wissenschaftliche Belege. Als Ursachen gelten die Folgen des Klimawandels und die Zerstörung von intaktem Lebensraum durch Verstädterung ebenso wie die Intensivierung der Landwirtschaft. Besonders besorgniserregend ist der Rückgang bei den Bienen als wichtigen Bestäubern für Wild- und Kulturpflanzen. Der Verlust dieser und weiterer Insektenarten hat für die Pflanzenvielfalt und die Stabilität der Ökosysteme weitreichende Folgen. Umso wichtiger ist es, das Bewusstsein für die komplexen Zusammenhänge und die Bedeutung einer großen Vielfalt an bestäubenden Insekten zu schärfen. Im Rahmen von schulischen und außerschulischen Projekten befasst sich auch die Biologiedidaktik mit dieser Fragestellung. Anhand ausgewählter Forschungs- und Entwicklungsprojekte werden Ergebnisse präsentiert und Empfehlungen gegeben, wie dem Insektensterben im Alltag begegnet werden kann.

Prof. Dr. Daniel Dreesmann

Daniel Dreesmann ist seit 2010 Professor an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und hat dort die AG Didaktik der Biologie aufgebaut, deren Schwerpunkt schul- und öffentlichkeitsnahe Forschungs- und Entwicklungsprojekte sind. Zuvor hat er an der Universität zu Köln gelehrt, geforscht und sich habilitiert sowie im Forschungszentrum Jülich im Bereich Wissenschaftskommunikation gearbeitet. Sein Studium der Fächer Biologie, Chemie und Pflanzenbau hat ihn nach Konstanz, Göttingen und an die Rutgers University (NJ/USA) geführt. Für die Doktorarbeit hat er an der ETH Zürich Mechanismen der inneren Uhr von Pflanzen untersucht und war zeitgleich freiberuflich als Wissenschaftsjournalist tätig. Aktuelle Projekte befassen sich u.a. mit der Vermittlung von Wissen über die Vielfalt der Insekten und Handlungsoptionen diese in (außer)schulischen Kontexten zu erhalten (www.hummeln-helfen.de | www.i2campus.de).

Unternehmerkultur - meine Erfahrung nach 10 Jahren als Unternehmer

VortragHenning Schürig
04.10., 14:30 Uhr, Windsor (A309)

Man macht sich selbstständig und alle loben den Mut? Viele sagen auch, dass man da ja "selbst und ständig" arbeitet. Muss man mutig sein, um sich selbstständig zu machen? Muss man ständig selbst arbeiten oder geht das auch anders? Muss der Kunde König sein? Welche vermeintlichen Gewissheiten kann man über Bord werfen, welche neuen Aspekte kommen hinzu? Wie verändert sich die Perspektive auf das Leben, auf Vertrauen, Ehrlichkeit, Geld etc.?

Ich möchte ehrliche und offene Einblicke in meine Erfahrung als Unternehmer (10 Jahre Be digital GmbH) und über elf Jahre Selbstständigkeit insgesamt geben.

Learnings und Erfahrungen, Geschichten und Anekdoten, sowie Ratschläge und Tipps für die, die ebenfalls gründen wollen.

Henning Schürig

Henning Schürig ist Gründer und Geschäftsführer der Be digital GmbH, die er 2014 als Digitalberatung für den Mittelstand gegründet hat. Davor war er gut ein Jahr als Freelancer für SEO und Social Media selbstständig, nachdem er einige Stationen in Stuttgarter Online-Agenturen absolviert hatte - zuletzt als Digital Director einer Marketing-Agentur.

Zuvor hat er an der Uni Stuttgart BWL techn. studiert. Parallel war er in der Hochschulpolitik engagiert und ist außerdem seit 2002 Grünen-Mitglied. Vom Gründungsvorsitz der Grünen Jugend in Stuttgart und dem Landesvorstand der Grünen Jugend BW ging es nach weiteren Funktionen weiter mit einer Landtagskandidatur (2006, Wahlkreis Göppingen) und vier Jahren im Landesvorstand der Grünen in Baden-Württemberg (2007-2011). Seit 2018 ist er bei der IHK Region Stuttgart im Ausschuss für Digitalisierung und IT-Wirtschaft.

Seit 2021 ist er Vater eines Sohnes. Er lebt mit seiner Frau in Stuttgart-West.

https://henningschuerig.de

https://bedigital.de

Man and nature: Insights from linguistic ethnobotany in Amazonia

VortragMarvin Martiny
04.10., 16:00 Uhr, Bertha Benz

People have always made use of the natural resources that surrounded them. From this perspective, plants are the most versatile: they are used as building material, for clothing, sustenance, as pharmaceuticals, for religious practices, as drugs, and even poison. We can explore the relationship between man and plants in a given cultural context through the branch of anthropology known as ethnobotany. Linguistics plays a large role in this field of research, as it is relevant to both the ways that plants are named and classified, as well as the ways that knowledge is transmitted. We can learn about peoples' worldview both from explicit statements and from more subtle structural features. Thus, linguistic ethnobotany explores how people interact with their environment. I will use examples from Amazonia to demonstrate how this kind of research is conducted, and what insights it may yield.

Marvin Martiny

Marvin Martiny is a PhD student at the University of Freiburg. He studied Classical Philology and General and Comparative Linguistics at the University of Mainz.

He is very interested in all things language-related. His main interest and field of studies is in language typology and Amazonian linguistics.

Äußergewöhnliche Gedächtnisleistungen - Wissenschaft und Methoden der Gedächtnismeister

VortragDr. Boris Nikolai Konrad
04.10., 16:00 Uhr, Carl Benz

folgt

Dr. Boris Nikolai Konrad

Dr. Boris Nikolai Konrad ist Neurowissenschaftler, Redner und Autor des SPIEGEL-Bestsellers „Mehr Platz im Gehirn“. Im Gedächtnissport hat er mehrere Weltrekorde aufgestellt und ist in TV-Formaten wie „Deutschlands Superhirn“, „Klein gegen Groß“ oder „Wetten Dass“ aufgetreten. Wissenschaftlich ist er nach der Promotion am Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München 2014 ins niederländische Nijmegen gewechselt und erforscht dort am Donders Institute for Brain, Cognition and Behaviour die neuronalen Grundlagen außergewöhnlich guter Gedächtnisleistungen.

Mauer – Scheren – Löcher: Wildbienenvielfalt beobachten und unterstützen

WorkshopDipl. Biol. Laura Aporius
04.10., 16:00 Uhr, Toulon (A030)

In Deutschland gibt es mehr als 580 Wildbienenarten, die eine enorme Vielfalt im Aussehen und in ihrer Lebensweise aufweisen. Auch wenn der Großteil der heimischen Arten Brutzellen im Boden baut, lassen sich typische Arten, die ihre Eier in markhaltigen Pflanzenstängeln oder Totholz legen, recht einfach im urbanen Raum ansiedeln.

Im Rahmen des Projektes „Hummeln helfen! Rhein-Main“ ist ein Bausatz für eine robuste und wetterfeste Wildbienennisthilfe mit einem dazugehörigen Nisthilfen-Tagebuch entstanden. Damit sind faszinierende Echtbegegnungen möglich, die sowohl im Biologieunterricht an Schulen aber auch im Alltag Ausgangspunkt für vielfältige Zugänge zur Biologie und Ökologie verschiedener Bienenarten sein können.

Im Workshop stellen wir das Nisthilfen-Tagebuch und den Bausatz sowie die hierzu entstandenen Arbeitsmaterialien vor – und diskutieren, warum der Begriff „Insektenhotel“ so gar nicht passend ist!

Dipl. Biol. Laura Aporius

Laura Aporius absolvierte ihr Diplomstudium der Biologie mit den Hauptfächern Zoologie und Anthropologie, sowie dem Nebenfach Paläontologie, an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Anschließend arbeitete sie freiberuflich in der Naturpädagogik an außerschulischen Lernorten. Seit 01.01.2021 ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz tätig, u.a. im Projekt „Hummeln helfen! Rhein-Main“.

Die Zentangle®-Methode - Entspannung durch Muster und Strukturen für Einsteiger:innen

WorkshopKatrin Ulrike Berszuck
04.10., 16:00 Uhr, Windsor (A309)

HINWEIS: Das Materialpaket für 9€ ist NICHT im Akademie-Tagungspreis enthalten.

Die Zentangle®-Methode vereint Entspannung und Kreativität. Innerhalb kurzer Zeit entstehen auch ohne künstlerische Erfahrung oder Vorwissen tolle Kunstwerke, wobei die Methode während des Zeichenprozesses zur Entspannung, Ruhe und Balance führt.

Die Methode gibt dabei eine Zeichenstruktur vor, bei der möglichst wenige bewusste Entscheidungen getroffen werden. Die gezeichneten Muster bauen sich systematisch auf und sind auch für Ungeübte sofort umsetzbar.

Wer dies einmal ausprobieren möchte, ist herzlich eingeladen, beim Workshop mitzumachen. Während des Workshops entsteht eine erste selbstgezeichnete „Kachel“.

Die Zeichenmaterialien werden in einem Materialpaket gestellt, welches vor Ort bar bezahlt wird und mit nach Hause genommen werden kann.

Dieser Workshop ist leider für Kinder ungeeignet.

Katrin Ulrike Berszuck

Katrin studiert Grundschullehramt im Master of Education. Sie ist Mitglied der Karl-May-Gesellschaft und CZT® (CertifiedZentangleTeacher).

Informatische Betrachtung von Rätseln

VortragQuentin Zimdars
04.10., 17:30 Uhr, Bertha Benz

Viele bekannte Rätsel, etwa Sudokus oder Nonogramme, sind relativ schwer zu lösen, aber es ist relativ einfach zu überprüfen ob eine gefundene Lösung richtig ist.

Die mathematische Formulierung dieser Eigenschaft trifft auch auf viele Probleme zu, die im Alltag auftreten oder sich aus der Modellierung von realen Sachverhalten ergeben. Die theoretische Informatik befasst sich daher mit der Frage, wie und wie schnell (verglichen mit der Größe des Problems) diese Probleme gelöst werden können. Die Frage, ob Probleme, die schnell geprüft werden können, auch schnell zu lösen sind, ist dabei eines der großen ungelösten Probleme der Informatik.

Dieser Vortrag will dies anhand der bekannteren Rätsel darstellen und der Frage nachgehen, warum ein Sudoku zu lösen informatisch äquivalent zu der Planung einer Reise ist.

Quentin Zimdars

Quentin hat an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz Informatik sowie Linguistik und Turkologie im Bachelor abgeschlossen und studiert in nun in Leipzig im Master weiter. Im Bereich der Informatik liegt sein Interesse insbesondere in der theoretischen Informatik.

Aktuelle Altersdarstellung als Unkultur gegen die Natur der Fakten

VortragDr. Gerd Bosbach
04.10., 17:30 Uhr, Carl Benz

In vielen Kulturen werden und wurden ältere Menschen ob Ihres Wissens und Ihrer erbrachten Lebensleistung geachtet und natürlich ernährt. Spätestens seit 2000 wird ein anderes mediales Bild gezeichnet. Alte als zunehmende wirtschaftliche Last für die "Aktiven", als Gefahr für das Gesundheitssystem, alt = gebrechlich und hässlich. "Sozialverträgliches Frühableben" wurde 1998 das Unwort des Jahres, ist aber noch in Köpfen.

Wie sehen die Fakten zur Alterung aus? Geben die den Angstmachern Recht oder werden die Ängste überspitzt, um eigene Interessen als alternativlos darzustellen? Sind dreißig Prozent weniger Fachkräfte sauber ermittelt oder doch nur ein Verlust von einem von 300 Erwerbsfähigen? Liegt der Fachkräftemangel auch in der Pflege wirklich an zu wenig Jugendlichen, also an der Alterung bei sinkender Geburtenrate? Fehlen wegen der demografischen Entwicklung Ärzte?

Es wird einige überraschende Blicke auf die Fakten geben.

Dr. Gerd Bosbach

Studium der Mathematik; Promotion in Statistik bei den Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlern.

Statistischen Bundesamt: Einblick in die amtliche Statistik und den Umgang der Politik mit diesen Daten in der Bonner Beratungsstelle am damaligen Regierungssitz; Beratung von Finanz- und Wirtschaftsministerium und die wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages.

Ausbilder von Informatik-Assistentinnen

Abteilung Statistik der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (interessensgeleitete Statistik).

Seit 1999 Professor in Ansbach ab 2002 in Remagen für Statistik, Mathematik und Empirische Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.

Forschung zu Demografie und ihrer politischen Nutzung und zu Missbrauch mit Statistik.

Zahlreiche Veröffentlichungen, Vorträge, Interviews; einige Bücher und Fernsehauftritte

seit 2021 "UnRuhestand"

Lebensmittelpunkt Köln, aktiver Läufer

Tanzsport als Kultivierung natürlicher Bewegung

WorkshopDr. Artus Ph. Rosenbusch
04.10., 17:30 Uhr, Toulon (A030)

Bewegungen im modernen Tanzsport haben ihre Wurzeln meist in

- der Biomechanik des Menschen, sowie

- den oft interessanten, aber noch eher natürlichen Bewegungen europäischer, orientalischer,

und insb. auch kubanischer und brasilianischer Tänze.

Diese Wurzeln sind heute oft nicht mehr ohne weiteres zu erkennen.

Im Workshop wollen wir Teile dieser Entwicklung beleuchten, die Pionierarbeit von Pierre & Doris Lavelle würdigen, die ChaCha + Rumba nach Europa brachten,

Elemente davon nachvollziehen, wie W. Laird die "Latin Technique" aufschrieb und wie Donnie Burns sie veränderte.

All das wollen wir erfahren, spüren, uns selbst bewegen und tanzen (anstatt in historischen Video-Archiven zu wühlen)!

WICHTIG:

Auch Anfänger sind willkommen, wesentlich ist:

- Keiner muss hier toll aussehen, oder irgendetwas darstellen ... es geht ums Lernen, Ausprobieren, nicht ums Performen!

- Berührungsängste, Judging & Schamgefühle also gern draußen lassen

Dr. Artus Ph. Rosenbusch

Artus hat in Darmstadt und Salamanca Mathematik studiert, in Spieltheorie (fairness considerations in cooperative n-person games) promoviert und kommt seit 19 Jahren regelmäßig und gern auf die MinD-Akademie.

Beruflich führte seine Karriere von booz&co zur Inhouse-Beratung bei RWE, später innogy Consulting, nach Dubai (als Vice President für das Beratungsgeschäft in MENA verantwortlich) und Berlin (Head of LRN LAB, einer Einheit für Organizational Learning und Venture Building).

Dann wurde er Vater, gab das Diensttelefon zurück und ist seitdem selbständig. Als Trainer und Coach unterrichtet er die Dinge, die für ihn selbst und für seine Mitarbeiter in Projekten besonders wichtig waren: Kommunikation, Probleme lösen, effektive Teamarbeit, Entscheidungsfindung unter Unsicherheit, Vertrauensbildung.

Artus liebt Tanzsport, sein Klavier, spielt gern Go und ist ein Freund von Massagen, Meditation und Spiritualität.

Die Zentangle®-Methode - "Natur und Kultur" selbstgezeichnet

WorkshopKatrin Ulrike Berszuck
04.10., 17:30 Uhr, Windsor (A309)

HINWEIS: Das Materialpaket für 8,50€ ist NICHT im Akademie-Tagungspreis enthalten.

Die Zentangle®-Methode vereint Entspannung und Kreativität. Innerhalb kurzer Zeit entstehen auch ohne künstlerische Erfahrung oder Vorwissen tolle Kunstwerke, wobei die Methode während des Zeichenprozesses zur Entspannung, Ruhe und Balance führt.

Die Methode gibt dabei eine Zeichenstruktur vor, bei der möglichst wenige bewusste Entscheidungen getroffen werden. Die gezeichneten Muster bauen sich systematisch auf und sind auch für Ungeübte sofort umsetzbar.

Dieser Workshop bezieht sich in der Auswahl der Muster auf das Akademiethema "Natur und Kultur". Erfahrungen mit der Zentangle®-Methode sind von Vorteil, aber kein "Muss". Während des Workshops entsteht eine selbstgezeichnete "Kachel" zum Thema "Natur und Kultur".

Die Zeichenmaterialien werden in einem Materialpaket gestellt, welches vor Ort bar bezahlt wird und mit nach Hause genommen werden kann.

Dieser Workshop ist leider für Kinder ungeeignet.

Katrin Ulrike Berszuck

Katrin studiert Grundschullehramt im Master of Education. Sie ist Mitglied der Karl-May-Gesellschaft und CZT® (CertifiedZentangleTeacher).

Philosophischer Abend Thema "Kultur"

SonstigesAmelia Maukisch
04.10., 20:00 Uhr, Toulon (A030)

Bei dem Philosophischen Abend geht es darum einen Gedanken zu besprechen, von verschiedene Seiten zu beleuchten und Gedankenexperimente dazu anzustellen.

Lasst uns zusammen auf eine spannende Reise des Geistes gehen.

Ich freue mich auf spannende Ideen, aufregende Erkenntnisse und die Erweiterung des eigenen Horizontes durch den gemeinsamen Austausch.

Amelia Maukisch

Geboren in Friedrichshafen am Bodensee, den ich sehr vermisse. Aktuell mit eigener Praxis, die ich sehr liebe, in Ludwigshafen.

Wie ich dazu gekommen bin?

Nach dem Abitur Beginn einer Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin, Arbeit mit schwererziehbaren Kindern und Jugendlichen im Heimbereich. Arbeit in der Jugendgerichtshilfe, danach Studium mit Schwerpunkt Sozialmanagement/ Sozialpädagogik in Berlin - Abschluss Diplom;

Anschließend Tätigkeit im Bereich Luft- und Raumfahrt bei Astrium GmbH / später Airbus Defence and Space & Airbus.

Schwerpunkte: Internationaler Trainingsprogramme, Personalentwicklung/ Talentmanagement, Prozessoptimierung/ Konsolidierung firmenübergreifender Prozesse.

Back "to the roots" mit einer Ausbildung als Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin (HAP Heidelberg und ZPP Mannheim)

Daneben Mitarbeiterin in einer Kinder- und Jugendpsychiatrischen Praxis, KJP Psychiatrie, Ausbildung zur Focusing Therapeutin In Würzburg

Immer an alles denken! Mental Load psychologisch betrachtet

VortragProf. Dr. Sara Köser
05.10., 09:30 Uhr, Bertha Benz

Viele Möglichkeiten bietet uns das Leben … immer wieder, immer öfter, immer mehr. Wer angemessen auswählt und gut damit umgeht, fühlt sich selbstwirksam und kompetent. Wer das nicht (mehr) schafft, gerät in Stress. Und dabei geht es nicht nur um das Ankämpfen gegen die nie endende to-do-Liste, sondern auch um all das, was dort nicht steht: das ganze Kümmern, Delegieren, Nachhalten. Der Begriff Mental Load etabliert sich aktuell für die unsichtbare Care-Arbeit, die vor allem Mütter leisten; das Konzept ist aber ebenso relevant für alle anderen Personen, denen der Kopf oft rauscht von all dem Dran-Denken. Darüber sprechen wir in diesem Vortrag psychologisch fundiert, anwendungsorientiert und mit der nötigen Prise Humor.

Prof. Dr. Sara Köser

Prof. Dr. Sara Köser lehrt und forscht mit großer Freude als Professorin für Wirtschaftspsychologie an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt (HfWU) Nürtingen-Geislingen. Ihr akademischer Weg führte sie nach dem Psychologiestudium in Heidelberg an die Universitäten in Bern (Schweiz), Trondheim (Norwegen), Hagen und Mannheim. Nach mehreren Jahren als Eignungsdiagnostikerin und Personalentwicklerin am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) folgte sie dem Ruf auf eine Professur – 2020 an die Hochschule Fresenius Heidelberg, 2022 dann an die HfWU. Mit zwei Kindern, Vollzeit-Job und vielen Interessen kennt sie Mental Load durchaus.

How to Fitness - Was die Wissenschaft über das optimale Training sagt

VortragAlexa Gnoß
05.10., 09:30 Uhr, Carl Benz

Richtig zu trainieren und viele Vorteile davon einzusammeln, ist wirklich nicht kompliziert. Und für einen umfassenden Gesundheits-Boost bräuchte es nicht einmal viel Zeit. Trotzdem bekommt es die Fitness-Industrie nicht auf die Reihe, sich auch nur halbwegs evidenzbasiert genug zu verhalten, um die zahlende Kundschaft effizient und effektiv ihren Zielen näherzubringen.

Wir wollen heute aufräumen: Wie trainiere ich richtig, wie viel und wofür eigentlich? Welche Ernährung unterstützt mich dabei, sollte ich gar Supplements nehmen oder doch lieber ein technisches Gadget kaufen? Und wie baue ich mir daraus einen Trainingsplan, der zu meinen Ansprüchen passt? (Spoiler: 30 Minuten pro Woche können schon sehr viel mehr bringen, als man meinen möchte).

Von der Couch-Potato bis zum ambitionierten Sportler sollte für alle etwas dabei sein lächelnd

Alexa Gnoß

28, Software-Entwicklerin, sehr vielseitig interessiert und begeisterte Anhängerin der science based fitness community

Das ist Kultur, das kann weg? - warum Kultur doch in der Natur des Menschen liegt

VortragStefan Wladarsch
05.10., 09:30 Uhr, Windsor (A309)

„Da wollen die ein neues Industriegebiet bauen, sollen sie das doch ins Stadttheater bauen, da war ich noch nie drin“ (TZ-Lehrer, Realschule, ca. 1980). Weniger zugespitzt: Kunst oder allgemeiner Kultur (z.B. in der Definition der ‚Kultur- und Kreativwirtschaft‘) gehört zum ‚kommunalem Gestaltungsspielraum‘ und gilt als ‚freiwillige Aufgabe‘, ebenso wie Teile des Klima- bzw. Naturschutz oder die Förderung des Ehrenamts.

Das wirft eine Menge Fragen auf, z.B. was ist Kultur? bzw., was macht den Menschen aus?

Wie sollte Kulturarbeit stattfinden? Überflüssiger Luxus, ‚Mittel zum Zweck‘? (welcher Zweck könnte das sein?)

oder Kultur als ihr eigener Zweck? Also ein Kult, eine Art Religion?

Könnte Kultur gar eine ‚nachhaltige Wirtschaft‘ begründen?

Und außerdem: gelten die Formeln: Land = Natur; Stadt = Kultur?

Vielleicht liefern die Beispiele Sportförderung und die Institution Musiktheater brauchbare Lösungen?

Viele Fragen, einige Beispiele und am Ende gibt es viel Zeit zum Diskutieren.

Stefan Wladarsch

Seit über 40 Jahren aktiv und passiv bei (Musik-)Workshops (Gitarre, Gesang, Bass, Schlagzeug und darstellende Kunst), Texte, Lesungen, (Impro-)Theaterauftritte und Performances. Nur Nachhaltigkeit verfolgt mich länger (seit 1979 Mitglied im Bund Naturschutz). Meine Masterarbeit (2022) hatte den Titel: „Zehn Jahre KÜKO Fichtelgebirge, welchen Einfluss hat ein Netzwerk von Kulturschaffenden auf die Entwicklung des ländlichen Raums? - Analyse eines Akteursnetzwerks und seines Einflusses auf die Region Fichtelgebirge“. Neuerdings beschäftige ich mich auch mit Game-Thinking (EMPAMOS).

Im Brotberuf bin ich selbständiger Sicherheitsingenieur.

Elite - Leistung oder Herkunft

VortragProf. Dr. Michael Hartmann
05.10., 11:00 Uhr, Bertha Benz

Beim Aufstieg in Elitepositionen stellt sich immer die Frage, ob es dabei eher auf die Leistung oder die soziale Herkunft ankommt. Der Vortrag wird anhand eines internationalen Vergleichs zwischen Deutschland, Frankreich, Großbritannien, den USA und Japan zeigen, dass Leistung in der Regel zwar eine wichtige Voraussetzung für Spitzenkarrieren darstellt, ausschlaggebend letztlich aber die soziale Herkunft ist. In all diesen Ländern bildet sie den entscheidenden Schlüssel für den Zugang zu den Toppositionen. Sie ist sowohl bei der Zulassung zu den für solche Karrieren (in vier der fünf Länder) unverzichtbaren Elitehochschulen als auch später bei den einzelnen Karriereschritten bis an die Spitze der nationalen Eliteorganisationen von zentraler Bedeutung. Nur so lässt sich erklären, dass in allen fünf Ländern Personen die Eliten dominieren, die in den oberen vier Prozent der Bevölkerung aufgewachsen sind, bürgerlichen oder großbürgerlichen Familien.

Prof. Dr. Michael Hartmann

Michael Hartmann, geb. 1952, Professor em. TU Darmstadt. Studium der Soziologie, Politikwissenschaft, Philosophie, Psychologie, Geschichte und Germanistik, 1976 M.A., 1979 Promotion und 1983 Habilitation. Forschungsstipendiat der DFG. Nach mehreren Gast- und Vertretungsprofessuren von 1999 bis 2014 Professor für Soziologie an der TU Darmstadt. Jüngste Buchveröffentlichungen: Die globale Wirtschaftselite. Eine Legende. Frankfurt 2016. Die Abgehobenen. Wie die Eliten die Demokratie gefährden. Frankfurt 2018. 2002 Thyssen-Preis für den besten sozialwissenschaftlichen Aufsatz des Jahres, 2010 Thyssen-Preis für den zweitbesten sozialwissenschaftlichen Aufsatz des Jahres und 2008 Preis der Deutschen Gesellschaft für Soziologie für hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der öffentlichen Wirksamkeit der Soziologie. Zahllose öffentliche Vorträge und Medieninterviews sowie viele Talkshowauftritte im Fernsehen.

Das Drucken von Büchern in der Handpressenzeit (1450-1800)

VortragProf. Dr. Christoph Reske
05.10., 11:00 Uhr, Carl Benz

NEU: Teilnehmende können auf einer mitgebrachten Handpresse Bierdeckel bedrucken.

Der Vortrag skizziert, wie man Bücher in der sogenannten Handpressenzeit, also in dem Zeitraum von 1450 bis 1800, mit Bleitypen und einer hölzernen Handpresse hergestellt hat. Nach Johannes Gutenbergs (um 1400-1468) Erfindung um 1450, wurden innerhalb von 50 Jahren alle weiteren wesentlichen technischen Entwicklungen vollzogen. Die Technik wurde dann 300 Jahren nahezu unverändert fortgeführt und erst Anfang des 19. Jahrhunderts abgeändert. Veranschaulicht wird der Vortrag, u.a., anhand mitgebrachter Materialien (Bleitypen, Originaldruckbogen, Bücher). Im Harrassowitz Verlag ist zum Thema 2023 ein Buch des Referenten erschienen.

Prof. Dr. Christoph Reske

apl. Prof. am Gutenberg-Institut für Weltliteratur und schriftorientierte Medien - Abteilung Buchwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Betreuer der Bibliothek und der Lehrdruckerei der Buchwissenschaft. Ausbildung zum Schriftsetzer, Studium der Druckereitechnik in Wuppertal, Studium der Buchwissenschaft, Kunstgeschichte und Klassischen Archäologie in Mainz, Stipendiat des Landes Rheinland-Pfalz, Promotion 1999, Lehrpreis der Universität Mainz 2010, Habilitation 2014, apl. Prof. 2022.

Kampf der Kulturen? - Der Israel-Palästina-Konflikt

VortragBastian Winkler
05.10., 11:00 Uhr, Toulon (A030)

Nicht erst seit dem 07. Oktober 2023 steht der sogenannte Nahe Osten wieder im Zentrum der Aufmerksamkeit. Wie kaum ein anderes außenpolitisches Thema reizt dieser zu kontroversen Diskussionen und Solidaritätsbekundungen mit den jeweiligen Konfliktparteien. Dabei ist meist noch nicht einmal klar, was der sog. "Nahe Osten" eigentlich umfasst, welche der zahlreichen Konfliktlinien zum "Nahost"-Konflikt gezählt werden und wer welche Interessen verfolgt.

Der Vortrag soll vor allem dazu dienen, Fakten über die Geschichte der Region und des Konfliktes zu liefern, um Meldungen in den Medien besser einordnen zu können. Wer bekämpft sich mit wem? Welche Ursachen liegen dem Konflikt zu Grunde? Welche weiteren "Mitspieler" gibt es? Was verhindert eine tragfähige Lösung?

Wie immer schließt sich hoffentlich eine rege Diskussion an.

Bastian Winkler

Bastian Winkler war zwölf Jahre als Luftfahrzeugtechnischer Offizier bei der Bundeswehr und ist jetzt als beorderter Reservist im Kreisverbindungskommando Dachau als Berater des Landrats bei Katastrophen und besonders schweren Unglücksfällen tätig. Im zivilen Leben ist er, nach mehreren Jahren als Projektleiter und Geschäftsführer der NGO DEMIRA Deutsche Minenräumer e.V., derzeit als Kfm. Geschäftsführer zweier Apotheken in München tätig. Im Rahmen seiner Tätigkeit als Reservist, und damit als Mittler zwischen Bundeswehr und Bevölkerung, hält er zu verscheidenen Gelegenheiten Vorträge im Rahmen der sicherheitspolitischen Bildung.

Gemeinsam (Sprach-)Wissen schaffen - Einblicke in Citizen Science mit den Sprach-Checkern

VortragDr. Janin Rössel
05.10., 13:00 Uhr, Bertha Benz

Was ist eigentlich Citizen Science? Können Sprachwissenschaften partizipativ sein? Was hat das mit den Nachhaltigkeitszielen zu tun? Und wer sind die Sprach-Checker?

Citizen Science oder partizipative Wissenschaften werden im Zusammenhang mit den Nachhaltigkeitszielen und kultureller Teilhabe diskutiert und finden einen Platz im aktuellen Koalitionsvertrag der Bundesregierung. Wir betrachten diesen aufkeimenden Forschungsansatz allgemein und werfen einen spezifischen Blick auf seinen Einsatz in der Sprachwissenschaft. Es gibt viele Stimmen und Zielgruppen, die in der Forschung kaum gehört werden – so auch Kinder und Jugendliche, die in Vielfaltsquartieren leben. In unserem Mannheimer Projekt „Die Sprach-Checker – So sprechen wir in der Neckarstadt“ erforschen sie (ihre) Mehrsprachigkeit und ihre durch Vielfalt geprägte Umgebung. Dieses Projekt füllt den Ansatz Citizen Science mit Leben, zeigt Möglichkeiten der kulturellen Teilhabe auf und lädt zu weiterer Diskussion ein.

Dr. Janin Rössel

Dr. Janin Rössel arbeitet im Projekt „Sprachforschung und Citizen Science“ am Leibniz-Institut für Deutsche Sprache. Zuvor studierte sie Psychologie und promovierte an der Universität Mannheim, an Universitäten in Portland (USA) und Padua (Italien) sowie am interdisziplinären Center for Doctoral Studies in Social and Behavioral Sciences (CDSS) in Mannheim. In der Mannheimer Sozialpsychologie arbeitete sie auch mehrere Jahre als Postdoktorandin. Das Zusammenspiel von Sprache und Sozialpsychologie fasziniert sie; ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen sprachliche Vielfalt, Stereotype & Vorurteile und inklusive Sprache. Mit dem Projekt „Forschung erleben“ engagiert sie sich seit vielen Jahren für Wissenschaftskommunikation unter Einbindung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Jetzt erkundet sie neue Wege im Bereich Citizen Science.

Künstliche Intelligenz im Spannungsfeld natürlicher Kognition und kultureller Konzeptualisierung

VortragDr. Melanie Schaller
05.10., 13:00 Uhr, Carl Benz

Seit dem einschneidenden Workshop am Dartmouth College im Jahr 1956 verfolgt die Künstliche Intelligenz (KI) das Ziel, Maschinen kognitive Fähigkeiten beizubringen. In diesem Vortrag wird beleuchtet, wie im maschinellen Lernen natürliche kognitive Prozesse in algorithmische Strukturen überführt werden. Der erste Teil des Vortrags bietet eine kritische Reflexion der Prinzipien des natürlichen menschlichen Denkens und deren Umsetzung in Modelle künstlicher Intelligenz, wobei Unterschiede und potenzielle Diskrepanzen bei der Abbildung natürlicher Prozesse in künstlichen respektive kulturellen Repräsentationen untersucht werden. Im zweiten Teil des Vortrags werden thematisch bezogene Fragen aufgeworfen und mögliche Antworten diskutiert, um die Zuhörer in eine grundlegende Diskussion über das Potenzial und die Grenzen der KI im Kontext menschlicher Kognition zu involvieren. Alle Teilnehmer sind herzlich eingeladen, sich an dieser Diskussion zu beteiligen.

Dr. Melanie Schaller

Dr. Melanie Schaller promovierte an der Universität Würzburg mit dem Fokus auf Cyber-Physische Systeme. Spezialisiert ist sie auf die Integration von Ingenieurswissen und physikalischen Zusammenhängen in maschinelle Lernmodelle, Anomaliedetektion, die Anwendung von Zustandsraummodellen und die Modellierung von Sensornetzwerken im Allgemeinen. Von 2021 bis 2024 war sie Postdoctoral Researcher am Center for Artificial Intelligence and Data Science (CAIDAS) der Universität Würzburg. Seit April 2024 leitet sie eine Forschungsgruppe am Institut für Informationsverarbeitung der Leibniz Universität Hannover und ist dort ebenfalls am Forschungszentrum für KI und digitale Transformation L3S (Learning Lab Lower Saxony) tätig. Zudem ist sie Sprecherin des WDM Sprecherinnenrates des Bundesverkehrsministeriums. Ihre angewandten Forschungsfelder reichen dabei von der Überwachung von Bauwerken und Mobilitätsszenarien bis hin zu Predictive Maintenance, Industrie 4.0 Anwendungen und Medizintechnik.

Warum schlafen wir?

VortragPD Dr. Gordon Feld
05.10., 13:00 Uhr, Toulon (A030)

Was passiert, wenn wir schlafen? Diese faszinierende Frage hat in den letzten zwei Jahrzehnten erhebliche Forschungsbemühungen angeregt und dadurch neue spannende Antworten erzeugt. Obwohl der Schlaf schon seit der Antike Philosoph:innen und auch später immer wieder Wissenschafler:innen verschiedenster Disziplinen beschäftigt hat, konnten viele seiner Geheimnisse bis heute nicht gelüftet werden. In meinem Vortrag gebe ich eine Übersicht über das Phänomen Schlaf. Dabei erkläre ich im Detail, welche Methoden verwendet werden, um Schlaf zu quantifizieren. Ich werde auch den Zusammenhang von Tageszeit und Schlaf besprechen und warum manche Menschen eher Eulen und andere eher Lerchen sind. Ich werde auch über die verschiedenen Funktionen des Schlafs sprechen und insbesondere über seinen Beitrag zu den erstaunlichen kognitiven Leistungen zu denen der Mensch fähig ist. Zuletzt werde ich zeigen, dass der Schlaf auch für die psychische Gesundheit eine entscheidende Rolle spielt.

PD Dr. Gordon Feld

Ich bin Psychologe und Neurowissenschaftler, der seit 2019 am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit eine Arbeitsgruppe zum Thema Schlaf und Gedächtnis leitet. In meiner Promotion habe ich mich mit verschiedenen Neurotransmittern beschäftigt, die das Gedächtnis im Schlaf stärken. Danach habe ich Zeit am UCL und am Wissenschaftskolleg zu Berlin verbracht. Während meiner Habilitation habe ich mich zunehmend der Frage gewidmet, wie Suchterkrankungen mit der gesteigerten Gedächtnisleistung von belohnten Inhalten zusammenhängen. Dabei fasziniert mich zunehmend der Zusammenhang zwischen psychischer Gesundheit, dem Schlafverhalten und Gedächtnisleistungen. In meinen Arbeiten nutze ich zusammen mit meinem Team modernste Hirnbildgebung mittels (f)MRT, EEG und MEG, um durch traditionelle Analyseverfahren und moderne KI-gestützte Algorithmen dieser Frage nachzugehen.

Konsumentenpsychologie im Kontext der Künstlichen Intelligenz im kulturellen Wandel?

VortragDr. Kathrin Schweizer
05.10., 13:00 Uhr, Windsor (A309)

Der rasante Fortschritt der Künstlichen Intelligenz (KI) verändert die Art und Weise sowie die Dynamik von Konsumenteninteraktionen und -entscheidungen sowie Markenwahrnehmungen.

Dieser Vortrag beleuchtet die zunehmende Relevanz der Konsumentenpsychologie im Kontext der KI und sensibilisiert, wie innovative Technologien genutzt werden, um tiefergehende Kundenbeziehungen zu entwickeln und Kaufentscheidungen zu beeinflussen.

Durch eine Kombination aus theoretischen Grundlagen und praktischen Anwendungsbeispielen werden die Teilnehmer*innen ein grundlegendes Verständnis der Mechanismen erlangen, wie bzw. wo KI das Verbraucherverhalten beeinflusst und wie diese Erkenntnisse für Markenbindung strategisch genutzt werden können. Ebenfalls werden die Chancen und Herausforderungen der KI in der Konsumentenpsychologie beleuchtet. Die Teilnehmer*innen sollen ins eigene (Nach-)denken gebracht werden, um beispielsweise den Einsatz von KI im Marketingumfeld künftig besser zu erkennen.

Dr. Kathrin Schweizer

Kathrin ist promovierte Psychologin und hat einen Studienabschluss in Wirtschaftspsychologie sowie in Betriebswirtschaftslehre. Darüber hinaus hat sie eine Zertifizierung als Systemischer Business Coach erworben.

Mit über 15 Jahren Berufserfahrung im Vertrieb, Projekt- und Kampagnenmanagement bringt Kathrin eine umfassende Expertise in der Arbeit mit Menschen ein. Seit mehr als acht Jahren nimmt sie leidenschaftlich Führungsrollen wahr und engagiert sich seit einem Jahrzehnt als Lehrbeauftragte an verschiedenen Hochschulen.

Konfliktanalyse

VortragFrauke Niehues
05.10., 14:30 Uhr, Bertha Benz

Sowohl in meiner psychotherapeutischen Arbeit als auch in meiner Tätigkeit als Personal- und Organisationsentwicklerin ist ein erfolgversprechender Umgang mit Konflikten ein häufiges Anliegen. Ein Konflikt kann umso sinnvoller angegangen werden, je besser man seine verschiedenen Ebenen und vielfältigen Dynamiken versteht. Aus diesem Grund habe ich ein Schema entwickelt, mit dem man auch komplexe Konflikte auf unterschiedlichen Ebenen analysieren und resultierende Dynamiken begreifen kann. Mit dieser Vorgehensweise lassen sich bessere Prognosen erstellen und konstruktive Lösungsstrategien entwickeln. In dem Vortrag werden das Schema und ihm zugrundeliegende Konflikttheorien erläutert und mit realen Fallbeispielen veranschaulicht.

Frauke Niehues

Frauke Niehues ist approbierte Psychotherapeutin in eigener Praxis und in der Personal- und Organisationsentwicklung tätig. Sie leitet ein Fortbildungsinstitut, ist Dozentin an Universitäten, ist Herausgeberin der Reihe „Kompetenz!Box“ im Junfermannverlag. Auf ihrem Portal "Können macht Spaß" stellt sie umfassende Informationen und Materialien zum Thema Hochbegabung für Hochbegabte, deren Angehörige sowie Therapeut:innen, Schulen und Kitas kostenfrei zur Verfügung. Darüber hinaus ist sie Gründerin des Spenden- und Gemeinschaftsprojekts „MethodenSchatz“, in dem renommierte Fachleute kostenfrei Methoden und Vorträge zum Thema Psychologie zur Verfügung stellen und soziale Projekte unterstützen. Einen Überblick über Ihre Angebote findet man unter www.frauke-niehues.net

"Zurück zum Beton" oder Kampf für den Planeten? Zum ambivalenten Verhältnis der deutschen Punkszene zur Natur und ihrem Schutz

VortragPhilipp Meinert
05.10., 14:30 Uhr, Carl Benz

Als die Subkultur Punk in den späten 70er Jahren in deutsche Großstädte aus New York und London herüberschwappte, fanden sich die ersten Punks noch in Opposition zu den "Ökos", was auf gegenseitiger Abneigung beruhte. Als Punk sich mit dem Übergang in die 80er Jahre politisierte, liefen viele von ihnen auch auf Demonstrationen gegen Atomkraft und Umweltzerstörung mit. Andere Punks aber polemisierten gegen die "alternative langhaarige Sau" oder priesen die Künstlichkeit und hofften auf "No Future" durch Zerstörung des Planeten. Anhang von beispielhaften Texten mehrheitlich deutscher Punkbands soll aufgezeigt werden, wie ambivalent die heterogene Szene auf die Themen Umwelt, Umweltschutz und Öko-Aktivismus blickt.

Philipp Meinert

Philipp Meinert (Dipl.-Soz.Wiss.) studierte an der Ruhruniversität Bochum und arbeitet derzeit als Pressereferent für einen Wohlfahrtsverband in Berlin. Neben diversen journalistischen Veröffentlichungen gemeinsam mit Martin Seeliger Herausgeber von "Punk in Deutschland. Sozial- und kulturwissenschaftliche Perspektiven" (2013, Transcript Verlag) und Autor von "Homopunk History" über LGBTIQ* in der internationalen Punk- und Hardcore-Szene (Ventil Verlag 2018).

Schlafen (un)natürlich!

WorkshopPD Dr. Gordon Feld
05.10., 14:30 Uhr, Toulon (A030)

In diesem Workshop nähern wir uns (idealerweise nach dem Hören des dazugehörenden Vortrags) der Frage, wie natürlich der Schlaf heute ist. Waren Menschen früher insbesondere auf das Sonnenlicht angewiesen, hat die Glühbirne die Möglichkeiten der Menschen zum Aktivsein massiv ausgeweitet und so den Schlaf transformiert. In Kleingruppen widmen wir uns verschiedenen Themen: 1. Schlaf-Enhancement (kann man den natürlichen Schlaf besser machen), 2. Einfluss von Technologie auf Schlaf (Tageslicht vs. künstliches Licht). 3. Schlaf in der Vorindustriellen Zeit (Narrative vs. Wirklichkeit), 4. Schlaf in der Kunst (Darstellung/Realität). Anhand von leitenden Fragen, werden sich die Kleingruppen ein Bild der Themen machen und dann in die Projektarbeit einsteigen. Ziel des Workshops ist die Entwicklung von kurz- oder langfristigeren Projekten, die die Teilnehmer:innen idealerweise über den Workshop hinaus begleiten. Am Ende kommt die Gruppe zusammen, um sich über die Ergebnisse auszutauschen.

PD Dr. Gordon Feld

Ich bin Psychologe und Neurowissenschaftler, der seit 2019 am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit eine Arbeitsgruppe zum Thema Schlaf und Gedächtnis leitet. In meiner Promotion habe ich mich mit verschiedenen Neurotransmittern beschäftigt, die das Gedächtnis im Schlaf stärken. Danach habe ich Zeit am UCL und am Wissenschaftskolleg zu Berlin verbracht. Während meiner Habilitation habe ich mich zunehmend der Frage gewidmet, wie Suchterkrankungen mit der gesteigerten Gedächtnisleistung von belohnten Inhalten zusammenhängen. Dabei fasziniert mich zunehmend der Zusammenhang zwischen psychischer Gesundheit, dem Schlafverhalten und Gedächtnisleistungen. In meinen Arbeiten nutze ich zusammen mit meinem Team modernste Hirnbildgebung mittels (f)MRT, EEG und MEG, um durch traditionelle Analyseverfahren und moderne KI-gestützte Algorithmen dieser Frage nachzugehen.

Partnering im Paartanz

WorkshopDr. Artus Ph. Rosenbusch
05.10., 14:30 Uhr, Toulon (A301)

Fremde begegnen sich beim Brazilian Zouk. Ein Seniorenpaar in Turnier-Outfit tanzt die Endrunde Walzer. Ein Junge auf einer Salsa-Party ruft der Partnerin zu: "So, jetzt führ Du mal!" und beide lachen.

In mancher Hinsicht könnte Führen und Folgen unterschiedlicher nicht sein. Jeder Tanz folgt eigenen Regeln, eigener Bewegungslogik. Und doch sind alles Paartänze. Nicht nur die Tänzer reagieren mit Gänsehaut, wenn eine echte Begegnung stattfindet, wenn die Kommunikation stimmt, sich die Bewegung beider Körper verbindet.

Anhand einfacher Bewegungen und Prinzipien erfühlen wir, wie dies gelingt.

⚠️ WICHTIG:

Auch Anfänger sind willkommen, wesentlich ist:

1️⃣ Seid offen, sowohl Follower als auch Leader zu tanzen

2️⃣ Keiner muss hier toll aussehen, oder irgendetwas darstellen ... es geht ums Lernen, ums Ausprobieren, nicht ums Performen!

3️⃣ Berührungsängste, Judging und Schamgefühle also bitte draußen lassen!

💃🕺🏼 Später am Abend darf und soll entspannt weiter getanzt werden.

Dr. Artus Ph. Rosenbusch

Artus hat in Darmstadt und Salamanca Mathematik studiert, in Spieltheorie (fairness considerations in cooperative n-person games) promoviert und kommt seit 19 Jahren regelmäßig und gern auf die MinD-Akademie.

Beruflich führte seine Karriere von booz&co zur Inhouse-Beratung bei RWE, später innogy Consulting, nach Dubai (als Vice President für das Beratungsgeschäft in MENA verantwortlich) und Berlin (Head of LRN LAB, einer Einheit für Organizational Learning und Venture Building).

Dann wurde er Vater, gab das Diensttelefon zurück und ist seitdem selbständig. Als Trainer und Coach unterrichtet er die Dinge, die für ihn selbst und für seine Mitarbeiter in Projekten besonders wichtig waren: Kommunikation, Probleme lösen, effektive Teamarbeit, Entscheidungsfindung unter Unsicherheit, Vertrauensbildung.

Artus liebt Tanzsport, sein Klavier, spielt gern Go und ist ein Freund von Massagen, Meditation und Spiritualität.

Von der Erfindung der Schrift bis zur Künstlichen Intelligenz: Wie die Ansammlung von Wissen den Fortschritt prägt

VortragDr. Asoss Qader
05.10., 14:30 Uhr, Windsor (A309)

Bestimmte Kulturen erfanden bahnbrechende Errungenschaften wie die Schrift. Die Entwicklung der Schrift und die Dokumentation führten dazu, dass sich das geschriebene Gut vermehrt und im Verlauf der Zeit eine Differenzierung in lexikalische Listen, Literatur, juristische Urkunden, Beschreibungen von Naturphänomenen, Götterlisten, Verwaltungstexte, die Beschreibung der Landschaft und sogar Landkarten usw. erfolgt. Wie diese Erfindungen, Entdeckungen und Innovationen innerhalb von einer Kultur sich entwickeln und im Verlauf der Geschichte durch die Weiterentwicklung, Transformation und die Kombinatorik andere Teile der Welt beeinflussen und wie sie technischen Fortschritt bedingen, z.B. durch die Anhäufung von Wissen, sehen wir anhand von Beispielen aus Mesopotamien ab der Erfindung der Protokeilschrift 3500 v. Chr. Noch heute ist die Ansammlung von Wissen im Sinne großer Datenmengen essentiell um technischen Fortschritt zum Beispiel im Bereich KI hervorzubringen.

Dr. Asoss Qader

Dr. Asoss M. Qader studierte von 2000 bis 2004 Archäologie an der Salahaddin Universität in Erbil. Im Jahr 2004 erhielt er als einer der besten Bachelor-Absolventen der Philosophischen Fakultät der Salahaddin-Universität Erbil eine Auszeichnung von der Regionalregierung Kurdistans (KRG). Zum Wintersemester 2005 begann er mit dem Masterstudium der Altorientalistik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Seine Lehrer waren unter anderem Gernot Wilhelm, Gerfrid G. Müller, Marie-Louise Thomsen und Astrid Nunn. 2008 begann er mit der Mitarbeit am Projekt der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) zu „Personennamen der Keilschrifttexte aus Tell al-Faḫḫār“ unter Leitung von Gernot Wilhelm. 2014 erfolgte die Promotion mit einer Arbeit zum Thema „Arrapha / Kirkuk von den Anfängen bis etwa 1340 v. Chr. nach keilschriftlichen Quellen“ unter Betreuung der Altorientalisten Gernot Wilhelm und Daniel Schwemer. Aktuell entziffert er unveröffentlichte Keilschrifttexte des Nuzi-Korpus.

Imaginierte Geographien: Osmanische Reisende in Europa

VortragUniv.-Prof. Dr. Petr Kucera
05.10., 16:00 Uhr, Bertha Benz

Osmanische Gesandte, Kaufleute und Reiselustige gab es in Europa schon seit der Entstehung des Osmanischen Reiches. Doch erst ab dem 19. Jahrhundert kann man von der Entstehung eines eigenständigen Genres der „Europa-Reiseberichte“ sprechen. Fasziniert vom technologischen Fortschritt Europas, begaben sich immer mehr Osmanen auf die Reise in das „Kontinent der Zukunft“ und berichteten ihren Lesern in Istanbul, Izmir oder Bursa mit Leidenschaft und Dringlichkeit, was sie dort gesehen und gelernt haben. Es war, glaubten viele, für das Osmanische Reiche überlebenswichtig, Europa bis ins kleinste Detail kennenzulernen, sich ihr Wissen anzueignen und auf ihr zivilisatorisches Niveau hochzusteigen. Der Vortrag geht der Frage nach, wie Reisende aus Istanbul von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Anfang der Ersten Weltkrieges Europa „entdeckt“ haben, wie sich ihre Wahrnehmung der „Heimat“ dadurch verändert hat und wie sie dabei eine neue, imaginierte Geographie der Welt entwickelt haben.

Univ.-Prof. Dr. Petr Kucera

Petr Kucera ist seit April 2021 Professor für turkologische Literaturwissenschaft am Institut für Slavistik, Turkologie und zirkumbaltische Studien der JGU Mainz. Nach seinem Studium der Turkologie und Islamwissenschaft in Prag, Istanbul, Ankara und Princeton und seiner Promotion in Prag war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Karls-Universität in Prag sowie Gastwissenschaftler an der Universität London. Von 2016 bis 2021 war er als Juniorprofessor für Turkologie an der Universität Hamburg tätig. Seine Schwerpunkte in Forschung und Lehre liegen im Bereich spätosmanische und frührepublikanische Kulturgeschichte, moderne türkische Literatur und Reiseberichte. Außerdem übersetzt er literarische Werke aus dem Türkischen ins Tschechische.

Reisen: Neurodivergente Abenteuer vs. Neurotypische Normalität – Eine humorvolle Erkundung der Unterschiede

VortragMareike Keil
05.10., 16:00 Uhr, Carl Benz

Reisen kann für viele Menschen eine aufregende und bereichernde Erfahrung sein – außer vielleicht für die, die sich regelmäßig fragen, ob ihr Koffer nicht mehr ein schwarzes Loch als ein Gepäckstück ist. Denn während neurotypische Reisende sich oft nur um Pass, Gepäck und die Reiseroute kümmern müssen, stehen neurodivergente Personen vor einer ganz anderen Reihe von Herausforderungen. Der Vortrag beleuchtet die faszinierenden Unterschiede zwischen Reiseerfahrungen von Neurodivergenten und Neurotypischen und wirft einen humorvollen Blick auf die besonderen Abenteuer, die neurodivergente Menschen meistern. Ziel ist es, das Bewusstsein für die besonderen Bedürfnisse neurodivergenter Reisender zu schärfen und gleichzeitig zu zeigen, dass mit den richtigen Strategien und einer Prise Humor jede Reise zu einem unvergesslichen Abenteuer werden kann. Na, wer packt schon einmal den Koffer?

Mareike Keil

Mareike Keil ist seit 2021 als IT-Beraterin bei der :em engineering methods AG tätig. Zuvor studierte sie Wirtschaftsmathematik und Information Systems an der Universität zu Köln und schloss jeweils in beiden Fächern mit einem Master ab. Seit 2022 arbeitet sie an ihrer Promotion am Lehrstuhl für Künstliche Intelligenz an der Universität Mannheim und forscht im Bereich KI-gestütztes User Interface Design sowie Neurodivergenz.

Gewaltfreie Kommunikation: ein Überblick

WorkshopOliver Klee
05.10., 16:00 Uhr, Windsor (A309)

Die Gewaltfreie Kommunikation (GfK) nach Marshall B. Rosenberg ist sowohl eine Herangehensweise an Kommunikation als auch eine Lebenseinstellung. Sie kann dabei helfen, mehr empathische Verbindung zu anderen Menschen zu spüren, Konflikte zu lösen, die eigenen Bedürfnisse besser zu erfüllen und generell glücklicher zu werden. Sie ist für den privaten Bereich, für den Beruf und fürs Ehrenamt anwendbar und hilfreich.

Bei diesem Workshop lernt ihr die Begriffe und Grundkonzepte der GfK soweit kennen, dass ihr euch danach sowohl auf Partys darüber unterhalten könnt als auch eine informierte Entscheidung treffen könnt, ob ihr Lust habt, euch damit weiter zu beschäftigen. Und hoffentlich begeistert euch der Workshop für die GfK.

Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, schaden aber auch nicht.

Oliver Klee

Oliver Klee ist Diplom-Informatiker und hat die Zertifikate "Train the Trainer (IHK)" und "Teamleiter_in (IHK)". Er arbeitet als selbstständiger Softwareentwickler und seit 1999 als Trainer für Softwareentwicklung, Führungskräfteentwicklung und Teamentwicklung. Ehrenamtlich engagiert er sich in Open-Source-Projekten und leitet ein Team zum Thema Motivation, Engagement und Führung in Freiwilligenorganisationen. Seit 2007 lernt und lehrt er außerdem gewaltfreie Kommunikation.

Nebenher versucht er, in seine Workshops kleine Plüschtiere einzuschmuggeln.

Privat kocht er fiktive Gerichte aus Computerspielen nach und arbeitet darauf hin, Metal zu singen.

ABGESAGT: Außergewöhnliche Leistungen in Mathematik?!

VortragProf. Dr. Benjamin Rott
05.10., 17:30 Uhr, Bertha Benz

WEGEN KURZFRISTIGER ERKRANKUNG ABGESAGT!

Im Vortrag werden zwei Themenbereiche angesprochen, die beide mit außergewöhnlichen Leistungen in Mathematik zusammenhängen: mathematische Begabung und Mathematikwettbewerbe.

Zunächst wird der Frage nachgegangen, was man unter Begabung allgemein und speziell unter mathematischer Begabung versteht, wie man eine Begabung in der Regel identifiziert und welche Herausforderungen dies für die Wissenschaft bedeutet. Anschließend wird ein Blick auf mathematische Wettbewerbe und Wettbewerbsaufgaben geworfen und eruiert, inwiefern herausragende Leistungen in solchen Wettbewerben mit mathematischer Begabung zusammenhängen.

Prof. Dr. Benjamin Rott

Studium des Lehramts für Gymnasien (Mathematik und Physik) in Oldenburg (bis 2006)

Referendariat in Salzgitter (bis 2008)

Promotion (Mathematikdidaktik) in Hannover (bis 2012)

Postdoc in Freiburg (bis 2014)

Juniorprofessor in Essen (bis 2017)

Professor in Köln (seit 2017)

Bats and Biosphere - Fledermäuse als Modell für nachhaltige Mensch-Wildtier-Interaktionen in der Kulturlandschaft

VortragDr. Marcus Fritze
05.10., 17:30 Uhr, Carl Benz

Der Klimawandel und die Biodiversitätskrise sind zwei der größten Umweltthemen unserer Zeit. Dabei hat vor allem die Landnutzung und das Einbringen von neuartigen Substanzen massive Einflüsse auf die Ökosysteme. Um Zusammenhänge und Lösungspotentiale zu erforschen, nutzt die Wissenschaft häufig Modellorganismen. Fledermäuse sind hervorragende ökologische Modelle für den Naturschutz, da sie in fast allen Lebensräumen vorkommen, in denen der Mensch lebt und wirkt und sie können als Bioindikatoren für nachhaltige Lebensweisen herangezogen werden. Anhand von praktischen Beispielen aus verschiedenen Kulturlandschaften sowie aktueller Forschung werden mit Hilfe der Fledermäuse Mensch-Wildtier-Interaktionen erörtert, Ökosystemdienstleistungen aufgezeigt und es wird der Frage nachgegangen, wie das 6. große Artensterben in der Erdgeschichte aufgehalten werden könnte.

Dr. Marcus Fritze

Dr. Marcus Fritze ist seit 2008 im Naturschutz tätig und beschäftigt sich seitdem mit Fledermäusen. Nach dem Studium an der TU Berlin und der Universität Greifswald arbeitete er in einer Naturschutzbehörde im Südharz und promovierte anschließend am Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin im Fachbereich Biologie. Danach kehrte er an die Universität Greifswald zurück, wo er weiterhin im Themenfeld Naturschutz und Fledermäuse forschte. Im Anschluss zog es ihn wieder in seine Heimat in das Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz, wo als Leiter der Kompetenzstelle für Fledermausschutz von Sachsen-Anhalt arbeitet. Darüber hinaus ist er ehrenamtlich in der Deutschen Fledermauswarte sowie als Berater bei UNEP EUROBATS tätig und forscht weiterhin für den Artenschutz.

Spontan mit Plan: Ein Blick in das Improtheater

WorkshopSimon Siebers
05.10., 17:30 Uhr, Toulon (A030)

Improtheater heißt, die Bühne ohne vorgegebene Handlung oder auswendig gelernte Texte zu betreten. Vorgaben kommen erst wenige Sekunden vor Beginn des Spiels oder sogar mittendrin. Also: Auf die Bühne ohne Plan und einfach mal improvisieren? Mitnichten! Auch beim Improtheater gibt es bestimmte Methoden und Strukturen, die einem selbst Orientierung bieten und das Zusammenspiel mit den anderen unterstützen. Denn gerade davon lebt das Improtheater auch: sich gegenseitig Raum schaffen und befeuern. Das kann einen auch schon mal aus dem Konzept bringen, wenn plötzlich ganz neue Ideen eingebracht werden. Und dann heißt es: Annehmen und weiterentwickeln.

In diesem Workshop schauen wir uns einige dieser Strukturen des Improtheaters an und lernen ein paar erste Techniken des Aufwärmens und Spielens kennen. Vorerfahrung ist nicht notwendig, Neugierde und Offenheit hingegen sind hilfreich.

Simon Siebers

Simon ist eigentlich eher Physiker, Wissenschaftler, Kopfmensch, hat vor fünf Jahren aber mit Improtheater angefangen und seitdem eine feste Gruppe mit regelmäßigen Treffen gefunden. Neben kleinen Auftritten in seinem Wohnort Münster hat er sich 2019 auch schon bei der Akademie auf die Bühne gewagt und es nicht bereut.

Bücherschaulaufen

SonstigesDr. Daniel Schmidt
05.10., 22:00 Uhr, Toulon (A030)

Du hast ein Buch gelesen, das du unbedingt weiterempfehlen willst? Du brauchst neue Leseanregungen? Oder möchtest du andere bibliophile MHNler kennenlernen? Dann bist du beim Bücherschaulaufen richtig. Wir treffen uns, um unsere Bücherbegeisterung zu teilen, für hochgeistige Sachbücher, fesselnde Krimis oder Kinderbücher.

Du kannst zum Zuhören vorbeikommen, aber die Veranstaltung lebt vom Mitmachen: Melde dich bei Daniel per Mail an buecherschaulaufen@mind-hochschul-netzwerk.de oder direkt auf der Akademie an. Überlege dir, wie du dein Publikum in etwa 3-4 Minuten von deinem Lieblingsbuch überzeugen kannst. Zur Vorbereitung beantworte bitte in der Mail folgende Fragen oder fülle auf der Akademie den Bogen aus.

1. Autor und Titel

2. Inhalt in drei Sätzen

3. Hat dieses Buch dein Lebensgefühl, dein Denken, dein gar dein ganzes Leben geprägt? Wenn ja, wie?

4. Wer sollte dieses Buch lesen? Warum?

5. Wie lange braucht man in etwa zum Lesen?

6. Zitat einer typischen Passage oder Wendung.

Dr. Daniel Schmidt

Der Wunsch, die Natur zu verstehen hat Daniel zunächst zu einem Studium der Physik an der Leibniz Universität Hannover motiviert, wobei schon früh der Fokus auf der theoretischen Physik und der mathematischen Beschreibung der Natur lag. Auch Fraktale kreuzten hier das erste Mal seinen Weg. Anschließend hat Daniel in Jena eine Doktorarbeit zur Simulation fermionischer Modelle in der Quantenfeldtheorie verfasst. Seitdem war er in verschiedenen Anstellungen in der Wirtschaft als Softwareentwickler tätig und ist aktuell bei einem Lasertechnik-Unternehmen im Nordschwarzwald damit beschäftigt, Maschinen beizubringen, wohin sie schweißen sollen.

In der Freizeit beschäftigt sich Daniel gerne weiterhin mit Mathematik, aber auch mit Literatur, sodass nicht nur Fachbücher, sondern vor allem auch Romane die heimischen Bücherregale füllen.

Consent Culture: Sex als kulturelle Handlung

VortragCarmen Mayer
06.10., 09:30 Uhr, Bertha Benz

Eigentlich scheint es einfach zu sein: Konsens ist, wenn alle Beteiligten einverstanden sind. Kulturelle Strukturen können es jedoch mitunter schwer machen, dass ein Nein als solches wahrgenommen wird. Was das mit Bären, Musik und Harry Potter zu tun hat und wie consent culture, (also eine Kultur, die Konsens für sexuelle Handlungen nicht als default voraussetzt, sondern aktiv einfordert), ist für alle interessant, die mit anderen Menschen agieren, ob es dabei zu sexuelle Handlungen kommen soll oder nicht. Dabei werden statistische Daten ebenso herangezogen, wie Einzelerfahrungen, da erst die Zusammenschau consent culture vom Konzept zur erlebbaren Kultur werden lässt.

Carmen Mayer

Sozialarbeiterin und mehrere Jahre im Vertrauensteam des MHN tätig gewesen.

Chancen und Herausforderungen von Menschen mit Behinderung im kulturellen Kontext

VortragDipl.-Psych. Christina Heil
06.10., 09:30 Uhr, Carl Benz

Gesellschaft und Kultur haben einen starken Einfluss darauf, welchen Chancen und Herausforderungen Menschen mit einer körperlichen, sensorischen oder geistigen Behinderung begegnen. Der Vortrag beleuchtet die Stellung von Menschen mit Behinderung in der Gesellschaft von der Antike bis zur Neuzeit sowie in verschiedenen Kulturen. Auch wird der Frage nachgegangen, in welchen Bereichen es eine Behindertenkultur gibt. Darüber hinaus erhalten die Zuhörer*innen Anregungen zu einer differenzierten Sicht auf verschiedene Behinderungsarten sowie zu einem aufgeschlossenen Umgang mit diesen Menschen.

Dipl.-Psych. Christina Heil

- geboren 1981, Erblindung mit 13 Jahren

- 2002 – 2008: Psychologiestudium an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen (Diplom)

- 2008 – 2012: Ausbildung zur Psychologischen Psychotherapeutin an der Tübinger Akademie für Verhaltenstherapie

- 2012: Approbation zur Psychologischen Psychotherapeutin mit dem Schwerpunkt Verhaltenstherapie

- 2012 – 2015: Psychotherapeutin an der Psychotherapeutischen Hochschulambulanz der Universität Tübingen

- 2016 – 2018: psychologische Telefonberatung für Menschen in belastenden Lebenssituationen

- seit 2019: Privatpraxis für Psychotherapie

- Dozententätigkeiten und Publikationen zu den Themen Körper- und Sinnesbehinderungen sowie intellektuelle Hochbegabung in der Psychotherapie

Angewandte Tricktechniken, Wahrnehmungs- und Denktäuschungen

VortragMark Schmidt
06.10., 09:30 Uhr, Windsor (A309)

Natur:

Als Ergebnis evolutionärer Selektionsmechanismen ist der Mensch nicht darauf optimiert, die Welt zu erkennen, wie sie wirklich ist. Von Natur aus sitzt er Irrtümern und Illusionen auf.

Daraus folgen Missverständnisse, Ignoranz und viel Unmenschliches - dann aber auch Philosophie, Aufklärung und Wissenschaft.

Kultur:

Das kulturelle (Aus-)Nutzen und Genießen dieser menschlichen Eigenschaften in der Zauberkunst ist eine der freundlichsten, humansten und aufklärerischsten Umgangsweisen damit.

Zauberkunst beruhte zunächst auf über Jahrhunderte gesammeltem Erfahrungswissen, seit wenigen Jahrzehnten immer mehr auf wissenschaftlicher Forschung, die umgekehrt durch die Zauberkunst befruchtet wird.

In diesem Vortrag werden Beispiele für diese Wechselwirkungen zwischen wissenschaftsbasierter Naturerkenntnis und Zauberkultur dargestellt, die dahinterstehenden evidenzbasierten Theorien erklärt.

Mark Schmidt

Mark Schmidt beschäftigt sich seit vier Jahrzehnten mit der Unterscheidung zwischen dem, was nur zu sein scheint, und dem, was ist, u. a. als

- Jurist und Bildungsunternehmer (www.Intelligenz-im-Betrieb.de),

- Praktischer, theoretischer und beratender Zauberkünstler, u. a. viele Jahre als Kolumnist in „Magische Welt – Zeitschrift für angewandte Tricktechnik und Wahrnehmungstäuschung“ (www.magische-welt.com),

- Skeptiker, z. B. vier Jahre als Vorstandsmitglied der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (www.gwup.org, www.skeptiker.de), inklusive Einsätzen zur Vermeidung von Täuschungen durch vermeintlich „übernatürlich Begabte“ bei den in der Universität Würzburg stattfindenden „Eine-Million-Dollar“-Tests.

Digging for Words: The Archaeology of Language and its Implications to Prehistory

VortragAlexander V. Gorelik
06.10., 11:00 Uhr, Bertha Benz

Prehistory, a vast period of human history spanning from the first hominins to the early city-states, is generally marked by the absence of written records. Our picture of human life during this period derives primarily from archaeological findings and anthropological investigations. And yet, human language has been and still remains a primary agent in the development of human societies since the dawn of mankind. As such, languages prove to be archives of past sociocultural events extending into prehistory. Much like archaeologists use the material record to reconstruct past events, linguists can find, date, and reconstruct past events using linguistic records. In my talk, I will briefly introduce and discuss the frameworks provided by historical linguistics and sociolinguistics that allow us to look into linguistic prehistory and how these insights, combined with insights from archaeology and other disciplines contribute to a better understanding of the prehistoric past.

Alexander V. Gorelik

I am a student researcher holding a Bachelor's degree in Linguistics and Prehistoric Archaeology at the Johannes Gutenberg University in Mainz. I have worked in numerous prestigious research projects revolving around linguistics, philology, as well as archaeology and have been affiliated with many distinguished research institutions such as the Max-Planck-Institute of Geoanthropology, the Leibniz Institute for Archaeology and the Academy of Sciences and Literature in Mainz. My research is primarily based in Central and Inner Asia and focuses on interdisciplinary approaches to prehistory, pastoralism, hunter-gatherers, past frontiers of cultural and economic interaction, societal change, and mortuary archaeology. Currently I am a Master’s candidate in Prehistoric Archaeology at the Christian Albrecht University in Kiel, where I research sociocultural and socioeconomic interactions along the pastoralist hunter-gatherer interface during the Eneolithic and Early Bronze Age in the Altai.

Schutz von Kulturgütern in Auslandseinsätzen und bewaffneten Konflikten

VortragMarlon Klier
06.10., 11:00 Uhr, Carl Benz

Der Schutz von Kulturgütern in bewaffneten Konflikten und Auslandseinsätzen stellt eine essentielle Aufgabe dar, um das kulturelle Erbe der Menschheit zu bewahren. Daher ist Kulturgüterschutz schon lange ein wesentlicher Bestandteil in der Operationsplanung moderner Streitkräfte.

Dieser Vortrag beleuchtet die rechtlichen Rahmenbedingungen und praktische Maßnahmen zum Schutz von Kulturgütern in Kriegsgebieten. Im Fokus stehen die Haager Konvention von 1954, Strategien internationaler Organisationen wie der UNESCO und dem internationalen Komitee des roten Kreuzes (IKRK), aber auch Strategiepapiere der NATO.

Anhand verschiedener Beispiele aus vergangenen und noch laufenden Konflikten, wird veranschaulicht wie zivile und militärische Akteure sich der Herausforderung von drohender Zerstörung und Plünderung stellen.

Die anschließende offene Diskussionsrunde bietet Gelegenheit zum Meinungsaustausch.

Marlon Klier

Hauptmann Marlon Klier trat nach seinem Abitur 2007 als Wehrdienstleistender in die Bundeswehr ein. Nach einer Weiterverpflichtung nahm er an zwei Auslandseinsätzen im Kosovo (2009) und in Afghanistan (2011) teil. Es folgte die Ausbildung zum Offizier, einschließlich eines Bachelor- und Masterstudiums und verschiedene bundesweite Verwendungen. Seit 2021 ist er als Jugendoffizier und Referent für Sicherheitspolitik in der Region Mannheim tätig und fungiert als erster Ansprechpartner der Öffentlichkeit in Fragen rund um die Bundeswehr und Sicherheitspolitik.

Kosmischen Leichtgewichten auf der Spur: Neutrinos wiegen mit KATRIN

VortragProf. Dr. Kathrin Valerius
06.10., 11:00 Uhr, Toulon (A030)

Das Karlsruher Tritium Neutrino Experiment (KATRIN) ist auf einer spannenden Mission: Es will die Masse von Neutrinos bestimmen, den Leichtgewichten unter den bekannten Elementarteilchen. Neutrinos stellen die Teilchenphysik vor große Herausforderungen, da ihre Masse bis heute ein Rätsel bleibt. Diese rätselhaften Teilchen sind zudem äußerst zahlreich: Sie kommen milliardenfach häufiger im Universum vor als Atome und haben als „kosmische Architekten“ zu dessen Entwicklung beigetragen.

Da Neutrinos Materie fast ungehindert durchdringen, sind ihre Eigenschaften so schwer zu vermessen. Ein Trick um Neutrinos dennoch zu „wiegen“ besteht darin, die Energie der im Tritium-Betazerfall zusammen mit Neutrinos erzeugten Elektronen höchst präzise zu vermessen. Das KATRIN-Experiment am KIT nutzt dazu eine starke Tritiumquelle und ein hochauflösendes Spektrometer. Der Vortrag berichtet über den aktuellen Stand der Messungen und gibt einen Ausblick auf zukünftige Pläne dieses Forschungsfeldes.

Prof. Dr. Kathrin Valerius

Kathrin Valerius studierte Physik an der Universität Bonn, mit Schwerpunkten in Astronomie und Teilchenphysik. Für ihre Promotion an der Universität Münster wählte sie ein Thema an der Schnittstelle der beiden Gebiete, in der Astroteilchenphysik, wo sie am Design des KATRIN-Experiments zur Messung der Neutrinomasse mitwirkte. Weitere wissenschaftliche Stationen in Erlangen und Paris führten sie in die Gammastrahlungs-Astronomie. 2014 kam Kathrin Valerius als Leiterin einer Helmholtz-Nachwuchsgruppe ans Karlsruher Institut für Technologie, wo sie seit 2020 eine Professur für Experimentelle Astroteilchenphysik innehat und die Abteilung "Niederenergie-Universum" am Institut für Astroteilchenphysik leitet. Zu ihren Forschungsfeldern gehören die Neutrinophysik und die Suche nach dunkler Materie.

Was ist Naturlyrik? Kurze Wanderung durch die Weltliteratur mit selbstgemachtem Picknickkorb

VortragProf. Dr. Urs Heftrich
06.10., 11:00 Uhr, Windsor (A309)

„Naturgedichte“, schreibt in ihrem erfrischenden Buch „Das verspielte Papier: Über starke, schwache und vollkommen misslungene Gedichte“ die Lyrikerin Kerstin Hensel, „beziehen ihren Stoff aus der Pflanzen- und Tierwelt, den Landschaften, Jahreszeiten [...], um etwas darüber hinaus zu sagen. Die verwendeten Ingredienzien sind auf Menschliches übertragbar“. Damit bringt sie auf den Punkt, was Naturgedichte seit ihrer Blüte in der Romantik auszeichnet: ein Verschmelzungsdrang mit Feld und Wald, dem die Natur zur „Übertragung aufs Menschliche“ dient. Heute, angesichts der Naturzerstörung im Anthropozän, wirkt diese Perspektive ego-, ja anthropozentrisch. Gleichzeitig wächst das Bedürfnis, die schwindende Natur im Gedicht zu beschwören. Welche Möglichkeiten gibt es, sich der Natur in Versen zu nähern, ohne ihr dabei zu nahe zu treten? Urs Heftrich, Lyrikübersetzer, Interpret und Autor, bedenkt diese Frage auf einer kurzen Wanderung von Amerika bis China – mit selbstgemachtem Picknickkorb.

Prof. Dr. Urs Heftrich

Urs Heftrich, geb. 1961 in Freiburg, lehrt seit 2001 Slavische Literaturwissenschaft an der Universität Heidelberg. Er übersetzte Werke von mehr als 40 tschechischen und russischen Lyrikern ins Deutsche und wurde dafür mehrfach ausgezeichnet. Er ist Mitherausgeber der zweisprachigen Gesammelten Werke des tschechischen Dichters Vladimír Holan und der im Carl Hanser Verlag erschienenen deutschen Ausgabe der Werke von Isaak Babel. Regelmäßig schreibt er über slavische Literaturen für die F.A.Z..

2021 veröffentlichte er die Gedicht- und Fotomappe "Maronenmond", die noch im gleichen Jahr von dem Komponisten Gilead Mishory vertont wurde, sowie den Lyrikband "Halbinselfisch" (2. Auflage 2024). 2023 kam sein deutsch-englisches Gedicht- und Fotobuch "Gehäuseschutt - House of Rubble" heraus, über das Elke Barker im Mannheimer Morgen schrieb: „Gebirge, Gletscher, Meer, Wüste oder die Hecken an der Autobahn bei Mannheim-Vogelstang, die Natur in ihrer ganzen Vielfalt prägt die Gedichte.“

Programm der Mind-Akademie 2023 - Muster und Strukturen

Wer hat was zu sagen? Lobbyismus und das Europaparlament

VortragKim Graves
30.09., 15:30 Uhr, Carl Benz

"In der EU werden nur die Interessen von Konzernen und Unternehmen berücksichtigt!" Oft gehört, aber stimmt das wirklich? Über formelle und informelle Beziehungen zwischen Interessensvertretern und Europaabgeordneten, wer lobby-iert am meisten und warum und für wen klappt die Interessensdurchsetzung am besten? Eine EU-Insiderin mit Public Affairs Background gibt einen Überblick über Theorie und Praxis des Lobbyismus in Brüssel. Vorgefasste Meinungen und kritische Fragen gerne mitbringen, wenn Meinungen auch hinterfragt werden dürfen.

Vortragsinhalte:

- Was sagt die Wissenschaft?

- Wie können Lobby-Strategien aussehen?

- Perspektive aus dem EU-Parlament

Kim Graves

EU-Nerd in Brüssel. Themen, die mich beschäftigen sind Demokratieförderung, Transparenz und freiheitsrechte im digitalen Zeitalter.

Verhaltensmuster und Wertestrukturen: Was willst du verlernen?

WorkshopGeka Kless
30.09., 15:30 Uhr, Toulon (A030)

Warum handeln wir mitunter ganz anders, als wir eigentlich wollen? Warum fühlen wir uns in bestimmten Situationen bis zur Lähmung hin- und hergerissen? Was ist da in uns, das uns das Leben so schwer macht?

Verantwortlich sind oft tief verwurzelte Verhaltensmuster und Wertestrukturen – verinnerlichte Handlungsanweisungen und Glaubenssätze, die sich aufgrund früherer Erfahrungen und Prägungen gebildet haben. Solche Systeme sind (bzw. waren) nicht unbedingt falsch, sie sind nur jetzt nicht mehr hilfreich oder sogar kontraproduktiv.

Anhand spielerischer Elemente, praktischer Übungen und zahlreicher Aha-Momente gibt Geka Kless Einblick in ihre Arbeit als Resilienz-Coach: Wie wir uns Verhaltensmuster bewusstmachen, welche Interventionen uns weiterhelfen und wie wir langfristig ungünstige Verhaltensweisen transformieren können: eine Einführung in Selbsteinsicht, Selbstverantwortung und Selbstveränderung und wie wir lernen können, nicht mehr benötigte Lehren zu verlernen.

Geka Kless

Ob als Ski-Guide in Kanada, leitende Arzthelferin in München oder Markenrepräsentantin auf internationalen Messen, ob als Assistenz der Geschäftsleitung in der Sozialpsychiatrie der Diakonie oder bei der Seniorenbetreuung und Sterbebegleitung, ob als Mutter, Tochter, Schwester, Tante oder Freundin – Geka Kless war und ist Mensch unter Menschen, geprägt von Kommunikation, Konfrontation und Interaktion. Als qualifizierter Resilienz-Coach und STEPPS-Trainer profitiert sie von diesem Erfahrungsschatz: Sie unterstützt Menschen, Familien und betriebliche Teams dabei, sich zu entwickeln – und manchmal eben auch: Dinge zu verlernen…

Muster und Strukturen im Leben und Werk Karl Mays

VortragKatrin Ulrike Berszuck
30.09., 15:30 Uhr, Windsor (A309)

Karl May ist der meistgelesene Schriftsteller deutscher Sprache. Insbesondere die von ihm entwickelte literarische Figur Winnetou dürften viele von euch kennen.

In diesem Vortrag begeben wir uns auf eine Reise durch das Leben und Werk Karl Mays. Wir erkunden Muster und Strukturen aus Karl Mays Leben, welche sich in seinem Werk wiederfinden.

Katrin Ulrike Berszuck

Katrin studiert Grundschullehramt im Master of Education. Sie ist Mitglied der Karl-May-Gesellschaft und CZT® (CertifiedZentangleTeacher).

Rechtliche Aspekte des Klimawandels

VortragDr. Kurt Fuchs
30.09., 17:00 Uhr, Berta Benz

Der Klimawandel scheint schneller voran zu schreiten, als die meisten Wissenschaftler vermutet haben. Die Frage scheint immer weniger zu sein: „Wird es wirklich so schlimm, wie die Wissenschaftler voraussagen?“ Vielmehr sollten wir fragen: „Kommt alles vielleicht noch viel schlimmer und vor allem schneller, als die Wissenschaftler selbst in den schlimmsten Szenarien voraussagen?“ Schon jetzt gehen die durch den Klimawandel verursachten Schäden in die Milliarden. Allein die Schäden durch die Flut an der Ahr werden auf über 30 Mrd. Euro geschätzt. Nicht nur hier stellt sich die Frage: Wer haftet für die Schäden? Haftet überhaupt jemand dafür? Wenn ja, wer und in welcher Höhe? Aber auch andere rechtliche Fragen stellen sich: Können wir Menschen zwangsweise umsiedeln, um sie oder auch andere zu schützen? Und wie gehen wir mit der zunehmenden Migration um?

Dr. Kurt Fuchs

Dr. Kurt Fuchs hat zunächst Maschinenbau an der RWTH Aachen und anschließend Jura an der Universität Münster studiert. Er ist seit 2001 als Rechtsanwalt in Köln zugelassen. 2015 schloß er seine Promotion in Jura ab.

Von Hummern, Eisenbahnen und Menschen! Wie Muster und Strukturen unser Leben beeinflussen und warum Scheitern ein Gewinn ist!

VortragBert Overlack
30.09., 17:00 Uhr, Carl Benz

Muster und Strukturen helfen uns, in dieser Welt zurechtzukommen. In Form von Gewohnheiten, Glaubenssätzen und Stereotypen vereinfachen wir die Komplexität unserer Umwelt, damit unser Gehirn mit seinen kognitiven Fähigkeiten diese verarbeiten kann. Was zunächst vernünftig klingt, kann in Zeiten großer Veränderungen zu einem Hindernis werden. Andererseits bieten sie Stabilität und Sicherheit. Was hat ein Hummer mit Wachstum zu tun? Wie kommt ein Zug zu neuen Zielen? Und warum müssen Menschen sich entwickeln? Der Vortrag kombiniert persönliche Erfahrungen mit freiwilligen und unfreiwilligen Veränderungssituationen mit wissenschaftlichen Erkenntnissen aus der Psychologie, den Neurowissenschaften und anderer Bereiche. Er lädt zu einem Perspektivwechsel ein, das erfüllte Leben nicht nur aus der Sicht von Leistung und Zielen, sondern als Folge von Veränderungen, Krisen, Scheiter Erfahrungen und Entwicklungserkenntnissen, zu erkennen.

Bert Overlack

Bert Overlack ist Betriebswirt und war 1997–2011, 14 Jahre lang, geschäftsführender Gesellschafter eines Familienunternehmens mit über 350 Mitarbeitern und Kunden in 43 Ländern. In dieser Zeit konnte er unternehmerische Erfolge feiern und gemeinsam mit seinem Team innerhalb von 7 Jahren den Umsatz auf 30 Mio. € verdoppeln. All dies endete 2011 mit der Insolvenz seines Unternehmens.

Mit seinem Buch „FuckUp. Das Scheitern von heute sind die Erfolge von morgen“ hat er danach seine persönliche Scheiter-Erfahrung verarbeitet. Er absolvierte mehrere Aufbaustudiengänge im Bereich der Neuro­wissenschaften und promomiverte zum Thema „Führung und Kreativität und Innovationsbereitschaft von Mitarbeitern“.

Bert Overlack lebt im Nordschwarzwald und ist heute als Unternehmensberater, Beirat, Coach und Redner aktiv.

Die Zentangle®-Methode - Entspannung durch Muster und Strukturen

WorkshopKatrin Ulrike Berszuck
30.09., 17:00 Uhr, Windsor (A309)

Die Zentangle®-Methode vereint Entspannung und Kreativität. Innerhalb kurzer Zeit entstehen auch ohne künstlerische Erfahrung oder Vorwissen tolle Kunstwerke, wobei die Methode während des Zeichenprozesses zur Entspannung, Ruhe und Balance führt.

Die Methode gibt dabei eine Zeichenstruktur vor, bei der möglichst wenige bewusste Entscheidungen getroffen werden. Die gezeichneten Muster bauen sich systematisch auf und sind auch für Ungeübte sofort umsetzbar.

Wer dies einmal ausprobieren möchte, ist herzlich eingeladen, beim Workshop mitzumachen. Während des Workshops entsteht eine erste selbstgezeichnete „Kachel“.

Die Zeichenmaterialien werden in einem Materialpaket gestellt, welches vor Ort bar bezahlt wird und mit nach Hause genommen werden kann.

Dieser Workshop ist leider für Kinder ungeeignet.

Katrin Ulrike Berszuck

Katrin studiert Grundschullehramt im Master of Education. Sie ist Mitglied der Karl-May-Gesellschaft und CZT® (CertifiedZentangleTeacher).

Icebreaker: Auch neu hier?

SonstigesJürgen Gäb
30.09., 21:00 Uhr, Benz

Ganz neu und vor allem neugierig unterwegs auf der Mind-Akademie? Oder schon „alter Hase“, aber gespannt, wer neu dazugekommen ist?

Beim Icebreaker bist du richtig!

Orientierung in Kennenlernrunden, erste Kontakte knüpfen, den Bekanntenkreis ausweiten – neue Leute treffen ist hier Programm! Gerade für die eher Zurückhaltenden ist der Icebreaker die Veranstaltung am Auftaktabend, um Anschluss zu finden.

Jürgen Gäb

Jürgen, geboren im Star-Wars-Jahr 1977, ist aufgewachsen im Rheinland, am Fuße der Eifel. Den Eingeborenen dort wird ja nachgesagt, meist eine Frohnatur und überdies sehr kontaktfreudig, ja gar schunkelwütig mit dem nächstbesten Tischnachbarn zu sein. Jedoch ist Jürgen nach seiner Berufsausbildung zum professionellen Pixelschieber dem dort allgegenwärtigem Karnevals-Irrsinn entflohen und lebt seit Jahrzehnten im Süden des wohltuend narrenfreien Bundeslands Hessen, wo er an der TU Darmstadt Drucktechnik und Germanistik studierte, um daraufhin das Lehramt an Beruflichen Schulen auszuüben.

Wenn er als Pauker nicht zumeist ältere Jugendliche auf dem Weg zur Studienreife pädagogisch (ver)formt, ist er oft unterwegs, treibt Sport, veranstaltet Literaturtreffs und ist Co-Produzent eines Podcasts für das SF-Genre. (Wer was auf die Ohren will: https://rewrite-podcast.de)

Im Orga-Team der Mind-Akademie ist er aktiv seit den 2020ern und kümmert sich neben dem Icebreaker um die Drucksachen.

Partnering im Paartanz

WorkshopDr. Artus Ph. Rosenbusch
30.09., 22:00 Uhr, Benz

Fremde begegnen sich beim Brazilian Zouk. Ein Seniorenpaar in Turnier-Outfit tanzt die Endrunde Walzer. Ein Junge auf einer Salsa-Party ruft der Partnerin zu: "So, jetzt führ Du mal!" und beide lachen.

In mancher Hinsicht könnte Führen und Folgen unterschiedlicher nicht sein. Jeder Tanz folgt eigenen Regeln, eigener Bewegungslogik. Und doch sind alles Paartänze. Nicht nur die Tänzer reagieren mit Gänsehaut, wenn eine echte Begegnung stattfindet, wenn die Kommunikation stimmt, sich die Bewegung beider Körper verbindet.

Anhand einfacher Bewegungen und Prinzipien erfühlen wir, wie dies gelingt.

⚠️ WICHTIG:

Auch Anfänger sind willkommen, wesentlich ist:

1️⃣ Seid offen, sowohl Follower als auch Leader zu tanzen

2️⃣ Keiner muss hier toll aussehen, oder irgendetwas darstellen ... es geht ums Lernen, ums Ausprobieren, nicht ums Performen!

3️⃣ Berührungsängste, Judging und Schamgefühle also bitte draußen lassen!

💃🕺🏼 Nachher darf und soll entspannt weiter getanzt werden.

Dr. Artus Ph. Rosenbusch

Artus hat in Darmstadt und Salamanca Mathematik studiert, in Spieltheorie (fairness considerations in cooperative n-person games) promoviert und kommt seit 19 Jahren regelmäßig und gern auf die MinD-Akademie.

Beruflich führte seine Karriere von booz&co zur Inhouse-Beratung bei RWE, später innogy Consulting, nach Dubai (als Vice President für das Beratungsgeschäft in MENA verantwortlich) und Berlin (Head of LRN LAB, einer Einheit für Organizational Learning und Venture Building).

Dann wurde er Vater, gab das Diensttelefon zurück und ist seitdem selbständig. Als Trainer und Coach unterrichtet er die Dinge, die für ihn selbst und für seine Mitarbeiter in Projekten besonders wichtig waren: Kommunikation, Probleme lösen, effektive Teamarbeit, Entscheidungsfindung unter Unsicherheit, Vertrauensbildung.

Artus ist Gründer einer gGmbH die sich für Nachhaltigkeit engagiert.

Artus liebt Tanzsport, sein Klavier, spielt gern Go und ist ein Freund von Massagen, Meditation und Spiritualität.

Spontan mit Plan: Grundlegende Strukturen des Improtheaters

WorkshopSimon Siebers
30.09., 22:00 Uhr, Toulon (A030)

Improtheater heißt, die Bühne ohne vorgegebene Handlung oder auswendig gelernte Texte zu betreten. Vorgaben kommen erst wenige Sekunden vor Beginn des Spiels oder sogar mittendrin. Also: Auf die Bühne ohne Plan und einfach mal improvisieren? Mitnichten! Auch beim Improtheater gibt es bestimmte Methoden und Strukturen, ohne die das Spiel auf der Bühne gemeinsam mit anderen nicht läuft. Denn die Ideen der anderen können unsere eigenen komplett durcheinander bringen. Und dann heißt es: Annehmen und weiterentwickeln.

In diesem Workshop schauen wir uns einige dieser Strukturen des Improtheaters an und lernen ein paar erste Techniken des Aufwärmens und Spielens kennen. Vorerfahrung ist nicht notwendig, Neugierde und Offenheit hingegen sind hilfreich.

Simon Siebers

Simon ist eigentlich eher Physiker, Wissenschaftler, Kopfmensch, hat vor fünf Jahren aber mit Improtheater angefangen und seitdem eine feste Gruppe mit regelmäßigen Treffen gefunden. Neben kleinen Auftritten in seinem Wohnort Münster hat er sich 2019 auch schon bei der Akademie auf die Bühne gewagt und es nicht bereut.

Mathematik: Eine Suche nach Mustern

VortragJeroen Sijsling
01.10., 09:30 Uhr, Berta Benz

Mathematik ist ein Spiel, eines mit klar verabredeten Regeln und Formeln. Aber wie in jedem Spiel sind nicht die Regeln entscheidend, sondern die Muster und die Phänomene, die sich jenseits ihrer Verkörperungen verstecken. Wie „sieht“ man, welche Zahlen durch 5 teilbar sind? Und welche durch 9? Jeder mathematische Satz ist grundsätzlich ein solches Muster.

Der im Jahre 1993 von Andrew Wiles bewiesene Fermat'sche Vermutung besagt, dass die Gleichung x^n + y^n = z^n für n > 2 nur „offensichtliche“ ganze Lösungen hat. Auf dem ersten Blick ist dies Magie, eine Aussage über eine Gleichung, die es „mal so“ aus dem Nichts gibt. Für Mathematiker ist dieses Ergebnis aus einem anderen Grund interessant: Es liefert einen Zusammenhang zwischen konkreten, alltäglichen mathematischen Objekten, nämlich zwischen „zahlentheoretischen Donuts“ und „nicht-euklidischen Supersymmetrien“. Der Vortrag erklärt, warum dies wichtig ist, und wie sich diese Geschichte mit dem Einsatz von Rechnern heute fortsetzt.

Jeroen Sijsling

Ich bin in den Niederlanden an der Grenze mit Deutschland (Arnheim!) geboren und habe da Mathematik studiert, zuerst in Groningen und dann in Utrecht, wo ich 2010 promoviert habe. Im Zeitraum 2010-2016 folgten einige postdoktorale Stellen (Max-Planck-Institut für Mathematik, Bonn; IMPA, Rio de Janeiro; Université de Rennes 1, Frankreich; University of Warwick, Vereinigtes Königreich; Dartmouth College, Vereinigte Staaten).

Seit 2016 habe ich eine Professur (vorher Juniorprofessur) an der Universität Ulm inne. Ich wohne in einem dörflichem Stadteil von Ulm namens Lehr und studiere da zahlentheoretische Brezeln (statt der Donuts aus dem Vortrag).

Geister im Kinderzimmer – Wie wirken sich Kindheitstraumata auf die nächste Generation aus?

VortragLisa Loheide-Niesmann
01.10., 09:30 Uhr, Carl Benz

Das Erleben von Kindheitstraumata, wie Vernachlässigung oder Missbrauch, kann für Überlebende schwere psychische und körperliche Folgen mit sich ziehen, unter denen Betroffene oft auch noch Jahre oder Jahrzehnte später leiden. Wenn Überlebende selbst Eltern werden, können diese traumatischen Kindheitserfahrungen sich auch negativ auf die Entwicklung ihrer Kinder und auf die Eltern-Kind-Beziehung auswirken – die erlebten Traumata werden also an die nächste Generation weitergegeben. Kindheitstrauma-Überlebenden fällt es oft schwerer, sich einfühlsam um ihre Kinder zu kümmern, und Kinder von Kindheitstrauma-Überlebenden können zeigen vermehrt Anzeichen von Stress, Ängsten und depressiven Beschwerden. In diesem Vortrag erkunden wir die intergenerationalen Auswirkungen von Kindheitstraumata auf Eltern-Kind-Beziehungsstrukturen und die Kindesentwicklung sowie die Mechanismen, über die Effekte von Kindheitstraumata an die nächste Generation weitergegeben werden können.

Lisa Loheide-Niesmann

Lisa Loheide-Niesmann studierte Psychologie an der Universität Wien und Klinische und Entwicklungspsychopathologie an der Vrije Universiteit Amsterdam. Aktuell promoviert sie am Behavioural Science Institute der Radboud-Universität (Nijmegen, Niederlande). Ihre Forschung beschäftigt sich mit den intergenerationalen Effekten von mütterlichen Kindheitstraumata sowie Mutter-Kind-Beziehungen auf die Kindesentwicklung der nächsten Generation.

Lesestrategien

VortragDr. Wilfried Mende
01.10., 09:30 Uhr, Toulon (A030)

Prozess des Lesens

Kompetenzleiter

Speedreading

Digitales Lesen

Konzentration

Time Blocking

Gehirn aktivieren

Smarter Lesen

Visualisieren

Elaborieren

Kritisch reflektieren

Schwierige Textabschnitte lesen

Memorieren

Selbstbild und Lernerfolg

Dr. Wilfried Mende

Meine Leidenschaft ist es, zu lernen und zu vermitteln, wie man smarter denkt, liest und handelt. Dabei treibt mich folgende Frage schon seit meinem Studium an: Wie kann ich mit weniger, mehr erreichen?

Auf dieser Reise habe ich mir Tools und Techniken angeeignet, um meine Herausforderungen und die meiner Kunden zu meistern

Bei diesen Strategien geht es in erster Linie nicht darum, mehr zu tun, sondern das Richtige, noch effektiver und effizienter zu machen.

Als Trainer und Consultant habe ich so meine Leidenschaft zum Beruf gemacht!

Eigenmoden, Eigenvektoren und Anomalieerkennung: Einblick in Schwingungsmuster mit Graph Neural Networks

VortragDr. Melanie Schaller
01.10., 11:00 Uhr, Berta Benz

Im Vortrag tauchen wir in die Konzepte der Eigenvektoren und Eigenwerte ein. Um zu den Eigenvektoren und Eigenwerten zu gelangen, betrachten wir Matrizen als lineare Transformationen. Während der Transformation werden die meisten Vektoren aus ihrer Spanne herausgeschoben, aber spezielle Vektoren bleiben auf ihrer eigenen Spanne und werden lediglich gestreckt oder gestaucht, ohne ihre Ausrichtung zu ändern. Diese besonderen Vektoren werden als Eigenvektoren bezeichnet, und ihnen sind Eigenwerte zugeordnet, die als Dehnungs- oder Stauchungsfaktor während der Transformation betrachtet werden können. Diese Konzepte sind nützlich, da die Achse der Eigenvektoren die dreidimensionale Rotationsachse darstellt. Durch die Eigenvektoren und Eigenwerte können in der Systemdynamik wiederum die Eigenmoden abgeleitet werden. Man kann sich diese Eigenmoden von Strukturen als einzigartige Bewegungsmuster des Systems vorstellen mit unterschiedlichsten Anwendungen bei Kopplung mit Graph Neural Networks.

Dr. Melanie Schaller

Dr. Melanie Schaller ist Data Scientistin und Postdoktorandin an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Ihr wissenschaftlicher Werdegang wird derzeit durch ein SCIENTIA Fellowship für Postdoktorandinnen unterstützt. Sie widmet sich der Modellierung komplexer Ende-zu-Ende-Sensornetzwerke in verschiedenen Anwendungsfeldern. Ihre Forschungsschwerpunkte erstrecken sich von intelligenten Infrastrukturlösungen bis hin zu Smart-Health-Anwendungen. Methodisch liegt ihr Fokus auf der Erforschung der Synergieeffekte zwischen Graph Signal Processing (GSP) und Graph Neural Networks (GNN). Dabei verfolgt sie das Ziel, Expertenwissen aus den Bereichen Physik und Mechanik in die Entwicklung komplexer Graphstrukturen zu integrieren.

Hören, sehen, sicher fliegen: Sonifikation, Sound Design und Filmmusik in der Luftfahrtindustrie

VortragPeter Michael von der Nahmer
01.10., 11:00 Uhr, Carl Benz

Stellen Sie sich vor, Sie sind ein Fluglotse und haben die Verantwortung für die sichere Koordination des Flugverkehrs. Mike von der Nahmer vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt revolutioniert die Flugsicherung durch Sonifikation, Sound Design und Filmmusik. Ziel ist es, komplexe Situationen nicht nur visuell, sondern auch akustisch erfassbar zu machen. Durch diese innovative Herangehensweise verbessert sich das Situationsbewusstsein der Fluglotsen. Die Idee von klingenden Luftfahrzeugen ermöglicht eine schnellere Erkennung kritischer Bereiche und Probleme. Diese Entwicklung kann nicht nur in der Flugsicherung, sondern auch in anderen Verkehrsbereichen Anwendung finden. Erfahren Sie mehr über die Bedeutung von Sonifikation, Sound Design und Filmmusik in der Luftfahrtindustrie. Begleiten Sie uns auf dieser faszinierenden Reise, während wir "hören, sehen und sicher fliegen" – mit Sonifikation, Sound Design und Filmmusik.

Peter Michael von der Nahmer

Mike von der Nahmer ist ein renommierter Komponist, Klangforscher, Musiktherapeut und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Mit über 30 Bühnenwerken und 100+ Kompositionen ist er international anerkannt. Er arbeitete mit GRAMMY, Kenwood, Sony BMG und BMW zusammen und seine Musik wurde in Fernsehserien wie NOVA gezeigt. Aktuell konzentriert sich Mike auf die Sonifikation in verschiedenen Bereichen wie Wetterstrukturen, Sprache, Gehirn und Klanggestaltung in autonomen Fahrzeugen. Zudem forscht er mit Mathematikprofessoren der Universität Luxemburg an der Sonifikation von Kurven und Formen. Als Artist in Residence beim SETI-Institut und dem Orchard Project in New York ist Mike in innovative Projekte involviert. Sein Beitrag eröffnet neue Perspektiven und erweitert die Grenzen der Musik und Klanggestaltung. Mike von der Nahmer ist ein Pionier in der Verbindung von Klang, Wissenschaft und menschlicher Erfahrung.

Hierarchische Strukturen der Frauen im Königreich Arrapḫa zwischen 1500−1340 v. Chr.

VortragDr. Asoss Muhammed Qader Khoshnaw
01.10., 11:00 Uhr, Toulon (A030)

Zwischen 1500 und 1340 v. Chr. sind reichliche Quellen aus dem Königreich Arrapḫa über die Gesellschaftsstruktur überliefert. Das Herrschaftssystem war monarchisch. Daher gab es Positionen von Frauen, die direkt von der Herrschaftsform abhängig waren, wie die der Königinnen oder Prinzessinnen. Diese verfügten über eigenen Grundbesitz sowie eigenes Personal und waren auch für dessen Versorgung verantwortlich. Sie erwirtschafteten Einkünfte aus eigenen Geschäften und Ländereien. In der hierarchischen Struktur war die Königin der Hauptstadt höher als die Königin der Provinzstadt Nuzi. Sowohl die Königinnen als auch die Prinzessinnen hatten zudem religiöse Funktionen innerhalb der osttigridischen Gesellschaft inne. Dazu sind am Hof Haremsdamen und Hofdamen wie Ammen und Sängerinnen überliefert, die weder eigenes Personal noch Grundbesitz oder geistliche Funktionen innehatten. Der Stand der Musikerinnen und Sängerinnen war wiederum gehobener als der Stand des restlichen Hauspersonals.

Dr. Asoss Muhammed Qader Khoshnaw

Dr. Asoss M. Qader studierte von 2000 bis 2004 Archäologie an der Salahaddin University in Erbil. Im Jahr 2004 erhielt er als einer der besten Bachelor-Absolventen der Philosophischen Fakultät der Salahaddin-Universität Erbil eine Auszeichnung von der Regionalregierung Kurdistans (KRG). Zum Wintersemester 2005 begann er mit dem Masterstudium der Altorientalistik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Seine Lehrer waren unter anderem Gernot Wilhelm, Gerfrid G. Müller, Marie-Louise Thomsen und Astrid Nunn. 2008 begann er mit der Mitarbeit am Projekt der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) zu „Personennamen der Keilschrifttexte aus Tell al-Faḫḫār“ unter Leitung von Gernot Wilhelm. 2014 erfolgte die Promotion mit einer Arbeit zum Thema „Arrapha / Kirkuk von Anfängen bis etwa 1340 v. Chr. nach keilschriftlichen Quellen“ unter Betreuung der Altorientalisten Gernot Wilhelm und Daniel Schwemer. Damit veröffentlichte er zwei Monographien.

Strukturen im Krieg? – Inhalt und Entwicklung des Humanitären Völkerrechts

VortragBastian Winkler
01.10., 14:00 Uhr, Berta Benz

Krieg ist die Hölle! – Jeder gegen jeden, ohne Gnade. Ist das wirklich so?

Seitdem sich Menschen bekämpfen machen sich Philosophen Gedanken um die Legitimiät von Gewalt. Im Rahmen des Humaitären Völkerrechts wurde versucht, diese Überlegungen zu kodifizieren und zu allgemein gültigen (Verhaltens-)Regeln und Strukturen der Kriegsführung auszubauen.

Der Vortrag soll die Entwicklung des Humanitären Völkerrechts und dessen Inhalte darstellen, aber auch die Probleme bei der Umsetzung, insbesondere bei der seit dem Ende des Kalten Krieges wieder aufkommenden Form des Kleinkrieges aufzeigen. Eine anschließende Diskussion ist wie immer ausdrücklich gewünscht. Als Vorbereitung sei unter anderem die Lektüre von Clausewitz' Werk „Vom Kriege“ empfohlen.

Bastian Winkler

Bastian Winkler war zwölf Jahre als Luftfahrzeugtechnischer Offizier bei der Bundeswehr und ist jetzt als beorderter Reservist im Kreisverbindungskommando Dachau als Berater des Landrats bei Katastrophen und besonders schweren Unglücksfällen tätig. Im zivilen Leben ist er, nach mehreren Jahren als Projektleiter und Geschäftsführer der NGO DEMIRA Deutsche Minenräumer e.V., derzeit als Kfm. Geschäftsführer zweier Apotheken in München tätig. Im Rahmen seiner Tätigkeit als Reservist, und damit als Mittler zwischen Bundeswehr und Bevölkerung, hält er zu verscheidenen Gelegenheiten Vorträge im Rahmen der sicherheitspolitischen Bildung.

Wohnungsmarkt statt Wohnungsnot

VortragProf. Dr. Steffen Sebastian
01.10., 14:00 Uhr, Carl Benz

Der Wohnungsmarkt in Deutschland sieht sich grundlegenden gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen gegenüber. Wohnen ist ein Grundbedürfnis und gleichzeitig zur überbordenden, sozialen Frage unserer Zeit geworden. Die Regulierung war bisher ungenau und ineffizient. Marktmieten konnten sich in der Vergangenheit nicht bilden, bedürftige Haushalte bleiben trotz dessen bis zuletzt unzureichend geschützt. Die Folge der Fehlsubventionierung ist ein zunehmender Konsum von Wohnraum; insbesondere durch Nicht-Bedürftige. Der Mietmarkt bedarf deshalb eines grundlegenden, sozial ausgerichteten Updates für die Zukunft.

Für bezahlbaren Wohnraum braucht es einen Reform-Dreiklang.

1) Ausweitung des Wohngeld; Einführung von Härtefallregeln

2) Finanzierung desselben durch höhere Besteuerung von Mieterträgen ("Vermieter-Soli")

3) Entlastung der Vermieter:innen durch marktnähere Mieten; schrittweise Abschaffung der Kappungsgrenze und reformierte Mietspiegel.

Prof. Dr. Steffen Sebastian

Prof. Dr. Steffen Sebastian ist Inhaber des Lehrstuhls für Immobilienfinanzierung am IREBS Institut für Immobilienwirtschaft der Universität Regensburg sowie Forschungsprofessor am Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim. Er war Mitglied des Vorstands der European Real Estate Society und der Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung e.V. (gif) und ist zudem Vorsitzender der gif-Mietspiegelkommission.

Grundlegende Konzepte für Sound Design, Sonifikation und Audio Branding

WorkshopPeter Michael von der Nahmer
01.10., 14:00 Uhr, Toulon (A030)

In diesem Workshop werden wir die kreativen Möglichkeiten von Sound Design, Sonifikation und Audio Branding erkunden und wie wir sie gezielt für die eigene Forschung, das eigene Unternehmen oder Produkte einsetzen können.

Workshop-Inhalte:

- Vielfältige Einsatzmöglichkeiten von Klang innerhalb

- Der Klang einer Marke

- Sonifikation: Daten klanglich darstellen

- Entwicklung eines Klangkonzepts

- Praktische Umsetzung und Anwendung

Bringen Sie bitte, falls vorhanden, Ihr eigenes Projekt, Produkt oder Informationen über Ihr Unternehmen mit, um im Workshop individuelles Feedback zu erhalten und daran aktiv zu arbeiten. Die Gelegenheit, direkt an Ihrem Projekt zu arbeiten und maßgeschneidertes Feedback zu erhalten, ermöglicht es Ihnen, Ihre Ideen weiterzuentwickeln und konkrete Lösungen zu finden. Tauchen Sie mit uns in die faszinierende Welt des Klangs ein und nutzen Sie ihn als kraftvolles Instrument der Kommunikation.

Peter Michael von der Nahmer

Mike von der Nahmer ist ein renommierter Komponist, Klangforscher, Musiktherapeut und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Mit über 30 Bühnenwerken und 100+ Kompositionen ist er international anerkannt. Er arbeitete mit GRAMMY, Kenwood, Sony BMG und BMW zusammen und seine Musik wurde in Fernsehserien wie NOVA gezeigt. Aktuell konzentriert sich Mike auf die Sonifikation in verschiedenen Bereichen wie Wetterstrukturen, Sprache, Gehirn und Klanggestaltung in autonomen Fahrzeugen. Zudem forscht er mit Mathematikprofessoren der Universität Luxemburg an der Sonifikation von Kurven und Formen. Als Artist in Residence beim SETI-Institut und dem Orchard Project in New York ist Mike in innovative Projekte involviert. Sein Beitrag eröffnet neue Perspektiven und erweitert die Grenzen der Musik und Klanggestaltung. Mike von der Nahmer ist ein Pionier in der Verbindung von Klang, Wissenschaft und menschlicher Erfahrung.

Die eigene Musik klingt immer noch: Musik und ihre Wirkung bei Demenz

VortragSirin Kilic
01.10., 15:30 Uhr, Berta Benz

Dass in der Arbeit mit jungen Menschen durch die Verbindung von Musik und Bewegung tiefgreifende Erfahrungen gemacht werden können, ist durch Veröffentlichungen des Komponisten und Musikpädagogen Carl Orff seit den 1930er Jahren bekannt geworden. Die Musikgeragogik hingegen ist eine junge Fachdisziplin, welche sich mit dem Lernen und Erleben von Musik im späten Erwachsenenalter beschäftigt. Dementiell veränderte Menschen profitieren auf erstaunliche Art und Weise vom Umgang mit Musik. In diesem Vortrag geht es um Einblicke in die musikgeragogische Arbeit und die Wirkungsweise von Musik auf dementielle Erkrankungen.

Sirin Kilic

Sirin Kilic studierte an der Musikhochschule Freiburg Operngesang und war im Anschluss an ihr Studium an verschiedenen Bühnen in Deutschland zu hören. Parallel dazu widmete sie sich früh mit großer Leidenschaft der musikalischen Arbeit mit Kindern und studierte an der Musikhochschule Mannheim Elementare Musikpädagogik. Als Musikgeragogin arbeitet sie musikalisch in unterschiedlichen Settings mit Menschen in ihrer letzten Lebensphase.

assgenau-wohnen?" href="#neurodiversitaet-und-hochsensiblitaetZunge rausassgenau-wohnen?">Neurodiversität und Hochsensiblität: Passgenau Wohnen?

VortragDr. Judith Rommel
01.10., 15:30 Uhr, Carl Benz

Wir beschäftigen uns mit den Strukturen und Mustern, die in einer qualitativen Studie zum Thema „Neurodiversität, Hochsensibitlität und Wohnen“ mit ca. 500 Umfrageteilnehmern zu finden sind.

Neurodivergente Menschen sind oft hochsensibel. Ihre Sinnessysteme reagieren mit höherer Empfindlichkeit auf Umwelteinflüsse und Umgebungsreize, wie beispielsweise Chemikalien, Gerüche, Lärm und Licht. Die Suche nach passgenauem Wohnraum ist für sie oft sehr herausfordernd.

Ziel ist, mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring spezifische Kriterien zu erarbeiten, welche die Suche nach passgenauen Wohnumgebungen und das gegenseitige Matching für neurodivergente Menschen erleichtern.

Ergebnis: 100 Kriterien aus 9 Hauptbereichen, unter anderem Stoffe (Allergene, Gerüche, Chemikalien), Geräusche und Schall, elektromagnetische Felder sowie Bewegungs- und Barrierefreiheit. Über die gemeinnützige Wohnraumplattform LiLeVi (getragen vom BZND e.V.) erhält die allgemeine Bevölkerung Zugang.

Dr. Judith Rommel

Dr. rer. nat. Judith Rommel hat naturwissenschaftliches Multitalent. Ihr Wissen basiert auf dem Studium der Biologie und Mathematik sowie anschliessender Promotion in Chemie-Informatik. Ausgezeichnet mit einem Stipendium der Alexander-von-Humboldt-Stiftung forschte sie mehrere Jahre an der Universität Cambridge (England).


Sie ist an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) im Studiengang Informatik in Teilzeit angestellt. Ihr Schwerpunkt liegt auf Themen wie digitale Inklusion sowie „Neurodiversität und Wohnen“.

Die kürzlich von ihr gegründete Firma (das Steinbeis-Beratungszentrum Mensch, Gesundheit, Technik) eröffnet Menschen durch Innovationskunst Denkräume und führt sie in komplexem wissenschaftlichen Terrain zu Klarheit und Sicherheit.

Als Gründerin und 1. Vorsitzende des BZND Zentrum für Neurodiversität e.V. liegt ihr Entscheidungsfreiheit im Umgang mit Technik sehr am Herzen. Natur und vielfältige Arbeitsumgebungen inspirieren sie immer wieder aufs Neue.

Muster, Symmetrien und Natur: Was passiert im Inneren von Neutronensternen?

VortragAndreas Windisch
01.10., 17:00 Uhr, Berta Benz

Symmetrien und Muster spielen eine ganz zentrale Rolle in der modernen Physik. In diesem Vortrag werde ich versuchen, einige spannende Aspekte dieser Symmetrien und Muster aus meiner Forschungstätigkeit zu beleuchten und zu diskutieren. Dabei möchte ich unter anderem auch auf sehr tiefgreifende Konzepte eingehen, wie etwa Farbsupraleitung und Wirbelbildung in Neutronensternen. Ziel des Vortrages ist es vor allem, Gedanken anzuregen und aufzuzeigen, wie fundamentale, mathematische Prinzipien in der Natur zur Wirkung kommen und einen wichtigen Baustein zum Verständnis unserer Welt liefern. Ich lade jede und jeden herzlich dazu ein, gemeinsam diese Reise durch die spannende Gedankenwelt der Physik zu unternehmen.

Andreas Windisch

Andreas Windisch ist ein theoretischer Teilchenphysiker, der 2014 an der Universität Graz 'sub auspiciis praesidentis' promoviert hat. Nach fast fünf Jahren als PostDoc an der Washington University in St. Louis in den USA (davon zwei Jahre als Schrödinger Fellow des öst. Wissenschaftsfonds) kehrte er nach Österreich zurück und war für verschiedene Forschungseinrichtungen im Bereich KI tätig. Heute leitet er die Forschungsgruppe „Intelligent Vision Applications“ am Forschungszentrum Joanneum Research in Graz. Andreas ist Mitbegründer und Leiter der „Reinforcement Learning Community“, einer eigenständigen Arbeitsgruppe, die Teil des unabhängigen Think Tanks „AI Austria“ ist, in dessen Vorstand er auch als Chief Science Officer fungiert. Zudem ist Andreas „Honorary Research Scientist“ der Washington University in St. Louis, betreut Start-Ups beim European-Space-Agency-Inkubator „Science Park Graz“ und lehrt Machine Learning und Data Science an der Fachhochschule Joanneum Graz.

Unconscious Bias: Was wir nicht wissen, was unsere Entscheidungen über Menschen beeinflusst

SonstigesHans W. Jablonski
01.10., 17:00 Uhr, Carl Benz

Unbewusste Voreingenommenheit als kritischer Aspekt im Diversity Management

Wahrscheinlich sind sich die meisten Menschen sicher, dass Sie Ihre Entscheidungen über andere Personen rational treffen. Allerdings wird die Wahrnehmung von Menschen durch unbewusste Voreingenommenheit zum Beispiel in Form von Stereotypen verzerrt. In diesem Workshop wird vorgestellt, wie unbewusste Voreingenommenheit (Unconscious Bias) unsere Wahrnehmung verzerrt und sich damit auf die Vielfalt von Menschen in Organisationen auswirkt. Sie bekommen Hinweise für eigene unbewusste Verzerrungen und Tipps, wie Sie Ihre Trigger entdecken und was Sie tun können.

Hans W. Jablonski

Hans W. Jablonski ist Senior-Berater, Trainer, Experte zu Diversity & Inclusion. Er verfügt über 20 Jahre praktische Erfahrung in der Personal- und Organisationsentwicklung.

Hans Jablonski hat als interner Berater erfolgreich bei Unternehmen wie Ford Motor Company, bp plc, Roland Berger Strategy Consultants und der Commerzbank gearbeitet.

Vor mehr als 10 Jahren hat er sein eigenes Unternehmen gegründet. Seitdem zählen ca. 30% der DAX Unternehmen und viele internationale sowie klein und namhafte mittelständische Unternehmen und Organisationen zu seiner Kundschaft. Er arbeitet mit Top-Führungskräften und Senior-Leadern aus aller Welt zu Themen wie Diversity Management, Unconscious Bias, Inclusive Leadership oder Gender. Hans Jablonski war einer der ersten Diversity Manager in Deutschland und ist Mitbegründer der Charta der Vielfalt in Deutschland sowie anderen Ländern Europas.

ChatGPT und Co. – KI-Tools für den Alltag

WorkshopDr. Markus Gyger
01.10., 17:00 Uhr, Toulon (A030)

Von der Literaturrecherche bis zur Erstellung überzeugender Social-Media-Beiträge, vom Brainstorming bis zu Skripten und Programmcode – die Möglichkeiten von KI-Tools scheinen schier grenzenlos. Dieser Workshop soll einen Einblick geben, wie KI die Arbeit revolutionieren kann. Zunächst werden wir ein grundlegendes Verständnis dafür vermitteln, wie sogenannte Large Language Models funktionieren und wo ihre Grenzen liegen. Dann geht es ans Eingemachte: Ihr werdet die Möglichkeiten der neuen KI-Tools ausprobieren und euch gegenseitig mit euren Ideen inspirieren. Ziel ist es, kreative Ansätze zu entwickeln, um Lösungen für alltägliche Probleme und Aufgaben zu finden.

Hier einige einige Beispiele für Tools, die ausprobiert werden können:

- Tools zur Textgenerierung (z.B. ChatGPT, Perplexity)

- Werkzeuge zur Literaturrecherche (z.B. Elicit, ResearchRabbit, Explainpaper)

- Textoptimierung (z.B. Grammarly, DeepLWrite, QuillBot)

- Bildgenerierung (z.B. Dall-E-2, Stable Diffusion Online)

Dr. Markus Gyger

Wieso arbeitet ein promovierter Biophysiker als Kommunikationstrainer und systemischer Businesscoach? Schon währen des Studiums nahm Markus Gyger an zahlreichen Moderationsausbildungen teil und engagierte sich in verschiedenen Bildungsprojekten an Schulen und Berufsschulen. Während der Promotion schlug der dann die Brücke zwischen seiner wissenschaftlichen Ausbildung und seinem ehrenamtlichen Engagement. Er spezialisierte sich auf Angebote für Menschen mit naturwissenschaftlich-technischem Hintergrund: Wie können Meetings so gestaltet werden, dass etwas dabei herauskommt? Wie organisiere ich mich so, dass ich die wichtigen Dinge auf die Reihe bekomme? Wie können Inhalte so kommuniziert werden, dass sie die Zuhörenden wirklich erreichen? Bei der Mind-Akademie ist er seit 2007 dabei und hat an jeder Akademie mit Workshops und Vorträgen, Moderationen oder im Orgateam mitgewirkt.

Mehr Informationen unter: www.gyger-training.de

Muster und Strukturen: Die Basis der lateinamerikanischen Tänze

WorkshopDr. Artus Ph. Rosenbusch
01.10., 20:00 Uhr, Benz

Das schönste Muster: die Cuban Motion. Die schönste Struktur: Dein Körper!

In Social-, Turnier-, und Showtänzen. Mit Partner oder ohne – immer wieder treffen wir die Cuban Motion.

Ein an sich einfacher Bewegungsablauf, der Spaß macht ... der aber doch den ganzen Körper fordert und bei entsprechender Intensität auch ein gutes Workout sein kann.

👣 Die Fußarbeit bewegt unsere Wirbelsäule von Bein zu Bein.

♾️ Die Hüfte pendelt und wird umgelenkt, so dass die berühmte "Acht" entsteht.

🩻 Der Serratus schafft Platz unter dem Rippenbogen, senkt das Schulterblatt auf die rotierende Hüfte und sorgt für die diagonale Verschiebung im Körper.

In 2 Stunden erfühlen wir gemeinsam, warum auch Weltmeister noch täglich die Cuban Motion vor dem Spiegel üben, und wie sie uns in vielen tänzerischen Situationen Freude bereiten (und dabei noch cool aussehen) kann.

💃🏼🕺🏼 Im Anschluss darf und soll natürlich auch noch entspannt getanzt werden.

Dr. Artus Ph. Rosenbusch

Artus hat in Darmstadt und Salamanca Mathematik studiert, in Spieltheorie (fairness considerations in cooperative n-person games) promoviert und kommt seit 19 Jahren regelmäßig und gern auf die MinD-Akademie.

Beruflich führte seine Karriere von booz&co zur Inhouse-Beratung bei RWE, später innogy Consulting, nach Dubai (als Vice President für das Beratungsgeschäft in MENA verantwortlich) und Berlin (Head of LRN LAB, einer Einheit für Organizational Learning und Venture Building).

Dann wurde er Vater, gab das Diensttelefon zurück und ist seitdem selbständig. Als Trainer und Coach unterrichtet er die Dinge, die für ihn selbst und für seine Mitarbeiter in Projekten besonders wichtig waren: Kommunikation, Probleme lösen, effektive Teamarbeit, Entscheidungsfindung unter Unsicherheit, Vertrauensbildung.

Artus ist Gründer einer gGmbH die sich für Nachhaltigkeit engagiert.

Artus liebt Tanzsport, sein Klavier, spielt gern Go und ist ein Freund von Massagen, Meditation und Spiritualität.

Bücherschaulaufen

SonstigesDr. Daniel Schmidt
01.10., 20:00 Uhr, Toulon (A030)

Du hast ein Buch gelesen, das du unbedingt weiterempfehlen willst? Du brauchst neue Leseanregungen? Oder möchtest du andere bibliophile MHNler kennenlernen? Dann bist du beim Bücherschaulaufen richtig. Wir treffen uns, um unsere Bücherbegeisterung zu teilen, für hochgeistige Sachbücher, fesselnde Krimis oder Kinderbücher.

Du kannst zum Zuhören vorbeikommen, aber die Veranstaltung lebt vom Mitmachen: Melde dich bei Daniel per Mail an buecherschaulaufen@mind-hochschul-netzwerk.de oder direkt auf der Akademie an. Überlege dir, wie du dein Publikum in etwa 3-4 Minuten von deinem Lieblingsbuch überzeugen kannst. Zur Vorbereitung beantworte bitte in der Mail folgende Fragen oder fülle auf der Akademie den Bogen aus.

1. Autor und Titel

2. Inhalt in drei Sätzen

3. Hat dieses Buch dein Lebensgefühl, dein Denken, dein gar dein ganzes Leben geprägt? Wenn ja, wie?

4. Wer sollte dieses Buch lesen? Warum?

5. Wie lange braucht man in etwa zum Lesen?

6. Zitat einer typischen Passage oder Wendung.

Dr. Daniel Schmidt

Daniel ist theoretisch Physiker, ist aber nach seiner Promotion in Jena in die Software-Entwicklung abgebogen. Aktuell ist er bei einem Lasertechnik-Unternehmen im Nordschwarzwald damit beschäftigt, Maschinen beizubringen, wohin sie schweißen sollen.

Für Bücher kann sich Daniel schon länger begeistern, als er lesen kann. Während früher zunächst Krimis und Fantasy-Romane auf dem Speiseplan standen, wird gegenwärtig vor allem zeitgenössische Literatur verschlungen. Dank eines Genossenschaftsanteils der Büchergilde Gutenberg ist Daniel sogar in Besitz eines (kleinen Teils eines) eigenen Verlages.

Struktur und Chaos in der Contact Improvisation

WorkshopStefan Wladarsch
01.10., 20:00 Uhr, Windsor (A309)

Auf Basis der Contact Impro und ähnlicher Tanz- bzw. Bewegungsformaten erfahren wir unsere alten (körperlichen) Strukturen, stürzen dann den Körper in kreatives Chaos und erhalten am Ende (durch chaotische Strukturbildung) neue (hoffentlich befreite) Strukturen.

So der Plan. Es geht in diesem Workshop um das Experimentieren mit unseren körperlichen Ausdrucksformen und wie wir dabei gemeinsam kommunizieren können. Denn Kommunikation ist ja nichts anderes als das gemeinsame Aushandeln von Mustern und Strukturen.

Lassen wir uns gemeinsam überraschen, wohin uns das führt.

Stefan Wladarsch

* Jahrgang 1966, ist familiär mit dem Musiktheater aufgewachsen

* Seit ca. 1980 selbst Musiker (Gitarre, Schlagzeug, Bass) und in verschiedenen Chören

* Verschiedene Workshops zu Musik, Theater und Tanz (Contact)

* Von 2002 – 2013 fester Musiker und Schauspieler in einer Impro-Theatergruppe

* Seit 2013 in der Bayreuther Performance Group (seit Ende 2022 auf dem Weg zum Mixed-Abled-Dance)

Stefan Wladarsch ist außerdem seit 2023 Master of Arts für ZukunftsDesign und arbeitet im Brotberuf als Gemeinwohlberater und Sicherheitsingenieur.

Lego mit Atomen

VortragTTProf. Dr. Philip Willke
02.10., 09:30 Uhr, Berta Benz

Atome sind die Bausteine aller Materie. Ihr Abstand in verschiedensten Materialien ist jedoch auf der Nanometer-Skala und damit mit konventionellen optischen Mikroskopen nicht aufzulösen. Mithilfe von speziellen hochauflösenden Mikroskopen – sogenannten Rastertunnelmikroskopen – sind wir jedoch einerseits in der Lage, Atome und auch Moleküle abzubilden und ihre Strukturen auf einer Oberfläche sichtbar zu machen. Andererseits können wir auch gezielt Atome und Moleküle auf einer Oberfläche positionieren. Auf diese Art und Weise können wir neue Strukturen – wie mit Lego – bauen. In dem Vortrag werde ich zeigen, wie wir das machen, und gemeinsam werden wir in die wunderbare Mikrowelt der Atome aufbrechen.

TTProf. Dr. Philip Willke

TTProf. Dr. Philip Willke studierte Physik an der Universität Göttingen, wo er auch 2017 promovierte. Nach Postdoktoraten am IBM Almaden Research Center (Kalifornien) und dem Center for Quantum Nanoscience in Seoul, Südkorea, wechselte er im Juni 2020 ans Karlsruher Institut für Technologie. Hier leitet er seit Herbst 2020 eine Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe, in welcher er zu atomarer Mikroskopie von Atomen und Molekülen und deren Quanteneigenschaften forscht. Seit 2022 ist Philip Willke auch als Tenure-Track-Professor am Physikalischen Institut tätig.

Geodaten und geodätischer Raumbezug – Aktuelle Antworten auf die uralte Menschheitsfrage nach dem Wo

VortragProf. Dr.-Ing. Hansjörg Kutterer
02.10., 09:30 Uhr, Carl Benz

Das Wissen um das Wo strukturiert unseren Alltag. Es ist zentrales Element für wissenschaftliches, wirtschaftliches und administratives Handeln. Im Vortrag wird gezeigt, welche fundamentale gesellschaftliche Bedeutung Geodaten haben, wie Daten zu Geodaten werden und wie man überhaupt zu zweckmäßigen Ortsangaben kommt. Eine besondere Rolle spielt hierbei der sogenannte geodätische Raumbezug. Dieser sorgt dafür, dass die Koordinaten, die man am Smartphone oder Navi ablesen oder eingeben kann, sinnvoll interpretiert und konsistent verknüpft werden können. Wie gezeigt werden wird, ist die reine Rückführung dieser Aufgabe auf die Nutzung des GPS unterkomplex. Tatsächlich benötigt es eine kontinuierliche High-Tech-Erdbeobachtung mit verschiedenen Verfahren. Der Vortrag beleuchtet und diskutiert aktuelle Entwicklungen und er verdeutlicht die hohe Relevanz für Themen wie Digitale Zwillinge oder die UN-Nachhaltigkeitsziele, auch als Grundlagen zur Detektion und Analyse verschiedenster Muster.

Prof. Dr.-Ing. Hansjörg Kutterer

Hansjörg Kutterer, Jahrgang 1965, studierte Geodäsie an der Universität Karlsruhe und wurde dort 1990 diplomiert, 1993 promoviert und 2001 habilitiert. Nach einer Station am Deutschen Geodätischen Forschungsinstitut in München nahm er 2004 den Ruf auf eine W3-Professur an der Leibniz Universität Hannover an, verbunden mit der Leitung des dortigen Geodätischen Instituts. Diese Professur hatte er bis zu seinem Wechsel im Jahre 2011 an das Bundesamt für Kartographie und Geodäsie in Frankfurt am Main als dessen Präsident inne. 2018 folgte er dem Ruf des Karlsruher Instituts für Technologie auf die W3-Professur für „Geodätische Erdsystemwissenschaft“.

Hansjörg Kutterer war und ist Mitglied, teils Vorsitzender, nationaler und internationaler Fachgremien im Bereich der Geodäsie. Derzeit ist er Dekan der KIT-Fakultät für Bauingenieur-, Geo- und Umweltwissenschaften. Seine fachlichen Interessen sind vielfältig und gelten vor allem den Beobachtungsverfahren und der Unsicherheitsmodellierung.

Steuerwettbewerb im Wandel: Herausforderungen und neue Strukturen

VortragStefan Weck
02.10., 09:30 Uhr, Toulon (A030)

Die Muster und Strukturen der Ertragsbesteuerung stehen vor einem Wandel. In den letzten Jahrzehnten hat ein "Race-to-the-bottom" bei den Ertragsteuersätzen stattgefunden. Deutschland ist aufgrund seiner Reformträgheit in Bezug auf die Steuersätze wettbewerbsmäßig zurückgefallen. Hoffnung liegt daher auf der globalen Mindeststeuer, die ab 2024 innerhalb der EU eingeführt wird, sowie auf verstärkten Transparenz- und Offenlegungspflichten. Doch: Halten die Maßnahmen, was sie versprechen? Sind die Hoffnungen gerechtfertigt? Welche Alternativen bieten sich an? Diesen Fragen gehen wir im Rahmen des Vortrags auf den Grund.

Stefan Weck

Stefan Weck ist seit Januar 2022 Wissenschaftler im ZEW-Forschungsbereich „Unternehmensbesteuerung und Öffentliche Finanzwirtschaft“. Seine Dissertation wird von Prof. Dr. Christoph Spengel betreut. Seine Forschungsinteressen liegen im Bereich der internationalen Unternehmensbesteuerung, insbesondere zu Kosten und Nutzen steuerlicher Transparenz- und Offenlegungsmaßnahmen sowie der Besteuerung der digitalen Wirtschaft.

Nach seinem Bachelor- und Masterstudium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität Mannheim mit Auslandsaufenthalt an der National University of Singapore arbeitete er zunächst für als Tax Associate im International Tax Services Department von PricewaterhouseCoopers in Frankfurt am Main. Seit September 2021 ist er zudem Mitglied im überregionalen Sonderforschungsbereich „TRR 266 Accounting for Transparency“, der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert wird.

Herausforderungen angehen und bewältigen

VortragPPT Frauke Niehues
02.10., 11:00 Uhr, Berta Benz

In dem Vortrag stelle ich verschiedene Methoden vor, die es Euch leichter machen, schwierige oder unliebsame Aufgaben anzugehen und erfolgreich zu bewältigen.

Die Methoden sind so zusammengestellt, dass sie möglichst viele Menschen mit unterschiedlichen Zugängen und Herangehensweisen ansprechen. Sie reichen von Impacttechniken über Arbeitsblätter bis hin zu Trancen.

Die Inhalte werden über die theoretische Vorstellung hinaus auch durch erlebnisaktivierende Übungen, Demonstrationen und Beispiele aus meiner Praxis nahe gebracht.

PPT Frauke Niehues

Frauke Niehues ist approbierte Psychotherapeutin in eigener Praxis sowie in der Personal- und Organisationsentwicklung tätig. Sie ist Dozentin an mehreren Universitäten, leitet ein Ausbildungsinstitut und ist Autorin und Herausgeberin der Reihe „Kompetenz!Box“. Darüber hinaus hat sie das Spenden- und Gemeinschaftsprojekts „MethodenSchatz“ gegründet. Hier findet man kostenfreie Onlinevorträge sowie hilfreiche Materialien renommierter TherapeutInnen und Coaches für Therapie und Selbsthilfe.

Frauke Niehues führt weiterhin das Portal „Können-macht-Spaß“ und stellt darauf umfassende Informationen und Materialien zum Thema Hoch- und Höchstbegabung für Betroffene, Therapeuten, Berater, Schulen und KiTas kostenfrei zur Verfügung. Fachleute finden auf dem Portal Vernetzungsmöglichkeiten.

Einen Überblick über Ihre Angebote findet man unter www.frauke-niehues.net. Das Hochbegabungsportal findet man direkt unter www.können-macht-spass.de

Technikgestaltung in Informatik und KI: Mit Geschlechterforschung in Muster der Ungerechtigkeit intervenieren

VortragDr. Dr. h.c. Corinna Bath
02.10., 11:00 Uhr, Carl Benz

Aktuelle Beispiele und Debatten um Künstliche Intelligenz führen uns vor Augen, dass Technik diskriminieren kann. Forschungen aus den Science and Technology Studies zeigen, dass dies kein neues Phänomen ist: Technik war noch nie so neutral und objektiv, wie sie gern gesehen würde. Vielmehr tendiert sie dazu, bestehende gesellschaftliche Ungleichheiten zu reproduzieren und zu verstärken.

Im Vortrag möchte ich zunächst mit Analysen und Fallstudien in diese Problematik einführen. Primär geht es jedoch darum, in die Muster und Strukturen der Ungerechtigkeit zu intervenieren. Dazu können verschiedene Methoden der Technikgestaltung beitragen. Aus der Geschlechterforschung in der Informatik werde ich vorstellen, wie der Benachteiligung bestimmter sozialer Gruppen methodisch durch Technikgestaltung entgegengewirkt werden kann und dies anhand eigener Projekte illustrieren. Dabei möchte ich zugleich die Grenzen solcher methodischen Ansätze und den Forschungsbedarf diskutieren.

Dr. Dr. h.c. Corinna Bath

Corinna Bath (Dipl.-Math. FU Berlin 1993, Dr.-Ing. Universität Bremen 2009, Dr. h.c. TU Graz 2022) war 2012-2022 Maria-Goeppert-Mayer-Professorin für „Gender, Technik und Mobilität“ an der Fakultät für Maschinenbau der TU Braunschweig und Ostfalia Hochschule für Angewandte Wissenschaften sowie 2017-2021 Sprecherin des interdisziplinären, hochschulübergreifenden Promotionsprogramms „Konfigurationen von Mensch, Maschine und Geschlecht“. Sie war Postdoc im DFG-Graduiertenkolleg „Geschlecht als Wissenskategorie“ (Humboldt-Universität zu Berlin 2009-2011) und Gastprofessorin („Geschlechterforschung in den Ingenieurwissenschaften“, TU Berlin 2012; „Gender&Technik“, TU Graz 2016; „KI, Gesundheit und Geschlecht“, Universität Augsburg 2022/23).

Ihre Forschungsschwerpunkte sind Geschlechterforschung in der Technik, speziell Informatik, Feministische Wissenschafts- und Technikforschung, gerechte Gestaltung von Technologien, Feministische Theorie und Epistemologie, Inter- und Transdisziplinarität.

Wenn Nervenstrukturen für das Auge des Operateurs unsichtbar sind

VortragKarin Somerlik-Fuchs
02.10., 11:00 Uhr, Toulon (A030)

Nicht nur bei neurochirurgischen Operationen können nervale Strukturen geschädigt werden. Auch bei vielen anderen Operationen besteht das Risiko von Nervenschädigungen, nicht zuletzt weil der genaue Verlauf oder die Grenzen der Strukturen patientenindividuell sind. Die Methode des intraoperativen Neuromonitorings erlaubt es die teilweise nahezu unsichtbaren Strukturen zu lokalisieren, zu identifizieren und auf ihre Funktionalität zu testen.

Karin Somerlik-Fuchs

Ich habe in Freiburg an der Albert-Ludwig-universität Mikrosystemtechnik studiert und auf Life Sciences spezialisiert. Nach dem Studium bin ich der Schnittstelle zwischen Nerv und Technologie treu geblieben und habe bei der Firma inomed Medizintechnik in Emmendingen angefangen. Ein paar Jahre habe ich noch parallel am Neurozentrum der Universitätsklinik Freiburg zum Thema Epilepsie geforscht bevor ich dann komplett zu inomed gewechselt bin. Bei inomed habe ich von Anfang an geförderte Forschungsprojekte und interne Innovationen koordiniert um das intraoperative Neuromonitoring weiter zu entwickeln. 2019 habe ich für meine neu entwickelte Methode des pelvinen intraoperativen Neuromonitorings den Preis für Patientensicherheit der Deutschen Gesellschaft für Biomedizinische Technik im VDE erhalten. Seit April diesen Jahres leite ich nun bei inomed den Forschungsbereich.

Präkonzeptionelles Carrier-Screening: Familienplanung für die Zukunft

VortragDr. med. Karl Gregor
02.10., 11:00 Uhr, Windsor (A309)

Das präkonzeptionelle Carrier-Screening (PCS) erlaubt es potenziellen Eltern, durch Identifizierung von rezessiven und X-chromosomalen Anlagen, das Risiko der Vererbung monogenetischer Krankheiten an Nachkommen besser einzuschätzen. Aufbauend auf dieses Wissen stehen Paaren zusätzliche reproduktive Strategien zur Verfügung, darunter pränatale Diagnostik, Polkörper-/Präimplantationsdiagnostik, nachgeburtliche Testung z. B. zur Therapieoptimierung, Spermienspende (und in manchen Ländern der Eizellspende) und Adoption. Die Aufklärung über die Vor- und Nachteile eines PCS sowie die Informierung über daraus resultierende reproduktive Strategien und die Erläuterung der Befunde ist Teil einer humangenetischen Beratung. Eine PCS kann helfen, die emotionale und finanzielle Belastung zu verringern, die mit der Schwangerschaft oder der Erziehung eines Kindes mit schwerer genetischer Erkrankung einhergeht. Gleichzeitig wirft sie auch ethische, technische, psychologische und finanzielle Fragen auf.

Dr. med. Karl Gregor

Dr. med. Karl Gregor, 1988 in Hannover geboren, studierte Humanmedizin an der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Er promovierte anschließend an der Medizinischen Hochschule in Hannover. Seine Weiterbildung führte ihn nach Umwegen über die Radiologie (Münster) und die Innere Medizin (Hannover) 2018 schließlich in die Humangenetik (Hannover, München, Berlin). 2022 absolvierte er zunächst das European Certificate for Medical Genetics and Genomics (ECMGG) und legte anschließend die Prüfung zum Facharzt für Humangenetik ab. Seit Januar 2023 arbeitet er als Ärztlicher Leiter des Medizinischen Versorgungszentrums Medicover Humangenetik – Hannover. Sein Tätigkeitsschwerpunkt liegt in der Beratung von Schwangeren, bei denen ein erhöhtes Risiko für eine genetisch bedingte Erkrankung ihres Nachwuchses besteht.

Künstliche Intelligenz und Musik

VortragDr. rer. nat. Tristan Behrens
02.10., 14:00 Uhr, Berta Benz

Dieser Vortrag untersucht die Verwendung von tiefen neuronalen Netzen zur Klangerzeugung und Musikgenerierung. Es werden GPT-ähnliche Transformer und Diffusion-Modelle vorgestellt. GPT-Transformer werden verwendet, um Melodien und harmonische Fortschreitungen zu generieren, während Diffusion-Modelle realistische Klangtexturen erzeugen. Anwendungsbeispiele werden präsentiert, einschließlich der Generierung von Musik in verschiedenen Stilen und der Anpassung von vorhandenen Musikstücken. Der Vortrag bietet Einblicke in die Potenziale und Herausforderungen dieser Techniken.

Dr. rer. nat. Tristan Behrens

Dr. Tristan Behrens ist Experte für Künstliche Intelligenz, KI-Komponist und KI-Ausbilder. Er hat eine umfangreiche Erfolgsbilanz in erfolgreichen Deep Learning Projekten. Sein größter Schwerpunkt sind Deep Neural Networks für die Komposition. Er hat mehrere Alben mit Musik veröffentlicht, die er mit dem Computer komponiert hat. Seit dem 1. Januar 2023 ist er Artist in Residence im KI Salon Heilbronn.

Gemusterte Texte: Über die Unverwüstlichkeit des Reims

VortragProf. Dr. Urs Heftrich
02.10., 14:00 Uhr, Carl Benz

Peter Rühmkorf stellte 1980 lakonisch fest, der Reim sei „an sich kein Thema“ mehr: „Er ist als poetische Praxis ziemlich aus der Mode geraten“. Rühmkorf zögert nicht, den Reim (und damit sich selbst) als „ziemlich esoterischen Außenseiter“ zu bezeichnen. In der Tat scheint das gereimte Gegenwartsgedicht, jenseits von Hochzeit, Karneval und Kindergeburtstag, hierzulande vor allem als feinerer Scherzartikel erwünscht zu sein – und dies gilt nicht nur für Deutschland, sondern ebenso für die USA und Italien. Unübersehbar ist aber auch, dass die Rapperszene derweil reimt, was das Zeug hält – und am liebsten noch ein wenig mehr, als es zu halten schien. Das Bild ändert sich indes, sobald man die westliche Perspektive verlässt. Die Slaven haben dem Reim auch noch die Treue gehalten, als er bei uns verpönt, bestenfalls geduldet war. Urs Heftrich, selbst bekennender Reimeschmied, lädt zu einem Streifzug durch dieses faszinierende Gebiet.

Prof. Dr. Urs Heftrich

Urs Heftrich, geb. 1961, ist ein deutscher Slavist, Übersetzer und Lyriker. Er lehrt an der Universität Heidelberg. Er studierte Slavische Philologie, Philosophie und Germanistik an den Universitäten Heidelberg und Prag und wurde 1992 an der Ruprecht-Karls-Universität promoviert. Von 1994 bis 1998 wirkte er als Assistent an der Universität Bonn, von 1998 bis 2001 als Professor für Slavische Literaturwissenschaft an der Universität Trier. 2001 wechselte er auf den Heidelberger Lehrstuhl für dieses Fach, den er auch für einen Ruf an die University of North Carolina in Chapel Hill 2008 nicht aufgab. Von 1988 bis 2010 schrieb er als freier Mitarbeiter für die Neue Zürcher Zeitung, seit 1989 publiziert er in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Seit 1990 veröffentlicht er Gedichtübertragungen aus dem Tschechischen und Russischen. Er war mehrfach Mitglied der Jury für den Dresdner Lyrikpreis. Seit 2021 veröffentlichte er drei Lyrikbände, zwei davon mit eigenen Fotografien.

The Shapes of Success - 3 zentrale Muster aus 15+ Jahren Projekterfahrung

VortragDr. Artus Ph. Rosenbusch
02.10., 14:00 Uhr, Toulon (A030)

🖼️ Ein Bild sagt mehr als tausend Worte ... Aber versuch das mal, mit einem Bild auszudrücken. 😉

Ich helfe Menschen dabei, projektrelevante Frameworks und Fähigkeiten nicht nur zu kennen, sondern zur täglichen Anwendung zu bringen.

Das ist deshalb schwierig, weil in der Praxis immer unüberschaubar viele Dinge gleichzeitig passieren.

Es hilft daher, Handlungsempfehlungen bestmöglich zu verdichten und zu vereinfachen – ohne dabei trivial zu werden.

Passend zum Akademie-Motto nähere ich mich dieser Herausforderung diesmal so, dass ich aus Best Practices für Beruf und Alltag wenige grundlegende Muster und Strukturen herausarbeite.

In verschiedenen Domains und Funktionen begegnen wir in diesem Vortrag:

🔺 der Pyramide (das ist ein Baum, bloß mit der Wurzel oben)

🧲 Dem Hufeisen oder U

🐘 und der beliebten Schlange, aus dem kleinen Prinzen, die einen Elefanten verschlungen hat.

...nur wer sich ganz und gar nicht auskennt, sieht darin irrtümlich einen "Hut".

Dr. Artus Ph. Rosenbusch

Artus hat in Darmstadt und Salamanca Mathematik studiert, in Spieltheorie (fairness considerations in cooperative n-person games) promoviert und kommt seit 19 Jahren regelmäßig und gern auf die MinD-Akademie.

Beruflich führte seine Karriere von booz&co zur Inhouse-Beratung bei RWE, später innogy Consulting, nach Dubai (als Vice President für das Beratungsgeschäft in MENA verantwortlich) und Berlin (Head of LRN LAB, einer Einheit für Organizational Learning und Venture Building).

Dann wurde er Vater, gab das Diensttelefon zurück und ist seitdem selbständig. Als Trainer und Coach unterrichtet er die Dinge, die für ihn selbst und für seine Mitarbeiter in Projekten besonders wichtig waren: Kommunikation, Probleme lösen, effektive Teamarbeit, Entscheidungsfindung unter Unsicherheit, Vertrauensbildung.

Artus ist Gründer einer gGmbH die sich für Nachhaltigkeit engagiert.

Artus liebt Tanzsport, sein Klavier, spielt gern Go und ist ein Freund von Massagen, Meditation und Spiritualität.

Rechtschreibung meistern: Muster und Strukturen erkennen

WorkshopAndreas Klik
02.10., 14:00 Uhr, Windsor (A309)

In diesem interaktiven Workshop kommen wir den Geheimnissen der deutschen Rechtschreibung auf die Spur!

Anhand von Quizfragen begeben wir uns auf eine Reise durch Muster und Strukturen der heutigen Rechtschreibung. Dabei machen wir auch vor Grauzonen nicht Halt.

Nach dem Workshop können die Teilnehmenden Rechtschreibfehler besser erkennen und vermeiden.

Für den vollen Rechtschreibgenuss bitte Stift und Zettel mitbringen!

Andreas Klik

Nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre an den Universitäten Hamburg und UCLA war Andreas Klik als Unternehmensberater und Wissenschaftler tätig. Heute unterrichtet er an einer Hamburger Berufsschule die Fächer Wirtschaft, Englisch, Mathematik und Deutsch. In seiner Freizeit ist er Ringo in einer Beatles-Band, spielt Klavier, tanzt und jongliert. Im Jahr 2018 belegte er den ersten Platz beim Diktatwettbewerb „Deutschland schreibt“.

Strukturen im Rettungsdienst und wieso sie uns alle etwas angehen

VortragAnnika Gutschmidt-Köhler
03.10., 09:30 Uhr, Berta Benz

Selbst in Deutschland gibt es keine einheitliche Struktur im Rettungsdienst.

Nicht nur das macht das Leben im und nahe des Rettungsdienstes schwer: In den letzten Jahren hat sich viel verändert an der Ausbildung und Voraussetzungen für das Personal, doch die Arbeitsbedingungen sind weiterhin sehr schlecht.

Das alles geht aber nicht nur das Personal etwas an, denn diese werfen auch auf die Patienten und ihre Angehörigen ihren Schatten.

Annika Gutschmidt-Köhler

Annika Gutschmidt-Köhler ist seit 2013 ausgebildete Erste-Hilfe Ausbilderin, hat ein Notfallsanitäter Staatsexamen und arbeitet seit 2014 im Rettungsdienst.

Spielerisch motivieren. Was wir aus Spielen für die Arbeit der Zukunft lernen können

VortragProf. Dr. Thomas Voit
03.10., 09:30 Uhr, Carl Benz

Spiele und Arbeitsabläufe haben eines gemeinsam: Sie schreiben uns rigide Regeln vor, an die wir uns halten müssen. Paradoxerweise motivieren uns die Regeln eines Spiels, wohingegen uns Arbeitsabläufe oft demotivieren. Was also können wir aus den Regeln der Spielewelt lernen? Diese Frage beantwortet das interdisziplinäre Forschungsprojekt „Empirische Analyse motivierender Spielelemente“ (EMPAMOS), das die TH Nürnberg seit 2016 gemeinsam mit dem Deutschen Spielearchiv durchführt. Im Rahmen des Projekts werden die über 40.000 Brett- und Gesellschaftsspiele des Archivs digitalisiert und mithilfe von maschinellen Lernverfahren auf motivational bedeutsame Muster durchsucht. Bislang konnten 97 motivierende Spielelemente gefunden und zu einer eigenen Mustersprache entwickelt werden. Davon ausgehend wurde ein KI-gestütztes Assistenzsystem entwickelt, das Unternehmen, Kultur- und Bildungseinrichtungen bei der Gestaltung spielbasierter Motivationskonzepte unterstützt.

Prof. Dr. Thomas Voit

Prof. Dr. Thomas Voit lehrt und forscht zum Thema Gamification an der Fakultät Informatik der Technischen Hochschule Nürnberg. Seit Ende 2016 leitet er das interdisziplinäre Forschungsprojekt EMPAMOS (www.empamos.de). In dem Projekt werden die über 40.000 Spiele des Deutschen Spielearchivs mithilfe von maschinellen Lernverfahren nach motivational bedeutsamen Mustern durchsucht. Die Forschungsergebnisse werden seit 2019 in Projekten mit Unternehmen, Bildungs- und Kultureinrichtungen verwendet, um Arbeits- und Lernumgebungen motivierend zu gestalten. Vor seinem Wechsel an die Hochschule war er als IT- und Prozessmanager in der Automobilindustrie beschäftigt.

Exoskelette – Science-Fiction oder die Zukunft körperlicher Arbeit?

VortragRichard Kosub
03.10., 11:00 Uhr, Berta Benz

Exoskelette kommen schon heute in der Medizin als Unterstützung für körperlich beeinträchtigte Menschen, als Wearable im Sport- und Freizeitbereich und zur Entlastung bei körperlich anstrengenden Arbeitstätigkeiten zum Einsatz. Im Kontext körperlicher Arbeit werden Exoskelette eingesetzt, um die physische Belastung durch ergonomisch ungünstige Haltungen oder Handlungen zu reduzieren. Ein Exoskelett leitet dabei Belastungen von eher schwachen Regionen des Körpers, wie die Schultern oder der untere Rücken, auf stärkere Regionen des Körpers um, beispielsweise die Hüfte.

Die Bandbreite der Exoskelette reicht dabei von einfachen textilen Stützstrukturen, über passive Exoskelette aus Stangen und Federn, bis hin zu angetriebenen, vernetzten und mit Sensorik ausgestatteten aktiven Exoskeletten. Ein aktuelles Forschungsfeld bei aktiven Exoskeletten ist dabei die automatische Optimierung des Unterstützungsverhaltens durch sensorgestützte Mustererkennung.

Richard Kosub

Richard war schon immer fasziniert von der Schnittstelle zwischen Mensch und Technik. Nach seinem Studium der Biomedizinischen Technik in Rostock ist er jetzt in Hamburg Teil des Teams der exoIQ GmbH. Die exoIQ ist ein Startup mit Wurzeln in der Helmut-Schmidt-Universität und entwickelt Exoskelette zur Unterstützung im Arbeitskontext. Als Entwicklungsingenieur fasziniert Richard besonders die interdisziplinäre Arbeit im Team, beispielsweise zwischen KonstrukteurInnen, Elektronik- und SoftwareentwicklerInnen, Produkt- und TextildesignerInnen und BewegungswissenschaftlerInnen. Zu seinen Schwerpunkten zählt auch der Schutz von Erfindungen auf diesem sehr neuen Gebiet der Technik durch Patente.

Menschliche vs. Künstliche Intelligenz

VortragCarsten Kraus
03.10., 11:00 Uhr, Carl Benz

Künstliche Intelligenz hat sich in den letzten Jahren enorm weiterentwickelt. Carsten Kraus präsentiert die neuen Entwicklungen der letzten Jahre: Abstraktes Denken, Kreativität oder Sprachverarbeitung – was kann Künstliche Intelligenz heute wirklich und wo ist der Mensch überlegen? Welche Fehler macht KI, welche machen Menschen – wo sollten beide besser zusammenarbeiten? Und welche disruptiven Änderungen erwarten uns in naher Zukunft? Ein kleiner Einblick in die Welt einer faszinierenden neuen Spezies, die sich derzeit in unserer Welt ausbreitet. Und mit der wir dringend umzugehen lernen sollten.

Carsten Kraus

Carsten Kraus ist Seriengründer, KI- und DataScience-Experte, Investor und Visionär.

Die Erfindung neuer Algorithmen fasziniert ihn, seit er denken kann.

Als Atari sein erstes kommerzielles Produkt kaufte, wussten sie nicht, dass ihre neue Programmiersprache im Schlafzimmer eines Teenagers entwickelt worden war.

Aus seiner Neugierde für Algorithmen und KI entstanden zahlreiche Produkte, die heute die Stammdaten großer Konzerne bereinigen und die fast jeder Europäer beim Einkaufen im Internet bereits nutzte.

Es folgten weitere Firmengründungen, Beteiligungen, zahlreiche Innovationen und Patentanmeldungen für KI-Verfahren, mit denen er Sprunginnovationen zum Erfolg führte.

Als KI-Experte setzt sich Carsten Kraus vor allem dafür ein, dass Europa in Sachen Künstlicher Intelligenz nicht abgehängt wird. Er ist davon überzeugt, dass neue Technologien Wert für Unternehmen und Menschen zugleich stiften können.

Dem Tod (einen) Raum geben – Strukturen der palliativen Versorgung in Deutschland

VortragDr. med Swantje Beythien
03.10., 11:00 Uhr, Toulon (A030)

Es betrifft jeden von uns, und doch wird kein anderes Thema so aus der öffentlichen Wahrnehmung ausgeklammert wie die Themen Tod und Sterben.

Hatte das sprichwörtliche „Sterbebett“ im Kreis der Familie bis vor wenigen Generationen noch einen festen Platz in der Gesellschaft, gibt es inzwischen kaum noch alltägliche oder erfahrbare Berührungspunkte mit dem Tod. Eine persönliche Auseinandersetzung mit diesem Thema wird zunehmend von vielen Menschen vermieden.

Aus diesem Grund kommt es am Lebensende bei vielen Betroffenen zu zusätzlicher Verunsicherung und Zukunftsängsten.

Welche Strukturen fangen Sterbende und ihre Angehörigen bei absehbar begrenzter Lebenszeit und zunehmender Hilfsbedürftigkeit auf? Wer begleitet uns verlässlich auf diesem Weg, und welche Optionen haben Betroffene, um ihn nach ihren eigenen Wünschen zu gestalten?

Das Wissen um die palliativen Versorgungsmöglichkeiten kann den Betroffenen viel von ihrer Angst nehmen und ermöglicht ein selbstbestimmtes Lebensende.

Dr. med Swantje Beythien

Swantje Beythien, geboren 1992 in Celle, studierte bis 2019 Humanmedizin an der OvGU Magdeburg. Nach dem Abschluss ihrer Promotion im Bereich der zellulären Elektrophysiologie begann sie 2020 ihre Weiterbildung zur Fachärztin für allgemeine Innere Medizin in ihrer Heimatstadt am allgemeine Krankenhaus Celle.

Im Rahmen ihrer Weiterbildung absolvierte sie Rotationen in den Bereichen der Gastroenterologie, Kardiologie und Pulmonologie sowie in der zentralen Notaufnahme. Derzeit ist sie in ihrer intensivmedizinischen Rotation auf der interdisziplinären Intensivstation eingesetzt.

Programm der Mind-Akademie 2022 - Verbindungen

Connecting Worlds. Games und ihre Musik in anderen Medien und Musikgenres

VortragDr. Melanie Fritsch
30.09., 15:30 Uhr, Berta Benz

Spätestens seit Beginn der Coronapandemie sind digitale Spiele und die digitale Spielekultur auch als Orte musikalischer Aufführungen und insbesondere von ingame Konzerten verstärkt in den Blick gerückt. Mit einer Mischung aus Freude, Erstaunen, aber gelegentlich auch Entsetzen – je nach Ausrichtung des berichtenden Mediums – werden Auftritte, Live-Konzerte oder Plattenreleaseparties von Künstler*innen wie DJ Marshmello, Ava Max, Ariana Grande oder Travis Scott in „Fortnite“ oder virtuelle Clubkultur in Spielen wie „Minecraft“ kommentiert. Doch die Verbindungen von und der Austausch zwischen Games und ihrer Musik mit anderen Musikgenres und Medienformen reichen bis in die späten 1970er Jahre zurück.

Im Rahmen dieses Vortrages wird zunächst das Forschungsfeld der Ludomusicology skizziert. Anschließend werden anhand einiger Beispiele die vielfältigen Verbindungen zwischen Games und ihrer Musik mit anderen Musikgenres und Medienformen aufgezeigt.

Dr. Melanie Fritsch

Dr. phil. Melanie Fritsch ist seit Oktober 2020 Juniorprofessorin für Medienkulturwissenschaft mit Schwerpunkt Game Studies und angrenzende Gebiete an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.

Ihre an der Universität Bayreuth verfasste Dissertation „Performing Bytes. Musikperformances der Computerspielkultur“ wurde 2018 bei Königshausen & Neumann veröffentlicht. Zusammen mit Dr. Tim Summers (Royal Holloway) hat sie 2021 den „Cambridge Companion to Video Game Music“ herausgegeben.

Sie ist Mitglied der Ludomusicology Research Group, im Sprecher*innenteam der AG Games der Gesellschaft für Medienwissenschaft und im Arbeitskreis Geschichtswissenschaft und Digitale Spiele. Sie ist außerdem Mitbegründerin der Society for the Study of Sound and Music in Games und des „Journal of Sound and Music in Games”, sowie der AG Spiele (Verband „Digital Humanities im deutschsprachigen Raum“).

Ist was wir wahrnehmen wirklich immer wahr? Vom Reiz der Sinne zum Erleben der Welt

VortragDr. Rainer Rosenzweig
30.09., 15:30 Uhr, Carl Benz

Was wir wahrnehmen, verbindet uns mit der Außenwelt. Doch ist was wir "wahr"nehmen wirklich immer "wahr"? Mitnichten! Was wir über die Welt bereits wissen oder zu wissen glauben, bestimmt unser Wahrnehmungsergebnis. Wahrnehmung ist also ein aktiver Prozess. Erfahrungen, Erwartungen und "Vor-Urteile" sind daran beteiligt. Anhand verblüffender Wahrnehmungsphänomene wird im Vortrag demonstriert, wie Wahrnehmung funktioniert und wie nicht, welche Leistungen unser Gehirn dabei tagtäglich – oft unwillkürlich – vollbringt und wo die Grenzen der Wahrnehmung liegen. Erst die Erkenntnis scheinbarer "Fehlfunktionen" unserer Wahrnehmung ermöglicht eine sinnvolle Einordnung und Deutung von Erfahrungen, die wir „am eigenen Leib“ erlebt haben, und deren Relevanz für die Ausgestaltung unseres ganz persönlichen Weltbildes. Das Motto des Vortrags lautet daher: "Eine der bedeutendsten Erfahrungen im Leben eines Menschen ist das Erlebnis, dass wir uns täuschen können."

Dr. Rainer Rosenzweig

Dr. Rainer Rosenzweig ist Lehrbeauftragter für Wahrnehmungspsychologie an der Technischen Hochschule Nürnberg. Nach zweieinhalbjähriger Forschungstätigkeit am Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik in Tübingen promovierte er im März 2003 an der Universität Würzburg im Bereich der Psychophysik des Sehens zum Dr. rer. nat. Er ist Initiator und Leiter des Instituts für populärwissenschaftlichen Diskurs Kortizes (https://kortizes.de) sowie einer der Gründer des Nürnberger Hands-on-Museums Turm der Sinne dessen Geschäfte er seit dessen Eröffnung bis April 2016 führte. Er ist u.a. Mitglied im Wissenschaftsrat der Skeptiker-Organisation GWUP (Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften) und in zahlreichen Organisationen des säkularen Spektrums aktiv. Beruflich ist er am Bayerisch-Kalifornischen Hochschulzentrum an der Universität Erlangen-Nürnberg als Wissenschaftsmanager tätig.

Faszination Draht- und Faserseile

VortragDr.-Ing. Konstantin Kühner
30.09., 15:30 Uhr, Toulon (A030)

Während Faserseile schon so lange existieren, dass Archäologen bei Ausgrabungen darauf stoßen, wurde das Drahtseil "erst" im 19. Jahrhundert im Bergbau erfunden. So haben Seile durch ihre lange Historie als Konstruktionselement für viele ein eher antiquiertes Image, während in Realität aber moderne Seilprodukte höchste Anforderungen z.B. in der Personenfördertechnik, dem Flug- und Segelsport sowie der Medizintechnik erfüllen. Dazu ist in der Architektur vor allem der Leicht- und Brückenbau von Seilen geprägt. Neben spektakulären Anwendungen kommen aber auch ganz alltägliche Dinge nicht ohne Seile aus: Fahrradbremsen, Scanner, Autofenster und vieles mehr werden z.T. für uns im Verborgenen mit Seilen bewegt. Im Vortrag werden anschaulich technische Eigenschaften von Seilen und ihren Werkstoffen, ihre Anwendungsgebiete und technischen Möglichkeiten dargestellt. Ein Ziel der Veranstaltung wäre für den Autor, zumindest einen Funken der Faszination für Seile an die Zuhörer weiterzugeben.

