Mind-Akademie

Site: Mind-Hochschul-Netzwerk
Course: Mind-Hochschul-Netzwerk
Book: Mind-Akademie
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Date: Monday, 2 October 2023, 9:01 AM

Description

Akademielogo 

Mind-Akademie 2023

Muster und Strukturen

Überblick

Das Mind-Hochschul-Netzwerk veranstaltet vom 30. September bis 3. Oktober 2023 in Mannheim die 21. Mind-Akademie, diesmal unter dem Leitthema „Muster und Strukturen“. Anmelden könnt ihr euch hier.

Erste Abstracts aus dem wie immer abwechslungsreichen interdisziplinären Vortrags- und Workshopprogramm sind bereits online, aber noch lange nicht alles ist eingetragen!

Mehr Informationen zur Akademie findet ihr in unseren FAQ.

Die Mind-Akademie ist die jährliche Hauptversammlung des Mind-Hochschul-Netzwerks, bei der jedes Jahr etwa 250 engagierte und interessierte Menschen aus allen akademischen Disziplinen zusammenkommen und sich gemeinsam in Vorträgen und Workshops aus Natur- und Geisteswissenschaften, Wirtschaft und Technik, Theorie und Praxis mit dem Leitthema auseinandersetzen. Im Gegensatz zum Jahrestreffen unseres Muttervereins Mensa in Deutschland und den Großveranstaltungen von Mensa Youth liegt der Focus des Programms bei der Mind-Akademie auf den über fünfzig verschiedenen Vorträgen aus allen akademischen und manchmal auch unakademischen Disziplinen. Zeit zum persönlichen Austausch gibt es zwischen den Vortragsslots, im Rahmenprogramm aus Tanz, Unterhaltung und Sport, beim Essen und in den Abendstunden, die viele gerne in der Lounge und im Spielezimmer verbringen.

Programm der Mind-Akademie 2023

Für den Programmplan als PDF bitte hier klicken.

MA2023

Das Programm kann leider nicht geladen werden.

Häufige Fragen

Vorab

Diese FAQ wird gelegentlich erweitert bzw. präzisiert. Bevor du uns deine Fragen schreibst, schau hier bitte vorher noch einmal nach, da die Beantwortung aller Mails sehr viel Zeit in Anspruch nimmt.

Anmeldung / Teilnahme

Wann startet die Akademie genau? Wann endet sie?

Die Akademie findet von Samstag, 30. September, bis Dienstag, 3. Oktober 2023, statt.
Erster Vortrag: voraussichtlich Samstag 15:30 Uhr
Check-In: voraussichtlich Samstag ab 12:00 Uhr (Briefing für Check-In-Helfer: 11:30 Uhr)
Ende: voraussichtlich Dienstag 14:00 Uhr

Wo findet die Akademie statt?

Die Akademie findet in der Jugendherberge Mannheim statt:

Jugendherberge Mannheim International
Rheinpromenade 21
68163 Mannheim
Tel: +49 621 822718
Wie komme ich hin?

Deine Anreise ist selbst organisiert.

Anreise mit der Bahn oder dem Fernbus

Am Mannheimer Hauptbahnhof halten die großen Fernzüge und Fernbuslinien. Er liegt zu Fuß etwa zehn Minuten von der Jugendherberge entfernt (Ausgang „Lindenhof”).

Tipp 1: Fußgänger-Navi Gontardstraße 1 angeben und gegenüber die Treppe runter.

Tipp 2: Unter jugendherberge.de kannst du ein vergünstigtes Bahnticket kaufen. Die Fahrkarte ist allerdings nur in Verbindung mit der Anmeldebestätigung zur Mind-Akademie gültig, die du gegebenenfalls vorzeigen musst. Dieses Verfahren ist mit dem Anbieter der Tickets abgesprochen.

Anreise mit dem Auto

Wichtig: Vor der Jugendherberge und in den umliegenden Wohngebieten stehen nur wenige Parkplätze zur Verfügung.

Fürs Navi: Rheinpromenade 21, 68163 Mannheim

49°28'36.9"N 8°27'50.3"E

Von der A6: Abfahrt 27 Mannheimer Kreuz auf die A656 Richtung Mannheim Mitte, Kreuz Neckarau Richtung Ludwigshafen (B37/36), nach dem Fahrlachtunnel die 5. Ampel links abbiegen in Richtung Lindenhof/Jugendherberge. Erste Straße rechts, nächste Straße links abbiegen, dem Straßenverlauf folgen bis zu einer Weggabelung, dort rechts hinunter zum Rheinufer und nochmals rechts abbiegen. Nach ca. 200 m findest du die Jugendherberge auf der rechten Seite.

Von der A61: Abfahrt 60 Kreuz Ludwigshafen, auf der A650 Richtung Ludwigshafen fahren, bis du auf die B37 gelangst, dann über den Rhein fahren (große Brücke), rechts halten und auf die B36 Richtung Schwetzingen/Heidelberg. Gleich die 1. Abfahrt Lindenhof nach rechts von der Bundesstraße weg nehmen, 1. Straße rechts, nächste links, dem Straßenverlauf folgen bis zur Weggabelung, dort rechts hinunter zum Rheinufer und nochmals rechts abbiegen. Nach ca. 200 m findest du die Jugendherberge auf der rechten Seite.

Kann ich meinen Hund mitbringen?

Nein. Hunde sind in der Jugendherberge nicht erlaubt.

Kann ich meine Kinder mitbringen?

Ihr dürft gerne eure Kinder mitbringen. Kinder bis sechs Jahre, die kein eigenes Bett brauchen, können kostenlos teilnehmen. Du kannst sie bei deiner Buchung mit anmelden. Kinder bis 13 Jahre zahlen nur die Unterkunft, Kinder ab 14 Jahren zahlen einen ermäßigten Preis. Es gibt eine kooperative Betreuung und einen eigenen Raum (Kinderlounge) für Kinder bis etwa zehn Jahre. Daniel Uthoff, Vater von drei Kindern, kümmert sich um die Vernetzung aller Eltern. Wenn du Interesse hast, dein Kind in der Betreuung unter- und dich selbst einzubringen, melde dich bei Daniel per Mail.

Du kannst deine Kinder auch in Vorträge mitnehmen, sofern der Referent oder die Referentin damit einverstanden ist und dein Kind sich ruhig verhält. Wenn das nicht klappt, bitten wir dich auch aus Rücksicht auf die anderen Teilnehmer:innen den Vortrag wieder zu verlassen.

Kann ich als Minderjährige:r auch ohne meine Eltern teilnehmen?

Nein, diese Möglichkeit gibt es nicht. Aus Haftungsgründen ist die Akademie nur für volljährige Menschen geöffnet.

Kann ich am Anreisetag später anreisen? Kann ich erst am zweiten Tag kommen?

Natürlich kannst du jederzeit kommen und gehen. Da wir als Netzwerk jedoch eine runde, gemeinsame Veranstaltung erleben möchten und die Akademie nicht als bloße Sammlung von Einzelprogrammpunkten betrachten, zahlen alle Teilnehmenden den vollen Teilnahme- und Übernachtungspreis.

Es macht es uns die Planung aber wesentlich einfacher, wenn du uns Bescheid gibst, falls du erst am zweiten Tag oder kurzfristig gar nicht kommst.

Wann startet die Anmeldung?

Die Anmeldung beginnt Mitte Juli. Mitglieder des MHNs erhalten über einen Sondernewsletter Bescheid. Darüber hinaus wird die Anmeldung in der Regel auch über verschiedene Kanäle bei Mensa in Deutschland e. V. bekannt gegeben.

Gibt es eine Teilnahmebescheinigung?

Ja, eine Teilnahmebescheinigung mit kurzer Programmbeschreibung erhältst du per E-Mail nach der Akademie.

Teilnahmegebühren

Was ist in der Teilnahmegebühr alles enthalten?

Natürlich das Programm mit allen Vorträgen und Workshops, außerdem (gegen eine kleinen Aufpreis) auch Übernachtung und Verpflegung in der Jugendherberge. Alkoholfreie Getränke sowie Knabbereien, Schokolade, Obst und dergleichen gibt es für alle Teilnehmenden kostenlos.

Brauche ich darüber hinaus noch Geld?

Nur, wenn du Cola oder Bier an unserer Theke oder Wein von der Jugendherberge trinken möchtest oder an einem Programmpunkt im Rahmenprogramm teilnimmst, für den ein zusätzlicher Unkostenbeitrag anfällt (zum Beispiel Museumseintritt). Und du musst natürlich deine Anreise selbst bezahlen.

Kann ich auch einfach so für einen einzelnen Vortrag vorbeischauen, ohne mich anzumelden?

Nein. Wenn du an der Mind-Akademie teilnehmen möchtest, auch wenn das nur für einen Vortrag ist, dann musst du dich vorher anmelden und den gesamten Teilnahmebeitrag bezahlen. Nur die Mitgliederversammlung ist natürlich offen für alle MHN-Mitglieder, auch wenn sie nicht an der Akademie teilnehmen. Solltest du an der Akademie teilnehmen und nicht angemeldet sein, musst du den gesamten Teilnahmebeitrag und Bearbeitungskosten nachzahlen. Wir gehen hier aus Fairness gegenüber allen zahlenden Teilnehmenden sehr strikt vor.

Kann ich mich wieder abmelden? Entstehen dabei Gebühren?

Selbstverständlich kannst du deine Anmeldung stornieren. Informationen dazu erhältst du mit deiner Anmeldung.

Grundsätzlich fällt eine Stornogebühr an. Mehr dazu findest du in der Veranstaltungsbeschreibung auf der MHN-Seite, sobald die Anmeldung freigeschaltet ist.

Bekomme ich eine Rechnung für die Mind-Akademie?

Ja, alle Teilnehmer:innen bekommen eine Rechnung. Die Rechnung wird per E-Mail von unserem Buchungssystem Pretix versendet, sobald deine Anmeldung bestätigt wurde.

Programm

Wo finde ich Informationen über die Vorträge und Workshops? Muss ich mich für die einzelnen Vorträge und Workshops anmelden?

Abstracts und Kurzbiographien unserer Referentinnen und Referenten sowie den Programmplan mit Räumen und Zeiten findest du immer frühstens etwa ab Ostern unter „Programm“ auf dieser Website. Danach füllt die Seite sich bis zur Akademie sukzessive. Im MHN-Newsletter gibt es in der Regel schon viel früher ein paar Programmvorschauen.

Aus verschiedenen Gründen kann es bis zuletzt, also auch während der Akademie, immer noch zu Verschiebungen oder Ausfällen kommen, die auf dem großen Programmplan im Foyer der Jugendherberge bekanntgegeben werden.

Während du zu den Vorträgen einfach spontan gehen kannst, solange noch Platz im Raum ist, musst du dich für die Workshops anmelden. Informationen zur Workshopanmeldung erhältst du nach der Anmeldung zur Akademie.

Was wird auf der Akademie neben dem Programm geboten?

Vor allem viele Gespräche mit interessanten Menschen! Die findet man abends im Foyer der Jugendherberge oder in der Lounge, einem gemütlichen Raum mit Luftmatratzen, Sofas, Decken und Kissen. Freunde von Brett- und Rollenspielen treffen sich im Spielezimmer, Leseratten versorgen sich am Büchertauschtisch und beim Bücherschaulaufen mit neuem Stoff. Beim MHN-Taskmaster stellen sich die Teilnehmer:innen 2023 erstmals den verrückt-kreativen Aufgaben des Taskmasters! Fast immer gibt es eine MHN-Kunstausstellung im Foyer, die sich am Akademiethema orientiert.

Was sind die „MHN-Kurzvorträge“?

Neben weltklasse Forscher:innen wollen wir auch denjenigen einen Platz im Programm bieten, die das noch werden wollen! Aufgrund unserer Wurzeln als studentisches Mitmachnetzwerk reservieren wir extra Slots für Jung-Akademiker:innen, in denen du das Thema deiner Bachelorarbeit oder deines letzten coolen Referats endlich mal einem externen Publikum vorstellen kannst! Zwanzig Minuten lang gehört das Mikro dir und danach hast du noch weitere zehn Minuten, um dich den Fragen des Publikums zu stellen – die gemäß der „MHN-Kurzvorträge“-Definition wohlwollender ausfallen.

Was ist der MHN-Taskmaster?

In diesem Jahr findet anstelle des Bunten Abends das erste MHN-Taskmaster Event statt! Taskmaster ist ein britisches Gameshow-Format, bei dem die Kandidaten im Vorfeld der Sendung skurrile Aufgaben wie beispielsweise den Bau eines möglichst hohen Turms aus Zitronen und Schaschlikspießen kreativ lösen. In der Show werden dann die unterschiedlichen Lösungsversuche präsentiert und vom Taskmaster mit Punkten belohnt. Da wir leider keinen Schiedsrichter zu dir nach Hause schicken können, haben wir die Aufgaben so angepasst, dass sie allein lösbar und vorab digital einreichbar sind. Wenn du Lust hast mitzumachen, kannst du das direkt bei deiner Anmeldung angeben. Du wirst dann vom Taskmaster-Team kontaktiert und erfährst Genaueres zum Ablauf und zu den Aufgaben.

Ich möchte einen MHN-Kurzvortrag halten oder beim MHN-Taskmaster mitmachen. Wie melde ich mich dafür an?

Bei der Anmeldung zur Akademie kannst du einfach ein entsprechendes Kästchen anklicken und wirst dann vom Taskmaster-Team bzw. dem Programmteamleiter zu weiteren Details kontaktiert.

Bücherschaulaufen und Büchertauschtisch

Du hast ein Buch gelesen, das dir besonders gut gefallen hat und das du weiterempfehlen möchtest? Hier kannst du das tun. Es ist alles erlaubt, was interessiert: hochgeistiges Sachbuch, fesselnder Krimi oder Kinderbuch. Eine Unterkategorie des Bücherschaulaufens ist das Anti-Bücherschaulaufen: Du hast ein bekanntes Buch gelesen, fandest es aber so einen richtigen Griff ins Klo? Dann kannst du es hier zerreißen, um andere Menschen davor zu bewahren, die Zeit mit dem Buch zu verschwenden. Wie du dich als Bücherschauläufer:in anmelden kannst, liest du nach der Anmeldung zur Akademie in den Teilnehmenden-Infos.

Zum Büchertauschtisch kannst du übrigens nicht nur Bücher mitbringen, sondern auch andere Sachen, die du eintauschen möchtest, wie CDs, DVDs, Spiele.

MHN-Kunstausstellung

Informationen zur MHN-Kunstausstellung folgen.

Rahmenprogramm

Zusätzlich zum (wissenschaftlichen) Vortrags- und Workshopprogramm mit Bezug zum Leitthema gibt es auf der Akademie auch ein Rahmenprogramm, während dem man die Stadt, andere Teilnehmende oder auch sich selbst kennenlernen kann. Das Rahmenprogramm lebt von den Ideen und Beiträgen der Teilnehmenden. Wie du das Rahmenprogramm z. B. mit einem Sportangebot bereichern und wie du daran teilnehmen kannst, liest du nach der Anmeldung in den Teilnehmenden-Infos.

Unterkunft

Wo kann ich übernachten?

Bei der Anmeldung kannst du gegen einen kleinen Aufpreis die Übernachtung in der Jugendherberge dazu buchen und eine Zimmerpräferenz angeben. Wir empfehlen die Übernachtung in der Jugendherberge, um auch die Abendstunden und Essenszeiten zum Netzwerken nutzen zu können und die kleinen Aufgaben, die jede teilnehmende Person übernimmt, leichter in den Tag zu integrieren. Natürlich kannst du dir eigenverantwortlich eine Unterkunft außerhalb der Jugendherbere organisieren. Das kann die für dich bessere Lösung sein, wenn du z. B. sehr geräuschempfindlich bist und trotzdem immer frisch und ausgeschlafen sein möchtest. Eine Jugendherberge ist und bleibt eine Jugendherberge.

Muss ich Bettwäsche und Handtücher mitbringen? Was brauche ich sonst noch?

Bettwäsche stellt die Jugendherberge zur Verfügung. Handtücher musst du selbst mitbringen. Auch Hausschuhe sind empfehlenswert. Und Ohrstöpsel, wenn du sehr geräuschempfindlich bist oder deine Zimmernachbarn lauter schlafen.

Wie viele Leute sind in einem Mehrbettzimmer?

Die Mehrbettzimmer haben i. d. R. vier Betten. Es gibt aber auch welche mit drei, fünf oder sechs. Meistens sind alle Betten belegt.

Ich möchte unbedingt mit jemandem Bestimmten auf ein Zimmer. Geht das?

Schreibt euren Wunsch bei der Anmeldung ins Kommentarfeld. Wir versuchen solche Wünsche bei der Zimmereinteilung zu berücksichtigen, können dies aber nicht garantieren. Die endgültige Zimmereinteilung erfährst du wegen des Verwaltungsaufwandes erst vor Ort.

Kann ich auch ein Einzel- oder Zweibettzimmer haben?

Ja, aber das Kontingent ist begrenzt. Wenn du trotzdem gute Gründe für den Wunsch nach einem Einzel- oder Zweibettzimmer hast, kannst du sie im Anmeldeformular der Teilnehmendenbetreuung mitteilen, die dir möglichst schnell antworten wird, ob dein Zimmerwunsch erfüllt werden kann oder ob du auf die Warteliste kommst. Es gibt auf der Akademie für tagsüber übrigens auch Rückzugsräume, in denen du zwischendurch dem Trubel entfliehen kannst, wenn du Ruhe brauchst, um Kraft zu tanken. Mehr zu den Rückzugsräumen erfährtst du nach Anmeldung in den Teilnehmendeninformationen.

Bitte beachte, dass die Einzel- und Zweibettzimmer mit einem Stockbett oder zwei Einzelbetten ausgestattet sind.

Sonstiges

Wann und wo bekomme ich weitere Informationen zur Akademie?

Nach deiner Anmeldung erhältst du Zugriff auf unsere Teilnehmendeninformationen. Außerdem gibt es natürlich Infos vor Ort.

Wie kann ich Kontakt zum Akademie-Team aufnehmen?

Ersetze in der Adresse beispiel@mind-akademie.de bitte beispiel durch die entsprechende Bezeichnung:

  • für das Programmteam: Ersetze beispiel durch programm
  • für die Gesamtleitung: Ersetze beispiel durch akademieleitung
  • für die Teilnehmendenbetreuung: Ersetze beispiel durch anmeldung

Das Postfach der Teilnehmendenbetreuung wird erst nach Anmeldebeginn regelmäßig geleert.

Kann ich die Akademie von der Steuer absetzen?

Die Mind-Akademie kann als berufliche Fortbildungsveranstaltung steuerlich geltend gemacht werden. Falls Belege nachgefordert werden, genügen in der Regel die Rechnung und die Teilnahmebescheinigung.

Kann ich für die Mind-Akademie Bildungsurlaub beantragen?

Bisher nicht. Melde dich gerne bei der Akademieleitung, wenn du die Genehmigungsformulare bearbeiten möchtest.

Änderungen an dieser Seite

  • v1.0-2023-07-01 - Erste Veröffentlichung der FAQ 2023
  • v1.1-2023-07-22 - Änderungen: Gibt es eine Teilnahmebescheinigung? / Kann ich meine Kinder mitbringen? / Brauche ich darüber hinaus noch Geld? / Ich möchte einen MHN-Kurzvortrag halten oder beim MHN-Taskmaster beitragen. Wie melde ich mich dafür an? / Taskmaster / MHN-Kunstausstellung / Vergabe von Einzel- und Zweibettzimmern

Vergangene Akademien

Jahr Leitthema Ort
2022 Verbindungen Mannheim
2021 Wandel Mannheim
2019 Kopf oder Zahl Mannheim
2018 Norm und Abweichung Mannheim
2017 Experimente Köln
2016 Wege - Kreuzungen - Wendepunkte Mannheim
2015 Wahrheiten und Geheimnisse Heidelberg
2014 Chaos und Ordnung Würzburg
2013 Beziehungen und Relationen Düsseldorf
2012 (R)Evolutionen Würzburg
2011 Zukunft und Forschung Hannover
2010 Transformation Köln
2009 Freiheit und Grenzen Nürnberg
2008 Zeit Nürnberg
2007 Kreativität und Innovation Würzburg
2006 Jenseits des Verstands Marburg
2005 Sprache und Kommunikation Darmstadt
2004 MACHT.WISSEN.SCHAFFT.SKEPSIS Darmstadt
2003 Entscheidungen und Entscheider Köln
2002 Netzwerke Frankfurt

Programm der Mind-Akademie 2022

MA2022

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Programm der Mind-Akademie 2021

MA2021

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Programm der Mind-Akademie 2019

MA2019

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Programm der Mind-Akademie 2018

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Programm der Mind-Akademie 2017

MA2017

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Programm der Mind-Akademie 2016

Programmübersicht: Wege - Kreuzungen - Wendepunkte

Hier findet Ihr das Programm der MinD-Akademie 2016.

Lydia BeneckeVortrag
Die Psychologie des Bösen: Was sind und tun eigentlich Psychopathen?

Ist Hannibal Lecter tatsächlich der Prototyp eines Psychopathen? Haben alle Psychopathen das Bedürfnis, andere Menschen zu töten? Wie stellt die Kriminalpsychologie fest, ob ein Mensch psychopathisch ist? Wie entsteht eine psychopathische Persönlichkeit? Wie gelingt es manchen psychopathischen Serienmördern, über Jahrzehnte als liebevolle Familienväter und freundliche Nachbarn ein unauffälliges Leben zu führen? Warum werden nicht alle Psychopathen kriminell? Wieviel vom „Bösen“ steckt auch in „normalen“ Menschen? Dieser Vortrag beleuchtet die Gefühls- und Gedankenwelten psychopathischer Menschen - sowohl jener, die mit erschreckenden Verbrechen Schlagzeilen machten, als auch jener, die ohne kriminelle Handlungen durchs Leben kommen und mitten unter uns sind. Diesen und anderen Fragen geht Lydia Benecke in Ihrem Vortrag nach. Eine spannende Reise in die Welt der Kriminalpsychologie.

Dr. Damian BorthVortrag
Aktuelle Forschungsthemen im Bereich Deep Learning

In diesem Vortrag erhält das Publikum einen Einblick in aktuelle Forschungsprojekte des Deep Learning Competence Center am Deutschen Forschungszentrum für künstliche Intelligenz.

http://www.dfki.uni-kl.de/~borth/

Die IrrationalenSonstiges
Die MinD-Akademie Impro-Show

Beim Improtheater entstehen aus wenigen Vorgaben aus dem Publikum Szenen und ganze Theaterstücke. Witzig, charmant, unterhaltsam - und das alles völlig ohne Proben und Absprachen. Improtheater ist schon seit jeher ein fester Bestandteil der MinD-Akademie. In diesem Jahr wollen wir etwas Neues ausprobieren. Die Impro-Show bekommt einen eigenen Slot! Kommt vorbei, schaut es euch an!

Die MHN-Improtheater-Gruppe „Die Irrationalen“ gibt es ca. seit 2003. Seit dem gibt es regelmäßig Anfänger- und Fortgeschrittenen-Workshops und auch mal den einen oder anderen Auftritt. Alle Mitglieder haben zwei Dinge gemeinsam: das MHN und ihre Leidenschaft für Improtheater. Das trifft auf dich auch zu? Dann trag dich unter https://wiki.mind-hochschul-netzwerk.de/wiki/Spezial:MHNMailadressen in den MHN-Theatersportverteiler ein und du bekommst alle Infos.

Verena EihoffWorkshop
Jonglierworkshop der 2. - Passing

Kaskade, Shower, Mills Mess, Passen - schon davon gehört? Wenn du Spaß daran hast, verschiedene Objekte gekonnt durch die Luft zu wirbeln oder es erst einmal lernen möchtest: der Jonglierworkshop gibt dir dazu Gelegenheit. Anfänger können lernen, mit drei Bällen zu jonglieren, während Fortgeschrittene und Profis ihre Tricks austauschen. Vorrangig gibt es dieses Jahr eine Einführung in das "Passen" (mit langem a), d.h. in das gegenseitige Zuwerfen von Bällen, Keulen, ... während des Jonglierens. Ein Grundstock an Equipment (Bälle, Ringe, Keulen) und einige Übungen und Tricks werden von der Workshopleitung bereitgestellt, wir freuen uns aber über jeden, der weiteres Equipment mitbringt.

Verena Eihoff schnuppert seit über 20 Jahren Zirkusluft. In der Schulzeit und während des Studiums war sie regelmäßig auf Conventions anzutreffen, wie z.B. auf Europäischen und nationalen Jonglierconventions oder der Weltgymneastrada in Lissabon. Sie trainiert Gruppen im Gerätturnen und führt Zirkusprojekte mit Kindern und Jugendlichen durch. Seit 2010 arbeitet sie als Schulpsychologin in München und unterrichtet Mathematik.

Dr. Maren EmmerichVortrag
Eine Reise zu den Wurzeln des Yoga

Yoga ist ein Lebensstil, der aus fünf Elementen besteht: physische Übungen (Asanas), Atemübungen (Pranayama), vegetarische Ernährung, effektive Entspannung und Meditation. In meinem Vortrag möchte ich euch einen Einblick geben über die historischen und philosophischen Wurzeln des Yoga in Indien und über die vielen Richtungen, in die sich diese Tradition im Westen entwickelt hat.

Im Jahr 2009 habe ich während einer sehr stressigen und turbulenten Phase in meinem Leben begonnen, mehrmals pro Woche Yoga zu praktizieren. Ich war tief beeindruckt von dem Maß an innerer Ruhe und Gelassenheit, die dieses neue Hobby meinem Leben verlieh. Das inspirierte mich, mehr darüber erfahren zu wollen, wie die Methoden des Yoga in der Lage sind, solch eine gewaltige Wirkung zu entfalten und wo sie herkommen. Daher machte ich mich auf nach Indien, wo ich Anfang 2012 eine Yogalehrerausbildung absolvierte.

Dr. Maren EmmerichWorkshop
Yoga - Einführungsworkshop

In dem Workshop werde ich meine persönliche Mischung aus klassischem Hatha und dynamischem Flow Yoga unterrichten. Personen, die noch nie Yoga praktiziert haben, sind ebenso willkommen wie Leute mit Yogaerfahrung.

Im Jahr 2009 habe ich während einer sehr stressigen und turbulenten Phase in meinem Leben begonnen, mehrmals pro Woche Yoga zu praktizieren. Ich war tief beeindruckt von dem Maß an innerer Ruhe und Gelassenheit, die dieses neue Hobby meinem Leben verlieh. Das inspirierte mich, mehr darüber erfahren zu wollen, wie die Methoden des Yoga in der Lage sind, solch eine gewaltige Wirkung zu entfalten und wo sie herkommen. Daher machte ich mich auf nach Indien, wo ich Anfang 2012 eine Yogalehrerausbildung absolvierte.

Michael EnglerVortrag
Wege von technischen Normen

Wie entsteht eigentlich eine Norm wie die berühmte DIN A4? Wer hat eigentlich ein Interesse daran Normen zu etablieren? Der Prozess der Normung ist eine Form der Selbstregulierung der Industrie, wodurch Staat und die Politik entlastet werden. Daher ist dieses Thema nicht nur dröge und langweilig, sondern auch höchst spannend und eine höchst politische Angelegenheit. Es gilt nämlich in den meisten Gremien das Konsensprinzip. Der Vortrag beleuchtet anhand von Beispielen, wie Normen national und international entstehen, welche Organisationen die Normung vorantreiben und wer die maßgeblichen Spieler in der Normung sind. Zudem streift der Vortrag die Historie der Normung und gibt konkrete Hinweise zum Umgang mit Normen. Am Ende steht ein Fazit, was gut in der Normung funktioniert, wo die Normung an Grenzen stößt und warum es sinnvoll ist sich in der Normung zu engagieren.

Michael ist Berater zu den Themen Requirements- und Usability-Engineering sowie Software-Entwicklungsprozesse und agile Methoden in der Medizintechnik. Er engagiert sich im Normungsgremium DKE/UK 811.4 „Ergonomie, Gebrauchstauglichkeit, Gebrauchsanweisung“ und im Richtlinienausschuss des VDI zu „Medical SPICE“ und dem VDI Fachausschuss „Software-Qualität in der Medizintechnik“. Er ist Mitglied in den Arbeitskreisen Qualitätsstandards und Medizintechnik der German Usability Professionals Association. Er berät, schult und coacht Medizintechnik-Unternehmen und ist Lehrbeauftragter an der Fachhochschule Oberösterreich für den Masterstudiengang Medizintechnik. Für den TÜV Rheinland und den TÜV SÜD hält er Seminare zu den Themen Entwicklung medizinischer Software und Usability- Engineering für Medizinprodukte. Zuvor war er bei British Telecom in Großbritannien und bei der Method Park Software AG. Er ist Diplom-Informatiker (FH) mit Fachrichtung Medieninformatik.

Manuel FritschVortrag
Gebraucht, geliebt und mehr. Warum ich bekomme, wovon ich früher nur träumen konnte.

Kurt FuchsVortrag
TTIP

Hunderttausende gehen auf die Straße gegen TTIP, warnen vor Chlorhühnchen, Hormonfleisch, Genfood und Investorenschutz, aber worum geht es bei TTIP wirklich? Was bedeutet die Abkürzung und was steckt dahinter? Wären die Auswirkungen des Abkommens tatsächlich so negativ wie von den Gegnern behauptet, oder vielleicht doch so positiv wie von der Wirtschaft erhofft? Diese und auch noch andere Fragen zu TTIP beantwortet der Vortrag.

Ich habe zuerst Maschinenbau an der RWTH Aachen und anschließend Jura an der Uni Münster studiert. Nach dem juristischen Referendariat habe ich zunächst in einer Unternehmensberatung und dann in einem Ingenieurbüro gearbeitet, bevor ich mich 2004 als Rechtsanwalt selbständig gemacht habe. Anfang 2015 habe ich schließlich meine Promotion in Jura erfolgreich abgeschlossen.

Prof. Dr. Wolfgang GaissmaierVortrag
Umgang mit Risiko als Herausforderung für Individuum und Gesellschaft

Viele Menschen haben heutzutage das Gefühl, in den unsichersten Zeiten überhaupt zu leben. Dabei ist das Leben trotz gegenwärtiger Krisen gerade in Europa so sicher wie nie zuvor. Gleichzeitig scheint immer weniger akzeptiert zu werden, dass die Welt trotz zunehmender Sicherheit immer eine riskante, ungewisse bleiben wird. Wir brauchen daher eine Gesellschaft, in der Bürgerinnen und Bürger informiert mit Risiken umgehen und leben. Doch ein informierter Umgang mit Risiko bleibt für viele eine Herausforderung. Anhand von Beispielen aus dem Bereich Gesundheit werde ich illustrieren, (i) dass ein mangelhafter Umgang mit Risiko ein kollektives Problem ist und keinesfalls nur Laien betrifft, (ii) dass ein Mangel an Evidenzkultur in der Gesellschaft dazu beiträgt, (iii) wie eine grundlegende Fehlwahrnehmung von Zufälligkeit vielerlei medizinischen und anderen Aberglauben befördert und (iv) wie soziale Prozesse die Risikowahrnehmung formen und verstärken können. Aber es gibt Hoffnung: Zum Abschluss werde ich darlegen, (v) wie sich diese Hindernisse durch das Unterrichten von statistischem Denken und durch transparente Risikokommunikation überwinden lassen, um ein Klima der Teilhabe, Aufklärung und Selbstbestimmung zu schaffen.

Prof. Dr. Wolfgang Gaissmaier, Jahrgang 1977, erforscht menschliches Entscheiden und Umgang mit Risiko als Professor für Sozialpsychologie und Entscheidungsforschung an der Universität Konstanz (seit 2014). Zu diesen Themen hat er bereits zuvor viele Jahre am Berliner Max-Planck-Institut für Bildungsforschung geforscht und darüber auch promoviert (2007, Freie Universität Berlin) und habilitiert (2013, Universität Heidelberg). Zuletzt war er dort leitender Wissenschaftler des Harding Zentrums für Risikokompetenz. Seine Forschung wurde in international führenden Fachzeitschriften in Psychologie und Medizin veröffentlicht, darunter Annals of Internal Medicine, Annual Review of Psychology, JAMA, PNAS und Psychological Science. Wolfgang Gaissmaier wurde mit der Otto-Hahn-Medaille der Max-Planck-Gesellschaft für herausragende wissenschaftliche Leistungen ausgezeichnet und ist Mitglied der Jungen Akademie an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina.

Carlos A. GebauerVortrag
Neuer Parlamentarismus: Zeit für eine Abgeordnetenhaftung

Alle Bereiche unserer Gesellschaft sind verrechtlicht. Alle? Nein. Einen rechtsfreien Raum gibt es: Das Parlament! Abgeordnete haften nicht für die Folgen ihrer Fehlentscheidungen. Anders als einen Schreiner, einen Arzt oder einen Reiseveranstalter treffen den Parlamentarier keinerlei persönliche Konsequenzen, wenn er inkompetente und schädliche Arbeit leistet. Und das, obwohl seine Entscheidungen meist sehr weittragend sind. Schlimmstenfalls wird er nicht wieder gewählt. Aber seine Rente ist ihm selbst dann noch sicher. Diese Lage rechtfertigt die Überlegung: Muss an dieser Stelle nicht etwas geändert werden? Ist es nicht Zeit für einen neuen Parlamentarismus? Welche Konsequenzen ergäben sich, würden Abgeordnete für ihre Gesetze haften müssen? Es wäre eine bessere Welt!

Carlos A. Gebauer studierte Philosophie, Neuere Geschichte, Sprach-, Rechts- und Musikwissenschaften. Neben seiner Tätigkeit als Rechtsanwalt und Fachanwalt für Medizinrecht in Düsseldorf ist er Richter im Zweiten Senat des Anwaltsgerichtshofes NRW und stellvertretender Vorsitzender der Friedrich A. von Hayek-Gesellschaft. Als Autor schrieb und schreibt er u. a. für die FAZ, die NJW, die ZRP, den Schweizer Monat, die Schweizerzeit, die Magazine Cicero und Pardon, Novo Argumente, The European und Der Hauptstadtbrief sowie als regelmäßiger Kolumnist für die Freie Presse Chemnitz, die Wirtschaftswoche und das Monatsmagazin eigentümlich frei. Im Lichtschlag Verlag erschienen seine Bücher "Warum wir alle reich sein könnten und wie unsere Politik das verhindert", "Der Gesundheitsaffront" und "Die Würde des Menschen im Gesundheitssystem" sowie im Finanzbuchverlag das Buch "Rettet Europa vor der EU".

Thomas GoiserVortrag
Talk NERDY to me!

Kompetenz vermitteln, Podiumsdiskussionen mit Wortmeldungen aufrollen, Fallstricke bei Speaker Engagements umschiffen. Wer viel weiß, will vieles sagen. Und sich aktiv einbringen. Zumindest manchmal. Und nur allzu oft geht das dann schief. Die Lösung: Erwartungsmanagement und arbeiten mit dem, was im Setting schon da ist – also den Möglichkeiten von Raum und Zeit. Aus der Arbeit mit Einzelpersonen und Organisationen (die meisten sind in besonders „erklärungsbedürftigen Bereichen“ tätig – also Bildung, Wissenschaft, Soziales) möchte ich ein paar Tipps zusammenfassen, wie man Schwellenängste überwindet, sich bei Diskussionen möglichst wirksam zu Wort meldet und auch danach (z.B. beim Buffet) weitere interessante Kontakte knüpfen kann. Egal, ob (gesellschafts-)politische oder Fachdiskussion, mit ein paar Kniffen lässt sich viel erreichen. Und wenn Du selbst mal als Referent angefragt bist, kannst du dir dein Vortragendenleben ebenfalls einfacher machen. Ich freue mich auf spannende Begegnungen!

Thomas Goiser ist selbstständiger PR- und Unternehmensberater in Wien, Autor und Lehrbeauftragter an mehreren Hochschulen in Österreich. Nach Studien der Rechtswissenschaften, MultiMediaArt und Public Relations sowie Risiko- und Sicherheitsmanagement beschäftigt er sich heute mit neuen Vermittlungs- und Lernformen, der Verknüpfung von interner und externer Kommunikation und Möglichkeiten zur Steigerung der Resilienz von Organisationen. 2015 hat er www.konferenzkathi.net gegründet, einen kostenlosen und kuratierten Business- und Eventkalender für den deutschsprachigen Raum. Seit kurzem studiert er wieder in einem MBA-Programm. Nachhaltige Entwicklung ist ihm ein Anliegen, er lebt autofrei und möglichst gesund. Bei Mensa Österreich leitet er die „FrühSIG“, die einmal monatlich ein anderes Wiener Kaffeehaus zum Frühstücken besucht.

Dipl.-Psych. Henriette GreischelVortrag
Anderes Land, andere Leute, anderer Mensch? Bedingungen und Wirkung schulischer Auslandsaufenthalte

Internationale Mobilität ist in den letzten Jahrzehnten zu einem zentralen Lebensbestandteil junger Menschen geworden, der zahlreiche Veränderungen und Herausforderungen mit sich bringen kann. Trotz der zunehmenden Popularität schulischer Auslandsaufenthalte wurden Bedingungen und Wirkungen dieser Lebenserfahrungen in der psychologischen Forschung bislang nur wenig beachtet. Wie wirkt sich ein einjähriger Auslandsaufenthalt an einer Gastschule auf die Schülerinnen und Schüler aus? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Längsschnittstudie PIRATS (Personality, Identity, and Relationship Experiences in Adolescent Trajectories) der Universität Jena. Im Rahmen eines prospektiven Kontrollgruppendesigns wurden 741 Schülerinnen und Schüler (etwa zwei Drittel nahmen an einem Schüleraustausch teil) im Alter von 14 bis 17 Jahren über 18 Monate hinweg mittels Online-Fragebögen zu fünf Messzeitpunkten befragt. Im Rahmen des Vortrags werden ausgewählte Ergebnisse zur Persönlichkeits- und Identitätsentwicklung (u.a. Greischel, Noack & Neyer, 2016) im Kontext internationaler Mobilitätserfahrungen präsentiert und die Frage „Wird man im Ausland ein anderer Mensch?“ aus psychologischer Perspektive erörtert.
Greischel, H., Noack, P. & Neyer, F. J. (2016). Sailing uncharted waters: Adolescent personality development and social relationship experiences during a year abroad. Journal of Youth and Adolescence. doi: 10.1007/s10964-016-0479-1

Henriette Greischel ist Diplom-Psychologin und seit 2013 leitende wissenschaftliche Mitarbeiterin im PIRATS Projekt (Personality, Identity, and Relationship Experiences in Adolescent Trajectories) der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Nach dem Studium in Leipzig und Binghamton/New York promoviert sie derzeit am Lehrstuhl für Differentielle Psychologie, Persönlichkeitspsychologie und Psychologische Diagnostik der FSU Jena bei Franz J. Neyer. Ihre Forschungsinteressen umfassen unter anderem Persönlichkeits- und Identitätsentwicklung im Jugendalter sowie die Entwicklung persönlicher sozialer Netzwerke.

Tobias GüntherVortrag
Der digitale Wandel: 3D Modellierung & 3D Printing

Der 3D-Druck ist zurzeit noch eine Nischentechnologie, bietet aber die Herstellung individueller Produkte und damit einen höheren Nutzen für den User. In geschätzten 1-2 Jahren wird die Landschaft um Anwendungen erweitert, die es den Menschen ermöglichen, 3D-Modelle mit Hilfe von 3D-Konfiguratoren zu designen und in einem Material der Wahl beim Copy-Shop um die Ecke auszudrucken. Ich werde in meinem Vortrag einen Entwurf der benötigten Fähigkeiten, Prozesse und Technologien vorstellen.

Seit 2014 Professor für Wirtschaftsinformatik an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg. Seit 2009 Geschäftsführer der Elaspix Unternehmergesellschaft „3D-Produktkonfiguratoren“. Seit 2005 ehrenamtliche Tätigkeit als Schiedsrichter und Jurymitglied bei der First-Lego-League und Robocup Dance. 2005-2009 Dozent für Informatik und Robotik Hochbegabtenförderung e.V. 2008 Recommind GmbH, Software-Entwickler Bereich Dokumentenverarbeitung, Rheinbach. 2004-2008 wissenschaftlicher Mitarbeiter und Promotion: Data mining in diagnostic charts and treatment outcome prediction for Vision Restoration Therapy, Otto-von-Guericke Universität Magdeburg. 2004 Diplomarbeit: Modeling and Parametrisation of Neuromorphic Vision Sensors in an ODE-driven Simulation Environment, Fraunhofer Gesellschaft, Institut für Autonome Intelligente Systeme, Sankt Augustin.

Dr. Markus GygerVortrag
Storytelling - Wie bringe ich meine Geschichte spannend auf den Punkt?

Geschichtenerzählen ist weit mehr als die abendliche Vorlesestunde mit unseren Kindern; das ganze Leben besteht aus Geschichten. Das Marketing hat schon vor einiger Zeit das „Storytelling“ als wirksame Werbemethode gefunden, aber auch im Privatleben und im Beruf hilft es ungemein, wenn man Inhalte spannend und überzeugend auf den Punkt bringen kann. Besonders dann, wenn es gilt, jemanden von einer Idee zu überzeugen: Meinen Chef von meinem neuen Konzept, meinen Traumarbeitgeber, dass ich der Richtige für die Stelle bin oder Freunde, dass mein Urlaub wirklich toll war. Was braucht eine gute Geschichte? Wie erzeuge ich einen Spannungsbogen? Welchen Einfluss hat das richtige Timing? In diesem Vortrag wird eine sehr einfache Struktur für gute Geschichten vorgestellt und mit Beispielen aus unterschiedlichen Kontexten auf Herz und Nieren geprüft.