Dr.-Ing. Konstantin Kühner

Dr.-Ing. Konstantin Kühner arbeitete nach dem Maschinenbaustudium an der Universität Stuttgart von 2009 bis 2017 in der Abteilung Seiltechnologie des Instituts für Fördertechnik und Logistik (IFT). Hier war er als Sachverständiger für Drahtseile und Seilbahnen tätig. In den letzten beiden Jahren am IFT leitete er den Bereich zerstörende Seilprüfung mit dem Labor des Instituts. Mit Abschluss der Promotion wechselte Herr Kühner 2017 zur Jakob AG, die ihr Stammwerk in Trubschachen im Schweizer Emmental betreibt. Jakob Rope Systems stellt neben Edelstahl-Seilnetzen und Seilstrukturen für die Architektur auch klassische Seilbahnseile sowie Draht- und Faserseile mit speziellen Kundenanforderungen selbst her. Konstantin Kühner ist vornehmlich im Bereich Technik und Entwicklung tätig, dazu führt er regelmäßig seiltechnischen Kundenberatungen, Seillebensdauerberechnungen und seilspezifische Schulungen durch.

Mental Health First Aid – Jede*r kann Erste Hilfe für psychische Gesundheit leisten

VortragProf. (apl.) Dr. med Michael Deuschle
30.09., 17:00 Uhr, Berta Benz

Erste Hilfe bei körperlichen Erkrankungen ist in unserer Gesellschaft akzeptiert und weit verbreitet, aber die Hilfe bei psychischen Problemen müssen wir erst noch in unserer Gesellschaft verankern. Wegen der Häufigkeit psychischer Störungen ist es wichtig, dass möglichst viele Personen psychische Probleme und Krisen erkennen können, Betroffene ansprechen und kompetent Erste Hilfe, also Rat und praktische Unterstützung anbieten können. Das internationale und Evidenz-basierte Programm „MHFA Ersthelfer“ hat das Ziel, dass jede*r Erste Hilfe für psychische Gesundheit leisten kann.

Prof. (apl.) Dr. med Michael Deuschle

Michael Deuschle is a psychiatrist and psychotherapist by training.

Clinically, he is deputy medical director of the dept. of psychiatry and psychotherapy at the Central Institute of Mental Health in Mannheim.

Regarding research, he is head of the research group stress-related disorders. The focus of this group is on dysregulation of stress-responsive systems (HPA, ANS) in stress-related disorders and consequences thereof (allostatic load, metabolic risks). Stress is conceptualized as an adaptation to strains that allows coping of the challenge. The stress reaction is essential for short-term survival of the stressor, but may have deleterious effects on health in the long run. Stress in childhood and youth may have lasting effects on the risk for adult diseases.

Michael Deuschle initiated Mental Health First Aid (MHFA) and organized the national roll-out of the programm in Germany. So far, about 10.000 subjects were qualified as Mental Health First Aiders.

Neuronale Netzwerke: von künstlicher und natürlicher Intelligenz

VortragProf. Dr. Moritz Helmstaedter
30.09., 17:00 Uhr, Carl Benz

Was wir heute unter Künstlicher Intelligenz (KI) verstehen ist künstlich, aber noch nicht wirklich intelligent. Trotz wichtiger Fortschritte ist die heutige KI noch äußerst ineffizient: Sie verschwendet Energie und benötigt Unmengen sogenannter „Labels“. Beides ist teuer und nicht nachhaltig. Vor 50 Jahren wurden die heutigen Methoden der KI von der Neurowissenschaft inspiriert – und die Frage ist naheliegend, ob es aus der Hirnforschung erneut Inspirationen für eine nächste Generation der KI geben kann. Unsere Gehirne sind schließlich unübertroffen in ihrer Energieeffizienz und Lernfähigkeit. Mithilfe neuester Methoden der Netzwerkanalyse im Gehirn („Connectomics“) sollen die Besonderheiten des biologischen Computers in unseren Köpfen bestimmt, Lernregeln verstanden und mögliche Veränderungen im Kontext von Erkrankungen beschrieben werden.

Prof. Dr. Moritz Helmstaedter

Moritz Helmstaedter ist wissenschaftliches Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft und Direktor am Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main. Geboren 1978 in Berlin, führte ihn die akademische Ausbildung nach Heidelberg, wo er Medizin und Physik studierte und bei Nobelpreisträger Bert Sakmann promovierte. Nach Post-Doc und einem Intermezzo bei McKinsey ging er 2011 als Forschungsgruppenleiter ans Max-Planck-Institut für Neurobiologie, München, bevor er 2014 nach Frankfurt berufen wurde. Zudem Extraordinarius an der Radboud-Universität Nimwegen (seit 2016), wissenschaftlicher Beirat der Biomedizinischen Big-Data-Initiative der Chinesischen Akademie der Wissenschaften, Shanghai (seit 2018), Mitglied im Stiftungsrat des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels (seit 2020).

Verbindung zwischen Leben und Tod. Es ist einfach.

WorkshopGustavo Flamme de Miguel
30.09., 17:00 Uhr, Toulon (A030)

Deutschland ist das Land, in dem am meisten Leute mit Erste-Hilfe-Ausbildung herumlaufen. Und ist auch das Land, in dem am wenigsten Erste Hilfe geleistet wird. Warum?

Ich erkläre, wie man es einfach lösen kann.

Gustavo Flamme de Miguel

Gustavo Flamme de Miguel ist Feuerwehrmann und Notfallsanitäter. Nach einer Zeit als Berufssoldat arbeitete er seit 2005 im Rettungsdienst und seit 2012 bei der Berufs- bzw. Flughafenfeuerwehr.

Aufstieg zu den Gottesgleichungen: Wie die moderne Physik unser Verständnis vom Universum revolutioniert

VortragProf. Dr. Erik Bertram
30.09., 17:00 Uhr, Windsor (A309)

Schon die alten Griechen und Ägypter fragten sich beim Blick in den Sternenhimmel, welche Mysterien sich wohl jenseits des Himmelszelt befinden. Heute wissen wir: Unsere Erde ist nicht der einzige Planet im Sonnensystem, die Sonne nur ein Stern unter Milliarden. Tatsächlich ist es nur eine Frage der Zeit, bis wir die großen Fragen unseres Daseins beantworten können: Wer sind wir? Steckt hinter dem Universum ein kluger Bauplan? Was können wir von Schwarzen Löchern über unser Dasein lernen? Oder sind wir Menschen bloß Hologramme, die auf einer höhendimensionalen Membran leben? Nur eine Theorie der Quantengravitation wird uns all diese Fragen beantworten können. In diesem Vortrag skizziere ich u.a. die Entwicklung der theoretischen Physik von der Newtonschen Mechanik, über die Relativitäts- und Quantenfeldtheorie bis hin zu modernen Theorien wie der String-Theorie. Letztere könnte imstande sein, uns Antworten weit über unsere Vorstellungskraft hinaus über das Wesen der Natur zu liefern.

Prof. Dr. Erik Bertram

Im Alter von sieben Jahren bekam Erik Bertram (Jahrgang 1987) sein erstes Teleskop geschenkt. Schon bald darauf stand sein zukünftiger Berufswunsch fest: Er wollte theoretischer Astrophysiker werden. Als Juniorstudent besuchte er bereits während seiner Schulzeit Vorlesungen an der Universität des Saarlandes. Nach seinem Abitur zog er schließlich nach Heidelberg und setzte sein Studium der Physik als Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes fort. Nach Forschungsaufenthalten an der Cambridge und Harvard University arbeitete Bertram anschließend am Institut für Theoretische Astrophysik, wo er 2016 über eine Arbeit zur Turbulenztheorie bei Prof. Dr. Ralf Klessen promoviert wurde. Im Jahr 2020 erhielt Bertram im Alter von 31 Jahren einen Ruf auf eine Professur an die Fresenius-Hochschule Heidelberg. Daneben liegt sein Interesse im Bereich der theoretischen Astrophysik, Kosmologie und String-Theorie und er hat mehrere populärwissenschaftliche Bücher über diese Themen geschrieben.

Documensa 8

WorkshopBabette Mairoth-Voigtmann
30.09., 21:00 Uhr, Toulon (A030)

Passend zum Akademiethema „Verbindungen“ werden wir uns dieses Jahr zusammentun und unsere Kreativität vereinigen. Gemeinsam wollen wir eine dreidimensionale Installation anfertigen und dabei jegliches Material verwenden. Wir entscheiden zusammen, ob wir eine Skulptur im Innenraum oder wenn möglich auch im Außenraum schaffen. Auch ein Mobile ist denkbar. Wie das Kunstwerk entsteht, können wir mit Fotos dokumentieren, denn es wird nur eines auf Zeit sein. Gerne kann während der Akademie die Installation weiter wachsen. Am Ende der Akademie müssen wir alles wieder abräumen und fachgerecht entsorgen. Draußen könnten wir, wie der Künstler Andy Goldsworthy, in der Natur vorkommende Materialien zu einem vergänglichen Werk verbinden.

Bitte bringt mit, was ihr verbinden möchtet, Papier, ein Werk von euch, Schnüre, Netze, Klammern, Kleber, Klebeband … und Stifte, Farben.

Die Vernissage zur 8. Documensa am Sonntagmittag soll den Austausch zwischen Kunstschaffenden und Publikum fördern.

Babette Mairoth-Voigtmann

Babette Mairoth-Voigtmann ist Diplom-Designerin (FH) und arbeitet als Grafikerin und Malerin. Sie ist auf allen Mind-Akademien gewesen und seit mehr als einem Jahrzehnt im Orga-Team aktiv. Begeistert spielt sie seit 2002 Improtheater und gehört zu den „Irrationalen“, der Improtheatergruppe des MHNs. Ihre Interessen sind neben dem Zeichnen und der Fotografie auch Natur, Katzen, Bücher, Musik von Blues bis Folk, das MHN und seit kurzem ist sie Fan der TimeLash, der deutschen Convention rund um das Thema Doctor Who. Sie hat sich an Ausstellungen in München und anderen deutschen Städten sowie in Italien beteiligt. Beim MHN hat sie Seminare zu Improtheater und Pressearbeit mitgeleitet. Sie ist Mitglied in der Allianz Deutscher Designer (AGD), der Typographischen Gesellschaft München (tgm), bei Frauenstudien München, bei Mensa in Deutschland und bei der D.O.N.A.L.D. (Deutsche Organisation nichtkommerzieller Anhänger des lauteren Donaldismus).

Flipcharts gestalten leicht gemacht – ein Mitmach-Vortrag

VortragDr. Markus Gyger
01.10., 09:30 Uhr, Berta Benz

Flipcharts sind ein wunderbares Mittel, um in Meetings, Vorträgen und Workshops die Inhalte visuell aufzubereiten. Richtig eingesetzt erlaubt ein Flipchart eine enge Verbindung zwischen Vortragender*m und dem Publikum. Die Inhalte können mit den Teilnehmenden zusammen zu entwickeln und individuell an die Situation angepasst werden.

In diesem Mitmach-Vortrag lernen die Teilnehmenden Schritt für Schritt, wie sie Flipcharts professionell gestalten können.

- eine saubere, gut leserliche Präsentationshandschrift.

- Gestaltungselemente gezielt einsetzen.

- Piktogramme, also Symbole und Figuren, aus wenigen einfachen Strichen entwickeln.

- Inhalte visuell und anschaulich darstellen.

Alle Teilnehmenden werden gebeten, einen Block mit fester Unterlage, einen dicken Marker und einige Stifte mitzubringen. Auf diese Weise könnte ihr während des Vortrags die Ideen gleich ausprobieren.

Dr. Markus Gyger

Wieso arbeitet ein promovierter Biophysiker als Kommunikationstrainer und systemischer Businesscoach? Schon währen des Studiums nahm Markus Gyger an zahlreichen Moderationsausbildungen teil und engagierte sich in verschiedenen Bildungsprojekten an Schulen und Berufsschulen. Während der Promotion schlug der dann die Brücke zwischen seiner wissenschaftlichen Ausbildung und seinem ehrenamtlichen Engagement. Er spezialisierte sich auf Angebote für Menschen mit naturwissenschaftlich-technischem Hintergrund: Wie können Meetings so gestaltet werden, dass etwas dabei herauskommt? Wie organisiere ich mich so, dass ich die wichtigen Dinge auf die Reihe bekomme? Wie können Inhalte so kommuniziert werden, dass sie die Zuhörenden wirklich erreichen? Bei der Mind-Akademie ist er seit 2007 dabei und hat an jeder Akademie mit Workshops und Vorträgen, Moderationen oder im Orgateam mitgewirkt.

Mehr Informationen unter: www.gyger-training.de

Wie Schlaf die Verbindungen im Gehirn verändert

VortragDr. Albrecht Vorster
01.10., 09:30 Uhr, Carl Benz

Für das Erlernen von Sprachen, Vokabeln und fürs Fahrradfahren ist nicht nur wichtig, wie wir gelernt haben, sondern ob und wie wir danach geschlafen haben. Im Schlaf perfektionieren wir unsere Motorik, sortieren unser Gedächtnis und klären unsere Gefühle. Im Schlaf wird die Grundlage dafür gelegt, was wir tagsüber tun, denken und fühlen. Ohne Schlaf wären wir womöglich alle chronisch dement und kämen aus dem Entwicklungsstadium eines Dreijährigen nicht heraus. Wie in unserem Gehirn im Schlaf die Verbindungen moduliert werden, wie wir den Schlaf verbessern können und ob es sich lohnt seinen Schlaf zu tracken, darum geht es in diesem Vortrag.

Dr. Albrecht Vorster

Dr. Albrecht Vorster, 1985 in Köln geboren, studierte Biologie und Philosophie an der Universität Freiburg sowie der Université de La Réunion. Am Institut für medizinische Psychologie der Uni Tübingen promovierte er über Gedächtnisbildung im Schlaf der Meeresschnecke Aplysia californica. Vorster ist Leiter des Swiss Sleep House Bern am Universitätskrankenhaus Inselspital Bern. Er ist Autor des Buches “Warum wir schlafen” (2019, Heyne Verlag) und entwickelte die App „7Schläfer“ für Menschen mit Ein- und Durchschlafproblemen. Vorster forscht derzeit über die Verbesserung des Schlafes von Krankenhauspatienten sowie Leistungssportlern.

"Komplexer verbunden, als man denkt" oder: Von den Herausforderungen skalierbarer Softwareentwicklung zur Komplexitätsforschung – Ein Reisebericht

VortragDr. Tobias Kästner
01.10., 09:30 Uhr, Toulon (A030)

Um die Unmengen an Software zu erzeugen, die inzwischen in fast allem steckt, das uns tagtäglich umgibt, braucht es auch eine Unmenge an Entwicklern. Berufsbedingt treibt den Autor dabei die Frage um, wie eine immer größer werdende Zahl derselben in immer größer werdenden Projekten zusammenarbeiten kann. Denn meistens bedeuten mehr Entwickler eben nicht, das Software schneller fertig oder besser nutzbar wird. Softwareteams sind komplexe adaptive Systeme und so handelt der Vortrag davon, was passiert, wenn man diese skaliert - oder es auch nur versucht. Denn dann zeigt sich: Weil Vieles mit Vielem verbunden ist, wird aus mehr und mehr vom Gleichem mit einem Mal etwas gänzlich anderes. Dies ist die Kernbeobachtung der Komplexitätsforschung, die in den letzten 50 Jahren so manche neue Wege bahnte und entlang derer es viel Bemerkenswertes zu bestaunen gibt. Skalengesetze, Kritikalität, Selbstähnlichkeit und Emergenz sind die zentralen Phänomene von denen berichtet werden soll.

Dr. Tobias Kästner

Dr. Tobias Kästner ist Expert Engineer bei Methodpark by UL. Er hat in Jena Physik studiert und einige Jahre am Lehrstuhl für Quantentheorie geforscht und gearbeitet. Von dort hat er seine Faszination für komplexe Systeme an jede nachfolgende Station mitgenommen und ist tatsächlich auch immer wieder auf eben solche komplexen Systeme gestoßen. Heute arbeitet er meist als agiler Coach mit Scrum Teams und anderen komplexen adaptiven Systemen oder entwirft als Softwarearchitekt Lösungen für eine immer komplexer vernetzte Informationsgesellschaft. Sein Interesse gilt allem, was Feedback generiert und sich auch sonst nicht-linear und damit interessant verhält.

Die Titanic und ihre deutschen Verbindungen

VortragOStD Malte Fiebing-Petersen
01.10., 11:00 Uhr, Carl Benz

Der Vortrag präsentiert die in über 20 Jahren zusammengetragenen Rechercheergebnisse des Deutschen Titanic-Vereins und deckt auf, welche Verbindungen die Titanic ins deutsche Kaiserreich hatte.

Denn deutsche Firmen haben beim Bau des einstigen Luxusliners mitgewirkt oder das Schiff ausgestattet – von „Villeroy & Boch“ bis „Steinweg & Söhne“.

Darüber hinaus werden die Deutschen an Bord vorgestellt – denn sowohl unter den Passagieren als auch unter den Crewmitgliedern befanden sich deutsche Staatsbürger.

Welchen Grund hatten sie, mit der „Titanic zu reisen, wo sie doch ganz bequem aus Hamburg oder Bremerhaven direkt nach New York reisen konnten?

Warum reiste unter ihnen ein Kölner mit erfunden Adelstitel unter falschem Namen?

Und warum ließ Propagandaminister Joseph Goebbels höchst persönlich anlässlich des 30. Jahrestags des Untergangs 1942 unter großem Aufwand einen Spielfilm über die „Titanic“ drehen, den er dann kurz nach Fertigstellung verbieten ließ?

OStD Malte Fiebing-Petersen

Initialisiert durch die Berichterstattung zum Untergang der Ostseefähre „Estonia“ 1994 begann Malte Fiebing-Petersen sich bereits im Alter von zehn Jahren für Schiffskatastrophen zu interessieren und stieß dabei unweigerlich auf die „Mutter der Schiffsuntergänge“: die „Titanic“. Trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – verbringt er seit mehr als 20 Jahren seine Urlaube auf den Weltmeeren.

Nach dem Abitur studierte er Deutsch, Geschichte und Latein für das gymnasiale Lehramt in Stuttgart und Kiel. Seit einigen Jahren ist er Schulleiter einer Sonderschule bei Kiel.

Seit vielen Jahren ist er Vorsitzender des Deutschen Titanic-Vereins und ein gefragter Experte für TV- und Printmedien. 2012 veröffentlichte er sein Buch „Titanic (1943) – Die Nazis und das berühmteste Schiff der Welt“ in deutscher und in englischer Sprache.

Für die Reederei TUICruises ist er regelmäßig auf der Mein-Schiff-Flotte als Lektor im Einsatz.

2021 hatte er seine Premiere als Referent bei der MIND-Akademie.

„Kopf aus – Intuition an“ & viel Spaß beim Kritzeln: Verbindung zwischen Verstand und Bauchgefühl erleben

WorkshopDr. Sylvia Jung
01.10., 11:00 Uhr, Toulon (A030)

Alle, die viel denken, kennen wohl das Phänomen: Man sucht krampfhaft nach einer Lösung, recherchiert viel, liest vielleicht nochmal und nochmal in dicken Büchern nach, aber kommt nicht weiter. Und dann, wie aus dem nichts: beim Essen zubereiten, Spazieren oder unter der Dusche – fliegt uns eine neue, hilfreiche Idee zu. Auch beim intuitiven Malen mit Bleistift, Fineliner oder Kuli, geben wir uns Freiraum, Bilder aus dem Bauch heraus entstehen zu lassen. Frei von Bewertung und Beurteilung können wir kreativ werden. Intuitives Zeichnen bzw. Kritzeln geht ohne feste Regeln – mit wenigen inspirierenden Impulsen, die ihr in diesem Workshop erhaltet. Vielleicht könnt ihr Ungewohntes entdecken, eure Phantasie wecken und euch dabei entspannt strecken zwinkernd Stifte und Papier werden gestellt.

Dr. Sylvia Jung

Sylvia Jung ist Diplom-Psychologin, Systemische Therapeutin / Familientherapeutin (DGSF) und promovierte Gesundheitswissenschaftlerin. Ihre berufliche Laufbahn ist recht abwechslungsreich: wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Uni im Bereich Versorgungsforschung und Psychoonkologie, Organisationsberaterin & Coach, Projektmanagerin im Maximalversorgungs-Krankenhaus, Projektleiterin für IT-Projekte in Krankenhäusern und dann auf der Suche nach ihrem Platz in der „VUKA-agilen-New-Work-Welt“. Seit 2020 ist sie selbständig und hat ihre Berufung(en) gefunden. Mehr Informationen unter: www.health-mind.de/ueber-mich.html

Mit www.picture-mind.de gibt sie ihrer kreativen Seite Raum. Dort gibt es Online-Bildkarten für Beratung, Coaching, Therapie, Bildung und Zusammenarbeit zur Unterstützung von Erkenntnissen, Emotionen und Entwicklungen.

Von einem, der auszog, das Laufen zu lernen

VortragDr.-Ing. Jette Schumann
01.10., 14:00 Uhr, Berta Benz

Fußgängersimulationen werden zunehmend eingesetzt, um Konzepte für Veranstaltungen, hochfrequentierte Plätze und großräumige Evakuierungen zu überprüfen. Die Visualisierung von Simulationsergebnissen zeigt Tausende von Agenten, die sich über Wege, um Ecken und durch Engstellen bewegen. Doch wie lernte der Agent das Laufen? Und wie werden die Verbindungen zwischen dem Start und Ziel auf seinem Weg bestimmt?

Im Vortrag werden die verschiedenen Ebenen der Modellierung von Personenströmen vorgestellt – von der groben Wegfindung bis zur Interaktion der Agenten miteinander. Eine tragende Rolle spielt dabei das Fundamental-Diagramm der Fußgängerdynamik. Dieses bildet die Verbindungen zwischen Geschwindigkeit, Dichte und Fluss in Menschenmengen ab. Um diese Zusammenhänge genauer zu untersuchen und die Modelle zu verfeinern bzw. zu validieren, sind Daten nötig, die in Labor- oder Feldstudien gewonnen werden. Es folgt ein Einblick in derartige Studien und den aktuellen Stand der Forschung.

Dr.-Ing. Jette Schumann

Jette Schumann hat angewandte Mathematik und Informatik studiert. Sie ist seit 2015 als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Zivile Sicherheitsforschung am Institute for Advanced Simulation (IAS-7) des Forschungszentrums Jülich tätig.

Im Rahmen ihrer Promotion befasste sie sich mit der Datenerfassung und -analyse in Laborstudien mit Menschenmengen hoher Dichte. Im Jahr 2019 wechselte Frau Schumann von der Empirie zur Modellierung und koordiniert seitdem Forschungsprojekte mit Fokus auf anwendernahe Fußgängersimulationen.

Kernfusionsforschung – die Sonne auf die Erde holen

VortragProf. Dr. Hartmut Zohm
01.10., 14:00 Uhr, Carl Benz

Die Fusion von Wasserstoffkernen ist die Energiequelle der Sterne. Seit mehr als einem halben Jahrhundert arbeiten Forscher daran, diesen Prozess auf der Erde nutzbar zu machen und sind ihrem Ziel schon sehr nahe gekommen. Ausgehend von der Beschreibung des 'Fusionsreaktors Sonne' wird im Vortrag dargestellt, wie ein Fusionskraftwerk auf der Erde realisiert werden soll. Dabei wird insbesondere auf den Einschluss heißer Wasserstoffplasmen in magnetischen Feldern in Tokamaks und Stellaratoren eingegangen. Der derzeitige Stand der Forschungsarbeiten sowie die weltweiten Pläne zum nächsten Schritt, dem Nachweis der positiven Energiebilanz im gerade im Bau befindlichen ITER-Experiment, werden im Detail vorgestellt.

Prof. Dr. Hartmut Zohm

Prof. Hartmut Zohm ist seit 1999 wissenschaftliches Mitglied des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik und Leiter des Bereichs Tokamak-Szenario-Entwicklung. Für seine Doktor­arbeit wurde er 1991 mit der Otto-Hahn-Medaille der Max-Planck-Gesellschaft ausgezeichnet. Nach einem Auslandaufenthalt in San Diego bei General Atomics habilitierte Hartmut Zohm 1996 an der Universität Augsburg im Fach Experimentalphysik. Von 1996 bis 1999 lehrte er als Professor für Elektro­technik und Plasmaforschung an der Universität Stuttgart.

Das Arbeitsgebiet von Prof. Zohm ist die Untersuchung der magneto-hydrodynamischen Stabilität magnetisch eingeschlossener Fusionsplasmen. 2014 wurde er für seine Arbeiten auf diesem Gebiet mit dem John Dawson Award der Amerikanischen Physikalischen Gesellschaft ausgezeichnet, 2016 mit dem Hannes-Alfvén-Preis der Europäischen Physikalischen Gesellschaft.

Getting Consent

WorkshopCarmen Mayer
01.10., 14:00 Uhr, Toulon (A030)

Obwohl Konsens finden manchmal seltsam oder albern wirkt, ist es ein toller, nie abgeschlossener Prozess, der tolles ermöglichen kann. Zu lernen, wo die eigenen Grenzen sind und diese mitzuteilen ist einer der ersten Schritte, um Beziehungen miteinander zu gestalten, die allen Beteiligten gut tun, egal in welchem Kontext. Offene Kommunikation ist notwendig, um miteinander darüber reden zu lernen und uns damit wohler zu fühlen. Grenzen können sich mit der Zeit verändern und Zustimmung widerrufen werden. Aber was, wenn mein Gegenüber schon durch die Frage unangenehm getriggert wird? Oder dadurch, dass ich nicht frage und Abstand halte? Und was ist, wenn mich etwas triggert, was gesellschaftlich zu tolerieren ist (z.B. dass Menschen Miniröcke tragen)? Wie kann ich mit all diesen Fragen umgehen und es schaffen, trotz aller Unsicherheiten zu kommunizieren und das ohne mein Gegenüber unter Druck zu setzen oder ihm*ihr zu Nahe zu treten? In diesem Workshop nähern wir uns gemeinsam an.

Carmen Mayer

Carmen ist Sozialarbeiterin (B.A.), pädagogische Leitung einer außerklinischen Kinderintensivpflege-Einrichtung und Studentin der "Transformationsstudien: Öffentliche Theologie und Soziale Arbeit". Mehrere Fortbildungen im Bereich der Sexualpädagogik und der Prävention von sexualisierter Gewalt, sowie die Entwicklung und Implementierung von einrichtungsbezogenen Sexualschutzkonzepten. Im MHN mehrjährige Erfahrung bei Aufbau und Entwicklung des Vertrauenspersonen-Teams, sowie selbst als Vertrauensperson.

Sicherheitspolitische Fragen zum Ukraine-Konflikt

VortragBastian Winkler
01.10., 15:30 Uhr, Berta Benz

Mit dem Angriffskrieg gegen die Ukraine hat Russland die regelbasierte internationale Ordnung, welche seit Ende des Zweiten Weltkriegs besteht, massiv beschädigt. Bei vielen Menschen ruft diese Entwicklung Unsicherheit und Angst hervor, da in Deutschland im Allgemeinen wenig Wissen zu sicherheitspolitischen Themen vorhanden ist. Der Vortrag soll dazu dienen, diese Unsicherheit ein wenig zu reduzieren. In den ersten Minuten werde ich kurz auf den bisherigen Verlauf des Krieges und die Folgen für die internationale Ordnung eingehen. Abhängig vom Verlauf lassen sich bis dahin auch schon erste strategische und taktische Erkenntnisse auswerten. Den größten Teil des Vortragsslots sollt Ihr aber mit Euren Fragen zur Thematik gestalten. Ihr könnt mir die Fragen direkt während des Vortrags stellen, mich auf der Akademie ansprechen oder schon vorab per Mail (bastiwinkler@gmx.de) ansprechen. Ich versuche dann, so gut es mir möglich ist, darauf einzugehen (gern auch in kontroverser Diskussion zwinkernd.

Bastian Winkler

Nach meinen zwölf Jahren als Technischer Offizier bei der Luftwaffe war ich zunächst bei der NGO DEMIRA Deutsche Minenräumer e.V. erst als Projektleiter und später als Geschäftsführer tätig. Seit 2018 bin ich Kfm. Geschäftsführer der Igel und der Hasen Apotheke in München-Allach. Die sicherheitspolitische Sphäre habe ich jeodch nie wirklich verlassen, da ich als Reservist regelmäßig im Kreisverbindungskommando Dachau tätig bin und nebenbei Politikwissenschaft an der FernUni Hagen studiere.

Zuerst die Reichen, dann die Armen: Über die Verbindung zwischen sozialem Status und der Ausbreitung von COVID-19 und der Spanischen Grippe

VortragJana Berkessel
01.10., 15:30 Uhr, Carl Benz

Kein Zweifel: Die sozial Schwächeren trifft die Pandemie besonders hart. Menschen mit niedrigem sozialen Status können sich beruflich und privat schlechter vor dem Virus schützen und sind daher stärker betroffen. Aber gilt das in jeder Phase der Pandemie? Wir haben Daten aus der COVID-19 Pandemie und der Spanischen Grippe untersucht und herausgefunden, dass in den frühen Phasen, in denen es noch keine Infektionsschutzmaßnahmen gibt, genau das Gegenteil gilt: Menschen mit hohem sozialen Status sind in dieser Phase besonders häufig betroffen. Ein Grund dafür könnte sein, dass Menschen mit hohem sozialen Status auf besonders heterogene soziale Netzwerke haben, die sie einer besonderen Gefahr aussetzen einen neuen Virus zu bekommen und zu verbreiten.

Jana Berkessel

Ich bin aktuell Doktorandin in der kulturvergleichenden Sozial- und Persönlichkeitspsychologie an der Universität Mannheim. In meiner Promotion beschäftige ich mich mit sozioökonomischen und soziokulturellen Ursachen des Wohlbefindens. Dabei untersuche ich unter anderem, welche Effekte sozialer Status auf das psychische und physische Wohlbefinden hat und welche Rolle dabei verschiedene Kulturfaktoren wie kulturelle Religiosität spielen. Um mich noch etwas genauer mit verschiedenen Aspekten des Wohlbefindens zu beschäftigen habe ich einen Forschungsaufenthalt in New York gemacht. Vor meiner Promotion in Mannheim habe ich in Köln Psychologie studiert, mit Auslandsaufenthalten in den USA und England.

Was ist Diversity und warum sollte sie uns alle etwas angehen?

VortragDr. Juliane Handschuh
01.10., 15:30 Uhr, Toulon (A030)

„Diversity“ – ein Buzzword, das in aller Munde durch Organisationen getragen wird. „Wir müssen bunter werden“ ist ein Satz, den man dort oft hört. Um Bereitschaft zu mehr Vielfalt zu zeigen, werden mit den besten Absichten die LGBTQIA+-Flagge in Firmen-Logos oder Menschen mit sichtbar anderer ethnischer Herkunft auf Firmen-Flyern integriert.

„Diversity“ ist Trend. Sie verspricht Wachstum, Erfolg und verschafft Organisationen ein positives Image.

Doch sollte es darum bei der Gestaltung diverser Teams wirklich gehen? In Ihrem Vortrag wird Dr. Juliane Handschuh die Notwendigkeit von Diversität aus der Perspektive marginalisierter Gruppen beleuchten und erklären, was es mit Diversität im Sinne der gesellschaftlichen Teilhabe auf sich hat. Denn darum sollte es eigentlich gehen: Unsere Gesellschaft sollte sich in Ihrer Vielfalt in allen Ebenen der Unternehmen spiegeln, damit alle Menschen sich bei der Entwicklung von Produkten oder gesellschaftlichen Prozessen gesehen und gehört fühlen.

Dr. Juliane Handschuh

Dr. Juliane Handschuh ist ausgebildete und promovierte Neurowissenschaftlerin mit Forschungserfahrung in in den Bereichen molekulare Neurowissenschaften und Immunologie.

Mit mehr als zehn Jahren Erfahrung in universitärer und außeruniversitärer Forschung ist sie mittlerweile freischaffende Trainerin für Soft Skills und hilft Wissenschaftler*innen mit deren Personalentwicklung. Ihr Fokus liegt auf der Stärkung von Schlüsselkompetenzen wie (wissenschaftliche) Kommunikation, Führung, Karriereentwicklung sowie Zeit- und Selbstmanagement.

Ihr persönliches Herzensanliegen ist das Thema Diversität in der Wissenschaft. Hier engagiert sie sich für die Sensibilisierung für das Thema sowie das Empowerment diverser Gruppen innerhalb der Wissenschaftslandschaft.

Bessere Entscheidungen mit Verstand und Gefühl

VortragMiriam Lorenzen
01.10., 17:00 Uhr, Berta Benz

Manche glauben ja, Gefühle seien zutiefst unlogisch und daher bestmöglich zu unterdrücken. Andere beschwören ihr "Bauchgefühl" und ihre Intuition und werten die kühle Ratio ab. Mit beiden Ansätzen verzichtet man auf wertvolle Informationen, die bei Entscheidungen weiterhelfen können. Ich möchte in meinem Vortrag mit theoretischen Modellen und praktischen Anwendungsbeispielen Vernunft und Gefühle verbinden, einen Zugang zu der ganz eigenen Logik der Gefühle bieten und dazu einladen, auf die Botschaften der Gefühle zu hören, ohne ihnen blind zu folgen. (Für Kenner der Materie: Die meiste Theorie ist nachzulesen im DBT-Konzept nach Linehan & Bohus.)

Miriam Lorenzen

Geboren 1987 bei Bremen verbrachte Miriam Lorenzen ihre Kindheit in Schleswig-Holstein im weiter nicht sonderlich interessanten Rendsburg. Nach Erwerb des Abiturs 2005 erholte sie sich einige Monate vom Leben in der Kleinstadt in Berlin, dann zog sie zum Psychologie-Studium nach Wien. Mit den dort gesammelten Erfahrungen ging es im höheren Semester nach Bielefeld, wo sie ihr Studium 2012 mit einer Arbeit über Intimate Partner Violence (Beziehungsgewalt) und dem Diplom-Titel abschloss. Mit der 2015 durch die postgraduale Ausbildung zur Psychologischen Psychotherapeutin erworbenen Approbation wurde sie sodann in einer psychosomatischen Tagesklinik in München mit DBT-Konzept tätig. 2020 erfolgte der Umzug ins Umfeld von Leipzig und die Geburt ihrer Tochter. Seit 2021 ist sie in einer ambulanten Psychotherapie-Praxis angestellt.

Neuronal networks in the brain and optimal information processing

VortragDr. Anna Levina
01.10., 17:00 Uhr, Carl Benz

The human brain is an amazing computational device. It can perceive, process, and store great amounts of information using its 80 billion neurons, each interacting with thousands of other neurons. Only recently, experimental techniques have been developed for sampling the activity of hundreds of neurons in parallel, offering unprecedented access to the collective dynamics. Theoretical understanding is essential to make use of the data and understand the capabilities of a system of such complexity. In my talk, I will discuss how neural networks' structures can be inferred from the data and what are some of the network features. Furthermore, I will show how computational approaches allow the characterization of collective dynamics in biological neural networks and investigate the interplay between dynamics, topology, and information processing capabilities of the network.

Dr. Anna Levina

Anna Levina is an assistant professor at the University of Tübingen, Germany, where she leads a group on "Self-organization and optimality in neuronal networks" funded by the Sofja Kovalevskaja Award of the Humboldt Foundation. Previously she was an independent research fellow at IST Austria and a Postdoctoral Researcher at the Max Planck Institute for Mathematics in the Sciences. Her studies and Ph.D. were in Mathematics from Saint-Petersburg State University and Göttingen University, Germany, respectively.

Makramee – einfache Verbindungen

WorkshopBabette Mairoth-Voigtmann
01.10., 17:00 Uhr, Schiller (C301)

Eine Einführung in das Verbinden und Flechten von Schnüren, Kordeln und Seilen

Ich zeige euch ein paar einfache Knoten und Techniken, mit denen ihr Schlüsselanhänger, Armbänder, Gürtel, kleine Wandbehänge oder Girlanden und später zuhause auch Blumenampeln knüpfen könnt.

Bringt bitte Makramee-Kordeln und -Schnur (nicht dehnbar), Holzperlen mit passendem Durchmesser, Schlüsselringe oder kleine -Karabiner, Holz- oder Metallringe, Schere, und, wenn vorhanden, ein Maßband mit. Für Armbänder eignen sich auch runde Lederschnüre. Eine Makramee-Kordel zum Üben und werde ich mitbringen.

Babette Mairoth-Voigtmann

Babette Mairoth-Voigtmann ist Diplom-Designerin (FH) und arbeitet als Grafikerin und Malerin. Sie ist auf allen Mind-Akademien gewesen und seit mehr als einem Jahrzehnt im Orga-Team aktiv. Begeistert spielt sie seit 2002 Improtheater und gehört zu den „Irrationalen“, der Improtheatergruppe des MHNs. Ihre Interessen sind neben dem Zeichnen und der Fotografie auch Natur, Katzen, Bücher, Musik von Blues bis Folk, das MHN und seit kurzem ist sie Fan der TimeLash, der deutschen Convention rund um das Thema Doctor Who. Sie hat sich an Ausstellungen in München und anderen deutschen Städten sowie in Italien beteiligt. Beim MHN hat sie Seminare zu Improtheater und Pressearbeit mitgeleitet. Sie ist Mitglied in der Allianz Deutscher Designer (AGD), der Typographischen Gesellschaft München (tgm), bei Frauenstudien München, bei Mensa in Deutschland und bei der D.O.N.A.L.D. (Deutsche Organisation nichtkommerzieller Anhänger des lauteren Donaldismus).

Musikalische Verbindungen

WorkshopAndreas Klik
01.10., 17:00 Uhr, Toulon (A030)

Was ist zuerst da: die Melodie oder der Text? Und selbst wenn – wechselseitige Abhängigkeiten machen Songwriting zu einer komplexen Tätigkeit.

Hast du Lust zu singen, texten oder komponieren? Vielleicht ein kurzes A-cappella-Shanty?

Wir werden Musik-, Melodie- und Text-Gruppen geschickt miteinander verbinden und vermutlich einen Hit landen!

Andreas Klik

Andreas Klik war nach seinem BWL-Studium an den Universitäten Hamburg und UCLA als Unternehmensberater und Forscher unterwegs. Zurzeit unterrichtet er Wirtschaft, Englisch, Mathematik und Deutsch an einer Hamburger Berufsschule. Zu seinen Freizeitbeschäftigungen gehören das Musizieren, Tanzen, Jonglieren und Zaubern.

Verbindungen – Partnering im Paartanz

WorkshopDr. Artus Ph. Rosenbusch
01.10., 20:00 Uhr, Berta Benz

Zwei Fremde begegnen sich beim Brazilian Zouk. Ein Seniorenpaar in Turnier-Outfit tanzt ihre Endrunde Wiener Walzer. Ein Junge auf einer Salsa-Party ruft seiner Partnerin mitten im Lied zu "so, jetzt führ Du mal!" und beide lachen.

In mancher Hinsicht könnte Führen und Folgen unterschiedlicher nicht sein. Jeder Tanz folgt eigenen Regeln, eigener Bewegungslogik. Und doch sind alles Paartänze. Nicht nur die beiden Tänzer reagieren mit Gänsehaut, wenn eine echte Begegnung stattfindet, wenn die Kommunikation stimmt, sich die Bewegung beider Körper verbindet.

Anhand einfacher Bewegungen und Prinzipien wollen wir erfühlen, wie dies gelingt.

WICHTIG:

- Auch Anfänger sind willkommen

- Einiges ist allerdings wesentlich:

- Bitte seid offen, sowohl Follower als auch Leader zu tanzen

- Keiner muss hier toll aussehen, oder irgendetwas darstellen ... es geht ums Lernen, ums Ausprobieren, nicht ums Performen!

- Berührungsängste, Judging und Schamgefühle also bitte draußen lassen lächelnd

Dr. Artus Ph. Rosenbusch

Artus hat in Darmstadt und Salamanca Mathematik studiert, in Spieltheorie (fairness considerations in cooperative n-person games) promoviert und kommt seit über 15 Jahren regelmäßig und gern auf die MinD Akademie.

Beruflich führte seine Karriere von booz&co zur Inhouse-Beratung bei RWE, später innogy Consulting. Einmal nach Dubai (als Vice President für die Projekte in Middle East verantwortlich) und zurück (Head of LRN LAB Berlin).

In 2021 beendete er seine Laufbahn als Unternehmensberater in Anstellung, um drei neue Hüte zu tragen:

- eine aktive Rolle als Vater

- seine Selbständigkeit als Trainer und Leadership-Coach

- und die Gründung einer gGmbH im Bereich von Sustainability + Learning

In seiner Freizeit liebt er den Tanzsport, sein Klavier, spielt gern Go und ist ein Freund von Meditation und Massagen.

Magische Verbindungen

WorkshopAndreas Klik
01.10., 20:00 Uhr, Carl Benz

In diesem Workshop tricksen wir uns gegenseitig aus.

Wir staunen über und lernen Zauberklassiker, bei denen sich alles um Verbindungen dreht.

Andreas Klik

Andreas Klik war nach seinem BWL-Studium an den Universitäten Hamburg und UCLA als Unternehmensberater und Forscher unterwegs. Zurzeit unterrichtet er Wirtschaft, Englisch, Mathematik und Deutsch an einer Hamburger Berufsschule. Zu seinen Freizeitbeschäftigungen gehören das Musizieren, Tanzen, Jonglieren und Zaubern.

Bücherschaulaufen

SonstigesDr. Eva Börgens
01.10., 21:00 Uhr, Toulon (A030)

Das mittlerweile alljährliche Bücherschaulaufen: Du hast ein Buch gelesen, das Du unbedingt anderen MHNlern weiterempfehlen willst, oder Du brauchst mal wieder neue Leseanregungen? Dann bist Du beim Bücherschaulaufen richtig. Es ist alles erlaubt, was interessiert: hochgeistiges Sachbuch, fesselnder Krimi oder Kinderbuch.

Für die Planung gibt es dabei einen gewissen Rahmen: a) Redezeit 3-4 min (plus Frage-Zeit), b) Beantworte kurz ein paar Fragen* am besten vor der Akademie.

Sende Deine Antworten bitte an buecherschaulaufen@mind-hochschul-netzwerk.de oder fülle auf der Akademie den Bogen aus.

*Fragen des Fragebogens: (1) Autor und Titel (2) Inhalt in drei Sätzen (3) Hat dieses Buch vielleicht sogar mein Lebensgefühl, mein Denken, mein Leben geprägt? Wenn ja, wie? (4) Wer sollte dieses Buch lesen? Warum? (5) Wie lange braucht man in etwa zum Lesen? (6) Zitat einer typischen Passage oder Wendung.

Dr. Eva Börgens

Nach der Schule entschied ich mich, ein Fach zu studieren, das im Abibuch nur als "Geo-was bitte?" beschrieben wurde. Ja, Geodäsie, hieß früher mal Vermessungswesen. Also zog ich ins schöne Bonn, um dort und in Calgary (Kanada) Geodäsie und Geoinformation zu studieren. Dies erfolgreich beendet, dürstete es mich nach noch mehr Wissen und ich wechselte für meine Promotion an die TU München, und nun weiter als PostDoc ans Deutsche GeoForschungsZentrum (GFZ) in Potsdam. Da ich nie so der geschickteste Mensch war, bot sich für mich die Satellitengeodäsie sehr an. Da konnte ich vor dem Computer sitzen bleiben und trotzdem globale, vom Klimawandel beeinflusste Phänome studieren.

Wenn ich nicht mit der Forschung meinen Wissensdurst stille, verschlinge ich seit meiner Jugend Bücher zu jedem mir in die Finger kommenden Thema. Leider bleibt dafür mittlerweile nicht mehr annähernd genügend Zeit!

Hochbegabung und psychische Gesundheit

VortragDipl.-Psych. Christina Heil
02.10., 09:30 Uhr, Berta Benz

Die Verbindung von Hochbegabung und psychischer Gesundheit bzw. psychischen Erkrankungen war bereits mehrfach Gegenstand psychologischer Studien, die widersprüchliche Ergebnisse lieferten. So besagt die Harmonie-Hypothese, dass Hochbegabte psychisch besonders stabil seien, während die Dysharmonie-Hypothese genau das Gegenteil postuliert, nämlich dass Hochbegabte besonders häufig von psychischen Problemen betroffen seien. Der Vortrag erläutert die Herausforderungen der psychologischen Begabungsforschung und auf diesem Hintergrund die bisherigen Erkenntnisse zum Thema. Auch psychische Doppel- und Fehldiagnosen bei Hochbegabten sowie Besonderheiten Hochbegabter bei psychischen Erkrankungen werden exemplarisch geschildert. Des Weiteren werden mögliche begabungsbezogene Risikofaktoren für die Entstehung psychischer Erkrankungen sowie begabungsbezogene Resilienzfaktoren für die Erhaltung der psychischen Gesundheit dargestellt.

Dipl.-Psych. Christina Heil

Als Psychologische Psychotherapeutin mit dem Schwerpunkt Verhaltenstherapie bin ich seit Ende 2018 in eigener Privatpraxis in Pforzheim niedergelassen. Zuvor arbeitete ich nach meinem Psychologiestudium und meiner Therapieausbildung an der psychotherapeutischen Hochschulambulanz der Universität Tübingen. Seit dem Alter von dreizehn Jahren bin ich blind. Seit 2018 befasse ich mich persönlich und beruflich mit dem Thema Hochbegabung, bin Mensa- und MHN-Mitglied und habe in den letzten Jahren Fachartikel sowie Forschungsarbeiten zum Thema Hochbegabung in der Psychotherapie veröffentlicht, zu finden unter www.psychotherapie-heil.de/publikationen. Da die Hochbegabung einen meiner Arbeitsschwerpunkte darstellt, verfüge ich über vielfältige Erfahrung mit hochbegabten Klient*innen und bin in diesem Bereich auch regelmäßig als Referentin für Fachverbände und therapeutische Ausbildungsinstitute tätig.

"Drum Freunde reichet Euch die Hand" – Studentische Verbindungen in Vergangenheit und Gegenwart

VortragProf. Dr. Matthias Stickler
02.10., 09:30 Uhr, Carl Benz

Studentenverbindungen sind eine sehr wandlungsfähige Sozialisationsform an den Universitäten Mitteleuropas, die vom "Humboldtschen" Universitätssystem geprägt wurden. Ihre Anfänge reichen bis ins 18. Jahrhundert zurück. Waren S. anfangs v.a. Selbsthilfe- und Schutzorganisationen auf Zeit von Studenten am Ort, so wandelten sie sich im 19. Jahrhundert zu auf Dauer angelegten vereinsähnlichen, generationenübergreifenden Organisationen, die Dachverbände und damit überregionale Netzwerke ausbildeten sowie in ihrer pluralistischen Vielfalt die Studentenschaft an sich repräsentierten. Dass die S. diese privilegierte Stellung im 20. Jahrhundert verloren, hat v.a. zwei Gründe: Erstens der Rechtsruck nach 1918, der es den Nationalsozialisten leicht machte, die S. für ihre Ziele zu instrumentalisieren, was ihre Gleichschaltung und Auflösung dennoch nicht verhinderte, zweitens die Folgen der Bildungsexpansion nach 1945, die die "klassische Phase" der deutschen Universität endgültig beendete.

Prof. Dr. Matthias Stickler

Geb. 1967 in Aschaffenburg. 1986: Abitur am Karl-Theodor-von-Dalberg-Gymnasium Aschaffenburg. 1988-1993: Studium der Fächer Geschichte, Deutsch und Sozialkunde für das Lehramt an Gymnasien an der Universität Würzburg, Ablegung der Ersten Staatsprüfung. 1993-1996: Anfertigung einer Doktorarbeit. 1995-2007: Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Assistent und Oberassistent am Lehrstuhl für Neueste Geschichte der Universität Würzburg. 1997: Promotion zum Doktor der Philosophie. 2003: Habilitation, Erteilung der Lehrbefähigung und der Lehrbefugnis für das Fach „Neuere und Neueste Geschichte“, Ernennung zum Privatdozenten. 2005-2007: Lehraufträge an den Universitäten Mainz und Bonn. Seit 2008: Studiengangkoordinator („Bologna-Beauftragter“) der Philosophischen Fakultät der Universität Würzburg. 2010: Bestellung zum außerplanmäßigen Professor an der Universität Würzburg. 2011: Bestellung zum Wissenschaftlichen Leiter des Instituts für Hochschulkunde an der Universität Würzburg.

Evaluating our Friendships and Personal Community

WorkshopDr. Christian Langkamp
02.10., 09:30 Uhr, Toulon (A030)

Neben unseren Familien sagen viele Menschen dass ihre Freundschaften das Wichtigste oder eine der Wichtigsten Aspekte in ihrem Leben sind. Trotzdem wird ebenso von einer Einsamkeitsepidemie gesprochen, viele sind oder fühlen sich einsam.

Hierbei kann man sagen, dass gute Freundschaftspflege sozusagen dann direkte Einsamkeitsprophylaxe ist.

Der Workshop soll uns ermöglichen einen strukturierten Überblick über unsere Personal Community zu erhalten. Hierbei begutachten wir selber unter Anleitung mit Material (4 bedruckte A3-Bögen, wird gestellt), wer unsere Hauptfreunde sind und waren, was sie uns bedeuten, was wir ihnen bedeuten und leiten für uns ab, welche "Neujahrsvorsätze" wir uns für unsere Freundschaften für die Zukunft vornehmen wollen.

Dr. Christian Langkamp

Christian ist seit seinem Studium der Mathematik in Oxford und Wirtschaftswissenschaften in Aachen beruflich in der BASF-Gruppe in verschiedenen Funktionen in Finanzen und IT Tätig. Er beschäftigt sich aber in seiner Freizeit mit dem Thema Freundschaft und insbesondere Freundschaftspflege. Dazu hat er 2021 als Ergebnis seines Sabbaticals das Buch Practical Friendship publiziert (in der deutschen Ausgabe Freundschaft Leben). Darin vergleicht er die unterschiedlichen Verständnisse von Freundschaft welche die Philosophie, Psychologie, Soziologie oder die Self-Help-Literatur pflegt und leitet ab, wie sich Freundschaften am besten pflegen und weiterentwickeln lassen.

Systemische Fragetechniken – die richtige Frage zum richtigen Zeitpunkt

WorkshopDr. Markus Gyger
02.10., 09:30 Uhr, Windsor (A309)

Fragen sind eine scheinbar harmlose Intervention, die jedoch nicht unterschätzt werden sollte. Geschickt eingesetzt können sie den Gefragten auf neue Gedanken und Ideen bringen, tiefe Reflexionsprozesse anregen und subtil und oft unbemerkt eine Menge Inhalt transportieren. Der systemisch-konstruktivistische Ansatz geht davon aus, dass wir einen großen Teil unserer Wirklichkeit durch unsere Kommunikation konstruieren. Fragen haben die Macht, diese Konstruktionen zu verändern. Nicht umsonst zählen in allen Formen der systemischen Beratung Fragetechniken zum wichtigsten Handwerkszeug. Auch in anderen Kontexten wie etwa bei der Moderation, in Verhandlungen oder zur Konfliktklärung ist ein gutes Gespür für die richtige Frage zu richtigen Zeitpunkt unerlässlich.

In diesem Workshop werdet ihr mit einigen Fragetechniken aus dem Werkzeugkoffer des systemischen Coachings vertraut gemacht. Ziel ist es, durch Input, Übungen und Reflexion das Gespür für Fragen und deren Wirkung zu erweitern.

Dr. Markus Gyger

Wieso arbeitet ein promovierter Biophysiker als Kommunikationstrainer und systemischer Businesscoach? Schon währen des Studiums nahm Markus Gyger an zahlreichen Moderationsausbildungen teil und engagierte sich in verschiedenen Bildungsprojekten an Schulen und Berufsschulen. Während der Promotion schlug der dann die Brücke zwischen seiner wissenschaftlichen Ausbildung und seinem ehrenamtlichen Engagement. Er spezialisierte sich auf Angebote für Menschen mit naturwissenschaftlich-technischem Hintergrund: Wie können Meetings so gestaltet werden, dass etwas dabei herauskommt? Wie organisiere ich mich so, dass ich die wichtigen Dinge auf die Reihe bekomme? Wie können Inhalte so kommuniziert werden, dass sie die Zuhörenden wirklich erreichen? Bei der Mind-Akademie ist er seit 2007 dabei und hat an jeder Akademie mit Workshops und Vorträgen, Moderationen oder im Orgateam mitgewirkt.

Mehr Informationen unter: www.gyger-training.de

Persönliche Verbindungen: über die Zukunft von Demokratie ohne gemeinsame Wahrheit

VortragDr. Davoud Taghawinejad
02.10., 10:00 Uhr, Toulon (A030)

Vor der Verbreitung von sozialen Medien – als wir noch einige wenige Nachrichtensendungen sahen und es eine überschaubare Anzahl von überregionalen Zeitungen hatten – gab es eine „gemeinsame Wahrheit“. Während die Interpretation der gemeinsamen Wahrheit je nach Weltanschauung unterschiedlich war, hat die Mehrheit in der Regel an dieselben Fakten geglaubt.

Seit dem Advent der sozialen Medien zersplitterte nicht nur die Interpretation der gemeinsamen Wahrheit, sondern unterschiedliche Teile der Gesellschaft haben unterschiedlichen Wahrheiten: Verschiedene Gruppen der Gesellschaft glauben an verschiedene Fakten.

Durch Dialog hat Demokratie mit einer gemeinsamen Wahrheit, trotz unterschiedlichen interpretationen funktioniert. Wenn wir jedoch keine gemeinsame Wahrheit haben, funktioniert das nicht mehr. Dies ist eine existentielle Gefahr für die Demokratie.

Dieser Vortrag zeigt auf, wie wir durch persönliche Verbindungen und yperlokalität wieder zu gemeinsamen Wahrheiten finden können.

Dr. Davoud Taghawinejad

Davoud ist Data Science und Modeling Practice Leader bei Whiteshield, einer globalen Politikberatungsfirma. Er ist Ökonom mit 10 Jahren Erfahrung in Politikberatung und Politikmodellierung, mit Projekten in Arbeitsmarktökonomie, Arbeitsmarktnationalisierung, Bildungspolitik und Modellierung von globalen petrochemischen Lieferketten.

Am Massachusetts Institute of Technology hat Davoud ein Projekt zur Saudisierung des saudi-arabischen Arbeitsmarkts geleitet. Das Model wurde der Regierung als Regulierungssimulator-App zur Verfügung gestellt.

Beim Joint Research Center der Europäischen Kommission (2016) und bei den Vereinten Nationen (2020) ist Davoud Experte für E-governance und modellbasierte Gesetzes- und Regulierungsentwicklung.

Unter anderem publizierte Davoud zu Konjunkturzyklen, Netzwerkeffekten von Zentralbankinterventionen und Computermodellierung in der Volkswirtschaftslehre.

Mathematik in Kunst und Musik

VortragProf. Jürgen Richter-Gebert
02.10., 11:00 Uhr, Berta Benz

Mathematik ist eine schöne Wissenschaft. Leider erschließt sich diese Schönheit nicht immer sofort. Um die Ästhetik mancher Gleichungen wahrzunehmen, muss man nicht selten einige Hintergründe verstehen. Anders wird die Situation, wenn die Mathematik zur Grundlage des ästhetischen Gestaltens wird, wenn sich logische Strukturen in räumlichenn Körpern, regelmäßigen Ornamenten, interessanten Rhythmen oder Tonfolgen manifestieren. Hier spricht oft die innere logische Schönheit durch das Objekt und wird direkter zugänglich (zumindest als ästhetischer Reiz).

Der Vortrag berichtet von dem Abenteuer Software und Apps zu schreiben, die dem mathematischen Laien den Brückenschlag von Mathematik zu Kunst und Musik ermöglichen. Nicht selten sind bei der Erstellung der Software selbst Probleme zu lösen, mathematische, gestalterische und psychologische. Der Vortrag ist angereichert mit vielen Software Demostrationen, Visualisierungen und Klangbeispielen.

Prof. Jürgen Richter-Gebert

Studium Mathematik and der TU Darmstadt, Promotionen 1992 an der TU Darmstadt und KTH Stockholm. Habilitation 1996 an der TU Berlin, Assistenzprofessur für Informatik 1997-2001 ETH Zürich. Lehrstuhl für Geometrie und Visualisierung TU München seit 2001. Forschungsgebiete: Dynamische, projektive und kombinatorische Geometrie, Visualisierung, geometrische Invariantentheorie, computergestützte Mathematik. Großes Engagement für Wissenschaftskommunikation für die Öffentlichkeit. Wichtige Preise und Auszeichnungen: Deutscher Bildungssoftwarepreis (2000), European Academic Software Award (2001), MedidaPrix (2008), Ars Legendi Preis der Hochschulrektorenkonferenz und des Stifterverbands (2011), Communicator Preis von DFG und Stifterverband (2021). Entwicklung zahlreicher Apps und Softwareprojekte.

Fantastische Steckverbinder (und wo sie zu finden sind)

VortragJohannes Frielingsdorf
02.10., 11:00 Uhr, Carl Benz

In der Verbindungstechnik gibt es unzählige Arten und Weisen, wie Energie oder Daten übertragen werden können. Und hinter den mechanischen Lösungen verbergen sich sehr oft interessante Probleme und Anwendungen.

Elektrische Verbindungstechnik ist in unserer Welt so omnipräsent, dass man sie oft als gegeben hinnimmt und gar nicht genauer fragt, warum Steckverbinder eigentlich so funktionieren, wie sie das tun. Heteronormativ, male <> female. Welche Grundkonzepte gibt es, und was sind die Ideen dahinter?

Doch das eigentlich Spannende sind ja die Dinge, die seltener vertreten sind, vor allem in einem Feld, in dem viel genormt ist und noch mehr nur als 'Industriestandard' existiert. Und so sind die interessantesten Steckverbinder oft die, die nicht in die üblichen Kategorien passen, warum auch immer.

Johannes Frielingsdorf

Johannes Frielingsdorf ist ein Elektroniker aus Leidenschaft. Wenn er nicht an der TH Köln am Laserradar bastelt, die Technik bei einer Veranstaltung betreut oder Wetterballons an die Grenze des Weltalls schickt, arbeitet er wahrscheinlich an seinem Smart Home oder einer anderen Idee, die man mit einer Platine, elektronischen Bauelementen und Lötzinn realisieren kann.

Grüner Wasserstoff in der Energiewende – Verbindungen der Elemente und der Wirtschaft

VortragThomas Regier
02.10., 14:00 Uhr, Berta Benz

Strom aus Wasserstoff (H2) und das H2-Auto sind wohl zwei der meistgenannten und -bekannten H2-Anwendungen.

Strom aus H2 wird aber vermutlich erst dann eine bedeutende Rolle spielen, wenn bereits 70-80 % der anderen Wasserstoffanwendungen weitgehend CO2-neutral umgesetzt wurden. Es gibt gute Gründe anzunehmen, dass das H2-Auto auch zukünftig eine Nischen-Anwendung für seltene Spezialfälle bleibt.

Warum ist das so? Welche Anwendungen für grünen H2 sind besonders wichtig? Und wie könnte eine weltweit vernetzte Wasserstoff-Wirtschaft funktionieren? Dies sind Fragen, die sich nur mit Informationen zum Hintergrund und zur Datenlage beantworten lassen.

Vielleicht wird H2 wichtiger sein, als viele heute annehmen, und trotzdem ohne teure Spezialschiffe auskommen. Und möglicherweise sind einige weitverbreitete Argumente für oder gegen Wasserstoff zwar zutreffend, aber eigentlich nebensächlich.

Thomas Regier

Thomas Regier studierte Wirtschaftswissenschaften (B.A.) sowie Mathematik (Diplom) an der Universität Bielefeld mit den Nebenfächern Psychologie und Philosophie.

Seit 2010 befasst er sich beruflich mit Analysen, mathematischen Modellen und künstlicher Intelligenz im Rahmen fächer- und branchenübergreifender Thematiken.

Im Jahr 2020 begann er mit der Arbeit für eine Firma, die hohen Anspruch und Werte optimal für ihn vereinte: mit dem primären Ziel, den CO2-Ausstoss (von Bestandsimmobilien) zu reduzieren.

Thomas Regier lebt in Berlin, Mannheim und Las Palmas de Gran Canaria.

Wieviel Glück braucht es, dass es uns gibt?

VortragProf. Kathrin Altwegg
02.10., 14:00 Uhr, Carl Benz

Ende März hat die NASA angekündigt, dass der 5000ste Planet ausserhalb des Sonnensystems entdeckt wurde. Man schätzt allerdings die Zahl der Planeten im Universum auf weit mehr als 10^22. Warum haben wir dann die andern noch nicht gehört? Wo bleiben die Aliens? Wieviel Glück braucht es, dass es uns gibt? Eine kurze Geschichte des Universums, des Sonnensystems und des Lebens auf unserem Planeten bringt einige Antworten auf diese Fragen. Wie lange das Glück noch anhält, liegt in unseren Händen, aber nicht nur. Dieser Vortrag soll einige Denkanstösse zu uns Menschen und unserem astronomischen Umfeld geben.

Prof. Kathrin Altwegg

Kathrin Altwegg wollte ursprünglich Archäologin werden. Ihre Matura legte sie 1970 am Gymnasium in Solothurn ab. Dann nahm sie das Studium der Physik an der Universität Basel auf und war dort die einzige Frau in ihrem Jahrgang. 1980 doktorierte sie an der Universität Basel bei der Physikprofessorin Iris Zschokke. Sie arbeitete zwei Jahre in der Abteilung für Physik und Chemie als Postdoc an der University of Technology, Design and Architecture in New York. 1982 wurde sie an der Universität Bern Mitglied der Forschungsgruppe von Hans Balsiger im Bereich Weltraumforschung und Planetologie. Dort befasste sie sich mit dem Bau des Ion Mass Spectrometer (IMS), einem Instrument der Raumsonde Giotto für die Erforschung des Kometen Halley. 1996 vollendete sie ihre Habilitation im Fachbereich Sonnensystem. Im selben Jahr wurde sie Chefin des Projekts Rosina, das die Erforschung des Kometen Churyumov-Gerasimenko zum Ziel hat. Das Projekt umfasste mehrere Instrumente für die Sonde Rosetta.

Walk the talk 2023 – Babyboomers guide to digital communication

VortragStefan Puchta
02.10., 14:00 Uhr, Toulon (A030)

Bedürfnisse, Erwartungen, Beziehungen, Reize, Inhalte.... Viele Aspekte spielen in der Kommunikation ein Rolle.

Nach welchen Kriterien soll ich nur bei der Auswahl von Kommunikationsformen vorgehen?

Ich zeige einige provokante Thesen zur beruflichen und privaten Kommunikation in der Gegenwart und hoffe, mit dem Publikum eine fruchtbare Diskussion anzustoßen.

Stefan Puchta

Autodidakt und Akademiker: Vom Computerkid zur Business-IT-Schnittstelle eines Weltkonzerns in 40 Jahren.

Meinen Abschluss in Informatik habe ich sehr spät gemacht und sie spielt auch jetzt nur eine Nebenrolle.

Mich selbst würde ich als Pragmatiker mit konzeptionellen Anspruch bezeichnen.

1966 geboren, kenne ich die Beziehungen zwischen Menschen in vielen Varianten und aus vielen Perspektiven. Aus dem Amusement und den Schmerzen, mich selbst und andere bei Missverständnissen zu beobachten, ist eine private Obsession erwachsen: Ich denke ständig drüber nach, wie man Kommunikation gestalten sollte...

Die Epidemic Risk Markets Plattform: Verbindungen, um die wirtschaftliche Resilienz gegenüber Pandemien zu erhöhen

VortragDr. Gunther Kraut
02.10., 14:00 Uhr, Windsor (A309)

Die aktuelle COVID-19-Pandemie verursachte einen erheblichen Schock für die Weltwirtschaft. Wie die Forschung zeigt, werden pandemische Krankheitsausbrüche in Zukunft immer häufiger auftreten und immer größere Auswirkungen haben. Dieser Vortrag befasst sich mit der Frage, wie ein Finanzökosystem geschaffen werden kann, das gegenüber künftigen Epidemien widerstandsfähiger ist und die individuellen finanziellen und wirtschaftlichen Auswirkungen minimiert. Grundlegende Hürden der Versicherbarkeit verhindern die Bereitstellung von ausreichender Kapazität für Versicherungslösungen, um das Ausmaß potenzieller wirtschaftlicher Verluste zu bewältigen. Davon ausgehend wird eine Marktplattform für Risikotransformation beschrieben, die eine breitere Beteiligung von Kapazitätsanbietern ermöglicht. Aufbauend auf einem Spezialrisiko-Marktsegment wird im Weiteren analysiert, wie Regierungen zusammen mit privatwirtschaftlichen Investoren zu einer beschleunigten Industrialisierung beitragen können.

Dr. Gunther Kraut

Während seines Studiums der Finanz- und Wirtschaftsmathematik and der TU München war Gunther ebenfalls intensiv mit dem Aufbau des MHNs beschäftigt, das er mitgegründet hat. Seine akademische Ausbildung hat er mit einem postgradualen Wirtschaftsabschluss und einer Promotion in Risikomanagement und Versicherung vervollständigt.

Mittlerweile ist Gunther ein erfahrener Rückversicherungsexperte und als Global Head of Epidemic Risk Solutions bei Munich Re tätig. Bereits 2013 hat er das erste Pandemierisiko-Retrozessionsprogramm von Munich Re strukturiert und neben anderen Tätigkeiten schließlich die aus einem Innovationsprojekt hervorgegangene Geschäftseinheit Epidemic Risk Solutions mit sowohl Preisgestaltungs- als auch Zeichnungsverantwortung und einem globalen Mandat initiert. Das Produktspektrum der Einheit umfasst Betriebsunterbrechungsversicherung, Lebensrückversicherung, PPP-Lösungen und Risikoplatzierung an den Kapitalmärkten.

Gunther lebt inzwischen in Singapur.

Mensa-IQ-Test

WorkshopJoachim Degner
02.10., 15:30 Uhr, Windsor (A309)

Beim Mensa-Intelligenztest handelt es sich um einen normierten, wissenschaftlich fundierten IQ-Test, der verschiedene Bereiche der Intelligenz, unter anderem Sprach- und Zahlenkompetenz, Gedächtnisleistung und räumliches Vorstellungsvermögen abprüft. Für die Teilnahme am Test sind sehr gute Deutschkenntnisse erforderlich, damit die Aufgaben sicher und schnell verstanden werden.

Anmeldung unter https://db.mensa.de/edetail?mpn=Tests&eid=4734306700002

Joachim Degner

Joachim Degner war Planungs-Ingenieur bei einem großen Industrie-Roboter-Hersteller in Augsburg, ist aber seit Mitte 2022 im Vorruhestand (ATZ).

Er ist Mensa-Mitglied seit 1986.

Mensa-IQ-Test (sprach- & kulturfrei)

WorkshopJoachim Degner
02.10., 17:45 Uhr, Windsor (A309)

Beim sprach- und kulturfreien Mensa-Intelligenztest handelt es sich um einen normierten, wissenschaftlich fundierten IQ-Test, der Intelligenz sprach- und kulturfrei abprüft. Für die eigentliche Testdurchführung sind keine Sprachkenntnisse erforderlich; allerdings erfolgen die Erklärungen zur Durchführung des Tests auf Deutsch und/oder Englisch. Falls dies nicht ausreicht, kann der Testteilnehmer für die Erklärungen einen Sprachmittler/Dolmetscher mitbringen.

Anmeldung unter https://db.mensa.de/edetail?mpn=Tests&eid=4734406700002

Joachim Degner

Joachim Degner war Planungs-Ingenieur bei einem großen Industrie-Roboter-Hersteller in Augsburg, ist aber seit Mitte 2022 im Vorruhestand (ATZ).

Er ist Mensa-Mitglied seit 1986.

Nationale Identität(en) in griechischen Schulliedern des neunzehnten und frühen zwanzigsten Jahrhunderts

VortragM.A. C. Ersin Mihci
03.10., 09:30 Uhr, Berta Benz

Griechenland widmete sich nach seiner Unabhängigkeit der Aufgabe eine eigene, nationale Identität zu schmieden. Dieser Prozess stellte sich jedoch als überaus komplex heraus, da bei der neuen kulturellen Ausrichtung verschiedene Herangehensweisen aufeinandertrafen. Die Frage, wie nun die neu-griechische Identität auszusehen habe, spiegelte sich auch in der Musikkultur Griechenlands wider. Dies galt insbesondere für den Musikunterricht an Schuleinrichtungen, wo das zukünftige nationale Kollektiv herangebildet wurde. Dieser Vortrag möchte anhand von griechischen Schulliedern Beispiele des Identitätsdiskurses präsentieren und zeigen welchen Modellen und Konzepten sie folgten. Der erste Teil des Vortrages wird sich auf westeuropäische Modelle konzentrieren, die in griechische Schulliedanthologien Anwendung fanden. Der zweite Teil des Vortrages wird der Frage nachgehen, warum diese Modelle sich aufgrund der sozial-politischer Realität im 20. Jahrhundert nicht durchsetzten.

M.A. C. Ersin Mihci

Ersin Mıhçı studierte Musikwissenschaften und spanische Literaturwissenschaften an der Universität Heidelberg und schloss sein Studium 2011 mit dem Magister Artium ab. Er steht kurz davor seine Dissertationsschrift „Forging national music on both sides of the Aegean in the 19th and 20th centuries” im Rahmen des Graduate Programme for Transcultural Studies (GPTS) am Cluster of Excellence Asia and Europe in a Global Context abzuschließen. Er hielt Vorträge an internationalen Konferenzen und unternahm längere Forschungsaufenthalte in Griechenland und am Orient-Institut Istanbul.

Seit 2015 ist er als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Editionsprojekt Corpus Musicae Ottomanicae tätig.

Beziehungstatus Mensch – Maschine: Selbstbestimmung als neue Herausforderung

VortragClarissa Henning
03.10., 09:30 Uhr, Carl Benz

Verbindungen – wir sind permanent verbunden, mit und durch Maschinen. Kommunikation ist heute nicht mehr (nur) als Sprache, Schrift oder Bild zu verstehen, sondern vornehmlich als Datenübertragung. Wir sind und fühlen uns nicht mehr nur verbunden mit anderen Menschen, sondern auch mit digitalen Diensten. Wir sprechen mit Alexa, Pepper oder Siri, die uns 24/7 begleiten. Mittels unserer Daten geben wir mehr über unsere Persönlichkeit preis, als wir selbst über uns wissen. Wer dieses Wissen wofür nutzt, können wir nicht überblicken. Denkt man an datengetriebene Zukunftstechnologien, bergen diese großes Potenzial zur Verbesserung unseres individuellen Lebens und zur Lösung gesellschaftlicher Probleme: (Teil-)Autonom fahrende Fahrzeuge, Pflegeroboter oder auch "nur" der Fitnesstracker an unserem Handgelenk. Warum wir dennoch die Möglichkeiten von digitalen Diensten mitgestalten sollten, damit wir neben den Potenzialen auch unsere (informationelle) Selbstbestimmung sichern.

Clarissa Henning

Clarissa Henning ist seit Februar 2020 Referentin für Datenethik und Digitalkompetenz beim Landesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Baden-Württemberg. Seit Dezember 2020 ist sie persönliche Referentin des Landesbeauftragten Dr. Stefan Brink.

Zuvor war Clarissa Henning Wissenschaftliche Mitarbeiterin mit geschäftsführenden Tätigkeiten im Institut für Digitale Ethik (IDE) an der Hochschule der Medien (HdM) Stuttgart.

Ihr Magisterstudium der Neueren Deutschen Literatur- und Medienwissenschaft (HF), Psychologie und Älteren Deutschen Literatur- und Sprachwissenschaft (NF) schloss Clarissa Henning 2007 an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel ab.

Sie ist seit Jahren nebenberuflich als Lehrbeauftragte tätig. Ihre Arbeits- und Forschungsschwerpunkte sind Privatsphäre und Datenschutz, Privacy und Ethics by Design, Mediensemiotik (audio-visuelle Medien), Digitale Ethik (Mediennarrative, Big Data, Mensch-Maschine-Interaktion).

Wie 2001 alles begann und wie alles weiterging – die Geschichte des MHN

WorkshopAlexander Scivos
03.10., 09:30 Uhr, Toulon (A030)

Wir wollen uns gemeinsam mit euch interaktiv an 20 Jahre MHN und Mind-Akademie erinnern.

Wie entstand die Idee zum Mind-Hochschul-Netzwerk MHN?

Welche Schwierigkeiten mussten wir zu Beginn und im weiteren Verlauf umschiffen?

Was waren unsere "Erfolgsfaktoren" und "Fallstricke" bei der Weiterentwicklung des Netzwerks und was könnt ihr daraus möglicherweise für andere Netzwerke und ehrenamtliche Projekte lernen?

Was waren die besonderen Highlights und Tiefpunkte in 20 Jahren?

Und wie kann es weitergehen?

Ihr könnt als Teilnehmer des Workshops eure eigenen Erinnerungen einbringen und dadurch das Gesamtbild anreichern, das wir vom dynamischen Projekt zeichnen. Natürlich seid ihr auch willkommen, wenn ihr einfach nur neugierig auf die Phasen seid, die ihr verpasst habt.

Alexander Scivos

Alexander Scivos, geboren 1972 bei Stuttgart, studierte in Freiburg (Deutschland), Moskau (Russland) und Hamilton (Kanada) Biologie, Philosophie, Informatik und Mathematik. Er hat ehrenamtlich als Kursleiter für Improvisationstheater und im Softskill-Bereich (Entscheidungsfindung, Projektmanagement, Moderation) gearbeitet und verdient sein Geld als Schulungsreferent bei SAP.

2001 gründete er mit Cornelia Plöger, Gunther Kraut und Davoud Taghawi-Nejad das MinD Hochschul Netzwerk (MHN).

Er war mehrere Jahre lang in der Organisation des MHN und der MIND-AKADEMIE (jetzt Mind-Akademie) beteiligt und ist Mensa-Ehrenmitglied.

Symbole und Rituale der Freimaurer – Ihr Beitrag zur offenen Gesellschaft

VortragProf. Dr. Klaus-Jürgen Grün
03.10., 11:00 Uhr, Berta Benz

Der Vortrag zeigt anhand der Symbole und Rituale der Freimaurer, dass wir selbst durch die Rollen, die wir im alltäglichen Leben spielen, nicht anders funktionieren wie eine Inszenierung im Theater und die Lebenswirklichkeit der Menschen in der Weise entsteht, wie wir als Akteure und Ensembles eine offene Zukunft gestalten.

Wir erwarten stets, dass das Denken etwas erkennt, was schon da ist. In der Freimaurerei begegnen wir Symbolen und Ritualen, die uns damit vertraut machen, dass es in der Welt der Menschen anders vor sich geht. Während in der Liturgie der christlichen Kirchen der Glaube vorherrscht, dass die Inszenierung – Gebete, Wandlungen, Taufen, Erlösung – zugleich der Vollzug der Sache ist, trennt die Freimaurerei die Inszenierung von der Sache selbst. Sie erzeugt dadurch das Bild eines Menschen und einer Gesellschaft, das nur im Vollzug der Rituale seine Wirklichkeit hat – mit der Hoffnung, dass die Wirklichkeit dem in weiter Zukunft einmal ähnlich werden könnte.

Prof. Dr. Klaus-Jürgen Grün

Klaus-Jürgen Grün ist freischaffender Wissenschaftler und außerplanmäßiger Professor für Philosophie an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Er hat neben Philosophie, Geschichte und Mathematik auch Geschichte der Naturwissenschaften studiert. In seinem Philosophischen Kolleg für Führungskräfte (www.philkoll.de) werden die Bewegungsmuster der Anpassung und der Kritik, des falschen Denkens und der gefährlichsten Lehren offengelegt. Seine Teilnehmer erfahren die Herausforderung, ihre letzten Prämissen zur Diskussion zu stellen und die Angst vor dem Verlust tröstender Ideologien zu kontrollieren. Im Sommer 2003 wurde er als Gründungsmitglied Vizepräsident des Ethikverbands der deutschen Wirtschaft e. V. Klaus-Jürgen Grün ist seit 1993 Freimaurer und hat dort neben seinen Ämtern zumeist im Zusammenhang mit Freimaurerforschung verschiedene Beiträge und Bücher publiziert.

Digitale Vernetzung, Abhängigkeit und Souveränität: Sollten wir beunruhigt sein?

VortragProf. Dr.-Ing. Ulrich Greveler
03.10., 11:00 Uhr, Carl Benz

Die digitale Welt ist vielschichtig vernetzt: IT-Systeme, Dinge und Geräte, Clouds, menschliche Kommunikation und Wissens-Repositorien. Diese soziotechnische Entwicklung ist nicht aufzuhalten, jedoch weiterhin zu gestalten und zu regulieren. Vernetzung wird zur unverzichtbaren Infrastruktur, ihre Kontrolle und Bewirtschaftung werden trotz Ortsunabhängigkeit zum geopolitischen Machtfaktor. Wie abhängig sind wir als Individuum, Gruppe, Gesellschaft, Industrie oder Ökonomie von dieser Infrastruktur, die weit über Leitungsbetrieb hinausgeht? Müssen wir uns hier vor neuen Gegnern oder alten Freunden schützen? Benötigen wir regionale oder europäische Souveränität? Gibt es den Plan B, wenn globale Vernetzung versagt? Oder verwenden wir längst selbst organisierende Strukturen, die als Aufbauorganisation unzerstörbar sind, da sie Ausfälle kompensieren und ständig neue Verknüpfungen hervorbringen?

Die präsentierten möglichen Antworten könnten beunruhigen oder entspannen. Finden wir es heraus.

Prof. Dr.-Ing. Ulrich Greveler

Ulrich Greveler studierte in Gießen und Reading (UK) Mathematik und Informatik, arbeitete sechs Jahre in der Industrie im In- und Ausland, bevor er als Wissenschaftler an die Ruhr-Universität nach Bochum wechselte. Seit 2012 lehrt er Informatik mit dem Schwerpunkt IT-Sicherheit an der der Hochschule Rhein-Waal. Sein besonderes Interesse gilt datenschutzfördernden Technologien und dem Spannungsverhältnis zwischen Privatsphäre und digitaler Vernetzung. Ein persönliches Motto ist: „Immer der Erste am Buffet!“

 

Programm der Mind-Akademie 2021 - Wandel

Neu auf der Akademie

SonstigesOtmar Seckinger
23.09., 15:30 Uhr, Benz

Diese Veranstaltung ist für alle, die zum ersten Mal bei der Akademie sind. Neben einer Übersicht über wichtige Regeln und Verhaltensweisen soll es auch dazu dienen, sich mit anderen Teilnehmenden zu vernetzen. Es ist auch ein Ort um Fragen zu stellen und ggf. Ideen einzubringen.

Das Ganze wird sehr interaktiv Ablaufen und nur einen kleinen Teil Frontal-Vortrag beinhalten. (Hinweis: Je nach Anzahl kann es sein, dass dadurch auch Momente entstehen, wo es etwas lauter im Raum wird).

Otmar Seckinger

Seit der ersten Akademie 2002 ist Otmar Seckinger in MHN in verschiedensten Rollen aktiv gewesen und immer wieder aktiv. Die Offenheit für neue Menschen und neue Ideen zeichnen ihn dabei besonders aus. Nach Medieninformatik und Psychologie studiert er gerade im Drittstudium Rechtswissenschaften. Beruflich ist er als Scrum Master und Projektleitung im Bereich der neuen Mobilität (Carsharing, Bikesharing, ÖV,...) unterwegs.

Pierre Schaeffer und Grandmaster Flash: Wie sich Klänge in Musik umwandeln

VortragMisagh Azimi
23.09., 15:30 Uhr, Toulon (A030)

„There is Music in Every Sound“ sagte 1841 der amerikanische Schriftsteller und Philosoph Henry David Thoreau. Aber sind alle Klänge Musik? Aus der Sicht der Physik sind Klänge lediglich Schallwellen und die Wahrnehmung eines Klangs als „Musik“ beruht eher auf Psychologie und dem kulturellen und gesellschaftlichen Kontext.

Von Musique concrète und Kölner Schule bis zu Hip-Hop und heutiger Popmusik, seit Jahrzehnten und mittlerweile ganz selbstverständlich werden Rauschen, Sinustöne, Feldaufnahmen, Samples und alltägliche Klänge eingesetzt, wie es z.B. im musikalischen Empfinden des 19. Jahrhunderts kaum vorstellbar gewesen wäre. Physikalische Erkenntnisse und technischer Fortschritt haben unsere Vorstellung von Klang und Musik grundlegend verändert. Die zentrale Frage ist: Wann und wie wandeln sich Klänge in Musik um?

Misagh Azimi

Der deutsch-iranische Komponist und Musikproduzent Misagh Azimi (*1988) studierte Integrative Komposition M.Mus. und Populäre Musik M.Mus. an der Folkwang-Universität der Künste in Essen. Seine Video- und Musikkompositionen wurden im In- und Ausland auf verschiedenen Festivals dargeboten, Aufführungen u.a. an der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf, Stadttheater Osnabrück und University of Greenwich in London. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit erteilt er seit 2019 Unterricht zum Themenkomplex elektronische und digitale Medien für Performance und künstlerische Selbstdarstellung im digitalen Raum u.a. an der Folkwang-Universität der Künste und der Musikhochschule Saarbrücken.

Alles ändert sich und bleibt doch gleich - Erleben und Verhalten aus evolutionspsychologischer Sicht in Zeiten des Wandels

VortragProf. Dr. habil. Benjamin P. Lange
23.09., 15:30 Uhr, Windsor (A309)

Die Evolutionspsychologie stellt eine aufstrebende Disziplin innerhalb der Human-, Verhaltens- und Sozialwissenschaften dar. Sie erklärt menschliches Verhalten und Erleben aus selektionistischer Perspektive mit Blick auf die Phylogenese des Menschen im Pleistozän. Im Kern stehen die sog. ultimaten Ursachen, d. h. die Funktionen von Erleben und Verhalten für das Überleben und Reproduktion unserer Vorfahren. Bestimmte Erlebens- und Verhaltensweisen ließen diese überhaupt erst zu unseren Vorfahren; wir als deren Nachfahren verfügen – mittels genetischer Transmission – ebenfalls über die entsprechenden Merkmale.

Welche Bedeutung hat die Evolutionspsychologie für unser modernes Leben? Hat sich der Mensch nicht von der Steinzeit emanzipiert? Vor allem stellt sich die Frage, wie die Evolutionspsychologie, die universale menschliche Eigenschaften und deren Stabilität zu postulieren scheint, in Zeiten von Vielfalt und Wandel überhaupt helfen kann, uns als Menschen besser selbst zu verstehen.

Eingefroren am Nordpol - Expedition zum Epizentrum des Klimawandels

VortragProf. Dr. Markus Rex
23.09., 20:00 Uhr, Benz

Es war die größte Artkisexpedition jemals. Im Oktober 2019 ließ sich der Forschungseisbrecher Polarstern fest in das arktische Meereis einfrieren, um nur mit der Kraft der natürlichen Eisdrift ein ganzes Jahr durch die zentrale Arktis zu driften. Unterstützt von sechs weiteren Schiffen sowie Flugzeugen und Hubschraubern ist dabei erstmals die direkte Umgebung des Norpols im Winter mit einem modernen Forschungseisbrecher erreicht worden. Trotz extremer Kälte, arktischen Stürmen, einer sich ständig verändernden Eislandschaft und den ungeahnten Herausforderungen durch die Corona-Pandemie erforschten sie den Nordpol genauer als je zuvor und erreichten bahnbrechende Beobachtungen der Klimaprozessen in der zentralen Arktis. Sie werden damit das Klimasystem besser verstehen und vorhersagen können. Projekt- und Expeditionsleiter Markus Rex berichtet vom dramatischen Klimawandel in der Arktis und gibt einen Einblick in den Ablauf und die ersten Ergebnisse dieser einzigartigen Expedition.

Prof. Dr. Markus Rex

Prof. Dr. Markus Rex, Jahrgang 1966, ist ordentlicher Professor an der Universität Potsdam und leitet die Atmosphärenforschung am Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung. Der gebürtige Braunschweiger studierte in an der Carolo-Wilhelmina-Universität Braunschweig und an der Georg-August-Universität Göttingen Physik, Geophysik und Meteorologie und legte 1993 sein Diplom in Physik ab. Nach der Promotion 1997 an der Freien Universität Berlin führten ihn berufliche Stationen an das Jet Propulsion Laboratory (JPL) der National Aeronautics and Space Administration (NASA) und des California Institutes of Technology, an die University of Canterbury in Christchurch, Neuseeland und an das Alfred-Wegener-Institut in Potsdam. Er habilitierte sich 2013 an der Universität Bremen und wurde für seine Arbeiten im Bereich der polaren Klimaforschung vielfach ausgezeichnet. Zurzeit leitet er das MOSAiC-Vorhaben, welches die größte Arktisexpedition jemals zum Mittelpunkt ha

Schafhaltung im 21. Jahrhundert - Historie & Zusammenhänge

VortragKarin Hohrein
23.09., 20:00 Uhr, Toulon (A030)

Schafe begleiten uns seit tausenden von Jahren und doch hat sich sehr viel geändert in den letzten 200 Jahren. Die Schafhaltung wird für die Schäfer immer schwieriger und doch sind sie für den Erhalt unserer Landschaften so wichtig. Von Deichen über Insekten bis zu den Almwiesen in den Alpen spielen sie wichtige Rollen und machen einen nachhaltigen Umweltschutz nebenbei auch effektiv. In Zeiten des Klimaschutzes lohnt es sich auch hier wieder regional zu denken. Schafswolle hat viele gute Eigenschaften und kommt ohne Plastik aus.

Es gibt ein paar innovative Unternehmen, die bereit waren mir Fühlproben zur Verfügung zu stellen, so dass ich im Anschluss an den Vortrag anbieten kann auszuprobieren, wie rauh einheimische Wolle wirklich ist. Alle Unternehmen produzieren regional.

Karin Hohrein

Karin Hohrein ist Steuerfachangestellte und Betriebwirtin. Wolle begeistert sie seit sie 12 ist. Seit 2008 ist noch das Handspinnen von Wolle dazugekommen. Schnell keimt das Interesse für heimische Schafrassen und deren Verarbeitung auf. Durch Kontakte zu Schäfern dann die Erkenntnis, das einheimische Wolle kaum noch verwendet wird und die Beschäftigung mit den Ursachen und Wechselwirkungen. Meine Mission ist, dass dieser nachwachsende Rohstoff wieder mehr benutzt wird und damit auch unsere Landschaften erhalten und geschützt werden.

Icebreaker

SonstigesJürgen Gäb
23.09., 21:30 Uhr, Benz

Ganz neu und vor allem neugierig auf der Mind-Akademie? Oder schon „alter Hase“, aber gespannt, wer neu dazugekommen ist? Beim Icebreaker bist du richtig!

Kennenlernrunden, erste kontakte Knüpfen, Bekanntenkreis ausweiten – neue Leute treffen ist hier Programm! Gerade für die eher Zurückhaltenden ist der Icebreaker DIE Veranstaltung am Auftaktabend, um Anschluss zu finden.

Wie man Konflikte eskaliert und dabei den größtmöglichen Schaden anrichtet

VortragDr. Jürgen von Oertzen
24.09., 09:30 Uhr, Berta Benz

Eigene Konflikte eskalieren, fremder Leute Konflikte anheizen – das kannst Du schaffen!

Wir müssen Konflikte nicht hilflos über uns ergehen lassen. Konflikttheoretisch fundiert, vor allem aber praktisch anwendbar, will ich mit Euch in dieser Vortrags-Workshop-Kombi zusammentragen, was wir tun können, um Konflikte zu verschlimmern und den größtmöglichen Schaden anzurichten, nicht nur für die Sache, um die es (anfangs) ging, sondern auch für die Beziehung untereinander.

Ich werde Beiträge der Mediationswissenschaft vorstellen und Ihr bringt Eure Methoden der Eskalation ein, um auf neun Eskalationsstufen Konflikte zur Explosion zu bringen und die drei uralten instinktiven Reaktionen (Flucht, Totstellen, Kampf) zu wecken.

Und natürlich, irgendwie habe ich dann die Hoffnung, dass es uns doch gelingt, den Spieß wieder umzudrehen: Wie wir Konflikte erkennen und gezielt deeskalieren können – ohne Aufgeben und ohne (Rosen-)Krieg.

Eure Fragen und Inputs sind willkommen!

Dr. Jürgen von Oertzen

Jürgen von Oertzen studierte Physik, Politik und Mediation (in dieser zeitlichen Reihenfolge, aber mit umgekehrter Ernsthaftigkeit), war einige Jahre in der Wissenschaftswelt unterwegs (Uni Hamburg, Uni Kingston-Upon-Hull, TU Dresden, Uni Halle) und ist seit 2005 mit Leib und Seele Mediator und Konfliktmanager (seit 2010 auch Mediationsausbilder) im Mediationsbüro Einigungshilfe. Er ist etwas empfindlich auf irrationale Politik (Corona!) und daher seit 2020 politisch grün aktiv.

Acroyoga - Einführung und Inspiration für Anfänger

WorkshopThomas Regier
24.09., 09:30 Uhr, Schiller (C301)

Der Begriff AcroYoga wurde 2003 in San Francisco etabliert und umfasste damals Yoga im Rahmen der Aufwärmübungen, Partnerakrobatik im großen Mittelteil und Thaimassage zum Dehnen und zur Entspannung danach.

Heutzutage wird unter AcroYoga meist nur noch die Partnerakrobatik verstanden, die auch in diesem Einführungskurs im Fokus stehen wird.

Dabei werden wir erste AcroYoga Übungen in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden durchgehen und der ein oder andere wird vielleicht überrascht davon sein, was er oder sie dann doch so schnell hinkriegt.

Der Kurs ist so ausgelegt, dass fast jeder die Einstiegspositionen schaffen sollte. Für Teilnehmer, die schon erste Erfahrungen gesammelt haben oder denen die Übungen besonders schnell gelingen, sind auch fortgeschrittenere Übungen vorbereitet.

Vorbereitung:

- Idealerweise finden sich die Teilnehmer schon vorher zu Paaren zusammen.

- Für je zwei Personen sollte eine Yoga-Matte oder ein grosses Handtuch mitgebracht werden.

Thomas Regier

Thomas Regier hat Wirtschaft zusammen mit Jura studiert und anschließend Mathematik in Kombination mit Psychologie.

Neues Wissen in unterschiedlichen Disziplinen zu lernen und zu erproben fesselt ihn. Ebenso liebt er es zu erklären, was er sowohl in seinen Berufen als Analyst, Dozent oder Berater ausleben konnte und kann. Und er begeistert sich für sehr viele Sportarten. Besonders intensiv hat er dabei Triathlon (bis zur Langdistanz), Eigengewichtstraining, Bouldern und AcroYoga ausgeübt.

AcroYoga verbindet diese Leidenschaften. Da man zu zweit trainiert, ist man immer wieder Schüler wie auch Lehrer und kann eine weite Bandbreite an sportlichen Stärken nutzen und ausbauen.

Künstliche Intelligenz: Regulieren oder frei entwickeln lassen?

WorkshopCarsten Kraus
24.09., 09:30 Uhr, Windsor (A309)

Künstliche Inteligenz (KI) ist die entscheidende Querschnittstechnologie, die die Welt in den nächsten 20 Jahren verändern wird. Welcher Wandel erwartet uns? Wo kann KI nützen, auf welche Weise kann sie schaden?

Die EU plant eine Regulierung der KI-Aktivitäten. Was hat sie vor, wie stehen die Teilnehmer dazu?

In diesem Workshop diskutieren wir gemeinsam verschiedene Szenarien künftiger KI-Entwicklung, deren Auswirkungen auf unterschiedliche Stakeholder (KI-Unternehmen/Startups, Investoren, allgemeine Industrie, Forschung und allgemeine Bevölkerung) sowie den Einfluss einer eventuellen EU-Regulierung.

Carsten Kraus

Carsten Kraus ist Vordenker, Innovator, Unternehmer, Speaker und Gründer der Omikron Data Quality GmbH. Seine erste große Innovation als Jugendlicher war eine Programmiersprache, die ihm Atari abkaufte und zusammen mit 700.000 Computern auslieferte. Schon früh beschäftigte sich Carsten Kraus mit Fuzzy Logic und künstlicher Intelligenz. Aus seiner Neugier für Algorithmen und KI entstanden zahlreiche Produkte, die heute die Stammdaten von Großkonzernen bereinigen und die nahezu alle Menschen in Europa beim Einkaufen im Internet verwenden. Aufgrund seiner Expertise wurde er zum Vorsitzenden der Fachgruppe KI im bwcon gewählt. Allein in den letzten drei Jahren meldete er mehrere Patente zu KI-Verfahren an und ist ein gefragter Speaker auf Konferenzen und Tagungen. In seinen Vorträgen nimmt er die Zuhörer mit auf eine Expedition in das Reich einer neuen Spezies.

Sprecher-Seiten von Carsten Kraus:

https://www.carstenkraus.ai/

https://www.expert-marketplace.de/redner/details/carsten-kraus--1

Grüne Ökonomie: Wieso, Weshalb, Darum

VortragProf. Dr. Thomas Meuser
24.09., 11:00 Uhr, Berta Benz

Was wir aktuell erleben, sollte uns nicht überraschen! Der Smith‘sche Egoismus ist Teil unseres Wirtschaftssystems: Daraus resultiert ein (schonungsloser) Umgang mit frei verfügbaren Ressourcen, der bereits im 18. Jahrhundert als „Tragedy of the Commons“ erkannt wurde: Wir neigen dazu, den Ast abzusägen, auf dem wir selber sitzen. Ein Dilemma? „Nicht zwingend“, sagt Prof. Dr. Thomas Meuser: „Es gibt ja auch das ökonomische Knappheitsprinzip. Auf eine ähnlich einfache Formel gebracht: Je weniger, desto teurer!“ Führt uns die Ökonomie vielleicht selbst aus ihrer hausgemachten ökologischen Krise heraus? Der Vortrag liefert für diese Frage die notwendigen Informationen.

Prof. Dr. Thomas Meuser

Prof. Dr. Thomas Meuser ist ein Pionier der ökologischen Ökonomie: Vor knapp 30 Jahren legte er mit seiner „Umweltschutzorientierten Unternehmensführung“ als einer der ersten Wirtschaftswissenschaftler Deutschlands einen „grünen“ Managementansatz vor. Dem Thema blieb er seitdem treu und gilt als ein seriöser Vertreter beider Seiten – Ökonomie und Ökologie. Prof. Dr. Thomas Meuser ist Vorstand des Gaia-Instituts für Umweltmanagement. Es wurde 2009 gegründet mit dem Ziel, zwischen Wissenschaft, wirtschaftlicher Praxis und Administration eine Verbindung für umweltbewusste und nachhaltige Veränderungen zu schaffen - mehr dazu unter gaia-institut.de.

Das war schon immer so? Veränderte Perspektiven der Konstruktion von Geschlechterrollen in der Archäologie

VortragDr. Julia Katharina Koch
24.09., 11:00 Uhr, Carl Benz

Lange wurden Frauen in prähistorischen Zeiten übersehen und marginalisiert. Seit kurzem wird in den Medien hingegen jeder Befund, der von jagenden und kämpfenden Frauen zeugt, mit Erstaunen präsentiert, teilweise hochgejubelt. Das eine wie das andere vermittelt ein Bild der Vorgeschichte voller binärer Stereotype. Doch was entspricht nun der prähistorischen Realität? Wie kommen solch weit auseinanderliegende Interpretationen zustande? Um darauf Antworten zu finden, werden in dem Vortrag die Methoden der Geschlechterzuweisung der prähistorischen Archäologie sowie der prähistorischen Anthropologie vorgestellt. An ausgewählten Beispielen der Vorgeschichte Europas wird der Einfluss des gesellschaftlichen Kontextes auf die Methodenanwendung untersucht. Zudem wird die Diskussion eröffnet, welche Relevanz Geschlechterrollen der (schriftlosen) Vorgeschichte für unsere Gesellschaft hat.

Dr. Julia Katharina Koch

Archäologin und zur Zeit wissenschaftliche Mitarbeiterin der Keltenwelt am Glauberg (Hessen). In ihren Forschungsprojekten beschäftigt sie sich mit den Lebensverhältnissen während des 2. und 1. Jahrtausends v. Chr. (Bronze- und Eisenzeit) in Mitteleuropa mit Fokus auf individueller Mobilität und Kulturtransfer. Archäologische Geschlechterforschung liegt ihr seit dem Studium am Herzen; als Co-Herausgeberin der Buchreihe „Frauen – Forschung – Archäologie“ prägt sie diese in Deutschland seit 30 Jahren mit.

Jüngste Buchveröffentlichungen:

Julia K. Koch / Wiebke Kirleis (Hrsg.), Gender transformations in prehistoric and archaic societies. Scales of transformation 6 (Leiden 2019).

Julia K. Koch / Christina Jacob / Jutta Leskovar (Hrsg.), Prähistorische und antike Göttinnen. Befunde - Interpretationen – Rezeption. Frauen – Forschung – Archäologie 13 (Münster 2020).

Aktuelle Trends und Innovationen in der Filmbranche

VortragMartin Blankemeyer
24.09., 11:00 Uhr, Schiller (C301)

Film ist das Leitmedium unserer Zeit - und war seit seinen Anfängen immer beeinflußt von technischen und anderen Innovationen. Wir werden gemeinsam einige der aktuellen Trends der Filmbranche anschauen und über ihre Möglichkeiten, ihre Auswirkungen und auch die damit verbundenen Gefahren nachdenken.

● Machen Deep Fakes Schauspieler*innen überflüssig und bescheren uns stattdessen neue Filme mit Marilyn Monroe und James Dean?

● Ist die Plattform künftig selbst der Star und generiert mit ihrem Big Data-Schatz jedem Zuschauer seinen individuellen Content?

● Führt dies und die Asynchronität des Konsums zu einer Vereinzelung und Entsolidarisierung unserer Gesellschaft?

● Ermöglichen virtuelle Studios wettersichere und klimaschonende Dreharbeiten, weil niemand mehr "on location" reisen muß?

● Schafft die Blockchain neue Formen der Filmfinanzierung über das bekannte Crowdfunding hinaus?

Die Veranstaltung setzt dabei stark auf den Input und die Beteiligung der Zuhörer*innen.

Martin Blankemeyer

Martin Blankemeyer studierte Filmregie (ESAV Toulouse: Ingénieur-Maître), Medienwirtschaft (FH Wiesbaden: Diplom-Medienwirt) und Medienrecht (Uni Mainz: LL.M.), absolvierte Weiterbildungen wie das Atelier Ludwigsburg-Paris und den EAVE Producers Workshop und arbeitete u.a. als Aufnahmeleiter ("Das Verlangen" – Goldener Leopard in Locarno 2002), Herstellungsleiter ("Die Frau des Polizisten" – Spezialpreis der Jury in Venedig 2013) und Produzent ("Der Rote Punkt" – Bayerischer Filmpreis als Bester Nachwuchsproduzent 2008). Er gehört der Deutschen, der Deutsch-Französischen und der Europäischen Filmakademie an sowie der International Academy of Television Arts and Sciences, die alljährlich die International Emmy Awards vergibt. Heute ist er primär als Trainer und Berater tätig, als Sachverständiger für Film- und Medienwirtschaft sowie als Vorstand der Münchner Filmwerkstatt – und wurde für diese Tätigkeit u.a. mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Erstkontakt mit Neurolinguistischem Programmieren (NLP)

WorkshopDr. Sebastian Harrach
24.09., 11:00 Uhr, Toulon (A030)

Das Stichwort "Neurolinguistisches Programmieren" ist vielfach ein Eyecatcher, eine Irritation oder ein Warnschild. In der Tat ist das Gebiet zwar sehr spannend, aber der Übergang zur Esoterik ist fließend. Man kann und sollte entsprechend ständig ausprobieren, ob die kennengelernten Ideen und "Formate" (=Handlungsleitfäden/Kochrezepte) nicht kompletter Humbug sind.

Wir werden Kommunikations- und Beobachtungsmethoden des "Neurolinguistischen Programmieren" (NLP) einsetzen, um in Kleingruppen einen praktischen Eindruck in die Methoden des NLP zu gewinnen. Je nach Interesse und Vorkenntnissen der einzelnen Kleingruppen wird dabei auf unterschiedliche Aspekte des NLP verstärkt eingegangen.

Dr. Sebastian Harrach

Dr. Sebastian Harrach hat Mathematik und Philosophie studiert und nach ein paar Jahren als Unternehmensberater in Philosophie zu Machine Learning und Weltbezügen promoviert. Anschließend war er als akademischer Geschäftsführer in der Informatik der TU Darmstadt und als Geschäftsführer eines Technologie- und Gründerzentrums tätig. Aktuell koordiniert er das Telecooperation Lab in Darmstadt, das sich mit den Herausforderungen im Zusammenspiel von Mensch und Maschine beschäftigt.

Begleitend ist er im Startup-Ökosystem Rhein-Main unterwegs, coacht als NLP-Mastercoach Hochschulabsolventen, Doktoranden und Young Professionals und ist seit der zweiten Ausgabe 2003 regelmäßiger Teilnehmer der MinD-Akademie.

Nahtoderfahrungen und die Kraft des Wandels

VortragDr. phil. Joachim Nicolay
24.09., 11:00 Uhr, Windsor (A309)

In der akademischen Öffentlichkeit werden Nahtoderfahrungen (NTE) manchmal als ein wissenschaftlich nicht ernst zu nehmendes Phänomen betrachtet. Ich stelle deshalb im ersten Teil meines Vortrags Ergebnisse der inzwischen über 40-jährigen internationalen NTE-Forschung vor. Im zweiten Teil greife ich ein wiederkehrendes Element von Nahtod-Erfahrungen auf. Das sind mystische Einheitserfahrungen. Als Folge einer solchen Erfahrung berichten Betroffene über ein Bewusstsein universeller Verbundenheit, das auch fremde Personen einschließt. Ich interpretiere dies so, dass die mystischen Erlebnisse das Bewusstsein der Verbundenheit nicht erzeugen, sondern ein Potenzial wecken, das in jedem Menschen schon angelegt ist. Es kann auch auf anderen Wegen aktiviert werden. Dann erweist es sich als eine Kraft, die Menschen miteinander und mit der Natur verbindet.

Dr. phil. Joachim Nicolay

Dr. phil. Joachim Nicolay, geb. 1947 in Alf/Mosel, ist Diplompsychologe, Diplomtheologe und Philosoph. Beruflich war er in unterschiedlichen psychosozialen Arbeitsfeldern sowie in freier Praxis als Psychotherapeut, Verkehrstherapeut und Supervisor tätig. Er ist Vorsitzender des Netzwerk-Nahtoderfahrung.

Der Kampf um die Deutungshoheit: Was kann "politisches Framing"?

VortragProf. Dr. Jörg Matthes
24.09., 14:00 Uhr, Berta Benz

Wie werden politische Themen diskutiert, welche Aspekte werden dabei in den Vordergrund gestellt, welche ausgeblendet? Dies sind Grundfragen, die in der Wissenschaft als "Rahmung" bzw. "Framing" beschrieben und diskutiert werden. Unter dem recht schwammigen Begriff Framing steht die Annahme, dass Kommunikatoren, Journalisten oder auch Rezipienten eine selektive Sicht auf Themen oder Ereignisse entwickeln können. So kann man das Thema Flucht & Migration unter dem Aspekt der humanitären Hilfe diskutieren oder aber mit Blick auf Kriminalität und Einwanderungsgesetze. Je nach Blickwinkel kommt man dabei zu anderen Schlussfolgerungen. Der Vortrag stellt die Frage auf, wie stark dieses Framing wirklich ist: Können dadurch Menschen manipuliert und Wahlen entschieden werden? Und welche Rolle spielen dabei die Medien?

Prof. Dr. Jörg Matthes

Jörg Matthes ist Professor für Werbeforschung an der Universität Wien und Vorstand des dortigen Instituts für Publizistik und Kommunikationswissenschaft. Er ist Autor von mehr als 200 Schriften zu den Themen politische Nachrichten, Werbepsychologie und Persuasion.

Resilienz wandeln

VortragPD Dr. Mareike Menne
24.09., 14:00 Uhr, Carl Benz

Resilienz als persönliche und organisationale Eigenschaft ist eine gute Voraussetzung, um möglichst unbeschadet durch schwierige Zeiten und Situationen zu kommen. Sie entspricht einem anderen Schlagwort aktueller Diskurse, dem „Zurück zur Normalität“. Resilienz ist, schon dem Wortstamm nach, auf die Wiederherstellung des Zustands vor der Krise bezogen und insofern eher bewahrend, nicht wandelnd. Darum fragt dieser Vortrag danach, welche alternativen Konzepte und Methoden wir wählen können, um möglichst unbeschadet durch Krisen zu kommen UND dabei Wandel, Innovation, Zukunftsorientierung und „Wildes Wissen“ (Anders Indset) zu Leitmotiven zu bestimmen. Wir klären Konzepte, Voraussetzungen, Kritik dieser Konzepte und sammeln Ideen zur individuellen praktischen Umsetzung.

Antisemitismus und Corona - Wieso wir in Krisenzeiten für Verschwörungsmythen anfällig werden

VortragDr. Michael Blume
24.09., 14:00 Uhr, Schiller (C301)

In Zeiten der Corona-Pandemie erleben wir globale und persönliche Verunsicherungen. Menschen suchen Schuldige für ihre eigenen Krisen und die Krise der Welt. Immer wieder werden „die da oben“, Journalist:innen, Forschende oder sogar generell Frauen beschuldigt, sich gegen andere Menschen verschworen zu haben. Am Ende dieser Verschwörungsspirale findet sich häufig das jahrhundertealte Feindbild einer vermeintlichen jüdischen Weltverschwörung. Dr. Michael Blume stellt vor, wie es sein kann, dass Menschen aus der Mitte der Gesellschaft plötzlich Antworten in antisemitischen Verschwörungsmythen suchen und dabei in den Strudel von Bewegungen wie "Querdenken" oder der Digitalsekte "QAnon" fallen können. Dr. Blume lotet aus, welche Ansprache es gegenüber Menschen braucht, die ihren Halt verloren haben: Sind rationale Argumente gefragt oder müssen wir uns auch der Emotionalität der Menschen stellen?

Dr. Michael Blume

Dr. Michael Blume ist Religionswissenschaftler und arbeitet seit 2003 im Staatsministerium Baden-Württemberg. Er war verantwortlich für die Projektgruppe „Sonderkontingent für besonders schutzbedürftige Frauen und Kinder aus dem Nordirak“ und leitete von 2016 bis 2020 das Referat für „Nichtchristliche Religionen, Werte, Minderheiten, Projekte Nordirak“. Im März 2018 wurde er zum Beauftragten des Landes Baden-Württemberg gegen Antisemitismus ernannt. Er publiziert Bücher und bloggt regelmäßig zu unterschiedlichen Themen in den Bereichen von Religion und Politik. Seit 2020 betreibt er den Podcast „Verschwörungsfragen“, in welchem er über antisemitische Mythen aufklärt.

Sport für alle – Zur Genese eines Massenphänomens der Moderne

VortragProf. Dr. Michael Krüger
24.09., 14:00 Uhr, Toulon (A030)

"Sport für alle" hat sich in Deutschland seit den 1960er Jahren sowohl als Begriff als auch als soziales Phänomen verbreitet. Seine Wurzeln liegen jedoch im 19. Jahrhundert, als Leibesübungen und körperliche Erziehung zu einem festen Bestandteil der öffentlichen Erziehung an Schulen wurden. Der aus England stammende Sport war ursprünglich ein Freizeitvergnügen wohlhabender Schichten, die genügend Zeit und Geld hatten, um Sport zu treiben. Als sich durch die fortschreitende Industrialisierung der Wohlstand mehrte und mehr Menschen mehr Geld und mehr Freizeit zur Verfügung hatten, entwickelten sich Leibesübungen, Spiel und Sport zu einem Massenphänomen. Der Preis der Automatisierung und Modernisierung besteht jedoch darin, dass Bewegungsmangel und Zivilisationskrankheiten zu den wesentlichsten Riskofaktoren für Erkrankungen aller Art geworden sind. Volkssport und Volksgesundheit sind zwei Seiten derselben Medaille.

Prof. Dr. Michael Krüger

Seit 1999 ist Michael Krüger Professor für Sportwissenschaft mit den Schwerpunkten Sportpädagogik und Sportgeschichte an der Wesfälischen Wilhelms-Universität Münster. Er studierte in Würzburg und Tübingen Erziehungswissenschaft, Deutsch und Geschichte. Nach dem ersten und zweiten Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien promovierte er in Geschichte 1984. 1995 folgte die Habilitation in Sportwissenschaft. Michael Krüger veröffentlicht u. a. zahlreiche Lehr- und Handbücher zur Sportpädagogik und Sportgeschichte und in nationalen und internationalen Fachzeitschriften. Er ist Vorsitzender der Deutschen Arbeitsgemeinschaft von Sportmuseen, Sportarchiven und Sportsammlungen e. V. (DAGS). Passend zum Vortrag auf der Mind-Akademie erschien 2017 im Waxmann-Verlag Münster: Sport für alle. Idee und Wirklichkeit (Global-lokale Sportkultur, Bd. 31, 1. Aufl.), herausgegeben von D. H. Jütting und M. Krüger.

Ready Player Wann? Wie weit VR-Technologie auf dem Weg zur perfekten Simulation ist

VortragMichael Bonfert
24.09., 14:00 Uhr, Windsor (A309)

Moderne Virtual-Reality-Systeme ermöglichen es uns, in immersive Welten einzutauchen, die physikalisch überhaupt nicht existieren (können). Aktuelle Hardware bietet mit hochauflösenden Displays, schneller Rechenleistung und exaktem Tracking atemberaubende Simulationen. Dabei ist die Idee keineswegs neu: Star Trek präsentierte sie bereits 1988 als Holodeck, in der Matrix-Trilogie wird man in eine Scheinwelt eingeklinkt und vor drei Jahren zeigte uns Ready Player One eine Dystopie mit VR-Headsets.

Wo stehen wir also gerade auf dem Weg zu diesen perfekten Simulationen, die man von der Wirklichkeit nicht mehr unterscheiden kann? Ich erzähle euch, welche verblüffenden Eindrücke wir heute schon multisensorisch vermitteln können, welche Knackpunkte derzeit noch Hürden darstellen und welche wir vielleicht nie überwinden werden.

Michael Bonfert

Nach Abschluss des Studiums in Digital Media M. Sc. nahm Michael Bonfert eine Promotion an der Universität Bremen auf. Er forscht im Bereich Human-Computer-Interaction mit Schwerpunkt auf Virtual Reality. Sein Fokus liegt dabei auf Aspekten der Haptik und des Realismus bei der Interaktion mit virtuellen Welten. Außerdem erforscht er den Umgang mit digitalen Sprachassistenten.

Gestaltwandler im skandinavischen Mittelalter

VortragProf. Dr. Dr. h.c. Rudolf Simek
24.09., 15:30 Uhr, Berta Benz

Die Vorstellungen von der Möglichkeit des Gestaltwandels - Menschen in Tiere, Menschen in andere Menschen, Menschen in Trolle - durchziehen die mittelalterliche skandinavische Literatur von der Mythologie bis zu den Werken der hochmittelalterlichen Sagaliteratur, die man heute der literarischen Fantastik zuzählen würde. Dazu treten noch religiöse Konzepte von der Wandlungsfähigkeit von Göttern und Dämonen bis hin zu unheimlichen Wiedergängergeschichten: Lebende Tote sind im mittelalterlichen Norden allgegenwärtig und sollen auch in diesem Vortrag zur Sprache kommen.

Prof. Dr. Dr. h.c. Rudolf Simek

Rudolf Simek ist emeritierter Professor für mittelalterliche deutsche und skandinavische Literatur an der Universität Bonn. Zu seinen über 30 Buchpublikationen gehören u.a. das „Lexikon der germanischen Mythologie“ und „Lexikon der altnordischen Literatur“ (mit Hermann Pálsson), weitere Werke zur mittelalterlichen Kultur- und Wissenschaftsgeschichte, zu den Wikingern und zur germanischen Mythologie. Er hat an zahlreichen Fernsehdokumentationen zur europäischen Kulturgeschichte, besonders aber zu Wikingern und Germanen mitgewirkt.

Eine Reise zum IceCube-Observatorium am Südpol: auf der Suche nach dem Ursprung der höchstenergetischen Kosmischen Strahlung

VortragProf. Dr. (Assist. Prof., University of Delaware, USA) Frank Schröder
24.09., 15:30 Uhr, Carl Benz

Das IceCube-Neutrino-Observatorium am Südpol hat einen Kubikkilometer antarktischen Eises in eines der empfindlichsten Messinstrument der Astroteilchenphysik verwandelt. Hier messen wir kosmische Teilchen, deren Energie weit jenseits über die Möglichkeiten irdischer Teilchenbeschleuniger hinausgeht. Um den Ursprung dieser natürlichen kosmischen Strahlung zu erforsche, ist ein Ausbau des Observatoriums geplant, der unter anderem die Messgenauigkeit erhöhen wird. Als Vorbereitung hierauf haben wir im letzten Jahr einige Prototyp-Detektoren bei IceCube am Südpol installiert.

In dem Vortrag werde ich sowohl den wissenschaftlichen Hintergrund vorstellen als auch anhand von Fotos über meine Reise zum Südpol berichten. Bereits die Anreise über Neuseeland und die McMurdo-Station an der Antarktis-Küste war ein Abenteuer. Am Südpol ist die Luft nicht nur kalt, sondern auch sehr trocken und dünn. Zum Glück bietet die Amundson-Scott-Station einen gewissen Komfort in dieser unwirklichen Umgebung.

Prof. Dr. (Assist. Prof., University of Delaware, USA) Frank Schröder

Frank G. Schröder hat von 2002 bis 2007 an der TU Darmstadt Physik studiert, promovierte 2011 am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) in Physik und hat sich dort 2017 habilitiert. Seit 2018 hat er eine Tenure-Track-Stelle als Assistant Professor an der University of Delaware in den USA inne und forscht auf dem Gebiet der experimentellen Astroteilchenphysik am dortigen Bartol Research Institute. Parallel dazu leitet er ein weiterhin ein Team am KIT. Sein Hauptthema ist die Verbesserung von Messmethoden der höchstenergetischen kosmischen Strahlung mit dem Ziel deren Herkunft zu entschlüsseln. Finanziert werden seine Arbeiten überwiegend aus öffentlichen Mitteln, wie einem ERC Starting Grant und einem NSF Career Award. Seine Forschung führt ihn immer wieder an entlegene Orte, wie das Tunka-Tal in Sibirien und das Pierre-Auger-Observatorium in Argentinien. Zuletzt war er im Januar 2020 für drei Wochen an der Amundsen-Scott-Station beim IceCube-Neutrino-Observatorium am Südpol.

Wie soll das gehen? Über den Wandel im Projektmanagement

VortragDr. Christiane Zehrer
24.09., 15:30 Uhr, Schiller (C301)

Im Projektmanagement gab es in den vergangenen Jahrzehnten viel Neues, das meiste grob zusammengefasst unter dem Stichwort "Agilität". Diese Art Projekte anzugehen, setzt auf kürzere Planungszeiträume, konkrete Planungsgegenstände und v.a. die Beteiligung des Teams an der Planung. Neue Methoden und Artefakte ermöglichen Transparenz und Dazulernen durch Feedback. Der Vortrag zeigt neben den Methoden (WAS?) auch deren Funktionsmechanismen (WIE?) aus Sicht einer kognitiv untermauerten kommunikativen Perspektive auf.

Dr. Christiane Zehrer

Christiane vertritt aktuell die Professur "Fachkommunikation/Französisch" an der HS Magdeburg. Zuvor (und parallel) war/ist sie als IT-Beraterin im Umfeld von digitaler Transformation und Agilität unterwegs. Forscht zu Projektkommunikation aus kognitiv-linguistischer Perspektive. Kennt die Grenzen und Hürden neuer Methoden, und gibt trotzdem nicht auf.

Warum ist Landschaft schön? Die Spaziergangswissenschaft von Lucius Burckhardt

VortragProf. Martin Schmitz
24.09., 15:30 Uhr, Toulon (A030)

Mit der Spaziergangswissenschaft, der Promenadologie oder Englisch auch Strollology verband der Schweizer Soziologe Lucius Burckhardt (1925–2003) die Vorstellung, dass es eine fächerübergreifende Schnittmenge geben müsse von Stadtplanung, Architektur, Kunstgeschichte, Design und Soziologie, die jede Wahrnehmung von Landschaft oder Stadtraum bestimmt und sich kritisch mit Urbanismus und Mobilität auseinandersetzt. Er führte mit seiner Forschung Mobilität, Wahrnehmung und Gestaltung zusammen und darf deshalb als Vordenker einer Raumplanung gelten, die Grenzen von Disziplinen überwindet, Technik und Ästhetik, Architektur und Kunst miteinander verbindet, Teilhabe und Mitbestimmung bei der Umsetzung von Baukonzepten ermöglicht. Bereits Anfang der 1950er Jahre verhinderte er den Abriss gotischer Häuser in seiner Heimatstadt Basel, die dem autogerechten Umbau weichen sollten.

Prof. Martin Schmitz

Martin Schmitz, *1956. Studium im Fachbereich Architektur, Stadt- und Landschaftsplanung bei Lucius Burckhardt an der Universität Kassel. Autor eines Buches „Über die Kultur der Imbißbude“, 1983. Kurator des Filmprogramms der 8. documenta Kassel 1987, der Tagung „Dilettantismus“, Görlitz 1995, der Ausstellung „Die Tödliche Doris – Kunst“, Berlin 1999, des internationalen Kongresses „Spaziergangswissenschaft: Sehen, erkennen und planen“, Frankfurt 2008 und der Lucius Burckhardt Conventions 2014/2017 in Kassel. Seit 1989 Verleger von Büchern zu Themen in Architektur, Kunst, Film, Design, Musik, Theater und Literatur. Seit 2013 Professor an der Kunsthochschule Kassel.

Social VR: Kann soziales Miteinander im virtuellen Raum ein richtiger Ersatz sein?

WorkshopMichael Bonfert
24.09., 15:30 Uhr, Windsor (A309)

Immer mehr Veranstaltungen finden in virtuellen Umgebungen statt: von täglichen Meetings bis zu riesigen Konferenzen. In Social Virtual Reality (VR) begegnet man in digitalen 3D-Räumen den Avataren anderer Personen – also ihren visuellen Repräsentationen – und kann miteinander interagieren.

Diese Art der Zusammenkunft wollen wir gemeinsam ausprobieren. Wir treffen uns in kleiner Gruppe auf der Social VR-Plattform Mozilla Hubs. Dafür benötigt ihr nur Laptop bzw. Mobilgerät und Kopfhörer, optional ein VR-Headset. Ich gebe euch eine kurze Einführung und berichte von der Fallstudie am Digital Media Lab Bremen, wo wir uns während der Pandemie für die wöchentlichen Meetings in VR getroffen haben. Wir reden darüber, welche zwischenmenschlichen Aspekte der Interaktion sich gut auf virtuelle Umgebungen übertragen und was dort nur mäßig funktioniert. Insbesondere betrachten wir den Wandel von sozialen Normen, den ich an der Uni, aber auch bei den virtuellen Mensa Juniors Camps erlebt habe.

Michael Bonfert

Nach Abschluss des Studiums in Digital Media M. Sc. nahm Michael Bonfert eine Promotion an der Universität Bremen auf. Er forscht im Bereich Human-Computer-Interaction mit Schwerpunkt auf Virtual Reality. Sein Fokus liegt dabei auf Aspekten der Haptik und des Realismus bei der Interaktion mit virtuellen Welten. Außerdem erforscht er den Umgang mit digitalen Sprachassistenten.

Schiffssicherheit im Wandel der Zeit – Vom Untergang der Titanic bis zu Kreuzfahrten unter Pandemie-Bedingungen

VortragOStD Malte Fiebing-Petersen
24.09., 17:00 Uhr, Toulon (A030)

Der Untergang der Titanic leitete in vielen Bereichen eine Wende ein – sei es der blinde Technikglaube, der nachhaltig erschüttert wurde, oder sei es ein gesellschaftspolitischer Umbruch, der auf der in drei Klassen aufgeteilten Titanic wie ein Spiegelbild ihrer Zeit sprichwörtlich seinem Untergang geweiht war. Vor allem aber im Bereich der Schiffssicherheit markiert ihr Sinken einen Wendepunkt. Die Menschen zogen daraus ihre Lehren, von denen wir bis heute profitieren. Beginnend mit der Titanic, 1912 eines der modernsten Schiffe ihrer Zeit, wird zunächst geklärt, wie es zu diesem Unglück kommen konnte. Anschließend geht der Blick weiter auf die aus dem Untergang gezogenen Lehren und darauf, wie es zu weiteren Unglücken wie dem der Andrea Doria, der Estonia oder der Costa Concordia kommen konnte. Abschließend wird die Sicherheit moderner Schiffe in den Fokus genommen, auch im Hinblick auf die aktuellen Herausforderungen der Kreuzfahrtindustrie im Bezug auf die Corona-Pandemie.

OStD Malte Fiebing-Petersen

Malte Fiebing-Petersen wurde 1984 im niedersächsischen Wilhelmshaven geboren, wuchs aber bedingt durch den Beruf des Vaters im Landkreis Göppingen in Baden-Württemberg auf. Initialisiert duch die Berichterstattung zum Untergang der Ostseefähre "Estonia" 1994 begann er sich bereits im Alter von zehn Jahren für Schiffskatastrophen zu interessieren und stieß dabei unweigerlich auf die "Mutter der Schiffsuntergänge": die "Titanic". Trotzdem – oder vielleilleich gerade deshalb – verbringt er seit mehr als 20 Jahren seine Urlaube auf den Weltmeeren. Nach dem Abitur studierte er Deutsch, Geschichte und Latein für das gymansiale Lehramt in Stuttgart und Kiel. Seit einigen Jahren ist er Schulleiter einer Sonderschule bei Kiel. Seit vielen Jahren ist er Vorsitzender des Deutschen Titanic-Vereins von 1997 e. V. und ein gefragter Experte für TV- und Printmedien. 2012 veröffentlichte er sein Buch „Titanic (1943) – Die Nazis und das berühmteste Schiff der Welt“ in deutscher und englischer Sprache.

„Ich wollt‘, es gäbe kein Alter zwischen 16 und 23"

VortragKlaus Farin
24.09., 17:00 Uhr, Windsor (A309)

„Ich wollt', es gäbe kein Alter zwischen 16 und 23, oder die jungen Leute würden's überschlafen; denn dazwischen gibt's nichts als Jungfern Kinder machen, dem Alter Schabernack antun, stehlen und raufen.“

William Shakespeare (1564 - 1616), Das Wintermärchen

Die Jugend ist unsere Zukunft. Jugend steht für Wandel, Fortschritt, die einzige Hoffnung der Evolution. Die Jugendzeit ist die progressivste Zeit in unserem Leben, spätestens mit 25 werden wir braver, konservativer, trachten nicht mehr, die Welt zu verändern, sondern in ihr aufzusteigen.

„Die Achtundsechziger“ stehen sinnbildlich für eine ganze Generation, heute sind es die Aktivisti der Fridays for Future, die unser Bild von der repolitisierten, engagierten Jugend prägen. Aber ist das wirklich „die Jugend“?

Klaus Farin

Klaus Farin, geboren 1958 in Gelsenkirchen, lebt seit über 40 Jahren in Berlin-Neukölln. Er ist Autor, Lektor und politischer Bildner, Geschäftsführer des Hirnkost Verlags, Begründer und langjähriger Leiter des Berliner Archiv der Jugendkulturen und seit 2011 Vorsitzender der Stiftung Respekt!. 2019 erhielt er für seine Verdienste um die Jugendforschung das Bundesverdienstkreuz.

Bis heute hat Farin 29 Bücher verfasst und weitere herausgegeben, zuletzt gemeinsam mit Rafik Schami: Flucht aus Syrien – neue Heimat Deutschland? und mit Eberhard Seidel: Wendejugend.

Er ist Mitgründer und seit 2021 stellvertretender Bundesvorsitzender der Klimaliste Deutschland.

Weitere Infos: https://klausfarin.de/ueber-klaus-farin/biographie

Table Quiz

SonstigesChristian Ziemann
24.09., 20:00 Uhr, Benz

Wer schon einmal bei einem Pub Quiz war, kennt das Konzept: An den Tischen bilden sich Teams zu maximal acht Personen, deren gesammeltes Wissen in mehreren Fragerunden herausgefordert wird. Die Antworten werden auf den ausgeteilten Bögen notiert, für jede richtige Antwort gibt es einen Punkt. Das Team mit den meisten Punkten gewinnt Ruhm, Ehre und einen symbolischen Preis. Das Themenspektrum reicht von Technik bis Popkultur. Je diverser euer Team zusammengesetzt ist, desto besser also eure Chancen!

Christian Ziemann

Christian hat Physik studiert, nie die Neon gelesen, aber trotzdem eine Leidenschaft für unnützes (manchmal versehentlich auch nützliches) Wissen.

Bücherschaulaufen

WorkshopJan Sieckmann
24.09., 20:00 Uhr, Windsor (A309)

Du hast in der Zwischenzeit d a s empfehlenswerte Buch gelesen und willst es kurz vorstellen? Du suchst Leseanregungen? Dann bist Du beim Bücherschaulaufen richtig. Alles kann, was interessiert: hochgeistiges Sachbuch, fesselnder Krimi oder Kinderbuch. Meld dich an und komm vorbei!

Falls Du auch ein Buch vorstellen willst:

Schick vorher bis 1.9. an buecherschaulaufen@mind-hochschul-netzwerk.de kurz Folgendes

(1) Autor und Titel (2) Inhalt in drei Sätzen (3) Hat dieses Buch vielleicht sogar mein Lebensgefühl/Denken/Leben geprägt? Wenn ja, wie? (4) Wer sollte dieses Buch lesen? Warum? (5) Wie lange braucht man in etwa zum Lesen? (6) Zitat einer typischen Passage oder Wendung.

(https://wiki.mind-hochschul-netzwerk.de/wiki/B%C3%BCcherschaulaufen-Fragebogen-Vorlage)

Plane als Buchvorstell-Zeit max. 3 min (plus Frage-Zeit). Danke!

Freu Dich, ob zuhörend oder vorstellend, auf die kurzweilig buchselige Zeit!

Jan Sieckmann

Jan "Janix" Sieckmann lebt und liest (nicht immer in dieser Reihenfolge) in Köln. Der Historiker usw. (eigentlich) vermarktet online Ökonergie. Ansonsten erstellt er Kreuzworträtsel, spielt Gitarre oder radelt nachhaltig nach Zaandam.

Michael Fackler, Severine Baumann und er hoben 2010 das "Bücherschaulaufen" spontan aus der Taufe: Auf den Punkt ein paar gute unbekannte Bücher von ihrer besten Seite kennen lernen.

Nachhaltigkeit aus einer universellen Sicht

VortragProf. em. Kathrin Altwegg
25.09., 09:30 Uhr, Benz

Das Wort Nachhaltigkeit ist in aller Munde. Klimaerwärmung, CO2 als Klimazerstörer, schmelzende Gletscher, Unwetter beherrschen häufig die Diskussionen. Im Vortrag möchte ich die Entwicklungen auf unserer Erde in einen universellen Zusammenhang stellen. Wie hat sich das Universum bis heute entwickelt und wie geht es weiter. Wie lange gibt es uns schon und wie lange noch. Wie viele Erden gibt es. Ist unsere Erde ein Zufallsprodukt. Wie kommt es überhaupt zu Leben auf Planeten und sind wir allein. Was können wir Menschen tun, damit unsere Erde habitabel bleibt und ab wann sind wir Menschen dann machtlos. Diesen Fragen soll mit einem Augenzwinkern nachgegangen werden.

Prof. em. Kathrin Altwegg

Kathrin Altwegg is a professor emer. in space research and planetology at the University of Bern. She completed her PhD in solid state physics at the University of Basel in 1980. After working as a postdoctoral scholar at the New York University, she joined the Physics institute in Bern. She got her habilitation in 1996 and became an associate professor in 2001. From 2011 till 2016 she led the Center for Space and Habitability of the University of Bern. Kathrin Altwegg’s research interests are focused on cometary science using mass spectrometry in situ. She was involved in the European mission Giotto to comet Halley and later as principal investigator of the ROSINA instrument on ESA’s Rosetta mission to comet 67P. She is active in science outreach in schools as well as for the public.

Airport eMove - Elektromobilität auf dem Flughafen-Vorfeld

VortragJutta Ziemen
25.09., 09:30 Uhr, Schiller (C301)

Auf der Autobahn fahren nur Autos, an Bahnhöfen fahren nur Züge und an Flughäfen fliegen nur Flugzeuge – nicht ganz! Gepäck-Transporter, Flugzeug-Schlepper, Catering-Trucks und andere Fahrzeuge rollen viel häufiger über‘s Vorfeld als Flugzeuge über die Piste. Elektromobilität am Flughafen endet also nicht mit der beschränkten Möglichkeit elektrisch fliegender Flugzeuge, sondern beginnt bei allen anderen Vehikeln, die nicht mehr nur mit Diesel betrieben werden.

Zwischen 2012 und 2018 hat Lufthansa mit Partnern am Frankfurter Flughafen einige Pilot-Projekte zur Elektromobilität betrieben:

• TaxiBot, ein piloten-gesteuerter Flugzeug-Schlepper

• eSchlepper, ein elektrischer Schlepper für Großraum Flugzeuge

• eTaxi, ein System zum elektrischen Rollen von Flugzeugen

• eLift, ein Catering-Truck mit elektrischem Antrieb und Hub

Jedes dieser Systeme war das erste seiner Art.

Die Betreuerin dieses mit 8 Mio. EUR geförderten Konsortial-Projekts bietet interne Einblicke in Höhen und Tiefen.

Jutta Ziemen

Parallel zu ihren letzten Schuljahren begann Jutta Ziemen eine Ausbildung zur Ballett-Tänzerin. 1987 wechselte sie in die Luftfahrt. Seit 1989 ist sie im Lufthansa-Konzern tätig. Nebenberuflich qualifizierte sie sich zur Luftverkehrs-Kauffrau, 2007 schloss sie ihr Studium an der Concordia University in Montreal mit einem MBA in Aviation ab. In Frankfurt verantwortete sie die lokalen Flughafen-Entgelte, die Flugrechte im Streckennetz von Europa, dem Nahen Osten und Afrika, betreute Elektromobilität und innovative Antriebe im Konzern und treibt die Intermodalität (Zusammenwirken unterschiedlicher Verkehrsträger) voran.

Ihre Faszination für Wissenschaft, Innovation und Zukunft versucht sie bestmöglich in ihr Unternehmen zu integrieren.

Seit 2001 ist sie bei Mensa, war LocSec, LocSecKo, Strategie-Team und seit 2007 Testleiterin. Sie ist bei nationalen und internationalen Veranstaltungen zu finden und reist generell gerne.

Sie ist geschieden, ihre drei Kinder studieren.

Energiewende: The secret of having it all.

VortragDr. Artus Philipp Rosenbusch
25.09., 09:30 Uhr, Toulon (A030)

Dass Sonne + Wind inzwischen billigeren Strom liefern als fossile Quellen hat sich herumgesprochen. Dass es herausfordernd ist, grüne Stromnetze auszubalancieren auch.

Und doch ist die Diskussion über Energie meist von alten Glaubenssätzen, falschen Überzeugungen und verkannten Zusammenhängen geprägt.

Man beobachtet zwei Lager: Die Einen unterschätzen, wie technisch anspruchsvoll Energiewende sein kann. Sie sind wütend, da es Politik und Konzernen wohl am Willen fehlt. Andere glauben, dass es gar keine gangbare Lösung (ohne Kernenergie) gäbe, finden also Gründe, warum alles schon ok ist, wie es ist.

Im interaktiven Vortrag beantworten wir pragmatisch:

- Wie Energiewende tatsächlich gelingt

- Welche Effekte und Maßnahmen

- Wie genau quantitativ interagieren.

Ziel ist eine Faktenbasis für eine leider meist unsachlich geführte Debatte.

Basis ist meine Erfahrung mit der Modellierung mehrerer nationaler Energiesysteme und meine Arbeit an der Dubai Clean Energy Strategy (75% RES bis 2050)

Dr. Artus Philipp Rosenbusch

Artus hat in Darmstadt und Salamanca Mathematik studiert, in Spieltheorie (fairness considerations in cooperative n-person games) promoviert und kommt seit über 15 Jahren regelmäßig und gern auf die MinD-Akademie.

Beruflich führte seine Karriere von booz&co zur Inhouse-Beratung bei RWE, später innogy Consulting, nach Dubai (als Vice President für das Beratungsgeschäft in Middle East verantwortlich) und Berlin (Head of LRN LAB, einer business unit für organizational learning und venture building).

Derzeit widmet er sich insbesondere seiner brandneuen Rolle als Vater und bereitet eine Existenzgründung im Bereich Sustainability+Learning vor. In seiner Freizeit liebt er den Tanzsport, sein Klavier, spielt gern Go und ist ein Freund von Meditation und Wellness.

Die Schweiz; wie man eine Wüste in einen Staat verwandelt; oder eine andere Zukunft für gescheiterte Staaten

VortragDr. Davoud Taghawi-Nejad
25.09., 09:30 Uhr, Windsor (A309)

Gescheiterte Staaten sind Orte der Gewalt. Erfolgreiche Staaten schaffen die Balance zwischen Gewalt und Unterdrückung. Der westliche Weg diese Balance zu schaffen ist Demokratie (und vieles mehr). In anderen Kulturen hat dieser Weg nicht funktioniert. Dieser Vortrag legt dar, dass es andere Wege gibt und stellt diese Wege vor.

Dr. Davoud Taghawi-Nejad

Davoud ist Data Science und Modeling Practice Leader bei Whiteshield, einer globalen Politikberatungsfirma. Er ist Ökonom mit 10 Jahren Erfahrung in Politikberatung und Politikmodellierung, mit Projekten in Arbeitsmarktökonomie, Arbeitsmarktnationalisierung, Bildungspolitik und Modellierung von globalen petrochemischen Lieferketten.

Am Massachusetts Institute of Technology hat Davoud ein Projekt zur Sauditisierung des Ssaudi-arabischen Arbeitsmarkts geleitet. Das Model wurde der Regierung als Regulierungssimulator-App zur Verfügung gestellt.

Beim Joint Research Center der Europäischen Kommission (2016) und bei den Vereinten Nationen (2020) ist Davoud Experte für E-governance und modellbasierte Gesetzes- und Regulierungsentwicklung.

Unter anderem publizierte Davoud zu Konjunkturzyklen, Netzwerkeffekten von Zentralbankinterventionen und Computermodellierung in der Volkswirtschaftslehre.

Die Eliten und die Spaltung der Gesellschaft

VortragProf. Dr. Michael Hartmann
25.09., 11:00 Uhr, Benz

In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich die Kluft zwischen Arm und Reich in Deutschland gravierend vertieft. Sowohl bei den Einkommen als auch bei den Vermögen ist die Ungleichheit massiv gestiegen. Das obere Zehntel, vor allem aber das oberste Prozent der Bevölkerung haben sehr viel dazu gewonnen, das untere Zehntel dagegen deutlich verloren. Diese Entwicklung ist durch die Corona-Pandemie nicht gestoppt oder gebremst, sondern noch einmal verstärkt worden. Ausschlaggebend für diesen Prozess waren und sind Entscheidungen, die von der politischen Elite getroffen und von den meisten anderen Eliten gefordert und/oder unterstützt worden sind. Das betrifft zum einen die Agenda 2010, zum anderen die zahlreichen steuerpolitischen Beschlüsse, die die Wohlhabenden und Reichen stark begünstigen. Eine zentrale Rolle für diese Entscheidungen spielt die soziale Rekrutierung der Eliten. Sie stammen überwiegend aus den oberen vier Prozent der Bevölkerung und denken und handeln dementsprechend.

Prof. Dr. Michael Hartmann

Michael Hartmann, geb. 1952, Professor em. für Soziologie, TU Darmstadt. Studium der Soziologie, Politikwissenschaft, Philosophie, Psychologie, Geschichte und Germanistik, 1979 Promotion, 1983 Habilitation. Forschungsstipendiat der DFG. Letzte Buchveröffentlichung: Die Abgehobenen. Wie die Eliten die Demokratie gefährden, 2018. 2002 und 2010 Thyssen-Preis für den besten sozialwissenschaftlichen Aufsatz des Jahres. 2008 Preis der Deutschen Gesellschaft für Soziologie für hervorragende Leistungen hinsichtlich der öffentlichen Wirksamkeit der Soziologie. Zahllose Vorträge und Medieninterviews sowie viele Talkshowauftritte im Fernsehen.

Human-Computer Interaction: From Concepts to Applications

VortragThomas Kosch
25.09., 11:00 Uhr, Toulon (A030)

Even after five decades since the commercialization of the first personal computers, everyday interactions with computing devices are still limited to keyboard, mouse, or touch interaction. Human-Computer Interaction (HCI) is a research field studying new interaction paradigms investigating how usability, experience, and user satisfaction can be improved. First, the talk will start with a brief introduction to the current state of user interfaces and anticipated developments. I will then present an excerpt of current HCI research trends concerning mixed reality, 3D printing, haptics, cycling assistance, and physiological interaction. Finally, the talk will anticipate how artificial intelligence is going to shape HCI research and applications in the future.

Thomas Kosch

Thomas Kosch is a postdoc of the Human-Computer Interaction Group at the Technical University of Darmstadt. He obtained his Ph.D. in Human-Computer Interaction at the Ludwig Maximilian University of Munich in 2020. His research focuses on assessing user interfaces through physiological sensing, including designing, prototyping, and evaluating physiological interfaces that augment users cognitively and physically using artificial intelligence.

Therapie mit allen Sinnen: Impacttechniken

VortragDipl. Psych., PPT Frauke Niehues
25.09., 11:00 Uhr, Windsor (A309)

Impacttechniken sind hocheffektive Methoden für den Therapie- und Beratungskontext. Sie können u.a. zur Emotionsaktivierung, Verdeutlichung von komplexen Zusammenhängen, Motivationssteigerung oder Memorierung und Verankerung von Lösungskonzepten eingesetzt werden. Hier ein Beispiel für eine Impacttechnik: Ein Klient hat nach einer von kontinuierlicher Entwertung und Misshandlung geprägten Kindheit ein sehr geringes Selbstwertgefühl. Der Therapeut nimmt einen Zwanzig-Euro-Schein, hält ihn hoch und fragt den Klienten: „Was ist der wert?“. Dann zerknüllt er den Schein, schmeißt ihn auf den Boden, tritt darauf herum und beschimpft ihn. Danach hebt er den zerknüllten Schein auf und fragt den Klienten: „Was ist er wert?“. In dem Vortrag wird der theoretische Hintergrund und die Wirkweise der Impacttechniken erläutert und Impacttechniken für verschiedene Fragestellungen und Einsatzbereiche demonstriert.

Dipl. Psych., PPT Frauke Niehues

Frauke Niehues ist approbierte Psychotherapeutin in eigener Praxis sowie in der Personal- und Organisationsentwicklung tätig. Sie ist Dozentin an mehreren Universitäten, leitet gemeinsam mit Manfred Prior ein Ausbildungsinstitut und ist Gründerin des Spenden- und Gemeinschaftsprojekts „Methodenschatz“. In dem Projekt findet man hilfreiche Materialien renommierter TherapeutInnen und Coaches für Therapie und Selbsthilfe. Frauke Niehues führt darüber hinaus das Portal „Können-macht-Spaß“. Dort stellt sie umfassende Informationen und Materialien zum Thema Hoch- und Höchstbegabung für Betroffene, Therapeutinnen, Berater, Schulen und KiTas zur Verfügung und bietet Vernetzungsmöglichkeiten für Fachleute. Einen Überblick über Ihre Angebote findet man unter www.frauke-niehues.net.

Documensa light - die 7. MHN-Kunstausstellung

SonstigesAlexander Scivos
25.09., 13:30 Uhr, Foyer

Die kleine MHN-Kunstausstellung unter dem Motto "art of mind" hat mittlerweile Tradition. Im Foyer, der Brücke zwischen Innen und Außen, schaffen wir die Möglichkeit zum Brückenschlag zwischen der Kunst des Einzelnen und der Kommunikation der Vielen. Schon zum 7. Mal freuen wir daher auf Papierbilder, Origami, Kleinplastiken, Fotos und sonstige ausstellbare Kunstwerke im Format bis DIN A3, die Teil-Nehmer der Mind-Akademie selbst Zusammen-Bringen.

Welche Bedeutung von „Wandel" manifestiert sich in der Kunst? Die Verwandlung des leeren Blattes in volle Schaffenskraft? Der Stil-Wandel der Kunst als Reflexion des Lebens-Wandels der Künstlerin? Wird der kunstschaffende Mensch zur Ur-Sache der Veränderung?

Die Anwandung der Kunst ist die Verwandlung der Wand.

Alexander Scivos

Alexander Scivos, geboren am 20.11.1972 ist einer der Gründer von MHN. Er hat Biologie, Mathematik und Informatik in Freiburg, Moskau und Kanada auf Diplom studiert. Aktuell arbeitet er als Referent für Schulungen bei SAP.

Er interessiert sich sehr für Kunst, zeichnet jeden Tag eine kleine Skizze und hat auf dem MinD-Camp schon einen Workshop zum Thema Land

Art geleitet und mehrfach bei der documensa teilgenommen.

Seine Interessen sind darüber hinaus Naturschutz, Philosophie, Spiele erfinden, Radfahren und Wandern.

CERN und SESAME: Wissenschaft als Brückenschlag über kulturelle und nationale Grenzen.

VortragProf. Dr. Rolf-Dieter Heuer
25.09., 14:00 Uhr, Benz

Die Elementarteilchenphysik beschäftigt sich mit der Suche nach den kleinsten Bausteinen der Natur und den Kräften, mit denen sie wechselwirken. Seit seiner Gründung vor über sechzig Jahren bestimmt CERN diese Forschung mit, zuletzt mit dem Start des Large Hadron Collider (LHC), durch die Entdeckung des Higgs-Bosons, sowie durch Ergebnisse, die ihren Weg aus der reinen Grundlagenforschung in das tägliche Leben gefunden haben. Weit über die europäischen Grenzen hinaus finanzieren 23 Mitgliedstaaten die Forschungsstätte. Das CERN ist neben der wissenschaftlichen Dimension auch eine Institution für die Völkerverständigung. Das internationale Forschungsinstitut SESAME in Jordanien füllt diese Rolle in einem wohl noch stärkeren Maße aus. All diese Aspekte werden im Vortrag dargestellt und illustrieren nicht nur die Wissenschaft sondern auch die Zusammenarbeit der verschiedenen Kulturen und Nationen im Wandel der Jahrzehnte.

Prof. Dr. Rolf-Dieter Heuer

Promovierter Physiker, Professor em. Univ. Hamburg, war von April 2016 bis April 2018 Präsident der Deutschen Physikalischen Gesellschaft und turnusgemäss deren Vizepräsident bis April 2020. Er war von 2016 bis 2020 Berater der EC und vier Jahre Vorsitzender der Gruppe der sieben ‚Chief Scientific Advisors‘ der EC. Er ist Präsident des Councils von SESAME (Synchrotron-Light for Experimental Science and Applications in the Middle East). Von Januar 2009 bis Dezember 2015 leitete er als Generaldirektor das europäische Forschungszentrum CERN. Er war von Dez. 2004 bis 2008 Forschungsdirektor für den Bereich Teilchen- und Astroteilchenphysik am DESY in Hamburg. Mitgliedschaft in nationalen und internationalen Gremien sowie verschiedenen Akademien, u.a. der Leopoldina. Zahlreiche Auszeichnungen, u.a. Groβes Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, Chevalier de la Légion d'honneur in Frankreich, Orden für Verdienste um Litauen, Goldenes Komturkreuz

Recht im Wandel der Zeit

VortragDr. Kurt Fuchs
25.09., 14:00 Uhr, Schiller (C301)

Recht ist ein Spiegel der jeweiligen Gesellschaft und unterliegt als solcher stetigem Wandel. Vorstellungen von richtig und falsch, gerecht und ungerecht, gut und böse veränderten sich erheblich im Lauf der Jahrhunderte. So erscheinen uns die meisten Rechtsvorstellungen aus der Antike und dem Mittelalter heute völlig absurd, vielfach gar als barbarisch. Das römische Recht beeinflußt dagegen bis heute unsere Rechtsvorstellungen. Der liberale, vom Humanismus geprägte, säkulare Rechtstaat von heute erscheint den meisten Menschen bei uns als natürliche Ordnung. Ein Blick über Westeuropa hinaus zeigt schnell, daß diese Vorstellung keineswegs selbstverständlich ist. Sie befindet sich zur Zeit in den meisten Teilen der Welt in der Defensive. Autoritative Ordnungen breiten sich immer mehr aus ...

Dr. Kurt Fuchs

Geboren und aufgewachsen auf dem Land, habe ich zuerst Maschinenbau an der RWTH Aachen und anschließend Jura an der Uni Münster studiert. Nach dem juristischen Referendariat habe ich zuerst in einer Unternehmensberatung und dann in einem Ingenieurbüro gearbeitet, bevor ich mich 2004 als Rechtsanwalt selbständig gemacht habe. Parallel zu meiner Tätigkeit als Rechtsanwalt habe ich 2015 meine Promotion in Jura abgeschlossen.

Nerd Communications – Überlebenshilfe in der Normalo-Welt

VortragDr. Markus Gyger
25.09., 14:00 Uhr, Toulon (A030)

„Mein Computer versteht mich: Wenn ich die richtigen Tasten drücke, tut er genau, was ich erwarte. Menschen sind da eher . . . dysfunktional“.

Außerhalb seines natürlichen Habitats zwischen Bürostuhl und Tastatur kann die Kommunikation für den klassischen Nerd eine wahre Herausforderung sein: Mitmenschen verstehen einfachste Wirkzusammenhänge nicht, übersehen offensichtliche Fehler und treffen logisch unhaltbare Entscheidungen. Sicherlich, dieses Bild ist ein überspitztes Klischee . . . aber irgendwie haben sich viele von uns doch schon einmal so gefühlt.

Dieser Vortrag richtet sich an alle, die Auswege aus den „Nerd-Kommunikationsfallen“ kennenlernen wollen. Anhand von realen Beispielen aus dem Publikum sollen diese Fallen beleuchtet und Lösungsalternativen erarbeitet werden.

Dr. Markus Gyger

Ein promovierter Physiker wie Dr. Markus Gyger bringt alles mit, was man braucht, um ein guter Nerd zu sein. Als Komunikationstrainer und systemischer Businesscoach hat er sich auf Angebote für Menschen mit naturwissenschaftlich-technischem Hintergrund spezialisiert: Wie können Meetings so gestaltet werden, dass etwas dabei herauskommt? Wie organisiere ich mich so, dass ich die wichtigen Dinge auf die Reihe bekomme? Wie können Inhalte so kommuniziert werden, dass sie die Zuhörenden wirklich erreichen? Bei der Mind-Akademie ist er dieses Jahr zum vierzehnten Mal dabei und hat seit 2007 an jeder Akademie mit Workshops und Vorträgen, Moderationen oder im Orgateam

mitgewirkt.

Mehr Informationen unter: www.gyger-training.de

Sicher, digital und sicherlich online: Wie wandelt sich Lehre, Lernen und Kollaboration im Zuge der Digitalisierung? Können Nerds helfen?

VortragProf. Dr.-Ing. Ulrich Greveler
25.09., 14:00 Uhr, Windsor (A309)

Dass Digitalisierung Chancen und Risiken birgt, ist eine Binsenweisheit. Ortsunabhängiges Lehren mit digitalen Hilfsmitteln und Online-Kollaboration sind schon vor Corona ein Zukunftsmodell gewesen und bekamen in der Pandemie deutlichen Schwung. Aber wohin geht es nun weiter? Der Digitalisierungsschub war überfällig, aber hat er uns in Schulen, Hochschulen und Arbeitswelt weiter gebracht? Können wir aus Fehlern lernen und innovative Konzepte entwickeln? Sind Erfolge messbar? Oder sitzt der Schock nach unzähligen Videokonferenzen mit Bild-Ton-Störungen und gescheitertem Fernunterricht mit Datenschutzkritik nun so tief, dass Rückschritte und Technologie-Pessimismus drohen? Können uns nun Technik-Nerds und Informatiker:innen retten? Ja, klar! Hört ihnen zu.

Prof. Dr.-Ing. Ulrich Greveler

Ulrich Greveler studierte in Gießen und Reading (UK) Mathematik und Informatik, arbeitete sechs Jahre in der Industrie im In- und Ausland, bevor er als Wissenschaftler an die Ruhr-Universität nach Bochum wechselte. Seit 2012 lehrt er Informatik mit dem Schwerpunkt IT-Sicherheit an der der Hochschule Rhein-Waal. Sein besonderes Interesse gilt datenschutzfördernden Technologien und dem Spannungsverhältnis zwischen Privatsphäre und digitaler Vernetzung. Ein persönliches Motto ist: „Immer der Erste am Buffet!“

Mensa-IQ-Test

WorkshopJo Degner
25.09., 15:30 Uhr, Toulon (A030)

Der IQ-Test findet im Rahmen der MinD-Akademie statt, ist aber öffentlich, d.h. jeder ab 14 Jahren kann nach Anmeldung an diesem IQ-Test teilnehmen.

Eine Teilnahme ist nur nach verbindlicher Anmeldung möglich. Bitte prüfen Sie, ob Sie eine entsprechende Bestätigungs-E-Mail erhalten haben!

Jo Degner

Geboren 1960

Mensa-Mitglied seit 1986

Mensa-Testleiter seit 2004

Dipl.-Ing. (FH) Elektrotechnik/Energietechnik

Beruf: Planungs-Ingenieur bei einem großen Industrie-Roboter-Hersteller

Wohnort: Augsburg

Sprach- und kulturfreier Mensa-IQ-Test

WorkshopJo Degner
25.09., 17:15 Uhr, Toulon (A030)

The IQ test takes place as part of the MinD Academy, but is public, i.e. anyone aged 14 and over can take part in this IQ test after registering.

Only participants with insufficient knowledge of the German language in order to take the regular IQ-Test of Mensa in Deutschland e.V. are permitted to take this language- and culture independent IQ-Test.

A test participation is only possible after a successful application. Therefore, please check your E-Mails for confirmations!

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Der IQ-Test findet im Rahmen der MinD-Akademie statt, ist aber öffentlich, d.h. jeder ab 14 Jahren kann nach Anmeldung an diesem IQ-Test teilnehmen.

Zum Test werden nur Teilnehmer zugelassen, deren Kenntnisse der deutschen Sprache nicht ausreichen, um den regulären von Mensa in Deutschland e. V. angebotenen Test absolvieren zu können.

Eine Testteilnahme ist nur nach erfolgreicher Anmeldung möglich.

Jo Degner

Geboren 1960

Mensa-Mitglied seit 1986

Mensa-Testleiter seit 2004

Dipl.-Ing. (FH) Elektrotechnik/Energietechnik

Beruf: Planungs-Ingenieur bei einem großen Industrie-Roboter-Hersteller

Wohnort: Augsburg

Den Klimawandel mit Satelliten beobachten

VortragDr. Eva Börgens
26.09., 09:30 Uhr, Carl Benz

Der voranschreitende Klimawandel hinterlässt immer mehr Spuren in unserer Umwelt. Der Meeresspiegel steigt, Grönland verliert immer mehr Eismasse, Sibirien brennt, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Um das globale Ausmaß des Wandels zu erfassen, greifen Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen mittlerweile auf Satellitendaten zurück.

Seit dem Start des ersten Landsat-Satelliten von der NASA in 1972 hat sich die Technik immer weiter verbessert, z.B. durch höhere räumliche und zeitliche Auflösung, und es wurden immer mehr Satelliten mit immer neuer Technik für verschiedensten Zwecke gebaut. Damit lassen sich eben nicht nur lokal sondern global lang- und kurzfristige Veränderungen beobachten und auch häufig quantifizieren.

Dieser Vortrag soll einen Überblick über die Möglichkeiten der Beobachtungssatelliten geben und aktuelle wissenschaftliche Ergebnisse zu Auswirkungen des Klimawandels präsentieren.

Dr. Eva Börgens

Nach der Schule entschied ich mich, ein Fach zu studieren, das im Abibuch nur als "Geo-was bitte?" beschrieben wurde. Ja, Geodäsie, hieß früher mal Vermessungswesen. Also zog ich ins schöne Bonn, um dort und in Calgary (Kanada) Geodäsie und Geoinformation zu studieren. Dies erfolgreich beendet, dürstete es mich nach noch mehr Wissen und ich wechselte für meine Promotion an die TU München, und nun weiter als PostDoc ans Deutsche GeoForschungsZentrum (GFZ) in Potsdam. Da ich nie so der geschickteste Mensch war, bot sich für mich die Satellitengeodäsie sehr an. Da konnte ich vor dem Computer sitzen bleiben und trotzdem globale, vom Klimawandel beeinflusste Phänome studieren.

Wenn ich nicht mit der Forschung meinen Wissensdurst stille, verschlinge ich seit meiner Jugend Bücher zu jedem mir in die Finger kommenden Thema. Leider bleibt dafür mittlerweile nicht mehr annähernd genügend Zeit!

MINDBOMBS. Visuelle Kulturen politischer Gewalt

VortragDr. Sebastian Baden
26.09., 09:30 Uhr, Kunsthalle

RAF, NSU und IS stehen für terroristische Gruppen, deren extremistische Propaganda und politische Gewalt die bildenden Künste zu entschiedenen Reaktionen herausfordern. Die Ausstellung „MINDBOMBS. Visuelle Kulturen politischer Gewalt“ in der Kunsthalle Mannheim eröffnet eine hochaktuelle künstlerische Perspektive auf die Geschichte und politische Ikonografie des modernen Terrorismus.

Der Rundgang durch die Ausstellung greift ausgewählte Positionen heraus und stellt die Inhalte und Formate der Werke zur Diskussion.

Dr. Sebastian Baden

Dr. Sebastian Baden arbeitet seit 2016 als Kurator für zeitgenössische Kunst und Skulptur an der Kunsthalle Mannheim. Er studierte Kunsterziehung an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe und der Literaturwissenschaft am KIT (Karlsruher Institut für Technologie) sowie Freie Kunst an der Hochschule der Künste Bern (HKB). Er war Stipendiat im Graduiertenkolleg »Bilder-Körper-Medium. Eine Anthropologische Perspektive« an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe (HfG). Zudem unterrichtete er als akademischer Mitarbeiter von Prof. Dr. Beat Wyss im Fachbereich Kunstwissenschaft und Medientheorie an der HfG Karlsruhe. 2017 wurde seine Promotion unter dem Titel »Das Image des Terrorismus im Kunstsystem« publiziert. 2013 wurde er mit dem internationalen AICA-Preis für junge Kunstkritik ausgezeichnet. Aktuelle Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte der modernen Kunstausstellung und die künstlerische Institutionskritik im Zusammenhang mit dem Kunstmarkt.

Klingonische Sprache

WorkshopLieven Litaer
26.09., 09:30 Uhr, Toulon (A030)

Klingonisch – Das ist die Sprache, die für „Raumschiff Enterprise“ erfunden wurde. Die Klingonen sind die langhaarigen, grimmig aussehenden Außerirdischen mit den Höckern oberhalb der Stirn, die aussehen wie eine Mischung aus Wikingern und Samurai. Die Sprache, die sie im Film sprechen, kann man wirklich lernen.

Sie ist eine künstlich erfundene Sprache, aber man kann sie sprechen wie jede andere auch.

Was soll das bringen? Es macht Spaß! Klingonisch lernen ist ein interessantes Training fürs Gehirn, nicht nur aus linguistischer Sicht.

Lieven Litaer

Lieven Litaer ist der deutsche Experte für Klingonische Sprache und verantwortlich für das Deutsche Klingonisch-Institut, eine unabhängige Vereinigung mit dem Ziel, die Kenntnisse über die klingonische Sprache zu sammeln, zu untersuchen und weiter zu verbreiten.

Mehr unter https://klingonisch.de/

Schokoladenpapiere im Wandel der Zeiten

VortragDipl. Kulturwirtin Birgit Brugger
26.09., 09:30 Uhr, Windsor (A309)

Jede Sammlung ist ein Abbild der Welt.

So kann man das Werden und Vergehen von Staaten und Unternehmen, aber auch Gesetzesänderungen, Konsumtrends und Designtendenzen aus meiner Sammlung lesen.

Eine Heranführung.

Dipl. Kulturwirtin Birgit Brugger

*27.11.75

Schule für Kultur- und Kongressmanagement, Steyr

Sprachen-, Wirtschafts- und Kulturraumstudien Ostmitteleuropas, Passau

Notrufzentrale und Schadenregulierung, Europ Assistance München

Buchhaltung, wagnis eG München

Digital Humanities. Über Kultur und ihre Wissenschaft, wenn alles anders wird

VortragProf. Dr. Gerhard Lauer
26.09., 11:00 Uhr, Berta Benz

Die Digitalisierung verändert alle Bereiche der Gesellschaft, auch die Kultur und die Wissenschaft der Kultur. Musik wird aus der Cloud gestreamt, Museen stellen ihre Sammlungen online zur Besichtigung aus und Literatur wird auf sozialen Plattformen geschrieben und gelesen. Noch nie haben sich so viele Menschen an der Kultur aktiv beteiligt und wechseln leicht zwischen der Rolle der Konsumenten und Produzenten hin und her. Das alles verändert die Kultur und auch die Kulturwissenschaften. Echtzeitdaten zur kulturellen Praxis unserer Gegenwart sind in einem bis vor kurzem nicht vorstellbaren Umfang zugänglich. Ihre Analyse und Auswertung verlangt neue, auch quantitative Ansätze in den Geisteswissenschaften. Computationelle und statistische Verfahren spielen eine ganz neue Rolle. Der Vortrag stellt die verschiedenen Veränderungen vor und erklärt, warum Computer nützlich sein können, um die Literatur, Kunst und Musik besser zu verstehen.

Prof. Dr. Gerhard Lauer

Gerhard Lauer ist Professor für Buchwissenschaft an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. Er hat Germanistik, Philosophie, Deutsch als Fremdsprache, Judaistik und Musikwissenschaft an den Universitäten des Saarlandes, Tübingen und München studiert. In München wurde er 1992 mit einer Arbeit zum Exil in den Wissenschaften promoviert und habilitierte sich 2000 mit einer Arbeit zu Geschichte der jüdischen Literatur in der Frühen Neuzeit. 2002 wurde er zum Professor für Deutsche Philologie an die Universität Göttingen berufen, 2017 an die Universität Basel für eine Professur für Digital Humanities geholt und 2021 auf den Johannes-Gutenberg-Lehrstuhl für Buchwissenschaft berufen. Schwerpunkt seiner Arbeit sind die Erforschung der Buchgeschichte und des Lesens. Von besonderem Interesse sind dabei experimentelle und computationelle Methoden, um geisteswissenschaftliche Fragestellungen zu beantworten. Zuletzt erschienen ist "Lesen im digitalen Zeitalter" (2020), http://gerhardlauer.io.

Die Leber macht das Gift - Giftung in Mensch und Umwelt

VortragJan Neuhaus
26.09., 11:00 Uhr, Carl Benz

Im Allgemeinen existieren sowohl im menschlichen Körper als auch in der natürlichen Umwelt verschiedenste Wege, Schadstoffe über die Zeit abzubauen oder zumindest aus dem Verkehr zu ziehen.

In diesem Vortrag soll es jedoch einerseits um jene gar nicht so seltenen Fälle gehen, in denen erst im Verlauf dieser im weitesten Sinne Stoffwechselprozesse die Schadwirkung entsteht.

Andererseits werde ich exemplarisch auf die vielfältigen Prozesse eingehen, denen gerade solche Stoffe unterliegen, deren reale oder scheinbare Unveränderlichkeit zunehmend zu Problemen führt ("forever chemicals" etc.).

Warum Alkohol intravenös nur im Ausnahmefall und Eisbärensteak grundsätzlich keine gute Idee ist, wann es auf die Größe doch ankommt, was Bauchspeck und die Polkappen gemeinsam haben und manches mehr erwartet Euch mit Galgenhumor vorgetragen in diesem Beitrag.

Jan Neuhaus

Geboren 1981 in Bremen, verweigerte Jan Neuhaus den Kindergartenbesuch aus ästhetischen Gründen, besuchte verschiedene Grund- sowie eine Waldorfschule, wechselte nach der 5. Klasse aufs Gymnasium, welches er 2001 erfolgreich hinter sich ließ.

Nach einer kurzen Afrikareise studierte er Archäometrie und angewandte Naturwissenschaften an der Bergakademie Freiberg bis zur Einstellung des ersteren Studienganges.

Nach der Rückkehr aus Bolivien und Peru ein halbes Jahr später begann er eher spontan das Medizinstudium in Bonn, welches er dann trotz starker Neigung zur Archäologie, Astronomie, Biologie, Paläontologie und Prokrastination auch tatsächlich 2011 vollendete. Darauf folgte ein einjähriges Intermezzo als Grafikbastler in einem Reisebüro sowie drei Jahre als Assistenzarzt in der Akutpsychiatrie und drei Jahre in der Informationszentrale gegen Vergiftungen. Aktuell arbeitet er seit knapp drei Jahren im Blutspendewesen und studiert berufsbegleitend angewandte Umweltwissenschaften.

How To Moodle

VortragVanessa Vieth
26.09., 11:00 Uhr, Toulon (A030)

Dieser Workshop ist für alle, die unsere digitale Infrastruktur im MHN näher kennenlernen möchten. Moodle vereint seit Mai diesen Jahres unser Wiki, unsere Website und einen Teil der Mailinglisten. Die ursprüngliche Lernplattform wird von Unternehmen, Verbände, Verwaltungen, Bildungsträger, Hochschulen und Schulen genutzt und dient vor allem für die Verwaltung von Nutzern, Kursen, Inhalten und Aktivitäten sowie der Dokumentation von verschiedenen Ergebnissen.

Hier wird es darum gehen, wie unser Moodle aufgebaut ist, und wie man es als Mitglied und Aktive für sich nutzen kann. Dabei geht es unter anderem um:

- den Aufbau der Kurse für die aktuellen Teams

- der Konfiguration der Kurse durch Aktive

- die Nutzung der neuen Wikis

- der Dateiablagemöglichkeiten

Vanessa Vieth

Vanessa ist im Vorstand des MHN u. a. für das IT-Team zuständig.

Code und Komplexität

VortragSören Köser
26.09., 11:00 Uhr, Windsor (A309)

Seit der Einführung programmierbarer Computer in den 1960ern ist die Komplexität von Software um Größenordnungen gestiegen. Damit Programmierer*innen weiterhin in der Lage sind, diese komplexen Programme zu entwickeln und zu warten, wurden im Laufe der Zeit zahlreiche Technologien entwickelt, um die Komplexität bei der Entwicklung zu reduzieren und wegzuabstrahieren. Der Vortrag liefert einen historischen Überblick über diese Verfahren, betrachtet aktuelle Technologien und stellt die Frage, wie es angesichts neuer technischer Entwicklungen weitergehen wird.

Sören Köser

Sören Köser, Jahrgang 1977, ist Dipl.-Wirtschaftsinformatiker und hat nach vielen Jahren als Arbeitnehmer 2020 endlich den Schritt in die Freiberuflichkeit gewagt. Seine Schwerpunkte liegen im Bereich Algorithmen und Softwarearchitektur. Er hofft darauf, zukünftig neben seinen beiden Hauptfreizeitbeschäftigungen (7 und 2 Jahre alt) auch wieder Zeit für andere Hobbys zu haben.

 

Programm der Mind-Akademie 2019 - Kopf oder Zahl

Neu bei der MinD-Akademie

WorkshopOtmar Seckinger
03.10., 16:00 Uhr, Benz

Die MinD-Akademie ist eine bunte Mischung von Menschen. Für wenige ist es die 17te Akademie, für viele die zweite oder dritte und für manche die erste.

Der Workshop dient dazu allen die zum ersten mal eine MA (kurz für MinD-Akademie) besuchen, den Einstieg geschmeidiger zu machen. Gern gesehen sind aber auch ein paar "Alte Hasen" um einen Austausch zu ermöglichen.

Der Slot ist eine bunte Mischung aus Geschichtsstunde, Kennenlernrunde und Vernetzungsplattform.

Otmar Seckinger

Dipl.Inf.(FH), B.Sc.Psych. Aktueller Jobtitel: oPOsSuM. Dozent an der TH Nürnberg. Erfolgreicher Bullshit-Bingo-Gewinner.

Seit der ersten Akademie bei MHN dabei in immer wieder neuen Rollen. Ideen spinnen und neues ausprobieren sowohl bei MHN als auch drum herum ist eine der Kernkompetenzen.

Psycholinguistik

VortragProf. Dr. Barbara Mertins
03.10., 16:00 Uhr, Toulon (A030)

Prof. Dr. Barbara Mertins

Prof. Dr. Barbara Mertins ist seit 2015 Professorin für Linguistik des Deutschen mit dem Schwerpunkt empirisch-funktionale Analyse: Psycholinguistik an der TU Dortmund. Sie forscht zum Zusammenhang zwischen sprachlichen Strukturen, mentalen Prozessen und der Repräsentation grammatischen Wissens. Dabei interessiert sie sich insbesondere für die Sprachproduktion von bilingualen Sprechern sowie für Sprachstörungen (z.B. Aphasie). Sie bedient sich empirischen Methoden der Psycholinguistik, vor allem Eye-Tracking. Nach dem Studium der Sprachwissenschaft, Philosophie und deutschen Literatur an den Universitäten Prag, Freiburg, Basel und Strasbourg forschte sie am MPI für Psycholinguistik und wurde 2004 von der Universität Nijmegen mit einer Arbeit über den Ausdruck der Simultanität im Zweitspracherwerb promoviert. Von 2005 bis 2014 forschte und lehrte sie an der Universität Heidelberg. Dort habilitierte sie auch 2012. Frau Mertins ist verheiratet und hat zwei bilingual aufwachsende Kinder.

Kopf und Zahl: Warum wir lieber mit Maschinen Rechnen! - eine Tour d‘Horizon über die Erfindung des Computers

VortragProf. Dr. Ina Prinz
03.10., 16:00 Uhr, Windsor (A309)

!!! Fällt aus !!!

Prof. Dr. Ina Prinz

Professor Dr. Ina Prinz ist Professorin für Mathematik- und Informatikgeschichte der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn. Als Direktorin des Arithmeums betreut sie die weltweit umfassendste Sammlung historischer Rechenmaschinen und kuratiert regelmäßige Sonderausstellungen zu einzelnen Themengebieten des maschinellen Rechnens. Im Dezember 2019 wird zum 20jährigen Jubiläum des Arithmeums eine Ausstellung zur Mathematik und Ästhetik des Chipdesigns eröffnet.

Der Kopf in der Schlinge – so geht's dem Täter an den Kragen!

VortragDr. Mark Benecke
03.10., 20:00 Uhr, Benz

Jeder Mensch hinterlässt eine große Zahl an Spuren, wo auch immer er sich bewegt. An einem Tatort diejenigen herauszufiltern, die am Ende den Täter oder die Täterin überführen, ist nicht immer einfach. Hinzu kommen die Spuren, die die Natur liefert – zum Beispiel Maden und Würmer in verwesenden Leichen. In seinem Vortag stellt Mark Benecke einige seiner spannendsten und interessantesten Fälle vor. Aber Achtung: Die zahlreichen Bilder von Tatorten und Opfern sind nichts für zarte Gemüter.

Dr. Mark Benecke

Dr. Mark Benecke ist ein deutscher Kriminalbiologe und Spezialist für forensische Entomologie. Er ist darüber hinaus Ausbilder an deutschen Polizeischulen sowie Gastdozent in den Vereinigten Staaten, Vietnam,Kolumbien und auf den Philippinen.

Er studierte Psychologie und Biologie an der Universität Köln, wo er anschließend über genetische Fingerabdrücke promoviert wurde. Zusätzlich dazu absolvierte er mehrere polizeitechnische Ausbildungen in den USA, u. a. an der FBI-Akademie.

Benecke wird als öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger herangezogen, um biologische Spuren bei vermuteten Gewaltverbrechen mit Todesfolgen auszuwerten. In der Öffentlichkeit bekannt wurde Benecke durch seine Vorträge, mit denen er regelmäßig durch Deutschland tourt, und durch Auftritte in verschiedenen Fernsehsendungen und Talkshows. Benecke veröffentlichte mehrere populärwissenschaftliche Bücher, unter anderem über Kriminalfälle, Kriminalbiologie und das Altern aus biomedizinischer Sicht.

Frei improvisierte Musik - nicht nur zählen, auf den Kopf kommt es an

WorkshopStefan Wladarsch
03.10., 20:00 Uhr, Toulon (A030)

Eines der interessantesten Experimente, an denen ich teilnehmen durfte, war der Workshop „Freie Improvisation“ mit Jim Dvorak (1990).

Beim Workshop 2017, haben wir, trotz der Kürze des Workshop einiges hin kriegen, damals haben wir uns stark an afrikanischer Polyrhythmik orientiert.

Diesmal geht es um "Freiere Formen". Und wieder brauchen wir keine Instrumente, die Stimme und der eigene Körper (Stichwort Bodypercussion) reichen aus, doch wer will kann auch sein Instrument mitbringen.

Am Anfang werde ich kurz was über "normale (Jazz-)Improvisation" bis hin zum Free-Jazz erzählen, aber diesmal stehen Jims Übungen im Vordergrund. Und es geht auch um die Fragen welcher Rhythmus zählt und wie viele Leute können gleichzeitig ein Solo spielen. Es kann also schräg werden - aber das haben wir selbst in der Hand (bzw. im Kopf).

Stefan Wladarsch

Jahrgang 1966, ist mit dem Musiktheater aufgewachsen (Onkel ist Opernsänger und Regisseur),

seit ca. 1980 selber Musiker (Gitarre, Schlagzeug, Bass) und in verschiedenen Chören,

verschiedene Workshops zu Musik, Theater und Tanz (Contact),

von 2002 – 2013 fester Musiker und Schauspieler in einer Impro-Theatergruppe

Seit her „Freischaffend“ u.a. etliche Auftritte mit den Irrationalen auf der MinD-Akademie

Brotberuf: Qualitätsmanager und Sicherheitsingenieur

Das Wright Fisher Modell und die Binominalverteilung oder Was ist Evolution

VortragDipl. Biomath. Mirco Schultka
03.10., 20:00 Uhr, Windsor (A309)

Mir hat das Wright Fischer Modell sehr geholfen die Evolution mit den Evolutionsmechanismen besser zu verstehen,

insbesondere das Verhältnis von Gendrift und Selektion.

Auch passt dieser Vortrag sehr gut zum Gesamtthema Kopf oder Zahl. Denn, der mathematische

Kern des WF Modells ist die Binominalverteilung. Hier wird N mal eine Münze mit Erfolgswahrscheinlichkeit p geworfen,

also Wahrscheinlichkeit für Zahl ist p, Wahrscheinlichkeit für Kopf ist q=1-p.

Ein Anliegen dieses Vortrages ist es auch, die Stochastik dem Hörer schmackhaft zu machen,

und einen kleinen ersten Einblick in die Reichhaltigkeit stochastischer Fragestellungen zu erhalten.

Denn stochastische Modellierung ist weit mehr als bloß 49 über 6 (Lotto)

Dipl. Biomath. Mirco Schultka

Abitur 2002 in Uelzen am Lessing Gymnasium

Von 2003 bis 2008: Studium der Biomathematik in Greifswald

Zur Zeit: Promotion am Lehrstuhl für Biomathematik und Statistik in Greifswald

Meine Interessenschwertpunkte sind dabei stochastische Modellierung in der Biologie (z.B. Markovketten und Brownsche Bewegung),

Physiologie (z.B. Ionenkanäle, Pflanzenwurzeln, Photosynthese), Molekularbiologie;

Differentialgleichungen, Statisitik, ...

weitere Interessen sind Phonologie und Phonetik, Mesopotamien, Philosophie der Naturwissenschaften,

Verhältnis Naturwissenschaft und Glaube, strategische Spiele (Schach, Go, Bridge), Klavier, Tischtennis,

Fremdsprachen

Falsche Dichtomien, oder: Der Rand der Münze ist oft breiter als man denkt

VortragDr. Daniel Wessel
04.10., 09:00 Uhr, Berta Benz

Das Thema der Akademie ist "Kopf oder Zahl", und ja, das ist das, woran man denkt, wenn man eine Münze wirft. Ist auch oft nicht verkehrt, oft weiß man spätestens im Flug, was man eigentlich will. Aber Kopf oder Zahl sind nicht alle Ergebnisse, die als Ergebnis rauskommen können. Es gibt noch den Rand der Münze. Und der ist manchmal erstaunlich groß.

In diesem Vortrag geht es um falsche Dichotomien, einem verbreiteten Denkfehler. Von einer einfachen "es gibt nur Kopf oder Zahl" Sicht (falsche Dichotomie) hin zu "da gibt es eine ganze Menge dazwischen". Mit Ausflügen u.a. zu Polarisierung, Diskussionskultur, kritischem Denken, oder sehen was nicht da ist. Mit dem Ziel, eine differenziertere Weltsicht einnehmen zu können als eine reine schwarz-weiße "Kopf oder Zahl" Sicht.

Dr. Daniel Wessel

Blind in viele Dinge hineingelaufen, aber für das Lehrgeld auch mit einer eigenen Perspektive herausgekommen. Ich würde sagen, dass es das wert war, aber ich weiß nicht, wie es anders gelaufen wäre. Weitere relevante Punkte für die Mind-Akademie: Ich konnte mich nicht zwischen Psychologie und Informatik entscheiden, ich hab' Psychologie genommen, weil Computer einfach sind (die machen, was man ihnen sagt). Letztendlich bin ich im Bereich zwischen (Medien-)Informatik und Psychologie gelandet. Diplom in Psychologie (das gibt auch Infos über mein Alter), Promotion in Psychologie (im Bereich mobile Medien), und derzeit an einer Uni, u.a. im Bereich Medieninformatik und E-Government, tätig. Und generell neugierig, v.a. was Menschen und was Technik betrifft.

Albträume: Ursachen und Behandlung

VortragProf. (apl.) Michael Schredl
04.10., 09:00 Uhr, Carl Benz

Albträume werden von vielen Menschen zumindest gelegentlich erlebt. Allerdings ist auch die Albtraumstörung, bei der Albträume so häufig auftreten, dass sie das Wachleben klinisch signifikant beeinträchtigen, mit ca. 5% recht häufig in der Allgemeinbevölkerung. Zur Erklärung der Albträume wird ein Veranlagungs-Stress-Modell herangezogen. Auch das Erleben von Traumata und einige Medikamentengruppen können zu Albträumen führen. Obwohl es wirksame Therapieansätze gibt, ist die Albtraumstörung unterdiagnostiziert (es wird selten explizit danach gefragt) und unterbehandelt. Auch die Betroffenen selbst wenden sich selten an professionelle Helfer. Die am besten evaluierte Behandlungsstrategie ist die „Imagery Rehearsal Therapy“, die aus drei Schritten (Konfrontation, Bewältigung, Einüben) besteht. Aufklärungsarbeit ist notwendig, damit die Versorgungssituation für betroffene Personen verbessert werden kann.

Prof. (apl.) Michael Schredl

Wissenschaftlicher Leiter des Schlaflabors des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit, Mannheim. Seit 1990 im Bereich der Traumforschung tätig, Herausgeber der Zeitschrift "International Journal of Dream Research".

Und hinter all den Zahlen eine neue Welt? - Von Kryptographie zur Blockchain und neuen Formen der Organisation

VortragDr. Tobias Kästner
04.10., 09:00 Uhr, Toulon (A030)

Zahlen und Mathematik bilden die Grundlage für eine noch relativ junge Technologie, die in ihrem Kern den Austausch von Werten auf eine ähnliche Weise verändern kann, wie es zuletzt das Internet für den Austausch Informationen getan hat. Auch wenn der hierfür bemühte Begriff Blockchain im Grunde zu kurz greift und viel zu viele, viel zu unterschiedliche Dinge in einem Schlagwort vereint, lohnt sich ein zweiter Blick auf das, was jenseits von digitalem Goldrausch und Bauernfängerei noch so alles damit möglich wäre. Und interessante Anwendungen gibt es tatsächlich eine ganze Menge: Sei es z.B. die Autonomie über die eigenen Daten wiederzuerlangen, eine gerechtere Vergütung von Kunstschaffenden zu ermöglichen, neue Formen ein Unternehmen zu führen, Wohltätigkeit zu organisieren oder gar politische Systeme zu reformieren. Vieles wird gerade erdacht und erprobt. Und davon will der Vortrag einiges berichten ohne sich im 1x1 der Algorithmen und Datenstrukturen zu verlieren.

Dr. Tobias Kästner

Tobias Kästner hat in Jena Physik studiert und einige Jahre am Lehrstuhl für Quantentheorie geforscht und gearbeitet. Von dort hat er seine Faszination für komplexe Systeme an jede nachfolgende Station mitgenommen und ist tatsächlich auch immer wieder auf eben solche komplexen Systeme gestoßen. Heute arbeitet er meist als agiler Coach mit Scrum Teams und anderen komplexen adaptiven Systemen oder entwirft als Softwarearchitekt Lösungen für eine immer komplexer vernetzte Informationsgesellschaft. Seine Interesse gilt allem, was Feedback generiert und sich auch sonst nicht-linear und damit interessant verhält.

Aleatorische Kunst - Der Zufall macht die Kunst.

WorkshopAlexander Scivos
04.10., 09:00 Uhr, Windsor (A309)

Unter Aleatorik (von lat. aleatorius „zum Spieler gehörig“, alea „Würfel, Risiko, Zufall“) wird in Musik, Kunst und Literatur die Verwendung von nicht-systematischen Operationen verstanden, die zu einem unvorhersehbaren, zufälligen Ergebnis führen.

In meinem Workshop werden wir uns spielerisch dem Begriff nähern und einige Kunstwerke generieren, die dann im Lauf der Akademie von allen Teilnehmern und / oder dem Zufall einer laufenden Veränderung

unterworfen sind.

Alexander Scivos

ALEXANDER SCIVOS

geboren am 20.11.1972 ist einer der Gründer von MHN. Er hat Biologie, Mathematik und Informatik in Freiburg, Moskau und Kanada auf Diplom studiert. Aktuell arbeitet er als Referent für Schulungen bei SAP.

Er interessiert sich sehr für Kunst, zeichnet jeden Tag eine kleine Skizze und hat auf dem MinD-Camp schon einen Workshop zum Thema Land Art geleitet und mehrfach bei der documensa teilgenommen.

Seine Interessen sind darüber hinaus Naturschutz, Philosophie, Spiele erfinden, Radfahren und Wandern.

Erbsenzählen oder Glaskugel? Wie Versicherungsprämien gemacht werden

VortragDr. Michael Fackler
04.10., 10:30 Uhr, Berta Benz

Versicherung hört sich langweilig und bürokratisch an, ist aber oft spannender, als es der Branche lieb ist, besonders bei der Kalkulation der Prämien (Preise). Die versicherten Gefahren ändern sich manchmal rasch, z.B. durch Klimawandel oder soziale Trends. Dazu gibt es immer wieder Interesse an neuen Deckungen, z.B. für Risiken aus dem Internet, oder für Spezialfälle, z.B. das Knie eines Fußball-Stars. Daher kann man nicht immer mit Standardmethodik und etablierten Schadendatenbanken arbeiten, sondern muss sich neue Methoden und oft auch neue Datenquellen erschließen.

Der Vortrag wird an einigen Beispielen illustrieren, wie man Wahrscheinlichkeiten für gewisse Gefahren einschätzen kann, auch wenn zu Projektbeginn alle behaupten, dass es dazu keinerlei brauchbare Daten gibt.

Dr. Michael Fackler

Dr. Michael Fackler stammt aus einer Allgäuer Musikerfamilie, er ist langjähriges Mitglied und häufiger Referent bei Mensa und MHN. Seine Ausbildung verlief unkonventionell: Er studierte (hauptsächlich) Mathematik, lernte parallel drei Fremdsprachen, begann zu arbeiten und parallel eine nebenberufliche Mathematik-Promotion, die er 2017, nach über 20 Jahren Berufstätigkeit, mit summa cum laude abgeschlossen hat.

Michael Fackler arbeitet als freiberuflicher Aktuar (geprüfter Versicherungsmathematiker) in der Rückversicherung und ist spezialisiert auf die Prämienkalkulation von Versicherungs-Deckungen, für die jemand eine neue Kalkulationsmethode braucht oder wo es noch gar keine Methode gibt.

Über den Schlaf und das Gedächtnis

VortragDr. Gordon Feld
04.10., 10:30 Uhr, Carl Benz

Schlaf drüber – manche treffen Entscheidungen erst nach einer Nacht Schlaf, andere werfen einfach eine Münze. Feststeht, dass der Mensch im Durchschnitt ein Drittel seines Lebens in einem reversiblen Zustand der Bewusstlosigkeit, also schlafend, verbringt. Schlaf konnte bei allen bisher untersuchten Tieren, sogar bei Quallen und Bienen, nachgewiesen werden. Schlaf scheint für das Gehirn so wichtig, dass Vögel im Flug und Delphine Unterwasser spezielle Formen des Schlafes entwickelt haben, bei denen jeweils nur ein Teil des Gehirns schläft. Im Schlaf werden Gedächtnisinhalte wiederverarbeitet, die zuvor am Tag gelernt worden sind. Dabei werden sie verstärkt und transformiert, wodurch Regelmäßigkeiten und sogar neue Erkenntnisse abgeleitet werden können. Die Veränderung der Kommunikation zwischen Neuronen, die Neuroplastizität, spielt dabei eine entscheidende Rolle. In meiner Forschung beschäftige ich mich damit, welche neuronalen Botenstoffe in diesem Vorgang federführend sind.

Dr. Gordon Feld

I am currently a group leader at the Central Institute of Mental Health in Mannheim working on the influence of sleep on addiction and my broad research interest is how sleep influences memory functions. Therefore, after studying psychology at the University of Mainz, I pursued a PhD with Jan Born at the University of Tübingen, which mainly focused on the neurochemicals that are relevant for strengthening memory during sleep. I am also interested in making the main findings of the sleep and memory field, the beneficial effects of sleep on memory, accessible to the broader public and encourage application. Recently, I had the opportunity to work at UCL in Hugo Spiers’ lab for two years, where we ran studies that investigate how sleep influences complex associative memory and reward representations in fMRI.

Personalentwicklung am Beispiel des KIT – Kopf oder Zahl

VortragDr. Anke Diez
04.10., 10:30 Uhr, Toulon (A030)

In diesem Vortrag werden Sie einen Einblick in die Arbeit einer Personalentwicklerin bekommen. Kopf oder Zahl – zeigt ein Spannungsfeld zwischen dem Einzelnen und der Gruppe und den Gesamtzielen der Organisation auf.

Wir arbeiten immer mit verschiedenen Perspektiven in der PE und bewegen uns in einem Spannungsfeld:

- zwischen der systemorientierten Personalentwicklung, der ein gewisser Systemzwang inne wohnt;

- und dem individuellen Bildungsansatz, der sehr stark auf Selbstbestimmung setzt.

Dieses Feld gilt es auszutarieren. Das gilt insbesondere dann, wenn man ein PE-Konzept für eine wissenschaftliche Institution entwickeln hat, die die Besonderheit inne hat ein sogenannter Durchlauferhitzer zu sein.

Dr. Anke Diez

- Studium des Lehramtes (Theologie / Deutsch und Theaterpädagogik) (1. Staatexamen)

- Studium der Diplom-Pädagogik (Schwerpunkt Erwachsenenbildung) und Sprecherziehung an der Universität Koblenz/Landau

- Master in General Management, Malik St. Gallen

- Berufsbegleitende Promotion auf dem Themengebiet Personalentwicklung für technische Forschungseinrichtungen

- 7 Jahre Leitung Hochschuldidaktik an der Universität Karlsruhe

- 9 Jahre Leitung Wissenschaftliche Weiterbildung

- Seit 2011 Leitung der Personalentwicklung am KIT

- Aktuell Leitung der Dienstleistungseinheit Personalentwicklung und Berufliche Ausbildung

Explosionsschutz - aus Unfällen lernen

VortragDr. Berthold Dyrba
04.10., 10:30 Uhr, Windsor (A309)

Explosionsschutz muss in vielen Industriezweigen realisiert werden, um der Zerstörung von Anlagen und dem Schutz von Menschenleben gerecht zu werden.

Berichtet wird über ein Explosionsereignis mit zwei Toten und acht Verletzten.

In einer interaktiven Übung werden die möglichen Ursachen erarbeitet und analysiert, um geeignete Schutzmaßnahmen abzuleiten.

Zusammenfassend wird ein Film gezeigt, der auch als Unterweisungsfilm für Betriebe mit Explosionsgefahren geeignet ist.

Dr. Berthold Dyrba

Dr. Berthold Dyrba

Er ist Geschäftsführer der Firma „Dyrba & Kollegen Explosionsschutz GmbH.

Nach dem Studium der Verfahrenstechnik 1974, der Promotion zum Thema Explosionsschutz, der sechsjährigen Tätigkeit als Sicherheitsingenieur und der fünfjährigen Leitung eines Staublabors war er ab 1990 als Technischer Aufsichtsbeamter und Leiter des Fachbereiches „Explosionsschutz“ bei der BG Rohstoffe und chemische Industrie tätig.

Ab 2016 wirkte er als Freiberufler und gründete 2017 die oben genannte Firma.

Durch seine Mitgliedschaft in nationalen und internationalen Gremien, der Begleitung von Forschungsvorhaben, der Untersuchung von Unfällen, der Beratung von Mitgliedsunternehmen, der Referententätigkeit sowie der federführenden Bearbeitung der Explosionsschutz-Regeln (EX-RL) wurden ca. 220 Fachveröffentlichungen und ca. 30 elektronische bzw. drucktechnische Erzeugnisse publiziert sowie weit über 300 Fachvorträge gehalten. Er leitet die Weiterbildung zum Fachberater Explosionsschutz FBEx®.

Unterschätzte Unsicherheiten in der Statistik und deren interessensgeleitete Nutzung - am Beispiel Wahlumfragen und Mammografie

VortragProf. Dr. Gerd Bosbach
04.10., 13:00 Uhr, Berta Benz

Wir müssen mit komplexen Unsicherheiten – eben nicht nur Kopf oder Zahl – leben. So weit, so klar. Interessensgeleitet werden einige Unsicherheiten – obwohl leicht abschätzbar – bewusst für die breite Öffentlichkeit vernebelt. Das wird am Beispiel von Wahlumfragen und der Wirkungen von Mammografie-Tests exemplarisch gezeigt. Mögliche Gründe dafür werden benannt.

Gerne erweitert der Referent das Thema auf Bevölkerungsprognosen (-modellrechnungen).

Die Frage, was eine aufgeklärte Öffentlichkeit tun kann, soll das Thema abrunden.

Prof. Dr. Gerd Bosbach

Prof. Dr. Gerd Bosbach lehrt Statistik und Empirie an der Hochschule Koblenz, Standort Remagen.

Forschungsschwerpunkte: Statistik-Missbrauch, Arbeitsmarkt- und Bevölkerungsstatistik (Demografie), Armut (im Alter), volkswirtschaftliche Aspekte der Gesundheitsfinanzierung

Tiefen Einblick in die amtliche Statistik und den Umgang der Politik mit diesen Daten erhielt er bei seiner Tätigkeit im Statistischen Bundesamt, dort vor allem in der Bonner Beratungsstelle, wo er verantwortlich Finanz- und Wirtschaftsministerium und die wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages beriet. Nach einem Abstecher als Ausbilder von Informatik-Assistenten kehrte er zur Statistik zurück und zwar in die Abteilung Statistik der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung. Seit 1999 ist er als Professor tätig, erst in Ansbach (Franken) und seit 2002 in Remagen.

Zum persönlichen Eindruck:

(bei Pelzig)

(in nano, 3SAT)

Regionaler Klimawandel in Europa, Deutschland und vor Ort: Diagnose, Prognose und Folgen

VortragDr Peter Hoffmann
04.10., 13:00 Uhr, Carl Benz

Lange Messreihen weltweit, in Europa, Deutschland und vor Ort zeigen einen rasanten Anstieg der Temperatur in den letzten Jahrzehnten im Vergleich zu vorindustriellen Bedingungen. Allein durch natürliche Variationen im Klimasystems lässt sich diese Entwicklung kaum erklären. Durch den bislang nahezu ungebremsten Ausstoß von Treibhausgasen bei der Verbrennung fossiler Energieträger zur Energiegewinnung verstärkt sich der natürliche Treibhauseffekt und es wir allmählich wärmer.

Die menschliche Wahrnehmung der bereits stattgefundenen klimatischen Veränderung ist oftmals sehr subjektiv und überlagert durch viele Einflussfaktoren. Klimatologische Größen wie die Jahresmitteltemperatur sind daher nur schwer mit einer eigenen Betroffenheit in Zusammenhang zu bringen. Die Anzahl der Tage mit extremer Hitze oder extremer Witterung schon eher. So hat sich bereit jetzt die Anzahl der Tage über 30°C gegenüber den 70er und 80er Jahren verdoppelt und die beiden letzten Sommer waren die heißesten.

Dr Peter Hoffmann

1991-1991 Schulabschluss mittlere Reife

1991-1995 Berufsausbildung zum Prozessleitelektroniker in der Chemieindustrie

1995-1996 Facharbeiter in der Chemieindustrie

1996-1997 Zivildienst

1997-1999 Facharbeiter im Elektrohandwerk

1999-1999 Erwerb einer Sonderhochschulberechtigung für Meteorologie

1999-2005 Studium für Meteorologie an der Universität Leipzig

2006-2011 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Meteorologie in Leipzig

2011-2011 Promotion: Meteorologie der Hochatmosphäre

2012-2019 Wissenschaftler am Potsdam Institut für Klimafolgenforschung

"Kopf oder Zahl" - Compliance im Einkauf - Effizientes und nachhaltiges Lieferantenmanagement

VortragStefan Hendriks
04.10., 13:00 Uhr, Toulon (A030)

Einzug sozialer und nachhaltiger Themenstellungen in die Wirtschaft.

Welcher Umdenkprozess wurde vollzogen?

Welche Weiterentwicklungen stehen, im Zeitalter der Digitalisierung, an?

In drei Abschnitten soll der Vortrag, auf unterhaltsame Weise, darstellen wie die Themenstellungen der Nachhaltigkeit und Compliance Teil der Unternehmensstrategie geworden sind und wie sie in die Unternehmensbereiche abgeleitet werden (hier am Beispiel des Einkaufs).

Stefan Hendriks

Abitur am Landrat-Lucas-Gymnasium, Leverkusen (1989)

Studium der Volkswirtschaftlehre mit Abschluss als Diplom Volkswirt, Universität zu Köln (1997)

4 Jahre tätig in der Industrie, Großbritannien (1995 – 1998)

Seit >20 Jahren Unternehmensberater mit Fokus auf Supply Chain Management, Einkauf, Restrukturierung und Transformation

Seit >5 Jahren Dozent an der CBS Cologne Business School (Cost Management & Supplier Relationship Management)

WHOIS google.com? How big corps want your DNS data and what you can do about it

VortragOle Michaelis
04.10., 13:00 Uhr, Windsor (A309)

DNS is a protocol as old as the Internet. Yet we only notice it when it’s not working, or when some company acquires a cool IP to run their own resolvers. But lately there's a new, cool kid in town: DNS-over-HTTP, or DoH.

In this talk, I want to answer the question you all had when you read it the first time: Why? Why would anyone really want to do this? After we explore the motivation behind this, we’ll look a bit into the implementation details and the current status of the effort.

Ole Michaelis

Ole Michaelis is the co-founder of SoCoded, a hackfest and web development conference in Hamburg. He’s a Software Engineer working for DNSimple making domain management automation a breeze. In his free time, he’s building slidr.io, a hazzle-free slide sharing platform. Ole is passionate about open source software, enjoys traveling, and loves Mexican food. He classifies himself as a 'bad' German as he dislikes beer and soccer – the traditional German past-times.

Wie bekommen wir die Ethik in den Code?

VortragLajla Fetic
04.10., 14:30 Uhr, Berta Benz

Lajla Fetic spricht über das Thema Ethik bei Algorithmen.

Lajla Fetic

Lajla Fetic ist als Projekt Manager im Projekt „Ethik der Algorithmen“ der Bertelsmann Stiftung tätig. Zuvor hat sie bereits zu den Themen Digitalisierung und Automatisierung gearbeitet, so unter anderem für das Berliner Think Tank Stiftung Neue Verantwortung und im Rahmen einer internationalen Beratung für die Plattform Industrie 4.0. Gleichzeitig studiert sie an der Hertie School of Governance im Master Public Policy mit Fokus auf die digitale Transformation des öffentlichen Sektors.

Technikfolgenabschätzung

VortragProf. Dr. Michael Decker
04.10., 14:30 Uhr, Carl Benz

Der Wurf einer Münze und damit der Zufall hat sich bei vielen Entscheidungen schon als gangbarer Weg der finalen Entscheidungsfindung erwiesen. Auch technisch ist ein Zufallsentscheid - etwa über einen Zufallszahlengenerator - vergleichsweise einfach implementierbar. Aber in welchem Sinne entscheiden Maschinen? Das Technik immer "autonomer" wird, wird jedenfalls von den Technikentwicklerinnen und -entwicklern schon länger propagiert. Autonomen Robotersystemen werden seit geraumer Zeit autonome Entscheidungsfähigkeiten zugeschrieben. Typischerweise erfolgen technische Entscheidungen datenbasiert, gesteuert durch eine Software, die dann gegebenenfalls über Aktuatoren Veränderungen in der Umwelt des Robotersystems vornehmen kann. Die jüngsten Errungenschaften der Künstlichen Intelligenz-Forschung versprechen hier - eingesetzt in der Steuerungssoftware - große Fortschritte, weil technische Systeme dann eigenständig lernen, um entsprechend bessere Entscheidungen treffen zu können.

Prof. Dr. Michael Decker

Prof. Dr. Michael Decker

Michael Decker ist Professor für Technikfolgenabschätzung und seit 2015 Leiter des Bereichs Informatik, Wirtschaft und Gesellschaft des KIT. Zuvor war er Institutsleiter des Instituts für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS). Er ist Diplom-Physiker, promovierte an der Universität Heidelberg und habilitierte sich an der Universität Freiburg mit einer Arbeit zur Technikfolgenforschung. Seine Forschungsgebiete sind Konzeptionen der Technikfolgenabschätzung (TA), Methodik interdisziplinärer Forschung und TA autonomer Systeme. Herr Decker ist Vorsitzender des Beirats „Innovations- und Technikanalyse“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), Vorsitzender des Fachbeirats „Technik im Dialog“ des Vereins der Deutschen Ingenieure (VDI) sowie Sprecher des Netzwerks TA.

Was des Kaisers ist: Geld in der Antike

VortragProf. Dr. Johannes Wienand
04.10., 14:30 Uhr, Toulon (A030)

Geld ist aus unserer heutigen Gesellschaft nicht wegzudenken. Aber wie hat es sich historisch entwickelt? Welche Bedeutung hatte Geld in der Antike, als das Münzgeld entwickelt wurde und sich nach und nach im Mittelmeerraum als Zahlungsmittel etablieren konnte? Und wie lässt sich diese Frage überhaupt beantworten? Welcher Stellenwert kommt antiken Münzen in der heutigen Geschichtsforschung zu, und was ist das besondere an einer antiken Münze als historischem Zeugnis? Dieser Vortrag widmet sich antikem Münzgeld aus der Perspektive der heutigen Forschung. Dabei werden die Entwicklung und der Gebrauch von Münzgeld in der Antike reflektiert, im Kern wird es aber darum gehen, wie antike Münzen heute als historische Zeugnisse erfoscht werden und welche Rolle ihnen als kulturelles Erbe zukommt.

Prof. Dr. Johannes Wienand

Prof. Dr. Johannes Wienand bekleidet die Professur für Alte Geschichte an der Technischen Universität Braunschweig und leitet das Münzkabinett des Herzog Anton Ulrich-Museums. Er hat Geschichte und Philosophie in Tübingen, Wien, Konstanz und Pittsburgh PA studiert und an der Universität Konstanz eine Doktorarbeit geschrieben. Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter an den Universitäten in Konstanz, Heidelberg, Düsseldorf und Frankfurt und hat Forschungsaufenthalte in Berlin, Cambridge (UK) und München absolviert. In seiner Forschung geht er der Frage nach, wie Monarchie und Demokratie in der Antike funktioniert haben und was Politik, Religion und Krieg miteinander zu tun haben. Er hat den deutschlandweiten Forschungs- und Digitalisierungsverbund ‚Netzwerk universitärer Münzsammlungen in Deutschland‘ (NUMiD) gegründet und leitet das DFG-Netzwerk 'Interner Krieg. Gesellschaft, soziale Ordnung und politischer Konflikt im Altertum'.

Wie ein Querbahnsteig einen Bahnhof zum "Kopf"bahnhof macht und andere Weisheiten aus der Welt der Eisenbahn

SonstigesM.Sc. Christian Rosenkranz
04.10., 14:30 Uhr, Windsor (A309)

Wir beginnen bei den Notwendigkeiten, die einen Bahnhof zum Kopfbahnhof machen, setzen unsere Reise dann durch die Vor- und Nachteile dieses Bahnhofstyps fort, biegen vielleicht ab zum Anschluss an den letzten Vortrag zum Thema Integraler Taktfahrplan und dessen Relation zum Kopfbahnhof (nur wenn Anschlusswunsch besteht, ansonst wird dieser nicht gewährt) und enden unsere Reise schlussendlich dort, wo die gemeinsame Diskussion uns hinführt: irgendwo zwischen Schiene, Schwelle, Schotter, Beton, Politik, Recht, Gesellschaft und was sonst noch spannend ist und wo sich ein Bezug zu Kopfbahnhöfen herstellen lässt.

M.Sc. Christian Rosenkranz

- Geboren 1989 in Südhessen

- Aufgewachsen im badischen Lörrach von der Sonne verwöhnt

- Grundschule, Gymnasium, Abitur und Zivildienst in Lörrach bis 2008

- Bachelor- und Masterstudium im Verkehrsingenieurwesen an der Technischen Universität Braunschweig bis 2014

- Wissenschaftlicher Mitarbeiter vollständig in der Lehre bis 2017

- Operations Manager, Betriebsleiter und Spezialist für internationale Sondertransporte auf der Schiene seit 2017

Nebenbemerkung: die Langversion mit allen Zwischenstationen ist bei Xing zu finden.

Unsicherheit biometrischer Systeme

Vortrag"starbug" Jan Krissler
04.10., 16:00 Uhr, Berta Benz

Ob zum Entsperren des Telefons, bei der Grenzkontrolle oder zur Massenueberwachung: biometrische Systeme halten Einzug in unser Leben. Dabei halten sie oft nicht das, was ihrer Hersteller versprechen. Vor allem wenn es um die Sicherheit geht. Dieser Vortrag soll zeigen, wie einfach es ist an Merkmale, wie Fingerabdruecke und Venenbilder zu gelangen und aus diesen Attrappen herzustellen, die auch aktuelle biometrische Systeme ueberwinden koennen.

"starbug" Jan Krissler

Starbug studierte Mikrosystemtechnik und Technische Informatik in Berlin und arbeitete an verschiedenen Instituten der Fraunhofer-Gesellschaft, in Security Firmen sowie als freiberuflicher Consultant. Derzeit schreibt er seine Dissertation in der Arbeitsgruppe Security in Telecommunications (SECT) an der TU-Berlin. Starbug beschäftigt sich seit über 15 Jahren mit der Überwindbarkeit biometrischer Systeme und weisst oeffentlich auf deren Unsicherheit hin. So zum Beispiel beim Hack des Iris-Scanners des Samsung Galaxy S8, dem Fingerabdrucksensor im iPhone und zuletzt von Venenerkennungssystemen. Weiterhin untersuchte er die Sicherheit von Mikrochips wie z.B. dem Zugangssystem auf Basis von Mifare Classic oder dem in der Wegfahrsperre verbautem Legic Prime Chip.

Auch wir sind Sternenstaub- was uns Rosetta über unsere Herkunft erzählt

VortragProf. em. Kathrin Altwegg
04.10., 16:00 Uhr, Carl Benz

Nach mehr als 12 Jahren ist die Raumsonde Rosetta vor drei Jahren auf dem Kometen mehr oder weniger sanft gelandet. Wie wissen wir nicht und werden es auch nie wissen. Damit ging die wohl spannendste Weltraummission der letzten Jahre oder sogar Jahrzehnte dramatisch zu Ende. Die Sonde hat Milliarden von Kilometern zurückgelegt, nur um einen kleinen, schwarzen Brocken von 4 Kilometern Durchmesser namens Churyumov-Gerasimenko zu studieren. Die Ergebnisse dieser Mission scheinen nun die Investition und die lange Zeit des Wartens mehr als zu rechtfertigen. Im Vortrag werde ich eine Rückschau auf die verrückteste Mission der Europäischen Weltraumagentur geben und ihre Höhepunkte Revue passieren lassen. Es soll gezeigt werden, wie insbesondere das Schweizer Instrument ROSINA, das aus einer Kooperation zwischen Universität, Fachhochschulen und Industrie entstand, unser Bild von der Entstehung des Sonnensystems, der Erde und schlussendlich von der Entstehung von Leben verändern.

Prof. em. Kathrin Altwegg

Kathrin Altwegg is a professor em. in space research and planetology at the University of Bern, Switzerland. She completed a doctorate in the Physics Institut of the University of Basel, Switzerland in solid state physics in 1980. After working as a postdoctoral scholar at the New York University for two years, she joined the Department of Space Research and Planetology as research assistant. She got her habilitation in 1996 and became an associate professor in 2001. From 2011 till 2016 she led the Center for Space and Habitability of the University of Bern. Kathrin Altwegg’s research interests are mainly focused on cometary science using mass spectrometry in situ. She helped developing the Ion Mass Spectrometer IMS on the European cometary mission Giotto, which had a very successful flyby at comet Halley in 1986. In 1996 she became project manager of the ROSINA instrument on Rosetta and in 2009 she became Principal Investigator.

https://de.wikipedia.org/wiki/Kathrin_Altwegg

Ein Wirkungsquantum auf der Waage? Die Neudefinition des Kilogramms und der anderen SI-Einheiten

VortragDr.-Ing. Dorothea Knopf
04.10., 16:00 Uhr, Toulon (A030)

Am 20. Mai 2019 gab es eine weltweite "stille Revolution" - die Definitionen der international vereinbarten Basiseinheiten in der Messtechnik, der sogenannten SI-Einheiten, hat sich grundlegend geändert. Was sind überhaupt Basiseinheiten und wozu sind sie gut? Warum gleicht die "Neudefinition" dieser Einheiten einer Revolution? Welche Auswirkungen hat das für die Zukunft?

Dr.-Ing. Dorothea Knopf

1988-1993 Studium "Prozessmess- und Sensortechnik" an der TU Ilmenau

1993-2009 wissenschaftliche Bearbeitung des Themas "Dynamisch-gravimetrische Herstellung von Gasgemischen" im Bereich "Metrologie in der Chemie" der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB); Promotion 12/1997

2010-2011 Trainee innerhalb der PTB

seit 2012 Leitung des Fachbereichs "Masse - Weitergabe der Einheit" der PTB

Open Codes: Bildungsexperiment für das digitale Zeitalter

VortragChristian Lölkes
04.10., 16:00 Uhr, Windsor (A309)

»Open Codes« wurde als ein Pilotprojekt konzipiert. Als experimenteller Raum für kreative Begegnungen fordert es existierende Ausstellungsformate heraus. Es bricht mit Prädispositionen und verlangt nach unterschiedlichen Formen der Wissensproduktion und seiner Verbreitung im Sinne von freiem, offenem und uneingeschränktem Teilen von Ideen. Durch eine Mischung aus Hackerspace, Makerspace, Ausstellung und Labor ist es als offene Wissensplattform gestaltet, die Elemente aus verschiedenen Arbeits- und Freizeitumgebungen umfasst. Als Ort des gemeinsamen Austauschs lädt es die BesucherInnen zur Beteiligung an fächerübergreifenden Dialogen ein, mit dem Ziel, Kollaborationen zu fördern und Synergien zwischen verschiedenen Metiers und unterschiedlichen Formen von Wissen und Expertise zu schaffen.

Christian Lölkes

* 1990 in Whity Plains, NY. Der erste Computer war ein Windows 3.1-PC mit Diskettenlaufwerk und 120MB Festplattenspeicher kurz nach der ersten Klasse. Danach Abitur und Baccalauréat in Aix-en-Provence und aktuell Student der Elektro- und Informationstechnik am Karlsruher Institut für Technologie mit einer Vertiefung in die Richtung Ausrüstungssysteme in Luft- und Raumfahrt. Am ZKM Karlsruhe betreut er das Rapid Prototyping Lab innerhalb des Hertz-Lab, der Forschungsabteilung des ZKM. Für das Ausstellungsformat Open Codes war er als wissenschaftlicher Berater in der Planung und als Kurator und Künstler in der Ausführung invovliert, unter anderem für die Auslandsstationen in Mumbai (Indien) und Shanghai (China).

Forensische 3D-Tatrekonstruktionen:  Was geschah wirklich?

VortragKirsten Buße
04.10., 17:30 Uhr, Berta Benz

Wenn man als Geodätin in der Rechtsmedizin arbeitet und morphometrische Rekonstruktionen durchführt, können häufig keine eindeutigen Aussagen bzw. Unterscheidungen wie Kopf oder Zahl getroffen werden. Wir betrachten Verletzungen am Menschen und versuchen zu rekonstruieren, welcher Entstehungsmechanismus einem Verletzungsbild zugrunde liegt. Wir untersuchen beispielsweise Verletzungen als Folgen von körperlichen Auseinandersetzungen, Verkehrsunfällen oder Tötungsdelikten. Dabei können diese verschiedenen Entstehungsmechanismen Verletzungen verursachen, die nur im großen Kontext betrachtet richtig eingeordnet werden können, für sich alleine aber teils nicht erklärt werden können bzw. ihre konkrete Entstehung bis dato unbekannt war. Anhand mehrerer Fallbeispiele wird gezeigt was eine morphometrische Rekonstruktion ausmacht. Dabei werde ich auch auf die Ausgangsdaten unserer Arbeit eingehen, die die Darstellung von Verstorbenen (auch Kindern), Verletzungen mit Blut und Knochen beinhalten.

Kirsten Buße

Kirsten Buße studierte Geodäsie und Geoinformation an der Universität Bonn und der Technischen Universität München und schloss 2015 mit dem Master of Science ab. Seit 2016 arbeitet sie an der Universität Bern im Institut für Rechtsmedizin in der Abteilung Forensische Medizin und Bildgebung als 3D Vermessungsspezialistin. Ihre Arbeit umfasst die 3D-Dokumentation von Lebenden und Verstorbenen und die Rekonstruktion von Ereignissen im Rahmen der gutachterlichen Tätigkeit.

Kosten uns die Fantastilliarden von Amazon, Facebook und Google den Kopf? Vorschläge für dezentrales Online-Marketing

VortragMarkus Pins
04.10., 17:30 Uhr, Carl Benz

Das Internet ist als dezentrale Kommunikations-Infrastruktur gestartet. Mega-Unternehmen drängen diese Gründungsidee seit einiger Zeit erfolgreich zurück: Sie zentralisieren wichtige Elemente des Internets (vgl. den Vortrag „WHOIS google.com? How big corps want your DNS data and what you can do about it “ von Ole Michaelis um 13:00 Uhr). Das passiert auch für Online-Werbung - nach wie vor eine der wichtigsten Monetarisierungsquellen für Online-Medien. Im „freien“ Internet übt Google hier über seine RealTime-Advertising-Plattformen überwältigend Macht aus. Und sowohl in den „sozialen“ Medien als auch auf Shopping Plattformen („Retail Media“) liegt die Online-Werbung konstruktionsbedingt in der monopolistischen Hand der Plattformbetreiberinnen. Gibt es andere Möglichkeiten? Der Vortrag wirbt für das Open Source Framework Prebid.

Markus Pins

Markus Pins führt die Geschäfte eines Technikdienstleisters, der Dokumente semantisch klassifiziert und auf dieser Grundlage Empfehlungen u.a. für Online-Werbung generiert. Er hat an der Universität Bonn und der London School of Economics and Political Science studiert und anschließend an der Columbia University (New York), der Université Paris 1 - Pantheon-Sorbonne (Paris) und der Universität des Saarlandes geforscht. Nebenher unterrichtet er Ethik an der Brandt School der Universität Erfurt.

Erstkontakt mit Neurolinguistischem Programmieren (NLP)

WorkshopDr. Sebastian Harrach
04.10., 17:30 Uhr, Toulon (A030)

Das Stichwort "Neurolinguistisches Programmieren" ist vielfach ein Eyecatcher, eine Irritation oder ein Warnschild. In der Tat ist das Gebiet zwar sehr spannend, aber der Übergang zur Esoterik ist fließend. Man kann und sollte entsprechend ständig ausprobieren, ob die kennen gelernten Ideen und Formate (=Handlungsleitfäden/Kochrezepte) nicht kompletter Humbug sind.

Wir werden Kommunikations- und Beobachtungsmethoden des "Neurolinguistischen Programmieren" (NLP) einsetzen, um in Kleingruppen einen praktischen Eindruck in die Methoden des NLP zu gewinnen. Je nach Interesse und Vorkenntnissen der einzelnen Kleingruppen wird dabei auf unterschiedliche Aspekte des NLP verstärkt eingegangen.

Dr. Sebastian Harrach

Dr. Sebastian Harrach hat Mathematik und Philosophie studiert, arbeitete anschließend als Unternehmensberater und promovierte in Philosophie zu Machine Learning und Weltbezügen. Danach war er zunächst als akademischer Geschäftsführer in der Informatik der TU Darmstadt unterwegs und ist jetzt Geschäftsführer des Technologie- und Gründerzentrums der Stadt Darmstadt, des HUB31. Er coacht nebenbei als NLP-Mastercoach Hochschulabsolventen, Doktoranden und Young Professionals.

Köpfe Zeichnen

WorkshopJulia Klein
04.10., 17:30 Uhr, Windsor (A309)

Eines der schwierigsten Objekte für Zeichner ist der menschliche Kopf. Denn abgesehen vom anatomischen Aufbau soll ein Kopf ja vor allem Persönlichkeit ausdrücken. Mimik, schiefe Blicke, verzogene Mundwinkel und dramatische Augenbrauen - wie soll man das als Zeichner einfangen? Und dann auch noch so, dass man erkennt, wer und was dargestellt sein soll?

In diesem Workshop möchte ich meine Zeichen-Tipps und Ideen mit euch teilen und live Köpfe zeichnen. Wir können uns gegenseitig als Referenz-Models benutzen, mit Foto-Referenzen arbeiten oder probieren, Köpfe ganz nach anatomischem Skelett aufzubauen.

Das Ganze ist kein strikt organisierter Zeichenkurs, sondern einfach eine Möglichkeit, mit Linien und Formen ein bisschen Spaß zu haben. Zum Einstieg ins Thema stelle ich euch kurz verschiedene Techniken vor um die Kreativität anzukurbeln. Danach zeichnen wir einfach gemeinsam und ich schaue euch unterstützend über die Schultern.

Julia Klein

Julia ist eine Comic-Zeichnerin aus Heidelberg. 2014 machte sie einen Master-Abschluss in Anglistik an der Universität Heidelberg. Seitdem arbeitet sie im Online-Marketing-Bereich und programmiert Webseiten. Nebenher betreibt sie einen YouTube-Kanal mit Zeichnen-Livestreams und verdient sich als Künstlerin etwas mit Patreon dazu. In ihrer Freizeit ist sie oft mit dem Team des Nerd-Kanals Orkenspalter TV unterwegs und spielt mit anderen Leuten Pen & Paper Rollenspiele vor der Kamera. Sie spielt gerne Theater, Cello und Dungeons & Dragons und philosophiert über gutes und schlechtes Storytelling.

Improtheater - öffentliche Probe

SonstigesDr. Markus Gyger
04.10., 20:00 Uhr, Toulon (A030)

Improtheater – das ist Theater ohne vorgegebene Handlung und auswendig gelernte Texte. Wie aus dem Nichts zaubern die Schauspieler/-innen aus wenigen Vorgaben kurze Szenen und ganze Theaterstücke auf die Bühne. Wie funktioniert das? Welche Techniken nutzen die Schauspieler/inen?

Schaut der MHN-Impro-Truppe "Die Irrationalen" bei der Probe über die Schulter und gewinnt einen einmaligen Blick hinter die Kulissen des Improtheaters.

Dr. Markus Gyger

Dr. Markus Gyger hat in Biophysik promoviert. Jetzt vermittelt er als freiberuflicher Trainer und Coach angehenden Führungskräften und wissenschaftlichem Nachwuchs die nötigen Soft-Skills für eine erfolgreiche Karriere: vor Publikum souverän und selbstsicher auftreten, die Arbeit effektiv organisieren und Meetings zielorientiert gestalten. Beim MindHochschul-Netzwerk ist er seit 2007 aktiv und hat seitdem zu jeder Akademie mit Workshops, Vorträge oder Moderationen beigetragen und bei der Organisation mitgewirkt.

Mehr Informationen unter: www.gyger-training.de.

Bücherschaulaufen

SonstigesDr. Eva Börgens
04.10., 20:00 Uhr, Windsor (A309)

Das mittlerweile alljährliche Bücherschaulaufen: Du hast ein Buch gelesen, das Du unbedingt anderen MHNlern weiterempfehlen willst oder Du brauchst mal wieder neue Leseanregungen? Dann bist Du beim Bücherschaulaufen richtig. Es ist alles erlaubt, was interessiert: hochgeistiges Sachbuch, fesselnder Krimi oder Kinderbuch.

Für die Planung gibt es dabei einen gewissen Rahmen: a) Redezeit 3-4 min (plus Frage-Zeit), b) Ausfüllen eines kurzen Fragebogens* am besten vor der Akademie.

Sende Deine Antworten bitte an buecherschaulaufen@mind-hochschul-netzwerk.de oder fülle auf der Akademie den Bogen aus.

Fragen des Fragebogens: (1) Autor und Titel (2) Inhalt in drei Sätzen (3) Hat dieses Buch vielleicht sogar mein Lebensgefühl, mein Denken, mein Leben geprägt? Wenn ja, wie? (4) Wer sollte dieses Buch lesen? Warum? (5) Wie lange braucht man in etwa zum Lesen? (6) Zitat einer typischen Passage oder Wendung.

*https://wiki.mind-hochschul-netzwerk.de/wiki/B%C3%BCcherschaulaufen-Fragebogen-Vorlage

Dr. Eva Börgens

Nach der Schule entschied ich mich, ein Fach zu studieren, das im Abibuch nur als "Geo-was bitte?" beschrieben wurde. Ja, Geodäsie, hieß früher mal Vermessungswesen. Also zog ich ins schöne Bonn, um dort und in Calgary (Kanada) Geodäsie und Geoinformation zu studieren. Dies erfolgreich beendet, dürstete es mich nach noch mehr Wissen und ich wechselte für meine Promotion an die TU München, und nun weiter als PostDoc ans Deutsche GeoForschungsZentrum (GFZ) in Potsdam. Da ich nie so der geschickteste Mensch war, bot sich für mich die Satellitengeodäsie sehr an. Da konnte ich vor dem Computer sitzen bleiben und trotzdem globale, vom Klimawandel beeinflusste Phänome studieren.

Wenn ich nicht mit der Forschung meinen Wissensdurst stille, verschlinge ich seit meiner Jugend Bücher zu jedem mir in die Finger kommenden Thema. Leider bleibt dafür mittlerweile nicht mehr annähernd genügend Zeit!

Kopfschmerzen und irre Zahlenspiele – Kuriositäten aus dem Apothekenalltag

VortragBastian Winkler
05.10., 09:00 Uhr, Berta Benz

Apotheken sind (noch) allgegenwärtig, doch nur wenige wissen, mit was sich der Apotheker im Alltag so alles rumschlagen muss. Da ist der renitente Patient, der gestern etwas über ein neues Medikament bei Stiftung Warentest gelesen hat noch eine angenehme Erscheinung. Impfgegner mit Fachwissen aus dem Kopp-Verlag, beratungsresistente Ärzte, die allgegenwärtige Bürokratie mit den Krankenkassen - da entstehen einige Stilblüten die für Kopfschütteln oder wenigstens allgemeine Erheiterung sorgen.

Der Vortrag soll kurz die Organisation einer öffentlichen Apotheke (insbesondere alles das, was der Kunde gar nicht mitbekommt) und ihre Verortung im Gesundheitssystem vorstellen. Dazu gibt es eine ganze Reihe Anekdoten aus der Apothekenpraxis.

Bastian Winkler

Bastian Winkler ist eigentlich Ingenieur und Betriebswirt und hatte mit Apotheken nie viel am Hut (als ehemaliger Soldat brauchte er die auch nicht). Dennoch ist er mittlerweile kaufmännischer Geschäftsführer und Mitgründer von zwei Apotheken und macht alles das, was Apotheker sonst von der Arbeit abhält (Datenschutz, Qualitätsmanagement, Gefahrstoffwesen, Abrechnungen mit den Krankenkassen, Diskussionen mit Ärzten, Spaß mit der allmächtigen Bürokratie, ...).

Selbstwert, Selbstwirksamkeit und Selbstakzeptanz

VortragDipl. Psych., PPT Frauke Niehues
05.10., 09:00 Uhr, Carl Benz

Das Selbstwertgefühl wirkt sich stark auf die psychische Stabilität, das Verhalten und die Außenwirkung des Individuums aus.

In meiner Praxis haben die mir bekannten Modelle und Methoden häufig nicht ausgereicht, um das Selbstwertgefühl meiner Klienten nachhaltig zu verbessern. Häufige Rückmeldungen waren: „Ich weiß vom Kopf her, dass ich was wert bin, aber ich kann es nicht fühlen“ oder der mühsam aufgebaute Selbstwert „verpuffte „sehr schnell wieder.

Deshalb habe ich ein Modell entwickelt, dass alle selbstwertbeeinflussenden Aspekte umfasst und in Bezug zueinander setzt. Hierdurch können die Schwierigkeiten besser spezifiziert und Methoden zielführender ausgewählt werden. Das Modell bietet auch für Hochbegabte, deren Selbstwertentwicklung oft besonderen Bedingungen unterliegt, Erklärungs- und Lösungsansätze.

In dem Vortrag werden das Modell und passende alltagstaugliche Methoden zur Verbesserung des eigenen Selbstwertes erläutert.

Dipl. Psych., PPT Frauke Niehues

Frauke Niehues ist approbierte Psychotherapeutin in eigener Praxis sowie in der Personal- und Organisationsentwicklung tätig. Sie ist Dozentin an mehreren Universitäten, leitet gemeinsam mit Manfred Prior ein Ausbildungsinstitut und ist Gründerin des Spenden- und Gemeinschaftsprojekts „Methodenschatz“. In dem Projekt findet man hilfreiche Materialien renommierter TherapeutInnen und Coaches für Therapie und Selbsthilfe. Frauke Niehues führt darüber hinaus das Portal „Können-macht-Spaß“. Dort stellt sie umfassende Informationen und Materialien zum Thema Hoch- und Höchstbegabung für Betroffene, Therapeutinnen, Berater, Schulen und KiTas zur Verfügung und bietet Vernetzungsmöglichkeiten für Fachleute. Einen Überblick über Ihre Angebote findet man unter www.frauke-niehues.net.

Der akademische Elevator Pitch – Forschungsprojekte, die im Kopf bleiben!

WorkshopDr. Markus Gyger
05.10., 09:00 Uhr, Toulon (A030)

Fast jede/r Wissenschaftler/in kennt diese Situation: Auf einer Party in lockerer Atmosphäre kommt eine harmlos erscheinende Frage: „Sie sind Wissenschaftler/in? Und, woran arbeiten Sie?“ So einfach die Frage, so schwierig die Antwort: Ich muss es schaffen so zu antworten, dass ich mein Forschungsprojekt darin noch wieder erkenne, ohne mein Gegenüber mit zu vielen Details zu langweilen. Im besten Fall zeigt die Antwort noch, dass ich Humor habe und macht gleichzeitig deutlich, warum genau meine Fragestellung wichtig für das Überleben der Menschheit ist – und das alles in zwei oder drei Sätzen!

In dem Workshops wird jeder/ Teilnehmer/in eine ganz persönliche, kreative und prägnante Präsentationen seines/ihres Forschungsschwerpunktes entwickeln, den eigenen "Academic Elevator Pitch".

Dr. Markus Gyger

Dr. Markus Gyger hat in Biophysik promoviert. Jetzt vermittelt er als freiberuflicher Trainer und Coach angehenden Führungskräften und wissenschaftlichem Nachwuchs die nötigen Soft-Skills für eine erfolgreiche Karriere: vor Publikum souverän und selbstsicher auftreten, die Arbeit effektiv organisieren und Meetings zielorientiert gestalten. Beim MindHochschul-Netzwerk ist er seit 2007 aktiv und hat seitdem zu jeder Akademie mit Workshops, Vorträge oder Moderationen beigetragen und bei der Organisation mitgewirkt.

Mehr Informationen unter: www.gyger-training.de.

30 : 2 - Wiederbelebungs-Workshop

WorkshopAnnika Gutschmidt-Köhler, Benjamin Köhler
05.10., 09:00 Uhr, Windsor (A309)

Bei vielen ist der letzte Erste-Hilfe Kurs schon sehr lange her. Das führt dazu, dass wenn etwas passiert niemand mehr genau weiß was zu tun ist. Der Rettungwagen braucht aber meistens zu lange um den Menschen zu retten.

Deshalb wollen wir mit euch in diesem Workhop das Auffindeschema, die Seitenlage und die Reanimation üben. Außerdem versuchen wir eure Fragen zu beantworten und euch nicht nur zu zeigen wie es im Lehrsaal aussehen soll, sondern auch wie es in der Realität draußen funktionieren kann.

Annika Gutschmidt-Köhler

Annika Gutschmidt-Köhler ist seit 2013 ausgebildete Erste-Hilfe Ausbilderin, hat ein Notfallsanitäter Staatsexamen und arbeitet seit 2014 im Rettungsdienst, momentan ist sie in Elternzeit.

Benjamin Köhler

Früher war ich als Rettungsassistent 3 Jahre lang hauptamtlich im Rettungsdienst unterwegs.

Heute bin ich nach meinem Studium im Strahlenchutz als Sicherheitsingenieur tätig und berate unterschiedlichste Unternehmen u.a. in Arbeitssicherheit, Brandschutz und Gefahrgut. Zudem gebe ich gelegentliche Erste-Hilfe und Brandschutzhelfer-Kurse.

Intelligenz jenseits der Logik

VortragDr. Fritz Kröger
05.10., 10:30 Uhr, Berta Benz

Die Logik ist intellektuelle Fetisch der westlichen Welt. Intelligenz wird weitgehend über die Logik definiert, wobei die deutlichen kognitiven Schwächen und Konsequenzen der Logik meist übersehen werden. Die Einengung auf die Logik hat das Geistesleben in besonderer Weise geformt und auch verformt. Die naturwissenschaftliche Durchschlagskraft der Logik hat zusammen mit den christlichen Dogmen zu einem fatalen Gebräu von Denkblockaden geführt, die Ursache ist für die fatale Situation in der Welt. Die offene und vollständige Nutzung menschlicher Intelligenzpotentiale könnte Abhilfe schaffen und die Lösung bringen.

Dr. Fritz Kröger

Diplom Kaufmann, 32 Jahre Unternehmensberater bei A.T.Kearney, Autor von 10 Büchern in 9 Sprachen zum Thema Unternehmensrestrukturierung, Strategie und M&A.

Derzeit Privatier und Land - und Forstwirt

"Ich sitze im Schatten einer Mauer" und andere mathematische Probleme

VortragProf. Dr. Manfred Börgens
05.10., 10:30 Uhr, Carl Benz

Mathematische Probleme, die einem Publikum aus verschiedenen Fachrichtungen präsentiert werden, sollten gut verständlich sein und neugierig machen. Sie sollten auch einen gewissen "Pfiff" haben, der dem Publikum zeigt, dass Mathematik Spaß machen kann.

Der Vortrag behandelt drei Probleme ganz unterschiedlicher Natur, die auch das Publikum zum Mitmachen einladen.

- Ein Münzspiel

- Ein Tortenproblem

- Ich sitze im Schatten einer Mauer

Prof. Dr. Manfred Börgens

Abitur Alexander-von-Humboldt-Gymnasium Neuss 1972

Wehrdienst 1972-73

Studium Mathematik, Nebenfach Psychologie, Universität Düsseldorf, Diplom 1977

Promotion Universität Düsseldorf 1979

Regierungsrat im Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen 1979-84

Hochschullehrer für Mathematik an der Technischen Hochschule Mittelhessen 1984-2019

2002-2006 Vizepräsident der Hochschule

Die vermeintliche Stille im Kopf

VortragDenis Dalic
05.10., 10:30 Uhr, Windsor (A309)

Wieso ist Achtsamkeit so wichtig? Was soll durch die Meditation erfahren werden? Im Buddhismus spricht man von den drei Giften, die Leid im Leben eines Menschen erzeugen: Gier, Hass und Verblendung. Diese beeinflussen das Ego, welches durch eine kausale Kette Leid empfinden lässt. Die drei Gifte können aber auch ein wertvolles Werkzeug der Selbsterkenntnis sein. Zu verstehen, wie Gedanken, Handlungen oder Entscheidungen gefärbt sind, hilft die grundlegenden Antreiber von Gewohnheiten allmählich aufzulösen. Schließlich können freie Entscheidungen getroffen werden. Dafür muss die Sichtweise des zu oft negativ verstandenen Wortes Karma geklärt werden.

Denis Dalic

Bachelor Studium der Bioinformatik in Frankfurt (2011)

Master Studium der Bioinformatik in Frankfurt (2013)

Promotion in der Bioinformatik im Universitätsklinikum Frankfurt (Erforschung der Leukämie und Nutzung von künstlicher Intelligenz) (seit 2014)

Einzelunternehmer (seit 2007)

Ehrenamtliche Tätigkeiten in verschiedenen gemeinnützigen Vereinen als Projektleiter und im Finanzmanagement (seit 2011)

Seit 2011 praktizierender Zen-Buddhist und Assistent des Zen-Lehrers

"Kopf oder Zahl?" - Auf der Kante!

VortragDr. Sylvia Börgens
05.10., 13:00 Uhr, Berta Benz

"Kopf oder Zahl?" - Auf der Kante! Bei der Betrachtung des Themas "Psychische Gesundheit versus psychische Krankheit" ist eine strikte Alternativenbildung unmöglich. Es sollen verschiedene Sachverhalte angesprochen werden, die die Vielfalt und Veränderbarkeit menschlichen Erlebens und Verhaltens zeigen. Ein paar Stichworte:

"Wer bin ich, und wenn ja, wie viele?" (R.D. Precht): Wir haben nicht ein Gehirn, sondern (mindestens) drei!

Unser Ich-Bewusstsein als "verzweifelter Rodeoreiter"

Etwas Forschungsmethodik: Warum wir aus Korrelationen nie auf Ursache-Wirkungs-Beziehungen schließen können

Noch etwas Forschungsmethodik: Wie sich psychische Merkmale bei Personengruppen unterscheiden und was man daraus für ein Individuum schließen kann

"Anlage versus Umwelt" - ein uralter und unergiebiger Streit!

"Symptome" als Bewältigungsversuche

Behandlungsbedürfig ist immer das Leiden, nicht die Skurrilität!

Fallbeispiele aus meiner Erfahrung sollen die angesprochenen Themen mit Leben füllen.

Dr. Sylvia Börgens

Studium der Germanistik (1974/75) und der Psychologie (1975-1981)

Diplom-Psychologin 1981

Promotion Dr.phil. 1986, Thema der Dissertation: "Öffentliches Sprechen. Untersuchungen einer experimentellen Beanspruchungssituation"

Lehrbeauftragte an der Technischen Hochschule Mittelhessen seit 1987

Beratende Psychologin in der Universitäts-Frauenklinik Gießen 1992-2002

Praxis für Lebensberatung und Trauerbegleitung seit 1992

Zahlreiche Veröffentlichungen, u.a. die Bücher

"Optimistisch trotz Risikoschwangerschaft" (Kösel, 2007)

"Das Kind ist da, das Glück lässt auf sich warten" (Balance, 2010)

"Wie aus Trauer Neues wächst. Ich finde Trost in meinem Tun" (Kreuz, 2010)

Stereotype/Zählzwänge

VortragDr. Carla Pohlink
05.10., 13:00 Uhr, Carl Benz

Getting Things Done kompakt

WorkshopDipl.-phys., MBE Tobias Mueller-Zielke
05.10., 13:00 Uhr, Toulon (A030)

Tobias wird die wesentlichen Elemente von Getting Things Done (GTD), der anerkanntesten Selbstmanagement-Methode vorstellen. Die Kernidee von GTD ist, alles Ihr tun wollt oder müsst aus Eurem Kopf zu befördern, um diesen so für wichtigeres frei zu machen. Alles, was aus dem Kopf "gefegt" wird, landet in einem System, das sicher und zuverlässig ist - genauso wie Euer Kalender.

GTD wird weltweit von Menschen benutzt, denen Produktivität wichtig ist und wird als der Goldstandard der Produktivität gehandelt. GTD ist im Trainingskatalog mehrerer Großunternehmen vertreten.

Nach dem Workshop werden die Teilnehmer die Kernprinzipien von GTD kennen und in der Lage sein, sie erfolgreich anzuwenden, um mehr Fokus und Durchsatz bei den Dingen zu erreichen, die ihnen wichtig sind.

So ist es möglich, mehr zu erreichen, weniger zu vergessen und - ein Kernpunkt von GTD - weniger Stress zu haben.

Mehr Informationen zum Thema: tmt-beratung.de

Dipl.-phys., MBE Tobias Mueller-Zielke

Tobias ein Physiker, aber er ist dem Labor direkt nach der Diplomarbeit entflohen.

Von 2004 bis 2013 hat Tobias in verschiedenen Geschäftsbereichen bei Großunternehmen gearbeitet, sowohl im Vertrieb als auch im Projektmanagement gearbeitet hatte. Die meiste Zeit hat er in dieser Zeit im Bereich Partikeltherapie, einer modernen Form der Krebsbehandlung mit Protonen und Kohlenstoffionen verbracht.

Von 2013 bis 2019 war Tobias unternehmerisch in eigenen Unternehmen tätig, unter anderem in der Software- und Appentwicklung, auch hier primär im Account- und Projektmanagement.

Seit 2015 ist Tobias zertifizierter Trainer für Getting Things Done (GTD), der anerkanntesten Selbstmanagement-Methode der Welt, seit 2017 ist er zudem Coach für die Methode.

Seit 2019 ist Tobias bei Siemens Management Consulting im Bereich Viable Business als Senior Consultant tätig. Viable Business überträgt die Erfolgsprinzipien der Zelle auf Organisationen - hier gibt es auch einige Schnittstellen zu GTD.

Utopie? Dystopie? Wie leben wir, wenn die Welt voller KI ist? (Impulsvortrag (10 min) + Workshop)

WorkshopCarsten Kraus
05.10., 13:00 Uhr, Windsor (A309)

Ähnlich wie elektrischer Strom oder das Internet ist KI eine Querschnittstechnologie, die alle Bereiche des Lebens verändern wird. KI steht ganz am Anfang, aber der Fortschritt wird viel schneller sein als bei allen bisherigen Disruptionen, und wahrscheinlich noch tiefer.

Hätten wir uns vor Endeckung des elektrischen Stroms einen Staubsauger vorstellen können? Darum geht es: ich möchte mit Euch die zukünftige Welt erdenken, im Großen ("Wie werden wir leben? Wie miteinander kommunizieren? Brauchen wir noch Mitmenschen?") wie im Kleinen: Neue KI-Ideen für Haareschneiden, Zähneputzen, und was Euch sonst noch einfällt lächelnd

Zur Einstimmung hier zwei Inputs aus meiner eigenen Gedankenwelt:

* Youtube "Von der Wegwerfgesellschaft zur Reparaturgesellschaft"

* aus Interview VC-Magazin (Paywall): „[…] In Ballungszentren könnten sich in Wohnungen Möbel jederzeit neu anordnen, passend zu dem, was die Bewohner gerade machen möchten. Kleinere Wohnung, mehr Freiraum"

Carsten Kraus

Carsten Kraus ist Vordenker, Innovator, Unternehmer, Speaker und Gründer der Omikron Data Quality GmbH. Seine erste große Innovation als Jugendlicher war eine Programmiersprache, die ihm Atari abkaufte und zusammen mit 700.000 Computern auslieferte. Schon früh beschäftigte sich Carsten Kraus mit Fuzzy Logic und künstlicher Intelligenz. Aus seiner Neugier für Algorithmen und KI entstanden zahlreiche Produkte, die heute die Stammdaten von Großkonzernen bereinigen und die nahezu alle Menschen in Europa beim Einkaufen im Internet verwenden. Aufgrund seiner Expertise wurde er zum Vorsitzenden der Fachgruppe KI im bwcon gewählt. Allein in den letzten drei Jahren meldete er mehrere Patente zu KI-Verfahren an und ist ein gefragter Speaker auf Konferenzen und Tagungen. In seinen Vorträgen nimmt er die Zuhörer mit auf eine Expedition in das Reich einer neuen Spezies.

Sprecher-Seiten von Carsten Kraus:

https://www.carstenkraus.ai/

https://www.expert-marketplace.de/redner/details/carsten-kraus--1

Europa - Quo Vadis

VortragDr. Kurt Fuchs
05.10., 14:30 Uhr, Berta Benz

Europa steht am Schiedeweg. Nach 6 Jahrzehnten immer weiter fortschreitender Integration steuert die Europäische Union inzwischen einer ungewissen Zukunft entgegen. Sogar ein Auseinanderbrechen scheint nicht mehr ausgeschlossen. Brexit, autokratische Tendenzen in Ungarn und Polen, Populistische Regierungen in Italien und Tschechien, generell wachsende Zustimmung zu rechtsextremen Parteien in fast allen europäischen Ländern, auf der anderen Seite eine unberechenbare Führung in den Vereinigten Staaten von Amerika, nach immer mehr Macht, auch international, strebende Regierungen in Rußland und China, wachsende Instabilität im Nahen Osten, Klimawandel, zunehmende protektionistische Tendenzen, stellen die Europäische Union vor Herausforderungen, bei denen es fraglich scheint, ob sie ihnen gewachsen ist. Wohin also geht Europa?

Dr. Kurt Fuchs

Dr. Kurt Fuchs studierte zuerst Maschinenbau an der RWTH Aachen und anschließend Jura an der Universtität Münster, wo er 2015 auch promovierte. Er ist als Rechtsanwalt in Köln niedergelassen.

OpenScience – wirklich für jeden zu jeder Zeit, überall und auch kostenfrei? Eine Momentaufnahme.

VortragClaudia Susan P. Dobrinski
05.10., 14:30 Uhr, Windsor (A309)

Offene oder Öffentliche Wissenschaft, open science, ist eines der keywords im heutigen Wissenschaftsbetrieb. Die Digitalisierung, Big Data, KI und anderes spielen hier ebenso mit hinein, wie auch Urheberschaft, Evaluation, Peer Review, Lehre und natürlich auch die Finanzierung dieser Informationsbereitstellung. Als in den 90er Jahren der Begriff der öffentlichen Wissenschaft aufkam, ging es nicht nur um einen neu gedachtes Miteinander in der interdisziplinären Forschung und somit der bisher geläufigen Wissenschaftskommunikation; sondern auch, vermehrt um die freie, internetbasierte Zugänglichkeit an die Daten, Informationen. Somit hat die zuerst technisierte und schließlich digitalisierte Verfügbarkeit immer größere und neu zu denkende Möglichkeiten der Verknüpfung und Verwertbarkeit generiert. Aus einem open access an die open data wurde die Forderung an verfügbare open sources, auch für citizen science, laut. Um die damit heute verbundenen Kompetenzen und Supports geht es hier.

Claudia Susan P. Dobrinski

Studium: Kunstgeschichte, Klassische u. Christliche Archäologie, Universität: Würzburg, Heidelberg und Münster. Zusätzliche Studien: Geschichte, Byzantinistik u. Zweitstudium Kath. Theologie, Theol. Fakultät Paderborn. Externe Doktorandin Universität Paderborn, FB Mittelaltergeschichte, Bereich Mittelalterarchäologie: Das ehemalige Benediktinerkloster St. Peter und Paul, gen. Abdinghof, Paderborn. Klostergeschichte, Baugeschihte (archäologische Ausgrabungen) und Kunstgeschichte, Liturgie und die Zeit nach der Klosteraufhebung 1803. Auszeichnung: zwei Forschungsstipendien, Magister-Arbeit (Univ. Münster) u. Forschungsarbeit Kloster Abdinghof, Paderborn (MittelalterKolleg Pb). Angestellt: LWL, Stadt Paderborn, MMPG und Museumspädagogik HNF Paderborn. 20 Jahre Ausgrabungstätigkeit. Lehrerfahrung u. 5 Jahre Schülerlabormoderation. Redaktion u. Autorentätigkeit. 2 Jahre THESEredaktion, seit 2018 Thesis-Vorsitzende, aktiv bei Eurodoc. Zertifikate Hochschuldiaktik und Gender Studies.

MHN Mitgliederversammlung

VortragDr. Sara Köser, Julia Niggemeyer, Kevin Heidemann
05.10., 16:00 Uhr, Benz

Die Mitgliederversammlung dient für einen Jahresrückblick und zur Weichenstellung für das kommende Jahr. Obwohl es seit langen Jahren diese Versammlung gibt, ist das Selbstverständnis von MHN als eigenständigem Verein neu. Dies hat das letzte Jahr deutlich geprägt.

Neben Bürokratie-Anekdoten auf dem Weg zum e.V. haben wir erstmalig eine eigene Finanzprüfung und einige wichtige Dinge mehr. So werden wir unter anderem über den Mitgliedsbeitrag und die Gemeinnützigkeit diskutieren.

Kommt bitte zahlreich, lasst euch informieren, fragt nach und entscheidet mit, sodass MHN so sein und werden kann, wie es sich die Mitglieder wünschen.

Dr. Sara Köser

MHN-Vorstandsvorsitzende

Julia Niggemeyer

MHN-Vorstandsmitglied

Kevin Heidemann

MHN-Vorstandsmitglied

Ratschläge zum langfristigen Vermögensaufbau

VortragJan Riedinger
06.10., 09:00 Uhr, Berta Benz

Der Vortrag richtet sich an alle, die ihr Vermögen ertragreich anlegen, aber hierfür nicht viel Zeit investieren und nicht viel Know-How aufbauen wollen.

Es werden einfache Anlagestrategien vorgestellt, die mit einem Zeitaufwand von wenigen Stunden im Jahr umgesetzt werden können, die aber dennoch langfristig mit hoher Wahrscheinlichkeit (laut einer Statistik in 98 % der Fälle im 10 Jahresvergleich) höhere Erträge erzielen, als die typischerweise von vielen Finanzberatern empfohlenen aktiv gemanagten Fonds. Es wird erklärt, warum die oft suboptimalen Ergebnisse aktiver Vermögensverwaltung nicht überraschend sind.

Jan Riedinger

Jan Riedinger hat Informatik und Physik studiert. Er arbeitet als Unternehmer im IT-Bereich, nimmt aber nur noch kleinere Aufträge von Bestandskunden an, da er sich vor einigen Jahren seinen Kindheitstraum erfüllen konnte, von Kapitalerträgen zu leben. Seine ersten Aktien kaufte er mit 12 Jahren.

Resilienz? - Widerstandskraft im Kopf!

VortragDario Heymann
06.10., 09:00 Uhr, Carl Benz

"Resilienz" steht für Widerstandsfähigkeit in kritischen Situationen und ist ein Label, das derzeit gute Chancen auf Forschungsgelder für Institute und auf Teilnehmerinnen und Kunden für Tranings und Interventionen bietet.

Dieser Vortrag soll ins Thema einführen:

1. Theoretische Verortung: Was ist psychologische Resilienz? Welche Faktoren tragen dazu bei? Was hat Resilienz mit psychischen Störungen zu tun und was mit positiver Psychologie?

2. Bisherige Forschungsergebnisse und praktische Anwendungen: Wie wird Resilienz erforscht? Was wird in Resilienztrainings geübt?

3. Kritische Einordnung und Ausblick: Wie realistisch sind die in die Erforschung von Resilienz gesetzten Hoffnungen? Wie homogen ist "Resilienz" als Begriff überhaupt?

Für neugierige Menschen, Selbstoptimierer, Wissenschaftlerinnen, Krisenerprobte und Psychoprofis lohnt sich auch der Besuch der Vorträge von Frauke Niehues (Selbstwirksamkeit - ein Resilienzfaktor) und Sylvia Börgens (psychische Erkrankungen).

Dario Heymann

Dario Heymann wäre nach seinen Vorlieben zu Kunst und Argumenten vielleicht am besten Musiker oder Jurist geworden. Stattdessen studiert er aber seit 2012 vorwiegend in Mainz Psychologie, Mathematik und Philosophie.

In den letzten Monaten seines Studiums täuscht er Probanden. Weitere prägende Erfahrungen machte er bisher mit der Arbeit an wissenschaftlichen und unwissenschaftlichen Texten, mit dem Singen in solistischen Besetzungen und riesigen Chören und mit dem Grillen von Autoritäten und am Rhein.

400 Jahre ohne Seife oder Aufstieg und Fall der Pest in Europa

VortragAnn-Kathrin Wasle
06.10., 09:00 Uhr, Toulon (A030)

Ende des 14. Jahrhunderts grassierte der Schwarze Tod in Europa und läutete einen jahrhundertelangen Kampf gegen die Pest ein. Doch warum haben unsere Vorfahren fast vierhundert Jahre gebraucht, um der grausigen Krankheit Herr zu werden? Waren die Menschen damals wirklich zu dumm, die grundlegendsten Hygienevorschriften durchzusetzen? Litt Europa unter einem allübergreifenden religiösen Aberglauben? Oder hat sich die Menschheit bis heute doch viel weniger gewandelt, als es uns recht wäre?

Ein kurzweiliger Überblick über den Verlauf der tödlichsten Schlacht des Abendlandes – angefangen von einem hungrigen Floh und beigelegt durch die Eitelkeit von Ludwig XIV.

Ann-Kathrin Wasle

Nach einem Studium der Mathematik veröffentlicht Ann-Kathrin Wasle – völlig folgerichtig, wie sie meint – seit mehreren Jahren historische Romane, wobei sie es insbesondere mit der Recherchearbeit sehr genau nimmt. Auf diese Weise hat sie sich ein gesundes Wissensfundament über verschiedene Epochen angeeignet – und nebenbei eine Unmenge an faszinierenden historischen Anekdoten gesammelt, die sie bereitwillig mit der Welt teilt.

Zopf oder Kahl

WorkshopBabette Mairoth-Voigtmann
06.10., 09:00 Uhr, Windsor (A309)

Zöpfe flechten für jeden Kopf und in jeder Zahl. Ob französischer und holländischer Zopf, Affenschaukeln und Flechtkranz, ich zeige euch, wie ihr euren Haarschopf bändigen könnt. Locker geflochten aus zwei, drei, vier Strähnen, oder mehrere Zöpfe dicht am Kopf, wir flechten sowohl uns selbst als auch gegenseitig die Haare. Auch wer keine langen Haare hat kann gerne kommen, um es zu lernen.

Bringt bitte Bürste, Kamm, Haargummis, Bänder zum Einflechten, Haarspangen und Haarnadeln zum Feststecken mit!

Wer gar keine Haare hat, dem male ich gern Ornamente auf mit Körperfarbe.

Babette Mairoth-Voigtmann

Babette Mairoth-Voigtmann ist Diplom-Designerin (FH) und arbeitet als Grafikerin und Malerin. Begeistert spielt sie seit 2002 Improtheater und gehört zu den „Irrationalen“, der Improtheatergruppe des MHNs. Ihre Interessen sind neben dem Zeichnen und Fotografie auch Natur, Katzen, Bücher, Musik, das MHN … Sie hatte Ausstellungen in München und anderen Städten sowie in Italien. Beim MHN hat sie Seminare zu Improtheater und Pressearbeit mitgeleitet. Sie ist Mitglied in der Allianz Deutscher Designer (AGD), der Typographischen Gesellschaft München, bei Frauenstudien München und bei Mensa in Deutschland.

Synästhesie

VortragAnna-Lena Hansen
06.10., 10:30 Uhr, Berta Benz

"Synästhetiker sind doch diese Leute, die zu Musik Bilder malen..." - Von meiner ersten Begegnung mit einer stutzigen Lehrerin, die die Zahl fünf in Pink statt Grün ausmalte und meinen Hinweis auf ihren Fehler einfach nicht verstehen wollte, über Melodien für jeden Mitschüler, Viskositäten und Lichtdurchlässigkeiten für Stimmungen, feste Orte für Zahlen und Farben für, sagen wir, Zusammengehöriges - Papa, Peter, grün, 5, BMW zu der Idee, die assoziierten Attribute als Variablen in einem mathematischen Modell zu verwenden und zu, Beispiel Übersetzungen und Interpretationen auch bei kleinen Textvolumina zu automatisieren. Meine Annahme ist dabei, dass es sich bei Synästhesie nur um eine zu präsente Erinnerung an vormals gleichzeitig Beobachtetes handelt - wie eben bei der Autofarbe Grün, dem Wort Papa und meinem Alter beim Autokauf, 5. Erinnerungen an Emotionen und Personen werden von allen Menschen beim Sprachverständnis genutzt. MRT könnte das für Automatisierung nutzbar machen.

Anna-Lena Hansen

Seit 2016: Technische Übersetzung unter Nutzung von Synesthäsie.

Seit 2004: Gründer von Pascal Group - international business development and M&A, international restructuring and group standards roll-out mit IT-Fokus - intelligent listening.

2003/2004: Mitarbeit am Lanxess Carve Out von Bayer

2003: Master in Economics and Business Administration an der WHU in Vallendar

1998: Abitur mit 1. Prüfungsfach Physik

Synästhesie betrifft mich persönlich, und sie hilft mir umfangreich im Alltag, wenn ich nicht gerade Zahlen und Farben verwechsle.

Ansonsten bin ich Master in Economics and Business Administration mit Schwerpunkt international business, finance und entrepreneurship und bin tätig als Consultant.

Schwarmdumm oder Agil?

VortragProf. Dr. Gunter Dueck
06.10., 10:30 Uhr, Carl Benz

Jeden Tag Ankündigungen von Massenentlassungen in der Presse, aber immer noch kein Internet auf dem Bauernhof - die Umwelt kommt später, so etwa ab 2050. Was ist da los? Methoden und Denkweisen, die sich seit 100 Jahren bewährten, funktionieren nicht mehr. Das wird nicht einmal erkannt, denn man macht schwarmdumm weiter, oder man holt sich Agilitäts-Coaches gegen viel Geld. Die erklären einen freieren Umgang in ungewisser Lage. Man übernimmt sie gerne, aber das Freiere wird doch vorher noch methodisch an die Leine genommen und assimiliert. Das Schwarmdumme bleibt. Psychologisch gesprochen: Die etablierten Systeme leiden unter einer Zwangsneurose. Wie heilt man die? Geht das?

Prof. Dr. Gunter Dueck

Gunter Dueck, Jahrgang 1951, lebt in Waldhilsbach bei Heidelberg, ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. Nach einer Karriere als Mathematikprofessor wechselte er 1987 zur IBM, wo er u.a. für den Aufbau neuer Geschäftsfelder (Business Intelligence, Cloud Computing) und für Cultural Change tätig war. Drei Jahre durfte er den zeitlich befristeten Titel „Master Inventor der IBM“ tragen. Zuletzt, bei seinem Wechsel in den Unruhestand, war er CTO (Chief Technology Officer) der IBM Deutschland. Seit 2011 ist er freischaffend als Schriftsteller, Business-Angel und Speaker tätig.

Gunter Dueck ist IEEE Fellow, Fellow der Gesellschaft für Informatik und korrespondierendes Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen. Die Computerwoche zählte ihn 2011 zu den 100 einflussreichsten Persönlichkeiten der IT/Kommunikationsbranche in Deutschland. Dueck ist Autor vieler Bestseller, zuletzt „Professionelle Intelligenz“, „Das Neue und seine Feinde“, „Schwarmdumm" und "Flachsinn".

Mind-Hacking: Spaß mit Hypnose

VortragTobias Wasle
06.10., 10:30 Uhr, Toulon (A030)

In diesem Workshop stelle ich nicht nur Hypnose als Konzept vor sondern versuche sie auch ganz persönlich erfahrbar zu machen. Dabei geht es weniger um die Wissenschaft psychologischer Behandlung sondern um die Erfahrung den eigenen Geist "zu Hacken". Dazu wird es eine klassische Show-Hypnose geben, und sogar eine kleine Einführung wie man selbst mit Hypnose erstaunliche Effekte erzielen kann.

Tobias Wasle

Tobias Wasle hat eine klassische "Mensaner-Karriere". In der Schulzeit häufig angeeckt und dadurch nicht besonders erfolgreich konnte er später auch durch die "Diagnose" der Hochbegabung viele Fragezeichen einsortieren und einen erfolgreichen Lebensweg finden. Heute arbeitet er als Coach, Führungskraft und Software-Architekt in diversen Projekten. Darüber fasziniert ihn die menschliche Psyche und ihre veränderte Bewusstseinszustände. In Show-Hypnosen und Trance-Sessions, bringt er Menschen einen spielerischen Zugang zu ihrer eigenen Psyche bei.

Programm der Mind-Akademie 2018

Selektive Wahrnehmung und Sprachenlernen

VortragDr. Michael Fackler
03.10., 15:15 Uhr, Benz vereint

Unsere Sprachwahrnehmung ist selektiv, denn sie orientiert sich an den Normen unserer Muttersprache, die uns überwiegend nicht bewusst sind. Sie legen z.B. fest, was man als „e“ und was man als „i“ hört, und wie viele Varianten des „e“ es gibt. Selbst die Normen eng verwandter Sprachen können ziemlich unterschiedlich sein.

Wenn man eine fremde Sprache spricht und dabei versehentlich von deren Normen abweicht, führt das zu Missverständnissen, die man sich nicht erklären kann, was das Sprachenlernen ziemlich ineffizient macht. Daher ist es hilfreich, die verborgenen Normen der eigenen Muttersprache zu kennen und mit denen der Fremdsprache zu vergleichen.

Der Vortrag will hierzu beitragen, indem er wichtige Normen der deutschen Sprache vorstellt und mit zahlreichen Beispielen aus anderen Sprachen vergleicht.

Dr. Michael Fackler

Dr. Michael Fackler stammt aus einer Allgäuer Musikerfamilie; er ist langjähriges Mitglied und häufiger Referent bei Mensa und MHN.

Seine Ausbildung verlief unkonventionell: Er studierte (in München und Pisa) Mathematik, lernte parallel und danach drei Fremdsprachen (u. a. in Rom, Paris und Granada), begann zu arbeiten und parallel eine nebenberufliche Mathematik-Promotion (in Oldenburg), die er 2017, nach über 20 Jahren Berufstätigkeit, mit summa cum laude abschloss.

Michael Fackler arbeitet als freiberuflicher Aktuar in der Rückversicherung (einer Branche, wo man Mathematik und Fremdsprachen können muss).

Halsbandsittiche in Deutschland und Europa

VortragDr. Michael Braun
03.10., 17:00 Uhr, Benz vereint

Der Asiatische Halsbandsittich (Alexandrinus manillensis) stammt aus Südasien von Pakistan und Indien bis nach Burma. Er ist mittlerweile in vielen Ländern weltweit eingebürgert und ein vertrauter Stadtvogel auch in Europa. Die erste Brut in Deutschland war 1969 in Köln. Die gesamteuropäische Population wird mittlerweile auf über 85.000 Individuen geschätzt mit den größten Populationen in den Ballungsräumen von London, Paris, Rom, Brüssel, Holland und entlang des Rheins in Deutschland. In Deutschland gibt es drei voneinander abgegrenzte Vorkommen. Das südlichste Vorkommen liegt im Rhein-Neckar-Gebiet (Mannheim, Heidelberg, Ludwigshafen, Worms, Speyer). Das mittlere Vorkommen liegt im Raum Wiesbaden-Mainz-Frankfurt a. Main. Das nördlichste Vorkommen liegt in Bonn, Köln und Düsseldorf. 2017 wurden in Deutschland über 14.500 Halsbandsittiche gezählt, davon in Mannheim über 1.000 Individuen. Das Rhein-Neckar-Gebiet beherbergt mittlerweile die größte der drei deutschen Teilpopulationen.

Dr. Michael Braun

Michael Braun studierte Biologie in Marburg mit den Schwerpunkten Zoologie, Ökologie und Naturschutz. Seine Diplomarbeit schrieb er über die Ökologie und Nischenexpansion des Halsbandsittichs (Psittacula krameri) in Heidelberg. Er promovierte an der Uni Heidelberg über die molekulare Evolution der Papageien und die Brutbiologie des Halsbandsittichs. Seit 2010 bearbeitet er als Gutachter im Artenschutz Vögel, Säugetiere, Reptilien, Amphibien, Schmetterlinge, Heuschrecken und Libellen. Er ist Mitglied in verschiedenen ornithologischen Vereinigungen, darunter bei der International Ornithological Union, Co-Coordinator der Working Group Psittaciformes der IOU, war bei mehreren EU-Projekten beteiligt und publizierte über 25 Artikel in (inter)nationalen Zeitschriften. 2016 beschrieb erdrei neue Papageiengattungen, darunter auch die des Halsbandsittichs, die er in zwei verschiedene Arten trennte, den Afrikanischen (Alexandrinus krameri) und den Asiatischen Halsbandsittich (A. manillensis).

"What's proper English anyway?" - Norm und Abweichung im Englischen

VortragSönne Kienle
03.10., 17:00 Uhr, Toulon (A030)

Wir alle sprechen Englisch - zumindest irgendwie. Wie spricht man aber "richtiges Englisch" und gibt es das überhaupt? Was ist "besser" - das poshe British English oder das gechilltere American English? Nimmt man mich mit einem australischen Akzent noch ernst? Und sprechen wir noch Englisch, wenn ich meinen chinesischen Kollegen nicht so wirklich verstehe?

In Zeiten, in denen jemand mit den Sprachfertigkeiten eines Achtjährigen US-Präsident werden kann, wird die Frage nach dem "richtigen" Englisch wieder einmal aktuell. Um dieser Frage nachzugehen, bietet der Vortrag zunächst einen Abriss über das Standard-Englisch auf beiden Seiten des Atlantiks, sowie einen kursorischen Überblick über andere Varietäten des Englischen, beleuchtet dann regionale Dialekte und diskutiert unterschiedliche Akzente. Am Ende steht schließlich die Frage, was die Sprachnorm ist oder sein soll, wer das festlegt (und warum), inwiefern sich Normen verändern und ob das letztendlich gut oder schlecht ist.

Sönne Kienle

Sönne Kienle hat Anglistik und Geschichte in Heidelberg studiert und arbeitet mittlerweile als Lehrerin in Mannheim – ein Beruf, der er es ihr ermöglicht, ihre beiden großen Interessen (Geschichte und die englische Sprache/der anglophone Sprachraum) mit ihrer größten Leidenschaft (dem Unterrichten) zu verbinden. Privat wie beruflich beschäftigt sie sich daher mit Kontrastiver Linguistik, (Fremd-)Sprachenerwerb und der englischsprachigen Geschichte dies- und jenseits des Atlantiks sowie den aktuellen Entwicklungen dort in Zeiten von Brexit und Trump. Ansonsten verbringt sie ihre freie Zeit auch sehr gerne mit englischsprachigen Romanen, Reisen, Kochen und MHN-Telefonkonferenzen. Außerdem würde sie gerne Englisch-Fortbildungen für Bahn-MitarbeiterInnen anbieten - aber das ist eine ganz andere Geschichte.

Neurolinguistisches Programmieren - zwischen nützlichen Tricks und Bauernfängerei

WorkshopDr. Sebastian Harrach
03.10., 17:00 Uhr, Windsor (A309)

Das Stichwort "Neurolinguistisches Programmieren" (NLP) kann ein Eyecatcher, eine Irritation oder ein Warnschild sein. In der Tat ist das Gebiet sehr spannend, denn der Übergang von Standardansätzen über ausgefallene Idee hin zu reiner Esoterik ist fließend. Man kann und sollte beim Kennenlernen der Methoden ständig ausprobieren, ob die eben erlernten Ideen und Formate nicht kompletter Käse sind. Anschließend kann und sollte man dann versuchen, herauszufinden warum die Person neben einem die Sache anders einschätzt und hat gleich nochmal etwas gelernt - nicht nur über die andere Person.

Wir werden uns damit beschäftigen welche Mehrwerte die Beschäftigung mit NLP bieten kann. Wir werden hierzu kurz an ein paar realweltlichen Beispielen besprechen was man im NLP lernen kann und dann in Kleingruppen einen oder zwei Ansätze praktisch ausprobieren.

Dr. Sebastian Harrach

Dr. Sebastian Harrach hat Mathematik und Philosophie studiert, arbeitete anschließend als Unternehmensberater und promovierte dann in Philosophie zu Machine Learning und Weltbezügen. Seit ein paar Jahren ist er als Geschäftsführer tätig und leitet seit Kurzem das Technologie- und Gründerzentrum Darmstadt: das HUB31. Wenn Zeit und Bedarf da ist, coacht er nebenbei als NLP-Mastercoach Ms und andere Bekannte. Er freut sich auf der Akademie mit allen zu sprechen, die sich vorstellen können nach dem Studium ein Start-up zu gründen oder es bereits getan haben.

Obertongesang und Obertongehör

VortragDipl.-Chem. Wolfgang Saus
04.10., 09:00 Uhr, Berta Benz

Dipl.-Chem. Wolfgang Saus

Wolfgang Saus ist freiberuflicher Musiker, Gesangspädagoge und Stimmklangforscher. Als Experte für Obertongesang mit den Wurzeln in klassischem Gesang und mit Diplom in Physikalischer Chemie hat er eine besondere Art, die Faszination des Stimmklangs zu vermitteln. Der Klühstiftung-Preisträger und Erfinder einiger Patente war nach 10 Jahren Industrieforschung aus der Chemie ausgestiegen, um sich seitdem den Obertönen der Stimme, deren Erforschung und Weiterentwicklung zu widmen. Er ist Mitentwickler der Klanganalyse-Software „Overtone Analyzer“ und „VoceVistaVideo“, Fachautor, Gründer des Europa-Obertonchores und seit 2015 Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Gesangswissenschaft.

Der Inbegriff der Norm? – Strukturen, Truppengattungen und Aufgaben der Streitkräfte

VortragBastian Winkler
04.10., 09:00 Uhr, Carl Benz

Die Bundeswehr und Streitkräfte im Allgemeinen gelten mit ihrer strengen Disziplin und dem gerne humoristisch verarbeiteten Hang zu detaillierten Vorschriften als Inbegriff der Normierung. So zumindest die landläufige Meinung. Dennoch wissen nur wenige Menschen außerhalb dieses Mikrokosmos, wie diese Vorschriften wirklich organisiert sind und vor allem nicht, warum das gerade auf diese Art und Weise geschieht.

Da bei meinen letzten Vorträgen zudem auffiel, dass es unter den meisten Akademie-Teilnehmern deutliche Wissensdefizite über die Aufgaben und die Struktur der Streitkräfte gibt (Stichwort: Was sind eigentlich Pioniere?), soll dieser Vortrag dagegen ein wenig Abhilfe schaffen. Dabei werden die einzelnen Teilstreitkräfte mit ihren Truppengattungen, Fähigkeiten und Aufgaben vorgestellt und nebenher auch zentrale Begriffe, wie z.B. Dienstgrade und Ähnliches, erklärt.

Bastian Winkler

Bastian Winkler war zwölf Jahre lang Offizier bei der Bundeswehr und ist auch jetzt noch als beorderter Reservist beim Kreisverbindungskommando Dachau im Rahmen des Katastrophenschutzes tätig. Beruflich geht er derzeit mit dem Aufbau zweier Apotheken und zuvor ging er bei der NGO DEMIRA Deutsche Minenräumer e.V. andere Wege. Nebenher studiert er Politikwissenschaften an der Fernuniversität in Hagen und ist als Mitglied im Müchner Arbeitskreises Reserveoffiziere (MAKRO) in der sicherheitspolitischen Bildung in München engagiert.

Partner-Entspannungsmassage für zwischendurch leicht gemacht

WorkshopOliver Klee
04.10., 09:00 Uhr, Windsor (A309)

Bei diesen Workshop werdet ihr diese Dinge lernen:

- warum und wie Massage überhaupt funktioniert

- die 10-Minuten-Notfallmassage im Sitzen

- Rückenmassage im Liegen ohne Öl

- Handmassage

- Kopf- und Gesichtsmassage

Falls ihr all diese Dinge schon beherrscht, könnt ihr den Workshop

natürlich auch nutzen, um sie wieder zu üben oder euch massieren zu lassen.

Wir werden alle Massagetechniken bekleidet ausführen. Öl braucht ihr

nicht mitzubringen. Für einige Techniken, die mit Öl besser

funktionieren, wird Öl vorhanden sein.

Bitte mitbringen:

- eine Übungspartnerin oder einen Übungspartner (meldet euch also bitte

paarweise an)

- bequeme, weiche Kleidung, bei der kleinere Ölflecken nicht weiter

schlimm sind

- pro Person (nicht Paar!) eine Bettdecke und ein Kopfkissen zum Unterlegen

- saubere, frisch gewaschene Hände

- etwas zu trinken für zwischendurch

- Verspannungen (falls vorhanden)

Oliver Klee

Ich habe Informatik mit Nebenfach Psychologie in Bonn studiert (und

nebenher noch ein paar Semester Musikwissenschaft). Neben dem Studium

habe ich sowohl das Workshop-Geben als auch Massieren gelernt und gebe

folgerichtig seit 1999 Massageworkshops. lächelnd

Im "echten Leben" habe ich mich mit dem Entwickeln von Webanwendungen

und Workshops zu IT-Themen und Methodenthemen selbstständig gemacht.

Zusätzlich bin ich Geschäftsführer bei einem Start-up, das Webportale

rund um Lernen, Bildung und Weiterbildung betreibt.

Die Astrophysik als erkenntnistheoretische Herausforderung

VortragDr. Sibylle Anderl
04.10., 10:45 Uhr, Berta Benz

Astrophysiker wissen verdammt viel: dass das All zu 26 Prozent aus dunkler Materie besteht und das Schwarze Loch im Zentrum der Galaxie M87 so viel wiegt wie 6,6 Milliarden Sonnen. Doch wie kommen sie eigentlich zu diesem Wissen? Könnte das Universum in Wahrheit nicht ganz anders aussehen? Woher speist sich unser Vertrauen, dass wir mit unseren wissenschaftlichen Methoden das Universum erschließen können? Der Vortrag geht den erkenntnistheoretischen Voraussetzungen der astrophysikalischen Methode nach und erläutert dabei, wie Astrophysiker anhand der "Sherlock-Homes-Methode" auf vergangene Prozesse schließen und das Universum gleichzeitig als "kosmisches Labor" nutzen.

Dr. Sibylle Anderl

Geboren 1981 in Oldenburg (Oldb). Studierte in Berlin Physik und Philosophie auf Diplom und Magister mit Abschlussarbeiten in den Bereichen Astrophysik und Philosophie des Geistes. Für ihre Doktorarbeit wechselte sie an die Universität Bonn, um im Fach Astronomie/Astrophysik über Stoßwellen im interstellaren Medium zu promovieren. Von 2013 bis 2017 forschte sie anschließend in Südfrankreich zu Fragen im Kontext der Sternentstehung und der Astrochemie am Institut de Planétologie et d'Astrophysique de Grenoble, dem sie nach wie vor als Gastwissenschaftlerin angehört. Im Feld der Wissenschaftsphilosophie arbeitet sie seit ihrer Doktorarbeit zu Themen der Philosophie der Astrophysik. Seit 2010 war sie als freie Mitarbeiterin für die F.A.Z. tätig, seit 2017 arbeitet sie als Redakteurin im Feuilleton, Ressort „Natur und Wissenschaft“. Im Sommer 2017 erschien ihr populärwissenschaftliches Buch “Das Universum und ich - die Philosophie der Astrophysik” im Carl Hanser Verlag München.

Insektensterben und Landwirtschaft. Die Zukunft gehört stabilen Systemen

VortragDr Felix Prinz zu Löwenstein
04.10., 10:45 Uhr, Carl Benz

Im Oktober 2017 erschien eine Studie niederländischer, deutscher und britischer Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Plos one, in der bestätigt wird, was ein deutscher entomolgischer Verein schon zwei Jahre vorher publiziert hatte: Bestand und Vielfalt von Fluginsekten nehmen ab. Damit ist der Zustand von Ökosystemen beschrieben, in denen Insekten nur einen Teil der Nahrungs- und Wirkungskette sind. Der spezifische Beitrag der Landwirtschaft zu diesem Geschehen ist nicht quantifizierbar. Dass sie aber, praktisch die gesamte nicht besiedelte und bewaldete Fläche des Landes bewirtschaftend, damit weniger als wesentlich zu tun haben sollte, ist nicht plausibel. Denn sie greift mit allem, was sie tut, insbesondere aber mit Düngung und Pestizidanwendung, massiv in Ökosysteme ein. Da von deren Funktionieren die Zukunft unserer Ernährung abhängt, muss sich die Landwirtschaft - und mit ihr die Ernährung - umfassend verändern. Sie muss zu stabilen, sich selbst erhaltenden Systemen finden.

Dr Felix Prinz zu Löwenstein

Felix Prinz zu Löwenstein ist als Vorsitzender des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) politischer Vertreter der deutschen Biobranche. Er hat für knapp 30 Jahre den landwirtschaftlichen Betrieb seiner Familie in Südhessen bewirtschaftet, davon 26 Jahre lang ökologisch nach Naturland-Richtlinien. Mit seiner Familie war er von 1982 bis 1986 als Entwicklungshelfer in Haiti. Er ist promovierter Agraringenieur und Vorstandsmitglied im Forschungsinstitut für Biologischen Landbau (Fibl) in Deutschland. Löwenstein ist verheiratet, hat 6 Kinder und 5 Enkel.

Polyamory

VortragUndine de Rivière Philipp Oelwein
04.10., 13:30 Uhr, Berta Benz

Polyamory ist ein Beziehungskonzept, das über die klassische und gesellschaftlich „übliche Zweierkiste“ hinausgeht:

Menschen haben verbindliche emotionale Beziehungen, auch längerfristig, zu mehreren Personen gleichzeitig, mit Konsens aller Beteiligten.

Wie geht das? Welches sind die Unterschiede von Polyamory zu, beispielsweise, der Polygamie, der offenen Beziehung, freien Liebe, Promiskuität, Affäre, ...?

Wie stellen sich in der emotionalen Landschaft von Polyamory die Begriffe wie Treue, Vertrauen, Betrug, Seitensprung und ganz besonders Eifersucht dar?

Welche, zum Teil überraschende Einflüsse auf das tägliche Leben und Erleben ergeben sich aus der Polyamory-Lebensweise? Und abgesehen von der Differenzierung zu anderen Beziehungsbegriffen oder -konzepten: Welche Varianten - von präskriptiven streng hierarchischen Strukturen bis hin zur maximalen Beziehungsautonomie - gibt es innerhalb des Polyversums?

Und natürlich kommt das berühmte Flipchart auch wieder zur Anwendung.

Undine de Rivière Philipp Oelwein

Undine de Rivière finanzierte ihr Physikstudium mit Striptease und entschied sich danach für eine hauptberufliche Ausübung der Sexarbeit. Als »Bizarrlady« leitete sie fünfzehn Jahre lang eines der bekanntesten BDSM-Studios Hamburgs. Insgesamt arbeitet sie seit über zwanzig Jahren als Sexdienstleisterin.

Philipp Oelwein hat in einem früheren Leben mal Physik und Wissenschaftsgeschichte studiert. Seit dem Aufkommen des WWW in der zweiten Hälfte der neunziger Jahre wurde inzwischen aus ihm ein hauptberuflicher Computerfuzzi in einem Systemhaus-Konzern mit Schwerpunkt Prozess- und Qualitätsmanagement: professionelles Rechthaben.

Beide leben seit vielen Jahren zusammen, sowohl in einer Wohnung als auch in einem lebendigen, aber stabilen Netzwerk aus polyamoren Beziehungen, für dessen Darstellung üblicherweise ein Flipchart erforderlich ist.

Unbemerkt in Kopf und Herz: Metaphern

VortragDipl.Psych.; PPT Frauke Niehues
04.10., 13:30 Uhr, Carl Benz

Metaphern aktivieren, meist ohne dass uns dies bewußt ist, umfassende kognitive und emotionale Konzepte. Hierdurch lenken Sie unsere Aufmerksamkeit, strukturieren unsere Wahrnehmung und verbessern Gedächtnisprozesse. Sie nehmen Einfluß auf Interpretationen, Bewertungen und Verhaltensimpulse. In dem Vortrag wird verdeutlicht, wie dies geschieht und wie Metaphern in Politik, Beratung und Therapie genutzt werden.

Dipl.Psych.; PPT Frauke Niehues

Frauke Niehues ist approbierte Psychologische Psychotherapeutin in eigener Praxis.

Sie ist ausgebildet in Verhaltenstherapie, klinischer Hypnose und klientenzentrierter Gesprächsführung nach Rogers. Außerdem ist sie Trainerin emotionaler Kompetenzen, zertifizierte TEK-Trainer-Trainerin und akkreditierte Supervisorin.

Neben der Praxis ist sie mit Ihrer Firma Kompass in der Personal- und Organisationsentwicklung tätig und berät Firmen und Führungskräfte.

Als Dozentin wirkt Frauke Niehues an mehreren Universitäten und Ausbildungsinstituten.

Ihre Arbeitsschwerpunkte sind emotionale Kompetenz, Hypnosystemik und Selbstwert.

Für Hoch- und Höchstbegabte hat sie ein Therapie- und Beratungskonzept entwickelt und bildet hierin aus. Auf Ihrer Webseite www.können-macht-spass.de stellt sie viele Informationen und Materialien kostenfrei zur Verfügung.

Meeresspiegelanstieg – Wann steht uns das Wasser bis zum Hals?

VortragDr. Eva Börgens
04.10., 13:30 Uhr, Toulon (A030)

20 cm seit der industriellen Revolution, oder 3 mm pro Jahr: Diese Zahlen für den Meeresspiegelanstieg stehen häufig in der Presse. Bei vielen dürften diese Zahlen mehr Verwunderung als Erkenntnis auslösen. Wovon ist eigentlich die Rede, wenn vom Meeresspiegel geschrieben wird? Wie kann der so genau vermessen werden? Und wie geht’s weiter?

In diesem Vortrag werde ich eine Einführung in die aktuelle Forschung zum Meeresspiegel und seines Anstiegs geben. Ein Fokus wird dabei sein, wie der Meeresspiegel global und mit welcher Genauigkeit vermessen wird. Aktuelle Zahlen werden dabei genauso gezeigt wie Projektionen in die Zukunft. Anhand dieser Projektionen wird abschließend darüber diskutiert, was der Meeresspiegelanstieg für uns Menschen bedeutet.

Dr. Eva Börgens

Nach der Schule entschied ich mich, ein Fach zu studieren, das im Abibuch nur als "Geo-was bitte?" beschrieben wurde. Ja, Geodäsie, hieß früher mal Vermessungswesen. Also zog ich ins schöne Bonn, um dort und in Calgary (Kanada) Geodäsie und Geoinformation zu studieren. Dies erfolgreich beendet, dürstete es mich nach noch mehr Wissen und ich wechselte für meine Promotion an die TU München, und nun weiter als PostDoc ans Deutsche GeoForschungsZentrum (GFZ) in Potsdam. Da ich nie so der geschickteste Mensch war, bot sich für mich die Satellitengeodäsie sehr an. Da konnte ich vor dem Computer sitzen bleiben und trotzdem globale, vom Klimawandel beeinflusste Phänome studieren.

Wenn ich nicht mit der Forschung meinen Wissensdurst stille, verschlinge ich seit meiner Jugend Bücher zu jedem mir in die Finger kommenden Thema. Leider bleibt dafür mittlerweile nicht mehr annähernd genügend Zeit!

ArbeiterKind.de - Mentoring für Studierende der ersten Generation

VortragJaana Espenlaub
04.10., 13:30 Uhr, Windsor (A309)

Die Bildungslaufbahn ist in Deutschland immer noch eng mit dem Elternhaus verknüpft. Von 100 Kindern aus nicht‐akademischen Familien nehmen nur 27 ein Studium auf, obwohl doppelt so viele die Hochschulreife errreichen. Von 100 Akademikerkindern studieren dagegen 79. Die finanzielle Belastung ist dabei nur einer von vielen Gründen, die diese Abiturienten von einem Studium abhalten.

Die Vision von ArbeiterKind.de ist es, dass in Deutschland jedes Kind aus einer nichtakademischen Familie mit geeigneter Qualifikation die Chance auf einen Bildungsaufstieg erhält. Mit Hilfe eines niedrigschwelligen und flächendeckenden Peer-to-peer-Mentorings will ArbeiterKind.de erreichen, dass der Anteil der Studierenden der ersten Generation an Hochschulen steigt und parallel die Zahl der Studienabbrecher sinkt. Rund 6.000 Ehrenamtliche engagieren sich bei ArbeiterKind.de: Die eigene Bildungsgeschichte erzählen und durch das persönliche Beispiel ermutigen – das ist das Erfolgsrezept von ArbeiterKind.de.

Jaana Espenlaub

Bundeslandkoordinatorin für ArbeiterKind.de in Baden-Württemberg

Diplomtheologin und Germanistin (Studium in Heidelberg, Leipzig und Tübingen)

Altstipendiatin der Konrad-Adenauer-Stiftung

Menschen starten mit sehr unterschiedlichen Voraussetzungen in ein Studium. Als Bundeslandkoordinatorin für ArbeiterKind.de unterstütze ich vor allem die, die als Erste in ihrer Familie studieren. Mit unserem Netzwerk von Ehrenamtlichen ermutigen wir Schülerinnen und Schülern aus Familien ohne Hochschulerfahrung zum Studium. Wir begleiten sie auf ihrem Weg vom Studieneinstieg bis zum erfolgreichen Studienabschluss und Berufseinstieg. Als Akademikerin der ersten Generation weiß ich aus persönlicher Erfahrung, wie viel Kraft und Durchhaltevermögen es manchmal braucht, um seinen eigenen Weg zu gehen. Umso mehr wünsche ich mir, dass Menschen sich nicht aufgrund ihrer sozialen Herkunft, sondern entsprechend ihren persönlichen Fähigkeiten und Neigungen für einen Bildungsweg entscheiden.

Künstliche Intelligenz: Was ist das und was kann man damit machen?

VortragCarsten Kraus
04.10., 15:15 Uhr, Berta Benz

Künstliche Intelligenz beherrscht die Medien. Und wenn man

den Medien glaubt, wird sie auch bald unsere Arbeitswelt beherrschen.

Was kann künstliche Intelligenz bereits

heute, welche Entwicklungen sind im Gange? Kann man

heute bereits Nutzen daraus ziehen? Wo kann KI disruptive

Veränderungen bringen?

Eine spannende Reise in das Reich einer ganz neuen Spezies, die

gerade eine rasante Evolution durchläuft. Und die mittelfristig

die nächste Revolution unserer Gesellschaft auslösen wird.

Carsten Kraus

Carsten Kraus ist Querdenker, Innovator, Unternehmer, Speaker und Gründer der Omikron Data Quality GmbH. Seine erste große Innovation als Jugendlicher war eine Programmiersprache, die ihm Atari abkaufte und zusammen mit 700.000 Computern auslieferte. Schon früh beschäftigte sich Carsten Kraus mit Fuzzy Logic und künstlicher Intelligenz. Aus seiner Neugier für Algorithmen und KI entstanden zahlreiche Produkte, die heute die Stammdaten von Großkonzernen bereinigen und die nahezu jeder Europäer beim Einkaufen im Internet verwendet. Aufgrund seiner Expertise wurde er zum Vorsitzenden der Fachgruppe KI im bwcon gewählt. Allein in den letzten drei Jahren meldete er mehrere Patente zu KI-Verfahren an und ist ein gefragter Speaker auf Konferenzen und Tagungen. In seinen Vorträgen nimmt er die Zuhörer mit auf eine Expedition in das Reich einer neuen Spezies,

Sprecher Seiten von Carsten Kraus:

https://www.omikron.net/carsten-kraus

https://www.excellente-unternehmer.de/redner/carsten-kraus.html

Was ist Schizophrenie?

VortragDr. Daniela Mier und Anna Becker
04.10., 15:15 Uhr, Carl Benz

Jeder kennt die Redewendung “das ist doch schizophren”, aber wird diese Redewendung auch im richtigen Kontext benutzt? Was bedeutet schizophren und was hat Schizophrenie mit Psychose zu tun? In diesem Vortrag werde ich einen Überblick über die Entstehung und die Symptome der Schizophrenie gegeben. Im zweiten Teil des Vortrags werde ich meine eigene Forschung zu dieser psychischen Erkrankung referieren. Hierbei wird der Fokus auf der sogenannten sozialen Kognition liegen, unserer Fähigkeit Gefühle und Absichten anderer Personen zu erkennen. Ich werde darlegen, dass bei Schizophrenie eine Verzerrung in der Wahrnehmung vorliegt, die dazu führt, dass Interaktionspartner als feindselig und bedrohlich wahrgenommen werden. Zum Abschluss beantwortet meine Kollegin Fragen zum Umgang mit schizophrenen Patienten und berichtet vom Behandlungsalltag auf einer Spezialstation für Patienten mit Psychosen.

Dr. Daniela Mier und Anna Becker

Geboren an der schönen Bergstraße hat es mich zum Studium der Psychologie und anschließender Promotion an die Universität Gießen verschlagen. Nur durch einen zehnmonatigen Aufenthalt als Postdoc am California Institute of Technology in Pasadena unterbrochen, habe ich von 2007 bis 2018 am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit als Wissenschaftlerin und Therapeutin in Ausbildung gearbeitet und im Jahr 2015 meine Approbation als psychologische Psychotherapeutin erworben. Ab 01.10.2018 bin ich Professorin für Klinische Psychologie an der Universität Konstanz.

Veränderung der Räume der Stadt durch Digitalisierung?

VortragKerstin Meyer
04.10., 15:15 Uhr, Toulon (A030)

Seit langem wird diskutiert, wie sich die Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) auf den Raum auswirken (z.B. Friedrichs 1987; Fuchs 1990). So galt lange Zeit die Nutzungstrennung im Sinne der Charta von Athen als eines der wichtigsten Ziele der Stadtentwicklung. Durch den Wandel von einer Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft, neue Technologien im Rahmen zunehmender Digitalisierung und Industrie 4.0 wie Cyber-physische Systeme (CPS) sowie den Wertewandel hin zu mehr Nachhaltigkeit wird das Leitbild der „Stadt der kurzen Wege“ in der europäischen Stadt spätestens seit der Charta von Leipzig 2007 verstärkt fokussiert. Urbane Produktion - in Form von Urbaner Industrie, Urbaner Landwirtschaft und Urbanen Manufakturen - wird wünschenswert und Smart Cities - Städte, in denen intelligente Stadtsysteme mit modernster IT-Technik erprobt werden - lassen auf eine Verbesserung der Lebensqualität und Ressourceneffizienz hoffen. Der Vortrag zeigt hierzu verschiedene Beispiele.

Kerstin Meyer

Kerstin Meyer (M.Sc.) ist seit Oktober 2016 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut Arbeit und Technik im Forschungsschwerpunkt „Raumkapital“ tätig. Sie studierte Geographie und Internationale Wirtschaft und Entwicklung an der Universität Bayreuth sowie den Master Stadt- und Regionalentwicklung an der TU Kaiserslautern. Thematische Schwerpunkte sind alternative Ökonomien, Urbane Produktion, Regionalentwicklung und nachhaltige Mobilität.

Sexarbeit - ein ganz normaler Job?

VortragUndine de Rivière
04.10., 17:00 Uhr, Benz vereint

Prostitution - ist das nicht gefährlich? Seit wann ist das eigentlich legal? Wieviel verdient man da und zahlst Du Steuern? Hast Du einen Zuhälter? Arbeitet ihr vor allem nachts? Was macht ein kluges Mädchen wie Du im Rotlichtmilieu? Wissen Deine Eltern davon? Was läuft bei einer Gangbang-Party ab? Dir scheint das Spaß zu machen, aber bist Du nicht die Ausnahme? Und was ist mit dem Menschenhandel?

Eine meiner erklärten Missionen im Leben ist der Abbau der gesellschaftlichen Stigmatisierung von Sexarbeiter_innen. Das gelingt auf kaum eine andere Weise leichter als im direkten Kontakt. Und kaum ein Publikum ist so wunderbar offen und neugierig und hat so spannende Fragen wie ihr auf der MinD-Akademie. Daher werde ich gar nicht viel vorgeben, sondern halte meinen Vortrag nach dem Motto: "I am a sex worker - ask me anything!"

Undine de Rivière

Undine de Rivière, Jahrgang 1973, finanzierte ihr Studium mit Striptease und entschied sich nach abgeschlossenem Physikstudium für eine hauptberufliche Ausübung der Sexarbeit. Als »Bizarrlady« leitete sie fünfzehn Jahre lang eines der bekanntesten BDSM-Studios Hamburgs. Insgesamt arbeitet sie seit über zwanzig Jahren als Sexdienstleisterin. Undine ist Gründungsmitglied des bundesweiten Berufsverbands erotische und sexuelle Dienstleistungen (BesD), einer Interessenvertretung ehemaliger und aktiver Sexarbeiter_innen. Sie setzt sich auf lokaler und Bundesebene für eine Entkriminalisierung des Berufs und eine Stärkung der Rechte von Sexarbeiter_innen ein. Im Mai 2018 ist ihr Buch "Mein Huren-Manifest" im Heyne-Verlag erschienen.

Fahrplan und Störung: Regel und Ausnahme im Bahnbetrieb

VortragDr. Kurt Fuchs
04.10., 17:00 Uhr, Toulon (A030)

Züge verkehren nach Fahrplänen - in der Theorie. In der Praxis ist der Bahnbetrieb zahlreichen Störungen ausgesetzt, welche die Einhaltung des Fahrplans beeinträchtigen. So kommt es zu Verspätungen. Aber was sind wirklich die Ursachen für Verspätungen? Welchen Störungen ist der Bahnbetrieb tatsächlich ausgesetzt? Und wie wirken sich diese Störungen auf den Bahnbetrieb aus? Der Vortrag erklärt zunächst, wie Eisenbahnbetrieb überhaupt funktioniert. Da Züge wegen des langen Bremswegs nicht auf Sicht fahren können, erfordert Sicherheit im Bahnbetrieb umfangreiche technische Vorkehrungen, um Kollisionen zu vermeiden. Anschließend werden die verschiedenen Arten von Störungen, die den Bahnbetrieb beeinträchtigen, erläutert, und schließlich wird erklärt, wie versucht wird, die Auswirkungen der Störungen zu begrenzen und wie im Bahnbetrieb darauf reagiert wird.

Dr. Kurt Fuchs

Ich hab zuerst Maschinenbau und anschließend Jura studiert. Nach dem Referendariat habe ich mich als Rechtsanwalt in Köln niedergelassen und bin hauptsächlich in den Bereichen Gewerblicher Rechtschutz und Eisenbahnrecht tätig. Daneben habe ich noch eine Firma, die im Immobiliengeschäft tätig ist, betreibe einen Webshop für Kaschmirartikel und betreibe eine App mit Stadtinformationen.

Wertversprechen der Blockchain-Technologie - ursächliche Eigenschaften

VortragProf. Dr. Karin Gräslund
04.10., 17:00 Uhr, Windsor (A309)

Die Blockchain ist als Basistechnologie des Bitcoin ein besonderes Hype-Thema in Fachkreisen und der interessierten Öffentlichkeit. Um über Sinn & Unsinn aber wirklich fundiert mitreden zu können, geht es darum, die grundlegenden Eigenschaften von Blockchain zu verstehen. Mein Vortrag soll hierbei helfen. Er zeigt prominente UseCases, macht wesentliche Merkmale der BC-Technologie visualisiert anschaulich und klärt den Status Quo sowie aktuell interessante Weiterentwicklungen. Ich freue mich auf neugieriges Publikum und eine angeregte Diskussion.

Prof. Dr. Karin Gräslund

Studium Wirtsschaftswissenschaften zuletzt Uni Hohenheim

Promotion in Wirtschaftsinformatik

Mitwirkung Firmenaufbau ITM GmbH Stuttgart

Mitarbeiterin SAP Deutschland

Professorin Hochschule RheinMain für Wirtschafts- & Finanzinformatik

Bei- & Aufsichtsrätin in mehreren Firmen und Communities

Spielen einmal ohne Norm: Improtheater ohne Form

WorkshopAlexander Scivos und Babette Mairoth-Voigtmann
04.10., 20:00 Uhr, Toulon (A030)

Theaterspiel ohne Vorgabe, ohne feste Form und Norm - wie geht das? Bei unserem Impro-Workshop lassen wir uns, ohne Bühnendrill oder -erwartung, ohne vordefinierte Impro-Disziplinen einfach vom Raum inspirieren - und von Masken. Es ist faszinierend, wie sich die eigene Bewegung und die Reaktion ändert, wenn wir ein zweites Gesicht tragen. Lasst euch überraschen!

Alexander Scivos und Babette Mairoth-Voigtmann

Alexander Scivos, geboren 1972 bei Stuttgart, studierte in Freiburg (Deutschland), Russland und Kanada Biologie, Philosophie, Informatik

und Mathematik. Er hat ehrenamtlich als Kursleiter für Improvisationstheater und im Softskill-Bereich (Entscheidungsfindung, Projektmanagement, Moderation) gearbeitet und arbeitet nun als Schulungsreferent bei SAP.

2001 gründete er mit anderen das MinD Hochschul Netzwerk (MHN). Er war einst Organisator der MinD-Akademie und Coach für das Mensa-Berater-Netzwerk.

Babette Mairoth-Voigtmann ist Diplom-Designerin (FH), arbeitet als Grafikerin und Malerin. Ihre Interessen sind – neben der Kunst – Natur, Katzen, Bücher und immer wieder Neues kennenlernen. Sie stellt regelmäßig in und um München aus und ist seit zwei Jahren als Assistentin bei der Marburger Sommerakademie dabei. Sie spielt seit 2002 Improtheater und gehört zu den „Irrationalen“. Beim MHN hat sie Seminare zu Improtheater und Pressearbeit mitgeleitet und war auf allen MinD-Akademien dabei.

Getting Things Done - das Wichtigste zur Selbstmanagement-Methode

WorkshopDipl-phys., MBE Tobias Mueller-Zielke
04.10., 20:00 Uhr, Windsor (A309)

Tobias Müller-Zielke wird die wichtigsten Prinzipien der anerkannten Selbstmanagement-Methode Getting Things Done (GTD) nach dem gleichnamigen Buch von David Allen vorstellen. Bei GTD geht es darum, möglichst alles, was man tun muss oder möchte aus seinem Kopf zu bekommen und es in einem System zu hinterlegen, dem man vertraut wie seinem Kalender.

GTD wird weltweit von Menschen benutzt, denen Produktivität wichtig ist und ist der Goldstandard für Produktivität. GTD wird in vielen großen Firmen im Rahmen der Mitarbeiterausbildung angeboten.

Durch den Workshop erlernen die Teilnehmer die Grundprinzipien von GTD und können Sie dann anwenden, um fokussierter zu arbeiten und sich auf die Themen zu fokussieren, die Ihnen wirklich wichtig sind. Sie werden in der Lage sein, mehr zu erreichen, weniger zu vergessen und dabei entspannter zu bleiben.

Dipl-phys., MBE Tobias Mueller-Zielke

Tobias Müller-Zielke, geb. 1978, ist Projektmanager, Trainer und Coach. Nach seinem Physik-Studium hat er berufsbegleitend einen Master of Business and Engineering an der Steinbeis-Hochschule Berlin absolviert. Nach mehreren Jahren im Vertrieb und Projektmanagement für Großanlagen in einem großen deutschen Konzern ist er seit 2014 Unternehmer im Bereich Apps & Web, seit 2017 auch im Bereich Virtual & Augmented Reality.

Tobias ist einer von 22 Menschen weltweit, die dafür zertifiziert sind, die Selbstmanagement-Methode Getting Things Done zu coachen und zu trainieren. Als freier Trainer und Coach ist er für Next Action Partners in Berlin tätig, dem exklusiven Lizenznehmer für Getting Things Done in Deutschland, Österreich und die Schweiz.

Bücherschaulaufen

SonstigesDr. Eva Börgens
04.10., 21:45 Uhr, Toulon (A030)

Das mittlerweile alljährliche Bücherschaulaufen: Du hast ein Buch gelesen, das Du unbedingt anderen MHNlern weiterempfehlen willst oder Du brauchst mal wieder neue Leseanregungen? Dann bist Du beim Bücherschaulaufen richtig. Es ist alles erlaubt, was interessiert: hochgeistiges Sachbuch, fesselnder Krimi oder Kinderbuch.

Für die Planung gibt es dabei einen gewissen Rahmen: a) Redezeit 3-4 min (plus Frage-Zeit), b) Ausfüllen eines kurzen Fragebogens* am besten vor der Akademie.

Sende Deine Antworten bitte an buecherschaulaufen@mind-hochschul-netzwerk.de oder fülle auf der Akademie den Bogen aus.

Fragen des Fragebogens: (1) Autor und Titel (2) Inhalt in drei Sätzen (3) Hat dieses Buch vielleicht sogar mein Lebensgefühl, mein Denken, mein Leben geprägt? Wenn ja, wie? (4) Wer sollte dieses Buch lesen? Warum? (5) Wie lange braucht man in etwa zum Lesen? (6) Zitat einer typischen Passage oder Wendung.

*https://wiki.mind-hochschul-netzwerk.de/wiki/B%C3%BCcherschaulaufen-Fragebogen-Vorlage

Dr. Eva Börgens

Nach der Schule entschied ich mich, ein Fach zu studieren, das im Abibuch nur als "Geo-was bitte?" beschrieben wurde. Ja, Geodäsie, hieß früher mal Vermessungswesen. Also zog ich ins schöne Bonn, um dort und in Calgary (Kanada) Geodäsie und Geoinformation zu studieren. Dies erfolgreich beendet, dürstete es mich nach noch mehr Wissen und ich wechselte für meine Promotion an die TU München, und nun weiter als PostDoc ans Deutsche GeoForschungsZentrum (GFZ) in Potsdam. Da ich nie so der geschickteste Mensch war, bot sich für mich die Satellitengeodäsie sehr an. Da konnte ich vor dem Computer sitzen bleiben und trotzdem globale, vom Klimawandel beeinflusste Phänome studieren.

Wenn ich nicht mit der Forschung meinen Wissensdurst stille, verschlinge ich seit meiner Jugend Bücher zu jedem mir in die Finger kommenden Thema. Leider bleibt dafür mittlerweile nicht mehr annähernd genügend Zeit!

Gold und Goldfälschungen

VortragProf. Dr. Ernst Pernicka
05.10., 09:00 Uhr, Berta Benz

Vorkommen, Gewinnung, Raffination und chemische Zusammensetzung von Gold werden vorgestellt. Ebenso wird die Entwicklung der Goldverarbeitung vom Altertum bis heute nachgezeichnet. Diese Kenntnisse können auf die Echtheitsanalyse von Goldobjekten angewandt werden. Zwei Fälle von Goldfälschungen werden vorgestellt: Die angeblich spätbronzezeitlichen Goldfunde von Bernstorf in Bayern und die aktuellen Fälschungen von Goldbarren und Goldmünzen mit Wolfram.

Prof. Dr. Ernst Pernicka

Ernst Pernicka, geboren 1950 in Wien, studierte Chemie und Physik an der Universität Wien. Nach einer Tätigkeit als wissenschaftlicher Angestellter am Max-Planck-Institut für Kernphysik in Heidelberg wurde er 1997 zum Professor für Archäometallurgie an der TU Bergakademie Freiberg berufen. Von 2004 bis 2013 hatte er die Professur für Archäometrie im Institut für Ur- und Frühgeschichte und Archäologie des Mittelalters der Universität Tübingen inne und von 2013 bis 2018 im Institut für Geowissenschaften der Universität Heidelberg. Derzeit ist er Seniorprofessor für Archäometrie an der Universität Tübingen. Er befasst sich mit der Entwicklung und Anwendung naturwissenschaftlicher Methoden zur Lösung kulturhistorischer Fragen. Sein Forschungsschwerpunkt ist die Entstehung und Ausbreitung der Metallurgie in der Alten Welt. Neben seiner Lehrtätigkeit leitet Ernst Pernicka auch das Curt-Engelhorn-Zentrum Archäometrie in Mannheim.

Breaking Bad - Warum gute Menschen böse Dinge tun

VortragCarmen Mayer
05.10., 09:00 Uhr, Toulon (A030)

Breaking Bad. Lost. Die Tribute von Panem. TV-Serien und Filme bieten durch die zugespitzte Darstellung von Situationen die Möglichkeit die Entwicklung von Charakteren zu beobachten und Verhaltensweisen zu analysieren: Warum verhalten Menschen sich eigentlich nicht einfach alle nach den gesellschaftlich akzeptierten Normen? Wäre das nicht bedeutend einfacher und übersichtlicher? Was bringt Menschen dazu, neue Wege zu gehen? Was bringt Menschen dazu, Verbrechen zu begehen? Neben intrinsischen Faktoren gibt es immer auch extrinsische Aspekte, die sogenanntes abweichendes Verhalten auslösen. Die Anomietheorie nach Merton befasst sich damit, welche Verhaltensweisen Menschen zeigen, die die Ziele einer Gesellschaft nicht mehr innerhalb der gesellschaftlich akzeptierten Normen erreichen. Was macht ein Mensch, der vermittelt bekommt, dass finanzieller Wohlstand Ziel eines erfolgreichen Lebens ist, aber keine Möglichkeit hat, dies mit den zur Verfügung stehenden Mitteln zu erreichen?

Carmen Mayer

Neben dem Bachelor in Sozialer Arbeit habe ich Fortbildungen zum Thema Autismus und Genderspektrum absolviert. Nach ehrenamtlicher Tätigkeit als Bewährungshelferin und in der Betreuung von Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen arbeite ich heute als stellvertretende Geschäftsleitung und Sozialarbeiterin in einer Kinderkrippe für Kinder bis 3 Jahre.

Warum ich nicht König Kunde bin und andere Weisheiten aus dem System der Öffentlichen Verkehrsmittel

VortragM.Sc. Christian Rosenkranz
05.10., 09:00 Uhr, Windsor (A309)

Als Bewohner verstädterter Regionen sind wir meist täglich in den Systemen des Öffentlichen Nahverkehrs unterwegs.

Allerdings haben wir dabei nicht immer den Eindruck, König Kunde in diesen Systemen zu sein.

Andererseits lesen wir regelmäßig in der Presse, dass ein Schienennahverkehrsbetreiber eine Strecke an ein anderes Unternehmen abgegeben hätte.

Und auf wundersame Weise scheinen die Fahrgastzahlen anschließend förmlich durch die Decke zu gehen. Dabei hat sich, nüchtern betrachtet, gar nicht so viel geändert.

Dieser Vortrag soll dazu dienen, mit einigen dieser Weisheiten aus der Welt des gefühlten Allgemeinwissens aufzuwarten und den Hintergrund zu erklären.

Damit der Gebrauch von Öffentlichen Nahverkehrsmitteln weiterhin eine entspannte Art der Fortbewegung ist und bleibt.

Im Rahmen des Vortrages wird viel Gelegenheit geboten werden, Fragen und Anmerkungen anzubringen. Somit wird das Publikum bestimmen, wohin "die Reise" dieses Vortrages geht.

M.Sc. Christian Rosenkranz

Studierter Verkehrsingenieur mit mehrjähriger Erfahrung in der Lehre im Bereich des schienengebundenen oder städtischen Nahverkehrs

Verhaltensentwicklung und Regelakzeptanz im Verkehr

VortragProf. Dr.-Ing. Peter Vortisch
05.10., 10:45 Uhr, Carl Benz

Zu den frühesten Systemen von Regeln, die wir lernen, gehört der Verkehr. Schon im Kindergarten beginnt die Verkehrserziehung, und bis ins späte Lebensalter hinein sind wir in irgendeiner Form Verkehrsteilnehmer. In meinem Vortrag möchte ich drei Aspekte aus dem Umfeld Verkehr aufzeigen, die im weiteren Sinn mit "Norm und Aweichung" zu tun haben:

1. Wohin man hört, wird vom großen Umbruch der Mobilität gesprochen. Ist das wirklich so? Messungen des Mobilitätsverhaltens können zumindest rückblickend einen Eindruck geben, mit welcher Geschwindigkeit sich das System Mobilität tatsächlich ändert.

2. Die öffentlichkeitswirksamste Regelverletzung der letzten Zeit im Verkehr war der Dieselskandal. Wie dramatisch ist die Lage tatsächlich? Auch hier helfen uns Messwerte und ein paar Fakten.

3. In unserem Alltagssystem Verkehr lernen wir, dass Regeln folgenlos gebrochen werden können. Das erodiert unser Rechtsbewusstsein. Wie bringen wir Regeln und Verhalten wieder in Einklang?

Prof. Dr.-Ing. Peter Vortisch

Geboren am 8.9.1964 in Karlsruhe. Studium der Informatik an der Universität Karlsruhe und Promotion im Bauingenieurwesen. Dreizehn Jahre in der Wirtschaft als Produktmanager und Prokurist der PTV AG, einer weltweit tätigen Software- und Consultingfirma in Karlsruhe. Seit 2010 Professor für Verkehrswesen am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Forschungsschwerpunkte sind empirische Mobilitätsforschung, Modellierung und Simulation von Verkehrssystemen sowie Verkehrstechnik und Verkehrstelematik. Mitglied im Vorstand der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV) und im wissenschaftlichen Beirat des Bundesverkehrsministers.

Digitalisierung: Die neue Kulturtechnik

VortragProf. Peter Weibel
05.10., 10:45 Uhr, Toulon (A030)

Die bisherigen Kulturtechniken waren von irreversiblen Beziehungen zwischen Dingen und Worten, zwischen Dingen und Bildern, zwischen Dingen und Zahlen geprägt. Im digitalen Zeitalter können alle Bilder, Texte und Töne in Daten verwandelt werden und diese Daten können wiederum in Bilder, Texte, Töne rückverwandelt werden. Und schließlich wurden sogar Dinge in Daten und durch den 3-D-Druck Daten in Dinge rückverwandelbar. Was bedeutet das für die Zukunft?

Prof. Peter Weibel

Peter Weibel (*1944) gilt als ein zentraler Akteur der europäischen Medienkunst. Als Künstler, Theoretiker, Kurator, Vorstand des ZKM Karlsruhe sowie Direktor des "Peter Weibel Forschungsinstituts für digitale Kulturen" an der Universität für angewandte Kunst in Wien ist er an den Schnittstellen von Kunst und Wissenschaft tätig. Er leitete u.a. die Biennale in Sevilla und Moskau, die Ars Electronica in Linz sowie das Institut für Neue Medien der Städelschule in Frankfurt.

Frage- und Diskussionsrunde zur Zukunft des MHN

SonstigesVorstand und Zukunftsteam des MHN
05.10., 10:45 Uhr, Windsor (A309)

Seit Februar wird innerhalb des MHN fieberhaft diskutiert. Nachdem unser Verhältnis zu Mensa nun geklärt ist (wir werden auch offiziell ein eigener Verein!), soll auf der Mitgliederversammlung über die nächsten Schritte abgestimmt werden. Um die Mitgliederversammlung ein wenig zu entlasten, informieren das Zukunftsteam und der Vorstand in dieser Runde vorstehende Eintragung des MHN in das Vereinsregister, die Pläne für die neue Satzung und weitere Details, die die Zukunft des MHN betreffen. Nach einer kurzen Einführung wird es ausreichend Zeit für Nachfragen hierzu geben. Im Anschluss daran besteht selbstverständlich auch die Möglichkeit zur Diskussion einzelner Aspekte dieser Zukunftspläne.

Was wir von Geistern und Schamanen und von des Urwalds Heilkraft ahnen ... - Norm und Abweichung am Amazonas -

VortragProf. Dr. Kurt Weis
06.10., 09:00 Uhr, Carl Benz

Was wir von Geistern und Schamanen

und von des Urwalds Heilkraft ahnen,

ist nichts, was unser Kopf erfasst,

weil's nicht in unser Weltbild passt.

Wo die erzeugten Visionen

- für uns nur: Halluzinationen -

die zeigen, wo die Geister wohnen,

vielleicht doch mal ein Studium lohnen.

Wo Seen und Pflanzen sind beseelt,

wo keinem Baum der Geist-Typ fehlt,

wo auch im Lagerfeuerschein

stellen sich mal Ahnen ein,

- wenn man den Heiltrank zu sich nimmt,

der dort die Medizin bestimmt,

und jene Ausbildung begreift,

aus der man zum Schamanen reift,

der dann mit seinen Pflanzensäften

sucht Zugang zu den Urwaldkräften ...

Was der Schamanen "Anderwelt"

an Heilkunst zur Verfügung stellt

und wie vom Krebs er kann gesunden,

das wollt' der Referent erkunden.

Er wird im dichten Versmaß sagen,

was Prosatexte oft nicht wagen ...

Prof. Dr. Kurt Weis

Prof. Dr. Kurt Weis, geb. 1940, einst als Jurist, Kriminologe und Soziologe ausgebildet, frönt jetzt seinen anthropologischen Interessen. Nach der Promotion 1968 an der Harvard Law School und der Habilitation als Soziologe 1979 in Saarbrücken unterrichtete er an der Technischen Universität München von 1980 bis 2006 Soziologie. Für seine Ringvorlesungen 1991-2001 "Bilder vom Menschen in Wissenschaft, Technik und Religion", "Was ist Zeit? Zeit und Verantwortung in Wissenschaft, Technik und Religion" und "Paradigmenwechsel: Neue Denkhorizonte am Ende der Moderne" verlieh ihm die TUM ihre Ehrennadel in Gold. Dann folgte er seinem Weg vom Buchwissen zum Erfahrungswissen und leitete drei Kongresse über "Grenzerfahrungen." Er segelt gern, besuchte manchen Gipfel, lief manchen Marathon, lernte von den Inuit sein Iglu zu bauen, durchquerte die Wüste Gobi zu Fuß, vertiefte sich in die spirituellen Wege Indiens und verbringt alljährlich einen heilenden Monat bei den Schamanen im Amazonasurwald.

"I'm from Tschörmänie" - "Well, I can hear that" - An English Pronunciation Workshop

WorkshopSönne Kienle
06.10., 09:00 Uhr, Toulon (A030)

"Sänk ju foa träffeling vis Deutsche Bahn?" - Don't we all enjoy making fun of the most (in)famous English sentence in Germany?

Although this sentence is indeed perfect in grammatical terms, its pronunciation often leaves much to be desired. Ranging among the most unsexy accents of the world, a German accent is nothing anyone would be particularly proud of. In order to avoid sounding like Günther Oettinger or Lothar Matthäus speaking English, it is absolutely vital to be aware of the phonological differences between English and German and to practise, practise, practise. Hence, this workshop will offer a combination of theoretical input and plenty of time to speak. This workshop is especially aimed at those with a fairly good command of English who would like to work on their pronunciation in order to get rid of or to soften their German accent, but everybody is welcome! The workshop will be held in English, of course, but we will be able to switch to German whenever necessary.

Sönne Kienle

Sönne Kienle hat Anglistik und Geschichte in Heidelberg studiert und arbeitet mittlerweile als Lehrerin in Mannheim – ein Beruf, der er es ihr ermöglicht, ihre beiden großen Interessen (Geschichte und die englische Sprache/der anglophone Sprachraum) mit ihrer größten Leidenschaft (dem Unterrichten) zu verbinden. Privat wie beruflich beschäftigt sie sich daher mit Kontrastiver Linguistik, (Fremd-)Sprachenerwerb und der englischsprachigen Geschichte dies- und jenseits des Atlantiks sowie den aktuellen Entwicklungen dort in Zeiten von Brexit und Trump. Ansonsten verbringt sie ihre freie Zeit auch sehr gerne mit englischsprachigen Romanen, Reisen, Kochen und MHN-Telefonkonferenzen. Außerdem würde sie gerne Englisch-Fortbildungen für Bahn-MitarbeiterInnen anbieten - aber das ist eine ganz andere Geschichte.

Normalität, Innovation und die Kreation der eigenen, individuellen Identität

VortragWolf Sugata Schneider
06.10., 09:00 Uhr, Windsor (A309)

Normalität ist die jeweilige, kulturspezifische Massentrance, in welche wir durch Erziehung hineinwachsen. Unser Bedürfnis nach Zugehörigkeit und Akzeptanz führt zu einem bestimmten Verhalten. Wir verhalten uns so, dass wir nicht ausgegrenzt besser auch noch anerkannt und gewürdigt werden. Ein Nachteil solcher 'Gleichschaltung' ist, dass derartig funktionierende Kollektive unkreativ sind. Erst eine 'Disruption', eine Störung des Normalbetriebs, führt in solchen zu Veränderungen. Auch deutlich positive Veränderungen werden von der Masse zunächst als Störung empfunden und abgelehnt.

Die dem einzelnen Selbst biografisch zugewiesene Identität ist das Mittel der Anpassung an das jeweilige Kollektiv. Selbsterkenntnis ("Wer bin ich wirklich?") kann aus der Massentrance befreien und das Individuum zu einem kokreativen Schöpfer seiner eigenen Identität machen – "ich selbst" bin dann mein höchstes Kunstwerk.

Wolf Sugata Schneider

Wolf Sugata Schneider, Jg. 52. Autor, Redakteur, Kabarettist. 1971-75 Studium der Naturwissenschaften und Wissenschaftstheorie in München. 1975-77 in Asien, darunter ein halbes Jahr als Samanera in einem buddh. Kloster in Bangkok. 1977 Sannyas bei Osho in Poona. 1980 Gründer des Diva-Ashram in Langenfeld/Mittelfranken. 1985-2015 Hrsg. der Zeitschrift Connection. Seit 2018 Theaterspiel und Kabarett. Autor mehrerer Bücher. Talkrundenmoderator, Humortrainer, Coach. Seit Januar 2016 Leben mit Flüchtlingen. Kontakt: schneider@connection.de, Blog: www.connection.de, www.bewusstseinserheiterung.info.

Regel und Ausnahme im Recht

VortragDr. Kurt Fuchs
06.10., 10:45 Uhr, Carl Benz

Recht bedeutet Regeln, Gesetze, Paragraphen. Viele Regelungen passen nicht auf alle Fälle. Deshalb gibt es Ausnahmen und Einschränkungen. Das Regel-Ausnahme-Verhältnis ist ein Kernprinzip des Rechts. Kein Recht ohne Ausnahme, naja, kaum ein Recht. Es gibt universelle Regeln, die keine Ausnahme brauchen, teilweise auch keine Ausnahme dulden. Aber sie sind die Ausnahme. Der Vortrag informiert über das Verhältnis von Regel zu Ausnahme im Recht, darüber, wie Ausnahmen angewandt werden, erläutert das Thema anhand von Beispielen und Anekdoten.

Dr. Kurt Fuchs

Ich hab zuerst Maschinenbau und anschließend Jura studiert. Nach dem Referendariat habe ich mich als Rechtsanwalt in Köln niedergelassen und bin hauptsächlich in den Bereichen Gewerblicher Rechtschutz und Eisenbahnrecht tätig. Daneben habe ich noch eine Firma, die im Immobiliengeschäft tätig ist, betreibe einen Webshop für Kaschmirartikel und betreibe eine App mit Stadtinformationen.

Nähe und Distanz in Interaktionen

WorkshopDipl.Psych.; PPT Frauke Niehues
06.10., 10:45 Uhr, Toulon (A030)

Nähe und Distanzregulation in Interaktionen

Zielgruppe dieses Workshops sind Menschen, die grundlegende Schwierigkeiten haben, Gefühle beim Gegenüber zu erkennen.

Auf der letzten MinD-Akademie gab es den ersten Teil des Workshops. Wir haben trainiert, über Mimik und Körpersprache Emotionen bei anderen zu erkennen. Dieses Jahr gibt es die Fortsetzung: wir schauen uns an, wie die Nähe- und Distanzregulation im Kontakt funktioniert. Mithilfe von Filmbeispielen und Rollenspielen erarbeiten wir z.B. woran man erkennt, dass mein Gegenüber mich sympathisch findet, dass er sich mehr Nähe wünscht und ob er im Kontakt bleiben will oder das Gespräch beenden möchte.

Es sind keine Vorkenntnisse nötig. Auch wenn man den ersten Workshop nicht besucht hat, ist man herzlich willkommen. Ich freue mich auf Euch!

Dipl.Psych.; PPT Frauke Niehues

Frauke Niehues ist approbierte Psychologische Psychotherapeutin in eigener Praxis.

Sie ist ausgebildet in Verhaltenstherapie, klinischer Hypnose und klientenzentrierter Gesprächsführung nach Rogers. Außerdem ist sie Trainerin emotionaler Kompetenzen, zertifizierte TEK-Trainer-Trainerin und akkreditierte Supervisorin.

Neben der Praxis ist sie mit Ihrer Firma Kompass in der Personal- und Organisationsentwicklung tätig und berät Firmen und Führungskräfte.

Als Dozentin wirkt Frauke Niehues an mehreren Universitäten und Ausbildungsinstituten.

Ihre Arbeitsschwerpunkte sind emotionale Kompetenz, Hypnosystemik und Selbstwert.

Für Hoch- und Höchstbegabte hat sie ein Therapie- und Beratungskonzept entwickelt und bildet hierin aus. Auf Ihrer Webseite www.können-macht-spass.de stellt sie viele Informationen und Materialien kostenfrei zur Verfügung.

Programm der Mind-Akademie 2017

Experimente

VortragArmin Maiwald
30.09., 17:30 Uhr, Köln gesamt

Zusammen mit Siegfried Mohrhof und Gert K. Müntefering vom WDR entwickelte Armin Maiwald 1968 das Format der „Lach- und Sachgeschichten für Fernsehanfänger“, aus dem dann 1971 die „Sendung mit der Maus“ wurde. Seit einem Zufall, der sich 1973 ereignete, erzählt Armin Maiwald die Sachgeschichten als Sprecher selbst, mittlerweile also seit über 40 Jahren.

Armin Maiwald

Armin Maiwald wird 1940 in Köln geboren. Nach dem Studium der Theaterwissenschaften, Philosophie und Germanistik wird er 1963 Regieassistent und führt 1965 beim WDR zum ersten Mal selbst Regie. Seit 1968 arbeitet er als freier Produzent. Zusammen mit Kollegen vom WDR entwickelt er ab 1968 das Format der „Lach‐ und Sachgeschichten für Fernsehanfänger“, aus dem dann 1971 die „Sendung mit der Maus“ wird. Für viele Filme wird er national und international mit Preisen ausgezeichnet und 1995 mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt.

Parallel zu den Sachgeschichten arbeitet Armin Maiwald aber auch für andere Programme, nicht ausschließlich im Kinderfernsehen.

Im Februar 2010 drehte er für das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ in Kambodscha einen Film über „Die Spur der Spenden“. Anfang 2015 veröffentlichte er seine Autobiografie „Aufbau vor laufender Kamera“. Sie ist als Buch und Hörbuch erhältlich.

Armin Maiwald ist verheiratet, hat einen Sohn und eine Tochter und lebt nach wie vor in Köln.

Simulation einer UNO-Konferenz zur Verteilung von syrischen Flüchtling

WorkshopTim Hübener
01.10., 09:30 Uhr, Kattowitz

Inhalt: Es wird eine Konferenz bei den Vereinten Nationen über die freiwillige Aufnahme von syrischen Flüchtlingen nachgespielt. Die Nachbarländer Syriens sind massiv überfordert und wenden sich an die Vereinten Nationen mit der Bitte, syrische Flüchtlinge gleichmäßiger aufzuteilen. Die Teilnehmenden schlüpfen in die Rolle verschiedener Länder wie bspw. Österreich, Jordanien, Saudi-Arabien oder Australien und treten miteinander in Verhandlungen. Die Simulation soll einen Eindruck vermitteln von den gegenwärtigen Verhältnissen in der globalen Flüchtlingspolitik und von den Abläufen in den Vereinten Nationen.

Dauer: 4 Stunden

Zielgruppe: ab 16 Jahren

Tim Hübener

09/2016 – heute

Österreichische Gesellschaft für politische Bildung (Wien)

- Assistenz in der Projektförderung

06/2016 – heute

Arbeiterkammer Niederösterreich (St. Pölten), AK Young – Trainer

- Durchführung von Workshops zu gewerkschaftsnahen Themen

04/2014 – heute

Wiener Gesundheitsförderung, „Life Lounge“ – Veranstaltungsbetreuung

- Betreuung interaktiver Angebote zu Ernährung, Bewegung und "seelischer" Gesundheit

06/2017 – 08/2017

Planpolitik (Berlin) – Praktikum

- Gestaltung und Durchführung von Planspielen (Themen: Flucht und Lobbyismus)

01/2017 – 05/2017

BAOBAB – Globales Lernen (Wien) – Praktikum

- Entwicklung von Unterrichtsmaterialien (Themen: Flucht und Nachhaltigkeit)

2012 – 2017

Informationsdienst der Vereinten Nationen (Wien) Besucherdienst – tour guide

- Durchführung von allgemeinen Besucherführungen, Workshops und Konferenzsimulationen

AUSBILDUNG

2010 – heute

Bachelor-Studium Psychologie, Uni Wien

Verbessere Deine Stimme - mit Klorolle und Luftballon!

VortragArwen Amelie Schultz
01.10., 09:30 Uhr, Tel Aviv

Wie viel Prozent Eurer Außenwirkung macht Eure Stimme aus?

Wer hätte es gedacht: Fast 40% unserer Wirkung läuft nur über den Klang unserer Worte!

Wird also höchste Zeit, dass wir ein bisschen mit dem Stimmklang experimentieren und versuchen ihn zu verbessern. Zwei phantastische Helfer dafür hat jeder von uns zu Hause: Eine Klopapierrolle (leer) und einen Luftballon.

Wie Ihr die beiden (und andere Hilfsmittel) richtig einsetzt, um Andere mit Eurer Stimme zu überzeugen, erfahrt Ihr in meinem spannenden und erfahrungsreichen Workshop.

Ich freue mich darauf mit Euch zu arbeiten!

Mehr Informationen findet Ihr auch unter www.stimme-ist-gold.de oder in meinem Podcast "Reden ist Silber - Stimme ist Gold".

Arwen Amelie Schultz

Voice Coach und solistische Sängerin.

Ich verbinde die Bühne mit der Wissenschaft. Durch ein umfangreiches Studium der Klinischen Linguistik (M. Sc.) und langjähriger Erfahrung als Sängerin und Schauspielerin kenne ich das Gefühl auf der Bühne mit der Stimme zu überzeugen und weiß zudem, wie die Mechanismen hinter der Stimme funktionieren.

Meine Spezialität sind kurzweilige, alltagsnahe Vorträge und Workshops, bei denen es viel zum Mitmachen und Ausprobieren gibt.

Experimente in und mit der Bildung - was trauen wir unserem Nachwuchs zu?

VortragStefanie Bauer Christiane Meyerhofer
01.10., 11:00 Uhr, Köln I

Wie bereiten wir Kinder und Jugendliche auf eine sich schnell wandelnde Welt vor? Welche Berufsbilder werden sich in zehn oder fünfzehn Jahren entwickelt haben? Wie lernen Kinder, sich darauf einzustellen?

Dr. Heike Schettler ist Gründerin und Vorsitzende von ScienceLab, einem Verein der Kindern und Erwachsenen hilft, die naturwissenschaftlichen Phänomene und technischen Anwendungen in der Welt zu entdecken. Forschendes Lernen und praktisches Ausprobieren der Ideen anhand einfacher und ungefährlicher Experimente bietet die Chance zu tiefgreifendem Verständnis. In ihrem Vortrag stellt Frau Schettler diese Herangehensweise an zahlreichen praktischen Beispielen vor.

Stefanie Bauer Christiane Meyerhofer

Stefanie Bauer ist Bioingenieurin sowie Mikro- und Nanotechnologin und kommt aus dem universitären Umfeld. Parallel zur Leitung des Biotechnologie Labors der Hochschule München inspiriert sie den naturwissenschaftlichen Nachwuchs mit ihren ScienceLab Programmen an Schulen.