Dr. Markus Gyger ist promovierter Biophysiker und arbeitet als freiberuflicher Trainer und Coach. Als solcher vermittelt er Berufseinsteigern und Nachwuchswissenschaftlern die nötigen Soft Skills für einen erfolgreichen Start in ihre Karriere. Seine Themengebiete reichen von Präsentationstechniken und Kommunikation über Projektmanagement bis zu Improvisationstheater-Techniken für den Wissenschafts- und Berufsalltag. Bei der MinD-Akademie ist er seit 2007 jedes Mal dabei gewesen und hat regelmäßig Workshops, Vorträge und Moderationen beigetragen und im Programmteam mitgewirkt.
Mehr Informationen unter: www.gyger-training.de

Bianca HankeVortrag
Reproduktion bei Haussäugetieren - let me tell you about the birds and the bees...

Wie funktioniert Fortpflanzung grundsätzlich? - Weiß ich, denken die meisten. Neben den Basics der Säugetiervermehrung soll es im Vortrag aber auch um die Formen moderner Tierzucht und -vermehrung gehen. Außerdem gibt es ein paar Kuriositäten und Fun Facts aus der Tierwelt. Was steckt hinter induzierter Ovulation und Ferkelproduktion, warum leiden Cavalier King Charles Spaniel unter Kopfschmerzen und was hat der Mensch damit zu tun?

Bianca Hanke, 1988 geboren in Hamburg, studierte von 2007 bis 2013 Veterinärmedizin in Hannover. Direkt im Anschluss startete die externe Dissertation in Göttingen und Hannover. Schwerpunktmäßig befasst sie sich in ihrer Arbeit mit Trächtigkeits-assoziierten Glykoproteinen bei Schafen und Ziegen. Die Reproduktionsbiologie und -medizin war immer eine Hassliebe und das Antreten der Dissertation in diesem Fachgebiet mindestens ironisch. Wenn sie nicht gerade herumdoktert, frönt sie der (selbstgemachten) Musik und dem Sport, von Tanzen bis Wassersport.

Dr. Sebastian HarrachVortrag
Einführung in das Natural Language Processing am Beispiel der Multidokumentzusammenfassung

Intensive Recherche ist heute für viele Tätigkeiten unerlässlich und unterliegt meist sehr engen Zeitvorgaben. Insbesondere bei Entscheidungsprozessen hat die Qualität der Rechercheergebnisse weitreichende Konsequenzen. Zugleich explodiert die Menge verfügbarer Dokumente und gerade elektronische Quellen werden immer komplexer, sind hochgradig heterogen und weisen eine sehr unterschiedliche Informationsqualität auf.
In diesem Vortrag wird es darum gehen, eine Einführung in das Natural Language Processing (=die Verarbeitung von natürlichsprachlichen Texten) zu geben. Es wird am Beispiel der Multidokumentzusammenfassung beschrieben, was die entsprechenden Technologien leisten können und sollen und an welchen Problemen aktuell geforscht wird. Die Frage, die im Zentrum stehen wird, ist: wie kann man aus heterogenen Textquellen mittels automatisierter Methoden strukturiertes Wissen extrahieren und aus diesem ein informatives und stilistisch homogenes Dossier aufbereiten.

Dr. Sebastian Harrach arbeitete zunächst als Unternehmensberater und promovierte anschließend in Technikphilosophie zu Machine Learning. Heute ist er an der TU Darmstadt als akademischer Geschäftsführer am Ubiquitous Knowledge Processing (UKP) Lab tätig. Das UKP beschäftigt sich ausschließlich mit Natural Language Processing, der Verarbeitung textuell vorliegender Sprache.

PD Dr. Oliver HerbortVortrag
Die erstaunliche Komplexität alltäglicher Bewegungen: Eine Herausforderung für unser Gehirn

Wir bewundern Menschen, die ihren Körper und ihre Bewegungen virtuos beherrschen. Wir sind fasziniert von Lionel Messis Fussballakrobatik, den spektakulären Stunts und Kämpfen von Bruce Lee oder Jackie Chan und der Perfektion von Pianisten wie Lang Lang. Allerdings steckt auch in unseren alltäglichen Bewegungen eine unglaubliche Komplexität. Jedes Mal, wenn wir etwa unser Smartphone benutzen oder eine Tasse greifen, muss unser Gehirn eine Reihe von komplizierten Problemen lösen. Dies geschieht größtenteils unbewusst und mit bemerkenswerter Effizienz. So reagieren wir blitzschnell (und erstaunlich clever) auf Veränderungen in der Umwelt und erweitern unseren Bewegungsspielraum stets durch vorausschauendes Handeln. Diese raffinierten Prozesse, die alltägliche Handlungen erst ermöglichen, unterstützen aber auch höhere kognitive Fähigkeiten und erlauben es so zum Beispiel, die Intentionen anderer zu verstehen.

Oliver Herbort forscht und lehrt am Lehrstuhl für kognitive Psychologie an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Er untersucht die Prozesse der Planung und Kontrolle zielgerichteter Bewegungen mit Hilfe von Experimenten und Computermodellen.

Prof. Dr. Thomas JunkerVortrag
Die Evolution der Phantasie: Warum wir ohne Kunst nicht leben können

Kinder singen und tanzen, sie malen Bilder und erzählen Geschichten – und sie tun dies freiwillig, mit großer Ernsthaftigkeit und mit Freude. Als Erwachsene führen sie ihre Spiele dann oft fort und wenn sie einem Publikum gefallen und vor der Kritik bestehen können, nennen wir sie Kunst. All dies ist so vertraut, dass man leicht übersieht, wie ungewöhnlich dieses Verhalten aus biologischer Sicht ist. Warum sind die künstlerischen Talente und Interessen in der Evolution entstanden? Haben sie einen direkten Nutzen für das Überleben oder entstanden sie als entbehrlicher Nebeneffekt? Sind es kulturelle Erfindungen oder reine Lusttechnologien? Und was bedeutet dies für die Zukunft der Kunst? Denn Evolution ist Wandel: Verhaltensweisen entstehen, verändern sich und können wieder verschwinden. Der Vortrag wird schildern, wie Evolutionsbiologen die Rätsel der Kunst zu lösen versuchen und ein neues Modell vorstellen.

Prof. Dr. Thomas Junker lehrt Geschichte der Biowissenschaften an der Universität Tübingen. Von 1992-1995 war er Mitherausgeber von Charles Darwins Briefwechsel in Cambridge (England) und Postdoc bei Ernst Mayr am Department of the History of Science der Harvard University. Er hat zahlreiche Bücher und Artikel zur Geschichte und Theorie der Evolutionsbiologie und Anthropologie veröffentlicht. Aktuelle Publikation: Thomas Junker. Die Evolution der Phantasie: Wie der Mensch zum Künstler wurde. Stuttgart: S. Hirzel, 2013.

Prof. Dr. Raffael KalischVortrag
Resilienz

„Resilienz“ ist dabei, eine ähnliche Karriere in den großen Publikumsmedien und in der Ratgeberliteratur zu machen wie vormals „Stress“, „Burnout“ oder „Depression“. Gleichzeitig floriert eine Seminar- und Coaching-Szene, deren Protagonisten versprechen, uns widerstandsfähiger gegen Belastungen und fit für unseren stressigen Alltag zu machen. Große Firmen wittern die Chance zum Abbau von Krankheitstagen und zum noch effizienteren Einsatz von Mitarbeiter/innen. Was steckt dahinter? In der Veranstaltung wird der Resilienzbegriff aus wissenschaftlicher Perspektive beleuchtet; gesicherte Erkenntnisse und neueste Forschungsansätze - auch aus der Neurobiologie - werden vorgestellt. Resilienz, richtig verstanden und seriös beforscht, bietet ein neues, vielversprechendes Paradigma für die Verbesserung der mentalen Gesundheit und der Lebensqualität der Bevölkerung, mit zahlreichen Anknüpfungspunkten zur eigenen Lebensbewältigung.

Studium der Humanbiologie in Marburg und Paris. Doktorarbeit im Bereich der Hochfeld-Bildgebung an einem Tiermodell der Angst am Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München. Postdoktorand am Functional Imaging Laboratory (FIL) des Wellcome Departments for Neuroimaging, University College London. Leiter einer Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe der DFG am Institut für Systemische Neurowissenschaften des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf. Professor für Human Neuroimaging und Leiter des Neuroimaging Center (NIC) an der Universitätsmedizin Mainz. Gründungsmitglied des Deutschen Resilienz-Zentrums Mainz (DRZ), Sprecher der International Resilience Alliance intresa.

Werner KonikVortrag
Was kostet ein Mensch - Der Weg durch den Eisernen Vorhang

Dies ist die kurze Geschichte eines jungen Mannes, der schicksalhaft als Leibeigener geboren wurde und sich in die Freiheit kämpfte. Wir folgen seinem langen und gewundenen Weg von Ost- nach Westdeutschland während des Kalten Krieges. Im Angesicht von Unrecht und Unterdrückung traf er harte Entscheidungen und ließ alles zurück. Nach Jahren der Auflehnung und politischer Haft in 12 kommunistischen Gefängnissen wurde er schließlich wie ein Sklave verkauft. Er begann 1981 ein neues Leben. Sie hören die Geschichte einer Reise im 20. Jahrhundert von kommunistischer Gewaltherrschaft in demokratische Freiheit.

Geboren 1955 in der DDR
Stasi-Haft 1979
Freigekauft 1981
Berufliche Karriere bis 2009 bei SAP
Ausgedehnte dienstliche Auslandsaufenthalte in Australien und Asien
Private Reisen in über 40 Länder
Ausbildung als Coach
Privatier seit 2010
Ehrenamtlicher Schöffe und Jugendbetreuer
Zeitzeuge der Gedenkstätte Hohenschönhausen, Berlin
Mitglied bei Mensa, Triple Nine Society, Firelist Subscriber (The Prometheus Society)

Sören KöserVortrag
Auf dem schnellsten Weg

Navigationssysteme benutzen heute nahezu alle. Doch welche Algorithmen stecken hinter der Routenplanung? Wie berechnet man die kürzeste, schnellste oder landschaftlich schönste Strecke? Oder "Alternativrouten" - was auch immer das sein mag? Der Vortrag gibt einen Überblick über die verwendeten Algorithmen, zeigt, wie man bessere und schnellere Ergebnisse erzielen kann, und beleuchtet weitere Anwendungsbereiche für diese Verfahren.

Sören Köser, Jahrgang 1977, ist Diplom-Wirtschaftsinformatiker und arbeitet seit 2001 als Softwareentwickler und -architekt für ein großes deutsches Marktforschungsunternehmen im Bereich Geoinformatik. Seine Freizeit teilt er (zu ungleichen Teilen) zwischen seiner Tochter, der Redaktion des MinD-Magazins und der Inszenierung eines Theaterstückes auf.

Dr. Sara KöserVortrag
Nur die Besten! Personalauswahl als wichtiger Schritt auf dem beruflichen Weg

Wenn Personen gut zu ihrer Arbeitsstelle passen, ist das ein Gewinn für alle Beteiligten. Um eine passende Person für eine freie Stelle zu finden, lassen sich Personalverantwortliche vieles einfallen: von der internen Stellenausschreibung bis hin zum Headhunter und vom kurzen Gespräch bis hin zum mehrtätigen Assessment-Center. Als empirisch fundierter Königsweg gelten derzeit strukturierte Auswahlverfahren, bei denen die Auswahlkriterien verbindlich und das Verfahren für jede Bewerberin und jeden Bewerber gleich sind. Durch die hohe Strukturierung wird ein objektives und valides Urteil möglich. Wenn zudem verschiedene Aufgaben und Fragen für das Verfahren sorgfältig ausgewählt werden, wird ein umfassendes Kompetenzprofil sichtbar. Fast trotzig wirken da diejenigen, die nach einem unstrukturierten Gespräch aus dem Bauch heraus ihre Personalentscheidung treffen - aber auch dieses Vorgehen wird beworben und verteidigt. Alles mit dem Ziel, den oder die Beste zu finden. Wie Bewerbungssituationen durch die Verantwortlichen gestaltet werden und was das für die Bewerberinnen und Bewerber bedeutet, ist Gegenstand dieses Vortrags.

Dr. Sara Köser beschäftigt sich tagtäglich mit strukturierten Auswahlverfahren. Die Diplompsychologin studierte an der Universität Heidelberg und promovierte an den Universitäten Bern (Schweiz) und Trondheim (Norwegen). Zunächst forschte und lehrte sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Fernuniversität in Hagen und der Universität Mannheim. Dann wechselte sie die Seiten und ist nun Referentin für Personalentwicklung am KIT. Hier ist sie für die Konzeption und Implementierung von eignungsdiagnostischen Elementen in Berufungsverfahren zuständig, in denen überfachliche Kompetenzen wie Führungskompetenz oder Motivation der angehenden Professorinnen und Professoren abgebildet werden.

TeeKay KreissigSonstiges
Transient Societies - von Migration und Flucht zu Integration, Empowerment und Partizipation

Nie zuvor waren mehr Menschen in Bewegung. Ob als freiwillig oder unfreiwillig Reisende, als Flüchtende oder Touristen, ob als Menschen, die auf der Suche nach etwas Besserem sind oder nur dem Schlimmsten entgehen wollen: das 21. Jahrhundert bewegt Menschen physisch und psychisch. Im Rahmen dieser Paneldiskussion werden Neuankömmlinge in Deutschland über ihre unterschiedlichen Erfahrungen berichten und als Ansprechpartner für die verschiedenen Initiativen der Refugee Academy zur Verfügung stehen. Refugee Academy – erfolgreiche Lernerlebnisse für Geflüchtete – Empowerment und Partizipation. Das Prinzip der „Refugee Academy“ ist bestechend einfach. Bildung ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Integration. Die vielfältigen Potentiale und Fähigkeiten der Geflüchteten werden schon kurz nach ihrer Ankunft in Deutschland erkannt, gefördert, entwickelt und konstruktiv eingebracht. So wird die unnötige, frustrierende und demotivierende Phase der Untätigkeit und Abkapselung in den Unterkünften vermieden. Unsere Vision: Eine Gesellschaft, in der Menschen aus anderen Kulturkreisen sozial und materiell voll integriert sind und ihre Fähigkeiten zum Wohle aller optimal entfalten können. Weitere Infos unter http://www.refugeeacademy.de/

TeeKay engagiert sich seit 2016 im Rahmen der von ihm gegründeten Refugee Academy für die schnelle Integration und das Empowerment von Geflüchteten. Der studierte Psychologe (TU Berlin) verfügt über einen reichen Erfahrungsschatz im Bereich interkultureller Begegnungen, den er zunächst als erfolgreicher Theaterregisseur und Eventkonzepter umgesetzt hat. Als Berater und Projektentwickler konzipiert er für unterschiedliche Auftraggeber und Institutionen interdisziplinäre Programme mit hoher Nachhaltigkeit. Als Coach trainiert und entwickelt er die kommunikativen und kreativen Fähigkeiten von Wissenschaftlern, Geschäftsleuten, Studenten, Professoren und Künstlern im In- und Ausland. Er unterstützt und fördert Teambuilding- und Change-Management-Prozesse mit einer breiten Methodenpalette und ist als freischaffender Dozent Gast bei vielen Unternehmen, Universitäten und Verbänden. Zu seinen Klienten gehören u.a. das IPK Fraunhofer Institut in Berlin, die Leuphana University in Lüneburg, Common Purpose Deutschland sowie die Lift Innovations-Konferenz in Genf. Er konzipierte zahlreiche Projekte mit Jugendlichen und Erwachsenen in multilingualen Kontexten (u.a. für die Stiftung Mercator mit je zehn jungen Erwachsenen aus zehn Neu-EU-Mitgliedstaaten) und ist Spezialist für niedrigschwellige, pragmatische interkulturelle Veranstaltungen, mit denen er Menschen aus verschiedensten sozialen Schichten, ethnischen und sprachlichen Hintergründen zusammenführt. So brachte er mit seiner Aktion „Dance the Cranko“ 2007 in Stuttgart eine ganze Stadt zum Tanzen: von Jung bis Alt, vom VIP bis zum Nobody, vom Sportler bis zum IT’ler und Verwaltungsangestellten gelang es ihm, die Landeshaupstadt nachhaltig zu begeistern.

Dr. Jörg KunzeVortrag
Kamera: Photon trifft Silizium

Das Licht ist an. Viele kleine Photonen wuseln durch den Raum. Ein paar davon flutschen durch ein Objektiv und landen in einer Kamera. Dort betreten sie neugierig ein Stück Silizium. Das nennen wir einen Chip. Und da drin treffen sie auf kleine Elektronen. Die Elektronen stecken gerade im Stau fest und kommen nicht vorwärts. Ein sanfter Schubser des Photons wirft sie auf eine andere Fahrspur und schon haben sie freie Fahrt. Doch wo geht die Fahrt hin? Das kann man festlegen, indem man winzige Mengen an Elektronenlock- oder Ekelstoffen in das Silizium mit einbaut. Dann wollen die Elektronen entweder hin oder aber möglichst weit weg. Damit lassen sich die Elektronen zusammenpferchen wie eine kleine Herde. Die zählt man durch und daraus entsteht ein Pixelwert. Viele Elektronen bedeutet viel Licht. Dafür braucht man einen Transistor. Und der funktioniert genau nach den gleichen Prinzipien. Nämlich mit Elektronen, die angelockt oder weggescheucht werden. Und so entsteht ein digitales Bild in einer Kamera.

Jörg Kunze ist in der Schweiz geboren als Sohn einer Österreicherin und eines Sachsen. Er ist im Saarland aufgewachsen, hat in Kiel Physik studiert und in Hamburg promoviert. Aktuell leitet er ein Forschungsteam bei dem Kamerahersteller Basler AG in Ahrensburg und entwickelt dort neue Technologien, neue Patente und Studenten als neue Mitarbeiter.

Dr. Claudia LangoschVortrag
Irrwege sind auch Wege?!

Wohin will ich gehen? Was will ich in meinem Leben erreichen? Soll ich das machen, was mir Spaß macht? Oder lieber das, von dem alle sagen, dass es Geld bringt? Ob es um den Studienplatz nach dem Abitur, eine Spezialisierung im Studium oder einen Karriereweg im Berufsleben geht - die meisten von uns müssen sich irgendwann festlegen. Doch wie kann ich eine gute Entscheidung treffen? Mit dem Kopf? Oder doch lieber aus dem Bauch heraus? Um diese für unser Leben und unsere Entscheidungen wichtigen Fragen geht es in dem interaktiven Vortrag. Er untersucht, welche Antworten auf diese Fragen die Philosophie, Psychologie und Soziologie geben. In einem zweiten Teil werden die TeilnehmerInnen selbst aktiv und erarbeiten ihre eigenen Antworten.

Dr. Claudia Langosch studierte Sprechwissenschaften in Halle und promovierte über Predigtrhetorik im 18. Jahrhundert. Seit ihrem Studium ist sie als Trainerin und Dozentin in Kommunikations- und Rhetoriktrainings tätig. In einem Projekt zur Förderung von Frauen in Wissenschaft und Wirtschaft begleitete sie Studentinnen auf der Suche nach einem Arbeitsplatz oder einer Promotionsstelle. Während ihrer Tätigkeit bei der Kabel Deutschland Kundenbetreuung GmbH unterstützte sie Manager bei der Suche nach ihrem Karriereweg. Seit 2015 ist Dr. Claudia Langosch selbständig als Trainerin und Coach tätig.

Prof. Dr. Barbara MertinsVortrag
Wie Sprache unsere Weltsicht bestimmt

Wie hängen Sprache und Denken zusammen? Werden unsere Gedanken von sprachlichen Strukturen unserer Muttersprache mitgeformt oder gar determiniert? Oder sollen wir eher davon ausgehen, dass unsere Gedanken von Sprache unabhängig sind, sprich als eine wortlose Gedankensprache zu betrachten sind, die erst durch Kommunikation in eine konkrete (sprachspezifische) Wortabfolge übersetzt wird? Die Erforschung dieser Fragen hat eine lange Tradition in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen, die zwischen Linguistik, Anthropologie, Psychologie, Philosophie und in letzter Zeit auch Psycholinguistik und Kognitionswissenschaft angesiedelt sind. Es soll betont werden, dass es trotz der langjährigen, intensiven und zunehmend interdisziplinär angelegten Untersuchungen zur Beziehung von Sprache und Denken keinen Konsensus unter den Wissenschaftlern darüber gibt, wie Sprache und Denken zusammenhängen. In diesem Beitrag wird die Position vertreten, dass die Struktur bzw. die Grammatik unserer Muttersprache entscheidend dafür ist, wie Informationen visuell aufgenommen, verarbeitet und in Sprache umgesetzt werden. Es werden empirisch gestützte Daten aus linguistischen sowie Blickbewegungs- und Gedächtnisstudien präsentiert. Die Ergebnisse der Studien zeigen eindeutig, dass in Verbindung mit sprachlichen Präferenzen auch visuelle Aufmerksamkeitsstrukturen sowie Erinnerungsvermögen variieren. Mit anderen Worten, die Muster des Blickbewegungsverhaltens bestätigen die in der sprachlichen Darstellung beobachteten Kontraste.

Prof. Dr. Barbara Mertins ist seit August 2015 Professorin für Linguistik des Deutschen mit dem Schwerpunkt empirische und experimentelle Linguistik am Institut für deutsche Sprache und Literatur an der TU Dortmund. Der Schwerpunkt ihrer Forschung liegt auf psycholinguistischen Themen: Sie forscht zum Zusammenhang zwischen sprachlichen Strukturen, mentalen Prozessen und der Art und Weise, wie vor allem grammatisches Wissen verarbeitet und repräsentiert wird. Dabei interessiert sie sich insbesondere für die Sprachproduktion von bilingualen und multilingualen Sprechern sowie für verschiedene Sprachstörungen, z.B. Aphasie. In ihrer Vorgehensweise verwendet Frau Mertins vorwiegend experimentell ausgerichtete Techniken der chronometrischen Datenerfassung und Blickbewegungsaufnahmen (Eye-Tracking). Nach dem Studium der Sprachwissenschaft (mit Schwerpunkt Neurolinguistik), Philosophie und deutschen Literatur an den Universitäten Prag, Freiburg im Breisgau, Basel und Strasbourg forschte die gebürtige Tschechin am Max-Planck-Institut für Psycholinguistik in Nijmegen und wurde 2004 von der Radboud Universität Nijmegen mit einer Arbeit über den Ausdruck der Simultanität im Zweitspracherwerb promoviert. Von 2005 bis 2014 forschte und lehrte sie an der Universität Heidelberg am Institut für Deutsch als Fremdsprachenphilologie. Im Dezember 2012 habilitierte sie zum Thema Sprache und Kognition an der Neuphilologischen Fakultät der Universität Heidelberg. Für ihre Arbeiten wurde sie 2007 mit dem Klaus-Georg und Sigrid Hengstberger Preis für exzellente Nachwuchswissenschaftler ausgezeichnet. Im akademischen Jahr 2010-2011 forschte sie innerhalb einer von Cathrine Fabricius Hansen eingeladenen Gruppe am renommierten Center for Advanced Study an der Norwegischen Akademie der Wissenschaften in Oslo. Für ihre Lehre wurde sie im Jahre 2010 von der Fachschaft des Instituts für Deutsch als Fremdsprachenphilologie der Universität Heidelberg für den Ars-Legendi-Preis für exzellente Hochschullehre in den Geisteswissenschaften nominiert. Frau Mertins ist verheiratet und hat zwei bilingual aufwachsende Kinder.

MHN-TheatergruppeSonstiges
Aufführung des Stücks „Elite 1.1“ von John von Düffel

Die Wege sechs erfolgsverwöhnter Menschen kreuzen sich und sie gelangen an ihren persönlichen Wendepunkt: Sybille ist Fernsehmoderatorin, für ihren Job ist perfektes Aussehen wichtig. Hendrik, Schönheitschirurg, lebt für sein geniales Meisterwerk. Isabell ist Unternehmensberaterin und liebt ihre schnelle und abwechslungsreiche Arbeit in allen Teilen der Welt. Thomas ist Redakteur, ein kreativer und begeisterungsfähiger Mensch, der für seine Reportagen schon Preise gewonnen hat. Angelika, Mitte 20, die Chefin der Redaktion, engagiert, hat große Pläne. Benjamin, Ex-Sportler, Ex-Anwalt arbeitet in seinen jungen Jahren an seiner nächsten Karriere als Autor. Alle gehören zur „Elite“, alle haben viel erreicht und sind auf dem Höhepunkt ihrer Karriere. Doch was folgt darauf?

Die Leiterin der MHN-Theatergruppe Regina Dresler ist ausgebildete Theaterpädagogin BuT®. Sie arbeitet seit Jahren freiberuflich sowohl mit Jugendlichen als auch Erwachsenen in verschiedenen Kontexten und mit unterschiedlichen Methoden. Bei MHN hat sie schon verschiedene Seminare im Theaterbereich angeboten. Dieses Jahr fand zum dritten Mal eine Theatergruppe bei MHN statt, die sie geleitet und bei der sie Regie geführt hat. Als Schauspieler sind dieses Mal mit dabei: Alex Scivos, Gesa Ruge, Jan Hegemann, Jasmin Mohr, Katharina Busch und Michael Engler. Aufführungsrechte beim Rowohlt Theater Verlag, Reinbek bei Hamburg.

Jan NeuhausWorkshop
Zwischen den zwei Kulturen

1959 prägte C.P. Snow den Begriff der zwei Kulturen. Gemeint sind die geisteswissenschaftlich-literarische sowie die naturwissenschaftlich-technische Kultur, deren Träger, wie Snow kritisch feststellte, oft nicht einmal die grundlegendsten Begriffe miteinander teilen. Das können wir besser! Um die begrenzte Zeit des Workshops voll nutzen zu können, solltet Ihr Euch als Natur- oder Geisteswissenschaftler anmelden und idealerweise einen grundlegenden Begriff Eures Feldes schon mitbringen, den Ihr für wichtig genug haltet, Ihn Eurem Gegenüber verdeutlichen zu wollen. Und einen Begriff eines anderen Feldes, den Ihr gerne einmal näher erklärt hättet. Z.B.: „Historiker legen großen Wert auf Quellenkritik, weil… - Und was hat es eigentlich genau mit dieser Unschärferelation auf sich?“ „Der Punkt, an dem zwei Themengebiete, zwei Disziplinen, zwei Kulturen - zwei Galaxien, könnte man auch sagen - zusammenstoßen, sollte kreative Gelegenheiten erzeugen“ C.P. Snow, The Two Cultures

Geboren 1981 in Bremen, verweigerte Jan Neuhaus den Kindergartenbesuch aus ästhetischen Gründen, besuchte verschiedene Grundschulen sowie eine Waldorfschule, wechselte nach der 5. Klasse aufs Gymnasium, welches er 2001 erfolgreich hinter sich ließ. Nach einer kurzen Afrikareise studierte er Archäometrie und angewandte Naturwissenschaften an der Bergakademie Freiberg bis zur Einstellung des ersteren Studienganges. Nach der Rückkehr aus Bolivien und Peru ein halbes Jahr später begann er eher spontan das Medizinstudium in Bonn, welches er dann trotz starker Neigung zur Archäologie, Astronomie, Biologie, Paläontologie und Prokrastination auch tatsächlich 2011 vollendete. Darauf folgte ein einjähriges Intermezzo als Grafikbastler in einem Reisebüro sowie drei Jahre als Assistenzarzt in der Akutpsychiatrie. Aktuell arbeitet er seit ca. eineinhalb Jahren als Berater bei der Informationszentrale gegen Vergiftungen der Uniklinik Bonn.

Jan NeuhausVortrag
Wählen Sie Ihr Gift

Was tun bei Vergiftung? Und was tun, damit es gar nicht erst dazu kommt? Anhand illustrer Beispiele berichtet Jan Neuhaus, wie man es nicht macht.

Geboren 1981 in Bremen, verweigerte Jan Neuhaus den Kindergartenbesuch aus ästhetischen Gründen, besuchte verschiedene Grundschulen sowie eine Waldorfschule, wechselte nach der 5. Klasse aufs Gymnasium, welches er 2001 erfolgreich hinter sich ließ. Nach einer kurzen Afrikareise studierte er Archäometrie und angewandte Naturwissenschaften an der Bergakademie Freiberg bis zur Einstellung des ersteren Studienganges. Nach der Rückkehr aus Bolivien und Peru ein halbes Jahr später begann er eher spontan das Medizinstudium in Bonn, welches er dann trotz starker Neigung zur Archäologie, Astronomie, Biologie, Paläontologie und Prokrastination auch tatsächlich 2011 vollendete. Darauf folgte ein einjähriges Intermezzo als Grafikbastler in einem Reisebüro sowie drei Jahre als Assistenzarzt in der Akutpsychiatrie. Aktuell arbeitet er seit ca. eineinhalb Jahren als Berater bei der Informationszentrale gegen Vergiftungen der Uniklinik Bonn.

Jennifer NicolayVortrag
Islamic Banking und CSR - neue Chancen für ethisches Wirtschaften?

Islamisches Finanzwesen wird häufig verkürzend mit Zinsverbot und dem Nischenmarkt Islamic Banking verbunden. Das Scharia-konforme Wirtschaften gibt aber wesentlich komplexere Regeln vor. Wer hier nur an Einschränkungen denkt, liegt weit daneben. Islamisches Finanzwesen beinhaltet zahlreiche Handlungsnormen, die die Wirtschaft menschlich machen sollen. Hier geht es sowohl um eine Abgrenzung vom westlichen Prinzip des 'homo oeconomicus' als auch um eine Implementierung von universellen Werten. Die ganzheitliche Einbettung der Wirtschaft in eine Gesellschaftsordnung weist auch auf Chancen für das konventionelle Wirtschaftssystem hin. Ähnliche Ziele verfolgen die UN-weit verabredeten Sustainable Development Goals, die sich nicht zuletzt auch in der EU-Verordnung für CSR-Berichterstattung praktisch wiederfinden. Ein Vergleich zeigt zugleich Chancen und Herausforderungen auf, denen sich unsere Gesellschaft im Wirtschaftssystem stellen muss. In meinem Vortrag werde ich die Prinzipien des islamischen Finanzwesens erläutern, im Rahmen unseres westlichen Marktsystems einordnen und gezielt auf die Synergien eingehen, die sich aus dem islamischen Finanzwesen und CSR-Strategien ergeben.

Jennifer Nicolay ist seit 2014 Vorsitzende der wirtschaftsethischen Initiative sneep e.V. Sie legte bereits während ihres Studiums in Köln und Münster (Spanisch, Philosophie; Physik; interkulturelle Pädagogik) ihren Studienschwerpunkt auf Ethik und prospektive Verantwortung in Wirtschaft und Unternehmen. Seit 2016 studiert sie Wirtschaftsinformatik in Hagen. In akademischen Publikationen beschäftigt sie sich mit dem Forschungsschwerpunkt ethischen Finanzwesens und CSR. Seit 2014 ist sie als wissenschaftliche Redakteurin und Beraterin im Bereich Nachhaltigkeitsberichterstattung und CSR in Münster tätig. Sie ist Autorin und Herausgeberin einschlägiger wirtschaftsethischer Publikationen. Im akademischen Jahr 2010/2011 war sie als Stipendiatin des DAAD als Fremdsprachenassistentin in Spanien tätig.

Frauke NiehuesVortrag
Hoch- und Höchstbegabung: Herausforderungen und Lösungen außerhalb der Norm

In der Wissenschaft gibt es zwei widerstreitende Meinungen bzgl. der Auswirkungen von Hochbegabung. Während die eine Seite betont, dass Hochbegabte psychisch gesünder sind und sich kaum von Normalbegabten unterscheiden, vertritt die andere Seite die Auffassung, dass Hochbegabung mit besonderen Herausforderungen und Defiziten einhergeht. Beide Sichtweisen sind in ihrer Radikalität nicht haltbar und haben deutliche Auswirkungen auf den Alltag und die Lösungsfindung für Hochbegabte. So erhalten Hochbegabte einerseits oft nur unzureichende Unterstützung, andererseits werden sie psychiatrisch so häufig fehldiagnostiziert, dass die American Psychiatric Association, welche das weltweit renommierteste Klassifikationssystem für psychische Krankheiten herausgibt, bei Hochbegabung mittlerweile vor bestimmten Diagnosen warnt. Um diesen Fallen zu entkommen, werden fernab von Klischees und Schulenstreit, sondern abgeleitet aus den mit Intelligenz einhergehenden Merkmalen, ernstzunehmenden Studien und der langjährigen Erfahrung aus Psychotherapie und Beratung von Hoch- und Höchstbegabten, die realen Herausforderungen besprochen und praxiserprobte Lösungsmöglichkeiten vorgestellt.

Frauke Niehues ist selbst Mensamitglied. Sie führt eine psychotherapeutische Praxis und ist als Dozentin und Supervisorin für mehrere Universitäten, Gesellschaften und Institute tätig. Sie ist u.a. Diplom-Psychologin, approbierte Verhaltenstherapeutin, Hypnotherapeutin und Trainerin emotionaler Kompetenzen. Parallel zur Arbeit im klinischen Bereich ist sie mit ihrer Firma „Kompass“ in der Personal- und Organisationsentwicklung tätig und berät Mitarbeiter und Führungskräfte. Ihre Schwerpunkte hierbei sind Emotionsmanagement, Resilienz, Gesprächsführung und Beratung bei Hochbegabung. Durch diese perspektivische Vielfalt verbindet sie Sichtweisen und Lösungswissen besonders realitäts- und lösungsorientiert.

Anet NyffelerVortrag
Social Media Analytics - Treiber eines Paradigmenwechsel in der Online-Unternehmenskommunikation

Neue Analysemethoden für textbasierte Kommunikation im Internet ermöglichen es den Unternehmen, in Echtzeit ihren Anspruchsgruppen zuzuhören und ihre Bedürfnisse besser wahrzunehmen: Social Listening. Dies verändert die strategische Kommunikation und das Kommunikationsmanagement fundamental, hin zu einer flexibleren Dialogkommunikation. Gleichzeitig gewinnen die Marke (Brand) und die über alle Kommunikationsbereiche geltenden Kernthemen des Unternehmens an Bedeutung. Neue Rollen, Muster und Dynamiken entstehen: Employee Advocacy adressiert die Rolle der Mitarbeitenden als Kommunikatoren im Sinne des Unternehmens. Crowd Sourcing bezieht die Kunden auf unternehmenseigenen Plattformen in Geschäftsprozesse wie Innovation mit ein. Shareability ist ein Maßstab dafür, wie leicht sich Inhalte in den sozialen Netzen weiterverbreiten lassen. Mit Digital Influencern (digitale Kuratoren) werden besonders enge Beziehungen gepflegt, weil sie Multiplikatoren der Unternehmensinhalte sein können. In Zusammenarbeit mit den Kunden entstehen neue Genres wie User-generated Content-Geschichten. Der Vortrag vermittelt einen Überblick über die aktuellen Positionen, Forschungsperspektiven, Entwicklungen und Implikationen für die Unternehmenskommunikation.

Anet Nyffeler schloss im Frühjahr 2016 ihr Masterstudium in Angewandter Linguistik und Organisationskommunikation an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ab. In den 1980er Jahren studierte sie Media Arts am Massachusetts College of Art and Design in Boston, USA. Sie arbeitete als Medienkünstlerin, Broadcast Video Editor, Journalistin, Dokumentarfilmautorin, Corporate Film Realisatorin, Produzentin. Ihre Werke wurden auf nationalen und internationalen Festivals, im Schweizer Fernsehen und in ausgewählten Kinos gezeigt. Als Dozentin unterrichtete sie an der Zürcher Hochschule der Künste in Zürich und als Ausbildnerin am Schweizer Fernsehen/technology production center tpc ag. Kommunikationsprojekte realisiert sie für Branchen wie Informations- und Kommunikationstechnologie, Detailhandel, Medien, Finanzwirtschaft, Immobilien, Bildung, Kultur. Neu beschäftigt sie sich mit Kommunikations- und Medienwissenschaft. Sie beleuchtet und erforscht aktuelle Themen der Online- und Unternehmenskommunikation.

Ann-Christin PoserVortrag
Das visuelle System

Die Frage, wie genau visuelle Wahrnehmung funktioniert, beschäftigt die Menschheit schon seit der Antike. Dass die Augen etwas damit zu tun haben, dürfte vielen bekannt sein. Aber was passiert mit den Informationen, die im Auge ankommen? Wie genau kommt das Bild in den Kopf? Und kann man das überhaupt so sagen? Der Vortrag gibt einen Überblick darüber, welche Wege und Kreuzungen es in unserem visuellen System gibt und nach welchen Prinzipien unsere Wahrnehmung funktioniert. Denn so viel sei verraten: das Bild im Kopf ist manchmal nicht das, was wirklich da ist, sondern das, von dem unser Gehirn möchte, das wir es sehen.

Ann-Christin Poser kommt aus dem Ruhrgebiet. Nachdem sie den Plan, Medizin studieren zu wollen, nach einem Freiwilligen Sozialen Jahr und einem Jahr Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin aufgegeben hat, beschäftigt sie sich seit Beginn ihres Studiums an der TU Dortmund 2013 in Seminaren und im Rahmen ihrer Anstellung am Lehrstuhl Rehabilitation und Pädagogik bei Blindheit und Sehbehinderung mit Fragen rund um das Sehen und Nichtsehen. Neben dem Förderschwerpunkt Sehen umfasst ihr Sonderpädagogikstudium die Fächer Musik, Mathematik, Bildungswissenschaften und den zweiten Förderschwerpunkt körperlich-motorische Entwicklung.

Dr. Alexander PundtVortrag
Humor - Ein Weg für die Führung?

Humor spielt im Alltag vieler Menschen eine große Rolle - wissenschaftlich ist er jedoch schwer zu fassen. In zwischenmenschlichen Beziehungen dient Humor vor allem als Eisbrecher – sei es beim Anbahnen von Beziehungen oder auch um Spannungen, Konflikte oder Beziehungsprobleme zu lösen. Fraglich ist jedoch, ob Humor auch im eher seriös wirkenden Arbeitsleben eine Rolle spielen kann – nicht umsonst spricht man hier häufig vom „Ernst des Lebens“. Speziell Führungskräfte stehen häufig vor der Frage, ob sie Humor bei der Führung einsetzen sollten oder lieber nicht. In Comedy-Serien wie z.B. Stromberg finden sich im Hinblick auf Humor in der Führung nicht gerade leuchtende Vorbilder, und auch die Ratgeber sind sich in dieser Hinsicht nicht einig und stiften mehr Verwirrung als dass sie aufklären. Im Vortrag versuche ich, die Rolle von Humor in der Führung greifbar zu machen, gehe dabei auf aktuelle Erkenntnisse der (nicht immer nur lustigen) sozial- und organisationspsychologischen Humorforschung ein und stelle auch eigene Arbeiten speziell zum Humor in der Führung vor. Speziell geht es mir dabei um die Frage, welche Konsequenzen Humor in der Führung haben kann, wofür er nützlich oder auch schädlich ist und welche Bedingungen dafür erfüllt sein müssen.

Dr. Alexander Pundt ist Arbeits- und Organisationspsychologe und arbeitet derzeit an der Universität Mannheim an seiner Habilitation. Er ist in Mecklenburg aufgewachsen, hat 1997 bis 2003 an der Universität Leipzig studiert und wurde 2010 an der Universität Rostock zum Dr. rer. pol. promoviert. Neben Humor beschäftigt er sich in seiner Forschung allgemein mit dem Verhalten von Führungskräften, mit Gesundheit und Wohlbefinden in Organisationen sowie mit Kreativität und Innovation in Organisationen.

Prof. Dr. Antje RoggenkampVortrag
Christliche Gottesbilder zwischen Wendepunkten und Wegkreuzungen

Können Sie sich vorstellen, dass auch im Christentum das Bilderverbot eine große Rolle gespielt hat? Ist Ihnen bekannt, dass es Jahrhunderte dauerte, bis sich Künstler trauten, Jesus auch als Menschen darzustellen? Wussten Sie, dass es lange gedauert hat, bis Jesus auch in den Kirchen am Kreuz hängen durfte? Und haben Sie sich schon einmal gefragt, wie Sie eigentlich selbst Gott darstellen würden? Der Vortrag entwickelt die spannungsvolle, hoch interessante Geschichte der Darstellungen des menschlichen Jesusbildes seit den Anfängen der Christenheit. Er fragt nach dem Weg, den das christliche Gottesbild seit der Antike bei Menschen und Künstlern genommen hat, und beschäftigt sich mit der Frage, ob und wie wir uns heute Gott vorstellen können. Welche Menschen haben die römischen Katakomben besucht, warum haben sie dort Jesus als Hirten gemalt? Was trieb Künstler dazu, Jesus als Weltherrscher zu malen oder ihn als unnahbaren König darzustellen? Und welche Überlegungen führten im Mittelalter wiederum dazu, in Jesus ausschließlich den leidenden Gott zu sehen? Wie stellen sich Menschen einen leidenden Gott vor? Was geschieht in der Reformationszeit mit diesen Bildern? Werden sie alle zerstört? Entstehen neue Jesusbilder, vollzieht sich ein Medienwechsel? Wie sieht die weitere Entwicklung aus? Gibt es Zeiten, in denen Künstler Jesus häufiger oder seltener gemalt haben? Gibt es noch moderne Jesusbilder? Und wo hängen sie? In Privathaushalten, Museen oder Kirchen? Künstler haben immer auch politische Aussagen mit ihren Jesusbildern formuliert. An ausgewählten christlichen Gottesbildern wird diese Entwicklung allgemeinverständlich nachgezeichnet.