Christiane Meyerhofer arbeitet seit 2004 bei ScienceLab und hat sich in dieser Zeit vom Kursleiter für Kinder zwischen 4 und 12 Jahren auch zur Trainerin für Erzieher und Lehrer weiterentwickelt. In zahlreichen naturwissenschaftlichen Forscher-Projekten in ganz Deutschland inspiriert sie in Kindergärten, Grundschulen, Hauptschulen und Sonderschulen sowie in Ferien- und Wochenendprogrammen.

Humor ist eine ernste Angelegenheit – Witze und Humor in Vorträgen

VortragDr. Markus Gyger
01.10., 11:00 Uhr, Köln II

Witze in einen Vortrag einbauen? Was bei der Hochzeitsrede erwartet wird, ist bei der Promotionsverteidigung ein gewagtes Experiment. Es kommt also darauf an… Aber worauf kommt es an? Was finden wir witzig? Wie baue ich einen guten Witz auf? Soll man Humor gezielt einsetzen, um Inhalte zu transportieren und wenn ja, wie geht das? Der Vortrag gibt Einblicke und praktische Hinweise aus unterschiedlichen Blickwinkeln: aus der Psychologie, dem Improtheater und eigenen Erfahrungen des Referenten.

Dr. Markus Gyger

Dr. Markus Gyger hat in der Biophysiker promoviert. Jetzt vermittelt er als freiberuflicher Trainer und Coach angehenden Führungskräften und wissenschaftlichem Nachwuchs die nötigen Soft Skills für eine erfolgreiche Karriere: Wie kann ich meine Inhalte so herüberbringen, dass mich meine Zuhörer verstehen – ob beim Science Slam, oder bei einem wissenschaftlichen oder beruflichen Vortrag? Wie organisiere ich mich so, dass ich die wichtigen Dinge auf die Reihe bekomme? Wie gestalte ich Meetings so, dass auch etwas dabei herauskommt?

Bei der MinD-Akademie ist er dieses Jahr zum zehnten Mal dabei und hat seit 2007 auf jeder Akademie Workshops, Vorträge oder Moderationen beigetragen und bei der Organisation mitgewirkt.

Mehr Informationen unter: www.gyger-training.de

Die Anziehungskraft von Wasser - Wie man mit Satelliten die Auswirkungen des Klimawandels wiegen kann -

VortragProf. Dr.-Ing. Annette Eicker
01.10., 11:00 Uhr, Tel Aviv

Das Schmelzen von Gletschern und Eiskappen, der Anstieg des Meeresspiegels, ein vermehrtes Auftreten von Dürren und Überflutungen - viele der durch den Klimawandel hervorgerufenen Phänomene sind mit einer Umverteilung von Wassermassen verbunden. Doch wie viel Eis schmilzt in Grönland wirklich? Und wie kann man den Verlust unterirdischer Grundwasservorräte aus dem Weltall bestimmen? Die Satellitenmission GRACE (Gravity Recovery and Climate Experiment) macht sich zunutze, dass jede Änderung von (Wasser-)Massen die Anziehungskraft der Erde verändert und somit auch die Bahnen niedrig fliegender Satelliten beeinflusst. So können die GRACE-Satelliten durch die hochgenaue Messung von Bahnstörungen die Auswirkungen des Klimawandels "wiegen". In diesem Vortrag wird das Messprinzip der GRACE-Mission vorgestellt und anhand von Beispielen aus Ozeanographie, Hydrologie und Glaziologie erläutert, wie GRACE zu einem verbesserten Verständnis des Systems Erde beiträgt.

Prof. Dr.-Ing. Annette Eicker

seit 2016 Professorin für Geodäsie und Ausgleichungsrechnung, HafenCity Universität Hamburg

2014 - 2016 akademische Rätin, Institut für Geodäsie und Geoinformation, Universität Bonn

2015/03 - 2015/09 Gastwissenschaftlerin NASA's Jet Propulsion Laboratory, Pasadena, USA

2014/05 - 2014/07 Gastwissenschaftlerin Universität Rennes 1, Rennes, Frankreich

2002 - 2014 wissenschaftliche Mitarbeiterin Institut für Geodäsie und Geoinformation, Universität Bonn

1997 - 2002 Studium Vermessungswesen, Universität Bonn

Wir sind alle Individuen! - Die experimentelle Psychologie sucht die Persönlichkeit

VortragDr. Sara Köser
01.10., 13:00 Uhr, Köln I

Die wenigsten Menschen, die sich als intro- oder extravertiert bezeichnen, wissen, welchen Stempel sie sich da selbst aufdrücken. Damit ihr für das nächste küchenpsychologischen Gespräch gut gerüstet seid, hört ihr in diesem Vortrag eine Einführung in die Persönlichkeitspsychologie. Hier steht im Vordergrund, wie unterschiedlich Menschen sein können und was wirklich hinter Begriffen wie Extraversion, Dominanz und Verträglichkeit steckt. Ihr erfahrt, warum der rot-grüne Typ völlig unpolitisch sein kann und warum Big Five nicht nur in afrikanischen Nationalparks, sondern in allen Menschen zu finden sind. Außerdem schauen wir auf die Grenze zwischen Persönlichkeitsakzentuierung und psychischer Störung und schließen mit Ideen, welche Konsequenzen sich aus Persönlichkeitsstrukturen ergeben und was man ändern kann.

Dr. Sara Köser

Dr. Sara Köser gestaltet Assessment Center für Professuren am Karlsruher Institut für Technologie (KIT), zu denen auch Persönlichkeitstests gehören. Vor ihrer Zeit als Eignungsdiagnostikerin war die Psychologin als Wissenschaftlerin an Universitäten in Bern (Schweiz), Trondheim (Norwegen), Hagen und Mannheim tätig.

Wie man verbotene Experimente mit Daten macht und sich dabei nicht erwischen lässt

VortragProf. Dr.-Ing. Ulrich Greveler
01.10., 13:00 Uhr, Köln II

Daten umgeben uns. Sie sind sehr nützlich, sie können zutreffende Informationen enthalten oder verfälscht sein, sie erleichtern uns das Leben und gefährden unsere Privatsphäre. Mit Daten kann man experimentieren. Das kann zu spannenden Erkenntnissen über Menschen, Maschinen, Gesellschaften, Staaten oder Unternehmen führen, es kann mühsam, gefährlich oder sogar verboten sein. Aber was tut man nicht alles, um seine Neugierde zu befrieden?! Intelligentes Vorgehen ist oberstes Gebot, das heißt: Lasst Euch nicht erwischen!

Prof. Dr.-Ing. Ulrich Greveler

Ulrich Greveler studierte in Gießen und Reading (UK) Mathematik und Informatik, arbeitete sechs Jahre in der Industrie im In- und Ausland, bevor er als Wissenschaftler an die Ruhr-Universität nach Bochum wechselte. Seit 2006 lehrt er Informatik mit dem Schwerpunkt IT-Sicherheit an der Fachhochschule Münster (bis 2012) und der Hochschule Rhein-Waal (seit 2012). Sein besonderes Interesse gilt datenschutzfördernden Technologien und dem Spannungsverhältnis zwischen Privatsphäre und digitaler Vernetzung. Ulrich Greveler lebt mit seiner Familie in Essen, unterstützt Initiativen rund um Offene Daten, Smart Cities und E-Government im Ruhrgebiet, ein persönliches Motto ist: "Immer der Erste am Buffet!"

Das größte Experiment der Welt für die höchsten Energien des Universums

VortragDr. Frank Schröder
01.10., 14:30 Uhr, Kattowitz

Wie erzeugt die Natur kosmische Teilchen mit sehr viel größeren Energien, als mit aktuellen technischen Möglichkeiten erreichbar sind? Um diese Frage zu beantworten, sind riesige Messinstrumente nötig, weil die höchst energetischen Teilchen äußerst selten sind. Das weltgrößte Experiment der Astroteilchenphysik ist das Pierre-Auger-Observatorium in der argentinischen Pampa Amarilla. Auf 3000 km² Fläche werden dort mit etwa 2000 speziellen Detektoren verschiedener Art die kosmischen Teilchen vermessen, um den natürlichen Teilchenbeschleunigern im Universum auf die Spur zu kommen. Deren Maximalenergie ist mehr als zehn Millionen mal höher als die des CERN. Wie misst man so gewaltige Energien? Was wissen wir bereits über die kosmische Strahlung? Und wie wollen wir durch verbesserte Messtechnik das Rätsel ihrer Herkunft lösen? Der Vortrag bietet einen Einblick aus erster Hand in den aktuellen Stand der Forschung.

Dr. Frank Schröder

Dr. Frank G. Schröder hat von 2002 bis 2007 an der TU Darmstadt Physik studiert, bereichert durch zwei Erasmus-Semester in Salamanca, Spanien. Seit 2007 forscht er am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) auf dem Gebiet der experimentellen Astroteilchenphysik zu den Messmethoden für kosmische Strahlung. 2011 promovierte er mit Auszeichnung, ist seit 2012 Leiter einer wissenschaftlichen Nachwuchsgruppe am KIT und seit kurzem habilitiert. Mit seinen Forschungen, die er an Radio-Messfeldern in Sibirien und in Argentinien am Pierre-Auger-Observatorium durchführt, misst er die höchst energetischen Teilchen des Universums, um deren immer noch unbekannte Herkunft zu klären.

Salsa tanzen!

WorkshopAndreas Klik
01.10., 14:30 Uhr, Köln I

Wir lernen und tanzen Salsa, und zwar den beliebten L.A./N.Y. Style!

Für Anfänger, Fortgeschrittene und Profis!

Andreas Klik

Andreas Klik hat an den Universitäten Hamburg und UCLA Wirtschaft studiert und war anschließend in der Unternehmensberatung und am Lehrstuhl tätig. Derzeit unterrichtet er vor allem Englisch und Controlling an einer Hamburger Berufsschule.

Andreas tanzt seit 25 Jahren und hat zahlreiche Meistertitel in verschiedenen Disziplinen errungen. Als Dancecoach spezialisiert er sich auf Tanztechnik und Salsa.

Schon von klein an ist Andreas fasziniert von der Zauberkunst, da er stets Erklärungen sucht und Denkverbote nicht akzeptiert.

Vor 20 Jahren war er Keyboarder in einer Schülerband, neuerdings setzt er sich lieber ans Schlagzeug und spielt die späten Beatles. Andreas jongliert und liest häufig über Psychologie, Kosmologie und aktuelle Politik.

Oder er chillt.

Experiment Gemeinschaft – Zukunftswerkstatt Tempelhof

VortragSimon Harhues
01.10., 14:30 Uhr, Köln II

Die zwischen Stuttgart und Nürnberg liegende Gemeinschaft Schloss Tempelhof wurde 2010 gegründet und sieht sich mit ihren 140 dort wohnenden Menschen als ein Experiment für die Gesellschaft der Zukunft. Auf dem 32 Hektar großen Gelände gibt es mehrere Einrichtungen, wie beispielsweise eine solidarische Landwirtschaft, freie Schule, Großküche, Turnhalle, Seminarhaus, Café und Kantine. Die Gemeinschaft fällt wichtige Entscheidungen basisdemokratisch in einem sechsstufigen Konsensprinzip, zur Gemeinschaftsentwicklung wird vorwiegend der Wir-Prozess nach Scott Peck eingesetzt. Der Vortrag beschreibt die noch junge Geschichte der Gemeinschaft, erläutert ihre Vision und Werte, verschafft einen Überblick über die Struktur und verschiedenen Bereiche der Gemeinschaft und gibt nicht zuletzt einen ganz persönlichen Einblick in das Leben am Tempelhof.

Simon Harhues

Nach 20 Jahren in Münster lies sich Simon Harhues auf ein Experiment ein und zog nach Bayern. Nach zwölf Umzügen in den letzten zehn Jahren wird er nun wieder sesshafter. Seit Ende 2015 hat er Kontakt zur Gemeinschaft Schloss Tempelhof und wohnt seit seinem vorerst letzten Umzug im April diesen Jahres nun auch dort. Wo er zur nächsten Akademie wohnt ist derzeit noch nicht bekannt.

Emotionsmanagement für Führungskräfte

VortragDipl.-Psych.; PPT Frauke Niehues
01.10., 16:00 Uhr, Kattowitz

Emotionen wirken sich in vielfältiger Hinsicht aus. Wissenschaftliche Studien belegen den Einfluss auf Gesundheit, Leistung, Kreativität, Entscheidungen und Erfolg in vielerlei Hinsicht. Deshalb ist es wichtig, Emotionen erkennen, verstehen und positiv beeinflussen zu können.

Wie das geht, ist Thema des Vortrags.

Zunächst wird praxisrelevantes Wissen über Emotionen und deren Logik auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand anschaulich erklärt.

Im weiteren wird ein fundiertes Analyse- und Regulationsschema für Emotionen vorgestellt, mit dem man die Ursache und den Verlauf von Emotionen analysieren und ihre Auswirkungen vorhersagen kann. Vor dem Hintergrund der Analyse können effektive und passgenaue Lösungsstrategien entwickelt werden.

Das Schema wird sowohl für den Einsatz für sich selbst als auch in Unternehmen dargestellt und anhand von Beispielen in beiden Bereichen erläutert. Es werden auch Anwendungsbereiche für Teamprozesse erklärt.

Dipl.-Psych.; PPT Frauke Niehues

Frauke Niehues ist Diplom-Psychologin und approbierte Psychologische Psychotherapeutin.

Sie ausgebildete und zertifizierte Gesprächstherapeutin, Verhaltenstherapeutin, Hypnotherapeutin und Trainerin emotionaler Kompetenzen. In Ihrer Praxis führt Sie Psychotherapien, Paartherapien, Coachings und Supervisionen aus. Darüberhinaus ist sie mit Ihrer Firma Kompass in der Personal- und Organisationsentwicklerin tätig. Sie ist Dozentin an mehreren Universitäten und Ausbildungsinstituten, Referentin auf vielen Kongressen, z.B. der MEG, DGP, DGVT, des Hochschulverbandes und der Psychotherapeutenkammer NRW u.ä. .

Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Emotionale Kompetenz, Gesprächsführung und die Beratung von Hoch- und Höchstbegabten.

Weitere Informationen für Interessierte finden sich unter www.psychologische-praxis-giessen.de und www.kompass-giessen.de

Mit Experimenten regieren

VortragDavoud Taghawi-Nejad
01.10., 16:00 Uhr, Köln II

Recht als Experiment

VortragDr. Kurt Fuchs
01.10., 17:30 Uhr, Kattowitz

Wie entsteht Recht? Das Grundgesetz regelt, wer zu welchen Themen Recht setzen kann. Zum Entstehungsprozess des Rechts enthält es dagegen kaum Regelungen. Der Bundestag hat in seiner Geschäftsordnung das Verfahren zum Erlass von Gesetzen näher geregelt, aber nur in sehr formeller Form. In einer idealen Welt würden von den Verantwortlichen, also der Regierung oder den Parlamentariern ein Problem identifiziert und mögliche Optionen zu dessen Lösung diskutiert. Eine mögliche Lösung ist dann eventuell ein neues Gesetz. Dabei werden mögliche Auswirkungen des Gesetzes auf die Gesellschaft vorab analysiert, möglicherweise Experten angehört, falls Regierung und Parlament selbst nicht über die notwendige Fachkenntnis verfügen. Nach einigen Jahren schaut man dann, ob das Gesetz das Problem auch tatsächlich gelöst hat, und falls das nicht der Fall ist, wird erneut an einer Problemlösung gearbeitet. Die Realität sieht leider anders aus...

Dr. Kurt Fuchs

Ich habe zuerst Maschinenbau an der RWTH Aachen und anschließend Jura an der Uni Münster studiert. Nach dem juristischen Referendariat habe ich zuerst in einer Unternehmensberatung und dann in einem Ingenieurbüro gearbeitet, bevor ich mich 2004 als Rechtsanwalt selbständig gemacht habe. Seit 2011 bin ich Mitglied bei Mensa und im MHN. Ich bin Regionalbetreuer des MHN für die Region Köln/Bonn/Aachen. 2015 habe ich meine Dissertation in Jura abgeschlossen.

Experiment Weltherrschaft

VortragSönne Kienle
01.10., 17:30 Uhr, Köln I

„Gee, Brain, what do you want to do tonight?” – „The same thing we do every night, Pinky. Try to take over the world.”

Die Weltherrschaft an sich zu reißen ist gar nicht so einfach. Das wissen nicht nur die zwei hier zitierten Mäuse, sondern mussten auch einige reale Akteure schmerzlich erfahren. Aber wer hat nicht schon einmal davon geträumt, die Geschicke der Welt zu lenken? Wäre sie nicht ein viel besserer Ort, wenn wir das Sagen hätten? Nur was bedeutet „Weltherrschaft“ eigentlich genau? Und wie „reißt“ man sie an sich?

Dieser Vortrag will sich zunächst mit der Theorie und Geschichte des Begriffs sowie seiner Realität auseinandersetzen, denn Weltherrschaft ist kein ausschließlich modernes Phänomen und Weltherrschaft ist nicht gleich Weltherrschaft. Selbstverständlich kommen dabei auch aktuellere Ereignisse nicht zu kurz. Beim selbst Geschichte schreiben helfen den ZuhörerInnen dann hoffentlich die abschließenden Praxistipps für ihre ganz eigenen Weltherrschaftspläne.

Sönne Kienle

Sönne Kienle hat Anglistik und Geschichte in Heidelberg studiert und arbeitet mittlerweile als Lehrerin in Mannheim – ein Beruf, der es ihr ermöglicht, ihre beiden großen Interessen (Geschichte und die englische Sprache/der anglophone Sprachraum) mit ihrer größten Leidenschaft (dem Unterrichten) zu verbinden. Privat wie beruflich beschäftigt sie sich mit Kontrastiver Linguistik und (Fremd-)Sprachenerwerb, sowie mit Macht, Herrschaft und deren Durchsetzung und Legitimation in Geschichte und Gegenwart. Ansonsten verbringt sie ihre freie Zeit auch sehr gerne mit englischsprachigen Romanen, Reisen, Kochen und MHN-Telefonkonferenzen. Die Weltherrschaft an sich reißen steht hingegen nicht auf ihrer ToDo-Liste. Noch nicht.

Go – das Spiel der Götter - Einsteigerseminar

WorkshopCarsten Kraus
01.10., 17:30 Uhr, Tel Aviv

Go ist ein 4000 Jahre altes Spiel mit einfachen Regeln und komplexem Spielverlauf. Es ist weniger taktisch als Schach, dafür noch strategischer. In Europa gibt es nur ca. 20000 aktive Spieler.

Aber Go kommt aus Asien und wird dort von vielen Millionen Menschen regelmäßig gespielt. In Korea kann man es an der Universität studieren – und sogar in Go-Journalismus, Go-Geschichte, Go-Teaching usw. promovieren. (Nur heißt das Spiel in Korea nicht Go, sondern Baduk).

Japanische Samurai mussten zeitweilig neben Schwertkunst und Bogenschießen auch eine gewisse Spielstärke in Go nachweisen, bevor sie ihr Lehen bekamen. Daneben spielt Go eine wichtige Rolle in der Erforschung künstlicher Intelligenz.

Carsten Kraus

Carsten Kraus gründete seine erste Firma noch vor seinem Abitur: In den 1990ern wurde die Programmiersprache „Omikron-Basic“ mit jedem Atari-Computer mitgeliefert. Seine Firma Omikron Data Quality hat heute 160 Mitarbeiter und ist europäischer Marktführer für eCommerce-Suchtechnologie. Zusätzlich ist er an mehreren Startups beteiligt.

Carsten spielt neben Go auch viele andere Brett- und Gesellschaftsspiele sowie mehrere Musikinstrumente und Live-Rollenspiel (LARP). Neben Innovation per se interessiert er sich auch für deren gesellschaftliche Auswirkungen. Zu diesen Themen spricht er auch auf Konferenzen.

Ein Interview mit ihm zu AlphaGo, deep learning und den weltlichen Konsequenzen findet ihr hier: http://bit.ly/deeplearning1

Powerpoint-Karaoke

SonstigesAngelika Petry
01.10., 20:00 Uhr, Kattowitz

Bei dieser absurden Persiflage auf den alltäglichen Powerpoint-Irrsinn wird nicht gesungen. Die TeilnehmerInnen betreten vielmehr nacheinander die Bühne und bekommen eine willkürlich aus dem Internet gezogene und ihnen zuvor gänzlich unbekannte Powerpoint-Präsentation. Die Wagemutigen präsentieren sich dann spontan um Kopf und Kragen – von Quantenmechanik über Biomais oder Nagelmodellage bis hin zur Bastelanleitung für einen Bier-Ex-Trichter kann alles dabei sein.

Die TeilnehmerInnen sehen die Präsentationen zeitgleich mit dem Publikum zum ersten Mal und haben sieben Minuten Zeit, um spontan ein Referat dazu zu halten.

Das Publikum entscheidet mittels Applauslautstärke wer am Ende gewinnt.

Es kommt weniger auf Können oder Inhalte an – ausschlaggebend ist allein eine gute Show.

Wir freuen uns auf 4 Freiwillige, die bereit sind sich dem Wettkampf zu stellen.

Angelika Petry

Angie Petry hat Betriebswirtschaft studiert und ist seit 1997 im Bereich SAP Beratung tätig.

PsychopathINNEN - Die weibliche Psychologie des Bösen

VortragLydia Benecke
01.10., 20:00 Uhr, Köln I

Was macht weibliche Psychopathen aus? Wieviel Realität steckt in der Darstellung einer Psychopathin im Film „Basic Instinct“? Was unterscheidet Psychopathinnen von ihren männlichen „Artgenossen“? Kann man sie erkennen? In diesem Vortrag werden anhand realer Fälle die typischen Eigenschaften und Strategien psychopathischer Straftäterinnen erklärt. Serienmörderinnen, die Fremde, Verwandte und sogar die eigenen Kinder töteten - ohne die geringsten Gewissensbisse. Was geht in solchen Frauen vor? Wie werden sie zu dem, was sie sind?

Lydia Benecke

Infos zu meinem Lebenslauf finden sich hier:

- Meiner Homepage: https://tinyurl.com/y6ubhbmu

- SMJG-Homepage: https://tinyurl.com/ybkl9yfz

Experiment Self Publishing, oder: wohin mit meinem Manuskript?

VortragMelanie Lahmer
01.10., 20:00 Uhr, Köln II

Noch vor wenigen Jahren saßen „Selbstverleger“ in der Schmuddelecke des Buchmarktes, wurden als Gescheiterte und unbelehrbare Weltverbesserer wahrgenommen und sowohl belächelt als auch missachtet.

Das hat sich in den letzten Jahren gewaltig verändert, denn mit dem Aufkommen der E-Book-Reader hat sich ein ganz eigener Buchmarkt gebildet. Plötzlich ist es ganz einfach geworden, E-Books und gedruckte Bücher ohne Verlag zu veröffentlichen, es gibt unzählige Leserinnen und Leser und selbst etablierte Verlagsautorinnen und -autoren nutzen das Self Publishing für ihre Bücher – und manche verdienen richtig viel Geld dabei.

In meinem Vortrag werde ich das Self Publishing an sich erklären, werde die Vor- und Nachteile von Verlagsveröffentlichungen und Self Publishing gegenüberstellen und einen Einblick in den hart umkämpften Markt und seine Tücken geben.

Melanie Lahmer

Melanie Lahmer (*1974) studierte Sozialpädagogik in Siegen, erfüllte sich aber nach einem kurzen beruflichen Intermezzo ihren Kindheitswunsch: Sie ist freiberufliche Autorin und veröffentlicht regelmäßig Krimis und Liebesromane.

Ihre bisherigen Veröffentlichungen sind bei Bastei Lübbe, in kleineren Verlagen und im Eigenverlag erschienen.

Bücherschaulaufen

SonstigesDr. Eva Börgens
01.10., 21:30 Uhr, Kattowitz

Das mittlerweile alljährliche Bücherschaulaufen: Du hast ein Buch gelesen, das du unbedingt anderen MHNlern weiterempfehlen willst oder du brauchst mal wieder neue Leseanregungen? Dann bist du beim Bücherschaulaufen richtig. Es ist alles erlaubt was interessiert: hochgeistiges Sachbuch, fesselnder Krimi oder Kinderbuch.

Für die Planung gibt es dabei einen gewissen Rahmen: a) Redezeit 3-4 min (plus Frage-Zeit), b) Ausfüllen eines kurzen Fragebogens* am besten vor der Akademie. Sende diesen bitte an buecherschaulaufen@mind-hochschul-netzwerk.de oder füll noch auf der Akademie einen aus.

Fragen des Fragebogens: 1. Autor und Titel, 2. Inhalt in drei Sätzen, 3. Hat dieses Buch vielleicht sogar mein Lebensgefühl, mein Denken, mein Leben geprägt? Wenn ja, wie?, 4. Wer sollte dieses Buch unbedingt lesen? Warum?, 5. Wie lange braucht man in etwa zum Lesen?, 6. Zitat einer typischen Passage oder Satzes.

https://wiki.mind-hochschul-netzwerk.de/wiki/B%C3%BCcherschaulaufen-Fragebogen-Vorlage

Dr. Eva Börgens

Nach der Schule entschied ich mich, ein Fach zu studieren, das im Abibuch nur als "Geo-was bitte?" beschrieben wurde. Ja, Geodäsie, hieß früher mal Vermessungswesen. Also zog ich ins schöne Bonn, um dort und in Calgary (Kanada) Geodäsie und Geoinformation zu studieren. Dies erfolgreich beendet, dürstete es mich nach noch mehr Wissen und ich wechselte für meine Promotion an die TU München, und nun weiter als PostDoc ans Deutsche GeoForschungsZentrum (GFZ) in Potsdam. Da ich nie so der geschickteste Mensch war, bot sich für mich die Satellitengeodäsie sehr an. Da konnte ich vor dem Computer sitzen bleiben und trotzdem globale, vom Klimawandel beeinflusste Phänome studieren.

Wenn ich nicht mit der Forschung meinen Wissensdurst stille, verschlinge ich seit meiner Jugend Bücher zu jedem mir in die Finger kommenden Thema. Leider bleibt dafür mittlerweile nicht mehr annähernd genügend Zeit!

Selbstexperimente – Die Mitmach-Impro-Show

SonstigesMarkus Gyger Alexander Scivos
01.10., 21:30 Uhr, Köln I

Diese Show zerreißt die Grenze zwischen Publikum und Bühne. Das Format ist im letzten Jahr spontan entstanden, also ein echtes Experiment. Nach dem Motto: „Mit Freude Scheitern“ haben wir etwas Neues gewagt, eine Mischung aus Show und Workshop: Jeder darf mitmachen, keiner muss. Das Ganze war so erfolgreich, dass wir es in diesem Jahr wieder wagen wollen. Wir laden euch herzlich ein dabei zu sein, zuzuschauen und – wenn ihr wollt – mitzumachen. Auf euch warten Einblicke Hinter die Kulissen des Improtheaters, Erfahrungen ein ganz klein wenig außerhalb des gewöhnlichen Horizontes und natürlich eine Menge Spaß.

Markus Gyger Alexander Scivos

Markus Gyger spielt seit 2007 bei der MHN Impro-Gruppe „Die Irr-Rationalen“ mit, hat zunächst mitgelernt und dann irgendwann die Rolle gewechselt und die anleitenden Rolle übernommen. 2016 dufte er in der „Master Class Improvisation“ seine Kenntnisse beim Erfinder des modernen Improtheaters „Keith Johnstone“ vertiefen und erweitern. Als freiberuflicher Trainer setzt er Improtheater-Techniken ein, um Bühnenpräsenz zu verbessern und das Selbstbewusstsein zu stärken.

Alexander Scivos ist seit 1997 Impro-Spieler und hat im MHN und außerhalb Theatersport-Workshops geleitet und ist regelmäßiges Mitglied der Gruppe "Die Irr-Rationalen". Er hat Mathematik, Biologie und Informatik in Freiburg und Kanada studiert und führt beruflich als

SAP-Schulungsreferent Erwachsene durch komplexe Themen zu Datenbanken und Analyse.

Musikgeschichte als Labor: Experimente im Jazz

VortragPeter Klose
02.10., 09:30 Uhr, Kattowitz

"An Experiment in Modern Music": Viele Entwicklungen in der Jazzgeschichte beruhen auf Prozessen des Suchens und (manchmal glücklichen) Findens, wie sie auch die Naturwissenschaften prägen. Von Fortschrittswillen und einer musikalischen Vision getrieben, betreten und erforschen Jazzmusikerinnen und Jazzmusiker immer wieder im gemeinsamen Spiel auf experimentelle Weise Neuland. Diese bewusste Suche nach dem unerhörten neuen Sound hat oft den Charakter einer Versuchsanordnung. Manchmal geht es um technische Neuerungen, die in die Musik integriert werden, manchmal um Weiterentwicklungen in Harmonik, Melodik oder Rhythmik, manchmal wird nach einem Weg gesucht, ein bestimmtes ästhetisches Ideal von Jazz in die Praxis umzusetzen. Nicht selten wird dabei im Nachhinein von einem plötzlichen Durchbruch berichtet, einem musikalischen "Eureka!"

Einige dieser Labore der Jazzgeschichte werden im Vortrag in Wort und Musik vorgestellt - auch als Zugang zum Jazz für "Nichteingeweihte".

Peter Klose

Geboren 1974; aufgewachsen in Werl. Lehramtsstudium für die Sekundarstufen mit den Fächern Musik und Mathematik an der Universität Dortmund. 2002 - 2012 im Schuldienst an verschiedenen Schulen, seit 2012 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Musik und Musikwissenschaft der TU Dortmund im Bereich Musikpädagogik und Musikwissenschaft zu Jazz, Rock und Pop.

Als Konzertgitarrist solistisch und in Kammermusikbesetzungen aktiv; E-Bassist und E-Gitarrist in verschiedenen Jazz- und Rock-Bands.

FÄLLT LEIDER AUS (war: Ist schulische Inklusion ein Bildungsexperiment? - Fachwissenschaftliche und bildungspolitische Betrachtungen)

VortragProf. Dr. Jan Kuhl
02.10., 09:30 Uhr, Köln I

Nach der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention befindet sich das deutsche Schulsystem in einem enormen Umbruch. Um das Ausmaß der Veränderung und auch die Widerstände zu verstehen, muss man sich klar machen, dass Inklusion den bisherigen Grundannahmen des deutschen Schulsystems, dass Unterricht am besten in leistungshomogenen Gruppen funktioniert, diametral gegenübersteht.

Inzwischen wird in den Medien immer häufiger von Inklusion als einem Experiment gesprochen, meist verbunden mit einer negativen Konnotation. So finden sich Überschriften wie „Droht das Experiment Inklusion zu scheitern?“ oder „Experiment Inklusion – Eine Abrechnung“.

Der Beitrag fragt, ob die Veränderung des deutschen Schulsystems in Richtung Inklusion wirklich als bildungspolitisches Experiment aufgefasst werden kann und welche Risiken und Chancen mit dieser Veränderung verbunden sind. Dazu werden die historischen Entwicklung und der aktuelle empirisch gesicherte Erkenntnisstand dargestellt.

Prof. Dr. Jan Kuhl

1991 – 1998 Studium des Lehramts an Sonderschulen und der Erziehungswissenschaft an den Universitäten Gießen und Marburg

1998 – 2000 Lehramtsreferendar an einer Schule mit den Förderschwerpunkten Lernen, sozial-emotionale Entwicklung und geistige Entwicklung

2000 – 2005 Sonderschullehrer an Schule mit den Förderschwerpunkten Lernen, sozial-emotionale Entwicklung und geistige Entwicklung (ab 8/2003 mit halber Stelle)

2003 – 2014 Pädagogischer Mitarbeiter und später Akademischer Rat in der Pädagogischen Psychologie der Universität Gießen

2011 Promotion zum Dr. phil im Fach Psychologie

2011 – 2015 Leiter der Gießener Koordinationsstelle für Schulische Prävention und Evaluation (GK SchuLE)

2014 – 2015 Vertretungsprofessur für Rehabilitationswissenschaften mit dem Förderschwerpunkt soziale und emotionale Entwicklung an der Universität Wuppertal

seit 2015 Professor für Unterrichtsentwicklungsforschung mit dem Schwerpunkt Inklusion an der TU Dortmund

Wie passen sich Knochen an ihre mechanische Umgebung an?

VortragProf. Dr. Jörn Rittweger
02.10., 09:30 Uhr, Köln II

Seit mehr als 100 Jahren weiß man, dass Knochen nicht nur phylogenetisch, sondern auch ontogenetisch angepasst sind. Materialverformung scheint hierbei der treibende Faktor sind. Aus biomechanischen Studien stammt die Erkenntnis, dass die größten Kräfte im Körper aus regionalen Muskelkontraktionen stammen.

Um nun die Anpassung des menschlichen Knochens zu verstehen haben wir in den letzten Jahre eine Reihe verschiedener Experimente ausgeführt. In Querschnitts-Studien haben wir die Knochenstruktur bei verschiedenen Sportart untersucht. In Bettruhe-Studien haben wir den Knochenabbau bei Bewegungsmangel studiert. Durch ein Exoskelett konnten wir die Bedeutung regionaler Kontraktionen demonstrieren. Durch direkte Messungen der Knochenverformungen bei verschiedensten Trainingsmethoden haben wir ein ziemlich gutes Bild vom zeitlich-räumlichen Verteilungsmuster der Knochenverformungen erhalten. Schließlich haben wir die besondere Rolle der Torsion in Computer-Simulationen erforscht.

Prof. Dr. Jörn Rittweger

Studium der Humanmedizin an der Ludwig-Maximilians-Universität, München

Weiterbildung zum Facharzt für Physiologie an der Freien Universität Berlin

Professor für Klinische Physiologie an der Manchester Metropolitan University

Abteilungsleiter 'Muskel- und Knochenstoffwechsel' am Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin, DLR, Köln

Professor für Weltraumphysiologie an der Universität zu Köln

Spielerisch Mehrwerte erzielen? Potenziale und Herausforderungen von Gamification

VortragDr.-Ing. Jörg Niesenhaus
02.10., 09:30 Uhr, Tel Aviv

Gamification beschreibt die Anwendung von Spieldesignprinzipien und -elementen in einem nichtspielerischen Kontext. Das Thema erlebt in der letzten Zeit eine deutlich erhöhte Nachfrage in der Industrie, um Prozesse effizienter zu gestalten, Mitarbeiter zu motivieren und Lernerfolge zu optimieren. Diesen Mehrwerten stehen aber auch Herausforderungen im Bereich Datenschutz und innerbetriebliche Organisationsstrukturen gegenüber. Jörg Niesenhaus wird eine kurze Einführung in den Themenbereich Gamification geben und anhand von Beispielen aus der Praxis die Chancen und Herausforderungen erläutern.

Dr.-Ing. Jörg Niesenhaus

Dr.-Ing. Jörg Niesenhaus koordiniert als Standortleiter die Aktivitäten von Centigrade’s Nord-West Niederlassung und zeichnet sich für die Bereiche Gamification und Interaktionsdesign verantwortlich. In seiner Rolle als Head of Gamification beschäftigt er sich vornehmlich mit der Evaluation und Konzeption von benutzerfreundlichen Bedienoberflächen, die sich, mit spielerischen Elementen angereichert, positiv auf die Nutzermotivation auswirken. 2016 gewann er mit seinem Team den German Design Award für die gamifizierte Benutzerschnittstelle des Kunden SEW-Eurodrive. Vor seiner Zeit bei Centigrade arbeitete er mehr als 11 Jahre für Spielefirmen wie Blue Byte, Similis und Ubisoft und partizipierte u.a. in der Entwicklung der bekannten Strategiespielserie „Die Siedler“. Jörg studierte Angewandte Kognitions- und Medienwissenschaft und promovierte im Bereich Mensch-Maschine-Interaktion.

Der Einfluss psychischer Belastungen am Arbeitsplatz auf das Neuroenhancement

VortragDr. rer. nat. Diana Moesgen
02.10., 11:00 Uhr, Kattowitz

Der Vortrag beginnt mit einer Einführung in das Thema Neuroenhancement (NE) inkl. Definition, Substanzklassen und Epidemiologie. Anschließend werden Ergebnisse aus der Studie „Einfluss psychischer Belastungen am Arbeitsplatz auf das Neuroenhancement“ vorgestellt. In einem mehrstufigen Verfahren wurden Arbeitnehmer aus den Berufsgruppen Medizin, Software-Entwicklung, Werbung und Journalismus zu Arbeitsplatzbedingungen und dem Konsum von NE-Präparaten befragt. Im Rahmen von Tiefeninterviews stellte sich heraus, dass alle Konsumenten (z.T. massive) Belastungen am Arbeitsplatz erlebten, die aber nicht die alleinige Ursache für NE darstellten. Oft scheint die Ursache auch in der Person der Konsumenten zu liegen. Dabei ist nicht von einer „Karrierefixierung“ auszugehen, sondern der Konsum erfolgt, um den wahrgenommenen Anforderungen der Arbeitswelt standhalten zu können. Belastungen am Arbeitsplatz spielen insofern eine relevante Rolle, als dass sie häufig als Auslöser für NE fungieren.

Dr. rer. nat. Diana Moesgen

Dr. rer. nat. Diana Moesgen, Psychologin, M.Sc., Psych. Psychotherapeutin (VT), absolvierte ihr Studium der Psychologie von 2000 bis 2004 an der Radboud Universiteit Nijmegen (NL). Seit 2006 ist sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Institut für Sucht- und Präventionsforschung (DISuP) der Katholischen Hochschule NRW in Köln in verschiedenen Forschungsprojekten im Bereich der stoffgebundenen Süchte tätig. 2010 promovierte sie zur Dr. rer. nat. am Institut für Psychologie, Abteilung für Klinische Psychologie an der Technischen Universtität Braunschweig. 2015 erlangte sie die Approbation als Psychologische Psychotherapeutin mit dem Schwerpunkt Verhaltenstherapie. Parallel zu ihrer Tätigkeit am DISuP arbeitete sie in einer Fachklinik für suchtkranke Frauen und in einer psychotherapeutischen Ambulanz. Außerdem wirkte sie an Aufträgen für das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) mit. Seit 2016 ist sie zudem als Psychologische Psychotherapeutin in eigener Privatpraxis tätig.

Experiment Kind: Die Wirklichkeit ist faszinierender als die Theorie!

VortragAnnette Bresser
02.10., 11:00 Uhr, Köln I

Gerald Hüther sagt: "Das Einfache ist kompliziert geworden. Alles muss Sinn machen oder einen Zweck haben, unser Dasein mutiert zur Analyse." Um den Menschen nicht auf einen reinen Datensatz zu degradieren, müssen wir hinterfragen, was bisher selbstverständlich schien.

In meinem Vortrag möchte ich die folgenden inhaltlichen Schwerpunkte setzen:

Kinder - auf was lassen wir uns ein?

Wie unterstützen Eltern ihre HB-Kinder in ihrem "anders sein"?

Wie sieht es mit der Eigenwahrnehmung in Bezug zur Fremdwahrnehmung aus?

Ich möchte Ihnen Mut machen, neue Perspektiven zu wagen. Wenn man etwas von einer anderen Seite betrachtet, sieht man meist auch etwas anderes. Vorsicht, es könnte sein, dass der Vortrag Ihr bisheriges Bild vom "Experiment Kind" verändert.

"Kinder müssen mit Erwachsenen sehr viel Nachsicht haben." Antoine de Saint-Exupéry

Annette Bresser

Annette Bresser, systemischer Jugend- und Familiencoach, ECHA Coach (Westfälische Wilhelms-Universität Münster), Supervisorin und Mediatorin mit eigener Praxis in Bocholt. www.annettebresser.de

Vertrauen in den Medien: Warum Fact-Checking gegen Fake News nicht ausreicht

VortragHan Langeslag
02.10., 11:00 Uhr, Köln II

Während alle über Fact-Checking und Kontrolle reden, um Falschinformationen, alternative Fakten und Fake-News zu bekämpfen, wird meist eine wichtige Zutat vergessen: unser Gehirn. Die Neurowissenschaftler und Gründer von Perspective Daily Maren Urner und Han Langeslag wollen das ändern. Ihr Appell: Nur, wenn wir unser Gehirn und damit uns selbst besser verstehen, können wir nicht nur effektiv gegen alternative Fakten und Fake News angehen, sondern generell eine Medienlandschaft schaffen, die auf Vertrauen basiert.

Han Langeslag

Han Langeslag, Gründer von Perspective Daily. Während seines Ökonomiestudiums in den Niederlanden erkannte er, dass Wirtschaft nicht ohne Psychologie funktioniert. Die wiederum brachte ihn zu den Neurowissenschaften und nach London. Gemeinsam mit Maren Urner gründete er das erste werbefreie, konstruktive Online-Medium in Deutschland. Perspective Daily ist seit Juni 2016 online.

Gefühle lesen

WorkshopDipl.-Psych.; PPT Frauke Niehues
02.10., 13:00 Uhr, Kattowitz

Zielgruppe dieses Workshops sind Menschen, die grundlegende Schwierigkeiten haben, Gefühle beim Gegenüber zu erkennen.

Wir erarbeiten, mit welcher Physiologie, Mimik und Körpersprache die einzelnen Gefühle einhergehen und üben, diese Signale zu erkennen. Um sich besser in den anderen hineinversetzen und sein Verhalten besser vorhersagen kann, wird außerdem erläutert, welchen Sinn die einzelnen Gefühle haben und mit welchen Handlungsimpulsen sie einhergehen.

Die theoretischen Grundlagen, wie Emotionen funktionieren und welcher Logik sie folgen, werden im Vortrag "Emotionsmanagement für Führungskräfte" vermittelt. Er ist daher als Vorbereitung für diesen Workshop zu empfehlen.

Dipl.-Psych.; PPT Frauke Niehues

Frauke Niehues ist Diplom-Psychologin und approbierte Psychologische Psychotherapeutin.

Sie ausgebildete und zertifizierte Gesprächstherapeutin, Verhaltenstherapeutin, Hypnotherapeutin und Trainerin emotionaler Kompetenzen. In Ihrer Praxis führt Sie Psychotherapien, Paartherapien, Coachings und Supervisionen aus. Darüberhinaus ist sie mit Ihrer Firma Kompass in der Personal- und Organisationsentwicklerin tätig. Sie ist Dozentin an mehreren Universitäten und Ausbildungsinstituten, Referentin auf vielen Kongressen, z.B. der MEG, DGP, DGVT, des Hochschulverbandes und der Psychotherapeutenkammer NRW u.ä. .

Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Emotionale Kompetenz, Gesprächsführung und die Beratung von Hoch- und Höchstbegabten.

Weitere Informationen für Interessierte finden sich unter www.psychologische-praxis-giessen.de und www.kompass-giessen.de

Lucid Dreaming - Von der Kunst, die eigenen Träume bewusst zu lenken

VortragLaura Ritter
02.10., 13:00 Uhr, Köln I

Die einen trainieren monatelang um es zu schaffen, den anderen passiert es, ohne dass sie überhaupt den Namen dieses ungewöhnlichen Phänomens kennen - Luzides Träumen beschreibt den Zustand zu erkennen, dass man sich gerade im Traum befindet und daraufhin die Kontrolle über diesen übernimmt. Hat man seinen ersten sogenannten Klartraum erlebt, ist der Spielplatz im eigenen Kopf eröffnet. Inzwischen erfreut sich das luzide Träume immer größerer medialer Beachtung und es gibt zahlreiche Techniken und Hilfsmittel, so dass jeder ambitionierte Träumer es schaffen kann in seinem Traum "klar" zu werden. Der Vortrag beginnt mit den wissenschaftlichen Grundlagen von Schlaf & Traum, führt in gängige Klartraumtechniken ein, gibt Ausblicke auf Anwendung & Forschung dieses Randphänomens und bietet Platz zum Austausch von Erfahrungen. Und er motiviert - viele Menschen berichten nämlich ihren ersten Klartraum gehabt zu haben, nachdem sie sich das erste Mal ausgiebig mit dem Thema beschäftigt haben zwinkernd

Laura Ritter

Laura Ritter hat gerade ihr Studium in Cognitive Science abgeschlossen und gründete zusammen mit einem Kommilitonen bereits in ihrem ersten Semester die studentische Initiative "Sleep and Dream". Was zunächst eher den Charakter einer wöchentlichen Selbsthilfegruppe für Menschen die gerne luzid träumen möchten hatte ist inzwischen eine kleine, junge Forschergruppe die ihr eigenes Schlaflabor aufgebaut hat, Blockkurse anbietet und Exkursionen in In- und Ausland organisiert. Laura hat inzwischen eine weitere Leidenschaft für sich entdeckt - die Psychotherapie - und deswegen noch ein Psychologiestudium angeschlossen. Sie zieht gerade zurück in ihre Heimatstadt Köln und möchte in Zukunft gerne die Ausbildung zum psychologischen Psychotherapeuten mit einer Promotion in klinischer Psychologie verbinden und forschen und Bewusstsein zu schaffen für moderne Therapieverfahren wie der humanistischen Psychotherapie und der Therapie mit psychoaktiven Substanzen.

Künstliche Intelligenz - Zwischen Realität und Science Fiction

VortragProf. Dr. Juergen Gall
02.10., 13:00 Uhr, Köln II

Künstliche Intelligenz wurde in den letzten Jahren zu einem Schlagwort, das von Medien, Unternehmensberatern, und PR-Abteilungen gerne verwendet wird. Während kritische Stimmen den aktuellen Rummel nur als alten Wein in neuen Schläuchen bezeichnen, prophezeien andere, dass künstliche Intelligenz die menschliche Intelligenz bald überflügeln wird und dies gleichbedeutend sei mit dem Ende der Menschheit. Die aktuellen Fortschritte im Bereich Künstliche Intelligenz beziehen sich in erster Linie auf das maschinelle Lernen und dessen Anwendung zum Beispiel im Bereich der Bildanalyse oder Sprachverarbeitung. Der Vortrag gibt einen Überblick über den aktuellen Stand der Forschung im Bereich des maschinellen Lernens mit Anwendung im Bereich der Bild- und Videoanalyse. Ziel ist es zu vermitteln, was schon oder demnächst möglich ist und was eher im Bereich Science Fiction liegt.

Prof. Dr. Juergen Gall

Prof. Dr. Juergen Gall is professor and head of the Computer Vision Group at the University of Bonn. After his Ph.D. in computer science from the Saarland University and the Max Planck Institut für Informatik, he was a postdoctoral researcher at ETH Zurich and senior research scientist at the Max Planck Institute for Intelligent Systems in Tübingen. He has published over 70 papers in peer-reviewed journals and conferences and edited two books. He received a grant for an independent Emmy Noether research group from the German Research Foundation (DFG) and an ERC Starting Grant. He is currently spokesperson of the DFG funded research unit FOR 2535 - Anticipating Human Behavior.

Können wir uns Wachstum noch leisten?

VortragDr. Wolfgang Lührsen
02.10., 13:00 Uhr, Tel Aviv

"...human beings are now carrying out a large-scale geophysical experiment ... Within a few centuries we are returning to the atmosphere and oceans the concentrated organic carbon stored in sedimentary rocks over hundreds of millions of years." Das schrieb der US-Ozenograph Roger Revelle schon im Jahre 1957. Die Auswirkungen dieses Experiments sind heute als Klimawandel für jedermann sichtbar.

Das Wachstumsparadigma ist der wesentliche Grund für diese Entwicklung. Der Vortrag beginnt mit einer Beschreibung des Zustands der Welt aus ökologischer Sicht. Es werden dann diverse Gründe genannt, warum Wachstum so nicht weitergehen kann. Einen breiten Raum nimmt die Diskussion ein, warum wir (Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Politik) trotz der negativen Auswirkungen an der Wachstumsstrategie festhalten. Schließlich wird eine Idee erläutert, wie die Weichen in Richtung einer nachhaltigen Welt gestellt werden können.

Insbesondere zum letzten Punkt erhoffe ich mir eine intensive Diskussion.

Dr. Wolfgang Lührsen

Wolfgang Lührsen studierte Physik in Hamburg und promovierte am DESY. Nach einem Forschungsaufenthalt in der Energy&Environment Division der Universität Berkeley war er viele Jahre als Berater in der Energiewirtschaft tätig. Aktuell beschäftigt er sich in einer NGO mit Wachstumsfragen.

Magische Experimente

WorkshopAndreas Klik
02.10., 14:30 Uhr, Kattowitz

In diesem Workshop geht es um Wahrnehmung, Fehlschlüsse und kognitive Dissonanzen. Die Teilnehmer erlernen verschiedene klassische Manipulationsmethoden der Close up-Zauberkunst und vertiefen sie individuell. Sporadisch eingestreute Experimente werden dabei nicht ausbleiben. Nach dem Workshop können wir kleine Dinge verschwinden lassen und uns Freidrinks an der Bar erzaubern.

Andreas Klik

Andreas Klik hat an den Universitäten Hamburg und UCLA Wirtschaft studiert und war anschließend in der Unternehmensberatung und am Lehrstuhl tätig. Derzeit unterrichtet er vor allem Englisch und Controlling an einer Hamburger Berufsschule.

Andreas tanzt seit 25 Jahren und hat zahlreiche Meistertitel in verschiedenen Disziplinen errungen. Als Dancecoach spezialisiert er sich auf Tanztechnik und Salsa.

Schon von klein an ist Andreas fasziniert von der Zauberkunst, da er stets Erklärungen sucht und Denkverbote nicht akzeptiert.

Vor 20 Jahren war er Keyboarder in einer Schülerband, neuerdings setzt er sich lieber ans Schlagzeug und spielt die späten Beatles. Andreas jongliert und liest häufig über Psychologie, Kosmologie und aktuelle Politik.

Oder er chillt.

Verbessert agile Organisation auch soziale Projekte?

VortragMarkus Pins
02.10., 14:30 Uhr, Köln I

Viele erfolgreiche Unternehmen organisieren sich agil: Selbstorganisation von Teams, Iteration von Problemlösungen und vor allem inkrementelle Entwicklung charakterisieren schlanke, schnelle Unternehmen. Und tatsächlich gibt es faszinierende Erfolgsgeschichten agiler Unternehmen.

Aber eignen sich agile Organisationsformen auch für soziale Projekte? Verbessern sie den Erfolg sozialer Projekte? Lassen sich soziale Projekte mit Haupt- und Ehrenamtlichen überhaupt agil organisieren?

Mögliche Gegenargumente gegen agile Organisationen sind mangelnde Qualität beim Organisationsaufbau ("man sollte es direkt im ersten Versuch richtig machen") und fehlende Orientierung ("was nützt inkrementeller Fortschritt, wenn die Richtung gar nicht klar ist").

Der Vortrag diskutiert agile Organisationsformen am Beispiel erfolgreicher sozialer Projekte mit mehreren tausend Unterstützer/inne/n und mehreren zehntausend Begünstigten.

Markus Pins

Markus Pins ist Initiator eines Preises für gemeinnütziges Engagement (www.engagementpreis.de) und führt die Geschäfte eines Technikdienstleisters, der Dokumente semantisch klassifiziert und auf dieser Grundlage Empfehlungen generiert (www.ablida.de). Zuvor war er Redenschreiber des Bundestagspräsidenten und hat Konzerne in Ethikfragen beraten. Markus Pins hat an der Universität Bonn und der London School of Economics and Political Science studiert und anschließend an der Columbia University (New York), der Université Paris 1 - Pantheon-Sorbonne (Paris) und der Universität des Saarlandes geforscht. Derzeit unterrichtet er Ethik an der Brandt School der Universität Erfurt.

Forumtheater - mit Problemlösungen experimentieren

WorkshopRegina Dresler
02.10., 14:30 Uhr, Köln II

Im Forumtheater werden für alltägliche Probleme Lösungen spielend erarbeitet.

Dazu wird in und von der spielenden Gruppe ein Konfliktthema, das alle betrifft, gewählt. Zu diesem Thema wird eine kurze und spielbare Szene entwickelt und von drei bis 4 Personen vorgespielt. Das Forum (Zuschauer) kann nun experimentieren und Lösungsvorschläge reingeben und durchspielen. Im Anschluss wird gemeinsam mit der Gruppe das Erlebte diskutiert und ausgewertet. Diese Form des Theaters bietet so die Gelegenheit, Lösungsmöglichkeiten und ihre Auswirkungen durchzuspielen bevor man damit in der Wirklichkeit scheitert. Stattdessen kann man vorbereitet und erfolgreicher das Problem angehen.

Voraussetzung: Keine schauspielerischen Vorerfahrungen nötig. Nur die Bereitschaft sich aufs Spielen einzulassen.

Regina Dresler

Nach verschiedenen nicht erfolgreichen Experimenten, was Ausbildung und Studium betrifft, hat Regina Dresler sehr erfolgreich eine Ausbildung zur Theaterpädagogin abgeschlossen (BuT). Seit ca. sieben Jahre arbeitet sie freiberuflich als Theaterpädagogin und bietet Seminare an Schulen und in Unternehmen an. Seit über 10 Jahren arbeitet sie so lange im pädagogischen Bereich vor allem mit Menschen mit Behinderung.

Seit einem Jahr studiert sie Soziale Arbeit an einer kleinen privaten Fachhochschule in Düsseldorf.

Regina Dresler bietet regelmäßig Seminare rund um verschiedene Theatermethoden beim MHN an.

Club of Rome / Gerechte Globalisierung

VortragFrithjof Finkbeiner
02.10., 14:30 Uhr, Tel Aviv

Frithjof Finkbeiner

Frithjof Finkbeiner ist ein deutscher Unternehmer, Kurator der Global Marshall Plan Foundation, Vorsitzender des Vorstands der Plant-for-the-Planet Foundation, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft des Club of Rome und Vorsitzender des Aufsichtsrats der Desertec Foundation.

In der Studierendenorganisation AIESEC lernt er weltweit operierende Netzwerke kennen, gründet den Rotaract Club Augsburg und koordiniert den Aufbau der Jugendorganisation Rotaract in Deutschland. Bis 1994 schafft er als Unternehmer die Basis für seine wirtschaftliche Unabhängigkeit. 1994 verändert Al Gore sein Leben: Er erkennt, dass die gesellschaftliche Verantwortung des Einzelnen sich nicht auf Mülltrennung und Hilfe zur Selbsthilfe beschränken darf, sondern dass wir uns gemeinsam für die Änderung der globalen Rahmenbedingungen einsetzen müssen. Ab sofort widmet er konsequent sein unternehmerisches Engagement dem Unternehmen Menschheit und der Frage wie die Globalisierung gerecht gestaltet werden kann.

Frei improvisierte Musik

WorkshopStefan (Cue) Wladarsch
03.10., 09:30 Uhr, Kattowitz

Eines der interessantesten Experimente, an denen ich teilnehmen durfte, war der Workshop „Freie Improvisation“ mit Jim Dvorak (1990).

Wir standen zum Abschluss auf der Bühne und die Vorgabe war, dass es ca. 10 min dauert. Wir lauschten, wie wir es geübt hatten, „in uns“. Auf einmal spürte ich: der Bass muss anfangen und praktisch im selben Moment begann er zu spielen. Jetzt das Schlagzeug, da war es. Und so ging es über 10 min lang weiter… Das werden wir in einem so kurzen Workshop nicht hin kriegen, aber den Versuchsaufbau können wir nachvollziehen. Dazu brauchen wir nicht einmal Instrumente, die Stimme und der eigene Körper (Stichwort Bodypercussion) reichen aus.

Neben Jims Übungen werden wir Afrikanische Polyrhythmik und Übungen aus dem Impro-Theater kennen lernen.

Stefan (Cue) Wladarsch

Jahrgang 1966, ist mit dem Musiktheater aufgewachsen (Onkel ist Opernsänger und Regisseur),

seit ca. 1980 selber Musiker (Gitarre, Schlagzeug, Bass) und in verschiedenen Chören,

verschiedene Workshops zu Musik, Theater und Tanz (Contact),

von 2002 – 2013 fester Musiker und Schauspieler in einer Impro-Theatergruppe

Seit her „Freischaffend“ u.a. etliche Auftritte mit den Irrationalen auf der MinD-Akademie

Brotberuf: Qualitätsmanager und Sicherheitsingenieur

Was heißt und zu welchem Ende treibt man Editionsphilologie? Einblicke und Ausblicke eines in Vergessenheit geratenen Handwerks

VortragPD Dr. Thomas Riesenweber
03.10., 09:30 Uhr, Köln I

Die Klassische Philologie arbeitet mit Texten, die nur deshalb erhalten geblieben sind, weil sie zwischen ca. 700 v.Chr. und 1500 n.Chr. immer wieder handschriftlich kopiert wurden. Die Abschriften, die wir heute noch besitzen, sind also nicht nur viele Jahrhunderte vom Original entfernt, sie sind auch nur die Kopie der Kopie der Kopie der Kopie... Da bei jedem Abschreibevorgang neue Fehler entstehen, weisen die erhaltenen Handschriften z.T. große Divergenzen im Wortlaut und Textbestand auf. Der Vortrag will in die sogenannte Lachmannsche Methode einführen, mit der man sich dem verlorenen Original annähern kann, und anhand eines Beispiels ihre praktische Anwendung demonstrieren. Dabei soll gezeigt werden, wie man aus 60 erhaltenen Handschriften den Text eines spätantiken Cicero-Kommentars rekonstruieren kann, ohne zu verschweigen, welche Grenzen diesem Verfahren gesetzt sind. Am Ende soll ein kleiner Ausblick versucht werden, welche Hilfe vom technischen Fortschritt zu erwarten ist.

PD Dr. Thomas Riesenweber

Thomas Riesenweber (Jahrgang 1975) ist Privatdozent der Abteilung für Klassische Philologie der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Er studierte von 1996 bis 2002 Klassische Philologie und Geschichte in Bonn. Die Promotion erfolgte 2006 mit einer Arbeit zur Sprache des augusteischen Dichters Properz ("Uneigentliches Sprechen und Bildermischung in den Elegien des Properz", Berlin/New York 2007). 2012 habilitierte er sich mit einer kritischen Edition des Cicero-Kommentars des Marius Victorinus (3 Bde., Berlin/Boston 2013-2015). Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der römischen Elegie (v.a. Properz), der Rhetorik (v.a. Cicero und Victorinus), ferner der Überlieferungsgeschichte und Textkritik. Zur Zeit arbeitet er an einer neuen kritischen Edition des "Liber de definitionibus" des Victorinus, langfristig ist eine Edition von Ciceros rhetorischer Jugendschrift "De inventione" geplant, die die alte Teubnerausgabe von 1915 ersetzen soll.

K(l)eine Experimente

WorkshopRobert Wegner
03.10., 09:30 Uhr, Köln II

Magie passiert außerhalb der eigenen Komfortzone. Dementsprechend sind Interessierte und Nicht-Interessierte eingeladen, einen Schritt nach draußen zu treten, um sich selbst näher zu kommen. Der Workshop bietet einen experimentellen Rahmen, um mit anderen, aber vor allem sich selbst ein wenig mehr in Kontakt zu kommen. Grenzen und Möglichkeiten zu erfahren. Die Intensität der Übungen werden mit den Teilnehmenden abgestimmt. Vorerfahrungen sind nicht notwendig.

Robert Wegner

"Mensch sein" ist das, was Robert Wegner gegenwärtig thematisch umtreibt: Die Ambivalenz zwischen neuen Gewohnheiten und alter Selbstwerdung, die Unterschiede und Schnittmengen zwischen Rollen und Mensch, die Bedürfnisberücksichtigung anderer Menschen unter der Berücksichtigung der jeweils eigenen.

Als Diplom-Psychologe und Disability Manager berät er Unternehmen im Spannungsfeld von wirtschaftlichen Anforderungen und menschlichem Sein in den Bereichen BGM und BEM. Einzelpersonen unterstützt er bei der Klärung von Themen, die das Leben so mit sich bringt.

Experimente im Gemüsegarten

VortragBernhard Seckinger
03.10., 09:30 Uhr, Tel Aviv

Was erhält man, wenn man Kohlrabi mit Grünkohl kreuzt? Vielleicht eine neue Kohlsorte? Oder doch eher etwas, was in Richtung Ur-Kohl geht? Was lässt sich alles verkreuzen, was nicht? Was muss man dabei beachten? Und warum gibt es nur so selten neue Gemüsesorten?

Bernhard Seckinger

Nach Mathematik- und Informatikstudium hat sich Bernhard Seckinger als Rätselautor selbständig gemacht. Seit 2010 beschäftigt er sich intensiv mit dem Obst- und Gemüseanbau, hat dabei unter anderem eine Fortbildung zum Thema Saatgutvermehrung absolviert und nimmt derzeit an einer Ausbildung zum Fachberater für Schrebergärten teil.

Theater, Show, Performance?! Die Bühne als Experimentierraum

VortragThorsten (TeeKay) Kreissig
03.10., 11:00 Uhr, Kattowitz

Was ist mehr Experiment als das work-in-progress einer Theaterinszenierung? Seit jeher haben Theaterleute experimentell gearbeitet, lange bevor die Methode des Fast Prototyping durch „Design Thinking“ bekannt wurde.

Klassische Regiearbeit ist ständiges Experimentieren an Hand des roten Fadens – sei es Stücktext oder Partitur. Die Auswahl der Stücke versucht Wünsche und Bedürfnisse des Publikums zu antizipieren. Bei Theatern mit festen Ensembles fließen auch Gedanken zur Weiterentwicklung der engagierten Künstler mit ein.

Noch spannender wird Theaterarbeit, wenn die Darsteller als gleichberechtigte Schöpfer in die Entwicklung des Endergebnisses eingebunden sind.

An Hand dreier aktueller Produktionen aus Musiktheater, Tanztheater und Open Air Cross Over werden exemplarisch die Unterschiede und Entwicklungsstufen von der ersten Idee bis zum fertigen Stück vorgestellt.

Wie sagt Shakespeare? „Die ganze Welt ist Bühne“.

Wir ergänzen gerne: "Bühne und Experiment". lächelnd

Thorsten (TeeKay) Kreissig

TeeKay (Thorsten Kreissig): Bildungsjunkie, Coach, Enabler, Facilitator, Innovator, Projektmanager, Regisseur

Erfolgreiche künstlerische Karrieren, breit gefächerte Interessen und mehrere Studien (u.a. Psychologiestudium TU-Berlin) sind Grundlage für TeeKay’s Arbeit.

Er trainiert, coacht und entwickelt nachhaltig die kommunikativen und kreativen Fähigkeiten von Wissenschaftlern, Geschäftsleuten, Studenten, Professoren und Künstlern. Zu seinen Klienten gehören u.a. das IPK Fraunhofer Institute in Berlin, die Leuphana University in Lüneburg, Common Purpose Deutschland sowie die Lift Innovations-Konferenz in Genf.

Flexibel mischt er Methoden aus vielerlei Disziplinen, um vom pragmatischen Hands-On Workshop mit vielen Übungen bis zum interdisziplinären Meta-Ebenen-Blick weit über den Tellerrand hinaus passgenaue Lösungen für die Bedürfnisse der Einzelklienten bzw. und Teams zu entwickeln.

2007 brachte er die baden-württembergische Landeshauptstadt Stuttgart zum Tanzen.

Wie Sprache unsere Weltsicht bestimmt

VortragProf. Dr. Barbara Mertins
03.10., 11:00 Uhr, Köln I

Wie hängen Sprache und Denken zusammen? Werden unsere Gedanken von sprachlichen Strukturen unserer Muttersprache mitgeformt oder gar

determiniert? Oder sollen wir eher davon ausgehen, dass unsere Gedanken von Sprache unabhängig sind, sprich als eine wortlose Gedankensprache zu betrachten sind, die erst in Kommunikation in eine konkrete (sprachspezifische) Wortabfolge übersetzt wird? Die Erforschung dieser Fragen hat eine lange Tradition in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen. In diesem Beitrag wird das von Dr. Renate Delucchi Danhier während der Akademie durchgeführte Eye-Tracking-Experiment in seinen sprachwissenschaftlichen Rahmen eingebettet und unter Einbezug weiterer empirischen Daten, die aus linguistischen sowie Blickbewegungs- und Gedächtnisstudien gewonnen wurden, die Position vertreten, dass die Grammatik unserer Muttersprache entscheidend dafür ist, wie Informationen visuell aufgenommen, verarbeitet und in Sprache umgesetzt werden.

Prof. Dr. Barbara Mertins

Prof. Dr. Barbara Mertins ist seit 2015 Professorin für Linguistik des Deutschen mit dem Schwerpunkt empirisch-funktionale Analyse: Psycholinguistik an der TU Dortmund. Sie forscht zum Zusammenhang zwischen sprachlichen Strukturen, mentalen Prozessen und der Repräsentation grammatischen Wissens. Dabei interessiert sie sich insbesondere für die Sprachproduktion von bilingualen Sprechern sowie für Sprachstörungen (z.B. Aphasie). Sie bedient sich empirischen Methoden der Psycholinguistik, vor allem Eye-Tracking. Nach dem Studium der Sprachwissenschaft, Philosophie und deutschen Literatur an den Universitäten Prag, Freiburg, Basel und Strasbourg forschte sie am MPI für Psycholinguistik und wurde 2004 von der Universität Nijmegen mit einer Arbeit über den Ausdruck der Simultanität im Zweitspracherwerb promoviert. Von 2005 bis 2014 forschte und lehrte sie an der Universität Heidelberg. Dort habilitierte sie auch 2012. Frau Mertins ist verheiratet und hat zwei bilingual aufwachsende Kinder.

Experimentierkultur im Unternehmen: Impulsvortrag + Diskussion

SonstigesCarsten Kraus
03.10., 11:00 Uhr, Köln II

Die Welt wandelt sich – immer schneller. Und mit den neuen Sachverhalten, Umgebungen, Aufgaben kennt sich kaum jemand aus. Wie schwimmt man als Unternehmen in der Veränderungswelle obenauf statt unterzugehen?

Komplexitätstheorie * Präfaktisches Entscheiden * Experimente und Messungen * Kann/Soll/Muss-Prozesse

Konkrete Maßnahmen aus meinem eigenen Unternehmen (Omikron/FACT-Finder, inzwischen 160 Mitarbeiter), ein wenig Theorie --> und anschließend viel Diskussion über Eure Erfahrungen und Ideen. Ich freue mich schon! lächelnd

Carsten Kraus

Carsten Kraus gründete seine erste Firma noch vor seinem Abitur: In den 1990ern wurde die Programmiersprache „Omikron-Basic“ mit jedem Atari-Computer mitgeliefert. Seine Firma Omikron Data Quality hat heute 160 Mitarbeiter und ist europäischer Marktführer für eCommerce-Suchtechnologie. Zusätzlich ist er an mehreren Startups beteiligt.

Carsten spielt neben Go auch viele andere Brett- und Gesellschaftsspiele sowie mehrere Musikinstrumente und Live-Rollenspiel (LARP). Neben Innovation per se interessiert er sich auch für deren gesellschaftliche Auswirkungen. Zu diesen Themen spricht er auch auf Konferenzen.

Ein Interview mit ihm zu AlphaGo, deep learning und den weltlichen Konsequenzen findet ihr hier: http://bit.ly/deeplearning1

Gedankenexperimente

VortragGunther Klobe
03.10., 11:00 Uhr, Tel Aviv

Gedankenexperimente sind kostengünstig und moralisch bedenkenlos durchzuführen. Man braucht weder Chemikalien noch Messgeräte. Auch über den Versuchsaufbau und die Zustimmung einer Ethikkommission muss man sich keinen Kopf machen. Umso besser! Denn das bedeutet, dass wir selbigen zu unserer vollumfänglichen Verfügung haben, wenn wir gemeinsam versuchen, die folgenden Fragen zu beantworten:

1. Leben wir in der Matrix?

2. Kann ein unendlich großes Hotel, das bereits unendlich viele Gäste beherbergt, noch weitere Gäste aufnehmen?

3. Was ist dreiviertel mal Lichtgeschwindigkeit plus ein halb mal Lichtgeschwindigkeit?

4. Wieso ist der Nachthimmel so dunkel?

5. Wie viel ist eine Wette wert?

6. Ist Schrödingers Katze tot oder lebendig oder lebendig und tot?

Gunther Klobe

Geboren in Karlsruhe, aufgewachsen in Bayern. Studium der Mathematik und Physik in Zürich, Sydney und Oxford. Mittlerweile Promotion in Neuroscience bei der Konkurrenz (Cambridge).

Experimente auf dem Papier - Leonardo da Vincis Methode, die Welt zu erklären

VortragDr. Thomas Heichele

Leonardo da Vinci (1452-1519) war nicht nur einer der bedeutendsten Künstler aller Zeiten und ein visionärer Ingenieur, sondern auch und insbesondere ein herausragender Naturphilosoph und Naturwissenschaftler. Seiner eigenen Intention nach hatten weite Teile seiner Arbeit den Anspruch, durch unterschiedliche Formen der Technik Wissen über die Welt zu generieren und die allem zugrunde liegenden Naturprinzipien aufzudecken. Der Vortrag hat zum Ziel, unter besonderer Berücksichtigung der Zeichnung als Erkenntnisinstrument zentrale Elemente seines technischen und wissenschaftlichen Wirkens vorzustellen und die dafür notwendigen erkenntnistheoretischen und metaphysischen Grundannahmen offenzulegen. Ein besonderes Augenmerk wird hierbei auf die Rolle des die Naturnotwendigkeiten enthüllenden Experiments gelegt, das bei Leonardo von bedeutenden theoretischen Annahmen begleitet wird und im Akt des Zu-Papier-Bringens seinen Höhepunkt findet.

Dr. Thomas Heichele

Dr. Thomas Heichele (* 1982) war nach seinem Philosophiestudium zunächst in der Erwachsenenbildung tätig und ist seit 2009 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl Philosophie mit Schwerpunkt analytische Philosophie und Wissenschaftstheorie an der Universität Augsburg. Seine Dissertation beschäftigte sich mit der erkenntnistheoretischen Rolle der Technik bei Leonardo da Vinci und Galileo Galilei; seine grundsätzlichen Arbeitsschwerpunkte sind neben der Entstehung der neuzeitlichen Naturwissenschaft Technikphilosophie, Wissenschaftstheorie, Anthropologie und Philosophie der Medizin.

Nimm an einer psycholinguistischen Eye-Tracking-Studie teil!

SonstigesDr. Renate Delucchi Danhier

Wenn Menschen Informationen visuell wahrnehmen, sind die Muster ihrer Augenbewegungen nicht beliebig. Stattdessen spiegelt die visuelle

Aufmerksamkeitsverteilung die kognitive Verarbeitung wider. Mittels der Messung und Analyse von Blickbewegungen kann ein Einblick in Prozesse der Informationsverarbeitung sowie in ihre sprachliche Umsetzung gewonnen werden.

Im Laufe der Akademie könnt ihr selbst an einer Blickbewegungsstudie teilnehmen und die Methode des Eye-Trackings kennenlernen. Diese ermöglicht, die visuelle Aufnahme von Informationen online, d.h. während sie stattfindet, mit großer zeitlicher Genauigkeit mitzuverfolgen. Aus diesem Grund wird Eye-Tracking oft zur Untersuchung der Beziehung zwischen Sprache und Denken eingesetzt. Die bisherige Erkenntnisse der jahrelangen Forschungslinie, in der das Experiment zu verankern ist, wird im Vortrag von Prof. Mertins, „Wie Sprache unsere Weltsicht bestimmt“, vorgestellt.

Es sind alle Interessierten herzlich eingeladen, mitzumachen!

Dr. Renate Delucchi Danhier

Dr. Renate Delucchi Danhier ist seit dem Wintersemester 2015/16 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für deutsche Sprache und Literatur der TU Dortmund tätig. Sie forscht und lehrt zu den Schwerpunkten Bilingualismus und Raumkognition. Dabei bedient sie sich der empirischen Methoden der Psycholinguistik, vor allem Eye-Tracking und Reaktionszeitmessungen. Im Rahmen des durch das BMBF geförderten Projekts „DoProfiL“ (Dortmunder Profil für inklusionsorientierte Lehrer/-innenbildung) untersucht sie bilinguale sowie hochbegabte Lerner in Schul- und Hochschulkontexten. Ziel des Projekts ist es, das kognitive Profil dieser beiden Lernergruppen besser auszuleuchten, um mittels dieses Wissens eine geeignetere und spezifischere Einbindung in inklusiven Lernprozessen ermöglichen zu können. Sie studierte Sprachwissenschaft und Archäologie an der Universität Heidelberg und promovierte dort 2015 mit einer Arbeit über sprachspezifische Muster bei der Formulierung von Weganweisungen.

Programm der Mind-Akademie 2016

Programmübersicht: Wege - Kreuzungen - Wendepunkte

Hier findet Ihr das Programm der MinD-Akademie 2016.

Lydia BeneckeVortrag
Die Psychologie des Bösen: Was sind und tun eigentlich Psychopathen?

Ist Hannibal Lecter tatsächlich der Prototyp eines Psychopathen? Haben alle Psychopathen das Bedürfnis, andere Menschen zu töten? Wie stellt die Kriminalpsychologie fest, ob ein Mensch psychopathisch ist? Wie entsteht eine psychopathische Persönlichkeit? Wie gelingt es manchen psychopathischen Serienmördern, über Jahrzehnte als liebevolle Familienväter und freundliche Nachbarn ein unauffälliges Leben zu führen? Warum werden nicht alle Psychopathen kriminell? Wieviel vom „Bösen“ steckt auch in „normalen“ Menschen? Dieser Vortrag beleuchtet die Gefühls- und Gedankenwelten psychopathischer Menschen - sowohl jener, die mit erschreckenden Verbrechen Schlagzeilen machten, als auch jener, die ohne kriminelle Handlungen durchs Leben kommen und mitten unter uns sind. Diesen und anderen Fragen geht Lydia Benecke in Ihrem Vortrag nach. Eine spannende Reise in die Welt der Kriminalpsychologie.

Dr. Damian BorthVortrag
Aktuelle Forschungsthemen im Bereich Deep Learning

In diesem Vortrag erhält das Publikum einen Einblick in aktuelle Forschungsprojekte des Deep Learning Competence Center am Deutschen Forschungszentrum für künstliche Intelligenz.

http://www.dfki.uni-kl.de/~borth/

Die IrrationalenSonstiges
Die MinD-Akademie Impro-Show

Beim Improtheater entstehen aus wenigen Vorgaben aus dem Publikum Szenen und ganze Theaterstücke. Witzig, charmant, unterhaltsam - und das alles völlig ohne Proben und Absprachen. Improtheater ist schon seit jeher ein fester Bestandteil der MinD-Akademie. In diesem Jahr wollen wir etwas Neues ausprobieren. Die Impro-Show bekommt einen eigenen Slot! Kommt vorbei, schaut es euch an!

Die MHN-Improtheater-Gruppe „Die Irrationalen“ gibt es ca. seit 2003. Seit dem gibt es regelmäßig Anfänger- und Fortgeschrittenen-Workshops und auch mal den einen oder anderen Auftritt. Alle Mitglieder haben zwei Dinge gemeinsam: das MHN und ihre Leidenschaft für Improtheater. Das trifft auf dich auch zu? Dann trag dich unter https://wiki.mind-hochschul-netzwerk.de/wiki/Spezial:MHNMailadressen in den MHN-Theatersportverteiler ein und du bekommst alle Infos.

Verena EihoffWorkshop
Jonglierworkshop der 2. - Passing

Kaskade, Shower, Mills Mess, Passen - schon davon gehört? Wenn du Spaß daran hast, verschiedene Objekte gekonnt durch die Luft zu wirbeln oder es erst einmal lernen möchtest: der Jonglierworkshop gibt dir dazu Gelegenheit. Anfänger können lernen, mit drei Bällen zu jonglieren, während Fortgeschrittene und Profis ihre Tricks austauschen. Vorrangig gibt es dieses Jahr eine Einführung in das "Passen" (mit langem a), d.h. in das gegenseitige Zuwerfen von Bällen, Keulen, ... während des Jonglierens. Ein Grundstock an Equipment (Bälle, Ringe, Keulen) und einige Übungen und Tricks werden von der Workshopleitung bereitgestellt, wir freuen uns aber über jeden, der weiteres Equipment mitbringt.

Verena Eihoff schnuppert seit über 20 Jahren Zirkusluft. In der Schulzeit und während des Studiums war sie regelmäßig auf Conventions anzutreffen, wie z.B. auf Europäischen und nationalen Jonglierconventions oder der Weltgymneastrada in Lissabon. Sie trainiert Gruppen im Gerätturnen und führt Zirkusprojekte mit Kindern und Jugendlichen durch. Seit 2010 arbeitet sie als Schulpsychologin in München und unterrichtet Mathematik.

Dr. Maren EmmerichVortrag
Eine Reise zu den Wurzeln des Yoga

Yoga ist ein Lebensstil, der aus fünf Elementen besteht: physische Übungen (Asanas), Atemübungen (Pranayama), vegetarische Ernährung, effektive Entspannung und Meditation. In meinem Vortrag möchte ich euch einen Einblick geben über die historischen und philosophischen Wurzeln des Yoga in Indien und über die vielen Richtungen, in die sich diese Tradition im Westen entwickelt hat.

Im Jahr 2009 habe ich während einer sehr stressigen und turbulenten Phase in meinem Leben begonnen, mehrmals pro Woche Yoga zu praktizieren. Ich war tief beeindruckt von dem Maß an innerer Ruhe und Gelassenheit, die dieses neue Hobby meinem Leben verlieh. Das inspirierte mich, mehr darüber erfahren zu wollen, wie die Methoden des Yoga in der Lage sind, solch eine gewaltige Wirkung zu entfalten und wo sie herkommen. Daher machte ich mich auf nach Indien, wo ich Anfang 2012 eine Yogalehrerausbildung absolvierte.

Dr. Maren EmmerichWorkshop
Yoga - Einführungsworkshop

In dem Workshop werde ich meine persönliche Mischung aus klassischem Hatha und dynamischem Flow Yoga unterrichten. Personen, die noch nie Yoga praktiziert haben, sind ebenso willkommen wie Leute mit Yogaerfahrung.

Im Jahr 2009 habe ich während einer sehr stressigen und turbulenten Phase in meinem Leben begonnen, mehrmals pro Woche Yoga zu praktizieren. Ich war tief beeindruckt von dem Maß an innerer Ruhe und Gelassenheit, die dieses neue Hobby meinem Leben verlieh. Das inspirierte mich, mehr darüber erfahren zu wollen, wie die Methoden des Yoga in der Lage sind, solch eine gewaltige Wirkung zu entfalten und wo sie herkommen. Daher machte ich mich auf nach Indien, wo ich Anfang 2012 eine Yogalehrerausbildung absolvierte.

Michael EnglerVortrag
Wege von technischen Normen

Wie entsteht eigentlich eine Norm wie die berühmte DIN A4? Wer hat eigentlich ein Interesse daran Normen zu etablieren? Der Prozess der Normung ist eine Form der Selbstregulierung der Industrie, wodurch Staat und die Politik entlastet werden. Daher ist dieses Thema nicht nur dröge und langweilig, sondern auch höchst spannend und eine höchst politische Angelegenheit. Es gilt nämlich in den meisten Gremien das Konsensprinzip. Der Vortrag beleuchtet anhand von Beispielen, wie Normen national und international entstehen, welche Organisationen die Normung vorantreiben und wer die maßgeblichen Spieler in der Normung sind. Zudem streift der Vortrag die Historie der Normung und gibt konkrete Hinweise zum Umgang mit Normen. Am Ende steht ein Fazit, was gut in der Normung funktioniert, wo die Normung an Grenzen stößt und warum es sinnvoll ist sich in der Normung zu engagieren.

Michael ist Berater zu den Themen Requirements- und Usability-Engineering sowie Software-Entwicklungsprozesse und agile Methoden in der Medizintechnik. Er engagiert sich im Normungsgremium DKE/UK 811.4 „Ergonomie, Gebrauchstauglichkeit, Gebrauchsanweisung“ und im Richtlinienausschuss des VDI zu „Medical SPICE“ und dem VDI Fachausschuss „Software-Qualität in der Medizintechnik“. Er ist Mitglied in den Arbeitskreisen Qualitätsstandards und Medizintechnik der German Usability Professionals Association. Er berät, schult und coacht Medizintechnik-Unternehmen und ist Lehrbeauftragter an der Fachhochschule Oberösterreich für den Masterstudiengang Medizintechnik. Für den TÜV Rheinland und den TÜV SÜD hält er Seminare zu den Themen Entwicklung medizinischer Software und Usability- Engineering für Medizinprodukte. Zuvor war er bei British Telecom in Großbritannien und bei der Method Park Software AG. Er ist Diplom-Informatiker (FH) mit Fachrichtung Medieninformatik.

Manuel FritschVortrag
Gebraucht, geliebt und mehr. Warum ich bekomme, wovon ich früher nur träumen konnte.

Kurt FuchsVortrag
TTIP

Hunderttausende gehen auf die Straße gegen TTIP, warnen vor Chlorhühnchen, Hormonfleisch, Genfood und Investorenschutz, aber worum geht es bei TTIP wirklich? Was bedeutet die Abkürzung und was steckt dahinter? Wären die Auswirkungen des Abkommens tatsächlich so negativ wie von den Gegnern behauptet, oder vielleicht doch so positiv wie von der Wirtschaft erhofft? Diese und auch noch andere Fragen zu TTIP beantwortet der Vortrag.

Ich habe zuerst Maschinenbau an der RWTH Aachen und anschließend Jura an der Uni Münster studiert. Nach dem juristischen Referendariat habe ich zunächst in einer Unternehmensberatung und dann in einem Ingenieurbüro gearbeitet, bevor ich mich 2004 als Rechtsanwalt selbständig gemacht habe. Anfang 2015 habe ich schließlich meine Promotion in Jura erfolgreich abgeschlossen.

Prof. Dr. Wolfgang GaissmaierVortrag
Umgang mit Risiko als Herausforderung für Individuum und Gesellschaft

Viele Menschen haben heutzutage das Gefühl, in den unsichersten Zeiten überhaupt zu leben. Dabei ist das Leben trotz gegenwärtiger Krisen gerade in Europa so sicher wie nie zuvor. Gleichzeitig scheint immer weniger akzeptiert zu werden, dass die Welt trotz zunehmender Sicherheit immer eine riskante, ungewisse bleiben wird. Wir brauchen daher eine Gesellschaft, in der Bürgerinnen und Bürger informiert mit Risiken umgehen und leben. Doch ein informierter Umgang mit Risiko bleibt für viele eine Herausforderung. Anhand von Beispielen aus dem Bereich Gesundheit werde ich illustrieren, (i) dass ein mangelhafter Umgang mit Risiko ein kollektives Problem ist und keinesfalls nur Laien betrifft, (ii) dass ein Mangel an Evidenzkultur in der Gesellschaft dazu beiträgt, (iii) wie eine grundlegende Fehlwahrnehmung von Zufälligkeit vielerlei medizinischen und anderen Aberglauben befördert und (iv) wie soziale Prozesse die Risikowahrnehmung formen und verstärken können. Aber es gibt Hoffnung: Zum Abschluss werde ich darlegen, (v) wie sich diese Hindernisse durch das Unterrichten von statistischem Denken und durch transparente Risikokommunikation überwinden lassen, um ein Klima der Teilhabe, Aufklärung und Selbstbestimmung zu schaffen.

Prof. Dr. Wolfgang Gaissmaier, Jahrgang 1977, erforscht menschliches Entscheiden und Umgang mit Risiko als Professor für Sozialpsychologie und Entscheidungsforschung an der Universität Konstanz (seit 2014). Zu diesen Themen hat er bereits zuvor viele Jahre am Berliner Max-Planck-Institut für Bildungsforschung geforscht und darüber auch promoviert (2007, Freie Universität Berlin) und habilitiert (2013, Universität Heidelberg). Zuletzt war er dort leitender Wissenschaftler des Harding Zentrums für Risikokompetenz. Seine Forschung wurde in international führenden Fachzeitschriften in Psychologie und Medizin veröffentlicht, darunter Annals of Internal Medicine, Annual Review of Psychology, JAMA, PNAS und Psychological Science. Wolfgang Gaissmaier wurde mit der Otto-Hahn-Medaille der Max-Planck-Gesellschaft für herausragende wissenschaftliche Leistungen ausgezeichnet und ist Mitglied der Jungen Akademie an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina.

Carlos A. GebauerVortrag
Neuer Parlamentarismus: Zeit für eine Abgeordnetenhaftung

Alle Bereiche unserer Gesellschaft sind verrechtlicht. Alle? Nein. Einen rechtsfreien Raum gibt es: Das Parlament! Abgeordnete haften nicht für die Folgen ihrer Fehlentscheidungen. Anders als einen Schreiner, einen Arzt oder einen Reiseveranstalter treffen den Parlamentarier keinerlei persönliche Konsequenzen, wenn er inkompetente und schädliche Arbeit leistet. Und das, obwohl seine Entscheidungen meist sehr weittragend sind. Schlimmstenfalls wird er nicht wieder gewählt. Aber seine Rente ist ihm selbst dann noch sicher. Diese Lage rechtfertigt die Überlegung: Muss an dieser Stelle nicht etwas geändert werden? Ist es nicht Zeit für einen neuen Parlamentarismus? Welche Konsequenzen ergäben sich, würden Abgeordnete für ihre Gesetze haften müssen? Es wäre eine bessere Welt!

Carlos A. Gebauer studierte Philosophie, Neuere Geschichte, Sprach-, Rechts- und Musikwissenschaften. Neben seiner Tätigkeit als Rechtsanwalt und Fachanwalt für Medizinrecht in Düsseldorf ist er Richter im Zweiten Senat des Anwaltsgerichtshofes NRW und stellvertretender Vorsitzender der Friedrich A. von Hayek-Gesellschaft. Als Autor schrieb und schreibt er u. a. für die FAZ, die NJW, die ZRP, den Schweizer Monat, die Schweizerzeit, die Magazine Cicero und Pardon, Novo Argumente, The European und Der Hauptstadtbrief sowie als regelmäßiger Kolumnist für die Freie Presse Chemnitz, die Wirtschaftswoche und das Monatsmagazin eigentümlich frei. Im Lichtschlag Verlag erschienen seine Bücher "Warum wir alle reich sein könnten und wie unsere Politik das verhindert", "Der Gesundheitsaffront" und "Die Würde des Menschen im Gesundheitssystem" sowie im Finanzbuchverlag das Buch "Rettet Europa vor der EU".

Thomas GoiserVortrag
Talk NERDY to me!

Kompetenz vermitteln, Podiumsdiskussionen mit Wortmeldungen aufrollen, Fallstricke bei Speaker Engagements umschiffen. Wer viel weiß, will vieles sagen. Und sich aktiv einbringen. Zumindest manchmal. Und nur allzu oft geht das dann schief. Die Lösung: Erwartungsmanagement und arbeiten mit dem, was im Setting schon da ist – also den Möglichkeiten von Raum und Zeit. Aus der Arbeit mit Einzelpersonen und Organisationen (die meisten sind in besonders „erklärungsbedürftigen Bereichen“ tätig – also Bildung, Wissenschaft, Soziales) möchte ich ein paar Tipps zusammenfassen, wie man Schwellenängste überwindet, sich bei Diskussionen möglichst wirksam zu Wort meldet und auch danach (z.B. beim Buffet) weitere interessante Kontakte knüpfen kann. Egal, ob (gesellschafts-)politische oder Fachdiskussion, mit ein paar Kniffen lässt sich viel erreichen. Und wenn Du selbst mal als Referent angefragt bist, kannst du dir dein Vortragendenleben ebenfalls einfacher machen. Ich freue mich auf spannende Begegnungen!

Thomas Goiser ist selbstständiger PR- und Unternehmensberater in Wien, Autor und Lehrbeauftragter an mehreren Hochschulen in Österreich. Nach Studien der Rechtswissenschaften, MultiMediaArt und Public Relations sowie Risiko- und Sicherheitsmanagement beschäftigt er sich heute mit neuen Vermittlungs- und Lernformen, der Verknüpfung von interner und externer Kommunikation und Möglichkeiten zur Steigerung der Resilienz von Organisationen. 2015 hat er www.konferenzkathi.net gegründet, einen kostenlosen und kuratierten Business- und Eventkalender für den deutschsprachigen Raum. Seit kurzem studiert er wieder in einem MBA-Programm. Nachhaltige Entwicklung ist ihm ein Anliegen, er lebt autofrei und möglichst gesund. Bei Mensa Österreich leitet er die „FrühSIG“, die einmal monatlich ein anderes Wiener Kaffeehaus zum Frühstücken besucht.

Dipl.-Psych. Henriette GreischelVortrag
Anderes Land, andere Leute, anderer Mensch? Bedingungen und Wirkung schulischer Auslandsaufenthalte

Internationale Mobilität ist in den letzten Jahrzehnten zu einem zentralen Lebensbestandteil junger Menschen geworden, der zahlreiche Veränderungen und Herausforderungen mit sich bringen kann. Trotz der zunehmenden Popularität schulischer Auslandsaufenthalte wurden Bedingungen und Wirkungen dieser Lebenserfahrungen in der psychologischen Forschung bislang nur wenig beachtet. Wie wirkt sich ein einjähriger Auslandsaufenthalt an einer Gastschule auf die Schülerinnen und Schüler aus? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Längsschnittstudie PIRATS (Personality, Identity, and Relationship Experiences in Adolescent Trajectories) der Universität Jena. Im Rahmen eines prospektiven Kontrollgruppendesigns wurden 741 Schülerinnen und Schüler (etwa zwei Drittel nahmen an einem Schüleraustausch teil) im Alter von 14 bis 17 Jahren über 18 Monate hinweg mittels Online-Fragebögen zu fünf Messzeitpunkten befragt. Im Rahmen des Vortrags werden ausgewählte Ergebnisse zur Persönlichkeits- und Identitätsentwicklung (u.a. Greischel, Noack & Neyer, 2016) im Kontext internationaler Mobilitätserfahrungen präsentiert und die Frage „Wird man im Ausland ein anderer Mensch?“ aus psychologischer Perspektive erörtert.
Greischel, H., Noack, P. & Neyer, F. J. (2016). Sailing uncharted waters: Adolescent personality development and social relationship experiences during a year abroad. Journal of Youth and Adolescence. doi: 10.1007/s10964-016-0479-1

Henriette Greischel ist Diplom-Psychologin und seit 2013 leitende wissenschaftliche Mitarbeiterin im PIRATS Projekt (Personality, Identity, and Relationship Experiences in Adolescent Trajectories) der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Nach dem Studium in Leipzig und Binghamton/New York promoviert sie derzeit am Lehrstuhl für Differentielle Psychologie, Persönlichkeitspsychologie und Psychologische Diagnostik der FSU Jena bei Franz J. Neyer. Ihre Forschungsinteressen umfassen unter anderem Persönlichkeits- und Identitätsentwicklung im Jugendalter sowie die Entwicklung persönlicher sozialer Netzwerke.

Tobias GüntherVortrag
Der digitale Wandel: 3D Modellierung & 3D Printing

Der 3D-Druck ist zurzeit noch eine Nischentechnologie, bietet aber die Herstellung individueller Produkte und damit einen höheren Nutzen für den User. In geschätzten 1-2 Jahren wird die Landschaft um Anwendungen erweitert, die es den Menschen ermöglichen, 3D-Modelle mit Hilfe von 3D-Konfiguratoren zu designen und in einem Material der Wahl beim Copy-Shop um die Ecke auszudrucken. Ich werde in meinem Vortrag einen Entwurf der benötigten Fähigkeiten, Prozesse und Technologien vorstellen.

Seit 2014 Professor für Wirtschaftsinformatik an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg. Seit 2009 Geschäftsführer der Elaspix Unternehmergesellschaft „3D-Produktkonfiguratoren“. Seit 2005 ehrenamtliche Tätigkeit als Schiedsrichter und Jurymitglied bei der First-Lego-League und Robocup Dance. 2005-2009 Dozent für Informatik und Robotik Hochbegabtenförderung e.V. 2008 Recommind GmbH, Software-Entwickler Bereich Dokumentenverarbeitung, Rheinbach. 2004-2008 wissenschaftlicher Mitarbeiter und Promotion: Data mining in diagnostic charts and treatment outcome prediction for Vision Restoration Therapy, Otto-von-Guericke Universität Magdeburg. 2004 Diplomarbeit: Modeling and Parametrisation of Neuromorphic Vision Sensors in an ODE-driven Simulation Environment, Fraunhofer Gesellschaft, Institut für Autonome Intelligente Systeme, Sankt Augustin.

Dr. Markus GygerVortrag
Storytelling - Wie bringe ich meine Geschichte spannend auf den Punkt?

Geschichtenerzählen ist weit mehr als die abendliche Vorlesestunde mit unseren Kindern; das ganze Leben besteht aus Geschichten. Das Marketing hat schon vor einiger Zeit das „Storytelling“ als wirksame Werbemethode gefunden, aber auch im Privatleben und im Beruf hilft es ungemein, wenn man Inhalte spannend und überzeugend auf den Punkt bringen kann. Besonders dann, wenn es gilt, jemanden von einer Idee zu überzeugen: Meinen Chef von meinem neuen Konzept, meinen Traumarbeitgeber, dass ich der Richtige für die Stelle bin oder Freunde, dass mein Urlaub wirklich toll war. Was braucht eine gute Geschichte? Wie erzeuge ich einen Spannungsbogen? Welchen Einfluss hat das richtige Timing? In diesem Vortrag wird eine sehr einfache Struktur für gute Geschichten vorgestellt und mit Beispielen aus unterschiedlichen Kontexten auf Herz und Nieren geprüft.

Dr. Markus Gyger ist promovierter Biophysiker und arbeitet als freiberuflicher Trainer und Coach. Als solcher vermittelt er Berufseinsteigern und Nachwuchswissenschaftlern die nötigen Soft Skills für einen erfolgreichen Start in ihre Karriere. Seine Themengebiete reichen von Präsentationstechniken und Kommunikation über Projektmanagement bis zu Improvisationstheater-Techniken für den Wissenschafts- und Berufsalltag. Bei der MinD-Akademie ist er seit 2007 jedes Mal dabei gewesen und hat regelmäßig Workshops, Vorträge und Moderationen beigetragen und im Programmteam mitgewirkt.
Mehr Informationen unter: www.gyger-training.de

Bianca HankeVortrag
Reproduktion bei Haussäugetieren - let me tell you about the birds and the bees...

Wie funktioniert Fortpflanzung grundsätzlich? - Weiß ich, denken die meisten. Neben den Basics der Säugetiervermehrung soll es im Vortrag aber auch um die Formen moderner Tierzucht und -vermehrung gehen. Außerdem gibt es ein paar Kuriositäten und Fun Facts aus der Tierwelt. Was steckt hinter induzierter Ovulation und Ferkelproduktion, warum leiden Cavalier King Charles Spaniel unter Kopfschmerzen und was hat der Mensch damit zu tun?

Bianca Hanke, 1988 geboren in Hamburg, studierte von 2007 bis 2013 Veterinärmedizin in Hannover. Direkt im Anschluss startete die externe Dissertation in Göttingen und Hannover. Schwerpunktmäßig befasst sie sich in ihrer Arbeit mit Trächtigkeits-assoziierten Glykoproteinen bei Schafen und Ziegen. Die Reproduktionsbiologie und -medizin war immer eine Hassliebe und das Antreten der Dissertation in diesem Fachgebiet mindestens ironisch. Wenn sie nicht gerade herumdoktert, frönt sie der (selbstgemachten) Musik und dem Sport, von Tanzen bis Wassersport.

Dr. Sebastian HarrachVortrag
Einführung in das Natural Language Processing am Beispiel der Multidokumentzusammenfassung

Intensive Recherche ist heute für viele Tätigkeiten unerlässlich und unterliegt meist sehr engen Zeitvorgaben. Insbesondere bei Entscheidungsprozessen hat die Qualität der Rechercheergebnisse weitreichende Konsequenzen. Zugleich explodiert die Menge verfügbarer Dokumente und gerade elektronische Quellen werden immer komplexer, sind hochgradig heterogen und weisen eine sehr unterschiedliche Informationsqualität auf.
In diesem Vortrag wird es darum gehen, eine Einführung in das Natural Language Processing (=die Verarbeitung von natürlichsprachlichen Texten) zu geben. Es wird am Beispiel der Multidokumentzusammenfassung beschrieben, was die entsprechenden Technologien leisten können und sollen und an welchen Problemen aktuell geforscht wird. Die Frage, die im Zentrum stehen wird, ist: wie kann man aus heterogenen Textquellen mittels automatisierter Methoden strukturiertes Wissen extrahieren und aus diesem ein informatives und stilistisch homogenes Dossier aufbereiten.

Dr. Sebastian Harrach arbeitete zunächst als Unternehmensberater und promovierte anschließend in Technikphilosophie zu Machine Learning. Heute ist er an der TU Darmstadt als akademischer Geschäftsführer am Ubiquitous Knowledge Processing (UKP) Lab tätig. Das UKP beschäftigt sich ausschließlich mit Natural Language Processing, der Verarbeitung textuell vorliegender Sprache.

PD Dr. Oliver HerbortVortrag
Die erstaunliche Komplexität alltäglicher Bewegungen: Eine Herausforderung für unser Gehirn

Wir bewundern Menschen, die ihren Körper und ihre Bewegungen virtuos beherrschen. Wir sind fasziniert von Lionel Messis Fussballakrobatik, den spektakulären Stunts und Kämpfen von Bruce Lee oder Jackie Chan und der Perfektion von Pianisten wie Lang Lang. Allerdings steckt auch in unseren alltäglichen Bewegungen eine unglaubliche Komplexität. Jedes Mal, wenn wir etwa unser Smartphone benutzen oder eine Tasse greifen, muss unser Gehirn eine Reihe von komplizierten Problemen lösen. Dies geschieht größtenteils unbewusst und mit bemerkenswerter Effizienz. So reagieren wir blitzschnell (und erstaunlich clever) auf Veränderungen in der Umwelt und erweitern unseren Bewegungsspielraum stets durch vorausschauendes Handeln. Diese raffinierten Prozesse, die alltägliche Handlungen erst ermöglichen, unterstützen aber auch höhere kognitive Fähigkeiten und erlauben es so zum Beispiel, die Intentionen anderer zu verstehen.

Oliver Herbort forscht und lehrt am Lehrstuhl für kognitive Psychologie an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Er untersucht die Prozesse der Planung und Kontrolle zielgerichteter Bewegungen mit Hilfe von Experimenten und Computermodellen.

Prof. Dr. Thomas JunkerVortrag
Die Evolution der Phantasie: Warum wir ohne Kunst nicht leben können

Kinder singen und tanzen, sie malen Bilder und erzählen Geschichten – und sie tun dies freiwillig, mit großer Ernsthaftigkeit und mit Freude. Als Erwachsene führen sie ihre Spiele dann oft fort und wenn sie einem Publikum gefallen und vor der Kritik bestehen können, nennen wir sie Kunst. All dies ist so vertraut, dass man leicht übersieht, wie ungewöhnlich dieses Verhalten aus biologischer Sicht ist. Warum sind die künstlerischen Talente und Interessen in der Evolution entstanden? Haben sie einen direkten Nutzen für das Überleben oder entstanden sie als entbehrlicher Nebeneffekt? Sind es kulturelle Erfindungen oder reine Lusttechnologien? Und was bedeutet dies für die Zukunft der Kunst? Denn Evolution ist Wandel: Verhaltensweisen entstehen, verändern sich und können wieder verschwinden. Der Vortrag wird schildern, wie Evolutionsbiologen die Rätsel der Kunst zu lösen versuchen und ein neues Modell vorstellen.

Prof. Dr. Thomas Junker lehrt Geschichte der Biowissenschaften an der Universität Tübingen. Von 1992-1995 war er Mitherausgeber von Charles Darwins Briefwechsel in Cambridge (England) und Postdoc bei Ernst Mayr am Department of the History of Science der Harvard University. Er hat zahlreiche Bücher und Artikel zur Geschichte und Theorie der Evolutionsbiologie und Anthropologie veröffentlicht. Aktuelle Publikation: Thomas Junker. Die Evolution der Phantasie: Wie der Mensch zum Künstler wurde. Stuttgart: S. Hirzel, 2013.

Prof. Dr. Raffael KalischVortrag
Resilienz

„Resilienz“ ist dabei, eine ähnliche Karriere in den großen Publikumsmedien und in der Ratgeberliteratur zu machen wie vormals „Stress“, „Burnout“ oder „Depression“. Gleichzeitig floriert eine Seminar- und Coaching-Szene, deren Protagonisten versprechen, uns widerstandsfähiger gegen Belastungen und fit für unseren stressigen Alltag zu machen. Große Firmen wittern die Chance zum Abbau von Krankheitstagen und zum noch effizienteren Einsatz von Mitarbeiter/innen. Was steckt dahinter? In der Veranstaltung wird der Resilienzbegriff aus wissenschaftlicher Perspektive beleuchtet; gesicherte Erkenntnisse und neueste Forschungsansätze - auch aus der Neurobiologie - werden vorgestellt. Resilienz, richtig verstanden und seriös beforscht, bietet ein neues, vielversprechendes Paradigma für die Verbesserung der mentalen Gesundheit und der Lebensqualität der Bevölkerung, mit zahlreichen Anknüpfungspunkten zur eigenen Lebensbewältigung.

Studium der Humanbiologie in Marburg und Paris. Doktorarbeit im Bereich der Hochfeld-Bildgebung an einem Tiermodell der Angst am Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München. Postdoktorand am Functional Imaging Laboratory (FIL) des Wellcome Departments for Neuroimaging, University College London. Leiter einer Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe der DFG am Institut für Systemische Neurowissenschaften des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf. Professor für Human Neuroimaging und Leiter des Neuroimaging Center (NIC) an der Universitätsmedizin Mainz. Gründungsmitglied des Deutschen Resilienz-Zentrums Mainz (DRZ), Sprecher der International Resilience Alliance intresa.

Werner KonikVortrag
Was kostet ein Mensch - Der Weg durch den Eisernen Vorhang

Dies ist die kurze Geschichte eines jungen Mannes, der schicksalhaft als Leibeigener geboren wurde und sich in die Freiheit kämpfte. Wir folgen seinem langen und gewundenen Weg von Ost- nach Westdeutschland während des Kalten Krieges. Im Angesicht von Unrecht und Unterdrückung traf er harte Entscheidungen und ließ alles zurück. Nach Jahren der Auflehnung und politischer Haft in 12 kommunistischen Gefängnissen wurde er schließlich wie ein Sklave verkauft. Er begann 1981 ein neues Leben. Sie hören die Geschichte einer Reise im 20. Jahrhundert von kommunistischer Gewaltherrschaft in demokratische Freiheit.

Geboren 1955 in der DDR
Stasi-Haft 1979
Freigekauft 1981
Berufliche Karriere bis 2009 bei SAP
Ausgedehnte dienstliche Auslandsaufenthalte in Australien und Asien
Private Reisen in über 40 Länder
Ausbildung als Coach
Privatier seit 2010
Ehrenamtlicher Schöffe und Jugendbetreuer
Zeitzeuge der Gedenkstätte Hohenschönhausen, Berlin
Mitglied bei Mensa, Triple Nine Society, Firelist Subscriber (The Prometheus Society)

Sören KöserVortrag
Auf dem schnellsten Weg

Navigationssysteme benutzen heute nahezu alle. Doch welche Algorithmen stecken hinter der Routenplanung? Wie berechnet man die kürzeste, schnellste oder landschaftlich schönste Strecke? Oder "Alternativrouten" - was auch immer das sein mag? Der Vortrag gibt einen Überblick über die verwendeten Algorithmen, zeigt, wie man bessere und schnellere Ergebnisse erzielen kann, und beleuchtet weitere Anwendungsbereiche für diese Verfahren.

Sören Köser, Jahrgang 1977, ist Diplom-Wirtschaftsinformatiker und arbeitet seit 2001 als Softwareentwickler und -architekt für ein großes deutsches Marktforschungsunternehmen im Bereich Geoinformatik. Seine Freizeit teilt er (zu ungleichen Teilen) zwischen seiner Tochter, der Redaktion des MinD-Magazins und der Inszenierung eines Theaterstückes auf.

Dr. Sara KöserVortrag
Nur die Besten! Personalauswahl als wichtiger Schritt auf dem beruflichen Weg

Wenn Personen gut zu ihrer Arbeitsstelle passen, ist das ein Gewinn für alle Beteiligten. Um eine passende Person für eine freie Stelle zu finden, lassen sich Personalverantwortliche vieles einfallen: von der internen Stellenausschreibung bis hin zum Headhunter und vom kurzen Gespräch bis hin zum mehrtätigen Assessment-Center. Als empirisch fundierter Königsweg gelten derzeit strukturierte Auswahlverfahren, bei denen die Auswahlkriterien verbindlich und das Verfahren für jede Bewerberin und jeden Bewerber gleich sind. Durch die hohe Strukturierung wird ein objektives und valides Urteil möglich. Wenn zudem verschiedene Aufgaben und Fragen für das Verfahren sorgfältig ausgewählt werden, wird ein umfassendes Kompetenzprofil sichtbar. Fast trotzig wirken da diejenigen, die nach einem unstrukturierten Gespräch aus dem Bauch heraus ihre Personalentscheidung treffen - aber auch dieses Vorgehen wird beworben und verteidigt. Alles mit dem Ziel, den oder die Beste zu finden. Wie Bewerbungssituationen durch die Verantwortlichen gestaltet werden und was das für die Bewerberinnen und Bewerber bedeutet, ist Gegenstand dieses Vortrags.

Dr. Sara Köser beschäftigt sich tagtäglich mit strukturierten Auswahlverfahren. Die Diplompsychologin studierte an der Universität Heidelberg und promovierte an den Universitäten Bern (Schweiz) und Trondheim (Norwegen). Zunächst forschte und lehrte sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Fernuniversität in Hagen und der Universität Mannheim. Dann wechselte sie die Seiten und ist nun Referentin für Personalentwicklung am KIT. Hier ist sie für die Konzeption und Implementierung von eignungsdiagnostischen Elementen in Berufungsverfahren zuständig, in denen überfachliche Kompetenzen wie Führungskompetenz oder Motivation der angehenden Professorinnen und Professoren abgebildet werden.

TeeKay KreissigSonstiges
Transient Societies - von Migration und Flucht zu Integration, Empowerment und Partizipation

Nie zuvor waren mehr Menschen in Bewegung. Ob als freiwillig oder unfreiwillig Reisende, als Flüchtende oder Touristen, ob als Menschen, die auf der Suche nach etwas Besserem sind oder nur dem Schlimmsten entgehen wollen: das 21. Jahrhundert bewegt Menschen physisch und psychisch. Im Rahmen dieser Paneldiskussion werden Neuankömmlinge in Deutschland über ihre unterschiedlichen Erfahrungen berichten und als Ansprechpartner für die verschiedenen Initiativen der Refugee Academy zur Verfügung stehen. Refugee Academy – erfolgreiche Lernerlebnisse für Geflüchtete – Empowerment und Partizipation. Das Prinzip der „Refugee Academy“ ist bestechend einfach. Bildung ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Integration. Die vielfältigen Potentiale und Fähigkeiten der Geflüchteten werden schon kurz nach ihrer Ankunft in Deutschland erkannt, gefördert, entwickelt und konstruktiv eingebracht. So wird die unnötige, frustrierende und demotivierende Phase der Untätigkeit und Abkapselung in den Unterkünften vermieden. Unsere Vision: Eine Gesellschaft, in der Menschen aus anderen Kulturkreisen sozial und materiell voll integriert sind und ihre Fähigkeiten zum Wohle aller optimal entfalten können. Weitere Infos unter http://www.refugeeacademy.de/

TeeKay engagiert sich seit 2016 im Rahmen der von ihm gegründeten Refugee Academy für die schnelle Integration und das Empowerment von Geflüchteten. Der studierte Psychologe (TU Berlin) verfügt über einen reichen Erfahrungsschatz im Bereich interkultureller Begegnungen, den er zunächst als erfolgreicher Theaterregisseur und Eventkonzepter umgesetzt hat. Als Berater und Projektentwickler konzipiert er für unterschiedliche Auftraggeber und Institutionen interdisziplinäre Programme mit hoher Nachhaltigkeit. Als Coach trainiert und entwickelt er die kommunikativen und kreativen Fähigkeiten von Wissenschaftlern, Geschäftsleuten, Studenten, Professoren und Künstlern im In- und Ausland. Er unterstützt und fördert Teambuilding- und Change-Management-Prozesse mit einer breiten Methodenpalette und ist als freischaffender Dozent Gast bei vielen Unternehmen, Universitäten und Verbänden. Zu seinen Klienten gehören u.a. das IPK Fraunhofer Institut in Berlin, die Leuphana University in Lüneburg, Common Purpose Deutschland sowie die Lift Innovations-Konferenz in Genf. Er konzipierte zahlreiche Projekte mit Jugendlichen und Erwachsenen in multilingualen Kontexten (u.a. für die Stiftung Mercator mit je zehn jungen Erwachsenen aus zehn Neu-EU-Mitgliedstaaten) und ist Spezialist für niedrigschwellige, pragmatische interkulturelle Veranstaltungen, mit denen er Menschen aus verschiedensten sozialen Schichten, ethnischen und sprachlichen Hintergründen zusammenführt. So brachte er mit seiner Aktion „Dance the Cranko“ 2007 in Stuttgart eine ganze Stadt zum Tanzen: von Jung bis Alt, vom VIP bis zum Nobody, vom Sportler bis zum IT’ler und Verwaltungsangestellten gelang es ihm, die Landeshaupstadt nachhaltig zu begeistern.

Dr. Jörg KunzeVortrag
Kamera: Photon trifft Silizium

Das Licht ist an. Viele kleine Photonen wuseln durch den Raum. Ein paar davon flutschen durch ein Objektiv und landen in einer Kamera. Dort betreten sie neugierig ein Stück Silizium. Das nennen wir einen Chip. Und da drin treffen sie auf kleine Elektronen. Die Elektronen stecken gerade im Stau fest und kommen nicht vorwärts. Ein sanfter Schubser des Photons wirft sie auf eine andere Fahrspur und schon haben sie freie Fahrt. Doch wo geht die Fahrt hin? Das kann man festlegen, indem man winzige Mengen an Elektronenlock- oder Ekelstoffen in das Silizium mit einbaut. Dann wollen die Elektronen entweder hin oder aber möglichst weit weg. Damit lassen sich die Elektronen zusammenpferchen wie eine kleine Herde. Die zählt man durch und daraus entsteht ein Pixelwert. Viele Elektronen bedeutet viel Licht. Dafür braucht man einen Transistor. Und der funktioniert genau nach den gleichen Prinzipien. Nämlich mit Elektronen, die angelockt oder weggescheucht werden. Und so entsteht ein digitales Bild in einer Kamera.

Jörg Kunze ist in der Schweiz geboren als Sohn einer Österreicherin und eines Sachsen. Er ist im Saarland aufgewachsen, hat in Kiel Physik studiert und in Hamburg promoviert. Aktuell leitet er ein Forschungsteam bei dem Kamerahersteller Basler AG in Ahrensburg und entwickelt dort neue Technologien, neue Patente und Studenten als neue Mitarbeiter.

Dr. Claudia LangoschVortrag
Irrwege sind auch Wege?!

Wohin will ich gehen? Was will ich in meinem Leben erreichen? Soll ich das machen, was mir Spaß macht? Oder lieber das, von dem alle sagen, dass es Geld bringt? Ob es um den Studienplatz nach dem Abitur, eine Spezialisierung im Studium oder einen Karriereweg im Berufsleben geht - die meisten von uns müssen sich irgendwann festlegen. Doch wie kann ich eine gute Entscheidung treffen? Mit dem Kopf? Oder doch lieber aus dem Bauch heraus? Um diese für unser Leben und unsere Entscheidungen wichtigen Fragen geht es in dem interaktiven Vortrag. Er untersucht, welche Antworten auf diese Fragen die Philosophie, Psychologie und Soziologie geben. In einem zweiten Teil werden die TeilnehmerInnen selbst aktiv und erarbeiten ihre eigenen Antworten.

Dr. Claudia Langosch studierte Sprechwissenschaften in Halle und promovierte über Predigtrhetorik im 18. Jahrhundert. Seit ihrem Studium ist sie als Trainerin und Dozentin in Kommunikations- und Rhetoriktrainings tätig. In einem Projekt zur Förderung von Frauen in Wissenschaft und Wirtschaft begleitete sie Studentinnen auf der Suche nach einem Arbeitsplatz oder einer Promotionsstelle. Während ihrer Tätigkeit bei der Kabel Deutschland Kundenbetreuung GmbH unterstützte sie Manager bei der Suche nach ihrem Karriereweg. Seit 2015 ist Dr. Claudia Langosch selbständig als Trainerin und Coach tätig.

Prof. Dr. Barbara MertinsVortrag
Wie Sprache unsere Weltsicht bestimmt

Wie hängen Sprache und Denken zusammen? Werden unsere Gedanken von sprachlichen Strukturen unserer Muttersprache mitgeformt oder gar determiniert? Oder sollen wir eher davon ausgehen, dass unsere Gedanken von Sprache unabhängig sind, sprich als eine wortlose Gedankensprache zu betrachten sind, die erst durch Kommunikation in eine konkrete (sprachspezifische) Wortabfolge übersetzt wird? Die Erforschung dieser Fragen hat eine lange Tradition in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen, die zwischen Linguistik, Anthropologie, Psychologie, Philosophie und in letzter Zeit auch Psycholinguistik und Kognitionswissenschaft angesiedelt sind. Es soll betont werden, dass es trotz der langjährigen, intensiven und zunehmend interdisziplinär angelegten Untersuchungen zur Beziehung von Sprache und Denken keinen Konsensus unter den Wissenschaftlern darüber gibt, wie Sprache und Denken zusammenhängen. In diesem Beitrag wird die Position vertreten, dass die Struktur bzw. die Grammatik unserer Muttersprache entscheidend dafür ist, wie Informationen visuell aufgenommen, verarbeitet und in Sprache umgesetzt werden. Es werden empirisch gestützte Daten aus linguistischen sowie Blickbewegungs- und Gedächtnisstudien präsentiert. Die Ergebnisse der Studien zeigen eindeutig, dass in Verbindung mit sprachlichen Präferenzen auch visuelle Aufmerksamkeitsstrukturen sowie Erinnerungsvermögen variieren. Mit anderen Worten, die Muster des Blickbewegungsverhaltens bestätigen die in der sprachlichen Darstellung beobachteten Kontraste.

Prof. Dr. Barbara Mertins ist seit August 2015 Professorin für Linguistik des Deutschen mit dem Schwerpunkt empirische und experimentelle Linguistik am Institut für deutsche Sprache und Literatur an der TU Dortmund. Der Schwerpunkt ihrer Forschung liegt auf psycholinguistischen Themen: Sie forscht zum Zusammenhang zwischen sprachlichen Strukturen, mentalen Prozessen und der Art und Weise, wie vor allem grammatisches Wissen verarbeitet und repräsentiert wird. Dabei interessiert sie sich insbesondere für die Sprachproduktion von bilingualen und multilingualen Sprechern sowie für verschiedene Sprachstörungen, z.B. Aphasie. In ihrer Vorgehensweise verwendet Frau Mertins vorwiegend experimentell ausgerichtete Techniken der chronometrischen Datenerfassung und Blickbewegungsaufnahmen (Eye-Tracking). Nach dem Studium der Sprachwissenschaft (mit Schwerpunkt Neurolinguistik), Philosophie und deutschen Literatur an den Universitäten Prag, Freiburg im Breisgau, Basel und Strasbourg forschte die gebürtige Tschechin am Max-Planck-Institut für Psycholinguistik in Nijmegen und wurde 2004 von der Radboud Universität Nijmegen mit einer Arbeit über den Ausdruck der Simultanität im Zweitspracherwerb promoviert. Von 2005 bis 2014 forschte und lehrte sie an der Universität Heidelberg am Institut für Deutsch als Fremdsprachenphilologie. Im Dezember 2012 habilitierte sie zum Thema Sprache und Kognition an der Neuphilologischen Fakultät der Universität Heidelberg. Für ihre Arbeiten wurde sie 2007 mit dem Klaus-Georg und Sigrid Hengstberger Preis für exzellente Nachwuchswissenschaftler ausgezeichnet. Im akademischen Jahr 2010-2011 forschte sie innerhalb einer von Cathrine Fabricius Hansen eingeladenen Gruppe am renommierten Center for Advanced Study an der Norwegischen Akademie der Wissenschaften in Oslo. Für ihre Lehre wurde sie im Jahre 2010 von der Fachschaft des Instituts für Deutsch als Fremdsprachenphilologie der Universität Heidelberg für den Ars-Legendi-Preis für exzellente Hochschullehre in den Geisteswissenschaften nominiert. Frau Mertins ist verheiratet und hat zwei bilingual aufwachsende Kinder.

MHN-TheatergruppeSonstiges
Aufführung des Stücks „Elite 1.1“ von John von Düffel

Die Wege sechs erfolgsverwöhnter Menschen kreuzen sich und sie gelangen an ihren persönlichen Wendepunkt: Sybille ist Fernsehmoderatorin, für ihren Job ist perfektes Aussehen wichtig. Hendrik, Schönheitschirurg, lebt für sein geniales Meisterwerk. Isabell ist Unternehmensberaterin und liebt ihre schnelle und abwechslungsreiche Arbeit in allen Teilen der Welt. Thomas ist Redakteur, ein kreativer und begeisterungsfähiger Mensch, der für seine Reportagen schon Preise gewonnen hat. Angelika, Mitte 20, die Chefin der Redaktion, engagiert, hat große Pläne. Benjamin, Ex-Sportler, Ex-Anwalt arbeitet in seinen jungen Jahren an seiner nächsten Karriere als Autor. Alle gehören zur „Elite“, alle haben viel erreicht und sind auf dem Höhepunkt ihrer Karriere. Doch was folgt darauf?

Die Leiterin der MHN-Theatergruppe Regina Dresler ist ausgebildete Theaterpädagogin BuT®. Sie arbeitet seit Jahren freiberuflich sowohl mit Jugendlichen als auch Erwachsenen in verschiedenen Kontexten und mit unterschiedlichen Methoden. Bei MHN hat sie schon verschiedene Seminare im Theaterbereich angeboten. Dieses Jahr fand zum dritten Mal eine Theatergruppe bei MHN statt, die sie geleitet und bei der sie Regie geführt hat. Als Schauspieler sind dieses Mal mit dabei: Alex Scivos, Gesa Ruge, Jan Hegemann, Jasmin Mohr, Katharina Busch und Michael Engler. Aufführungsrechte beim Rowohlt Theater Verlag, Reinbek bei Hamburg.

Jan NeuhausWorkshop
Zwischen den zwei Kulturen

1959 prägte C.P. Snow den Begriff der zwei Kulturen. Gemeint sind die geisteswissenschaftlich-literarische sowie die naturwissenschaftlich-technische Kultur, deren Träger, wie Snow kritisch feststellte, oft nicht einmal die grundlegendsten Begriffe miteinander teilen. Das können wir besser! Um die begrenzte Zeit des Workshops voll nutzen zu können, solltet Ihr Euch als Natur- oder Geisteswissenschaftler anmelden und idealerweise einen grundlegenden Begriff Eures Feldes schon mitbringen, den Ihr für wichtig genug haltet, Ihn Eurem Gegenüber verdeutlichen zu wollen. Und einen Begriff eines anderen Feldes, den Ihr gerne einmal näher erklärt hättet. Z.B.: „Historiker legen großen Wert auf Quellenkritik, weil… - Und was hat es eigentlich genau mit dieser Unschärferelation auf sich?“ „Der Punkt, an dem zwei Themengebiete, zwei Disziplinen, zwei Kulturen - zwei Galaxien, könnte man auch sagen - zusammenstoßen, sollte kreative Gelegenheiten erzeugen“ C.P. Snow, The Two Cultures

Geboren 1981 in Bremen, verweigerte Jan Neuhaus den Kindergartenbesuch aus ästhetischen Gründen, besuchte verschiedene Grundschulen sowie eine Waldorfschule, wechselte nach der 5. Klasse aufs Gymnasium, welches er 2001 erfolgreich hinter sich ließ. Nach einer kurzen Afrikareise studierte er Archäometrie und angewandte Naturwissenschaften an der Bergakademie Freiberg bis zur Einstellung des ersteren Studienganges. Nach der Rückkehr aus Bolivien und Peru ein halbes Jahr später begann er eher spontan das Medizinstudium in Bonn, welches er dann trotz starker Neigung zur Archäologie, Astronomie, Biologie, Paläontologie und Prokrastination auch tatsächlich 2011 vollendete. Darauf folgte ein einjähriges Intermezzo als Grafikbastler in einem Reisebüro sowie drei Jahre als Assistenzarzt in der Akutpsychiatrie. Aktuell arbeitet er seit ca. eineinhalb Jahren als Berater bei der Informationszentrale gegen Vergiftungen der Uniklinik Bonn.

Jan NeuhausVortrag
Wählen Sie Ihr Gift

Was tun bei Vergiftung? Und was tun, damit es gar nicht erst dazu kommt? Anhand illustrer Beispiele berichtet Jan Neuhaus, wie man es nicht macht.

Geboren 1981 in Bremen, verweigerte Jan Neuhaus den Kindergartenbesuch aus ästhetischen Gründen, besuchte verschiedene Grundschulen sowie eine Waldorfschule, wechselte nach der 5. Klasse aufs Gymnasium, welches er 2001 erfolgreich hinter sich ließ. Nach einer kurzen Afrikareise studierte er Archäometrie und angewandte Naturwissenschaften an der Bergakademie Freiberg bis zur Einstellung des ersteren Studienganges. Nach der Rückkehr aus Bolivien und Peru ein halbes Jahr später begann er eher spontan das Medizinstudium in Bonn, welches er dann trotz starker Neigung zur Archäologie, Astronomie, Biologie, Paläontologie und Prokrastination auch tatsächlich 2011 vollendete. Darauf folgte ein einjähriges Intermezzo als Grafikbastler in einem Reisebüro sowie drei Jahre als Assistenzarzt in der Akutpsychiatrie. Aktuell arbeitet er seit ca. eineinhalb Jahren als Berater bei der Informationszentrale gegen Vergiftungen der Uniklinik Bonn.

Jennifer NicolayVortrag
Islamic Banking und CSR - neue Chancen für ethisches Wirtschaften?

Islamisches Finanzwesen wird häufig verkürzend mit Zinsverbot und dem Nischenmarkt Islamic Banking verbunden. Das Scharia-konforme Wirtschaften gibt aber wesentlich komplexere Regeln vor. Wer hier nur an Einschränkungen denkt, liegt weit daneben. Islamisches Finanzwesen beinhaltet zahlreiche Handlungsnormen, die die Wirtschaft menschlich machen sollen. Hier geht es sowohl um eine Abgrenzung vom westlichen Prinzip des 'homo oeconomicus' als auch um eine Implementierung von universellen Werten. Die ganzheitliche Einbettung der Wirtschaft in eine Gesellschaftsordnung weist auch auf Chancen für das konventionelle Wirtschaftssystem hin. Ähnliche Ziele verfolgen die UN-weit verabredeten Sustainable Development Goals, die sich nicht zuletzt auch in der EU-Verordnung für CSR-Berichterstattung praktisch wiederfinden. Ein Vergleich zeigt zugleich Chancen und Herausforderungen auf, denen sich unsere Gesellschaft im Wirtschaftssystem stellen muss. In meinem Vortrag werde ich die Prinzipien des islamischen Finanzwesens erläutern, im Rahmen unseres westlichen Marktsystems einordnen und gezielt auf die Synergien eingehen, die sich aus dem islamischen Finanzwesen und CSR-Strategien ergeben.

Jennifer Nicolay ist seit 2014 Vorsitzende der wirtschaftsethischen Initiative sneep e.V. Sie legte bereits während ihres Studiums in Köln und Münster (Spanisch, Philosophie; Physik; interkulturelle Pädagogik) ihren Studienschwerpunkt auf Ethik und prospektive Verantwortung in Wirtschaft und Unternehmen. Seit 2016 studiert sie Wirtschaftsinformatik in Hagen. In akademischen Publikationen beschäftigt sie sich mit dem Forschungsschwerpunkt ethischen Finanzwesens und CSR. Seit 2014 ist sie als wissenschaftliche Redakteurin und Beraterin im Bereich Nachhaltigkeitsberichterstattung und CSR in Münster tätig. Sie ist Autorin und Herausgeberin einschlägiger wirtschaftsethischer Publikationen. Im akademischen Jahr 2010/2011 war sie als Stipendiatin des DAAD als Fremdsprachenassistentin in Spanien tätig.

Frauke NiehuesVortrag
Hoch- und Höchstbegabung: Herausforderungen und Lösungen außerhalb der Norm

In der Wissenschaft gibt es zwei widerstreitende Meinungen bzgl. der Auswirkungen von Hochbegabung. Während die eine Seite betont, dass Hochbegabte psychisch gesünder sind und sich kaum von Normalbegabten unterscheiden, vertritt die andere Seite die Auffassung, dass Hochbegabung mit besonderen Herausforderungen und Defiziten einhergeht. Beide Sichtweisen sind in ihrer Radikalität nicht haltbar und haben deutliche Auswirkungen auf den Alltag und die Lösungsfindung für Hochbegabte. So erhalten Hochbegabte einerseits oft nur unzureichende Unterstützung, andererseits werden sie psychiatrisch so häufig fehldiagnostiziert, dass die American Psychiatric Association, welche das weltweit renommierteste Klassifikationssystem für psychische Krankheiten herausgibt, bei Hochbegabung mittlerweile vor bestimmten Diagnosen warnt. Um diesen Fallen zu entkommen, werden fernab von Klischees und Schulenstreit, sondern abgeleitet aus den mit Intelligenz einhergehenden Merkmalen, ernstzunehmenden Studien und der langjährigen Erfahrung aus Psychotherapie und Beratung von Hoch- und Höchstbegabten, die realen Herausforderungen besprochen und praxiserprobte Lösungsmöglichkeiten vorgestellt.

Frauke Niehues ist selbst Mensamitglied. Sie führt eine psychotherapeutische Praxis und ist als Dozentin und Supervisorin für mehrere Universitäten, Gesellschaften und Institute tätig. Sie ist u.a. Diplom-Psychologin, approbierte Verhaltenstherapeutin, Hypnotherapeutin und Trainerin emotionaler Kompetenzen. Parallel zur Arbeit im klinischen Bereich ist sie mit ihrer Firma „Kompass“ in der Personal- und Organisationsentwicklung tätig und berät Mitarbeiter und Führungskräfte. Ihre Schwerpunkte hierbei sind Emotionsmanagement, Resilienz, Gesprächsführung und Beratung bei Hochbegabung. Durch diese perspektivische Vielfalt verbindet sie Sichtweisen und Lösungswissen besonders realitäts- und lösungsorientiert.

Anet NyffelerVortrag
Social Media Analytics - Treiber eines Paradigmenwechsel in der Online-Unternehmenskommunikation

Neue Analysemethoden für textbasierte Kommunikation im Internet ermöglichen es den Unternehmen, in Echtzeit ihren Anspruchsgruppen zuzuhören und ihre Bedürfnisse besser wahrzunehmen: Social Listening. Dies verändert die strategische Kommunikation und das Kommunikationsmanagement fundamental, hin zu einer flexibleren Dialogkommunikation. Gleichzeitig gewinnen die Marke (Brand) und die über alle Kommunikationsbereiche geltenden Kernthemen des Unternehmens an Bedeutung. Neue Rollen, Muster und Dynamiken entstehen: Employee Advocacy adressiert die Rolle der Mitarbeitenden als Kommunikatoren im Sinne des Unternehmens. Crowd Sourcing bezieht die Kunden auf unternehmenseigenen Plattformen in Geschäftsprozesse wie Innovation mit ein. Shareability ist ein Maßstab dafür, wie leicht sich Inhalte in den sozialen Netzen weiterverbreiten lassen. Mit Digital Influencern (digitale Kuratoren) werden besonders enge Beziehungen gepflegt, weil sie Multiplikatoren der Unternehmensinhalte sein können. In Zusammenarbeit mit den Kunden entstehen neue Genres wie User-generated Content-Geschichten. Der Vortrag vermittelt einen Überblick über die aktuellen Positionen, Forschungsperspektiven, Entwicklungen und Implikationen für die Unternehmenskommunikation.

Anet Nyffeler schloss im Frühjahr 2016 ihr Masterstudium in Angewandter Linguistik und Organisationskommunikation an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ab. In den 1980er Jahren studierte sie Media Arts am Massachusetts College of Art and Design in Boston, USA. Sie arbeitete als Medienkünstlerin, Broadcast Video Editor, Journalistin, Dokumentarfilmautorin, Corporate Film Realisatorin, Produzentin. Ihre Werke wurden auf nationalen und internationalen Festivals, im Schweizer Fernsehen und in ausgewählten Kinos gezeigt. Als Dozentin unterrichtete sie an der Zürcher Hochschule der Künste in Zürich und als Ausbildnerin am Schweizer Fernsehen/technology production center tpc ag. Kommunikationsprojekte realisiert sie für Branchen wie Informations- und Kommunikationstechnologie, Detailhandel, Medien, Finanzwirtschaft, Immobilien, Bildung, Kultur. Neu beschäftigt sie sich mit Kommunikations- und Medienwissenschaft. Sie beleuchtet und erforscht aktuelle Themen der Online- und Unternehmenskommunikation.

Ann-Christin PoserVortrag
Das visuelle System

Die Frage, wie genau visuelle Wahrnehmung funktioniert, beschäftigt die Menschheit schon seit der Antike. Dass die Augen etwas damit zu tun haben, dürfte vielen bekannt sein. Aber was passiert mit den Informationen, die im Auge ankommen? Wie genau kommt das Bild in den Kopf? Und kann man das überhaupt so sagen? Der Vortrag gibt einen Überblick darüber, welche Wege und Kreuzungen es in unserem visuellen System gibt und nach welchen Prinzipien unsere Wahrnehmung funktioniert. Denn so viel sei verraten: das Bild im Kopf ist manchmal nicht das, was wirklich da ist, sondern das, von dem unser Gehirn möchte, das wir es sehen.

Ann-Christin Poser kommt aus dem Ruhrgebiet. Nachdem sie den Plan, Medizin studieren zu wollen, nach einem Freiwilligen Sozialen Jahr und einem Jahr Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin aufgegeben hat, beschäftigt sie sich seit Beginn ihres Studiums an der TU Dortmund 2013 in Seminaren und im Rahmen ihrer Anstellung am Lehrstuhl Rehabilitation und Pädagogik bei Blindheit und Sehbehinderung mit Fragen rund um das Sehen und Nichtsehen. Neben dem Förderschwerpunkt Sehen umfasst ihr Sonderpädagogikstudium die Fächer Musik, Mathematik, Bildungswissenschaften und den zweiten Förderschwerpunkt körperlich-motorische Entwicklung.

Dr. Alexander PundtVortrag
Humor - Ein Weg für die Führung?

Humor spielt im Alltag vieler Menschen eine große Rolle - wissenschaftlich ist er jedoch schwer zu fassen. In zwischenmenschlichen Beziehungen dient Humor vor allem als Eisbrecher – sei es beim Anbahnen von Beziehungen oder auch um Spannungen, Konflikte oder Beziehungsprobleme zu lösen. Fraglich ist jedoch, ob Humor auch im eher seriös wirkenden Arbeitsleben eine Rolle spielen kann – nicht umsonst spricht man hier häufig vom „Ernst des Lebens“. Speziell Führungskräfte stehen häufig vor der Frage, ob sie Humor bei der Führung einsetzen sollten oder lieber nicht. In Comedy-Serien wie z.B. Stromberg finden sich im Hinblick auf Humor in der Führung nicht gerade leuchtende Vorbilder, und auch die Ratgeber sind sich in dieser Hinsicht nicht einig und stiften mehr Verwirrung als dass sie aufklären. Im Vortrag versuche ich, die Rolle von Humor in der Führung greifbar zu machen, gehe dabei auf aktuelle Erkenntnisse der (nicht immer nur lustigen) sozial- und organisationspsychologischen Humorforschung ein und stelle auch eigene Arbeiten speziell zum Humor in der Führung vor. Speziell geht es mir dabei um die Frage, welche Konsequenzen Humor in der Führung haben kann, wofür er nützlich oder auch schädlich ist und welche Bedingungen dafür erfüllt sein müssen.

Dr. Alexander Pundt ist Arbeits- und Organisationspsychologe und arbeitet derzeit an der Universität Mannheim an seiner Habilitation. Er ist in Mecklenburg aufgewachsen, hat 1997 bis 2003 an der Universität Leipzig studiert und wurde 2010 an der Universität Rostock zum Dr. rer. pol. promoviert. Neben Humor beschäftigt er sich in seiner Forschung allgemein mit dem Verhalten von Führungskräften, mit Gesundheit und Wohlbefinden in Organisationen sowie mit Kreativität und Innovation in Organisationen.

Prof. Dr. Antje RoggenkampVortrag
Christliche Gottesbilder zwischen Wendepunkten und Wegkreuzungen

Können Sie sich vorstellen, dass auch im Christentum das Bilderverbot eine große Rolle gespielt hat? Ist Ihnen bekannt, dass es Jahrhunderte dauerte, bis sich Künstler trauten, Jesus auch als Menschen darzustellen? Wussten Sie, dass es lange gedauert hat, bis Jesus auch in den Kirchen am Kreuz hängen durfte? Und haben Sie sich schon einmal gefragt, wie Sie eigentlich selbst Gott darstellen würden? Der Vortrag entwickelt die spannungsvolle, hoch interessante Geschichte der Darstellungen des menschlichen Jesusbildes seit den Anfängen der Christenheit. Er fragt nach dem Weg, den das christliche Gottesbild seit der Antike bei Menschen und Künstlern genommen hat, und beschäftigt sich mit der Frage, ob und wie wir uns heute Gott vorstellen können. Welche Menschen haben die römischen Katakomben besucht, warum haben sie dort Jesus als Hirten gemalt? Was trieb Künstler dazu, Jesus als Weltherrscher zu malen oder ihn als unnahbaren König darzustellen? Und welche Überlegungen führten im Mittelalter wiederum dazu, in Jesus ausschließlich den leidenden Gott zu sehen? Wie stellen sich Menschen einen leidenden Gott vor? Was geschieht in der Reformationszeit mit diesen Bildern? Werden sie alle zerstört? Entstehen neue Jesusbilder, vollzieht sich ein Medienwechsel? Wie sieht die weitere Entwicklung aus? Gibt es Zeiten, in denen Künstler Jesus häufiger oder seltener gemalt haben? Gibt es noch moderne Jesusbilder? Und wo hängen sie? In Privathaushalten, Museen oder Kirchen? Künstler haben immer auch politische Aussagen mit ihren Jesusbildern formuliert. An ausgewählten christlichen Gottesbildern wird diese Entwicklung allgemeinverständlich nachgezeichnet.

Antje Roggenkamp ist Romanistin und Theologin und interessiert sich seit langem für den Zusammenhang von Kunst und Theologie. Schon in ihrer Doktorarbeit hat sie sich mit einem französischen Schriftsteller, André Gide, beschäftigt, der der modernen Literatur wichtige Impulse gerade durch seine Auseinandersetzung mit der traditionellen, von ihm kritisch betrachteten christlichen Religion gegeben hat. Die Verarbeitung von Religion in der Kunst knüpft an diese Fragestellung einerseits an, erschließt aber andererseits ganz neue Welten. Antje Roggenkamp hat lange als Gymnasiallehrerin gearbeitet, ist Pfarrerin im Ehrenamt und seit 2015 Professorin für Praktische Theologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Sie ist verheiratet und hat drei (fast) erwachsene Kinder.

Thomas Rost, Florian Scheibner, Johannes StelzerVortrag
Introduction to AI and Machine Learning & the philosophy, sociology and jurisprudence of AI

In recent years, Artificial Intelligence (AI) has seen a steep rise to the top, with big players such as Google, Facebook and Amazon investing heavily in research and development. From Tay, the racist twitter bot, to self-driving cars to seemingly trivial applications like the Facebook Face-Recognition algorithm or Google Now, AI is quickly transforming technology, business and society. Two main factors can be singled out as reason behind the recent surge in these technologies: Better computing hardware and better mathematical expressions for so-called 'Neural Networks', algorithmic structures modeled after the human brain. In our talk we would like to give you an intuition about what AI and related topics such as Machine Learning are really about. Our main focus will be on the greatest achievement in AI so far: AlphaGo, an algorithm that defeated the world’s best Go player. This Google-derived product is a perfect example for some of the questions asked when confronted with AI: What's the principle behind recent AI-advances? Why now? How is such a system created? What are its limits? And finally, why does it matter?
Futurist Ray Kurzweil predicts a future in which humans and machines live in peaceful coexistence, even merge to the point of indistinguishability. Philosopher Nick Bostrom, on the other hand, warns us about a future in which AI turns into a psychologically maladjusted god that turns every piece of matter on earth into paperclips. Whether it’s good or bad, technology and science will transform society with ever increasing velocity. In our talk and the following discussion, we will explore possible chances and dangers that wait beyond the crossroads of technological progress. How will society change with the development of conscious technology? What laws will be required to save us from Artificial Intelligence, and maybe more important, how can we prevent ‘modern slavery’? And, finally, what would the emergence of a second intelligent species on our planet mean for humanity’s self-understanding?
After the presentations we would like to invite you to the bar for an open discussion about Artificial and Natural Intelligence, their connection, possible benefits of both, dangers of relying on machines too much, the convenience in doing so and also global existential threats towards human society. And, of course, beer.

Thomas Rost is an AI scientist holding degrees in Cognitive Science and Artificial Intelligence from the University of Osnabrueck and the RU Nijmegen. After working for internationally renowned organizations like the Max Planck Institute and the Donder’s Institute for Cognitive Neuroimaging, he currently develops Machine Learning concepts for a Dutch start-up company in the field of personalized journalism.
Florian Scheibner holds degrees in Business Administration and Financial Economics from the LMU Munich and the RU Nijmegen. He works for the Munich based consulting firm DEVnet, a company that is highly dedicated to offering clients advice based on the latest, state of-the-art technologies.
Johannes Stelzer is a senior law student at the LMU Munich, currently preparing for his state examination. He published interdisciplinary papers on the subject of AI and law. He works for a Munich based start-up company on the practical connection of high-end technology and law.

Dr. Felix SchönbrodtVortrag
Open Science als Antwort auf die Replikationskrise in der Wissenschaft

Karrieren von Forschern beruhen auf Publikationen, und die bisherigen Anreizstrukturen bevorzugten überraschende, neuartige Befunde mit p<.05. Groß angelegte Replikationsprojekte der letzten 3 Jahre zeigten jedoch, dass mehr als die Hälfte der Befunde nicht replizierbar ist. Dies führte einerseits zu einer Glaubwürdigkeitskrise – „Welchem Ergebnis können wir noch trauen?“. Andererseits hat sich in den letzten Jahren bereits viel in Richtung „open science“ bewegt (z.B. die TOP-Richtlinien oder die Open-Science-Badges), und auch die Wissenschaftsorganisationen wie DFG oder die EU-Förderprogramme gehen entschieden in diese Richtung. Ich möchte in dem Vortrag drei Aspekte dieser neuen Entwicklungen beleuchten:
a) Wie schlimm ist es? Ein Überblick über die Geschichte und den neuesten Stand der aktuellen Glaubwürdigkeitskrise, mit Fokus auf die aktuelle Glaubwürdigkeitskrise in der Psychologie
b) Diagnostische Tools um Publikationsbias und p-hacking aufzudecken
c) Wie machen wir jetzt weiter? Wege aus der Krise, mit Implikationen für Lehre, Dissertationen, Berufungen, tenure-track, Statistik, und Journal-Richtlinien
Ich werde u.a. unsere Selbstverpflichtung zu Forschungstransparenz vorstellen, und einen Einblick in die Arbeit unseres neu gegründeten Open-Science-Komitees geben.

Felix Schönbrodt ist akademischer Rat am Department Psychologie der Ludwig-Maximilians-Universität München. Er studierte Psychologie in Saarbrücken, promovierte 2010 an der HU Berlin zum Dr. rer. nat. und ist seit 2014 habilitierter Privatdozent an der LMU München. Seine Forschungsinteressen beinhalten implizite und explizite Motive, quantitative Methoden, Datenvisualisierungen, und Themen um „Open Science“ und die Replizierbarkeit von Forschung. Felix Schönbrodt ist auch der Initiator des „Voluntary Commitment for Research Transparency“ (http://www.researchtransparency.org/). Ein besonderer Schwerpunkt ist die Programmierung von statistischen Paketen für die freie Software R und von interaktiven statistischen Web-Apps (http://www.shinyapps.org), die in der Lehre und für ein vertieftes Verständnis von quantitativen Methoden verwendet werden können. Ein Blog befindet sich auf seiner Webseite http://www.nicebread.de.

Jan SieckmannSonstiges
Bücherschaulaufen

Das fast schon traditionelle Bücherschaulaufen: Wer ein Buch gelesen hat, das sie/er unbedingt weiterempfehlen will, stellt es kurz vor. Vom hochgeistigen Sachbuch über den spannenden Krimi bis zum abgedrehten Comic ist alles erlaubt. Für die Planung gibt es dabei einen gewissen Rahmen: a) Redezeit 3-4 min (plus Frage-Zeit), b) Ausfüllen eines kurzen Fragebogens* vor der Akademie. Sende diesen bitte bis zum 27.09. an buecherschaulaufen@mind-hochschul-netzwerk.de.
* https://mind-hochschul-netzwerk.de/wiki/Buecherschaulaufen
Beantworte am besten kurz alle Fragen: 1. Autor und Titel, 2. Inhalt in drei Sätzen, 3. Hat dieses Buch vielleicht sogar mein Lebensgefühl, mein Denken, mein Leben geprägt? Wenn ja, wie?, 4. Wer sollte dieses Buch unbedingt lesen? Warum?, 5. Wie lange braucht man in etwa zum Lesen?, 6. Zitat einer kurzen typischen Passage oder eines legendären Satzes.
Ob Nur-Zuhörer, ob auch Vorsteller - bis dann!

Jan Sieckmann, Köln. Dort lebt und liest er (bei ihm zuweilen Synonyme). Ferner ist "Janix" Onlinemarketingmanager bei einem Öko-Energieanbieter in Köln, Hobby-Kreuzworträtselautor und Stadtführer sowie ursprünglich Historiker. Er gehört mit Michael Fackler und Severine Baumann zum Kern derer, die einander vor vielen Jahren spontan so spannende Bücher vorstellten, dass daraus einfach dieses "Bücher-Schaulaufen" entspringen musste. Und die Liste wächst und wächst (siehe Intranet-Link oben). Die Stars dieses Workshops sind natürlich die Vortragenden - bzw. deren Bücher!

Thilo-Alexander Ginkel, Stefan ReuterVortrag
Irrungen und Wirrungen: Die Wendepunkte in der IT des MHN

Anhand konkreter Beispiele zeigen wir auf welche Herausfordungen eine 10 Jahre nur spärlich weiterentwickelte IT-Landschaft mit sich bringt, wie mit aktuellen Ansätzen wie Containerization, Infrastructure as Code und DevOps neue Wege beschritten werden können und welche Schritte der IT des MHN noch bevorstehen. Neben dem MHN-Bezug greifen wir dabei auf auf einen reichhaltigen Fundus von Projekterfahrungen aus den Bereichen Handel, Banken und Versicherungen zurück und identifizieren Parallelen und Unterschiede.

Assessor Iuris Kirimo VelascoWorkshop
Methodenkoffer Kommunikation: Effektivere Kommunikation durch konstruktive Kritik

In beruflichen und privaten, vorbereiteten und alltäglichen Gesprächen fällt einem immer wieder auf, dass die Kommunikation nicht wie vorgestellt funktioniert. Insbesondere wenn Kritik geäußert wird, verlieren Gespräche oftmals die gewünschte Richtung und driften vom Sachbezug weg auf die persönliche Ebene. Ein wichtiger Aspekt guter Kommunikation ist deshalb das Äußern von Kritik in einer Weise, dass diese das Gespräch konstruktiv stützt und den gewünschten Fokus beibehält. Dieser konstruktiven Kritik widmen wir uns in diesem Workshop, indem wir mit verschiedenen Gesprächsformeln arbeiten, die alle denselben Zweck verfolgen: Die zu äußernde Kritik derart in das Gespräch zu integrieren, dass sie vom Gegenüber angenommen wird.

Kirimo Velasco, Assessor Iuris, ist - nach dem Studium der Rechtswissenschaften in Bonn und Barcelona sowie dem Rechtsreferendariat am Landgericht Bonn - seit März 2016 Volljurist. Neben dem juristischen Schwerpunkt im Wirtschaftsrecht liegen weitere seiner Interessensschwerpunkte in den Bereichen Kommunikation und Konfliktlösung. So ist er seit 2014 ausgebildeter Mediator, insbesondere für Wirtschaftsmediationen. Seit 2015 ist er Seminarleiter, Coach und Teil eines Trainerteams, das in einem Konzern sowie mehreren Unternehmen unter anderem Führungskräfte in Tagesseminaren zu der „Leistungssteigerung durch konstruktive Kritik“ oder dem Thema „Mitarbeiter nachhaltig motivieren“ schult.

Kathrin ViergutzVortrag
Mobility on demand - warum ist ÖPNV so uncool?

Wäre es nicht besser, wenn wir keine Fahrpläne mehr lesen müssten, sondern der Bus immer dann kommt, wenn wir ihn brauchen? Damit ÖPNV endlich so spontan und flexibel ist wie wir. Denn keinen Plan zu haben, ist manchmal am besten.

Kathrin Viergutz ist Verkehrsingenieurin und beschäftigt sich mit Bus und Bahn. Sie kennt sich zwar nicht von A bis Z aus, dafür aber umso besser von A nach B - denn sie beschäftigt sich damit, wie wir uns fortbewegen. Dabei bewegt sie vor allem die Frage, wie wir in Zukunft mobil sein wollen. Sie promoviert beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (Institut für Verkehrssystemtechnik) zu einem Busnetz, das ohne Haltestellen und ohne Fahrpläne auskommt.

Tobias WasleVortrag
Wozu brauchen Hochbegabte Führung?

Obwohl fähige Mitarbeiter angeblich händeringend gesucht werden, scheitern Unternehmen regelmäßig daran, Talente, speziell Hochbegabte, angemessen zu fördern. Gerade bei der Führung von Spezialisten und starken Leistungsträgern kommen klassische Steuerungs- und Führungswerkzeuge schnell an ihre Grenzen - ob nun in der Schule, an der Universität oder im professionellen Arbeitsumfeld, immer wieder ergeben sich Spannungen zwischen Hochbegabten und ihren Kollegen und Führungskräften. Angesichts solcher Probleme liegt die Frage nahe: Brauchen Hochbegabte überhaupt Führung, wenn sie die Tücken ihrer Tätigkeit selbst am besten kennen? Und wenn ja: Wozu?

Nach einem mehr als holprigen Schulweg über bayerische Gymnasien und Realschulen begann Tobias Wasle (*1988) seine Ausbildung in einem IT-Startup als erster Angestellter. Als Softwareentwickler und Prozessberater optimierte er erst allein, später mit einem Team, wissensgetriebene Prozesse in diversen Branchen, von Telekommunikation bis Industrie. Die Führungserfahrung aus dieser Startup-Zeit wendet er nun als Teamleiter bei der 1&1 Internet SE an. Darüber hinaus befasst sich Tobias intensiv mit der Frage, wie Führung auf Augenhöhe funktioniert und wie moderne Führungswerkzeuge dies unterstützen können.

Robert WegnerWorkshop
Entscheidungen - Es gibt (k?)ein Für und (k?)ein Wider

"Sind einem gegebenem Menschen, unter gegebenen Umständen, zwei Handlungen möglich, oder nur Eine? - Antwort aller Tiefdenkenden: Nur Eine." (Arthur Schopenhauer) Der angebotene Workshop dreht sich um das Treffen von Entscheidungen. Er eignet sich daher für all jene, die sich bereits sehr gut entscheiden können, die Unentschiedenen und die, die sich sicher sind, dass ihnen Entscheidungen eher schwer fallen. Zentraler Bestandteil ist die eigene Selbsterfahrung. Wer sich entscheidet, einfach nur zuzugucken, kommt auch gerne vorbei.

*** weitere Informationen folgen ***

Prof. Dr. Roland WeierstallVortrag
Wendepunkt Resozialisierung - Grenzen und Perspektiven der Re-Integration straffälliger Jugendlicher

Südafrika ist selbst im Post-Apartheit-Zeitalter nach wie vor durch eine sehr große soziale Ungleichheit geprägt. Vor allem in den sogenannten "Townships" schaffen Chancen- und Perspektivlosigkeit einen Nährboden für Kriminalität und Gewalt. Der Eintritt in eine Spirale aus Gewalt und Trauma erfolgt meist schon im frühen Jugendalter. Besonders kritisch kann vor allem der Eintritt in eine der ultragewalttätigen Gangs gesehen werden, welche oftmals die einzige Möglichkeit darstellen, Anerkennung und sozialen Anschluss zu erhalten. In diesem Vortrag werden anhand eines Re-Integrationsprogramms für straffällige Jugendliche in den Townships von Kapstadt Faktoren aufgezeigt, welche einen Einfluss auf den Ausstieg aus dem Gewaltzyklus besitzen können, und wie diese perspektivisch genutzt werden können, um einen Wendepunkt zu setzen.

Roland Weierstall ist Professor für Klinische Psychologie und Psychotherapie an der Medical School Hamburg und wissenschaftlicher Leiter der Hochschulambulanz. Nach Studium und Promotion der Psychologie an der HHU in Düsseldorf war er als akademischer Rat an der Universität Konstanz tätig und erforschte die Psychobiologie menschlicher Gewalt- und Tötungsbereitschaft. Hierzu führte er vergleichende Studien in verschiedenen Post-Konflikt-Regionen durch. Hierzu zählen unter anderem Studien in Ruanda, Burundi und Südafrika. Roland Weierstall ist approbierter Psychotherapeut für Verhaltenstherapie.

PD Dr. Frank WieberVortrag
Mit spezifischen Plänen die Lücke zwischen den Absichten und dem Handeln überspringen

Warum ist es so leicht, sich Ziele zu setzen und warum oft so schwer, diese erfolgreich in die Tat umzusetzen? In diesem Vortrag lernen Sie neue Erkenntnisse aus der Motivationsforschung kennen, wie Sie die Lücke zwischen guten Absichten und erfolgreichem Handeln besser überwinden können. Mit Hilfe von konkreten Studienbeispielen zu Lehr/Lern-, Gesundheits- und sozialen Kontexten werden Ihnen die Merkmale und die Wirkungsweise effektiver Wenn-Dann Pläne vorgestellt. Ziel ist es, dass Sie eine evidenzbasierte Methode beherrschen, mit der Sie auf einfache Art und Weise die Steuerung Ihrer Gedanken, Gefühle und Ihres Handeln verbessert können.

PD Dr. Frank Wieber (*1974) forscht am Zentrum für Gesundheitswissenschaften der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften und an der Universität Konstanz. Er studierte Psychologie und promovierte in Jena, Louvain-la-Neuve, Canterbury und Brighton. Als Post-Doc arbeitete er ab 2006 an der Universität Konstanz und an der New York University mit Prof. Peter Gollwitzer. Er habilitierte 2016. Zwischen 2006 und 2013 leitete er Forschungsprojekte zu den erfolgreichen Handlungssteuerungsprozessen mit Zielen und Plänen in der interdisziplinären DFG-Forschergruppe „Grenzen der Absichtlichkeit".

Kerstin WilhelmsVortrag
Der Lebensweg: Autobiographische Wege, Kreuzungen, Wendepunkte

Von Augustinus über Frank Sinatra bis Facebook: Der Lebensweg ist in westlichen Kulturen das zentrale Modell, ein Leben zu denken. Er verläuft chronologisch vorwärts in der Zeit, entlang der biographischen Stationen auf das unvermeidlich tödliche Ende zu. Zumindest im Ideal – tatsächlich jedoch sind autobiographische Figuren häufig Irrende, die sich verlaufen, sich umentscheiden oder auch einfach umkehren. Entsprechend findet sich in autobiographischen Texten der Lebensweg zwar als Leitmotiv, das diese Gattung auszeichnet, aber in wohl keinem einzigen autobiographischen Text sieht der Lebensweg so einfach aus wie er hier eingangs gezeichnet wurde: Die erzählten Lebensgeschichten sind voller Wendungen, Kreuzungen, Rückzüge und Abzweigungen, sodass der autobiographische Text nie einfach vorwärts und ganz chronologisch verläuft. In meinem Vortrag möchte ich über das Verhältnis von solchen Raum- und Zeitstrukturen in autobiographischen Texten sprechen und dabei einen historischen Überblick über verschiedene autobiographische Texte von Augustinus bis zu Facebook geben, um so eine kleine Kulturgeschichte des Lebens(um)wegs zu skizzieren.

Kerstin Wilhelms studierte Germanistik, Philosophie und Politikwissenschaft in Münster und schloss ihr Studium 2010 als Magistra Artium ab. Im Anschluss promovierte sie sich mit einer Arbeit zum Lebensweg in der Autobiographie ebenfalls in Münster. Während ihrer Promotionszeit war sie Stipendiatin der Friedrich-Ebert-Stiftung und Mitglied der Graduate School „Practices of Literature“. Zudem ist sie seit 2012 Mitherausgeberin des philologischen Open-Access-Journals „Textpraxis“. Seit April 2015 arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Deutsche Literatur von Prof. Dr. Martina Wagner-Egelhaaf mit den Forschungsschwerpunkten Autobiographie- und Raumtheorie, Literatur um 1800, politische Literatur und Medientheorie. Seit August 2015 ist sie assoziiertes Mitglied im SFB „Kulturen des Entscheidens“ und arbeitet an einem Post-Doc-Projekt mit dem Titel „Literarische Modellierungen politischen Entscheidens“.

Bastian WinklerVortrag
Abrüstung & Rüstungskontrolle - ein Weg zu mehr Sicherheit?

Können Abrüstung und Rüstungskontrolle einen wirksamen Beitrag zur Sicherheit leisten? Diese auf den ersten Blick zu bejahende These wird in der Politikwissenschaft durchaus kontrovers diskutiert, da sich durchaus Beispiele finden lassen, die auf eine stabilisierende Wirkung durch Aufrüstung hinweisen. Ziel des Vortrags soll es sein, die wesentlichen Mechanismen von Rüstung und Abrüstung sowie die wichtigsten Abrüstungs- und Rüstungskontrollverträge vorzustellen. In der abschließenden Diskussion soll dann auf den Erfolg dieser Vertragswerke eingegangen und die oben stehende These unter den daraus gewonnenen Erkenntnissen erneut betrachtet werden.

Bastian Winkler war zwölf Jahre Offizier bei der Bundeswehr und ist durch seine derzeitige Tätigkeit bei DEMIRA Deutsche Minenräumer e.V. weiterhin im sicherheitspolitischen Umfeld tätig. Er studiert nebenher Politikwissenschaften an der Fernuniversität in Hagen und ist als Mitglied des Münchner Arbeitskreises Reserveoffiziere (MAKRO) in der sicherheitspolitischen Bildung in München engagiert.

Dipl.-Logist. Jan ZbikowskiVortrag
Wege eines Pakets zum Empfänger - Entwicklung von Verteilnetzen bei steigenden Mengen

Ob von der Oma, von Zalando oder Amazon: Ein Paket hat sicher jeder Mensch in Deutschland schon mal bekommen, zumal wegen des Onlinehandels auch an Privatleute immer mehr Pakete transportiert werden. Aber wie müssen die Paketdienste ihren Fernverkehr organisieren, damit vom Leuchtturmwärter auf der Ostseeinsel bis zum Start-up in der Millionenstadt alle ihre Pakete möglichst schnell und kostengünstig bekommen? Und was ändert sich durch steigende nationale und internationale Mengen? Einige Antworten darauf versuche ich euch in meinem Vortrag zu geben.

Jan Zbikowski (geboren 1979) war einer der ersten Studenten des Diplomstudiengangs Logistik an der Universität (heute TU) Dortmund. Seit 2006 arbeitet er in Aschaffenburg in der Zentrale von Dynamic Parcel Distribution (DPD), dem zweitgrößten Paketdienst in Europa. Dort beschäftigt er sich unter anderem mit der Verwaltung und Weiterentwicklung der Datenbank, die jedem Paket sein Zieldepot zuweist, und des europaweiten Fernverkehrsnetzes. Privat gehört seine Leidenschaft eher dem Transport von Personen auf Schiene und Straße, dem Lernen von und über Sprachen und dem Chorgesang.

Johanna Fee ZiemesVortrag
Trans*Identität und die Suche nach dem Selbst

Noch heute wird Transsexualität vom ICD-10 (dem Diagnosesystem der WHO) als Krankheit der Psyche definiert. Alle von Klient*innen gewünschten Behandlungen beziehen sich auf den Körper, eine moderne Therapie unterstützt Betroffene auf ihrem Weg, auf dem es gilt, den eigenen Körper neu kennenzulernen, soziale Kontakte von Grund auf neu aufzubauen, mit Anfeindungen zurechtzukommen und nicht zuletzt mit dem Verlust früher geschätzter sozialer Kontakte. Warum begeben sich Menschen auf diesen Weg, der gespickt ist mit Gutachtern, Gerichtsterminen, und Einsamkeit? Fachliche und persönliche Perspektiven.

Johanna Fee Ziemes (*1987) ist Psychologin und untersucht Identitätsentwicklung bei Minoritäten und Jugendlichen.

Johanna Fee ZiemesWorkshop
Identität*en - eine Suche

Wer soll ich sein? Wer möchte ich sein? Wer bin ich? Insbesondere für Menschen, die aus der sogenannten "Norm" fallen, können diese Fragen eine bissige Dringlichkeit haben. Die Gesellschaft erwartet bestimmte Entwicklungsmuster und Verhaltensweisen und an jeder Ecke warten Reglementierer*innen, die jedes Abweichen vom teilweise unausgesprochenen Kodex sanktionieren. In diesem Klima der Kontrolle kann die Suche nach der eigenen Persönlichkeit beschwerlich sein. Dieser Workshop soll Suchende unterstützen, sich zu orientieren und den eigenen Weg besser zu finden.

Johanna Fee Ziemes (*1987) ist systemische Beraterin und Psychologin. Sie beforscht Fragen der Identitätsentwicklung bei Minoritäten und Jugendlichen.



Programm der Mind-Akademie 2012

Hier findet Ihr das Programm der MinD-Akademie 2012. Solltet Ihr Fragen zum Programm haben, schreibt an programm@mind-akademie.de.

Vorträge

Workshops/weitere Programmpunkte

Programmbeschreibungen

Mit dem Rucksack um die Welt - praktische Tips und verrückte Geschichten! (Vortrag)

Wenn eine eine Reise tut und einfach nicht mehr aufhören kann ... dann nennt man das ECHTES REISEFIEBER! 20 Jahre Rucksack-Reisekarriere und 60 Länder später ist bei Referentin Elena noch immer keine Besserung in Sicht. Reisen ist klasse und die Erfahrungen / Abenteuer / Wissensgewinne, die man auf dem Weg einsammelt, werden einen ein Leben lang begleiten. Und wenn es nur die Erkenntnis wäre, dass es zuhause am schönsten ist! Auch das ist Evolution!

Rucksackreisen - wie geht das? Wo soll`s hingehen? Was pack ich ein? Was tun, wenn dann alles anders kommt als geplant? Geht sowas noch, wenn man schon „ernsthaft” berufstätig ist? Ich trau mich nicht!!!! ... Los geht`s - praktische Tips, Fragen & Antworten sowie ein unendliches Samelsurium an Geschichten sollen einfach unterhalten, Mut machen oder eben mit dem Fieber infizieren, sich in die Großartigkeit unseres Planeten zu stürzen und die Welt für sich zu erobern!

Elena Bail hat BWL mit Schwerpunkt Aussenwirtschaft und Strategische Unternehmensplanung studiert, sie hat in Kanada, China und der Schweiz in der Industrie gearbeitet und ist heute Senior Manager bei Ernst & Young. Privat reist sie bis heute per Rucksack durch die Welt, vom Everest bis zu den Galapagos-Inseln, auf allen Kontinenten.

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Das Ritual der Gleißenden Dämonen (Lesung)

Autorenlesung aus dem am 28.6.2012 veröffentlichten Roman „Das Ritual der Gleißenden Dämonen”
Website der Protagonistin: www.lealeonardt.de

Klappentext:
Die 15-jährige Lea führt ein ganz normales Leben in einem kleinen Provinznest nahe Frankfurt. In der Schule kommt sie meist gut durch, sie hat eine beste Freundin und einen größten Feind unter ihren Mitschülern, wie jedes Mädchen ihres Alters. Soweit wäre also alles im Lot – wenn ihr Vater sich nicht immer weiter von ihr entfernen würde. Er bleibt oft die ganze Nacht in seinem Arbeitszimmer und kriegt von ihrem Leben immer weniger mit. Schuld daran sind auch die seltsamen Gestalten, die er so gerne als Kunden hätte: ein großer, furchteinflößender Spanier und eine melancholische Pragerin, die sich nur nach Einbruch der Dunkelheit mit ihm treffen wollen. Als Lea herausfindet, dass Vampire ihren Vater im Visier haben und zu einem der Ihren machen wollen, ist sie entschlossen, alles zu tun, um ihn zu retten. Selbst wenn das bedeutet, sich mit mächtigen, uralten Kreaturen anzulegen und – schlimmer noch – sich mit ihrem Todfeind verbünden zu müssen ...

Stefan Balzter ist Germanist, Musikwissenschaftler und ausgebildeter Programmierer aus dem Hessischen. Von 2009 bis 2011 lebte er mit seiner Familie drei Jahre lang in Chennai, Südindien, wo er deutsche Sprache und Literatur am Indian Institute of Technology Madras unterrichtete. Zuvor verdiente er sich seine publizistischen Sporen als Autor der Satirezeitschrift Titanic und als Redaktionsleiter beim Marburger und Gießener Magazin Express. Wenn er nicht gerade Romane oder wissenschaftliche Texte schreibt, musiziert er gerne.

Das Ritual der Gleißenden Dämonen ist Stefan Balzters Debut im Bereich der Phantastik. 1998 erschien von ihm bereits (aus gegebenem Anlass) ein Roman über das Vaterwerden im Verlag Bastei Lübbe. Seine Dissertation, die demnächst veröffentlicht wird, beschäftigt sich mit Komik – ein Thema, das ihn schon länger umtreibt: Das von ihm verfasste Buch über den 2011 verstorbenen Musikkabarettisten Georg Kreisler ist im Grin Verlag erhältlich.

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Problems with GMOs, health effects and some ethical considerations (Vortrag)

Although science and scientific progress is very important to understand the world around us, and might help to solve some of the problems faced by the Human race today, putting the results of such a technology into practical use too early and without proper testing might jeoperdise our health and harm our environment. Recombinant DNA technology is one of these fields in science, controlled unfortunately mostly by industrial and financial interests. Based on our understanding the products of this irreversible technology was put into practical use too early, without understanding its implicatications and without proper testing. All those who try to use scientific arguments to point out the shortcomings of GM biotechnology are considered to be enemies of progress or science, or both. Several problems of producing and testing GMOs, including nutritional and ethical considerations will be discussed during the lecture.

Prof. Habil. Dr. D.Sc. Susan Bardocz has a BSc and MSc in chemistry, a PhD in Biochemistry and Pharmacology, a DSc from the Hungarian Academy of Sciences. She is a professor of Human Nutrition. She published over 200 refereed scientific papers, over a 100 book chapters and has written and edited a dozen books. She worked in Hungary, Britain and for shorter times in Canada and the USA. Her main reserach interest is the effects of biologically active components on cellular and body metabolism. She was the Head of the Food - Gut - Microbial Interaction Unit at the Rowett Institute in Aberdeen, Scotland working together with her husband, Arpad Pusztai also on the safety of GM plants. She retired from this post in 2000, and became Professor of Human Nutrition at Debrecen University in Hungary. She is a scientific advisor of the Hungarian Government on GMO related issues.

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Westfälischer Frieden (Vortrag)

„Man kann es geradezu als ein Weltwunder bezeichnen, dass derartig auseinanderstrebende Interessen sich in einem gemeinsamen Willen getroffen haben, ihre eigenen Dinge zusammen mit den Angelegenheiten der gesamten Christenheit an einem einzigen Ort auszuhandeln.”

Mediation scheint eine aus der USA stammende Mode der heutigen Zeit zu sein. Ganz im Gegenteil ist diese Vermittlungsmethode schon über 2500 Jahre alt. Ein historischer Höhepunkt und ein erstes Vorbild internationaler Konfliktbewältigung stellt die mediative Arbeit von Contarini und Ghigi mit über 800 Einzelgesprächen in 5 Jahren während der Friendensverhandlungen des 30-jährigen Krieges in Münster dar.

In diesem Vortrag werden Ablauf, Umstände und Besonderheiten des Westfälischen Friedens mit einem Schwerpunkt auf dem Mediationsverfahren vorgestellt.

Ines Bath, Jahrgang 1986, hat im letzten Jahr ihr Studium der Psychologie erfolgreich abgeschlossen. Derzeit nutzt sie ihre Fähigkeiten der Prokrastinationsbewältigung, um sich mit dem westfälischen Frieden und der Mediation auseinander zu setzen und daraus einen Vortrag für die MinD- Akademie zu gestalten.

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„Defekte Wissenschaft” - Evolution und Relevanz wissenschaftlicher Prinzipien (Vortrag)

Die Geschichte der N-Strahlen erzähle ich ohnehin auf jeder Mind-Akademie. Warum nicht diesmal etwas ausführlicher und im Rahmen eines Vortrags. Sie ist ein wunderbares Beispiel dafür, was in der Wissenschaft schief laufen kann.

Wie haben sich wissenschaftliche Prinzipien entwickelt und wie wird so etwas heute vermieden? Was verstehen wir unter Wissenschaftlichkeit heute? Und was ist von den Behauptungen einiger „Para-Wissenschaften” zu halten, etwas wäre „prinzipiell” nicht wissenschaftlich nachweisbar?

Timm Bauten, Jahrgang 1974, hat in Aachen Physik studiert und zunächst in Köln als Ingenieur gearbeitet. Danach war er als Berater und Projektleiter für Bain und BCG/Platinion auf verschiedenen Projekten weltweit unterwegs. Derzeit leitet er die interne Unternehmensberatung eines der Weltmarkführer für Spezialdrucker.

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(R)Evolution beginnt immer wieder von vorn - leider (Vortrag)

Eine Kreativer auf seinem kreativen Nullpunkt - kennen wir das nicht alle?

Wie kämpft er sich zurück in den Schaffensprozess, wie geht er mit Rückschlägen, Störungen und den unvermeidlichen Selbstzweifeln um?

Anhand weniger, ausgesuchter Szenen eines außergewöhnlichen Filmes will der Referent einige Geheimnisse des kreativen Prozesses lüften. Gleichzeitig wird er dabei die Prinzipien filmischer Gestaltung erläutern.

Ein großes, weißes, leeres Blatt bedroht uns - das kennen wir, oder?

Jürgen von Bülow schrieb Drehbücher für „Marienhof” und „GZSZ”, sowie acht Jahre für den „Tigerenten Club”, SWR.

Vor kurzem sind im KOSMOS Verlag fünf Jugendromane von ihm erschienen. Thema: Der steinige Weg eines jugendlichen Popstars in der Medienwelt.Außerdem inszeniert er an verschiedenen Amateurbühnen und ist Dozent für Filmdramaturgie.

Auszeichnungen: Stipendium an der HFF München, „Drehbuchwerkstatt”, Literaturstipendium „LeseLenz”, „für Kulturelle Bildung 2011”.

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Forumtheater - Revolutionen proben (Workshop)

Der Theaterwissenschaftler Augusto Boal entwickelte in den 1960er Jahren Forumtheater als eine Form des Theater der Unterdrückten. Diese sollten unterdrückten Menschen und Gruppen Emanzipation ermöglichen um die Unterdrückung zu überwinden. Das Forumtheater bietet die Möglichkeit im Spiel Formen der Unterdrückung zu entkommen, in dem Handlungsvorschläge geprobt werden können. Eine Szene mit einem gesellschaftlichen Missstand wird von Schauspielern vorgeführt. Die Zuschauer probieren im Spiel dieses mit Handlungsvorschlägen zu lösen. Nach und nach werden die Schauspieler durch die Zuschauer ersetzt und versuchen so eine gute Lösung für das Ausgangsproblem zu finden. Durch Reflektionen werden die Vorschläge auf Realisierbarkeit und Effektivität geprüft um sich einer bestmöglichen Lösung anzunähern.

Regina Dresler, geboren 1984, Theaterpädagogin, studiert Kulturwissenschaften, leitet Theatergruppen und Kurse für Jugendliche und Erwachsene. In den letzten Jahren bot sie auch bei MHN verschiedene Workshops im Bereich Theater wie die Theatergruppe, Improvisationstheater und Theatral-darstellende Lösungsmethoden an. Mit Forumtheater setzt sie sich auch im Rahmen ihrer Abschlussarbeit in Theaterpädagogik auseinander.

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Yoga-Einführungsworkshop (Workshop)

Nachdem ich Anfang 2012 in Indien eine Ausbildung zur Yogalehrerin gemacht habe, möchte ich auf der diesjährigen MinD-Akademie einen Einführungsworkshop ins Hatha-Yoga anbieten. Der Workshop richtet sich an alle interessierten MHN-ler, egal ob mit oder ohne Yogaerfahrung, die wissen möchten, was hinter dieser Lebensphilosopie steckt und auch erste praktische Übungen machen möchten. Bitte bingt eine Yogamatte oder etwas Ähnliches (eine Isomatte tut es zur Not auch) und ein Kissen mit und kleidet euch bequem. Ca. 2 Stunden vor dem Workshop solltet ihr keine größere Mahlzeit zu euch nehmen.

Maren Emmerich ist Diplom-Biologin und promovierte Geowissenschaftlerin. Während ihrer Doktorarbeit praktizierte sie regelmäßig Yoga, was sowohl psychisch als auch physisch einen über die reine Stressbewältigung hinausgehenden starken positiven Effekt auf sie hatte. Um mehr darüber zu lernen, was Yoga zu einer so starken Methode macht, reiste sie nach ihrer Doktorarbeit nach Indien und absolvierte dort eine Yogalehrerausbildung. Mittlerweile arbeitet Maren als Wissenschaftsjournalistin und macht weiterhin viel Yoga.

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Die Ausbreitung von Kulturen und Sprachen (Vortrag)

Evolutionsartige Prozesse gibt es nicht nur in der Natur, sondern auch bei den menschlichen Gesellschaften. Manche expandieren, indem sie andere verdrängen oder „virtuell”, indem ihre kulturellen Konzepte woanders übernommen werden. Warum waren gewisse Gesellschaften in diesem Wettbewerb erfolgreicher als andere? Die früheren (rassistischen) Begründungen sind längst widerlegt; es gibt andere, spannende Antworten.

Die Verbreitung von Sprachen hat noch weitere Facetten, denn eine Sprache kann sich von der Kultur abkoppeln, aus der sie stammt. Und so gibt es alle möglichen Konstellationen von expandierenden Imperien, die ihre Sprache verbreiten, oder eine andere Sprache, oder gar keine. Dabei überleben manche Sprachen den Zusammenbruch des Imperiums, das sie verbreitet hat, und andere nicht. Wieder stellt sich die Frage nach den Gründen, und wieder sind die Antworten spannend.

Michael Fackler, Jahrgang 1967, stammt aus einer Allgäuer Musikerfamilie und hat in München und Pisa Mathematik studiert. Er arbeitet als freiberuflicher Aktuar in der global orientierten Rückversicherungsbranche und erlebt dabei den internationalen Wettbewerb der Kulturen von einer ganz speziellen Seite. Michael Fackler ist seit 1988 bei Mensa. Für den Verein und für MHN ist er vor allem aktiv als Referent und Organisator von Vorträgen, zudem macht er die Endredaktion der Tagungsbände der MinD-Akademien.

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Bücherschaulaufen (Sonstiges)

Das Bücherschaulaufen ist mittlerweile ein festes Element der MinD-Akademie. Das bewährte Konzept: Jeder, der ein Buch gelesen hat, das er ganz toll findet und unbedingt weiterempfehlen will, stellt es kurz vor. Vom hochgeistigen Sachbuch über den spannenden Krimi bis zum abgedrehten Comic ist alles erlaubt. Damit das Event nicht die ganze Nacht dauert und wir ein wenig planen können, gibt es für die „Referenten” einen gewissen Rahmen: a) Redezeit 3-5 min, b) Ausfüllen eines kurzen Fragebogens vor der Akademie. Sendet diesen bitte bis zum 26.08.2012 an buecherschaulaufen (at) mind-hochschul-netzwerk (dot) de.

Michael Fackler stammt aus einer Allgäuer Musikerfamilie, hat in München und Pisa Mathematik studiert und arbeitet als freiberuflicher Versicherungsmathematiker. Als langjähriges Mensa- (seit 1988) und MHN-Mitglied hat er schon viele großartige Buchempfehlungen bekommen und möchte mit dem Bücherschaulaufen dazu beitragen, dass sich gute Bücher auch weiterhin rasch herumsprechen.

Jan Sieckmann, Jahrgang 1971, verschlingt Gedrucktes zum Frühstück, Mittagessen und Abendbrot. Ansonsten ist er Onlinemarketingmanager eines Ferienhausvermieters, freier Kreuzworträtselautor und Historiker. Er lebt und liest in Köln.

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Anti-Bücherschaulaufen (Sonstiges)

Nach dem Bücherschaulaufen folgt dieses Jahr noch der Antipode: Hier sollen Bücher vorgestellt werden, die die Welt nicht braucht und die man auf keinen Fall lesen sollte. Wer also jemals ein solches Buch gelesen hat und davor warnen will, ist eingeladen, das Buch vorzustellen. Der Ablauf ist ähnlich wie beim Bücherschaulaufen, d.h. jedes Buch wird in ein paar Minuten präsentiert, dann ist Zeit für Fragen, und weiter geht es mit dem nächsten Buch. Wir sammeln hier allerdings keine Fragebögen; das Event darf subversiv sein und wird nicht dokumentiert. Damit wir planen können, bitten wir alle, die ein Anti-Buch vorstellen möchten, um kurze Meldung (Titel und Autor) bis Anfang September unter buecherschaulaufen (at) mind-hochschul-netzwerk (dot) de.

Michael Fackler stammt aus einer Allgäuer Musikerfamilie, hat in München und Pisa Mathematik studiert und arbeitet als freiberuflicher Versicherungsmathematiker. Als langjähriges Mensa- (seit 1988) und MHN-Mitglied hat er schon viele großartige Buchempfehlungen bekommen und möchte mit dem Bücherschaulaufen dazu beitragen, dass sich gute Bücher auch weiterhin rasch herumsprechen.

Jan Sieckmann, Jahrgang 1971, verschlingt Gedrucktes zum Frühstück, Mittagessen und Abendbrot. Ansonsten ist er Onlinemarketingmanager eines Ferienhausvermieters, freier Kreuzworträtselautor und Historiker. Er lebt und liest in Köln.

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(R)Evolutionen in Bildung und Personalentwicklung (Workshop)

„Erfolgreiche” Menschen stehen unter solchem Leistungsdruck, dass sie in den nächsten Jahren nicht mehr gut, gerne und gesund arbeiten und leben können. Folge: sinkende Lebensqualität auf der individuellen Ebene; gesellschaftlich, wie ökonomisch hohe direkte und indirekte Kosten durch geringere Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit, höhere Gesundheitskosten und Belastung von Familiensystemen. Dass wir unsere Leistungsträger verbrennen, hat Folgen für alle Bereiche der Gesellschaft: Unternehmen und Organisationen ächzen unter quantitativem und qualitativem Fach- und Führungskräftemangel; Familien und Finanzmärkte geraten in den Strudel der Humankapitalvernichtung - und das nicht nur in Deutschland und Europa! Wie finden wir Lösungen? Wie entwickeln wir uns weiter? Wo lernen wir (neue Lebenskonzepte)? So wie die Medizin vor der Erfindung der Hygiene viel Unheil anrichtete, steht der Bildungsbereich von Grundschule über Unis bis zur Erwachsenenbildung heute vor der Frage, welche (R)Evolutionen in Zukunft verwirklicht werden müssen. Nach meinem Eindruck bleiben Investitionen in Weiterbildung weitgehend wirkungslos, weil bisherige Lernmethoden (i) nicht regelmäßig-nachhaltig sind, (ii) nicht im ausreichenden Maße vielfältige Impulse einbeziehen und (iii) zuwenig transferorientiert sind.

Mein Traum von einem zukunftsfähigen Bildungssystem: Um der Komplexität und Dynamik unserer Zeit gerecht zu werden, brauchen wir Lösungen für erfolgreiche und sinnhafte Lebensgestaltung, die dann wiederum bessere (Zusammen-)Arbeitsproduktivität ermöglicht. Ich stelle Ideen und Erfahrungen für solche Bildungsmethoden vor und möchte mit den Workshopteilnehmenden darüber sprechen, wie Wissen in Aktion kommt.

Jens Flammann (Jahrgang 1965) ist groß geworden in der evangelischen Jugend- und Bildungsarbeit, hat Wirtschaftswissenschaften und Psychologie studiert und arbeitet seit über 15 Jahren an der Schnittstellen zwischen Personal- und Wirtschaftsentwicklung - zuletzt angestellt im Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) Mannheim. „In der Wissenswirtschaft und -gesellschaft sollen Menschen schneller und besser ihre Ideen entwickeln, verbessern und in Aktion bringen können”, sagt Jens Flammann: „Darauf sind wir nicht nur ökonomisch angewiesen, es stiftet auch Lebenssinn. Und genau deswegen müssen wir unsere Bildungssysteme aus dem 19. Jahrhundert weiterentwickeln.”Jens Flammann lebt und arbeitet in Mannheim, als freiberuflicher Autor, Coach und Trainer.

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Revolution und Recht (Vortrag)

Was hat Revolution mit Recht zu tun? Sind das nicht völlige Gegensätze? Einerseits ja. Revolutionen bekämpfen häufig bestehende rechtliche Ordnungen. Und damit beginnt das Problem. Ohne Ordnung herrscht Anarchie. Also muß eine neue Rechtsordnung her, wenn die Revolution erst einmal erfolgreich war, oder sogar schon während des Kampfes. Ägypten ist dafür ein gutes Beispiel. Den Aufständischen gelang es mit Hilfe des Militärs die Polizeikräfte des Regimes Mubarak zurückzudrängen. Die Folge waren Plünderungen. Also stellten die Aufständischen eine Miliz auf, welche die Polizeiaufgaben übernahm. Auch das Grundgesetz enthält einen Revolutionsartikel. Wie gehen Revolutionen und Revolutionäre mit dem Recht um? Welche Auswirkungen haben Revolutionen auf das Recht? Diese und andere damit zusammenhängende Fragen beantworte ich in meinem Vortrag.

Kurt Fuchs studierte zuerst Maschinenbau an der RWTH Aachen und anschließend Jura an der Uni Münster. Nach dem juristischen Referendariat arbeitete er in einer Unternehmensberatung und dann in einem Ingenieurbüro, bevor er sich 2004 als Rechtsanwalt selbständig gemacht hat. Parallel zu seiner Tätigkeit als Rechtsanwalt arbeitet er noch an seiner Promotion in Jura.

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Der Euro: Mehr Schein als Sein (und nicht mal das)! (Vortrag)

Der Euro ist das gesetzliche Zahlungsmittel von und in 17 Staaten der Europäischen Union. Üblicherweise wird nicht infrage gestellt, dass es sich bei dieser Währung um „Geld” handelt. Was aber ist „Geld” tatsächlich? Ist der Euro in seinen Erscheiungsformen als Bar- und Buchgeld wirklich „Geld”? Was könnte einen Euro-Geldschein zu einem werthaltigen Gegenstand machen? Und: Warum ist Papiergeld in letzter Konsequenz wertlos - zumal dann, wenn es von Staaten „gedeckt” wird, die ihrerseits überschuldet sind?

Carlos A. Gebauer studierte Philosophie, Sprach-, Rechts- und Musikwissenschaften in Düsseldorf, Bayreuth und Bonn. Er arbeitet heute als Rechtsanwalt in Düsseldorf, war zuvor u.a. zwei Semester Lehrbeauftragter, zwölf Jahre Notarvertreter, ist seit neun Jahren Anwaltsrichter, kooperierte zwischen 2002 und 2011 als „Fernsehanwalt” mit RTL und SAT1, vertritt Versicherungsgesellschaften und Leistungserbriger im Gesundheitswesen und verfasst regelmäßig gesellschaftspolitische Texte. Die Ursachen der sog. Finanzkrise beschrieb er 2008 in seinem Buch „Warum wir alle reich sein könnten und wie unsere Politik das verhindert”.

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Das Wettrüsten: Die Entwicklung von Malware und Gegenmaßnahmen von den Anfängen bis heute (Vortrag)

Malware, also Computerviren, Würmer, Trojaner und ähnliches Ungemach, plagen Computerbenutzer seit den frühen Achtzigerjahren. Handelte es sich anfangs eher um Spielereien, die manchmal harmlos, manchmal zerstörerisch waren, so ist daraus inzwischen ein milliardenschweres kriminelles Geschäft geworden.

Der Vortrag zeigt auf, welche technische Verfahren Malware einsetzt, um Computer zu befallen und zu kompromittieren, welche Verfahren Betriebssysteme verwenden, um solche Angriffe zu verhindern, und wie beides sich auf Basis des technischen Fortschritts und der jeweiligen Aktionen der anderen Seite entwickelt hat.

Sören Göckel, Jahrgang 1977, ist Diplom-Wirtschaftsinformatiker und hat sich in seiner Diplomarbeit mit kryptographisch sicherem anonymem Bezahlen im Internet beschäftigt. Seit 2001 ist er als Softwareentwickler und -architekt für ein großes deutsches Marktforschungsunternehmen tätig. In seiner Freizeit arbeitet er an einem Mathematik-Bachelor an der Fernuni Hagen sowie der grammatikalischen Korrektheit des MinD-Mags. Computersicherheit ist eines seiner Interessengebiete.

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Unsere haarige Verwandtschaft - Grundrechte für Menschenaffen (Vortrag)

Der Mensch ist nicht die „Krone der Schöpfung”, vielmehr gehört er der gleichen Familie der Hominiden zu, wie die Großen Menschenaffen: Bonobos, Schimpansen, Gorillas und Orang Utans. Innerhalb der Hominiden sind – bildlich ausgedrückt - Menschen, Schimpansen und Bonobos Geschwister, Gorillas sind ihre gemeinsamen Cousins und Orang-Utans sind etwas weiter entfernte Großcousins.

Das von den Philosophen Peter Singer und Paola Cavalieri initiierte Great Ape Project verfolgt das Ziel, den Großen Menschenaffen bestimmte Grundrechte zu verschaffen, die bisher nur für Menschen gelten: das Recht auf Leben, auf Freiheit und auf körperliche wie psychische Unversehrtheit. Wie im Falle „unmündiger” Menschen – Kleinkinder, Behinderte, demenzkranke alte Menschen usw. -, die nicht für sich selbst sprechen und ihre Rechte nicht selbst formulieren können, sollten Rechtsansprüche von Menschenaffen durch Sachwalter vertreten – und gegebenenfalls auch eingeklagt – werden können.

Dr. Colin Goldner Klinischer Psychologe. Leiter einer Beratungs- und Therapieeinrichtung für Sekten- und Psychokulktgeschädigte. Seit 2011 Deutschland-Beauftragter des Great Ape Project.

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Keine Angst vor allgegenwärtiger IT! Wir kümmern uns darum? (Vortrag)

Eine technische Revolution spielt sich vor unseren Augen ab: Die Allgegenwärtigkeit der Informationstechnik lässt „sichtbare Computer” in den Hintergrund treten: einfache Gegenstände wie Schalter, Lampen, Uhren, Kameras, PKWs, Kleidung etc. werden angeblich intelligent und vernetzt; Informationen werden verarbeitet, ob man möchte oder nicht.

Das Ubiquitous Computing ist nicht mehr aufzuhalten, aber über die Technikfolgen sollten wir hin und wieder nachdenken: Sicherheit und Privatsphäre sind bedroht, und es könnte - wie immer - alles „noch schlimmer kommen”.

Der Vortrag zielt darauf ab, über die üblichen Mahnungen und Warnungen hinaus Chancen der Rechnerdurchdringung aufzuzeigen und neue Risiken auszuleuchten, die derzeit weder von Technologie-Evangelisten noch von „Berufswarnern” benannt werden. Ein kreativer Umgang mit der Technik erlaubt harmlosen wie böswilligen Nutzern völlig neue Möglichkeiten.

Prof. Dr.-Ing. Ulrich Greveler, Jahrgang 1972, ist Professor für Informatik an der neu gegründeten Hochschule Rhein-Waal (Kamp-Lintfort, Ruhrgebiet) und leitet dort das Labor für IT-Sicherheit. Vorher war er 2006-12 in gleicher Position an der Fachhochschule Münster. Er publiziert zu den Themen Informationssicherheit, technischer Datenschutz, Kryptographie und Durchsetzung digitaler Rechte. Nach dem Studium in Gießen und mehrjähriger Industrietätigkeit forschte und promovierte er an der Ruhr-Universität Bochum.

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Adaptive Zyklen am Beispiel des Gesundheitswesens (Vortrag)

In der Systemtheorie kann das Entstehen und die Entwicklung von Systemen in adaptiven Zyklen beschrieben werden. Etwas Neues tritt auf, entwickelt sich - es wächst und optimiert sich - und passt sich seiner Umgebung an. Häufig führt die Spannung zwischen Flexibilität und Effizienz dazu, dass Systeme zusammenbrechen und sich entweder neu erfinden oder ersetzt werden.

Ein wichtiges Beispiel ist die öffentliche Gesundheitspflege. Ihre flächendeckende Einführung insbesondere in europäischen Ländern Anfang des letzten Jahrhunderts kam einer Revolution gleich. Seitdem haben sich einerseits Krankenversicherung & Gesundheitspflege und andererseits die Demographie und Wirtschaft weiterentwickelt, so dass die öffentliche Gesundheitspflege nun vor großen, neuen Herausforderungen steht.

Der Vortrag ist zweigeteilt und behandelt adaptive Zyklen im Allgemeinen und die Entwicklung und Fragestellungen der Entwicklung der öffentlichen Gesundheitspflege im Spezifischen.

Katharina Gruenberg (1981) ist quantitativer Volkswirt bei Shell und lebt in Den Haag. Ihre Hauptaufgabe ist in Zusammenarbeit mit der chinesischen Regierung Empfehlungen zu deren Energiestrategie zu erarbeiten. Katharina hat einen Doktortitel in angewandter Statistik.

Laurens Niëns (1983) forscht an der Erasmus Universität Rotterdam zum Thema Gesundheitsökonomie. Seine Hauptthemen sind das öffentliche Gesundheitswesen und die Gesundheitspflege in Entwicklungsländern. Laurens hält einen Master in öffentlicher Verwaltung von der Universität Leiden und einen Master in Gesundheitsökonomie von der Erasmus Universität Rotterdam.

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„Meine Forschung revolutioniert die Wissenschaft, weil... ” - Forschungsprojekte spannend präsentieren (Workshop)

Jeder Wissenschaftler kennt die Frage: „Und, woran arbeitest du?” Ob auf der Party bei Freunden oder in der Kaffeepause auf einer wissenschaftlichen Konferenz, ich muss es schaffen diese Frage so zu beantworten, dass ich mein Forschungsprojekt darin noch wieder erkenne, ohne mein Gegenüber mit zu vielen Details zu langweilen. Im besten Fall zeigt die Antwort noch, dass ich Humor habe und macht gleichzeitig deutlich, warum genau meine Fragestellung wichtig für das Überleben der Menschheit ist – und das alles in zwei oder drei Sätzen? Ziel des Workshops ist es, diesem Ideal ein wenig näher zu kommen und spritzige und prägnante Präsentationen der Forschungsprojekte jedes Teilnehmer zu entwickeln.

Markus Gyger, M. Sc., studierte von 2001 bis 2006 im englischsprachigen „International Physics Study Program” an der Universität Leipzig. Seit Februar 2007 promoviert er an derselben Universität in der Abteilung für Physik der weichen Materie.

Nebenberuflich arbeitet Markus Gyger als selbständiger Trainer Coach. Als solcher hat er sich das Ziel gesetzt jungen Wissenschaftlern und Berufseinsteigern die nötigen „Soft Skills” für einen erfolgreichen Start in die Karriere beizubringen. Er führte bereits eine Reihe von Workshops und Coachings surch, z.B. für die Kompetenzschule ELSYS in Leipzig, die Stadtwerke Leipzig GmbH und auf zahlreichen Veranstaltungen für Mensa und MHN.

„Die Verknüpfung der Erfahrungen aus der Tätigkeit als Trainer der Wissenschaft finde ich sehr faszinierend. Ich denke, dass ein bewusster Umgang mit den Mitteln, die uns zum Kommunizieren zur Verfügung stehen, der Schluuml;ssel für eine erfolgreiche wissenschaftliche Karriere sein kann”

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Klimawandel und Anpassung: gesellschaftliche Herausforderung und Verantwortung (Vortrag)

In Deutschland und weltweit wurden in den letzten Jahrzehnten deutliche Temperaturanstiege gemessen. Dies und Themen wie „Rekordhitze in den USA”, Anstieg des Meeresspiegels oder Überflutungen durch Starkregenereignisse in Städten werden unter dem Begriff „Klimawandel” subsumiert.

Klimadaten zeigen, ob der Klimawandel nur „gefühlt” oder real ist, so genannte Klimaprojektionen zeigen, ob sich der der Klimawandel bis Ende des Jahrhunderts fortsetzt und sogar verstärkt, wir fragen, ob wir verstanden haben, warum sich die Erde erwärmt und überlegen, welche Auswirkungen auf das Leben auf der Erde zu erwarten sind.

Es ist nicht klar – und viele sagen sogar, es sei sehr unwahrscheinlich – dass wir durch Klimaschutzmaßnahmen den Klimawandel ausreichend verlangsamen oder stoppen können. Dies bedeutet, dass wir uns Gedanken machen müssen, wie wir uns an den Klimawandel anpassen. Es soll erläutert werden, was dies heißt „Anpassung” und welche Verantwortung dabei auf die Politik, Städteplaner und Architekten, Wissenschaftler und auf jeden von uns zukommt. Wir sprechen über die Energiewende und weltweite Klima(wandel)-Gerechtigkeit.

Guido Halbig:
- Geb. 25.10.1958 in Würzburg
- nach dem Abitur in Würzburg (1979) Studium der Meteorologie an der TU Darmstadt (Diplom 1986)
- 1986 bis 1989 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Frankfurt am Zentrum für Umweltforschung
- Referendarzeit und Große Staatsprüfung beim Deutschen Wetterdienst (DWD)
- Seit 1993 im Deutschen Wetterdienst tätig, seit 2003 Leiter des Regionalen Klimabüros der Niederlassung Essen des Deutschen Wetterdienstes
- Leiter der Niederlassung Essen des Deutschen Wetterdienstes
- Tätigkeiten im Rahmen von Qualitätsmanagement: Qualitätsmanagement-Beauftragter des DWD (2006-2007), DGQ Auditor Qualität, Dozent an der Bundesakademie für öffentliche Verwaltung
- Vorsitzender des Zweigvereins Rheinland der Deutschen Meteorologischen Gesellschaft (DMG); Mitautor der Stellungnahme der DMG zum Klimawandel (2007)
- Mitveranstalter der „Essener Klimagespräche”, dem gemeinsamen Kolloquium der Niederlassung Essen des DWD und der Abteilung Angewandte Klimatologie der Universität Duisburg-Essen
- Projektleiter im Klimaanpassungsprojekt KöLN_21, einer Kooperation des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) des Landes NRW und des Deutschen Wetterdienstes
- Berater für verschiedene Klimawandelprojekte für Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen
- Veröffentlichung zum Thema Stadtklima – städtische Wärmeinsel (Charta Ruhr)
- Wissenschaftliches Poster zum Thema „A method to assess the vulnerability of city residents based on the perceived temperature” auf der European Conference on Applications of Meteorology (ECAM) 2011
- Schwerpunkte: Auswirkungen des Klimawandels (extreme Wetterereignisse), Anpassung an den Klimawandel aus klimatologischer Sicht, Stadtklima, Numerische Modellierung, nichtlineare dissipative Systeme

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Werde der du bist - auch in Zeiten des Chaos (Vortrag)

Der Aufbau „kohärenter Eigensubstanz” (wirklich „verdaute”, angeeignete, d.h. gemäß internen Konsistenzkriterien individuell in weitgreifenden Zusammenhängen rekonstruierte Wissens- und Wertestrukturen) ist von zentraler Bedeutung: für Urteilskraft und Kreativität, für Persönlichkeitsstärke und Charisma, für Glück und Gesundheit (Kohärenzgefühl nach A. Antonovsky). Eine solche interne Kohärenzbildung braucht eine intensive und langdauernde Auseinandersetzung mit wenigen, wichtigen paradigmatischen Inhalten, sie braucht Muße, Spiel, (Zweck-)Freiheit und viel Zeit. Viele zentrale Tendenzen der Wissenschafts-, Kultur- und Gesellschaftsentwicklung stehen dem diametral entgegen: Überdifferenzierung, Fragmentierung, Informationsüberflutung, Gedankenschnipsel-Dauerkommunikation, Primitivreiz-Bombardement, Beschleunigung, Zeitdruck, Multitasking, zweckorientierte Industrialisierung der Bildung etc. So wird gerade nicht die Entwicklung proaktiv-innengeleiteter Persönlichkeiten gefördert, vielmehr werden die Menschen zu außengetriggerten, flackerblickigen Reiz-Reaktions-Automaten konditioniert.

Wie können wir uns dagegen wehren? Wie können wir unter diesen Bedingungen des postmodernen Chaos die (R)evolution unserer internen Strukturen in Richtung persönlicher Gesamtkohärenz sicherstellen?

Dr. med. Dietmar Hansch, Jahrgang 1961, studierte Medizin, Physik und Philosophie in Berlin und Hagen.Facharzt für Innere Medizin und Verhaltenstherapeut. Mitglied des Deutschen Kollegiums für Psychosomatische Medizin (DKPM). Autor zahlreicher Zeitschriftenartikel, Bücher und Buchbeiträge.

Derzeit Leitung des Zentrums für Burnout und Stressfolgeerkrankungen an der Klinik Wollmarshöhe in Bodnegg.

Vor dem Hintergrund seiner langjährigen wissenschaftlichen Arbeit zu den Grundlagen der Psychosomatik entwickelte Dietmar Hansch das interdisziplinäre Konzept Psychosynergetik als Theorie und Praxis der psychischen Veränderung. Ausgehend von der Synergetik nach Hermann Haken („Lehre vom Zusammenwirken”) und der Evolutionspsychologie, werden hier Wissensbausteine aus Hirnforschung, evolutionärer und konstruktivistischer Erkenntnistheorie, Verhaltenstherapie, Humanistischer Psychologie sowie aus alten Weisheitslehren wie der Stoa oder dem Buddhismus zu ganzheitlichen Modellen integriert.

Ziel ist eine wissenschaftlich fundierte Lebenskunst (wie auch eine Plattform zur Integration von unterschiedlichen Methoden der Psychotherapie). Weitere Informationen unter www.psychosynergetik.de

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Cyberfakte als Revolution klassischer Technikkonzepte (Vortrag)

Aktuelle revolutionäre Entwicklungen im Bereich der Nano-, Bio und Informationstechnologie, sowie den Neurowissenschaften (NBIC) lassen sich im Rahmen etablierter Technikkonzepte nicht adäquat beschreiben. Genetisch veränderten Lebensmitteln etwa kann ihr „technischer” Ursprung nur schwierig oder gar nicht mehr angesehen werden. Der Vortrag skizziert Lösungsansätze der Technikphilosophie und veranschaulicht sie am Beispiel des Machine Learnings. Der interdisziplinäre Charakter dieses Feldes erleichtert es dabei einen Einblick in die Denk- und Arbeitsweise der Technikphilosophie zu gewinnen.

Sebastian Harrach hat Mathematik und Philosophie an der TU Darmstadt studiert, arbeitete anschließend als Unternehmensberater und promoviert aktuell in Philosophie zu Machine Learning und Weltbezügen. Nebenbei coacht er als NLP-Mastercoach Doktoranden beim Berufseinstieg. Einigen alten Hasen der Akademie ist er vielleicht noch unter dem Namen Sebastian Pammer bekannt.

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Games people play – Spiele erkennen und kontern (Workshop)

In Eric Bernes Buch „Games people play” werden soziale Interaktionen analysiert in denen die Akteure „Spiele spielen”. Das bedeutet sie übernehmen unausgesprochen Rollen, die nicht primär aus dem konkreten sozialen Umfeld, sondern aus der jeweiligen Persönlichkeitsstruktur entstehen.<\p>

Wir werden nach einem kurzen Einführungsteil daran arbeiten mit Hilfe von Beobachtungstechniken aus dem neurolinguistischen Programmieren (NLP) die Rollenwechsel und Verhaltensänderungen von Akteuren zu identifizieren und die Spiele konstruktiv zu thematisieren beziehungsweise direkt zu kontern.

Sebastian Harrach hat Mathematik und Philosophie an der TU Darmstadt studiert, arbeitete anschließend als Unternehmensberater und promoviert aktuell in Philosophie zu Machine Learning und Weltbezügen. Nebenbei coacht er als NLP-Mastercoach Doktoranden beim Berufseinstieg. Einigen alten Hasen der Akademie ist er noch unter dem Namen Sebastian Pammer bekannt.

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Evolution im Werk von J.R.R. Tolkien (Vortrag)

J.R.R. Tolkiens Mittelerde befindet sich nicht "in einer weit, weit entfernten Galaxis", sondern durchaus auf unserem blauen Planeten in einer prähistorischen Epoche. Daher gelten teilweise auch die geläufigen Naturgesetze, wie z.B. die Prinzipien der Evolution: Variation und Selektion. Diese lassen sich auf die verschiedenen Elben- und Menschenrassen sowie die sonstige Flora und Fauna der fantastischen Welt des Oxford-Professors anwenden. Für die Entstehung des Lebens ist hierbei vor allem das postum publizierte "Silmarillion" einschlägig.
Desweiteren soll ein Einblick in die Genese von Tolkiens Werk an sich geboten werden, die immerhin einen Zeitraum von über 50 Jahren umfasst. Intertextualitäten mit verschiedenen Mythologien und autobiographische Einflüsse sind trotz seines nachdrücklich betonten Verbotes der Analogiebildungen nicht von der Hand zu weisen.

Sandra Hartl, geboren in Barcelona, studierte zunächst Rechtspflege in Starnberg, bevor sie sich ihrer wahren Berufung zuwandte, nämlich der Klassischen Philologie und Anglistik, inspiriert von J.R.R. Tolkien, der dieselben Fächer studiert hatte. Hierzu besuchte sie die Universitäten in Bamberg, Galway (Irland) und Würzburg. Bereits mehrere Male kehrte sie an ihre irische Gasthochschule zurück, um unter anderem eine "Ringvorlesung" über Tolkiens angelsächsische und keltische Quellen zu halten. Derzeit promoviert sie in einem DFG-Graduiertenkolleg an der Bamberger Universität.

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Das Post-Privacy Missverständnis: Warum wir auch im modernen Web einen Sinn für Privatsphäre brauchen (Vortrag)

Das moderne Internet hat sich längst von dem starren Schriftrollen-Charakter seiner Anfangszeit weg entwickelt. Web-Technologien wie JavaScript, ActiveX oder Ajax ermöglichen heute hochdynamische und multimediale Webanwendungen, gehen aber auch mit neuen Risiken für Privatsphäre und Geldbeutel des Anwenders einher. Doch nicht nur die technischen Gegebenheiten haben sich geändert, auch das Selbstverständnis des Nutzers hat sich im Laufe der Zeit gewandelt; die Preisgabe persönlicher Informationen im Netz ist für Viele zur Selbstverständlichkeit geworden, ohne dass sich ein starkes Bewusstsein für die Risiken dieser weitreichenden Transparenz entwickelt hat. Im Gegenteil: Datenschutz und Privatsphäre erscheinen Einigen als Konzepte von gestern, das Prinzip „Post Privacy” ist zum Schlagwort geworden.

Nach einem kurzen Abriss der dem Internet zugrunde liegenden Technologien schlägt dieser Vortrag eine Brücke von „klassischen” Webseiten zu den komplexen und dynamischen Anwendungen des „Web2.0”. Anhand einschlägiger Beispiele wie Sony und facebook wird erläutert, welchen Risiken für die Privatsphäre der Nutzer solcher Anwendungen ausgesetzt ist. Dabei werden insbesondere Themenkomplexe wie „Oversharing”, Profilbildung und Gesichtserkennung behandelt, aber auch Bezüge zu politischen Diskussionen hergestellt.

Matthias Hauß, Jahrgang 1980, hat Betriebswirtschaftslehre an der Julius Maximilians-Universität Würzburg studiert. Heute arbeitet er als Senior Berater bei SRC Security Research Consulting GmbH, wo er den Themenbereich Datenschutz & Informationssicherheitsmanagement verantwortet. Wegen verschiedener Auditorenzulassungen (u.a. CISA, EuroPriSe, PCI QSA) verbringt er einen großen Teil seiner Arbeitszeit mit der Prüfung von Systemen und Organisationen. Viel mehr Spaß bereitet ihm allerdings das Aufbereiten und Vorstellen aktueller Sachverhalte.

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(R)Evolution zu Beginn der Neuzeit: Galileo Galilei und die Entstehung der neuzeitlichen Naturwissenschaft (Vortrag)

Galileo Galilei (1564 – 1642) gilt mit seinen herausragenden Leistungen im Geflecht von Naturphilosophie, Mathematik und Astronomie als maßgeblicher (Mit-) Begründer der neuzeitlichen Naturwissenschaft. Der Vortrag widmet sich dem Wirken Galileis vor dem Hintergrund einer evolutionären und einer revolutionären Komponente bezüglich seiner Zerstörung des vorherrschenden antik-mittelalterlichen Weltbildes durch u.a. eine mathematisierte Naturphilosophie, kontrollierte Experimente und Teleskopbeobachtungen. Die thematische Bandbreite reicht dabei von kosmologischen und astronomischen Fragestellungen bis hin zu physikalischer Grundlagenforschung und erkenntnistheoretischen Überlegungen. Abschließend wird ein Blick auf die gesellschaftlichen bzw. kulturellen Implikationen von Galileis (r)evolutionären Forschungen geworfen, wobei das Inquisitionsverfahren gegen ihn eine wichtige Rolle spielen wird.

Thomas Heichele, M.A., geb. 1982, ist seit 2009 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl Philosophie mit Schwerpunkt analytische Philosophie und Wissenschaftstheorie an der Universität Augsburg. Seit dem Abschluss des Philosophiestudiums 2008 arbeitet er an seiner Promotion mit einem Thema (über Leonardo da Vinci und Galileo Galilei) aus dem Spannungsfeld von Wissenschaftsgeschichte, Naturphilosophie und Technikphilosophie (Uni Augsburg/TU München). Neben der wissenschaftlichen Arbeit an der Universität war er mehrere Jahre als Dozent in der Erwachsenenbildung tätig.

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Cancer survivors – eine rasant wachsende Bevölkerungsgruppe, ignoriert und unterschätzt? (Vortrag)

Krebsüberlebende (cancer survivors) sind eine heterogene, exponentiell wachsende Gruppe mit komplexen Bedürfnissen. Sie vollzieht momentan die Wandlung von einer Minderheit zu einem signifikanten Teil unserer Gesellschaft. Alleine in der Ostschweiz hat sich ihre geschätzte Zahl innerhalb von 20 Jahren verdoppelt, z.B. bei den über 60-jährigen wurde schon jetzt bei 11% in der Vergangenheit ein invasiver Tumor diagnostiziert.

Im Laufe des Lebens erkrankt etwa jeder 2. Mann und jede 3. Frau an invasivem Krebs, und mehr als jeder 4. Mann bzw. jede 5. Frau stirbt an Krebs. Die Möglichkeiten und Chancen Krebs früh zu entdecken und erfolgreich zu behandeln sind in den letzten Jahrzehnten rapide gestiegen und bieten einer Vielzahl von Betroffenen eine Perspektive auf ein langes Leben. Heutzutage ist es keine Seltenheit mehr, nach einer Krebsdiagnose 20 Jahre und länger zu überleben, während 40 Jahre zuvor selbst 5 Jahre eine Ausnahme waren: Noch heute gilt unter Medizinern als geheilt, bei wem der Krebs nach 5 Jahren nicht wieder aufgetreten ist. Doch mit zunehmendem Alter machen sich die Spätfolgen der Therapien bemerkbar, mit ihren eigenen Problemen und dem Bedarf an zuverlässiger Langzeitbetreuung durch geschultes Fachpersonal. Auch haben Krebsüberlebende ein grösseres Risiko für Krebs und andere Krankheiten.

Doch oft stehen die Krebsüberlebenden mit ihren komplexen Bedürfnissen alleine da, kaum jemand fühlt sich zuständig. Viel mehr noch, da die Datengrundlage spärlich und kaum publiziert ist, wächst hier nahezu unbemerkt eine Gruppe heran, so dass deren Bedürfnisse das Gesundheitssystem zu überfordern drohen. Der Vortrag zeigt erste Ergebnisse über Umfang, Entwicklung, sowie einige der Einflussfaktoren; und will so dazu beitragen die Datenlücke zu schliessen und die Wahrnehmung der Bevölkerungsgruppe der Krebsüberlebenden zu erhöhen.

Christian Herrmann ist Diplom Mathematiker und ehemaliger Projektleiter am Internationalen Zentrum der WHO für Krebsforschung, seit 2011 Doktorand der Epidemiologie am Swiss Tropical and Public Health Institute, Universität Basel und dem Krebsregister St. Gallen-Appenzell. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Visualisierung von geographischen und zeitlichen Trends in der Verbreitung von Krebs (Bayesian disease mapping), die Überlebensanalyse (cancer survival analysis), sowie cancer survivorship und quality of care.

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Körperkunst: Face- und Bodypainting (Workshop)

Sich mit Hilfe von Schminke zu verwandeln ist eine jahrtausendealte Tradition. Dieser Workshop geht das Thema (R)Evolutionen von der künstlerischen Seite an und fordert eure Phantasie heraus! Ob dabei naturalistische oder abstrakte Werke herauskommen, liegt ganz bei euch: Ihr lernt den richtigen Umgang mit verschiedenen Materialien und Produkten und könnt euch Anregungen holen, um ausgiebig selbst zu experimentieren und vielleicht sogar das eine oder andere Kunstwerk beim Bunten Abend zu präsentieren. Selbstverständlich kriegt man das Zeug auch problemlos wieder runter

, geboren 1987 in Hamburg, studiert nach kurzen Abstechern in die Luft- und Raumfahrttechnik und Betriebswirtschaft nun im achten Semester Jura mit Schwerpunkt Kriminalwissenschaften. Außerdem ist sie staatlich geprüfte Visagistin und Make-up-Artistin und findet es nach sieben Jahren bei Mensa auch überhaupt nicht mehr seltsam, wie ihr Lebenslauf aussieht.

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Massageworkshop (Workshop)

Gut massieren zu können, kann einem im Leben so manchen unerwarteten Pluspunkt einbringen. Ob die Zeit für das Erlernen der hawaiianischen Lomi Lomi-Tempelmassage ausreichen wird, kann ich nicht sagen, jedenfalls lernt ihr, was eine richtig gute Wellness-Massage ausmacht und was ihr vermeiden solltet. Alles, was ihr mitbringen müsst, seid ihr selbst, wahlweise mit Massage-„Opfer” oder ohne, und einigermaßen bequeme und nicht zu dicke Kleidung.

, geboren 1987 in Hamburg, studiert nach kurzen Abstechern in die Luft- und Raumfahrttechnik und Betriebswirtschaft nun im achten Semester Jura mit Schwerpunkt Kriminalwissenschaften. Außerdem ist sie staatlich geprüfte Visagistin und Make-up-Artistin und findet es nach sieben Jahren bei Mensa auch überhaupt nicht mehr seltsam, wie ihr Lebenslauf aussieht.

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Die Suche nach einer zweiten Erde - ein faszinierendes Puzzel (Vortrag)

Die Suche nach extrasolaren Planeten und ihre Charakterisierung entwickelt sich gegenwärtig zu einem der aufregendsten Gebiete der Astronomie. Nach der Entdeckung der ersten felsartigen Planeten in den letzten Jahren stellt sich die faszinierende Frage, ob solche Planeten lebensfreundliche (habitable) Bedingungen aufweisen können.

Dr. Lisa Kaltenegger fasziniert die Frage, ob es andere Erden gibt und wie man solche Welten über Lichtjahre hinweg charakterisieren kann. Sie leitet seit September 2010 ihre sechsköpfige, internationale Emmy-Noether-Forschergruppe am MPI für Astronomie in Heidelberg auf diesem Gebiet.

Sie ist zudem Wissenschaftlerin am Harvard Smithsonian Center for Astrophysics und unterrichtet an der Harvard University. Ausgezeichnet wurde sie u. a. mit dem Heinz Leibnitz Preis für Physik 2012, dem Smithsonian Magazine Preis für American Young Innovators 2007, und dem Paul Hertelendy Preis 2007 „for outstanding young scientists at the Harvard Smithsonian Center for Astrophysics” und Promotio sub auspiciis Praesidentis 2005.

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Energy Abundance - Das Zeitalter unbegrenzter kostenloser Energie (Vortrag)

Man hat sich schon so daran gewöhnt, dass Energie immer teurer wird, dass es beinahe für ein Naturgesetz gehalten wird. Dabei offenbart ein Blick auf das Verhältnis zwischen Arbeitszeitpreis und Preis pro Kilowattstunde, dass der reale Nettopreis von Energie permanent geringer wird, was der Menschheit in den letzten 300 Jahren ein beispielloses Wirtschafts- und Wohlfahrtswachstum ermöglicht hat. Praktisch alle wohlfahrtlichen und technischen Fortschritte sind auf den vermehrten Gebrauch von externen Energiequellen zurückzuführen.

Die Frage ist: wie geht das weiter?

In meinem Vortrag werde ich darlegen, dass schon in absehbarer Zeit von weniger als 10 Jahren das Zeitalter unbegrenzter, nahezu kostenloser Energie beginnen wird, ja schon lange begonnen hat und das Heil der Menschheit in der Solarenergie liegt, denn nur sie entspricht dem mooreschen Gesetz für Halbleiter, das exponentielles Wachstum ermöglicht.Und genauso wie Hungersnöte noch vor wenigen Jahrzehnten in Europa an der Tagesordnung, heutzutage aber völlig unvorstellbar sind, wird es in ein paar Jahren unvorstellbar sein, Mangel an Energie zu haben.

Philipp Kalwies, Unternehmer aus Hamburg, zog nach dem Abitur nach Cuba und Mittelamerika, um Spanisch zu studieren und die Weite Welt kennenzulernen. Zurück in Deutschland, begann er ein Studium der Internationalen Wirtschaft/VWL an der Otto-von-Guericke Universität in Magdeburg, die er allerdings nach ein paar Semestern wieder verließ, um sich voll und ganz seiner Selbstständigkeit zu widmen. Seitdem ist er als technischer Verkaufstrainer, Regionalleiter und Serial Entrepreneur Deutschlandweit unterwegs.

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Revolutionäre Anwendungen von Kurzzeitlaserpulsen (Vortrag)

Im letzten Jahrzehnt hat man es geschafft, die Dauer von Laserpulsen bis an ihre natürlich Grenze, also einen Schwingungszyklus des elektrischen Feldes, zu treiben. Das entspricht bei sichtbaren Laserpulsen etwa 2 Femtosekunden (1 fs = 10-15 s). Um noch kürzere Pulse zu erreichen, muss man durch eine Frequenzkonversion, z.B. durch einen nichtlinearen Prozess in einem Gas, kurzwelligeres Licht erzeugen. Durch diese Methode schafft man es, die kürzesten Lichtpulse der Welt einer Dauer von etwa 75 Attosekunden zu generieren. Zum Vergleich: eine Attosekunde = 10 -18 s und verhält sich zu einer Sekunde etwa wie eine Sekunde zum Alter des Universums. Mit diesen kurzen Pulsen können ultraschnelle elektronische Prozesse in Atomen, Molekülen und Festkörpern zeitlich aufgelöst werden – ananlog wie man in der Fotografie eine kurze Belichtungszeit benötigt, damit schnell bewegte Objekte auf dem Foto nicht „verschmieren”. Erkenntnisse über die Prozesse sind relevant für viele wissenschaftliche Bereiche von der Photovoltaik über molekulare Elektronik bis hin zu biophysikalischen Fragestellungen mit Relevanz in der Medizin.

Prof. Dr. Dipl.Ing. Reinhard Kienberger ist in Graz, österreich geboren. Er studierte Elektrotechnik an der TU Wien und promovierte ebendort in Quantenoptik. Nach einem Forschungsjahr am Stanford Linear Accelerator Center in den USA wurde er Leiter einer Forschungsgruppe am Max-Planck-Institut für Quantenoptik in Garching bei München. Seit 2008 ist Kienberger Professor für Experimentalphysik an der TU München. Für seine Forschung in der Attosekundenphysik, die er mitbegründete, erhielt er u.a. den Sofja Kovalevskaja Preis der Alexander von Humboldt Stiftung, den ERC Starting Grant, den ICO Prize der International Comission of Optics und die Ernst Abbe Medaille der Carl-Zeiss Stiftung

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Engagementpolitik – zur Entstehung eines neuen Politikfeldes (Vortrag)

Seit den Empfehlungen einer Enquete-Kommission zur „Zukunft des Bürgerschaftlichen Engagements” aus dem Jahr 2002 hat sich ein neues und fragiles Politikfeld „Engagementpolitik” herausgebildet. Die Rolle von Engagement und Zivilgesellschaft wird seitdem verstärkt zum Thema der politischen Diskussion und Gestaltung. Der Beitrag skizziert die Etappen der Herausbildung eines neuen Politikfeldes und erläutert die daran anknüpfenden Diskussionen zum Verhältnis von Staat und Wirtschaft zur Zivilgesellschaft.

PD Dr. Ansgar Klein, geb. 1959 in Berlin, Diplom in Soziologe (Universität Frankfurt), Promotion in Politikwissenschaft (FU Berlin), Habilitation in Politikwissenschaften an der Universität Bremen; Privatdozent für Politikwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit August 2002 Geschäftsführer des „Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagements”. Mitherausgeber des Forschungsjournal Soziale Bewegungen (Verlag Lucius&Lucius) und der Buchreihe „Bürgergesellschaft und Demokratie” im VS-Verlag.

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Wie soll ich wissen, was ich denke, wenn ich nicht höre, was ich sage? – (R)Evolution von Denken durch Sprache (Vortrag)

Ob und wie Sprache und Denken verknüpft sind, ist in der Linguistik viel diskutiert worden. In diesem Vortrag gehen wir der Frage nach, wie Sprache und Denken in psychologischen Experimenten untersucht werden und wie sprachliche Unterschiede die Wahrnehmung von Zeit, Raum und Personen beeinflussen. Macht es wirklich einen Unterschied, ob ich „blau” in unterschiedlichen Schattierungen kenne oder „sinij” (russisch: dunkelblau) und „goluboj” (russisch: hellblau) unterscheide? Wie sehen Aborigines die Welt, die sich mit „Aus welcher Himmelsrichtung kommst du?” begrüßen? Was bringt es, „Schwarzer” statt „Neger” oder „Studierende” statt „Studenten” zu sagen? Und was um alles in der Welt haben die Familien Feuerstein, Addams und Simpson damit zu tun?

Sara Köser ist Diplompsychologin und aktuell mit ihrer Promotion zu Persuasion und geschlechtergerechter Sprache an der Universität Bern (mit Abstechern nach Trondheim und Essen) beschäftigt. Als Stipendiatin des EU-Netzwerks „Language, Cognition, and Gender” kommt sie immer wieder mit den faszinierenden Eigenheiten unterschiedlicher Sprachen in Berührung. Für diesen Vortrag nutzt sie die Gelegenheit, dies mit ihrem Interesse an findig umgesetzten psychologischen Experimenten zu verknüpfen.

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Guernica und de Sade – Revolution und Bürgerkrieg Kunstwerke als Spiegel der Gesellschaft! (Workshop)

Politische Umbrüche, soziale, und technologische Revolutionen spiegeln sich auch stets in der Kunstproduktion der jeweiligen Epoche. Das Verstehen und Lesen-Können von Kunstwerken ermöglicht also auch immer tiefere Einblicke in die historischen Zusammenhänge.

Inwieweit können wir Künstler dann auch als hochsensitive soziologische Messinstrumente ihrer Ära verstehen? Ahnen und verarbeiten die Künstler evtl früher als andere, in welche Richtungen sich Umbrüche entwickeln können?

In einer Workshop-Athmospäre wird zum einen Grundwissen vermittelt, zum anderen aber auch die eigene Sensibilität traniert.

TeeKay (Thorsten Michael Kreissig) lädt als unkonventioneller Kultur- und Wissensvermittler, Konzepter und Eventmanager immer wieder zu aussergewöhnlichen Erfahrungen ein. In mehr als 120 Produktionen unterschiedlichster Stilrichtungen - von Strassen-Opern, Tanzabenteuern, Modenschauen und Erlebnis-Events erweitert er zeitgemäss die Grenzen künstlerischen Erlebens ebenso humorvoll wie effektiv. Als vielseitig ausgebildeter Theaterfachmann und Psychologe nutzt er dabei Wissen ebenso wie Intuition.

Theaterprojekte führten ihn u.a. in Berlin ans Theater des Westens und die Staatsoper Unter den Linden, in München and Bayrisches Staatsschauspiel, die Münchner Philharmoniker und das Staatstheater am Gärtnerplatz. International war er für das Opernhaus Graz, die Internationalen Musikfestwochen Luzern, das Stadsteater Malmö, die Türkische Staatsoper Izmir und das Kennedy Center Washington tätig.

2007 brachte er mit seiner Aktion „Dance the Cranko” eine ganze Stadt zum Tanzen und organisierte erfolgreich das erste Public Viewing für Tanz auf dem europäischen Kontinent. (Videoclips dazu sind unter dem Stichwort „Dance the Cranko” auf youtube zu finden.) Derzeit entwickelt er in Hannover „Twitter‘s mit Schwitters”, ein interdisziplinäres Kunstfestival.

2011 fand unter dem Titel „Köln denkt mit” seine an den TED-Talks orientierte Vision eines kostenlosen Bildungs-Events statt.

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Who wants to live forever? Über die Ethik der Unsterblichkeit (Vortrag)

Wir werden immer älter und bleiben dabei im Durchschnitt sogar gesünder. Große medizinische und technologische Fortschritte ermöglichen einen stetigen Anstieg der durschnittlichen Lebenserwartung und einige ambitionierte Biogerontologen sprechen sogar von der Möglichkeit der Unsterblichkeit, die mehr oder weniger greifbar zu sein scheint.

Aber nicht alles was machbar ist, ist auch erstrebenswert. Besonders die potenziellen gesellschaftspolitischen Konsequenzen stellen uns vor eine Herausforderung und erfordern eine gezielte ethische Betrachtung. Einem Recht auf gesundes und langes Leben stehen Forderungen nach globaler Gerechtigkeit und einer Gesamtnutzenbetrachtung gegenüber. Und schließlich stellt sich auch die Frage, in wie weit aus individueller Sicht ein deutlich verlängertes Leben wünschenswert ist.

Jenny Krutzinna, Jahrgang 1982, Hobby-Bioethikerin und Existenzgründerin in Frankfurt, studierte ursprünglich Rechtsphilosophie an der Oxford University, entschied sich dann aber gegen eine juristische Laufbahn und arbeitete statt dessen mehrere Jahre im Business Development and als Projektmanagerin in der Investmentbranche und in der Unternehmensberatung. Als das alles zu langweilig wurde, begann sie 2010 nebenbei ein Master-Studium in Medizinethik und –recht an der University of Manchester und denkt nun sogar über einen PhD in diesem Bereich nach.

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'Where have all the heroes gone' - zum Wandel des Heldenbildes in mittelalterlicher Epik (Vortrag)

„Rincewind could scream for mercy in nineteen languages, and just scream in another forty-four.”

Ein (fiktiver) Held zeichnet sich aus durch herausragende Fähigkeiten und/oder Leistungen: Tapferkeit und Stärke, Gerechtigkeit und Mitgefühl, Schläue und Weisheit. Doch welche Eigenschaften und Taten galten den Dichtern des Mittelalters und ihrem Publikum als besonders bewundernswert? Und welche Schlüsse auf die Gedanken- und Lebenswelt ihrer Zeit lassen die Darstellungen zu? Ein Streifzug durch einige besonders prominente oder schöne Texte zwischen 800 und 1250 (Waltharius, Erec, Daniel von dem blühenden Tal) soll aufzeigen, welchen Wandel das Heldenbild im Lauf der Zeit durchlebt.

Andreas Lenz hat Latinistik, Gräzistik und Germanistik in Mainz studiert. Seit 2011 beschäftigt er sich in seinem Dissertationsprojekt „Experimentelle Transformation epischer Heldenbilder im ‘Waltharius’ und im ‘Ruodlieb’” mit großer Freude, abgeschlagenen Gliedmaßen, ironisierten Helden, scherzenden Dichtern und dem ganzen Rest.

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Digitale Realität - Interaktion zwischen Mensch und Computer (Vortrag)

Computersysteme sind ein allgegenwärtiger Bestandteil der Lebens- und Arbeitswirklichkeit vieler Menschen geworden. Der Umgang mit diesen Computersystemen ist so vielfältig wie deren Aufgaben und Fähigkeiten. Die Veränderung von Bedienung hin zu Interaktion, Kooperation und Immersion nährt alte Fragen über die Möglichkeiten und Grenzen digitaler Berechnungsmodelle, über Analogien zu menschlich-kognitiven Fähigkeiten und über die Zusammenhänge zwischen Wahrnehmung und Realität von individuellen wie auch sozialen Umgebungen. Der Vortrag gibt einen Einblick in den Wandel der Computernutzung unter Berücksichtigung aktueller technologischer Entwicklungen am Beispiel intelligenter interaktiver Systeme. Dabei werden sowohl technische, psychologische als auch philosophische Fragestellungen beleuchtet sowie Reiz und Risiko aktueller und zukünftiger Entwicklungen diskutiert

Prof. Dr. Marc Erich Latoschik studierte Mathematik und Informatik an der Universität Paderborn, dem New York Institute of Technology und an der Universität Bielefeld. Nach einigen Jahren in der IT-Industrie promovierte er 2001 über „Multimodale Interaktion in Virtueller Konstruktion”. Im Anschluss übernahm Marc die Leitung des Labors für Virtuelle Realität und Künstliche Intelligenz an der Universität Bielefeld. Es folgten Rufe auf Professuren für Medieninformatik (HTW Berlin, 2007), für „Intelligent Graphics” (Universität Bayreuth, 2009) und schließlich für „Mensch-Computer-Interaktion” (Universität Würzburg, 2011). Marcs Arbeiten sind interdisziplinär ausgerichtet und verbinden interaktive 3D-Computergraphik mit Virtueller und Erweiterter Realität, Künstlicher Intelligenz und den Kognitionswissenschaften.

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Revolution im Himmel: die Erforschung des Himmels als Gegenstand der Kosmologie und der Theologie (Vortrag)

Die Erforschung des Himmels hat seit allen Zeiten die Gemüter erregt. Johannes Kepler sah darin die Möglichkeit, die Gedanken Gottes nachzuvollziehen. Giordano Bruno wurde für seine wissenschaftliche Neugier mit dem Scheiterhaufen bestraft, heißt es, und Galileo Galilei für seinen Übermut eingekerkert. Diese verbreiteten Ansichten entsprechen aber nicht der historischen Wahrheit. Das historische Bild ist differenzierter und somit auch spannender, als es zunächst den Anschein hat. Auch heute noch wird die Erforschung des Himmels weltanschaulich aufgeladen, Ausdruck der besonderen Bedeutung, die dessen Studium für die Menschheit hat.

Dr. Andreas Losch: *1972, Studium der ev. Theologie und etwas Soziologie, Judaistik und Philosophie in Bochum, Wuppertal, Jerusalem und Heidelberg. Promotion über das Thema „Jenseits der Konflikte - eine konstruktiv-kritische Auseinandersetzung von Theologie und Naturwissenschaft” in Bochum, derzeit wiss. Mitarbeiter in der Redaktion der Martin Buber Werkausgabe (Düsseldorf).

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Die Entwicklung des Universums (Vortrag)

Das physikalische Weltbild hat in den letzten einhundert Jahren eine durchgreifende Veränderung erlebt, deren Ausmaß nur mit der kopernikanische Wende verglichen werden kann. Sie ist geprägt durch die Beobachtung des expandierenden Universums und seiner makroskopischen Entwicklung aus einem mikrophysikalischen Anfangszustand. Erst nach der Entstehung der Sterne als thermonuklearen "Fabriken" für die schweren Elemente des Periodensystems der Elemente bildeten sich Moleküle und Staub im interstellaren Medium, die als Kometen und Meteoriten auch heute noch die Eigenschaften von Planetenoberflächen und Atmosphären beeinflussen. Die Vielzahl organischer Moleküle im Weltraum zeigt neue Möglichkeiten für die Entstehung des Lebens in der Entwicklung des Universums auf.

Prof. Dr. Karl Mannheim: Jahrgang 1963.
Studium der Physik in Heidelberg und Bonn (Diplom 1989)
Doktorarbeit über Radiogalaxien am Max-Planck-Institut für Radioastronomie (1992)
Ludwig-Biermann Preis der Astronomischen Gesellschaft (1995)
Habilitation an der Universitäts-Sternwarte Göttingen (1997)
Heisenberg Stipendiat (1999-2001)
Ordinarius für Astronomie an der Universität Würzburg (seit 2001)

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Open Statecraft: Strategy for our networked world (Vortrag)

2012 ist Open Government überall: Politik und Verwaltung auf allen Ebenen wollen „Bürger” bei Entscheidungen integrieren. Allerdings, erschliessen weder O’Reillys metaphorische Definition „Government as a platform” noch die aus dem berühmten Obama-Memo abgeleitete Definition, die besagt, dass Government 2.0 aus transparentem, partizipativem und kollaborativem Regierungshandeln besteht, uns die Logik von Open Government als radikal neue Organisationsform. Aufgrund des Hypes um den Begriff scheint er so greifbar wie ein Stück Wackelpudding. Open Government impliziert eigentlich nur, die Logik von „Many-to-Many” (Crowd-sourcing, P2P, Peer Production) auf Fragen der Gemeinwohlgenerierung auszuweiten. Und das ist revolutionär und spannend.

Dr. Philipp S. Müller ist Business Development Director für den öffentlichen Sektor bei CSC Deutschland und lehrt zeitweilig an der Business School der Universität Salzburg (SMBS) und der Harvard Kennedy School. Sein neustes Buch Machiavelli.net - Strategie für unsere vernetzte Welt” ist gerade bei Scoventa erschienen.

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Medienlandschaft im Aufbruch (Vortrag)

Die Welt wird immer globaler. So weit, so banal. Viele fühlen sich allein aufgrund dieser Tatsache als Kosmopoliten. Ist dies wirklich der Fall?

Der Vortrag „Medienlandschaft im Aufbruch” reflektiert die Trends in der gegenwärtigen Medienlandschaft und zeigt auf, wie die Mehrheit der Medien die Einseitigkeit des Denkens weiter fördern und den menschlichen Geist einschränken. Gedankenspiele, basiert auf konkreten Fallbeispielen, zeigen Szenarien für die Zukunft des Journalismus auf – und wie auch Mitglieder von Mensa sich dabei einbringen können.

Fabian Neuen ist Gründer & CEO von Fair Observer (www.fairobserver.com), ein neuartiges journalistisches Projekt, das die Einseitigkeit in der Medienwelt überkommen und Transparenz schaffen will. Er konzentriert sich schwerpunktmäßig auf den Ausbau von Partnerschaften mit Hochschulen, Think Tanks und Medienpartnern sowie auf den Aufbau interner Prozesse.

Nachdem er in Malta, Afrika und Frankreich aufgewachsen ist, hat Fabian an der WHU, am INSEAD sowie an der Wharton School studiert. Er war knapp 7 Jahre bei Siemens Management Consulting und hat dort insbesondere in Indien und China strategische Wachstumsprojekte des Siemenskonzerns geleitet. Weitere Arbeitserfahrungen sammelte er bei Roland Berger, Bain & Company und Lazard.

Während seines Studiums, bei Siemens wie auch mit Fair Observer hat Fabian verschiedene Auszeichnungen erhalten, u.a. Mitglied der Dean’s List am Insead, als Siemens Global Top Talent wie auch als Stipendiat des German Silicon Valley Accelerators.

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Von der Plünderung zur Postwachstumsökonomie (Vortrag)

Die lang gehegte Hoffnung, dass wirtschaftliches Wachstum durch technischen Fortschritt nachhaltig oder klimafreundlich gestaltet werden kann, bröckelt. Weiterhin scheint ein auf permanente ökonomische Expansion getrimmtes System kein Garant für Stabilität und soziale Sicherheit zu sein. Darauf deuten nicht nur die Eskalation auf den Finanzmärkten und die Schuldenkrisen hin, sondern auch die Verknappung jener Ressourcen („Peak Everything”), auf deren unbegrenzter und kostengünstiger Verfügbarkeit das industrielle Wohlstandsmodell bislang basierte. Zudem nährt die sog. „Glücksforschung” den Befund, dass Steigerungen des monetären Einkommens ab einem gewissen Niveau keine weitere Zunahme des subjektiv empfundenen Wohlbefindens hervorruft. Folglich ist es an der Zeit, die Bedingungen und Möglichkeiten einer Postwachstumsökonomie auszuloten. Letztere ist das Resultat eines prägnanten Rückbaus arbeitsteiliger, geldbasierter und globalisierter Versorgungsmuster. Stattdessen werden Suffizienz und urbane Subsistenz als Ergänzung eines merklich reduzierten und zugleich umstrukturierten Industriesystems bedeutsam sein. Aus Konsumenten werden souveräne Prosumenten, die mittels reaktivierter Subsistenzressourcen (z.B. Handwerk) zur gemeinschaftlichen Versorgung beitragen. Zudem ist die Postwachstumsökonomie durch Sesshaftigkeit gekennzeichnet, also durch Glück ohne Kerosin.

Prof. Dr. Niko Paech ist Wirtschaftswissenschaftler und vertritt den Lehrstuhl für Produktion und Umwelt an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Er forscht und lehrt unter anderem in den Bereichen Klimaschutz, nachhaltiger Konsum, Umweltökonomik, Sustainable Supply Chain Management, Nachhaltigkeitskommunikation, Diffusionsforschung, Innovationsmanagement und Postwachstumsökonomik. Momentan ist er Vorsitzender der Vereinigung für ökologische ökonomie (Vöö), gehört unter anderem dem Post Fossil Institut (PFI), dem Oldenburg Center for Sustainability Economics and Management (CENTOS), dem Kompetenzzentrum Bauen und Energie (KoBE) sowie dem wissenschaftlichen Beirat von Attac an. Er ist zudem Aussichtsratvorsitzender der Oldenburger Energiegenossenschaft (OLEGENO).

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Warum Freiheit immer missverstanden wird. Eine Richtigstellung im Anschluss an Ludwig von Mises (Vortrag)

Dass der Ruf nach Freiheit heute mehr denn je skeptisch bis ablehnend aufgenommen wird, verdankt sich tiefliegenden Missverständnissen des Freiheitsgedankens sowohl hinsichtlich seiner Fundierung als auch hinsichtlich seines Gehaltes. Diese theoretischen Fehler (welche sogar von Liberalen und Libertären regelmäßig begangen werden) werden in ihrer Wirkung noch dadurch verstärkt, dass die Fehleinschätzung der Freiheit sich für einflussreiche Gruppen als äußerst lukrativ erweist. – Im Anschluss an Arbeiten von Ludwig von Mises korrigiert der Vortrag nicht nur einige zentrale Irrtümer über die Natur der Freiheit, sondern er lässt auch verständlich werden, weshalb jede derartige Korrektur auf erbitterten Widerstand stößt.

Prof. Dr. Rolf W. Puster, geb. 1957 in Mannheim. Auf das 1976 aufgenommene Studium der Philosophie und Germanistik folgen dem Staatsexamen 1982 ein Stipendium der Stiftung Volkswagenwerk, diverse wissenschaftliche Angestelltenverhältnisse und die siebenjährige redaktionelle Mitarbeit an einer internationalen philosophischen Fachzeitschrift. An die Promotion in Philosophie 1989 schließt sich die Habilitation 1997 im gleichen Fach an. Nach Tätigkeiten als Hochschuldozent, Lehrbeauftragter und Lehrstuhlvertreter an verschiedenen Universitäten erfolgt 2003 der Ruf auf eine Professur für Philosophie an die Universität Hamburg. – Arbeitsschwerpunkte: Geschichte der Philosophie sowie Liberalismus und Libertarismus.

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Die gute Seite von Facebook & Google, wie Datentransparenz unser Leben bereichern kann (Vortrag)

Wenn unsere Daten verwendet werden und an dritte weitergegeben werden, löst dies häufig Gegenwehr aus, vor allem, da dies gefühlt gegen unseren Willen und ohne unser Einverständnis geschieht. Doch was verpassen wir dadurch eigentlich?

Wer nicht zu finden ist, bleibt alleine und wessen Bedürfnisse nicht zu finden sind, dessen Bedürfnisse werden nicht befriedigt. Wir könnten so viel schneller gezielte Innovationen fördern und die Welt sich unseren Bedürfnissen anpassen lassen, wären Unternehmen und andere Menschen nur in der Lage zu sehen, was denn die Sachlage ist.

Lasst uns also aufhören paranoid unsere Daten schützen zu wollen, sondern lasst uns eine Welt betreten, in der sich jeder perfekt an unsere Bedürfnisse angepasst hat, und dies tun konnte, da er unsere Daten hatte. Zeit für eine (R)Evolution.

Marcel Rasche: Geboren am 29.04.1990 in Hagen, Westfalen. Abitur im Nordrheinwestfälischen Herdecke in 2008, danach Studium des Wirtschaftsingenieurwesens als duales Studium persönlich gefördert von Siemens als Partnernunternehmen. Abschluss und erhalt des Titels Bachelor of Engineering in 2011, danach Beginn der Promotion über das Thema automatisierte Bedarfsbefriedigung.

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Science Slam (Sonstiges)

Deine Forschung, 10 Minuten, Zeigs uns:
Wie auf den letzten MinD-Akademien hat jeder der Teilnehmer wieder die Chance in 10 Minuten seine Forschungsergebnisse in möglichst kreativer und humorvoller Weise vorzustellen. Die Ausgestaltung ist dabei vollkommen frei und euch überlassen, denn die Vorträge sollen nicht nur informieren, sondern auch unterhalten. Am Ende bewertet das Publikum die Vorträge nach Kreativität und Inhalt um den besten Slammer der diesjährigen Akademie zu bestimmen. Du hast Interesse? Meldet dich mit deiner Idee bei Marcel Rasche (Marcel.Rasche (at) gmail (dot) com)

Marcel Rasche, geboren 1990 studierte an der DH Ravensburg Wirtschaftsingenieurwesen von 2008 bis 2011 und beschäftigt sich aktuell mit einer Promotion im Bereich Wirtschaftswissenschaften. Nebenbei beschäftigt er sich als Management Trainer mit Präsentationstechniken, Körpersprache und weiteren Themen. Für den diesjährigen Science Slam bietet er zusammen mit den Vorjahresgewinnern auch vorbereitende Infos/Trainings für die Slammer an.

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Middle World - Die langsame Revolution(Vortrag)

Eine der revolutionärsten Entdeckungen der modernen Physik erfolgte beinahe unbemerkt von der Öffentlichkeit. Dies mag daran gelegen haben, dass dies wohl eine der langsamsten Revolutionen der Menschheitsgeschichte war (sie dauerte fast ein Jahrhundert): The Discovery of the Middle World! - wie Mark Haw es in seinem sehr empfehlenswerten Buch nennt [1]. Sicher sind auch dem einen oder anderen Nicht-Physiker Einsteins Theorien zur Relativität und zum Photoeffekt ein Begriff. Seine weitaus meistzitierte Arbeit aus seinem „annus mirabilis” 1905 kann allerdings als Fundament einer Welt bezeichnet werden, die „dazwischen” liegt...zwischen der (sub-)atomaren Welt der Quantentheorie und der makroskopischen Welt Newtons. Einer Welt in ständiger Unruhe, die mit Fug und Recht als Wiege des Lebens bezeichnet werden darf. Ich werde in diese Welt eintauchen, ihre Prinzipen darlegen und ihre Relevanz veranschaulichen, u.a. durch neueste Entwicklungen in der Nanotechnologie.

[1] Mark Haw, Middle World: the restless heart of matter and life

Daniel Rings studierte in Leipzig und Dublin Physik und hat zum Thema „Hot Brownian Motion” promoviert. Dies dürfte einem Teil des Publikums noch ein Begriff sein, dem er es auf dem MHN-Geburtstag bereits kurz vorgestellt hatte. Neben der Beschäftigung mit der theoretischen Physik ist Daniel Rings ein begeisterter Segelflieger und seit einer ganzen Weile auch aktives MHN-Mitglied.

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West goes East - Die revolutionäre Banalität fernöstlicher Gedankenwelt (Vortrag)

Wer im Osten sucht, dem fehlt im Westen etwas. Ende der 70er Jahre schienen mir linke Ideen im Niedergang begriffen, gesellschaftliche Veränderung auf politischer Ebene letztlich nicht möglich. Auf der Suche nach neuen Perspektiven kam ich in Kontakt mit Ideen von Osho, dem Buddhismus, Krishnamurti, Gurdjieff und Castaneda. Aus der Distanz gewann ich auch eine neue Sicht auf das Christentum.

Was ist im „östlichen” Denken anders? Wozu meditieren? Was ist der Nutzen eines Meister-Schüler-Verhältnisses? Heißt Ego-Losigkeit Selbstaufgabe? Kann es sein, daß Denken stört oder ein Erleuchteter eine Beule in sein Auto fährt?

Ulrich Roth: 1980-86 Studium der Medizin in Gießen
1986-94 Assistenzarzt im Oststadtkrankenhaus, Hannover
1989 Promotion
1994 Facharzt für Diagnostische Radiologie
bis 1997 in Radiologischer Praxis
1998 Facharzt für Allgemeinmedizin und Zusatztitel Psychotherapie
seither als ärztlicher Psychotherapeut in eigener Praxis

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Psychotherapie - Wie heilt die Arbeit mit der Seele? (Workshop)

Was tun Psychotherapeuten, wenn Sie das Innenleben behandeln? Woran orientieren sie sich? Was ist der Unterschied zwischen krank und gesund? Was soll anders werden? Wie entsteht eine Bewegung zu Neuem oder Besserem hin? Was passiert zwischen Patient und Therapeut? Wie gewinnt die Persönlichkeit des Therapeuten für den Patienten Wirkkraft?

In diesem Workshop möchte ich mit den Teilnehmern Ansätze einer Sprache zu finden versuchen, die weniger aus einem pathologisierenden Theoriegebäude stammt wie dies unsere „normalen” psychotherapeutischen Begriffsqualitäten tun.

Ulrich Roth: 1980-86 Studium der Medizin in Gießen
1986-94 Assistenzarzt im Oststadtkrankenhaus, Hannover
1989 Promotion
1994 Facharzt für Diagnostische Radiologie
bis 1997 in Radiologischer Praxis
1998 Facharzt für Allgemeinmedizin und Zusatztitel Psychotherapie
seither als ärztlicher Psychotherapeut in eigener Praxis

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Wirtschaft, Konjunktur, Zins, Wachstum, Schulden (Vortrag)

Nach der Wirtschaftskrise fragt sich die Welt, wie die wirtschaftliche Konjunktur stabilisiert werden kann, ohne dass staatliches oder privates „Deficit Spending” auf Dauer in die Überschuldung führt. Und die Frage nach den Grenzen des Wachstums bleibt weiter aktuell.

Ausgehend vom Zinsmechanismus werden Zusammenhänge aufgezeigt und Antworten gegeben. Zielgruppe sind interessierte Laien ebenso wie Menschen mit volkswirtschaftlichem Hintergrund. Einige der Fragen dürften sich für eine volkswirtschaftliche Studienarbeit oder Promotion eignen.

Axel Merlin Rutz hat Mathematik und - aus seiner Beschäftigung mit Wachstums- und Zinsfragen heraus - Volkswirtschaft studiert. Heute arbeitet er als selbstständiger Opensource-Webentwickler, Gründungsberater und Teamcoach, und immer, wenn die Zeit es zulässt, für eine bessere Welt.

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Die wahrscheinlich letzte Evolution des Menschen (Vortrag)

Was kommt eigentlich nach dem Tod? Die Vorstellungen variieren. Das Neue Testament antwortet mit der leiblichen Auferstehung der Toten. Doch was wiederum heißt das? Der Mensch scheint durch Tod und Auferstehung eine Veränderung zu durch„leben”: Der auferstandene Christus kann durch verschlossene Türen gehen und frühstückt kurze Zeit später mit seinen Jüngern gemeinsam Fisch. Paulus reflektiert die Auferstehung der Toten anhand vielfältiger Bilder. Aufgrund der empirischen Unwahrscheinlichkeit, dass der verstorbene und verwesende Mensch leiblich auferstehen kann und der schlichten Tatsache, dass keiner außer Christus es je erlebt hat, ergeben sich eine Vielzahl von Fragen: Ist die kommende Leiblichkeit anders als die jetzige? Aus welcher Materie besteht der künftige Leib? Wird der Auferstandene einen „perfekten” Leib haben? Kann Perfektion des Leibes noch „mein” Leib sein?

Die Theologie hat sich im Laufe der Jahrhunderte vielfältig mit der Denkbarkeit der Auferstehung auseinandergesetzt. Der Vortrag führt in die neutestamentlichen und andere antike Vorstellungen der christlichen Umwelt, von denen das Urchristentum maßgeblich geprägt ist, ein. Im Anschluss ist eine Diskussion über verschiedene Vorstellungswelten und die Denk(un)möglichkeit einer leiblichen Auferstehung der Toten sehr willkommen.

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Jungfernzeugung unter evolutionsbiologischen Aspekten (Vortrag)

Jungfernzeugung ist eine Möglichkeit der Fortpflanzung, die im Prinzip ohne einen männlichen Partner abläuft. Sie ist zwar im Vergleich zur geschlechtlichen Fortpflanzung im Tierreich ein relativ seltener Mechanismus, wo sie aber auftritt ist sie stets erfolgreich und garantiert hohe Nachkommenzahlen. In dem Vortrag werden Beispiele von Jungfernzeugung im Tierreich vorgestellt und die Vorteile und Nachteile dieses Fortpflanzungsmechanismus unter evolutionsbiologischen Aspekten diskutiert.

Prof. Dr. Dr. Manfred Schartl:
Studium der Biologie und Chemie in Gießen
Promotion in Genetik, danach Postdoc am Genetischen Institut in Gießen und am National Institute of Health in Bethesda, USA.
1985-1991: Arbeitsgruppenleiter am Genzentrum des Max-Planck-Instituts für Biochemie
seit 1991 Inhaber des Lehrstuhls für Physiologische Chemie der Medizinischen Fakultät der Universität Würzburg
Hauptarbeitsgebiete: Tumorforschung, Entwicklungsbiologie, molekulare Evolutionsforschung.

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Warum es eigentlich gar keine Evolution gibt! - Tricks für unsauberes Argumentieren (Workshop)

Der Workshop zielt darauf ab unsaubere und unfaire Strategien in Argumentationen besser erkennen zu können. Um die Strategien zu verstehen, werden sie selbst in Gruppenarbeiten eingesetzt, um zu verargumentieren wieso es eigentlich gar keine Evolution gibt.

Zu Beginn des Workshops werden einige Strategien vorgestellt, wie z.B.:

  • Umkehrung der Beweislast (ich behaupte was und ihr müsst erstmal das Gegenteil beweisen)
  • Verwendung von undefinierten oder mehrdeutigen Begriffen in verschiedenen Bedeutungen
  • Ausweichen in unbedeutende Details (z.B. „Missing Links ”)
  • Unzulässige Schlussfolgerungen
  • Intentionalistische Fehlschlüsse
  • Korrelation mit Kausalität verwechseln

Da es dabei auch um Formulierungen geht, ist es hilfreich wenn zumindest einige Teilnehmer auch einen Laptop o.ä. mitbringen könnten.

Otmar Seckinger, Jahrgang 80, hat in Furtwangen Medieninformatik studiert und befindet sich gerade in der Endphase eines berufsbegleitenden Bachelorstudiums Psychologie an der Fernuniversität Hagen. Er arbeitet als IT-Trainer, Berater und Coach vorwiegend in den Branchen Automotive und Medizintechnik. Nebenbei betreibt er den Blog http://kritischesdenken.wordpress.com/

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Die Zukunft ist agil! - Wie agil sind wir? (Workshop)

Agiles Projektmanagement = angewandte Evolution!

Nach einer kurzen theoretischen Einführung in die Thematik „agiles Projektmanagement” werdet Ihr ein kleines Projekt in Teams durchziehen und anschließend darüber reflektieren.

Ziel ist es, ein tiefes Verständnis für die Grundprinzipien und Vor- und Nachteile agilen Vorgehens zu entwickeln.

Nur noch so viel: Es macht Spaß!!!

Frank Schütz ist promovierter Informatiker. Während seiner Promotion war er viele Jahre für das Grundstudium der Informatik an der TU München mit verantwortlich.

Seit einigen Jahren arbeitet er für die InterFace AG. Er ist Leiter des IF Labs - einer Einrichtung, die es Studenten erlaubt Realworldprojekte unter Lab Bedingungen durchzuziehen und damit einen praktischen Erfahrungsschatz aufzubauen. Zu dem leitet er stellvertretend die Geschäftsstelle der InterFace AG in Nürnberg.

Trotzdem zieht es ihn immer wieder an die Uni zurück. So hielt er seit 2010 im Sommersemester zum Beispiel immer eine Übungsreihe zu Verteilten Anwendungen an "seiner" TU München oder spricht regelmäßig vor Studenten zum Thema Projektmanagement.

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Thomas Kuhns (r)evolutionäres Modell wissenschaftlicher Entwicklung (Vortrag)

In einem der wichtigsten Werke der Wissenschaftstheorie im vergangenen Jahrhundert, der „Struktur wissenschaftlicher Revolutionen”, zeichnet der amerikanische Wissenschaftshistoriker Thomas Samuel Kuhn ein Bild wissenschaftlicher Entwicklung, das neben Phasen hochgradig konvergenter Forschung durch Phasen radikaler, revolutionärer Umbrüche gekennzeichnet ist. Kuhns Vorschlag bricht auf diese Weise mit dem Bild, Wissenschaft sei ein Unternehmen, dessen Fortschreiten durch die stetige Anhäufung von mehr Erkenntnis und das Ausmerzen von Falschheiten adäquat beschreiben wird.

Kuhns Bild der Wissenschaft war ebenso einflußreich für viele wissenschaftliche Disziplinen wie heiß diskutiert und umstritten. Wie kann man in Kuhns Bild vermeiden, dass Wissenschaft letztlich ein irrationaler Prozess wird, in dem außerwissenschaftliche Faktoren wesentlich die Entwicklung bestimmen? Wie kann noch von wissenschaftlichem Fortschritt gesprochen werden, wenn es in den Wissenschaften radikale Umbrüche gibt?

Der Vortrag stellt Kuhns Bild der Wissenschaft kritisch vor, erläutert den Einfluß Kuhns und untersucht die revolutionären und evolutionären Aspekte in Kuhns Wissenschaftstheorie.

Dr. des. Markus Seidel:Studium der Philosophie, Soziologie und Politikwissenschaft an den Universitäten Münster, York (GB) und Siegen; Promotion im Fach Philosophie zum epistemischen Relativismus an der Universität Siegen (2012); Honorarreferent für politische Jugendbildung an der Heimvolkshochschule Haus Neuland e.V. (2005-2008); wiss. Mitarbeiter in einem DFG-Forschungsprojekt an der Universität Siegen zum Relativismus (2009-2012); seit 2008 - mit kurzer Unterbrechung - wiss. Mitarbeiter am Zentrum für Wissenschaftstheorie der Universität Münster

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English vis ä Tschörmän äksent – Giving presentations in English avoiding the 'Oettinger effect' (Workshop)

In 2010 a video of Günther Oetttinger giving a speech in English went viral. Although his speech was more or less perfect in grammatical terms, his pronunciation left much to be desired. Ranging among the most unsexy accents of the world, a German accent is nothing anyone would be particularly proud of. In order to avoid the 'Oettinger effect' it is absolutely vital to be aware of the phonological differences between English and German and to practise, practise, practise. Hence, this workshop will offer a short theoretical introduction followed by a practical unit, in which we will apply the newly gained knowledge. This workshop is especially aimed at those with a fairly good command of English who would like to work on their pronunciation in order to get rid of or to soften their German accent. Everybody is welcome! The workshop will be held in English, of course, but we will be able to switch to German whenever necessary.

Sönne Seifert is about to finish her English degree at Heidelberg University. As a teacher to be she is very interested in contrastive linguistics and both second language acquisition and second language teaching. In her year abroad (working as German teacher in Leicester, UK) she has ultimately fallen in love with foreign language teaching, the English culture and the English language.

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Intelligence designed - Wurden wir durch Schaden klug? (Vortrag)

2009 wurde das Darwinjahr gefeiert und gewürdigt, dass Darwins Hypothesen zur Evolution der Lebewesen weitgehend bis heute gültig sind. Es wird aber auch immer mehr zur Gewissheit, dass globale Katastrophen eine große Rolle gespielt haben, vor allem bei der „Makroevolution”, der Bildung neuer Arten oder höherer Taxa. Umstritten ist jedoch nach wie vor die Frage, ob die Entstehung höher organisierter Lebewesen durch Katastrophen beschleunigt oder sogar erst ermöglicht wurde. Dasselbe gilt auch für die Entstehung der menschlichen Intelligenz. Im Vortrag möchte ich nicht nur den bisherigen Forschungsstand beleuchten, sondern auch meine eigenen Schlüsse ziehen.

Dr. Bernd-Jürgen Seitz: Aufgewachsen in Esslingen und Nagold (Baden-Württemberg), Studium der Biologie in Freiburg im Breisgau, Abschluss mit Promotion, Thema: Beziehungen zwischen Vogelwelt und Vegetation; seit 1985 Mitarbeiter der Naturschutzverwaltung Baden-Württemberg, heute stellv. Referatsleiter im Regierungspräsidium Freiburg, seit einigen Jahren verstärkte Tätigkeit als Autor und Koordinator von Buchprojekten, derzeit Arbeit an einem Wissenschaftsroman zum Thema (R)Evolution.

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Staatsbankrott von 1945 - Staatsbankrott von 2013: Chance zur (R)Evolution? (Vortrag)

Jacques Rueff und André Piettre, 1953 ueber die Wirtschafts- und Waerungsreform von 1948:
„Der Schwarze Markt verschwand urplötzlich. Die Auslagen waren zum Bersten voll von Waren, die Fabrikschornsteine rauchten, und auf den Straßen wimmelte es von Lastkraftwagen. Wo es auch sei, überall statt der Totenstille der Ruinen das Gerassel der Baustellen. [...] Er setzte auf allen Gebieten des Wirtschaftslebens auf den Glockenschlag mit dem Tag der Währungsreform ein. [...] Von einem Tag auf den anderen füllten sich die Läden mit Waren, fingen die Fabriken wieder an zu arbeiten. Noch am Abend vorher liefen die Deutschen ziellos in den Städten umher, um kärgliche zusätzliche Nahrungsmittel aufzutreiben. Am Tage darauf dachten sie nur noch daran, sie zu produzieren.”

Vor dem Hintergrund dieses erfolgreichen Staatsbankrottes Deutschlands, fragt es sicht, ob ein Staatsbankrott Griechenlands nicht dem Retten, Zahlen und Sparen zu bevorzugen ist.

Davoud Taghawi-Nejad ist PhD-Student in „Economics of Complexity and Innovation” an der Universität Turin und wissenschaftlicher Assistent in Lehre bei den Vereinten Nation im ILO programm „Master of Applied Labour Economics for Development”. Er publizierte den Artikel „Technology shocks and trade in a network: How business cycles emerge from the interaction of autonomous agents”, in Lecture Notes in Economics and Mathematical Systems, Springer. Davoud war Forschungsassistent im Assetmanagment an der Freien Universität Bozen.

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MinD-Spielepreis 2013: Vorstellung der Nominiertenliste und Probespielen (Sonstiges)

Im Spielezimmer der Jugendherberge wird über die ganze Laufzeit der Akademie ein Tisch stehen, der vollgestapelt ist mit den zur Wahl stehenden Spielen. Evolutionstechnisch gesehen also „die Krone der Nominierungsphase”.

Welche Spiele das sind, wird in diesem „Workshop” in einer kurzen Präsentation erstmalig enthüllt. Dazu werden einige Informationen über das jeweilige Spiel, seine Regeln und eventuell schon andere eingeheimste Preise mitgeteilt. Mit dieser Präsentation fällt zudem der Startschuß für die Abstimmung zum MinD-Spielepreis 2013. Deshalb schließt sich an die knapp halbstündige Präsentation ein von mir geleiteter langer Spieleabend an, in dem ich jedes der zehn Spiele interessierten Gruppen zum Ausprobieren erkläre.

Jochen Tierbach,Jahrgang 1970 und Mensa-Jahrgang 2006, hat sich das (Spiel)Kind im Manne bewahrt. Und getreu dem Motto "Mensa ist das, was ihr draus macht", sich seine eigene Spielwiese ausgesucht und aufgebaut. Nach dem Studium des MHN-Intranets fragte er sich, warum aus den Überlegungen zu einem Spielepreis nichts geworden ist. Nach ein paar Fragen zu viel hatte er den Job inne und leitet seitdem mit unermüdlichem Einsatz mittlerweile im vierten Jahrgang die beiden Preis-Kategorien. Dabei kommt sogar die Zeit für die professionelle Jobsuche in der Spielebranche manchmal etwas zu kurz...

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Evolutionäre Blase oder revolutionärer Quantensprung? - Inklusive Hochbegabtenförderung in der Schule (Vortrag)

Der Beitrag greift ein aktuelles, inhaltlich hoch kontrovers diskutiertes Thema u.a. der Schulpädagogik auf. Da Inklusion nahezu flächendeckend seitens „behinderter” Kinder gesehen wird soll auf die ebenso nötige Beachtung Hochbegabter und besonders begabter Heranwachsende hingewiesen werden. Anhand eindrücklicher Beispiele werden die Schwierigkeiten der Erkennung, Förderung und Inkludierung deutlich gemacht und ein offenes Modell diskutiert.

Prof. Dr. habil Thomas Trautmann ist Professor für Grundschulpädagogik und -didaktik an der Universität Hamburg. Zuvor war ein 11 Jahre lang Chemie- und Biologielehrer. Er promovierte 1990 über ein Thema der Schülerverantwortung im Unterricht und habilitierte sich 1997 mit einer Arbeit über das kindliche Spiel. Seine Hauptarbeitsgebiete sind der reformorientierte Unterricht, die integrative Begabtenförderung, Kommunikation und Spiel.

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Die tagtägliche Evolution der deutschen Sprache (Vortrag)

Was gestern noch richtig war, ist heute falsch: Die deutsche Sprache entwickelt sich weiter, und das Tag für Tag. Während die einen jede Veränderung achselzuckend hinnehmen, möchten die anderen die deutsche Sprache am liebsten auf ihrem gestrigen Stand für immer einfrieren. Beide Haltungen sind gleichermaßen dumm. In meinem Vortrag möchte ich zeigen, wie sich das Deutsche verändert, warum es sich verändert, wer es verändert – und ob man etwas dagegen tun sollte.

Max Voigtmann M. A. ist studierter Sprachwissenschaftler, gelernter Tageszeitungsredakteur und Grafik-Designer. Er war Referent auf den MinD-Akademien „Sprache und Kommunikation”, „Kreativität und Innovation”, „Freiheit und Grenzen” sowie „Transformationen”; außerdem gehört er zu den „Irrationalen”, der Improtheatergruppe des MHNs, und moderiert seit einigen Jahren den Bunten Abend der Akademie. Er gestaltet das MinD-Magazin und hat das Corporate-Design von Mensa maßgeblich geprägt. Besondere Interessensgebiete von Max sind Kriminalliteratur, Eisenbahn, Psychologie und Film. Seit vergangenem Herbst promoviert er in Germanistik zum Thema Wortneuschöpfungen. Er hatte mehrere Lesungen als Autor (Kurzgeschichten, Gedichte) in München und ist unter anderem Mitglied in der Allianz Deutscher Designer (AGD), der Typographischen Gesellschaft München, dem Deutschen Journalistenverband und bei Mensa in Deutschland.

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Die sexuelle Revolution (Vortrag)

Wer 1962 es gewagt hätte, einem unverheirateten Pärchen ein Zimmer zu vermieten, musste damit rechnen, wegen Kuppelei vor Gericht zu landen. Heute, 50 Jahre später, kann man das Zimmer auch an eine polyamore homosexuelle Kommune vermieten – dem Staatsanwalt ist das egal. Und seit „Shades of Grey”, dem Sommer-Bestseller des Jahres 2012, ist selbst BDSM kein Randthema mehr. (Wenn das Buch bloß nicht so schlecht wäre …). Der Vortrag führt durch die Veränderungen der vergangenen 50 Jahre und zeigt Etappen und Meilensteine der sexuellen Revolution auf.

Babette Mairoth-Voigtmann ist Diplom-Grafikerin (FH), arbeitet als Grafikerin, Malerin und in der Öffentlichkeitsarbeit. Sie spielt seit 2002 Improtheater und gehört zu den "Irrationalen", der Improtheatergruppe des MHNs. Ihre Interessen sind neben dem Zeichnen die Fotografie, Natur, Katzen und Bücher. Sie hatte Ausstellungen in und um München, Gemeinschaftsausstellungen unter anderem in Radeberg, Wiesbaden und San Giovanni d'Asso; regelmäßig stellt sie mit dem KünstlerKreis Haar aus. Beim MHN hat sie Seminare zu Improtheater und Pressearbeit mitgeleitet. Ihr Interesse am Thema des Vortrags ist die Überschneidung zwischen sexueller Revolution und der Frauenbewegung. Sie ist Mitglied in der Allianz Deutscher Designer (AGD), der Typographischen Gesellschaft München, bei Frauenstudien München und bei Mensa in Deutschland.

Max Voigtmann M. A. ist studierter Sprachwissenschaftler, gelernter Tageszeitungsredakteur und Grafik-Designer. Er war Referent auf den MinD-Akademien „Sprache und Kommunikation”, „Kreativität und Innovation”, „Freiheit und Grenzen” sowie „Transformationen”; außerdem gehört er zu den „Irrationalen”, der Improtheatergruppe des MHNs, und moderiert seit einigen Jahren den Bunten Abend der Akademie. Er gestaltet das MinD-Magazin und hat das Corporate-Design von Mensa maßgeblich geprägt. Besondere Interessensgebiete von Max sind Kriminalliteratur, Eisenbahn, Psychologie und Film. Seit vergangenem Herbst promoviert er in Germanistik zum Thema Wortneuschöpfungen. Er hatte mehrere Lesungen als Autor (Kurzgeschichten, Gedichte) in München und ist unter anderem Mitglied in der Allianz Deutscher Designer (AGD), der Typographischen Gesellschaft München, dem Deutschen Journalistenverband und bei Mensa in Deutschland.

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Stadtentwicklung im post-fossilen Zeitalter (Vortrag)

Die Welt wird Stadt. Das globale Bevölkerungswachstum geht einher mit einer Verstädterung unserer Umwelt. Auch wenn uns das in Europa nur mittelbar betrifft und die Entwicklung unserer Städte eher langsam und kontinuierlich vor sich geht, bietet diese globale Herausforderung große Chancen für neue Denkansätze und Lösungen auch für unsere Städte.

Die sogennante ökö-Stadt Masdar ist ein Meilenstein der zeitgenössischen Stadtentwicklung. Sie zeigt, dass eine sinnvolle Nutzung der neusten Technologie in Kombination mit der Untersuchung neuer Lebensstile unabdingbar ist, um zukunftsfähige Lebensräume zu gestalten. Lebenswerte Stadtquartiere können so entwickelt werden, dass sie Resourcen schonen, soziale Integration fördern, Natur und Pflanzen integrieren und daraus Ansätze für eine unverwechselbare Gestaltung entstehen.

Prof. Tobias Wallisser: Architekturstudium an der TU Berlin und der Universität Stuttgart, Postgraduate Studium an der Columbia University in New York. Von 1997 bis 2007 war er als Creative Director im Büro UNStudio van Berkel&Bos in Amsterdam tätig und u.a. für den Entwurf und die Ausführung des Mercedes-Benz Museums verantwortlich.

2007 Gründung von LAVA (Laboratory for Visionary Architecture) mit Chris Bosse und Alexander Rieck. Das Büro wurde bekannt durch den Prototypen für das Future Hotel und den Entwurf für das Stadtzentrum der CO2-freien Stadt Masdar. Schwerpunkte sind innovative und nachhaltige Konzepte für Gebäude und Stadtentwicklungen.

Seit 2006 ist er Professor für Digitales Entwerfen an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart, seit 2011 Prorektor.

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Contact Improvisation (Workshop)

MHNler sind naturgemäß Kopfmenschen. Doch kann es viel Spaß machen sich zu bewegen. Gemeinsam macht dies noch mehr Spaß. Im Workshop geht es dabei um eine Methode des freien Tanzes, die unter dem Titel „Contact Improvisation” bekannt ist. Wie der Name schon sagt, kommt man dabei in Kontakt ... vielleicht ergibt sich aus dem Workshop auch eine kleine Jam (so werden die Treffen von erfahrenen Contactern genannt).

Stefan Wladarsch, geboren 1966 in Ingolstadt, seit der Kindheit mit dem Theater in Berührung und viel Freude am freien Tanzen, mehrere Contact-Workshops, Tai Chi, die Erfahrungen als festes Mitglied einer Improvisationstheatergruppe und meine eigene „Contact-Gruppe” halten mich in Bewegung.

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Kreatives Schreiben (Workshop)

Im Mittelpunkt dieses Workshops steht das Thema was entwickelt sich beim Schreiben? Das können die Figuren sein die uns überraschen, das können aber auch Erkenntnisse sein ... über uns selbst, über das Leben und überhaupt.

Stefan Wladarsch, geboren 1966 in Ingolstadt, seit der Kindheit Berührung mit dem Theater und erste schriftstellerische Versuche. Einige der Veröffentlichungen wurden mit Preisen bedacht. Seit 2001 Mitglied einer Improtheatergruppe und etwa seit der selben Zeit Beschäftigung mit der Schreibmethode (Dramaturgie usw.).

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Emergenz - wenn Systeme plötzlich neue Eigenschaften bekommen (Vortrag)

In der Chaosforschung ist das Phänomen gut bekannt, obwohl alles nach den immer gleichen Naturgesetzen abläuft, kann ein System mit einem zusätzlichen Freiheitsgrad versehen, plötzlich völlig unvorhergesehende Systemzustände einnehmen. Das auftauchen dieser neuen Eigenschaften nennt man Emergenz. Im Vortrag versuche ich zu erläutern wie wir uns diesen Prozess vorstellen. Dabei versuche ich in alter Chaosforscherischer Tradition unterschiedliche Fachgebiete unter einen Hut zu bringen und z.B. Gemeinsamkeiten von Physik und der Arbeit von Schriftstellern zu fnden.

Stefan Wladarsch, geboren 1966 in Ingolstadt, Studium der Physikalischen Technik und „Studium Generale” in München. War in den 1990er Jahren einige Jahre „Chef-Chaot” (im Vorstand der Chaosgruppe an der TU-München e.V.) und schreibt seit frühester Jugend.

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Programm der Mind-Akademie 2011

Hier findet Ihr das Programm der MinD-Akademie 2011. Solltet Ihr Fragen zum Programm haben, schreibt an programm@mind-akademie.de.

Vorträge

Workshops/weitere Programmpunkte

Programmbeschreibungen

Unternehmensplanung als Prognose (Vortrag)

In den Medien tauchen immer wieder Berichte von gravierenden Fehleinschätzungen der Unternehmen auf. Dem Laien erscheint es so, als ob Missmanagement an der Tagesordnung sei. Dabei handelt es sich bei der Unternehmensplanung immer um einer Prognose, die sich als falsch erweisen kann, selbst wenn sie zum Prognosezeitpunkt korrekt durchgeführt wurde. Der Beitrag gibt Einblicke in die Schwierigkeit der Bewältigung der Komplexität und der Unsicherheit der Unternehmensplanung. Ferner werden Ziele und Fallstricke bei der Unternehmensplanung angesprochen.

Prof. Dr. Matthias Amen (1965) ist seit 2008 an der Universität Bielefeld Lehrstuhlinhaber für Betriebswirtschaftslehre, Unternehmensrechnung und Rechnungslegung. Nach der Höheren Handelsschule, Ausbildung zum Industriekaufmann und Praxistätigkeit im Personalwesen studierte er an der Universität Paderborn. Nach der Promotion an der Universität Passau war er zunächst an der Universität Bern tätig. Anschließend arbeitete er parallel bei einer großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und an der Universität Duisburg-Essen, bei der er auch habilitierte. Vor der Berufung nach Bielefeld hat er einen Lehrstuhl an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt vertreten.

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Prokrastination (Vortrag)

Da der Vortrag erst Anfang Oktober gehalten wird und bis dahin aktuell noch 14 7 2 Wochen Zeit sind, hat sich die Referentin noch nicht weiter mit der Thematik auseinandergesetzt. Stattdessen widmet sie sich lieber der Vereinsarbeit und bei Gelegenheit sogar ihrer Diplomarbeit. Etwaiges regelmäßiges Chillen wird darüber hinaus natürlich auch nicht vernachlässigt.

Ines Bath, geboren im Jahre 1986 auf Rügen, studiert im 11. Semester Psychologie und schiebt seit einem Jahr erfolgreich die Bearbeitung ihrer Diplomarbeit vor sich her.

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Geplante Obsoleszenz - Forschung gegen die Zukunft? (Vortrag)

Produkte, die ewig halten, wäre das nicht ein Traum?

Aber es gibt einen Grund, warum das nicht so ist. Und es ist derselbe Grund, der dafür sorgt, dass Glühbirnen nur 5000 Stunden halten, Strumpfhosen Laufmaschen bekommen und ständig neue Modelle für alles mögliche auf den Markt kommen.

Denn Produkte, die ewig halten, kann man demselben Kunden nur einmal verkaufen. Seit geraumer Zeit beschäftigen sich deswegen findige Leute immer wieder mit der Erschaffung von Gründen, warum ein Produkt ausgetauscht werden muss.

Timm Bauten, Jahrgang 1974, hat in Aachen Physik studiert, in Köln als Ingenieur gearbeitet und ist derzeit Projektleiter bei einer IT-Strategie-Beratung.

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Strom von der Sonne: Physikalische Grundlagen und Wirtschaftlichkeit (Vortrag)

Die Sonne ist eine nach menschlichem Ermessen dauerhafte und umweltschonende Energiequelle. Sie zu nutzen ist dringend geboten. Die direkte Wandlung von Sonnenlicht in elektrische Leistung mit Solarzellen hat sich technologisch und hinsichtlich der Marktdurchdringung in den letzten Jahren rasant entwickelt. Der Vortrag führt in die physikalischen und technologischen Grundlagen der Photovoltaik mit kristallinem Silizium ein. Auch die Wirtschaftlichkeit von Solarstrom wird besprochen.

Prof. Dr.-Ing. Rolf Brendel, Jahrgang 1961: Studium der Physik und der Mathematik in Freiburg, Sussex (UK) und Heidelberg. Promotion an der technischen Fakultät der Univ. in Erlangen. PostDoc am Max Planck-Institut für Festkörperforschung in Stuttgart. Abteilungsleiter am Bayerischen Zentrum für Angewandte Energieforschung (ZAE Bayern). Habilitation an der Fakultät für Physik der Univ. Erlangen-Nürnberg. Professur (W3) für Physik an der Leibniz Universität Hannover. Leiter des niedersächsischen Instituts für Solarenergieforschung in Hameln (ISFH).

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Antikörper: Neue Tricks mit altbekannten Molekülen. (Vortrag)

Unser Körper kann sich gegen viele infektiöse Eindringlinge sehr erfolgreich mit hochspezialisierten Abwehrstoffen, den sog. Antikörpern, wehren. Von diesen Molekülen bildet jeder Mensch Hunderte von Millionen unterschiedliche. Biotechnologisch können menschliche Antikörper heute außerhalb des Körpers in großen Mengen hergestellt werden. In den letzten 10 Jahren ist die Zahl der therapeutischen Anwendungen von Antikörpern stark gestiegen, und die Zahl neuer therapeutischer Strategien mit Antikörpern wächst ständig weiter. Aber auch in der Forschung und Diagnostik besteht ein stark steigender Bedarf.

Eine Schlüsseltechnologie für die breitere Verwendung insbesondere menschlicher Antikörper war die Erfindung des "Phagen-Displays". Damit können wir einen einzelnen Antikörper (gegen eine bestimmte Substanz) aus dem enorm diversen Repertoire verschiedenster Antikörper in unserem Körper "herausfischen". Das ganze funktioniert komplett im Reagensglas ("in vitro"), so dass auch die bis dahin notwendigen Tierversuche komplett vermieden werden.

Das "Phagen-Display" ermöglicht es im Besonderen, gleich jenes Erbsubstanz-Stück (Gen) zu gewinnen, welches den Bauplan für den Antikörper enthält. Dieses Gen kann vielfältig bearbeitet werden, um die Eigenschaften des Antikörpers zu verbessern oder sogar völlig neue Funktionen anzufügen. Wir haben z.B. einen katalytischen Eiweißstoff (ein "Enzym") gentechnologisch an Antikörper angehängt, um so Krebszellen effektiver bekämpfen zu können.

Eine völlig andere, aber nicht weniger wichtige Anwendung des "Phagen-Displays" ist die Herstellung von Forschungssonden. Zwar kennen wir die komplette menschliche Gensequenz, aber es fehlt für weite Teile noch am Verständnis, was ihre einzelnen Teile bedeuten. Abhilfe böten Antikörper gegen alle etwa 25.000 verschiedenen Eiweiße - und mit dem "Phagen-Display" könnten wir diese schon heute erzeugen.

Prof. Dr. rer. nat. Stefan Dübel, Diplom-Biologe leitet die Abt. Biotechnologie an der TU Braunschweig. Der Gegenstand seiner Forschung ist Erschließung neuer Wege zur Herstellung und Charakterisierung menschlicher Proteine zur therapeutischen Anwendung. Die Entwicklung des Antikörper-Phagendisplays (zusammen mit Frank Breitling) ermöglichte die tier-unabhängige Erzeugung von Antikörpern und damit neue Wege zu verträglicheren Antikörper-Therapeutika. Darüber hinaus wurden neuartige Antikörper-Fusionsproteine entwicklet, gemäß des Leitsatzes, dass Proteinwirkstoffe möglichst vollständig aus Anteilen humanen Ursprungs bestehen sollten. So wurde z.B. ein neuartiges "Immuntoxin" mit einem komplett menschlichen cytotoxischen Anteil konstruiert. Seit 2005 wurden diese in-vitro Antikörper-Herstellungsmethoden auch immer stärker für die Grundlagenforschung genutzt, und es ist nun möglich, Antikörper gegen jedes menschliche Protein zu entwickeln, welche überdies in ihrem Funktionsspektrum den herkömmlichen Antikörpern aus Tieren überlegen sind. Stefan Dübel hat >170 wissenschaftliche Publikationen verfasst, 4 Bücher zum Thema herausgegeben und ist Miterfinder auf mehr als 20 Patenten.

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Neue Initiativen der Zivilgesellschaft - Erfahrungen und Ermutigung (Vortrag)

Angesichts des dramatisch wachsenden Problem- und Zeitdrucks fordert die Zukunft auch von der Zivilgesellschaft eine hohe Veränderungskompetenz. Die Frühphase von Transparency International (TI), der führenden NGO gegen Korruption, steht für einen ebenso raschen wie durchgreifenden Prozess von Veränderungen, an dem ich beteiligt war. Später, auch an der Universität, hat mich besonders beschäftig, WIE wir vorgegangen sind, also was auch für andere Engagements interessant sein könnte.

Proaktive Offenheit für Gelegenheiten entwickelte sich aus der Not des Anfangs zu einer Strategie im Kampf gegen Korruption. Dazu gehörten die Entdeckung der Transparenz als Instrument; die Kongruenz mit Eigeninteressen der Medien; Koalitionen auch mit Staat und Wirtschaft; Gleichgewichtigkeit von Süden und Norden in TI. Die Nachhaltigkeit des Kampfes gegen Korruption sichern insbesondere dessen Verankerung in öffentlichen Institutionen und seine Institutionalisierung in einer NGO. Für die Zukunftsrelevanz dieser Strategien wird ein Seitenblick auf das Versagen der Zivilgesellschaft in der Finanzkrise hilfreich sein.

Prof. Dr. phil. Hansjörg Elshorst, geb. 1938 im Ruhrgebiet, Studium der Germanistik und Geschichte, MA in USA in Sociology and Economics, 1967-69 Lehrtätigkeit in Argentinien. 1970-74 Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, 1974 an der Gründung der GTZ beteiligt und dann deren Geschäftsführer bis 1995. 1996-97 Weltbank. 1998-2002 Geschäftsführer von TI, 2003-2008 Vorsitzender von Transparency Deutschland. Seit 2004 Lehrbeauftragter, später Honorarprofessor im Bereich Internationale Politik der Universität Potsdam.

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Zukunft - eine Perspektive für Kirche und Theologie (Vortrag)

Folgender Beitrag zeigt die Relevanz von Zukunft für Theologie und Kirche und unterstreicht, dass diese zu beiden wesentlich dazugehört. Nach einer biblisch-theologischen Grundlegung werden die angesprochenen Bereiche beleuchtet und Antworten für die Fragestellung gegeben. "Zukunft" ist das Thema von Theologie und Kirche, wenn sie im Kanon der Wissenschaften und des gesellschaftlichen Diskurses mitreden wollen.

Dr. Michael Emmendörffer
geb. 1963 in Meppen/Ems
1983-1989 Studium der evangelischen Theologie, Altorientalistik, Vorderasiatischen Archäologie und Ägyptologie in Tübingen, Bethel und Göttingen
1989 I. Theologische Examen
1989-1992 Wissenschaftlicher Assistent und Lehrtätigkeit im Alten Testament Uni/Fakultät Zürich (Proseminare und Übungen bibl. Aramäisch)
1992-1995 Wissenschaftlicher Assistent und Lehrtätigkeit im Alten Testament Uni/Fakultät Hamburg (Proseminare und Pss-Übungen)
1996 Promotion in Hamburg Der ferne Gott. Eine Untersuchung der Volksklagelieder auf dem Hintergrund der mesopotamischen Literatur. (FAT 21), Tübingen.
1997 II. Theol. Examen
1997-2008 Pastor in Northeim und Ehlershausen-Burgdf.; Seit 2008 Studienleiter und Geschäftsführer im eshg
Seit 2008 Dozent für Bibelkunde im Alten und Neuen Testament an der Universität Göttingen/ Theol. Fakultät.

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Kulturdimensionen - Klischees, Statistik und die Zukunft der Globalisierung (Vortrag)

Aussagen über kulturelle Unterschiede werden oft als Allgemeinplätze abgetan, aber es gibt dazu seriöse Forschung. Mit statistischen Methoden, wie sie ähnlich auch bei der Beschreibung von Intelligenzfaktoren (z.B. numerisch, verbal) eingesetzt werden, lassen sich Kriterien finden, nach denen sich Gruppen von Menschen in ihrem Verhalten unterscheiden. Diese sogenannten Kulturdimensionen sind sehr instruktiv, weil sie Kommunikationsprobleme und Hintergründe für Konflikte aufdecken können, auf die man intuitiv schwerlich kommen würde. Der Vortrag stellt wichtige Kulturdimensionen vor und zeigt an Beispielen, was diese für Staaten, Firmen und Individuen bedeuten. Dabei werden u.a. folgende Fragen gestreift:

  • Ist der Imperialismus des Westens vorbei?
  • Wo lebt das römische Reich kulturell weiter?
  • Können Stammeskulturen Atomkraftwerke betreiben?
  • Warum ist Fußball eine so erfolgreiche globale Bewegung?
  • Gibt es ein bestes Schulsystem, und sagt der PISA-Test etwas darüber aus?
  • Wie sollen internationale Firmen mit Kulturunterschieden umgehen?

Michael Fackler, geboren und wohnhaft im Voralpenland, machte seine ersten interkulturellen Erfahrungen schon als Kind, denn die Grenze zwischen der schwäbisch-protestantischen und der bayerisch-katholischen Welt verläuft quer durch seine Heimat und sogar mitten durch seine Familie. Mehr über das Thema gelernt hat er dann beim Studium in München und Pisa, bei Auslandssprachkursen, auf langen Reisen und vor allem in seiner Arbeit als Aktuar (geprüfter Versicherungsmathematiker) für international tätige Unternehmen in Deutschland, Italien und der Schweiz. Michael Fackler ist seit 1988 bei Mensa. Für den Verein und für MHN ist er vor allem aktiv als Referent und Organisator von Vorträgen, daneben hat er die Endredaktion von Tagungsbänden der MinD-Akademien übernommen.

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Einmal Elfenbeinturm und zurück: Wohin geht die Wissenschaft? (Vortrag)

Hartnäckig hält sich das zweifelhafte Ideal von der Freiheit der Wissenschaften: Ob es wirklich erstrebenswert ist, sich auf Steuerzahlerkosten im Elfenturm der Wissenschaft seiner Neugierde hinzugeben? Und: Wie realistisch ist es, dass man ganz ohne Feedback zu frischen Erkenntnissen kommt?
Der Wissenschaftshistoriker Thomas Kuhn argumentierte, dass Wissenschaft und Forschung nach einer Phase von Mode I inzwischen in einen Mode II eingetreten sei. Dieser Mode II ist gekennzeichnet durch eine intensivere Beziehung zur wirtschaftlichen Verwertung von wissenschaftlichen Erkenntnissen. Konsequenterweise würden sich auch die Prozesse in Wissenschaft und Forschung denen von Industrieunternehmen zunehmend anpassen. Das hat Folgen dafür, was und wie geforscht wird - und damit auch auf die (Zusammen-)Arbeit in Forschungsinstituten.
Als Praktiker fragt sich Jens Flammann auch, wie denn nach Mode II ein Mode III der Wissenschaften aussehen könnte, der die beiden ersten Phasen hinter sich lassen könnte. Und er gibt als Autor eines Buches über Mitarbeiterführung in Wissenschaft und Forschung einige Hinweise dazu, wie Wissensarbeiter - jenseits ihrer wissenschaftlichen Arbeit - besser arbeiten und zusammenarbeiten können.

Jens Flammann hat Wirtschaftswissenschaft studiert, war lange als Trainer selbstständig und zuletzt im Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) Mannheim im Wissenstransfer angestellt. Er ist Autor eines Buches über Mitarbeiterführung in Wissenschaft und Forschung, das im Spätjahr 2011 im Gabler-Verlag erscheinen soll.
In diesem Zusammenhang hat er sich auch mit der Frage befasst, woher die Wissenschaften kommen, wohin sie gehen und welche Konsequenzen das für diejenigen hat, die in Wissenschaft und Forschung arbeiten (wollen).

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Bijapur - NAURAS und KSWU (Vortrag)

Bijapur gehörte bis 1956 zur Bombay Presidency, danach kam es, da die Bundesstaaten entsprechend der Sprachgrenzen gebildet wurden, zum Mysore State, der 1973 in Karnataka State umbenannt wurde. Bijapur erlebte seine Blütezeit als Residenzstadt der Adil Shah Sultane (1490-1686), deren Herrschaftsbereich bis an die Küste am Arabischen Meer reichte.

Ibrahim Adil Shah II. schuf NAURAS als Gesellschaftsmodell für ein harmonisches Zusammenleben der verschiedenen Kulturen und Religionen. Wichtig dabei war die Musik, der Tanz, das Theater, die Poesie, die Malerei und die Sprache. Bijapur, "Stadt des Sieges", wurde von Ibrahim umbenannt in Vidyapur, "Stadt des Wissens und der Erkenntnis".

Die Karnataka State Women's University (KSWU) wurde 2003 gegründet. Daran sind 70 Colleges affiliiert, die z. T. 500 km entfernt liegen. Mit diesen wird der Kontakt durch ein Satellitensystem hergestellt: Vorlesungen und Übungen werden von Bijapur aus direkt übertragen. Die Frauenuniversität hat ein Patendorf, mit dem ein enger Kontakt gepflegt wird. Den Frauen des großen ländlichen Gebiets sollen Perspektiven eröffnet werden, ihren Lebensstandard zu heben und unabhängig zu werden. Das geschieht durch Programme, in denen die Frauen neue Pflanzenarten und deren Anbau sowie Vermarktung kennenlernen. Die Schul- und Ausbildung der Mädchen und jungen Frauen soll gehoben werden.

Albrecht Frenz war bis zu seinem 20. Lebensjahr Landwirt, legte die Hochschulreife ab und studierte an der Universität Göttingen Indologie mit Klassischer Archäologie und Religionswissenschaft sowie evangelische Theologie. Ende 1966 promovierte er an der Universität Marburg mit einer Dissertation im vedischen Sanskrit und beendete Anfang 1969 das Theologiestudium mit dem Fakultätsexamen an der Universität Hamburg. Danach wurde er Pfarrer in der Evangelischen Landeskirche Württemberg. Von 1974-77 war er Dozent für Deutsch an der Kamraj University und am Tamilnadu Theological Seminary in Madurai, Südindien. Ab 1981 erschloss er den literarischen Nachlass von Hermann Gundert (Großvater von Hermann Hesse) und veröffentlichte daraus - meist in Zusammenarbeit mit Scaria Zacharia, Shankaracharya Sanskrit University Kaladi, Kerala - zahlreiche Bücher und Abhandlungen. 1993 gründete er in Stuttgart die Hermann-Gundert-Gesellschaft und organisierte die Hermann-Gundert-Konferenz. Seit seinem Ruhestand im Jahr 2000 widmet er sich vermehrt dem Austausch zwischen Indien und Deutschland (Bücher, Gruppenreisen, Seminare).

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Vielfalt und Einheit Indiens (Vortrag)

Indien umfasst rd. 3,167 Millionen qkm und hat rd. 1,21 Milliarden Einwohner (EU-Europa ca. 10,18 Millionen qkm und 502 Millionen Einwohner). Die 28 Bundesstaaten wurden 1959 entsprechend der Sprachgrenzen gebildet.In der Hauptsache gehören die Sprachen der indoarischen und der dravidischen Sprachgruppe an, daneben gibt es die austroasiatischen und tibetobirmanischen Sprachen. Die verschiedenen, vor allem in Nordindien anwesenden Fremdherrschaften brachten immer wieder neue Lebensstile nach Indien. Entsprechend den Sprachen gibt es in Indien viele Kulturen und Religionen.

Die Itihasas (Ramayana ud Mahabharata) schufen im Laufe der Jahrtausende ein mehr oder weniger einheitliches Kulturbewusstsein, das seit Aurobindo mit "Indianess" bezeichnet wird. Die britsiche Kolonialherrschaft schuf durch ein einheitliches Bildungssystem und durch die Industrialisierung eine mehr oder weniger einheitliche Gesellschaftsgrundlage. Indiens zunehmend bedeutende Stellung in der Welt und in der Raumfahrt stärken das Wir-Bewusstsein aller Inder; auch der Kashmir-Konflikt mit seinen Kriegen und Anschlägen trägt dazu bei. Die frühen geistigen Beziehungen zwischen Deutschland und Indien gewinnen heute, vor allem durch die technische Zusammenarbeit, an Bedeutung.

Lebenslauf von Dr. Albrecht Frenz: siehe voriger Eintrag

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Powerpoint-Karaoke (Workshop)

Wer kennt sie nicht aus seinem beruflichen oder studentischen Alltag: Präsentationen, bei denen der Vortragende nicht so recht zu wissen scheint, über was er da eigentlich gerade referiert. In diesem Workshop wollen wir diesen Präsentationsstil, auch Powerpoint-Karaoke genannt, zur sportlichen Disziplin erheben und in einer Mischung aus Präsentationstraining und Theatersport auf unterhaltsame und kurzweilige Art und Weise unsere Präsentationsfähigkeiten trainieren: Jeder Teilnehmer, der möchte, wird die Gelegenheit haben, einen ihm völlig unbekannten Foliensatz in Szene zu setzen und dem Publikum in Form der anderen Workshop-Teilnehmer zu präsentieren. Spezielle Vorkenntnisse sind keine nötig. Bereits einmal präsentiert zu haben garniert mit einem Hauch von Spontanität ist aber sicherlich hilfreich.

Thilo-Alexander Ginkel, Jahrgang 1979, hat Informatik studiert und hat seit seiner Jugend Spaß an der Entwicklung von Software. Seit kurzem geht er dieser Leidenschaft als selbständiger Softwareentwickler nach. Weniger Spaß bereitet ihm dagegen das Verfolgen zäher Präsentationen, was in ihm schlussendlich die Idee zu diesem Workshop reifen ließ.

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Post-Privacy: Hat wenig Datenschutz mehr Zukunft? (Vortrag)

Datenschutz ist in Verruf geraten. Oft dienen vermeintliche Datenschutzargumente und Orwellsche Visionen nur zur Verschleierung, wenn etwas aus anderen Gründen nicht gewünscht ist oder schlicht nicht funktioniert. Post-Privacy-Aktivisten fordern 'Keine Macht den Datenschützern!' und räumen auf mit einem Begriff von Privatsphäre, der ohnehin umstritten war. Steht Datenschutz dem Verbraucherschutz tatsächlich entgegen? Erkennen Datenschützer nicht den Mehrwert einer vernetzten Welt? Müssen wir uns positionieren zwischen Transparenz und Intransparenz? Der Vortrag gibt mögliche Antworten auf diese Fragen und stellt aktuelle Forschungsergebnisse vor. Diskussion ist erwünscht!

Prof. Dr.-Ing. Ulrich Greveler, Jahrgang 1972, ist Professor für Informatik am Fachbereich Elektrotechnik und Informatik der Fachhochschule Münster und leitet dort das Labor für IT-Sicherheit. Er publiziert zu den Themen Informationssicherheit, technischer Datenschutz, Kryptographie und Durchsetzung digitaler Rechte. Nach dem Studium in Gießen und mehrjähriger Industrietätigkeit forschte und promovierte er an der Ruhr-Universität Bochum.

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Unsere Zukunft und das Leben im Universum (Vortrag)

Wir forschen für die Zukunft, nicht für die Gegenwart und auch nicht für die Vergangenheit. Wir forschen damit wir und zukünftige Generation es besser und bequemer haben. Doch wohin führt uns der Weg, gibt es ein langfristiges Ziel?

Ein Forschungsgebiet welches derzeit 'explodiert' ist die Suche nach, und die Untersuchung von, extrasolaren Planeten. Dabei wurden bisher schon zwei gesicherte Erkenntnisse gewonnen.

(a) Es existiert eine sehr grosse Anzahl von Planeten in unserer Milchstrasse und im Universum.

(b) Es gibt eine sehr grosse Vielzahl verschiedenster Typen extrasolarer Planten. Die Planeten dieser Milchstrasse zeichnen sich nicht durch graues Einerlei aus, sondern durch eine farbenfrohe Mischung an Grösse, Umlaufbahn, Aufbau der jeweiligen Sonnensyteme, Oberflächentemperatur, chemische Zusammensetzung und Nähe zur habilitablen Zone.

Von besonderen Interesse sind dabei Exoplaneten welches sich in, oder in der Nähe von habitablen Zonen befinden, also in einem Abstand zur ihren Sonnen welcher flüssiges Wasser auf der Oberfläche der extrasolaren Planeten im Prinzip erlauben würde. Wir können heute noch nicht sagen wieviele erdähnliche Planeten in unserer Galaxie sich in habitablen Zonen auhalten. Doch aufgrund der grossen Vielfältigkeit von Exoplaneten ist es schon heute sicher dass wir viele extrasolare Planeten finden werden welche sich nur temporär in habitabler Zonen aufhalten, also für Zeiträume die für menschliche Handlungsspielräume sehr hoch sind, für die Entwicklung endogenen Lebens jedoch zu klein.

Wir werden damit in etwas fernerer Zukunft mit Sicherheit die Möglichkeit haben dem irdischen Leben, aber nicht unbedingt dem Menschen selber, neue Entfaltungsmöglichkeiten auf derzeit noch sterilen Exoplaneten zu geben. Wäre dieses ein mögliches langfristiges Ziel unseren Handelns?

Prof. Dr. Claudius Gros:
Born February 18, 1961, I lived in Germany, in or close to Wiesbaden, until I was twelve years old.

We then moved to Rome/Italy, where I went to the German high-school.

1980 I moved to Zürich/Switzerland, where I studied physics at the ETH-Zürich. After finishing my studies in 1985 I stayed another three years at the ETH-Zürich for my PhD in theoretical condensed-matter physics with Prof. T.M. Rice.

1988-1990 I stayed at the Indiana University, Bloomington, with Steve Girvin and Allan MacDonald for a post-doctoral research period, initially as a Chester-Davies fellow.

In 1990 I moved to the University of Dortmund/Germany, being 29 years old, after having lived 17 years outside Germany.

In the same year I married Roser Valenti. We are still married, we have three children, Kilian, Nathan and Agnes.

In 1999 I accepted an offer from the University of the Saarland in Saarbrücken/Germany for a chair in theoretical Physics.

In 2005 I accepted an offer from the University of Frankfurt in Frankfurt a.M./Germany for a chair in theoretical Physics.

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Auslaufmodell Ölfirma - Einblick in den Ausblick eines Shellstrategens (Vortrag)

Es sieht so aus,als seien die Tage für internationale Ölfirmen, wie BP, Exxon und Shell gezählt, wenn sie sich nicht grundsätzlich ändern.

Langfristig werden sich andere Energieformen durchsetzen, mittelfristig drängen staatliche Ölfirmen auf das internationale Spielfeld und entwickeln sich schnell zu den dominanten Firmen. Die Zukunft für internationale Ölfirmen ist ungewiss.

Gleichzeitig ist es die Natur der Ölindustrie, dass Investitionen kostspielig und langfristig sind: Zum Beispiel hat Shell kürzlich nach 30 Jahren Entwicklungsarbeit und Pilotierung eine neue Technologie in einer Großanlage („Pearl GTL“) in Betrieb genommen, die 20 Milliarden US Dollar verschlungen hat und mehrere Dekaden in Betrieb sein soll. Planungshorizonte sind lang, Fehler sind teuer.

Was macht also ein Unternehmen mit nahezu 200 Jahren Geschichte, davon mehr als 100 Jahre als Ölfirma, das weiß, dass die Zukunft sehr ungewiss ist, das aber trotzdem auf Jahrzehnte planen muss?

Seit nunmehr 40 Jahren setzt Shell auf Szenarioplanung, in der unterschiedliche Entwicklungen von Umgebungsvariablen beleuchtet und plausible Zukunftsabläufe beschrieben werden. Ursprünglich um sicher zustellen, dass die Firmenstrategie robust gegen verschiedene sozialökonomische und geopolitische Entwicklungen ist, heutzutage auch um sich neu zu erfinden.

Der Vortrag behandelt, was Szenarioplanung ist und wie eine Firma sie nutzt, um ihr Geschäftsmodell weiter zu entwickeln.

Shell (Royal Dutch Shell plc.) ist ein weltweit operierendes, anglo-niederländisches Energieunternehmen mit Sitzt in Den Haag. 2010 hat Shell mit 100 000 Mitarbeiter 370 Milliarden US Dollar umgesetzt. Das Bruttosozialprodukt von Dänemark im gleichen Zeitraum betrug 310 Milliarden US Dollar.

Dr. Katharina Grünberg, (Jahrgang 1981) ist seit 2008 für die Energienachfrageanalyse im Szenarioteam von Shell verantwortlich. Seit diesem Januar arbeitet sie die Hälfte der Zeit in China, um in Zusammenarbeit mit der dortigen Regierung Szenarien für die nationale Energiestrategie zu entwickeln. Nach dem Ökonometriestudium in Maastricht und Seoul promovierte sie in Lancaster (GB) in angewandter Sozialstatistik.

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Netzwerken für Naturwissenschaftler/innen (Workshop)

Naturwissenschaftler arbeiten global vernetzt, mal zusammen, mal gegeneinander, kooperieren hier, intrigieren dort. Sie diskutieren Probleme mal sachlich und lösungsorientiert und mal getrieben durch persönliche Feindschaft und eigenem Ruhm. Wissenschaft ist mehr Politik als man vielleicht erwartet und Wissenschaftler sind auch nur Menschen. Um in der Wissenschaft erfolgreich zu sein braucht man neben guten Ergebnissen und Ideen auch ein funktionierendes Netzwerk. Dieser Workshop soll Anregungen und Denkanstöße geben, wie man sein eigenes Netzwerk aufbauen oder erweitern kann. Kommunikative Fähigkeiten und klare Ziele sind dabei ein große Hilfe.

Wen brauche ich in meinem Netzwerk und warum? Was kann ich auf Konferenzen erreichen? Wann sind Vorträge, wann Poster sinnvoller? Was unterscheidet wissenschaftlicher Smalltalk von dem auf einer Party? - Diese und ähnliche Fragen werden wir im Rahmen des Workshops bearbeiten und diskutieren.

Markus Gyger studierte von 2001 bis 2006 im englischsprachigen "International Physics Study Program" an der Universität Leipzig. Seit Februar 2007 promoviert er an derselben Universität in der Abteilung für Physik der weichen Materie.

Seit 2002 ist Markus Gyger ehrenamtlicher Trainer in der politischen Jugend- und Erwachsenenbildung. Er moderierte zahlreiche Seminare und Workshops, beispielsweise auf der Kinderrechtetagung der Stadt Leipzig, für die Friedrich Ebert Stiftung und im Rahmen von Mensa/MHN und führte eine Reihe von Projekttagen an Schulen und Berufsschulen im Rahmen des Netzwerkes für Demokratie und Courage und der DGB Berufschultouren durch. Als Doktorand in der Physik hielt er zahlreiche Vorträge auf Tagungen und internationalen Konferenzen.

Die Verknüpfung der Erfahrungen aus der Tätigkeit als Trainer der Wissenschaft finde ich sehr faszinierend. Ich denke, dass ein bewusster Umgang mit den Mitteln, die uns zum Kommunizieren zur Verfügung stehen, der Schlüssel für eine erfolgreiche wissenschaftliche Karriere sein kann.

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Jugend forscht -Schülergerechte Technologien, der Weg in die Forschung (Vortrag)

TEVKHA nennt sich ein Projekt am Technischen Gymnasium in Tübingen. TEVKHA steht für Technisches Verständnis mit Kopf, Herz und Hand. Der Urgedanke stammt von Pestalozzi. Man würde heute vielleicht sagen: Wichtig ist das Potential des Einzelnen komplexe Sachverhalte zu erfassen, Begeisterungsfähigkeit für die Technik zu hegen und die Möglichkeit zur Realisierung eigener Ideen zu bekommen.

Jugend forscht bietet als gemeinsames Förderungswerk von Bundesregierung, stern, Wirtschaft und Schulen die Ideale Plattform, um Schüler und junge Erwachsene an die Forschung heran zu führen. Jugend forscht schafft damit die Rahmenbedingungen, welche es ermöglichen, dem ambitionierten Schüler eine attraktive Brücke hin zum technikbegeisterten Jungforscher zu bieten.

Die Bausteine dieser Brücke bestehen aus schülergerechten Technologien, aus methodisch / didaktisch aufbereiteten Forschungsansätzen, aus Vorbildern und lohnenswerten Zielen. Forschungsansätze bietet die Wirtschaft in breiter Front. Ziele werden ebenfalls über die Wirtschaft aber auch über den jährlichen Jugend forscht Wettbewerb definiert. Der Job der JuFo-Betreuer besteht darin, die Materie so aufzubereiten, dass die Sachverhalte für Schüler erfassbar sind. Durch speziell für Schüler abstrahierte Technologien werden die Forschungsziele umsetzbar.

Der Vortrag richtet sich an alle, die mit dem Gedanken spielen, eventuell mal eine Gruppe Jungforscher zu betreuen. Er richtet sich auch an diejenigen, welche sich vorstellen könnten Jungforschern Anregungen und Tipps zu geben oder schlicht Vorbild (das wird im Allgemeinen vollkommen unterschätzt) für ein durch Spannung und Erfolg geprägtes Berufsleben in der Technik sein möchten.

Vorgestellt werden für Schüler aufbereitete Technologien am Beispiel mehrerer konkreter Projekte: Ein hochkarätiges Informatik-Projekt zur Steuerungstechnik, ein Projekt zur lasergestützten, optischen Differential-Thermoanalyse und ein Projekt zur 3D-Technologie (über OGL).

Michael Hallmann, Dipl.-Ing (*1965)
1987 - 1997 Studium der Elektrotechnik an der Universität Stuttgart.
1993 Auslandssemester an der École Supérieure d’Électricité in Rennes, Frankreich (objektorientierte, grafisch orientierte Softwareentwicklung).
1997 Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung in Stuttgart (Steuerungstechnik , digitale Bildverarbeitung).
1997 - 1999 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Physikalische Elektronik der Universität Stuttgart (Telepathologie).
1999 Freiberuflicher Entwicklungsingenieur, Firma BROKAT AG (multilinguale Kommunikationssoftware für Banken), Stuttgart.
1999 - 2004 Entwicklungsingenieur und Projektleitung Firma XNA GmbH, Tübingen.
Seit 2004 Lehrer am Technischen Gymnasium der Gewerblichen Schule Tübingen (Elektrotechnik und Informatik).
Seit 2007 Juror für interdisziplinäre Projekte beim Jugend forscht Landeswettbewerb Baden-Württemberg.
2010 Preis der Helmholtz-Gemeinschaft für Lehrerinnen und Lehrer des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts.

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Zukünftiges Verhalten mit NLP selbst gestalten (Workshop)

Neurolinguistisches Programmieren (NLP) wird in diesem Workshop als eine Sammlung von Methoden betrachtet, die dazu dienen vorbewusste oder unbewusste Verhaltensweisen anzupassen.

Nach einer (sehr) kurzen allgemeinen Einführung zum NLP werden zwei Formate vorgestellt mit denen die Teilnehmer selbst bei sich Verhaltensänderungen erleichtern können respektive ihre Selbstwahrnehmung reflektieren um bei zukünftigen Erlebnissen "freier" (also mit mehr Handlungsoptionen) agieren zu können. Die Formate werden in zwei Kleingruppen umgesetzt, wobei etwa eine sehr "reflexartige" Reaktion auf einen anderen Menschen oder ein Glaubenssatz wie "das kann ich sowieso nicht" verändert werden können.

Zielgruppe sind MHNler, die mit NLP bisher kaum oder nur theoretische Erfahrungen gemacht haben. Weiterhin wird der Workshop keinerlei esoterische Elemente enthalten und richtet sich an Teilnehmer, die dies begrüßen.

Sebastian Harrach hat Mathematik und Philosophie an der TU Darmstadt studiert, wo er aktuell in Philosophie in den Themen "machine learning" und "embodied intelligence" promoviert. Nach seinem Abschluss arbeitete er als Unternehmensberater und begann seine NLP Ausbildung, die er zum Zeitpunkt der Mind Akademie 2011 voraussichtlich mit der Zertifizierung als "Mastercoach" abgeschlossen haben wird. Einigen alten Hasen der Akademie ist er vielleicht noch unter dem Namen Sebastian Pammer bekannt.

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Arbeit der Zukunft I (Vortrag)

Verstärkt ist in den Medien von einem drohenden Fachkräftemangel die Rede, ausgelöst durch die seit Jahren rückläufige Bevölkerungsentwicklung in Deutschland. Für verschiedene Berufsgruppen werden Engpässe vorhergesagt, die für einige Branchen und Unternehmen schmerzhafte Folgen haben könnten. Verstärkt werden politische Maßnahmen gefordert. Allerdings enthalten die Statistiken, Prognosen und Schätzungen teils völlig widersprüchliche Aussagen. Was ist also dran an dem Thema? Und was bedeutet das für diejenigen, die jetzt als Absolventen in den Arbeitsmarkt eintreten?

Astrid Helzel ist seit 2004 freie Beraterin in Hamburg im Bereich Personal- und Organisationsentwicklung. Sie arbeitete zunächst als Verwaltungsbeamtin bei der Hansestadt Lübeck, davon sechs Jahre im Personal- und Organisationsamt, bevor sie 2002 in eine Unternehmensberatung nach Hamburg wechselte. 2007 machte sie den Abschluss als Master in Human Resource Management / Personalpolitik an der Uni Hamburg.

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Arbeit der Zukunft II (Workshop)

Der demografische Wandel mit der als Folge erwarteten Fachkräfteknappheit kann zu einem spürbaren Wandel der Arbeitsbeziehungen führen. Zeit, sich als „Nutznießer“ dieser Entwicklung Gedanken darüber zu machen, was am Arbeitsplatz wirklich wichtig ist. In diesem Workshop geht es um Eure Wünsche, Vorstellungen und Erfahrungen in Bezug auf das Arbeitsleben. Ausgehend von dem Begriff „Commitment“ als Ausmaß der Identifikation einer Person gegenüber einer Organisation werden Merkmale gesammelt, die bei Euch dazu führen, dass Ihr Euch „im positiven Sinne“ an eine Organisation gebunden fühlt.

Durch die Beiträge und die Diskussionen wird ein temporäres Stimmungsbild der Teilnehmergruppe hergestellt. Darüber hinaus wird ein Bewusstsein über die eigenen Vorstellungen und Prioritäten hergestellt.

Lebenslauf von Astrid Helzel: siehe voriger Eintrag.

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Ist die Technik unser Schicksal? (Vortrag)

Die Menschheitsgeschichte ist untrennbar mit der Nutzung von Materie, Energie und Information verbunden. Im Laufe der Zeit sind Produktivität, Bevölkerung, Ressourcenverbrauch und Beeinträchtigung der Umwelt mit zunehmender Beschleunigung gewachsen. In den früh industrialisierten Ländern entwickelte sich in den 1960er Jahren eine „Bewusstseinswende“, die Segnungen der Technik wurden zunehmend kritisch beurteilt. Das führte zur Formulierung des Leitbildes „Nachhaltigkeit“ und unterschiedlichen Ansätzen, der „Herausforderung Zukunft“ zu begegnen. Die „Weltprobleme“ (in der Sprache des Club of Rome) sind benannt und bekannt. Die entscheidende Frage lautet, wie die Weltgemeinschaft vom Erkennen zum Handeln kommt. Hierzu bedarf es einer neuen Qualität der Zusammenarbeit aller Länder, auf welchen Ebenen auch immer.

Prof. Dr.-Ing. Michael F. Jischa, geboren 1937 in Hamburg, lernte, forschte und lehrte an den Universitäten Karlsruhe (Dipl.-Ing. 1965), Berlin (TU, Promotion 1968, Habilitation 1971), Bochum (Umhabilitation 1971, apl. Prof. 1973), Essen (o. Prof. Strömungsmechanik 1974) und Clausthal (TU, C4-Prof. Mechanik 1981) in den Bereichen Strömungsmechanik, Thermodynamik, Mechanik, Systemtechnik und Technikbewertung. Gastprofessuren an Universitäten in Haifa (Technion), Marseille, Shanghai und Danzig. Emeritierung März 2002, Ehrenvorsitzender der Deutschen Gesellschaft Club of Rome.

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Libertarismus/Anarchokapitalismus - Die Zukunft der Gesellschaft? (Vortrag)

Anarchokapitalismus? Aber ist Anarchie nicht das Gegenteil von Kapitalismus?

Mag sich mancher fragen. Die Wikipedia sagt dazu: "Der Anarchokapitalismus (auch Marktanarchismus oder Anarcholiberalismus) ist eine politische Philosophie, die für eine vom freien Markt, freiwilligen Übereinkünften und freiwilligen vertraglichen Bindungen geprägte Gesellschaft ohne staatliche Institutionen und Eingriffe eintritt. Er tritt für ein Recht auf Selbstbestimmung und eine weitreichende Verfügungsgewalt über Privateigentum ein. Anarchokapitalisten betrachten den Staat als illegitimes politisches System, das Gesellschaftsmitglieder in ihrer Freiheit beschränkt, unrechtmäßig Gewalt gegen diese ausübt und sie durch Steuererhebung beraubt." Anarchokapitalismus ist also die stärkste Ausprägung des Kapitalismus, ohne jede Herrschaft und staatliche Einmischung - sehr wohl aber mit Regeln und Gesetzen. Jedoch nicht vorgeschrieben von einer herrschenden Gruppe, sondern von den beteiligten Individuen. Der Anarchokapitalismus gründet sich sowohl auf den Gedanken der klassischen Liberalen wie Locke, Hume, Smith, und Thomas Jefferson, den klassischen Anarchisten, wie Henry David Thoreau als auch auf den moderneren Ökonomen wie Ludwig von Mises, Friedrich Hayek, Murray Rothbard, David Friedman oder Hans Herrmann Hoppe.

In den Vereinigten Staaten eine kraftvolle und weithin bekannte Gruppe (durch Libertäre wie Clint Eastwood, Kurt Russel oder die Tea Party), fristet der Libertarismus in Deutschland (noch) ein Nischendasein.

Philipp Kalwies, Unternehmer aus Hamburg, zog nach dem Abitur nach Cuba und Mittelamerika, um Spanisch zu studieren und die Weite Welt kennenzulernen. Zurück in Deutschland, begann er ein Studium der Internationalen Wirtschaft/VWL an der Otto-von-Guericke Universität in Magdeburg, die er allerdings nach ein paar Semestern wieder verließ, um sich voll und ganz seiner Selbstständigkeit zu widmen. Seitdem ist er als technischer Verkaufstrainer, Regionalleiter und Serial Entrepreneur Deutschlandweit unterwegs.

Im Gegensatz zu vielen anderen Libertären, gab es für Philipp Kalwies kein Schlüsselerlebnis, das sein bisheriges Denken (die staatliche Indoktrination durch Schule und Medien) über den Haufen warf - er wurde als Anarchist geboren und fragte sich sein Leben lang, ob er der einzige sei, bis er den Begriff des Anarchokapitalismus und die damit verbundene Bewegung entdeckte. Seitdem ist er einer der aktivsten Libertären Deutschlands und verbreitet die Idee, wo er nur kann.

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Seasteading - Die Zukunft der Menschheit auf Hoher See (Vortrag)

„Buy Land! They are not making it anymore.“ Wusste schon Mark Twain.

Für jede Gruppe, die ein eigenes Staats- und Gesellschaftssystem etablieren will stellt sich die Frage, woher nehmen und nicht stehlen?

Der Wilde Westen ist längst besiedelt, jede Wüste dieser Welt ist längst aufgeteilt, und sogar die Antarktis darf Dank des Antarktisvertrages nicht als Rückzugsgebiet verwendet werden – außerdem wäre es dort auch viel zu kalt. Die ganze Welt ist von Staaten bedeckt, die eifer- und herrschsüchtig über ihr Territorium wachen und auch noch den kleinsten Versuch einer Umgestaltung im Keim zu ersticken versuchen.

So wird sich wohl kaum je ein Land finden, das freiwillig Teile seines Staatsgebietes zur Verfügung stellt, um darauf etwa den Ausbruch aus aller staatlichen Hegemonie zu proben.

Dabei sind immerhin 70 Prozent des Planeten staatsfrei und somit perfekt geeignet, um darauf neue Gesellschaftsformen zu erproben, ohne gleich ganze Völker überzeugen zu müssen.

Eine schwimmende Stadt auf dem Meer – das mag wie Science Fiction klingen (was nicht zuletzt daran liegen wird, dass so etwas bisher nur dort aufgetaucht ist), ihre Verwirklichung liegt aber möglicherweise viel näher, als man glauben würde.

Philipp Kalwies , Unternehmer aus Hamburg, zog nach dem Abitur nach Cuba und Mittelamerika, um Spanisch zu studieren und die Weite Welt kennenzulernen. Zurück in Deutschland, begann er ein Studium der Internationalen Wirtschaft/VWL an der Otto-von-Guericke Universität in Magdeburg, die er allerdings nach ein paar Semestern wieder verließ, um sich voll und ganz seiner Selbstständigkeit zu widmen. Seitdem ist er als technischer Verkaufstrainer, Regionalleiter und Serial Entrepreneur Deutschlandweit unterwegs.

Im Jahr 2008 lernte er durch Zufall das Seasteading Institute kennen, begeisterte sich sofort für die Idee und ist seitdem fest als Ambassador für Deutschland in die Organisation eingebunden.

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Patente, Marken, Design - Monopole für die Forschung? (Vortrag)

Dieser Vortrag gibt eine Einführung in die Welt der gewerblichen Schutzrechte. Der Zuhörer erfährt etwas von dem besonderen Monopol, das der Staat den Erfindern und Kreativen für eine bestimmte Zeit gewährt, um sie für ihren Erfindungsreichtum und ihre Kreativität zu belohnen. Dafür bricht er sogar mit dem hohen Gut der Wettbewerbsfreiheit. Die vom Staat gewährten Sonderrechte in Form von Patenten, Marken und Geschmacksmustern für besondere Leistungen werden in der Forschung bisher immer noch stiefmütterlich eingesetzt, obwohl deren Verwertung häufig eine Querfinanzierung von Projekten ermöglichen würde. Mit dem Vortrag soll diese allgemeine Scheu gegenüber dem gewerblichen Rechtsschutz etwas abgebaut werden.

Christoph Kayser ist Jahrgang 1959 und hat an der TU Clausthal sowie an der RWTH Aachen Geologie, Geophysik und Geochemie studiert und 1985 sein Examen an der RWTH Aachen abgelegt. Nach dem Studium folgte eine wissenschaftliche Tätigkeit am Institut für Erdölforschung an der TU Clausthal im Rahmen eines Forschungsprojekts zum Thema "CO2-Flutung von Erdöllagerstätten". Anfang 1988 begann Kayser mit seiner Ausbildung zum Patentassessor in München bei Glawe, Delfs, Moll & Partner. Nach dem Statsexamen im Jahr 1991 und nach der Zulassung zur Patentanwaltschaft gründete Kayser zunächst eine Kanzlei in Hamm/Westfalen und im Jahr 2002 auch einen Standort in Berlin. Diesem folgte 2007 auch ein Standort in Lippstadt. Seit 2007 ist als Partner Dr. Werner Cobet dabei, der die Standorte in Hamm und Lippstadt betreut. Seitdem heißt die Kanzlei Kayser & Cobet. Kayser verfügt neben der Zulassung als deutscher Patentanwalt auch über die Zulassungen zum European Patent Attorney beim Europäischen Patentamt und zum European Trademark and Design Attorney beim Harmonisierungsamt in Alicante.

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Science Slam

Auch dieses Jahr soll ein Science Slam auf der MinD-Akademie stattfinden. Ihr habt wieder zehn Minuten Zeit, um eure Forschungsergebnisse zum Thema "Zukunft und Forschung" in einem Vortrag auf möglichst unterhaltsame Weise dem Publikum zu präsentieren. Am Ende bewertet das Publikum die Vorträge nach Kreativität und Inhalt. Ihr habt Interesse? Meldet euch mit eurer Idee bei René Kieselhorst (rene.kieselhorst@mind-akademie.de)

René Kieselhorst, geboren 1988, studiert seit 2007 Wirtschaftsingenieurwesen. Begonnen hat er sein Studium an der HS Bremerhaven mit dem Schwerpunkt "Transportwesen/Logistik", seit 2009 studiert er an der FH Flensburg im Studiengang "Energie- und Umweltmanagement". Nebenbei kümmert er sich um das diesjährige Programm der MinD-Akademie.

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Jonglierworkshop (Workshop)

In diesem Jonglierworkshop zeigt Andreas, wie man mit drei Bällen jongliert. Fortgeschrittene und Profis tauschen ihre Tricks aus.

Andreas Klik hat nach seinem BWL-Studium zunächst als strategischer Unternehmensberater gearbeitet. Später wechselte er zur Erforschung energiewirtschaftlicher Fragen und zwischenmenschlicher Phänomene an die Universität zurück. Aktuell unterrichtet er an einer Hamburger Berufsschule Wirtschaftsfächer auf Englisch.

Andreas hat in den letzten 20 Jahren zahlreiche Shows und Turniere getanzt (S-Latein, Salsa) und spezialisiert sich heute auf den Mambo. Darüber hinaus wirft er gern Dinge in die Luft und fängt sie wieder. Am längsten jedoch beschäftigt ihn die Frage, wie man praktisch jede natürliche Grenze scheinbar überwinden kann.

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Tanzworkshop (Workshop)

Wir tanzen Discofox und/oder Salsa/Mambo!

Lebenslauf von Andreas Klik: siehe voriger Eintrag

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Aujaaah! Offenheit, Neugier und Entdeckerfreude und die Schlüssel des Impro-Theaters (Workshop)

Impro-Theater ist aufregendes Theater ohne vorheriges Textauswendiglernen.

Wie durch eine magische Verbindung lassen gute Impro-Spieler immer wieder neue Szenen entstehen, die der vorher Gezeigten in Punkto Spannung und Überzeugungskraft in nichts nachsteht.

Impro-Theater ist das Er-Leben von immer Neuem — schnell, spannend, und humorvoll im Sicherheitsnetz der Mitspieler!

Doch wie genau schafft man es, aus dem Nichts ein Zusammenspiel mit den Kollegen entstehen zu lassen? Was brauche ich für eine gute Szene, wie bekomme ich die zündenden Ideen, wie definiere ich meine Rolle am Besten, ...?

In diesem Workshop wird es darum gehen, Impro-Neulingen die Grundlagen des flexiblen und kreativen Spielens näher zu bringen. Er ist für all diejenigen gedacht, die neugierig darauf sind, in neue Rollen zu schlüpfen und auszuprobieren, wie es sich anfühlt, spannende Geschichten vor Publikum zu spielen. Ob ihr bereits Theatererfahrung habt oder nicht spielt dabei keine Rolle, teilnehmen kann jeder der bereit ist sich auf ein äußerst unterhaltsames Abenteuer einzulassen. (PS: Im Fernsehen war das ganze System auch schon zu beobachten und hieß dort "Frei Schnauze")

Thorsten Michael Kreissig kann auf eine mensatypisch abwechslungsreiche Karriere als Darsteller, Regisseur, Choreograph, Videoregisseur, Eventmanager und Coach zurückblicken. Als Schauspieler und Musicalperformer hat er für Bühne, Film und Fernsehen gearbeitet. Als Regisseur hat er Mehr als 120 Produktionen unterschiedlichster Stilrichtungen (von Opern, Balletten und Musicals bis zu Modenschauen und Erlebnis-Events) hat er in Szene gesetzt. Engagements führten ihn u.a. ans Theater des Westens Berlin, Staatsoper Unter den Linden Berlin, Bayrisches Staatsschauspiel München, Opernhaus Graz, Internationale Musikfestwochen Luzern, Stadsteater Malmö, Türkische Staatsoper Izmir und ans Kennedy Center Washington.
2007 war er als Projektmanager des Cranko Festivals "Cranko Moves Stuttgart" beim Stuttgarter Ballett engagiert, wo er nicht nur das erste Public Viewing für Tanz auf dem europäischen Kontinent betreute, sondern mit seiner Aktion "Dance the Cranko" eine ganze Stadt zum Tanzen brachte. Videos zu "DtC" und anderen Projekten sind auf Facebook zu finden.

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Optimales Präsentieren! Transformations-Tipps und Tricks der Theaterprofis (Workshop)

In unserer heutigen Zeit muss man sich ständig präsentieren, ob bei Vorträgen auf Konferenzen, bei Bewerbungsgesprächen oder in mündlichen Prüfungen. Und wer kennt sie nicht, die fiese Frage, auf die man sich nicht vorbereitet hat? Man spürt, dass sie gestellt wurde um dem Vortragenden oder dem Prüfling zu signalisieren, dass der Fragende viel mehr Ahnung hat. Aber wie geht man damit um? Oder man steht plötzlich da und hat alles vergessen, auf das man sich vorbereitet hat, ein Blackout, was nun?

In diesem Workshop wird es darum gehen, einige erstaunliche Antworten aus der Trickkiste des Impro-Theaters auf diese und andere Vortrags- und Prüfungssituationen zu präsentieren. Die Teilnehmenden sollten bereits Erfahrung mit den Grundtechniken des Impro-Theaters haben. Für Impro-Neulinge empfehlen wir den Workshop Offenheit, Neugier und Entdeckerfreude und die Schlüssel des Impro-Theaters auf dieser MinD-Akademie.
Und vielleicht wird ja der Eine oder Andere zu der Erkenntnis kommen, dass man sich auf viele Situationen als Impro-Künstler gar nicht mehr vorzubereiten braucht ...