Antje Roggenkamp ist Romanistin und Theologin und interessiert sich seit langem für den Zusammenhang von Kunst und Theologie. Schon in ihrer Doktorarbeit hat sie sich mit einem französischen Schriftsteller, André Gide, beschäftigt, der der modernen Literatur wichtige Impulse gerade durch seine Auseinandersetzung mit der traditionellen, von ihm kritisch betrachteten christlichen Religion gegeben hat. Die Verarbeitung von Religion in der Kunst knüpft an diese Fragestellung einerseits an, erschließt aber andererseits ganz neue Welten. Antje Roggenkamp hat lange als Gymnasiallehrerin gearbeitet, ist Pfarrerin im Ehrenamt und seit 2015 Professorin für Praktische Theologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Sie ist verheiratet und hat drei (fast) erwachsene Kinder.

Thomas Rost, Florian Scheibner, Johannes StelzerVortrag
Introduction to AI and Machine Learning & the philosophy, sociology and jurisprudence of AI

In recent years, Artificial Intelligence (AI) has seen a steep rise to the top, with big players such as Google, Facebook and Amazon investing heavily in research and development. From Tay, the racist twitter bot, to self-driving cars to seemingly trivial applications like the Facebook Face-Recognition algorithm or Google Now, AI is quickly transforming technology, business and society. Two main factors can be singled out as reason behind the recent surge in these technologies: Better computing hardware and better mathematical expressions for so-called 'Neural Networks', algorithmic structures modeled after the human brain. In our talk we would like to give you an intuition about what AI and related topics such as Machine Learning are really about. Our main focus will be on the greatest achievement in AI so far: AlphaGo, an algorithm that defeated the world’s best Go player. This Google-derived product is a perfect example for some of the questions asked when confronted with AI: What's the principle behind recent AI-advances? Why now? How is such a system created? What are its limits? And finally, why does it matter?
Futurist Ray Kurzweil predicts a future in which humans and machines live in peaceful coexistence, even merge to the point of indistinguishability. Philosopher Nick Bostrom, on the other hand, warns us about a future in which AI turns into a psychologically maladjusted god that turns every piece of matter on earth into paperclips. Whether it’s good or bad, technology and science will transform society with ever increasing velocity. In our talk and the following discussion, we will explore possible chances and dangers that wait beyond the crossroads of technological progress. How will society change with the development of conscious technology? What laws will be required to save us from Artificial Intelligence, and maybe more important, how can we prevent ‘modern slavery’? And, finally, what would the emergence of a second intelligent species on our planet mean for humanity’s self-understanding?
After the presentations we would like to invite you to the bar for an open discussion about Artificial and Natural Intelligence, their connection, possible benefits of both, dangers of relying on machines too much, the convenience in doing so and also global existential threats towards human society. And, of course, beer.

Thomas Rost is an AI scientist holding degrees in Cognitive Science and Artificial Intelligence from the University of Osnabrueck and the RU Nijmegen. After working for internationally renowned organizations like the Max Planck Institute and the Donder’s Institute for Cognitive Neuroimaging, he currently develops Machine Learning concepts for a Dutch start-up company in the field of personalized journalism.
Florian Scheibner holds degrees in Business Administration and Financial Economics from the LMU Munich and the RU Nijmegen. He works for the Munich based consulting firm DEVnet, a company that is highly dedicated to offering clients advice based on the latest, state of-the-art technologies.
Johannes Stelzer is a senior law student at the LMU Munich, currently preparing for his state examination. He published interdisciplinary papers on the subject of AI and law. He works for a Munich based start-up company on the practical connection of high-end technology and law.

Dr. Felix SchönbrodtVortrag
Open Science als Antwort auf die Replikationskrise in der Wissenschaft

Karrieren von Forschern beruhen auf Publikationen, und die bisherigen Anreizstrukturen bevorzugten überraschende, neuartige Befunde mit p<.05. Groß angelegte Replikationsprojekte der letzten 3 Jahre zeigten jedoch, dass mehr als die Hälfte der Befunde nicht replizierbar ist. Dies führte einerseits zu einer Glaubwürdigkeitskrise – „Welchem Ergebnis können wir noch trauen?“. Andererseits hat sich in den letzten Jahren bereits viel in Richtung „open science“ bewegt (z.B. die TOP-Richtlinien oder die Open-Science-Badges), und auch die Wissenschaftsorganisationen wie DFG oder die EU-Förderprogramme gehen entschieden in diese Richtung. Ich möchte in dem Vortrag drei Aspekte dieser neuen Entwicklungen beleuchten:
a) Wie schlimm ist es? Ein Überblick über die Geschichte und den neuesten Stand der aktuellen Glaubwürdigkeitskrise, mit Fokus auf die aktuelle Glaubwürdigkeitskrise in der Psychologie
b) Diagnostische Tools um Publikationsbias und p-hacking aufzudecken
c) Wie machen wir jetzt weiter? Wege aus der Krise, mit Implikationen für Lehre, Dissertationen, Berufungen, tenure-track, Statistik, und Journal-Richtlinien
Ich werde u.a. unsere Selbstverpflichtung zu Forschungstransparenz vorstellen, und einen Einblick in die Arbeit unseres neu gegründeten Open-Science-Komitees geben.

Felix Schönbrodt ist akademischer Rat am Department Psychologie der Ludwig-Maximilians-Universität München. Er studierte Psychologie in Saarbrücken, promovierte 2010 an der HU Berlin zum Dr. rer. nat. und ist seit 2014 habilitierter Privatdozent an der LMU München. Seine Forschungsinteressen beinhalten implizite und explizite Motive, quantitative Methoden, Datenvisualisierungen, und Themen um „Open Science“ und die Replizierbarkeit von Forschung. Felix Schönbrodt ist auch der Initiator des „Voluntary Commitment for Research Transparency“ (http://www.researchtransparency.org/). Ein besonderer Schwerpunkt ist die Programmierung von statistischen Paketen für die freie Software R und von interaktiven statistischen Web-Apps (http://www.shinyapps.org), die in der Lehre und für ein vertieftes Verständnis von quantitativen Methoden verwendet werden können. Ein Blog befindet sich auf seiner Webseite http://www.nicebread.de.

Jan SieckmannSonstiges
Bücherschaulaufen

Das fast schon traditionelle Bücherschaulaufen: Wer ein Buch gelesen hat, das sie/er unbedingt weiterempfehlen will, stellt es kurz vor. Vom hochgeistigen Sachbuch über den spannenden Krimi bis zum abgedrehten Comic ist alles erlaubt. Für die Planung gibt es dabei einen gewissen Rahmen: a) Redezeit 3-4 min (plus Frage-Zeit), b) Ausfüllen eines kurzen Fragebogens* vor der Akademie. Sende diesen bitte bis zum 27.09. an buecherschaulaufen@mind-hochschul-netzwerk.de.
* https://mind-hochschul-netzwerk.de/wiki/Buecherschaulaufen
Beantworte am besten kurz alle Fragen: 1. Autor und Titel, 2. Inhalt in drei Sätzen, 3. Hat dieses Buch vielleicht sogar mein Lebensgefühl, mein Denken, mein Leben geprägt? Wenn ja, wie?, 4. Wer sollte dieses Buch unbedingt lesen? Warum?, 5. Wie lange braucht man in etwa zum Lesen?, 6. Zitat einer kurzen typischen Passage oder eines legendären Satzes.
Ob Nur-Zuhörer, ob auch Vorsteller - bis dann!

Jan Sieckmann, Köln. Dort lebt und liest er (bei ihm zuweilen Synonyme). Ferner ist "Janix" Onlinemarketingmanager bei einem Öko-Energieanbieter in Köln, Hobby-Kreuzworträtselautor und Stadtführer sowie ursprünglich Historiker. Er gehört mit Michael Fackler und Severine Baumann zum Kern derer, die einander vor vielen Jahren spontan so spannende Bücher vorstellten, dass daraus einfach dieses "Bücher-Schaulaufen" entspringen musste. Und die Liste wächst und wächst (siehe Intranet-Link oben). Die Stars dieses Workshops sind natürlich die Vortragenden - bzw. deren Bücher!

Thilo-Alexander Ginkel, Stefan ReuterVortrag
Irrungen und Wirrungen: Die Wendepunkte in der IT des MHN

Anhand konkreter Beispiele zeigen wir auf welche Herausfordungen eine 10 Jahre nur spärlich weiterentwickelte IT-Landschaft mit sich bringt, wie mit aktuellen Ansätzen wie Containerization, Infrastructure as Code und DevOps neue Wege beschritten werden können und welche Schritte der IT des MHN noch bevorstehen. Neben dem MHN-Bezug greifen wir dabei auf auf einen reichhaltigen Fundus von Projekterfahrungen aus den Bereichen Handel, Banken und Versicherungen zurück und identifizieren Parallelen und Unterschiede.

Assessor Iuris Kirimo VelascoWorkshop
Methodenkoffer Kommunikation: Effektivere Kommunikation durch konstruktive Kritik

In beruflichen und privaten, vorbereiteten und alltäglichen Gesprächen fällt einem immer wieder auf, dass die Kommunikation nicht wie vorgestellt funktioniert. Insbesondere wenn Kritik geäußert wird, verlieren Gespräche oftmals die gewünschte Richtung und driften vom Sachbezug weg auf die persönliche Ebene. Ein wichtiger Aspekt guter Kommunikation ist deshalb das Äußern von Kritik in einer Weise, dass diese das Gespräch konstruktiv stützt und den gewünschten Fokus beibehält. Dieser konstruktiven Kritik widmen wir uns in diesem Workshop, indem wir mit verschiedenen Gesprächsformeln arbeiten, die alle denselben Zweck verfolgen: Die zu äußernde Kritik derart in das Gespräch zu integrieren, dass sie vom Gegenüber angenommen wird.

Kirimo Velasco, Assessor Iuris, ist - nach dem Studium der Rechtswissenschaften in Bonn und Barcelona sowie dem Rechtsreferendariat am Landgericht Bonn - seit März 2016 Volljurist. Neben dem juristischen Schwerpunkt im Wirtschaftsrecht liegen weitere seiner Interessensschwerpunkte in den Bereichen Kommunikation und Konfliktlösung. So ist er seit 2014 ausgebildeter Mediator, insbesondere für Wirtschaftsmediationen. Seit 2015 ist er Seminarleiter, Coach und Teil eines Trainerteams, das in einem Konzern sowie mehreren Unternehmen unter anderem Führungskräfte in Tagesseminaren zu der „Leistungssteigerung durch konstruktive Kritik“ oder dem Thema „Mitarbeiter nachhaltig motivieren“ schult.

Kathrin ViergutzVortrag
Mobility on demand - warum ist ÖPNV so uncool?

Wäre es nicht besser, wenn wir keine Fahrpläne mehr lesen müssten, sondern der Bus immer dann kommt, wenn wir ihn brauchen? Damit ÖPNV endlich so spontan und flexibel ist wie wir. Denn keinen Plan zu haben, ist manchmal am besten.

Kathrin Viergutz ist Verkehrsingenieurin und beschäftigt sich mit Bus und Bahn. Sie kennt sich zwar nicht von A bis Z aus, dafür aber umso besser von A nach B - denn sie beschäftigt sich damit, wie wir uns fortbewegen. Dabei bewegt sie vor allem die Frage, wie wir in Zukunft mobil sein wollen. Sie promoviert beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (Institut für Verkehrssystemtechnik) zu einem Busnetz, das ohne Haltestellen und ohne Fahrpläne auskommt.

Tobias WasleVortrag
Wozu brauchen Hochbegabte Führung?

Obwohl fähige Mitarbeiter angeblich händeringend gesucht werden, scheitern Unternehmen regelmäßig daran, Talente, speziell Hochbegabte, angemessen zu fördern. Gerade bei der Führung von Spezialisten und starken Leistungsträgern kommen klassische Steuerungs- und Führungswerkzeuge schnell an ihre Grenzen - ob nun in der Schule, an der Universität oder im professionellen Arbeitsumfeld, immer wieder ergeben sich Spannungen zwischen Hochbegabten und ihren Kollegen und Führungskräften. Angesichts solcher Probleme liegt die Frage nahe: Brauchen Hochbegabte überhaupt Führung, wenn sie die Tücken ihrer Tätigkeit selbst am besten kennen? Und wenn ja: Wozu?

Nach einem mehr als holprigen Schulweg über bayerische Gymnasien und Realschulen begann Tobias Wasle (*1988) seine Ausbildung in einem IT-Startup als erster Angestellter. Als Softwareentwickler und Prozessberater optimierte er erst allein, später mit einem Team, wissensgetriebene Prozesse in diversen Branchen, von Telekommunikation bis Industrie. Die Führungserfahrung aus dieser Startup-Zeit wendet er nun als Teamleiter bei der 1&1 Internet SE an. Darüber hinaus befasst sich Tobias intensiv mit der Frage, wie Führung auf Augenhöhe funktioniert und wie moderne Führungswerkzeuge dies unterstützen können.

Robert WegnerWorkshop
Entscheidungen - Es gibt (k?)ein Für und (k?)ein Wider

"Sind einem gegebenem Menschen, unter gegebenen Umständen, zwei Handlungen möglich, oder nur Eine? - Antwort aller Tiefdenkenden: Nur Eine." (Arthur Schopenhauer) Der angebotene Workshop dreht sich um das Treffen von Entscheidungen. Er eignet sich daher für all jene, die sich bereits sehr gut entscheiden können, die Unentschiedenen und die, die sich sicher sind, dass ihnen Entscheidungen eher schwer fallen. Zentraler Bestandteil ist die eigene Selbsterfahrung. Wer sich entscheidet, einfach nur zuzugucken, kommt auch gerne vorbei.

*** weitere Informationen folgen ***

Prof. Dr. Roland WeierstallVortrag
Wendepunkt Resozialisierung - Grenzen und Perspektiven der Re-Integration straffälliger Jugendlicher

Südafrika ist selbst im Post-Apartheit-Zeitalter nach wie vor durch eine sehr große soziale Ungleichheit geprägt. Vor allem in den sogenannten "Townships" schaffen Chancen- und Perspektivlosigkeit einen Nährboden für Kriminalität und Gewalt. Der Eintritt in eine Spirale aus Gewalt und Trauma erfolgt meist schon im frühen Jugendalter. Besonders kritisch kann vor allem der Eintritt in eine der ultragewalttätigen Gangs gesehen werden, welche oftmals die einzige Möglichkeit darstellen, Anerkennung und sozialen Anschluss zu erhalten. In diesem Vortrag werden anhand eines Re-Integrationsprogramms für straffällige Jugendliche in den Townships von Kapstadt Faktoren aufgezeigt, welche einen Einfluss auf den Ausstieg aus dem Gewaltzyklus besitzen können, und wie diese perspektivisch genutzt werden können, um einen Wendepunkt zu setzen.

Roland Weierstall ist Professor für Klinische Psychologie und Psychotherapie an der Medical School Hamburg und wissenschaftlicher Leiter der Hochschulambulanz. Nach Studium und Promotion der Psychologie an der HHU in Düsseldorf war er als akademischer Rat an der Universität Konstanz tätig und erforschte die Psychobiologie menschlicher Gewalt- und Tötungsbereitschaft. Hierzu führte er vergleichende Studien in verschiedenen Post-Konflikt-Regionen durch. Hierzu zählen unter anderem Studien in Ruanda, Burundi und Südafrika. Roland Weierstall ist approbierter Psychotherapeut für Verhaltenstherapie.

PD Dr. Frank WieberVortrag
Mit spezifischen Plänen die Lücke zwischen den Absichten und dem Handeln überspringen

Warum ist es so leicht, sich Ziele zu setzen und warum oft so schwer, diese erfolgreich in die Tat umzusetzen? In diesem Vortrag lernen Sie neue Erkenntnisse aus der Motivationsforschung kennen, wie Sie die Lücke zwischen guten Absichten und erfolgreichem Handeln besser überwinden können. Mit Hilfe von konkreten Studienbeispielen zu Lehr/Lern-, Gesundheits- und sozialen Kontexten werden Ihnen die Merkmale und die Wirkungsweise effektiver Wenn-Dann Pläne vorgestellt. Ziel ist es, dass Sie eine evidenzbasierte Methode beherrschen, mit der Sie auf einfache Art und Weise die Steuerung Ihrer Gedanken, Gefühle und Ihres Handeln verbessert können.

PD Dr. Frank Wieber (*1974) forscht am Zentrum für Gesundheitswissenschaften der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften und an der Universität Konstanz. Er studierte Psychologie und promovierte in Jena, Louvain-la-Neuve, Canterbury und Brighton. Als Post-Doc arbeitete er ab 2006 an der Universität Konstanz und an der New York University mit Prof. Peter Gollwitzer. Er habilitierte 2016. Zwischen 2006 und 2013 leitete er Forschungsprojekte zu den erfolgreichen Handlungssteuerungsprozessen mit Zielen und Plänen in der interdisziplinären DFG-Forschergruppe „Grenzen der Absichtlichkeit".

Kerstin WilhelmsVortrag
Der Lebensweg: Autobiographische Wege, Kreuzungen, Wendepunkte

Von Augustinus über Frank Sinatra bis Facebook: Der Lebensweg ist in westlichen Kulturen das zentrale Modell, ein Leben zu denken. Er verläuft chronologisch vorwärts in der Zeit, entlang der biographischen Stationen auf das unvermeidlich tödliche Ende zu. Zumindest im Ideal – tatsächlich jedoch sind autobiographische Figuren häufig Irrende, die sich verlaufen, sich umentscheiden oder auch einfach umkehren. Entsprechend findet sich in autobiographischen Texten der Lebensweg zwar als Leitmotiv, das diese Gattung auszeichnet, aber in wohl keinem einzigen autobiographischen Text sieht der Lebensweg so einfach aus wie er hier eingangs gezeichnet wurde: Die erzählten Lebensgeschichten sind voller Wendungen, Kreuzungen, Rückzüge und Abzweigungen, sodass der autobiographische Text nie einfach vorwärts und ganz chronologisch verläuft. In meinem Vortrag möchte ich über das Verhältnis von solchen Raum- und Zeitstrukturen in autobiographischen Texten sprechen und dabei einen historischen Überblick über verschiedene autobiographische Texte von Augustinus bis zu Facebook geben, um so eine kleine Kulturgeschichte des Lebens(um)wegs zu skizzieren.

Kerstin Wilhelms studierte Germanistik, Philosophie und Politikwissenschaft in Münster und schloss ihr Studium 2010 als Magistra Artium ab. Im Anschluss promovierte sie sich mit einer Arbeit zum Lebensweg in der Autobiographie ebenfalls in Münster. Während ihrer Promotionszeit war sie Stipendiatin der Friedrich-Ebert-Stiftung und Mitglied der Graduate School „Practices of Literature“. Zudem ist sie seit 2012 Mitherausgeberin des philologischen Open-Access-Journals „Textpraxis“. Seit April 2015 arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Deutsche Literatur von Prof. Dr. Martina Wagner-Egelhaaf mit den Forschungsschwerpunkten Autobiographie- und Raumtheorie, Literatur um 1800, politische Literatur und Medientheorie. Seit August 2015 ist sie assoziiertes Mitglied im SFB „Kulturen des Entscheidens“ und arbeitet an einem Post-Doc-Projekt mit dem Titel „Literarische Modellierungen politischen Entscheidens“.

Bastian WinklerVortrag
Abrüstung & Rüstungskontrolle - ein Weg zu mehr Sicherheit?

Können Abrüstung und Rüstungskontrolle einen wirksamen Beitrag zur Sicherheit leisten? Diese auf den ersten Blick zu bejahende These wird in der Politikwissenschaft durchaus kontrovers diskutiert, da sich durchaus Beispiele finden lassen, die auf eine stabilisierende Wirkung durch Aufrüstung hinweisen. Ziel des Vortrags soll es sein, die wesentlichen Mechanismen von Rüstung und Abrüstung sowie die wichtigsten Abrüstungs- und Rüstungskontrollverträge vorzustellen. In der abschließenden Diskussion soll dann auf den Erfolg dieser Vertragswerke eingegangen und die oben stehende These unter den daraus gewonnenen Erkenntnissen erneut betrachtet werden.

Bastian Winkler war zwölf Jahre Offizier bei der Bundeswehr und ist durch seine derzeitige Tätigkeit bei DEMIRA Deutsche Minenräumer e.V. weiterhin im sicherheitspolitischen Umfeld tätig. Er studiert nebenher Politikwissenschaften an der Fernuniversität in Hagen und ist als Mitglied des Münchner Arbeitskreises Reserveoffiziere (MAKRO) in der sicherheitspolitischen Bildung in München engagiert.

Dipl.-Logist. Jan ZbikowskiVortrag
Wege eines Pakets zum Empfänger - Entwicklung von Verteilnetzen bei steigenden Mengen

Ob von der Oma, von Zalando oder Amazon: Ein Paket hat sicher jeder Mensch in Deutschland schon mal bekommen, zumal wegen des Onlinehandels auch an Privatleute immer mehr Pakete transportiert werden. Aber wie müssen die Paketdienste ihren Fernverkehr organisieren, damit vom Leuchtturmwärter auf der Ostseeinsel bis zum Start-up in der Millionenstadt alle ihre Pakete möglichst schnell und kostengünstig bekommen? Und was ändert sich durch steigende nationale und internationale Mengen? Einige Antworten darauf versuche ich euch in meinem Vortrag zu geben.

Jan Zbikowski (geboren 1979) war einer der ersten Studenten des Diplomstudiengangs Logistik an der Universität (heute TU) Dortmund. Seit 2006 arbeitet er in Aschaffenburg in der Zentrale von Dynamic Parcel Distribution (DPD), dem zweitgrößten Paketdienst in Europa. Dort beschäftigt er sich unter anderem mit der Verwaltung und Weiterentwicklung der Datenbank, die jedem Paket sein Zieldepot zuweist, und des europaweiten Fernverkehrsnetzes. Privat gehört seine Leidenschaft eher dem Transport von Personen auf Schiene und Straße, dem Lernen von und über Sprachen und dem Chorgesang.

Johanna Fee ZiemesVortrag
Trans*Identität und die Suche nach dem Selbst

Noch heute wird Transsexualität vom ICD-10 (dem Diagnosesystem der WHO) als Krankheit der Psyche definiert. Alle von Klient*innen gewünschten Behandlungen beziehen sich auf den Körper, eine moderne Therapie unterstützt Betroffene auf ihrem Weg, auf dem es gilt, den eigenen Körper neu kennenzulernen, soziale Kontakte von Grund auf neu aufzubauen, mit Anfeindungen zurechtzukommen und nicht zuletzt mit dem Verlust früher geschätzter sozialer Kontakte. Warum begeben sich Menschen auf diesen Weg, der gespickt ist mit Gutachtern, Gerichtsterminen, und Einsamkeit? Fachliche und persönliche Perspektiven.

Johanna Fee Ziemes (*1987) ist Psychologin und untersucht Identitätsentwicklung bei Minoritäten und Jugendlichen.

Johanna Fee ZiemesWorkshop
Identität*en - eine Suche

Wer soll ich sein? Wer möchte ich sein? Wer bin ich? Insbesondere für Menschen, die aus der sogenannten "Norm" fallen, können diese Fragen eine bissige Dringlichkeit haben. Die Gesellschaft erwartet bestimmte Entwicklungsmuster und Verhaltensweisen und an jeder Ecke warten Reglementierer*innen, die jedes Abweichen vom teilweise unausgesprochenen Kodex sanktionieren. In diesem Klima der Kontrolle kann die Suche nach der eigenen Persönlichkeit beschwerlich sein. Dieser Workshop soll Suchende unterstützen, sich zu orientieren und den eigenen Weg besser zu finden.

Johanna Fee Ziemes (*1987) ist systemische Beraterin und Psychologin. Sie beforscht Fragen der Identitätsentwicklung bei Minoritäten und Jugendlichen.



Programm der Mind-Akademie 2012

Hier findet Ihr das Programm der MinD-Akademie 2012. Solltet Ihr Fragen zum Programm haben, schreibt an programm@mind-akademie.de.

Vorträge

Workshops/weitere Programmpunkte

Programmbeschreibungen

Mit dem Rucksack um die Welt - praktische Tips und verrückte Geschichten! (Vortrag)

Wenn eine eine Reise tut und einfach nicht mehr aufhören kann ... dann nennt man das ECHTES REISEFIEBER! 20 Jahre Rucksack-Reisekarriere und 60 Länder später ist bei Referentin Elena noch immer keine Besserung in Sicht. Reisen ist klasse und die Erfahrungen / Abenteuer / Wissensgewinne, die man auf dem Weg einsammelt, werden einen ein Leben lang begleiten. Und wenn es nur die Erkenntnis wäre, dass es zuhause am schönsten ist! Auch das ist Evolution!

Rucksackreisen - wie geht das? Wo soll`s hingehen? Was pack ich ein? Was tun, wenn dann alles anders kommt als geplant? Geht sowas noch, wenn man schon „ernsthaft” berufstätig ist? Ich trau mich nicht!!!! ... Los geht`s - praktische Tips, Fragen & Antworten sowie ein unendliches Samelsurium an Geschichten sollen einfach unterhalten, Mut machen oder eben mit dem Fieber infizieren, sich in die Großartigkeit unseres Planeten zu stürzen und die Welt für sich zu erobern!

Elena Bail hat BWL mit Schwerpunkt Aussenwirtschaft und Strategische Unternehmensplanung studiert, sie hat in Kanada, China und der Schweiz in der Industrie gearbeitet und ist heute Senior Manager bei Ernst & Young. Privat reist sie bis heute per Rucksack durch die Welt, vom Everest bis zu den Galapagos-Inseln, auf allen Kontinenten.

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Das Ritual der Gleißenden Dämonen (Lesung)

Autorenlesung aus dem am 28.6.2012 veröffentlichten Roman „Das Ritual der Gleißenden Dämonen”
Website der Protagonistin: www.lealeonardt.de

Klappentext:
Die 15-jährige Lea führt ein ganz normales Leben in einem kleinen Provinznest nahe Frankfurt. In der Schule kommt sie meist gut durch, sie hat eine beste Freundin und einen größten Feind unter ihren Mitschülern, wie jedes Mädchen ihres Alters. Soweit wäre also alles im Lot – wenn ihr Vater sich nicht immer weiter von ihr entfernen würde. Er bleibt oft die ganze Nacht in seinem Arbeitszimmer und kriegt von ihrem Leben immer weniger mit. Schuld daran sind auch die seltsamen Gestalten, die er so gerne als Kunden hätte: ein großer, furchteinflößender Spanier und eine melancholische Pragerin, die sich nur nach Einbruch der Dunkelheit mit ihm treffen wollen. Als Lea herausfindet, dass Vampire ihren Vater im Visier haben und zu einem der Ihren machen wollen, ist sie entschlossen, alles zu tun, um ihn zu retten. Selbst wenn das bedeutet, sich mit mächtigen, uralten Kreaturen anzulegen und – schlimmer noch – sich mit ihrem Todfeind verbünden zu müssen ...

Stefan Balzter ist Germanist, Musikwissenschaftler und ausgebildeter Programmierer aus dem Hessischen. Von 2009 bis 2011 lebte er mit seiner Familie drei Jahre lang in Chennai, Südindien, wo er deutsche Sprache und Literatur am Indian Institute of Technology Madras unterrichtete. Zuvor verdiente er sich seine publizistischen Sporen als Autor der Satirezeitschrift Titanic und als Redaktionsleiter beim Marburger und Gießener Magazin Express. Wenn er nicht gerade Romane oder wissenschaftliche Texte schreibt, musiziert er gerne.

Das Ritual der Gleißenden Dämonen ist Stefan Balzters Debut im Bereich der Phantastik. 1998 erschien von ihm bereits (aus gegebenem Anlass) ein Roman über das Vaterwerden im Verlag Bastei Lübbe. Seine Dissertation, die demnächst veröffentlicht wird, beschäftigt sich mit Komik – ein Thema, das ihn schon länger umtreibt: Das von ihm verfasste Buch über den 2011 verstorbenen Musikkabarettisten Georg Kreisler ist im Grin Verlag erhältlich.

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Problems with GMOs, health effects and some ethical considerations (Vortrag)

Although science and scientific progress is very important to understand the world around us, and might help to solve some of the problems faced by the Human race today, putting the results of such a technology into practical use too early and without proper testing might jeoperdise our health and harm our environment. Recombinant DNA technology is one of these fields in science, controlled unfortunately mostly by industrial and financial interests. Based on our understanding the products of this irreversible technology was put into practical use too early, without understanding its implicatications and without proper testing. All those who try to use scientific arguments to point out the shortcomings of GM biotechnology are considered to be enemies of progress or science, or both. Several problems of producing and testing GMOs, including nutritional and ethical considerations will be discussed during the lecture.

Prof. Habil. Dr. D.Sc. Susan Bardocz has a BSc and MSc in chemistry, a PhD in Biochemistry and Pharmacology, a DSc from the Hungarian Academy of Sciences. She is a professor of Human Nutrition. She published over 200 refereed scientific papers, over a 100 book chapters and has written and edited a dozen books. She worked in Hungary, Britain and for shorter times in Canada and the USA. Her main reserach interest is the effects of biologically active components on cellular and body metabolism. She was the Head of the Food - Gut - Microbial Interaction Unit at the Rowett Institute in Aberdeen, Scotland working together with her husband, Arpad Pusztai also on the safety of GM plants. She retired from this post in 2000, and became Professor of Human Nutrition at Debrecen University in Hungary. She is a scientific advisor of the Hungarian Government on GMO related issues.

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Westfälischer Frieden (Vortrag)

„Man kann es geradezu als ein Weltwunder bezeichnen, dass derartig auseinanderstrebende Interessen sich in einem gemeinsamen Willen getroffen haben, ihre eigenen Dinge zusammen mit den Angelegenheiten der gesamten Christenheit an einem einzigen Ort auszuhandeln.”

Mediation scheint eine aus der USA stammende Mode der heutigen Zeit zu sein. Ganz im Gegenteil ist diese Vermittlungsmethode schon über 2500 Jahre alt. Ein historischer Höhepunkt und ein erstes Vorbild internationaler Konfliktbewältigung stellt die mediative Arbeit von Contarini und Ghigi mit über 800 Einzelgesprächen in 5 Jahren während der Friendensverhandlungen des 30-jährigen Krieges in Münster dar.

In diesem Vortrag werden Ablauf, Umstände und Besonderheiten des Westfälischen Friedens mit einem Schwerpunkt auf dem Mediationsverfahren vorgestellt.

Ines Bath, Jahrgang 1986, hat im letzten Jahr ihr Studium der Psychologie erfolgreich abgeschlossen. Derzeit nutzt sie ihre Fähigkeiten der Prokrastinationsbewältigung, um sich mit dem westfälischen Frieden und der Mediation auseinander zu setzen und daraus einen Vortrag für die MinD- Akademie zu gestalten.

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„Defekte Wissenschaft” - Evolution und Relevanz wissenschaftlicher Prinzipien (Vortrag)

Die Geschichte der N-Strahlen erzähle ich ohnehin auf jeder Mind-Akademie. Warum nicht diesmal etwas ausführlicher und im Rahmen eines Vortrags. Sie ist ein wunderbares Beispiel dafür, was in der Wissenschaft schief laufen kann.

Wie haben sich wissenschaftliche Prinzipien entwickelt und wie wird so etwas heute vermieden? Was verstehen wir unter Wissenschaftlichkeit heute? Und was ist von den Behauptungen einiger „Para-Wissenschaften” zu halten, etwas wäre „prinzipiell” nicht wissenschaftlich nachweisbar?

Timm Bauten, Jahrgang 1974, hat in Aachen Physik studiert und zunächst in Köln als Ingenieur gearbeitet. Danach war er als Berater und Projektleiter für Bain und BCG/Platinion auf verschiedenen Projekten weltweit unterwegs. Derzeit leitet er die interne Unternehmensberatung eines der Weltmarkführer für Spezialdrucker.

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(R)Evolution beginnt immer wieder von vorn - leider (Vortrag)

Eine Kreativer auf seinem kreativen Nullpunkt - kennen wir das nicht alle?

Wie kämpft er sich zurück in den Schaffensprozess, wie geht er mit Rückschlägen, Störungen und den unvermeidlichen Selbstzweifeln um?

Anhand weniger, ausgesuchter Szenen eines außergewöhnlichen Filmes will der Referent einige Geheimnisse des kreativen Prozesses lüften. Gleichzeitig wird er dabei die Prinzipien filmischer Gestaltung erläutern.

Ein großes, weißes, leeres Blatt bedroht uns - das kennen wir, oder?

Jürgen von Bülow schrieb Drehbücher für „Marienhof” und „GZSZ”, sowie acht Jahre für den „Tigerenten Club”, SWR.

Vor kurzem sind im KOSMOS Verlag fünf Jugendromane von ihm erschienen. Thema: Der steinige Weg eines jugendlichen Popstars in der Medienwelt.Außerdem inszeniert er an verschiedenen Amateurbühnen und ist Dozent für Filmdramaturgie.

Auszeichnungen: Stipendium an der HFF München, „Drehbuchwerkstatt”, Literaturstipendium „LeseLenz”, „für Kulturelle Bildung 2011”.

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Forumtheater - Revolutionen proben (Workshop)

Der Theaterwissenschaftler Augusto Boal entwickelte in den 1960er Jahren Forumtheater als eine Form des Theater der Unterdrückten. Diese sollten unterdrückten Menschen und Gruppen Emanzipation ermöglichen um die Unterdrückung zu überwinden. Das Forumtheater bietet die Möglichkeit im Spiel Formen der Unterdrückung zu entkommen, in dem Handlungsvorschläge geprobt werden können. Eine Szene mit einem gesellschaftlichen Missstand wird von Schauspielern vorgeführt. Die Zuschauer probieren im Spiel dieses mit Handlungsvorschlägen zu lösen. Nach und nach werden die Schauspieler durch die Zuschauer ersetzt und versuchen so eine gute Lösung für das Ausgangsproblem zu finden. Durch Reflektionen werden die Vorschläge auf Realisierbarkeit und Effektivität geprüft um sich einer bestmöglichen Lösung anzunähern.

Regina Dresler, geboren 1984, Theaterpädagogin, studiert Kulturwissenschaften, leitet Theatergruppen und Kurse für Jugendliche und Erwachsene. In den letzten Jahren bot sie auch bei MHN verschiedene Workshops im Bereich Theater wie die Theatergruppe, Improvisationstheater und Theatral-darstellende Lösungsmethoden an. Mit Forumtheater setzt sie sich auch im Rahmen ihrer Abschlussarbeit in Theaterpädagogik auseinander.

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Yoga-Einführungsworkshop (Workshop)

Nachdem ich Anfang 2012 in Indien eine Ausbildung zur Yogalehrerin gemacht habe, möchte ich auf der diesjährigen MinD-Akademie einen Einführungsworkshop ins Hatha-Yoga anbieten. Der Workshop richtet sich an alle interessierten MHN-ler, egal ob mit oder ohne Yogaerfahrung, die wissen möchten, was hinter dieser Lebensphilosopie steckt und auch erste praktische Übungen machen möchten. Bitte bingt eine Yogamatte oder etwas Ähnliches (eine Isomatte tut es zur Not auch) und ein Kissen mit und kleidet euch bequem. Ca. 2 Stunden vor dem Workshop solltet ihr keine größere Mahlzeit zu euch nehmen.

Maren Emmerich ist Diplom-Biologin und promovierte Geowissenschaftlerin. Während ihrer Doktorarbeit praktizierte sie regelmäßig Yoga, was sowohl psychisch als auch physisch einen über die reine Stressbewältigung hinausgehenden starken positiven Effekt auf sie hatte. Um mehr darüber zu lernen, was Yoga zu einer so starken Methode macht, reiste sie nach ihrer Doktorarbeit nach Indien und absolvierte dort eine Yogalehrerausbildung. Mittlerweile arbeitet Maren als Wissenschaftsjournalistin und macht weiterhin viel Yoga.

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Die Ausbreitung von Kulturen und Sprachen (Vortrag)

Evolutionsartige Prozesse gibt es nicht nur in der Natur, sondern auch bei den menschlichen Gesellschaften. Manche expandieren, indem sie andere verdrängen oder „virtuell”, indem ihre kulturellen Konzepte woanders übernommen werden. Warum waren gewisse Gesellschaften in diesem Wettbewerb erfolgreicher als andere? Die früheren (rassistischen) Begründungen sind längst widerlegt; es gibt andere, spannende Antworten.

Die Verbreitung von Sprachen hat noch weitere Facetten, denn eine Sprache kann sich von der Kultur abkoppeln, aus der sie stammt. Und so gibt es alle möglichen Konstellationen von expandierenden Imperien, die ihre Sprache verbreiten, oder eine andere Sprache, oder gar keine. Dabei überleben manche Sprachen den Zusammenbruch des Imperiums, das sie verbreitet hat, und andere nicht. Wieder stellt sich die Frage nach den Gründen, und wieder sind die Antworten spannend.

Michael Fackler, Jahrgang 1967, stammt aus einer Allgäuer Musikerfamilie und hat in München und Pisa Mathematik studiert. Er arbeitet als freiberuflicher Aktuar in der global orientierten Rückversicherungsbranche und erlebt dabei den internationalen Wettbewerb der Kulturen von einer ganz speziellen Seite. Michael Fackler ist seit 1988 bei Mensa. Für den Verein und für MHN ist er vor allem aktiv als Referent und Organisator von Vorträgen, zudem macht er die Endredaktion der Tagungsbände der MinD-Akademien.

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Bücherschaulaufen (Sonstiges)

Das Bücherschaulaufen ist mittlerweile ein festes Element der MinD-Akademie. Das bewährte Konzept: Jeder, der ein Buch gelesen hat, das er ganz toll findet und unbedingt weiterempfehlen will, stellt es kurz vor. Vom hochgeistigen Sachbuch über den spannenden Krimi bis zum abgedrehten Comic ist alles erlaubt. Damit das Event nicht die ganze Nacht dauert und wir ein wenig planen können, gibt es für die „Referenten” einen gewissen Rahmen: a) Redezeit 3-5 min, b) Ausfüllen eines kurzen Fragebogens vor der Akademie. Sendet diesen bitte bis zum 26.08.2012 an buecherschaulaufen (at) mind-hochschul-netzwerk (dot) de.

Michael Fackler stammt aus einer Allgäuer Musikerfamilie, hat in München und Pisa Mathematik studiert und arbeitet als freiberuflicher Versicherungsmathematiker. Als langjähriges Mensa- (seit 1988) und MHN-Mitglied hat er schon viele großartige Buchempfehlungen bekommen und möchte mit dem Bücherschaulaufen dazu beitragen, dass sich gute Bücher auch weiterhin rasch herumsprechen.

Jan Sieckmann, Jahrgang 1971, verschlingt Gedrucktes zum Frühstück, Mittagessen und Abendbrot. Ansonsten ist er Onlinemarketingmanager eines Ferienhausvermieters, freier Kreuzworträtselautor und Historiker. Er lebt und liest in Köln.

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Anti-Bücherschaulaufen (Sonstiges)

Nach dem Bücherschaulaufen folgt dieses Jahr noch der Antipode: Hier sollen Bücher vorgestellt werden, die die Welt nicht braucht und die man auf keinen Fall lesen sollte. Wer also jemals ein solches Buch gelesen hat und davor warnen will, ist eingeladen, das Buch vorzustellen. Der Ablauf ist ähnlich wie beim Bücherschaulaufen, d.h. jedes Buch wird in ein paar Minuten präsentiert, dann ist Zeit für Fragen, und weiter geht es mit dem nächsten Buch. Wir sammeln hier allerdings keine Fragebögen; das Event darf subversiv sein und wird nicht dokumentiert. Damit wir planen können, bitten wir alle, die ein Anti-Buch vorstellen möchten, um kurze Meldung (Titel und Autor) bis Anfang September unter buecherschaulaufen (at) mind-hochschul-netzwerk (dot) de.

Michael Fackler stammt aus einer Allgäuer Musikerfamilie, hat in München und Pisa Mathematik studiert und arbeitet als freiberuflicher Versicherungsmathematiker. Als langjähriges Mensa- (seit 1988) und MHN-Mitglied hat er schon viele großartige Buchempfehlungen bekommen und möchte mit dem Bücherschaulaufen dazu beitragen, dass sich gute Bücher auch weiterhin rasch herumsprechen.

Jan Sieckmann, Jahrgang 1971, verschlingt Gedrucktes zum Frühstück, Mittagessen und Abendbrot. Ansonsten ist er Onlinemarketingmanager eines Ferienhausvermieters, freier Kreuzworträtselautor und Historiker. Er lebt und liest in Köln.

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(R)Evolutionen in Bildung und Personalentwicklung (Workshop)

„Erfolgreiche” Menschen stehen unter solchem Leistungsdruck, dass sie in den nächsten Jahren nicht mehr gut, gerne und gesund arbeiten und leben können. Folge: sinkende Lebensqualität auf der individuellen Ebene; gesellschaftlich, wie ökonomisch hohe direkte und indirekte Kosten durch geringere Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit, höhere Gesundheitskosten und Belastung von Familiensystemen. Dass wir unsere Leistungsträger verbrennen, hat Folgen für alle Bereiche der Gesellschaft: Unternehmen und Organisationen ächzen unter quantitativem und qualitativem Fach- und Führungskräftemangel; Familien und Finanzmärkte geraten in den Strudel der Humankapitalvernichtung - und das nicht nur in Deutschland und Europa! Wie finden wir Lösungen? Wie entwickeln wir uns weiter? Wo lernen wir (neue Lebenskonzepte)? So wie die Medizin vor der Erfindung der Hygiene viel Unheil anrichtete, steht der Bildungsbereich von Grundschule über Unis bis zur Erwachsenenbildung heute vor der Frage, welche (R)Evolutionen in Zukunft verwirklicht werden müssen. Nach meinem Eindruck bleiben Investitionen in Weiterbildung weitgehend wirkungslos, weil bisherige Lernmethoden (i) nicht regelmäßig-nachhaltig sind, (ii) nicht im ausreichenden Maße vielfältige Impulse einbeziehen und (iii) zuwenig transferorientiert sind.