Lebenslauf von Thorsten Michael Kreissig: Siehe voriger Eintrag.

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Einsteins Enkeltöchter heben ab mit Club Apollo 13 - Schülerprojekte an der Leibniz Universität Hannover (Vortrag)

Die Leibniz Universität Hannover engagiert sich seit über 10 Jahren in der Förderung von Schülerinnen und Schülern, insbesondere in den MINT-Fächern. So organisieren wir Arbeitsgemeinschaften, Internet-Wettbewerbe und das Juniorstudium. Mit unseren Projekten vertiefen die Schülerinnen und Schüler ihr Schulwissen, werfen einen Blick über den Tellerrand und erhalten Orientierungshilfen für ihre Berufs- und Studienwahl.

Andrea Schmidt hat Wirtschaftswissenschaften studiert und ist Mitarbeiterin bei uniKIK/Schulportal der Leibniz Universität Hannover.

Florian Leydecker hat in Mathematik promoviert und arbeitet am Institut für Angewandte Mathematik der Leibniz Universität Hannover

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Posterprogramm auf der MinD-Akademie

Wenn ihr euch in das Foyer begebt, werdet ihr dort eine Reihe interessanter Poster zu wissenschaftlichen Themen und Inhalten rund ums MHN finden:

Informiert euch über die Theatergruppe, "A hot and spicy look into cellular mechanics with lasers", darüber, wie man seine Kreativität "organisieren" kann, oder was sonst noch an packenden Posterbeiträgen bei uns eingegangen ist. Dazu ist jederzeit Gelegenheit, falls euch dabei aber Fragen zu den Themen der Poster kommen, findet Samstag um 21:00 Uhr auch eine Präsentation der Poster durch ihre Autoren statt. Da könnt ihr eure Fragen loswerden. Außerdem habt ihr Gelegenheit, euer Lieblingsposter auszuwählen und zwar in zwei Kategorien: "Wissenschaft" und "Alles Andere". In beiden Kategorien geht es darum, allgemeinverständlich und anschaulich das Thema zu präsentieren. Für die/den jeweils Erstplatzierte/n winkt ein auch ein Preis, also seid fair in eurem Urteil. Einen Wahlzettel findet ihr in der Nähe der Poster. Tragt euren Namen ein, schreibt eure beiden Favoriten auf, und eure Stimme zählt.

Eure Meinung wird allerdings um die Stellungnahme einer Jury aus unterschiedlichen Wissensbereichen ergänzt. Die Sieger werden auf dem bunten Abend prämiert.

Dr. Andreas Losch, Jahrgang 72, hat in Bochum, Wuppertal, Jerusalem und Heidelberg ev. Theologie studiert, und über die konstruktiv-kritische Auseinandersetzung von Theologie und Naturwissenschaften promoviert. Ab Oktober arbeitet er in der Redaktion der Martin Buber Werkausgabe in Düsseldorf mit.

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Virtuelle Unternehmensnetzwerke (Vortrag)

In den letzten Jahren haben sich die Wettbewerbsbedingungen, unter denen alle Unternehmen agieren, verändert. Diese Wettbewerbsbedingungen betreffen insbesondere veränderte Umweltbedingungen, wie die Individualisierung der Nachfrage, die Integration der Märkte, Veränderungen der Rahmenbedingungen durch den Staat sowie Veränderungen bezüglich der natürlichen Umwelt. Diese Bedingungen führen beispielsweise dazu, dass die Nachfrage nach individuellen, auf den (internen sowie externen) Kundenwünschen hin zugeschnittenen Leistungen steigt. Zur Abdeckung der in zunehmendem Maße auf Komplettleistungen hin ausgerichteten Nachfrage müssen unternehmerische Instanzen zunehmend stärker miteinander kooperieren, um sich am Markt behaupten zu können. Als eine Form der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen - oder Unternehmensbereichen haben virtuelle Unternehemen bzw. eine virtuelle Organisationsstruktur sowohl in praktischer als auch in wissenschaftlicher Hinsicht an Bedeutung erlangt. Im Fokus stehen hier die potentiellen Wettbewerbsvorteile.

Ziel des Vortrags ist es, einen Überblick über den Aufbau und die Struktur von Unternehmensnetzwerken und virtuellen Unternehmen zu ermöglichen. Dabei werden insbesondere die Erfolgsfaktoren zur Entwicklung solcher Strukturen beleuchtet. Da virtuelle Umgebungen veränderte Anforderungen an Unternehmen (-steilen) bedingen, beginnt der Vortrag mit der Spezifikation von Herausforderungen an die Unternehmensführung sowie davon abgeleitet die spezifischen Anforderungen an Führungskräfte und Führungsinstrumente. Anschließend erfolgt eine genaue Kategorisierung der Begrifflichkeiten des Unternehmensnetzwerks und des virtuellen Unternehmens. Hierbei wird der (potentielle) Lebenszyklus eines virtuellen Unternehmens genauer betrachtet und die speziellen Funktionen eines virtuellen Unternehmens im Unternehmensnetzwerk analysiert. Da eine erfolgreiche Implementierung eines virtuellen Unternehmen von sehr unterschiedlichen Faktoren geprägt ist, werden ebenfalls die verschiedenen Erfolgsfaktoren zur Teilnahme am Unternehmensnetzwerk diskutiert. Hierbei werden sowohl die technischen Voraussetzungen, als auch die personellen und organisatorischen Vorraussetzungen genau analysiert und kategorisiert.

Am Ende des Vortrags werden die gesammelten Erkenntnisse zusammenfassend betrachtet und ein Ausblick in zukünftige Entwicklungen gegeben.

Christoph Mann studiert Wirtschaftsingenieurswesen an der Hochschule Reutlingen und arbeitet in der Luft- und Raumfahrtindustrie in Hamburg; Auslandsaufenthalte und Projekte in Shanghai, Beijing, Helsinki.

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Ökonomie und Ökologie: Freunde oder Feinde? (Vortrag)

Das Verhältnis von Ökologie und Ökonomie ist sehr schwer einzuschätzen: Ist die Ökonomie aktuell dabei, unsere ökologischen Grundlagen zu zerstören - oder wird gerade die Wirtschaft Lösungen aus der Umweltkrise aufzeigen? Wir schauen uns die Verbindung beider „Öko“ -Teile näher an, ihre Namen lassen zumindest auf einen gewissen Verwandtschaftsgrad schließen. Doch nicht in jeder Familie geht es harmonisch zu...

Prof. Dr. Thomas Meuser ist studierter Ökonom - und hat 1992 über Umweltschutz promoviert. Seit 2008 ist er Prodekan für „Green Business Management“ an der BiTS - Business and Information Technology School in Iserlohn und Vorstand des von ihm gegründeten „Gaia e. V. - Institut für Umweltmanagement“.

Brain Computer Interfacing: Forschen an der Schnittstelle zwischen Gehirn und Maschine (Vortrag)

Ein Brain Computer Interface (BCI) dekodiert Hirnsignale, um sie zuü zur Kontrolle von Objekten zu nutzen, also beispielsweise zum Buchstabieren, zur Manipulation eines Cursors oder auch in Computerspielen.

Dieser Vortrag gibt zunächst einen kurzen Überblick über das BCI Feld aus der Perspektive des Maschinellen Lernens und der Signalverarbeitung. Dabei werden die enormen Herausforderungen an die Datenanalyse aufgezeigt: in Echtzeit muss ein multi-variater, sehr stark rausch-kontaminierter Datenstrom so verarbeitet werden, dass die neuroelektrischen Aktivitätsmuster verschiedener Hirnzustände präzise differentiert werden können.

Danach werde ich detailierter auf das Berliner Brain Computer Interface eingehen und den Weg der Datenanalyse von der EEG Messung, über die Vorverarbeitung, die Klassifikation bis hin zu der entsprechenden Anwendung beschreiten. Abschliessend wird das BCI als ein neuer Kanal der Mensch-Maschine Kommunikation im klinischen Zusammenhang und für Computerspiele diskutiert und zukünftige Richtungen für Forschung, Entwicklung und Produkte aufgezeigt.

Prof. Dr. Klaus-Robert Müller ist seit 2006 Informatikprofessor an der TU Berlin und Sprecher des Berliner Bernstein Focus Neurotechnologie. Er studierte 1984-89 in Karlsruhe Physik und promovierte ebenfalls dort 1992 in Informatik. Dann folgten 1992-1994 ein PostDoc bei GMD FIRST in Berlin und 1994-1995 eine EU STP Fellowship an der Universität Tokyo. Ab 1995 baute er die Intelligente Datenanalyse Gruppe bei GMD FIRST (später Fraunhofer FIRST) auf und leitete diese bis 2008. 1999-2006 war er Informatikprofessor an der Universität Potsdam. Klaus-Robert Müller erhielt 1999 den Olympus Preis für Mustererkennung und 2006 den SEL-Alcatel Preis für technische Kommunikation. Seine Forschungsinteressen sind intelligente Datenanalyse, maschinelles Lernen, statistische Signalverarbeitung und statistische Lerntheorie mit den Anwendungsschwerpunkten Finanzmathematik, Chemieinformatik, Genomanalyse und Neurowissenschaften. Seit 2000 ist einer seiner besonderen wissenschaftlichen Schwerpunkte die Erforschung der Schnittstelle zwischen Hirn und Maschine: das nichtinvasive EEG-basierte Brain Computer Interfacing.

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Halfway stage in German higher education reform. Which way now? (Vortrag)

Dieser Beitrag nimmt als Ausgangspunkt die neuen Daten des international vergleichenden Projekts EUROSTUDENT. Dieses Projekt vergleicht die sozialen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des Studierens in 25 europäischen Ländern. Damit untersucht es die sogenannte „social dimension" des Studiums, eine wichtige Aktionslinie des Bologna-Prozesses. Unter der Annahme, dass weitere Reformen in Deutschland notwendig sind und, dass Hochschulpolitik von Beispielpraxen aus anderen Ländern lernen kann, stellt sich die Frage was kann Deutschland lernen und von welchem Land?

Dr. Dominic Orr ist zurzeit als internationaler Projektkoordinator für EUROSTUDENT IV tätig und war Mitherausgeber der gemeinsamen Eurostat/EUROSTUDENT-Publikation „The Bologna Process in Higher Education in Europe - Key indicators on the social dimension and mobility“, die bei der 9. Bologna-Folgekonferenz im Jahre 2009 vorgestellt wurde. Er arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Hochschul-Informations-System GmbH in Hannover. Schwerpunkte seiner Tätigkeit dort sind vergleichende Studien zu Hochschulfinanzierung, -qualitätssicherung und -governance sowie zur sozialen Dimension der europäischen Hochschulreform. Dominic Orr absolvierte sein Erststudium in Southbank University, London, und schloss seine Promotion an der Technischen Universität Dresden ab

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Wie frei können wir sein? - Versuch einer psychotherapeutischen Antwort (Vortrag)

Wir möchten alle frei sein und verstehen dabei Freisein vor allem im gesellschaftlichen Kontext: zum Beispiel Freiheit der Rede, Freiheit von Willkür oder Emanzipation. Den Begriff der Freiheit kennt die westliche Kultur vor allem aus der Zeit der Aufklärung. Doch auch schon in der Aufklärung hat der Begriff der Freiheit einen nach innen gerichteten Aspekt: Wie sollen wir unsere Wahrnehmung der Welt interpretieren? Und genau an diesem Punkt setzt Psychotherapie an: Sie befasst sich mit der Interpretation der Welt. Um innerlich frei sein zu können, sollten wir in etwa wissen, wie unser Seelenleben funktioniert und nach welchen Gesetzmäßigkeiten wir die uns umgebende Welt interpretieren. Der Vortrag versucht eine ungefähre Vorstellung von der Beschaffenheit unseres "Ich" zu vermitteln und Anregungen zu geben, mit unserer Seele behutsam und förderlich umzugehen.

Dr.med Ulrich Roth, Studium der Medizin in Gießen 1980-86, Assistenzarzt im Oststadtkrankenhaus, Hannover 1986-94, Promotion 1989, Facharzt für Diagnostische Radiologie 1994, in Radiologischer Praxis bis 1997, 1998 Facharzt für Allgemeinmedizin und Zusatztitel Psychotherapie 1998, seither in eigener Psychotherapeutischer Praxis

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Quantenrechner - Schnelles Rechnen mit Quantensystemen (Vortrag)

Folien zum Vortrag

"Quantenrechner" ist ein Schlagwort, welches einschließlich der zugehörigen physikalischen Nomenklatur aus dem wissenschaftlichen Bereich heraus sowohl in Computerzeitschriften wie auch in Wochenmagazine seinen Weg gefunden hat. Gemeint damit sind Quantensysteme, mit denen man gewisse Probleme sehr viel schneller lösen kann als mit herkömmlichen ("klassischen") PCs, sofern es für das jeweilige Problem geeignete Algorithmen ("Quantenalgorithmen") gibt und man außerdem die Systeme in den erforderlichen speziellen Zuständen betreiben kann. Der Vortrag soll einen kleinen Einblick in dieses Gebiet geben.

Nach einer elementaren Einführung in die benötigten Sprachmittel der Quantenphysik soll ein häufig verwendetes Berechnungsmodell, das Gattermodell, beschrieben werden. Anhand eines auf David Mermin zurückgehendes Gedankenexperiment wird das Phänomen der "Verschränkung" erläutert, ein zentraler Begriff, der die Quantenphysik absetzt von der klassischen Physik. Der letzte Teil besteht in einer knappen Einführung in den von Peter Shor entdeckten Algorithmus, der eine gegenüber bekannten klassischen Algorithmen exponentielle Beschleunigiung der Faktorisierung natürlicher Zahlen erlaubt. Der Vortrag konzentriert sich auf die Darstellung der Konzepte und verwendet eine gewisse Formalisierung auf einer elementaren Ebene.

Prof. Dr. Roland Rüdiger:

Studium der Physik und Mathematik, Universität Würzburg
1969: Diplom in Physik.

1974: Promotion,
1986: Habilitation für Theoretische Physik (Themenbereich Allgemeine Relativitätstheorie).

Arbeitsorte:
Universität Würzburg,
University of Texas at Austin (Relativity Center, Department of Mathematics),
Max-Planck-Institut für Astrophysik in Garching b. München.

1982 - 1991: Hochschulrechenzentrum (HRZ) und Fachbereich Mathematik und Informatik, Universität Essen
1987 - 1990: Leitung des HRZ
1990/91: Vertretung einer Professur für Informatik.

1991 - 2007: Professor für Informatik an der FH Braunschweig/Wolfenbüttel,
2007: Pensionierung, weiterhin Vorlesungen zur "Quanteninformatik" an der FH und der TU Braunschweig.

2002 - jetzt: Mitarbeit als Gast in der Quanteninformationsgruppe im Institut für Mathematische Physik, TU Braunschweig,
seit 2009 im Institut für Theoretische Physik, Leibniz Universität Hannover.

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Geschmeidig bleiben (Workshop)

Unsere Kultur ist in wesentlichen Bereichen auf Planbarkeit und Kontrolle ausgerichtet, die Göttin Eris hat zumeist keinen guten Ruf, und"Chaot" wird als Schimpfwort verwendet.
Wer neue Wege geht oder andere dabei berät, weiß, dass solche Denkweisen ihre Grenzen haben, die sich beispielsweise in der Redensart ausdrücken: "Du willst Gott zum Lachen bringen? Mach Pläne!"
Auf einen ausführlichen Erfahrungsaustausch der Teilnehmer folgt ein knackiger Impulsvortrag zum Thema. Vielleicht kommt es aber auch anders.

Axel Rutz studierte Mathematik und Volkswirtschaft. Nach mehrjähriger Tätigkeit als Projektleiter im Energiecontracting, später im Onlinejournalismus, ist er seit 2003 mit der Projekt- und Beratungsagentur "Konzepto" selbständig. Undogmatisch und humorvoll verbindet er Weisheitsquellen von Tantra bis Zen mit eigener Lebens- und Beratungserfahrung.

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Klimawandel: Sicherheitsrisiko oder Chance für Kooperation? (Vortrag)

Der durch die Nutzung fossiler Energieträger forcierte Klimawandel gefährdet natürliche und soziale Systeme in vielen Teilen der Erde, was mit Sicherheitrisiken und Konflikten verbunden sein kann. In den vom Klimawandel besonders betroffenen Brennpunkten, von denen viele in den instabilsten Weltregionen liegen, werden Probleme der Wasserversorgung, Ernährungssicherung, Naturkatastrophen und Umweltmigration verschärft. Auch Maßnahmen zur Verminderung der Klimafolgen können Konflikte provozieren, wie die Beispiele Kernenergie, Biotreibstoffe oder Climate Engineering zeigen. Ein Umbau des Energiesystems zu einer nachhaltigen und friedensfördernden Energieversorgung erfordert eine internationale Kooperation zwischen Industrie- und Entwicklungsländern, insbesondere im Bereich erneuerbarer Energien und bei der Schaffung von Institutionen zur Konfliktvermeidung und –lösung.

Prof. Dr. Jürgen Scheffran leitet die Forschungsgruppe Klimawandel und Sicherheit im KlimaCampus Exzellenz-Cluster und lehrt am Institut für Geographie der Universität Hamburg. Bis Sommer 2009 arbeitete er an der Universität von Illinois in den Fachbereichen für Politik- und Atmosphärenwissenschaften und in verschiedenen interdisziplinären Einrichtungen. Nach seiner Physikpromotion an der Universität Marburg war er in der IANUS-Forschungsgruppe der TU Darmstadt und am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung tätig, und hatte eine Gastprofessur an der Universität von Paris. Zu seinen Forschungsinteressen gehören: Klima- und Energiesicherheit; Modelle der Mensch-Umwelt-Interaktion und komplexe Systeme; Technikfolgenabschätzung und internationale Sicherheit.

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Neue Fragen zur Dynamik Europas (Vortrag)

In der stürmischen Entwicklung Europas (verglichen mit der anderer Kulturen) sind einige europäischen Länder vorangegangen, andere zurückgeblieben. Auch die führenden Länder konnten nach einiger Zeit zurückbleiben und fast in Bedeutungslosigkeit versinken. Andere haben über Jahrhunderte eine führende Rolle gespielt. Dies alles lässt sich neuerdings dank Internet und edv erhärten und auf eine nahezu quantitative Grundlage stellen. Damit erheben sich die Fragen nach den Ursachen der jeweiligen Entwicklung. Die Antworten liegen derzeit noch völlig im Dunkeln.

Prof. Dr. Gerhard Schildt, geb. am 5. 8. 1937 in Teterow/Meckl. Abitur 1955 in Wismar. Flucht in die Bundesrepublik 1955. Studium zunächst von Mathematik und Physik, dann von Geschichte und Germanistik hauptsächlich in Freiburg. Dort 1964 Promotion zum Dr. phil. über ein Thema der Zeitgeschichte. 1. Staatsexamen 1965. Referendardienst in Braunschweig, anschließend bis 1970 Stellvertretender Verlagsleiter im Westermann-Schulbuchverlag. Seit 1970 Mitglied des Historischen Seminars der Technischen Universität Braunschweig. Habilitation für Neuere Geschichte 1983. 1992 apl. Prof. für Neuere Geschichte in Braunschweig. Seit 2002 im Ruhestand.

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Die Zukunft ist agil! - Wie agil sind wir? (Fällt aus!)

Nach einer kleinen theoretischen Einführung in die Thematik agiles Projektmanagement werdet Ihr ein kleines Projekt in kleinen Teams durchziehen und anschließend darüber reflektieren.

Nur noch so viel: Es macht Spaß!!!

Frank Schütz ist promovierter Informatiker. Während seiner Promotion war er viele Jahre für das Grundstudium der Informatik an der TU München mit verantwortlich. Seit einigen Jahren arbeitet er für die InterFace AG als Berater und leitet mittlerweile stellvertretend die Geschäftsstelle in Nürnberg. Trotzdem zieht es ihn immer wieder an die Uni zurück. So hielt er im SS2010 und SS2011 zum Beispiel eine Übungsreihe in Verteilten Anwendungen an "seiner" TUM. In seinen Projekten kommen oft agile Grundsätze zum Einsatz..

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PCSI: Prehistoric Crime Scene Investigation - Archäologie im 21. Jahrhundert (Vortrag)

Längst hat Archäologie nichts mehr mit der schnöden Jagd nach möglichst schönen und wertvollen Fundstücken für Schausammlungen zu tun. Akribische Dokumentation, kriminalistischer Spürsinn und modernste naturwissenschaftliche Methoden ermöglichen es uns heute archäologischen Befunden so viele Informationen zu entlocken wie nie zuvor. Anhand eines fiktiven Fundes wird ein prähistorischer Mordfall detailgenau analysiert und das Geschehen rekonstruiert.

Bea Schweighöfer, M.A., geboren 1984, studierte Keltologie und Vor- und Frühgeschichte an der Philipps-Universität Marburg. Ihre Schwerpunkte liegen im Bereich der vorrömischen Eisenzeit und der modernen Keltenrezeption. Studienbegleitend betreute sie unter anderem die Lehrsammlung des Seminars für Vor- und Frühgeschichte und arbeitete als Freiberuflerin im Bereich Museumspädagogik des Hessischen Landesmuseums Darmstadt und für das Landesamt für Denkmalpflege Hessen. Weiterhin engagiert sie sich ehrenamtlich im archäologischen Freilichtmuseum "Keltenwelt am Glauberg", plant, organisiert und leitet Exkursionen im Fachgebiet Keltologie der Universität Marburg und berät und begleitet Lehrkräfte bei archäologischen Projekten in Grund- und weiterführenden Schulen. Im Rahmen ihrer Dissertation am Seminar für Vor- und Frühgeschichte der Philipps-Universität beschäftigt sie sich zurzeit mit einer qualitativen Untersuchung zur historischen Darstellung der vorrömischen Eisenzeit.

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Bücherschaulaufen (Workshop)

Das Bücherschaulaufen wurde im Vorjahr auf der MinD-Akademie in Köln aus der Taufe gehoben. Die Hoffnung, dass es gefällt und öfters veranstaltet wird, hat sich erfüllt: Dieses Jahr gibt es auf Mensa/MHN-Events schon mindestens drei Bücherschaulaufen, und natärlich darf es auch in Hannover nicht fehlen. Das bewährte Konzept: Jeder, der ein Buch gelesen hat, das er gaaanz toll findet und unbedingt weiterempfehlen will, stellt es kurz vor. Damit das Event nicht die ganze Nacht dauert und wir ein wenig planen können, gibt es für die "Referenten" einen gewissen Rahmen: a) Redezeit 3-5 min, b) Ausfüllen eines kurzen Fragebogens vor der Akademie. Sendet diesen bitte bis zum 26.09.2011 an buecherschaulaufen (at) mind-hochschul-netzwerk (dot) de.

Jan Sieckmann, Jahrgang 1971, verschlingt Gedrucktes zum Frühstück, Mittagessen und Abendbrot. Ansonsten ist er Onlinemarketingmanager eines Ferienhausvermieters, freier Kreuzworträtselautor und Historiker. Er lebt und liest in Köln.

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Wie eine simplistische Volkswirtschaftslehre die Finanzkrise auslöste und wie die VWL der Zukunft sich als Komplexitätswissenschaft neu erfinden muss

Wie eine simplistische Volkswirtschaftslehre die Finanzkrise auslöste und wie die VWL der Zukunft sich als Komplexitaetswissenschaft neu erfinden muss Seit der neo-klassischen Revolution, ist die Volkswirtschaftslehre eine mathematische Wissenschaft, die mehr der Physik des 19 Jahrhundert ähnelt als einer Sozialwissenschaft. Um mathematische Modelle der Wirtschaft zu entwickeln wurden eine Reihe von vereinfachenden Annahmen getroffen und jegliche Komplexität ignoriert. Ziel dieses Vortrages ist es, erstens, darzustellen wie diese Vereinfachungen und die daraus resultierenden Modelle zur Finanzkrise des 21. Jahrhunderts geführt haben und zweites darzustellen, wie sich die VWL weiterentwickeln muss um Lösungen für die aktuelle Krise zu entwickeln.

Um die Wirtschaftskrise zu verstehen und zu lösen brauchen wir eine neue Klasse von Modellen. Wir brauchen Modelle, die die Heterogenität, von Menschen, aber vorallem Firmen und Produktionsprozessen und Institutionen darstellen können. Diese Modelle müssen Netzwerke darstellen können und vorallem ohne die Annahme von Equilibria auskommen.

Davoud Taghawi-Nejad ist PhD-Student in "Economics of Complexity and Innovation" an der Universität Turin und wissenschaftlicher Assistent in Lehre bei den Vereinten Nation im ILO programm "Master of Applied Labour Economics for Development". Ferner schreibt Davoud für den Washingtoner think tank Cato. Letztes Jahr publizierte er den Artikel "Technology shocks and trade in a network: How business cycles emerge from the interaction of autonomous agents", in Lecture Notes in Economics and Mathematical Systems, Springer. Davoud war Forschungsassistent im Assetmanagment an der Freien Universität Bozen.

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MinD-Spielepreis 2012: Vorstellung der Nominiertenliste und Probespielen

Im Spielezimmer der Jugendherberge wird über die ganze Laufzeit der Akademie ein Tisch stehen, der vollgestapelt ist mit den zur Wahl stehenden Spielen. Das sind diejenigen, die nach ausgiebiger Erforschung durch zahlreiche Mensaner und MHNler am meisten nominiert wurden und von denen einer ein zukünftiger Preisträger sein wird.

Welche Spiele das sind, wird am 1. Oktober in einer kurzen Präsentation erstmalig enthüllt. Dazu werden Informationen über das jeweilige Spiel sowie schon anderweitig eingeheimste Auszeichnungen geliefert. Mit dieser Präsentation fällt zudem der Startschuß für die Abstimmung zum MinD-Spielepreis 2012. Deshalb schließt sich ein von mir geleiteter langer Spieleabend an, in dem ich jedes der ca. zehn Spiele interessierten Gruppen zum Ausprobieren erkläre. Zuguterletzt wird während der Präsentation der Gewinner des Spielegutscheins ausgelost, den er -sofern anwesend- direkt persönlich überreicht bekommt.

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Redox Flow Batterien für Elektrofahrzeuge (Vortrag)

Die Zukunft des Automobils ist elektrisch. Darüber gibt es kaum noch Zweifel. Das größte Problem des Elektroautos ist jedoch die begrenzte Reichweite trotz modernster Lithium-Ionen-Batterie-Technologie. Es gibt zurzeit mehrere Forschungskonzepte zur Realisierung einer grenzenlosen Reichweite mit Elektrofahrzeugen: eine Wechselbatterie, eine induktive Energieübertragung über magnetische Spulen in der Fahrbahn und Batterieschnelladekonzepte. Gegenstand der Forschungsaktivitäten an der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften ist die Redox-Flow-Batterie für (auto)mobile Anwendungen. Bei Elektrofahrzeugen mit Redox-Flow-Batterien (RFB) ergibt sich die Möglichkeit einer grenzenlosen Elektromobiltät.
Die RFB wird von zwei Elektrolyten durchflossen, welche Metall-Ionen enthalten. Diese strömen, getrennt von einer protonendurchlässigen Membran, durch Elektroden aus porösem Graphitflies. Bei diesem Ladungsaustausch fließt nutzbarer Strom über die Elektroden. Die RFB kann wie eine normale Batterie ge- und entladen werden.
Durch den eingesetzten flüssigen Elektrolyten ergibt sich ergänzend dazu die Möglichkeit, die Elektrolyten schnell an einer geeigneten Tankstelle auszutauschen. Der entladene Elektrolyt kann an dort durch regenerative Energien wieder aufgeladen werden. Jede RF-Ladestation an einer Tankstelle wird damit zum dezentralen Energiespeicher. Das dichte Tankstellennetz in Deutschland könnte damit zum Türöffner für die Elektromobilität werden. Die RF-Technologie ist bei seiner Umsetzung dasjenige Konzept im Bereich der E-Mobility, das bei seiner Serieneinführung auf das aktuelle Tankstellennetz zurückgreift. Damit vereint die Redox Flow Batterie als einzige Technologie die Herausforderungen von Energielieferanten, OEM's und Mineralölfirmen.

Prof. Dr.-Ing. Robin Vanhaelst
Promotion in der Aggregate-Forschung der Volkswagen AG
2002-2004 Entwicklungsingenieur bei der Aggregate-Entwicklung der Audi AG in Neckarsulm.
2004-2009 Entwicklungsingenieur in der Aggregate-Entwicklung der Volkswagen AG.
2005-2009 Lehrbeauftragter für die Vorlesung Thermodynamik I an der Fachhochschule Braunschweig/Wolfsburg
Seit 2006 Habilitation an der TU Posnan mit dem Titel "A new method to analyse the swirl flow in DI-diesel engines". Professor Wislocki hat das Hauptreferat übernommen
Seit 2009 Professor für Fahrzeugthermodynamik und alternative Antriebe an der Hochschule für angewandt Wissenschaften Ostfalia, Fakultät für Fahrzeugtechnik in Wolfsburg

Internationalisierungsbeauftragter der Fakultät für Fahrezugtechnik.
Vorlesungen:
- Thermodynamik, Alternative Antriebe in der Fahrzeugtechnik, Fahrzeuggetriebe, Energietechnik, Gemischbildung, Umwelt und Verkehr, Regelungstechnik
-Intensivseminar zur Aufladetechnik (an der TU-Posen)
-Intensivseminar "Fahrzeugthermodynamik und alternative Antriebe" (an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig)
Studiengangsleiter der Masterstudiengangs "Alternative Antriebe in der Fahrzeugtechnik" an der Ostfalia.

Aktuelle Forschungsprojekte am Institut für Fahrzeugbau:
-Entwicklung eines Turbogenerators für Verbrennungskraftmaschinen
-Entwicklung eines E-ATL Prüfstandes
-Redox Flow Batterien für automobile Anwendungen
-Entwicklung eines Prüfstandes für Elektrofahrräder
-Entwicklungs eines IR-Sensors zur Bestimmung der AGR-Gleichverteilung und der Restgasmasse im Zylinder eines DI-Dieselmotors

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Artkonzepte, Artenvielfalt und Artbildung - die Renaissance taxonomischer Forschung innerhalb der Evolutionsbiologie (Vortrag)

The past 20 years have seen exciting new developments in the field of taxonomy, that is, the discovery, delimitation, description and scientific naming of species of living and fossil organisms. These theoretical advances have allowed developing an integrative approach to taxonomy in which different characters or sets of characters are combined to obtain more rigorous species hypotheses - including characters of morphology, molecular genetics, behavior, and others. An improved understanding of the mechanisms by which species arise in the course of evolution - speciation - implicitly has also led to a better understanding what species are and which kind of characters are useful to delimit and define them. Implicit application of such "Integrative Taxonomy" combined with increased exploration of remote tropical regions has led to an enormous acceleration of species discovery and description. Especially the initial screening of molecular differentiation plays a key role, although such DNA barcoding should not be used as sole argument for erecting new species. The possibility to provide at a much faster pace more rigorous species hypotheses opens perspectives for a complete inventory of Earth's largely unknown biodiversity.

(Vortrag in deutscher Sprache)

Miguel Vences (Braunschweig), born 1969 in Köln (Cologne). He studied biology at the Universities of Köln and Bonn (Diploma in 1996). From 1996 on, he was a PhD student at the Zoologisches Forschungsinstitut und Museum A. Koenig in Bonn, obtaining his Dr. rer. nat. in 2000. Subsequently he was a postdoctoral researcher in Paris and Konstanz. From 2002-2005 he worked as Assistant Professor at the Zoological Museum of the University of Amsterdam, The Netherlands, and since 2005 he is Professor for Evolutionary Biology at the Technical University of Braunschweig, Germany. His main scientific interests include the systematics, phylogeny and biogeography of Madagascar's unique amphibian and reptile fauna, speciation mechanisms, and the evolution of montane amphibians. He has published over 300 research papers and discovered and described over 150 new species of amphibians and reptiles. (see: http://www.mvences.de)

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Zwischen Gelassenheit und Panik – Introvision als Methode der mentalen Selbstregulation zur Auflösung innerer Konflikte (Vortrag)

Was lässt sich tun, um innere Konflikte – z.B. Angst, Ärger, Entscheidungsprobleme – aufzulösen und so im Alltag wieder gelassener und handlungsfähiger zu werden?

In diesem Vortrag geht es um einen Einblick in die theoretische Grundlagen und die praktische Vorgehensweise der Introvision als Methode der mentalen Selbstregulation. Ziel der Introvision ist es, innere Konflikte und mentale Blockaden aufzulösen (Wagner, 2011).

Die Methode der Introvision wurde im Rahmen eines von der Verf. geleiteten langjährigen Forschungsprogramms an der Universität Hamburg über mentale Selbstregulation und die Auflösung innerer Konflikte entwickelt und umfangreich empirisch getestet, so u.a. bei der Reduktion von Stress und mentalen Blockaden (Benthien, 2011, Oerding et al, in Vorb.)), bei der Verringerung von Depression (Iwers-Stelljes, 1997) sowie beim Abbau chronischer Verspannungen (Guedes, 2011) und Tinnitus (Buth, in Vorb.).

Prof. Dr. Angelika C. Wagner:

1963 Abitur in Bonn
1963–1967 Studium der Mathematik, Geographie, Psychologie und Pädagogik in Bonn und Hamburg
1967 Erstes Staatsexamen für das Lehramt an Volks- und Realschulen an der Universität Hamburg
1967–1968 Studium der Psychologie an der Southern Illinois University Carbondale, Ill
1968 Magister (M.A.) in Psychologie
1968–1971 Promotionsstudium University of Michigan, Ann Arbor, MI, USA
1968–1970 Assistentin (Teaching Fellow) an der University of Michigan, Ann Arbor (Statistik und Pädagogische Psychologie)
1971 Promotion (Ph.D.) in Pädagogik und Psychologie an der University of Michigan mit einer experimentellen Arbeit („Changing teaching behavior") bei Prof. Dr. Ronald Lippitt
1971–1974 Dozentin für Psychologie an der Pädagogischen Hochschule Reutlingen
1974–1985 Professorin für Psychologie an der Pädagogischen Hochschule Reutlingen
seit 1985 Professorin für Pädagogische Psychologie am Fachbereich Erziehungswissenschaft der Universität Hamburg
1988–1990 Vizepräsidentin der Universität Hamburg
seit 1989 Gründerin und Leiterin der Arbeitsstelle Expertinnen- Beratungsnetz/Mentoring

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Zukunft ohne Vergangenheit, Beschleunigung ohne Zeitgewinn - und veloziferische Warntafeln vor atomaren Endlagern ? (Vortrag)

Schrumpft die Zeit? Verlieren wir die Vergangenheit? Wird Zukunft Teil der erweiterten Gegenwart?

(1) Zeit liefert ein Ordnungsgefüge für Dinge, Beziehungen und Reihenfolgen. Das Konzept „Zeit“, erst im Zusammenhang mit gesellschaftlichen Entwicklungen entstanden, ist eine hohe menschliche Syntheseleistung, wie der Soziologe Norbert Elias (1897-1990) verdeutlichte. Gilt das noch, wenn wir in Produktion und Information, Unterhaltung und Ablenkung alles möglichst zeitnah oder gleichzeitig erreichen und erfahren und erleben wollen? Übt die Zeit mit ihrem so genannten Zeitdruck soviel Druck aus, dass sie sich selbst verschlingt? Der Philosoph Sören Kierkegaard (1813-1855) meinte, wie die meisten von uns noch lernten: Das Leben wird nach vorwärts gelebt und nach rückwärts verstanden. Gilt das noch? Oder verschluckt die Gegenwart mit der wachsenden Sucht nach sofortigem Erfolg den Sinn für größere Zeiträume?

(2) Wenn die technische Entwicklung die Science-Fiction-Romane überholt, und wenn kurze Wahlperioden den Klimawandel nicht belegen - verlieren wir dann den Sinn für Zukunft? Wenn wir alle 15 Minuten neue Nachrichten hören können - wird uns dadurch der Sinn für Entwicklungen und Zusammenhänge, für längere Gedankengänge und anspruchsvolle Lernprozesse ausgetrieben? Vernichten moderne Informationstechnologien Zeit, indem sie weltweite Allgegenwart suggerieren und damit Zeitlosigkeit einführen? Sind wir eigentlich schon Historiker, wenn wir die Tageszeitung von gestern gelesen haben?

(3) Überall wird nach mehr Beschleunigung für neue Geschwindigkeitsrekorde gesucht. Der Everestgipfel wird inzwischen in wenigen Stunden erlaufen. Für den America’s Cup werden neue Rennyachten für Aber-Millionen konstruiert, auf denen alle Manöver in komprimierter Zeit fast gleichzeitig gemacht werden müssen. Auch im Extremsport werden einige Menschen immer noch schneller. Für diesen Zeitgewinn müssen sie hauptberuflich ihr ganzes Leben trainieren und einsetzen.

Wir kennen es ja: Je mehr Zeit-Management-Techniken wir nutzen, um Zeit zu sparen, desto mehr können wir dann erledigen, desto weniger Zeit bleibt uns schließlich. Je schneller wir fahren, desto weniger sehen und erfahren wir. Schon unser Dichterfürst Goethe (1749-1832) beklagte, dass mit der Beschleunigung von Einzelvorgängen in allen Lebensbereichen Lebenszeit verloren gehe. Aus den Worten velocitas für Eile und dem Teufelsnamen Luzifer prägte er für diese paradoxe Erfahrung das neue Wort veloziferisch.

(4) Seit etwa 5000 Jahren können Menschen Informationen schriftlich festhalten. Deutsche Texte von Walther von der Vogelweide verstehen wir nur noch teilweise. Moderne Computer in sich immer schneller ablösenden Computergenerationen können die Texte der ersten Generationen aus unserer eigenen Lebenszeit schon nicht mehr lesen. Mit welcher Haltbarkeit und Verständlichkeitsdauer sollte man vor den Schächten mit atomaren Endlagern Warnschilder aufstellen, wenn die radioaktive Halbwertzeit über 20.000 Jahre beträgt? – Vor den radioaktiven Uran-Endlagern aus NS-Zeiten warnen den Wanderer einfache Schilder, hier möglichst weiterzugehen und nicht zu graben oder zu verweilen. Eilige Warntafeln mit geringer Halbwertzeit. Luzifer lässt grüßen.

Kurt Weis, geboren 1940, volljuristische, kriminologische und soziologische Ausbildung in Deutschland und den USA. An der Harvard Universität 1968 als Jurist promoviert, in Saarbrücken 1979 als Soziologe habilitiert, gern als Anthropologe unterwegs, diente er seit 1980 als Professor für Soziologie der Technischen Universität München. Dort leitete er, als Mitglied der beiden neuen Fakultäten für Sportwissenschaft und für Wirtschaftswissenschaften, bis 2006 das Fachgebiet Soziologie. Seit 1992 ist er Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste und seit 1998 Associate of the Hawaii Reseach Center for Futures Studies, University of Hawaii. Neben seinem erlernten Beruf als Wissenschaftler sucht er den Weg vom Buchwissen zum Erfahrungswissen und verfolgt dessen Anwendungsrelevanz. Dafür bestieg er manchen Gipfel, lernte von den Inuit sein Iglu zu bauen, durchquerte zu Fuß die Wüste Gobi (2003) und die Takla Makan Wüste (2006), vertiefte sich in die spirituellen Wege Indiens (u.a. 2009) und unterwarf sich den Ritualen der Schamanen am Amazonas (u.a. 2010).

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Die Zukunft deiner Forschung - Wie organisiert man eine wissenschaftliche Arbeit? (Vortrag)

Eine wissenschaftliche Arbeit ist ein umfangreiches Projekt, das man zwar nicht komplett durchplanen kann, welches aber organisiert werden muss. Die Organisation beginnt bei der Suche nach einer Stelle und der Themenfindung, wird kritisch bei der Strukturierung der Arbeit und der Organisation von Literatur, Ideen, und Daten/Produkten, und qualitätsentscheidend beim Schreiben der Arbeit.

Der Vortrag gibt einen Überblick von möglichen Problemen und Lösungen. Hierbei wird vor allem beim Literatur-/Ideenmanagement und beim Schreiben auf Techniken und Programme hingewiesen, welche die Organisation und das Schreiben erleichtern bzw. überhaupt erst möglich machen.

Die Basis liegt auf einer naturwissenschaftlichen Dissertation, die Punkte sind allerdings auch hilfreich für das Schreiben von Arbeiten in anderen Bereichen und lässt sich zu weiten Teilen auf Bachelor, Master, Magister und Diplomarbeiten übertragen.

Dr. Daniel Wessel ist als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Wissensmedien tätig. Er hat dort 2006 angefangen in Psychologie zu promovieren und die Dissertation 2010 (erfolgreich zwinkernd) abgeschlossen. Der Vortrag basiert nicht nur auf eigenen Erfahrungen sondern auch auf verschiedenen, sehr empfehlenswerten Büchern und Artikeln.

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Contact-Impro (Workshop)

Der MHNler ist ein Kopfmensch, naturgemäß. Doch kann es viel Spaß machen sich zu Bewegen. Gemeinsam macht dies noch mehr Spaß. Im Workshop geht es dabei um eine Methode des freien Tanzes, die unter dem Titel "Contact Improvisation" bekannt ist. Wie der Name schon sagt, kommt man dabei in Kontakt ... vielleicht ergibt sich aus dem Workshop auch eine kleine Session (so werden die Treffen von erfahrenen Contactern genannt).

Stefan Wladarsch: Geboren 1966 in Ingolstadt, seit der Kindheit mit dem Theater in Berührung und viel Freude am freien Tanzen, mehrere Contact-Workshops, Tai Chi und die Erfahrungen als festes Mitglied einer Improvisationstheatergruppe halten mich in Bewegung.

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Die Zukunft der Vergangenheit, am Beispiel Stanislaw Lem (Vortrag)

Die Romane von Stanislaw Lem begleiten mich seit meiner frühen Jugend. Anhand von einigen seiner Romane versuche ich an die Faszination von damals wieder anzuknüpfen und die Frage zu beantworten „Was ist von den Zukunftsvisionen dieses genialen Schriftstellers (es wird ihm ein sehr hoher IQ nachgesagt) übrig geblieben?“
Als Schreibenden interessiert mich dabei besonders das WIE seiner Arbeit (Ironie, Neologismen, Genresprünge usw.).

Stefan Wladarsch, geboren 1966 in Ingolstadt, Studium der Physikalischen Technik und "Studium Generale" in München, schreibt seit frühester Jugend und hat mit seinen Veröffentlichungen schon Preise gewonnen.

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Schreibworkshop - Was soll werden? (Workshop)

Wie schon im letzten Jahr, soll es einen Workshop zum Thema Schreiben geben. Es geht dabei in erster Linie um literarisches Schreiben, der Workshop ist aber auch für alle Schreibenden hilfreich.

Der Workshop steht dieses Jahr unter dem Motto: "Kritik, ein Wegweiser in die Zukunft?".

Stefan Wladarsch: Geboren 1966 in Ingolstadt, seit der Kindheit Berührung mit dem Theater und erste schriftstellerische Versuche. Einige der Veröffentlichungen wurden mit Preisen bedacht. Seit 2001 Mitglied einer Improtheatergruppe und etwa seit der selben Zeit Beschäftigung mit der Schreibmethode (Dramaturgie usw.)

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Was ist Stringtheorie? (Vortrag)

Eine der größten Leistungen der Physik des 20. Jahrhunderts war die Entwicklung zweier Theorien, die die uns bekannten physikalischen Phänomene auf vier grundlegende Wechselwirkungen zwischen einem Dutzend verschiedener Typen von "Elementarteilchen" zurückführen. Das sogenannte Standardmodell der Elementarteilchenphysik beschreibt dabei die elektromagnetische, die schwache und die starke Wechselwirkung zwischen subatomaren Teilchen, während die Allgemeine Relativitätstheorie die derzeit beste Theorie der Gravitation ist. Die Stringtheorie ist der ehrgeizige Versuch, diese Vielfalt an Elementarteilchen und Wechselwirkungen auf nur eine fundamentale Wechselwirkung zwischen nur einer Art von Objekten - den "Strings" - zurückzuführen. Was genau damit gemeint ist, soll in diesem Vortrag einführend erläutert werden.

Jun.-Prof. Dr. Marco Zagermann studierte an der Universität Hamburg Physik und promovierte an der Pennsylvania State University in theoretischer Elementarteilchenphysik. Nach Postdocaufenthalten in Halle, am CERN in Genf und der Stanford Universität leitete er eine Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe am Max-Planck-Institut für Physik in München. Seit 2009 ist er Juniorprofessor an der Leibniz Universität Hannover und Leiter der Forschungsgruppe "Stringphänomenologie und -kosmologie" am Exzellenz-Cluster QUEST. In seiner Forschung beschäftigt er sich mit den phänomenologischen Konsequenzen der Stringtheorie, insbesondere im Hinblick auf Kosmologie und Astroteilchenphysik, sowie mit Gravitationsaspekten der Stringtheorie und der Supersymmetrie.

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Satellitengestützte Spurengasfernerkundung - von Ozonlöchern und Exoplaneten-Atmosphären (Vortrag)

Durch satellitengestützte Fernerkundung von Spurengasen werden zurzeit wertvolle Erkenntnisse über die Erdatmosphäre gewonnen. Der Vortrag gibt einen Überblick über die Geschichte (Ozon), gegenwärtige Anwendungen (globales Vulkanmonitoring, Stickoxide) und die Zukunft (neue Missionen) dieses Forschungsgebietes.

Walter Zimmer hat Informatik an der Universität Ulm und der University of Massachusetts (Dartmouth) studiert und arbeitet gegenwärtig beim Institut für Methodik der Fernerkundung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen bei München. Er betreut dort Software zur Spurengasfernerkundung.

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Programm der Mind-Akademie 2010

Vorträge

Workshops/weitere Programmpunkte

Programmbeschreibungen

Transsexualität - die Transformation von Mann-zu-Frau (Vortrag)

Du bist ein Mann! Das sagt wenigstens der Körper und `die Anderen´. Doch die eigene Geschlechtsidentität sagt etwas anderes! Wie kann das sein? Warum fühlen wir uns als Mann oder als Frau? Was macht Transsexualität aus? Was sind die Ursachen? Wie verändert sich das Leben der Betroffenen durch die Diagnose der Transsexualität? Dieser Vortrag soll sich mit der Transsexualität aus verschiedenen Blickwinkeln, wie Medizin und Psychologie befassen. Es ist ein Versuch Antworten auf die vielen Fragen zu geben und diese zu diskutieren. Besonderes lebendig wird das Ganze durch die Möglichkeit etwas über die Gedanken und Erfahrungen einer betroffenen Person zu hören.

Dr. med. Christine Bauer, geboren 1983. Abitur 2003. 2003-2009 Studium der Humanmedizin in Münster. 2005-2010 Doktorandin an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Münster, Promotion im April 2010 ("Mentale Rotation bei Mann-zu-Frau-Transsexuellen und Männern ohne Geschlechtsidentitätsstörung"). Seit 01.2010 Assistenzärztin in der Klinik für Neurochirurgie am Evangelischen Klinikum Bielefeld.

Jutta Ziemes, geboren 1987 in Krefeld im Rheinland; Abitur 2007; studiert seit 2008 die Wissenschaft Psychologie und die Kunst der Philosophie in Trier.

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Transformation von Risiken (Vortrag)

Der Grund für die Konstruktion vieler komplexer Finanzprodukte ist die Transformation von Risiken. Die transformierten Risiken sollen passgenau abgestimmt sein auf den Risikoappetit des Interessenten, bzw. des Investors. Grundsätzlich ist die Risikotransformation eine der zentralen und wichtigen Aufgaben des Finanzsektors. Trotzdem kommt z.B. Warren Buffet zu der Schlussfolgerung, dass Derivate (als ein Beispiel für komplexe Finanzprodukte)„Massenvernichtungswaffen“ seien. Auch für die jüngste (Finanz-)Krise werden sie als Schuldige dargestellt. Der Vortrag wird auf die Funktionsweise von prominenten komplexen Finanzprodukten eingehen. Es werden quantitative und strukturelle Gründe für Fehlbewertungen betrachtet, und ein Ausblick in die Zukunft dieser Art von Risikotransformation gewagt.

Dr. Henning Christ hat Physik in Marburg und Heidelberg studiert. Seine M.Sc. Arbeit fertigte er in Tucson, Arizona an. Im Rahmen seiner Promotion in theoretischer Physik hat er sich mit Quantencomputern in Festkörpersystem beschäftigt. Momentan arbeitet er als Risikomanager in der Finanzbranche.

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Zwischen Störfall und Weltuntergang. Zur literarischen Transformation von Technikkatastrophen (Vortrag)

Die Antwort auf die Frage, unter welchen Voraussetzungen Unglücksfälle, die sich auf technischen Gebieten ereignet haben, als ‚Katastrophen’ bezeichnet werden, hängt nicht nur von tatsächlichen, statistisch erfassbaren Unfallfaktoren ab, sondern offensichtlich auch mit dem Katastrophenbewusstsein des jeweiligen Betrachters zusammen, das durch die sachlich berichtende Wiedergabe desaströser Geschehnisse, aber auch durch ihre ästhetische Transformation geprägt ist. Dieser Vermittlungsaspekt, der als distinktives semantisches Merkmal sowohl dem Begriff der ‚Technik’ als auch dem der ‚Katastrophe’ inhärent ist, wird an historischen Fallbeispielen wie dem Untergang der Titanic (1912) und dem GAU von Tschernobyl (1986) und ihrer literarischen Darstellung erläutert, wobei deren besondere Bedeutung für das Verständnis von Technikkatastrophen aufgezeigt werden soll.

Prof. Dr. Rudolf Drux, Studium der Germanistik, Latinistik und Komparatistik; Staatsexamen (1973), Promotion (1976) und Habilitation (1984) in Köln; von 1992-1996 Prof. für Deutsche Literatur an der TU Darmstadt, ebd. Mitbegründer des Graduiertenkollegs ‚Technisierung und Gesellschaft’; seit WS 96/97 Inhaber des Lehrstuhls für Neuere deutsche Literaturgeschichte und Allgemeine Literaturwissenschaft an der Universität zu Köln; seit 2008 Direktor des dortigen Zentrums für Moderneforschung und Sprecher der Moderne-Klasse der Forschungsschule 'a.r.t.e.s.'. Forschungsschwerpunkte: Deutsche Literatur vom Frühbarock bis zum Nachmärz und des 20. Jahrhunderts; Metaphorologie und Motivforschung, bes. in Hinsicht auf Interferenzen zwischen Rhetorik und Poetik, Literatur- und Technikgeschichte, v.a . am Beispiel des technisch reproduzierbaren Menschen. Zu diesen Gebieten zahlreiche Aufsätze und Buchpublikationen.

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TranceFormation (Workshop)

Hypnose — ein Wort, viele Mythen. Ein fremdes Phänomen? Keineswegs, denn wir alle erleben Hypnose täglich, ohne dass uns dies bewusst ist / wird. Allerdings ist Hypnose trainierbar und somit bewusst einsetzbar — als (mentale) "Hirnleistung" — und das nicht nur nicht nur im medizinischen oder im sportlichen Bereich. In diesem Workshop geht es darum, Hypnose unbewusst und bewusst zu erleben und eigene, persönliche Ressourcen in Erfolg zu transformieren. Also komme persönlich, bringe ein Ziel mit, das du gerne erreichen möchtest und probier's doch einfach aus! Denn es ist ein Workshop: selbstorganisatorisch, systemisch, hypnotisch — einfach, nachhaltig und zeitgemäß.

Jens von Lindeiner (geb. 1967) transformierte vom Bankkaufmann und Betriebswirt (VWA) über den Managment Consultant (VWA) zum Persönlichen Mental-Trainer für Beruf & Sport mit Diplom in Psychologie und Master in medizinischer, selbstorganisatorischer Hypnose. Er selbst bezeichnet sich am liebsten als HypnosystemCoach, denn "viele Themen, die uns täglich beschäftigen, sind systemisch eingebunden und am leichtesten in Hypnose bearbeitbar".

Michaela Eich (geb. 1986), Diplom-Psychologin und medizinische Hypnotherapeutin, arbeitet und lebt in der schönen Eifel. Zur Zeit absolviert sie die Ausbildung zur Psychologischen Psychotherapeutin und promoviert im Fachbereich Psychobiologie der Universität Trier. In ihrem Berufsleben geht es - sowohl in der klinischen Praxis als auch in der Forschungsarbeit - immer um Transformationen in den unterschiedlichsten Facetten und auch privat lebt sie nach dem Motto "Nur wer sich ändert, bleibt sich treu".

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Risikotransfer: Wie katastrophale Schäden von Wirtschaft und Gesellschaft in ein erträgliches Maß transformiert werden können (Vortrag)

Unsere moderne Welt ist komplex und damit verwundbar, durch Naturgewalten, technische Unglücke und vieles mehr. Doch sie hat Methoden entwickelt, katastrophale Schäden — oder zumindest deren ökonomische Folgen — zu bewältigen, und ist damit eigentlich sehr erfolgreich. Dabei spielen Versicherungen eine fundamentale Rolle, aber auch das Rechtssystem und viele andere staatliche Maßnahmen leisten einen wesentlichen Beitrag, der uns oft gar nicht bewusst ist. Bei der Betrachtung dieses Geflechts wird klar werden, dass eine effektive Katastrophenbewältigung manchmal nur um den Preis zu haben ist, dass es dabei nicht ganz gerecht zugeht, und wir werden hierzu ausführlich das World-Trade-Center-Attentat betrachten — als Paradebeispiel, wie eine Gesellschaft einen existenzbedrohenden Schaden bewältigt, indem sie für einen Moment ihre eigenen Regeln bricht.

Michael Fackler, Jahrgang 1967, stammt aus einer Allgäuer Musikerfamilie und hat in München und Pisa Mathematik studiert. Er ist freiberuflicher Aktuar (geprüfter Versicherungsmathematiker). In langjähriger Tätigkeit bei Rückversicherungen hat er nicht nur die traditionellen Versicherungslösungen zur Abfederung von großen Schäden kennengelernt, sondern auch das komplexe Umfeld aus staatlicher Regulierung, Haftungsbedingungen, etc., das es unserer modernen Gesellschaft ermöglicht, große Risiken einzugehen. Michael Fackler ist seit 1988 bei Mensa. Für den Verein und für MHN ist er vor allem aktiv als Referent und Organisator von Vorträgen, daneben hat er die Endredaktion von Tagungsbänden der MinD-Akademien übernommen.

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Transformation der Arbeitswelt vom militärischen Top-Down zum Mitarbeiterzufriedenheitsmanagement. Ein Praxisbericht (Vortrag)

In der Industrialisierung mussten Menschen anfangs wie Maschinen funktionieren: Immer derselbe Handgriff am Fließband, etc. Was zu tun war, war schematisch vorgeschrieben, top-down wie beim Militär. Das war der damaligen Arbeitsstruktur angemessen, aber eine stetige wachsende Zahl von Menschen hat heute ganz andere Aufgaben, z.B. flexibles Troubleshooting oder produktives Verarbeiten von Wissen in vernetzten Teams. Das bringt das Firmenmanagement in einen Zwiespalt. Einerseits soll und will es dem Unternehmen die Richtung vorgeben, andererseits sind die Tätigkeiten nicht mehr so, dass man sie auf einfache Weise vorschreiben und kontrollieren kann, z.B. dann, wenn man auf hohe Flexibilität, schnelles autonomes Handeln einzelner Mitarbeiter oder gar auf Kreativität angewiesen ist. Eine zentrale und wachsende Rolle spielen heutzutage Vertrauen und Loyalität, die stark von der Zufriedenheit der Angestellten und zahllosen menschlichen und kulturellen Faktoren abhängen. In diesem lang dauernden Umbruch des Wirtschaftslebens kann man oft ein Nebeneinander mehrerer Generationen von Unternehmensphilosophien beobachten und erlebt ein Hin und Her zwischen Aufbruchsstimmung und konservativen Reflexen. Und man könnte (und sollte) ein paar grundsätzliche Fragen zur Unternehmensführung in der Wissensgesellschaft stellen.

Lebenslauf von Michael Fackler: siehe voriger Eintrag

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Bücherschaulaufen (Workshop)

Etwas, was sich auf dem diesjährigen Mensa-JT in Dortmund spontan entwickelt hat, soll nun als Event auf der MinD-Akademie stattfinden: Jeder, der ein Buch gelesen hat, das er gaaanz toll findet und unbedingt weiterempfehlen will, stellt es kurz vor. Damit das Event nicht die ganze Nacht dauert und wir ein wenig planen können, gibt es für die "Referenten" einen gewissen Rahmen: a) Redezeit 3-5 min, b) "Ausfüllen eines kurzen Fragebogens vor der Akademie, der hier abrufbar ist. Daraus erstellen wir dann die Liste der: MHN Top Books 2010. Die wichtigsten Fragen sind folgende: 1. Wie hat dieses Buch mein Leben verändert? 2. Wer sollte dieses Buch unbedingt lesen?"

Michael Fackler stammt aus einer Allgäuer Musikerfamilie, hat in München und Pisa Mathematik studiert und arbeitet als freiberuflicher Versicherungsmathematiker. Als langjähriges Mensa- (seit 1988) und MHN-Mitglied hat er schon viele großartige Buchempfehlungen bekommen und möchte mit dem Bücherschaulaufen dazu beitragen, dass sich gute Bücher auch weiterhin rasch herumsprechen.

Jan Sieckmann, Jahrgang 1971, verschlingt Gedrucktes zum Frühstück, Mittagessen und Abendbrot. Ansonsten ist er Onlinemarketingmanager eines Ferienhausvermieters, freier Kreuzworträtselautor und Historiker. Er lebt und liest in Köln.

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Die UNO von innen - Perspektiven aus der Sicht eines Mitarbeiters nach 30 Jahren Erfahrung (Vortrag)

Der Vortrag geht zunächst auf die Rolle der UNO in der internationalen Architektur der Staatengemeinschaft ein. Dabei betrachtet er insbesondere einerseits die sich ständig wandelnden Herausforderungen und andererseits ihre zum Teil selbstgemachten Probleme. Der zweite Teil des Vortrags beleuchtet den Einfluss der UNO bei Transformationsprozessen anhand von Beispielen einiger Projekte der technischen Zusammenarbeit.

Peter Fröhler hat seine Berufslaufbahn am Institut für Weltwirtschaft in Kiel begonnen und war dann 30 Jahre bei den Vereinten Nationen in Genf beschäftigt. Seit 2007 ist er im Ruhestand. Bei der UNCTAD (United Nations Conference for Trade and Development) hat er alle höheren Ränge vom Einsteiger als Programmierer bis zum Direktor durchlaufen und dabei einen reichen Erfahrungsschatz gesammelt. Er war unter anderem für Projektimplementierungen in über 100 Ländern verantwortlich. Als Vorsitzender von vielen Stellenbesetzungs- und Beförderungsausschüssen hat er auch detaillierte Kenntnisse von internen Verwaltungspraktiken erworben.

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Powerpoint-Karaoke - Transformation unbekannter Slides in spontane Vorträge (Workshop)

Wer kennt sie nicht aus seinem beruflichen oder studentischen Alltag: Präsentationen, bei denen der Vortragende nicht so recht zu wissen scheint, über was er da eigentlich gerade referiert. In diesem Workshop wollen wir diesen Präsentationsstil, auch Powerpoint-Karaoke genannt, zur sportlichen Disziplin erheben und in einer Mischung aus Präsentationstraining und Theatersport auf unterhaltsame und kurzweilige Art und Weise unsere Präsentationsfähigkeiten trainieren: Jeder Teilnehmer wird die Gelegenheit haben, einen ihm völlig unbekannten Foliensatz in Szene zu setzen und dem Publikum in Form der anderen Workshop-Teilnehmer zu präsentieren. Spezielle Vorkenntnisse sind keine nötig. Bereits einmal präsentiert zu haben garniert mit einem Hauch von Spontanität ist aber sicherlich hilfreich.

Thilo-Alexander Ginkel, Jahrgang 1979, hat Informatik studiert und hat seit seiner Jugend Spaß an der Entwicklung von Software. Weniger Spaß bereitet ihm dagegen das Verfolgen zäher Präsentationen, was in ihm schlussendlich die Idee zu diesem Workshop reifen ließ.

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Prof. Dr. Ulrich Greveler: Verwandlung des Netizen zum Netzwesen: Wie gefährlich ist das „Real Life“? (Vortrag)

Derzeit finden Verwandlungsprozesse der Lebenswelt statt, die mit der zunehmenden Netznutzung zusammenhängen. Diese werden oft als Gefährdung der unbedacht handelnden Teilnehmer wahrgenommen: Gefahren sozialer Netzwerke, Allverfügbarkeit ortsbezogener Dienste, datenschutzfreies Leben in der Netzgemeinde, Datenkraken überall. Aber ist diese Wahrnehmung korrekt? Oder ist das Real Life vielleicht doch gefährlicher? Wir betrachten das Leben eines Netzwesens, das gelegentlich auf Warner und Mahner hört.

Prof. Dr.-Ing. Ulrich Greveler, Jahrgang 1972, ist Professor für Informatik am Fachbereich Elektrotechnik und Informatik der Fachhochschule Münster und leitet dort das Labor für IT-Sicherheit. Er publiziert zu den Themen Informationssicherheit, technischer Datenschutz, Kryptographie und Durchsetzung digitaler Rechte. Nach dem Studium in Gießen und mehrjähriger Industrietätigkeit forschte und promovierte er an der Ruhr-Universität Bochum.

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Entrepreneurship (Vortrag)

Der Bereich Entrepreneurship hat in den vergangenen Jahren nicht nur das verstärkte Interesse der Politik sondern auch von Universitäten und anderen Bildungseinrichtungen hervorgerufen. In diesem Vortrag soll ausgehend von einer kurzen Schilderung der Grundlagen dieses Themenbereichs dargestellt werden, wie man seine persönlichen Ziele im Rahmen von Entrepreneurship verwirklichen kann. Obgleich Entrepreneurship oftmals mit dem Aufbau von Wachstumsunternehmen gleichgesetzt wird, zeigen immer mehr Studien, dass sich Gründer in vielfältiger Weise durch den Aufbau eines neuen Unternehmens verwirklichen können und dass dabei nicht notwendigerweise die Gewinnmaximierung im Vordergrund stehen muss.

Marc Gruber was born in Munich, Gemany, in 1972. He graduated in management from the University of St. Gallen in 1995 and received a PhD in management from the same university in 2000. In spring 2005, he received a venia legendi from the Munich School of Management for his habilitation thesis on marketing in new ventures. He joined EPFL in the fall of 2005 coming from the Munich School of Management, University of Munich, where he was the vice-director of the Institute of Innovation Research, Technology Management and Entrepreneurship (INNOtec) and manager of the ODEON Center for Entrepreneurship. He has held several visiting scholar posts at the Wharton School, University of Pennsylvania, where he conducts research on technology commercialization and entrepreneurial marketing. Marc Gruber's research focuses on new venture creation and the commercialization of innovative technologies. He has published his research in several prestigious scientific journals such as "Management Science", "Organization Science", "Journal of Business Venturing", and "Entrepreneurship Theory & Practice".

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Kunst und Kosmologie (Vortrag)

Der Einfluss der Sonne, des Mondes und der Kometen auf den Menschen wurde in vielen Kulturen in göttlichem oder kultischem Zusammenhang gesehen. Die künstlerischen Darstellungen dieser Himmelskörper wurden vor dem 19. Jahrhundert aber nicht von der Wissenschaft inspiriert. Heutzutage dagegen sind die Errungenschaften der Wissenschaft in aller Munde. Sie werden durch die Medien schnell und wirkungsvoll verbreitet. Das dramatische Anwachsen der Popularisierung von wissenschaftlichen Ergebnissen hat die Kunst stark beeinflusst. Hier sind es insbesondere die Astronomie und Kosmologie, aber auch die Quanten- und Elementarteilchenphysik, die Ideengeber für die bildende Kunst, aber auch für die Dichtung und Musik sind.

Prof. Dr. Claus Grupen studierte Mathematik und Physik an der Universität Kiel und promovierte dort 1970 in Physik mit einem Thema aus der kosmischen Strahlung. Nach einem längeren Gastaufenthalt an der University of Durham (England) wechselte er in die Beschleunigerphysik und arbeitete am Deutschen Elektronensynchrotron DESY in Hamburg und am Europäischen Kernforschungszentrum CERN in Genf auf dem Gebiet der Elektron-Positron Wechselwirkungen. Nach seiner Habilitation im Jahre 1975 ist er seit 1980 Professor an der Universität Siegen. Es folgten einige Aufenthalte als Gastprofessor an der University of Tokyo. 1995 erhielt er als Mitglied der PLUTO-Kollaboration von der Europäischen Physikalischen Gesellschaft den 'Special High Energy and Particle Physics Prize' für die Entdeckung des Gluons. Nach seiner Emeritierung im Jahre 2006 hat er angefangen, seine Lehr- und Fachbücher mit Cartoons zu illustrieren.

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Transformationen in der Mathematik, und der Weg zum Chaos (Vortrag)

Mathematik beschreibt unter Anderem, wie sich ein Zustand in einen anderen überführen läßt. Interessanterweise stellt sich heraus, dass ganz einfache und leicht verständliche Transformationen, mehrfach angewendet, zu ganz unerwarteten Mustern und Verhaltensweisen führen. Dies wird in diesem Vortrag genauer beleuchtet.

Prof. Roland Gunesch hat an der Universität Bonn, der University of Warwick und der Pennsylvania State University Mathematik, Physik und Informatik studiert und in Mathematik promoviert. Er ist Professor für Mathematik an der Universität Hamburg. Seine Arbeiten befassen sich vor allem mit dem Thema Dynamische Systeme ("Chaos").

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Impro-Theater für Einsteiger: die Transformation zum Schauspieler! (Workshop)

Impro-Theater ist aufregendes Theater ohne vorheriges Textauswendiglernen. Wie durch eine magische Verbindung lassen gute Impro-Spieler immer wieder neue Szenen entstehen, die der vorher Gezeigten in Punkto Spannung und Überzeugungskraft in nichts nachsteht. Impro-Theater ist das Er-Leben von immer neuen Transformationen — schnell, spannend, und humorvoll im Sicherheitsnetz der Mitspieler! Doch wie genau schafft man es, aus dem Nichts ein Zusammenspiel mit den Kollegen entstehen zu lassen? Was brauche ich für eine gute Szene, wie bekomme ich die zündenden Ideen, wie definiere ich meine Rolle am Besten, ...? In diesem Workshop wird es darum gehen, Impro-Neulingen die Grundlagen des flexiblen und kreativen Spielens näher zu bringen. Er ist für all diejenigen gedacht, die neugierig darauf sind, in neue Rollen zu schlüpfen und auszuprobieren, wie es sich anfühlt, spannende Geschichten vor Publikum zu spielen. Ob ihr bereits Theatererfahrung habt oder nicht spielt dabei keine Rolle, teilnehmen kann jeder der bereit ist sich auf ein äusserst unterhaltsames Abenteuer einzulassen. (PS: im Fernsehen war das ganze System auch schon zu beobachten und hiess dort "Frei Schnauze")

Markus Gyger studierte von 2001 bis 2006 im englischsprachigen "International Physics Study Program" an der Universität Leipzig. Seit Februar 2007 promoviert er an derselben Universität in der Abteilung für Physik der weichen Materie. Seit 2002 ist Markus Gyger ehrenamtlicher Trainer in der politischen Jugend- und Erwachsenenbildung. Er moderierte zahlreiche Seminare und Workshops, beispielsweise auf der Kinderrechtetagung der Stadt Leipzig, für die Friedrich Ebert Stiftung und im Rahmen von Mensa/MHN und führte eine Reihe von Projekttagen an Schulen und Berufsschulen im Rahmen des Netzwerkes für Demokratie und Courage und der DGB Berufschultouren durch. Als Doktorand in der Physik hielt er zahlreiche Vorträge auf Tagungen und internationalen Konferenzen. Kontakt mit Improtheater hatte er zum ersten Mal von einigen Jahren auf einem der zahlreichen MHN-Improtheaterworkshops. Seit dem spielt er leidenschaftlich gerne und so oft sich die Gelegenheit bietet. "Die Verknüpfung dieser Erfahrungen aus den Seminaren und Vorträgen und der Spontanität, die sich aus dem Improtheater entwickelt hat mich von Anfang an fasziniert, daraus ist dann die Idee für unseren diesjährigen MinD- Akademie Workshop geworden."

Thorsten Michael Kreissig kann auf eine mensatypisch abwechslungsreiche Karriere als Darsteller, Regisseur, Choreograph, Videoregisseur, Eventmanager und Coach zurückblicken. Als Schauspieler und Musicalperformer hat er für Bühne, Film und Fernsehen gearbeitet. Als Regisseur hat er Mehr als 120 Produktionen unterschiedlichster Stilrichtungen (von Opern, Balletten und Musicals bis zu Modenschauen und Erlebnis-Events) hat er in Szene gesetzt. Engagements führten ihn u.a. ans Theater des Westens Berlin, Staatsoper Unter den Linden Berlin, Bayrisches Staatsschauspiel München, Opernhaus Graz, Internationale Musikfestwochen Luzern, Stadsteater Malmö, Türkische Staatsoper Izmir und ans Kennedy Center Washington. 2007 war er als Projektmanager des Cranko Festivals "Cranko Moves Stuttgart" beim Stuttgarter Ballett engagiert, wo er nicht nur das erste Public Viewing für Tanz auf dem europäischen Kontinent betreute, sondern mit seiner Aktion "Dance the Cranko" eine ganze Stadt zum Tanzen brachte. Videos zu "DtC" und anderen Projekten sind auf Facebook zu finden.

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Optimales Präsentieren! Transformations-Tipps und Tricks der Theaterprofis (Workshop)

In unserer heutigen Zeit muss man sich ständig präsentieren, ob bei Vorträgen auf Konferenzen, bei Bewerbungsgesprächen oder in mündlichen Prüfungen. Und wer kennt sie nicht, die fiese Frage, auf die man sich nicht vorbereitet hat? Man spürt, dass sie gestellt wurde um dem Vortragenden oder dem Prüfling zu signalisieren, dass der Fragende viel mehr Ahnung hat. Aber wie geht man damit um? Oder man steht plötzlich da und hat alles vergessen, auf das man sich vorbereitet hat, ein Blackout, was nun?
In diesem Workshop wird es darum gehen, einige erstaunliche Antworten aus der Trickkiste des Impro-Theaters auf diese und andere Vortrags- und Prüfungssituationen zu präsentieren. Die Teilnehmenden sollten bereits Erfahrung mit den Grundtechniken des Impro-Theaters haben. Für Impro-Neulinge empfehlen wir den Workshop Impro-Theater für Einsteiger: die Transformation zum Schauspieler! auf dieser MinD-Akademie.
Und vielleicht wird ja der Eine oder Andere zu der Erkenntnis kommen, dass man sich auf viele Situationen als Impro-Künstler gar nicht mehr vorzubereiten braucht ...

Lebenslauf von Markus Gyger und Thorsten Michael Kreissig: siehe voriger Eintrag

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Transformation unserer Gesellschaft durch lange Konjunkturwellen. Rückblick auf die letzten 200 Jahre und Ausblick auf die nächsten Jahrzehnte (Vortrag)

Bei Konjunktur und Rezession denkt man meist an Zyklen von wenigen Jahren mit ein wenig Auf und Ab von Angebot und Nachfrage. Nach der Theorie des russischen Ökonomen Nikolai Kondratieff (1892 - 1938) sind das aber nur oberflächliche Schwankungen, während die grundlegenden Wirtschaftszyklen Jahrzehnte dauern. Diese bringen tiefgreifende Innovationen im Wirtschaftsleben mit sich und parallel dazu markante gesellschaftliche Veränderungen. Ein Blick zurück auf die Ökonomie seit Beginn der Industrialisierung zeigt, dass es globale Wirtschaftkrisen, wie wir jetzt nach der Computerisierung eine erleben, schon mehrfach gegeben hat, etwa 1873 nach dem Eisenbahnbau und 1929 nach der Elektrifizierung. Jedes Mal brachten sie Dinge mit sich, die wir heute als typisch für unsere Zeit ansehen, z.B. Dumpinglöhne, wilde Spekulation am Kapitalmarkt, Orientierungslosigkeit der Politik, u.v.m. Wann der nächste große Konjunkturaufschwung kommt, wo man am meisten von ihm profitieren wird und auf welchen technologischen (oder vielleicht eher gesellschaftlichen?) Innovationen er beruhen wird, lässt sich schon erahnen. Wir sollten darauf aufbauend beginnen, unsere Gesellschaft für den neuen Zyklus fit zu machen.

Erik Händeler geboren 1969, ist als Buchautor und Zukunftsforscher vor allem Spezialist für die Kondratiefftheorie der langen Strukturzyklen. Nach einem Tageszeitungsvolontariat und Tätigkeit als Stadtredakteur in Ingolstadt studierte er in München Volkswirtschaft und Wirtschaftspolitik. 1997 wurde er freier Wirtschaftsjournalist, um die Konsequenzen der Kondratiefftheorie in die öffentliche Debatte zu bekommen. Dazu arbeitet er inzwischen auch eng mit dem Zukunftsinstitut von Matthias Horx zusammen. Bücher: "Die Geschichte der Zukunft - Sozialverhalten heute und der Wohlstand von morgen", "Kondratieffs Welt" und das Hörbuch "Der Wohlstand kommt in langen Wellen".

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Zur Transformation des Menschen - Technik als Bedingung der Möglichkeit menschlicher Existenz (Vortrag)

Seit seinen stammesgeschichtlichen Anfängen gibt es eine enge Wechselwirkung des Menschen mit der Umwelt. Eine zentrale Rolle hierbei spielt Technik, die in einem alten und weiten Verständnis jedes auf Herstellen gerichtete Können meint. Kultur- und Sozialtechniken sind hierbei ebenso zu erwähnen wie unterschiedliche Arten von Realtechniken. Mangels einer physiologischen Anpassung an viele Rahmenbedingungen waren Menschen hinsichtlich eines Selektionsvorteils zu einer artifiziellen Adaption an die Umwelt gezwungen. Die menschliche Entwicklungsgeschichte sorgte schließlich für immer komplexere Formen von Technik, die den Menschen mehr und mehr von seiner ursprünglichen Lebensweise entfernten. So durchlebte der Mensch verschiedene Transformationen, die stets mit der Technik in einem engen Zusammenhang standen. Der Vortrag wird sich mit diesem Prozess beschäftigen und die entscheidende Rolle der Technik als Bedingung der Möglichkeit menschlicher Existenz herausarbeiten. Obschon dies bereits seit Beginn menschlicher Handlungen gilt, kommt dieser Erkenntnis nicht zuletzt im Angesicht transhumanistischer Überlegungen zu Beginn des 21. Jahrhunderts eine neue Bedeutung zu.

Thomas Heichele, M.A., geb. 1982, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl Philosophie mit Schwerpunkt analytische Philosophie und Wissenschaftstheorie an der Universität Augsburg. Seit dem Abschluss des Philosophiestudiums 2008 arbeitet er an seiner Promotion mit einem Thema aus dem Spannungsfeld von Wissenschaftsgeschichte, Naturphilosophie und Technikphilosophie (Uni Augsburg/TU München). Nebenbei ist er in der Erwachsenenbildung tätig.

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Transformation von Schallwellen in Bewegung (Workshop)

In diesem Workshop greifen wir die Ergebnisse des WS aus 2008 auf und stellen sie in einen übergeordneten Zusammenhang. Die Teilnehmer werden in die Lage versetzt, bestimmte Grundprinzipien auf alle Schwungtänze (Langsamer Walzer, Wiener Walzer, Slow Foxtrott, Quickstep u. a.) zu übertragen; es handelt sich dabei um einen mehr deduktiven Ansatz als bei dem üblichen 'Schritte auswendig lernen'. Der ausführliche praktische Teil gibt auch Teilnehmern ohne Vorkenntnisse ausreichend Zeit, das gelernte zu vertiefen. Die Schwerpunkte werden mit den Teilnehmern abgestimmt. An den Abenden besteht die Möglichkeit, das Erlernte anzuwenden und zu vertiefen (Veranstaltungen außerhalb des Akademie-Programms).

Peter Heide studierte - nach seiner Ausbildung und Tätigkeit als Bankkaufmann und Sparkassenbetriebswirt - in Hagen Informatik/BWL mit einigen Semestern Geschichte, Medizininformatik und Rechtswissenschaften. Nach langjähriger Tätigkeit für diverse Unternehmensberatungsgesellschaften ist er seit 2007 selbständig als Berater in der IT-Branche. In seiner Freizeit widmet er sich u.a. mit dem hier vorgestellten Thema, welches er in unterschiedlicher Form nunmehr zum neunten Male im Rahmen einer Mensa-Veranstaltung behandelt.

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Gesundheitssysteme - Was müssen wir wissen und wer weiß es am besten? (Vortrag)

Public service projects are usually characterized by having a multitude of stakeholders. At the same time the success criteria for such projects, usually performance improvement, is less well defined than in the commercial sector where ultimately a project is successful if it has a positive effect on the bottom line. An important part of service design is to recognize which knowledge is needed, where it can be sourced from and how to ensure timely flow. In prevailing ad hoc approaches to public service design assumptions are made about the expertise of different stakeholders. In order to find out what is important for service design and test if these assumptions of expertise are valid, we asked three different stakeholder groups what they expect from a good service and investigated how each group values the contributions which were raised by other stakeholders but not by themselves. We will discuss the implications of these findings for design processes and the position of design within an organization. (Vortrag in deutscher Sprache)

Eva-Maria Hempe hat Physik in Muenchen, Regensburg, Erlangen und Cambridge studiert. Seit 2008 promoviert sie an der University of Cambridge in Engineering Design über Designprozesse im Gesundheitswesen. Sie interessiert sich besonders für Fragen des Knowledge Managements und Organizational Learning. Wenn sie nicht an ihrer Doktorarbeit arbeitet (die sie hoffentlich 2011 abschliessen wird), enagagiert sie sich in verschiedenen Universitätsvereinen, wie zum Beispiel der Studentenvereinigung ihres Colleges (desses Präsidentin sie 2008 war) oder der Blind Wine Tasting Society. Die meisten ihrer Engagements sind allerdings sportlicher Natur, so ist bzw. war sie Mitglied des Segelclubs, des Poloclubs, des Triathlonclubs und des Modernen Fünfkampfclubs. Sie hat fuer Cambridge Fußball und Rugby gespielt. Ihre große Leidenschaft ist allerdings das Rudern — 2007 hat sie mit der Reservemannschaft ihr Boatrace gegen Oxford gewonnen und 2008 wurde sie für das erste Boot ausgewählt.

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Reprogrammierung von Stammzellen - Eine neue Quelle unversalverträglicher Transplantate? (Vortrag)

In Deutschland werden jährlich über 4.000 Transplantationen durchgeführt. Es warten alleine hierzulande etwa 12.000 Menschen auf ein passendes Transplantat. Täglich sterben drei von Ihnen, weil nicht rechtzeitig ein passendes Spenderorgan zur Verfügung steht. Neben dem Mangel an Spenderorganen stellt insbesondere die Abstoßung des Transplantates durch das Immunsystem des Empfängers ein großes Problem dar. Die biotechnologische Herstellung von Transplantaten, die nicht als körperfremd erkannt werden können, stellt daher einen viel versprechenden Forschungsansatz dar. Seit kurzem steht eine Technik zur Verfügung, die es erlaubt, unterschiedliche Zelltypen eines jeden Menschen in echte "Alleskönner"-Stammzellen, sogenannte pluripotente Stammzellen zurück zu verwandeln. Man spricht dabei vom Reprogrammieren von Zellen zu induzierten pluripotenten Stammzellen (iPS). Diese Zellen besitzen die Eigenschaft, in alle unterschiedlichen Zelltypen differenzieren zu können, d.h. alle unterschiedlichen Zelltypen hervorbringen zu können. Dies bietet die prinzipielle Möglichkeit, aus patienteneigenem Ausgangsmaterial unterschiedliche Transplantate und Zelltherapeutika herstellen zu können, die nicht als körperfremd abgestoßen werden.

Univ.-Prof. Dr. med. Peter Horn, geb. 1972, hat den Lehrstuhl für Transfusionsmedizin an der Universität Duisburg-Essen inne. Horn studierte Medizin an der Ruhr-Universität Bochum. An der Medizinischen Klinik der Universität Köln war er als AiP und Assistenzarzt tätig. Im Anschluss an einen mehrmonatigen Einsatz im Rahmen eines humanitären Hilfsprojektes für "Ärzte für die Dritte Welt" in Dhaka, Bangladesch, forschte Horn gut zwei Jahre lang am Fred Hutchinson Cancer Research Center in Seattle (USA). Zurück in Deutschland arbeitete er zunächst am Institut für Transplantationsdiagnostik und Zelltherapeutika der Universität Düsseldorf. Vor seinem Ruf nach Essen arbeitete Horn als Oberarzt am Institut für Transfusionsmedizin der Medizinischen Hochschule Hannover. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählt die Differenzierung von embryonalen sowie reprogrammierten, sog. induzierten pluripotenten Stammzellen (iPS) in blutbildende Stammzellen. Parallel dazu befasst seine Arbeitsgruppe sich mit Transplantationsimmunologie und der Entwicklungsbiologie adulter Stammzellen, mit dem Ziel, langfristig neue zelluläre Therapeutika entwickeln zu können.

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Transformation der Religion (seit den 1960er Jahren) (Vortrag)

In der wissenschaftlichen Literatur wurde im 19. und 20. Jh. vielfach im Horizont der „Säkularisierungsthese“ der Religion ein baldiges Ende unter den Bedingungen der Moderne prognostiziert. Allerdings ist diese Vorstellung offenkundig problematisch, da sich neben dem Rückgang an Religionspraxis in Europa in den USA eine sehr stabile Religionskultur findet. Auch die in den 1960er Jahren weit verbreitete These der Privatisierung der Religion ist unzureichend, da neben der sich verstärkenden Bedeutung der Religion in der Privatsphäre auch die Öffentlichkeit zunehmend von religiösen Themen bestimmt zu sein scheint. Ferner verändert sich das Feld der Religion in Europa und in den USA sehr stark, wobei dies wesentlich durch Migrationsprozesse und eine weitergehende Pluralisierung des Religiösen ausgelöst wird. Dies führt zu neuen Phänomenen der Religion, wie einer Zunahme fundamentalistischer Strömungen und auch einer Popularisierung der Religion. In dem Vortrag soll versucht werden, diese Strömungen kritisch darzustellen und nach der Zukunft der Religion in modernen Gesellschaften zu fragen.

Prof.Dr. Traugott Jähnichen, geb. 1959, seit 1998 Lehrstuhlinhaber für Christliche Gesellschaftslehre an der Evangelisch-theologischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum. Studium der Evangelischen Theologie und der Wirtschaftswissenschaften in Bochum, Bonn und Wuppertal. Nach den beiden theologischen Examina und der Ordination erfolgten die theologische Promotion, das Diplom im Fach Wirtschaftswissenschaften sowie die Habilitation. Mitglied u.a. im ständigen Theologischen Ausschuss und im Sozialauschuss der EKvW sowie in der Kammer für soziale Ordnung der EKD, Mitherausgeber u.a. der ZEE und des Jahrbuchs Sozialer Protestantismus. Forschungsschwerpunkte sind gegenwärtig die Geschichte des sozialen Protestantismus, Grundfragen der Sozial- und Wirtschaftsethik sowie kirchliche Zeitgeschichte mit dem Schwerpunkt der Diakoniegeschichte.

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Wie man Karriere macht (Vortrag)

Für viele Menschen ist eine wichtige Determinante ihrer Lebenszufriedenheit auch der berufliche Erfolg. Eine mögliche Definition von beruflichem Erfolg ist "Karriere". Sozialer Aufstieg, Einfluss, Macht, Führungsverantwortung, Budget- und Umsatzverantwortung sowie ein attraktives Gehalt können starke Motivatoren sein, eine Führungskarriere anzustreben. Nur: Wie wird man eigentlich befördert? Wie macht man erfolgreich Karriere? Einige Antworten darauf gibt es hier.

Henning Kantner ist in einer Unternehmensberatung tätig, wo er sich mit stretegischen und operativen Themen der Telekommunikationsbranche befasst. Zuvor war er in verschiedenen Funktionen bei einem Mobilfunknetzbetreiber — unter anderem hat er dort Führungsfunktionen im Personalbereich bekleidet, an Personalauswahl- und Personalentwicklungsmaßnahmen mitgewirkt und mitentwickelt. Er hat umfassende Erfahrung im Design und in der Durchführung von Assessment Centern für Führungskräfte. Er ist Elektroingenieur (Uni Dortmund), Wirtschaftsingenieur (Fernuni Hagen) und MBA (Henley College, UK).

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Moderne Objekterkennung mit der Hough-Transformation (Vortrag)

In vielen Bereichen der Datenverarbeitung sind Computer mittlerweile viel leistungsfähiger als Menschen, aber auf manchen Gebieten tun sie sich trotz immer schnellerer Prozessoren immer noch schwer. Ein wichtiges Beispiel hierfür ist der Gesichtssinn: stellt man einem Computer die Aufgabe in einem Bild nach Menschen, Häusern oder Kühen zu suchen, wird er viel länger brauchen und mehr Fehler machen als die meisten Leute. Dabei gibt es viele nützliche Anwendungen für ein solches automatisches Objekterkennungssystem: Fahrerassistenzsysteme, die Autofahrer vor der Kollision mit Fußgängern warnen, autonome Roboter oder die automatische Fokussierung von Gesichtern in modernen Kameras. Um zu erfahren, wie solche Systeme hinter der Oberfläche arbeiten, werden wir beispielhaft eine Methode im Detail kennen lernen: die sogenannte "Hough-Transformation". Dieses Verfahren wurde ursprünglich zur Erkennung einfacher geometrischer Objekte entwickelt und wir werden sehen, wie es für kompliziertere Formen und schließlich für die Erkennung von Menschen verallgemeinert werden kann.

Frederik Orlando Kaster (Jahrgang 1983) studierte Physik und vorklinische Medizin in Mainz. Mittlerweile beschäftigt er sich damit, wie man interessante Probleme aus Biologie und Medizin mit Hilfe von Verfahren der automatischen Bildverarbeitung und Mustererkennung lösen kann: er steht hierbei kurz vor dem Abschluss seiner Promotion an der Universität Heidelberg und dem Deutschen Krebsforschungszentrum. In seiner Freizeit liegt ihm unter anderem das Medibüros-Projekt zur medizinischen Unterstützung von Papierlosen sehr am Herzen, welches er seit nunmehr sechs Jahren begleitet. Als MinD-Akademie-Debütant ist er schon sehr gespannt, welche Transformationen diese Akademie in ihm bewirken werden (und welche er vielleicht bei anderen hervorrufen kann).

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Science Slam

Die Regeln sind einfach: Ihr habt 10 Minuten Zeit um ein wissenschaftliches Thema eurer Wahl in einem populärwissenschaftlichen Vortrag mit normalen Hilfsmitteln (Laptop/Beamer, Flipchart,...) vorzustellen. Das Thema des Vortrags sollte zum Thema "Transformationen" passen und ihr solltet in dem Bereich geforscht oder euch zumindest im Studium intensiv damit beschäftigt haben — so könnte beispielsweise ein interessierter Mathematiker die "Bäcker-Transformation" vorstellen. Am Ende wird vom Publikum bewertet, wie inhaltsstark der Vortrag war, wie gut das Thema erklärt wurde und wie gut der Vortragsstil war. Wenn ihr eure Forschungsergebnisse zum Thema "Transformationen" beim Science Slam präsentieren wollt, dann meldet euch bei René Kieselhorst (rene.kieselhorst@gmx.de).

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Zaubern: Transformation, Penetration, Halluzination (Workshop)

In diesem Zauberworkshop geht es um klassische Effekte der Magie: Transformation, Penetration, Halluzination. Einiges zum Gucken, vieles zum Selbermachen!

Andreas Klik hat nach seinem BWL-Studium zunächst als strategischer Unternehmensberater gearbeitet. Später wechselte er zur Erforschung energiewirtschaftlicher Fragen und zwischenmenschlicher Phänomene an die Universität zurück. Aktuell unterrichtet er an einer Hamburger Berufsschule Wirtschaftsfächer auf Englisch. Als Tänzer hat Andreas in über 15 Jahren zahlreiche Shows und Turniere in der S-Klasse hinter sich gebracht. Spezialisiert ist er auf Salsa (New York Style, L. A. Style) und die Manager Moves. Darüber hinaus wirft er gern Bälle in die Luft - und fängt sie wieder. Noch länger allerdings beschäftigt ihn die Frage, wie man praktisch jede natürliche Grenze - scheinbar - überwinden kann.

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Mambo (Workshop)

Transformation eines Tanzes: Die Salsa wird heute in vielen Stilrichtungen getanzt, z. B. New York Style, L. A. Style, kubanisch und puertoricanisch. Dabei unterscheiden sich diese Stile rhythmisch und choreographisch zum Teil erheblich. In diesem Tanzworkshop werden wir die wichtigsten Salsastile beleuchten und uns dann einem der Ursprünge, dem Mambo tipico (Salsa New York Style on 2) zuwenden.

Lebenslauf von Andreas Klik: siehe voriger Eintrag

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Von der Forschungsidee zu ihrer Realisierung (Vortrag)

In diesem Vortrag betrachten wir zwei der schwierigsten Schritte, denen sich alle Forschenden stellen müssen: Wie werden Fragestellungen in Studiendesigns umgesetzt, und wie werden die Ergebnisse anschließend interpretiert? Anhand zahlreicher Beispiele aus der Psychologie zeigen wir auf, wie diese Schritte gelingen können, und üben Kritik an misslungenen Versuchen. Ihr erfahrt, wie psychologische Studien generell aufgebaut sind und welche Gedanken sich die Forschenden dabei machen. Außerdem stellen wir euch gängige Verfahren der psychologischen Forschung mit ihren Vor- und Nachteilen (vor allem aus der Sozial- und Kognitionspsychologie) vor. Aus der Statistik gezogene Schlüsse und Argumentationslinien aus wissenschaftlichen Artikeln diskutieren wir kritisch.

Sara Köser, Jahrgang 1983, ist Diplompsychologin. Sie studierte von 2003 bis 2009 in Heidelberg, arbeitete währenddessen im Bereich der Hochbegabtenförderung und Traumatherapie und untersuchte in ihrer Diplomarbeit den Einfluss von Geschlechtsstereotypen bei der Personalauswahl mittels Blickbewegungsmessung. Seit 2010 arbeitet sie als Marie-Curie-Stipendiatin im europaweiten Netzwerk "Language, Cognition, and Gender" an der Universität Bern. Dort untersucht sie die starke Ablehnung von geschlechtergerechter Sprache und entwickelt Trainingsmodule für eine bessere Akzeptanz und ein leichteres Lernen von geschlechtergerechter Sprache. Bei MHN und MinD trifft man Sara bei vielen überregionalen Veranstaltungen, außerdem ist sie Redakteurin und Autorin des MinD-Magazins. Die restliche Freizeit verbringt sie mit Belletristik, Rätseln, Gesellschaftsspielen und am Klavier.

Elisa Merkel, Jahrgang 1983, ist Diplompsychologin. Sie lebte und studierte von 2003 bis 2009 in Freiburg. Während ihres Studiums arbeitete sie als wissenschaftliche Hilfskraft in der Naturheilkunde der Uniklinik Freiburg, sowie in der Abteilung für Arbeits- und Organisationspsychologie des Instituts für Psychologie. In ihrer Diplomarbeit entwickelte sie einen Anamnesebogen für Patient/-innen mit körperlichen und psychischen Erkrankungen. Seit 2010 arbeitet sie als Marie-Curie-Stipendiatin im Rahmen des europaweiten Netzwerks "Language, Cognition, and Gender" an der Universität Padua in Italien. Dort befasst sie sich mit dem Einfluss geschlechtergerechter Sprache auf die Bildung von Stereotypen.

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Vom geschriebenen Gesetz zu empfundener Moral (Vortrag)

Wenn Straftaten passieren, hört man nicht selten die Frage nach dem "Warum?" einer Tat. Wenngleich bis heute nicht vollumfänglich erklärt werden kann, welche Faktoren einen Menschen dazu bringen, kriminell zu agieren, so existieren dennoch verschiedene Erklärungsansätze aus verschiedenen Fachrichtungen wie der Soziologie, der Kriminologie, der Psychologie und vielen weiteren. Dieser Vortrag soll dem interessierten Zuhörer eine Einführung in einen Teilbereich der Kriminologie, dem sogenannten Offender Profiling, vermitteln und dabei auch Motivationstheorien der Soziologie und anderer verwandter Disziplinen berücksichtigen. Hierbei soll insbesondere der Frage nachgegangen werden, welcher Transformationsprozess in Bezug auf das Verständnis der gültigen Rechtsordnung passieren muss, damit eine Aktion, oder Tat, die Grenze zwischen Legalität und Illegalität, Recht und Unrecht überschreitet.

Astrid Loos, Diplom-Betriebswirtin (BA) und BA(Hons) Business Administration, hat ursprünglich Wirtschaftswissenschaften studiert und sich schon damals im Rahmen ihrer Diplomarbeit mit der Notwendigkeit von Sicherheit und Sicherheitsdienstleistungen im Unternehmen sowie deren Kostenverrechnung befasst. Danach war sie mehrere Jahre im Bereich der Konzernsicherheit und Konzernrevision bei zwei internationalen Pharmaunternehmen tätig und verantwortlich für Ermittlungen im Bereich Produktfälschungen und danach in einer Spezialistenfunktion mit weltweiter Zuständigkeit (Management von Whistleblower Hotlines und Ermittlungen). Seit 2010 ist sie als Managerin bei einer der führenden Wirtschaftsprüfungsgesellschaften in ähnlicher Funktion tätig. Neben ihrer beruflichen Tätigkeit ist sie im akademischen Bereich forschend aktiv und untersucht die verschiedenen Aspekte und Auswirkungen von (Wirtschafts-)kriminalität und Tätermotivation.

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Kabarett (Workshop)

Zur Gestaltung des bunten Abends wollen wir gemeinsam wie in den letzten Jahren ein Kabarettprogramm erarbeiten. Themen gibt es genug, die liegen nicht erst seit Schwarz-Gelb auf der Straße. Lasst sie uns in Pointen transformieren!
Voraussetzung für den Kurs ist Kreativität, Spaß am Auftreten sowie die Bereitschaft, auch ein paar Überstunden zu machen, falls die Zeit im Workshop nicht ganz für die Proben reicht. Wer schon vor dem Workshop kabarettistische Texte (z. B. Sketche, Monologe, Lieder oder Gedichte) schreibt, kann sie gern mitbringen oder vorher schicken (Kontakt@tilmanlucke.de).

Tilman Lucke feierte im September 2010 sein fünfjähriges Bühnenjubiläum als Kabarettist. Bisher spielte er vier politisch- literarische Soloprogramme: "Nebenbei bemerkelt" (2005), "Jetzt wird durchregiert!" (2007), "Schwämmle drüber!" (2008) und "Bildungslucke" (2010). Er ist 26 Jahre alt und wohnt in Berlin. 2007 und 2009 leitete er bereits Kabarettworkshops in der MinD-Akademie, seit 2004 mehrmals jährlich im CdE und seit 2010 auch in der Deutschen SchülerAkademie. Seit 2005 spielt er zudem auch im Ensemble des Alt- Berliner Kabaretts "Berliner Brettl".

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Transformationen in der Musik: Mussorgskys "Bilder einer Ausstellung" (Vortrag)

Auch die Musik lebt von Transformationen. Typische Beispiele sind die von vielen Komponisten gepflegte Form "Thema und Variationen" sowie die Bearbeitung von Melodien und Werken anderer Komponisten im eigenen Stil (Transskriptionen). Mussorgskys "Bilder einer Ausstellung", ursprünglich für Klavier geschrieben, gehört zu den Stücken mit den meisten Bearbeitungen. Neben mehreren Orchesterfassungen - am bekanntesten ist wohl die von Maurice Ravel - gibt es Bearbeitungen für diverse Besetzungen - bis hin zu einer aberwitzig virtuosen Gitarrenfassung. Die "Pictures" wurden kongenial per Synthesizer umgesetzt, es gibt eine Rockfassung von Emerson, Lake & Palmer, eine Metal-Umsetzung von Mekong Delta und zahlreiche weitere - teilweise kuriose und nicht immer gelungene - Umsetzungen. Dies wird vielleicht in der Geschichte der MinD-Akademie der Vortrag mit den wenigsten Worten sein: Nach einer sehr kurzen Einführung starten wir eine Entdeckungsreise in mehr als ein Dutzend verschiedene Fassungen und es werden höchst unterschiedliche Klänge den Ton angeben.

Dr.-Ing. Hermann Meier, Jahrgang 1948, Vorsitzender MinD, arbeitet als Geschäftsführer und Unternehmensberater, Buchautor; Studium in Berlin als Bandmusiker finanziert, Musikinteresse in allerlei Variationen.

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"Globalisierung 1.0 bis 3.0" - Die große Transformation der Weltwirtschaft (Vortrag)

Die nun schon zwanzig Jahre alte Globalisierungsdebatte, geht in eine neue Runde. Die "Globalisierungsdiskussion 1.0" (Entgrenzung der Ökonomie) ging davon aus, dass sich das Wirtschaftsmodell der westlichen Marktwirtschaften nach der Implosion des Sozialismus weltweit dynamisch ausdehnen würde: "globalization as westernization". Die aktuelle Weltwirtschaftskrise dokumentiert, dass eine wohlstandfördernde Globalisierung nur möglich ist, wenn internationale Regelwerke und governance-Strukturen etabliert werden, die für Stabilität sowie fairen Interessausgleich in der globalen Ökonomie sorgen. Es geht um die wieder - Einbettung der Weltwirtschaft in (welt) gesellschaftliche Normen- und Regelsysteme. Die "Globalisierungsdiskussion 2.0" (tektonische globale Machtverschiebungen) setzte zu Beginn der letzten Dekade ein, als immer deutlicher wurde, dass die Globalisierung keineswegs den Siegeszug der westlichen Industrieländer beschleunigt. Vielmehr wird Asien zu einem neuen Gravitationszentrum der Weltwirtschaft, mit China und Indien als Lokomotiven. Die 200jährige Dominanz der "alten Industrieländer" steht zur Disposition. Die "Globalisierungsdiskussion 2.0" befasst also sich mit den Chancen und Risiken globalen Regierens in einer multipolaren Machtkonstellation. Der "Globalisierungsdiskurs 3.0" (globale Entwicklung und Erdsystem) entsteht aus der Debatte um "Klimawandel und Entwicklung". Die Klimaforschung zeigt, dass die Menschheit die vier wichtigsten Grundlagen jedweder menschlichen Zivilisation destabilisieren könnte, wenn die Weltwirtschaft auf ihrem "high carbon — Pfad" verbleibt: (1) Wasser, (2) landwirtschaftliche Flächen (Nahrung) und (3) die Atmosphäre könnten im Verlauf der nächsten Dekaden zu knappen Gütern werden. Zudem muss aufgrund der Klimakrise (4) die weltweite Energieproduktion in den kommenden Dekaden vollständig umgebaut werden, von einem fossilen zu einem auf erneuerbaren Energieträgern basierten System. "Globalisierung 3.0" bedeutet demnach, dass die Weltgesellschaft lernen muss, Weltwirtschaft und -politik innerhalb der Grenzen des Erdsystems zu gestalten.
In dem Vortrag werden diese drei Wellen globalen Wandels diskutiert, weltwirtschaftliche und -politische Szenarien vorgestellt und skizziert, wie eine Transformation in Richtung einer nachhaltigen Entwicklung der Weltgesellschaft aussehen könnte.

Prof. Dr. Dirk Messner, Direktor des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik, lehrt Politikwissenschaft an der Universität Duisburg-Essen und an Universitäten in Lateinamerika und Asien. Er ist stellvertretender Vorsitzender des "Wissenschaftlichen Beirates der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen" (WBGU), aber auch Mitglied des "China Council for International Cooperation on Environment and Development", das die chinesische Regierung berät.

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Wenn die Eisenbahn anfängt zu schweben - das Quantenphänomen Supraleitung (Vortrag)

Das Auftreten von widerstandslosem Strom, bekannt als das Phänomen Supraleitung, wird vorgestellt und einige Schlüsselexperimente erklärt. Obwohl die Quantentheorie durch die geringe Größe des Planckschen Wirkungsquantums nur mikroskopische Teilchen wie Atome und Elektronen betrifft und für die Alltagserfahrung eher keine Rolle spielt, gehört gerade die Supraleitung zu solchen Quantenphänomenen, die makroskopisch beobachtbar sind. Das ist auch ein Grund dafür, warum die theoretische Erklärung des Phänomens erst rund 50 Jahre nach der Entdeckung gelang. Die Quantentheorie, die diese Phänomene beschreibt, hält viele Überraschungen bereit, die nicht mit unserer Alltagserfahrung bereinstimmen. So kann man z.B. die Zeitentwicklung eines mikroskopischen Prozesses beschleunigen oder verlangsamen je nachdem wie oft man nachsieht. In unserer Erfahrungswelt dagegen wird ein Spiegelei sicher nicht schneller braten, wenn öfter nachgeschaut wird, ob es schon fertig ist. Die Konsequenzen aus diesen Erkenntnissen auf die notwendige Veränderung unseres Weltbildes werden diskutiert.

Prof. Dr. Klaus Morawetz 1963 born in Rostock, Germany, mathematical high-school (Abitur) in Berlin, 1984–89 study at University of Rostock, Germany, 1992 PhD Thesis, 1992-1997 research associate in group Theoretical Many-Particle Physics of Max Planck Institute Heidelberg at University Rostock, 1995 post-doctoral stay at Tennessee TEC (Cookeville), University of Arizona (Tuscon) and NSCL (Lansing), U.S.A., 1998 Scientific associate at University of Rostock, department of Physics visiting fellow at LNS-INFN Catania 1997, NSRL Rochester 1998, 1998 Habilitation University Rostock, 1999-2000 LPC Caen invited scientist, 2000-2003 MPI Physics of Complex Systems Dresden, 2003-2007 Lecturer at Chemnitz University of Technology, (C2), 2008 Forschungszentrum Rossendorf, 2008 since vis. Professor at Universidade de Brasilia, 2009 since Professor at University of Applied Science Münster Research fiedl: Theoretical many-body physics, 147 publications, 104 in refereed journals, 2 monographs, 4 edited books

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Die maligne Transformation (Vortrag)

In der Onkologie bezeichnet Transformation den Übergang der normalen wachstumskontrollierten Zelle in eine unkontrolliert wachsende Tumorzelle. Lange Zeit waren die genauen Ursachen dieses Übergangs unklar. Heute weiß man, dass sich eine Tumorzelle von einer Normalzelle in gerade einmal vier Aspekten unterscheidet: Unfähigkeit zum geplanten Zelltod, Unabhängigkeit von aktivierenden Faktoren, Unempfindlichkeit gegenüber hemmenden Signalen und die Fähigkeit zur fast unbegrenzten Teilung. Im Labor können diese vier Unterschiede durch gezielte Veränderung von nur drei Genen induziert werden. Für die Transformation einer normalen Zelle im gesunden menschlichen Körper sind allerdings weitere und nach Art und Anzahl noch unbekannte Genveränderungen notwendig. Im Vortrag werden die molekularen und die zellulären Grundlagen der Krebsentstehung erläutert und die vielen noch ungelösten Fragen der aktuellen Krebsforschung gestellt und vielleicht auch beantwortet.

Prof. Dr. Oliver Müller (Lebenslauf):
Ausbildung: 1984 Abitur ++ 1985-1990 Studium der Physiologischen Chemie und Biochemie, Universität Tübingen ++ 1990 Diplomarbeit: "Analyse genomischer Veränderungen in Lebertumoren", Institut für Pharmakologie und Toxikologie der Universität Tübingen ++ seit 2004 Studium der Humanmedizin, Universität Bochum ++ seit 2010 Student im Praktischen Jahr (PJ) Universitätsklinik Homburg (Saar) Akademischer Werdegang: 1990-1992 Dissertation: "Untersuchungen zur Bedeutung der GTPase-aktivierenden Proteine (GAP) im ras-Signalweg" Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg ++ 1991-1992 Gastwissenschaftler bei Chiron Corporation Inc, Emeryville, USA ++ 1993-1994 Postdoktorand bei Onyx Pharmaceuticals Richmond, USA ++ 1994-2008 Arbeitsgruppenleiter, Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie Dortmund ++ 1998 Habilitation: "Entstehung, Diagnose und Therapie von Dickdarmkrebs auf molekulargenetischer und biochemischer Ebene" Ruhr-Universität Bochum, Fakultät für Chemie und Biochemie ++ 1999 Wissenschaftspreis Nordrhein-Westfalen ++ seit 2008 Professor (W2) für Applied Life Sciences (FH Kaiserslautern) ++

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Transformation von Wirtschaftssystemen: vom Kommunismus zu Marktwirtschaften und weiter? (Vortrag)

Ausgehend von der historisch wegweisenden Phase des Zusammenbruchs bzw. Abdankens der meisten kommunistischen Regime (und damit des angeblichen "Endes der Geschichte") sollen zuerst theoretische Grundlagen, Idealtypen von Wirtschaftsordnungen etc. entwickelt und die analytischen Kategorien und Untersuchungsinstrumente zur weiteren Diskussion geschärft werden. Damit lassen sich empirisch-komparativ die Prozesse und Geschehnisse in verschiedenen Transformationsökonomien (Europa: Deutschland, Polen, Russland; Asien: Vietnam, China, Mongolei) anschauen, beschreiben und beurteilen, wodurch Komplexität, Singularität und Vielfalt deutlich werden und vor Machbarkeitsillusionen warnen. Schließlich sei (miteinander) ein Blick in die Transformationen der Zukunft gewagt: Können die bisherigen Erfahrungen und Kenntnisse beim Umbau des menschenfeindlichen Regimes in Nordkorea weiterhelfen und welche Umbrüche sind in der Ära der Globalisierung auf dem Weg zu ökologisch-sozial nachhaltigen Ökonomien notwendig und sinnvoll?

Stephan Müller studierte Mathematik, Philosophie und Volkswirtschaft (mit der Spezialisierung auf Entwicklungsökonomik und internationale Wirtschaft) in Braunschweig und Göttingen; Arbeitsschwerpunkte: Armutsmessung und Armutsbekämpfung, Bildungs- und Gesundheitsfragen, alternative Wohlstandsmodelle sowie soziokulturelle und religiöse Determinanten (nachhaltiger) Entwicklung; Dozent für Deutsch als Fremdsprache, Wirtschaftsdeutsch und interkulturelle Kommunikation; Auslandsaufenthalte und Projekte in Mexiko, Vietnam, Korea und Neuseeland

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Ein Vorschlag zur Transformation des Völkerrechts: Das globale Strafrecht für Unternehmen (Vortrag)

Selbst solch ein starres Regelsystem wie das Recht befindet sich in einem stetigen Wandel. Oft ist dieser Wandel von ungesteuerten gesellschaftlichen Umbrüchen getragen. Manchmal jedoch gibt es auch einen ethisch-politischen Willen das Recht in seinen Grundsätzen aktiv nach konkreten Wünschen und Bedürfnissen zu transformieren. Dies gilt insbesondere für das noch wenig ausgestaltete Völkerrecht. Wie solch eine mitunter visionäre oder gar utopistische Transformation des Rechts aussehen könnte und mit welchen Problemen sie konfrontiert ist, soll am Beispiel der Idee eines globalen Strafrechts für Unternehmen nachvollzogen werden.

Christian Neuhäuser ist akademischer Rat am Institut für Philosophie der Ruhr-Universität Bochum. Seine Arbeitsgebiete befinden sich im Bereich politische Philosophie und angewandte Ethik, sie umfassen Themen wie Menschenrechte und Menschenwürde, Wirtschaftsethik und globale Gerechtigkeit, Handlungstheorie und kollektive Verantwortung. Promoviert hat er im Bereich der Wirtschaftsethik mit einer Arbeit zur Unternehmensethik, die den Titel trägt: "Unternehmen als moralische Akteure. Korporative Verantwortung und Menschenrechte in der globalen Ökonomie".

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Transformation der öffentlichen Meinung (Vortrag)

"Öffentliche Meinung" - ein viel gebrauchter und wenig verstandener Begriff. Eng damit Verbunden sind Schlagworte wie Kultur, Normalität, Ausgrenzung, Herdentrieb, ja sogar Mode. Wir gehen auf die Suche nach der unsichtbaren Macht der öffentlichen Meinung, ihre Bedeutung und Wirkungsweise in einer Gesellschaft. Wir werden beobachten, dass die öffentliche Meinung nichts starres ist, sondern sich ganz im Gegenteil im stetigen Wandel befindet. Ereignisse wie Kriege und Revolutionen, aber auch der Mauerfall oder die 68er Bewegung resultieren aus einem Pendelausschlag der öffentlichen Meinung. Mit dieser Analyse einher geht die Frage, in wie weit eine Transformation der öffentlichen Meinung zufälliger, "natürlicher" Art ist und wie eine Steuerung durch kleine Teile der Gesellschaft (Autoritäten, Redaktionen, organisierte Interessen) möglich ist.

Thorsten Peters hat Wirtschaftswissenschaften in Stuttgart-Hohenheim studiert. Nach drei Jahren Wirtschaftsprüfung wechselte er 2006 zu Europas größtem Zeitungsverlag in die Medienmetropole Berlin. Seit kurzem ist er als Unternehmensberater selbständig.

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Tipping Points des Klimasystems (Vortrag)

Der Mensch verändert durch seine Treibhausgasemissionen zunehmend das Klima. Die Erdgeschichte zeigt, dass Klimaveränderungen nicht immer glatt und allmählich abgelaufen sind, sondern häufig sprunghaft und abrupt. Auch die Physik deutet darauf hin, dass beim Überschreiten kritischer Grenzen bestimmte Teile des Klimasystems regelrecht "umkippen" können, zum Beispiel Meeresströmungen. Der Vortrag beleuchtet das gegenwärtige Wissen zu derartigen "tipping points" im Klimasystem.

Prof. Dr. Stefan Rahmstorf Nach dem Studium der Physik in Ulm und Konstanz und der physikalischen Ozeanographie an der University of Wales (Bangor) schloß Stefan Rahmstorf sein Diplom mit einer Arbeit zur allgemeinen Relativitätstheorie ab. Im Anschluß promovierte er 1990 in Ozeanographie an der Victoria University of Wellington (Neuseeland). Dabei nahm er auch an mehreren Forschungfahrten im Südpazifik teil. In der Folge arbeitete er als Wissenschaftler am New Zealand Oceanographic Institute, am Institut für Meereskunde in Kiel und seit 1996 am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Dort erforscht er vorallem die Rolle der Meeresströmungen bei Klimaänderungen. 1999 wurde er von der amerikanischen McDonnell-Stiftung mit einem Förderpreis in Höhe von einer Million Dollar ausgezeichnet. Seit 2000 lehrt er als Professor im Fach Physik der Ozeane an der Universität Potsdam. Rahmstorf ist Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat Globale Umweltveränderungen (WBGU) und in der Academia Europaea. Er ist zudem einer der Leitautoren des 4. IPCC-Berichts. 2007 wurde er zum Honorary Fellow der University of Wales ernannt, 2010 zum Fellow der American Geophysical Union. Rahmstorf hat über 60 Fachpublikationen veröffentlicht, davon 14 in Nature und Science. Bücher: Der Klimawandel (2006, zusammen mit Hans-Joachim Schellnhuber), Wie bedroht sind die Ozeane (2007, gemeinsam mit Katherine Richardson) und The Climate Crisis (2010, mit David Archer).

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Veränderung durch innere Teamarbeit (Workshop)

"Seit ich die Illusion der Einheitlichkeit des Ichs überwunden habe, kommen wir viel besser miteinander klar!" Nach einer kurze Einführung in die Methode werden exemplarisch Anliegen von Teilnehmenden bearbeitet.

Axel Rutz studierte Mathematik und Volkswirtschaft. Nach mehrjähriger Tätigkeit als Projektleiter im Energiecontracting, später im Onlinejournalismus, ist er seit 2003 mit der Projekt- und Beratungsagentur "Konzepto" selbständig. Undogmatisch und humorvoll verbindet er Weisheitsquellen von Tantra bis Zen mit eigener Lebens- und Beratungserfahrung.

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Spiel mit Möglichkeiten (Workshop)

Konflikte und andere unbefriedigende Begegnungen oder Beziehungen werden szenisch dargestellt, bearbeitet und so der persönliche Möglichkeitsraum erweitert. Achtung: Die Szenen werden langsam und mit Fokus auf innere Wahrnehmungen gespielt - wer sich primär "austoben" möchte, sollte zu einem anderen Workshop gehen.

Axel Rutz studierte Mathematik und Volkswirtschaft. Nach mehrjähriger Tätigkeit als Projektleiter im Energiecontracting, später im Onlinejournalismus, ist er seit 2003 mit der Projekt- und Beratungsagentur "Konzepto" selbständig. Undogmatisch und humorvoll verbindet er Weisheitsquellen von Tantra bis Zen mit eigener Lebens- und Beratungserfahrung.

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Das Unsichtbare sichtbar machen (Vortrag)

Beobachtungen von Sternen und Galaxien bieten nur Momentaufnahmen aus der Geschichte des Kosmos. Zudem nehmen wir an, dass nur etwa fünf Prozent der Materie im Universum überhaupt sichtbar ist: Der große Rest besteht aus Dunkler Materie und Dunkler Energie, die sich bisher nicht direkt nachweisen lassen. Eine Möglichkeit, die Entwicklung des Universums nachzuvollziehen und dazu einen Einblick in seine Dunkle Seite zu gewinnen, bieten Computersimulationen. Wir lernen, wie sich Galaxien entwickeln und wie sich das Universums aus einem Zustand fast vollständiger Gleichförmigkeit zu seiner heutige Struktur gewandelt hat. In diesem Vortrag werden kosmologische Simulationen, die verwendeten Methoden und die damit gewonnen Erkenntnisse vorgestellt - und auch einige Fragen angesprochen, für die wir bisher keine Antwort kennen.

Till Sawala, Jahrgang 1983, besuchte die Schule in Bremerhaven. Nach dem Zivildienst studierte er Physik am Imperial College in London und in Lausanne. Mit Computersimulationen von Galaxien beschäftigt er sich zurzeit als Doktorand am Max-Planck-Institut für Astrophysik in Garching. Trotz seiner Faszination fürs Große Ganze im Universum interessiert er sich aber auch dafür wie es mit unserem kleinen Planeten weitergeht. In seiner Freizeit läuft er, fährt Fahrrad und liest.

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Transformationen in der Umwelt — Bedeutung und Identifikation (Vortrag)

Der Vortrag befasst sich mit verschiedenen natürlichen biogeochemischen Umsetzungen und Transformationen. Nutzen und Probleme solcher Transformationen sollen aufgezeigt werden, um die Relevanz für Mensch und Umwelt zu demonstrieren. Für Modellierungen im geoökologischen Bereich ist es notwendig, die Relevanz solcher Transformationen zu quantifizieren. Probleme, Möglichkeiten und aktuelle Forschungsansätze sollen aufgezeigt werden.

Dipl. Geogr. Carsten Schilli, Jahrgang 1976, studierte Geographie an der Ruhr-Universität Bochum mit dem Schwerpunkt Bodenkunde/ Geoökologie. Von 2002-2008 arbeitete er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Institut für Stadtökologie und Bodenschutz (ISB) in Bochum. Seit 2008 ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Lehr- und Forschungsgebiet Boden- und Grundwassermanagement, Abteilung Bauingenieurwesen der Bergischen Universität Wuppertal. Er promoviert dort zum Thema "Identifikation von biogeochemischen Prozessen an Hand von Daten des Bodenmonitoring durch nichtlineare statistische Verfahren und künstliche neuronale Netzwerke".

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Informatik - Die technische Disziplin zum Thema Transformation (Vortrag)

Keine Information ohne Repräsentation! Information bekommt Gestalt in Ziffern, Worten, Lauten, Bildern. Die Informatik definiert sich als die wissenschaftliche Disziplin, die Information in einer gegebenen Repräsentation in eine für die gestellte Aufgabe geeignetere transformiert. Ob elektrische Signale aus einem Computertomographen in Bilder von Tumoren oder ob Wetterwerte in Wetterkarten umgewandelt werden - überall wird für die gleiche Information eine neue Repräsentation erstellt. In meinem Vortrag möchte ich diese - oft landläufig wenig bewusste und beachtete - Sicht auf die Informatik herauskehren. Mit Plaudern über Textersetzungssysteme, wie zum Beispiel Markov Algorithmen, werden wir in das Thema eintauchen, um dann bei ein paar Gedanken zu Berechenbarkeit und zu Komplexitätstheorie vollends das forschende Kind in jedem Informatiker (und vielleicht auch in DIR) zu entdecken.

Frank Schütz ist promovierter Informatiker. Während seiner Promotion war er viele Jahre für das Grundstudium der Informatik an der TU München mit verantwortlich. Seit einigen Jahren arbeitet er für die InterFace AG als Berater und leitet mittlerweile stellvertretend die Geschäftsstelle in Nürnberg. Trotzdem zieht es ihn immer wieder an die Uni zurück. So hielt er im SS2010 zum Beispiel eine Übungsreihe in Verteilten Anwendungen an "seiner" TUM.

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Das Motiv der Transformation in der mittelalterlichen keltischen Literatur (Vortrag)

Das Motiv der Transformation ist ein in der mittelalterlichen keltischen Literatur weit verbreitetes. In den überlieferten Erzählungen aus Irland und Wales lassen sich zahlreiche Beispiele verschiedener Verwandlungsprozesse finden, doch möchte ich mich in meinem Vortrag auf das Beispiel des irischen Helden Cú Chulainn beschränken, der in seinem Heldenleben gleich mehrere Transformationen durchläuft, die ihm zwar viel Ruhm bescheren, ihm aber letztlich auch zum Verhängnis werden. Weiterhin soll auch ein Blick hinter die Fassade der Erzählungen geworfen werden, Verbindungen zu den Sagenkreisen der klassischen Antike aufgezeigt werden und der den Motiven zugrunde liegende Mythos dechiffriert werden. Zum Abschluss wird eine religions- und kulturgeschichtliche Interpretation dieses Mythos stehen.

Bea Schweighöfer, M.A., geboren 1984, studierte Keltologie und Vor- und Frühgeschichte an der Philipps-Universität Marburg. Ihre Schwerpunkte liegen im Bereich der vorrömischen Eisenzeit und der modernen Keltenrezeption. Studienbegleitend betreute sie unter anderem die Lehrsammlung des Seminars für Vor- und Frühgeschichte und arbeitete als Freiberuflerin im Bereich Museumspädagogik des Hessischen Landesmuseums Darmstadt und für das Landesamt für Denkmalpflege Hessen. Weiterhin engagiert sie sich ehrenamtlich im archäologischen Freilichtmuseum "Keltenwelt am Glauberg", plant, organisiert und leitet Exkursionen im Fachgebiet Keltologie der Universität Marburg und berät und begleitet Lehrkräfte bei archäologischen Projekten in Grund- und weiterführenden Schulen. Im Rahmen ihrer Dissertation am Seminar für Vor- und Frühgeschichte der Philipps-Universität beschäftigt sie sich zurzeit mit einer qualitativen Untersuchung zur historischen Darstellung der vorrömischen Eisenzeit.

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Tims Transformationen (Vortrag)

"Tim & Struppi" gilt als spannende Unterhaltung. Doch dieser meisterliche Höhepunkt der belgischen Reporterliteratur des 20. Jahrhunderts von Georges Remi alias Hergé birgt vor allem profunde literarische Tiefe, nicht zuletzt zu Transformationen. Dies strengstwissenschaftlich aufzuzeigen und Tim/ Tintin als Transformationen-Epos zu lesen und wahrzunehmen, ist das Ziel dieses Vortrags. Wie ein gewisser Detektiv sogar sagen würde: es ist der Vortrag dieses Ziels.

Jan Sieckmann, Jahrgang 1971, ist Historiker, Neo-Tintinologe, bekennender Generalist und Onlinemarketing-Manager eines Ferienhausvermieters. Er lebt zusammen mit seiner Bücherwand und zwei kleinen reizenden Gitarren in Köln. Jan Sieckmann bietet individuell erstellte Kreuzworträtsel für Firmen oder Privat an.

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Kölle — Eine Stadtführung

In einer knapp anderthalbstündigen Führung durch Teile der Kölner Altstadt spürst Du, warum Du wohl immer wieder magisch angezogen nach Köln zurückkehren wirst, und erfährst obendrein etwas zur jahrtausendelangen Kölner Stadtgeschichte. Köln, geb. Oppidum Ubiorum und verw. Colonia Claudia Ara Agrippiensium, ist ca. Jahrgang 38 v. Chr., kunstsinnige Quasi-Einwohnermillionärin und u.a. Deutschlands Bahnknotenpunkt. In ihrer Freizeit klüngelt sie, feiert Karneval oder hat schon einmal einen "Einfall".

Lebenslauf von Jan Sieckmann: siehe voriger Eintrag

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Organisationsentwicklung – Die erfolgreiche Führung eines Unternehmens bei sich verändernden Umweltbedingungen (Vortrag)

Die Unternehmensführung war in den letzten Jahrzehnten erheblichen Veränderungen unterworfen. Die Märkte in den Industrieländern haben sich von klassischen Verkäufermärkten, in denen die Unternehmen keinerlei Probleme beim Absatz ihrer Produkte hatten, in typische Käufermärkte verwandelt, in denen die Konsumenten aus einer Vielzahl von Produkten wählen können. Gleichzeitig hat sich die Unternehmensumwelt in einem immer höheren Tempo verändert, was in der Ökonomie mit den Begriffen Globalisierung und Hypercompetition charakterisiert wird. Die Unternehmen sehen sich daher der Herausforderung gegenüber, diese Veränderungen zu bewältigen. Diese unter dem Begriff der Organisationsentwicklung zusammengefassten Ansätze sind das Thema des Vortrages. Wie können Veränderungen in Organisationen in Gang gesetzt werden? Welcher typische Ablauf ist zu beobachten und welche Widerstände gibt es? Was zeichnet Unternehmen aus, die besonders erfolgreich mit den veränderten Umweltbedingungen umgehen können?

Prof. Dr. Holger Stein hat Wirtschaftspädagogik am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main studiert und einen Abschluss als Diplom-Handelslehrer erlangt. Promoviert hat er an der gleichen Hochschule in Volkswirtschaftslehre über das Thema der Vermögensverteilung in Deutschland. Er ist heute Professor an der FOM Hochschule für Oekonomie & Management (FOM) für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Unternehmensführung und koordiniert die Didaktik des deutsch-chinesischen Kooperationsstudiengangs der FOM sowie die Weiterbildung der Hochschullehrer der FOM. Seit 1998 ist Holger Stein Mitglied von Mensa in Deutschland e.V. und war mehrere Jahre im MinD-Hochschul-Netzwerk aktiv tätig. So war er einer der beiden Akademieleiter der 4. und 5. MinD-Akademie.

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Wie Computer beim Problemlösen helfen können (Vortrag)

Probleme lösen gehört zum Wichtigsten, was Menschen tun könn(t)en, der Computer zum Nützlichsten, was Menschen erfinden konnten, und natürlich helfen Computer heute bei zig Aspekten des Problemlösens (und der Problementstehung). Aber Menschen ganz unmittelbar beim Nachdenken zu helfen - dazu werden Computer verblüffenderweise eher selten und unsystematisch benutzt.
Der Vortrag zeigt mögliche Ansätze: Wir untersuchen die Verbindung von "Gedankennährböden" und Werkzeugen zum Problemlösen, und damit es kein allzu praxisferner Schlauschnack wird, stellen wir vor, wie Mindmapping-Software (kostenlos und Open Source) beim Einsatz von Kreativitätstechniken helfen kann.

Thomas Teepe, Jahrgang 1971, studierte in Münster Mathematik und Physik und promovierte mit einer Arbeit über genetische Algorithmen. Er arbeitet heute als versicherungsmathematischer Berater und - mit den Themen Problemlösen und Projektmanagement - in der Erwachsenenbildung.

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Vom Urknall zum Durchknall - die absurde Jagd nach der Weltformel (entfällt)

Die Physik erhebt den Anspruch, fundamentale Fragen zum Aufbau der Natur zu beantworten. Aber wieviel haben kosmische Strings und Membranen, Supersymmetrien und Extradimensionen, Quantenschaum und Paralleluniversen damit noch zu tun? Und reichen unsere Beobachtungen etwa in der Astrophysik wirklich zurück bis 10^-35 Sekunden nach dem Urknall, wie dies etwa in der Inflationstheorie angenommen wird? Die astronomischen Daten sind heute beeindruckend, aber viele namhafte Physiker finden die Theoriekonstrukte zu spekulativ. Weiter wird ein Überblick über die Entwicklung der Teilchenphysik in den letzten Jahrzehnten gegeben, und dabei auch thematisiert, was eigentlich im Large Hadron Collider am CERN gefunden werden soll. Jedenfalls darf sich die Physik von dem Prinzip der experimentellen Überprüfung nicht trennen, das seit Galilei den Erfolg der Naturwissenschaften ausmacht.

Dr. Alexander Unzicker hat in München und Bologna die Studien der Physik und Rechtswissenschaft abgeschlossen und promovierte im Bereich der Gehirnforschung mit summa cum laude, bevor er sich wieder der theoretischen Physik zuwandte. Sein Spezialgebiet ist dabei Gravitationsphysik und Kosmologie. In jüngster Zeit war er Reviewer für die Zeitschriften Astrophysics and Space Science, Advances in Space Research und Monthly Notices of the Royal Astronomical Society. Im Moment forscht er am Machschen Prinzip, den Diracschen Hypothesen und untersucht mit dem SDSS-Katalog die an Galaxienverteilung im Universum. Er arbeitet als Gymnasiallehrer für Mathematik, Physik und Astronomie in München. Sein 2010 im Springer-Verlag erschienenes Buch "Vom Urknall zum Durchknall- die absurde Jagd nach der Weltformel" wurde sehr kontrovers diskutiert.

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Wie man den Transformator zum Trafo transformiert - Kurzwörter & Co. (Vortrag)

Ohne Kurzwörter wäre unser Leben öde: Wir könnten nicht mehr mit dem Bus in die Uni fahren, müssten auf den abendlichen Besuch im Kino verzichten, und das MHN gäbe es auch nicht. Doch in der bunten Welt der Kurzwörter gibt es nicht nur seltene Schmetterlinge wie Schmufo und Schwubig, sondern auch manches Rätsel: Warum heißt es Interpol - aber nicht Kripol? Warum gibt es keine bio Äpfel, sondern nur Bio-Äpfel? Und von welchem Langwort wurde eigentlich der Öko gekürzt?

Max Voigtmann, Jahrgang 1976, ist freiberuflicher Journalist und Grafik-Designer. Im Umkreis der MinD-Akademie ist er vielen bekannt durch seine Arbeit für Mensa in Deutschland e.V. - unter anderem gestaltet er das MinD-Magazin und hat in den vergangenen Jahren das Corporate-Design von Mensa maßgeblich geprägt. Zu seinen Kunden zählen darüber hinaus verschiedene kleine und große Unternehmen in Deutschland. Als gelernter Tageszeitungsredakteur kennt er Journalismus von den Grundlagen auf, seine Ausbildung zum Grafik-Designer erhielt er bei dem Designer und Fachbuchautor Rudolf Paulus Gorbach. Daneben studierte er Germanistik, Literaturwissenschaft und Psychologie mit Abschluss Magister Artium und besuchte Seminare in Ergonomie (Praxisgerechtes Gestalten) und Drehbuchschreiben. Auf den MinD-Akademien "Sprache und Kommunikation" und "Kreativität und Innovation" war er als Referent tätig, darüber hinaus gehört er zu den "Irrationalen", der Improtheatergruppe des MHNs. Besondere Interessensgebiete von Max sind Kriminalliteratur, Eisenbahn, Psychologie, Film und natürlich Bondage. Er hatte mehrere Lesungen als Autor (Kurzgeschichten, Gedichte) in München und ist unter anderem Mitglied in der Allianz Deutscher Designer (AGD), der Typographischen Gesellschaft München, dem Deutschen Journalistenverband und bei Mensa in Deutschland.

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Neue Medien braucht das Land (Vortrag)

Lehrer und Dozenten stehen zunehmend unter dem Druck, ihre Lehrveranstaltungen und auch das zugehörige Begleitmaterial mit multimedialen Komponenten anzureichern. Am Zentrum virtUOS der Universität Osnabrück wurden Werkzeuge entwickelt, um dieses mit vertretbarem Aufwand zu erreichen. media2mult ist ein serverbasiertes Autorensystem, bei dem der Dozent seine Inhalte im Webbrowser in einer Wiki-üblichen Syntax eingibt und dabei Grafiken, Audio- und Videodateien referiert. Der media2mult-Server erzeugt daraus sowohl eine Online-Fassung im HTML-Format als auch eine Druckversion im PDF-Format. virtPresenter ist ein Vorlesungsaufzeichnungssystem, welches die gesamte Prozesskette vom Aufnehmen über Videoschnitt und Videoproduktion automatisiert. Zu den Ausgabeformaten gehört eine Webbasierte Flashoberfläche mit komfortabler Navigation sowie MP4-Dateien, die als Podcasts in den Apple iTunes Store eingestellt werden können. Das Classroomquiz erlaubt den Hörern einer Veranstaltung, auf vom Dozenten formulierte Multiple-Choice-Fragen mit einem Bluetooth-fähigen Handy zu reagieren. Die Antworten werden als Balkengrafik in die laufende Powerpointpräsentation eingebaut.

Prof. Dr. Oliver Vornberger ist Direktor des Instituts für Informatik an der Universität Osnabrück und Vorstandssprecher des Zentrums für virtuelle Lehre an der Universität Osnabrück (virtUOS). Für sein Engagement im E-Learning erhielt er 2009 vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft den "Ars Legendi Preis für exzellente Hochschullehre" und vom Land Niedersachsen den "Niedersächsischen Wissenschaftspreis".

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Oberflächenreaktionen: Transformation auf atomarer Ebene (Vortrag)

Atome an Oberflächen von Festkörpern sind etwas ganz besonderes, da ihnen ein oder mehrere Nachbarn fehlen. Dieses „Defizit“ führt zu einer erhöhten Reaktivität. Atome und Moleküle aus der Gasphase docken bevorzugt an diesen Stellen an. Dies ist Grundvoraussetzung für die heterogene Katalyse an Festkörperoberflächen, wie wir sie beispielsweise im Autokatalysator verwenden. In diesem Beispiel „transformiert“ der Dreiwegekatalysator, genauer gesagt kleine Metallpartikel auf einem Keramikkörper, die giftigen Überbleibsel der Verbrennung (Kohlenmonoxid, Stickoxide) in ungiftige (Kohlendioxid, Stickstoff). Auf Oberflächen können die adsorbierten Moleküle zerfallen und andere neu gebildet werden. Diffusion, die zufällige Bewegung von Atomen und Moleküle auf einer Oberfläche, bringt die Reaktionspartner zusammen und entsteht mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit das Produkt. Der Vortrag behandelt die Physik solcher Oberflächenreaktionen, die Transformation auf atomarer Ebene darstellen. Er thematisiert deren Bedeutung, die zugrunde liegende Reaktionsmechanismen und gibt Einblicke in einige aktuelle Untersuchungen und Fragestellungen auf diesem Gebiet.

Prof. Dr. Stefan Wehner, Jahrgang 1969, verheiratet. Er studierte Physik an der Universität Bayreuth. Dieses Studium schloss er mit einer Diplomarbeit zum Thema „FTIR-Spektroskopie an Reaktionen von adsorbierten Mono- und Multischichten mit Atomen“ ab. Dem gewählten Schwerpunkt „surface science“ blieb er seither treu. Er promovierte in der Oberflächenphysik im Jahr 1999 über den Mechanismus der Reaktion von thermischen Wasserstoffatomen und Adsorbaten auf Oberflächen. 2000 ging er für einen PostDoc-Aufenthalt in die USA an das Department of Chemistry der University of California Riverside. Im Jahr 2006 habilitierte er in Experimentalphysik mit Arbeiten zu nicht-linearen Effekten bei Oberflächenreaktionen. Bis 2009 forschte und lehrte er als Privatdozent noch an der Universität Bayreuth. Seither ist er Abteilungsleiter Physik der Universität Koblenz-Landau am Institut für Integrierte Naturwissenschaften in Koblenz, dessen geschäftsführender Leiter er seit Anfang 2010 ebenfalls ist. Neben der Physik ist er noch aktiv bei den Pfadfindern.

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Transformationen des Bewusstseins: Schritte zu Erfahrung und Reife? (Vortrag)

Leben, Entwicklung und Fortschritt sind mit Übergängen und Wandel verbunden. Das gilt auch für politische Utopien gesamtgesellschaftlicher Entwicklungen wie für erwünschte Transforma tionen des Bewusstseins einzelner Individuen oder größerer Gruppen. Transformation meint Umformung, Umwandlung oder Übertragung. Veränderte Bewusstseinszustände zählen zu den interessantesten Phänomenen der menschlichen Existenz (Vaitl). Sie führen zu neuen und außerordentlichen subjektiven Lebenserfahrungen. Erfahrungen folgen aus reflektierten und verarbeiteten Erlebnissen. Was treibt Menschen dazu, ihr Bewusstsein erweitern zu wollen? Der Vortrag widmet sich fünf Bereichen, die unser Wahrnehmen und Erfahren, Denken und Interpretieren betreffen. Einiges erläutert der Referent mit Beispielen aus eigenen Erfahrungen. Der Vortrag erinnert zu Anfang an eine vermutete automatische Transformation: (1) Der Schweizer Kulturphilosoph Jean Gebser versuchte, die Entwicklung des menschlichen Denkens und Bewusstseins im Lauf der Evolution in fünf Stufen zu gliedern: Das archaische, das magische, das mythische, das mentale (rationale) und jetzt das integrale Denken. Dann folgen wir Hinweisen auf Techniken und Wege zur beabsichtigten Transformation: (2) Verschiedene Kulturen haben von Askese und Atmen bis Yoga und Zen unterschiedliche Körperkünste, Rahmenbedingen und Rituale entwickelt, um in erweiterte oder sonst veränderte Bewusstseins zustände zu kommen. (3) Dazu haben fast alle Kulturen versucht, mit psychoaktiven pflanzlichen Stoffen oder heute mit Psychedelika veränderte Bewusstseinszustände zu erreichen. Das soll auch dem schamanischen Heilen oder nun der Psychotherapie dienen. (4) Darüber hinaus gibt es zahlreiche Berichte, wie Menschen unbeabsichtigt, zum Beispiel durch so genannte Nahtoderfah rungen, in kaum erklärliche, aber lebensprägende, Erfahrungswelten gerieten und nun glauben, über die Fragen von Leben und Tod, von Diesseits und Jenseits Wesentliches erkannt zu haben. (5) Das Streben nach transformierten Bewusstseinzuständen kann auch von religiösen oder allgemein spirituellen Absichten getragen sein. Fernöstliche Hochkulturen und Weisheitslehren bemühen sich mit körperlicher und geistig-spiritueller Selbstzucht, störende Emotionen zurückzudrängen, die Aufmerksamkeitsleistungen zu verbessern und von kurzfristigen Erleuchtungsphänomen zu dauerhaft transformierten Bewusstseinszuständen zu gelangen. Für unseren Kulturkreis ist im Neuen Testament die Verklärung Jesu (engl. transfiguration) auf dem Berg Tabor als klassische Transformation beschrieben worden.

Kurt Weis, geboren 1940, volljuristische, kriminologische und soziologische Ausbildung in Deutschland und den USA. An der Harvard Universität 1968 als Jurist promoviert, in Saarbrücken 1979 als Soziologe habilitiert, gern als Anthropologe unterwegs, diente er seit 1980 als Professor für Soziologie der Technischen Universität München. Dort leitete er, als Mitglied der beiden neuen Fakultäten für Sportwissenschaft und für Wirtschaftswissenschaften, bis 2006 das Fachgebiet Soziologie. Seit 1992 ist er Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste und seit 1998 Associate of the Hawaii Reseach Center for Futures Studies, University of Hawaii. Neben seinem erlernten Beruf als Wissenschaftler sucht er den Weg vom Buchwissen zum Erfahrungswissen und verfolgt dessen Anwendungsrelevanz. Dafür bestieg er manchen Gipfel, lernte von den Inuit sein Iglu zu bauen, durchquerte zu Fuß die Wüste Gobi (2003) und die Takla Makan Wüste (2006), vertiefte sich in die spirituellen Wege Indiens (u.a. 2009) und unterwarf sich den Ritualen der Schamanen am Amazonas (u.a. 2010).

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Transformation 2.0 - Wie Computer und Internet uns verändern (Vortrag)

Computer und Internet werden unsere Gesellschaft ebenso nachhaltig verändern, wie es mit der Erfindung des Buchdrucks vor über fünfhundert Jahren geschah. Unsere Nachkommen werden uns schon bald so betrachten, wie wir unsere Vorfahren vor der Erfindung des Buchdrucks: als beschränkt, abhängig und unmündig. Die Entwicklung ist rasant, und die langfristigen Veränderungen der Menschen und der Gesellschaft durch den digitalen Umbruch sind nicht abzusehen. Was sich erkennen lässt, sind die neuen Gesetzmäßigkeiten und die ersten Auswirkungen dieses Umbruchs. Die bisher nicht gekannte Transparenz und Vernetzung durch das Internet treibt uns technologisch zu Standardisierung, ökonomisch zu Kundenorientierung und sozial zu Integrität. Die Organisation des menschlichen Schwarmwissens und die Erschließung der Weisheit der Vielen bringen unsere soziale Selbstorganisation an eine neue Schwelle. Vieles von dem, was gestern noch utopisch oder unmöglich erschien, ist heute selbstverständlich. Und vieles von dem, was heute utopisch oder unmöglich erscheint, werden wir noch selbst erleben. Wir müssen besser darin werden, das Unmögliche zu glauben.

Prof. Dr. Ewald Wesslingist Experte für den digitalen Wandel. In zahlreichen öffentlichen Vorträgen und in Keynotes vor Fachleuten vermittelt er eingängig und unterhaltsam Expertenwissen auf Augenhöhe. Er war Konzernmanager und Geschäftsführer eines mittel-ständischen Verlages und verantwortete für Europas größten Zeitschriftenverlag, Gruner + Jahr, den ersten profitablen Online-Auftritt. Heute hilft er Unternehmen, ihre Stärken in die neuen digitalen Märkte zu übertragen, und coacht Inhaber, Vorstände und Geschäftsführer. Ewald Wessling studierte Volkswirtschaft, Publizistik und Philosophie in Münster, Harvard und Stanford und promovierte über „Information und Wissen“. Jetzt lehrt er als Professor für Kommunikation im digitalen Wandel an der SRH Hochschule in Berlin und hält Lehraufträge an weiteren Hochschulen. Dort pflegt er den Kontakt zu den „Digital Natives“, die heute mit der Maus in der Hand aufwachsen. Er ist verheiratet und hat vier Kinder.

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Transformation der Wahrnehmung - optische Täuschungen (Vortrag)

Wer kennt sie nicht? Phänomene bei denen uns unsere Wahrnehmung einen Streich spielt und wir die Dinge völlig anders sehen, als sie sind. Der Grund dafür liegt in der Verabeitung im Gehirn, wo neben den "optischen Daten" unter anderem auch Erfahrungen, Plausibilität und Emotionen entscheidend mitspielen. Der Vortrag soll anhand von anschaulichen Beispielen die Komplexität der Transformation vom optischen Reiz zur Wahrnehmung verdeutlichen und die Anfälligkeit gegenüber Täuschung beleuchten.

Andreas Wiese, geb. 1979, Diplom-Elektroingenieur, hat von 2000 bis 2005 in Siegen studiert. Nach mehreren Jahren in der Industrie wechselte er zurück zur Universität und entwickelt heute im Elektroniklabor der Fachbereichs Physik unter anderem fürs CERN. Neben Gleitschirmfliegen und Technik faszinierten ihn schon immer die Dinge, die ihr Geheimnis erst auf den zweiten Blick offenbaren.

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Gedanken-Text-Transformationen (Workshop)

Transformationspraxis. Wie kommt ein Gedanke auf das Blatt? Schreiben kommt vom Schreiben, es ist einfach Übungssache. In diesem Workshop werden zwar ein paar hilfreiche Bücher vorgestellt, aber wichtiger ist es selbst Hand an das Papier zu legen. Mit Hilfe der Cluster-Technik verdichten wir unsere Gedanken von amorphen ungreifbaren Gebilden in unserem Kopf zu Clustern und schließlich zu kleinen Texten. Die perfekte Metamorphose.

Stefan Wladarsch, 1966 in Ingolstadt geboren, Studium der physikalischen Technik an der FH München; Mitarbeit in der Chaosgruppe der TU-München (u.a. AK Philosophie; Mitarbeit bei einem Seminar über Nietzsche und Chaos); Seit der frühsten Jugend Kontakt zur Theaterarbeit (seit 2002 Jahren vor allem als Impro-Theaterspieler) und seit mehr als 25 Jahren schriftstellerisch tätig (u.a. mehrere veröffentlichte Kurzgeschichten, regelmäßige Lesungen von Poesie); arbeitet im Brotberuf als Qualitätsmanager und ist "Teilzeitvater".

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Stress und Gedächtnis (Vortrag)

Stress beeinflusst unser Gedächtnis. Hormone aus der Nebenniere (u.a. Cortisol) spielen hierbei eine zentrale Rolle. Stress kann sowohl verbessernde als auch verschlechternde Wirkungen auf das Langzeitgedächtnis ausüben. So vergessen wir z.B. eine Verabredung, weil wir bei der Arbeit „im Stress waren“. Anderseits erinnern wir uns an besonders emotional erregende Ereignisse oft ein ganzes Leben lang. Diese entgegengesetzten Befunde spiegeln die unterschiedlichen Wirkungen von Stress auf unterschiedliche Gedächtnisphasen wieder (Konsolidierung versus Abruf) wieder. Ein besseres Verständnis der Auswirkungen von Stress auf die Gedächtnisleistung ist für verschiedene psychologische Anwendungsbereiche (klinische Psychologie, pädagogische Psychologie, Wirtschaftspsychologie) von Relevanz.

Prof. Oliver T. Wolf hat Psychologie (Diplom) an der Universität Trier studiert. Dort hat er auch promoviert (1997). Nach einem fast dreijährigen Forschungsaufenthalt in New York hat er an der Universität Düsseldorf gearbeitet, wo er sich auch habilitierte (2002). Anschließend erhielt er eine erste Professur an der Universität Bielefeld (2005). Seit 2007 leitet er den Lehrstuhl für Kognitionspsychologie an der Ruhr Universität Bochum. Der Forschungsscherpunkt seiner Abteilung liegt auf der Untersuchung der Auswirkungen von Stress (und Stresshormonen) auf Lern- und Gedächtnisprozesse beim Menschen.

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Programme transformieren Daten, Programmiersprachen die Softwareentwicklung (Vortrag)

In der Softwareentwicklung hat vieles mit Transformation zu tun: Programme transformieren Daten; Programmierer transformieren Programmcode entsprechend einer Spezifikation, Informatiker die Spezifikationen, Compiler den Programmcode zu Programmen. Bei jeder Transformation können Fehler passieren. Die meisten sind Bugs von Programmierern oder Designfehler der Informatiker. Bugs sind zwar ungewollt aber irgendwie sozial akzeptiert. Würde man dennoch Schuldzuweisungen machen, würden diese dort enden, wo die Fehler hätten vermieden werden können. Paradoxerweise enden sie selten bei der Wahl der Programmiersprache. Auf interessante Weise transformiert die Wahl der Sprache nicht einfach nur die Kompetenzen der Programmierer, sondern insbesondere Bugs und Designfehler zu Syntaxfehlern, welche der Compiler nicht akzeptiert. In diesem Vortrag werden die diesbezüglich wichtigsten Unterschiede von Programmiersprachen aufgezeigt. Dabei wird auch erklärt, was "Objektorientierung" und "Funktionale Programmierung" bedeuten. Der Vortrag richtet sich nicht nur an erfahrene Programmierer/Informatiker: die benötigten Vorkenntnisse (ähnlich wie beim Wikipedia-Artikel "Programmiersprache") werden während des Vortrags in wenigen Sätzen vermittelt.

Marc A. Ziegert, Dipl.Inf., (*1978) studierte 1999-2010 in unterschiedlichen Aus- und Übermaßen Informatik, (Kognitions-)Psychologie, Mathematik und Physik an der Universität Paderborn. Er ist seit 2004 Mitglied bei Mensa. Seine Interessengebiete liegen hauptsächlich in den genannten Studiengebieten, aber auch u.a. in Strategiespielen, Japanisch und Nahrungszubereitung. Er programmiert seit einem Lebensalter von ungefähr 13 Jahren (.BAT, QBasic, TurboPascal, x86-Assembler, Delphi, Visual-C++, Java, CommonLisp, (Prolog), (StdML), Haskell, C++ STL, (Erlang). bash, C, (TclTk). (JavaScript), (Python), (Lua), ...). Heutzutage fast nur in Haskell und C++.

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Programm der Mind-Akademie 2009

Über 50 Vorträge und Workshops werden das Akademiethema in mehreren Parallelschienen und einigen ausgesuchten Plenumsvorträgen behandeln. Das Vortragsprogramm beginnt am Donnerstag um 18.30 Uhr.
Bislang stehen folgende Programmpunkte fest:

Programm: Freiheit und Grenzen

Rahmenprogramm

Programmbeschreibungen

Flucht aus der DDR (Vortrag)

Während der Periode zwischen 1961 und 1989, in der Deutschland von der Mauer geteilt wurde, versuchten viele tausend DDR-Bürger auf unterschiedlichen Wegen in den Westen zu gelangen. Solche Vorhaben waren strafbar, schon die bloße Absicht konnte eine Gefängnisstrafe nach sich ziehen. Aus welchen Motiven entschieden sich die Menschen für die Flucht in den Westen, warum flohen vor allem junge Menschen, welche Wege benutzten sie und wie kamen diejenigen, denen die Flucht gelang, mit dem Leben in der Bundesrepublik zurecht? Das sind einige der Fragen, die in dem geplanten Beitrag angeschnitten werden sollen. Ein besonderes Augenmerk soll auf die Fluchten über die "verlängerte Mauer", das heißt über die Grenzen sozialistischer Bruderländer und die Rolle von Fluchthelfern gelegt werden.

Prof. Dr. Stefan Appelius, geb. 1963, Politikwissenschaftler, Publizist. 1985 – 1989 Studium an der Universität Oldenburg (Politikwissenschaft u. Germanistik), 1987 Begabtenpreis des Niedersächsischen Ministers für Wissenschaft und Kunst. 1989 Magisterprüfung. 1992 Promotion (Dr. rer.pol.), 2000 Habilitation im Fach Politikwissenschaft, 2007 Ernennung zum apl. Professor für Politikwissenschaft an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Lehrbeauftragter für Politikwissenschaft an den Universitären Potsdam und Oldenburg. Arbeitet und forscht vor allem über zeitgeschichtliche Themen. Lebt in Berlin.

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Grenzen der Freiheit - Leben in Saudi-Arabien (Vortrag)

Saudi-Arabien ist eine der letzten verbliebenen absoluten Monarchien auf dem Planeten. Und es besitzt mit dem wahabitischen Islam eine der strengsten Staatsreligionen. Was bedeutet das für die Bevölkerung und für Gäste? Wie lebt man dort, was sind die Unterschiede zum Leben in Europa? Welche persönlichen Freiheiten gibt es dort, wo sind die Grenzen? Und welche der Grenzen werden ernst genommen oder von wem und wie umgangen? Geplant ist eine Vorstellung meiner Beobachtungen (nein, kein Dia-Abend) in Saudi-Arabien mit ausführlicher Diskussion mit den Teilnehmern.

Timm Bauten hat Physik an der RWTH Aachen studiert. Nach einigen Jahren als Ingenieur ist er in die Unternehmensberatung zu Bain & Company gewechselt. Heute arbeitet er als Projektleiter bei Platinion, der IT-Strategie-Tochter der Boston Consulting Group. Neben Projekten in Deutschland und im europäischen Ausland war er Ende 2008 / Anfang 2009 auch auf einem mehrmonatigen Projekt in Saudi-Arabien eingesetzt.

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Das Leib-Seele-Trilemma - Freiheit vs. Determinismus - Lösungsansätze

Die Frage, ob es einen freien Willen gibt, in einer Welt, die als kausal determiniert gedacht wird, ist eine Frage, die (wenn auch in anderer Formulierung) zu den philosophischen Klassikern gehört. Dieser Vortrag soll hierbei zunächst eine Klärung der Begriffe Freiheit, Kausalität etc. bringen und eine Konkretisierung des Problems (bzw. eine Lokalisierung des Widerspruchs) darstellen, um anschließend eine Übersicht über verschiedene Ansätze zu liefern, wie dieser Widerspruch aufgelöst werden kann. Vermutlich wird jeder, der sich über dieses Thema seine Gedanken gemacht hat, sich selbst in der ein oder anderen Position wiederfinden und seine eigene Position rational be- und durchleuchtet sehen.

Vanitas Berrymore, Philosophiestudium an der Hochschule für Philosophie in München (Abschluss 2007), Grundstudium Theoretische Linguistik an der LMU München (Abschluss 2005), Zusatzstudium der Sozialwissenschaften ebenfalls an der Hochschule für Philosophie (Abschluss 2009); Fachschwerpunkt des Hauptstudiums war Wissenschaftstheorie, derzeit in der Promotion befindlich im Bereich Wissenschaftstheorie; Magisterarbeit zur Paradigmentheorie; Arbeit als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der betriebswirtschaftlichen Fakultät der LMU

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Der Traum vom Fliegen

Die Freiheit über den Wolken hat jede Menge technischer Wunder, historischer Heldentaten, tragischer Ereignisse und kurioser Anekdoten hervorgebracht. Darüber wird in diesem Vortrag in lockerer Folge geplaudert. Daneben gibt es endlich Antworten zu den bewegendsten Fragen aus Privat- und Großfliegerei, wie: Fliegt das Ding auch wirklich? Warum eigentlich? Dauerhaft? Was mache ich bei Fischvergiftung? Wo bin ich? Wann schießt Schäuble mich ab?

Jaroslav (Jaro) Blaha, geboren in der Tschechoslowakei und aufgewachsen in Bayern, hat als Offizier der Luftwaffe seine Laufbahn begonnen, Informatik und BWL studiert, und viele Jahre als Projektleiter und Chefarchitekt für die NATO in Holland und Belgien gearbeitet. Seit 2002 ist er als Manager und Berater für multi-nationale IT-Großprojekte selbstständig. Seine nicht vorhandene Freizeit verbringt er in Cocktailbars, auf Konzerten, beim Privat-Fliegen im überfüllten europäischen Luftraum, oder bei der bewaffneten Jagd nach kleinen weißen Bällen.

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Befreit die Zuhörer! Wissenschaftlich Vortragen abseits ausgetretener Pfade (Vortrag)

Wer kennt das nicht: Der Titel des Vortrags hört sich interessant an. Du sitzt gespannt im Zuschauerraum. Nach kurzer Zeit fragst du dich: Worum geht es eigentlich genau? Dann: Was geht mich das eigentlich an? Und schließlich: Wie schaffe ich es bloß, wach zu bleiben? Erlebnisse dieser Art sind bei der MinD-Akademie selten, doch in Seminaren und auf Fachkongressen gang und gäbe. Die wissenschaftlichen Inhalte sind korrekt, die Folien lesbar, der Aufbau ist logisch, kurz: alles entspricht den Regeln der Standardratgeber. Und doch: Den Zuhörer lassen die Ausführungen kalt. Dabei ist es gar nicht so schwer, mit einer Präsentation sein Gegenüber zu erreichen - man muss sich nur die Freiheit nehmen, auch einmal abseits der ausgetretenen Pfade zu wandeln. Aus der Perspektive der selbst-noch-Lernenden möchte ich Euch einladen, Euch anstecken zu lassen vom Spaß am Präsentieren und neue, kreative Möglichkeiten des Vortragens auszuprobieren.

Christine Blome, geb. 1978, ist Forschungspsychologin und Statistikerin am Uniklinikum Hamburg-Eppendorf. Dort untersucht sie die Versorgungssituation von Hautpatienten, entwickelt Methoden zur Ergebnismessung aus Patientenperspektive und hält Vorträge auf Fachkongressen. Zurzeit plant sie das Forschungs- und Fortbildungsprogramm "PRESENT - Communicating Science with Papers, Poster, Presentations". Inspiration für dieses Herzensthema liefern ihr unter anderem der moderne argentinische Tango und ihre kleine Familie.

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Was Freiheit braucht und was nicht (Vortrag)

Freiheit, im Sinne von echter Willensfreiheit, braucht nicht nur spontanes Handlungsvermögen der Person und die Veränderlichkeit unserer physischen Körperzustände in Abhängigkeit von Qualifikationen, die nur unsere Gedanken, nicht aber körperliche Vorgänge (wie z.B. Neuroprozessen) haben können, sondern sie braucht drittens auch die Wahrheit der These, dass wir im Augenblick des Wollens und Handelns /anders gekonnt hätten/, als wir tatsächlich tun. Der Vortrag macht in Beziehung auf dieses dritte plausibel, dass solche alternativen Möglichkeiten auch dann bejaht werden können, wenn der freie Wille der Person nicht, wie z.B. Kant meinte, aus den kausalen Zusammenhängen der des übrigen Weltgeschehens ausgenommen wird. - Freier Wille braucht insofern /nicht /die empirische Unbedingtheit unseres Willensvermögens.

Prof. Dr. phil. Thomas Buchheim, geb. 1957, Professor der Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Geschäftsführender Herausgeber des Philosophischen Jahrbuchs der Görresgesellschaft. Mitglied der Schelling-Kommission und Mitherausgeber der historisch-kritischen Schellingausgabe der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Werdegang: Studium der Philosophie, Gräzistik und Soziologie in München, 1993-99 Professor für Philosophie in Mainz; seit 2000 Ordinarius an der LMU in München. Wichtigste Buchveröffentlichungen: Die Sophistik als Avantgarde normalen Lebens, Hamburg (1986); Eins von Allem. Die Selbstbescheidung des Idealismus in Schellings Spätphilosophie, Hamburg (1992); Die Vorsokratiker. Ein philosophisches Porträt, München (1994); Aristoteles, Freiburg (1999); Unser Verlangen nach Freiheit, Hamburg (2006).

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Extreme Armut: Die Grenzen der Freiheit in unserer Welt (Vortrag)

In der unseren Welt erzwingt extreme Armut die bei weitem größte Beschränkung individueller Freiheit, da sie vielen Menschen eine autonome Lebensführung verwehrt. In dieser Welt, in der 1% der Weltbevölkerung über 40% des weltweiten Vermögens verfügt, sterben täglich armutsbedingt 50 000 Menschen, über die Hälfte von ihnen Kinder. Mindestens eine Milliarde Menschen leben in solch bitterarmen Verhältnissen, dass ihr ständiger Überlebenskampf ein Leben in Freiheit, ein menschenwürdiges Leben, unmöglich macht. Da auch wir in genau dieser Welt leben, möchte ich in meinem Vortrag die Weltarmutskatastrophe darlegen und eine mögliche Antwort darauf geben, in welchem Verhältnis wir zu dieser stehen und welche Pflichten zur Hilfe uns erwachsen.

David Ewert, geb. 1983, studierte Mathematik, Philosophie und BWL in Stuttgart und Hong Kong. In seiner Dissertation zum Thema "Ethik der Ferne" am Institut für Philosophie der Universität Stuttgart beschäftigt er sich unter anderem mit der Frage zur individuellen und institutionellen Verantwortung im Rahmen der Weltarmutskatastrophe. Er ist Mitglied von Mensa und MHN.

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Die Finanzkrise - wie zu große unternehmerische Freiheiten (und unzureichende Statistikkenntnisse) die Weltwirtschaft an den Abgrund brachten (Vortrag)

Die Finanzkrise von 2008 hat neben den wirtschaftlichen Folgen viel Wut erzeugt - es scheint, dass die Akteure in der Finanzbranche alle unfähig oder gierige Betrüger sind, oder beides. Mag dies in Einzelfällen auch zutreffen, so gibt es doch tiefere Gründe für die Krise: Viele Errungenschaften unserer Zivilisation haben das Leben fundamental verbessert und sind unverzichtbar geworden, können aber gleichzeitig großen Schaden anrichten. Man denke z.B. an Feuer, Messer, Sprengstoff oder Medikamente. Es ist sehr schwierig, die Nutzung dieser Dinge weitgehend zu erlauben und gleichzeitig ihren Missbrauch weitgehend zu verhindern. Die Entscheider über FREIHEIT und GRENZEN sind hier in einem Dilemma und müssen die Regeln/Gesetze oft permanent nachjustieren. Und so gibt es auch in der modernen Geldwirtschaft viele Elemente, die gleichzeitig Segen und Fluch sein können und demzufolge diesem Wechselspiel aus Liberalisierung und Regulierung unterliegen. Der Vortrag wird einige von ihnen erläutern und klar machen, dass die heutigen Probleme primär struktureller Art und nicht die individuelle Schuld Einzelner sind. Ausführlich eingegangen wird zudem darauf, wie Risiken in der Finanzwirtschaft strukturiert werden. Dies wird in den meisten Darstellungen zur Finanzkrise vornehm übergangen - wohl weil es mit Mathematik zu tun hat. Der Vortrag wird diese Lücke schließen - und dabei allgemeinverständlich bleiben. Man braucht nämlich keinerlei Statistikkenntnisse, sondern nur ein gewisses Interesse an Zahlen, um intuitiv zu verstehen, wie die Diversifikation von Risiken funktioniert, und wie nützlich / gefährlich / schwierig / frustrierend / spannend sie ist.

Michael Fackler stammt aus einer Allgäuer Musikerfamilie und hat in München und Pisa Mathematik studiert. Er ist freiberuflicher Aktuar (geprüfter Versicherungsmathematiker). In langjähriger Tätigkeit bei Rückversicherungen musste er regelmäßig Risiken kalkulieren, die so strukturiert sind wie die in der Finanzkrise massenhaft wertlos gewordenen Kreditportfolios, und hat gelernt, was dabei schief gehen kann, worauf man achten sollte, und welcher Art Produkte (und Geschäftspartner) man besser aus dem Weg gehen sollte. Michael Fackler ist seit 1988 bei Mensa. Für den Verein und für MHN ist er vor allem aktiv als Referent und Organisator von Vorträgen, daneben hat er die Endredaktion von Tagungsbänden der MinD-Akademien übernommen.