Mein Traum von einem zukunftsfähigen Bildungssystem: Um der Komplexität und Dynamik unserer Zeit gerecht zu werden, brauchen wir Lösungen für erfolgreiche und sinnhafte Lebensgestaltung, die dann wiederum bessere (Zusammen-)Arbeitsproduktivität ermöglicht. Ich stelle Ideen und Erfahrungen für solche Bildungsmethoden vor und möchte mit den Workshopteilnehmenden darüber sprechen, wie Wissen in Aktion kommt.

Jens Flammann (Jahrgang 1965) ist groß geworden in der evangelischen Jugend- und Bildungsarbeit, hat Wirtschaftswissenschaften und Psychologie studiert und arbeitet seit über 15 Jahren an der Schnittstellen zwischen Personal- und Wirtschaftsentwicklung - zuletzt angestellt im Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) Mannheim. „In der Wissenswirtschaft und -gesellschaft sollen Menschen schneller und besser ihre Ideen entwickeln, verbessern und in Aktion bringen können”, sagt Jens Flammann: „Darauf sind wir nicht nur ökonomisch angewiesen, es stiftet auch Lebenssinn. Und genau deswegen müssen wir unsere Bildungssysteme aus dem 19. Jahrhundert weiterentwickeln.”Jens Flammann lebt und arbeitet in Mannheim, als freiberuflicher Autor, Coach und Trainer.

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Revolution und Recht (Vortrag)

Was hat Revolution mit Recht zu tun? Sind das nicht völlige Gegensätze? Einerseits ja. Revolutionen bekämpfen häufig bestehende rechtliche Ordnungen. Und damit beginnt das Problem. Ohne Ordnung herrscht Anarchie. Also muß eine neue Rechtsordnung her, wenn die Revolution erst einmal erfolgreich war, oder sogar schon während des Kampfes. Ägypten ist dafür ein gutes Beispiel. Den Aufständischen gelang es mit Hilfe des Militärs die Polizeikräfte des Regimes Mubarak zurückzudrängen. Die Folge waren Plünderungen. Also stellten die Aufständischen eine Miliz auf, welche die Polizeiaufgaben übernahm. Auch das Grundgesetz enthält einen Revolutionsartikel. Wie gehen Revolutionen und Revolutionäre mit dem Recht um? Welche Auswirkungen haben Revolutionen auf das Recht? Diese und andere damit zusammenhängende Fragen beantworte ich in meinem Vortrag.

Kurt Fuchs studierte zuerst Maschinenbau an der RWTH Aachen und anschließend Jura an der Uni Münster. Nach dem juristischen Referendariat arbeitete er in einer Unternehmensberatung und dann in einem Ingenieurbüro, bevor er sich 2004 als Rechtsanwalt selbständig gemacht hat. Parallel zu seiner Tätigkeit als Rechtsanwalt arbeitet er noch an seiner Promotion in Jura.

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Der Euro: Mehr Schein als Sein (und nicht mal das)! (Vortrag)

Der Euro ist das gesetzliche Zahlungsmittel von und in 17 Staaten der Europäischen Union. Üblicherweise wird nicht infrage gestellt, dass es sich bei dieser Währung um „Geld” handelt. Was aber ist „Geld” tatsächlich? Ist der Euro in seinen Erscheiungsformen als Bar- und Buchgeld wirklich „Geld”? Was könnte einen Euro-Geldschein zu einem werthaltigen Gegenstand machen? Und: Warum ist Papiergeld in letzter Konsequenz wertlos - zumal dann, wenn es von Staaten „gedeckt” wird, die ihrerseits überschuldet sind?

Carlos A. Gebauer studierte Philosophie, Sprach-, Rechts- und Musikwissenschaften in Düsseldorf, Bayreuth und Bonn. Er arbeitet heute als Rechtsanwalt in Düsseldorf, war zuvor u.a. zwei Semester Lehrbeauftragter, zwölf Jahre Notarvertreter, ist seit neun Jahren Anwaltsrichter, kooperierte zwischen 2002 und 2011 als „Fernsehanwalt” mit RTL und SAT1, vertritt Versicherungsgesellschaften und Leistungserbriger im Gesundheitswesen und verfasst regelmäßig gesellschaftspolitische Texte. Die Ursachen der sog. Finanzkrise beschrieb er 2008 in seinem Buch „Warum wir alle reich sein könnten und wie unsere Politik das verhindert”.

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Das Wettrüsten: Die Entwicklung von Malware und Gegenmaßnahmen von den Anfängen bis heute (Vortrag)

Malware, also Computerviren, Würmer, Trojaner und ähnliches Ungemach, plagen Computerbenutzer seit den frühen Achtzigerjahren. Handelte es sich anfangs eher um Spielereien, die manchmal harmlos, manchmal zerstörerisch waren, so ist daraus inzwischen ein milliardenschweres kriminelles Geschäft geworden.

Der Vortrag zeigt auf, welche technische Verfahren Malware einsetzt, um Computer zu befallen und zu kompromittieren, welche Verfahren Betriebssysteme verwenden, um solche Angriffe zu verhindern, und wie beides sich auf Basis des technischen Fortschritts und der jeweiligen Aktionen der anderen Seite entwickelt hat.

Sören Göckel, Jahrgang 1977, ist Diplom-Wirtschaftsinformatiker und hat sich in seiner Diplomarbeit mit kryptographisch sicherem anonymem Bezahlen im Internet beschäftigt. Seit 2001 ist er als Softwareentwickler und -architekt für ein großes deutsches Marktforschungsunternehmen tätig. In seiner Freizeit arbeitet er an einem Mathematik-Bachelor an der Fernuni Hagen sowie der grammatikalischen Korrektheit des MinD-Mags. Computersicherheit ist eines seiner Interessengebiete.

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Unsere haarige Verwandtschaft - Grundrechte für Menschenaffen (Vortrag)

Der Mensch ist nicht die „Krone der Schöpfung”, vielmehr gehört er der gleichen Familie der Hominiden zu, wie die Großen Menschenaffen: Bonobos, Schimpansen, Gorillas und Orang Utans. Innerhalb der Hominiden sind – bildlich ausgedrückt - Menschen, Schimpansen und Bonobos Geschwister, Gorillas sind ihre gemeinsamen Cousins und Orang-Utans sind etwas weiter entfernte Großcousins.

Das von den Philosophen Peter Singer und Paola Cavalieri initiierte Great Ape Project verfolgt das Ziel, den Großen Menschenaffen bestimmte Grundrechte zu verschaffen, die bisher nur für Menschen gelten: das Recht auf Leben, auf Freiheit und auf körperliche wie psychische Unversehrtheit. Wie im Falle „unmündiger” Menschen – Kleinkinder, Behinderte, demenzkranke alte Menschen usw. -, die nicht für sich selbst sprechen und ihre Rechte nicht selbst formulieren können, sollten Rechtsansprüche von Menschenaffen durch Sachwalter vertreten – und gegebenenfalls auch eingeklagt – werden können.

Dr. Colin Goldner Klinischer Psychologe. Leiter einer Beratungs- und Therapieeinrichtung für Sekten- und Psychokulktgeschädigte. Seit 2011 Deutschland-Beauftragter des Great Ape Project.

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Keine Angst vor allgegenwärtiger IT! Wir kümmern uns darum? (Vortrag)

Eine technische Revolution spielt sich vor unseren Augen ab: Die Allgegenwärtigkeit der Informationstechnik lässt „sichtbare Computer” in den Hintergrund treten: einfache Gegenstände wie Schalter, Lampen, Uhren, Kameras, PKWs, Kleidung etc. werden angeblich intelligent und vernetzt; Informationen werden verarbeitet, ob man möchte oder nicht.

Das Ubiquitous Computing ist nicht mehr aufzuhalten, aber über die Technikfolgen sollten wir hin und wieder nachdenken: Sicherheit und Privatsphäre sind bedroht, und es könnte - wie immer - alles „noch schlimmer kommen”.

Der Vortrag zielt darauf ab, über die üblichen Mahnungen und Warnungen hinaus Chancen der Rechnerdurchdringung aufzuzeigen und neue Risiken auszuleuchten, die derzeit weder von Technologie-Evangelisten noch von „Berufswarnern” benannt werden. Ein kreativer Umgang mit der Technik erlaubt harmlosen wie böswilligen Nutzern völlig neue Möglichkeiten.

Prof. Dr.-Ing. Ulrich Greveler, Jahrgang 1972, ist Professor für Informatik an der neu gegründeten Hochschule Rhein-Waal (Kamp-Lintfort, Ruhrgebiet) und leitet dort das Labor für IT-Sicherheit. Vorher war er 2006-12 in gleicher Position an der Fachhochschule Münster. Er publiziert zu den Themen Informationssicherheit, technischer Datenschutz, Kryptographie und Durchsetzung digitaler Rechte. Nach dem Studium in Gießen und mehrjähriger Industrietätigkeit forschte und promovierte er an der Ruhr-Universität Bochum.

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Adaptive Zyklen am Beispiel des Gesundheitswesens (Vortrag)

In der Systemtheorie kann das Entstehen und die Entwicklung von Systemen in adaptiven Zyklen beschrieben werden. Etwas Neues tritt auf, entwickelt sich - es wächst und optimiert sich - und passt sich seiner Umgebung an. Häufig führt die Spannung zwischen Flexibilität und Effizienz dazu, dass Systeme zusammenbrechen und sich entweder neu erfinden oder ersetzt werden.

Ein wichtiges Beispiel ist die öffentliche Gesundheitspflege. Ihre flächendeckende Einführung insbesondere in europäischen Ländern Anfang des letzten Jahrhunderts kam einer Revolution gleich. Seitdem haben sich einerseits Krankenversicherung & Gesundheitspflege und andererseits die Demographie und Wirtschaft weiterentwickelt, so dass die öffentliche Gesundheitspflege nun vor großen, neuen Herausforderungen steht.

Der Vortrag ist zweigeteilt und behandelt adaptive Zyklen im Allgemeinen und die Entwicklung und Fragestellungen der Entwicklung der öffentlichen Gesundheitspflege im Spezifischen.

Katharina Gruenberg (1981) ist quantitativer Volkswirt bei Shell und lebt in Den Haag. Ihre Hauptaufgabe ist in Zusammenarbeit mit der chinesischen Regierung Empfehlungen zu deren Energiestrategie zu erarbeiten. Katharina hat einen Doktortitel in angewandter Statistik.

Laurens Niëns (1983) forscht an der Erasmus Universität Rotterdam zum Thema Gesundheitsökonomie. Seine Hauptthemen sind das öffentliche Gesundheitswesen und die Gesundheitspflege in Entwicklungsländern. Laurens hält einen Master in öffentlicher Verwaltung von der Universität Leiden und einen Master in Gesundheitsökonomie von der Erasmus Universität Rotterdam.

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„Meine Forschung revolutioniert die Wissenschaft, weil... ” - Forschungsprojekte spannend präsentieren (Workshop)

Jeder Wissenschaftler kennt die Frage: „Und, woran arbeitest du?” Ob auf der Party bei Freunden oder in der Kaffeepause auf einer wissenschaftlichen Konferenz, ich muss es schaffen diese Frage so zu beantworten, dass ich mein Forschungsprojekt darin noch wieder erkenne, ohne mein Gegenüber mit zu vielen Details zu langweilen. Im besten Fall zeigt die Antwort noch, dass ich Humor habe und macht gleichzeitig deutlich, warum genau meine Fragestellung wichtig für das Überleben der Menschheit ist – und das alles in zwei oder drei Sätzen? Ziel des Workshops ist es, diesem Ideal ein wenig näher zu kommen und spritzige und prägnante Präsentationen der Forschungsprojekte jedes Teilnehmer zu entwickeln.

Markus Gyger, M. Sc., studierte von 2001 bis 2006 im englischsprachigen „International Physics Study Program” an der Universität Leipzig. Seit Februar 2007 promoviert er an derselben Universität in der Abteilung für Physik der weichen Materie.

Nebenberuflich arbeitet Markus Gyger als selbständiger Trainer Coach. Als solcher hat er sich das Ziel gesetzt jungen Wissenschaftlern und Berufseinsteigern die nötigen „Soft Skills” für einen erfolgreichen Start in die Karriere beizubringen. Er führte bereits eine Reihe von Workshops und Coachings surch, z.B. für die Kompetenzschule ELSYS in Leipzig, die Stadtwerke Leipzig GmbH und auf zahlreichen Veranstaltungen für Mensa und MHN.

„Die Verknüpfung der Erfahrungen aus der Tätigkeit als Trainer der Wissenschaft finde ich sehr faszinierend. Ich denke, dass ein bewusster Umgang mit den Mitteln, die uns zum Kommunizieren zur Verfügung stehen, der Schluuml;ssel für eine erfolgreiche wissenschaftliche Karriere sein kann”

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Klimawandel und Anpassung: gesellschaftliche Herausforderung und Verantwortung (Vortrag)

In Deutschland und weltweit wurden in den letzten Jahrzehnten deutliche Temperaturanstiege gemessen. Dies und Themen wie „Rekordhitze in den USA”, Anstieg des Meeresspiegels oder Überflutungen durch Starkregenereignisse in Städten werden unter dem Begriff „Klimawandel” subsumiert.

Klimadaten zeigen, ob der Klimawandel nur „gefühlt” oder real ist, so genannte Klimaprojektionen zeigen, ob sich der der Klimawandel bis Ende des Jahrhunderts fortsetzt und sogar verstärkt, wir fragen, ob wir verstanden haben, warum sich die Erde erwärmt und überlegen, welche Auswirkungen auf das Leben auf der Erde zu erwarten sind.

Es ist nicht klar – und viele sagen sogar, es sei sehr unwahrscheinlich – dass wir durch Klimaschutzmaßnahmen den Klimawandel ausreichend verlangsamen oder stoppen können. Dies bedeutet, dass wir uns Gedanken machen müssen, wie wir uns an den Klimawandel anpassen. Es soll erläutert werden, was dies heißt „Anpassung” und welche Verantwortung dabei auf die Politik, Städteplaner und Architekten, Wissenschaftler und auf jeden von uns zukommt. Wir sprechen über die Energiewende und weltweite Klima(wandel)-Gerechtigkeit.

Guido Halbig:
- Geb. 25.10.1958 in Würzburg
- nach dem Abitur in Würzburg (1979) Studium der Meteorologie an der TU Darmstadt (Diplom 1986)
- 1986 bis 1989 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Frankfurt am Zentrum für Umweltforschung
- Referendarzeit und Große Staatsprüfung beim Deutschen Wetterdienst (DWD)
- Seit 1993 im Deutschen Wetterdienst tätig, seit 2003 Leiter des Regionalen Klimabüros der Niederlassung Essen des Deutschen Wetterdienstes
- Leiter der Niederlassung Essen des Deutschen Wetterdienstes
- Tätigkeiten im Rahmen von Qualitätsmanagement: Qualitätsmanagement-Beauftragter des DWD (2006-2007), DGQ Auditor Qualität, Dozent an der Bundesakademie für öffentliche Verwaltung
- Vorsitzender des Zweigvereins Rheinland der Deutschen Meteorologischen Gesellschaft (DMG); Mitautor der Stellungnahme der DMG zum Klimawandel (2007)
- Mitveranstalter der „Essener Klimagespräche”, dem gemeinsamen Kolloquium der Niederlassung Essen des DWD und der Abteilung Angewandte Klimatologie der Universität Duisburg-Essen
- Projektleiter im Klimaanpassungsprojekt KöLN_21, einer Kooperation des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) des Landes NRW und des Deutschen Wetterdienstes
- Berater für verschiedene Klimawandelprojekte für Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen
- Veröffentlichung zum Thema Stadtklima – städtische Wärmeinsel (Charta Ruhr)
- Wissenschaftliches Poster zum Thema „A method to assess the vulnerability of city residents based on the perceived temperature” auf der European Conference on Applications of Meteorology (ECAM) 2011
- Schwerpunkte: Auswirkungen des Klimawandels (extreme Wetterereignisse), Anpassung an den Klimawandel aus klimatologischer Sicht, Stadtklima, Numerische Modellierung, nichtlineare dissipative Systeme

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Werde der du bist - auch in Zeiten des Chaos (Vortrag)

Der Aufbau „kohärenter Eigensubstanz” (wirklich „verdaute”, angeeignete, d.h. gemäß internen Konsistenzkriterien individuell in weitgreifenden Zusammenhängen rekonstruierte Wissens- und Wertestrukturen) ist von zentraler Bedeutung: für Urteilskraft und Kreativität, für Persönlichkeitsstärke und Charisma, für Glück und Gesundheit (Kohärenzgefühl nach A. Antonovsky). Eine solche interne Kohärenzbildung braucht eine intensive und langdauernde Auseinandersetzung mit wenigen, wichtigen paradigmatischen Inhalten, sie braucht Muße, Spiel, (Zweck-)Freiheit und viel Zeit. Viele zentrale Tendenzen der Wissenschafts-, Kultur- und Gesellschaftsentwicklung stehen dem diametral entgegen: Überdifferenzierung, Fragmentierung, Informationsüberflutung, Gedankenschnipsel-Dauerkommunikation, Primitivreiz-Bombardement, Beschleunigung, Zeitdruck, Multitasking, zweckorientierte Industrialisierung der Bildung etc. So wird gerade nicht die Entwicklung proaktiv-innengeleiteter Persönlichkeiten gefördert, vielmehr werden die Menschen zu außengetriggerten, flackerblickigen Reiz-Reaktions-Automaten konditioniert.

Wie können wir uns dagegen wehren? Wie können wir unter diesen Bedingungen des postmodernen Chaos die (R)evolution unserer internen Strukturen in Richtung persönlicher Gesamtkohärenz sicherstellen?

Dr. med. Dietmar Hansch, Jahrgang 1961, studierte Medizin, Physik und Philosophie in Berlin und Hagen.Facharzt für Innere Medizin und Verhaltenstherapeut. Mitglied des Deutschen Kollegiums für Psychosomatische Medizin (DKPM). Autor zahlreicher Zeitschriftenartikel, Bücher und Buchbeiträge.

Derzeit Leitung des Zentrums für Burnout und Stressfolgeerkrankungen an der Klinik Wollmarshöhe in Bodnegg.

Vor dem Hintergrund seiner langjährigen wissenschaftlichen Arbeit zu den Grundlagen der Psychosomatik entwickelte Dietmar Hansch das interdisziplinäre Konzept Psychosynergetik als Theorie und Praxis der psychischen Veränderung. Ausgehend von der Synergetik nach Hermann Haken („Lehre vom Zusammenwirken”) und der Evolutionspsychologie, werden hier Wissensbausteine aus Hirnforschung, evolutionärer und konstruktivistischer Erkenntnistheorie, Verhaltenstherapie, Humanistischer Psychologie sowie aus alten Weisheitslehren wie der Stoa oder dem Buddhismus zu ganzheitlichen Modellen integriert.

Ziel ist eine wissenschaftlich fundierte Lebenskunst (wie auch eine Plattform zur Integration von unterschiedlichen Methoden der Psychotherapie). Weitere Informationen unter www.psychosynergetik.de

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Cyberfakte als Revolution klassischer Technikkonzepte (Vortrag)

Aktuelle revolutionäre Entwicklungen im Bereich der Nano-, Bio und Informationstechnologie, sowie den Neurowissenschaften (NBIC) lassen sich im Rahmen etablierter Technikkonzepte nicht adäquat beschreiben. Genetisch veränderten Lebensmitteln etwa kann ihr „technischer” Ursprung nur schwierig oder gar nicht mehr angesehen werden. Der Vortrag skizziert Lösungsansätze der Technikphilosophie und veranschaulicht sie am Beispiel des Machine Learnings. Der interdisziplinäre Charakter dieses Feldes erleichtert es dabei einen Einblick in die Denk- und Arbeitsweise der Technikphilosophie zu gewinnen.

Sebastian Harrach hat Mathematik und Philosophie an der TU Darmstadt studiert, arbeitete anschließend als Unternehmensberater und promoviert aktuell in Philosophie zu Machine Learning und Weltbezügen. Nebenbei coacht er als NLP-Mastercoach Doktoranden beim Berufseinstieg. Einigen alten Hasen der Akademie ist er vielleicht noch unter dem Namen Sebastian Pammer bekannt.

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Games people play – Spiele erkennen und kontern (Workshop)

In Eric Bernes Buch „Games people play” werden soziale Interaktionen analysiert in denen die Akteure „Spiele spielen”. Das bedeutet sie übernehmen unausgesprochen Rollen, die nicht primär aus dem konkreten sozialen Umfeld, sondern aus der jeweiligen Persönlichkeitsstruktur entstehen.<\p>

Wir werden nach einem kurzen Einführungsteil daran arbeiten mit Hilfe von Beobachtungstechniken aus dem neurolinguistischen Programmieren (NLP) die Rollenwechsel und Verhaltensänderungen von Akteuren zu identifizieren und die Spiele konstruktiv zu thematisieren beziehungsweise direkt zu kontern.

Sebastian Harrach hat Mathematik und Philosophie an der TU Darmstadt studiert, arbeitete anschließend als Unternehmensberater und promoviert aktuell in Philosophie zu Machine Learning und Weltbezügen. Nebenbei coacht er als NLP-Mastercoach Doktoranden beim Berufseinstieg. Einigen alten Hasen der Akademie ist er noch unter dem Namen Sebastian Pammer bekannt.

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Evolution im Werk von J.R.R. Tolkien (Vortrag)

J.R.R. Tolkiens Mittelerde befindet sich nicht "in einer weit, weit entfernten Galaxis", sondern durchaus auf unserem blauen Planeten in einer prähistorischen Epoche. Daher gelten teilweise auch die geläufigen Naturgesetze, wie z.B. die Prinzipien der Evolution: Variation und Selektion. Diese lassen sich auf die verschiedenen Elben- und Menschenrassen sowie die sonstige Flora und Fauna der fantastischen Welt des Oxford-Professors anwenden. Für die Entstehung des Lebens ist hierbei vor allem das postum publizierte "Silmarillion" einschlägig.
Desweiteren soll ein Einblick in die Genese von Tolkiens Werk an sich geboten werden, die immerhin einen Zeitraum von über 50 Jahren umfasst. Intertextualitäten mit verschiedenen Mythologien und autobiographische Einflüsse sind trotz seines nachdrücklich betonten Verbotes der Analogiebildungen nicht von der Hand zu weisen.

Sandra Hartl, geboren in Barcelona, studierte zunächst Rechtspflege in Starnberg, bevor sie sich ihrer wahren Berufung zuwandte, nämlich der Klassischen Philologie und Anglistik, inspiriert von J.R.R. Tolkien, der dieselben Fächer studiert hatte. Hierzu besuchte sie die Universitäten in Bamberg, Galway (Irland) und Würzburg. Bereits mehrere Male kehrte sie an ihre irische Gasthochschule zurück, um unter anderem eine "Ringvorlesung" über Tolkiens angelsächsische und keltische Quellen zu halten. Derzeit promoviert sie in einem DFG-Graduiertenkolleg an der Bamberger Universität.

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Das Post-Privacy Missverständnis: Warum wir auch im modernen Web einen Sinn für Privatsphäre brauchen (Vortrag)

Das moderne Internet hat sich längst von dem starren Schriftrollen-Charakter seiner Anfangszeit weg entwickelt. Web-Technologien wie JavaScript, ActiveX oder Ajax ermöglichen heute hochdynamische und multimediale Webanwendungen, gehen aber auch mit neuen Risiken für Privatsphäre und Geldbeutel des Anwenders einher. Doch nicht nur die technischen Gegebenheiten haben sich geändert, auch das Selbstverständnis des Nutzers hat sich im Laufe der Zeit gewandelt; die Preisgabe persönlicher Informationen im Netz ist für Viele zur Selbstverständlichkeit geworden, ohne dass sich ein starkes Bewusstsein für die Risiken dieser weitreichenden Transparenz entwickelt hat. Im Gegenteil: Datenschutz und Privatsphäre erscheinen Einigen als Konzepte von gestern, das Prinzip „Post Privacy” ist zum Schlagwort geworden.

Nach einem kurzen Abriss der dem Internet zugrunde liegenden Technologien schlägt dieser Vortrag eine Brücke von „klassischen” Webseiten zu den komplexen und dynamischen Anwendungen des „Web2.0”. Anhand einschlägiger Beispiele wie Sony und facebook wird erläutert, welchen Risiken für die Privatsphäre der Nutzer solcher Anwendungen ausgesetzt ist. Dabei werden insbesondere Themenkomplexe wie „Oversharing”, Profilbildung und Gesichtserkennung behandelt, aber auch Bezüge zu politischen Diskussionen hergestellt.

Matthias Hauß, Jahrgang 1980, hat Betriebswirtschaftslehre an der Julius Maximilians-Universität Würzburg studiert. Heute arbeitet er als Senior Berater bei SRC Security Research Consulting GmbH, wo er den Themenbereich Datenschutz & Informationssicherheitsmanagement verantwortet. Wegen verschiedener Auditorenzulassungen (u.a. CISA, EuroPriSe, PCI QSA) verbringt er einen großen Teil seiner Arbeitszeit mit der Prüfung von Systemen und Organisationen. Viel mehr Spaß bereitet ihm allerdings das Aufbereiten und Vorstellen aktueller Sachverhalte.

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(R)Evolution zu Beginn der Neuzeit: Galileo Galilei und die Entstehung der neuzeitlichen Naturwissenschaft (Vortrag)

Galileo Galilei (1564 – 1642) gilt mit seinen herausragenden Leistungen im Geflecht von Naturphilosophie, Mathematik und Astronomie als maßgeblicher (Mit-) Begründer der neuzeitlichen Naturwissenschaft. Der Vortrag widmet sich dem Wirken Galileis vor dem Hintergrund einer evolutionären und einer revolutionären Komponente bezüglich seiner Zerstörung des vorherrschenden antik-mittelalterlichen Weltbildes durch u.a. eine mathematisierte Naturphilosophie, kontrollierte Experimente und Teleskopbeobachtungen. Die thematische Bandbreite reicht dabei von kosmologischen und astronomischen Fragestellungen bis hin zu physikalischer Grundlagenforschung und erkenntnistheoretischen Überlegungen. Abschließend wird ein Blick auf die gesellschaftlichen bzw. kulturellen Implikationen von Galileis (r)evolutionären Forschungen geworfen, wobei das Inquisitionsverfahren gegen ihn eine wichtige Rolle spielen wird.

Thomas Heichele, M.A., geb. 1982, ist seit 2009 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl Philosophie mit Schwerpunkt analytische Philosophie und Wissenschaftstheorie an der Universität Augsburg. Seit dem Abschluss des Philosophiestudiums 2008 arbeitet er an seiner Promotion mit einem Thema (über Leonardo da Vinci und Galileo Galilei) aus dem Spannungsfeld von Wissenschaftsgeschichte, Naturphilosophie und Technikphilosophie (Uni Augsburg/TU München). Neben der wissenschaftlichen Arbeit an der Universität war er mehrere Jahre als Dozent in der Erwachsenenbildung tätig.

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Cancer survivors – eine rasant wachsende Bevölkerungsgruppe, ignoriert und unterschätzt? (Vortrag)

Krebsüberlebende (cancer survivors) sind eine heterogene, exponentiell wachsende Gruppe mit komplexen Bedürfnissen. Sie vollzieht momentan die Wandlung von einer Minderheit zu einem signifikanten Teil unserer Gesellschaft. Alleine in der Ostschweiz hat sich ihre geschätzte Zahl innerhalb von 20 Jahren verdoppelt, z.B. bei den über 60-jährigen wurde schon jetzt bei 11% in der Vergangenheit ein invasiver Tumor diagnostiziert.

Im Laufe des Lebens erkrankt etwa jeder 2. Mann und jede 3. Frau an invasivem Krebs, und mehr als jeder 4. Mann bzw. jede 5. Frau stirbt an Krebs. Die Möglichkeiten und Chancen Krebs früh zu entdecken und erfolgreich zu behandeln sind in den letzten Jahrzehnten rapide gestiegen und bieten einer Vielzahl von Betroffenen eine Perspektive auf ein langes Leben. Heutzutage ist es keine Seltenheit mehr, nach einer Krebsdiagnose 20 Jahre und länger zu überleben, während 40 Jahre zuvor selbst 5 Jahre eine Ausnahme waren: Noch heute gilt unter Medizinern als geheilt, bei wem der Krebs nach 5 Jahren nicht wieder aufgetreten ist. Doch mit zunehmendem Alter machen sich die Spätfolgen der Therapien bemerkbar, mit ihren eigenen Problemen und dem Bedarf an zuverlässiger Langzeitbetreuung durch geschultes Fachpersonal. Auch haben Krebsüberlebende ein grösseres Risiko für Krebs und andere Krankheiten.

Doch oft stehen die Krebsüberlebenden mit ihren komplexen Bedürfnissen alleine da, kaum jemand fühlt sich zuständig. Viel mehr noch, da die Datengrundlage spärlich und kaum publiziert ist, wächst hier nahezu unbemerkt eine Gruppe heran, so dass deren Bedürfnisse das Gesundheitssystem zu überfordern drohen. Der Vortrag zeigt erste Ergebnisse über Umfang, Entwicklung, sowie einige der Einflussfaktoren; und will so dazu beitragen die Datenlücke zu schliessen und die Wahrnehmung der Bevölkerungsgruppe der Krebsüberlebenden zu erhöhen.

Christian Herrmann ist Diplom Mathematiker und ehemaliger Projektleiter am Internationalen Zentrum der WHO für Krebsforschung, seit 2011 Doktorand der Epidemiologie am Swiss Tropical and Public Health Institute, Universität Basel und dem Krebsregister St. Gallen-Appenzell. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Visualisierung von geographischen und zeitlichen Trends in der Verbreitung von Krebs (Bayesian disease mapping), die Überlebensanalyse (cancer survival analysis), sowie cancer survivorship und quality of care.

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Körperkunst: Face- und Bodypainting (Workshop)

Sich mit Hilfe von Schminke zu verwandeln ist eine jahrtausendealte Tradition. Dieser Workshop geht das Thema (R)Evolutionen von der künstlerischen Seite an und fordert eure Phantasie heraus! Ob dabei naturalistische oder abstrakte Werke herauskommen, liegt ganz bei euch: Ihr lernt den richtigen Umgang mit verschiedenen Materialien und Produkten und könnt euch Anregungen holen, um ausgiebig selbst zu experimentieren und vielleicht sogar das eine oder andere Kunstwerk beim Bunten Abend zu präsentieren. Selbstverständlich kriegt man das Zeug auch problemlos wieder runter

, geboren 1987 in Hamburg, studiert nach kurzen Abstechern in die Luft- und Raumfahrttechnik und Betriebswirtschaft nun im achten Semester Jura mit Schwerpunkt Kriminalwissenschaften. Außerdem ist sie staatlich geprüfte Visagistin und Make-up-Artistin und findet es nach sieben Jahren bei Mensa auch überhaupt nicht mehr seltsam, wie ihr Lebenslauf aussieht.

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Massageworkshop (Workshop)

Gut massieren zu können, kann einem im Leben so manchen unerwarteten Pluspunkt einbringen. Ob die Zeit für das Erlernen der hawaiianischen Lomi Lomi-Tempelmassage ausreichen wird, kann ich nicht sagen, jedenfalls lernt ihr, was eine richtig gute Wellness-Massage ausmacht und was ihr vermeiden solltet. Alles, was ihr mitbringen müsst, seid ihr selbst, wahlweise mit Massage-„Opfer” oder ohne, und einigermaßen bequeme und nicht zu dicke Kleidung.

, geboren 1987 in Hamburg, studiert nach kurzen Abstechern in die Luft- und Raumfahrttechnik und Betriebswirtschaft nun im achten Semester Jura mit Schwerpunkt Kriminalwissenschaften. Außerdem ist sie staatlich geprüfte Visagistin und Make-up-Artistin und findet es nach sieben Jahren bei Mensa auch überhaupt nicht mehr seltsam, wie ihr Lebenslauf aussieht.

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Die Suche nach einer zweiten Erde - ein faszinierendes Puzzel (Vortrag)

Die Suche nach extrasolaren Planeten und ihre Charakterisierung entwickelt sich gegenwärtig zu einem der aufregendsten Gebiete der Astronomie. Nach der Entdeckung der ersten felsartigen Planeten in den letzten Jahren stellt sich die faszinierende Frage, ob solche Planeten lebensfreundliche (habitable) Bedingungen aufweisen können.

Dr. Lisa Kaltenegger fasziniert die Frage, ob es andere Erden gibt und wie man solche Welten über Lichtjahre hinweg charakterisieren kann. Sie leitet seit September 2010 ihre sechsköpfige, internationale Emmy-Noether-Forschergruppe am MPI für Astronomie in Heidelberg auf diesem Gebiet.

Sie ist zudem Wissenschaftlerin am Harvard Smithsonian Center for Astrophysics und unterrichtet an der Harvard University. Ausgezeichnet wurde sie u. a. mit dem Heinz Leibnitz Preis für Physik 2012, dem Smithsonian Magazine Preis für American Young Innovators 2007, und dem Paul Hertelendy Preis 2007 „for outstanding young scientists at the Harvard Smithsonian Center for Astrophysics” und Promotio sub auspiciis Praesidentis 2005.

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Energy Abundance - Das Zeitalter unbegrenzter kostenloser Energie (Vortrag)

Man hat sich schon so daran gewöhnt, dass Energie immer teurer wird, dass es beinahe für ein Naturgesetz gehalten wird. Dabei offenbart ein Blick auf das Verhältnis zwischen Arbeitszeitpreis und Preis pro Kilowattstunde, dass der reale Nettopreis von Energie permanent geringer wird, was der Menschheit in den letzten 300 Jahren ein beispielloses Wirtschafts- und Wohlfahrtswachstum ermöglicht hat. Praktisch alle wohlfahrtlichen und technischen Fortschritte sind auf den vermehrten Gebrauch von externen Energiequellen zurückzuführen.

Die Frage ist: wie geht das weiter?

In meinem Vortrag werde ich darlegen, dass schon in absehbarer Zeit von weniger als 10 Jahren das Zeitalter unbegrenzter, nahezu kostenloser Energie beginnen wird, ja schon lange begonnen hat und das Heil der Menschheit in der Solarenergie liegt, denn nur sie entspricht dem mooreschen Gesetz für Halbleiter, das exponentielles Wachstum ermöglicht.Und genauso wie Hungersnöte noch vor wenigen Jahrzehnten in Europa an der Tagesordnung, heutzutage aber völlig unvorstellbar sind, wird es in ein paar Jahren unvorstellbar sein, Mangel an Energie zu haben.

Philipp Kalwies, Unternehmer aus Hamburg, zog nach dem Abitur nach Cuba und Mittelamerika, um Spanisch zu studieren und die Weite Welt kennenzulernen. Zurück in Deutschland, begann er ein Studium der Internationalen Wirtschaft/VWL an der Otto-von-Guericke Universität in Magdeburg, die er allerdings nach ein paar Semestern wieder verließ, um sich voll und ganz seiner Selbstständigkeit zu widmen. Seitdem ist er als technischer Verkaufstrainer, Regionalleiter und Serial Entrepreneur Deutschlandweit unterwegs.

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Revolutionäre Anwendungen von Kurzzeitlaserpulsen (Vortrag)

Im letzten Jahrzehnt hat man es geschafft, die Dauer von Laserpulsen bis an ihre natürlich Grenze, also einen Schwingungszyklus des elektrischen Feldes, zu treiben. Das entspricht bei sichtbaren Laserpulsen etwa 2 Femtosekunden (1 fs = 10-15 s). Um noch kürzere Pulse zu erreichen, muss man durch eine Frequenzkonversion, z.B. durch einen nichtlinearen Prozess in einem Gas, kurzwelligeres Licht erzeugen. Durch diese Methode schafft man es, die kürzesten Lichtpulse der Welt einer Dauer von etwa 75 Attosekunden zu generieren. Zum Vergleich: eine Attosekunde = 10 -18 s und verhält sich zu einer Sekunde etwa wie eine Sekunde zum Alter des Universums. Mit diesen kurzen Pulsen können ultraschnelle elektronische Prozesse in Atomen, Molekülen und Festkörpern zeitlich aufgelöst werden – ananlog wie man in der Fotografie eine kurze Belichtungszeit benötigt, damit schnell bewegte Objekte auf dem Foto nicht „verschmieren”. Erkenntnisse über die Prozesse sind relevant für viele wissenschaftliche Bereiche von der Photovoltaik über molekulare Elektronik bis hin zu biophysikalischen Fragestellungen mit Relevanz in der Medizin.

Prof. Dr. Dipl.Ing. Reinhard Kienberger ist in Graz, österreich geboren. Er studierte Elektrotechnik an der TU Wien und promovierte ebendort in Quantenoptik. Nach einem Forschungsjahr am Stanford Linear Accelerator Center in den USA wurde er Leiter einer Forschungsgruppe am Max-Planck-Institut für Quantenoptik in Garching bei München. Seit 2008 ist Kienberger Professor für Experimentalphysik an der TU München. Für seine Forschung in der Attosekundenphysik, die er mitbegründete, erhielt er u.a. den Sofja Kovalevskaja Preis der Alexander von Humboldt Stiftung, den ERC Starting Grant, den ICO Prize der International Comission of Optics und die Ernst Abbe Medaille der Carl-Zeiss Stiftung

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Engagementpolitik – zur Entstehung eines neuen Politikfeldes (Vortrag)

Seit den Empfehlungen einer Enquete-Kommission zur „Zukunft des Bürgerschaftlichen Engagements” aus dem Jahr 2002 hat sich ein neues und fragiles Politikfeld „Engagementpolitik” herausgebildet. Die Rolle von Engagement und Zivilgesellschaft wird seitdem verstärkt zum Thema der politischen Diskussion und Gestaltung. Der Beitrag skizziert die Etappen der Herausbildung eines neuen Politikfeldes und erläutert die daran anknüpfenden Diskussionen zum Verhältnis von Staat und Wirtschaft zur Zivilgesellschaft.

PD Dr. Ansgar Klein, geb. 1959 in Berlin, Diplom in Soziologe (Universität Frankfurt), Promotion in Politikwissenschaft (FU Berlin), Habilitation in Politikwissenschaften an der Universität Bremen; Privatdozent für Politikwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit August 2002 Geschäftsführer des „Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagements”. Mitherausgeber des Forschungsjournal Soziale Bewegungen (Verlag Lucius&Lucius) und der Buchreihe „Bürgergesellschaft und Demokratie” im VS-Verlag.

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Wie soll ich wissen, was ich denke, wenn ich nicht höre, was ich sage? – (R)Evolution von Denken durch Sprache (Vortrag)

Ob und wie Sprache und Denken verknüpft sind, ist in der Linguistik viel diskutiert worden. In diesem Vortrag gehen wir der Frage nach, wie Sprache und Denken in psychologischen Experimenten untersucht werden und wie sprachliche Unterschiede die Wahrnehmung von Zeit, Raum und Personen beeinflussen. Macht es wirklich einen Unterschied, ob ich „blau” in unterschiedlichen Schattierungen kenne oder „sinij” (russisch: dunkelblau) und „goluboj” (russisch: hellblau) unterscheide? Wie sehen Aborigines die Welt, die sich mit „Aus welcher Himmelsrichtung kommst du?” begrüßen? Was bringt es, „Schwarzer” statt „Neger” oder „Studierende” statt „Studenten” zu sagen? Und was um alles in der Welt haben die Familien Feuerstein, Addams und Simpson damit zu tun?

Sara Köser ist Diplompsychologin und aktuell mit ihrer Promotion zu Persuasion und geschlechtergerechter Sprache an der Universität Bern (mit Abstechern nach Trondheim und Essen) beschäftigt. Als Stipendiatin des EU-Netzwerks „Language, Cognition, and Gender” kommt sie immer wieder mit den faszinierenden Eigenheiten unterschiedlicher Sprachen in Berührung. Für diesen Vortrag nutzt sie die Gelegenheit, dies mit ihrem Interesse an findig umgesetzten psychologischen Experimenten zu verknüpfen.

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Guernica und de Sade – Revolution und Bürgerkrieg Kunstwerke als Spiegel der Gesellschaft! (Workshop)

Politische Umbrüche, soziale, und technologische Revolutionen spiegeln sich auch stets in der Kunstproduktion der jeweiligen Epoche. Das Verstehen und Lesen-Können von Kunstwerken ermöglicht also auch immer tiefere Einblicke in die historischen Zusammenhänge.

Inwieweit können wir Künstler dann auch als hochsensitive soziologische Messinstrumente ihrer Ära verstehen? Ahnen und verarbeiten die Künstler evtl früher als andere, in welche Richtungen sich Umbrüche entwickeln können?

In einer Workshop-Athmospäre wird zum einen Grundwissen vermittelt, zum anderen aber auch die eigene Sensibilität traniert.

TeeKay (Thorsten Michael Kreissig) lädt als unkonventioneller Kultur- und Wissensvermittler, Konzepter und Eventmanager immer wieder zu aussergewöhnlichen Erfahrungen ein. In mehr als 120 Produktionen unterschiedlichster Stilrichtungen - von Strassen-Opern, Tanzabenteuern, Modenschauen und Erlebnis-Events erweitert er zeitgemäss die Grenzen künstlerischen Erlebens ebenso humorvoll wie effektiv. Als vielseitig ausgebildeter Theaterfachmann und Psychologe nutzt er dabei Wissen ebenso wie Intuition.

Theaterprojekte führten ihn u.a. in Berlin ans Theater des Westens und die Staatsoper Unter den Linden, in München and Bayrisches Staatsschauspiel, die Münchner Philharmoniker und das Staatstheater am Gärtnerplatz. International war er für das Opernhaus Graz, die Internationalen Musikfestwochen Luzern, das Stadsteater Malmö, die Türkische Staatsoper Izmir und das Kennedy Center Washington tätig.

2007 brachte er mit seiner Aktion „Dance the Cranko” eine ganze Stadt zum Tanzen und organisierte erfolgreich das erste Public Viewing für Tanz auf dem europäischen Kontinent. (Videoclips dazu sind unter dem Stichwort „Dance the Cranko” auf youtube zu finden.) Derzeit entwickelt er in Hannover „Twitter‘s mit Schwitters”, ein interdisziplinäres Kunstfestival.

2011 fand unter dem Titel „Köln denkt mit” seine an den TED-Talks orientierte Vision eines kostenlosen Bildungs-Events statt.

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Who wants to live forever? Über die Ethik der Unsterblichkeit (Vortrag)

Wir werden immer älter und bleiben dabei im Durchschnitt sogar gesünder. Große medizinische und technologische Fortschritte ermöglichen einen stetigen Anstieg der durschnittlichen Lebenserwartung und einige ambitionierte Biogerontologen sprechen sogar von der Möglichkeit der Unsterblichkeit, die mehr oder weniger greifbar zu sein scheint.

Aber nicht alles was machbar ist, ist auch erstrebenswert. Besonders die potenziellen gesellschaftspolitischen Konsequenzen stellen uns vor eine Herausforderung und erfordern eine gezielte ethische Betrachtung. Einem Recht auf gesundes und langes Leben stehen Forderungen nach globaler Gerechtigkeit und einer Gesamtnutzenbetrachtung gegenüber. Und schließlich stellt sich auch die Frage, in wie weit aus individueller Sicht ein deutlich verlängertes Leben wünschenswert ist.

Jenny Krutzinna, Jahrgang 1982, Hobby-Bioethikerin und Existenzgründerin in Frankfurt, studierte ursprünglich Rechtsphilosophie an der Oxford University, entschied sich dann aber gegen eine juristische Laufbahn und arbeitete statt dessen mehrere Jahre im Business Development and als Projektmanagerin in der Investmentbranche und in der Unternehmensberatung. Als das alles zu langweilig wurde, begann sie 2010 nebenbei ein Master-Studium in Medizinethik und –recht an der University of Manchester und denkt nun sogar über einen PhD in diesem Bereich nach.

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'Where have all the heroes gone' - zum Wandel des Heldenbildes in mittelalterlicher Epik (Vortrag)

„Rincewind could scream for mercy in nineteen languages, and just scream in another forty-four.”

Ein (fiktiver) Held zeichnet sich aus durch herausragende Fähigkeiten und/oder Leistungen: Tapferkeit und Stärke, Gerechtigkeit und Mitgefühl, Schläue und Weisheit. Doch welche Eigenschaften und Taten galten den Dichtern des Mittelalters und ihrem Publikum als besonders bewundernswert? Und welche Schlüsse auf die Gedanken- und Lebenswelt ihrer Zeit lassen die Darstellungen zu? Ein Streifzug durch einige besonders prominente oder schöne Texte zwischen 800 und 1250 (Waltharius, Erec, Daniel von dem blühenden Tal) soll aufzeigen, welchen Wandel das Heldenbild im Lauf der Zeit durchlebt.

Andreas Lenz hat Latinistik, Gräzistik und Germanistik in Mainz studiert. Seit 2011 beschäftigt er sich in seinem Dissertationsprojekt „Experimentelle Transformation epischer Heldenbilder im ‘Waltharius’ und im ‘Ruodlieb’” mit großer Freude, abgeschlagenen Gliedmaßen, ironisierten Helden, scherzenden Dichtern und dem ganzen Rest.

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Digitale Realität - Interaktion zwischen Mensch und Computer (Vortrag)

Computersysteme sind ein allgegenwärtiger Bestandteil der Lebens- und Arbeitswirklichkeit vieler Menschen geworden. Der Umgang mit diesen Computersystemen ist so vielfältig wie deren Aufgaben und Fähigkeiten. Die Veränderung von Bedienung hin zu Interaktion, Kooperation und Immersion nährt alte Fragen über die Möglichkeiten und Grenzen digitaler Berechnungsmodelle, über Analogien zu menschlich-kognitiven Fähigkeiten und über die Zusammenhänge zwischen Wahrnehmung und Realität von individuellen wie auch sozialen Umgebungen. Der Vortrag gibt einen Einblick in den Wandel der Computernutzung unter Berücksichtigung aktueller technologischer Entwicklungen am Beispiel intelligenter interaktiver Systeme. Dabei werden sowohl technische, psychologische als auch philosophische Fragestellungen beleuchtet sowie Reiz und Risiko aktueller und zukünftiger Entwicklungen diskutiert

Prof. Dr. Marc Erich Latoschik studierte Mathematik und Informatik an der Universität Paderborn, dem New York Institute of Technology und an der Universität Bielefeld. Nach einigen Jahren in der IT-Industrie promovierte er 2001 über „Multimodale Interaktion in Virtueller Konstruktion”. Im Anschluss übernahm Marc die Leitung des Labors für Virtuelle Realität und Künstliche Intelligenz an der Universität Bielefeld. Es folgten Rufe auf Professuren für Medieninformatik (HTW Berlin, 2007), für „Intelligent Graphics” (Universität Bayreuth, 2009) und schließlich für „Mensch-Computer-Interaktion” (Universität Würzburg, 2011). Marcs Arbeiten sind interdisziplinär ausgerichtet und verbinden interaktive 3D-Computergraphik mit Virtueller und Erweiterter Realität, Künstlicher Intelligenz und den Kognitionswissenschaften.

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Revolution im Himmel: die Erforschung des Himmels als Gegenstand der Kosmologie und der Theologie (Vortrag)

Die Erforschung des Himmels hat seit allen Zeiten die Gemüter erregt. Johannes Kepler sah darin die Möglichkeit, die Gedanken Gottes nachzuvollziehen. Giordano Bruno wurde für seine wissenschaftliche Neugier mit dem Scheiterhaufen bestraft, heißt es, und Galileo Galilei für seinen Übermut eingekerkert. Diese verbreiteten Ansichten entsprechen aber nicht der historischen Wahrheit. Das historische Bild ist differenzierter und somit auch spannender, als es zunächst den Anschein hat. Auch heute noch wird die Erforschung des Himmels weltanschaulich aufgeladen, Ausdruck der besonderen Bedeutung, die dessen Studium für die Menschheit hat.

Dr. Andreas Losch: *1972, Studium der ev. Theologie und etwas Soziologie, Judaistik und Philosophie in Bochum, Wuppertal, Jerusalem und Heidelberg. Promotion über das Thema „Jenseits der Konflikte - eine konstruktiv-kritische Auseinandersetzung von Theologie und Naturwissenschaft” in Bochum, derzeit wiss. Mitarbeiter in der Redaktion der Martin Buber Werkausgabe (Düsseldorf).

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Die Entwicklung des Universums (Vortrag)

Das physikalische Weltbild hat in den letzten einhundert Jahren eine durchgreifende Veränderung erlebt, deren Ausmaß nur mit der kopernikanische Wende verglichen werden kann. Sie ist geprägt durch die Beobachtung des expandierenden Universums und seiner makroskopischen Entwicklung aus einem mikrophysikalischen Anfangszustand. Erst nach der Entstehung der Sterne als thermonuklearen "Fabriken" für die schweren Elemente des Periodensystems der Elemente bildeten sich Moleküle und Staub im interstellaren Medium, die als Kometen und Meteoriten auch heute noch die Eigenschaften von Planetenoberflächen und Atmosphären beeinflussen. Die Vielzahl organischer Moleküle im Weltraum zeigt neue Möglichkeiten für die Entstehung des Lebens in der Entwicklung des Universums auf.

Prof. Dr. Karl Mannheim: Jahrgang 1963.
Studium der Physik in Heidelberg und Bonn (Diplom 1989)
Doktorarbeit über Radiogalaxien am Max-Planck-Institut für Radioastronomie (1992)
Ludwig-Biermann Preis der Astronomischen Gesellschaft (1995)
Habilitation an der Universitäts-Sternwarte Göttingen (1997)
Heisenberg Stipendiat (1999-2001)
Ordinarius für Astronomie an der Universität Würzburg (seit 2001)

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Open Statecraft: Strategy for our networked world (Vortrag)

2012 ist Open Government überall: Politik und Verwaltung auf allen Ebenen wollen „Bürger” bei Entscheidungen integrieren. Allerdings, erschliessen weder O’Reillys metaphorische Definition „Government as a platform” noch die aus dem berühmten Obama-Memo abgeleitete Definition, die besagt, dass Government 2.0 aus transparentem, partizipativem und kollaborativem Regierungshandeln besteht, uns die Logik von Open Government als radikal neue Organisationsform. Aufgrund des Hypes um den Begriff scheint er so greifbar wie ein Stück Wackelpudding. Open Government impliziert eigentlich nur, die Logik von „Many-to-Many” (Crowd-sourcing, P2P, Peer Production) auf Fragen der Gemeinwohlgenerierung auszuweiten. Und das ist revolutionär und spannend.

Dr. Philipp S. Müller ist Business Development Director für den öffentlichen Sektor bei CSC Deutschland und lehrt zeitweilig an der Business School der Universität Salzburg (SMBS) und der Harvard Kennedy School. Sein neustes Buch Machiavelli.net - Strategie für unsere vernetzte Welt” ist gerade bei Scoventa erschienen.

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Medienlandschaft im Aufbruch (Vortrag)

Die Welt wird immer globaler. So weit, so banal. Viele fühlen sich allein aufgrund dieser Tatsache als Kosmopoliten. Ist dies wirklich der Fall?

Der Vortrag „Medienlandschaft im Aufbruch” reflektiert die Trends in der gegenwärtigen Medienlandschaft und zeigt auf, wie die Mehrheit der Medien die Einseitigkeit des Denkens weiter fördern und den menschlichen Geist einschränken. Gedankenspiele, basiert auf konkreten Fallbeispielen, zeigen Szenarien für die Zukunft des Journalismus auf – und wie auch Mitglieder von Mensa sich dabei einbringen können.

Fabian Neuen ist Gründer & CEO von Fair Observer (www.fairobserver.com), ein neuartiges journalistisches Projekt, das die Einseitigkeit in der Medienwelt überkommen und Transparenz schaffen will. Er konzentriert sich schwerpunktmäßig auf den Ausbau von Partnerschaften mit Hochschulen, Think Tanks und Medienpartnern sowie auf den Aufbau interner Prozesse.

Nachdem er in Malta, Afrika und Frankreich aufgewachsen ist, hat Fabian an der WHU, am INSEAD sowie an der Wharton School studiert. Er war knapp 7 Jahre bei Siemens Management Consulting und hat dort insbesondere in Indien und China strategische Wachstumsprojekte des Siemenskonzerns geleitet. Weitere Arbeitserfahrungen sammelte er bei Roland Berger, Bain & Company und Lazard.

Während seines Studiums, bei Siemens wie auch mit Fair Observer hat Fabian verschiedene Auszeichnungen erhalten, u.a. Mitglied der Dean’s List am Insead, als Siemens Global Top Talent wie auch als Stipendiat des German Silicon Valley Accelerators.

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Von der Plünderung zur Postwachstumsökonomie (Vortrag)

Die lang gehegte Hoffnung, dass wirtschaftliches Wachstum durch technischen Fortschritt nachhaltig oder klimafreundlich gestaltet werden kann, bröckelt. Weiterhin scheint ein auf permanente ökonomische Expansion getrimmtes System kein Garant für Stabilität und soziale Sicherheit zu sein. Darauf deuten nicht nur die Eskalation auf den Finanzmärkten und die Schuldenkrisen hin, sondern auch die Verknappung jener Ressourcen („Peak Everything”), auf deren unbegrenzter und kostengünstiger Verfügbarkeit das industrielle Wohlstandsmodell bislang basierte. Zudem nährt die sog. „Glücksforschung” den Befund, dass Steigerungen des monetären Einkommens ab einem gewissen Niveau keine weitere Zunahme des subjektiv empfundenen Wohlbefindens hervorruft. Folglich ist es an der Zeit, die Bedingungen und Möglichkeiten einer Postwachstumsökonomie auszuloten. Letztere ist das Resultat eines prägnanten Rückbaus arbeitsteiliger, geldbasierter und globalisierter Versorgungsmuster. Stattdessen werden Suffizienz und urbane Subsistenz als Ergänzung eines merklich reduzierten und zugleich umstrukturierten Industriesystems bedeutsam sein. Aus Konsumenten werden souveräne Prosumenten, die mittels reaktivierter Subsistenzressourcen (z.B. Handwerk) zur gemeinschaftlichen Versorgung beitragen. Zudem ist die Postwachstumsökonomie durch Sesshaftigkeit gekennzeichnet, also durch Glück ohne Kerosin.

Prof. Dr. Niko Paech ist Wirtschaftswissenschaftler und vertritt den Lehrstuhl für Produktion und Umwelt an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Er forscht und lehrt unter anderem in den Bereichen Klimaschutz, nachhaltiger Konsum, Umweltökonomik, Sustainable Supply Chain Management, Nachhaltigkeitskommunikation, Diffusionsforschung, Innovationsmanagement und Postwachstumsökonomik. Momentan ist er Vorsitzender der Vereinigung für ökologische ökonomie (Vöö), gehört unter anderem dem Post Fossil Institut (PFI), dem Oldenburg Center for Sustainability Economics and Management (CENTOS), dem Kompetenzzentrum Bauen und Energie (KoBE) sowie dem wissenschaftlichen Beirat von Attac an. Er ist zudem Aussichtsratvorsitzender der Oldenburger Energiegenossenschaft (OLEGENO).

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Warum Freiheit immer missverstanden wird. Eine Richtigstellung im Anschluss an Ludwig von Mises (Vortrag)

Dass der Ruf nach Freiheit heute mehr denn je skeptisch bis ablehnend aufgenommen wird, verdankt sich tiefliegenden Missverständnissen des Freiheitsgedankens sowohl hinsichtlich seiner Fundierung als auch hinsichtlich seines Gehaltes. Diese theoretischen Fehler (welche sogar von Liberalen und Libertären regelmäßig begangen werden) werden in ihrer Wirkung noch dadurch verstärkt, dass die Fehleinschätzung der Freiheit sich für einflussreiche Gruppen als äußerst lukrativ erweist. – Im Anschluss an Arbeiten von Ludwig von Mises korrigiert der Vortrag nicht nur einige zentrale Irrtümer über die Natur der Freiheit, sondern er lässt auch verständlich werden, weshalb jede derartige Korrektur auf erbitterten Widerstand stößt.

Prof. Dr. Rolf W. Puster, geb. 1957 in Mannheim. Auf das 1976 aufgenommene Studium der Philosophie und Germanistik folgen dem Staatsexamen 1982 ein Stipendium der Stiftung Volkswagenwerk, diverse wissenschaftliche Angestelltenverhältnisse und die siebenjährige redaktionelle Mitarbeit an einer internationalen philosophischen Fachzeitschrift. An die Promotion in Philosophie 1989 schließt sich die Habilitation 1997 im gleichen Fach an. Nach Tätigkeiten als Hochschuldozent, Lehrbeauftragter und Lehrstuhlvertreter an verschiedenen Universitäten erfolgt 2003 der Ruf auf eine Professur für Philosophie an die Universität Hamburg. – Arbeitsschwerpunkte: Geschichte der Philosophie sowie Liberalismus und Libertarismus.

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Die gute Seite von Facebook & Google, wie Datentransparenz unser Leben bereichern kann (Vortrag)

Wenn unsere Daten verwendet werden und an dritte weitergegeben werden, löst dies häufig Gegenwehr aus, vor allem, da dies gefühlt gegen unseren Willen und ohne unser Einverständnis geschieht. Doch was verpassen wir dadurch eigentlich?

Wer nicht zu finden ist, bleibt alleine und wessen Bedürfnisse nicht zu finden sind, dessen Bedürfnisse werden nicht befriedigt. Wir könnten so viel schneller gezielte Innovationen fördern und die Welt sich unseren Bedürfnissen anpassen lassen, wären Unternehmen und andere Menschen nur in der Lage zu sehen, was denn die Sachlage ist.

Lasst uns also aufhören paranoid unsere Daten schützen zu wollen, sondern lasst uns eine Welt betreten, in der sich jeder perfekt an unsere Bedürfnisse angepasst hat, und dies tun konnte, da er unsere Daten hatte. Zeit für eine (R)Evolution.

Marcel Rasche: Geboren am 29.04.1990 in Hagen, Westfalen. Abitur im Nordrheinwestfälischen Herdecke in 2008, danach Studium des Wirtschaftsingenieurwesens als duales Studium persönlich gefördert von Siemens als Partnernunternehmen. Abschluss und erhalt des Titels Bachelor of Engineering in 2011, danach Beginn der Promotion über das Thema automatisierte Bedarfsbefriedigung.

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Science Slam (Sonstiges)

Deine Forschung, 10 Minuten, Zeigs uns:
Wie auf den letzten MinD-Akademien hat jeder der Teilnehmer wieder die Chance in 10 Minuten seine Forschungsergebnisse in möglichst kreativer und humorvoller Weise vorzustellen. Die Ausgestaltung ist dabei vollkommen frei und euch überlassen, denn die Vorträge sollen nicht nur informieren, sondern auch unterhalten. Am Ende bewertet das Publikum die Vorträge nach Kreativität und Inhalt um den besten Slammer der diesjährigen Akademie zu bestimmen. Du hast Interesse? Meldet dich mit deiner Idee bei Marcel Rasche (Marcel.Rasche (at) gmail (dot) com)

Marcel Rasche, geboren 1990 studierte an der DH Ravensburg Wirtschaftsingenieurwesen von 2008 bis 2011 und beschäftigt sich aktuell mit einer Promotion im Bereich Wirtschaftswissenschaften. Nebenbei beschäftigt er sich als Management Trainer mit Präsentationstechniken, Körpersprache und weiteren Themen. Für den diesjährigen Science Slam bietet er zusammen mit den Vorjahresgewinnern auch vorbereitende Infos/Trainings für die Slammer an.

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Middle World - Die langsame Revolution(Vortrag)

Eine der revolutionärsten Entdeckungen der modernen Physik erfolgte beinahe unbemerkt von der Öffentlichkeit. Dies mag daran gelegen haben, dass dies wohl eine der langsamsten Revolutionen der Menschheitsgeschichte war (sie dauerte fast ein Jahrhundert): The Discovery of the Middle World! - wie Mark Haw es in seinem sehr empfehlenswerten Buch nennt [1]. Sicher sind auch dem einen oder anderen Nicht-Physiker Einsteins Theorien zur Relativität und zum Photoeffekt ein Begriff. Seine weitaus meistzitierte Arbeit aus seinem „annus mirabilis” 1905 kann allerdings als Fundament einer Welt bezeichnet werden, die „dazwischen” liegt...zwischen der (sub-)atomaren Welt der Quantentheorie und der makroskopischen Welt Newtons. Einer Welt in ständiger Unruhe, die mit Fug und Recht als Wiege des Lebens bezeichnet werden darf. Ich werde in diese Welt eintauchen, ihre Prinzipen darlegen und ihre Relevanz veranschaulichen, u.a. durch neueste Entwicklungen in der Nanotechnologie.

[1] Mark Haw, Middle World: the restless heart of matter and life

Daniel Rings studierte in Leipzig und Dublin Physik und hat zum Thema „Hot Brownian Motion” promoviert. Dies dürfte einem Teil des Publikums noch ein Begriff sein, dem er es auf dem MHN-Geburtstag bereits kurz vorgestellt hatte. Neben der Beschäftigung mit der theoretischen Physik ist Daniel Rings ein begeisterter Segelflieger und seit einer ganzen Weile auch aktives MHN-Mitglied.

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West goes East - Die revolutionäre Banalität fernöstlicher Gedankenwelt (Vortrag)

Wer im Osten sucht, dem fehlt im Westen etwas. Ende der 70er Jahre schienen mir linke Ideen im Niedergang begriffen, gesellschaftliche Veränderung auf politischer Ebene letztlich nicht möglich. Auf der Suche nach neuen Perspektiven kam ich in Kontakt mit Ideen von Osho, dem Buddhismus, Krishnamurti, Gurdjieff und Castaneda. Aus der Distanz gewann ich auch eine neue Sicht auf das Christentum.

Was ist im „östlichen” Denken anders? Wozu meditieren? Was ist der Nutzen eines Meister-Schüler-Verhältnisses? Heißt Ego-Losigkeit Selbstaufgabe? Kann es sein, daß Denken stört oder ein Erleuchteter eine Beule in sein Auto fährt?

Ulrich Roth: 1980-86 Studium der Medizin in Gießen
1986-94 Assistenzarzt im Oststadtkrankenhaus, Hannover
1989 Promotion
1994 Facharzt für Diagnostische Radiologie
bis 1997 in Radiologischer Praxis
1998 Facharzt für Allgemeinmedizin und Zusatztitel Psychotherapie
seither als ärztlicher Psychotherapeut in eigener Praxis

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Psychotherapie - Wie heilt die Arbeit mit der Seele? (Workshop)

Was tun Psychotherapeuten, wenn Sie das Innenleben behandeln? Woran orientieren sie sich? Was ist der Unterschied zwischen krank und gesund? Was soll anders werden? Wie entsteht eine Bewegung zu Neuem oder Besserem hin? Was passiert zwischen Patient und Therapeut? Wie gewinnt die Persönlichkeit des Therapeuten für den Patienten Wirkkraft?

In diesem Workshop möchte ich mit den Teilnehmern Ansätze einer Sprache zu finden versuchen, die weniger aus einem pathologisierenden Theoriegebäude stammt wie dies unsere „normalen” psychotherapeutischen Begriffsqualitäten tun.

Ulrich Roth: 1980-86 Studium der Medizin in Gießen
1986-94 Assistenzarzt im Oststadtkrankenhaus, Hannover
1989 Promotion
1994 Facharzt für Diagnostische Radiologie
bis 1997 in Radiologischer Praxis
1998 Facharzt für Allgemeinmedizin und Zusatztitel Psychotherapie
seither als ärztlicher Psychotherapeut in eigener Praxis

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Wirtschaft, Konjunktur, Zins, Wachstum, Schulden (Vortrag)

Nach der Wirtschaftskrise fragt sich die Welt, wie die wirtschaftliche Konjunktur stabilisiert werden kann, ohne dass staatliches oder privates „Deficit Spending” auf Dauer in die Überschuldung führt. Und die Frage nach den Grenzen des Wachstums bleibt weiter aktuell.

Ausgehend vom Zinsmechanismus werden Zusammenhänge aufgezeigt und Antworten gegeben. Zielgruppe sind interessierte Laien ebenso wie Menschen mit volkswirtschaftlichem Hintergrund. Einige der Fragen dürften sich für eine volkswirtschaftliche Studienarbeit oder Promotion eignen.

Axel Merlin Rutz hat Mathematik und - aus seiner Beschäftigung mit Wachstums- und Zinsfragen heraus - Volkswirtschaft studiert. Heute arbeitet er als selbstständiger Opensource-Webentwickler, Gründungsberater und Teamcoach, und immer, wenn die Zeit es zulässt, für eine bessere Welt.

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Die wahrscheinlich letzte Evolution des Menschen (Vortrag)

Was kommt eigentlich nach dem Tod? Die Vorstellungen variieren. Das Neue Testament antwortet mit der leiblichen Auferstehung der Toten. Doch was wiederum heißt das? Der Mensch scheint durch Tod und Auferstehung eine Veränderung zu durch„leben”: Der auferstandene Christus kann durch verschlossene Türen gehen und frühstückt kurze Zeit später mit seinen Jüngern gemeinsam Fisch. Paulus reflektiert die Auferstehung der Toten anhand vielfältiger Bilder. Aufgrund der empirischen Unwahrscheinlichkeit, dass der verstorbene und verwesende Mensch leiblich auferstehen kann und der schlichten Tatsache, dass keiner außer Christus es je erlebt hat, ergeben sich eine Vielzahl von Fragen: Ist die kommende Leiblichkeit anders als die jetzige? Aus welcher Materie besteht der künftige Leib? Wird der Auferstandene einen „perfekten” Leib haben? Kann Perfektion des Leibes noch „mein” Leib sein?

Die Theologie hat sich im Laufe der Jahrhunderte vielfältig mit der Denkbarkeit der Auferstehung auseinandergesetzt. Der Vortrag führt in die neutestamentlichen und andere antike Vorstellungen der christlichen Umwelt, von denen das Urchristentum maßgeblich geprägt ist, ein. Im Anschluss ist eine Diskussion über verschiedene Vorstellungswelten und die Denk(un)möglichkeit einer leiblichen Auferstehung der Toten sehr willkommen.

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Jungfernzeugung unter evolutionsbiologischen Aspekten (Vortrag)

Jungfernzeugung ist eine Möglichkeit der Fortpflanzung, die im Prinzip ohne einen männlichen Partner abläuft. Sie ist zwar im Vergleich zur geschlechtlichen Fortpflanzung im Tierreich ein relativ seltener Mechanismus, wo sie aber auftritt ist sie stets erfolgreich und garantiert hohe Nachkommenzahlen. In dem Vortrag werden Beispiele von Jungfernzeugung im Tierreich vorgestellt und die Vorteile und Nachteile dieses Fortpflanzungsmechanismus unter evolutionsbiologischen Aspekten diskutiert.

Prof. Dr. Dr. Manfred Schartl:
Studium der Biologie und Chemie in Gießen
Promotion in Genetik, danach Postdoc am Genetischen Institut in Gießen und am National Institute of Health in Bethesda, USA.
1985-1991: Arbeitsgruppenleiter am Genzentrum des Max-Planck-Instituts für Biochemie
seit 1991 Inhaber des Lehrstuhls für Physiologische Chemie der Medizinischen Fakultät der Universität Würzburg
Hauptarbeitsgebiete: Tumorforschung, Entwicklungsbiologie, molekulare Evolutionsforschung.

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Warum es eigentlich gar keine Evolution gibt! - Tricks für unsauberes Argumentieren (Workshop)

Der Workshop zielt darauf ab unsaubere und unfaire Strategien in Argumentationen besser erkennen zu können. Um die Strategien zu verstehen, werden sie selbst in Gruppenarbeiten eingesetzt, um zu verargumentieren wieso es eigentlich gar keine Evolution gibt.

Zu Beginn des Workshops werden einige Strategien vorgestellt, wie z.B.:

  • Umkehrung der Beweislast (ich behaupte was und ihr müsst erstmal das Gegenteil beweisen)
  • Verwendung von undefinierten oder mehrdeutigen Begriffen in verschiedenen Bedeutungen
  • Ausweichen in unbedeutende Details (z.B. „Missing Links ”)
  • Unzulässige Schlussfolgerungen
  • Intentionalistische Fehlschlüsse
  • Korrelation mit Kausalität verwechseln

Da es dabei auch um Formulierungen geht, ist es hilfreich wenn zumindest einige Teilnehmer auch einen Laptop o.ä. mitbringen könnten.

Otmar Seckinger, Jahrgang 80, hat in Furtwangen Medieninformatik studiert und befindet sich gerade in der Endphase eines berufsbegleitenden Bachelorstudiums Psychologie an der Fernuniversität Hagen. Er arbeitet als IT-Trainer, Berater und Coach vorwiegend in den Branchen Automotive und Medizintechnik. Nebenbei betreibt er den Blog http://kritischesdenken.wordpress.com/

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Die Zukunft ist agil! - Wie agil sind wir? (Workshop)

Agiles Projektmanagement = angewandte Evolution!

Nach einer kurzen theoretischen Einführung in die Thematik „agiles Projektmanagement” werdet Ihr ein kleines Projekt in Teams durchziehen und anschließend darüber reflektieren.

Ziel ist es, ein tiefes Verständnis für die Grundprinzipien und Vor- und Nachteile agilen Vorgehens zu entwickeln.

Nur noch so viel: Es macht Spaß!!!

Frank Schütz ist promovierter Informatiker. Während seiner Promotion war er viele Jahre für das Grundstudium der Informatik an der TU München mit verantwortlich.

Seit einigen Jahren arbeitet er für die InterFace AG. Er ist Leiter des IF Labs - einer Einrichtung, die es Studenten erlaubt Realworldprojekte unter Lab Bedingungen durchzuziehen und damit einen praktischen Erfahrungsschatz aufzubauen. Zu dem leitet er stellvertretend die Geschäftsstelle der InterFace AG in Nürnberg.

Trotzdem zieht es ihn immer wieder an die Uni zurück. So hielt er seit 2010 im Sommersemester zum Beispiel immer eine Übungsreihe zu Verteilten Anwendungen an "seiner" TU München oder spricht regelmäßig vor Studenten zum Thema Projektmanagement.

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Thomas Kuhns (r)evolutionäres Modell wissenschaftlicher Entwicklung (Vortrag)

In einem der wichtigsten Werke der Wissenschaftstheorie im vergangenen Jahrhundert, der „Struktur wissenschaftlicher Revolutionen”, zeichnet der amerikanische Wissenschaftshistoriker Thomas Samuel Kuhn ein Bild wissenschaftlicher Entwicklung, das neben Phasen hochgradig konvergenter Forschung durch Phasen radikaler, revolutionärer Umbrüche gekennzeichnet ist. Kuhns Vorschlag bricht auf diese Weise mit dem Bild, Wissenschaft sei ein Unternehmen, dessen Fortschreiten durch die stetige Anhäufung von mehr Erkenntnis und das Ausmerzen von Falschheiten adäquat beschreiben wird.

Kuhns Bild der Wissenschaft war ebenso einflußreich für viele wissenschaftliche Disziplinen wie heiß diskutiert und umstritten. Wie kann man in Kuhns Bild vermeiden, dass Wissenschaft letztlich ein irrationaler Prozess wird, in dem außerwissenschaftliche Faktoren wesentlich die Entwicklung bestimmen? Wie kann noch von wissenschaftlichem Fortschritt gesprochen werden, wenn es in den Wissenschaften radikale Umbrüche gibt?

Der Vortrag stellt Kuhns Bild der Wissenschaft kritisch vor, erläutert den Einfluß Kuhns und untersucht die revolutionären und evolutionären Aspekte in Kuhns Wissenschaftstheorie.

Dr. des. Markus Seidel:Studium der Philosophie, Soziologie und Politikwissenschaft an den Universitäten Münster, York (GB) und Siegen; Promotion im Fach Philosophie zum epistemischen Relativismus an der Universität Siegen (2012); Honorarreferent für politische Jugendbildung an der Heimvolkshochschule Haus Neuland e.V. (2005-2008); wiss. Mitarbeiter in einem DFG-Forschungsprojekt an der Universität Siegen zum Relativismus (2009-2012); seit 2008 - mit kurzer Unterbrechung - wiss. Mitarbeiter am Zentrum für Wissenschaftstheorie der Universität Münster

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English vis ä Tschörmän äksent – Giving presentations in English avoiding the 'Oettinger effect' (Workshop)

In 2010 a video of Günther Oetttinger giving a speech in English went viral. Although his speech was more or less perfect in grammatical terms, his pronunciation left much to be desired. Ranging among the most unsexy accents of the world, a German accent is nothing anyone would be particularly proud of. In order to avoid the 'Oettinger effect' it is absolutely vital to be aware of the phonological differences between English and German and to practise, practise, practise. Hence, this workshop will offer a short theoretical introduction followed by a practical unit, in which we will apply the newly gained knowledge. This workshop is especially aimed at those with a fairly good command of English who would like to work on their pronunciation in order to get rid of or to soften their German accent. Everybody is welcome! The workshop will be held in English, of course, but we will be able to switch to German whenever necessary.

Sönne Seifert is about to finish her English degree at Heidelberg University. As a teacher to be she is very interested in contrastive linguistics and both second language acquisition and second language teaching. In her year abroad (working as German teacher in Leicester, UK) she has ultimately fallen in love with foreign language teaching, the English culture and the English language.

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Intelligence designed - Wurden wir durch Schaden klug? (Vortrag)

2009 wurde das Darwinjahr gefeiert und gewürdigt, dass Darwins Hypothesen zur Evolution der Lebewesen weitgehend bis heute gültig sind. Es wird aber auch immer mehr zur Gewissheit, dass globale Katastrophen eine große Rolle gespielt haben, vor allem bei der „Makroevolution”, der Bildung neuer Arten oder höherer Taxa. Umstritten ist jedoch nach wie vor die Frage, ob die Entstehung höher organisierter Lebewesen durch Katastrophen beschleunigt oder sogar erst ermöglicht wurde. Dasselbe gilt auch für die Entstehung der menschlichen Intelligenz. Im Vortrag möchte ich nicht nur den bisherigen Forschungsstand beleuchten, sondern auch meine eigenen Schlüsse ziehen.

Dr. Bernd-Jürgen Seitz: Aufgewachsen in Esslingen und Nagold (Baden-Württemberg), Studium der Biologie in Freiburg im Breisgau, Abschluss mit Promotion, Thema: Beziehungen zwischen Vogelwelt und Vegetation; seit 1985 Mitarbeiter der Naturschutzverwaltung Baden-Württemberg, heute stellv. Referatsleiter im Regierungspräsidium Freiburg, seit einigen Jahren verstärkte Tätigkeit als Autor und Koordinator von Buchprojekten, derzeit Arbeit an einem Wissenschaftsroman zum Thema (R)Evolution.

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Staatsbankrott von 1945 - Staatsbankrott von 2013: Chance zur (R)Evolution? (Vortrag)

Jacques Rueff und André Piettre, 1953 ueber die Wirtschafts- und Waerungsreform von 1948:
„Der Schwarze Markt verschwand urplötzlich. Die Auslagen waren zum Bersten voll von Waren, die Fabrikschornsteine rauchten, und auf den Straßen wimmelte es von Lastkraftwagen. Wo es auch sei, überall statt der Totenstille der Ruinen das Gerassel der Baustellen. [...] Er setzte auf allen Gebieten des Wirtschaftslebens auf den Glockenschlag mit dem Tag der Währungsreform ein. [...] Von einem Tag auf den anderen füllten sich die Läden mit Waren, fingen die Fabriken wieder an zu arbeiten. Noch am Abend vorher liefen die Deutschen ziellos in den Städten umher, um kärgliche zusätzliche Nahrungsmittel aufzutreiben. Am Tage darauf dachten sie nur noch daran, sie zu produzieren.”

Vor dem Hintergrund dieses erfolgreichen Staatsbankrottes Deutschlands, fragt es sicht, ob ein Staatsbankrott Griechenlands nicht dem Retten, Zahlen und Sparen zu bevorzugen ist.

Davoud Taghawi-Nejad ist PhD-Student in „Economics of Complexity and Innovation” an der Universität Turin und wissenschaftlicher Assistent in Lehre bei den Vereinten Nation im ILO programm „Master of Applied Labour Economics for Development”. Er publizierte den Artikel „Technology shocks and trade in a network: How business cycles emerge from the interaction of autonomous agents”, in Lecture Notes in Economics and Mathematical Systems, Springer. Davoud war Forschungsassistent im Assetmanagment an der Freien Universität Bozen.

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MinD-Spielepreis 2013: Vorstellung der Nominiertenliste und Probespielen (Sonstiges)

Im Spielezimmer der Jugendherberge wird über die ganze Laufzeit der Akademie ein Tisch stehen, der vollgestapelt ist mit den zur Wahl stehenden Spielen. Evolutionstechnisch gesehen also „die Krone der Nominierungsphase”.

Welche Spiele das sind, wird in diesem „Workshop” in einer kurzen Präsentation erstmalig enthüllt. Dazu werden einige Informationen über das jeweilige Spiel, seine Regeln und eventuell schon andere eingeheimste Preise mitgeteilt. Mit dieser Präsentation fällt zudem der Startschuß für die Abstimmung zum MinD-Spielepreis 2013. Deshalb schließt sich an die knapp halbstündige Präsentation ein von mir geleiteter langer Spieleabend an, in dem ich jedes der zehn Spiele interessierten Gruppen zum Ausprobieren erkläre.

Jochen Tierbach,Jahrgang 1970 und Mensa-Jahrgang 2006, hat sich das (Spiel)Kind im Manne bewahrt. Und getreu dem Motto "Mensa ist das, was ihr draus macht", sich seine eigene Spielwiese ausgesucht und aufgebaut. Nach dem Studium des MHN-Intranets fragte er sich, warum aus den Überlegungen zu einem Spielepreis nichts geworden ist. Nach ein paar Fragen zu viel hatte er den Job inne und leitet seitdem mit unermüdlichem Einsatz mittlerweile im vierten Jahrgang die beiden Preis-Kategorien. Dabei kommt sogar die Zeit für die professionelle Jobsuche in der Spielebranche manchmal etwas zu kurz...

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Evolutionäre Blase oder revolutionärer Quantensprung? - Inklusive Hochbegabtenförderung in der Schule (Vortrag)

Der Beitrag greift ein aktuelles, inhaltlich hoch kontrovers diskutiertes Thema u.a. der Schulpädagogik auf. Da Inklusion nahezu flächendeckend seitens „behinderter” Kinder gesehen wird soll auf die ebenso nötige Beachtung Hochbegabter und besonders begabter Heranwachsende hingewiesen werden. Anhand eindrücklicher Beispiele werden die Schwierigkeiten der Erkennung, Förderung und Inkludierung deutlich gemacht und ein offenes Modell diskutiert.

Prof. Dr. habil Thomas Trautmann ist Professor für Grundschulpädagogik und -didaktik an der Universität Hamburg. Zuvor war ein 11 Jahre lang Chemie- und Biologielehrer. Er promovierte 1990 über ein Thema der Schülerverantwortung im Unterricht und habilitierte sich 1997 mit einer Arbeit über das kindliche Spiel. Seine Hauptarbeitsgebiete sind der reformorientierte Unterricht, die integrative Begabtenförderung, Kommunikation und Spiel.

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Die tagtägliche Evolution der deutschen Sprache (Vortrag)

Was gestern noch richtig war, ist heute falsch: Die deutsche Sprache entwickelt sich weiter, und das Tag für Tag. Während die einen jede Veränderung achselzuckend hinnehmen, möchten die anderen die deutsche Sprache am liebsten auf ihrem gestrigen Stand für immer einfrieren. Beide Haltungen sind gleichermaßen dumm. In meinem Vortrag möchte ich zeigen, wie sich das Deutsche verändert, warum es sich verändert, wer es verändert – und ob man etwas dagegen tun sollte.

Max Voigtmann M. A. ist studierter Sprachwissenschaftler, gelernter Tageszeitungsredakteur und Grafik-Designer. Er war Referent auf den MinD-Akademien „Sprache und Kommunikation”, „Kreativität und Innovation”, „Freiheit und Grenzen” sowie „Transformationen”; außerdem gehört er zu den „Irrationalen”, der Improtheatergruppe des MHNs, und moderiert seit einigen Jahren den Bunten Abend der Akademie. Er gestaltet das MinD-Magazin und hat das Corporate-Design von Mensa maßgeblich geprägt. Besondere Interessensgebiete von Max sind Kriminalliteratur, Eisenbahn, Psychologie und Film. Seit vergangenem Herbst promoviert er in Germanistik zum Thema Wortneuschöpfungen. Er hatte mehrere Lesungen als Autor (Kurzgeschichten, Gedichte) in München und ist unter anderem Mitglied in der Allianz Deutscher Designer (AGD), der Typographischen Gesellschaft München, dem Deutschen Journalistenverband und bei Mensa in Deutschland.

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Die sexuelle Revolution (Vortrag)

Wer 1962 es gewagt hätte, einem unverheirateten Pärchen ein Zimmer zu vermieten, musste damit rechnen, wegen Kuppelei vor Gericht zu landen. Heute, 50 Jahre später, kann man das Zimmer auch an eine polyamore homosexuelle Kommune vermieten – dem Staatsanwalt ist das egal. Und seit „Shades of Grey”, dem Sommer-Bestseller des Jahres 2012, ist selbst BDSM kein Randthema mehr. (Wenn das Buch bloß nicht so schlecht wäre …). Der Vortrag führt durch die Veränderungen der vergangenen 50 Jahre und zeigt Etappen und Meilensteine der sexuellen Revolution auf.

Babette Mairoth-Voigtmann ist Diplom-Grafikerin (FH), arbeitet als Grafikerin, Malerin und in der Öffentlichkeitsarbeit. Sie spielt seit 2002 Improtheater und gehört zu den "Irrationalen", der Improtheatergruppe des MHNs. Ihre Interessen sind neben dem Zeichnen die Fotografie, Natur, Katzen und Bücher. Sie hatte Ausstellungen in und um München, Gemeinschaftsausstellungen unter anderem in Radeberg, Wiesbaden und San Giovanni d'Asso; regelmäßig stellt sie mit dem KünstlerKreis Haar aus. Beim MHN hat sie Seminare zu Improtheater und Pressearbeit mitgeleitet. Ihr Interesse am Thema des Vortrags ist die Überschneidung zwischen sexueller Revolution und der Frauenbewegung. Sie ist Mitglied in der Allianz Deutscher Designer (AGD), der Typographischen Gesellschaft München, bei Frauenstudien München und bei Mensa in Deutschland.