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Evolutionäre Religionswissenschaft - Wie frei bin ich, religiös zu sein? (Vortrag)

Der Siegeszug der Evolutionstheorie von Charles Darwin in den letzten 150 Jahren war beispiellos, und trotz erbitterten Widerstandes vor allem seitens der Kirche, unaufhaltsam. In den letzten Jahren ist nun sogar versucht worden, deren ureigenste Bastion anzugreifen - indem das Phänomen des religiösen Glaubens selbst evolutionär erklärt werden soll. Aus erklärungstheoretischer Sicht ist dies insofern bemerkenswert, als hier Erklärungsmodelle auf einen Bereich angewendet werden, der eine solche Vorgehensweise für den eigenen Bereich ablehnt. Was gibt es für Befunde aus den Naturwissenschaften zu dem Phänomen Religion und Religiosität? Aktuelle evolutionsbiologische Belege und Theorien werden dargestellt und systematisiert. Schließlich wird auch die Frage näher beleuchtet, wie sich ein naturwissenschaftlicher Zugang überhaupt zu Phänomenen wie Glaube, Religiosität oder Mystik verhält.

Dr. Ulrich Frey hat in Regensburg und Freiburg Philosophie und Englisch studiert. Nach einer Tätigkeit als Systemadministrator promovierte er in Braunschweig bei Prof. Dr. Dr. Vollmer über das Thema "Der blinde Fleck - Kognitive Fehler in der Wissenschaft und ihre evolutionsbiologischen Grundlagen". Zur Zeit ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Prof. Dr. Voland in Gießen im Bereich Biophilosophie. Für seine Firma ist er als Berater und Dozent (Philosophie, IT, Kreativität) tätig. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Wissenschaftstheorie, Fehlerforschung, Evolutionären Psychologie und Erkenntnistheorie, Kreativität in der Wissenschaft (Anwendung von TRIZ) und common goods-Problemen.

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Freiheit, Informationssicherheit oder Datenschutz: Müssen wir uns entscheiden? (Vortrag)

Die Durchsetzung von Informationssicherheit, digitalen Rechten und Datenschutz beschränkt die Nutzer informationstechnischer Systeme in ihrer Freiheit. Müssen wir uns entscheiden, ob wir mehr Freiheit oder mehr Schutz wollen? Ist es vorstellbar, dass der weitgehende Verzicht auf Datenschutz in einer modernen Informationsgesellschaft erst die Freiheit ermöglicht, die von der Netzcommunity angestrebt wird? Der Vortrag geht auf diese Fragestellungen ein und setzt sich kritisch mit den technischen und politischen Kompromissen, die einen Ausgleich verschiedener Interessen anstreben, auseinander.

Prof. Dr.-Ing. Ulrich GrevelerJahrgang 1972, ist Professor für Informatik am Fachbereich Elektrotechnik und Informatik der Fachhochschule Münster und leitet dort das Labor für IT-Sicherheit. Er publiziert zu den Themen Informationssicherheit, technischer Datenschutz, Kryptographie und Durchsetzung digitaler Rechte. Nach dem Studium in Gießen und mehrjähriger Industrietätigkeit forschte und promovierte er an der Ruhr-Universität Bochum.

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Grenzenlose Freiheit - Virtuelle Realität (Vortrag)

Nach dem Hype durch einige Kinofilme in den 80er Jahren hat sich die Virtuelle Realität von der bloßen Spielerei zur ernsthaften Anwendung entwickelt und drängt in immer mehr Bereiche des täglichen Lebens vor. Mit der anfänglichen Utopie der "grenzenlosen Freiheit", wie man sie auch noch aus aktuellen Hollywoodfilmen kennt, hat die heutige Virtuelle Realität allerdings meist wenig gemein. Die Einschränkungen der "Freiheit" der Virtuellen Realität haben dabei häufig nicht nur einen rein technischen Ursprung, sondern ermöglichen erst eine (soziale) Interaktion oder ein gemeinsames Arbeiten. In dem Vortrag werden daher sowohl technische als auch soziale Aspekte der Virtuellen Realität und ihrer vermeindlich grenzenlosen Freiheit diskutiert.

Prof. Dr. Michael Guthe, geboren 1976 in Castrop-Rauxel. 2000 Diplom in Informatik an der Universität Tübingen, bis Ende 2001 Programmierer bei Ascaron SPV. 2005 Promotion in Informatik (Computergrafik) an der Universität Bonn. Seit Anfang 2007 Juniorprofessor für praktische Informatik (Grafik und Multimedia Programmierung) an der Universität Marburg.

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Hummeln, Schmetterlinge und das Gesetz der zwei Füße... Open Space auf der Mind-Akademie 2009!

Open Space wurde 1985 von Harrison Owen erfunden, der beobachtet hatte, dass die kreativsten und produktivsten Phasen seiner Seminare die Kaffeepausen zwischen den Seminareinheiten waren. Die Moderationsmethode ist daher angelehnt an eine überdimensionierte Kaffepause, die, wie der Name schon sagt, einen offenen Raum für Austausch und voneinander Lernen bietet. Das ganze funktioniert mit 12 bis 2000 Teilnehmenden, die selbstorganisiert und selbstverantwortlich ihre Anliegen gemeinschaftlich bearbeiten können. Es werden keine einzelnen Themen im Vorfeld vorgegebenen oder Redner/innen bestimmt. Jede/r kann ein Anliegen, das ihr/ihm besonders wichtig ist, bearbeiten und vorantreiben. Das "Gesetzt der zwei Füße besagt, dass jede/r eigenverantwortlich kommen und gehen kann, wann er/sie es für richtig hält und wohin er/sie will. Methaphorisch nimmt man dabei die Rollen von Hummeln und Schmetterlingen ein, erstere arbeitsam und fleißig, tragen zu verschieden Gruppen wichtige Inhalte bei und letztere flatterhaft und schön, schwirren von Gruppe zu Gruppe, schauen zu oder treffen sich auf dem Gang um sich dort mit anderen Schmetterlingen auszutauschen – beide befruchten die Gruppen durch Ideen und Dynamik. Ziel ist es gegen Ende der Mind-Akademie allen Teilnehmenden ein Forum zu bieten, um sich über Gelerntes und Erfahrenes nochmal auszutauschen. Themen, die euch während der Akademie wichtig waren können noch einmal zu diskutieren werden, Dinge, von denen ihr denkt, dass sie zu kurz gekommen sind, wird Raum gegeben. Die konkreten Themen werden wir vor Beginn bereits sammeln, so dass sich jede/r die/der möchte einbringen und informieren kann. Weiter Informationen zu der Methode findet ihr z.B. unter: http://de.wikipedia.org/wiki/Open_Space

Markus Gyger, M. Sc., studierte von 2001 bis 2006 im englischsprachigen "International Physics Study Program an der Universität Leipzig. Seit Februar 2007 promoviert er an derselben Universität in der Abteilung für Physik der weichen Materie. Seit 2002 ist Markus Gyger ehrenamtlich in der politische Bildungsarbeit tätig. Sein Schwerpunkt ist dabei die Arbeit gegen Rassismus und Diskriminierung und für Demokratie und Toleranz. So war er maßgeblich an der Entstehung von "Voice" – der Leipziger Kinder- und Jugendvertretung beteiligt, moderierte Seminare und Zukunftswerkstätten auf der Kinderrechtetagung der Stadt Leipzig und für die Friedrich Ebert Stiftung und führte eine Reihe von Projekttage an Schulen und Berufsschulen im Rahmen des Netzwerkes für Demokratie und Courage und der DGB Berufschultouren durch. In den Schuljahren 06/07 und 07/08 betreute er im Rahmen des Projektes LERS – Langfristig engagiert gegen Rassismus an unserer Schule - eine Gruppe von Schüler/innen einer Leipziger Mittelschule.

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Die Grenzen des freien Erfinders sowie die Freiheiten und Grenzen des Erfindens und Vermarktens (Vortrag)

Der Vortrag handelt über eine Unternehmensentstehung unter regelwidrigen und aussergewöhnlichen Umständen. Von der Idee und deren Erforschung am Küchentisch und im Keller angefangen bis zur Patentanmeldung und Produktreife. Dabei wird ebenso die Entwicklung eines Erfinders zum Unternehmer verfolgt , wie Verhandlungen mit Behörden, Unternehmen und potentiellen Geschäftspartnern oder auch dubiosen "Angeboten. Geschäftspartnersuche mit deren Risiken, Lizenzverhandlungen, Geschäftsplanentwicklung und die Teilnahme an zahlreichen Businessplanwettbewerben und Innovationswettbewerben auf Messen. Eine Odyssee durch Grenzen der Bürokratie, Willkür, ungeschriebene Gesetze und Regeln (in Banken, bei Wettbewerben und anderswo), die neben Kundeninterresse und der eigentlichen ursprünglichen Idee zur Produktentwicklung kennengelernt und bewältigt werden mussten. Die Erfinderin, die zunächst als Einzelperson in kein Konzept passte, hat es geschafft sich in Wettbewerben gegen viele Konkurrenten durchzusetzen und mit ihrer Innovation zahlreiche nationale und internationale Preise gewonnen. Von einer die Auszog um eine Unternehmerin zu werden und dabei das fürchten lehrte (und lernte) ... Eine praxisnahe Schilderung von der Improvisation des Abenteuers zur Profession einer Unternehmung, wie sie lebhafter und origineller nicht sein könnte.

Katja Hardenfels 1970 in Hamburg geboren. Seit 1988 Erfahrungen mit eigenen Ideen, Entwürfen und Entwicklungen. Seit 1991 Erfahrungen mit Geschmacksmustern und gewerblichem Schutz von Ideen auf dem Markt. Seit 1992 eine Entwicklung, die schließlich zur Patentanmeldung führte. Heute ist sie vielfache Preisträgerin mit nationalen und internationalen Auszeichnungen u.a. der weltweit höchste Preis der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) für "beste Erfindung einer Frau (Genf 2000, Brüssel 2004).

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Sklaverei im antiken Rom und Wege zur Freiheit (Vortrag)

In der römischen Antike war das Gut der Freiheit keineswegs selbstverständlich. Vielmehr konnten die Menschen auf verschiedene Arten, wie z.B. Kriege oder einfach nur Überschuldung, in die Sklaverei geraten. Hierbei kamen sie in unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen zum Einsatz, wovon die Wirtschaft in einem Ausmaß profitierte, das gar nicht hoch genug anzusetzen ist. Aber durch mehrere Möglichkeiten der Freilassung bestand für die Sklaven die Chance, ihrem Schicksal zu entrinnen. Außerdem wurden bei bestimmten religiösen Festen für kurze Zeit die gesellschaftlichen Rollen und Zwänge, auch die der Sklaven, aus den Angeln gehoben, wodurch auch sie sich einmal im Jahr frei fühlen konnten. Dieses Phänomen fand sogar einen Widerhall in der lateinischen Literatur.

Sandra Hartl, geboren 1981 in Barcelona, studiert in Bamberg Latein, Englisch und Altgriechisch auf Lehramt Gymnasium und Magister. Ihre Schwerpunkte im Studium sind antike Philosophie, die augusteische Klassik, vor allem Horaz und Vergil, sowie die römische Komödie. Außerdem arbeitet sie am Lehrstuhl für Klassische Philologie, wo sie mit der Überarbeitung wissenschaftlicher Publikationen betraut ist. Vor dem Studium absolvierte sie eine Ausbildung zur Rechtspflegerin und arbeitete als solche am Amtsgericht Bamberg und am Zentralen Mahngericht in Coburg.

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Was ist eine Grenze? (Vortrag)

In meinem Vortrag werde ich die Frage nach dem Wesen und den Eigenschaften von Grenzen aus kulturanthropologischer Sicht beleuchten. Hierbei geht es nicht nur um räumliche, sondern auch um zeitliche, soziale, disziplinäre und kategoriale Grenzen. Meine Überlegungen und Fragen gehen in folgende Richtung: Grenzen gehören immer mindestens Zweien, die sie voneinander trennen. Zugleich stellen sie Austauschzonen zwischen diesen Nachbarn dar. Grenzen erzeugen Ordnung, ihnen wohnt eine Art von Ordnungsenergie inne. Sind Grenzen kulturelle Konstruktionen oder existieren auch natürliche Grenzen? Was bedeutet Grenzverletzung und warum ist das Niemandsland nicht geheuer?

Prof. Dr. Andreas Hartmann ist in Freiburg, im Grenzland zum Elsaß und der Schweiz aufgewachsen. Dort hat er die Fächer Volkskunde, Ethnologie und Musikwissenschaft studiert. In Göttingen war er Hochschulassistent und hat zwischen 1987 und 1989 gemeinsam mit Sabine Künsting den Alltag an der deutsch-deutschen Grenze studiert (Grenzgeschichten. Berichte aus dem deutschen Niemandsland: Frankfurt: S. Fischer 1990). Weitere Stationen waren Berlin, Bamberg, Hamburg und schließlich Münster, wo er seit 1997 Professor für Volkskunde/Europäische Ethnologie ist. Zur Zeit betreibt er wieder Feldforschung in einem Grenzland - dort, wo Thailand, Laos und Kambodscha aneinander grenzen.

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Freiheit und Brainreading - Ist wissenschaftliches "Gedankenlesen" möglich? (Vortrag)

Kann man allein auf der Basis der aktuellen Gehirnaktivität einer Person bestimmen, was sie gerade denkt und fühlt? In diesem Projekt wird erforscht, wie man die Gedanken einer Person mittels funktioneller Magnetresonanztomographie (fMRT) dekodieren und vorhersagen kann. Die Grundidee ist dass jeder Gedanke mit einem charakteristischen Aktivierungsmuster im Gehirn einhergeht, das als Signatur verwendet werden kann, wann dieser Gedanke aufkommt. Trainiert man einen Computer darauf, diese Muster zu erkennen, wird es möglich die Gedanken einer Person allein aus der Hirnaktivität auszulesen. Solches "Gedankenlesen" as der Hirnaktivität kann Aufschluss darüber geben wie das Gehirn Information neuronal kodiert. Die Idee ist, dass man die Gedanken nur dann richtig entschlüsseln kann, wenn man den richtigen Kode gefunden hat. So konnten wir zum Beispiel zeigen, wie Absichten im Gehirn kodiert sind bereits mehrere Sekunden bevor sie das Bewusstsein erreichen. Diese Forschung hat auch vielfältige Anwendungsmöglichkeiten, wie etwa in der Lügendetektion, in der Steuerung von Computern und künstlichen Prothesen mittels der Hirnaktivität von Patienten, oder auch (allerdings mehr umstritten) in der Marktforschung.

Prof. Dr. John-Dylan Haynes studierte Psychologie an der Universität Bremen, wo er 2003 auch promovierte. Nach Forschungsaufenthalten in Plymouth und London ist er seit 2006 Professor für "Theorie und Analyse weiträumiger Hirnsignale" am Bernstein Center for Computational Neuroscience der Charité Berlin. Ausserdem leitet er eine Arbeitsgruppe "Aufmerksamkeit und Bewusstsein" am Max Planck Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig. In seiner Forschung verwendet er moderne Bildgebungsverfahren um herauszufinden, wie bewusste Erlebnisse in der Hirnaktivität kodiert sind.

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Die kleine Freiheit der Fliege (Vortrag)

Was sein wird, steht heute noch nicht fest. Die Zukunft ist offen. Anfänge von etwas Neuem finden immer wieder statt. Freiheit ist real. Wir können dies oder das tun. Subjekte sind durch einen hohen Grad von Autonomie ausgezeichnet, die ihnen ein ‚Selbst' verschafft und ihre Identität ermöglicht. Wenn nach Kant frei handelt, wer aus eigenem Antrieb tut, was getan werden muss, dann haben nicht nur wir Menschen sondern auch Tiere ein beschränktes Maß an Freiheit. (Mit Beispielen aus der Verhaltensforschung an Fruchtfliegen.)

Prof. Dr. Dr. h.c. Martin Heisenberg, geb. 1940 in München, hat Chemie und Biochemie an der Universität Tübingen studiert und in Tübingen promoviert. Nach Forschungsaufenthalten am Californian Institute of Technology, am Max Planck Institut für biologische Kybernetik in Tübingen und an der University of Utah in Salt Lake City hält er seit 1975 den Lehrstuhl für Genetik und Neurobiologie an der Universität Würzburg. Gastprofessuren führten ihn ans California Institute of Technology und an die University of Iowa. Martin Heisenberg ist Mitglied u.a. der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina und der Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften. 2006 erhielt er die Karl-Ritter-von-Frisch-Medaille und 2009 den Ehrendoktor der Université Paul Sabatier in Toulouse.

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Freiheit trotz Verantwortung (Vortrag)

Die Finanzkrise, der Klimawandel oder Massenentlassungen – immer mehr Probleme der modernen Gesellschaft werden auf einen Mangel an Verantwortungswahrnehmung bestimmter Akteure zurückgeführt. In der Konsequenz scheint die vermehrte Einforderung von Verantwortung der universelle Lösungsmechanismus eben dieser Probleme zu sein. Tatsächlich wird Verantwortung jedoch immer weniger wahrgenommen. Vertreter traditioneller Verantwortungskonzeptionen reagieren darauf mit Moralismus und der Einforderung von Verantwortung mit Zwang. Verantwortung wird auf diese Weise gegen individuelle Freiheit ausgespielt und ist daher konzeptionell schon auf eine freiheitsbeschränkende Wirkung angelegt. Positionen, die individuelle Freiheit und Verantwortung als grundsätzlich gegensätzliche Konzepte verstehen, werden aber der Problemstruktur der modernen Gesellschaft nicht gerecht: Bestenfalls laufen Verantwortungszuweisungen ins Leere, schlimmstenfalls werden die Probleme dadurch weiter verstärkt. Eine ökonomische Rekonstruktion des Konzepts eröffnet hingegen die Perspektive eines Verantwortungsverständnisses unter der Prämisse der individuellen Klugheit, nicht der des Zwangs.

Dominik Heiß, Dipl.-Kfm., M.A., studierte Philosophie in München und London sowie Wirtschaftswissenschaften an der FernUniversität in Hagen. Derzeit promoviert er an der Ludwig-Maximilians-Universität München am Lehrstuhl für Philosophie und Ökonomik über das Konzept von Verantwortung unter den Bedingungen der modernen Gesellschaft.

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Die Qual der Wahl - Macht zuviel Freiheit unglücklich? (Vortrag)

Wir erhielten in den letzten Jahrzehnten immer mehr Wahlmöglichkeiten. Diese führen zu drei negativen Effekten: blockierende Lähmung, schlechtere Entscheidungen, und eine latente Unzufriedenheit. Der Vortrag hilft ihre Entscheidungsgewohnheiten zu überdenken und leitet an kluge Entscheidungen zu fällen.

Dr. Stefan Horbelt promovierte im Bereich Bildkommunikation und Medizintechnik, gründete zwei Start-Ups und absolvierte einen MBA. Zurzeit ist er aktiv im Finanzbereich in Zürich und ist Vorstandsmitglied von Mensa Schweiz, verantwortlich für Marketing, Loc-Secs und Events.

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Fördert freies Kopieren die Kreativität?

Verlustfreies Kopieren und Vernetzung lassen die Grenzkosten der Versorgung mit Medien-Inhalten unbedeutend werden. Der Wunsch, an den Darbietungen der besten und populärsten Künstler teilzuhaben, gibt deren Werken dadurch eine extreme Verbreitung. Andere, möglicherweise ebenso talentierte und gute, aber weniger bekannte Künstler werden dadurch verdrängt. Ihre Darbietungen finden deutlich weniger Verbreitung, als es ihrer Qualität entspräche. Dies führt zu einer extremen Verzerrung der Verbreitung und damit - solange Kopien käuflich erworben werden müssen - der Einnahmen der Künstler. Eine kleine "Oberschicht" erhält die überwiegende Mehrheit der Einnahmen, die meisten dagegen zu wenig, um von ihrer Kunst zu leben. Wenn man die Weitergabe von Kopien nicht künstlich behindert und kriminalisiert, generiert sie keine Einnahmen. Da der Hauptteil der Einnahmen an Vermittler geht und für Werbung verwendet wird, wird die Marktverzerrung reduziert. Dadurch fallen auch die Einnahmen der Künstler geringer aus. Ich postuliere, daß durch Eintrittsgebühren für Live-Auftritte, Lesungen, Sportveranstaltungen usw. genug Einnahmen verbleiben, um die Künstler weiterhin ihre Kunst ausüben zu lassen. Kurz: Einnahmen werden nur noch dort erzielt, wo eine unbegrenzte Ausweitung des Publikums zu verschwindenden Grenzkosten nicht möglich ist. Ich postuliere auch, daß Medieninhalte weiterhin produziert werden, um Werbung für die Veranstaltungen zu machen, aus denen Einnahmen erzielt werden können. Die Produktionskosten für Tonträger oder Bücher sind durch die Digitalisierung ebenso gefallen wie die Kopierkosten, so daß ein unbegrenztes Kopieren und Weitergeben nicht deren Produktion stoppen wird. In Folge sollte sich das Angebot und die Vielfalt der Darbietungen ausweiten, da nun eine bessere Chancengleichheit besteht und der Mechanismus, wonach einige wenige Künstler die Aufmerksamkeit aller auf sich ziehen, außer Kraft gesetzt wird.

Peter Kämpf hat in Aachen, Braunschweig und am MIT (Boston, MA) Luft- und Raumfahrttechnik studiert und schon einigen Flugzeugen in die Luft geholfen. In diesem Jahrtausend hat er jedoch seinen Arbeitsschwerpunkt auf die Entwicklung von Schreibgeräten bei einer sehr innovativen Firma des deutschen Mittelstands verlegt, und dort hat er viel mit Schutzrechten zu tun.

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Free your feet! (Tanzworkshop)

Paarweise und nach Noten fegen wir das Parkett!

Andreas Klik hat nach seinem BWL-Studium zunächst als strategischer Unternehmensberater gearbeitet. Später wechselte er zur Erforschung energiewirtschaftlicher Fragen und zwischenmenschlicher Phänomene an die Universität zurück. Aktuell unterrichtet er an einer Hamburger Schule Wirtschaftsfächer auf Englisch, tanzt aber nebenberuflich auch auf anderen Hochzeiten. Als Tänzer hat Andreas in über 15 Jahren zahlreiche Shows und Turniere in der S-Klasse hinter sich gebracht. Spezialisiert ist er auf Salsa (New York Style, L. A. Style) und die Manager Moves. Noch länger allerdings beschäftigt ihn die Frage, wie man praktisch jede natürliche Grenze - scheinbar - überwinden kann.

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Grenzenlose Freiheit (Zauberworkshop)

Wir zaubern mit alltäglichen Gegenständen.

Andreas Klik hat nach seinem BWL-Studium zunächst als strategischer Unternehmensberater gearbeitet. Später wechselte er zur Erforschung energiewirtschaftlicher Fragen und zwischenmenschlicher Phänomene an die Universität zurück. Aktuell unterrichtet er an einer Hamburger Schule Wirtschaftsfächer auf Englisch, tanzt aber nebenberuflich auch auf anderen Hochzeiten. Als Tänzer hat Andreas in über 15 Jahren zahlreiche Shows und Turniere in der S-Klasse hinter sich gebracht. Spezialisiert ist er auf Salsa (New York Style, L. A. Style) und die Manager Moves. Noch länger allerdings beschäftigt ihn die Frage, wie man praktisch jede natürliche Grenze - scheinbar - überwinden kann.

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Freiraum-Klänge zum Thema "Freiheit" (Workshop)

Über Freiheit sprechen ist eines. Freiheit erleben etwas anderes. Mit Klängen und wenigen Worten möchte ich Freiheit erlebbar erklären. Die Freiheit in sich selbst hörbar machen und in ihrem Kontrast zum Behaftetsein in Struktur. Und das auf eine freie Weise, sprich eher persönlich und frei von irgendwelchen Zwängen einer Wissenschaftlichkeit oder einer Vortragsform. Dabei wird Euch auch Freiraum geboten, Euch und Euren Gedanken freien Lauf zu lassen. Sie sich frei entwickeln zu lassen. Natürlich sind alle Klänge frei improvisiert.

Dr. Jörg Kunze ist in der Schweiz gebürtiger Deutschösterreicher und lebt im Großraum Hamburg. Er ist promovierter Physiker und spielt mit Unterbrechungen seit fast dreißig Jahren Klavier. Und das in den letzten Jahren vorwiegend frei.

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Stereotype – die unfreiwilligen Entscheidungshilfen

"Der kann das nicht, das sehe ich ihm an der Nasenspitze an." Mal ganz ehrlich: Kann man jemanden allein aufgrund seiner Nase richtig einschätzen? Die allermeisten werden diese Frage wohl verneinen und trotzdem veranlasst uns die Nase des Gegenübers, sein Gesicht, seine Stimme oder auch seine gesamte Erscheinung dazu, ihn in eine Schublade zu stecken. Von diesem ersten Eindruck und der Kategorisierung hängen Sympathie und oftmals wichtige Entscheidungen ab. Und trotzdem können wir uns nicht gegen das Schubladendenken wehren – oder doch? Dieser Vortrag gibt einen Einblick in die sozialpsychologische Welt der Stereotype mit prägnanten Beispielen. Geeignet für alle, die wissen wollen, was "Vorurteil" auf psychologisch heißt.

Sara Köser, Jahrgang 1983, studierte in Heidelberg und ist Diplom-Psychologin. In ihrer Diplomarbeit untersuchte sie den Einfluss von Geschlechtsstereotypen bei der Personalauswahl. Ab 2010 wird sie voraussichtlich in Trondheim über geschlechtergerechte Sprache promovieren.

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Mechanismen zur Steigerung der Freiheit der Hochschulbewerberber und der Hochschulen

"Lange Zeit hat die ZVS die Hochschulbewerber den Hochschulen zugeteilt. Die Hochschulen waren unzufrieden mit dem System der ZVS, weil sie mehr Freiheiten bei der Wahl der Hochschulbewerber haben wollten. Gleichzeitig durften viele Hochschulbewerber nicht zu den Hochschulen, zu denen sie wollten, obwohl die Hochschulen diese Hochschulbewerber wollten. Inzwischen gibt es einen Trend hin zur eigenständigen Auswahl der Bewerber durch die Hochschulen. Warum war die ZVS in der Vergangenheit so wenig erfolgreich? Woran kann man das erkennen? Warum hat auch das jetzige System der Auswahl durch die Hochschulen viele Mängel? Es wird ein praktikabler und im Ausland bereits erprobter Lösungsansatz aus dem Bereich der Bildungsökonomie vorgestellt, mit dem eine effiziente Allokation erzielt werden könnte.

Daniel Kraus hat BWL in Mannheim studiert. Er schrieb seine Diplomarbeit in der VWL bei Prof. Grüner. Das Thema war im Bereich der Bildungsökonomie angesiedelt. Im Vortrag wird ein Ausschnitt aus dieser Arbeit vorgestellt.

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Vom Wert der Freiheit – Kriminalität und Freiheit (Vortrag)

Spricht man von Kriminalität, so fallen häufig auch Begriffe wie Freiheitsentzug, offener Vollzug, Sicherheitsverwahrung und andere. Freiheit und Kriminalität scheinen in einer direkten Abhängigkeit zu stehen, bei der das Auftreten von Kriminalität zugleich auch Fragen zu Ausprägung und Umfang von Freiheit aufwirft, die von der Legislative und Exekutive im Rahmen der Strafverfolgung im Sinne des Allgemeinwohles versucht werden zu beantworten – indem die Freiheit des Einzelnen, beliebig zu agieren (und beispielsweise einen Überfall zu begehen) durch Gesetze und Normen definiert und reglementiert wird. Der Vortrag betrachtet nun die Ausprägung von Freiheit aus verschiedenen Blickwinkeln in Bezug auf Kriminalität – so unter anderem aus den Perspektiven des Täters und des Opfers anhand von Entführungsfällen oder schweren Überfällen. Darüber hinaus erfolgt eine Diskussion über die Wertigkeit von Freiheit im Kriminalitäts-Kontext und deren Beurteilung durch die Gesellschaft über ihre Rechtsorgane.

Astrid Loos, Diplom-Betriebswirtin (BA) und BA(Hons) Business Administration, hat ursprünglich Wirtschaftswissenschaften studiert und sich schon damals im Rahmen ihrer Diplomarbeit mit der Notwendigkeit von Sicherheit und Sicherheitsdienstleistungen im Unternehmen sowie deren Kostenverrechnung befasst. Danach war sie mehrere Jahre in der Konzernsicherheit eines großen deutschen Unternehmens für die Bekämpfung von Produktfälschungen und Produktpiraterie verantwortlich. Nunmehr ist sie zwei Jahren in der Schweiz für einen führenden Pharmakonzern in der Konzernsicherheit tätig; hier nun in einer Spezialistenfunktion mit weltweiter Zuständigkeit. Zudem betätigt sie sich neben ihrer beruflichen Tätigkeit im akademischen Bereich und untersucht die verschiedenen Aspekte und Auswirkungen von (Wirtschafts-)kriminalität und Tätermotivation.

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Satirefreiheit - Was darf Kabarett? Alles! (Vortrag)

Kabarett über Wolfgang Schäuble? Klar, auf jeden Fall. Auch über seine Behinderung? Immer auf die Kleinen? Hier scheint die Antwort weniger eindeutig. Kabarett, besonders wenn es von Idealismus inspiriert ist, darf unter Umständen doch nicht alles. Die "menschliche Sache" soll nicht aus den Augen verloren werden. Wer wie Cindy aus Marzahn denunziatorisch arbeitet, erntet natürlich beim entsprechenden Publikum die großen Lacher, aber das ist weniger der Qualität der Gags als der Mehrheitszivilcourage geschuldet: Wenn es nur Randgruppen betrifft – also fast niemanden – lachen alle andern gern darüber. Leider geht hier die Würde flöten und mit ihr das freiheitliche Grundgesetz, das auf ihr aufbaut. Also nicht machen! Der Vortrag setzt sich mit Überlegungen zu moralischen oder sachlichen Grenzen der Satirefreiheit auseinander und wird dabei immer wieder auf Probleme bei der praktischen Umsetzung von Kabarettideen kommen.

Tilman Lucke arbeitet seit 2005 als Kabarettist (seine erste Premiere fand spannende zwölf Tage nach der letzten Bundestagswahl statt) und sitzt in Ausübung dieser Tätigkeit vornehmlich am Klavier. Seine drei bisherigen politisch-literarischen Soloprogramme trugen Titel wie "Nebenbei bemerkelt" (2005), "Jetzt wird durchregiert!" (2007) oder "Schwämmle drüber!" (2008). Gebürtig aus dem Schwabenland, ein 84er Jahrgang, wohnt er in der politisch-literarischen Stadt Berlin und ist seit 2007 MHN-Mitglied. Kabarettkurse leitet er seit 2004 mehrmals jährlich, vor allem im CdE, auch auf der MinD-Akademie 2007 war er Workshopleiter, außerdem mehrfach Referent bei Kabarettseminaren in der Friedrich-Naumann-Stiftung. Seit 2005 ist er festes Mitglied des Alt-Berliner Kabaretts "Berliner Brettl"

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Kabarett (Workshop)

Wenige Tage nach der Bundestagswahl herrscht im deutschen Kabarett Hochbetrieb. Pointen, Gags, Kalauer, Zynismen zu den Wahlergebnissen müssen erdacht und unters freie Wahlvolk gebracht, die neue Regierung schon vor ihrer Geburt abgeschminkt werden. Auch jenseits von Wahlen gibt die Lage der Gesellschaft und der ach so freien Marktwirtschaft eine gute Zielscheibe ab. Und natürlich darf eine gesunde Selbstironie nicht fehlen. Lieder, Monologe, Sketche und Gedichte – alle Formen sind erlaubt, Hauptsache nachdenklich, komisch und der Freiheit verpflichtet. Im Workshop wollen wir versuchen, ein kurzes Programm aus Sketchen, Monologen, Liedern und Gedichten bühnenfertig zu machen und am bunten Abend zu präsentieren. Teilnehmen darf jeder Kreative mit Spaß am Auftreten. Wer musikalische Kenntnisse vorweisen kann, ist übrigens doppelt so gern gesehen.

Tilman Lucke arbeitet seit 2005 als Kabarettist (seine erste Premiere fand spannende zwölf Tage nach der letzten Bundestagswahl statt) und sitzt in Ausübung dieser Tätigkeit vornehmlich am Klavier. Seine drei bisherigen politisch-literarischen Soloprogramme trugen Titel wie "Nebenbei bemerkelt" (2005), "Jetzt wird durchregiert!" (2007) oder "Schwämmle drüber!" (2008). Gebürtig aus dem Schwabenland, ein 84er Jahrgang, wohnt er in der politisch-literarischen Stadt Berlin und ist seit 2007 MHN-Mitglied. Kabarettkurse leitet er seit 2004 mehrmals jährlich, vor allem im CdE, auch auf der MinD-Akademie 2007 war er Workshopleiter, außerdem mehrfach Referent bei Kabarettseminaren in der Friedrich-Naumann-Stiftung. Seit 2005 ist er festes Mitglied des Alt-Berliner Kabaretts "Berliner Brettl".

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Der Dialog der Kulturen in einer globalen Welt (Vortrag)

Der Dialog ist ohne Zweifel das wichtigste Fördermittel der zwischenmenschlichen Kommunikation. Lebten die Kulturen früher voneinander abgekanzelt, so ist heute kaum noch eine einzige Volksgruppe zu identifizieren, die nicht auf den Dialog im Sine des Austauschs von Wissen oder Erfahrung mit den anderen angewiesen ist. Ohne Dialog kann es mithin keine lebendige Kultur und Sprache mehr geben. Denn nur durch Dialog vermögen die Menschen miteinander zu sprechen und zu diskutieren sowie über globale Fragen des Lebens und der Welt im Hinblick auf Lösungsmöglichkeiten gemeinsam nachzudenken. Der will verdeutlichen, dass der Dialog als Prinzip der Interkulturalität den Völkern zur Einsicht ihrer Gemeinsamkeiten hinsichtlich der Moral und Ethik verhelfen kann.

PD Dr. Dr. Jacob Emmanuel Mabe, geboren 1959 in Kamerun; Studium in München; Dr. Phil. in Politikwissenschaft (1992) in Augsburg, Dr. Phil. (1995/1996) in München und Dr. Phil. habil. in Philosophie Berlin; 1994-2003 Lehrtätigkeit in Frankfurt am Main, Aachen sowie an allen drei Berliner Universitäten; Privatdozent und Direktor des deutsch-französischen Doktorandenkollegs in Philosophie an der TU Berlin, Gastwissenschaftler am Frankreich-Zentrum der Freien Universität Berlin; Präsident der Deutschen Gesellschaft für französischsprachige Philosophie e.V. sowie der Anton-Wilhelm-Amo-Gesellschaft e.V.; Herausgeber und Mitautor der ersten Afrika-Enzyklopädie in deutscher Sprache.

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Ins Innerste der Materie - Physik an der Grenze des Vorstellbaren? (Vortrag)

Am Ende dieses Jahres werden die ersten Daten am Large Hadron Collider (LHC) am Europäischen Zentrum für Teilchenphysik CERN in Genf genommen werden. Damit wird nach 25 Jahren Vorbereitung ein großer Schritt gemacht in der Erforschung der Fragen, woraus die Materie im Innersten aufgebaut ist und was die grundlegenden Kräfte sind. Mit diesem Supermikroskop kann untersucht werden, wie es in einem 10000stel eines Wasserstoffkerns aussieht. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse werden auch unser Bild über Ursprung und die Entwicklung des Universums erweitern. Am Experiment arbeiten ca. 10000 Wissenschaftler aus der ganzen Welt mit einer großen Beteiligung auch aus Deutschland. Der Vortrag wird Ziele und Methoden des LHC beleuchten.

Prof. Dr. Peter Mättig, geb. 1949 in Hannover, hat an der Universität Bonn Physik studiert und dort promoviert. Forschungsaufenthalten an der RWTH Aachen und am DESY folgte die Habilitation an der Universität Hamburg. Nach Positionen als Leitender Wissenschaftler in Kanada und Israel und leitenden Positionen in CERN-Experimenten ist er seit 2001 Professor an der Universität Wuppertal. Seither Forschungsarbeiten am Fermilab bei Chicago und am CERN in Genf, seine jüngere Forschung umfasst wesentliche Beiträge zum Bau eines der LHC Experimente (ATLAS). Peter Mättig ist Vertreter in nationalen und internationalen Gremien, z.B. zum Grid Computing, Vorsitzender des Komitee für Elementarteilchenphysik, Sprecher der deutschen Gruppen im ATLAS Experiment am LHC und einer der zwei Wissenschaftlichen Koordinatoren der Helmholtz Allianz zur Physik am LHC, einem Netzwerk von 17 Universitäten, 2 Helmholtz Instituten, 1 Max Planck Institut.

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Interkulturalität heute - wo liegen die Grenzen des kulturell Fremden in einer globalisierten Welt? (Vortrag)

Bollywood in Bayern, Baywatch in Indien - die Grenzen der Kulturen scheinen in einer globalisierten Welt zu verschwimmen. Aber ist unter diesen Bedingungen jeder Lebensentwurf automatisch interkulturell? Also: Wie interkulturell kompetent sind wir eigentlich? Und: Wo liegen die Grenzen des kulturell Fremden, wenn in jeder Firmenkantine irgendwann einmal chinesisch auf der Speisekarte steht und jeder Informatiker zwischen San Francisco und Tokio den Comic-Helden Dilbert kennt? Dieser Vortrag geht der Frage nach, wo genau das Interkulturelle - also die Grenze zwischen den Kulturen - sich heute lokalisiert. Darauf aufbauend verdeutlicht er, welche Grenzen des kulturell Fremden für Menschen in einer modernen, teilweise globalisierten, Lebens- und Arbeitswelt handlungsrelevant sind und was interkulturelle Kompetenz heute bedeutet.

Prof. Dr. phil. Jasmin Mahadevan ist selbstständige interkulturelle Beraterin und Trainerin mit Fokus Asien und Professorin für Internationales Management an der Hochschule Pforzheim. Sie studierte Sprach-, Wirtschafts- und Kulturraumstudien an der Universität Passau und promovierte in Ethnologie und Interkultureller Kommunikation an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Sie lebte und arbeitete in verschiedenen asiatischen Ländern, in Belgien und den Niederlanden. Ihr Forschungs- und Publikationsschwerpunkt liegt auf qualitativer Organisationsforschung, interkultureller Zusammenarbeit in technischen Unternehmen und Ingenieurskultur.

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Freiheit innerhalb der Form - eine Einführung in die Musik des 20. Jahrhunderts (Vortrag)

Musik ist eine Kunstform, die wie kaum eine andere absolut klare Regeln hat. In einem Musikstück stört jeder "falsche" (also regelwidrige) Ton. Die Freiheit des Komponisten findet ihre Grenzen in diesen Regeln. Im Laufe der Jahrhunderte haben sich Komponisten immer wieder zu "befreien" versucht, indem sie die Regeln ihrer Kunst immer mehr zu erweitern und auszudehnen suchten. Dieser Prozess entwickelte seit dem 19. Jahrhundert eine immer schneller werdende Dynamik. Wie eine Art Urknall wirkte in den 20er Jahren die Veröffentlichung von Arnold Schönbergs "Methode der Komposition mit zwölf nur aufeinander bezogenen Tönen" (der sog. "Zwölftonmusik"). Diese Methode und ihre Weiterentwicklung beeinflusste maßgeblich die gesamte Musikproduktion seit dem 2.Weltkrieg (Serialismus, Punktuelle Musik, Elektronische Musik). Der Vortrag des Komponisten Claus Martin stellt die verschiedenen Kompositionstechniken dar, die das 20. Jahrhundert geprägt haben, und beleuchtet das Paradoxon, dass ein Komponist anscheinend niemals in der Zerstörung von Regeln Freiheit findet, sondern im Gegenteil stets dadurch, dass er sich den Regeln zunächst unterwirft und sie dann für sich nutzbar macht. Der Vortrag setzt keine musikalischen Kenntnisse der Zuhörer voraus.

Claus Martin, Komponist, Autor und Regisseur Claus Martin studierte Musiktheater-Regie an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg bei Prof. Götz Friedrich. Er war als Regieassistent an verschiedenen großen Opernhäusern engagiert. Seit 1997 ist er als freier Regisseur von Opern und Musicals tätig. Von 2001–2004 war er künstlerischer Leiter der Oper an der Leine (Hannover). Seit 2005 leitet er die "Zeitgenössische Oper Rhein-Main". In seiner Regiearbeit konzentriert er sich auf Uraufführungen und Werke des 20. Jahrhunderts. Als Autor und Komponist schreibt er hauptsächlich Musicals, daneben hat er mehrere Opernlibretti verfasst sowie etliche Werke des Musiktheaters aus dem Englischen und Französischen übersetzt.

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Die fatale Anziehungskraft der Technik (Vortrag)

Was haben Frauen und Technik gemeinsam? Und Regierungen mit bösen Schwiegermüttern? Wie jede gute Beziehung erfordert auch die Beziehung zur Informationstechnik Freiheit und Grenzen. Auf unterhaltsame Weise wird anhand anschaulicher Beispiele aufgezeigt, wie das "Anbandeln" mit Technik für Inspiration, Begeisterung, Herzschmerz und Enttäuschung sorgt. Ein wertvollen Ratgeber für IT-Sicherheit und Privatsphäre im Internet und unserer Gesellschaft. Stichworte: Gadgets, Privatsphäre, Google, Facebook, Sicherheit im Alltag und im Internet, Softwarepatente, Wahlcomputer, Gesundheitskarte, Fingerabdrücke, Zensur, Datenendlagerung, Anti-Terror, Zukunftsgestaltung www.fatal-attraction.net

Viktor Mraz ist Managing Security Consultant und Geschäftsführer der WMP GmbH in München. Er arbeitet seit 13 Jahren in Projekten für Großunternehmen und Banken. Seine Spezialgebiete sind Mission-Critical Umgebungen (z.B. hochverfügbare Firewalls), Netzwerksicherheit, Kryptographie und Unix/Linux. Zuletzt hat er sich mit der Optimierung der Sicherheit von Internet Banking beschäftigt.

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Staatsgrenzen im Alltag

Mit dem Schengener Abkommen, dem seit seiner ersten Umsetzung 1995 mittlerweile insgesamt 26 Staaten angehören, wurde das Prinzip der geschlossenen nationalen Grenze massiv aufgeweicht. Nun ist es für fast alle Einwohner der Europäischen Union möglich, Grenzen zu überqueren, ohne sich dabei ausweisen oder sogar die formelle Erlaubnis dafür beantragen zu müssen. Aus dem Verschwinden der Grenzen aus der unmittelbaren Wahrnehmung darf man jedoch nicht den Schluss ziehen, dass diese für das Leben der Menschen irrelevant geworden sind. In diesem interaktiven Vortrag geht es um die soziologische Erforschung der Prozesse, die dafür sorgen, dass die geöffneten Grenzen weiterhin eine zentrale Rolle im Alltag spielen. Ausgehend von der soziologischen Theorie und unter Einbeziehung sozialgeographischer Aspekte werde ich Schritt für Schritt vorstellen, wie man die (Re-)Produktion von Grenzen soziologisch fassen kann und darstellen, warum nationale Grenzen auch in Zukunft trotz aller politischen Bemühungen weiterhin eine wichtige Rolle spielen werden.

Nils Müller ist 1982 in Essen geboren und hat in Bamberg Soziologie und Europäische Wirtschaft studiert. Seit 2007 ist er Doktorand und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Sozialwissenschaften der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und arbeitet an seinem Dissertationsprojekt "Die Reproduktion nationaler Grenzen". Wissenschaftlich interessiert er sich zudem für das Verhältnis zwischen makro- und mikrosoziologischen Betrachtungsweisen.

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Grenzen körperlicher Nähe (Workshop)

In diesem Workshop geht es darum zu erfahren, was mit uns passiert, wenn wir andere Menschen näher an uns heran lassen, als wir dies im Alltag tun würden – indem wir sie umarmen, mit ihnen testen, wie viel Nähe für uns in Ordnung ist und wo unsere Grenzen liegen. Dies werden wir mit Hilfe von praktischen Übungen kombiniert mit eingestreuten Diskussionsrunden herausfinden. Ziel ist es, dass sich am Ende jeder pudelwohl fühlt, etwas über sich gelernt hat und randvoll ist mit Glückshormonen. (Das Ganze ist vollkommen jugendfrei.) Bitte kommt in bequemer Kleidung (Sportsachen oder Pyjama), mit warmen Socken und am Besten mit Isomatten oder Decken.

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Freiheit als Grundrecht (Vortrag)

Freiheit war nicht nur eines Schlagworte der Französischen Revolution, sie spielt sobald man sich mit Grundrechten beschäftigt eine zentrale Rolle. Das Grundgesetz führt mehrere Freiheiten auf, die von der freien Entfaltung seiner Persönlichkeit bis zur Berufswahl reichen. Diese Freiheiten gelten aber nicht absolut, sie können durch den Staat eingeschränkt werden, inwieweit der Staat hiervon Gebrauch macht, wird Teil dieses Vortrages sein. Ein weiterer Bestandteil des Vortrags wird der Freiheitsbegriff im Wandel der Zeit und in den Regionen der Welt sein.

Gunnar Quassowsky hat ein Fachholschulstudium in der Finanzverwaltung absolviert und ist seit mehreren Jahren für diese tätig. Seit 2005 studiert er Wirtschaftswissenschaften an der FernUniversität Hagen. Er ist ein begeistertes Mitglied des MinD-Hochschul-Netzwerkes und regelmäßiger Besucher der MinD-Akademien.

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Grenzen kreativer Freiheit im Improvisationstheater (Workshop)

Wenn auf der Bühne Geschichten entstehen, die es nur einmal gibt, dann ist das Improtheater. Wenn aus dem Nichts Theater gespielt wird, ohne dass es Proben oder ein Skript gibt, dann ist das Improtheater. Und wenn das Publikum aktiv am Geschehen beteiligt ist, dann ist auch das Improtheater. Ob Liebesgeschichte, Krimi oder Comedy, auf der Bühne ist alles möglich – eine scheinbar unendliche Freiheit. Im Workshop wollen wir uns damit beschäftigen, wie viel Freiheit tatsächlich möglich ist und welche Grenzen wir brauchen, um Ideen zu bekommen. Vorkenntnisse im Improvisationstheater sind von Vorteil, aber keine Voraussetzung. (Lasst euch ruhig vom Improfieber anstecken – das ist die Gelegenheit!) Bitte kommt in bequemer Kleidung und mit guter Laune!

Ellen Quesseleit wurde 1985 in Süddeutschland geboren und zog 2003 in den hohen Norden. Seit 2004 studiert sie an der Universität Oldenburg Mathematik und Anglistik und hat vor, diese Fächer eines Tages auch zu unterrichten. Seit 2005 betreibt sie in ihrer Freizeit Improtheater, hat auch schon einige Kurse geleitet (unter anderem "Wie bekomme ich kreative Ideen im improvisierten Theater?" auf der MA 2007 gemeinsam mit zwei anderen Verrückten) und hat 2009 die Oldenburger Gruppe "Danke für die Tür" mitbegründet.

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Wem gehört die Welt? - OpenStreetMap und das geistige Eigentum an Geodaten (Vortrag)

OpenStreetMap ist ein Projekt, in dem Freiwillige eine Weltkarte zusammentragen - sozusagen eine Wikipedia für Geodaten. Das Projekt hat bereits beachtliche Erfolge zu verzeichnen; in Deutschland sind viele Gegenden bei OpenStreetMap schon detailreicher erfasst als in kommerziellen oder sogar amtlichen Kartenwerken. Dieser Vortrag erklärt, wie das Projekt funktioniert und wie man dabei mitmachen oder die Daten für eigene Zwecke nutzen kann. Besonderes Augenmerk soll auch auf die rechtlich-politische Frage gerichtet werden, warum es überhaupt ein solches Projekt braucht: Warum sind Geodaten nicht einfach frei, und welcher Quellen darf man sich bei einem solchen Unterfangen überhaupt bedienen, ohne Rechte zu verletzen?

Frederik Ramm, Dipl. Wi-Ing., Ex-M, hat nach seinem Studium an der Universität Karlsruhe zunächst einige Jahre in einer amerikanischen IT-Beratung gearbeitet. Später war er als IT-Freiberufler unter anderem auf einer karibischen Insel und in den schottischen Highlands tätig. Vor drei Jahren als Hobby-"Mapper" bei OpenStreetMap eingestiegen, ist er nun einer von den Köpfen hinter der "Geofabrik" in Karlsruhe, die Dienstleistungen rund um OpenStreetMap anbietet, sowie Co-Autor des derzeit noch einzigen Buches zu OpenStreetMap. Wenn ihm Freizeit bleibt, verbringt er die mit Browserspielen im Internet oder in einem Motorflugzeug.

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Ringen um Leben und Tod – Grenzen in der medizinethischen Beratung (Vortrag)

Die medizinethische Beratung, wie sie beispielsweise in Klinischen-Ethik-Kommitees vorgenommen wird, stößt in mehrfacher Hinsicht an Grenzen: Zum einen werden die Beratungsgremien in Grenzsituationen der modernen Medizin um Hilfe gebeten, wenn es z.B. um die Frage geht, im Einzelfall lebenserhaltende Maßnahmen einzustellen oder fortzuführen. Zum anderen sehen sie sich mit den Grenzen ihrer eigenen Expertise konfrontiert, zumal sie nicht nur (verhältnismäßig) objektive medizinische Sachurteile abgeben sollen, sondern immer auch moralisches Urteilen eine Rolle spielt. Derartige Werturteile entziehen sich letztlich, so lautet zumindest hier die These, dem Zugriff rationaler Argumentation: Sie bleiben notwendig im Subjektiven verhaftet und setzen damit nicht zuletzt der Leistungsfähigkeit der Vernunft eine Grenze.

Elsa Romfeld (geb. 1975) hat das Studium der Philosophie an den Universitäten Braunschweig und Konstanz mit dem Staatsexamen sowie dem Magister abgeschlossen. Bevor sie 2008 als Akademische Mitarbeiterin an die Universitätsmedizin Mannheim der Universität Heidelberg wechselte, lehrte sie Philosophie an der Uni Bamberg. Ihre Forschungs- und Interessenschwerpunkte liegen derzeit im Bereich der Ethik (Meta-Ethik, Medizinethik); dort lässt sich auch ihre Promotion verorten. Sie hat ferner eine Ausbildung zur Mediatorin und ist Präsidentin der Fränkischen Gesellschaft für Philosophie.

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Mach doch! (Workshop)

Prokrastination (auch Aufschieberitis genannt) ist die alltägliche empirische Widerlegung der populären Illusion der Handlungsfreiheit. Der innere Rüstungswettlauf zwischen Selbstüberwindung und Selbstbetrug entlockt auch erfahrenen Prokrastinationsverweigerern immer wieder schmunzeln. In dem Workshop tauschen wir uns über Strategien und Tools im Umgang mit diesem Phänomen aus. Expertenwissen ist nicht erforderlich, bereits mit soliden prokrastinatorischen Grundkenntnissen ist eine Teilnahme möglich.

Axel Rutz studierte Mathematik und Volkswirtschaft. Nach mehrjähriger Tätigkeit als Projektleiter im Energiecontracting, später im Onlinejournalismus, ist er seit 2003 mit der Projekt- und Beratungsagentur "Konzepto" selbständig. Undogmatisch und humorvoll verbindet er Weisheitsquellen von Tantra bis Zen mit eigener Lebens- und Beratungserfahrung.

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Die Gedanken sind frei - Zur Entstehung des abstrakten Denkens aus archäologischer Sicht (Vortrag)

Die Gedanken sind frei… doch seit wann? Der Vortrag beleuchtet die ersten Kapitel der Menschheitsgeschichte auf der Suche nach den Ursprüngen des abstrakten Denkens. Wir beginnen unsere Reise durch die Zeit vor 6 Millionen Jahren in Afrika und folgen den Spuren unserer Vorfahren nach Europa. Die Entwicklung dessen, was wir heute als Kultur bezeichnen ist dabei eng verknüpft mit der biologischen Entwicklung von den ersten aufrecht gehenden Hominiden hin zum anatomisch modernen Menschen. Meilensteine in dieser Entwicklung stellen dabei die Verwendung erster Werkzeuge, die Entwicklung von Sprache, erster Kunst und Musik aber auch der ersten religiösen Vorstellungen dar. Am Ende der Betrachtungen steht die Frage "Ab wann ist der Mensch Mensch?", die ich im Anschluss an meinen Vortrag gern zur Diskussion stellen möchte.

Bea Schweighöfer, M.A., geboren 1984, studierte Keltologie und Vor- und Frühgeschichte an der Philipps-Universität Marburg. Ihre Schwerpunkte liegen im Bereich der vorrömischen Eisenzeit und der modernen Keltenrezeption. Studienbegleitend betreute sie unter anderem die Lehrsammlung des Seminars für Vor- und Frühgeschichte und arbeitete als Freiberuflerin im Bereich Museumspädagogik des Hessischen Landesmuseums Darmstadt und für das Landesamt für Denkmalpflege Hessen. Weiterhin engagiert sie sich ehrenamtlich im archäologischen Freilichtmuseum "Keltenwelt am Glauberg", plant, organisiert und leitet Exkursionen im Fachgebiet Keltologie der Universität Marburg und berät und begleitet Lehrkräfte bei archäologischen Projekten in Grund- und weiterführenden Schulen. Im Rahmen ihrer Dissertation am Seminar für Vor- und Frühgeschichte der Philipps-Universität beschäftigt sie sich zur Zeit mit einer qualitativen Untersuchung zur historischen Darstellung der vorrömischen Eisenzeit

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Wie frei ist ein Computer? Über die Grenzen der Künstlichen Intelligenz (Vortrag)

Als theoretisches Modell des Computers wird üblicherweise die Turing Maschine betrachtet: Ein einfacher Schreib-Lese-Kopf, der sukzessive einzelne Symbole gemäß exakt vorgegebener Anweisungen bearbeitet. Ein solches System ist offenbar denkbar weit von unserem intuitiven Freiheitsbegriff entfernt, da es sklavisch an die Befehle des Programmierers gebunden ist. Trotzdem wird in der Künstlichen Intelligenz versucht, Computern menschliche Geistesleistungen einzuprogrammieren, und es werden Wirkungen erzielt, die so aussehen, als ob der Computer frei reagiere wie wir Menschen. Die theoretische Position des Kognitivismus besagt sogar, dass kognitive Leistungen im Grunde nichts anderes als Berechnungen sind: Damit wäre auch die menschliche Freiheit ein berechenbarer Prozess und somit prinzipiell Computern zugänglich. 1980 entwarf der amerikanische Philosoph John R. Searle ein Gedankenexperiment, dass solche Spekulationen umfassend und endgültig widerlegen sollte: Er versetzte sich selbst gedanklich in die Lage eines Computers, führte ein Programm für eine bestimmte Geistesleistung aus - und war dadurch dennoch nicht zu dieser Geistesleistung fähig. Den Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz seien folglich enge Grenzen gesetzt. Nach einer Einführung in die theoretischen Grundlagen der Künstlichen Intelligenz soll in diesem Diskussionsworkshop Searles Gedankenexperiment des "Chinesischen Zimmers" gemeinsam analysiert werden: Hat das Gedankenexperiment tatsächlich die prinzipiellen Grenzen der Künstlichen Intelligenz aufgezeigt?

Alexander Scivos promoviert nach Mathematik-, Informatik- und Biologie-Studium am Lehrstuhl für "Grundlagen der Künstliche Intelligenz" der Universität Freiburg. 1993 gründete er die "Gemeinschaft Rundum Interessierter Phantasievoller Studenten" (seit 1999 "GRIPS e. V."), ein Netzwerk vorwiegend mathematisch/naturwissenschaftlich interessierter junger Menschen, und 2001 das MinD-Hochschul-Netzwerk.
Martin Dresler studierte (Bio-)Psychologie, Philosophie und Mathematik in Bochum und München und promovierte in München und Marburg. Das Gedankenexperiment des Chinesischen Zimmers war Thema seiner philosophischen Magisterarbeit. Derzeit forscht er am Max-Planck-Institut für Psychiatrie über neuronale Prozesse des Träumens, Schlafens und Erinnerns. Seit einige Jahren (co-)organisiert er das Programm der MinD-Akademien und editiert die zugehörigen Tagungsbände.
2005 haben Alex und Martin gemeinsam einen Kurs der Deutschen Schülerakademie zum Thema "Gehirn und Computer" geleitet.

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Asterix - ein Standardwerk zu Freiheit und ihren Grenzen (Vortrag)

Freiheit gab es auch 50 v.Chr. Gleichwohl hatte sie selbst in dem uns wohlbekannten kleinen gallischen Dorf ihre Grenzen. Wie genau René Goscinny und Albert Uderzo in ihrem bahnbrechenden wie allumfassenden historischen Opus "Asterix" dies aufgezeigt haben - dieser Frage soll in diesem streng wissenschaftlichen sowie essayistischen Vortrag unter Einbeziehung von Primärquellen und Sekundärliteratur nachgegangen werden.

Jan Sieckmann wurde MCMLXXI A.D. geboren, er ist u.a. Historiker, Onlinemarketingmanager, Reiseleiter, Kölner, bekennender Generalist und Fremdsprachenfreund. Französisch lernte er jedoch nach eigenem Bekunden ursprünglich nur, um Asterix und die Wortspiele auch im Original lesen zu können. Jan Sieckmann lebt derzeit in München. Er bietet individuell erstellte Kreuzworträtsel für Firmen oder Privat an.

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Hirnforschung, Willensfreiheit und Schuldstrafrecht (Vortrag)

Im deutschen Strafrecht ist die Willensfreiheit als Grundlage des strafenden Vorwurfs, nicht recht gehandelt zu haben, seit Jahrhunderten fest etabliert. Auf derartigen Freiheitsannahmen beruht der strafrechtliche Schuldvorwurf. Insbesondere die Rechtsprechung hat nach dem Unrechtssystem des Dritten Reiches nachgerade extrem Position im Sinne eines Willensfreiheits-Postulats bezüglich des geistig gesunden Menschen bezogen. Eine neuere Gegenbewegung geht von Vertretern der Hirnforschung aus. Diese konnte in Laborexperimenten belegen, dass Entscheidungen bereits unbewusst vorgeformt sind, bevor eine (scheinbar) bewusste Entscheidung gefällt wird. Die daraus abgeleitete Annahme fehlender Entscheidungsfreiheit führte zu Forderungen einer Umgestaltung des Strafrechts. Von Seiten der Strafrechtler sieht man das Ganze (bisher) gelassen, da man seit jeher mit einer fehlenden Beweisbarkeit menschlicher Entscheidungsfreiheit konfrontiert ist. Ob die Straftheorie den Angriff auf das Schuldstrafrecht auch weiterhin wird abwehren können, hängt nicht zuletzt davon ab, wie die Hirnforschung sich weiter entwickelt.

Professor Dr. Franz Streng, seit 1991 Inhaber des Lehrstuhls für Strafrecht und Kriminologie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, davor an den Universitäten Heidelberg und Konstanz tätig. Einen wesentlichen Forschungsschwerpunkt hat er in den Bereichen Straftheorie und Schuldfähigkeitsbegutachtung. Er hat zu diesen Fragen seit dem Jahre 1976 eine Vielzahl von Veröffentlichungen vorgelegt.

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Paradoxien der Willensfreiheit im erotischen Kontext (Vortrag)

Kann man seinen freien Willen freiwillig aufgeben? Und wenn man seinen freien Willen freiwillig aufgibt, hat man dann überhaupt seinen freien Willen aufgegeben? Das Thema des Vortrages sind die Paradoxien und Implikaturen, die sich aus erotischen Phantasien von Kontrollverlust und Ohnmacht ergeben. Wie erzeugt man die Illusion von Unfreiheit? Oder ist die Illusion keine Illusion? Kann man Unfreiheit erleben, wenn man im Grunde doch frei ist? Konsequent bis ans Ende gedacht, entpuppt sich eine scheinbar simple Sexualpraktik als komplexes philosophisches und psychologisches Problem.

Max Voigtmann, M. A., Jahrgang 1976, ist freiberuflicher Journalist und Grafik-Designer. Im Umkreis der MinD-Akademie ist er vielen bekannt durch seine Arbeit für Mensa in Deutschland e.V. – unter anderem gestaltet er das MinD-Magazin und hat in den vergangenen Jahren das Corporate-Design von Mensa maßgeblich geprägt. Zu seinen Kunden zählen darüber hinaus verschiedene kleine und große Unternehmen in Deutschland. Als ausgebildeter Tageszeitungsredakteur hat er praktischen Journalismus von den Grundlagen auf gelernt, seine Ausbildung zum Grafik-Designer erhielt er bei dem Designer und Fachbuchautor Rudolf Paulus Gorbach. Daneben studierte er Germanistik, Literaturwissenschaft und Psychologie mit Abschluss Magister Artium und besuchte Seminare in Ergonomie (Praxisgerechtes Gestalten) und Drehbuchschreiben. Auf den MinD-Akademien "Sprache und Kommunikation" und "Kreativität und Innovation" war er als Referent tätig, darüber hinaus gehört er zu den "Irrationalen", der Improtheatergruppe des MHNs. Besondere Interessensgebiete von Max sind Kriminalliteratur, Eisenbahn, Psychologie, Film und natürlich Bondage. Er hatte mehrere Lesungen als Autor (Kurzgeschichten, Gedichte) in München und ist Mitglied in der Allianz Deutscher Designer (AGD), der Typographischen Gesellschaft München, dem Deutschen Journalistenverband, der Bundesvereinigung Sadomasochismus e.V. und bei Mensa in Deutschland.

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Freiheitsberaubung leichtgemacht (Workshop)

Seine Freiheit zu verlieren kann in einem erotischen Kontext sehr aufregend sein. Ebenso, jemandem seine Freiheit zu nehmen. Es ist eine Spielwiese, auf der Menschen eine andere Seite ihrer Seele finden können, Im Workshop haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Gelegenheit, sich auf dieser Spielwiese zu tummeln und selbst die Erfahrung des Fesselns und Gefesseltwerdens zu machen. Dazu stehen verschiedene Materialien wie Seile, Ketten oder Folie zur Verfügung. Alle Interessierten können aber auch eigenes Material mitbringen, von dem sie denken, dass es für eine Fesselung geeignet ist. Die Workshopbetreuer werden das Material dann gemeinsam mit den Anwesenden auf seine Tauglichkeit überprüfen. Diejenigen, die bereits über einige Erfahrungen auf dem Gebiet der erotischen Fesselung verfügen, sind dazu eingeladen, ihr Wissen mit den anderen zu teilen.

Max Voigtmann, M. A., Jahrgang 1976, ist freiberuflicher Journalist und Grafik-Designer. Im Umkreis der MinD-Akademie ist er vielen bekannt durch seine Arbeit für Mensa in Deutschland e.V. - unter anderem gestaltet er das MinD-Magazin und hat in den vergangenen Jahren das Corporate-Design von Mensa maßgeblich geprägt. Zu seinen Kunden zählen darüber hinaus verschiedene kleine und große Unternehmen in Deutschland. Als ausgebildeter Tageszeitungsredakteur hat er praktischen Journalismus von den Grundlagen auf gelernt, seine Ausbildung zum Grafik-Designer erhielt er bei dem Designer und Fachbuchautor Rudolf Paulus Gorbach. Daneben studierte er Germanistik, Literaturwissenschaft und Psychologie mit Abschluss Magister Artium und besuchte Seminare in Ergonomie (Praxisgerechtes Gestalten) und Drehbuchschreiben. Auf den MinD-Akademien "Sprache und Kommunikation" und "Kreativität und Innovation" war er als Referent tätig, darüber hinaus gehört er zu den "Irrationalen", der Improtheatergruppe des MHNs. Besondere Interessensgebiete von Max sind Kriminalliteratur, Eisenbahn, Psychologie, Film und natürlich Bondage. Er hatte mehrere Lesungen als Autor (Kurzgeschichten, Gedichte) in München und ist Mitglied in der Allianz Deutscher Designer (AGD), der Typographischen Gesellschaft München, dem Deutschen Journalistenverband, der Bundesvereinigung Sadomasochismus e.V. und bei Mensa in Deutschland.

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Wie viel Freiheit braucht Demokratie - und wie viel Sicherheit? (Vortrag)

Freiheit und Sicherheit, beides wesentliche Komponenten einer freiheitlich demokratischen Grundordnung, sind nicht zwangsläufig uneingeschränkt miteinander vereinbar, und werden daher politisch häufig gegensätzlich diskutiert. Im Rahmen der Güterabwägung wird Freiheit zur Unsicherheit umgedeutet und Überwachung zum Heilmittel der "Krankheit Angst". Dass diese Formel, die sich die großen Volksparteien zu eigen machen all zu einfach ist, zeigt der momentane Zulauf der Piratenpartei, die nach der Europawahl ihre Mitgliederzahlen in zwei Monaten vervierfachen konnte und im Netz teilweise größere Präsenz zeigt als die etablierten Parteien. In diesem Vortrag soll kurz (5 Minuten) die Piratenpartei vorgestellt werden um anschließend die Bedeutung der Freiheiten und zunehmenden Grenzen im Netz für die Demokratie zu besprechen. Einen besonderen Schwerpunkt wird das "Zugangserschwerungsgesetz" einnehmen.

Leo Wandersleb ist gebürtiger Münchner, wo er auch sein Diplom in Mathematik an der TU erwarb. Er ist zur Zeit hauptberuflich Spieleentwickler und seit 2006 bei der Piratenpartei Deutschland politisch aktiv. Er ist Generalsekretär im Vorstand des Landesverbands Bayern und als Listenkandidat für die Bundestagswahl aufgestellt.

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Barbershop (Workshop)

Barbershop ist amerikanische A-capellamusik, die vierstimmig von gleichgeschlechtlichen Quartetts oder Chören vorgeführt wird. Die Melodie wird vom Lead gesungen, darüber liegt der Tenor, darunter der Bass, und irgendwo dazwischen der Bariton. Sie werden auch jeweils als "character", "sparkle", "fundament" und "dignity" bezeichnet. Harmonisch bilden die vier Stimmen meistens Septakkorde und folgen damit den Quintenzirkel. Die Musikrichtung entstand am Anfang des 20. Jahrhunderts in den Südstaaten der USA, wo Quartetts in Friseursalons rumreisten und Neuigkeiten überbrachten. Heute werden oft traditionelle Lieder, aber auch moderne arrangements wie "It's Raining Men" gesungen. Im Workshop werden Chor- oder Soloerfahrung und vor allem gutes Gehör vorausgesetzt. (Mehr Information unter http://de.wikipedia.org/wiki/Barbershop)

Eileen Wagner ist selbst begeistertes Mitglied eines Barbershopquartetts. Mit ihrer Gruppe "Not Another Music Joke" hat sie in den letzten vier Jahren bei vielfältigen Veranstaltungen ein Publikum mit der Leichtigkeit der Barbershopmusik angesteckt. Sogar in Berliner U-Bahnhöfen hat sie der amerikanischen A-capellatradition Resonanz verliehen. Was als Schulaktivität unter der Leitung eines wahren MDs begann, ist zu einer Vorliebe geworden. Rearrangieren und humorvolles Verfremden bekannter Barbershopstandards sind neben der Mathematik und dem philosophischen Herumgrübeln Lieblingszeitvertreibe der Abiturientin. Nun freut sie sich darauf, ein zweites Mal in ihrer Songbirdlaufbahn die gütige Chorleiterin zu spielen und Neugierige einzustimmen.

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Malen mit Licht - Photographie mal andersrum (Workshop)

Das klassische Bild der Photographie ist das einer Kamera, die eine bestimmte Szene - die der Betrachter auch sehen kann - festhält. In der Lichtmalerei (auch als Lightpainting bekannt) - wird dieses Prinzip auf den Kopf gestellt. Die Kamera ist fest montiert, z.b. auf einem Stativ - und die Lichtquelle (eine Taschenlampe, LED's, Christbaumbeleuchtung, ...) - wird über einen längeren Zeitraum bewegt. Durch diese Bewegung, über mehrere Sekunden, entstehen Muster aus reinem Licht. Diese bilden ein einzigartiges Objekt - eine Lichtskulptur. Da man sich dabei im dunkeln bewegt und die ausgeführten Bewegungen nie die gleichen sind ist Spass und Überraschung garantiert. Geeignet sind alle Kameras bei denen man die Belichtungszeit manuell einstellen kann - aber auch alle anderen können einen Versuch wagen.

Matthias Weinberger, Jahrgang 1973 ist als Physiotherapeut, Dozent und Photograph tätig. Seit 2003 beschäftigt er sich mit der digitalen Photographie. Als Autodidakt lässt er sich nicht von Regeln einengen, sondern findet den Spass am kreativen Arbeiten im spielerischen experimentieren und ausprobieren. Die unendlichen Kombinationsmöglichkeiten von Licht, Form und Zeit machen das Photographieren auch nach Jahren immer noch spannend.

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Grenzerfahrungen: Abenteuer für Leib und Seele zwischen körperlichen Grenzen und spirituellen Horizonten (Vortrag)

Grenzen trennen. Grenzen verbinden auch. Sie sind das, was Unverbundenes gemeinsam hat. Grenzen machen neugierig. Man kann an ihnen scheitern, mag dahinter die Freiheit suchen. Manchmal gibt es Übergänge. An lebensentscheidenden Grenzen, also an den Schnittstellen von Leben und Tod, oder zwischen dem Alltagsbewusstsein und Zuständen erweiterten Bewusstseins, kann man Grenzerfahrungen machen: spirituelle Erfahrungen, schamanische Bewusstseinszustände, Nahtoderfahrungen. Der Vortrag erläutert zehn Körpertechniken aus alten Stammeskulturen, mönchischen Traditionen und schamanischen Techniken, die Fortschritte beim Zusammenspiel von Leib und Seele, oder von Körper, Geist und Seele, oder bei erweiterten Bewusstseinzuständen, oder bei sonstigen Grenzverschiebungen erreichen wollen. Wüsten, Wälder, Wasser, Höhlen, Dunkelheit, Einsamkeit - was verstehen wir heute noch von den wirkmächtigen Lernplätzen der Religionsstifter, Mystiker und Schamanen: Wo sie zu sich selbst, wo sie zu Erkenntnis, Erfahrung, Heilung, Erleuchtung gelangten? Wie weit sind ihre alten Techniken, Kraft zu sammeln, also Fasten, Schweigen, Meditieren, energetisches Atmen, oder auch Trommeln und Tanzen, als kostenlose Körperkünste den Knechten unserer Konsumgesellschaft noch vermittelbar? Der Referent berichtet von den kulturell ganz unterschiedlich gezogenen Grenzen und von eigenen Erfahrungen, wenn er diese Grenzen ausloten oder verschieben wollte.

Prof. Dr. Kurt Weis, geboren 1940, volljuristische, kriminologische und soziologische Ausbildung in Deutschland und den USA. Dort studierte er auch Anthropologie. An der Harvard Universität 1968 als Jurist promoviert, in Saarbrücken 1979 als Soziologe habilitiert, gern als Anthropologe unterwegs, ging er 1980 als Professor für Soziologie an die Technische Universität München. Dort leitete er, als Mitglied der beiden neuen Fakultäten für Sportwissenschaft und für Wirtschaftswissenschaften, bis 2006 das Fachgebiet Soziologie. Sein wachsendes Interesse gilt der fachübergreifenden Kulturwissenschaft. Seit 1992 ist er Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste und seit 1998 Associate of the Hawaii Reseach Center for Futures Studies, University of Hawaii. Neben seinem erlernten Beruf als Wissenschaftler sucht er den Weg vom Buchwissen zum Erfahrungswissen und verfolgt dessen Anwendungsrelevanz. Dafür besuchte er manchen Gipfel, lernte von den Inuit sein Iglu zu bauen, durchquerte zu Fuß die Wüste Gobi (2003) und die Takla Makan Wüste (2006), unterwarf sich den Ritualen der Schamanen am Amazonas (2008) und vertiefte sich in die spirituellen Wege Indiens (2009).

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Grenzenloser Reichtum einiger geht immer zulasten der Freiheit aller Übrigen (Vortrag)

Nie zuvor gab es so viel Wohlstand zu verteilen. Dennoch verursachen Wirtschaftskrisen zunehmend Angst, Verunsicherung und Not. Die bekannten Lösungsvorschläge sind voller Widersprüche. Klaus Willemsen vermag eine neue Sichtweise zu vermitteln. Er beschreibt die Dimension der Zinskosten, die bereits jeden dritten Euro verschlingen und unaufhaltsam wachsen. Niedrigere Zinslasten machen Arbeit für alle bezahlbar, so seine überraschende Analyse. Schon ein Drittel der Zinszahlungen, reichten aus, um vier Millionen Gehälter zu finanzieren. Ein Null-Zins-Niveau würde die Verschuldungssituation der Entwicklungsländer nachhaltig auflösen und unsere öffentlichen Kassen um zweistellige Milliardenbeträge entlasten. So würden Steuergelder in außreichender Fülle für unser Bildungssystem frei. Der Zins macht Reiche reicher und Arme zahlreicher. Er ist die Wachstumspeitsche, die uns nicht zur Ruhe kommen lässt. Wer diesen Mechanismus versteht, gewinnt die Zuversicht, dass wir daran etwas ändern können. Gesellschaftlicher Wandel braucht eine Vision. Die von Klaus Willemsen beschriebene Idee der Fairconomy ist ein realistisches Gesellschaftsmodell für dieses Jahrhundert. Zu seinem Themenspektrum gehören: "Vollbeschäftigung und Nullwachstum", "Marktwirtschaft ohne Kapitalismus", "Voraussetzungen einer umweltverträglichen Ökonomie", und "Monetäre Voraussetzungen für die Nutzung umweltschonender Energie und Technik".

Klaus Willemsen (geb. Popp) ist Dipl. Sozialpädagoge und seit 1989 Referent, Autor und Berater für Geldreform & Fairconomy. Zunächst als Geschäftsführer der "Initiative für Natürliche Wirtschaftsordnung" und mittlerweile als freier Autor und Referent, macht er auf Chancen gesellschaftlicher Weiterentwicklung aufmerksam, die sich hinter dem Begriff Fairconomy verbergen. Mit seinem Fairconomy Büro koordiniert er Aktionen, die zur Verbreiterung des zinskritischen Ansatzes beitragen. Sein Buch "Das Märchen vom guten Zins" bietet einen Gesellschaftsentwurf, der das Wachstumsparadigma unserer Wirtschaftsordnung erklärt und einen machbaren Lösungsansatz aufzeigt. Es ist leicht verständlich und vermittelt dennoch komplexe Zusammenhänge. Das Märchen vom guten Zins ist ein Geschenk an alle, die sich Sorgen machen über die Welt, die wir unseren Kindern hinterlassen und denen eine friedliche und lebenswerte Gesellschaft ein Anliegen ist.

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Soziale Normen und Tabus - Grenzen des Alltags (Workshop)

Haben Sie schon einmal im Restaurant den Gast am Nachbartisch gefragt, ob Sie von seinem Gericht kosten dürfen? Oder beim Einkaufen einen zufälligen Passanten gefragt, ob Ihnen das Outfit, das Sie gerade anprobieren, steht? Bei aller Individualität - Normen, Konventionen und Gewohnheiten bestimmen unseren Alltag und setzen enge Spielregeln sozialer Interaktion ohne dass wir uns ihrer bewusst sind. Diese Grenzen mögen bequem sein, sie beschränken aber unser Repertoire an Verhaltensmöglichkeiten und stehen uns oft auch einfach im Weg. In diesem Seminar setzen wir uns gezielt mit den sozialen Grenzen des Alltags auseinander, beschäftigen uns damit welche Grenzen ganz speziell für unsere Gesellschaft gelten und erproben an kleinen Beispielen, wie sie sich durchbrechen lassen. Die Teilnahme an den Beispielübungen wird ermutigt, ist aber natürlich nicht verpflichtend.

Max Willenberg, Jahrgang 1984, seit 2005 Student der Ruhr-Universität Bochum, erwarb 2008 seinen B.Sc. in Wirtschaftspsychologie mit dem Thema der Kongruenz von Selbst- und Fremdwahrnehmung in Persönlichkeitsfragebögen. Gegenwärtig ist er Master-Student mit Interessensschwerpunkten in Eignungsdiagnostik und Training und arbeitet nebenberuflich als Tutor für die Grundlagenseminare der Fakultät.

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Deutsche Gebärdensprache (DGS) (Workshop)

In Deutschland leben ca. 80.000 gehörlose Menschen, die primär in Deutscher Gebärdensprache (DGS) kommunizieren. Die DGS ist eine eigenständige, vollwertige Sprache, die im Gegensatz zur Lautsprache (auditiv-verbal) völlig andere Modalitäten verwendet, da sie eine visuell-gestische Sprache ist. In diesem Schnupperkurs könnt Ihr Euch ein wenig an diese ganz andere Sprache herantasten und ausprobieren. Dazu gehören natürlich das Fingeralphabet, einzelne Gebärden und auch schon einige Sätze. Darüber hinaus werden auch erste Einblicke in die Kultur gehörloser Menschen gegeben. Ihr braucht für diesen Workshop insbesondere Eure Arme, Euren Oberkörper, das Gesicht (für die Mimik) und Eure Augen. Was Ihr nicht braucht, sind Eure Stimme und Eure Ohren, denn die benötigen wir zur Kommunikation in DGS nicht.

Mareike Winkler (geb. 1982) ist Diplom Gebärdensprachdolmetscherin. Sie hat Ihr Studium 2008 an der Universität Hamburg abgeschlossen und arbeitet seitdem als selbstständige Dolmetscherin. Parallel arbeitet sie an ihrer Promotion. Seit Beginn ihres Studiums bewegt sie sich beruflich und privat sowohl in der Welt hörender als auch der Welt gehörloser Menschen.

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"Die Gedanken sind frei" - künstlerische Freiheit in der Literatur (Vortrag)

Ausgehend von dem Volksliedtext, der auf Wurzeln aus der Antike zurück blicken kann, sollen die verschiedenen Aspekte von Freiheit in der Arbeit von Schriftstellern untersucht werden. Dabei dienen uns auch Beispiele aus der (Welt-)Literatur als Leitfaden. Zu nächst ist da der Gedanke - wie frei ist er eigentlich? Darüber sollen uns Wittgenstein, Lem und die Konkrete Poesie Auskunft geben. Welche Erkenntnisse kann die Gehirnforschung dazu beisteuern? Wie ist das Verhältnis von Wissenschaft und Kunst? Die Arbeit der Schreibenden, vom Gedanken zum Werk. "An die Nachgeborenen" oder wer liest eigentlich was wir schreiben? Die Rolle der Medien. Selbstzensur und die Zwänge des Schreibens. Selbstzeugnisse von Schriftstellern z.B. von Stephen King. Wie die Lebensumstände die Gedankenfreiheit einschränken. Der Balanceakt zwischen Brotberuf, Leben und Schreiben. Die Gefahren des Veröffentlichens: Ruhm tötet und "Writers in Prison". Gedankenkontrolle in Orwells "1984". Wo bleibt das Positive? Schreiben kann für jedermann befreiend sein: Das "Freedom Writers" Projekt beschreibt wie "schwierige Jugendliche" über das Schreiben neue Perspektiven für ihr Leben gewinnen konnten.

Stefan Wladarsch, 1966 in Ingolstadt geboren, in der Kindheit als Legastheniker eingestuft und dabei HB getestet; Studium der physikalischen Technik an der FH München; Mitarbeit in der Chaosgruppe der TU-München (u.a. AK Philosophie; Mitarbeit bei einem Seminar über Nietzsche und Chaos); Seit der frühsten Jugend Kontakt zur Theaterarbeit (seit 2002 Jahren vor allem als Impro-Theaterspieler) und seit mehr als 25 Jahren schriftstellerisch tätig (u.a. mehrere veröffentlichte Kurzgeschichten, regelmäßige Lesungen von Poesie); Arbeitet im Brotberuf als Qualitätsmanager und "Teilzeitvater".

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Programm der Mind-Akademie 2008

Über 60 Vorträge und Workshops werden das Akademiethema in mehreren Parallelschienen und einigen ausgesuchten Plenumsvorträgen behandeln. Am Donnerstg wird ab mittags ein Vorprogramm in und um Nürnberg angeboten, Informationen dazu werden in Kürze per Rundmail an alle angemeldeten Teilnehmer versandt. Das Vortragsprogramm startet am Donnerstag um 17 Uhr und endet am Sonntag gegen 16 Uhr. Ab Freitagabend wird eine Programmschiene in Englisch angeboten, die entsprechenden Vorträge sind markiert.

Vorträge

Workshops

Programmbeschreibungen

Time and Intelligence (English talk) Englischer Programmpunkt

The relationship between time and intelligence consists in more than in the ability to read the clock properly. This is obvious even from a brief screening of the relevant literature: Are intelligent people different, or are they just faster -- for instance, with respect to such diverse aspects as reaction time, nerve conduction velocity, learning and discrimination time? Or are their inner clocks simply more accurate -- as revealed in more precise time estimations? These findings can also be applied to intelligence diagnostics, where time plays a role in respect to speeded testing or stability of intelligence over time -- the latter on an individual as well as on a population basis (Flynn effect). Development of intelligence over time is another of the numerous aspects of this exciting relationship, the variety of which I hope to convey in my presentation.

Dipl.-Psych. Tanja Gabriele Baudson, M.A., studied French and American literature and psychology in Bonn, Paris/France and Gold Coast/Australia. After stopovers in Giessen, Germany, and Nishinomiya, Japan, she has been working at the Department of Giftedness Research at Trier University since September 2007. Besides teaching and writing her Ph.D. thesis on diagnostic abilities of primary school teachers, she also works at the university's Center of Psychological Diagnostics testing potentially gifted children. In her scarce leisure time, she organizes the MinD Academy program with Martin Dresler and Anna Seemüller.

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Kleine Ausschweifungen über die Zeit (Vortrag)

Äonen sind vergangen, doch wir haben sie immer noch nicht gefangen - die Zeit, die wir täglich verlieren, während sie träge und unaufhaltsam an uns vorüberzieht. Ein lockerer Plausch über die Vergangenheit der Zeit, ihre hinterhältigen Auswirkung auf das wahre Leben und die Grenzen die sie uns aufzeigt, auch wenn wir sie selten genug haben.

Jaro(slav) Blaha, geborener Tscheche, hat nach Offizierausbildung und Informatikstudium für die deutsche Luftwaffe und das NATO Hauptquartier in Holland als Projektleiter gearbeitet und daneben Wirtschaftsinformatik studiert. Im anschließenden Zivilleben hat er in Belgien u.a. fünf Jahre als Chefarchitekt für das größte Softwareprojekt der NATO gewerkelt. Seit 2002 ist er mit seiner Unternehmensberatung für das Management internationaler Großprojekte tätig. Nach 2,5 Jahren in Paris und zwei Jahren in Düsseldorf lebt Jaro zur Zeit in München, ist aber eng mit seiner Aushilfsheimat Vietnam verbunden. Seine nicht vorhandene Freizeit verbringt er in Cocktailbars, beim Hobby-Fliegen, oder bei der bewaffneten Jagd nach kleinen weißen Bällen. Und er hat nie Zeit...

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Zeitmanagement mit Zielen (Workshop)

In der heutigen Welt sind neben fachlichen Fähigkeiten immer mehr die sogenannten Softskills wichtig. Unter Softskills versteht man das Management von sich selbst und den Personen die einen umgeben. Zeiteinteilung gehört dabei zu einem der wichtigen Themen. Es betrifft jeden und man kommt durch effizientes Planen leichter zu Ergebnissen. Weiterhin ist es auch im Alltag hilfreich seine Termine im Griff zu haben. In diesem Workshop wollen wir gemeinsam ein paar Grundprinzipien des Zeit- und Zielmanagement kennen lernen und diese in vielen Beispielen und Übungen auf ihre Tauglichkeit überprüfen. Der Fokus dieses Beitrages liegt auf Erleben und Ausprobieren und weniger auf akademischer Tiefe und Begründungen.

Manuel Blechschmidt ist 1986 in Berlin geboren und studiert momentan IT Systems Engineering am Hasso-Plattner-Institut in Potsdam. Er arbeitet freiberuflich als Software Berater für verschiedene Unternehmen. Während seines Berufes hat er oft mit problematischen Zeitplanungen und utopischen Zielen zu kämpfen. Damit er auch noch seine Hobbys wie Jogging, gemeinnützige Kurse machen und mit Freunden feiern unter einen Hut bekommt, ist er auf ein effektives Zeitmanagement angewiesen.

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Der Faktor Zeit im Recht (Vortrag)

"Wer zuerst kommt, mahlt zuerst." Der so erstmals im 13. Jahrhundert schriftlich festgehaltene Prioritätsgedanke spielt auch in der modernen Rechtsordnung eine besondere Rolle. Insbesondere wird er heute noch zur Lösung staatlicher Verteilungskonflikte herangezogen. Der Vortrag betrachtet verschiedene Ausprägungen des Faktors Zeit in der Rechtsordnung und die Folgen seiner Anwendung als Abgrenzungskriterium.

Katharina Bonnenfant, M.A., hat in Freiburg Politikwissenschaft und Jura studiert. Ihre Interessenschwerpunkte liegen im Recht des geistigen Eigentums und in der politischen Philosophie, das Vortragsthema verbindet beide. Zur Zeit ist sie als Rechtsreferendarin in einer auf den gewerblichen Rechtsschutz spezialisierten Rechtsanwaltskanzlei in Düsseldorf tätig.

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Mind: A-Head of Time - How the brain structures time (English talk) Englischer Programmpunkt

How does the brain perceive time? Does it construct its own kind of time? Neurobiological insights are only beginning to elucidate the mutual relevance of time and the brain on multiple different levels: (1) Chronobiology - on the time scale of hours, days, and years: Oscillators, both inside and outside of the brain, contribute to the creation of the circadian rhythm, and the molecular mechanisms of the clocks in these central and peripheral cells are becoming increasingly known. (2) Time perception - on the time scale of seconds and minutes: A variety of theories exists about the correlate or location for perceived time in the brain, and studies have described specialized areas in numerous regions as candidates for the mediation of temporal planning and subjective time awareness. (3) Sensory processing - on the time scale of milliseconds: Precision in sense percepts requires the exact temporal coding of stimuli in neurons, a responsibility that is shared by several mechanisms in individual cells and neural circuits. Many issues in the neurobiology of time surely remain unresolved until time will tell.

Dr. Kirsten Brukamp studied medicine, philosophy, and cognitive science in Muenster and Osnabrueck and carried out research in cell, molecular, and developmental biology in Philadelphia and Boston.

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Zeit für Gesellschaft - Soziologische Perspektiven auf die Zeit (Vortrag)

Der Vortrag will einigen Gedanken zum Zeitbegriff und ihrem Bezug zur Gesellschaft nachgehen. Ein historischer Rückblick steht am Anfang: Die "genaue" Zeiterfassung - sofern wirklich möglich - ist menschheitsgeschichtlich noch vergleichsweise neu. Sie zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass Zeit für jeden und überall mess- und ablesbar ist, noch dazu in immer kleineren Einheiten. Zeit wird gesellschaftlich kommuniziert und kontrolliert - Leben ohne Uhr und Kalender ist praktisch unmöglich. Dabei ist die Frage danach, was Zeit eigentlich ist, fast vollkommen in den Hintergrund geraten.
Menschen kennen auch das Bedürfnis nach "Zeiten ohne Zeit", Momenten also, deren Dauer für das Bewusstsein nicht unmittelbar nachvollziehbar ist. Diese Momente finden sich in nahezu jeder Kultur: Situationen, in denen Menschen sich gemeinsam in Ekstase bringen. Die wahrgenommene Zeit kann sich von der "tatsächlichen" erheblich unterscheiden - Gemeinsame Stunden mit Freunden scheinen binnen Minuten zu vergehen, wohingegen einige Minuten im Stau sich endlos in die Länge ziehen.

Malte Burdekat, aufgewachsen in Oldenburg, 1999 Abitur an der Peter-Vischer-Schule in Nürnberg. 1993 bis '96 Mitarbeiter BW Verlag und Software GmbH. 1995 Praktikum bei RTL. 1996 Mitarbeit in der Dramaturgie des Staatstheaters Nürnberg. Von 1996 bis 1997 Mitarbeit bei medien/design. 1997 Praktikum beim Norddeutschen Rundfunk, Produktion von Fernsehbeiträgen für das Erste und das N3. 1998 Gründung von innovaTV.de. 1999 Produktion der Fernsehdokumentation "Oldenburg im Nationalsozialismus". Ab 1999 Studium der Soziologie, Germanistik, Politischen Wissenschaft und Medienwissenschaften in Erlangen. 2000 Produktion der Fernsehdokumentation "50 Jahre Gewerkschaft HBV". Seit 2000 Mitarbeit und Jurymitglied beim Deutschen Menschenrechtsfilmpreis. Seit 2000 Dozent am Bildungszentrum Nürnberg im Bereich "Neue Medien". Seit 2001 Dozent der Hanns-Seidl-Stiftung, für den Bereich Journalistische Weiterbildung und Fernsehjournalismus. 2001 bis 2002 Tutor an der Universität Erlangen-Nürnberg am Institut für Medienwissenschaften. 2006 Magisterarbeit: "Die anorgastische Gesellschaft? Kommunikationstheoretische Dimensionen einer Soziologie der Sexualität". Seit 2008 Dozent der Journalistenakademie in München, Doktorand und Lehraufträge an der Universität Erlangen-Nürnberg.

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Was ist Gleichzeitigkeit? (Vortrag)

Wenn ich am Berliner Dom stehend mit Dir telefoniere, der Du am Marburger Schloss spazieren gehst, können wir getrost davon ausgehen, dass dies für Dich und mich "gleichzeitig" geschieht. Doch wie würde ein Marsmensch darüber denken? Das uralte Konzept der Gleichzeitigkeit wurde in den Jahren um 1905 von Albert Einstein revolutioniert: Seither muss die Physik die Gleichzeitigkeit als im Auge des Betrachters liegend akzeptieren. Was das genau bedeutet und warum es einleuchtet, werden wir im Rahmen dieses Vortrags zu verstehen versuchen.

Carla Cederbaum hat in Freiburg und Großbritannien Mathematik, Physik und Informatik studiert. Aus ihrem Interesse an geistes- und kulturwissenschaftlichen Fragen rund um die Mathematik entstand 2007 das Buch "Ein Moment für Mensch und Mathematik" (www.mensch-und-mathematik.de). Neben ihrer Promotion in mathematischer Gravitationsphysik engagiert sie sich mit Vorträgen, Büchern und Schülerprojekten für die Popularisierung der Mathematik.

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The fastest computer - ever (English talk) Englischer Programmpunkt

We all are used to the rapid progress in computer technology: The time needed per elementary operation gets shorter and shorter rapidly. Where will this development lead? Landauer stated that 'information is physical'. Applying basic physical principles, ultimate limits on computation will be presented. For example, no matter how ingenious future physicists and engineers will be, no laptop (mass: 1 kilo, volume: 1 liter) is ever going to be faster than the 'ultimate laptop', which achieves roughly 10^51 operations per second on 10^31 bits. Examples of existing computers (partially) reaching some of the physical limits of computation will be presented.

Dr. Henning Christ hat Physik in Marburg und Heidelberg studiert. Seine M.Sc. Arbeit fertigte er in Tucson, Arizona an. In den letzten Jahren hat er sich im Rahmen seiner Promotion in theoretischer Physik mit Quantencomputern in Festkörpersystem beschäftigt.

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Bildung in Zeiten der Wissensgesellschaft (Vortrag)

Der Vortrag verfolgt in kritischer Absicht, selbstverständliche Implikationen des Zeitverständnis moderner Gesellschaften in der Selbstbeschreibung einer Wissensgesellschaft aufzuzeigen und zu problematisieren. Insbesondere wird die Frage nach einer qualitativen Dimension von Bildungszeit in Abgrenzung von quantitativen Effizienzzeiten gestellt. Die Zeitstruktur von Bildung widerstreit dem Zeitverständnis der Wissensgesellschaft und der Trivialität lebenslangen Lernens. Bildung und die mit ihre verbundenen Praktiken sind Prozesse der Verzögerung und darin unzeitgemäß. Dem lebenslangen Lernen wird querliegend das lebenslange Sterben als ethische Dimension der Zeitstruktur von Bildung gegenübergestellt.

Prof. Dr. Andreas Doerpinghaus: Studium der Fächer Pädagogik, Germanistik, Philosophie und Geschichte an den Universitäten Duisburg, Düsseldorf und Essen; Erstes und Zweites Staatsexamen in den Fächern Pädagogik, Philosophie und Deutsch für die Sekundarstufen I und II; Dissertation: "mundus pessimismus. Über den philosophischen Pessimismus Arthur Schopenhauers"; Postdoktoranden-Stipendium (PostDoc) der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG); Habilitation Logik der Rhetorik (2000); Tätigkeiten an den Universitäten Duisburg und Köln; Lehrbeauftragter der Universitäten Düsseldorf und Dortmund; Hochschuldozent für Allgemeine Pädagogik am Institut für Berufs- und Weiterbildung der Universität Duisburg-Essen (bis 2007); Berufung auf den Lehrstuhl für Allgemeine Erziehungswissenschaft, Universität Würzburg (2007)

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Zeitmanagement beruflich und privat (Vortrag)

Mit der Zunahme an Kommunikationsmitteln sind wir fast immer und überall erreichbar, egal ob wir im Büro sitzen oder gerade dienstlich oder privat unterwegs sind. Die kurzen Kommunikationswege verleiten immer mehr dazu, Anfragen kurzfristig zu stellen und eine sofortige Antwort zu erwarten. Damit werden wir in unseren Aktivitäten oft unterbrochen, während wir an einer bestimmten Aufgabe arbeiten, oder wenn wir im Urlaub sind. Wie kann ich mir trotzdem genug Freiraum schaffen, um Aufgaben konzentriert anzugehen und auch abzuschließen, ohne dabei andere Menschen und Dinge zu vernachlässigen? Wie schaffe ich es, mich in meiner Freizeit zu erholen, auch wenn mein Büro ständige Erreichbarkeit von mir erwartet? Der Vortrag gibt Denkanstöße und Ideen, wie man wieder mehr Herr über die eigene Zeit wird.

Jan-Jürgen Eden arbeitet als angestellter Unternehmensberater für ein bekanntes IT-Unternehmen. Er hat in Erlangen/Nürnberg Informatik studiert und 1,5 Jahre in den USA für ein großes Software-Unternehmen gearbeitet. Seit 1994 lebt er im Raum München. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Sein aktueller Aufgabenbereich als Unternehmensberater umfasst die Koordination von Aktivitäten an unterschiedlichen Standorten. Dies erfordert eine umfassende Zeitplanung und Abstimmung. Um eine Balance zwischen Beruf und Privatleben zu halten, bezieht er Frau, Kinder und Beruf in seine gesamthafte Zeitplanung mit ein.

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Zeitreisen im Kino (Vortrag)

Die Zeitreise spielt in vielen Kinofilmen eine mehr oder weniger bedeutende Rolle. Manchmal gibt es aufwendige Maschinen, in anderen Fällen ist es ein unerklärliches natürliches Phänomen. Der Schwerpunkt dieser Präsentation liegt auf Filmen, die hauptsächlich in der Gegenwart spielen. Es sollen Zeitmaschinen und ihre Eigenheiten beleuchtet werden. Die Auswirkungen der Zeitreise auf die Umwelt werden vorgestellt und welche unterschiedliche Theorien dem zugrunde liegen. Interessant sind auch die Widersprüche, die sich im Verlauf der Filme zeigen.

Jan-Jürgen Eden arbeitet als angestellter Unternehmensberater für ein bekanntes IT-Unternehmen. Er hat in Erlangen/Nürnberg Informatik studiert und 1,5 Jahre in den USA für ein großes Software-Unternehmen gearbeitet. Seit 1994 lebt er im Raum München. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Seit er denken kann, fasziniert ihn das Thema Zeitreise. Er hat eine eigene Vorstellung von Zeitreisen entwickelt und vergleicht diese mit den Inhalten von Filmen, in denen die Zeitreise eine besondere Rolle spielt.

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Zeiterleben in der Hypnosetherapie: Wenn das Stammhirn noch weiß, was der Kortex schon längst vergessen hat (Vortrag)

Wie bewältigt man ein traumatisches Ereignis, an das man sich nicht mehr erinnern kann? Oder umgekehrt: Wie bewältigt man ein traumatisches Ereignis, an das man sich zwar erinnert, welches man aber faktisch nicht erlebt hat? Wie weit reicht die autobiographische Erinnerung zurück? Wer sind wir - im Wandel der Zeit? Zweifelsohne sind dies Fragen, die nicht nur interessant, sondern auch in der (psychologischen) Praxis von großer Bedeutung sind. Zeit stellt eine wesentliche Konstituente der Identitätsentwicklung dar: "In diesem allgemeinen Sinne sind Lernen und Gedächtnis von zentraler Bedeutung für unsere Identität. Sie machen uns zu dem, was wir sind." (Eric Kandel) Das Zeiterleben in der selbstorganisatorischen Hypnotherapie legt nahe, dass die unterschiedlichen Makrostrukturen im menschlichen Gehirn die Zeit anders repräsentieren. Zurückführen lässt sich diese Tatsache dabei auf die evolutionsgeschichtliche Entwicklung des Gehirns.

Michaela Eich (geb. 1986) studiert Psychologie und arbeitet als wissenschaftliche Hilfskraft in der Abteilung für Hochbegabtenforschung und -förderung an der Universität in Trier. Aus Interesse an der Anwendung klinischer Therapieverfahren absolviert sie zur Zeit studienbegleitend die Ausbildung zur "Medizinischen und Psychologischen Hypnotherapeutin" beim "Zentrum für angewandte Hypnose" und gestaltet in Zusammenarbeit mit dem "Institut für Selbstentwicklung und integratives Training" Workshops mit. Vor allem interdisziplinäre Themen und "der Blick über den Tellerrand" interessieren und faszinieren sie.

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Bioclocks and Biocalendars: How Organisms measure Time (English talk) Englischer Programmpunkt

Most of you are familiar with the time memory of bees. But who has heard about the head clock of people? Internal clocks are widespread among organisms. We will get to know a few examples of daily rhythms such as flower clocks, clocks in fungi, insects and humans. Annual rhythms such as seed germination together with photoperiodism are the basis of biocalendars. Examples from a unicellular, from plants and mammals are demonstrated. According to Bünning an internal daily clock measures the photoperiod which allows plants to flower at certain times of the year, insects to enter diapause at unfavourable seasons, and birds to migrate at the right time. How do the underlying mechanisms work?

Prof. Dr. Wolfgang Engelmann studierte in Hamburg und Tübingen Biologie. Er promovierte dort 1960 über ein Thema zur Tagesrhythmik und Photoperiodismus bei Pflanzen, arbeitete als Postdoc in Ann Arbor und Princeton. Ab 1979 Professor in der Botanik in Tübingen, Arbeiten über Tagesrhythmen bei Pflanzen, Pilzen, Insekten und Säugern. Sabbatacle in Auckland (NZ), Trondheim (N) und Bangalore (Indien). Seit der Pensionierung 1988 schreibt er Sachbücher über biologische Uhren (www.uni-tuebingen.de/plantphys/bioclox).

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Synagieren - Weltretten am Wochenende (Workshop)

Wir wollen interessierte Leute (Schwerpunkt: Institutionen für Begabtenförderung, Studenten) zusammenbringen und gemeinsam die Landschaft gemeinnütziger, ehrenamtlicher Tätigkeiten auffrischen! In kurzen Projekten wollen wir gesellschaftliche und globale Probleme kreativ aufgreifen und kleine vermarktbare Produkte oder Kampagnen entwickeln. Synagieren wird erstmalig an einem langen Wochenende, 20.-22. März 2009 in Würzburg stattfinden und konzentriert sich auf die Arbeit in kleinen Gruppen. Synagieren richtet sich an alle mit guten Ideen, die bisher noch keine Zeit oder nicht das richtige Team fanden, um sich zu engagieren; die potenzielle TeilnehmerIn. Ebenso an erfahrenere Leute, die Interesse an offener, aber fokussierter Projektarbeit mit frischen Leuten sowie Mentoring haben; die potenzielle AG-LeiterIn. Verantwortlich sind ein kleiner, bunter Haufen Post-Docs, Doktoranden und Studenten aus Würzburg und Leipzig, alle haben wenig Zeit und wollen das Thema "Weltretten" mal anders angehen. Bisherige Partner: Bundesministerium für Umwelt, Uni Würzburg, Umweltforschungsinstitut Leipzig, Studienstiftung des deutschen Volkes.

Denis-Alexander Engemann studiert Psychologie und Philosophie in Gießen. Er lebt in Leipzig und ist dort Diplomand und Hiwi am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in der Entwicklungspsychologie. Seine Diplomarbeit handelt von normativen Konflikten zwischen Spielpartnern im Kindergartenalter. In seiner Freizeit fotografiert er gerne und erkundet Städte bei Tag und Nacht. Mit seinen Leipziger und Würzburger KollegInnen erforscht er gerade, wie man ohne viel Zeiteinsatz die Welt rettet zwinkernd

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Der Zeitpfeil (Vortrag)

Zu den unmittelbarsten Erfahrungen im Zusammenhang mit der Zeit gehört die fundamentale Asymmetrie zwischen "Vergangenheit" und "Zukunft": Wir erinnern uns an erstere, nicht aber an letztere. Kurioserweise gilt allerdings für die mikrophysikalischen Gesetze, die die Struktur der Welt um uns herum bestimmen, dass sie keine Zeitrichtung auszeichnen, d.h. die Physik dieselbe bleibt, unabhängig davon, ob man die Zeit vorwärts oder rückwärts laufen lässt. Diese fundamentale Diskrepanz zwischen menschlicher Erfahrung und Struktur der physikalischen Gesetze war zu jeder Zeit Anlass für viel Verwirrung und Missverständnisse und hat etliche fehlgeleitete Erklärungsversuche nach sich gezogen, so etwa das "Boltzmann'sche H-Theorem", das im ersten Herleitungsschritt in einer versteckten Annahme implizit die Zeitsymmetrie bricht und dann nach einer Portion obskurer Mathematik zu dem Ergebnis kommt, dass die Zeitsymmetrie gebrochen ist. Es gibt verschiedene physikalische Konzepte eines "Zeitpfeils", die klar zu trennen sind. Dieser Vortrag will ein Überblick über verschiedene Konzepte der Zeitasymmetrie liefern und einige hartnäckige falsche Vorstellungen ausräumen.

Dr. Thomas Fischbacher hat an der TU München Physik studiert und am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik im Gebiet Stringtheorie/Quantengravitation über ein Thema mit Bezug zur Symmetriestruktur der M-Theorie promoviert. Derzeit forscht er als Lecturer in Engineering Physics an der Universität Southampton, wo er sich mit der Anwendung (vorwiegend) klassischer Feldtheorie für die Simulation von Nanomaterialien beschäftigt. In beiden Disziplinen ist seine wissenschaftliche Arbeit davon geprägt, obskure Konzepte aus dem Gebiet der funktionalen Programmierung anzuwenden um algorithmisch oder numerisch schwierige Probleme zu knacken. Weiterhin beschäftigt er sich intensiv mit den Themen "Physik der Zivilisation", Energie, Extrem-Gartenbau, und Gandhis Ansätzen auf den Gebieten Ethik und Ökonomie.

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Die Fehler der letzten 10.000 Jahre (Vortrag)

Douglas Adams schreibt in der Einleitung zu "The Hitch Hiker's Guide to the Galaxy": "Many [people] were increasingly of the opinion that they had all made a big mistake in coming down from the trees in the first place. And some said that even the trees had been a bad move, and that no one should ever have left the oceans." In der Tat zeigt sich, dass dieses Werk im Kern - ähnlich wie beispielsweise auch Swifts "Gulliver's Travels" - aus als Fiktion verkleideter beißender Zivilisationskritik besteht. Verständlich wird das vor dem Hintergrund, dass Douglas Adams Ende der 70er angefangen hatte, eigene Depressionen, zu denen sicher die damalige allgemeine geopolitische Situation merklich beigetragen hatte, durch Schreiben zu bewältigen. Während wahrscheinlich kaum ein anderes enorm zivilisationskritisches Werk auf ähnliche Weise gleichzeitig höchst erfolgreich war und falsch verstanden wurde wie der "Hitch Hiker" (freilich mit Ausnahme der Bibel), sind auf verschiedenartigste Weise von verschiedensten Seiten immer wieder gut begründete Argumente vorgebracht worden, dass die Menschheit in der Tat in mehrerlei Hinsicht kolossal in die falsche Richtung läuft. Dieser Vortrag will versuchen, das komplexe System "Zivilisation" durch die Anwendung bewährter Methoden aus der Physik zu durchleuchten und simultan gravierende Fehlentwicklungen und praktikable Lösungswege aufzeigen.

Dr. Thomas Fischbacher hat an der TU München Physik studiert und am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik im Gebiet Stringtheorie/Quantengravitation über ein Thema mit Bezug zur Symmetriestruktur der M-Theorie promoviert. Derzeit forscht er als Lecturer in Engineering Physics an der Universität Southampton, wo er sich mit der Anwendung (vorwiegend) klassischer Feldtheorie für die Simulation von Nanomaterialien beschäftigt. In beiden Disziplinen ist seine wissenschaftliche Arbeit davon geprägt, obskure Konzepte aus dem Gebiet der funktionalen Programmierung anzuwenden um algorithmisch oder numerisch schwierige Probleme zu knacken. Weiterhin beschäftigt er sich intensiv mit den Themen "Physik der Zivilisation", Energie, Extrem-Gartenbau, und Gandhis Ansätzen auf den Gebieten Ethik und Ökonomie.

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AusZeit für ideenreiche Menschen (Workshop)

Du hast soo viele Interessen, dass du von einem Termin zum nächsten rennst? Du hast mehr Talente, als du wirklich zum Blühen bringen kannst? Du sagst manchmal etwas zu, obwohl du eigentlich mal Ruhe haben willst? Willkommen im Club! Wer qualifiziert und motiviert ist, hat nicht nur gute Chancen, zum Leistungsträger oder zur Entscheiderin zu werden, sondern auch, sich irgendwann im Hamsterrad wiederzufinden, das zum burn-out oder anderen ähnlich ungesunden Phänomen führt. Wer ausbrechen will aus diesem Hamsterrad, wer erfolgreich UND gesund bleiben möchte, braucht neben der Arbeitszeit nicht nur Freizeit, sondern auch eine dritte Zeitkultur. Diese Kultur bezeichnet Coach Jens Flammann als AusZeit. Damit meint er: Zeit, um nach- und vordenken, wie ich die mir wichtigen Dinge auf die richtige Weise voranbringe. In der AusZeit entsteht dein "Einkaufszettel fürs Leben", damit du dich nicht verzettelst, sondern: Damit du deine Talente einsetzt, um deine Ziele gelassen, erfolgreich und gesund zu erreichen. Damit du nicht gelebt wirst, sondern verwirklichst, was dir wichtig ist. Wie klingt das für dich?

Jens Flammann hat jahrzehntelange Erfahrung als Trainer und Coach in die Entwicklung der AusZeit-Methode gepackt und bietet diese seit einigen Jahren an (mehr auf www.auszeit.de). Die drei Besonderheiten im Vergleich zu anderen "Lernmethoden": (1) nicht Methoden und Theorien lernen, sondern am praktischen Fall und deiner konkreten Fragestellung; (2) nicht EIN Trainer oder Guru verteilt Rezepte, sondern du erarbeitest gemeinsam mit anderen Menschen Lösungsansätze, die dir passen (die Sichtweisen vieler bringen wirklich weiter); (3) AusZeiten sind keine unverbindlichen Gesprächs-Runden , sondern ein Lebensstil der auf Umsetzung zielt. Deswegen ist regelmäßiges Mitmachen wichtig.

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Durch Stimmtraining Zeit sparen (Workshop)

Was hat Stimmtraining mit Zeitersparnis zu tun? Ganz einfach: Wenn Sie so sprechen, dass Sie sofort verstanden werden, dann haben Sie Zeit gespart, weil Sie die Aussage nicht wiederholen müssen. Wenn Sie ein Gespräch zu Ihren Gunsten lenken, allein mit dem Klang der Stimme und dem bewussten Einsetzen von Pausen, dann sparen Sie auch wieder enorm viel Zeit. Gerade über das Thema "Pausen", bekommen Sie viele Tipps, wie Sie Zeit sparen können. Es ist ein neuer Blickwinkel auf den Bereich Stimmtraining. Und es ist ein Ausflug in den Bereich "Wie bin ich so überzeugend, dass es mir eine Zeitersparnis bringt?"

Isabel García ist in vielen Bereichen unterwegs. Daher ist eine gute Zeitplanung ein fester Bestandteil in ihrem Leben. Sie hat früher Steuerfachgehilfin gelernt, sich dann zur Sängerin und Gesangslehrerin ausbilden lassen, danach zehn Jahre lang als Radiomoderatorin gearbeitet, nebenbei das Unternehmen "Ich rede" gegründet und sich zur Diplomsprecherin ausbilden lassen. Ihr Spezialgebiet ist das Sprechen! Und dies umfasst: Schauspiel, Atmung, Körpersprache, Sprecherziehung, Haltung, Phonetik, Rhetorik, u. v. m.

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Hochleistungsrechner und Rechenzeit (Vortrag)

Eigentlich beschäftigt man sich im Supercomputing fast ausschließlich damit, Zeit zu sparen. Manche Probleme müssen in einer bestimmten Zeit gelöst werden, weil sonst z. B. die Wettervorhersage für morgen erst in drei Wochen fertig wäre. Bei anderen Aufgaben ist ein Kompromiss zwischen der gewünschten Rechengenauigkeit und dem bewilligten Rechenbudget erforderlich, und manche Experimente lassen sich nur im Computer sinnvoll durchführen. Wir diskutieren darüber, was eigentlich einen Supercomputer von einem normalen Rechner unterscheidet, wie sich das Supercomputing über die Jahre entwickelt hat und wie man Probleme auf solch großen Maschinen löst.

Gabriel Gaus ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Universität Hannover. Dort betreut er unter anderem die Rechner des Norddeutschen Verbundes für Hoch- und Höchstleistungsrechnen (HLRN), die zu den schnellsten Rechnern der Welt gehören (www.top500.org). Er berät Nutzer zu Fragen der Parallelisierung von Programmen und sorgt dafür, dass die Rechenzeit optimal genutzt wird.

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Was ist ein verlorenes Lebensjahr wert? Quantifizierung und monetäre Bewertung tödlicher Gesundheitsrisiken (Vortrag)

Bei der Bewertung von Investitionsprojekten spielen, gerade im Bereich Energie und Verkehr, auch externe Effekte eine wesentliche Rolle; ein besonderes Augenmerk hat die Bewertung tödlicher Risiken. Heute gilt als Stand der Forschung, bei der Bewertung unterschiedlicher Todesfallrisiken nicht mehr wie früher den "Wert eines statistischen Lebens" anzusetzen, sondern als Maßeinheit die aus den Risiken resultierenden verlorenen Lebensjahre heranzuziehen. Auf individueller und staatlicher Ebene werden stets Entscheidungen getroffen, die implizit eine Abwägung zwischen Geld und Risiko darstellen. Durch Contingent-Valuation-Verfahren lässt sich mit einem geeigneten Befragungsdesign explizit die individuelle Zahlungsbereitschaft für die Vermeidung marginaler Risiken ermitteln. In einer abschließenden Fallstudie werden die Anwendung dieser Bewertungsverfahren auf ein Schienenverkehrsprojekt und ihr Einfluss auf das Ergebnis dargestellt.

Alexander Greßmann, geboren 1963 in Hof/Saale, studierte Volkswirtschaftslehre mit den Schwerpunktfächern Internationale Wirtschaftsbeziehungen, Finanzwissenschaft und Statistik an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. Von 1993 bis 2008 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung (IER) der Universität Stuttgart, bearbeitete und koordinierte neben Aufgaben in der Lehre eine Reihe von Forschungsprojekten der Europäischen Union und anderer Auftraggeber. Sein Forschungsschwerpunkt ist die Bewertung von Umwelt- und Gesundheitsschäden durch Energie, Verkehr und Industrie. Zuletzt erhielt er ein einjähriges STAREBEI-Forschungsstipendium der Europäischen Investitionsbank, in dessen Rahmen er sich mit dem Einfluss der Bewertung von Gesundheitsrisiken auf die Beurteilung von Verkehrsprojekten beschäftigte. Seit August 2008 ist er bei der Beratungsgesellschaft für integrierte Problemlösungen (BiPRO GmbH) in München tätig.

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Zukunftsforschung ohne Orakel (Vortrag)

Wir wollen einen Blick in die ferne Zukunft wagen und über Entwicklungen nachdenken welche in 100 oder mehr Jahren zum Tragen kommen könnten. Doch wie können wir das anstellen? Uns stehen eine große Auswahl wissenschaftlicher Methoden zur Verfügung die Geschichte des Menschen und der Gesellschaften zu erforschen. Unser Instrumentarium zur Erforschung langfristiger Zukünfte nimmt sich dagegen kläglich aus.
Heute mehr denn je treffen wir, die Politik und die Menschheit als Ganzes Entscheidungen, welche nicht nur unser Leben und das unser Kinder beeinflussen, sondern in wichtigen Fällen auch das Leben unserer Nachkommen auf viele Generationen hin und welche potentiell Auswirkungen auf das Leben auf der Erde als Ganzes haben können. Diese Langfristigkeit ist eine Folge unserer technologischen Fähigkeiten und steht in vielen Fällen im krassen Gegensatz zum z.T. sehr kurzen Zeithorizont der Entscheidungsträger.
Dessen Anbetracht wollen wir über Zukunftsforschung ohne Orakel sprechen. Über durchdachte langfristige Szenarienbildung, über Entwicklungslinien möglicher Zukünfte. Ohne zukünftige Entwicklungen vorhersagen zu wollen kann die konsequente und radikale Analyse potentieller, gerade auch von längerfristigen Entwicklungslinien enorme Rückwirkungen auf unsere Wahrnehmung und unser Bewusstsein haben, und damit auch auf die Entscheidungen welche wir im Hier und Jetzt treffen.
Diese Vorgehensweise soll anhand zweier Fragestellungen erläutert werden, Im demographischen Kontext wollen wir die übliche Frage `Warum bekommen wir keine oder nur so wenige Kinder?' auf den Kopf stellen und uns fragen: `Warum bekommen wir überhaupt Kinder, heute und in der fernen Zukunft?'. Zudem wollen wir uns mit der künstlichen Gebärmutter, welche mit Sicherheit noch in diesem Jahrhundert entwickelt werden wird, befassen und den langfristigen Konsequenzen eines umfassenden Einsatzes dieser.

Prof. Dr. Claudius Gros, 1980 Abitur an der Deutschen Schule in Rom. 1980-1985 Studium der Physik an der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich/Schweiz. 1995-1988 Promotion in theoretischer Festkörperphysik bei Prof. Dr. Maurice Rice. 1988-1990 Studienaufenthalt in Bloomington/Indiana in den USA. 1990-1999 Forschungen an der Universität Dortmund. 1994 Habilitation in theoretischer Festkörperphysik.1999 Ruf an die Universität des Saarlandes. 2005 Ruf an die Goethe-Universität Frankfurt.
Bis 2005 habe ich mich in der Forschung in der theoretischen Festkörperphysik mit Fragenstellungen in Zusammenhang mit den Hochtemperatur-Supraleitern beschäftigt. Seit 2005 widme ich mich in zudem intensiv der Erforschung kognitiver Systeme, also natürlicher und künstlicher Intelligenzen. Die langfristigen Zukunftsperspektiven haben mich schon immer fasziniert. Diese Faszination, zusammen mit der Einsicht, dass wir auch heute schon die Weichen für Entwicklungen stellen, die ihr Potential oder auch ihren negativen Einfluss erst sehr langfristig entfalten, haben mich dazu bewogen, die Initiative "Zukunft 25" ins Leben zu rufen. Der gleichnamige gemeinnützige Verein wurde 2007 in Frankfurt a.M. gegründet.

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Zeitkippen (Vortrag)

Was sieht man, wenn man in einem Film eine der Raumdimensionen mit der Zeitdimension vertauscht? Hinter diesem Tausch steht folgender Gedanke: Man stapelt die zeitlich erzeugten Einzelbilder eines Films zu einem dreidimensionalen Block, also zu einem 3-D-Bild. Durchfährt man diesen Block zeitlich, erhält man wieder den ursprünglichen Film. Was aber geschieht, wenn man in einer dazu senkrechten Richtung hindurch fährt? Erstaunliches! Durch den Vortrag wird dieses "Zeitkippen" für den Zuschauer sinnlich wahrnehmbar und intelligibel, wobei er wiederholt an den Rand seines raumzeitlichen Vorstellungsvermögens geführt wird. Damit greift der Vortrag das aus Kunst wie Mathematik bekannte Problem auf, höherdimensionale Strukturen auf die zwei- bis dreidimensionale Vorstellungswelt des Menschen zu projizieren. Das kulturell gut verankerte Koordinatensystem erfährt dabei durch neuartige, gerechnete Medienexperimente eine ungewohnte Facette. Jedoch steht weder die Computer- noch die Medientechnik im Vordergrund, sondern die mediale Vermittlung. Der Vortrag "Zeitkippen" wurde 2007 mit einem 2. Preis beim Wettbewerb www.performingscience.de ausgezeichnet.

Werner Große hat in Frankfurt und Tübingen Mathematik und Physik studiert und anschließend eine Ausbildung zum Zeitungsredakteur absolviert. Er verfügt über Berufserfahrung als Lehrer, Nachrichtenredakteur, TV-Journalist und Filmemacher. Bei der IWF Wissen und Medien gGmbH war er Pressesprecher und leitender Filmproduzent. Derzeit ist er dort zuständig für die Lehre und Weiterbildung und unterrichtet als Lehrbeauftragter im Studiengang Medienwissenschaften an der TU Braunschweig.

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Evolution of physics: from sundials to atomic clock, from amber to quantum entanglement (English talk) Englischer Programmpunkt

Interest in the measurement of time by means of stone calendars, such as (probably) Stonehenge or sundials had two main reasons. For one, the underlying apparent motion of the planets and the sun stimulated curiosity, for the other it helped for a better organization and planning of life such as preparation for the harvest. These two motivations for physics, i.e. curiosity and application remained constant until today. The incredible accuracy reached by atomic clocks available today will be discussed in this context. The development will also be described taking electricity as an example. Already in ancient times it was well known that there are sparks when amber is rubbed with cloth. The old Greek word for amber is electron. So finally the particle responsible for these phenomena was called electron. Later it was found that the electron has also a magnetic moment, called the spin. Its effect on the electrical phenomena is a new field in physics, called spintronics. One of the important results in this field is the discovery of "Giant Magnetoresistance" (GMR). Furthermore the role of the spin is discussed in the context of quantummechanical "entanglement". With electrons so far only "Gedanken"-experiments have been suggested but with photons real experiments have been performed which support the predictions of quantum mechanics.

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Peter Grünberg, born 1939 in Pilsen, studied Physics in Frankfurt and Darmstadt. From 1969-1972, he did postdoctoral work at Carleton University in Ottawa, Canada. He later joined the Institute for Solid State Physics at the Jülich Research Centre, where he became a leading researcher in the field of thin film and multilayer magnetism until his retirement in 2004. In 1986 he discovered the antiparallel exchange coupling between ferromagnetic layers separated by a thin non-ferromagnetic layer, and in 1988 he discovered the Giant magnetoresistive effect (GMR). Apart from the Nobel Prize, Grünberg's work also has been rewarded with shared prizes in the APS International Prize for New Materials, the International Union of Pure and Applied Physics Magnetism Award, the Hewlett-Packard Europhysics Prize, the Wolf Prize in Physics and the 2007 Japan Prize. He won the German Future Prize for Technology and Innovation in 1998 and was named European Inventor of the Year in the category "Universities and research institutions" by the European Patent Office and European Commission in 2006.

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Mathematics of time: dynamical systems (English talk) Englischer Programmpunkt

Mathematics has ways to describe how the world changes with time. This talk explains the theory of dynamical systems. There are some fascinating features: Even when the laws of time evolution of a system are known with perfect accuracy, it may still be impossible to predict the future in the long run. For example, it is very hard to predict the weather for more than a few days in advance. This effect, called "chaos", is explained in this talk. On the other hand, chaos can be used to control the behavior of a system. For example, it can be used to send a spaceship to other planets more efficiently. This talk also explains the notions of "entropy" and their connection with time evolution.

Prof. Dr. Roland Gunesch studied Mathematics, Physics and Computer Science at the Universität Bonn (Germany), the University of Warwick (England) and the Pennsylvania State University (USA). He holds a Ph.D. degree in Mathematics. He is Professer of Mathematics at the Universität Hamburg. His main research area is the theory of dynamical systems ("chaos theory").

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Human Circadian Rhythms and Cognitive Performance (English talk) Englischer Programmpunkt

Circadian Rhythms, which occur approximately on a 24-hour cycle, are a ubiquitous feature of virtually any living organism, including humans. While physiological regulatory processes, such as sleep-wake cycle, temperature, and hormone fluctuations, have long been studied by biologists, diurnal variations of cognitive performance measures, have only quite recently been finding their ways into society considerations. In particular, the study of individual differences of circadian rhythms, such as eveningness and morningness had long been neglected by psychologists. My talk will focus on individual differences in circadian arousal and time of day preference on cognitive processes in humans from childhood to the aging population.

Dipl.-Psych. Constanze Hahn conducted her studies in Psychology at the University of Potsdam (1999-2001), the University of Freiburg (2001-2005), and the University of Toronto (2002-2003 and 2005-2006). She received training in sleep medicine at Harvard Medical School in Boston (2006). Since October 2006, she has been working on her Ph.D. thesis on Plasticity in Human Functional Brain Asymmetry” with Prof. Onur Güntürkün at the Ruhr-University Bochum, specializing in the fields of neuroscience and biopsychology. She’s currently a fellow of the International Graduate School of Neuroscience in Bochum, the Ruhr-University Research School, and others, e.g., the Society for Research on Biological Rhythms and the American Psychological Association of Graduate Students.

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Zeitreisen in der Literatur (Vortrag)

Zeitreisen sind kein physikalisches sondern ein juristisches Problem! (aus dem ZSchG = Zeitschleifengesetz) Kein Einfall der Science-Fiction-Literatur hat die Menschen so fasziniert wie das Thema Zeitreisen, obwohl Zeitreisen in unserem heutigen, technischen Sinn erst relativ spät beschrieben wurden: H. G. Wells Roman 'Die Zeitmaschine' erschien 1895! Natürlich gab es vorher und nachher phantastische Literatur, in der Personen in andere Zeiten versetzt werden, meist um Kritik an der eigenen Zeit und deren Gesellschaft zu betreiben. Seit Einsteins spezieller Relativitätstheorie (1905) können wir uns erst Gedanken in streng physikalischem Sinn über Zeitreisen und die dafür benötigten 'Zeitmaschinen' machen. In diesem Referat werden die Zeitreise-Methoden der einschlägigen Literatur im Hinblick auf ihre physikalischen Grundlagen untersucht, wobei auch ausgefallene Ideen gewürdigt werden sollen.

Tassilo Halbritter, Jahrgang 42, ursprünglich Biochemie-Ingenieur, später Studium der Humanbiologie und Psychologie (ohne Abschluß), Gruppenleiter und Psychotherapeut, Verkaufsleiter bei medizinischen Laborgeräten, Computerhändler. Mensamitglied seit 1965, dort viele Aktivitäten (u.a. Lokalsekretär, SIG-Koordinator, regelmäßige Beiträge in der Vereinszeitschrift 'Diskussion'). Verheiratet, zwei Enkelkinder (eins studiert Biologie). Interessen: Religion, Esoterik (kritisch), Kosmologie, Sprachen.

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The future lies behind - on time, language and culture (English talk) Englischer Programmpunkt

Among the Aymara people (living in Bolivia, Chile, and Peru) exists a (probably) unique conceptualization of time. They understand the past as being located in front of them (within their visual field), while the future lies behind them. This conceptualization is mirrored through their language. In Aymara, for example, the coming year is called the 'back year' while the previous year is the 'front year'. This is a very impressive example on how language reflects a people’s view on the world, but by far not the only such example. In the approximately 7500 languages spoken on the world today there are many interesting phenomena in the domain of grammatical encoding of time (i.e. tense). This talk will give an overview on the strategies employed in natural language to express tense. The phenomena presented will e.g. be absolute vs. relative strategies of tense marking and the encoding of temporal remoteness distinctions.

Corinna Handschuh studied General Linguistics, Sociology, and Media Studies at Düsseldorf University. She currently works at the Max-Planck-Institute for Evolutionary Anthropology as a researcher while pursuing a PhD in language typology at Leipzig University.

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Zeitreise zum inneren Kind (Workshop)

"Wer bin ich - und wenn ja wie viele?" so fragt Richard David Precht in seiner philosophischen Reise. Gerne möchte ich dich mit einem deiner Persönlichkeitsanteile näher bekannt machen, mit deinem "inneren Kind". Lass dich ein auf eine kleine Phantasie-Zeitreise: mach es dir bequem, entspanne dich, heiße dich selbst willkommen auf dieser Erde und gönne dir eine extra große Portion Selbstannahme!

Elke Harrach, Dipl.-Betriebswirtin (FH), Jahrgang 1954, lange Jahre in regionalen und internationalen Unternehmen tätig als Seminar-Produkt-Managerin, BWL-Trainerin, und Personalentwicklerin, jetzt selbständig als Trainerin und Coach. Master NLP (DVNLP), NLP-Lehrtrainerin (INLPTA), Business Coach ChangeWorks und Zertifizierter Coach der European Business School. Hobbies: meine erwachsenen Kids treffen, Nordic Walking, ehrenamtliches Vorstandsmitglied in einem nachbarschaftlichen Mehrgenerationen-Wohnprojekt, in dem ich außerdem wohne, organisiere, singe, spiele und lache, so dass das innere Kind seine Freude daran hat zwinkernd.

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Bewegung gleich Betrag der Ortsveränderungen mal Zeit hoch Minus eins (Workshop)

Keplersche Bahngesetze, Quantenmechanik und Allgemeine Relativitätstheorie - einiges aus den verschiedenen Gebieten der Physik, die uns bei der Definition von Bewegungen helfen, die zu synchronisierter nonverbaler Kommunikation führen. Systematisch erarbeiten wir uns ausgehend von brownscher Bewegung eine kontrollierte und zielgerichtete Aktionsfolge. Manche Leute nennen es ganz einfach ‚Tanzen'. Oft sind deren Erklärungen aber auch zu einfach, um zu beliebig reproduzierbaren Ergebnissen zu führen...

Peter Heide studierte - nach seiner Ausbildung und Tätigkeit als Bankkaufmann und Sparkassenbetriebswirt - in Hagen Informatik/BWL mit einigen Semestern Geschichte, Medizininformatik und Rechtswissenschaften. Nach langjähriger Tätigkeit für diverse Unternehmensberatungsgesellschaften ist er seit 2007 selbständig als Berater in der IT-Branche. In seiner Freizeit widmet er sich u.a. mit dem hier vorgestellten Thema, welches er in unterschiedlicher Form nunmehr zum fünften Male im Rahmen einer Mensa-Veranstaltung behandelt.

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Gibt es eine antihedonistische Tendenz der Zeit? Experimentalpsychologische Untersuchungen und Selbstbeobachtungsstudien zum Verhältnis von Zeiterleben und Wohlbefinden (Vortrag)

Rosenzweig und Koht postulierten schon 1933: "Duration is subjectively long when we want it to be short and short when we want it to be long". In diesem Beitrag werden experimentalpsychologische Untersuchungen und Selbstbeobachtungsstudien vorgestellt, die nahe legen, dass es ein inverses Verhältnis zwischen der subjektiv gewünschten und der subjektiv erfahrenen Länge des Zeiterlebens geben könnte. Es gibt aber auch Befunde, die dafür sprechen, dass die antihedonistische Tendenz der Zeit ausgeschaltet werden kann.

PD Dr. Arnold Hinz; geboren 1961 in Bonn; Studium an der FU Berlin und der Universität Bielefeld (Psychologie, Philosophie, Deutsch, Geschichte), Dipl.-Psych., M.A., 1. und 2. Staatsexamen; 1991-1993 Schulpsychologe bei der Regionalen Schulberatungsstelle des Erftkreises; seit 1993 Akademischer (Ober-)Rat an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg; Dissertation 1999, Habilitation 2005; WiSe 2007/8 und SoSe 2008: Vertretung einer Professur für Schulpädagogik an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Buchveröffentlichungen: Psychologie der Zeit (2000), Stark im Leben. Geschlechtergerechte Gesundheitsförderung für Jungen und Mädchen der Klassen 7 und 8 (2006), Modul Beratungspsychologie (2008, mit A. Rausch und R. Wagner).

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Zeitdiebe (Vortrag)

Jeder Mensch hat 24 Stunden Zeit pro Tag. Doch klagen viele über mangelnde Zeit. Wer klaut uns die Zeit und welche Gegenstrategien gibt es?

Dr. Stefan Horbelt promovierte im Bereich Bildkommunikation und Medizintechnik, gründete zwei Start-Ups und absolvierte einen MBA. Zur Zeit ist er aktiv im Finanzbereich in Zürich und ist Vorstandsmitglied von Mensa Schweiz, verantwortlich für Marketing, Loc-Secs und Events.

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Zeitmanagement - die zweiten 90% (Vortrag)

80:20, 90:10 ... Nein, das sind nicht die Maße von verhungerten Models, sondern zwei von vielen Daumenregeln eines erfolgreichen Projektmanagers. Projektleitung ist offensichtlich sehr eng an Zeit gebunden und wie in jedem anderen Bereich im Leben verrinnt die Zeit bei knappen Ressourcen immer schneller. Warum scheitern aber viele Projekte, obwohl die Zeitvorgabe stets wie ein Damoklesschwert über einem erfolgreichen Projektabschluss schwebt? Die Geschichte und Entstehung von Projektmanagement, das magische Dreieck, die neuen Wissensgebiete eines Projektleiters sollen hier nur als Vorgeschmack auf das erwähnt werden, was im Vortrag auf den interessierten Zuhörer wartet...

Edgar R. Klein, Dipl.-Inf., studierte in Bonn und an der Bond University in Australien Mathematik und Informatik. Nach langjähriger Tätigkeit bei Pharmaline und Academy GmbH & Co.KG als Softwareentwickler und Projektberater suchte er wieder das englischsprachige Ausland auf. Derzeit ist Calgary, Kanada, seine Wahlheimat, wo er als Softwareentwickler und -designer für Internetapplikationen bei ClickSpace Interactive tätig ist. In seiner Freizeit tüftelt er an eigenen Applikationen und klettert - wenn das Wetter es erlaubt - in den nahe gelegenen Rocky Mountains.

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Jonglieren lernen in 60 Minuten (juggling)(Workshop) Englischer Programmpunkt

Andreas Klik hat nach seinem BWL-Studium zunächst als Unternehmensberater gearbeitet. Später wechselte er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an die Universität zurück. Aktuell unterrichtet er an einer Hamburger Berufsschule Wirtschaftsfächer auf Englisch. Andreas hat in über 15 Jahren zahlreiche Auftritte beim Turniertanz in der S-Klasse sowie als Showpaar und in der Salsa Dance Company hinter sich gebracht. Zuletzt war er als Tanzanimateur auf den Kanaren unterwegs. Seit drei Jahren wirft er plötzlich begeistert Gegenstände in die Luft - und fängt sie auch wieder. Bei der diesjährigen MinD-Akademie möchte er die Teilnehmer seines Workshops innerhalb von 60 Minuten zu Jongleuren machen.

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Zeit und Intelligenz (Vortrag)

"Alle Ökonomie ist Ökonomie der Zeit" - Dieses Bonmot drückt aus, dass die Knappheit der Ressource Zeit ein fundamentales Problem bei der Organisation des menschlichen Lebens darstellt. Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass in der Geschichte der Ökonomie von Anfang an die Frage nach dem rechten Umgang mit der Zeit eine zentrale Rolle gespielt hat. Im Vortrag werden wir wichtige Stationen in der Entwicklungsgeschichte der Ökonomie anhand der jeweils besonderen Behandlung der Ressource Zeit charakterisieren und mit einem kritischen Ausblick auf den Umgang mit der Zeit in unserer Zeit schließen.

Dr. Rudolf Kötter, Leitender Akademischer Direktor

  • 1947 geboren
  • 1966 Studium der Rechtswissenschaft, Volkswirtschaftslehre und Philosophie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU)
  • 1971 1. jur. Staatsexamen
  • 1975 Diplom in Volkswirtschaftslehre
  • 1980 Promotion zum Dr. phil. im Fach Philosophie
  • 1981 Ernennung zum Akademischen Rat am Interdisziplinären Institut für Wissenschaftstheorie und Wissenschaftsgeschichte der FAU
  • 1999 Ernennung zum Akademischen Direktor
  • 2005 Seit 1.12.2005 geschäftsführender Leiter des Zentralinstituts für Angewandte Ethik und Wissenschaftskommunikation der FAU
  • Tätigkeitsgebiete: Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie (insbesondere Wissenschaftstheorie der Naturwissenschaften); Angewandte Ethik (insbesondere Wirtschaftsethik; Bio- und Medizinethik)

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Sport stacking - Stacking cups against the time (Workshop) Englischer Programmpunkt

Sport stacking (formerly known as cup stacking) is a dexterity-sport, where you have to upstack and downstack a set of twelve cups in pre-determined sequences. The advantages are similar to juggling: you train eye-hand-coordination, ambidexterity and the connection between the both brain hemispheres. You get addicted on this game if you try competing against the clock or another player. During this workshop you will be introduced to the game and learn tricks.

Boris Nikolai Konrad, born in 1984, studying physics and computer science at Technische Universität Dortmund. At the 2006 World Sport Stacking Championchip in Denver he became six time world champion in his age group (19-24) and he had beaten four world records. Furthermore he is active in memory sports: since 2005 he is bearing the title memory grand master, he won with the German team the World Memory Championships in 2005, 2006 and 2007 and cracked with them several memory world records. He was several times at the entertainment TV show "Wetten Dass.. !?!" (German for "Wanna Bet..?") in Germany, China and the USA. Boris is since 2006 the chairman of "MemoryXL - Europäische Gesellschaft zur Förderung des Gedächtnisses e.V.", a european society for memory training.

Thomas Dresler, born in 1980, studied educational and rehabilitation science at Dortmund University. At the moment he is finishing his traineeship at a special school. Additionally he is studying Organizational Psychology - at University Dortmund as well. He got to know Sport stacking during his traineeship: because of the positive effects on cognitive performances this sport is more and more implemented at schools. In summer 2008 he organised and chaired the MHN MinD-Camp (the annual tent camp of MHN, the university network of Mensa Germany). He offered there a Sport stacking workshop for the participants.

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Realtime Raytracing (Vortrag)

Raytracing ist eine Möglichkeit, Bilder dreidimensionaler Welten auf den Bildschirm zu bringen. Sie zeichnet sich durch einen enorm hohen Grad an Realismus in Reflektion und Refraktion aus, während gleichzeitig Körper beliebiger Form verwendet werden können, ohne dass diese in Polygone zerlegt werden müssen. Stattdessen werden sie in einfachen und effizienten mathematischen Ausdrücken beschrieben, so dass beispielsweise eine Kugel ebenso perfekt rund dargestellt werden kann, wie die Kurve an der Oberfläche jedweder Formel. Die Zeit, die benötigt wird, so ein Bild zu berechnen, lag vor wenigen Jahren noch im Stunden-, Tage- und Wochenbereich, aber die Ankunft von preiswerten und populären Computern mit mehreren Prozessoren lässt die ernsthafte Verwendung für die Berechnung von Bildern in Bruchteilen einer Sekunde in greifbare Nähe rücken. Besonders, weil der Rechenaufwand, zumindest theoretisch, viel langsamer ansteigt als bei den heutigen Rendertechniken. Auf Dauer dürfte es also lohnen, an der Ablösung von z-buffer & Co. zu arbeiten.

Robert Kosten wurde 1982 in Würselen bei Aachen geboren und hat ab 2001 dort Informatik studiert. 2006 wendete er sich der praktischen Welt des Programmierens zu und hat seitdem an verschiedenen kleinen und großen Projekten gearbeitet, von Webshops über Communitysysteme bis hin zu Content Management Systemen und Beratungstools für Banken, die international im Einsatz sind. In seiner Freizeit tüftelt er mit Vorliebe an Engines für Computerspiele, in der Hoffnung eines Tages damit seine Brötchen verdienen zu können.

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Transport von Information durch die Zeit (Vortrag)

Unser vermutlich größter Schatz ist unsere enorm schnell wachsende Menge an Information. Die muss nicht nur erhoben, sondern auch zum richtigen Zeitpunkt zur Verfügung gestellt werden. Sprich sie muss durch die Zeit transportiert werden. Und das ist gar nicht so einfach. Besonders, wenn die zeitlichen Abstände groß werden. Menschliche und technische Revolutionen, Pilzbefall und politische Instrumentalisierung setzen der Information mächtig zu. Doch die Menschheit ist schlau. Sie hat sich dazu Lösungen ausgedacht. Technische Vorrichtungen, Übertragungsverfahren bis zu religiöser Zahlenmystik. Und das spannende dabei ist: Je älter sie sind, desto besser haben sie funktioniert.

Dr. Jörg Kunze ist in der Schweiz geborener Deutschösterreicher, verdient sein Geld als Physiker mit der Entwicklung besonders schneller Kameras, ist Locsec von Mensa Lübeck und FelSIG-Koordinator. Und er spielt gerne Lego mit dem Verständnis des Menschseins aus dessen Geschichte.

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Number forms - synästhetische Zeitwahrnehmung. Oder: mein Tag ist ein Möbiusband (Vortrag)

Synästhesie ist eine besondere Form der Wahrnehmung, bei der sonst voneinander getrennte Sinne miteinander vernetzt sind. So wird z.B. Musik in Farben und/oder Formen wahrgenommen und ist im Raum verortet. Die synästhetische Wahrnehmung kann nicht willentlich beeinflusst werden und geht besonders häufig mit Hochbegabung und erhöhter Kreativität einher. Eine spezielle Form der Synästhesie sind die "number forms": Zahlen- oder Buchstabenreihen erscheinen vor dem inneren Auge und stellen individuell ausgeprägte Strukturgebilde dar. Dies gilt insbesondere auch für Zeiteinheiten: Stunden, Tage, Wochen, Monate oder Jahre werden auf diese Weise nicht nur visuell wahrgenommen, sondern dienen auch als Orientierungspunkte und -rahmen. Der Vortrag wird mit Visualisierungen von Synästhesien im Allgemeinen und number forms im Besonderen angereichert und bietet im Anschluss die Möglichkeit zur Diskussion.

Melanie Lahmer, geboren im weiß-gelb-grün-blauen Jahr 1974, ist Synästhetikerin. Sie ist studierte Sozialpädagogin, wird demnächst ihren Master of Arts absolvieren und verdient ihre Brötchen als Texterin. Nachdem sie 2005 entdeckt hat, dass gar nicht alle Menschen farbige Buchstaben und Zahlen haben - ja, noch nicht einmal Musik sehen können -, beschäftigt sie sich intensiv mit dem Thema Synästhesie. Weder ihr Mann noch ihre Kinder sind synästhetisch veranlagt, weshalb es mitunter zu missverständlichen und amüsanten Familienszenen kommt.

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Wie die Zeit verfliegt - Vergeht das Leben im Alter wirklich schneller? (Vortrag)

Das Erleben der Zeit und die Erfahrung des Altern beruhen auf sehr unterschiedlichen psychologischen Grundprozessen. Dennoch sind Aspekte des subjektiven Alterns eng mit dem kognitiven Zeiterleben verknüpft. Zeit- und Alternserleben stehen dabei in einer engen psychologischen Wechselwirkung. Zeiterleben, hier besonders die Zukunftsperspektive, können den Verlauf und die Richtung des Alterns beeinflussen. Zugleich spiegelt das sich wandelnde Zeiterleben im Lebenslauf auch den Umgang mit altersspezifischen Anforderungen wider. Ein beschleunigtes Zeiterleben im Alter kann demnach als eine adaptive Bewältigung der Erfahrung von sich verknappender Lebenszeit darstellt. Eine tatsächliche Beschleunigung des Zeiterlebens findet dabei nicht statt, weder subjektiv noch objektiv. Wenn Menschen mit steigendem Alter die Zeit beschleunigt erfahren, reagieren sie demnach nur auf die Unausweichlichkeit eines endlichen Lebens.

Prof. Dr. Frieder R. Lang ist Universitätsprofessor für Psychologie und Gerontologie und Direktor des Instituts für Psychogerontologie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Zwischen 2002 und 2006 war er Professor für Entwicklungspsychologie an der Martin-Luther-Universität in Halle (Saale). Frieder R. Lang hat an der Technischen Universität Berlin studiert, sowie am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung und an der Freien Universität Berlin promoviert. Seine Hauptarbeitsgebiete liegen in der psychologischen Alternsforschung sowie in der entwicklungspsychologischen Sozialforschung.

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Alles nur eine Frage der Zeit? - Kriminalität in der gesellschaftlichen Wahrnehmung und individuellen Rentabilität (Vortrag)

Jeder Generation erscheint es, als ob die Dinge früher besser gewesen sind - Ist es unser Erinnerungsvermögen oder eine Zeitillusion, die uns glauben macht, dass die Welt früher sicherer und freier war, oder entspricht es den Tatsachen? Der Vortrag betrachtet die Ausprägung des Faktors Zeit in der Kriminalität und die daraus resultierenden Konsequenzen für den oder die Täter sowie für die generelle Sicherheit in der Gesellschaft. Weiterhin wird die Frage diskutiert, inwiefern es sich „lohnt, die Lebenszeit in kriminelle Energie zu investieren.

Astrid Loos, Diplom-Betriebswirtin (BA), hat in Mannheim Wirtschaftswissenschaften studiert und sich schon im Rahmen ihrer Diplomarbeit mit der Notwendigkeit von Sicherheit und Sicherheitsdienstleistungen im Unternehmen befasst. Danach war sie mehrere Jahre in der Konzernsicherheit eines großen deutschen Unternehmens für die Bekämpfung von Produktfälschungen und Produktpiraterie verantwortlich. Nunmehr ist sie in der Schweiz für einen führenden Pharmakonzern in der Konzernsicherheit tätig; hier nun in einer Spezialistenfunktion mit weltweiter Zuständigkeit.

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Die Erfahrung der Zeit jenseits der ewigen Gegenwart (Vortrag)

Newton kannte nur die Zeit der ewigen Gegenwart. Durch die Erkenntnisse der neueren Physik hat die Zeit auch eine Vergangenheit und eine Zukunft erhalten, doch bleibt auch diese Betrachtung der Zeit unter dem Paradigma der Gegenwart. Gibt es vielleicht nicht auch eine Zukunft der Vergangenheit oder eine Zukunft der Zukunft? Ein theologisches Zeitverständnis würde dafür Raum lassen. Die Ausführungen basieren auf der Arbeit von A.M.K. Müller, der im Zeitverständnis das entscheidende Scharnier für einen Dialog zwischen Naturwissenschaften und Theologie gesehen hat.

Andreas Losch hat evangelische Theologie in Bochum, Wuppertal, Jerusalem und Heidelberg studiert. Nach Vikariat und drei Jahren als Pfarrer zur Anstellung ist er jetzt wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Ruhruniversität Bochum. Seine Doktorarbeit schreibt er über das Verhältnis von Naturwissenschaft und Theologie.

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Frozen Reality - Die angehaltene Zeit in Schwerelosigkeit (English talk) Englischer Programmpunkt

Florian Maier berichtet von seinen Erfahrungen in der Schwerelosigkeit. Mit seinem patentierten Aufnahmeverfahren "Frozen Reality" kann er quasi die Zeit anhalten und beispielsweise dreidimensional zeigen, wie ein Luftballon während des Platzens aussieht. Mit diesem Projekt haben er und sein internationales Team die Ausschreibung der ESA gewonnen, an einem Parabelflug teilzunehmen. Hierbei war es möglich, eigene Experimente für 30 mal hintereinander 20 Sekunden Schwerelosigkeit im Sturzflug eines speziell umgebauten Airbus A300 durchzuführen. Bei dem riskanten Ritt im Flugzeug waren insgesamt 15 studentische Experimente aus ganz Europa der Schwerelosigkeit ausgesetzt. In vielen spannenden Videos und Bildern berichtet Florian Maier von seinen Experimenten, dem einmaligen Gefühl der Schwerelosigkeit und dem Ritt auf einem fliegenden Teppich.

Florian Maier beschäftigt sich seit 1999 mit der "Frozen Reality". Neben dem Gaststudium an der Hochschule für Fernsehen und Film München und dem Studium der Medientechnologie an der TU Ilmenau startete er seine eigene Videoproduktionsfirma für Image- und Werbefilme (www.blueframes.de) und spezialisierte sich in 3D Fotografie and 3D Video. Seit seinem Abschluss als Diplom-Ingenieur arbeitet er als 3D Berater in den unterschiedlichsten Projekten (www.3d-consult.eu). Dazu gehören sowohl Forschungsprojekte im Bereich der Stereoskopie am Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt e.V. (DLR) und bei Firmen aus der Wirtschaft, als auch die Tätigkeit als 3D Berater bei unterschiedlichsten Projekten im Filmbereich. Neben seinen Beratungstätigkeiten promoviert er an der TU Ilmenau am Institut für Medientechnik. Seine Forschungen umfassen die physiologischen Faktoren bei der Betrachtung von stereoskopischen Bildinhalten und die Erschaffung bestmöglicher Technologien, um eine dreidimensionale Bildbetrachtung ohne physische Beschwerden beim Betrachter zu ermöglichen.

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Die Zeit des Handelns (Vortrag)

Die Zeit des Handelns artikuliert sich gemäß den praktischen Anforderungen und Interessen konkret Handelnder. Als durch Bedeutsamkeiten ausgezeichnete Zeit ist sie wesentlich erfüllte und gestimmte Zeit. Erfahren wird sie - metaphorisch gesprochen - nicht als lineare Zeit, als ständig flüchtiger Übergang oder als kontinuierliches und gleichförmiges Fließen, sondern in diskontinuierlichen Zeiträumen und strukturierten Zeitfeldern, die je nach Handlungstyp unterschiedlich akzentuiert werden.

Prof. Dr. Karl Mertens, Studium der Philosophie, Deutschen Philologie und Geschichte in Köln, Freiburg und Zürich; 1993 Promotion in Köln; 2001 Habilitation in Kiel; 2002-2004 Vertretung einer Professur für Erkenntnistheorie, Wissenschaftstheorie und Logik an der Universität Köln; seit 2004 Lehrstuhl für Philosophie II (Schwerpunkt: Praktische Philosophie) an der Universität Würzburg. Arbeiten zur Handlungstheorie, Erkenntnistheorie, Sozialphilosophie und Ethik.

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Braucht Karriere Zeit? (Podiumsdiskussion)

Sind Studium und Promotion für Dich möglichst schnell zu überwindende Hürden auf dem Weg zur eigenständigen Forschung oder zum lukrativen Job - oder eher ein Lebensgefühl? Du möchtest wissen, wie und warum man vier Hauptfachabschlüsse an doppelt so vielen Universitäten macht? Oder wie Doppeldoktor- und Professorentitel noch vor dem 30. Lebensjahr erreichbar sind? Die erste Podiumsdiskussion auf der MinD-Akademie beschäftigt sich mit Themen rund um die Frage: Wie sind Turbokarrieren möglich - und sind sie sinnvoll?

Diskussionsteilnehmer bislang: Prof. Dr. Thomas Meuser, Prof. Dr. Dr. Georg Schneider, Wolf S.

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Time and the brain (English talk) Englischer Programmpunkt

The ability to precisely judge a temporal duration is critical for almost all behavioural, cognitive and motor functions. It's also necessary for all decisions we have to make in our daily life. We have to estimate when we start driving at a busy intersection, the time to strike a music note to play a song on a piano or when to move our arm to hit the ball perfectly in a tennis match. This temporal control of behaviour is guided by an internal clock. But how is this internal clock organized? How is this internal clock influenced by a distractor or by a drug? And finally, where is it located in the brain?

Tobias Ohmann, Dipl Biochem, hat an der Ruhr Universität Bochum Biochemie studiert. Verfasste seine Diplomarbeit mit dem Thema "Electrophysiological correlates of temporal response scheduling in the avian equivalent of the prefrontal cortex" dann im Institut für kognitive Neurowissenschaften in der Abteilung für Biopsychologie. Seit April 2006 ist er auch dort Doktorand. Seitdem liegt der Forschungsschwerpunkt auf der Erforschung der neurobiologischen Grundlagen der Zeitverarbeitung.

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Ist Zuspätkommen unhöflich? - Ein Blick auf andere Zeitkulturen (Vortrag)

In Zeiten der Globalisierung ist es nötig, sich mit anderen Zeitkulturen auseinanderzusetzen. Um die fremden Zeitkulturen besser zu verstehen, ist ein Blick auf unsere Geschichte hilfreich. Der Vortrag baut auf Erfahrungen in Lateinamerika und Asien auf.

Prof. Margarete Payer, geboren 1942 in Hamburg, aufgewachsen im Saarland. Studium der ev. Theologie in Mainz, Wien und Tübingen (Abschluss: Magister der Theologie). Angestellte im Institut für Spätmittelalter und Reformation an der Universität Tübingen. Ausbildung zur Diplombibliothekarin an wissenschaftlichen Bibliotheken. Sieben Jahre lang tätig in der Universitätsbibliothek Tübingen. Von 1980 bis 2007 an der FH für Bibliothekswesen, heute Hochschule der Medien, Fakultät für Information und Kommunikation, Studiengänge Wirtschaftsinformatik und Electronic Services. Fächer: Internationale Kommunikationskulturen, Computervermittelte Kommunikation, Entwicklungsländerstudien, Digitale Bibliothek und Formalerschließung. Längere Praktika im jeweiligen Forschungssemester in den USA, Australien, Indonesien, Philippinen und Bolivien. Ausgedehnte Reisen u.a. in Thailand, Laos und Indien. Seit 1969 verheiratet mit dem Indologen Alois Payer. Homepage: www.payer.de

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Cittaslow (Vortrag)

"Städte in denen Menschen leben, die neugierig auf die wieder gefundene Zeit sind" - so beginnt die Charta der Internationalen Vereinigung der lebenswerten Städte "Cittaslow". "Slow" steht für die Erkenntnis, dass Hast und Hetze dem Zusammenleben der Menschen abträglich sind und dass, wie der Schweizer Ivo Muri schrieb, "eine Gesellschaft, die keine Zeit hat, nicht lebt." Die Vereinigung hat sich folgenden Zielen verschrieben: Nachhaltige Umweltpolitik; Charakteristische Stadtstruktur; Gastfreundschaft; Kultur und Tradition; Typische Kulturlandschaft; Regionaltypische Produkte; Regionale Märkte; Bewusstseinsbildung. Diese Ziele umzusetzen ist ein nie abzuschließender Prozess, weil man sich auch künftig auf immer wieder sich verändernde Bedingungen einzustellen hat.

Wolfgang Plattmeier, Dipl.-Volkswirt, Jahrgang 1944, verheiratet, 3 Kinder, ist 1. Bürgermeister der ersten deutschen Cittaslow-Stadt Hersbruck. Nach dem Studium der Volkswirtschaft, Sozialpolitik und Rechtswissenschaften wurde er Mitglied des Stadtrates Hersbruck (1971-1980 und 1984-1986); ab 1977 wissenschaftlicher Mitarbeiter des Staatssekretärs im Bundesbauministerium, MdB Dr. Dieter Haack; später persönlicher Referent des Bundesbauministers Dr. Dieter Haack; ab 1985 Hauptstelle der Bundesanstalt für Arbeit, Bereich Berufsberatung; seit 1986 1. Bürgermeister der Stadt Hersbruck. Nebenamtliche Tätigkeit u.a. als Mitglied im Hauptausschuss des Bayer. Städtetages, Geschäftsführer der Frankenalb Therme, Aufsichtsratsvorsitzender der Hersbrucker Energie- und Wasserversorgungs GmbH, Stellv. Vorsitzender des BRK Bezirksverbandes Oberfranken/Mittelfranken und Mitglied des Kreistages.

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Todeszeitpunkte - Forensische Entomologie (Vortrag)

Das Gebiet der Forensichen Entomologie beschäftig sich mit Kriminalfällen aus insektenkundlicher Sicht. Leichen sind für weit über hundert Gliederfüßerarten (Arthropoda) - insebesondere für Fliegen (Diptera) und Käfer (Coleoptera) - Brutstätte, Nahrungsquelle und Lebensraum. Mit den postmortalen Veränderungen der Leiche gehen zeitlich überlappende Faunen einher, die als Besiedlungswellen bezeichnet werden. Da Arthropoden die mit Abstand artenreichste und wichtigste Gruppe aller Lebewesen auf der Erde darstellen und daher auch in scheinbar unwirtlichen Habitaten noch an Leichen anzutreffen sind, dienen sie seit langem der rechtsmedizinisch-kriminalistischen Untersuchung von Todesfällen. Neben der postmortalen Liegezeitbestimmung helfen Arthropodenuntersuchungen auch bei der Aufklärung von Leichenverbringungen und Wundartefakten sowie sozialen bzw. hygienischen Fragstellungen bei Lebenden und Toten. Im Vortrag werden Kriminalfälle vorgestellt, für deren Bearbeitung die gefundenen Insekten eine Rolle gespielt haben, sowie aktuelle Forschungsthemen aus dem Bereich der Forensischen Entomologie.

Saskia Reibe hat in Köln Biologie studiert und ihre Diplomarbeit über die Embryonalentwicklung beim Zebrafisch geschrieben. Seit 2006 promoviert sie am Bonner Institut für Rechtsmedizin im Themenbereich Forensische Entomologie. In den acht Jahren ihrer Arbeit mit dem Kriminalbiologen Mark Benecke hat sie viele Einblicke in das Gebiet der Forensische Entomologie bekommen, u.a. organisiert sie mit ihm zusammen Studentenkurse und arbeitet an den Fällen mit.

Waltraud Wetzel hat in Würzburg Biologie studiert und im Hauptstudium Rechtsmedizin und Zoologie belegt. Während ihrer Zeit im Institut für Rechtsmedizin in Würzburg konnte sie Einblicke in den Bereich der forensischen Entomologie gewinnen und entschied sich zu einer Diplomarbeit im Bereich der forensischen Entomologie in Bonn.

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Zeitmanagement- und Produktivitätsmethoden im Überblick (Workshop)

In diesem Workshop wollen wir gemeinsam einen möglichst umfassenden Überblick über die gängigen Zeitmanagement- und Produktivitätsmethoden gewinnen. Dabei wollen wir Gemeinplätze ("da muss jeder selbst herausfinden, was für ihn am Besten funktioniert") genauso wie Werbebotschaften ("Das XYZ-System ist einfach viiiiel schlauer") vermeiden. Vielmehr ist es das Ziel, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der diversen mehr oder weniger bekannten Systeme möglichst genau aufzuzeigen. Idealerweise entsteht aus dem Workshop eine umfassende Übersicht zur Publikation im Tagungsband, die jenen helfen kann, die tatsächlich herausfinden wollen, "was für sie am Besten funktioniert". Die Referenten beschäftigen sich seit längerem in ihrer Freizeit mit diesem Thema, hoffen und bauen aber auf fruchtbaren Input der Gruppe. Wir verstehen uns also nicht als Vortragende, sondern als Moderatoren und die Veranstaltung wird als Workshop durchgeführt.

Artus Ph. Rosenbusch ist Diplom-Mathematiker und promoviert derzeit in Darmstadt, gefördert durch die SDW, indem er seine Ansätze in der Spieltheorie (Rationalität von Fairnessforderungen) vertieft. Zu den Workshopthemen hat er keinen ausgewiesenen Bezug. Als vielseitig engagierter und gleichzeitig ganz besonders fauler Mensch beschäftigt er sich allerdings durchaus "nebenbei" mit diesem Themengebiet. Als MHNler kennt man ihn von den bunten Abenden der letzten Jahre, wo er mit eigenen Liedern auf der Bühne stand, als Referenten der letzten MinD-Akademie (Lieder schreiben - Workshop), oder als einen der "Typen mit Gitarren" auf dem Outdoor-Workshop oder dem Glücksseminar. Mehr zu ihm gibt es auf www.aphr.de.

Hendrik Baier ist Informatiker und Linguist und macht derzeit seinen Master in Cognitive Science in Osnabrück, mit Schwerpunkten in Künstlicher Intelligenz und Computerlinguistik. Er hat seine Nase in zahlreichen angrenzenden Wissenschaftsgebieten, in Musik, Design, Architektur, Literatur, tanzt, lernt Italienisch und versucht Klavier und Fotoapparat keinen Staub ansetzen zu lassen. Um das alles ein bisschen weniger unmöglich zu machen, recherchiert und testet er seit einiger Zeit Methoden zum effizienteren Einsatz von Aufmerksamkeit, Energie und Zeit. MHN zuliebe tut er manchmal auch so, als könnte er singen, oder turnt durch den Wald.