Max Voigtmann M. A. ist studierter Sprachwissenschaftler, gelernter Tageszeitungsredakteur und Grafik-Designer. Er war Referent auf den MinD-Akademien „Sprache und Kommunikation”, „Kreativität und Innovation”, „Freiheit und Grenzen” sowie „Transformationen”; außerdem gehört er zu den „Irrationalen”, der Improtheatergruppe des MHNs, und moderiert seit einigen Jahren den Bunten Abend der Akademie. Er gestaltet das MinD-Magazin und hat das Corporate-Design von Mensa maßgeblich geprägt. Besondere Interessensgebiete von Max sind Kriminalliteratur, Eisenbahn, Psychologie und Film. Seit vergangenem Herbst promoviert er in Germanistik zum Thema Wortneuschöpfungen. Er hatte mehrere Lesungen als Autor (Kurzgeschichten, Gedichte) in München und ist unter anderem Mitglied in der Allianz Deutscher Designer (AGD), der Typographischen Gesellschaft München, dem Deutschen Journalistenverband und bei Mensa in Deutschland.

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Stadtentwicklung im post-fossilen Zeitalter (Vortrag)

Die Welt wird Stadt. Das globale Bevölkerungswachstum geht einher mit einer Verstädterung unserer Umwelt. Auch wenn uns das in Europa nur mittelbar betrifft und die Entwicklung unserer Städte eher langsam und kontinuierlich vor sich geht, bietet diese globale Herausforderung große Chancen für neue Denkansätze und Lösungen auch für unsere Städte.

Die sogennante ökö-Stadt Masdar ist ein Meilenstein der zeitgenössischen Stadtentwicklung. Sie zeigt, dass eine sinnvolle Nutzung der neusten Technologie in Kombination mit der Untersuchung neuer Lebensstile unabdingbar ist, um zukunftsfähige Lebensräume zu gestalten. Lebenswerte Stadtquartiere können so entwickelt werden, dass sie Resourcen schonen, soziale Integration fördern, Natur und Pflanzen integrieren und daraus Ansätze für eine unverwechselbare Gestaltung entstehen.

Prof. Tobias Wallisser: Architekturstudium an der TU Berlin und der Universität Stuttgart, Postgraduate Studium an der Columbia University in New York. Von 1997 bis 2007 war er als Creative Director im Büro UNStudio van Berkel&Bos in Amsterdam tätig und u.a. für den Entwurf und die Ausführung des Mercedes-Benz Museums verantwortlich.

2007 Gründung von LAVA (Laboratory for Visionary Architecture) mit Chris Bosse und Alexander Rieck. Das Büro wurde bekannt durch den Prototypen für das Future Hotel und den Entwurf für das Stadtzentrum der CO2-freien Stadt Masdar. Schwerpunkte sind innovative und nachhaltige Konzepte für Gebäude und Stadtentwicklungen.

Seit 2006 ist er Professor für Digitales Entwerfen an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart, seit 2011 Prorektor.

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Contact Improvisation (Workshop)

MHNler sind naturgemäß Kopfmenschen. Doch kann es viel Spaß machen sich zu bewegen. Gemeinsam macht dies noch mehr Spaß. Im Workshop geht es dabei um eine Methode des freien Tanzes, die unter dem Titel „Contact Improvisation” bekannt ist. Wie der Name schon sagt, kommt man dabei in Kontakt ... vielleicht ergibt sich aus dem Workshop auch eine kleine Jam (so werden die Treffen von erfahrenen Contactern genannt).

Stefan Wladarsch, geboren 1966 in Ingolstadt, seit der Kindheit mit dem Theater in Berührung und viel Freude am freien Tanzen, mehrere Contact-Workshops, Tai Chi, die Erfahrungen als festes Mitglied einer Improvisationstheatergruppe und meine eigene „Contact-Gruppe” halten mich in Bewegung.

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Kreatives Schreiben (Workshop)

Im Mittelpunkt dieses Workshops steht das Thema was entwickelt sich beim Schreiben? Das können die Figuren sein die uns überraschen, das können aber auch Erkenntnisse sein ... über uns selbst, über das Leben und überhaupt.

Stefan Wladarsch, geboren 1966 in Ingolstadt, seit der Kindheit Berührung mit dem Theater und erste schriftstellerische Versuche. Einige der Veröffentlichungen wurden mit Preisen bedacht. Seit 2001 Mitglied einer Improtheatergruppe und etwa seit der selben Zeit Beschäftigung mit der Schreibmethode (Dramaturgie usw.).

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Emergenz - wenn Systeme plötzlich neue Eigenschaften bekommen (Vortrag)

In der Chaosforschung ist das Phänomen gut bekannt, obwohl alles nach den immer gleichen Naturgesetzen abläuft, kann ein System mit einem zusätzlichen Freiheitsgrad versehen, plötzlich völlig unvorhergesehende Systemzustände einnehmen. Das auftauchen dieser neuen Eigenschaften nennt man Emergenz. Im Vortrag versuche ich zu erläutern wie wir uns diesen Prozess vorstellen. Dabei versuche ich in alter Chaosforscherischer Tradition unterschiedliche Fachgebiete unter einen Hut zu bringen und z.B. Gemeinsamkeiten von Physik und der Arbeit von Schriftstellern zu fnden.

Stefan Wladarsch, geboren 1966 in Ingolstadt, Studium der Physikalischen Technik und „Studium Generale” in München. War in den 1990er Jahren einige Jahre „Chef-Chaot” (im Vorstand der Chaosgruppe an der TU-München e.V.) und schreibt seit frühester Jugend.

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Programm der Mind-Akademie 2011

Hier findet Ihr das Programm der MinD-Akademie 2011. Solltet Ihr Fragen zum Programm haben, schreibt an programm@mind-akademie.de.

Vorträge

Workshops/weitere Programmpunkte

Programmbeschreibungen

Unternehmensplanung als Prognose (Vortrag)

In den Medien tauchen immer wieder Berichte von gravierenden Fehleinschätzungen der Unternehmen auf. Dem Laien erscheint es so, als ob Missmanagement an der Tagesordnung sei. Dabei handelt es sich bei der Unternehmensplanung immer um einer Prognose, die sich als falsch erweisen kann, selbst wenn sie zum Prognosezeitpunkt korrekt durchgeführt wurde. Der Beitrag gibt Einblicke in die Schwierigkeit der Bewältigung der Komplexität und der Unsicherheit der Unternehmensplanung. Ferner werden Ziele und Fallstricke bei der Unternehmensplanung angesprochen.

Prof. Dr. Matthias Amen (1965) ist seit 2008 an der Universität Bielefeld Lehrstuhlinhaber für Betriebswirtschaftslehre, Unternehmensrechnung und Rechnungslegung. Nach der Höheren Handelsschule, Ausbildung zum Industriekaufmann und Praxistätigkeit im Personalwesen studierte er an der Universität Paderborn. Nach der Promotion an der Universität Passau war er zunächst an der Universität Bern tätig. Anschließend arbeitete er parallel bei einer großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und an der Universität Duisburg-Essen, bei der er auch habilitierte. Vor der Berufung nach Bielefeld hat er einen Lehrstuhl an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt vertreten.

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Prokrastination (Vortrag)

Da der Vortrag erst Anfang Oktober gehalten wird und bis dahin aktuell noch 14 7 2 Wochen Zeit sind, hat sich die Referentin noch nicht weiter mit der Thematik auseinandergesetzt. Stattdessen widmet sie sich lieber der Vereinsarbeit und bei Gelegenheit sogar ihrer Diplomarbeit. Etwaiges regelmäßiges Chillen wird darüber hinaus natürlich auch nicht vernachlässigt.

Ines Bath, geboren im Jahre 1986 auf Rügen, studiert im 11. Semester Psychologie und schiebt seit einem Jahr erfolgreich die Bearbeitung ihrer Diplomarbeit vor sich her.

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Geplante Obsoleszenz - Forschung gegen die Zukunft? (Vortrag)

Produkte, die ewig halten, wäre das nicht ein Traum?

Aber es gibt einen Grund, warum das nicht so ist. Und es ist derselbe Grund, der dafür sorgt, dass Glühbirnen nur 5000 Stunden halten, Strumpfhosen Laufmaschen bekommen und ständig neue Modelle für alles mögliche auf den Markt kommen.

Denn Produkte, die ewig halten, kann man demselben Kunden nur einmal verkaufen. Seit geraumer Zeit beschäftigen sich deswegen findige Leute immer wieder mit der Erschaffung von Gründen, warum ein Produkt ausgetauscht werden muss.

Timm Bauten, Jahrgang 1974, hat in Aachen Physik studiert, in Köln als Ingenieur gearbeitet und ist derzeit Projektleiter bei einer IT-Strategie-Beratung.

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Strom von der Sonne: Physikalische Grundlagen und Wirtschaftlichkeit (Vortrag)

Die Sonne ist eine nach menschlichem Ermessen dauerhafte und umweltschonende Energiequelle. Sie zu nutzen ist dringend geboten. Die direkte Wandlung von Sonnenlicht in elektrische Leistung mit Solarzellen hat sich technologisch und hinsichtlich der Marktdurchdringung in den letzten Jahren rasant entwickelt. Der Vortrag führt in die physikalischen und technologischen Grundlagen der Photovoltaik mit kristallinem Silizium ein. Auch die Wirtschaftlichkeit von Solarstrom wird besprochen.

Prof. Dr.-Ing. Rolf Brendel, Jahrgang 1961: Studium der Physik und der Mathematik in Freiburg, Sussex (UK) und Heidelberg. Promotion an der technischen Fakultät der Univ. in Erlangen. PostDoc am Max Planck-Institut für Festkörperforschung in Stuttgart. Abteilungsleiter am Bayerischen Zentrum für Angewandte Energieforschung (ZAE Bayern). Habilitation an der Fakultät für Physik der Univ. Erlangen-Nürnberg. Professur (W3) für Physik an der Leibniz Universität Hannover. Leiter des niedersächsischen Instituts für Solarenergieforschung in Hameln (ISFH).

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Antikörper: Neue Tricks mit altbekannten Molekülen. (Vortrag)

Unser Körper kann sich gegen viele infektiöse Eindringlinge sehr erfolgreich mit hochspezialisierten Abwehrstoffen, den sog. Antikörpern, wehren. Von diesen Molekülen bildet jeder Mensch Hunderte von Millionen unterschiedliche. Biotechnologisch können menschliche Antikörper heute außerhalb des Körpers in großen Mengen hergestellt werden. In den letzten 10 Jahren ist die Zahl der therapeutischen Anwendungen von Antikörpern stark gestiegen, und die Zahl neuer therapeutischer Strategien mit Antikörpern wächst ständig weiter. Aber auch in der Forschung und Diagnostik besteht ein stark steigender Bedarf.

Eine Schlüsseltechnologie für die breitere Verwendung insbesondere menschlicher Antikörper war die Erfindung des "Phagen-Displays". Damit können wir einen einzelnen Antikörper (gegen eine bestimmte Substanz) aus dem enorm diversen Repertoire verschiedenster Antikörper in unserem Körper "herausfischen". Das ganze funktioniert komplett im Reagensglas ("in vitro"), so dass auch die bis dahin notwendigen Tierversuche komplett vermieden werden.

Das "Phagen-Display" ermöglicht es im Besonderen, gleich jenes Erbsubstanz-Stück (Gen) zu gewinnen, welches den Bauplan für den Antikörper enthält. Dieses Gen kann vielfältig bearbeitet werden, um die Eigenschaften des Antikörpers zu verbessern oder sogar völlig neue Funktionen anzufügen. Wir haben z.B. einen katalytischen Eiweißstoff (ein "Enzym") gentechnologisch an Antikörper angehängt, um so Krebszellen effektiver bekämpfen zu können.

Eine völlig andere, aber nicht weniger wichtige Anwendung des "Phagen-Displays" ist die Herstellung von Forschungssonden. Zwar kennen wir die komplette menschliche Gensequenz, aber es fehlt für weite Teile noch am Verständnis, was ihre einzelnen Teile bedeuten. Abhilfe böten Antikörper gegen alle etwa 25.000 verschiedenen Eiweiße - und mit dem "Phagen-Display" könnten wir diese schon heute erzeugen.

Prof. Dr. rer. nat. Stefan Dübel, Diplom-Biologe leitet die Abt. Biotechnologie an der TU Braunschweig. Der Gegenstand seiner Forschung ist Erschließung neuer Wege zur Herstellung und Charakterisierung menschlicher Proteine zur therapeutischen Anwendung. Die Entwicklung des Antikörper-Phagendisplays (zusammen mit Frank Breitling) ermöglichte die tier-unabhängige Erzeugung von Antikörpern und damit neue Wege zu verträglicheren Antikörper-Therapeutika. Darüber hinaus wurden neuartige Antikörper-Fusionsproteine entwicklet, gemäß des Leitsatzes, dass Proteinwirkstoffe möglichst vollständig aus Anteilen humanen Ursprungs bestehen sollten. So wurde z.B. ein neuartiges "Immuntoxin" mit einem komplett menschlichen cytotoxischen Anteil konstruiert. Seit 2005 wurden diese in-vitro Antikörper-Herstellungsmethoden auch immer stärker für die Grundlagenforschung genutzt, und es ist nun möglich, Antikörper gegen jedes menschliche Protein zu entwickeln, welche überdies in ihrem Funktionsspektrum den herkömmlichen Antikörpern aus Tieren überlegen sind. Stefan Dübel hat >170 wissenschaftliche Publikationen verfasst, 4 Bücher zum Thema herausgegeben und ist Miterfinder auf mehr als 20 Patenten.

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Neue Initiativen der Zivilgesellschaft - Erfahrungen und Ermutigung (Vortrag)

Angesichts des dramatisch wachsenden Problem- und Zeitdrucks fordert die Zukunft auch von der Zivilgesellschaft eine hohe Veränderungskompetenz. Die Frühphase von Transparency International (TI), der führenden NGO gegen Korruption, steht für einen ebenso raschen wie durchgreifenden Prozess von Veränderungen, an dem ich beteiligt war. Später, auch an der Universität, hat mich besonders beschäftig, WIE wir vorgegangen sind, also was auch für andere Engagements interessant sein könnte.

Proaktive Offenheit für Gelegenheiten entwickelte sich aus der Not des Anfangs zu einer Strategie im Kampf gegen Korruption. Dazu gehörten die Entdeckung der Transparenz als Instrument; die Kongruenz mit Eigeninteressen der Medien; Koalitionen auch mit Staat und Wirtschaft; Gleichgewichtigkeit von Süden und Norden in TI. Die Nachhaltigkeit des Kampfes gegen Korruption sichern insbesondere dessen Verankerung in öffentlichen Institutionen und seine Institutionalisierung in einer NGO. Für die Zukunftsrelevanz dieser Strategien wird ein Seitenblick auf das Versagen der Zivilgesellschaft in der Finanzkrise hilfreich sein.

Prof. Dr. phil. Hansjörg Elshorst, geb. 1938 im Ruhrgebiet, Studium der Germanistik und Geschichte, MA in USA in Sociology and Economics, 1967-69 Lehrtätigkeit in Argentinien. 1970-74 Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, 1974 an der Gründung der GTZ beteiligt und dann deren Geschäftsführer bis 1995. 1996-97 Weltbank. 1998-2002 Geschäftsführer von TI, 2003-2008 Vorsitzender von Transparency Deutschland. Seit 2004 Lehrbeauftragter, später Honorarprofessor im Bereich Internationale Politik der Universität Potsdam.

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Zukunft - eine Perspektive für Kirche und Theologie (Vortrag)

Folgender Beitrag zeigt die Relevanz von Zukunft für Theologie und Kirche und unterstreicht, dass diese zu beiden wesentlich dazugehört. Nach einer biblisch-theologischen Grundlegung werden die angesprochenen Bereiche beleuchtet und Antworten für die Fragestellung gegeben. "Zukunft" ist das Thema von Theologie und Kirche, wenn sie im Kanon der Wissenschaften und des gesellschaftlichen Diskurses mitreden wollen.

Dr. Michael Emmendörffer
geb. 1963 in Meppen/Ems
1983-1989 Studium der evangelischen Theologie, Altorientalistik, Vorderasiatischen Archäologie und Ägyptologie in Tübingen, Bethel und Göttingen
1989 I. Theologische Examen
1989-1992 Wissenschaftlicher Assistent und Lehrtätigkeit im Alten Testament Uni/Fakultät Zürich (Proseminare und Übungen bibl. Aramäisch)
1992-1995 Wissenschaftlicher Assistent und Lehrtätigkeit im Alten Testament Uni/Fakultät Hamburg (Proseminare und Pss-Übungen)
1996 Promotion in Hamburg Der ferne Gott. Eine Untersuchung der Volksklagelieder auf dem Hintergrund der mesopotamischen Literatur. (FAT 21), Tübingen.
1997 II. Theol. Examen
1997-2008 Pastor in Northeim und Ehlershausen-Burgdf.; Seit 2008 Studienleiter und Geschäftsführer im eshg
Seit 2008 Dozent für Bibelkunde im Alten und Neuen Testament an der Universität Göttingen/ Theol. Fakultät.

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Kulturdimensionen - Klischees, Statistik und die Zukunft der Globalisierung (Vortrag)

Aussagen über kulturelle Unterschiede werden oft als Allgemeinplätze abgetan, aber es gibt dazu seriöse Forschung. Mit statistischen Methoden, wie sie ähnlich auch bei der Beschreibung von Intelligenzfaktoren (z.B. numerisch, verbal) eingesetzt werden, lassen sich Kriterien finden, nach denen sich Gruppen von Menschen in ihrem Verhalten unterscheiden. Diese sogenannten Kulturdimensionen sind sehr instruktiv, weil sie Kommunikationsprobleme und Hintergründe für Konflikte aufdecken können, auf die man intuitiv schwerlich kommen würde. Der Vortrag stellt wichtige Kulturdimensionen vor und zeigt an Beispielen, was diese für Staaten, Firmen und Individuen bedeuten. Dabei werden u.a. folgende Fragen gestreift:

  • Ist der Imperialismus des Westens vorbei?
  • Wo lebt das römische Reich kulturell weiter?
  • Können Stammeskulturen Atomkraftwerke betreiben?
  • Warum ist Fußball eine so erfolgreiche globale Bewegung?
  • Gibt es ein bestes Schulsystem, und sagt der PISA-Test etwas darüber aus?
  • Wie sollen internationale Firmen mit Kulturunterschieden umgehen?

Michael Fackler, geboren und wohnhaft im Voralpenland, machte seine ersten interkulturellen Erfahrungen schon als Kind, denn die Grenze zwischen der schwäbisch-protestantischen und der bayerisch-katholischen Welt verläuft quer durch seine Heimat und sogar mitten durch seine Familie. Mehr über das Thema gelernt hat er dann beim Studium in München und Pisa, bei Auslandssprachkursen, auf langen Reisen und vor allem in seiner Arbeit als Aktuar (geprüfter Versicherungsmathematiker) für international tätige Unternehmen in Deutschland, Italien und der Schweiz. Michael Fackler ist seit 1988 bei Mensa. Für den Verein und für MHN ist er vor allem aktiv als Referent und Organisator von Vorträgen, daneben hat er die Endredaktion von Tagungsbänden der MinD-Akademien übernommen.

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Einmal Elfenbeinturm und zurück: Wohin geht die Wissenschaft? (Vortrag)

Hartnäckig hält sich das zweifelhafte Ideal von der Freiheit der Wissenschaften: Ob es wirklich erstrebenswert ist, sich auf Steuerzahlerkosten im Elfenturm der Wissenschaft seiner Neugierde hinzugeben? Und: Wie realistisch ist es, dass man ganz ohne Feedback zu frischen Erkenntnissen kommt?
Der Wissenschaftshistoriker Thomas Kuhn argumentierte, dass Wissenschaft und Forschung nach einer Phase von Mode I inzwischen in einen Mode II eingetreten sei. Dieser Mode II ist gekennzeichnet durch eine intensivere Beziehung zur wirtschaftlichen Verwertung von wissenschaftlichen Erkenntnissen. Konsequenterweise würden sich auch die Prozesse in Wissenschaft und Forschung denen von Industrieunternehmen zunehmend anpassen. Das hat Folgen dafür, was und wie geforscht wird - und damit auch auf die (Zusammen-)Arbeit in Forschungsinstituten.
Als Praktiker fragt sich Jens Flammann auch, wie denn nach Mode II ein Mode III der Wissenschaften aussehen könnte, der die beiden ersten Phasen hinter sich lassen könnte. Und er gibt als Autor eines Buches über Mitarbeiterführung in Wissenschaft und Forschung einige Hinweise dazu, wie Wissensarbeiter - jenseits ihrer wissenschaftlichen Arbeit - besser arbeiten und zusammenarbeiten können.

Jens Flammann hat Wirtschaftswissenschaft studiert, war lange als Trainer selbstständig und zuletzt im Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) Mannheim im Wissenstransfer angestellt. Er ist Autor eines Buches über Mitarbeiterführung in Wissenschaft und Forschung, das im Spätjahr 2011 im Gabler-Verlag erscheinen soll.
In diesem Zusammenhang hat er sich auch mit der Frage befasst, woher die Wissenschaften kommen, wohin sie gehen und welche Konsequenzen das für diejenigen hat, die in Wissenschaft und Forschung arbeiten (wollen).

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Bijapur - NAURAS und KSWU (Vortrag)

Bijapur gehörte bis 1956 zur Bombay Presidency, danach kam es, da die Bundesstaaten entsprechend der Sprachgrenzen gebildet wurden, zum Mysore State, der 1973 in Karnataka State umbenannt wurde. Bijapur erlebte seine Blütezeit als Residenzstadt der Adil Shah Sultane (1490-1686), deren Herrschaftsbereich bis an die Küste am Arabischen Meer reichte.

Ibrahim Adil Shah II. schuf NAURAS als Gesellschaftsmodell für ein harmonisches Zusammenleben der verschiedenen Kulturen und Religionen. Wichtig dabei war die Musik, der Tanz, das Theater, die Poesie, die Malerei und die Sprache. Bijapur, "Stadt des Sieges", wurde von Ibrahim umbenannt in Vidyapur, "Stadt des Wissens und der Erkenntnis".

Die Karnataka State Women's University (KSWU) wurde 2003 gegründet. Daran sind 70 Colleges affiliiert, die z. T. 500 km entfernt liegen. Mit diesen wird der Kontakt durch ein Satellitensystem hergestellt: Vorlesungen und Übungen werden von Bijapur aus direkt übertragen. Die Frauenuniversität hat ein Patendorf, mit dem ein enger Kontakt gepflegt wird. Den Frauen des großen ländlichen Gebiets sollen Perspektiven eröffnet werden, ihren Lebensstandard zu heben und unabhängig zu werden. Das geschieht durch Programme, in denen die Frauen neue Pflanzenarten und deren Anbau sowie Vermarktung kennenlernen. Die Schul- und Ausbildung der Mädchen und jungen Frauen soll gehoben werden.

Albrecht Frenz war bis zu seinem 20. Lebensjahr Landwirt, legte die Hochschulreife ab und studierte an der Universität Göttingen Indologie mit Klassischer Archäologie und Religionswissenschaft sowie evangelische Theologie. Ende 1966 promovierte er an der Universität Marburg mit einer Dissertation im vedischen Sanskrit und beendete Anfang 1969 das Theologiestudium mit dem Fakultätsexamen an der Universität Hamburg. Danach wurde er Pfarrer in der Evangelischen Landeskirche Württemberg. Von 1974-77 war er Dozent für Deutsch an der Kamraj University und am Tamilnadu Theological Seminary in Madurai, Südindien. Ab 1981 erschloss er den literarischen Nachlass von Hermann Gundert (Großvater von Hermann Hesse) und veröffentlichte daraus - meist in Zusammenarbeit mit Scaria Zacharia, Shankaracharya Sanskrit University Kaladi, Kerala - zahlreiche Bücher und Abhandlungen. 1993 gründete er in Stuttgart die Hermann-Gundert-Gesellschaft und organisierte die Hermann-Gundert-Konferenz. Seit seinem Ruhestand im Jahr 2000 widmet er sich vermehrt dem Austausch zwischen Indien und Deutschland (Bücher, Gruppenreisen, Seminare).

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Vielfalt und Einheit Indiens (Vortrag)

Indien umfasst rd. 3,167 Millionen qkm und hat rd. 1,21 Milliarden Einwohner (EU-Europa ca. 10,18 Millionen qkm und 502 Millionen Einwohner). Die 28 Bundesstaaten wurden 1959 entsprechend der Sprachgrenzen gebildet.In der Hauptsache gehören die Sprachen der indoarischen und der dravidischen Sprachgruppe an, daneben gibt es die austroasiatischen und tibetobirmanischen Sprachen. Die verschiedenen, vor allem in Nordindien anwesenden Fremdherrschaften brachten immer wieder neue Lebensstile nach Indien. Entsprechend den Sprachen gibt es in Indien viele Kulturen und Religionen.

Die Itihasas (Ramayana ud Mahabharata) schufen im Laufe der Jahrtausende ein mehr oder weniger einheitliches Kulturbewusstsein, das seit Aurobindo mit "Indianess" bezeichnet wird. Die britsiche Kolonialherrschaft schuf durch ein einheitliches Bildungssystem und durch die Industrialisierung eine mehr oder weniger einheitliche Gesellschaftsgrundlage. Indiens zunehmend bedeutende Stellung in der Welt und in der Raumfahrt stärken das Wir-Bewusstsein aller Inder; auch der Kashmir-Konflikt mit seinen Kriegen und Anschlägen trägt dazu bei. Die frühen geistigen Beziehungen zwischen Deutschland und Indien gewinnen heute, vor allem durch die technische Zusammenarbeit, an Bedeutung.

Lebenslauf von Dr. Albrecht Frenz: siehe voriger Eintrag

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Powerpoint-Karaoke (Workshop)

Wer kennt sie nicht aus seinem beruflichen oder studentischen Alltag: Präsentationen, bei denen der Vortragende nicht so recht zu wissen scheint, über was er da eigentlich gerade referiert. In diesem Workshop wollen wir diesen Präsentationsstil, auch Powerpoint-Karaoke genannt, zur sportlichen Disziplin erheben und in einer Mischung aus Präsentationstraining und Theatersport auf unterhaltsame und kurzweilige Art und Weise unsere Präsentationsfähigkeiten trainieren: Jeder Teilnehmer, der möchte, wird die Gelegenheit haben, einen ihm völlig unbekannten Foliensatz in Szene zu setzen und dem Publikum in Form der anderen Workshop-Teilnehmer zu präsentieren. Spezielle Vorkenntnisse sind keine nötig. Bereits einmal präsentiert zu haben garniert mit einem Hauch von Spontanität ist aber sicherlich hilfreich.

Thilo-Alexander Ginkel, Jahrgang 1979, hat Informatik studiert und hat seit seiner Jugend Spaß an der Entwicklung von Software. Seit kurzem geht er dieser Leidenschaft als selbständiger Softwareentwickler nach. Weniger Spaß bereitet ihm dagegen das Verfolgen zäher Präsentationen, was in ihm schlussendlich die Idee zu diesem Workshop reifen ließ.

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Post-Privacy: Hat wenig Datenschutz mehr Zukunft? (Vortrag)

Datenschutz ist in Verruf geraten. Oft dienen vermeintliche Datenschutzargumente und Orwellsche Visionen nur zur Verschleierung, wenn etwas aus anderen Gründen nicht gewünscht ist oder schlicht nicht funktioniert. Post-Privacy-Aktivisten fordern 'Keine Macht den Datenschützern!' und räumen auf mit einem Begriff von Privatsphäre, der ohnehin umstritten war. Steht Datenschutz dem Verbraucherschutz tatsächlich entgegen? Erkennen Datenschützer nicht den Mehrwert einer vernetzten Welt? Müssen wir uns positionieren zwischen Transparenz und Intransparenz? Der Vortrag gibt mögliche Antworten auf diese Fragen und stellt aktuelle Forschungsergebnisse vor. Diskussion ist erwünscht!

Prof. Dr.-Ing. Ulrich Greveler, Jahrgang 1972, ist Professor für Informatik am Fachbereich Elektrotechnik und Informatik der Fachhochschule Münster und leitet dort das Labor für IT-Sicherheit. Er publiziert zu den Themen Informationssicherheit, technischer Datenschutz, Kryptographie und Durchsetzung digitaler Rechte. Nach dem Studium in Gießen und mehrjähriger Industrietätigkeit forschte und promovierte er an der Ruhr-Universität Bochum.

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Unsere Zukunft und das Leben im Universum (Vortrag)

Wir forschen für die Zukunft, nicht für die Gegenwart und auch nicht für die Vergangenheit. Wir forschen damit wir und zukünftige Generation es besser und bequemer haben. Doch wohin führt uns der Weg, gibt es ein langfristiges Ziel?

Ein Forschungsgebiet welches derzeit 'explodiert' ist die Suche nach, und die Untersuchung von, extrasolaren Planeten. Dabei wurden bisher schon zwei gesicherte Erkenntnisse gewonnen.

(a) Es existiert eine sehr grosse Anzahl von Planeten in unserer Milchstrasse und im Universum.

(b) Es gibt eine sehr grosse Vielzahl verschiedenster Typen extrasolarer Planten. Die Planeten dieser Milchstrasse zeichnen sich nicht durch graues Einerlei aus, sondern durch eine farbenfrohe Mischung an Grösse, Umlaufbahn, Aufbau der jeweiligen Sonnensyteme, Oberflächentemperatur, chemische Zusammensetzung und Nähe zur habilitablen Zone.

Von besonderen Interesse sind dabei Exoplaneten welches sich in, oder in der Nähe von habitablen Zonen befinden, also in einem Abstand zur ihren Sonnen welcher flüssiges Wasser auf der Oberfläche der extrasolaren Planeten im Prinzip erlauben würde. Wir können heute noch nicht sagen wieviele erdähnliche Planeten in unserer Galaxie sich in habitablen Zonen auhalten. Doch aufgrund der grossen Vielfältigkeit von Exoplaneten ist es schon heute sicher dass wir viele extrasolare Planeten finden werden welche sich nur temporär in habitabler Zonen aufhalten, also für Zeiträume die für menschliche Handlungsspielräume sehr hoch sind, für die Entwicklung endogenen Lebens jedoch zu klein.

Wir werden damit in etwas fernerer Zukunft mit Sicherheit die Möglichkeit haben dem irdischen Leben, aber nicht unbedingt dem Menschen selber, neue Entfaltungsmöglichkeiten auf derzeit noch sterilen Exoplaneten zu geben. Wäre dieses ein mögliches langfristiges Ziel unseren Handelns?

Prof. Dr. Claudius Gros:
Born February 18, 1961, I lived in Germany, in or close to Wiesbaden, until I was twelve years old.

We then moved to Rome/Italy, where I went to the German high-school.

1980 I moved to Zürich/Switzerland, where I studied physics at the ETH-Zürich. After finishing my studies in 1985 I stayed another three years at the ETH-Zürich for my PhD in theoretical condensed-matter physics with Prof. T.M. Rice.

1988-1990 I stayed at the Indiana University, Bloomington, with Steve Girvin and Allan MacDonald for a post-doctoral research period, initially as a Chester-Davies fellow.

In 1990 I moved to the University of Dortmund/Germany, being 29 years old, after having lived 17 years outside Germany.

In the same year I married Roser Valenti. We are still married, we have three children, Kilian, Nathan and Agnes.

In 1999 I accepted an offer from the University of the Saarland in Saarbrücken/Germany for a chair in theoretical Physics.

In 2005 I accepted an offer from the University of Frankfurt in Frankfurt a.M./Germany for a chair in theoretical Physics.

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Auslaufmodell Ölfirma - Einblick in den Ausblick eines Shellstrategens (Vortrag)

Es sieht so aus,als seien die Tage für internationale Ölfirmen, wie BP, Exxon und Shell gezählt, wenn sie sich nicht grundsätzlich ändern.

Langfristig werden sich andere Energieformen durchsetzen, mittelfristig drängen staatliche Ölfirmen auf das internationale Spielfeld und entwickeln sich schnell zu den dominanten Firmen. Die Zukunft für internationale Ölfirmen ist ungewiss.

Gleichzeitig ist es die Natur der Ölindustrie, dass Investitionen kostspielig und langfristig sind: Zum Beispiel hat Shell kürzlich nach 30 Jahren Entwicklungsarbeit und Pilotierung eine neue Technologie in einer Großanlage („Pearl GTL“) in Betrieb genommen, die 20 Milliarden US Dollar verschlungen hat und mehrere Dekaden in Betrieb sein soll. Planungshorizonte sind lang, Fehler sind teuer.

Was macht also ein Unternehmen mit nahezu 200 Jahren Geschichte, davon mehr als 100 Jahre als Ölfirma, das weiß, dass die Zukunft sehr ungewiss ist, das aber trotzdem auf Jahrzehnte planen muss?

Seit nunmehr 40 Jahren setzt Shell auf Szenarioplanung, in der unterschiedliche Entwicklungen von Umgebungsvariablen beleuchtet und plausible Zukunftsabläufe beschrieben werden. Ursprünglich um sicher zustellen, dass die Firmenstrategie robust gegen verschiedene sozialökonomische und geopolitische Entwicklungen ist, heutzutage auch um sich neu zu erfinden.

Der Vortrag behandelt, was Szenarioplanung ist und wie eine Firma sie nutzt, um ihr Geschäftsmodell weiter zu entwickeln.

Shell (Royal Dutch Shell plc.) ist ein weltweit operierendes, anglo-niederländisches Energieunternehmen mit Sitzt in Den Haag. 2010 hat Shell mit 100 000 Mitarbeiter 370 Milliarden US Dollar umgesetzt. Das Bruttosozialprodukt von Dänemark im gleichen Zeitraum betrug 310 Milliarden US Dollar.

Dr. Katharina Grünberg, (Jahrgang 1981) ist seit 2008 für die Energienachfrageanalyse im Szenarioteam von Shell verantwortlich. Seit diesem Januar arbeitet sie die Hälfte der Zeit in China, um in Zusammenarbeit mit der dortigen Regierung Szenarien für die nationale Energiestrategie zu entwickeln. Nach dem Ökonometriestudium in Maastricht und Seoul promovierte sie in Lancaster (GB) in angewandter Sozialstatistik.

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Netzwerken für Naturwissenschaftler/innen (Workshop)

Naturwissenschaftler arbeiten global vernetzt, mal zusammen, mal gegeneinander, kooperieren hier, intrigieren dort. Sie diskutieren Probleme mal sachlich und lösungsorientiert und mal getrieben durch persönliche Feindschaft und eigenem Ruhm. Wissenschaft ist mehr Politik als man vielleicht erwartet und Wissenschaftler sind auch nur Menschen. Um in der Wissenschaft erfolgreich zu sein braucht man neben guten Ergebnissen und Ideen auch ein funktionierendes Netzwerk. Dieser Workshop soll Anregungen und Denkanstöße geben, wie man sein eigenes Netzwerk aufbauen oder erweitern kann. Kommunikative Fähigkeiten und klare Ziele sind dabei ein große Hilfe.

Wen brauche ich in meinem Netzwerk und warum? Was kann ich auf Konferenzen erreichen? Wann sind Vorträge, wann Poster sinnvoller? Was unterscheidet wissenschaftlicher Smalltalk von dem auf einer Party? - Diese und ähnliche Fragen werden wir im Rahmen des Workshops bearbeiten und diskutieren.

Markus Gyger studierte von 2001 bis 2006 im englischsprachigen "International Physics Study Program" an der Universität Leipzig. Seit Februar 2007 promoviert er an derselben Universität in der Abteilung für Physik der weichen Materie.

Seit 2002 ist Markus Gyger ehrenamtlicher Trainer in der politischen Jugend- und Erwachsenenbildung. Er moderierte zahlreiche Seminare und Workshops, beispielsweise auf der Kinderrechtetagung der Stadt Leipzig, für die Friedrich Ebert Stiftung und im Rahmen von Mensa/MHN und führte eine Reihe von Projekttagen an Schulen und Berufsschulen im Rahmen des Netzwerkes für Demokratie und Courage und der DGB Berufschultouren durch. Als Doktorand in der Physik hielt er zahlreiche Vorträge auf Tagungen und internationalen Konferenzen.

Die Verknüpfung der Erfahrungen aus der Tätigkeit als Trainer der Wissenschaft finde ich sehr faszinierend. Ich denke, dass ein bewusster Umgang mit den Mitteln, die uns zum Kommunizieren zur Verfügung stehen, der Schlüssel für eine erfolgreiche wissenschaftliche Karriere sein kann.

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Jugend forscht -Schülergerechte Technologien, der Weg in die Forschung (Vortrag)

TEVKHA nennt sich ein Projekt am Technischen Gymnasium in Tübingen. TEVKHA steht für Technisches Verständnis mit Kopf, Herz und Hand. Der Urgedanke stammt von Pestalozzi. Man würde heute vielleicht sagen: Wichtig ist das Potential des Einzelnen komplexe Sachverhalte zu erfassen, Begeisterungsfähigkeit für die Technik zu hegen und die Möglichkeit zur Realisierung eigener Ideen zu bekommen.

Jugend forscht bietet als gemeinsames Förderungswerk von Bundesregierung, stern, Wirtschaft und Schulen die Ideale Plattform, um Schüler und junge Erwachsene an die Forschung heran zu führen. Jugend forscht schafft damit die Rahmenbedingungen, welche es ermöglichen, dem ambitionierten Schüler eine attraktive Brücke hin zum technikbegeisterten Jungforscher zu bieten.

Die Bausteine dieser Brücke bestehen aus schülergerechten Technologien, aus methodisch / didaktisch aufbereiteten Forschungsansätzen, aus Vorbildern und lohnenswerten Zielen. Forschungsansätze bietet die Wirtschaft in breiter Front. Ziele werden ebenfalls über die Wirtschaft aber auch über den jährlichen Jugend forscht Wettbewerb definiert. Der Job der JuFo-Betreuer besteht darin, die Materie so aufzubereiten, dass die Sachverhalte für Schüler erfassbar sind. Durch speziell für Schüler abstrahierte Technologien werden die Forschungsziele umsetzbar.

Der Vortrag richtet sich an alle, die mit dem Gedanken spielen, eventuell mal eine Gruppe Jungforscher zu betreuen. Er richtet sich auch an diejenigen, welche sich vorstellen könnten Jungforschern Anregungen und Tipps zu geben oder schlicht Vorbild (das wird im Allgemeinen vollkommen unterschätzt) für ein durch Spannung und Erfolg geprägtes Berufsleben in der Technik sein möchten.

Vorgestellt werden für Schüler aufbereitete Technologien am Beispiel mehrerer konkreter Projekte: Ein hochkarätiges Informatik-Projekt zur Steuerungstechnik, ein Projekt zur lasergestützten, optischen Differential-Thermoanalyse und ein Projekt zur 3D-Technologie (über OGL).

Michael Hallmann, Dipl.-Ing (*1965)
1987 - 1997 Studium der Elektrotechnik an der Universität Stuttgart.
1993 Auslandssemester an der École Supérieure d’Électricité in Rennes, Frankreich (objektorientierte, grafisch orientierte Softwareentwicklung).
1997 Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung in Stuttgart (Steuerungstechnik , digitale Bildverarbeitung).
1997 - 1999 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Physikalische Elektronik der Universität Stuttgart (Telepathologie).
1999 Freiberuflicher Entwicklungsingenieur, Firma BROKAT AG (multilinguale Kommunikationssoftware für Banken), Stuttgart.
1999 - 2004 Entwicklungsingenieur und Projektleitung Firma XNA GmbH, Tübingen.
Seit 2004 Lehrer am Technischen Gymnasium der Gewerblichen Schule Tübingen (Elektrotechnik und Informatik).
Seit 2007 Juror für interdisziplinäre Projekte beim Jugend forscht Landeswettbewerb Baden-Württemberg.
2010 Preis der Helmholtz-Gemeinschaft für Lehrerinnen und Lehrer des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts.

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Zukünftiges Verhalten mit NLP selbst gestalten (Workshop)

Neurolinguistisches Programmieren (NLP) wird in diesem Workshop als eine Sammlung von Methoden betrachtet, die dazu dienen vorbewusste oder unbewusste Verhaltensweisen anzupassen.

Nach einer (sehr) kurzen allgemeinen Einführung zum NLP werden zwei Formate vorgestellt mit denen die Teilnehmer selbst bei sich Verhaltensänderungen erleichtern können respektive ihre Selbstwahrnehmung reflektieren um bei zukünftigen Erlebnissen "freier" (also mit mehr Handlungsoptionen) agieren zu können. Die Formate werden in zwei Kleingruppen umgesetzt, wobei etwa eine sehr "reflexartige" Reaktion auf einen anderen Menschen oder ein Glaubenssatz wie "das kann ich sowieso nicht" verändert werden können.

Zielgruppe sind MHNler, die mit NLP bisher kaum oder nur theoretische Erfahrungen gemacht haben. Weiterhin wird der Workshop keinerlei esoterische Elemente enthalten und richtet sich an Teilnehmer, die dies begrüßen.

Sebastian Harrach hat Mathematik und Philosophie an der TU Darmstadt studiert, wo er aktuell in Philosophie in den Themen "machine learning" und "embodied intelligence" promoviert. Nach seinem Abschluss arbeitete er als Unternehmensberater und begann seine NLP Ausbildung, die er zum Zeitpunkt der Mind Akademie 2011 voraussichtlich mit der Zertifizierung als "Mastercoach" abgeschlossen haben wird. Einigen alten Hasen der Akademie ist er vielleicht noch unter dem Namen Sebastian Pammer bekannt.