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Zeit für Zärtlichkeit - Erotic Food als sinnliche Erfahrung (Workshop)

Essen bedeutet mehr als Energiezufuhr: in diesem Seminar geht es darum Erfahrungen zu machen und zu erleben, wie sinnlich die Erfahrung des Essens sein kann. Die Teilnehmer machen haptische und sensuelle Erfahrungen mit allen Sinnen. Teil des Workshops wird es sein Ideen und Erfahrungen zum Thema sinnliche Inszenierung aus zu tauschen, zu erweitern und kennen zu lernen. Bitte Allergien im Vorfeld mitteilen. (Vorabkontakte unter paula@rosengarthen.de möglich und erwünscht)

Paula L. Rosengarthen, geboren 1974 , arbeitet seit 2007 als Sexualberaterin ISBB, vorher als Erotikinstruktorin, Konzepterin, Autorin, Schauspielerin. Sie lebt queer in verbindlicher Ehe und vollvernetztem Polyrudel. Wohnhaft ist sie in München. Aus über 450 Einzelberatungen und Gesprächen über Fragen zu und über Erotik, Sex, Coming-Out und Prävention entwickelten sich erste Workshops. Zunächst als Offerte vorrangig an lesbische und bisexuelle Frauen verstanden, richtet sie dieses Angebote seit 2003 an Menschen jeglicher geschlechtlicher Identität und Präferenz, so z.B. bei Veranstaltungen wie im Rahmen der Xplore 04 -07. Sie arbeitet als Sexualberaterin ISBB mit dem Institut von Lothar Sasndfort zusammen und bildet soziale Fachkräfte aus. Spannend findet sie alle Arten und Zugänge zu Sexualität und Körper, sie netzwerkt und lernt gern. Selbst erfährt sie in Projekten zu Fotografie und Körper einen intensiven Zugang zu Emotion, Material, Position und Bild. Privat hegt sie eine große Leidenschaft für antiquarische sexualwissenschaftliche Bücher sowie für Improtheater, Fotografie und Kriminalliteratur. Mehr zur Person: www.rosengarthen.de

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Die Zeit anhalten - Wahrnehmungsexperimente (Workshop)

In diesem sehr praktischen Seminar möchte Paula L. Rosengarthen den Raum zum Experimentieren mit Seilen, Tüchern etc. geben. Wie beeinflusst Zeit Spannung und Entspannung? Die TeilnehmerInnen werden gehalten, reduziert und erfahren meditative Momente. Bequeme gerne enganliegende Kleidung mitbringen (Strumpfhose, Leggins, Body etc.) - empfehlenswert auch ein eigenes Handtuch oder eine Decke.

Paula L. Rosengarthen, geboren 1974 , arbeitet seit 2007 als Sexualberaterin ISBB, vorher als Erotikinstruktorin, Konzepterin, Autorin, Schauspielerin. Sie lebt queer in verbindlicher Ehe und vollvernetztem Polyrudel. Wohnhaft ist sie in München. Aus über 450 Einzelberatungen und Gesprächen über Fragen zu und über Erotik, Sex, Coming-Out und Prävention entwickelten sich erste Workshops. Zunächst als Offerte vorrangig an lesbische und bisexuelle Frauen verstanden, richtet sie dieses Angebote seit 2003 an Menschen jeglicher geschlechtlicher Identität und Präferenz, so z.B. bei Veranstaltungen wie im Rahmen der Xplore 04 -07. Sie arbeitet als Sexualberaterin ISBB mit dem Institut von Lothar Sasndfort zusammen und bildet soziale Fachkräfte aus. Spannend findet sie alle Arten und Zugänge zu Sexualität und Körper, sie netzwerkt und lernt gern. Selbst erfährt sie in Projekten zu Fotografie und Körper einen intensiven Zugang zu Emotion, Material, Position und Bild. Privat hegt sie eine große Leidenschaft für antiquarische sexualwissenschaftliche Bücher sowie für Improtheater, Fotografie und Kriminalliteratur. Mehr zur Person: www.rosengarthen.de

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Zeit sparen bei Teamentscheidungen (Workshop)

Klärungsprozesse sind mit wesentlichem, manchmal immensem Zeitaufwand verbunden. Teamsitzungen kosten in der Regel Hunderte von Euro, und auch wenn sie nicht bezahlt werden, kostbare Lebenszeit. Wie kann nun dieser Zeitaufwand verringert werden, ohne die Qualität der Klärungsprozesse zu senken? Kann Zeitdruck auch förderlich sein? Kann und sollte man den Prozess auf seine "sachlichen" Anteile konzentrieren? Der Workshop bietet Erfahrungsaustausch, Input und Experimentiermöglichkeiten für Praktiker der Moderation und solche, die es werden wollen. Eigene Anleitungserfahrung ist erwünscht, aber nicht Voraussetzung.

Axel Rutz studierte Mathematik und Volkswirtschaft. Nach mehrjähriger Tätigkeit als Projektleiter im Energiecontracting, später im Onlinejournalismus, ist er seit 2003 mit der Projekt- und Beratungsagentur "Konzepto" selbständig. Undogmatisch und humorvoll verbindet er Weisheitsquellen von Tantra bis Zen mit eigener Lebens- und Beratungserfahrung.

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Braucht Karriere Zeit? (Podiumsdiskussion)

Sind Studium und Promotion für Dich möglichst schnell zu überwindende Hürden auf dem Weg zur eigenständigen Forschung oder zum lukrativen Job - oder eher ein Lebensgefühl? Du möchtest wissen, wie und warum man vier Hauptfachabschlüsse an doppelt so vielen Universitäten macht? Oder wie Doppeldoktor- und Professorentitel noch vor dem 30. Lebensjahr erreichbar sind? Die erste Podiumsdiskussion auf der MinD-Akademie beschäftigt sich mit Themen rund um die Frage: Wie sind Turbokarrieren möglich - und sind sie sinnvoll?

Diskussionsteilnehmer bislang: Prof. Dr. Thomas Meuser, Prof. Dr. Dr. Georg Schneider, Wolf S.

Prof. Dr. Dr. Georg Schneider, Jahrgang 1980, hat von 1998 bis 2001 an der Universität Wien Mathematik studiert und dort im gleichen Fach ein Jahr später promoviert. 2004/2005 verbrachte er als Visiting Scholar an der University of Stanford, 2005 folgte in Wien die Promotion in Wirtschaftswissenschaften. Beide Promotionen wurden mit der in Österreich höchstmöglichen Ehrung für Studienleistungen „Promotio sub auspiciis Praesidentis rei publicae ausgezeichnet. Seit 2007 ist er Inhaber des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre, insbes. Externes Rechnungswesen an der Universität Paderborn (W3-Professur).

Wolf S., Dipl. Inf., Dipl. Psych., Master of Electrical Engineering, ETP/MBA, hat an den Universitäten Mainz, Karlsruhe, Saarbrücken, Hamburg, UNAM (Mexico City), Naganuma (Tokyo), Yonsei (Seoul) und am MIT (USA) eine Vielzahl von Fächern studiert - und abgeschlossen. Parallel dazu oder zwischendurch war er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Business Strategy Consultant, Robot Engineer, Software Design Engineer, Camera Engineer etc. angestellt und hat über 50 Staaten bereist. Auch zukünftig möchte er dem Prinzip des lebenslangen Lernens treu bleiben - für die nähere Zukunft ist das Studium der Medizin in Planung.

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Zeit für Bildung (Vortrag)

Zeit spielt im Prozess des Lernens und der Bildung eine entscheidende Rolle, weil sie bedingender Faktor für diese Prozesse ist und weil wir uns im und durch Lernen zu ihr in verschiedenster Art und Weise verhalten. Deshalb ist umso verwunderlicher, dass bildungstheoretisch und -empirisch bislang kaum geklärt ist, wie z.B. aus subjektiver Sicht das Konzept des 'Lifelong and lifewide Learning' mit Blick auf die Ressource und den Wert 'Zeit' realisiert werden kann. Wie wird Zeit für Lernen genutzt, welche Zeitpräferenzen sind im Erwachsenenalter erkennbar und wie verändern sich diese situativ und lebensphasenspezifisch? Welche Rahmungen sind aus subjektiver Sicht nötig, um Lernen ein Leben lang auf Kontinuität zu stellen? Diesen und weiteren Fragen soll im Vortrag mit anschließender Diskussion temporaltheoretisch nachgegangen werden.

Prof. Dr. phil. habil. Sabine Schmidt-Lauff, geb. 1968. Studium Magister Artium 'Pädagogik und Allgemeine Rhetorik' an der Eberhard-Karls-Universität, Tübingen. 1999 Promotion an der Universität Hamburg, mit dem Titel "Kooperationsstrategien in der betrieblichen Weiterbildung - Unternehmen und Bildungsanbieter als Partner?". 2007 Habilitation an der Humboldt-Universität zu Berlin. Titel "Zeit für Bildung im Erwachsenenalter - Interdisziplinäre und empirische Zugänge". Seit Januar 2008 Professorin für Erwachsenenbildung und Weiterbildung am Institut für Pädagogik und Philosophie an der Technischen Universität Chemnitz. Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte: Betriebliche und Berufliche Weiterbildung, Professionalisierung und Professionalität in der Erwachsenenbildung, Europäische Perspektiven des Lebenslangen Lernens, Zeitfragen des Lernens Erwachsener; Temporalität und Bildung.

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Braucht Karriere Zeit? (Podiumsdiskussion)

Sind Studium und Promotion für Dich möglichst schnell zu überwindende Hürden auf dem Weg zur eigenständigen Forschung oder zum lukrativen Job - oder eher ein Lebensgefühl? Du möchtest wissen, wie und warum man vier Hauptfachabschlüsse an doppelt so vielen Universitäten macht? Oder wie Doppeldoktor- und Professorentitel noch vor dem 30. Lebensjahr erreichbar sind? Die erste Podiumsdiskussion auf der MinD-Akademie beschäftigt sich mit Themen rund um die Frage: Wie sind Turbokarrieren möglich - und sind sie sinnvoll?

Diskussionsteilnehmer bislang: Prof. Dr. Thomas Meuser, Prof. Dr. Dr. Georg Schneider, Wolf S.

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Improviationstheater (Workshop)

Auf der MinD-Akademie findet auch dieses Jahr wieder ein Schnupper-Workshop Improviationstheater statt. Das beliebte Thema findet diesmal seinen Platz am Donnerstag um 23 Uhr. Dabei geht es natürlich um das Thema "Zeit": Wir spielen schnelle Szenen, ruhige-gemächliche Szenen, Zeitsprünge, Szenen mit rückwärts laufender Zeit, Wechsel von langsamem und schnellem Ablaufen in einer Szene, "Tod zur Halb-Zeit", ... - da gibt es wunderbare Disziplinen. Experten und Neulinge ohne Vorkenntnisse werden etwas lernen. Und wir werden viel Spaß haben.

Alexander Scivos, 35, ist einer der MHN-Gründer, promoviert in Informatik und ist freiberuflich als Trainer für IT und Schlüsselqualifikationen tätig. Er spielt seit 1997 in mehreren Improvisationstheatergruppen in Deutschland Theatersport und hat fast jedes Jahr ein bis zwei Seminare zu diesem Thema geleitet, für Anfänger und Fortgeschrittene. In seiner Freizeit fährt er gern Rad, diskutiert gern, sammelt Papierservietten, reist und hat daher nie wirklich Zeit - und ist daher vielleicht goldrichtig für diese Akademie. zwinkernd

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Tages-Themen (Workshop)

Zur besten Tages-Themen-Zeit wollen wir zurückblicken auf alle Themen des Tages. Ihr könnt euch kurz informieren, was in den Workshops und Vorträgen erzählt wurde, die ihr leider verpasst habt (weil ihr z. B. parallel in einem anderen Vortrag wart). Außerdem werden wir Gelegenheit haben, interessante Punkte und Fragen anzudiskutieren. Dieser strukturierte und moderierte Rückblick ist ideal, um die ganzen neuen Eindrücke und Informationen nochmal zu ordnen.

Alexander Scivos, 35, ist einer der MHN-Gründer, promoviert in Informatik und ist freiberuflich als Trainer für IT und Schlüsselqualifikationen tätig. Er spielt seit 1997 in mehreren Improvisationstheatergruppen in Deutschland Theatersport und hat fast jedes Jahr ein bis zwei Seminare zu diesem Thema geleitet, für Anfänger und Fortgeschrittene. In seiner Freizeit fährt er gern Rad, diskutiert gern, sammelt Papierservietten, reist und hat daher nie wirklich Zeit - und ist daher vielleicht goldrichtig für diese Akademie. zwinkernd

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Auszeit: Eine Reise in die Berge Nepals (Vortrag)

Im Mai dieses Jahres habe ich mir, von der Hektik des Alltags, eine Auszeit genommen und bin zusammen mit drei Freunden zum Base-Camp des Mt. Everest aufgebrochen. Während der dreiwöchigen Wanderung hatte sich unsere Zeitwahrnehmung völlig verschoben: "Was für einen Tag haben wir heute eigentlich?" - "Ich glaube der 18te" - "Ne, es dürfte doch erst der 16te sein." - "Auf alle Fälle haben wir Dienstag." - "Ach, ich dachte es sei Samstag." Derartige Dialoge zeigen, wie unwichtig uns die Zeit geworden war. Im Vortrag wird es - eingebettet in Nepalimusik zum relaxen und vielen Bildern aus der Bergwelt des Himalaya - darum gehen, zu reflektieren, wie wir im Alltag mit unserer Zeit umgehen - gesehen aus der Perspektive eines Wanderers, der alle Zeit der Welt hat, und der sich diese auch nehmen muss, denn auf über 5000 Meter Höhe zwingen einen der reduzierte Sauerstoffgehalt in der Luft und die Höhenkrankheit dazu manche Dinge einfach langsamer anzugehen.

Bernhard Seckinger, geboren 1972, studierte Mathematik und Informatik in Karlsruhe und Freiburg und arbeitet seit 2003 als freischaffender Rätselautor (www.croco-puzzle.com). Unter anderem schreibt er seither regelmäßig die bekannte ZEIT-Kolumne "Logelei von Zweistein". 2006 wurde er mit dem deutschen Nationalteam Vizeweltmeister im Rätsellösen. In seiner Freizeit spielt er das asiatische Brettspiel Go, kartiert im OpenStreetMap-Projekt Teile von Deutschland, malt (vorwiegend mit Ölfarben) Bilder, schreibt an einem Roman der Ende 2015 fertig sein soll, interessiert sich für eine breite Themenvielfalt und kann sich (vielleicht deswegen) stundenlang in Bücher aller Art vertiefen.

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Time and memory (English talk) Englischer Programmpunkt

Without memory functions we would not be able to gather knowledge, form motor abilities or cope with everyday life requirements. Therefore, memory plays an decisive role. It allows us to maintain information for a few seconds or minutes, e.g. to solve an arithmetic problem, as well as to remember information over a long time period, e.g. facts for an exam next week or important events that happened years ago. But how is this information encoded and stored in memory? Are there different types of memory depending on the storage duration? How can we retrieve information from memory? And furthermore, what are the neural correlates of memory?

Dipl.-Psych. Anna Seemüller studierte an der Philipps-Universität Marburg. Ihre Diplomarbeit verfasste Sie zu dem Thema Aufrechterhaltung im Arbeitsgedächtnis trägt zur Speicherung im Langzeitgedächtnis bei: Eine EEG-Studie. Seit Mai 2007 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Arbeitsgruppe Kognitive Psychophysiologie und promoviert im Rahmen des Graduiertenkollegs NeuroAct. Für die diesjährige MinD-Akademie organisiert sie gemeinsam mit Martin Dresler und Tanja Gabriele Baudson das Programm.

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Psychologische Intelligenzforschung: Provokation und Potential (Vortrag)

Im vorliegenden Vortag wir ein Überblick über die psychologische Intelligenzforschung gegeben. Dabei wird die Position vertreten, dass die Kernfrage aus über 100 Jahren Strukturforschung ("Was ist Intelligenz?") als beantwortet betrachtet werden kann. Gleichsam hat wohl kaum ein Konstrukt psychologischer Forschung eine so weitreichende diagnostische Kraft für eine Vielzahl von Anwendungsgebieten wie die psychometrische Intelligenz. Einige dieser Zusammenhänge sollen im Vortrag aufgezeigt werden. Im Anschluss werden ausgewählte Inhaltsbereiche referiert, anhand derer sich zeigen lässt, welches Provokationsmaterial nach wie vor in der Intelligenzforschung steckt. In diesem Kontext werden vor allem Befunde aus der Differentiellen und der Pädagogischen Psychologie, der Verhaltensgenetik sowie der Molekulargenetik referiert. Dabei soll der aktuelle Stand der diesbezüglichen Grundlagenforschung vermittelt werden.

Prof. Dr. Frank M. Spinath, geboren 1969, absolvierte das Studium der Psychologie in Bielefeld und promovierte dort im Jahre 1999 zum Thema Validität von Fremdbeurteilungen. Im Winter 2001/2002 absolvierte er einen halbjährigen Forschungsaufenthalt bei Robert Plomin am Institute of Psychiatry in London. Der Forschungsschwerpunkt von Frank M. Spinath liegt im Bereich der Verhaltensgenetik (hier insbesondere Intelligenz und Persönlichkeit) und er war aktiv beteiligt an zwei der größten Zwillingsforschungsprojekte der Nachkriegszeit (z.B. German Observational Study of Adult Twins, GOSAT und Twins Early Development Study, TEDS). Nach seiner Habilitation im Jahre 2003 erhielt er 2004 den Ruf an die Universität des Saarlandes. Dort hat er gegenwärtig den Lehrstuhl für Differentielle Psychologie und Psychologische Diagnostik (W3) inne. Zur Zeit forscht Frank M. Spinath zum Thema Einflussfaktoren auf Schulleistungen und zur Ätiologie von Intelligenz und Motivation.

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Ist die Gegenwart eine Illusion? (Vortrag)

Die Zeit bringt einen philosophisch ins Grübeln: Die Vergangenheit ist nicht mehr da, die Zukunft noch nicht - ist wenigstens die Gegenwart etwas, das klarerweise existiert? Bei genauerem Hinsehen wird auch sie problematisch: Ist sie eine bloße Grenze, wie kann sie dann erlebt werden? Ist sie ausgedehnt, wie kann sie dann die Grenze zwischen Vergangenheit und Zukunft sein? Bewegt sich die Zeit durch die Gegenwart hindurch oder bewegt sie sich gleichsam durch die Zeit? Ist die Gegenwart etwas Subjektives, oder gibt es sie objektiv als Umschlagspunkt von Möglichkeit in Wirklichkeit? Doch kann es sie objektiv geben, wenn selbst nur Gleichzeitigkeit relativ auf ein frei gewähltes Bezugssystem existiert? Der Vortrag soll eine mögliche Antworten auf diese Fragen vorstellen und dafür plädieren, dass die Gegenwart keine Illusion, dies aber auch nicht selbstverständlich ist.

Prof. Dr. Niko Strobach, geb. 1969, ist Professor für Analytische Philosophie an der Universität des Saarlandes. Er forscht im Bereich von Metaphysik und Logik, besonders zur Zeitlogik und zur Philosophie von Raum und Zeit.

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Zeitreisen und Zeitmaschinen - Von der Science Fiction zur Wissenschaft (Vortrag)

Albert Einsteins Relativitätstheorie gestattet durch das Phänomen der Zeitdilatation Reisen in die Zukunft. Dieser Effekt ist experimentell bestätigt. Verblüffenderweise enthält die Relativitätstheorie aber auch Lösungen, die Universen mit Zeitkreisen beschreiben sowie lokale geschlossene zeitartige Kurven - das heißt Zeitmaschinen. So könnte man theoretisch mit Hilfe von Wurmlöchern - Verbindungen weit voneinander entfernter Regionen im All - sogar in die eigene Vergangenheit gelangen oder Botschaften dorthin senden. Auch Zeitumkehr, Paralleluniversen, mehrdimensionale Zeiten, Warp-Antriebe, Tachyonen, exotische Materie mit negativer Masse und überlichtschnelle Signalübertragungen sind inzwischen ein Thema in der modernen Physik. Doch Zeitmaschinen bringen die Gefahr von Zeitparadoxien mit sich, wenn Wirkungen ihre eigene Ursache sind oder aber verhindern. Bedeuten Zeitreisen also eine Krise für die Physik oder werden sie von den Naturgesetzen "verboten"? Und was ist überhaupt Zeit - oder ist sie, wie Einstein sagte, bloß eine "hartnäckige Illusion?"

Rüdiger Vaas ist Philosoph, Publizist, Wissenschaftsjournalist sowie Astronomie- und Physik-Redakteur bei dem Monatsmagazin "bild der wissenschaft". Er hat zahlreiche Arbeiten zum Thema "Zeit" veröffentlicht und das Kosmologie-Buch "Beyond the Big Bang" (Springer 2008) herausgegeben. Auch einige Science-Fiction-Erzählungen stammen von ihm. Außerdem sind von ihm mehrere populärwissenschaftliche Bücher erschienen, zuletzt "Schöne neue Neuro-Welt. Die Zukunft des Gehirns" (Hirzel 2008). Eine weiterführende Ergänzung zu seinem Vortrag ist sein Buch "Tunnel durch Raum und Zeit. Einsteins Erbe - Schwarze Löcher, Zeitreisen und Überlichtgeschwindigkeit" (Frankh-Kosmos 2006, 2. Auflage).

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Zeit im Film - Zeitraffer selbst gemacht (Workshop)

Film ist ein zeitbasiertes Medium, in dem die Darstellung der Zeit stark manipuliert werden kann. Kein Film bildet Echtzeit ab, viele Schnitte sind Zeitsprünge. Zeitlupen und Zeitraffer machen Vorgänge sichtbar, die für das menschliche Auge zu schnell oder zu langsam ablaufen. Ich werde Filmbeispiele zeigen und eine aktuelle Videokamera mit Zeitlupen-Funktion vorführen. Die Teilnehmer bekommen Gelegenheit, aus einer Serie von Standbildern einen eigenen Zeitraffer-Film zu erstellen.

Achim Wagenknecht, M.A., hat in Düsseldorf Philosophie, Informationswissenschaft und Politik studiert. Seit 1994 veröffentlicht er Fachartikel zu Computerthemen, seit 2001 auch zu digitalem Video.

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Trommeln und Tanzen (drumming and dancing)(Workshop) Englischer Programmpunkt

Hier wird die Zeit als Rhythmus körperlich und sinnlich erfahrbar. Eingeladen ist jeder, der Lust hat, zu trommeln oder zu tanzen. Wer eine Trommel hat, möge sie bitte mitbringen. Ich selbst werde eine Djembe und ein Paar Bongos mitbringen. Der Rhythmus entfaltet sich aber auch beim Händeklatschen und Füßestampfen, wir können auch auf Tische trommeln. Wir werden gemeinsam den Rhythmus spüren und zum fließen bringen. Vorkenntnisse? Forget about "Vorkenntnisse"! Feel the Rhythm!

Achim Wagenknecht, M.A., hat in Düsseldorf Philosophie, Informationswissenschaft und Politik studiert. Seit 1994 veröffentlicht er Fachartikel zu Computerthemen, seit 2001 auch zu digitalem Video. Seine Djembe steht immer im Büro bereit und sorgt für den körperlichen Gegenpol zur geistigen Beschäftigung.

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How to measure time? (English talk) Englischer Programmpunkt

Since ever people compare various things, that’s true also for periods of time. A measurement in the physical sense is only a very special comparison. Something is compared with a defined standard. Periodic and reproducible processes have been and are still used as standards to measure periods of time. The common standard of comparison for time measurements has changed often during history. This talk shows how time was measured in former times and is measured today.

PD Dr. Stefan Wehner, born 1969, married. He studied physics at the Universität Bayreuth, earned an PhD from the same institution in 1999 for his studies on the mechanisms of the reactions between hydrogen atoms and surface adsorbates. In 2000 he went to the US for his postdoc. In 2006 he habilitated in the field of nonlinear effects in surface science. He is now a teacher and researcher at the Universität Bayreuth (www.ep3.uni-bayreuth.de). Besides physics he is very involved in the boy scouts (www.pbw.org).

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Time travel and the human brain (English talk) Englischer Programmpunkt

Traveling through time is a dream that so far has become true in science-fiction novels only. However, the human brain developed a capacity that frequently sends our thoughts into our past and future - mental time travel. If the human mind travels through time, it evokes vivid images rich in details and emotions, thereby reconstructing what happened in the past or pre-experiencing what could happen in the future. The ability to remember events from our past has been subject of numerous scientific studies, but only recently have researchers begun to explore how people envision their future. Different lines of research all point to a tight link between memory for the past and thinking about the future. But what happens in the brain if we mentally travel through time? Recent neuroscientific studies revealed first answers to that question.

Julia Weiler, Dipl.-Biol., hat an der Ruhr-Universität Bochum Biologie mit dem Schwerpunkt Neurowissenschaften studiert. Ihr Studium schloss sie mit einer Diplomarbeit über das visuelle System des Menschen an der University of California in Berkeley ab. Die Arbeit wurde mit dem Rotary-Universitätspreis (Bochum) für Nachwuchswissenschaftler ausgezeichnet. Seit 2007 promoviert sie in der International Graduate School of Neuroscience und Ruhr-University Research School (Ruhr-Universität Bochum) über die neuronalen Grundlagen des mentalen Zeitreisens. Ein weiteres wissenschaftliches Interesse umfasst den Einfluss des gesunden Alterns und der Schizophrenie auf das belohnungsabhängige Lernen.

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Leben wir in Zeitgefängnissen? Der Mensch als Schöpfer und Opfer seiner Vorstellungen von Zeit (Vortrag)

Zeitmaßvorstellungen beherrschen unseren Alltag. Zeit verdeutlicht, markiert und begrenzt Leben. Der Mensch ist sich der Kürze seiner Verweildauer bewusst, er leidet darunter und klagt darüber. Zeit prägt den Menschen. Aber der Mensch prägt auch die Zeit und geht mit ihr um. Wir haben Zeit, wir nehmen uns Zeit, wir lassen uns Zeit, wir nützen die Zeit, wir genießen die Zeit, wir vertrödeln die Zeit, wir verlieren die Zeit. Manchmal schöpfen wir aus ihrer Fülle, gelegentlich schlagen wir sie tot, oft leiden wir unter ihrem Druck. Mit dem Fortschreiten unseres Zivilisationsprozesses nimmt das Zeitbewusstsein zu. Der Vortrag erläutert die Zeitvorstellungen unterschiedlicher wissenschaftlicher Disziplinen und verschiedener Religionen. Er beschreibt die Entstehung von Kalendern. Er fragt, wieweit wir Zeit als Gefängnis betrachten und was es bedeutet, Menschen im Gefängnis mit Zeit zu bestrafen. Er fragt auch: "Warum sammelt der Häftling Frust und der Mönch Kraft in der Zelle?" - Ist Zeit ein soziales Konstrukt oder einfach das, was wir daraus machen?

Prof. Dr. Kurt Weis, geb. 1940, volljuristische, kriminologische und soziologische Ausbildung in Deutschland und den USA. In Harvard als Jurist promoviert, in Saarbrücken als Soziologe habilitiert, gern als Anthropologe unterwegs, arbeitet er seit 1980 an der Technischen Universität München. Dort leitete er, als Mitglied der beiden neuen Fakultäten für Wirtschaftswissenschaften und für Sportwissenschaft, bis 2006 das Fachgebiet Soziologie. Als Mitglied (seit 1992) der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste widmet er sich gern kulturwissenschaftlichen und fachübergreifenden Themen, als Associate (seit 1998) of the Hawaii Research Center for Futures Studies, University of Hawaii, HI, USA, setzt er die Zeit- und Zukunftsforschung fort. 2003 durchquerte er zu Fuß die Wüste Gobi, 2006 die Takla Makan Wüste. Seine letzten internationalen Tagungen galten Grenzerfahrungen und der Sinnsuche in der Natur. Zum Vortragsthema veröffentlichte er die beiden Taschenbücher "Was ist Zeit?" (1996, 5. Aufl.) und "Was treibt die Zeit?" (1998, 3. Aufl.) und mit Stefan Böschen "Die Gegenwart der Zukunft - Perspektiven zeitkritischer Wissenspolitik" (2007).

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Kommunikation im Zeichen der Zeit (Vortrag)

Nach zwei bis sieben Sekunden entscheiden wir bei einer ersten Begegnung mit jemandem über Sympathie oder Antipathie. Welche Zeichen sind es, die uns sekundenschnell zu einer bestimmten Blickrichtung gelangen lassen? Wieviel Zeit benötigen wichtige Nachrichten und Informationen, um bei ihrem Empfänger anzukommen und verstanden zu werden? Welche Auswirkungen und Nebeneffekte haben dabei unterschiedliche Kommunikationswege und -mittel im Wandel der Zeit? Von Steintafel und Höhlenmalerei bis hin zu SMS und Blackberry? Wie schnell und effektiv ist Kommunikation tatsächlich geworden? Und welche qualitative Bedeutung vermitteln uns persönliche Treffen versus e-mail-Flut von verschiedensten Kommunikationspartnern? Während der Präsentation werden wir Beispiele betrachten, die aufzeigen, dass moderne Medien eine faszinierende Addition wie auch eine komplexe Herausforderung der Kommunikation darstellen können. Wir werden diskutieren, welche Wege des Filterns von Informationsflut geeignet sind und welche - teilweise belustigenden - Tücken sich hinter moderner Kommunikation kurz- und langfristig verbergen. Dies wird eine interessante Anregung geben über Zeit und Gewicht persönlicher Begegnungen im aktuellen und individuellen Alltag nachzudenken.

Dr. Martina Wesselhoeft, seit 15 Jahren Mensa-Mitglied in Deutschland, seit 1997 Managerin in der Konsumgüterindustrie, aktuell außerdem Lehrbeauftragte für Kommunikation und Führung an der Fachhochschule Kaiserslautern. Sie studierte Wirtschaft an der Fernuniversität in Hagen als auch Naturwissenschaften in Hamburg sowie Göttingen und promovierte im Fachgebiet Neurobiochemie in Heidelberg. Martina lebt derzeit in Brüssel und verbringt ihre Zeit am liebsten mit Motorflug, Tanzen und Reisen in exotische Länder.

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Erlebte Zeit - Erzählte Zeit (Workshop)

Zeit erscheint das Konstanteste zu sein, was wir im Leben kennen. Hier in unseren Sphären ist von relativistischen Zeitverschiebungen wenig zu merken. Gleichzeitig dehnt und streckt sich die Zeit in unseren virtuellen Räumen. Die Vermittlung von erlebtem macht aus Sekunden minutenlange Schilderungen und rafft Stunden, Tage oder gar Jahr zu Minuten zusammen. Wir wollen herausfinden wie wir dabei von den Medien beeinflusst werden, mit denen wir unsere erlebte Zeit wieder geben. Wir werden die Choreographie eines Telefongesprächs mit dem Stakkato einer SMS vergleichen. Wie verändert ein Chat unser Erlebnis? Und wie nehmen wir die Vorgänge beim Chat wiederum als erlebte Zeit war? Verändern unsere Seh- und Hörgewohnheiten unser Erzählen und so gar unser erleben? All diese Frage sollten in dem Workshop erforscht werden.

Stefan Wladarsch, 1966 in Ingolstadt geboren, in der Kindheit als Legastheniker eingestuft und dabei HB getestet; Studium der physikalischen Technik an der FH München; Mitarbeit in der Chaosgruppe der TU-München (u.a. AK Philosophie; Mitarbeit bei einem Seminar über Nietzsche und Chaos); Seit der frühsten Jugend Kontakt zur Theaterarbeit (seit 6 Jahren vor allem als Impro-Theaterspieler) und seit mehr als 25 Jahren schriftstellerisch tätig (u.a. mehrere veröffentlichte Kurzgeschichten, regelmäßige Lesungen von Poesie); Arbeitet im Brotberuf als Qualitätsmanager (und "Teilzeitvater")

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Zeit in Sprache und Literatur (Vortrag)

Zeit ist eine grundlegende Kategorie auch jedes Sprechens. Jede Sprache stellt unterschiedliche Mittel zur Verfügung, die Zeit als Zeitordnung, Zeitmodus und Zeitdauer auszudrücken. Literarische Gattungen sind ebenfalls so gestaltet, dass sie sich auf unterschiedliche Weise zur Zeit und zur Zeitlichkeit des dargestellten Sachverhalts beziehen. Erzählungen etwa beziehen sich immer auf vergangene Ereignisse, selbst Zukunftsromane sind in einer Vergangenheitsform geschrieben. Anhand mehrere Texte bzw. Textpassagen soll gezeigt werden, wie wichtig Zeit für das Sprechen (und Denken) der Menschen ist und wie die Zeit sprachlich gestaltet werden kann.

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Norbert Richard Wolf ist emeritierter Professor der deutschen Sprachwissenschaft an der Universität Würzburg. Zu seinen Arbeitsgebieten gehört vor allem die semantisch fundierte Grammatik. Mehrere seiner Veröffentlichungen haben sich mit der Zeit und der Zeitgestaltung in der deutschen Sprache und in Texten befasst. Dazu kommt die Beschäftigung mit der Geschichte der deutschen Sprache; worüber ein Buch im Druck ist und im Herbst 2008 erscheinen wird.

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Spannung, Sport und Schiri-Schelte - Zeit und Beschleunigung im modernen Mediensport (Vortrag)

Die Zeit kann man sich als Menge der Momente vorstellen, die von Menschen in Bezug zu unterschiedlichen Wahrnehmungsinhalten und deren Weiterverarbeitung durch das Denken erlebt werden. Je mehr Wahrnehmungsinhalte pro Moment eintreffen, als desto aufregender wird eine Situation erlebt. Das gilt auch für Sportereignisse, bei denen die Live- und Fernsehzuschauer von spannenden, immer raffinierter und auch immer temporeicher werdenden Matches angezogen werden. Sportler und Trainer können sich dem Beschleunigungsdiktat sportlicher "Höher, besser, weiter"-Logik kaum entziehen. Für die menschliche Wahrnehmung jedoch ist irgendwann die Grenze zwischen Spannung und Unerkennbarkeit überschritten. Die Zuschauer erhalten dann eine Zeitlupe und die Schiedsrichter - nicht selten Schelte. Der Beitrag setzt sich mit den Wechsel- und Nebenwirkungen von Beschleunigung, Technikeinsatz und Fairness in einem medialisierten Sport auseinander.

Christiane Zehrer (Jahrgang 1980) stand jahrelang selbst als Fecht-Kampfrichterin an der Bahn und des Öfteren in der Kritik, wenn es um knifflige Entscheidungen über sekundenschnelle Aktionen ging. Aus dieser Erfahrung heraus ging sie theoretisch der Frage nach, weshalb Fecht- und andere Sportaktionen in so atemberaubendem Tempo vonstatten gehen - und Kampfrichter und Zuschauer bei deren Beurteilung so oft unterschiedlicher Meinung sind. Für ihre Arbeit zum Thema wurde sie 2003 mit dem Deutschen Studienpreis ausgezeichnet und publizierte u.a. "Der Mann in Schwarz und die Mattscheibe" in "Herr der Regeln. Der Fußball-Schiedsrichter (2006)". Sie hat in Hildesheim und Clermont-Ferrand (Frankreich) Angewandte Sprach- und Informationswissenschaft studiert, arbeitete u.a. für einen europäischen Sportverband in Paris und im Hochschul-Qualitätsmanagement. Daneben ist sie Redakteurin bei sciencegarden.de, einem Internetmagazin für junge Wissenschaft.

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Philosophie der Zeit (Vortrag)

Zu den Standardthemen der philosophischen und wissenschaftlichen Welterfassung gehört seit Beginn unserer abendländischen Tradition die Frage nach der Zeit. Von allem Anfang an sind die Beantwortungsversuche gekennzeichnet durch die logische Struktur der Paradoxie. In der Moderne finden sich neben der naturwissenschaftlichen eine phänomenologische und eine sprachphilosophische Genealogie des philosophischen Zeitdenkens. In der Gegenwart verschmelzen diese drei Genealogien zum Versuch eines integralen Zeitkonzepts. Vor diesem Hintergrund diskutiert der Vortrag die Frage, ob Zeit passiv erlebt oder aktiv konstruiert wird, und argumentiert, dass objektive Zeit subjektiv "gezeitigt" und daher i.e.S. "irreal", aber intersubjektiv wirksam ist.

Prof. Dr. Dr. h.c. Walther Ch. Zimmerli, geb. 1945, beurlaubter Professor der Philipps Universität Marburg, ist seit dem 15.05.2007 Präsident der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus. Er studierte am Yale College (Connecticut) sowie an den Universitäten Göttingen und Zürich, wo er 1971 promovierte und nach seiner Assistentenzeit 1978 in Philosophie habilitierte. Seit 1978 bis heute hatte er Lehrstühle an den Universitäten Braunschweig, Bamberg, Erlangen/Nürnberg und Marburg inne. Von 1999 bis 2002 war er Präsident der Privaten Universität Witten/Herdecke, von 2002 bis 2007 Gründungspräsident der AutoUni sowie Mitglied des Topmanagements des Volkswagen Konzerns, von 2002-2006 auch Mitglied der Geschäftsführung der Volkswagen Coaching GmbH. Er nahm Gastprofessuren in den USA, Australien, Japan und Südafrika wahr und ist seit 2003 Honorarprofessor an der Technischen Universität Braunschweig. 2002 wurde er zum Ehrendoktor der Universität Stellenbosch (Südafrika) ernannt. Weitere Auszeichnungen: u.a. Internationaler Humboldt Forschungspreis 1996.

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Programm der Mind-Akademie 2007

Über 50 Vorträge und Workshops werden das Akademiethema in mehreren Parallelschienen und einigen ausgesuchten Plenumsvorträgen behandeln.

Vorträge

Workshops


Stand: 02.10.2007

Programmbeschreibungen

Die Erzeugung eines ausgesprochen häufigen Geräuschs – Autoren-Workshop Komik und Satire (Workshop)

Wir möchten gern herausfinden, ob die Behauptung, Komik sei ein Handwerk wie andere auch und mithin erlernbar, sich im Praxistest als zutreffend erweist. Dazu werden wir zunächst gemeinsam diskutieren, was bei der Produktion komischer Texte zu beachten ist, wo man sich Ideen und Inspiration abholen kann und was man am besten mit dem furchterregenden weißen Blatt Papier bzw. leeren Bildschirm anfängt. Anschließend werden eigene komische Texte produziert. Der Workshop versteht sich als praktische Anwendung des letztjährigen Akademievortrags "Wie funktioniert Humor?", richtet sich aber nicht nur an dessen Teilnehmer(innen), sondern an ambitionierte Komikinteressierte aller Couleur. Je nach Interessenlage der angehenden Textproduzenten (das seid ihr lächelnd werden wir uns sowohl mit Lyrik als auch mit Kurzprosa und Romanen beschäftigen. Ergebnisse des Workshops können beim Bunten Abend gelesen werden, wir schreiben also nicht für die Schublade, sondern für den Weltruhm. Einschränkend möchte ich hinzufügen, dass man ohne fundierte handwerkliche Ausbildung auch in einem Tischler-Workshop kaum nach einer oder zwei Stunden Arbeit ein Meisterstück im eigentlichen Sinn des Wortes herstellen könnte. Aber, um den Großmeister Loriot zu zitieren, "man hat was Eigenes". Und schließlich gibt es auch noch das ermutigende Bonmot von Max Goldt: "Gelächter ist ein ausgesprochen häufiges Geräusch."
Benötigtes Material: Wer sich auf gereimte Lyrik verlegen möchte, kann gerne ein Reimlexikon mitbringen (http://tinyurl.com/2h9fxv). Über weitere Werkzeuge sprechen wir während des Workshops.

Stefan Balzter, M.A., war langjähriger freier Mitarbeiter der Satirezeitschrift TITANIC und ist auch sonst der spitzen Feder nicht abhold: Seine Magisterarbeit schrieb er über den Musikkabarettisten Georg Kreisler ("Tauben vergiften im Park"). Zusammen mit dem Gießener Pianisten und Sänger Martin Gärtner verfasste er das kabarettistische Musiktheaterstück (oder war es das musikalische Kabarett-Theaterstück?) "Der Kragen des Molches" (www.derkragendesmolches.de), das mit den beiden in den Haupt- und einzigen Rollen an zahlreichen Abenden vor ausverkauftem Hause am Stadttheater Gießen gespielt wurde.

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Aspekte von Kreativität in den Innovationen der deutschen Wirtschaft (Vortrag)

Die deutsche Wirtschaft ist (noch) Exportweltmeister und treibt die technische Evolution der Welt. Es ist allerdings zu beobachten, dass hauptsächlich andere von diesen Innovationen finanziell profitieren. Dieser Vortrag versucht zu analysieren wieso Deutschland die Kreativität in der technischen Innovation hat und wieso diese Kreativität in der Vermarktung fehlt. Der Versuch soll unternommen werden Richtungshinweise zu finden um diese Problematik zu lösen.

Dr. Patrick Bangert hat in London Physik studiert und in Mathematik promoviert. Seit zwei Jahren leitet er ein innovatives Unternehmen in Deutschland, das mathematische Verfahren in die Wirtschaft bringt. Durch Projekte und zahlreiche Kontakte in die großen Unternehmen hat Patrick einen tiefen Einblick in die gegenwärtige Situation der deutschen Wirtschaft erhalten.

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Einführung in die Fraktalkunst (Vortrag)

Fraktale sind mathematische Mengen, die graphisch dargestellt werden können und von vielen Menschen als ästhetisch angesehen werden. Es wird eine kurze Vorstellung von verschiedenen Fraktalen geben mit einer Erläuterung was ein Fraktal ist und wie man ihn graphisch darstellen kann.

Dr. Patrick Bangert hat in London Physik studiert und in Mathematik promoviert. Seit 1993 engagiert er sich in der Fraktalkunst. Er hat ein Programm zur Darstellung von Fraktalen geschrieben und seine Bilder auf verschiedenen Ausstellungen in Deutschland gezeigt.

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Wie lässt sich Kreativität messen? (Vortrag)

Wie lässt sich Kreativität messen? Eine Antwort darauf hängt natürlich wesentlich von der Definition des Konstrukts ab. Ein gängiger Ansatz im Rahmen psychometrischer Testverfahren ist der Einsatz von divergenten Denkaufgaben. Dabei können sowohl quantitative (Produktivität) als auch qualitative (z.B. Originalität) Aspekte des Ideenverhaltens quantifiziert werden. Kreative Personen zeichnen sich demnach durch besonders viele und ungewöhnliche Ideen aus, was wiederum als Maß für das Potenzial zu kreativem Schaffen angenommen wird. Unter der Annahme, dass originelle Ideen durch geeignete Kombination entfernter assoziativer Elemente entstehen, ergibt sich des weiteren die Möglichkeit interindividuelle Unterschiede in der assoziativen Struktur zu messen.

Mathias Benedek studierte technische Mathematik und Psychologie an der Karl-Franzens-Universität Graz, Österreich. Im Rahmen seiner Diplomarbeit entwickelte und evaluierte er ein computergestütztes Training zum divergenten Denken. Am Arbeitsbereich für Differentielle Psychologie war an Forschungsprojekten zu den neurophysiologischen Korrelaten des kreativen Denkens sowie zu kreativitätsförderlichen Interventionen am Arbeitsplatz beschäftigt. Er gab Lehrveranstaltungen zur Testkonstruktion - natürlich ging es um die Entwicklung von Kreativitätstests. In seiner aktuellen Promotion interessiert er sich vor allem für den Zusammenhang von Assoziationsleistungen und Kreativität. Seit März 2007 ist er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel beschäftigt.

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Mathematische Experimente (Vortrag)

Mathematik bietet - neben vielem anderen - auch zahlreiche spannende und überraschende Experimente. Prof. Beutelspacher führt in unterhaltsamer Weise Experimente vor, die technisch gesehen ganz einfach sind, aber enorme Wirkung haben. Es zeigt sich, dass bei diesen ganz automatisch Erkenntnis über komplexe Zusammenhänge entsteht. Die Effekte haben nicht nur eine äußerliche Wirkung, sondern weisen auf das Wesentliche hin. Die Präsentation setzt keinerlei mathematische Vorkenntnisse voraus, aber auch mathematisch erfahrene Zuhörer werden staunen.

Prof. Dr. Albrecht Beutelspacher hat in Tübingen Mathematik, Physik und Philosophie studiert und war dann als Assistent an der Universität Mainz. Anschließend war er drei Jahre lang in der Industrie tätig. Seit 1988 ist er Professor an der Universität Gießen und seit 2002 Direktor des Mathematikums. Seine wissenschaftlichen Interessen umfassen Geometrie und Kryptographie. Sein besonderes Interesse gilt aber der Popularisierung von Mathematik. Davon zeugen zahlreiche Artikel und Bücher, ganz besonders aber das Mathematikum in Gießen, das erste mathematische Mitmachmuseum der Welt. Prof. Beutelspacher wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Communicator-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

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Künstliche Kreativität (Vortrag)

Der Vortrag befasst sich mit der Frage, inwieweit Kreativität künstlich in Systemen modelliert werden kann. Dazu wird der Begriff der Kreativität aus Sicht der Intellektik (d.h. Künstliche Intelligenz und Kognitionswissenschaft) erläutert. Mit einer stattlichen Reihe von Beispielen existierender künstlich-kreativer Systeme wird demonstriert, dass künstliche Kreativität in der Tat bereits heute bis zu einem gewissen Grade möglich ist. Die diesen Experimenten zugrundeliegende Forschungsmethodik wird beschrieben. Zugleich wird aber auch deutlich gemacht, dass wesentliche Merkmale des menschlichen Kreativitätsprozesses in heutigen Systemen überhaupt noch nicht vorhanden sind.

Prof. Dr. Wolfgang Bibel ist derzeit Professor im Ruhestand für Intellektik am Fachbereich für Informatik der Technischen Universität Darmstadt. Zugleich ist er Adjungierter Professor an der University of British Columbia in Vancouver, Kanada. Seine über 200 Publikationen, darunter etwa 20 Bücher, befassen sich mit einer Vielfalt von Themen der Künstlichen Intelligenz bzw. Intellektik, mit deren Anwendungen und mit Technologieperspektiven. Er gilt als einer der Mitbegründer der KI in Deutschland und Europa und wurde für seine wissenschaftlichen Leistungen mit zahlreichen Ehrungen bedacht, darunter allein im letzten Jahr mit dem Herbrand Award der internationalen Gesellschaft für Automatische Deduktion (CADE Inc.) und mit der GI Fellowship der deutschen Gesellschaft für Informatik.

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Einführung in die Vedische Mathematik (Vortrag)

Die vedische Mathematik wurde in den alten indischen Texten des Veda durch Bharati Krsna Tirthaji wiederentdeckt. Im Gegensatz zur "modernen Mathematik" ist es ein sehr einfaches System, mit dem man problemlos im Kopf größere Zahlen berechnen kann - ohne einen Taschenrechner zu benutzen. In unserem Einführungskurs im Anschluss an den mathematischen Experimentalvortrag von Prof. Beutelspacher werden einige einfache Beispiele dargestellt, die auch umgehend als Kopfrechenaufgaben ausprobiert werden können.

Beate Bischler, geb. 1968 in Schwenningen a/N. Sie arbeitet zur Zeit als Beamtin und Lormdolmetscherin und wird von ihrem Border-Collie-Rüden Arno begleitet. In Athen 2004 hat sie die Bronzemedaille im Judo gewonnen. Als weitere Auszeichnung wurde ihr das "Silberne Lorbeerblatt" überreicht. Seit 2006 ist sie Mitglied bei Mensa und MHN (Mitgliederbetreuung bei MHN im Vorstand). Beates Interessen liegen in der Musik (Panflöte, Klavier, TaKeTiNa-Rhythmuspädagogik), Hunde, Judo & Karate, Geduldsspiele, vedische Mathematik u.v.m.

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To hack or not to be (Vortrag)

Schon mal eine Herzoperation mit dem Taschenmesser gemacht, einen Videorekorder in ein Fahrrad umgebaut, eine Rakete aus Jogurtbechern gezündet oder gar aus drögen Bits einen Computervirus gebastelt? All das sind "Hacks" - die Verwendung von (nicht nur) technischen Systemen zu Zwecken für die sie gar nicht gedacht waren. Ein Hacker schaut in die Tiefe der Maschine und entdeckt oft Dinge die selbst der Konstrukteur nicht kannte oder lustig findet. Folgen wir ihm ...

Jaro(slav) Blaha, geborener Tscheche, hat nach Offizierausbildung und Informatikstudium für die deutsche Luftwaffe und das NATO Hauptquartier in Holland als Projektleiter gearbeitet und daneben Wirtschaftsinformatik studiert. Im anschließenden Zivilleben hat er in Belgien u.a. fünf Jahre als Chefarchitekt für das größte Softwareprojekt der NATO gewerkelt, wo er unter anderem ein Konsortium mit ca. 240 Firmen gesteuert hat. Seit 2002 ist er mit seiner Unternehmensberatung für das Management internationaler Großprojekte tätig. Nach 2,5 Jahren in Paris und zwei Jahren in Düsseldorf lebt Jaro zur Zeit in München. Seine nicht vorhandene Freizeit verbringt er in Cocktailbars, beim Hobby-Fliegen, oder bei der bewaffneten Jagd nach kleinen weißen Bällen.

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Wirtschaft als kreativer Prozess. Wie ein weicher Faktor harte Tatsachen schafft (Vortrag)

Der wirtschaftliche Wachstumsprozess wird durch Innovationen angetrieben. Die Quelle der Innovationen bleibt hierbei allerdings oft im Dunkeln: Die menschliche Kreativität. Wissenschaft und Praxis denken vor allem in "harten" Faktoren, in Größen, die man messen oder in die Bilanz einstellen kann. Tatsächlich erweist sich aber der Versuch, alles planen, kontrollieren und jede Minute der Zwangsjacke des Zeitmanagements unterwerfen zu wollen, als wichtigstes Kreativitätshemmnis. Kreativität lässt sich nicht "machen". Sie hat keine definierten Ursachen und lässt sich deshalb nicht wie ein Herstellungsprozess planen. Die neuere Kreativitätsforschung kann zeigen, dass es gerade die "weichen" Faktoren sind, die Neuerungen hervorbringen und "harte" Tatsachen schaffen.

Dr. Karl-Heinz Brodbeck, Jahrgang 1948, ist Professor für Volkswirtschaftslehre und Kreativitätstechniken an der Fachhochschule Würzburg. Nach dem Diplom in Elektrotechnik studierte er Philosophie und Volkswirtschaftslehre an der Uni München und war dort Akademischer Rat, später war er Referent beim Ifo-Institut in München und Geschäftsführer einer Beratungsgesellschaft, bevor er 1992 an die FH Würzburg berufen wurde. Hauptarbeitsgebiete sind Theorie und Philosophie der Wirtschaft, Ethik und Kreativitätsforschung. Brodbeck ist Autor von 16 Büchern und über 100 Fachartikeln, darunter "Entscheidung zur Kreativität" (1995, 3. Aufl. 2007), "Erfolgsfaktor Kreativität" (1996), "Die fragwürdigen Grundlagen der Ökonomie" (1998, 3. Aufl. 2007), "Mut zur eigenen Kreativität" (2000).
Homepage: www.khbrodbeck.homepage.t-online.de.

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Von Dummfug bis Unkaputtbar – kreative Wortneuschöpfungen (Vortrag)

Sprache zeigt ihre Wandlungsfähigkeit und Flexibilität besonders stark am Beispiel von Veränderungen des Wortschatzes. Nach einem kurzen Exkurs über die Gründe für diesen lexikalischen Wandel werde ich einen allgemeinen Überblick über die verschiedenen Prozesse der Wortneuschöpfung geben, und zwar anhand kreativer Neuschöpfungen quer aus Literatur, Musik, Journalismus und Werbung. Meine Beispiele werden dabei dem englischen und deutschen Sprachraum gleichermaßen entlehnt sein.
Gelegenheit für eigene Wortspielereien wird es selbstverständlich auch geben.

Judith Bündgens-Kosten, M.A., ist Anglistin und Erbsenzählerin aus Leidenschaft. In den Blended Learning Materialien, die sie für die RWTH Aachen entwirft, versucht sie, ihre Faszination an Sprache an Studienanfänger weiterzugeben. Zur Zeit arbeitet sie an ihrer Dissertation über die Spracheinstellungen amerikanischer Lehrer.

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Der Zusammenhang von Kreativität, Schlaf und Traum aus Sicht der Neurowissenschaft (Vortrag)

Kekulé und der Benzolring, Mendelejew und das Periodensystem, Loewi und die Nervenimpulsübertragung, Howe und die Nähmaschine, Coleridge und Kubla Khan, Tartini und die Teufelstrillersonate, McCartney und Yesterday – die Geschichte der Wissenschaft und Kunst ist voll von Berichten und Legenden über kreative Leistungen, die während des Schlafens oder Träumens entstanden sind. Über solch unsystematische Fallberichte hinaus stellt der Vortrag empirische Forschungen über den Zusammenhang von Kreativität, Schlaf und Traum vor und versucht, die neurowissenschaftlichen Grundlagen dieser Phänomene miteinander in Beziehung zu setzen.

Martin Dresler, Dipl. Psych, M.A. Phil., hat in Bochum und München Psychologie, Philosophie, Biopsychologie und Mathematik studiert. Seine fachlichen Schwerpunkte liegen in der Schlafforschung, den Neurowissenschaften und in der Philosophie des 20. Jahrhunderts. Im Rahmen seiner Promotion am Münchener Max-Planck-Institut für Psychiatrie und an der Philipps-Universität Marburg erforscht er den Zusammenhang von Schlaf und Gedächtnis. Im MHN ist er für das Programm und die Tagungsbände der MIND AKADEMIE verantwortlich.

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Wie bekomme ich kreative Ideen im improvisierten Theater? (Workshop)

Zwerge surfen auf Strohhalmen; Piraten erobern eine High-Tech-Stadt; unter der Erde haben wahnsinnige Forscher eine geheime Stadt aufgebaut und planen die Vernichtung der Erde; Mein Tisch kann sprechen und gesteht mir seine innige Liebe. - Immer wieder wird man als Improvisationstheaterspieler gefragt, woher man all die verrückten uns ausgefallenen Ideen hat. Eine Frage, um die sich dieser Workshop drehen soll. In spielerischer Atmosphäre wird den Teilnehmern vermittelt, wie sie mit einfachen Mitteln aus Alltagssituationen spannende Szenen zaubern, Denkblockaden abbauen und Ideen entwickeln, von denen sie selbst nicht zu träumen wagten.
Ein Ziel des Workshops ist es, den Teilnehmern mit Hilfe diverser Techniken und Übungen die Angst davor zu nehmen, dass ihnen auf der Bühne nichts einfallen würde, da sie nicht kreativ genug sind. Der Workshop eignet sich sowohl für Anfänger als auch für fortgeschrittene Improvisierer. Bequeme Kleidung, gute Stimmung und ein Tick Mut erleichtern den Einstieg.

Michael Engler studierte an der FH Furtwangen Medien Informatik und arbeitet bei BT in London als Research Scientist im Bereich Future Content mit dem Focus IPTV. Er spielt seit 2001 Theatersport und war an der Leitung mehrerer MHN-Seminare beteiligt. Auf der MinD Akademie 2006 hat er zusammen mit Alex Scivos den Workshop "Nicht denken und lenken – sondern machen und lachen" geleitet.

Ellen Quesseleit studiert im 6. Semester Mathematik und Anglistik auf Gymnasial-Lehramt an der Universität Oldenburg. Seit 2005 ist sie aktiv im Theatersport.

Otmar Seckinger studierte an der FH Furtwangen Medien Informatik und arbeitet bei der method park Software AG in Erlangen als Consultant. Er ist als Improvisationstheaterspieler seit 1999 aktiv, hat eine studentische Gruppe, sowie mehrere MHN-Seminare geleitet. An der MinD Akademie 2005 hat er gemeinsam mit seinem Bruder einen Workshop "Kommunikation im Improvisierten Theater" angeboten.

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Innovation und Nachhaltigkeit – die Renormierung der Elektrizitätsversorgung (Vortrag)

Wie soll die Stromversorgung der Zukunft aussehen? Während inzwischen bei der Frage nach dem "Woher?" als allgemein anerkannt gilt, dass wir den Ausbau der Nutzung von Sonne, Wasser, Wind und Biomasse als Formen erneuerbarer Energien vorantreiben sollten, denken wir beim "Wie?" noch sehr stark in festgefahrenen Bahnen. Einer der Hauptgründe, weswegen diese Energiequellen in den letzten Jahrzehnten nur eine Nebenrolle für die Stromversorgung spielen durften, ist, dass sie teils eigentümliche Charakteristika aufweisen, die eine Integration in bestehende Infrastruktur erschwert. Wir wollen uns diesem Thema von einer unkonventionellen Seite nähern und durch die Brille des Verhaltens von Systemen mit selbst-organisierender Kritikalität betrachten.

Dr. Thomas Fischbacher hat an der TU München Physik studiert und am MPI für Gravitationsphysik in Potsdam im Bereich Supergravitation/Stringtheorie promoviert. Derzeit forscht er an der University of Southampton im Bereich Simulation nanostrukturierter Systeme. Er hält seit mehreren Jahren regelmäßig – vor allem auf den Gesamttreffen der ehemaligen Teilnehmer der Deutschen Schüler-Akademie – Kurse zu verschiedensten Themen, wobei sein Schwerpunkt in den Bereichen Mathematik, Naturwissenschaften und Informatik liegt, mit Ausläufern in die Gebiete Kunst und Philosophie.

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Auf der Nachtseite der Wissenschaft - Übersehene Quellen der Erkenntnis (Vortrag)

Es gibt einige Publikationen, die erklären wollen, wie Wissenschaft voranschreitet und was sie wissenschaftlich macht. Sie reden von der "Logik der Forschung" und erwecken den Eindruck, daß man dabei ist, in allgemeiner und umfassender Form zu verstehen, wie etwa in Physik, Biologie, Chemie und auf vielen anderen Gebieten Erkenntnisse zustande kommen und das Wissen fortschreitet. Ich habe da meine Zweifel. Wer als Wissenschaftshistoriker kreativen Individuen und ihrem jeweils eigenen Zugang zum Wissen nachspürt, merkt bald, daß nicht alles mit rationalen Dingen zugeht, wenn die Natur erforscht wird. Die Wissenschaft ist nicht so kalt wie der Lehrgegenstand, der den Studenten und Schülern vorgeführt wird. Der französische Nobelpreisträger François Jacob hat in seiner Autobiographie "Die innere Statue" empfohlen, zwei Seiten zu unterscheiden. Er nennt sie Tag- und Nachtseite der Wissenschaft, wobei die helle Seite das Räderwerk der Logik und die dunkle Seite das Ahnen, Fühlen, Verzweifeln und viele andere Regungen des Gemüts meint. Auf sie soll hier näher eingegangen werden.

Prof. Dr. Ernst Peter Fischer, geb. 1947 in Wuppertal; Studium der Physik und der Biologie in Köln und Pasadena (USA); verheiratet, Vater von zwei Töchtern; apl. Professor für Wissenschaftsgeschichte an der Universität in Konstanz; freie Tätigkeiten als Wissenschaftsvermittler und Berater, unter anderem für die Stiftung Forum für Verantwortung; in dieser Funktion Herausgeber (gemeinsam mit Klaus Wiegandt) von "Mensch und Kosmos" (2004) und "Die Zukunft der Erde" (2006). Autor zahlreicher Bücher - zuletzt: Werner Heisenberg - Das selbstvergessene Genie, (2001), Die andere Bildung (2001), Das Genom (2002), Einstein, Hawking, Singh und Co. (2004), Die Bildung des Menschen (2004), Einstein für die Westentasche (2005), Einstein trifft Picasso und geht mit ihm ins Kino (2005), Schrödingers Katze auf dem Mandelbrotbaum (2006), Der Physiker - Max Planck und das Zerfallen der Welt (2007), Irren ist bequem (2007).
Auszeichnungen: Heinrich-Bechold-Medaille (1980), Preis der wissenschaftlichen Gesellschaft Freiburg (1981); Lorenz-Oken-Medaille (2002); Eduard-Rhein-Kulturpreis (2003), Treviranus-Medaille des Verbandes Deutscher Biologen (2003); Medaille der Deutschen Physikalischen Gesellschaft für Naturwissenschaftliche Publizistik (2004), Sartorius-Preis der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen (2004).

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Systematische Kreativität in der Wissenschaft – Wie kann man nach Belieben Ideen produzieren? (Vortrag)

Nach vielen Jahren der Kreativitätsforschung sieht das Ergebnis nicht besonders eindrucksvoll aus – Methoden wie Brainstorming oder Synektik sind zwar verbreitet, lösen aber das Grundproblem nicht: Kreativität bleibt unzuverlässig und erratisch. Auch die Wissenschaftstheorie vernachlässigt das Thema Kreativität meist.
Eine Methode jedoch löst dieses Problem souverän, jedoch nur in der Technik. TRIZ, so der Name, basiert auf Gemeinsamkeiten von Problemen und sich deshalb wiederholenden Lösungen. Kann man dieses Konzept auf die Wissenschaft übertragen? Wir stellen ein Verfahren vor, das mit abstrakten Elementaroperationen arbeitet und auch auf wissenschaftliche Probleme anwendbar ist.

Ulrich Frey, M.A. hat 1996-2001 in Regensburg und Freiburg Philosophie und Englisch studiert. Nach einer Tätigkeit als Systemadministrator promovierte er 2004-2006 in Braunschweig bei Prof. Dr. Dr. Vollmer im Rahmen eines von der DFG geförderten Projektes über das Thema "Der blinde Fleck – Kognitive Fehler in der Wissenschaft und ihre evolutionsbiologischen Grundlagen". Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Wissenschaftstheorie, Fehlerforschung, Evolutionären Psychologie und Erkenntnistheorie, Kreativität in der Wissenschaft (Anwendung von TRIZ) und dem common goods-Problem.

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Wir entwickeln ein neues Spiel (Workshop in zwei Teilen)

Ziel ist, eine völlig neue Spielidee aus dem Nichts zu entwickeln, in der Hoffnung, sie fällt uns in der Kürze der Zeit ein. Da kommt schon die erste Frage: Wie kommt man zu einer Spielidee? Ihr folgt die zweite: Welches Spielprinzip soll über welche Mechanismen zum Spielziel führen? Als Einstimmung werde ich ein paar selbst entwickelte Spiele zeigen und erklären, wie ich dazu kam. Wir müssen dabei auch über die Rahmenbedingungen einer Spieleveröffentlichung sprechen, z.B. Marketing und Vertrieb. Wer eine Spiele-Veröffentlichung finanziert, hat da ein nicht zu unterschätzendes Mitspracherecht.
Im zweiten Teil des Workshops wollen wir durch ein gemeinsames Meinungsbild und viel Ausprobieren zu einer eigenen Spielidee kommen. Wenn noch Zeit ist, sollen die verschiedenen Möglichkeiten im neuen Spiel ausprobiert werden um auszuprobieren, welche Spielverläufe es geben kann. Für den Workshop bringe ich unterschiedlichste Steine, Würfel, Kartenmaterial, etc. sowie Papier, Stifte, etc. mit.
Auch wenn beide Teile des Workshops aufeinander aufbauen, können Interessenten auch nur einen Teil besuchen.

Dieter E. Gellermann, Journalist und PR-Berater, hat in über 30 Berufsjahren viel kreativ gearbeitet, vor allem für Kinder und Jugendliche. Darunter waren viele Spiele, die als Beilagen in Kinder- und Jugendzeitschriften zwischen 1980 und 1991 veröffentlicht wurden. Der Kontakt zu Spieleherstellern ist nie ganz abgerissen, wofür auch regelmäßige Besuche der Nürnberger Spielwarenmesse gesorgt haben.

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Kreativitätstechniken - zum Anfassen (Workshop)

Kennen Sie diese Situation? Bislang bewährte Vorgehensweisen führen nicht mehr zu den gewünschten Ergebnissen und neue Lösungen müssen gefunden werden.
Wie wäre es, wenn Sie eine Maschine hätten, die Ihnen auf Knopfdruck solche neuen kreativen Lösungen ausspucken würde? Die schlechte Nachricht: so eine Maschine gibt es noch nicht. Die gute Nachricht: Sie haben etwas viel Besseres - sich selbst. Kreativität ist "die menschliche Fähigkeit, Neues hervorzubringen" und Sie können einige "Knöpfe drücken", um Ihr gesamtes kreatives Potenzial bei der Lösung eines Problems einzusetzen.
Lernen Sie mit mir gemeinsam einige Kreativitätstechniken kennen, die Sie in Ihrem Alltag unterstützen können.

Dipl.-Psych. Sabine General spezialisierte sich in ihrem Psychologie- Studium an der TU Darmstadt auf die Bereiche Arbeits- und Organisationspsychologie. Parallel zu ihrem Studium absolvierte sie Ausbildungen zum Weiterbildungs-Trainer und systemischem Coach. Seit 2001 ist sie freiberuflich bei der Geschka & Partner Unternehmensberatung tätig. Sie arbeitet dort an Projekten im Bereich Kreativität und führt eigene Seminare und Workshops zu diesem Thema durch. Sie ist Mitglied der "Gesellschaft für Kreativität e.V.".

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Kreativer Umgang mit IT-Sicherheitslücken (Vortrag)

Informationsverarbeitende Systeme sind vielfältigen Gefahren und Bedrohungen ausgesetzt. Das Ausnutzen von Sicherheitslücken kann es einem Angreifer ermöglichen, in ein System einzudringen und Schutzziele wie Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität zu unterlaufen. Maßnahmen zur Verbesserung des Sicherheitsniveaus sind meist einer starren Systematik unterworfen: Abarbeiten von Checklisten, Unterbinden aller Zugriffsrechte und einzelnes Freigegeben von Privilegien, detaillierte Revision aufgezeichneter Daten etc. Der Vortrag wird innovative Ansätze vorstellen, trotz vorhandener Lücken und Fehler IT-Sicherheitsziele zu erreichen.

Prof. Dr.-Ing. Ulrich Greveler, Jahrgang 1972, ist Professor für Informatik am Fachbereich Elektrotechnik und Informatik der Fachhochschule Münster und leitet dort das Labor für IT-Sicherheit. Er publiziert zu den Themen Informationssicherheit, Kryptographie und Durchsetzung digitaler Rechte. Nach dem Studium in Gießen und mehrjähriger Industrietätigkeit forschte und promovierte er an der Ruhr-Universität Bochum.

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Erfindungen (Vortrag)

Gute Ideen zu haben ist nicht schwer, besonders für Hochintelligente. Viele gute Ideen sind patentiert worden, und manche davon haben den Erfinder reich gemacht. Was liegt näher, als eigene gute Ideen zu patentieren? Dieser Vortrag zeigt, wie das geht. Leider ist es wesentlich aufwändiger als es zunächst scheint.

Prof. Dr. Roland Gunesch hat an der Universität Bonn, der University of Warwick und der Pennsylvania State University Mathematik, Physik und Informatik studiert und in Mathematik promoviert. Er ist Professor für Mathematik an der Universität Hamburg. Seine Arbeiten befassen sich vor allem mit dem Thema Dynamische Systeme ("Chaos").

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Zukunftswerkstätten (Workshop)

Wenn man bei Wikipedia nach "Zukunftswerkstatt" sucht, findet man folgende Einführung: "Die Zukunftswerkstatt ist eine von den Zukunftsforschern Robert Jungk, Rüdiger Lutz und Norbert R. Müllert begründete Methode, die Phantasie anzuregen, um neue Ideen oder Lösungen gesellschaftlicher Probleme zu entwickeln. Eine Zukunftswerkstatt eignet sich besonders für Teilnehmer, die wenig Erfahrung mit Prozessen der kreativen Entscheidungsfindung haben, wie beispielsweise Kinder oder Jugendliche. Allerdings bedarf sie einer intensiven Vorbereitung und Betreuung durch geschulte Moderatoren." Sie wird z.B. in der Stadtplanung eingesetzt, um die Bürger an bestimmten Planungen zu beteiligen.
Am Ende des Workshops sollt ihr nicht nur einen Einblick in das theoretische Wissen um Ablauf, Ziel und Einsatzweisen der Zukunftswerkstatt bekommen haben, das in dem Wikipediatext auf die Einführung folgt, sondern auch Methoden und Teile des Prozesses miterlebt und selbst erfahren haben und durch Beispiele aus der Praxis Möglichkeiten des Einsatzes der Methode kennen.

Referenten: Markus Gyger und Motje Wolf

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Strategisches Innovationsmanagement mit den Kreativitätstechniken von Edward de Bono (Workshop)

In diesem Workshop lernen Sie eine Vorgehensweise für das Strategische Innovationsmanagement kennen, das die Mitarbeiter sehr stark in die Ideengenerierung mit einbindet. Phase 1: Einsicht - Bestandsaufnahme der Ist-Situation. Was sind wirklich unsere Kernkompetenzen? Phase 2: Suche nach neuen Geschäftsmodellen - Welche Suchpfade sollen wir beschreiten, um Alleinstellungsmerkmale zu finden, die unsere Konkurrenz nicht so leicht kopieren kann? Phase 3: Neue Wachstumsinitiativen - Wie können wir uns ständig von innen heraus erneuern und unsere langfristige Überlebensfähigkeit sichern? In diesem Prozess tragen die "Six Thinking Hats" und das Laterale Denken von Edward de Bono dazu bei, neue Ideen zu entwickeln, zu bewerten und auszuwählen sowie das Bestehende zu hinterfragen und aus gewohnten Denkmustern auszubrechen, um völlig neue Alternativen zu entdecken.

Gisela Hagemann ist Diplom-Volkswirtin (Uni Zürich und Bonn), Autorin von vier international publizierten Managementbüchern und selbstständige Managementtrainerin/Unternehmensberaterin mit dem Schwerpunkt Kreativitätstechniken und Strategisches Innovationsmanagement. (siehe www.erfolgsmethoden.de). Sie ist außerdem Innovationsberaterin im Rahmen des Improve-Projektes der Europäischen Kommission.

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Kochkunst - Innovation und Food Carving. Gestalten für alle Sinne. (Vortrag und Workshop)

Wer das Handwerkszeug des Kochens beherrscht, kann mit der Kunst beginnen. Der Vortrag erklärt an Beispielen, wie neue Gerichte erfunden werden und berichtet von Trends, wie dem der "Molekularen Küche" deren bekanntester Vertreter der spanische Koch Adrià ist. Während dieser Melonenkaviar und aromatisierte Luft herstellt, wird z.B. in Bremen mit Zucker frittiert und in Italien die Gegenrevolution des "Genusspapstes" eingeleitet. Spitzengastronome achten immer auch darauf, beim Genuss möglichst alle Sinne zu involvieren. Der Referent verrät nicht nur die banalen Tricks der einfachen Gastronomie, um normale Gerichte visuell aufzuwerten, sondern zeigt auch Meisterwerke asiatischer Food Carver.

Im Anschluss findet ein Food-Carving-Workshop statt, in dem das Garnieren und Schnitzen ausprobiert werden kann. Wir werden uns mit den international bekannten Formen des Garnierens und Verzierens von Speisen und Buffets beschäftigen. Die Teilnehmer können hier u.a. Radieschenmäuse, Möhrenblumen, Apfelschwäne, Zitronenfische, Karottendrachen oder Tomatenrosen selber herstellen. Bitte bringe einige Küchenutensilien mit, falls möglich: Gerade und/oder gebogene kleine, scharfe Gemüsemesser oder andere Verzier- und Ziselierwerkzeuge, außerdem Brettchen und Schälchen.

Christian Herrmann, Jahrgang 1979, frisch verheiratet, ein Kind, promoviert in Göttingen in Mathematik. Schon als Kind besuchte er Kochkurse und bildete sich seitdem beständig weiter. Während seines Studiums arbeitete er dann in der Küche der Kneipe-Veranstaltungszentrum-Galerie "Apex". Seit einiger Zeit beschäftigt er sich nicht nur mit molekularer Küche sondern auch mit der Qualität der Aromen. Dabei beschränkt er sich nicht auf bloße Theorie sondern erfindet aktiv neue Gerichte, übt Garnierungen, stellt Liköre her und testet fleißig Wein- und Whiskyaromen. Heute genießt er einen eigenen Garten und experimentiert mit Wildkräutern. In MHN engagiert er sich im Vorstand und für das Autorennetz.

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Der Jakobsweg der Inspiration (Vortrag)

Der Jakobsweg zum Grab des Apostels Jakobus in Santiago de Compostela in Spanien hat eine Jahrhunderte alte Tradition. Die ursprüngliche christliche Lehre versprach den Pilgern Heilung und Versöhnung. Der Jakobsweg hat nicht zuletzt durch die Erzählungen von Paulo Coelho und dem aktuellen Bestseller von H.P. Kerkeling hierzulande eine Renaissance für Menschen auf der Sinnsuche ausgelöst.
Ich stehe zurzeit an einem beruflichen Wendpunkt und erhoffe mir neben spirituellen Einsichten neue Ideen für meine Zukunft. Ich werde den Jakobsweg von Mitte August bis Ende September beschreiten und meine Eindrücke und Einsichten, ausgerüstet mit Tagebuch und Digitalkamera, festhalten und auf der Mind-Akademie berichten.

Dr. Michelle Hildebrandt hat während ihres Medizinstudiums in Lübeck im Bereich Psychiatrie/Psychotherapie promoviert. Anschließend war sie Assistenzärztin im Epilepsiezentrum Bielefeld und hat sich dort auf elektrophysiologische Untersuchungen des Gehirns spezialisiert. Zuletzt war sie mit ihrem Forschungsschwerpunkt Hirnfehlbildungen, Temporallappenepilepsien und Gedächtnis am Institut für Neuropathologie in Erlangen beschäftigt. Über das Berufliche hinaus interessiert sie sich für Psychologie, Philosophie und Literatur.

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Kreativität: Konzept, Arbeits- und Lebensstil (Vortrag)

Ausgehend von einer kleinen Kulturgeschichte des Schöpferischen werden die wesentlichen Aspekte von Kreativität dargestellt. Moderne Kreativitätsvorstellungen reichen von der unerklärlichen Eigenschaft genialer Individuen bis zur Kreativität als Eigenschaft eines jeden Menschen.
Kreative Persönlichkeit zeichnen sich durch Begabung, Motivation und besondere Persönlichkeitseigenschaften aus. Als zentrale Motive produktiver und kreativer Arbeit werden Interesse, Neugier sowie Streben nach Anerkennung und Beantwortet-Werden herausgestellt. Kreativitätsfördernde Persönlichkeitseigen-schaften sind Hingabefähigkeit, Flexibilität und Widerstandsfähigkeit. Dies wird beispielhaft anhand des Schaffens bedeutender Kreativer illustriert. Der kreative Prozess lässt sich in fünf Phasen unterteilen: Vorbereitung, Inkubation, Illumination, Realisierung und Verifikation. Oft wird übersehen, dass sich die produktiven und kreativen Arbeitsstile in unterschiedlichen Domänen wie Wissenschaft und Kunst, Wirtschaft und Politik erheblich unterscheiden. Es wird illustriert wie Kreativität entsteht, wie sie gefördert, aber auch behindert werden kann, und welche Konsequenzen sich für Erziehung, Studium und Beruf ergeben.
Schließlich werden praktische Hinweise zur Entwicklung eines kreativen Arbeits- und Lebensstils gegeben.
Literatur:
Holm-Hadulla, Rainer M.: Kreativität - Konzept und Lebensstil. 2. Auflage Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2007
Holm-Hadulla, Rainer M.: The Art of Counselling and Psychotherapy. Karnac Books, London, New York 2004

Prof. Dr. Rainer M. Holm-Hadulla ist Professor an der Universität Heidelberg und leitet die Psychotherapeutische Beratungsstelle des Studentenwerks. Er studierte Medizin und Philosophie und ist Facharzt für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie. Sein wissenschaftlicher und praktischer Arbeitsschwerpunkt ist die Förderung kreativer Potentiale. Seine letzten Bücher sind: "The Art of Counselling and Psychotherapy", Karnac Books, London, New York 2004; "Kreativität - Konzept und Lebensstil", 2. erweiterte Auflage, Vandenhoeck & Ruprecht 2007

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Orgelkonzert (Vortrag)

Programm:

  • Johann Sebastian Bach (1685 - 1750): Präludium und Fuge C-Dur BWV 531
  • Alexander Huhn (* 1985): Bachiana mensana 1 (Improvisation im freien Stil über Präludium und Fuge C-Dur, J.S. Bach)
  • Johann Sebastian Bach: Toccata C-Dur BWV 566 a
  • Alexander Huhn: Bachiana mensana 2 (Improvisation im freien Stil über Toccata C-Dur, J.S. Bach)
  • Maurice Duruflé Suite (1902 - 1986) op. 5, daraus: Prélude, Toccata

Alexander Huhn, geboren 1985 in Würzburg und aufgewachsen in Miltenberg am Main, begann seine musikalische Ausbildung beim Pianisten Carl-Werner Punzmann und machte sich während der Schulzeit durch zahlreiche Preise (Bundespreisträger "Jugend musiziert" 2003 im Fach Orgel, Altersgruppensieger, mehrere 1. Preise und eine Auszeichnung für eine herausragende künstlerische Leistung 2003 beim Jugendkulturpreis des Landkreis Miltenberg) in der Region bayerischer Untermain bekannt. Nach dem Abitur am Miltenberger Gymnasium (2005) begann er ein künstlerisches Orgelstudium in der Klasse des Bach-Spezialisten Prof. Christoph Bossert (Klavier bei Prof. Enikö Török) an der Musikhochschule Würzburg. Zahlreiche Akademien und Meisterkurse in Deutschland, Italien und Kanada prägten seither sein Spiel. Wertvolle Impulse verdankt er dabei insbesondere Christoph Bossert (D), Olivier Latry, Marie-Claire Alain (jeweils F), Ben van Oosten (NL), William Porter, James-David Christie (USA), Armando Carideo und Edoardo Bellotti (I). Sein Repertoire, das er in weiten Teilen auswendig beherrscht, umfasst heute Werke aller Epochen der Orgelliteratur. Sein besonderes Interesse gilt seit frühester Jugend auch der freien Improvisation. Seine Interpretationsphilosophie zielt auf Virtuosität und Ästhetik ab, lehrmeisterlicher Akademismus ist ihm zuwider. Parallel zu den musikalischen Studien schloss er ein Grundstudium der Rechtswissenschaft an der Universität Würzburg mit der Zwischenprüfung ab, arbeitete an einem Lehrstuhl und studiert Musikwissenschaft, Philosophie und katholische Theologie. Bei Mensa e.V. ist er Anfang 2006 gelandet und hat es nie bereut.

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Kreativität der Wahrnehmung - ist das, was wir wahrnehmen, wirklich wahr? (Experimentalvortrag)

In dieser Veranstaltung werden praktisch mit den Teilnehmern in Form eines Experimentalvortrags Wahrnehmungsphänomene erfahren, hinterfragt und auf den Alltag übertragen. Die Beispiele aus einer jahrzehntelangen Sammlung sollen nachdenklich machen und sensibilisieren für das kritische Hinterfragen der eigenen Wahrnehmungsfähigkeit. Nur aufgrund immerwährender Selbstreflexion und dem Bewusstsein der eigenen Täuschungsmöglichkeiten können subjektive Beurteilungsfehler reduziert werden.

Wolfgang Hund, geb. 1948, ist Seminarrektor (Lehrerausbilder) in Bayern und Zauberkünstler (Schwerpunkte: Zaubern für Kinder und okkulte Tricktechnik). Seit mehreren Jahren klärt er in Veranstaltungen (Vortrag mit praktischen Demonstrationen) über okkulte Phänomene auf, wozu er zwei Schuljahre lang auch vom bayerischen Kultusministerium offiziell beauftragt war. Fachbereichsleiter "Okkultismus und Sekten". Wolfgang Hund ist Mitglied im Wissenschaftsrat der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften e.V. (GWUP).

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Patente - Fortschrittsmotor oder Innovationsbremse? (Vortrag)

Der Vortrag gibt anhand von aktuellen Beispielen Einblicke in die Auswirkungen des heutigen Patentwesens auf die technische Innovation. Nach einem historischen Abriß zur Entstehung des Patentgedankens werden die bestehenden Anforderungen an ein Patent und die dahinter stehenden Absichten erklärt. Die Analyse der Auswirkungen einiger aktueller Patentprozesse für Erfinder und Patenthalter zeigt, wie sehr sich diese von den ursprünglichen Absichten entfernt haben. Zugleich wird der anhaltende Bedarf für ein funktionierendes Patentwesen begründet. Nach einer Erklärung der Ursachen für die Diskrepanz zwischen Absicht und Wirkung wird versucht, Vorschläge für die Behebung der festgestellten Mißstände zu entwickeln.

Peter Kämpf hat in Aachen, Braunschweig und am MIT (Boston, MA) Luft- und Raumfahrttechnik studiert und schon einigen Flugzeugen in die Luft geholfen. Seit mittlerweile sieben Jahren hat er jedoch seinen Arbeitsschwerpunkt auf die Entwicklung von Schreibgeräten bei einer sehr innovativen Firma des deutschen Mittelstands verlegt, wobei er in vielfältiger Weise dem Patentwesen ausgesetzt wurde.

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Rausch und Kreativität (Vortrag)

Wie ist es, berauscht zu sein? Woran kann man sich eigentlich berauschen, und warum will man das überhaupt? Wirkt sich das auf die Kreativität aus, und wenn ja, wie? Viele Literaten und Künstler haben den Rausch selbst in ihrem Werk thematisiert, ihre eigene schöpferische Kraft durch diverse Hilfsmittel angeregt, gesteigert, aber auch zerstört - ist da etwas dran? Was genau passiert in unserem Körper, wenn wir uns berauschen? Und wie ist das mit dem Rausch der Liebe, der Menschen zu dichterischen Höchstleistungen wie zu größten Torheiten verleiten kann ...? Viele Fragen (und vielleicht auch ein paar Antworten) liefert der Vortrag, der unterschiedliche Aspekte des Zusammenhangs dieser beiden Phänomene aufgreift ... einen thematisch verwandten Praxisworkshop wird es allerdings nicht geben zwinkernd

Dipl.-Psych. Tanja Gabriele Klein, M.A., hat in Bonn, Paris und Gold Coast/Australien Romanistik, Amerikanistik und Psychologie studiert. Im normalen Leben ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Hochbegabungs-, Aggressions- und Theory of Mind-Forschung tätig und schaut dabei auch gerne mal über den Tellerrand des eigenen Fachbereichs; so kam letztlich auch dieser Vortrag zustande. Im MHN ist sie seit Oktober 2006 für die inhaltliche Organisation der MIND AKADEMIE sowie den Tagungsband zuständig (gemeinsam mit Martin Dresler) und betätigt sich außerdem bei Mensa in Deutschland als MERF (Mensa Education and Research Foundation) Coordinator.

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Tanz, Jonglage und Magie (3 Workshops)

"Tanz, Jonglage, Magie..." eigentlich sagen die Titel alles!

Andreas Klik hat nach seinem BWL-Studium zunächst als Unternehmensberater gearbeitet. Später wechselte er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an die Universität zurück. Aktuell unterrichtet er an einer Hamburger Berufsschule Wirtschaftsfächer auf Englisch.
Andreas hat in über 15 Jahren zahlreiche Auftritte beim Turniertanz in der S-Klasse sowie als Showpaar und in der Salsa Dance Company hinter sich gebracht. Zuletzt war er als Tanzanimateur auf den Kanaren unterwegs.
Seit zwei Jahren wirft er plötzlich begeistert Gegenstände in die Luft - und fängt sie auch wieder. Bei der diesjährigen Mind-Akademie zeigt uns Andreas noch eine andere Seite von sich - die, die nur um die Ecke logisch ist.

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Kreativität in der Sexualität (Workshop)

"Wir sind sexuelle Wesen – jede Handlung ist sexuell." In diesem Workshop geht es um dich, deine Kreativität und Sexualität. Für Kreativität bedarf es inneren Raums und Leere. Unsere Glaubenssätze und Vorstellungen rund um die Sexualität behindern den freien Fluss der Kreativität. In diesem Workshop bist du eingeladen, dich von altem Ballast zu befreien.
In den Partnerübungen hast du Zeit und Raum deine Impulse zu fühlen, ihnen nachzugehen und sie auszuleben. Deine Grenzen und "Neins" haben hier ebenso Platz. Bist du bereit für das Abenteuer echter Begegnung? Dort wo Kreativität entstehen kann, wenn wir uns begegnen jenseits vom Wissen wie Sexualität "läuft" und was sexuell "ist"?
Falls vorhanden, bringe bitte eine Yoga- bzw. Bodenmatte mit.

Ariane Kollera, geb. 1967 in München, Tochter (14 J.) und Schäferhundmix (10 J.) bereichern ihren Alltag. Sie absolvierte eine Ausbildung zur Kauffrau im Einzelhandel, anschließend studierte sie an der Stiftungsfachhochschule München, Abschluß: Dipl. Sozialpädagogin. Weiterbildungen in Atemtherapie, Schamanismus, Jin Shin Jyutsu, Tantra, Familienaufstellungen, Journey Practitioner. In ihrer Anstellung bei der Deutschen Angestellten Akademie als Sozialpädagogin und freiberuflichen Tätigkeit in den obig aufgeführten Feldern, kann sie ihre Ausbildungen und Interessen nutzen und kombinieren.
Ihre Leidenschaften und Hobbies sind: die Menschen in ihren vielfältigen Facetten, ihre Arbeit, Gefühle fühlen und in der Tiefe verstehen, Sexualität, die Liebe - das Leben und der Tod, Tanz (5 Rhytmen Tanz, Kontaktimprovisation, Standard und freies Tanzen), spanische Reiterei, Lesen, Kochen und Essen, Meditieren, Schwimmen und Tauchen, Hundetraining, Shoppen, Reisen ...

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Open Innovation: ein Mini-Workshop zu Mythen und Paradoxien neuer Innovationswege (Workshop)

Im Wettbewerb um ihre Kunden vergessen Hersteller und Dienstleister leider zu oft die menschliche Dimension ihrer Produkte und Services. Jedes exzellente Produkt ist gewissermassen beseelt. Immer mehr Menschen suchen beim Erwerb von Produkten und Dienstleistungen nach solchen immateriellen Werten und Identifikationsmöglichkeiten. Im Mini-Workshop erfahren wir das Wesen von Open Innovation. Anhand spannender Fälle, wo und wie "Open Innovation" bereits in Ansätzen umgesetzt wird, erfahren aber auch etwas über unsere eigene Haltung, spüren die Hürden im Dialog mit Kunden, Lieferanten und Wettbewerbern. Und entdecken mächtige in uns liegende Ressourcen, z.B. Kompetenzen für die Gestaltung offener Innovationsprozesse. Wir stehen gerade am Anfang einer neuen Epoche.

Frank-Lothar Köpcke berät und coacht Firmen wie DaimlerChrysler, Freudenberg ,Henkel u.a. bei der Entwicklung von Produktinnovationen. Seine Begeisterung für Kreativität und Innovation gibt er gerne auf Konferenzen, Kongressen und Events weiter und freut sich auf direktes Feedback seines erlesenen Publikums.An Open Innovation fasziniert ihn vor allem der Gedanke, dass praktisch jeder Mensch es tun kann.

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Mathematik der Fraktalkunst: Viele bunte Kreise - Kreisinversionsfraktale (Vortrag)

Auch nach Jahrtausenden der Kreativität ist der Kreis - zumindest im Plural - noch nicht vollständig erforscht. Wie aus vielen Kreisen schöne Bilder entstehen, warum dafür Innovationen wie der Computer und die projektive Geometrie nötig sind und wie man in einem hochsymmetrischen Kreisinversionsfraktal mehr sehen kann als nur viele bunte Kreise, das soll in diesem - auch für Nichtmathematiker verständlichen - Vortrag geklärt werden. Es wird angerissen werden, was ein Fraktal überhaupt ist. Allgemeinere Informationen hierzu werden im Vortrag von Patrick Bangert gegeben, während dieser Vortrag sich vertieft mit (speziellen) Kreisinversionsfraktalen beschäftigt.

Gunther Kraut hat in München Finanz- und Wirtschaftsmathematik studiert und ist gerade auf der Suche nach Möglichkeiten, eine Teilzeitstelle in einem Unternehmen mit einer Promotion zu vereinbaren. Als begeisterter Sportkletterer liegt es für ihn nahe, alljährlich den MHN-Outdoorworkshop auszurichten. Zusammen mit Alexander Scivos u.a. hat er 2001 das MinD Hochschul Netzwerk gegründet.

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Kabarett (Workshop)

Gleich zu Beginn der Akademie wird Eure Kreativität in ihrer Gänze gefordert: Die politische und gesellschaftliche Lage warten nur darauf, genauestens unter die Lupe genommen und zu Gags und Pointen verarbeitet zu werden. Lieder, Monologe, Sketche und Gedichte – alle Formen sind erlaubt, Hauptsache kreativ, nachdenklich und komisch.
Im Workshop wollen wir ab Mittwoch Nachmittag versuchen, ein kurzes Programm bühnenfertig zu machen und es am bunten Abend den anderen Teilnehmern vorzuspielen. Erwünscht sind alle, aber besonders diejenigen, die Spaß am Auftreten haben und gern lachen lassen. Musikalische Kenntnisse, vornehmlich an Klavier oder Gitarre, sind sehr nützlich, aber nicht verpflichtend.

Tilman Lucke erblickte am 12. April 1984 in Heilbronn das kabarettistische Licht der Welt. Seit 2003 studiert er Geschichte und Politik in Berlin. Er ist seit 2002 Mitglied im Club der Ehemaligen der Deutschen SchülerAkademie. Als Kabarettist schrieb und spielte er die politisch-literarischen Soloprogramme "Nebenbei bemerkelt" (2005) und "Jetzt wird durchregiert!" (2007), eine Mischung aus Klavierliedern, Gedichten und Monologen. 2004 leitete er seinen ersten Kabarettkurs mit anschließender Aufführung auf der CdE-Sommerakademie. Seitdem fanden vier weitere Kabarettkurse unter seiner Leitung statt. In Berlin gehört er seit 2005 zum Ensemble des "Berliner Brettl". 2006 gründete er das zur Zeit einzige Berliner Studentenkabarett "Neue Lache".

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Der lachsfarbene Faden im Programm. Kreativität im Kabarett (Vortrag)

Worauf kommt es im Kabarett an? Sind es vor allem die künstlerischen Fähigkeiten, einer Nummer die Form zu geben? Sind es Musik, literarische Einfälle und Gedichte? Oder ist es die politische Auffassungsgabe und Analysefähigkeit? Worüber lachen die Zuschauer mehr, über Kalauer oder hintergründige Gags? Schaffe ich es, dass den Leuten an manchen Stellen das Lachen im Hals stecken bleibt? Wie muss die Mischung aus all dem aussehen? Soll ich in einer bestimmten Rolle oder lieber als auktorialer Kabarettist auftreten? Und vor allem: Wie fange ich eine Nummer an? Der Vortrag ist ein Bericht aus der praktischen Vorbereitung eines Kabarettprogramms und wird der Frage nachgehen, welche Bedingungen ein Programm spannend und komisch machen.

Tilman Lucke erblickte am 12. April 1984 in Heilbronn das kabarettistische Licht der Welt. Seit 2003 studiert er Geschichte und Politik in Berlin. Er ist seit 2002 Mitglied im Club der Ehemaligen der Deutschen SchülerAkademie. Als Kabarettist schrieb und spielte er die politisch-literarischen Soloprogramme "Nebenbei bemerkelt" (2005) und "Jetzt wird durchregiert!" (2007), eine Mischung aus Klavierliedern, Gedichten und Monologen. 2004 leitete er seinen ersten Kabarettkurs mit anschließender Aufführung auf der CdE-Sommerakademie. Seitdem fanden vier weitere Kabarettkurse unter seiner Leitung statt. In Berlin gehört er seit 2005 zum Ensemble des "Berliner Brettl". 2006 gründete er das zur Zeit einzige Berliner Studentenkabarett "Neue Lache".

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Der kreative Zufall. Wie das Neue in die Welt kommt. (Vortrag)

Die Welt, in der wir leben, ist nicht vorbestimmt, sondern zufällig. Wie aber kann aus Zufall und Chaos Ordnung entstehen? Viele zufällige Einzelereignisse können zusammen nichtzufällige Eigenschaften haben. So entstehen neue Ordnungen in einem Meer von Zufallsfluktuationen. Ohne Zufall entsteht nicht Neues. Nicht immer sind die Ergebnisse aber zu unseren Gunsten - von Krankheiten bis zu verrückten Märkten und Menschen mit krimineller Energie. Der Zufall lässt sich zwar nicht kontrollieren. Wir können aber seine Systemgesetze verstehen. Mitgeeigneten Nebenbedingungen lassen sich dann Voraussetzungen schaffen, unter denen zufällige Ereignisse erwünschte Effekte auslösen. System können dazu gebracht werden, Resultate zu erzeugen, die zu unseren Gunsten wirken - in Natur, Technik und Medizin, auf Märkten, in Kultur und Gesellschaft. Der Zufall erzeugt dann Sinn für uns. Aus dem blinden wird der kreative Zufall. Eine Garantie für das Gelingen gibt es allerdings nicht. Das ist der Preis des Zufalls. Wir leben nicht in einer Welt, in der alles von selber gut wird. Nichts wird gut, wenn wir nicht aufpassen. In der Welt der Zufallsfluktuationen kommt es darauf an, den günstigen Augenblick zu erkennen. Man muss sein wie Noah: rechtzeitig die Zeichen der Zeit erspüren und sein Schiff bauen.

Prof. Dr. Klaus Mainzer, Jahrgang 1947, ist Professor für Philosophie und Wissenschaftstheorie an der Universität Augsburg, Direktor des Institutes für Philosophie und des Institutes für Interdisziplinäre Informatik sowie Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Komplexe Systeme und Nichtlineare Dynamik. Soeben erschien sein Buch "Der kreative Zufall" im C.H. Beck Verlag, München 2007.

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Steht die Kreativität im Schatten der Intelligenz? (Vortrag)

Seit Guilfords bahnbrechender Rede in 1950 wissen wir, dass alle Menschen kreativ sind und zwar von Geburt an. Mit dem Eintritt in die Schule schwindet diese Begabung meist und es kostet später häufig viel Kraft, diese wieder zu reaktivieren. Der Vortrag führt ein in das Wesen der Kreativität und zeigt am Beispiel der problemlösenden Kreativität Wege auf, diese Ressource dauerhaft nutzbar zu halten. Innovationen jedweder Art kommen nur zustande, wenn ausgetretene Pfade des Denkens und Handelns verlassen werden; Quer-Denken ist also angesagt.

Prof. Dr. Jörg Mehlhorn lehrt seit 1985 Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt MARKETING an der FH Mainz. Der Virus Kreativität befiel ihn Anfang der 80er Jahre an der Quelle der dt. Kreativitäts- Entwickung, dem Battelle-Institut in Frankfurt im Rahmen von Workshops zur Produktentwicklung. 1998 gründete er mit ehemaligen Kollegen die gemeinnützige Gesellschaft für Kreativität e.V., die sich vorstellt unter www.kreativ-sein.de.
Er ist Mitverfasser der 12 Thesen wider das Schattendasein der Kreativität und Initiator des "Day of Creativity", der jeweils am 5. Sept. mit einer Veranstaltung begangen wird. Seit 2002 leitet er diesen Verein, der inzwischen 60 Mitglieder hat.

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Kreatives Promovieren (Vortrag)

Wir freuen uns, mit Professor Dr. (!) Thomas Meuser den "Urvater" der noch recht jungen Promotionswissenschaft in diesem Jahr bei uns begrüßen zu dürfen. Er wird in seinem Beitrag über "Kreatives Promovieren" darlegen, dass das Verfassen einer Dissertation nicht organisiert – und schon gar nicht geplant werden kann. Wie aber können die zu erwartenden, katastrophenähnlichen Ereignisse überwunden werden? Welches Gewicht ist den in jedem Fall auftretenden Suchtgefahren (z. B. nach Kaffee, Nikotin oder Süßigkeiten) beizumessen? Warum ist die, bei Promovierenden im fortgeschrittenem Stadium durchweg anzutreffende Schlaflosigkeit eigentlich ein Glück für die Betroffenen? Antworten auf diese und ähnliche Fragen liefert dieses Referat.

Prof. Dr. Thomas Meuser, Jahrgang 1961, litt fünf Jahre unter einer – besonders in akademischen Kreisen – sehr ansteckenden Krankheit: der chronischen Doktoritis. Seither von den Folgen dieser Krankheit so sehr gekennzeichnet, dass ein Vermerk im Führerschein unumgänglich war, ist er Herausgeber des schon als Klassiker zu bezeichnenden Standardwerkes der Promotionswissenschaft, den "Promo-Viren". Wir verdanken ihm und seinen (fast allesamt infizierten) Forscherkollegen entscheidende Erkenntnisse, die – teilweise durch lebensbedrohliche Selbstversuche – zu Quantensprüngen bei der Untersuchung von Ursachen und Wirkungen promotionaler Infekte führten.

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Kreativität und Kultur (Vortrag)

Warum stellen manche Länder weit mehr Nobelpreisträger als andere? Warum entwickeln sich Länder trotz vergleichbarer Ausgangslage verschieden? Gibt es "fortschrittsfeindliche" und "fortschrittsfreundliche" Kulturen?
Dieser Vortrag befasst sich mit der Frage, inwieweit Kreativität durch den kulturellen Hintergrund, in dem jemand lebt, unterstützt oder behindert werden kann. Dabei kann es nicht darum gehen, eine Kultur als besser oder schlechter als eine andere hinzustellen. Allerdings soll der Frage nachgegangen werden, inwieweit Kultur und gesellschaftliches Klima neue Ideen unterstützen oder behindern können.

Martin Oberhuemer, Jahrgang 1972, Studium des Lehramts an Gymnasien (Kath. Religionslehre, Latein, Spanisch) arbeitet als Inhaber eines Nachhilfeinstituts in Nürnberg. Mit dem Vergleich verschiedener Kulturen hat er sich während seines Studiums und seines Referendariats immer wieder beschäftigt.

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Frische Ideen überzeugend präsentieren (Workshop)

Welche Farbe hat eigentlich eine Idee? Die Antworten von über 250 Kreativen weltweit ergeben leider kein klares Muster, welche Farbe eine Idee hat. Auf der Suche nach übereinstimmenden Strategien, wie kreative Köpfe ihre Ideensuche anregen und wie sie Ideen finden, ergeben sich jedoch überraschende Einsichten in den kreativen Prozess. In diesem kurzen interaktiven Vortrag werden einige Kreativ-Strategien vorgestellt und so etwas Koffein für den kreativen Kopf bereitgestellt.

Timo Off – das Studium der Mathematik & Philosophie sind vielleicht schon früher Ausdruck seiner Leidenschaft, sich mit kniffligen Problemen und neue Lösungswegen zu beschäftigen. Dennoch: Er ist erst einmal Lehrer geworden. Es war eine schöne Zeit an der Schule. Nun geht es an anderer Stelle weiter. Seit 2001 arbeitet er als Trainer bei Communico und ist seit 2004 Mit-Gesellschafter. Dort, wo sich Kreativität & Rhetorik berühren, ist er zu Haus. Er begleitet Führungskräfte, Unternehmer und Lehrende auf neuen Wegen. Und mit all diesen Themen füttert er einen Blog: http://www.geistesblitz.de.

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Analytisches, konstruktives und kreatives Denken (Vortrag)

Beileibe nicht immer führt kreatives Denken zu Innovationen, während andererseits Innovationen durchaus nicht immer kreativer Natur sein müssen. Der Referent zeigt anhand einiger faszinierender neuer Denkansätze auf dem Gebiet der "recreational mathematics" die Unterschiede zwischen analytischem, konstruktivem und kreativem Denken auf und erläutert, wie diese im Idealfall fruchtbar zusammenwirken können. Die sich daraus ableitende integrale Art, Neues zu entwickeln, erweist sich als ebenso motivationsfördernd wie sachlich effizient.

Felix R. Paturi ist Naturwissenschaftler und Psychologe und arbeitet seit fast vier Jahrzehnten als Wissenschaftspublizist. Er verfasste rund 40 Sachbücher (darunter mehrere Bestseller, Übersetzungen in 20 Sprachen) und war zehn Jahre lang als freier wissenschaftlicher Filmemacher und Moderator für das ZDF tätig.

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Schamanische Wege zur Kreativität (Workshop)

Alltäglichen Unternehmungen gehen in unserm Kulturkreis in der Regel die Begründung eines Handlungsbedarfs, rationale Realisierungsüberlegungen und konkrete logische Ausführungsplanung voraus. In den schamanisch orientierten Gesellschaften mancher Stammesvölker ist das grundlegend anders. Hier geben oft assoziative Vorgänge auf der Ebene des Unterbewusstseins oder viel mehr noch des C. G. Jungschen transpersonalen Unbewussten (Krafttiere u.ä.) Anlass und Ausführungsregulative für das Handeln im Alltag.
Der Workshop wird einen Einblick in diese durchaus erfolgreiche Lebensweise geben und anhand praktischer Übungen zeigen, wie fruchtbar es sein kann, durch einzelne Techniken auch unseren höchst rationalen Lebensstil kreativ zu bereichern.

Felix R. Paturi ist Naturwissenschaftler und Psychologe und arbeitet seit fast vier Jahrzehnten als Wissenschaftspublizist. Er verfasste rund 40 Sachbücher (darunter mehrere Bestseller, Übersetzungen in 20 Sprachen) und war zehn Jahre lang als freier wissenschaftlicher Filmemacher und Moderator für das ZDF tätig.

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Kreative Lernkultur und innovatives Arbeitsklima als Basis für Persönlichkeits- und Potentialentwicklung (Vortrag)

Kreative Ideenfindung basiert auf kreativen Fähigkeiten, Denkstrategien, Kenntnissen, Motivation und Persönlichkeitsmerkmalen. Diese Kompetenzen und Haltungen entwickeln sich in einem entwicklungs-förderlichen Lern- und Arbeitsklima. Auch aktuelle Problemlöseprozesse werden durch eine kreativitäts- und innovationsfreundliche Arbeitsumgebung begünstigt. Die Verantwortung hierfür liegt nicht nur bei Erziehenden, Lehrkräften und Vorgesetzten. Jede und jeder Einzelne hat Möglichkeiten, seine Lern- und Arbeitsumgebung positiv mit- und umzugestalten. Kreativitätsstimulierend sind insbesondere: Anregungsreiche Arbeitsumgebung, zielgerichtete Motivierung aus der Sache selbst heraus, offene und vertrauensvolle Arbeitsatmosphäre sowie Freiräume und Förderung von geistiger Unabhängigkeit. Die Teilnehmenden werden angeregt, ihre persönliche Umwelt zu analysieren und zu optimieren.

Prof. Dr. Siegfried Preiser ist Professor für Pädagogische Psychologie an der Universität Frankfurt am Main mit den Arbeitsschwerpunkten Kreativitätsförderung, lebenslanges Lernen und politische Sozialisation. Er leitet das Weiterbildungsprojekt "Psychologie in Organisationen". Zahlreiche Veröffentlichungen zu Kreativität in den Jahren 1976 bis 2007, insbesondere Forschungen zum Kreativitätsklima, u.a.: Preiser, S. & Buchholz, N. (2004). Kreativität. Ein Trainingsprogramm für Alltag und Beruf (2. Aufl.). Heidelberg: Asanger. Preiser, S. (2006). Kreativitätsförderung - Lernklima und Erziehungsbedingungen in Kindergarten und Grundschule. In M.K.W. Schweer (Hrsg.), Das Kindesalter: Ausgewählte pädagogisch-psychologische Aspekte (S. 27-47). Frankfurt/M.: Lang. Preiser, S. (2006). Kreativität. In K. Schweizer (Hrsg.), Leistung und Leistungsdiagnostik (S. 51-67). Heidelberg: Springer.

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Warum es Innovationsmanagement nicht gibt, Unternehmen es trotzdem betreiben, und das durchaus nützlich ist (Vortrag)

Der Begriff "Innovationsmanagement" verheißt Orientierung und Werkzeuge, um mit Innovation und Wandel umzugehen. Er nährt den Mythos, man könne "innovieren" um den Erfolg von etwas zu steigern. Leider wohnt der Innovation eine andere Natur inne: Sie passiert einfach - oder nicht - und entzieht sich allem Managementeinfluss. Dennoch betreiben Unternehmen etwas, das sie "Innovationsmanagement" nennen. Es hat nichts mit "managen" von "Innovation" zu tun, aber es umfasst durchaus nützliche Aktivitäten. Welche das sind und warum sie nützlich sind, zeigt dieser Vortrag.

Martin Röll ist selbstständiger Unternehmensberater und Coach. Zu seinen Kunden zählen einzelne Selbstständige, Kleinunternehmen, Mittelständler, Großunternehmen, Hochschulen, NGOs und eine Stadtverwaltung. Seine Vorträge und Seminare hält er vor allem zu Themen rund um das Internet, zu organisationalem Wissens- und Innovationsmanagement, persönlichem Informationsmanagement, Selbstorganisationsfragen und Unternehmensberatung. Martin ist seit 2004 Mitglied von Mensa in Deutschland und des MHN. Er ist ebenfalls Mitglied im Netzwerk Achtsame Wirtschaft sowie im Wikimedia Deutschland e.V. Martin stammt aus Luxemburg und lebt in Dresden. Web: www.roell.net E-Mail: martin AT roell.net

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Lieder schreiben - eine Einführung (Workshop)

Der genaue Inhalt des Workshops wird erst definiert. Dabei lassen wir uns vom Workshoptitel und unserer Kreativität leiten ... Fest steht, dass es einen theoretischen und einen praktischen Teil geben wird und sich die Veranstaltung auch für interessierte Teilnehmer ohne musikalische Vorkenntnisse lohnt, solange sie der deutschen Sprache mächtig sind.

Artus Ph. Rosenbusch ist Diplom-Mathematiker und bemüht sich derzeit um ein Promotionsstipendium, um seine Ansätze in der Spieltheorie (Rationalität von Fairnessforderungen) vertiefen zu können. Er arbeitet in Teilzeit bei der Unternehmensberatung d-fine. Seit seiner Jugend tobt er sich in Bars und auf Jam Sessions als Pianist aus und tritt mit eigenen Stücken (Klavier und Gesang / Gitarre und Gesang) auf, wo er kann. Vielleicht erinnert sich der Eine oder Andere an den bunten Abend der MinD-Akademie 2006? Mehr zu ihm (und Kostproben seiner Liedermacherei) gibt es auf www.aphr.de.

Martin Sommer, Jahrgang 1979, wurde in Erfurt geboren, besuchte dort ein mathematisch-naturwissenschaftliches Gymnasium und seine Eltern sind Bratscher im Erfurter Theater. Er selbst studiert Informatik in Darmstadt und schreibt seit seinem sechszehnten Lebensjahr Lieder. Ab '98 besuchte er die "Schule für Text & Poesie - SAGO" unter Leitung von Christoph Stählin - einem regelmäßig stattfindenden Textworkshop, der ihn beim Schreiben eigener Texte bis heute sehr geprägt hat. Für das Schreiben seiner Diplomarbeit hilft ihm das allerdings wenig. 2006 erschien seine zweite CD "Chansons" und ab WS 07/08 zahlt er Langzeitstudiengebühren. Ob er sich das leisten kann ist, trotz einiger gewonnener Preise während seiner musikalischen Bühnenlaufbahn, noch unklar. Mehr Infos unter: www.martin-sommer.net.

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Kreative Momente und wiederkehrende Muster in moderner Kriegspropaganda (Vortrag)

Moderne Politik ist bürokratisiert und eingeschränkt durch tatsächliche oder vermeintliche Sachzwänge. Es scheint jedoch ein Gebiet zu bleiben, auf dem Politiker noch regelmäßig zu kreativen Höchstleistungen fähig sind: Die Suche nach Gründen um Menschen dazu zu bringen, einander umzubringen.
Der Vortrag behandelt klassische und weniger bekannte Beispiele der Kriegspropaganda von Bismarcks Version der Emser Depesche bis zu Colin Powells Powerpoint-Präsentation zum Irak vor der UNO. Ziel ist jenseits der Betrachtung von Einzelfällen die Herausarbeitung üblicher Argumentationsschemata vor dem Hintergrund sich wandelnder Gegebenheiten bei politischen Systemen, Völkerrecht und Massenmedien.

Holger Rottmann, M.A., Jahrgang 1978, hat bis 2006 in Leipzig und Madrid Politikwissenschaft, Kulturwissenschaften und Psychologie studiert. Im Zentrum seines wissenschaftlichen Interesses steht die Untersuchung des Spannungsfeldes von Demokratie und sozialer Ungleichheit sowie eine entwicklungstheoretische Auseinandersetzung mit außereuropäischen, vor allem lateinamerikanischen Gesellschaften. Zur Zeit arbeitet er am Abschluss eines parallel zu dem Studium in Leipzig begonnenen Studiums der Philosophie, Geschichte und VWL an der FernUniversität Hagen. Seine Schwerpunkte in diesem Gebiet sind Wissenschaftstheorie und Ethik.

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Innovation durch Irritation - oder: Dating mit Eris (Vortrag)

Ob in Organisationen, Beziehungen, oder beim eigenen Verhalten: Kaum etwas ist so zuverlässig wie die Baharrlichkeit eingespielter Verhaltensmuster. Und manchmal muss man einen fahrenden Zug entgleisen, damit man ihn auf ein neues Gleis setzen kann.
Ein Erfahrungsaustausch für Praktiker der Veränderung und solche, die es werden wollen.

Axel Rutz studierte Mathematik und Volkswirtschaft. Nach mehrjähriger Tätigkeit als Projektleiter im Energiecontracting, später im Onlinejournalismus, ist er seit 2003 mit der Projekt- und Beratungsagentur "Konzepto" selbständig. Undogmatisch und humorvoll verbindet er Weisheitsquellen von Tantra bis Zen mit eigener Lebens- und Beratungserfahrung.

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Experimentalmodelle im Innovationsprozess (Workshop)

Sie hatten bestimmt schon viele Ideen. Aber verstehen andere die Idee so, wie sie in Ihrem Kopf ist? Um Ideen zu teilen und weiterzuentwickeln, muss zunächst eine gemeinsame Verständigungsbasis geschaffen werden. Eine Methode dafür sind Modelle und Prototypen, wie die UnternehmerTUM GmbH sie zur Erprobung von Geschäftskonzepten einsetzt. Diese Vorgehensweise möchten wir in dem Workshop den Teilnehmern erfahrbar machen. Dabei soll aufgezeigt werden, wie bedeutsam die Visualisierung und Kommunikation für den Erkenntnisgewinn und die Problemlösung im Innovationsprozess ist. Die UnternehmerTUM GmbH ist das Zentrum für Unternehmertum an der Technischen Universität München. Über 1000 Studierende und Wissenschaftler nehmen jährlich das Kursangebot der UnternehmerTUM wahr und werden motiviert, unternehmerisch zu denken und zu handeln. Dabei sollen Gründungsteams und unternehmerische Chancen entwickelt werden. 2005 wurde die UnternehmerTUM mit dem von berlinpolis und der SAP Deutschland AG ausgelobten Zukunftspreis "Technologie- und Gründerzentrum der Exzellenz" ausgezeichnet.

Oliver Schmid, M.A., hat Kommunikationswissenschaft, Marktpsychologie und BWL mit Schwerpunkt Gründungsmanagement an der Ludwig-Maximilians-Universität München studiert. Bei der UnternehmerTUM unterstützt er die Geschäftsleitung im Bereich Business- Development und betreut unter anderem den jährlichen Innovationswettbewerb, die Doktorandentreffen und das internationale Forschungsnetzwerk "Discontinuous Innovation Lab". Zusätzlich promoviert er zum Thema Semiotik von Geschäftsmodellen.

Sabrina Niederle, Dipl.-Sportwiss., hat Sportwissenschaft mit Schwerpunkt Ökonomie/Management an der Technischen Universität München studiert. Bei der der UnternehmerTUM ist sie die stellvertretende Leiterin von Manage&More, dem Förderprogramm für den unternehmerischen Nachwuchs an der TU München. Schwerpunkt bei Manage&More ist die Realisierung von Innovationsprojekten. Ziel ist es, innerhalb kurzer Zeit innovative Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln und zu vermarkten. Desweiteren promoviert Sabrina Niederle zum Thema "Bildung einer Vision als wesentlicher Einflussfaktor für die Entwicklung von Gründerteams".

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Innovatives Sprachenlernen: Heute natürlich Sprachen lernen! (Workshop)

Wir erkunden den neuesten Stand der Sprachlernforschung, entdecken wie auf natürliche Weise Sprache gelernt werden kann, beobachten den kreativen Einsatz von Naturmaterialien und erzählen davon, wie wir es schaffen, dem Sprachenlernen den nötigen Raum in unserem Leben zu geben. Wir erfahren von den neuesten von Muttersprachlern erstellten Materialien auf dem Sprachlernmarkt, erkennen die Bedeutung der Textlinguistik und Kommunikation im Spracherwerb. Last but not least werden wir ebenfalls die Rolle der Bewegung beim Sprachenlernen beleuchten. Viele Beispiele und Mitmachsequenzen erwarten uns. Eingeladen sind inbesondere alle, die für sich neue Wege des Sprachenlernens beschreiten wollen und mutig genug sind, sie zu gehen lächelnd

Dr. Heidrun Schmidt ist Suggestopädin (DGSL) und unterrichtete mit dieser Methode Deutsch in Sibirien und Französisch in Köln. Von Hause aus Mathematikerin interessiert sie sich für Strukturen im Lernprozeß, coacht regelmäßig Menschen auf ihrem Weg des Fremdsprachenlernens und spricht selbst Russisch, Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch. Im MHN geht auf ihre Sprachlernseminare die Gründung des SprachNetzes zurück. 2005 und 2006 organisierte sie Reisen für MHNler nach Kransnojarsk und Moskau.

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Innovation und Weiterentwicklung – eine Abgrenzung am Beispiel von WEB 2.0 (Vortrag)

Der Begriff "Innovation" wird nicht nur von der Werbeindustrie leidenschaftlich genutzt. Was aber unterscheidet eine "echte" Innovation von "nur" einer Weiterentwicklung? Dieser Frage geht der Vortrag anhand eines Beispiels nach. Dazu wird nach einer Begriffsdefinition von Innovation" und "Weiterentwicklung" ein weiteres Modewort aufgegriffen: WEB 2.0. Wie immer bei "Buzzwords" notwendig, wird auch für den Begriff "WEB 2.0" eine Erklärung geliefert. Dabei zeigt sich, dass unter WEB 2.0 eine Ansammlung von Eigenschaften bzw. Attributen von "Internetanwendungen" verstanden wird. Und genau diese Eigenschaften gilt es im Vortrag auf "Innovation" oder "Weiterentwicklung" hin einzuordnen. Der Vortrag hat zwei Ziele: 1. Den Begriff WEB 2.0 näher zu bringen. 2. Ein Gefühl für "Innovation" zu vermitteln.

Dr. Frank Schütz hat nach kurzem Informatikstudium an der TU-München und anschließender dreijährigen Tätigkeit in der freien Wirtschaft ob seiner Leidenschaft (arbeiten mit jungen Menschen) an die Uni zur Promotion zurückgefunden. Nach gut fünf Jahren intensiver Arbeit mit Studenten und um zwei Buchstaben "reicher" verlies er im Frühjahr 2006 die TU München, um das nötige Kleingeld für die (reichlich vorhandene) Familie zu erarbeiten. Dazu ist er nun für die InterFace AG als Berater unterwegs. Um den Kontakt zu jungen, engagierten Menschen aufrecht zu erhalten, ist er seit Frühjahr 2006 Mitglied bei MinD und MHN. Seine Erfahrungen und Kontakte teilt er gerne mit Interessierten (Email: Frank.Schuetz AT interface-ag.de).

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Spielerisch Welten erschaffen (Workshop)

Was fehlt unserer Welt noch? Ein Gott? Ein Mythos? Oder doch eher ein praktisches Handwerk? Und sollte es nicht überhaupt auch ein paar todbringende Traditionen geben? Was passt eigentlich links hinter die große grüne Ebene? Und welche Völker leben dort? Ihr ahnt es vielleicht – es geht nicht um "unsere" Welt, in der wir leben, sondern um eine, die wir erst noch erfinden wollen. Damit treten wir in die Fußstapfen von Autoren wie Tolkien, aber auch von Computer- und Rollenspiel-Erfindern. Und von Gott. Mit Spielregeln, die unserer Kreativität eine Struktur geben, spielen wir ein Brett-und-Gedanken-Spiel, dessen Ergebnis eine erfundene Welt ist, die immer faszinierender wird, je mehr von ihr wir erschaffen.

Alexander Scivos, Dipl. Math., geboren 1972 bei Stuttgart, studierte in Freiburg, Moskau und Kanada die Fächer Biologie, Mathematik und Informatik, derzeit promoviert er in Freiburg. 1993 gründete er die "Gemeinschaft Rundum Interessierter Phantasievoller Studenten" (seit 1999 "GRIPS e. V."), ein Netzwerk vorwiegend mathematisch/naturwissenschaftlich interessierter junger Menschen, und 2001 das MinD Hochschul Netzwerk.

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Future Painting (Vortrag)

Future Painting ist eine neuartige Methode, die klare Zieldefinitionen mit Intuition und Krativität verbindet. Die Grundlage für die Verwirklichung von Zielen und Visionen besteht in einer Sprache, die sowohl für den Verstand als auch unser Unterbewußtes verständlich ist. Dabei werden Ziele und Wünsche mit Ereignissen, Hindernissen, Unklarheiten und positiven Motivationen zu einem Weg in die Zukunft verbunden. Das Ergebnis ist eine bildhafte Darstellung, die Emotionen mit Ereignissen und Fakten verbindet, so dass erstaunliche Ergebnisse in Bezug auf Motivation und Umsetzungskraft entstehen. Jochen Sommer, der Entwickler der Methode stellt in dem Vortrag die Methode und einige ausgewählte Anwendungen vor.

Dr. Jochen Sommer ist Geschäftsführer einer Unternehmensberatung mit den Schwerpunkten Unternehmensstrategie, CRM und Vertrieb. Seine fachlichen Schwerpunkte sind die Entwicklung organisatorischer Lösungen und Prozesse für den Aufbau von Verkaufsteams sowie die Entwicklung ungenutzten Potentials in Unternehmen. In diesem Zusammenhang hat er verschiedene Bücher und Fachartikel veröffentlicht und ist als Referent für international tätige Unternehmen und Konzerne tätig.

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Kreatives Knoten in der Erotik (Vortrag und Workshop)

Die ästhetischen und erotischen Aspekte des Fesselns und Gefesseltwerdens faszinieren viele Menschen. Der Choreograph Felix Rückert lässt in einigen seiner Inszenierungen das Publikum selbst zum Teil einer Bondageperformance werden, und der Andrang an den Kassen ist groß. Auf der diesjährigen Documenta in Kassel ist ein Film der Videokünstlerin Hito Steyerl eines der bisher meistdiskutierten Kunstwerke - das Thema ist Bondage. Der Reiz, sich selbst an einer erotischen Fesselung zu versuchen, ist für viele groß. Man kann, aber man muss dazu nicht jahrelang studieren. Drei Dinge genügen: Ein Seil - ein bißchen Phantasie - und natürlich jemand, der sich fesseln lässt.
Der Kurs besteht aus zwei Teilen: Im Workshop können die Teilnehmer einige der Grundtechniken, die sie im Vortrag gelernt haben, gegenseitig ausprobieren. Im Vordergrund steht der Spaß am Experimentieren, dazu gibt es Tipps und Anleitungen des Referenten. Aus praktischen Gründen ist die Teilnehmerzahl auf etwa 20 Personen beschränkt. Teilnehmen kann nur, wer bereits vorher den Vortrag besucht hat.
Falls möglich, bringe bitte Seile mit.

Max Voigtmann, Jahrgang 1976. Ausbildung zum Redakteur bei einer Tageszeitung. Tätig als freier Journalist und Redakteur für Tageszeitungen, Zeitschriften und die Nachrichtenagentur ddp. Studium Germanistik, Literaturwissenschaft und Psychologie mit Abschluss Magister. Seminare in Ergonomie (Praxisgerechtes Gestalten) und Drehbuchschreiben. Weiterbildung zum Grafik-Designer bei Rudolf Paulus Gorbach. Besondere Interessensgebiete: Kriminalliteratur, Eisenbahn, Psychologie, Film, Bondage. Mehrere Lesungen als Autor (Kurzgeschichten, Gedichte) in München. Mitglied in der Allianz Deutscher Designer (AGD), der Typographischen Gesellschaft München, dem Deutschen Journalistenverband und bei Mensa in Deutschland.

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Kreatives Schreiben (Workshop)

Irgendwann habe ich aufgehört, Bücher über kreatives Schreiben zu lesen - nämlich an dem Tag, als ich in einem dieser Bücher eine Schilderung fand, die mich zutiefst bewegte. Die Szene war dort allerdings als schlechtes Beispiel abgedruckt. Was macht eine Geschichte spannend, bewegend, aufregend, lässt uns mitfühlen und mitfiebern? Diese Fragen wollen wir gemeinsam erarbeiten. Denn: "Als Richtschnur hatte ich nur mein eigenes Gefühl für das, was ansprechend oder packend ist, und für viele erwies sich diese Richtschnur unvermeidbar oft als falsch." Das schrieb - J. R. R. Tolkien im Vorwort zum "Herrn der Ringe".

Max Voigtmann, Jahrgang 1976. Ausbildung zum Redakteur bei einer Tageszeitung. Tätig als freier Journalist und Redakteur für Tageszeitungen, Zeitschriften und die Nachrichtenagentur ddp. Studium Germanistik, Literaturwissenschaft und Psychologie mit Abschluss Magister. Seminare in Ergonomie (Praxisgerechtes Gestalten) und Drehbuchschreiben. Weiterbildung zum Grafik-Designer bei Rudolf Paulus Gorbach. Besondere Interessensgebiete: Kriminalliteratur, Eisenbahn, Psychologie, Film, Bondage. Mehrere Lesungen als Autor (Kurzgeschichten, Gedichte) in München. Mitglied in der Allianz Deutscher Designer (AGD), der Typographischen Gesellschaft München, dem Deutschen Journalistenverband und bei Mensa in Deutschland.

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Kreativität braucht Struktur – Wie organisiert man seine Kreativität? (Vortrag)

Kreativität alleine reicht nicht aus. In diesem Vortrag wird ein Überblick über verschiedene Methoden, Techniken und Hilfsmittel gegeben, um Ideen nicht nur zu generieren sondern auch zu erhalten, erweitern um schließlich umzusetzen. Der Vortrag basiert u.a. auf einer Internet-Umfrage zum Thema "Wie organisiert und strukturiert ihr eure Kreativität?" die im Jahr 2007 u.a. an MHN-Mitgliedern durchgeführt wird. Weitere Informationen hier. Ideen, Anmerkungen und Hinweise zur Organisation von Kreativität sind jederzeit erwünscht unter: kreativitaet AT ipsych.de.

Daniel Wessel, geboren 1977, Diplom in Psychologie 2005, derzeit Promotion in Psychologie am Institut für Wissensmedien in Tübingen zum Thema mobiles Lernen im Museum ("Interesse, Elaboration und Wissensaustausch mittels mobiler Geräte und Interest Trails in Informellen Settings"). Kreative Tätigkeiten und Arbeitstechniken sind ein langjähriges Hobby und Interessengebiet, die in dem Vortrag zusammengeführt werden. Weitere Informationen unter http://www.ipsych.de.

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Davoud Taghawi-Nejad: Wie entwickelt man gezielt etwas, das 'out of the box' ist? (Vortrag)

Am Beispiel des Projekts "Reinventing Meetings" werden ich zeigen, wie man einen Entwicklungsprozess so plant, dass man am Ende eine laterale und somit wirklich innovative Idee hat. Der Vortrag wird auch einige Workshop-Elemente enthalten, in dem ‚out of the box thinking' trainiert wird. Hintergrund: "Das Meeting war nicht so effektive wie es sein hätte können" (den Satz kennen wir alle) ... Aber hätte es wirklich effizienter sein können? Nach fast allen Meetings gehen wir heraus und denken es hätte effizienter sein können. "Thats the thinking virus! Meetings might be inherently inefficient; the efficient meeting is a myth. If this is true, we need something different, something that is not a meeting, but delivers the results we want to get from a meeting." Aber wie denkt man gezielt in einem unbekannten Territorium?

Davoud Taghawi-Nejad is a professional coach and trainer, his brussels based company is called: WhereToBe.Eu. It provides coaching and training to individuals and companies, in English, German and Italian.

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Von den Vorzügen, erkennbar unsicher an Projekte heranzugehen

Viele glauben, dass eine aggressiv zur Schau getragene Sicherheit Voraussetzung dafür ist, Finanzierung oder Mitmacher zu finden. Ich plädiere dafür, sich ein Umfeld zu schaffen, in dem man die eigene Unsicherheit ganz offen lebt: Projektgröße so begrenzen, dass die vorhandenen Mittel bequem und langfristig dafür reichen, um nicht zeitlich unter Druck zu geraten. Und sich selbst zu Beginn eines Weges deutlich als "Lernenden" positionieren, weil man nur dann alle Freiheiten für Richtungsänderungen und Weiterentwicklungen bekommt. Meine eigenen Projekte kenne ich am besten, deshalb möchte ich diese als Beispiele nutzen (insbesondere das Unperfekthaus). Ich glaube jedoch, dass sogar Firmen wie Google (mit ihren endlosen öffentlichen Beta-Phasen aller Dienste) genau dieses Prinzip verfolgen.

Reinhard Wiesemann (47) gründete mit 18 die sehr erfolgreiche Firma W&T, die Computertechnik entwickelt und produziert, mit 37 das erfolglose Patentwerk, das Erfindungen verkaufen soll, damit andere die Hauptarbeit tun, mit 40 das sehr erfolgreiche Linuxhotel, und mit 45 das wirtschaftlich bisher erfolglose (aber inhaltlich erfolgreiche) Unperfekthaus, ein ehemaliges Kloster, in dem Kreative aller Fachbereiche alles kostenlos bekommen, damit sie risikolos eigene Projekte ausprobieren können. Ich habe Spaß daran, neue Dinge aufzubauen, übergebe sie anschließend an andere, bleibe aber verbunden (& beteiligt zwinkernd), so dass ich neue Projekte jeweils aus den Erfolgen bisheriger Projekte finanzieren und vor allem auch auf die Ressourcen der bisherigen Projekte zurückgreifen kann. Ich hoffe, dass das so weitergeht ...

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Programm der Mind-Akademie 2006

Vorträge

  • Inwieweit kann man mit Logik spirituell sein? (Dr. Patrick Bangert)
  • False Memories - können wir unserem Gedächtnis trauen? (Til Ole Bergmann)
  • Wie entstehen parapsychologische Phänomene? (Patrick Britz)
  • Body in MinD - über die Phantomempfindungen (Anna Burrack)
  • Quantenphysik - vom Gespenstischen zum Praktischen (Henning Christ)
  • Diesseits und jenseits des Verstandes - Rationalität und Irrationalität (Martin Dresler)
  • Die Nachtseite des Verstandes - über Schlaf und Traum (Martin Dresler)
  • Das Phänomen luzider Traum (Dr. Daniel Erlacher)
  • Denkfallen - klug irren will gelernt sein (Prof. Dr. Timm Grams)
  • Neurowissenschaftliche Bewusstseinstheorien und Meditation (Hannes Hempel)
  • Epileptische Phänomene als Wegweiser auf der Landkarte des Gehirns (Dr. Michelle Hildebrandt)
  • Small talk - Gesellschaftsleben von Bakterien (Dr. Frank Hoffmann)
  • Einführung in die spezielle und allgemeine Relativitätstheorie (Timo Kellmann)
  • Katastrophen (Benedikt Könebruch)
  • Einführung in die YOGA-Philosophie (Sigrid Krug)
  • Das Gehirn nachbauen - Neuromorphic Engineering (Matthias Oster)
  • Der Visionär - Aufzucht und Pflege (Stephan Meyer)
  • Schamanismus - naturwissenschaftlich betrachtet (Felix Paturi)
  • Das Pentagramm am Ursprung des Lebens (Felix Paturi)
  • Das bedingungslose Grundeinkommen - sozialinnovativer Impuls für die Wissens- und Kulturgesellschaft (André Presse)
  • Die Unfassbarkeit von Liebe und Hass (Dr. Karin Rasmussen)
  • Rationalität, Evolution und verteiltes Wissen (Dr. Carl Henning Reschke)
  • Niederlage des Intellekts (Prof. Dr. Dr. Horst-Eberhard Richter)
  • Struktur einer Seele: Bedürfnisse, Motive, Emotionen und Persönlichkeitsmerkmale (Dr. Wolfgang Rost)
  • Meditation im Management - vom Segen der Gedankenlosigkeit (Axel Rutz)
  • Wahrnehmungstäuschungen (Dr. Heidrun Schmidt)
  • NLP und die Veränderung einschränkender Überzeugungen (Dr. Jochen Sommer)
  • Emotionen in der Arbeitswelt und ihre Bedeutung für Führungskräfte (Fabian Urban)
  • Kreationismus und Intelligent Design (Thomas Waschke)
  • Genie und Wahnsinn - die Höchstbegabtenstudie von Adele Juda (Dr. Ute Wiedemann)

Workshops

  • Einführung in die Buddhistische Meditation (Dr. Patrick Bangert)
  • Wie funktioniert Humor? Eine rationale Annäherung an ein irrationales Gebiet (Stefan Balzter)
  • Hypnose - klinische Anwendungen in der Schmerztherapie (Prof. Dr. Hans-Joachim Braune)
  • Jenseits des Anstandes (Mukundi Hartmann)
  • Praktiziertes Gedankenlesen - Einsteigerkurs (Christian Herrmann)
  • Einführung in die Zauberkunst (Timo Kellmann)
  • Gedächtnissport (Boris Nikolai Konrad)
  • Einführung in die YOGA-Meditation (Sigrid Krug)
  • Verschwörungstheorien (Thorsten Peters)
  • Die Unfassbarkeit von Liebe und Hass (Dr. Karin Rasmussen)
  • Freie Improvisation für Musiker (Martin Röll)
  • Meditation im Management - vom Segen der Gedankenlosigkeit (Axel Rutz)
  • Problemlösung komplexer Probleme (Roland Seydel)
  • Wahrnehmungstäuschungen (Dr. Heidrun Schmidt)
  • Improtheater: Nicht denken und lenken - sondern machen und lachen (Alex Scivos & Michael Engler)
  • Die Veränderung einschränkender Überzeugungen (Dr. Jochen Sommer)
  • Maschine Mensch - Grenzen der Rationalität (Bernd Worsch)

Programm der Mind-Akademie 2005

Folgende Tabelle gibt einen groben Überblick über die geplanten Programmpunkte der MIND AKADEMIE 2005. Aus Gründen der Übersichtlichkeit wurden viele Programmpunkte weggelassen und die Zeiten etwas gerundet.

Freitag, 30.09.15:00 - 17:00Besichtigung der Merck KGaA (Achtung: begrenzte Teilnehmerzahl!), parallel dazu eventuell Stadtführung durch Darmstadt
18:00 - 19:00Vorstellung von MHN
19:30 - 22:00Organisatorisches, Impulsvorträge zur Themen-Einstimmung
Samstag, 01.10.09:30 - 11:00Plenumsvortrag: "Die Manipulierbarkeit der Intellektuellen" (Albrecht Müller)
11:00 - 16:00Parallelvorträge (insgesamt 15 Beiträge)
16:30 - 18:00MHN-Vollversammlung
20:00 - 21:00Gitarrenkonzert Stephan Meyer; mehr Informationen unter wirtschaftsgitarrist.com
23:00 - 24:00Mitternachtsschnupperkurs in Esperanto
Sonntag, 02.10.09:30 - 11:00Plenumsvortrag: "Kommunikation unter Eliten" (Prof. Dr. Michael Hartmann)
11:00 - 17:30Parallelvorträge (insgesamt 20 Beiträge)
20:00 - 22:30Kulturevent
23:00 - 24:00Mitternachtsschnupperkurs in Esperanto
Montag, 03.10.09:30 - 11:00Plenumsvortrag: "Gebärdensprache" (Prof. Dr. Helen Leuninger)
11:00 - 12:00Parallelvorträge (insgesamt 5 Beiträge)
12:00 - 12:30Abschlussplenum
13:00 - 14:00Abschlussessen in der Jugendherberge
anschließendBei Interesse Schwimmen im Nordbad (etwa 3 km von der JH entfernt). Das ursprünglich vorgesehene Zentralbad (am Merckplatz in direkter JH-Nähe) hat leider wegen Renovierungsarbeiten geschlossen.


Programm der Mind-Akademie 2004

Folgende Tabelle soll euch einen groben Überblick über die geplanten Programmpunkte geben. Aus Gründen der Übersichtlichkeit wurden einige Punkte weggelassen und die Zeiten etwas gerundet.

Freitag, 29.10.13:00 - 15:00Stadtführung. Parallel: Vorstellung von MHN
17:00 - 18:15Hauptvortrag bei Merck: Politische Macht und ökonomisches Wissen (Prof. Dr. Frhr. v. Weizsäcker)
ab 20:00Organisatorisches, Impulsvorträge zur Themen-Einstimmung
Samstag, 30.10.9:30 - 10:30Plenumsvortrag: "Entgötterung der Welt durch Gott" oder... (Prof. Dr. Dr. Klueting)
11:00 - 16:00Parallelvorträge
16:30 - 18:15MHN-Vollversammlung
20:00 - ca. 20:45Gitarrenkonzert Stephan Meyer
21:00 - ca. 21:45Aktiventreffen
Sonntag, 31.10.9:30 - 10:30Plenumsvortrag: Schutz von Wissen (Jaroslav Blaha)
11:00 - 17:30Parallelvorträge
20:00 - ca. 21:30Kulturevent
Montag, 01.11.9:30-10:15Parallelvorträge
11:00 - 12:00Plenumsvortrag: Eliteuniversitäten (Prof. Dr. Hartmann)
12:30 - 13:30Abschiedsessen

Programm der Mind-Akademie 2003

Feueraustreten im Minenfeld — Entscheidungen in komplexen Umgebungen

Komplexe Umgebungen zeichnen sich durch einen Mangel an strukturierten Daten, ein undurchdringliches Beziehungsdickicht, eine hohe Dynamik und durch eine niedrige Toleranzgrenze aus. Eine falsche Entscheidung kann sich als Todesstoß für den Erfolg oder gar Personen auswirken. Wie gehen Manager und Führer mit dieser Belastung um? Und wie organisieren die Berater ihre Zuarbeit so (listig), dass ihr Rat umgesetzt wird, die Entscheider (und die Betroffenen) überleben — und auch noch glücklich dabei sind?

Jaroslav Blaha, born 1963 in the Czech Republic, is Managing Partner and Chief Technology Officer of COS-Systems GmbH, which is specialised in consultancy and support for multinational, high-volume, and complex projects. He was Chief Architect for NATO in Brussels and Senior Engineer for mission-critical systems at the NATO Programming Centre in Belgium. As an Officer he was Project Manager for communications and information systems at the NATO HQ in The Netherlands, and Chief Instructor at the German Air Force Technical Academy. He holds university degrees in computer science and economics. Special interests are project and crisis management, IT security, and the history of disasters of all kind.

Entscheidungen und Entscheider im Management von Unternehmen

Häufig sind Entscheidungen des Managements nur schwer nachvollziehbar und erscheinen den Mitarbeitern eventuell sogar als irrational. Das resultierende Gefühl, Spielball übergeordneter Autoritäten zu sein, führt in der Regel zur Unzufriedenheit der Mitarbeiter. Deshalb soll dieser Vortrag den Zuhörern einen Einblick vermitteln, wie Manager „ticken“. Der Vortrag soll es den Zuhörern ermöglichen, Entscheidungen in Unternehmen besser nachvollziehen und mit gestalten zu können.

Stefan Charaus, Diplom-Kaufmann, Jahrgang 1972, studierte unter anderem BWL an der Georg-August-Universität Göttingen, der University of California und der Harvard University. Er hat internationale Berufserfahrung im Business Development (Unternehmensplanung und interne Managementberatung) in einer Geschäftseinheit der Siemens AG gesammelt. Derzeit ist er am Lehrstuhl für Industrielles Management und Unternehmensrechnung der Georg-August-Universität beschäftigt.

Die Qual der Wahl: Arrow's Impossibility Theorem

Eine demokratische Wahl ist ein bekanntes und geschätztes Entscheidungsverfahren. Offensichtlich gibt es aber nicht ‚die‘ demokratische Wahl, sondern eine große Zahl verschiedener Wahlverfahren, die alle den Anspruch haben, demokratisch zu sein. 1951 hat der Wirtschaftswissenschaftler und Mathematiker Kenneth Arrow bewiesen, dass es einige wenige ‚vernünftige‘ Kriterien gibt, die kein demokratisches Wahlverfahren erfüllen kann. Im Workshop zu Arrow's Impossibility Theorem wollen wir uns einige Wahlverfahren anschauen und ihre (Un-)Vereinbarkeit mit bestimmten einleuchtenden Kriterien prüfen.

Martin Dresler, Jahrgang 1975, studiert Psychologie, Philosophie und Mathematik an der Ruhr-Universität Bochum. Schwerpunkte: Neuropsychologie und die Philosophie des 20. Jahrhunderts, insbesondere Sprachphilosophie, Grundlagen der Mathematik und der Logik und die Philosophie des Geistes.

Experimente zur Spieltheorie

In dem Experiment wer den die Teilnehmer an einigen Spielen teilnehmen, bei denen sie Geld verdienen können. Sie werden einfache Entscheidungen zu treffen haben. Die Bezahlung hängt vom Spielverlauf und von den eigenen Entscheidungen ab.

Dr. Frank Heinemann studierte Volkswirtschaftslehre an den Universitäten Bielefeld, New York (NYU) und Bonn. Er promovierte sich in Mannheim und wurde in Frankfurt habilitiert, wo er zur Zeit die Professur für Wirtschaftstheorie vertritt. Ansonsten hat er eine Stelle als Oberassistent an der Ludwig-Maximilans-Universität in München, von der er für die Zeit der Lehrstuhlvertretung beurlaubt ist. In seinen Forschungsarbeiten beschäftigt er sich vor allem mit Rationalverhalten und spieltheoretischen Anwendungen im Bereich der Geld- und Währungstheorie. In diesem Zusammenhang führt er auch Experimente zum Entscheidungsverhalten durch.

Data Mining bei der Quelle AG

Customer Relationship Management nimmt im Versandhandel eine Schlüsselposition ein und betrifft diverse Unternehmensbereiche. Im Rahmen des Vortrags soll vorgestellt werden, wie das DWH in Kombination mit Data-Mining-Verfahren einen gezielten Einsatz von Werbemitteln beziehungsweise die Steuerung von Marketing-Maßnahmen ermöglicht.

Christine Hofer, Jahrgang 1971, studierte an den Universitäten Bayreuth und Bordeaux Wirtschaftsmathematik (Diplom). Als fachliche Schwerpunkte wählte sie Operations Research, Datenbanken sowie Produktion & Logistik. Zudem nahm sie an einer studienbegleitenden Fremdsprachenausbildung (Französisch, Portugiesisch) teil. Ihre Diplomarbeit fertigte sie zum Thema „Wirtschaftsprüfung aus spieltheoretischer Sicht“ an. Nach dem Studienabschluss 2000 nahm sie 2001 an der CSC-Ploenzke-Akademie an einer Ausbildung zur OS390-Anwendungsentwicklerin teil. Seit Ende 2001 ist sie als wissenschaftliche Angestellte im Database Management der Quelle AG tätig.

Spieltheorie-Vertiefung

Es sollen grundlegende theoretische Kenntnisse der Spieltheorie vermittelt werden. Dabei wird insbesondere auf die Kategorisierung von Spielen, die Darstellungsformen und grundlegende Lösungskonzepte nicht-kooperativer Spiele eingegangen. Die vorgestellte Theorie wird dabei anhand von Beispielen aus der Wirtschaftsprüfung veranschaulicht.

Christine Hofer, Jahrgang 1971, studierte an den Universitäten Bayreuth und Bordeaux Wirtschaftsmathematik (Diplom). Als fachliche Schwerpunkte wählte sie Operations Research, Datenbanken sowie Produktion & Logistik. Zudem nahm sie an einer studienbegleitenden Fremdsprachenausbildung (Französisch, Portugiesisch) teil. Ihre Diplomarbeit fertigte sie zum Thema „Wirtschaftsprüfung aus spieltheoretischer Sicht“ an. Nach dem Studienabschluss 2000 nahm sie 2001 an der CSC-Ploenzke-Akademie an einer Ausbildung zur OS390-Anwendungsentwicklerin teil. Seit Ende 2001 ist sie als wissenschaftliche Angestellte im Database Management der Quelle AG tätig.

Sind wir Menschen schlechte Entscheider?

Statistische Untersuchungen legen, dass wir Menschen besonders schlecht geeignet sind, intuitive Entscheidungen über eher quantitative Sachverhalte zu treffen. Typische psychologische Barrieren sind die Quellen systematischer Fehlentscheidungen. In diesem Vortrag werden wir einige dieser Entscheidungsfallen näher beleuchten. Wir werden versuchen, der Frage auf den Grund zu gehen, wann wir der eigenen Intuition misstrauen sollen, und welche Verzerrungen der Fakten unsere menschliche Natur zulässt. Ziel ist es, typische Entscheidungsfallen identifizieren zu können, sowie Voreingenommenheit und psychologische Barrieren bei sich und anderen zu erkennen und, soweit sinnvoll, zum eigenen Vorteil anwenden zu können.

Oliver Golly, Diplom-Wirtschaftsingenieur, Fachrichtung Informatik und Operations, Gründer einer IT-Beratunsfirma. Seit 1999 arbeitet er als Unternehmensberater bei A.T. Kearney. Er ist spezialisiert auf IT-Strategie, IT-Organisation und IT-Controlling. Zur Zeit nimmt er an einem MBA-Programm bei INSEAD in Singapur und Frankreich teil, mit Schwerpunkt General Management und High-Technology Strategy. In seiner Freizeit praktiziert Oliver Turniertanzen und ist Gründungsmitglied und Vorstand vom Jungen Schönstatt, einer christlichen Bewegung für junge Erwachsene. Oliver ist verheiratet und wohnt in Kelsterbach bei Frankfurt.

Meta-Entscheidungen: Wie soll ich mich entscheiden?

Viele Entscheidungen werden intuitiv getroffen. Oft fragt man sich im Nachhinein nicht nur, ob man sich hätte anders entscheiden sollen, sondern auch, ob man vielleicht hätte anders vorgehen sollen bei der Entscheidung. In diesem Workshop werden wir der Frage nachgehen, wie ein Entscheidungsprozess in der Praxis aussehen soll und uns auf die Suche nach optimalen Entscheidungsprozessen machen. Anhand von Fallstudien und simulierten Entscheidungssituationen werden wir verschiedene Ansätze diskutieren und die Elemente einer komplexen Entscheidung herausarbeiten. Ziel ist es zum einen, bei den Teilnehmern ein Bewusstsein für die eigenen persönlichen Entscheidungsprozesse zu schaffen, zum anderen Ideen für dessen Optimierung zu erarbeiten.

Oliver Golly, Diplom-Wirtschaftsingenieur, Fachrichtung Informatik und Operations, Gründer einer IT-Beratunsfirma. Seit 1999 arbeitet er als Unternehmensberater bei A.T. Kearney. Er ist spezialisiert auf IT-Strategie, IT-Organisation und IT-Controlling. Zur Zeit nimmt er an einem MBA-Programm bei INSEAD in Singapur und Frankreich teil, mit Schwerpunkt General Management und High-Technology Strategy. In seiner Freizeit praktiziert Oliver Turniertanzen und ist Gründungsmitglied und Vorstand vom Jungen Schönstatt, einer christlichen Bewegung für junge Erwachsene. Oliver ist verheiratet und wohnt in Kelsterbach bei Frankfurt.

Menschliches Verhalten an Kapitalmärkten

Die Vorstellung des rationalen Entscheiders an den Finanzmärkten erweist sich mehr und mehr als Wunschvorstellung. Zahlreiche theoretische und empirische Untersuchungen haben Rationalitätsfallen nachgewiesen, in die die menschlichen Entscheider bereitwillig tappen. Im Rahmen dieses Vortrags werden einige dieser Rationalitätsfallen dargestellt und den Zuhörern Wege aufgezeigt, wie sie diesen Fallen entgehen können.

Susan Pulham, Dipl.-Math. Dipl.-Kff. Susan Pulham hat an der RWTH Aachen Mathematik und Betriebswirtschaftslehre studiert. Sie arbeitet am Lehr- und Forschungsgebiet Allgemeine Betriebswirtschaftslehre von Prof. Dr. Rüdiger von Nitzsch und ist für die Fächer Strategisches Management und Entscheidungslehre zuständig. Susan Pulham promoviert im Bereich der Behavioral Finance; Schwerpunkt list die Anwendung für die Investor Relations-Arbeit eines Unternehmens.

Rollenspiele zur Entscheidungs-Findung in Gruppen

Wer setzt sich durch, wenn die Mitglieder einer Gruppe stark abweichende Ziele und Interessen haben? In einigen kleinen Rollenspielen werden wir solche Situationen durchspielen und analysieren. Wir wollen über Strategien der Gesprächsführung diskutieren. Ist es sinnvoll, mit verdeckten Karten zu spielen?

Axel Rutz, Jahrgang 1970, studierte in Freiburg Mathematik, Physik und VWL. Er war Geschäftsführer der SUSI GmbH im Bereich Energieplanung und gründete ein Kulturzentrum. Er ist in Jugendverbänden tätig und hat Seminare zu Konsens und Entscheidungsfindung geleitet. Für die Jugendstiftung Baden-Württemberg gibt er ein Onlinemagazin über ehrenamtliches Engagement heraus.

Was kostet ein Kreuz? Wie sich Entscheidunsprozesse „rechnen“

Um Entscheidungsprozesse gestalten und bewerten zu können, bedarf es eines umfassenden Bezugsrahmens. Aufbauend auf der Nutzentheorie und etwas Spieltheorie werden Begriffe und Zusammenhänge eingeführt und anhand von praktischen Beispielen erläutert.

Axel Rutz, Jahrgang 1970, studierte in Freiburg Mathematik, Physik und VWL. Er war Geschäftsführer der SUSI GmbH im Bereich Energieplanung und gründete ein Kulturzentrum. Er ist in Jugendverbänden tätig und hat Seminare zu Konsens und Entscheidungsfindung geleitet. Für die Jugendstiftung Baden-Württemberg gibt er ein Onlinemagazin über ehrenamtliches Engagement heraus.

Ist Konsens möglich?

Dass bei einem Entscheidungsfindungsprozess verschiedene Meinungen zusammenkommen, gibt es in verschiedensten Gruppen und Situationen. Dafür existieren — grob gegliedert in ihrer Reinform — unterschiedliche Arten der Entscheidungsfindung: Diktatur, Mehrheitsentscheidung, Konsens. Welcher Form bedient man sich am besten in welchen Situationen? Ist Konsens nicht unrealistisch in größeren Gruppen? Wir meinen: nein. Im Workshop wollen wir einige praktische Techniken zur Konsensbildung vermitteln.

Alexander Scivos, geboren 1972 bei Stuttgart. Ab 1993 studierte er in Freiburg (Deutschland) und Hamilton und erzielte die Abschlüsse Bachelor of Science, Fachrichtung Biologie, und Diplom-Mathematik, Nebenfach Informatik. Nebenher arbeitete er als Autor beim Ernst-Klett-Schulbuchverlag, als Tutor bei der mathematischen Fakultät und als Datenbank-Administrator bei der Landesarchivdirektion Freiburg. Seit 2001 ist er fest angestellt als BI Solution Consultant (Berater für Warehouse-Konzepte) bei der SAP Deutschland AG & Co. KG. Am Wochenende arbeitet er als Kursleiter für Improvisationstheater und im Softskill-Bereich (Entscheidungsfindung, Projektmanagement, Moderation). 1993 gründete er GRIPS & „Gemeinschaft Rundum Interessierter Phantasievoller Studenten (und Schüler)“, seit 1999 GRIPS e. V. —, ein Netzwerk vorwiegend mathematisch-naturwissenschaftlich interessierter junger Menschen, und 2001 das MinD-Hochschul-Netzwerk.

Warum kommt keine Entscheidung zustande?

Warum können sich informelle Gruppen, zum Beispiel Freundeskreise, oft nicht klar entscheiden? Wie hängt die Entscheidung von den Einzel-Interessen und vom Menschentypus ab, der in einer Gruppe auftritt? Was können wir tun, um schneller eine Entscheidung herbeizuführen?

Alexander Scivos, geboren 1972 bei Stuttgart. Ab 1993 studierte er in Freiburg (Deutschland) und Hamilton und erzielte die Abschlüsse Bachelor of Science, Fachrichtung Biologie, und Diplom-Mathematik, Nebenfach Informatik. Nebenher arbeitete er als Autor beim Ernst-Klett-Schulbuchverlag, als Tutor bei der mathematischen Fakultät und als Datenbank-Administrator bei der Landesarchivdirektion Freiburg. Seit 2001 ist er fest angestellt als BI Solution Consultant (Berater für Warehouse-Konzepte) bei der SAP Deutschland AG & Co. KG. Am Wochenende arbeitet er als Kursleiter für Improvisationstheater und im Softskill-Bereich (Entscheidungsfindung, Projektmanagement, Moderation). 1993 gründete er GRIPS & „Gemeinschaft Rundum Interessierter Phantasievoller Studenten (und Schüler)“, seit 1999 GRIPS e. V. —, ein Netzwerk vorwiegend mathematisch-naturwissenschaftlich interessierter junger Menschen, und 2001 das MinD-Hochschul-Netzwerk.

Spieltheorie in 75 Minuten

Einführung in die Spieltheorie — oder warum Mörder doch schweigen: Der Vortrag gibt einen praxisorientierten Einblick in das spannende Forschungsfeld der Spieltheorie. Anhand von Beispielen wird aufgezeigt, wie die Spieltheorie erklärt, dass sich Menschen in Entscheidungssituationen auf eine bestimmte Art und Weise verhalten. Zu diesem Zweck werden grundlegende Konzepte der Spieltheorie in einfacher Form vorgestellt — wobei wir einen Bogen von der Preisgestaltung eines Unternehmens bis hin zur Entscheidung, ob ein Entführer sein Opfer umbringen soll, spannen werden.

Holger Stein, geboren 1969. Nach dem Abitur Lehre als Bankkaufmann; außerdem war er mehrere Jahre lang als Rettungssanitäter tätig. Er hat Wirtschaftspädagogik am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität studiert. Dort arbeitet er seit 1998 an der Professur für Volkswirtschaftslehre. Sein Spezialgebiet ist die Vermögensverteilung in Deutschland über dieses Thema hat er dissertiert.

Der Mythos der Sachentscheidung

Der Mythos der Sachentscheidung, oder: Warum wir uns alle gegenseitig hereinlegen. Der mittelalterliche Feudalismus und aktuelle Entwicklungen haben eine Reihe Parallelen: viele Menschen sind an Entscheidungsprozessen nicht mehr beteiligt, viele fliehen in virtuelle Welten, es besteht eine geringe gegenseitige soziale Kontrolle.

Dr. Christian Thielscher, Medizinstudium; vier Jahre ärztliche Tätigkeit, unter anderem an der Uniklinik Bonn. In dieser Zeit Studium der BWL und VWL. Anschließend fünf Jahre McKinsey-Berater. Seit 2000 selbständig, unter anderem erfolgreicher Gründer — E-Procurement. Europäischer Brettspiel-Mannschaftsmeister 1988. Verheiratet, zwei Kinder.

Vom Bauch in den Kopf und zurück — Entscheidungsfindung im Management

Bei Führungskräften besteht enormer Bedarf nach noch mehr Informationen, Marktstudien, Analysen, Plänen und Konzepten. Entscheidungen müssen „wasserfest“, logisch und „vernünftig“ sein. Oft sehen wir uns aber mit Situationen konfrontiert, in denen wir mit Verstand und Logik zu anderen Ergebnissen kommen als unsere Intuition, unser „Bauchgefühl“, das aus unbewussten Erfahrungen und Erinnerungen resultiert. Anhand von Beispielen aus der Praxis wird erläutert, was passieren kann, wenn Bäuche anfangen zu denken und Köpfe zuviel „in sich hineinfressen“ ... und wie man dennoch fundiert entscheidet.

Dr. Martin Ulmer, Studium der Wirtschafts- und Staatswissenschaften an der Universität St. Gallen. Promotion zum Thema „Unternehmensberatung und Mitbestimmung“. Ausbildung zum „Coach der Wirtschaft“ (IHK-zertifiziert). Langjährige Top-Management-Erfahrung, Mitglied diverser Aufsichtsgremien, Dozent an der Fachhochschule Fresenius, Idstein. Gründer/Partner der Competence Network AG/St. Gallen, Geschäftsführender Gesellschafter der CN GmbH/Wiesbaden, CorporateCoach.

Wozu entscheiden? Begriffe der Freiheit und des Zwecks im Umfeld der Entscheidung

Dieser Vortrag beschäftigt sich mit Fragen von Sinn und Freiheit von Entscheidungen. Dabei wird die Perspektive auf den Entscheider und sein Handeln fokusiert, anstatt auf den Nutzen und Wert einer Entscheidung. Begriffe wie Sinn, Schuld, Souveränität, Spontanität und Selbsterkenntnis sollen für darauffolgende Veranstaltungen als Denkreservoir zur Verfügung gestellt werden. Kann man die behandelten Begriffe für eine Nutzenbetrachtung ausklammern und anschließend über (menschliche) Entscheidungen sprechen? Es wird angedacht, was Fragen sind, mit denen es ernst ist — und mit denen sich entscheidet, wer wir sind.

Timo Weil, geboren 1972 in Braunschweig. Studierte ab 1992 in Darmstadt Psychologie; Abschluß Diplom-Psychologe (2000). Parallel betreibt er seit 1997 ein Studium der Philosophie, seit 2000 als Zweitstudium Informatik. Hochschulpolitisch betätigte er sich in Konvent und StuPa der TU Darmstadt. Nebenher arbeitete er als Programmierer beim psychologischen Institut (Lehrstuhl für Pädagogische Psychologie). Seit 2001 arbeitet er als Programmierer bei Durth & Roos Consulting GmbH. (Erstellung von Lösungen zu Straßennetzen und -diensten.)

Entscheidungsfindung in Teams — ein Praxisworkshop

Im Workshop geht es um Ideen und neue Konzepte zur effizienten Erzielung tragfähiger Teamentscheidungen. Wie wirken die angewendeten Entscheidungsfindungsprozesse auf die Teamdynamik und -performance? Ein praktischer Workshop zu und um Konzepte aus „Software for your Head“ von Jim und Michele McCarthy. In dem lesenswerten Buch geht es um die Beschreibung von Problemen und Lösungen oder Irrwegen bei der Teamzusammenarbeit.

Bernd Worsch, Diplom-Mathematiker, Jahrgang 1974, studierte an der Universität Rostock mit den Schwerpunkten mathematische Optimierung, Modellierung und Simulation. Nach der Konzeption und Entwicklung von Webapplikationen auf der Basis von Lotus Domino und Java in einem kleinen Team unter Anlehnung an Methodiken aus dem Extreme Programming ist er zur Zeit als Koordinator einer Entwicklungsabteilung für Software und Systementwicklung im Open Source Umfeld bei der pawisda GmbH Darmstadt tätig.



Programm der Mind-Akademie 2002

  • Cornelius Buerschaper: Denken und Handeln sind vernetzte Prozesse
  • Dr. Stefan Kooths: Künstliche Neuronale Netze in den Wirtschaftswissenschaften
  • Anne-Kathrin Orth: Networking live
  • Christoph Pech: Grab dir einen Brunnen, bevor du durstig bist: Wie Networking funktioniert
  • Dr. Sören Petermann: Haben Städter die besseren Freunde? Gegenseitige Unterstützung durch persönliche Netzwerke
  • Alexander Scivos: Was sind Netzwerke?
  • Davoud Taghawi-Nejad: Abhängigkeiten in der Ökonomie
  • Anke Tschörtner: Erfolgsfaktor Netzwerk? Soziales Kapital als instrumentelle Handlungsressource


MHN-Symposium 2024

5. April 2024 (halbtägig), Duisburg  
Nach dem Bergbau: Ruhr in die Welt

Das Ruhrgebiet ist der größte Ballungsraum Deutschlands und der fünftgrößte Europas. Viele gesellschaftliche, wirtschaftliche und strukturelle Probleme finden sich hier wie unter einem Brennglas vereint. Gleichzeitig findet sich nirgendwo so viel Potenzial zu innovativen Lösungen!

Im diesjährigen MHN-Symposium beim Jahrestreffen von Mensa in Deutschland, das 2024 im Ruhrgebiet stattfindet, stellen sich einige der 22 Hochschulen und Universitäten der Metropolregion mit ihrer Innovationsforschung vor.

Das Publikum bleibt beim MHN-Symposium nicht passiv, sondern diskutiert in den Vortragspausen über die Impulse aus den verschiedenen Fachgebieten und Forschungsrichtungen.

Erste Einblicke in das genaue Programm gibt es auf der Programmseite.

Symposium 2024 - Nach dem Bergbau: Ruhr in die Welt

SY2024 {global_akademieprogramm}

Geschichte des Symposiums und vergangene MHN-Symposien

Nach sieben Mind-Akademien entstand 2009 die Idee, das erfolgreiche Konzept eines interdisziplinären Kongresses mit jährlich wechselndem Leitthema auch für Teilnehmer:innen über eine studentische Zielgruppe hinaus anzubieten. Während des Mensa-Jahrestreffens 2009 bis 2013 konnten Mitglieder von MHN und Mensa oder andere Interessierte im Rahmen des eintägigen Symposiums interessanten Vorträgen lauschen und anschließend lebhaft diskutieren.

Das MHN-Symposium ist die Neuauflage des Mind-Symposiums, einem kleinen Bruder der Mind-Akademie. Es fand zum ersten Mal am 25. April 2019 unter dem Titel "zusammen-getrennt" auf dem Jahrestreffen von Mensa in Deutschland e. V. in Hamburg statt. Auf dem Symposium 2019 stellten sich v. a. Hamburger Hochschulen mit ihren typischen Forschungsgebieten und Hamburger Jung-Wissenschaftler:innen, die Mitglied des MHN oder Mensa sind, mit einem zum Oberthema passenden Beitrag vor. Zur Förderung des interdisziplinären Austausches und der Diskussionskultur gab es außerdem zwischen den Vortragsslots die Möglichkeit, Gedanken und Ideen an Konzeptwänden zu teilen.

Ein Symposium ist ursprünglich, z. B. bei Xenophon und Platon, ein geselliges, lehrreiches Beisammensein, meist beim Essen. Beim MHN-Symposium wird zwar nicht gegessen, aber Vorträge von wissenschaftlichen Experten:innen als Diskussionsgrundlage für ein jährlich wechselndes Oberthema genutzt. Die genaue Konzeption des Symposiums kann kreativ verändert werden. Zentral ist der im Gegensatz zur Akademie starke Bezug zu lokalen Hochschulen und ihrem Profil sowie die Zusammenarbeit mit Mensa in Deutschland e. V.

Vergangene MHN-Symposien:

Datum Leitthema Ort
25.04.2019 zusammen-getrennt Hamburg
19.04.2013 Cognitive Enhancement & Brain Training Münster
20.04.2012 Energie Dresden
08.04.2011 Ästhetik, Schönheit, Attraktion Passau
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