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Arbeit der Zukunft I (Vortrag)

Verstärkt ist in den Medien von einem drohenden Fachkräftemangel die Rede, ausgelöst durch die seit Jahren rückläufige Bevölkerungsentwicklung in Deutschland. Für verschiedene Berufsgruppen werden Engpässe vorhergesagt, die für einige Branchen und Unternehmen schmerzhafte Folgen haben könnten. Verstärkt werden politische Maßnahmen gefordert. Allerdings enthalten die Statistiken, Prognosen und Schätzungen teils völlig widersprüchliche Aussagen. Was ist also dran an dem Thema? Und was bedeutet das für diejenigen, die jetzt als Absolventen in den Arbeitsmarkt eintreten?

Astrid Helzel ist seit 2004 freie Beraterin in Hamburg im Bereich Personal- und Organisationsentwicklung. Sie arbeitete zunächst als Verwaltungsbeamtin bei der Hansestadt Lübeck, davon sechs Jahre im Personal- und Organisationsamt, bevor sie 2002 in eine Unternehmensberatung nach Hamburg wechselte. 2007 machte sie den Abschluss als Master in Human Resource Management / Personalpolitik an der Uni Hamburg.

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Arbeit der Zukunft II (Workshop)

Der demografische Wandel mit der als Folge erwarteten Fachkräfteknappheit kann zu einem spürbaren Wandel der Arbeitsbeziehungen führen. Zeit, sich als „Nutznießer“ dieser Entwicklung Gedanken darüber zu machen, was am Arbeitsplatz wirklich wichtig ist. In diesem Workshop geht es um Eure Wünsche, Vorstellungen und Erfahrungen in Bezug auf das Arbeitsleben. Ausgehend von dem Begriff „Commitment“ als Ausmaß der Identifikation einer Person gegenüber einer Organisation werden Merkmale gesammelt, die bei Euch dazu führen, dass Ihr Euch „im positiven Sinne“ an eine Organisation gebunden fühlt.

Durch die Beiträge und die Diskussionen wird ein temporäres Stimmungsbild der Teilnehmergruppe hergestellt. Darüber hinaus wird ein Bewusstsein über die eigenen Vorstellungen und Prioritäten hergestellt.

Lebenslauf von Astrid Helzel: siehe voriger Eintrag.

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Ist die Technik unser Schicksal? (Vortrag)

Die Menschheitsgeschichte ist untrennbar mit der Nutzung von Materie, Energie und Information verbunden. Im Laufe der Zeit sind Produktivität, Bevölkerung, Ressourcenverbrauch und Beeinträchtigung der Umwelt mit zunehmender Beschleunigung gewachsen. In den früh industrialisierten Ländern entwickelte sich in den 1960er Jahren eine „Bewusstseinswende“, die Segnungen der Technik wurden zunehmend kritisch beurteilt. Das führte zur Formulierung des Leitbildes „Nachhaltigkeit“ und unterschiedlichen Ansätzen, der „Herausforderung Zukunft“ zu begegnen. Die „Weltprobleme“ (in der Sprache des Club of Rome) sind benannt und bekannt. Die entscheidende Frage lautet, wie die Weltgemeinschaft vom Erkennen zum Handeln kommt. Hierzu bedarf es einer neuen Qualität der Zusammenarbeit aller Länder, auf welchen Ebenen auch immer.

Prof. Dr.-Ing. Michael F. Jischa, geboren 1937 in Hamburg, lernte, forschte und lehrte an den Universitäten Karlsruhe (Dipl.-Ing. 1965), Berlin (TU, Promotion 1968, Habilitation 1971), Bochum (Umhabilitation 1971, apl. Prof. 1973), Essen (o. Prof. Strömungsmechanik 1974) und Clausthal (TU, C4-Prof. Mechanik 1981) in den Bereichen Strömungsmechanik, Thermodynamik, Mechanik, Systemtechnik und Technikbewertung. Gastprofessuren an Universitäten in Haifa (Technion), Marseille, Shanghai und Danzig. Emeritierung März 2002, Ehrenvorsitzender der Deutschen Gesellschaft Club of Rome.

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Libertarismus/Anarchokapitalismus - Die Zukunft der Gesellschaft? (Vortrag)

Anarchokapitalismus? Aber ist Anarchie nicht das Gegenteil von Kapitalismus?

Mag sich mancher fragen. Die Wikipedia sagt dazu: "Der Anarchokapitalismus (auch Marktanarchismus oder Anarcholiberalismus) ist eine politische Philosophie, die für eine vom freien Markt, freiwilligen Übereinkünften und freiwilligen vertraglichen Bindungen geprägte Gesellschaft ohne staatliche Institutionen und Eingriffe eintritt. Er tritt für ein Recht auf Selbstbestimmung und eine weitreichende Verfügungsgewalt über Privateigentum ein. Anarchokapitalisten betrachten den Staat als illegitimes politisches System, das Gesellschaftsmitglieder in ihrer Freiheit beschränkt, unrechtmäßig Gewalt gegen diese ausübt und sie durch Steuererhebung beraubt." Anarchokapitalismus ist also die stärkste Ausprägung des Kapitalismus, ohne jede Herrschaft und staatliche Einmischung - sehr wohl aber mit Regeln und Gesetzen. Jedoch nicht vorgeschrieben von einer herrschenden Gruppe, sondern von den beteiligten Individuen. Der Anarchokapitalismus gründet sich sowohl auf den Gedanken der klassischen Liberalen wie Locke, Hume, Smith, und Thomas Jefferson, den klassischen Anarchisten, wie Henry David Thoreau als auch auf den moderneren Ökonomen wie Ludwig von Mises, Friedrich Hayek, Murray Rothbard, David Friedman oder Hans Herrmann Hoppe.

In den Vereinigten Staaten eine kraftvolle und weithin bekannte Gruppe (durch Libertäre wie Clint Eastwood, Kurt Russel oder die Tea Party), fristet der Libertarismus in Deutschland (noch) ein Nischendasein.

Philipp Kalwies, Unternehmer aus Hamburg, zog nach dem Abitur nach Cuba und Mittelamerika, um Spanisch zu studieren und die Weite Welt kennenzulernen. Zurück in Deutschland, begann er ein Studium der Internationalen Wirtschaft/VWL an der Otto-von-Guericke Universität in Magdeburg, die er allerdings nach ein paar Semestern wieder verließ, um sich voll und ganz seiner Selbstständigkeit zu widmen. Seitdem ist er als technischer Verkaufstrainer, Regionalleiter und Serial Entrepreneur Deutschlandweit unterwegs.

Im Gegensatz zu vielen anderen Libertären, gab es für Philipp Kalwies kein Schlüsselerlebnis, das sein bisheriges Denken (die staatliche Indoktrination durch Schule und Medien) über den Haufen warf - er wurde als Anarchist geboren und fragte sich sein Leben lang, ob er der einzige sei, bis er den Begriff des Anarchokapitalismus und die damit verbundene Bewegung entdeckte. Seitdem ist er einer der aktivsten Libertären Deutschlands und verbreitet die Idee, wo er nur kann.

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Seasteading - Die Zukunft der Menschheit auf Hoher See (Vortrag)

„Buy Land! They are not making it anymore.“ Wusste schon Mark Twain.

Für jede Gruppe, die ein eigenes Staats- und Gesellschaftssystem etablieren will stellt sich die Frage, woher nehmen und nicht stehlen?

Der Wilde Westen ist längst besiedelt, jede Wüste dieser Welt ist längst aufgeteilt, und sogar die Antarktis darf Dank des Antarktisvertrages nicht als Rückzugsgebiet verwendet werden – außerdem wäre es dort auch viel zu kalt. Die ganze Welt ist von Staaten bedeckt, die eifer- und herrschsüchtig über ihr Territorium wachen und auch noch den kleinsten Versuch einer Umgestaltung im Keim zu ersticken versuchen.

So wird sich wohl kaum je ein Land finden, das freiwillig Teile seines Staatsgebietes zur Verfügung stellt, um darauf etwa den Ausbruch aus aller staatlichen Hegemonie zu proben.

Dabei sind immerhin 70 Prozent des Planeten staatsfrei und somit perfekt geeignet, um darauf neue Gesellschaftsformen zu erproben, ohne gleich ganze Völker überzeugen zu müssen.

Eine schwimmende Stadt auf dem Meer – das mag wie Science Fiction klingen (was nicht zuletzt daran liegen wird, dass so etwas bisher nur dort aufgetaucht ist), ihre Verwirklichung liegt aber möglicherweise viel näher, als man glauben würde.

Philipp Kalwies , Unternehmer aus Hamburg, zog nach dem Abitur nach Cuba und Mittelamerika, um Spanisch zu studieren und die Weite Welt kennenzulernen. Zurück in Deutschland, begann er ein Studium der Internationalen Wirtschaft/VWL an der Otto-von-Guericke Universität in Magdeburg, die er allerdings nach ein paar Semestern wieder verließ, um sich voll und ganz seiner Selbstständigkeit zu widmen. Seitdem ist er als technischer Verkaufstrainer, Regionalleiter und Serial Entrepreneur Deutschlandweit unterwegs.

Im Jahr 2008 lernte er durch Zufall das Seasteading Institute kennen, begeisterte sich sofort für die Idee und ist seitdem fest als Ambassador für Deutschland in die Organisation eingebunden.

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Patente, Marken, Design - Monopole für die Forschung? (Vortrag)

Dieser Vortrag gibt eine Einführung in die Welt der gewerblichen Schutzrechte. Der Zuhörer erfährt etwas von dem besonderen Monopol, das der Staat den Erfindern und Kreativen für eine bestimmte Zeit gewährt, um sie für ihren Erfindungsreichtum und ihre Kreativität zu belohnen. Dafür bricht er sogar mit dem hohen Gut der Wettbewerbsfreiheit. Die vom Staat gewährten Sonderrechte in Form von Patenten, Marken und Geschmacksmustern für besondere Leistungen werden in der Forschung bisher immer noch stiefmütterlich eingesetzt, obwohl deren Verwertung häufig eine Querfinanzierung von Projekten ermöglichen würde. Mit dem Vortrag soll diese allgemeine Scheu gegenüber dem gewerblichen Rechtsschutz etwas abgebaut werden.

Christoph Kayser ist Jahrgang 1959 und hat an der TU Clausthal sowie an der RWTH Aachen Geologie, Geophysik und Geochemie studiert und 1985 sein Examen an der RWTH Aachen abgelegt. Nach dem Studium folgte eine wissenschaftliche Tätigkeit am Institut für Erdölforschung an der TU Clausthal im Rahmen eines Forschungsprojekts zum Thema "CO2-Flutung von Erdöllagerstätten". Anfang 1988 begann Kayser mit seiner Ausbildung zum Patentassessor in München bei Glawe, Delfs, Moll & Partner. Nach dem Statsexamen im Jahr 1991 und nach der Zulassung zur Patentanwaltschaft gründete Kayser zunächst eine Kanzlei in Hamm/Westfalen und im Jahr 2002 auch einen Standort in Berlin. Diesem folgte 2007 auch ein Standort in Lippstadt. Seit 2007 ist als Partner Dr. Werner Cobet dabei, der die Standorte in Hamm und Lippstadt betreut. Seitdem heißt die Kanzlei Kayser & Cobet. Kayser verfügt neben der Zulassung als deutscher Patentanwalt auch über die Zulassungen zum European Patent Attorney beim Europäischen Patentamt und zum European Trademark and Design Attorney beim Harmonisierungsamt in Alicante.

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Science Slam

Auch dieses Jahr soll ein Science Slam auf der MinD-Akademie stattfinden. Ihr habt wieder zehn Minuten Zeit, um eure Forschungsergebnisse zum Thema "Zukunft und Forschung" in einem Vortrag auf möglichst unterhaltsame Weise dem Publikum zu präsentieren. Am Ende bewertet das Publikum die Vorträge nach Kreativität und Inhalt. Ihr habt Interesse? Meldet euch mit eurer Idee bei René Kieselhorst (rene.kieselhorst@mind-akademie.de)

René Kieselhorst, geboren 1988, studiert seit 2007 Wirtschaftsingenieurwesen. Begonnen hat er sein Studium an der HS Bremerhaven mit dem Schwerpunkt "Transportwesen/Logistik", seit 2009 studiert er an der FH Flensburg im Studiengang "Energie- und Umweltmanagement". Nebenbei kümmert er sich um das diesjährige Programm der MinD-Akademie.

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Jonglierworkshop (Workshop)

In diesem Jonglierworkshop zeigt Andreas, wie man mit drei Bällen jongliert. Fortgeschrittene und Profis tauschen ihre Tricks aus.

Andreas Klik hat nach seinem BWL-Studium zunächst als strategischer Unternehmensberater gearbeitet. Später wechselte er zur Erforschung energiewirtschaftlicher Fragen und zwischenmenschlicher Phänomene an die Universität zurück. Aktuell unterrichtet er an einer Hamburger Berufsschule Wirtschaftsfächer auf Englisch.

Andreas hat in den letzten 20 Jahren zahlreiche Shows und Turniere getanzt (S-Latein, Salsa) und spezialisiert sich heute auf den Mambo. Darüber hinaus wirft er gern Dinge in die Luft und fängt sie wieder. Am längsten jedoch beschäftigt ihn die Frage, wie man praktisch jede natürliche Grenze scheinbar überwinden kann.

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Tanzworkshop (Workshop)

Wir tanzen Discofox und/oder Salsa/Mambo!

Lebenslauf von Andreas Klik: siehe voriger Eintrag

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Aujaaah! Offenheit, Neugier und Entdeckerfreude und die Schlüssel des Impro-Theaters (Workshop)

Impro-Theater ist aufregendes Theater ohne vorheriges Textauswendiglernen.

Wie durch eine magische Verbindung lassen gute Impro-Spieler immer wieder neue Szenen entstehen, die der vorher Gezeigten in Punkto Spannung und Überzeugungskraft in nichts nachsteht.

Impro-Theater ist das Er-Leben von immer Neuem — schnell, spannend, und humorvoll im Sicherheitsnetz der Mitspieler!

Doch wie genau schafft man es, aus dem Nichts ein Zusammenspiel mit den Kollegen entstehen zu lassen? Was brauche ich für eine gute Szene, wie bekomme ich die zündenden Ideen, wie definiere ich meine Rolle am Besten, ...?

In diesem Workshop wird es darum gehen, Impro-Neulingen die Grundlagen des flexiblen und kreativen Spielens näher zu bringen. Er ist für all diejenigen gedacht, die neugierig darauf sind, in neue Rollen zu schlüpfen und auszuprobieren, wie es sich anfühlt, spannende Geschichten vor Publikum zu spielen. Ob ihr bereits Theatererfahrung habt oder nicht spielt dabei keine Rolle, teilnehmen kann jeder der bereit ist sich auf ein äußerst unterhaltsames Abenteuer einzulassen. (PS: Im Fernsehen war das ganze System auch schon zu beobachten und hieß dort "Frei Schnauze")

Thorsten Michael Kreissig kann auf eine mensatypisch abwechslungsreiche Karriere als Darsteller, Regisseur, Choreograph, Videoregisseur, Eventmanager und Coach zurückblicken. Als Schauspieler und Musicalperformer hat er für Bühne, Film und Fernsehen gearbeitet. Als Regisseur hat er Mehr als 120 Produktionen unterschiedlichster Stilrichtungen (von Opern, Balletten und Musicals bis zu Modenschauen und Erlebnis-Events) hat er in Szene gesetzt. Engagements führten ihn u.a. ans Theater des Westens Berlin, Staatsoper Unter den Linden Berlin, Bayrisches Staatsschauspiel München, Opernhaus Graz, Internationale Musikfestwochen Luzern, Stadsteater Malmö, Türkische Staatsoper Izmir und ans Kennedy Center Washington.
2007 war er als Projektmanager des Cranko Festivals "Cranko Moves Stuttgart" beim Stuttgarter Ballett engagiert, wo er nicht nur das erste Public Viewing für Tanz auf dem europäischen Kontinent betreute, sondern mit seiner Aktion "Dance the Cranko" eine ganze Stadt zum Tanzen brachte. Videos zu "DtC" und anderen Projekten sind auf Facebook zu finden.

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Optimales Präsentieren! Transformations-Tipps und Tricks der Theaterprofis (Workshop)

In unserer heutigen Zeit muss man sich ständig präsentieren, ob bei Vorträgen auf Konferenzen, bei Bewerbungsgesprächen oder in mündlichen Prüfungen. Und wer kennt sie nicht, die fiese Frage, auf die man sich nicht vorbereitet hat? Man spürt, dass sie gestellt wurde um dem Vortragenden oder dem Prüfling zu signalisieren, dass der Fragende viel mehr Ahnung hat. Aber wie geht man damit um? Oder man steht plötzlich da und hat alles vergessen, auf das man sich vorbereitet hat, ein Blackout, was nun?

In diesem Workshop wird es darum gehen, einige erstaunliche Antworten aus der Trickkiste des Impro-Theaters auf diese und andere Vortrags- und Prüfungssituationen zu präsentieren. Die Teilnehmenden sollten bereits Erfahrung mit den Grundtechniken des Impro-Theaters haben. Für Impro-Neulinge empfehlen wir den Workshop Offenheit, Neugier und Entdeckerfreude und die Schlüssel des Impro-Theaters auf dieser MinD-Akademie.
Und vielleicht wird ja der Eine oder Andere zu der Erkenntnis kommen, dass man sich auf viele Situationen als Impro-Künstler gar nicht mehr vorzubereiten braucht ...

Lebenslauf von Thorsten Michael Kreissig: Siehe voriger Eintrag.

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Einsteins Enkeltöchter heben ab mit Club Apollo 13 - Schülerprojekte an der Leibniz Universität Hannover (Vortrag)

Die Leibniz Universität Hannover engagiert sich seit über 10 Jahren in der Förderung von Schülerinnen und Schülern, insbesondere in den MINT-Fächern. So organisieren wir Arbeitsgemeinschaften, Internet-Wettbewerbe und das Juniorstudium. Mit unseren Projekten vertiefen die Schülerinnen und Schüler ihr Schulwissen, werfen einen Blick über den Tellerrand und erhalten Orientierungshilfen für ihre Berufs- und Studienwahl.

Andrea Schmidt hat Wirtschaftswissenschaften studiert und ist Mitarbeiterin bei uniKIK/Schulportal der Leibniz Universität Hannover.

Florian Leydecker hat in Mathematik promoviert und arbeitet am Institut für Angewandte Mathematik der Leibniz Universität Hannover

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Posterprogramm auf der MinD-Akademie

Wenn ihr euch in das Foyer begebt, werdet ihr dort eine Reihe interessanter Poster zu wissenschaftlichen Themen und Inhalten rund ums MHN finden:

Informiert euch über die Theatergruppe, "A hot and spicy look into cellular mechanics with lasers", darüber, wie man seine Kreativität "organisieren" kann, oder was sonst noch an packenden Posterbeiträgen bei uns eingegangen ist. Dazu ist jederzeit Gelegenheit, falls euch dabei aber Fragen zu den Themen der Poster kommen, findet Samstag um 21:00 Uhr auch eine Präsentation der Poster durch ihre Autoren statt. Da könnt ihr eure Fragen loswerden. Außerdem habt ihr Gelegenheit, euer Lieblingsposter auszuwählen und zwar in zwei Kategorien: "Wissenschaft" und "Alles Andere". In beiden Kategorien geht es darum, allgemeinverständlich und anschaulich das Thema zu präsentieren. Für die/den jeweils Erstplatzierte/n winkt ein auch ein Preis, also seid fair in eurem Urteil. Einen Wahlzettel findet ihr in der Nähe der Poster. Tragt euren Namen ein, schreibt eure beiden Favoriten auf, und eure Stimme zählt.

Eure Meinung wird allerdings um die Stellungnahme einer Jury aus unterschiedlichen Wissensbereichen ergänzt. Die Sieger werden auf dem bunten Abend prämiert.

Dr. Andreas Losch, Jahrgang 72, hat in Bochum, Wuppertal, Jerusalem und Heidelberg ev. Theologie studiert, und über die konstruktiv-kritische Auseinandersetzung von Theologie und Naturwissenschaften promoviert. Ab Oktober arbeitet er in der Redaktion der Martin Buber Werkausgabe in Düsseldorf mit.

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Virtuelle Unternehmensnetzwerke (Vortrag)

In den letzten Jahren haben sich die Wettbewerbsbedingungen, unter denen alle Unternehmen agieren, verändert. Diese Wettbewerbsbedingungen betreffen insbesondere veränderte Umweltbedingungen, wie die Individualisierung der Nachfrage, die Integration der Märkte, Veränderungen der Rahmenbedingungen durch den Staat sowie Veränderungen bezüglich der natürlichen Umwelt. Diese Bedingungen führen beispielsweise dazu, dass die Nachfrage nach individuellen, auf den (internen sowie externen) Kundenwünschen hin zugeschnittenen Leistungen steigt. Zur Abdeckung der in zunehmendem Maße auf Komplettleistungen hin ausgerichteten Nachfrage müssen unternehmerische Instanzen zunehmend stärker miteinander kooperieren, um sich am Markt behaupten zu können. Als eine Form der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen - oder Unternehmensbereichen haben virtuelle Unternehemen bzw. eine virtuelle Organisationsstruktur sowohl in praktischer als auch in wissenschaftlicher Hinsicht an Bedeutung erlangt. Im Fokus stehen hier die potentiellen Wettbewerbsvorteile.

Ziel des Vortrags ist es, einen Überblick über den Aufbau und die Struktur von Unternehmensnetzwerken und virtuellen Unternehmen zu ermöglichen. Dabei werden insbesondere die Erfolgsfaktoren zur Entwicklung solcher Strukturen beleuchtet. Da virtuelle Umgebungen veränderte Anforderungen an Unternehmen (-steilen) bedingen, beginnt der Vortrag mit der Spezifikation von Herausforderungen an die Unternehmensführung sowie davon abgeleitet die spezifischen Anforderungen an Führungskräfte und Führungsinstrumente. Anschließend erfolgt eine genaue Kategorisierung der Begrifflichkeiten des Unternehmensnetzwerks und des virtuellen Unternehmens. Hierbei wird der (potentielle) Lebenszyklus eines virtuellen Unternehmens genauer betrachtet und die speziellen Funktionen eines virtuellen Unternehmens im Unternehmensnetzwerk analysiert. Da eine erfolgreiche Implementierung eines virtuellen Unternehmen von sehr unterschiedlichen Faktoren geprägt ist, werden ebenfalls die verschiedenen Erfolgsfaktoren zur Teilnahme am Unternehmensnetzwerk diskutiert. Hierbei werden sowohl die technischen Voraussetzungen, als auch die personellen und organisatorischen Vorraussetzungen genau analysiert und kategorisiert.

Am Ende des Vortrags werden die gesammelten Erkenntnisse zusammenfassend betrachtet und ein Ausblick in zukünftige Entwicklungen gegeben.

Christoph Mann studiert Wirtschaftsingenieurswesen an der Hochschule Reutlingen und arbeitet in der Luft- und Raumfahrtindustrie in Hamburg; Auslandsaufenthalte und Projekte in Shanghai, Beijing, Helsinki.

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Ökonomie und Ökologie: Freunde oder Feinde? (Vortrag)

Das Verhältnis von Ökologie und Ökonomie ist sehr schwer einzuschätzen: Ist die Ökonomie aktuell dabei, unsere ökologischen Grundlagen zu zerstören - oder wird gerade die Wirtschaft Lösungen aus der Umweltkrise aufzeigen? Wir schauen uns die Verbindung beider „Öko“ -Teile näher an, ihre Namen lassen zumindest auf einen gewissen Verwandtschaftsgrad schließen. Doch nicht in jeder Familie geht es harmonisch zu...

Prof. Dr. Thomas Meuser ist studierter Ökonom - und hat 1992 über Umweltschutz promoviert. Seit 2008 ist er Prodekan für „Green Business Management“ an der BiTS - Business and Information Technology School in Iserlohn und Vorstand des von ihm gegründeten „Gaia e. V. - Institut für Umweltmanagement“.

Brain Computer Interfacing: Forschen an der Schnittstelle zwischen Gehirn und Maschine (Vortrag)

Ein Brain Computer Interface (BCI) dekodiert Hirnsignale, um sie zuü zur Kontrolle von Objekten zu nutzen, also beispielsweise zum Buchstabieren, zur Manipulation eines Cursors oder auch in Computerspielen.

Dieser Vortrag gibt zunächst einen kurzen Überblick über das BCI Feld aus der Perspektive des Maschinellen Lernens und der Signalverarbeitung. Dabei werden die enormen Herausforderungen an die Datenanalyse aufgezeigt: in Echtzeit muss ein multi-variater, sehr stark rausch-kontaminierter Datenstrom so verarbeitet werden, dass die neuroelektrischen Aktivitätsmuster verschiedener Hirnzustände präzise differentiert werden können.

Danach werde ich detailierter auf das Berliner Brain Computer Interface eingehen und den Weg der Datenanalyse von der EEG Messung, über die Vorverarbeitung, die Klassifikation bis hin zu der entsprechenden Anwendung beschreiten. Abschliessend wird das BCI als ein neuer Kanal der Mensch-Maschine Kommunikation im klinischen Zusammenhang und für Computerspiele diskutiert und zukünftige Richtungen für Forschung, Entwicklung und Produkte aufgezeigt.

Prof. Dr. Klaus-Robert Müller ist seit 2006 Informatikprofessor an der TU Berlin und Sprecher des Berliner Bernstein Focus Neurotechnologie. Er studierte 1984-89 in Karlsruhe Physik und promovierte ebenfalls dort 1992 in Informatik. Dann folgten 1992-1994 ein PostDoc bei GMD FIRST in Berlin und 1994-1995 eine EU STP Fellowship an der Universität Tokyo. Ab 1995 baute er die Intelligente Datenanalyse Gruppe bei GMD FIRST (später Fraunhofer FIRST) auf und leitete diese bis 2008. 1999-2006 war er Informatikprofessor an der Universität Potsdam. Klaus-Robert Müller erhielt 1999 den Olympus Preis für Mustererkennung und 2006 den SEL-Alcatel Preis für technische Kommunikation. Seine Forschungsinteressen sind intelligente Datenanalyse, maschinelles Lernen, statistische Signalverarbeitung und statistische Lerntheorie mit den Anwendungsschwerpunkten Finanzmathematik, Chemieinformatik, Genomanalyse und Neurowissenschaften. Seit 2000 ist einer seiner besonderen wissenschaftlichen Schwerpunkte die Erforschung der Schnittstelle zwischen Hirn und Maschine: das nichtinvasive EEG-basierte Brain Computer Interfacing.

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Halfway stage in German higher education reform. Which way now? (Vortrag)

Dieser Beitrag nimmt als Ausgangspunkt die neuen Daten des international vergleichenden Projekts EUROSTUDENT. Dieses Projekt vergleicht die sozialen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des Studierens in 25 europäischen Ländern. Damit untersucht es die sogenannte „social dimension" des Studiums, eine wichtige Aktionslinie des Bologna-Prozesses. Unter der Annahme, dass weitere Reformen in Deutschland notwendig sind und, dass Hochschulpolitik von Beispielpraxen aus anderen Ländern lernen kann, stellt sich die Frage was kann Deutschland lernen und von welchem Land?

Dr. Dominic Orr ist zurzeit als internationaler Projektkoordinator für EUROSTUDENT IV tätig und war Mitherausgeber der gemeinsamen Eurostat/EUROSTUDENT-Publikation „The Bologna Process in Higher Education in Europe - Key indicators on the social dimension and mobility“, die bei der 9. Bologna-Folgekonferenz im Jahre 2009 vorgestellt wurde. Er arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Hochschul-Informations-System GmbH in Hannover. Schwerpunkte seiner Tätigkeit dort sind vergleichende Studien zu Hochschulfinanzierung, -qualitätssicherung und -governance sowie zur sozialen Dimension der europäischen Hochschulreform. Dominic Orr absolvierte sein Erststudium in Southbank University, London, und schloss seine Promotion an der Technischen Universität Dresden ab

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Wie frei können wir sein? - Versuch einer psychotherapeutischen Antwort (Vortrag)

Wir möchten alle frei sein und verstehen dabei Freisein vor allem im gesellschaftlichen Kontext: zum Beispiel Freiheit der Rede, Freiheit von Willkür oder Emanzipation. Den Begriff der Freiheit kennt die westliche Kultur vor allem aus der Zeit der Aufklärung. Doch auch schon in der Aufklärung hat der Begriff der Freiheit einen nach innen gerichteten Aspekt: Wie sollen wir unsere Wahrnehmung der Welt interpretieren? Und genau an diesem Punkt setzt Psychotherapie an: Sie befasst sich mit der Interpretation der Welt. Um innerlich frei sein zu können, sollten wir in etwa wissen, wie unser Seelenleben funktioniert und nach welchen Gesetzmäßigkeiten wir die uns umgebende Welt interpretieren. Der Vortrag versucht eine ungefähre Vorstellung von der Beschaffenheit unseres "Ich" zu vermitteln und Anregungen zu geben, mit unserer Seele behutsam und förderlich umzugehen.

Dr.med Ulrich Roth, Studium der Medizin in Gießen 1980-86, Assistenzarzt im Oststadtkrankenhaus, Hannover 1986-94, Promotion 1989, Facharzt für Diagnostische Radiologie 1994, in Radiologischer Praxis bis 1997, 1998 Facharzt für Allgemeinmedizin und Zusatztitel Psychotherapie 1998, seither in eigener Psychotherapeutischer Praxis

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Quantenrechner - Schnelles Rechnen mit Quantensystemen (Vortrag)

Folien zum Vortrag

"Quantenrechner" ist ein Schlagwort, welches einschließlich der zugehörigen physikalischen Nomenklatur aus dem wissenschaftlichen Bereich heraus sowohl in Computerzeitschriften wie auch in Wochenmagazine seinen Weg gefunden hat. Gemeint damit sind Quantensysteme, mit denen man gewisse Probleme sehr viel schneller lösen kann als mit herkömmlichen ("klassischen") PCs, sofern es für das jeweilige Problem geeignete Algorithmen ("Quantenalgorithmen") gibt und man außerdem die Systeme in den erforderlichen speziellen Zuständen betreiben kann. Der Vortrag soll einen kleinen Einblick in dieses Gebiet geben.

Nach einer elementaren Einführung in die benötigten Sprachmittel der Quantenphysik soll ein häufig verwendetes Berechnungsmodell, das Gattermodell, beschrieben werden. Anhand eines auf David Mermin zurückgehendes Gedankenexperiment wird das Phänomen der "Verschränkung" erläutert, ein zentraler Begriff, der die Quantenphysik absetzt von der klassischen Physik. Der letzte Teil besteht in einer knappen Einführung in den von Peter Shor entdeckten Algorithmus, der eine gegenüber bekannten klassischen Algorithmen exponentielle Beschleunigiung der Faktorisierung natürlicher Zahlen erlaubt. Der Vortrag konzentriert sich auf die Darstellung der Konzepte und verwendet eine gewisse Formalisierung auf einer elementaren Ebene.

Prof. Dr. Roland Rüdiger:

Studium der Physik und Mathematik, Universität Würzburg
1969: Diplom in Physik.

1974: Promotion,
1986: Habilitation für Theoretische Physik (Themenbereich Allgemeine Relativitätstheorie).

Arbeitsorte:
Universität Würzburg,
University of Texas at Austin (Relativity Center, Department of Mathematics),
Max-Planck-Institut für Astrophysik in Garching b. München.

1982 - 1991: Hochschulrechenzentrum (HRZ) und Fachbereich Mathematik und Informatik, Universität Essen
1987 - 1990: Leitung des HRZ
1990/91: Vertretung einer Professur für Informatik.

1991 - 2007: Professor für Informatik an der FH Braunschweig/Wolfenbüttel,
2007: Pensionierung, weiterhin Vorlesungen zur "Quanteninformatik" an der FH und der TU Braunschweig.

2002 - jetzt: Mitarbeit als Gast in der Quanteninformationsgruppe im Institut für Mathematische Physik, TU Braunschweig,
seit 2009 im Institut für Theoretische Physik, Leibniz Universität Hannover.

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Geschmeidig bleiben (Workshop)

Unsere Kultur ist in wesentlichen Bereichen auf Planbarkeit und Kontrolle ausgerichtet, die Göttin Eris hat zumeist keinen guten Ruf, und"Chaot" wird als Schimpfwort verwendet.
Wer neue Wege geht oder andere dabei berät, weiß, dass solche Denkweisen ihre Grenzen haben, die sich beispielsweise in der Redensart ausdrücken: "Du willst Gott zum Lachen bringen? Mach Pläne!"
Auf einen ausführlichen Erfahrungsaustausch der Teilnehmer folgt ein knackiger Impulsvortrag zum Thema. Vielleicht kommt es aber auch anders.

Axel Rutz studierte Mathematik und Volkswirtschaft. Nach mehrjähriger Tätigkeit als Projektleiter im Energiecontracting, später im Onlinejournalismus, ist er seit 2003 mit der Projekt- und Beratungsagentur "Konzepto" selbständig. Undogmatisch und humorvoll verbindet er Weisheitsquellen von Tantra bis Zen mit eigener Lebens- und Beratungserfahrung.

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Klimawandel: Sicherheitsrisiko oder Chance für Kooperation? (Vortrag)

Der durch die Nutzung fossiler Energieträger forcierte Klimawandel gefährdet natürliche und soziale Systeme in vielen Teilen der Erde, was mit Sicherheitrisiken und Konflikten verbunden sein kann. In den vom Klimawandel besonders betroffenen Brennpunkten, von denen viele in den instabilsten Weltregionen liegen, werden Probleme der Wasserversorgung, Ernährungssicherung, Naturkatastrophen und Umweltmigration verschärft. Auch Maßnahmen zur Verminderung der Klimafolgen können Konflikte provozieren, wie die Beispiele Kernenergie, Biotreibstoffe oder Climate Engineering zeigen. Ein Umbau des Energiesystems zu einer nachhaltigen und friedensfördernden Energieversorgung erfordert eine internationale Kooperation zwischen Industrie- und Entwicklungsländern, insbesondere im Bereich erneuerbarer Energien und bei der Schaffung von Institutionen zur Konfliktvermeidung und –lösung.

Prof. Dr. Jürgen Scheffran leitet die Forschungsgruppe Klimawandel und Sicherheit im KlimaCampus Exzellenz-Cluster und lehrt am Institut für Geographie der Universität Hamburg. Bis Sommer 2009 arbeitete er an der Universität von Illinois in den Fachbereichen für Politik- und Atmosphärenwissenschaften und in verschiedenen interdisziplinären Einrichtungen. Nach seiner Physikpromotion an der Universität Marburg war er in der IANUS-Forschungsgruppe der TU Darmstadt und am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung tätig, und hatte eine Gastprofessur an der Universität von Paris. Zu seinen Forschungsinteressen gehören: Klima- und Energiesicherheit; Modelle der Mensch-Umwelt-Interaktion und komplexe Systeme; Technikfolgenabschätzung und internationale Sicherheit.

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Neue Fragen zur Dynamik Europas (Vortrag)

In der stürmischen Entwicklung Europas (verglichen mit der anderer Kulturen) sind einige europäischen Länder vorangegangen, andere zurückgeblieben. Auch die führenden Länder konnten nach einiger Zeit zurückbleiben und fast in Bedeutungslosigkeit versinken. Andere haben über Jahrhunderte eine führende Rolle gespielt. Dies alles lässt sich neuerdings dank Internet und edv erhärten und auf eine nahezu quantitative Grundlage stellen. Damit erheben sich die Fragen nach den Ursachen der jeweiligen Entwicklung. Die Antworten liegen derzeit noch völlig im Dunkeln.

Prof. Dr. Gerhard Schildt, geb. am 5. 8. 1937 in Teterow/Meckl. Abitur 1955 in Wismar. Flucht in die Bundesrepublik 1955. Studium zunächst von Mathematik und Physik, dann von Geschichte und Germanistik hauptsächlich in Freiburg. Dort 1964 Promotion zum Dr. phil. über ein Thema der Zeitgeschichte. 1. Staatsexamen 1965. Referendardienst in Braunschweig, anschließend bis 1970 Stellvertretender Verlagsleiter im Westermann-Schulbuchverlag. Seit 1970 Mitglied des Historischen Seminars der Technischen Universität Braunschweig. Habilitation für Neuere Geschichte 1983. 1992 apl. Prof. für Neuere Geschichte in Braunschweig. Seit 2002 im Ruhestand.

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Die Zukunft ist agil! - Wie agil sind wir? (Fällt aus!)

Nach einer kleinen theoretischen Einführung in die Thematik agiles Projektmanagement werdet Ihr ein kleines Projekt in kleinen Teams durchziehen und anschließend darüber reflektieren.

Nur noch so viel: Es macht Spaß!!!

Frank Schütz ist promovierter Informatiker. Während seiner Promotion war er viele Jahre für das Grundstudium der Informatik an der TU München mit verantwortlich. Seit einigen Jahren arbeitet er für die InterFace AG als Berater und leitet mittlerweile stellvertretend die Geschäftsstelle in Nürnberg. Trotzdem zieht es ihn immer wieder an die Uni zurück. So hielt er im SS2010 und SS2011 zum Beispiel eine Übungsreihe in Verteilten Anwendungen an "seiner" TUM. In seinen Projekten kommen oft agile Grundsätze zum Einsatz..

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PCSI: Prehistoric Crime Scene Investigation - Archäologie im 21. Jahrhundert (Vortrag)

Längst hat Archäologie nichts mehr mit der schnöden Jagd nach möglichst schönen und wertvollen Fundstücken für Schausammlungen zu tun. Akribische Dokumentation, kriminalistischer Spürsinn und modernste naturwissenschaftliche Methoden ermöglichen es uns heute archäologischen Befunden so viele Informationen zu entlocken wie nie zuvor. Anhand eines fiktiven Fundes wird ein prähistorischer Mordfall detailgenau analysiert und das Geschehen rekonstruiert.

Bea Schweighöfer, M.A., geboren 1984, studierte Keltologie und Vor- und Frühgeschichte an der Philipps-Universität Marburg. Ihre Schwerpunkte liegen im Bereich der vorrömischen Eisenzeit und der modernen Keltenrezeption. Studienbegleitend betreute sie unter anderem die Lehrsammlung des Seminars für Vor- und Frühgeschichte und arbeitete als Freiberuflerin im Bereich Museumspädagogik des Hessischen Landesmuseums Darmstadt und für das Landesamt für Denkmalpflege Hessen. Weiterhin engagiert sie sich ehrenamtlich im archäologischen Freilichtmuseum "Keltenwelt am Glauberg", plant, organisiert und leitet Exkursionen im Fachgebiet Keltologie der Universität Marburg und berät und begleitet Lehrkräfte bei archäologischen Projekten in Grund- und weiterführenden Schulen. Im Rahmen ihrer Dissertation am Seminar für Vor- und Frühgeschichte der Philipps-Universität beschäftigt sie sich zurzeit mit einer qualitativen Untersuchung zur historischen Darstellung der vorrömischen Eisenzeit.

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Bücherschaulaufen (Workshop)

Das Bücherschaulaufen wurde im Vorjahr auf der MinD-Akademie in Köln aus der Taufe gehoben. Die Hoffnung, dass es gefällt und öfters veranstaltet wird, hat sich erfüllt: Dieses Jahr gibt es auf Mensa/MHN-Events schon mindestens drei Bücherschaulaufen, und natärlich darf es auch in Hannover nicht fehlen. Das bewährte Konzept: Jeder, der ein Buch gelesen hat, das er gaaanz toll findet und unbedingt weiterempfehlen will, stellt es kurz vor. Damit das Event nicht die ganze Nacht dauert und wir ein wenig planen können, gibt es für die "Referenten" einen gewissen Rahmen: a) Redezeit 3-5 min, b) Ausfüllen eines kurzen Fragebogens vor der Akademie. Sendet diesen bitte bis zum 26.09.2011 an buecherschaulaufen (at) mind-hochschul-netzwerk (dot) de.

Jan Sieckmann, Jahrgang 1971, verschlingt Gedrucktes zum Frühstück, Mittagessen und Abendbrot. Ansonsten ist er Onlinemarketingmanager eines Ferienhausvermieters, freier Kreuzworträtselautor und Historiker. Er lebt und liest in Köln.

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Wie eine simplistische Volkswirtschaftslehre die Finanzkrise auslöste und wie die VWL der Zukunft sich als Komplexitätswissenschaft neu erfinden muss

Wie eine simplistische Volkswirtschaftslehre die Finanzkrise auslöste und wie die VWL der Zukunft sich als Komplexitaetswissenschaft neu erfinden muss Seit der neo-klassischen Revolution, ist die Volkswirtschaftslehre eine mathematische Wissenschaft, die mehr der Physik des 19 Jahrhundert ähnelt als einer Sozialwissenschaft. Um mathematische Modelle der Wirtschaft zu entwickeln wurden eine Reihe von vereinfachenden Annahmen getroffen und jegliche Komplexität ignoriert. Ziel dieses Vortrages ist es, erstens, darzustellen wie diese Vereinfachungen und die daraus resultierenden Modelle zur Finanzkrise des 21. Jahrhunderts geführt haben und zweites darzustellen, wie sich die VWL weiterentwickeln muss um Lösungen für die aktuelle Krise zu entwickeln.

Um die Wirtschaftskrise zu verstehen und zu lösen brauchen wir eine neue Klasse von Modellen. Wir brauchen Modelle, die die Heterogenität, von Menschen, aber vorallem Firmen und Produktionsprozessen und Institutionen darstellen können. Diese Modelle müssen Netzwerke darstellen können und vorallem ohne die Annahme von Equilibria auskommen.

Davoud Taghawi-Nejad ist PhD-Student in "Economics of Complexity and Innovation" an der Universität Turin und wissenschaftlicher Assistent in Lehre bei den Vereinten Nation im ILO programm "Master of Applied Labour Economics for Development". Ferner schreibt Davoud für den Washingtoner think tank Cato. Letztes Jahr publizierte er den Artikel "Technology shocks and trade in a network: How business cycles emerge from the interaction of autonomous agents", in Lecture Notes in Economics and Mathematical Systems, Springer. Davoud war Forschungsassistent im Assetmanagment an der Freien Universität Bozen.

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MinD-Spielepreis 2012: Vorstellung der Nominiertenliste und Probespielen

Im Spielezimmer der Jugendherberge wird über die ganze Laufzeit der Akademie ein Tisch stehen, der vollgestapelt ist mit den zur Wahl stehenden Spielen. Das sind diejenigen, die nach ausgiebiger Erforschung durch zahlreiche Mensaner und MHNler am meisten nominiert wurden und von denen einer ein zukünftiger Preisträger sein wird.

Welche Spiele das sind, wird am 1. Oktober in einer kurzen Präsentation erstmalig enthüllt. Dazu werden Informationen über das jeweilige Spiel sowie schon anderweitig eingeheimste Auszeichnungen geliefert. Mit dieser Präsentation fällt zudem der Startschuß für die Abstimmung zum MinD-Spielepreis 2012. Deshalb schließt sich ein von mir geleiteter langer Spieleabend an, in dem ich jedes der ca. zehn Spiele interessierten Gruppen zum Ausprobieren erkläre. Zuguterletzt wird während der Präsentation der Gewinner des Spielegutscheins ausgelost, den er -sofern anwesend- direkt persönlich überreicht bekommt.

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Redox Flow Batterien für Elektrofahrzeuge (Vortrag)

Die Zukunft des Automobils ist elektrisch. Darüber gibt es kaum noch Zweifel. Das größte Problem des Elektroautos ist jedoch die begrenzte Reichweite trotz modernster Lithium-Ionen-Batterie-Technologie. Es gibt zurzeit mehrere Forschungskonzepte zur Realisierung einer grenzenlosen Reichweite mit Elektrofahrzeugen: eine Wechselbatterie, eine induktive Energieübertragung über magnetische Spulen in der Fahrbahn und Batterieschnelladekonzepte. Gegenstand der Forschungsaktivitäten an der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften ist die Redox-Flow-Batterie für (auto)mobile Anwendungen. Bei Elektrofahrzeugen mit Redox-Flow-Batterien (RFB) ergibt sich die Möglichkeit einer grenzenlosen Elektromobiltät.
Die RFB wird von zwei Elektrolyten durchflossen, welche Metall-Ionen enthalten. Diese strömen, getrennt von einer protonendurchlässigen Membran, durch Elektroden aus porösem Graphitflies. Bei diesem Ladungsaustausch fließt nutzbarer Strom über die Elektroden. Die RFB kann wie eine normale Batterie ge- und entladen werden.
Durch den eingesetzten flüssigen Elektrolyten ergibt sich ergänzend dazu die Möglichkeit, die Elektrolyten schnell an einer geeigneten Tankstelle auszutauschen. Der entladene Elektrolyt kann an dort durch regenerative Energien wieder aufgeladen werden. Jede RF-Ladestation an einer Tankstelle wird damit zum dezentralen Energiespeicher. Das dichte Tankstellennetz in Deutschland könnte damit zum Türöffner für die Elektromobilität werden. Die RF-Technologie ist bei seiner Umsetzung dasjenige Konzept im Bereich der E-Mobility, das bei seiner Serieneinführung auf das aktuelle Tankstellennetz zurückgreift. Damit vereint die Redox Flow Batterie als einzige Technologie die Herausforderungen von Energielieferanten, OEM's und Mineralölfirmen.

Prof. Dr.-Ing. Robin Vanhaelst
Promotion in der Aggregate-Forschung der Volkswagen AG
2002-2004 Entwicklungsingenieur bei der Aggregate-Entwicklung der Audi AG in Neckarsulm.
2004-2009 Entwicklungsingenieur in der Aggregate-Entwicklung der Volkswagen AG.
2005-2009 Lehrbeauftragter für die Vorlesung Thermodynamik I an der Fachhochschule Braunschweig/Wolfsburg
Seit 2006 Habilitation an der TU Posnan mit dem Titel "A new method to analyse the swirl flow in DI-diesel engines". Professor Wislocki hat das Hauptreferat übernommen
Seit 2009 Professor für Fahrzeugthermodynamik und alternative Antriebe an der Hochschule für angewandt Wissenschaften Ostfalia, Fakultät für Fahrzeugtechnik in Wolfsburg

Internationalisierungsbeauftragter der Fakultät für Fahrezugtechnik.
Vorlesungen:
- Thermodynamik, Alternative Antriebe in der Fahrzeugtechnik, Fahrzeuggetriebe, Energietechnik, Gemischbildung, Umwelt und Verkehr, Regelungstechnik
-Intensivseminar zur Aufladetechnik (an der TU-Posen)
-Intensivseminar "Fahrzeugthermodynamik und alternative Antriebe" (an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig)
Studiengangsleiter der Masterstudiengangs "Alternative Antriebe in der Fahrzeugtechnik" an der Ostfalia.

Aktuelle Forschungsprojekte am Institut für Fahrzeugbau:
-Entwicklung eines Turbogenerators für Verbrennungskraftmaschinen
-Entwicklung eines E-ATL Prüfstandes
-Redox Flow Batterien für automobile Anwendungen
-Entwicklung eines Prüfstandes für Elektrofahrräder
-Entwicklungs eines IR-Sensors zur Bestimmung der AGR-Gleichverteilung und der Restgasmasse im Zylinder eines DI-Dieselmotors

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Artkonzepte, Artenvielfalt und Artbildung - die Renaissance taxonomischer Forschung innerhalb der Evolutionsbiologie (Vortrag)

The past 20 years have seen exciting new developments in the field of taxonomy, that is, the discovery, delimitation, description and scientific naming of species of living and fossil organisms. These theoretical advances have allowed developing an integrative approach to taxonomy in which different characters or sets of characters are combined to obtain more rigorous species hypotheses - including characters of morphology, molecular genetics, behavior, and others. An improved understanding of the mechanisms by which species arise in the course of evolution - speciation - implicitly has also led to a better understanding what species are and which kind of characters are useful to delimit and define them. Implicit application of such "Integrative Taxonomy" combined with increased exploration of remote tropical regions has led to an enormous acceleration of species discovery and description. Especially the initial screening of molecular differentiation plays a key role, although such DNA barcoding should not be used as sole argument for erecting new species. The possibility to provide at a much faster pace more rigorous species hypotheses opens perspectives for a complete inventory of Earth's largely unknown biodiversity.

(Vortrag in deutscher Sprache)

Miguel Vences (Braunschweig), born 1969 in Köln (Cologne). He studied biology at the Universities of Köln and Bonn (Diploma in 1996). From 1996 on, he was a PhD student at the Zoologisches Forschungsinstitut und Museum A. Koenig in Bonn, obtaining his Dr. rer. nat. in 2000. Subsequently he was a postdoctoral researcher in Paris and Konstanz. From 2002-2005 he worked as Assistant Professor at the Zoological Museum of the University of Amsterdam, The Netherlands, and since 2005 he is Professor for Evolutionary Biology at the Technical University of Braunschweig, Germany. His main scientific interests include the systematics, phylogeny and biogeography of Madagascar's unique amphibian and reptile fauna, speciation mechanisms, and the evolution of montane amphibians. He has published over 300 research papers and discovered and described over 150 new species of amphibians and reptiles. (see: http://www.mvences.de)

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Zwischen Gelassenheit und Panik – Introvision als Methode der mentalen Selbstregulation zur Auflösung innerer Konflikte (Vortrag)

Was lässt sich tun, um innere Konflikte – z.B. Angst, Ärger, Entscheidungsprobleme – aufzulösen und so im Alltag wieder gelassener und handlungsfähiger zu werden?

In diesem Vortrag geht es um einen Einblick in die theoretische Grundlagen und die praktische Vorgehensweise der Introvision als Methode der mentalen Selbstregulation. Ziel der Introvision ist es, innere Konflikte und mentale Blockaden aufzulösen (Wagner, 2011).

Die Methode der Introvision wurde im Rahmen eines von der Verf. geleiteten langjährigen Forschungsprogramms an der Universität Hamburg über mentale Selbstregulation und die Auflösung innerer Konflikte entwickelt und umfangreich empirisch getestet, so u.a. bei der Reduktion von Stress und mentalen Blockaden (Benthien, 2011, Oerding et al, in Vorb.)), bei der Verringerung von Depression (Iwers-Stelljes, 1997) sowie beim Abbau chronischer Verspannungen (Guedes, 2011) und Tinnitus (Buth, in Vorb.).

Prof. Dr. Angelika C. Wagner:

1963 Abitur in Bonn
1963–1967 Studium der Mathematik, Geographie, Psychologie und Pädagogik in Bonn und Hamburg
1967 Erstes Staatsexamen für das Lehramt an Volks- und Realschulen an der Universität Hamburg
1967–1968 Studium der Psychologie an der Southern Illinois University Carbondale, Ill
1968 Magister (M.A.) in Psychologie
1968–1971 Promotionsstudium University of Michigan, Ann Arbor, MI, USA
1968–1970 Assistentin (Teaching Fellow) an der University of Michigan, Ann Arbor (Statistik und Pädagogische Psychologie)
1971 Promotion (Ph.D.) in Pädagogik und Psychologie an der University of Michigan mit einer experimentellen Arbeit („Changing teaching behavior") bei Prof. Dr. Ronald Lippitt
1971–1974 Dozentin für Psychologie an der Pädagogischen Hochschule Reutlingen
1974–1985 Professorin für Psychologie an der Pädagogischen Hochschule Reutlingen
seit 1985 Professorin für Pädagogische Psychologie am Fachbereich Erziehungswissenschaft der Universität Hamburg
1988–1990 Vizepräsidentin der Universität Hamburg
seit 1989 Gründerin und Leiterin der Arbeitsstelle Expertinnen- Beratungsnetz/Mentoring

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Zukunft ohne Vergangenheit, Beschleunigung ohne Zeitgewinn - und veloziferische Warntafeln vor atomaren Endlagern ? (Vortrag)

Schrumpft die Zeit? Verlieren wir die Vergangenheit? Wird Zukunft Teil der erweiterten Gegenwart?

(1) Zeit liefert ein Ordnungsgefüge für Dinge, Beziehungen und Reihenfolgen. Das Konzept „Zeit“, erst im Zusammenhang mit gesellschaftlichen Entwicklungen entstanden, ist eine hohe menschliche Syntheseleistung, wie der Soziologe Norbert Elias (1897-1990) verdeutlichte. Gilt das noch, wenn wir in Produktion und Information, Unterhaltung und Ablenkung alles möglichst zeitnah oder gleichzeitig erreichen und erfahren und erleben wollen? Übt die Zeit mit ihrem so genannten Zeitdruck soviel Druck aus, dass sie sich selbst verschlingt? Der Philosoph Sören Kierkegaard (1813-1855) meinte, wie die meisten von uns noch lernten: Das Leben wird nach vorwärts gelebt und nach rückwärts verstanden. Gilt das noch? Oder verschluckt die Gegenwart mit der wachsenden Sucht nach sofortigem Erfolg den Sinn für größere Zeiträume?

(2) Wenn die technische Entwicklung die Science-Fiction-Romane überholt, und wenn kurze Wahlperioden den Klimawandel nicht belegen - verlieren wir dann den Sinn für Zukunft? Wenn wir alle 15 Minuten neue Nachrichten hören können - wird uns dadurch der Sinn für Entwicklungen und Zusammenhänge, für längere Gedankengänge und anspruchsvolle Lernprozesse ausgetrieben? Vernichten moderne Informationstechnologien Zeit, indem sie weltweite Allgegenwart suggerieren und damit Zeitlosigkeit einführen? Sind wir eigentlich schon Historiker, wenn wir die Tageszeitung von gestern gelesen haben?

(3) Überall wird nach mehr Beschleunigung für neue Geschwindigkeitsrekorde gesucht. Der Everestgipfel wird inzwischen in wenigen Stunden erlaufen. Für den America’s Cup werden neue Rennyachten für Aber-Millionen konstruiert, auf denen alle Manöver in komprimierter Zeit fast gleichzeitig gemacht werden müssen. Auch im Extremsport werden einige Menschen immer noch schneller. Für diesen Zeitgewinn müssen sie hauptberuflich ihr ganzes Leben trainieren und einsetzen.

Wir kennen es ja: Je mehr Zeit-Management-Techniken wir nutzen, um Zeit zu sparen, desto mehr können wir dann erledigen, desto weniger Zeit bleibt uns schließlich. Je schneller wir fahren, desto weniger sehen und erfahren wir. Schon unser Dichterfürst Goethe (1749-1832) beklagte, dass mit der Beschleunigung von Einzelvorgängen in allen Lebensbereichen Lebenszeit verloren gehe. Aus den Worten velocitas für Eile und dem Teufelsnamen Luzifer prägte er für diese paradoxe Erfahrung das neue Wort veloziferisch.

(4) Seit etwa 5000 Jahren können Menschen Informationen schriftlich festhalten. Deutsche Texte von Walther von der Vogelweide verstehen wir nur noch teilweise. Moderne Computer in sich immer schneller ablösenden Computergenerationen können die Texte der ersten Generationen aus unserer eigenen Lebenszeit schon nicht mehr lesen. Mit welcher Haltbarkeit und Verständlichkeitsdauer sollte man vor den Schächten mit atomaren Endlagern Warnschilder aufstellen, wenn die radioaktive Halbwertzeit über 20.000 Jahre beträgt? – Vor den radioaktiven Uran-Endlagern aus NS-Zeiten warnen den Wanderer einfache Schilder, hier möglichst weiterzugehen und nicht zu graben oder zu verweilen. Eilige Warntafeln mit geringer Halbwertzeit. Luzifer lässt grüßen.

Kurt Weis, geboren 1940, volljuristische, kriminologische und soziologische Ausbildung in Deutschland und den USA. An der Harvard Universität 1968 als Jurist promoviert, in Saarbrücken 1979 als Soziologe habilitiert, gern als Anthropologe unterwegs, diente er seit 1980 als Professor für Soziologie der Technischen Universität München. Dort leitete er, als Mitglied der beiden neuen Fakultäten für Sportwissenschaft und für Wirtschaftswissenschaften, bis 2006 das Fachgebiet Soziologie. Seit 1992 ist er Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste und seit 1998 Associate of the Hawaii Reseach Center for Futures Studies, University of Hawaii. Neben seinem erlernten Beruf als Wissenschaftler sucht er den Weg vom Buchwissen zum Erfahrungswissen und verfolgt dessen Anwendungsrelevanz. Dafür bestieg er manchen Gipfel, lernte von den Inuit sein Iglu zu bauen, durchquerte zu Fuß die Wüste Gobi (2003) und die Takla Makan Wüste (2006), vertiefte sich in die spirituellen Wege Indiens (u.a. 2009) und unterwarf sich den Ritualen der Schamanen am Amazonas (u.a. 2010).

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Die Zukunft deiner Forschung - Wie organisiert man eine wissenschaftliche Arbeit? (Vortrag)

Eine wissenschaftliche Arbeit ist ein umfangreiches Projekt, das man zwar nicht komplett durchplanen kann, welches aber organisiert werden muss. Die Organisation beginnt bei der Suche nach einer Stelle und der Themenfindung, wird kritisch bei der Strukturierung der Arbeit und der Organisation von Literatur, Ideen, und Daten/Produkten, und qualitätsentscheidend beim Schreiben der Arbeit.

Der Vortrag gibt einen Überblick von möglichen Problemen und Lösungen. Hierbei wird vor allem beim Literatur-/Ideenmanagement und beim Schreiben auf Techniken und Programme hingewiesen, welche die Organisation und das Schreiben erleichtern bzw. überhaupt erst möglich machen.

Die Basis liegt auf einer naturwissenschaftlichen Dissertation, die Punkte sind allerdings auch hilfreich für das Schreiben von Arbeiten in anderen Bereichen und lässt sich zu weiten Teilen auf Bachelor, Master, Magister und Diplomarbeiten übertragen.

Dr. Daniel Wessel ist als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Wissensmedien tätig. Er hat dort 2006 angefangen in Psychologie zu promovieren und die Dissertation 2010 (erfolgreich wink) abgeschlossen. Der Vortrag basiert nicht nur auf eigenen Erfahrungen sondern auch auf verschiedenen, sehr empfehlenswerten Büchern und Artikeln.

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Contact-Impro (Workshop)

Der MHNler ist ein Kopfmensch, naturgemäß. Doch kann es viel Spaß machen sich zu Bewegen. Gemeinsam macht dies noch mehr Spaß. Im Workshop geht es dabei um eine Methode des freien Tanzes, die unter dem Titel "Contact Improvisation" bekannt ist. Wie der Name schon sagt, kommt man dabei in Kontakt ... vielleicht ergibt sich aus dem Workshop auch eine kleine Session (so werden die Treffen von erfahrenen Contactern genannt).

Stefan Wladarsch: Geboren 1966 in Ingolstadt, seit der Kindheit mit dem Theater in Berührung und viel Freude am freien Tanzen, mehrere Contact-Workshops, Tai Chi und die Erfahrungen als festes Mitglied einer Improvisationstheatergruppe halten mich in Bewegung.

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Die Zukunft der Vergangenheit, am Beispiel Stanislaw Lem (Vortrag)

Die Romane von Stanislaw Lem begleiten mich seit meiner frühen Jugend. Anhand von einigen seiner Romane versuche ich an die Faszination von damals wieder anzuknüpfen und die Frage zu beantworten „Was ist von den Zukunftsvisionen dieses genialen Schriftstellers (es wird ihm ein sehr hoher IQ nachgesagt) übrig geblieben?“
Als Schreibenden interessiert mich dabei besonders das WIE seiner Arbeit (Ironie, Neologismen, Genresprünge usw.).

Stefan Wladarsch, geboren 1966 in Ingolstadt, Studium der Physikalischen Technik und "Studium Generale" in München, schreibt seit frühester Jugend und hat mit seinen Veröffentlichungen schon Preise gewonnen.

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Schreibworkshop - Was soll werden? (Workshop)

Wie schon im letzten Jahr, soll es einen Workshop zum Thema Schreiben geben. Es geht dabei in erster Linie um literarisches Schreiben, der Workshop ist aber auch für alle Schreibenden hilfreich.

Der Workshop steht dieses Jahr unter dem Motto: "Kritik, ein Wegweiser in die Zukunft?".

Stefan Wladarsch: Geboren 1966 in Ingolstadt, seit der Kindheit Berührung mit dem Theater und erste schriftstellerische Versuche. Einige der Veröffentlichungen wurden mit Preisen bedacht. Seit 2001 Mitglied einer Improtheatergruppe und etwa seit der selben Zeit Beschäftigung mit der Schreibmethode (Dramaturgie usw.)

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Was ist Stringtheorie? (Vortrag)

Eine der größten Leistungen der Physik des 20. Jahrhunderts war die Entwicklung zweier Theorien, die die uns bekannten physikalischen Phänomene auf vier grundlegende Wechselwirkungen zwischen einem Dutzend verschiedener Typen von "Elementarteilchen" zurückführen. Das sogenannte Standardmodell der Elementarteilchenphysik beschreibt dabei die elektromagnetische, die schwache und die starke Wechselwirkung zwischen subatomaren Teilchen, während die Allgemeine Relativitätstheorie die derzeit beste Theorie der Gravitation ist. Die Stringtheorie ist der ehrgeizige Versuch, diese Vielfalt an Elementarteilchen und Wechselwirkungen auf nur eine fundamentale Wechselwirkung zwischen nur einer Art von Objekten - den "Strings" - zurückzuführen. Was genau damit gemeint ist, soll in diesem Vortrag einführend erläutert werden.

Jun.-Prof. Dr. Marco Zagermann studierte an der Universität Hamburg Physik und promovierte an der Pennsylvania State University in theoretischer Elementarteilchenphysik. Nach Postdocaufenthalten in Halle, am CERN in Genf und der Stanford Universität leitete er eine Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe am Max-Planck-Institut für Physik in München. Seit 2009 ist er Juniorprofessor an der Leibniz Universität Hannover und Leiter der Forschungsgruppe "Stringphänomenologie und -kosmologie" am Exzellenz-Cluster QUEST. In seiner Forschung beschäftigt er sich mit den phänomenologischen Konsequenzen der Stringtheorie, insbesondere im Hinblick auf Kosmologie und Astroteilchenphysik, sowie mit Gravitationsaspekten der Stringtheorie und der Supersymmetrie.

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Satellitengestützte Spurengasfernerkundung - von Ozonlöchern und Exoplaneten-Atmosphären (Vortrag)

Durch satellitengestützte Fernerkundung von Spurengasen werden zurzeit wertvolle Erkenntnisse über die Erdatmosphäre gewonnen. Der Vortrag gibt einen Überblick über die Geschichte (Ozon), gegenwärtige Anwendungen (globales Vulkanmonitoring, Stickoxide) und die Zukunft (neue Missionen) dieses Forschungsgebietes.

Walter Zimmer hat Informatik an der Universität Ulm und der University of Massachusetts (Dartmouth) studiert und arbeitet gegenwärtig beim Institut für Methodik der Fernerkundung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen bei München. Er betreut dort Software zur Spurengasfernerkundung.

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Programm der Mind-Akademie 2010

Vorträge

Workshops/weitere Programmpunkte

Programmbeschreibungen

Transsexualität - die Transformation von Mann-zu-Frau (Vortrag)

Du bist ein Mann! Das sagt wenigstens der Körper und `die Anderen´. Doch die eigene Geschlechtsidentität sagt etwas anderes! Wie kann das sein? Warum fühlen wir uns als Mann oder als Frau? Was macht Transsexualität aus? Was sind die Ursachen? Wie verändert sich das Leben der Betroffenen durch die Diagnose der Transsexualität? Dieser Vortrag soll sich mit der Transsexualität aus verschiedenen Blickwinkeln, wie Medizin und Psychologie befassen. Es ist ein Versuch Antworten auf die vielen Fragen zu geben und diese zu diskutieren. Besonderes lebendig wird das Ganze durch die Möglichkeit etwas über die Gedanken und Erfahrungen einer betroffenen Person zu hören.

Dr. med. Christine Bauer, geboren 1983. Abitur 2003. 2003-2009 Studium der Humanmedizin in Münster. 2005-2010 Doktorandin an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Münster, Promotion im April 2010 ("Mentale Rotation bei Mann-zu-Frau-Transsexuellen und Männern ohne Geschlechtsidentitätsstörung"). Seit 01.2010 Assistenzärztin in der Klinik für Neurochirurgie am Evangelischen Klinikum Bielefeld.

Jutta Ziemes, geboren 1987 in Krefeld im Rheinland; Abitur 2007; studiert seit 2008 die Wissenschaft Psychologie und die Kunst der Philosophie in Trier.

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Transformation von Risiken (Vortrag)

Der Grund für die Konstruktion vieler komplexer Finanzprodukte ist die Transformation von Risiken. Die transformierten Risiken sollen passgenau abgestimmt sein auf den Risikoappetit des Interessenten, bzw. des Investors. Grundsätzlich ist die Risikotransformation eine der zentralen und wichtigen Aufgaben des Finanzsektors. Trotzdem kommt z.B. Warren Buffet zu der Schlussfolgerung, dass Derivate (als ein Beispiel für komplexe Finanzprodukte)„Massenvernichtungswaffen“ seien. Auch für die jüngste (Finanz-)Krise werden sie als Schuldige dargestellt. Der Vortrag wird auf die Funktionsweise von prominenten komplexen Finanzprodukten eingehen. Es werden quantitative und strukturelle Gründe für Fehlbewertungen betrachtet, und ein Ausblick in die Zukunft dieser Art von Risikotransformation gewagt.

Dr. Henning Christ hat Physik in Marburg und Heidelberg studiert. Seine M.Sc. Arbeit fertigte er in Tucson, Arizona an. Im Rahmen seiner Promotion in theoretischer Physik hat er sich mit Quantencomputern in Festkörpersystem beschäftigt. Momentan arbeitet er als Risikomanager in der Finanzbranche.

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Zwischen Störfall und Weltuntergang. Zur literarischen Transformation von Technikkatastrophen (Vortrag)

Die Antwort auf die Frage, unter welchen Voraussetzungen Unglücksfälle, die sich auf technischen Gebieten ereignet haben, als ‚Katastrophen’ bezeichnet werden, hängt nicht nur von tatsächlichen, statistisch erfassbaren Unfallfaktoren ab, sondern offensichtlich auch mit dem Katastrophenbewusstsein des jeweiligen Betrachters zusammen, das durch die sachlich berichtende Wiedergabe desaströser Geschehnisse, aber auch durch ihre ästhetische Transformation geprägt ist. Dieser Vermittlungsaspekt, der als distinktives semantisches Merkmal sowohl dem Begriff der ‚Technik’ als auch dem der ‚Katastrophe’ inhärent ist, wird an historischen Fallbeispielen wie dem Untergang der Titanic (1912) und dem GAU von Tschernobyl (1986) und ihrer literarischen Darstellung erläutert, wobei deren besondere Bedeutung für das Verständnis von Technikkatastrophen aufgezeigt werden soll.

Prof. Dr. Rudolf Drux, Studium der Germanistik, Latinistik und Komparatistik; Staatsexamen (1973), Promotion (1976) und Habilitation (1984) in Köln; von 1992-1996 Prof. für Deutsche Literatur an der TU Darmstadt, ebd. Mitbegründer des Graduiertenkollegs ‚Technisierung und Gesellschaft’; seit WS 96/97 Inhaber des Lehrstuhls für Neuere deutsche Literaturgeschichte und Allgemeine Literaturwissenschaft an der Universität zu Köln; seit 2008 Direktor des dortigen Zentrums für Moderneforschung und Sprecher der Moderne-Klasse der Forschungsschule 'a.r.t.e.s.'. Forschungsschwerpunkte: Deutsche Literatur vom Frühbarock bis zum Nachmärz und des 20. Jahrhunderts; Metaphorologie und Motivforschung, bes. in Hinsicht auf Interferenzen zwischen Rhetorik und Poetik, Literatur- und Technikgeschichte, v.a . am Beispiel des technisch reproduzierbaren Menschen. Zu diesen Gebieten zahlreiche Aufsätze und Buchpublikationen.

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TranceFormation (Workshop)

Hypnose — ein Wort, viele Mythen. Ein fremdes Phänomen? Keineswegs, denn wir alle erleben Hypnose täglich, ohne dass uns dies bewusst ist / wird. Allerdings ist Hypnose trainierbar und somit bewusst einsetzbar — als (mentale) "Hirnleistung" — und das nicht nur nicht nur im medizinischen oder im sportlichen Bereich. In diesem Workshop geht es darum, Hypnose unbewusst und bewusst zu erleben und eigene, persönliche Ressourcen in Erfolg zu transformieren. Also komme persönlich, bringe ein Ziel mit, das du gerne erreichen möchtest und probier's doch einfach aus! Denn es ist ein Workshop: selbstorganisatorisch, systemisch, hypnotisch — einfach, nachhaltig und zeitgemäß.

Jens von Lindeiner (geb. 1967) transformierte vom Bankkaufmann und Betriebswirt (VWA) über den Managment Consultant (VWA) zum Persönlichen Mental-Trainer für Beruf & Sport mit Diplom in Psychologie und Master in medizinischer, selbstorganisatorischer Hypnose. Er selbst bezeichnet sich am liebsten als HypnosystemCoach, denn "viele Themen, die uns täglich beschäftigen, sind systemisch eingebunden und am leichtesten in Hypnose bearbeitbar".

Michaela Eich (geb. 1986), Diplom-Psychologin und medizinische Hypnotherapeutin, arbeitet und lebt in der schönen Eifel. Zur Zeit absolviert sie die Ausbildung zur Psychologischen Psychotherapeutin und promoviert im Fachbereich Psychobiologie der Universität Trier. In ihrem Berufsleben geht es - sowohl in der klinischen Praxis als auch in der Forschungsarbeit - immer um Transformationen in den unterschiedlichsten Facetten und auch privat lebt sie nach dem Motto "Nur wer sich ändert, bleibt sich treu".

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Risikotransfer: Wie katastrophale Schäden von Wirtschaft und Gesellschaft in ein erträgliches Maß transformiert werden können (Vortrag)

Unsere moderne Welt ist komplex und damit verwundbar, durch Naturgewalten, technische Unglücke und vieles mehr. Doch sie hat Methoden entwickelt, katastrophale Schäden — oder zumindest deren ökonomische Folgen — zu bewältigen, und ist damit eigentlich sehr erfolgreich. Dabei spielen Versicherungen eine fundamentale Rolle, aber auch das Rechtssystem und viele andere staatliche Maßnahmen leisten einen wesentlichen Beitrag, der uns oft gar nicht bewusst ist. Bei der Betrachtung dieses Geflechts wird klar werden, dass eine effektive Katastrophenbewältigung manchmal nur um den Preis zu haben ist, dass es dabei nicht ganz gerecht zugeht, und wir werden hierzu ausführlich das World-Trade-Center-Attentat betrachten — als Paradebeispiel, wie eine Gesellschaft einen existenzbedrohenden Schaden bewältigt, indem sie für einen Moment ihre eigenen Regeln bricht.

Michael Fackler, Jahrgang 1967, stammt aus einer Allgäuer Musikerfamilie und hat in München und Pisa Mathematik studiert. Er ist freiberuflicher Aktuar (geprüfter Versicherungsmathematiker). In langjähriger Tätigkeit bei Rückversicherungen hat er nicht nur die traditionellen Versicherungslösungen zur Abfederung von großen Schäden kennengelernt, sondern auch das komplexe Umfeld aus staatlicher Regulierung, Haftungsbedingungen, etc., das es unserer modernen Gesellschaft ermöglicht, große Risiken einzugehen. Michael Fackler ist seit 1988 bei Mensa. Für den Verein und für MHN ist er vor allem aktiv als Referent und Organisator von Vorträgen, daneben hat er die Endredaktion von Tagungsbänden der MinD-Akademien übernommen.

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Transformation der Arbeitswelt vom militärischen Top-Down zum Mitarbeiterzufriedenheitsmanagement. Ein Praxisbericht (Vortrag)

In der Industrialisierung mussten Menschen anfangs wie Maschinen funktionieren: Immer derselbe Handgriff am Fließband, etc. Was zu tun war, war schematisch vorgeschrieben, top-down wie beim Militär. Das war der damaligen Arbeitsstruktur angemessen, aber eine stetige wachsende Zahl von Menschen hat heute ganz andere Aufgaben, z.B. flexibles Troubleshooting oder produktives Verarbeiten von Wissen in vernetzten Teams. Das bringt das Firmenmanagement in einen Zwiespalt. Einerseits soll und will es dem Unternehmen die Richtung vorgeben, andererseits sind die Tätigkeiten nicht mehr so, dass man sie auf einfache Weise vorschreiben und kontrollieren kann, z.B. dann, wenn man auf hohe Flexibilität, schnelles autonomes Handeln einzelner Mitarbeiter oder gar auf Kreativität angewiesen ist. Eine zentrale und wachsende Rolle spielen heutzutage Vertrauen und Loyalität, die stark von der Zufriedenheit der Angestellten und zahllosen menschlichen und kulturellen Faktoren abhängen. In diesem lang dauernden Umbruch des Wirtschaftslebens kann man oft ein Nebeneinander mehrerer Generationen von Unternehmensphilosophien beobachten und erlebt ein Hin und Her zwischen Aufbruchsstimmung und konservativen Reflexen. Und man könnte (und sollte) ein paar grundsätzliche Fragen zur Unternehmensführung in der Wissensgesellschaft stellen.

Lebenslauf von Michael Fackler: siehe voriger Eintrag

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Bücherschaulaufen (Workshop)

Etwas, was sich auf dem diesjährigen Mensa-JT in Dortmund spontan entwickelt hat, soll nun als Event auf der MinD-Akademie stattfinden: Jeder, der ein Buch gelesen hat, das er gaaanz toll findet und unbedingt weiterempfehlen will, stellt es kurz vor. Damit das Event nicht die ganze Nacht dauert und wir ein wenig planen können, gibt es für die "Referenten" einen gewissen Rahmen: a) Redezeit 3-5 min, b) "Ausfüllen eines kurzen Fragebogens vor der Akademie, der hier abrufbar ist. Daraus erstellen wir dann die Liste der: MHN Top Books 2010. Die wichtigsten Fragen sind folgende: 1. Wie hat dieses Buch mein Leben verändert? 2. Wer sollte dieses Buch unbedingt lesen?"

Michael Fackler stammt aus einer Allgäuer Musikerfamilie, hat in München und Pisa Mathematik studiert und arbeitet als freiberuflicher Versicherungsmathematiker. Als langjähriges Mensa- (seit 1988) und MHN-Mitglied hat er schon viele großartige Buchempfehlungen bekommen und möchte mit dem Bücherschaulaufen dazu beitragen, dass sich gute Bücher auch weiterhin rasch herumsprechen.

Jan Sieckmann, Jahrgang 1971, verschlingt Gedrucktes zum Frühstück, Mittagessen und Abendbrot. Ansonsten ist er Onlinemarketingmanager eines Ferienhausvermieters, freier Kreuzworträtselautor und Historiker. Er lebt und liest in Köln.

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Die UNO von innen - Perspektiven aus der Sicht eines Mitarbeiters nach 30 Jahren Erfahrung (Vortrag)

Der Vortrag geht zunächst auf die Rolle der UNO in der internationalen Architektur der Staatengemeinschaft ein. Dabei betrachtet er insbesondere einerseits die sich ständig wandelnden Herausforderungen und andererseits ihre zum Teil selbstgemachten Probleme. Der zweite Teil des Vortrags beleuchtet den Einfluss der UNO bei Transformationsprozessen anhand von Beispielen einiger Projekte der technischen Zusammenarbeit.

Peter Fröhler hat seine Berufslaufbahn am Institut für Weltwirtschaft in Kiel begonnen und war dann 30 Jahre bei den Vereinten Nationen in Genf beschäftigt. Seit 2007 ist er im Ruhestand. Bei der UNCTAD (United Nations Conference for Trade and Development) hat er alle höheren Ränge vom Einsteiger als Programmierer bis zum Direktor durchlaufen und dabei einen reichen Erfahrungsschatz gesammelt. Er war unter anderem für Projektimplementierungen in über 100 Ländern verantwortlich. Als Vorsitzender von vielen Stellenbesetzungs- und Beförderungsausschüssen hat er auch detaillierte Kenntnisse von internen Verwaltungspraktiken erworben.

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Powerpoint-Karaoke - Transformation unbekannter Slides in spontane Vorträge (Workshop)

Wer kennt sie nicht aus seinem beruflichen oder studentischen Alltag: Präsentationen, bei denen der Vortragende nicht so recht zu wissen scheint, über was er da eigentlich gerade referiert. In diesem Workshop wollen wir diesen Präsentationsstil, auch Powerpoint-Karaoke genannt, zur sportlichen Disziplin erheben und in einer Mischung aus Präsentationstraining und Theatersport auf unterhaltsame und kurzweilige Art und Weise unsere Präsentationsfähigkeiten trainieren: Jeder Teilnehmer wird die Gelegenheit haben, einen ihm völlig unbekannten Foliensatz in Szene zu setzen und dem Publikum in Form der anderen Workshop-Teilnehmer zu präsentieren. Spezielle Vorkenntnisse sind keine nötig. Bereits einmal präsentiert zu haben garniert mit einem Hauch von Spontanität ist aber sicherlich hilfreich.

Thilo-Alexander Ginkel, Jahrgang 1979, hat Informatik studiert und hat seit seiner Jugend Spaß an der Entwicklung von Software. Weniger Spaß bereitet ihm dagegen das Verfolgen zäher Präsentationen, was in ihm schlussendlich die Idee zu diesem Workshop reifen ließ.

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Prof. Dr. Ulrich Greveler: Verwandlung des Netizen zum Netzwesen: Wie gefährlich ist das „Real Life“? (Vortrag)

Derzeit finden Verwandlungsprozesse der Lebenswelt statt, die mit der zunehmenden Netznutzung zusammenhängen. Diese werden oft als Gefährdung der unbedacht handelnden Teilnehmer wahrgenommen: Gefahren sozialer Netzwerke, Allverfügbarkeit ortsbezogener Dienste, datenschutzfreies Leben in der Netzgemeinde, Datenkraken überall. Aber ist diese Wahrnehmung korrekt? Oder ist das Real Life vielleicht doch gefährlicher? Wir betrachten das Leben eines Netzwesens, das gelegentlich auf Warner und Mahner hört.

Prof. Dr.-Ing. Ulrich Greveler, Jahrgang 1972, ist Professor für Informatik am Fachbereich Elektrotechnik und Informatik der Fachhochschule Münster und leitet dort das Labor für IT-Sicherheit. Er publiziert zu den Themen Informationssicherheit, technischer Datenschutz, Kryptographie und Durchsetzung digitaler Rechte. Nach dem Studium in Gießen und mehrjähriger Industrietätigkeit forschte und promovierte er an der Ruhr-Universität Bochum.

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Entrepreneurship (Vortrag)

Der Bereich Entrepreneurship hat in den vergangenen Jahren nicht nur das verstärkte Interesse der Politik sondern auch von Universitäten und anderen Bildungseinrichtungen hervorgerufen. In diesem Vortrag soll ausgehend von einer kurzen Schilderung der Grundlagen dieses Themenbereichs dargestellt werden, wie man seine persönlichen Ziele im Rahmen von Entrepreneurship verwirklichen kann. Obgleich Entrepreneurship oftmals mit dem Aufbau von Wachstumsunternehmen gleichgesetzt wird, zeigen immer mehr Studien, dass sich Gründer in vielfältiger Weise durch den Aufbau eines neuen Unternehmens verwirklichen können und dass dabei nicht notwendigerweise die Gewinnmaximierung im Vordergrund stehen muss.

Marc Gruber was born in Munich, Gemany, in 1972. He graduated in management from the University of St. Gallen in 1995 and received a PhD in management from the same university in 2000. In spring 2005, he received a venia legendi from the Munich School of Management for his habilitation thesis on marketing in new ventures. He joined EPFL in the fall of 2005 coming from the Munich School of Management, University of Munich, where he was the vice-director of the Institute of Innovation Research, Technology Management and Entrepreneurship (INNOtec) and manager of the ODEON Center for Entrepreneurship. He has held several visiting scholar posts at the Wharton School, University of Pennsylvania, where he conducts research on technology commercialization and entrepreneurial marketing. Marc Gruber's research focuses on new venture creation and the commercialization of innovative technologies. He has published his research in several prestigious scientific journals such as "Management Science", "Organization Science", "Journal of Business Venturing", and "Entrepreneurship Theory & Practice".

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Kunst und Kosmologie (Vortrag)

Der Einfluss der Sonne, des Mondes und der Kometen auf den Menschen wurde in vielen Kulturen in göttlichem oder kultischem Zusammenhang gesehen. Die künstlerischen Darstellungen dieser Himmelskörper wurden vor dem 19. Jahrhundert aber nicht von der Wissenschaft inspiriert. Heutzutage dagegen sind die Errungenschaften der Wissenschaft in aller Munde. Sie werden durch die Medien schnell und wirkungsvoll verbreitet. Das dramatische Anwachsen der Popularisierung von wissenschaftlichen Ergebnissen hat die Kunst stark beeinflusst. Hier sind es insbesondere die Astronomie und Kosmologie, aber auch die Quanten- und Elementarteilchenphysik, die Ideengeber für die bildende Kunst, aber auch für die Dichtung und Musik sind.

Prof. Dr. Claus Grupen studierte Mathematik und Physik an der Universität Kiel und promovierte dort 1970 in Physik mit einem Thema aus der kosmischen Strahlung. Nach einem längeren Gastaufenthalt an der University of Durham (England) wechselte er in die Beschleunigerphysik und arbeitete am Deutschen Elektronensynchrotron DESY in Hamburg und am Europäischen Kernforschungszentrum CERN in Genf auf dem Gebiet der Elektron-Positron Wechselwirkungen. Nach seiner Habilitation im Jahre 1975 ist er seit 1980 Professor an der Universität Siegen. Es folgten einige Aufenthalte als Gastprofessor an der University of Tokyo. 1995 erhielt er als Mitglied der PLUTO-Kollaboration von der Europäischen Physikalischen Gesellschaft den 'Special High Energy and Particle Physics Prize' für die Entdeckung des Gluons. Nach seiner Emeritierung im Jahre 2006 hat er angefangen, seine Lehr- und Fachbücher mit Cartoons zu illustrieren.

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Transformationen in der Mathematik, und der Weg zum Chaos (Vortrag)

Mathematik beschreibt unter Anderem, wie sich ein Zustand in einen anderen überführen läßt. Interessanterweise stellt sich heraus, dass ganz einfache und leicht verständliche Transformationen, mehrfach angewendet, zu ganz unerwarteten Mustern und Verhaltensweisen führen. Dies wird in diesem Vortrag genauer beleuchtet.

Prof. Roland Gunesch hat an der Universität Bonn, der University of Warwick und der Pennsylvania State University Mathematik, Physik und Informatik studiert und in Mathematik promoviert. Er ist Professor für Mathematik an der Universität Hamburg. Seine Arbeiten befassen sich vor allem mit dem Thema Dynamische Systeme ("Chaos").

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Impro-Theater für Einsteiger: die Transformation zum Schauspieler! (Workshop)

Impro-Theater ist aufregendes Theater ohne vorheriges Textauswendiglernen. Wie durch eine magische Verbindung lassen gute Impro-Spieler immer wieder neue Szenen entstehen, die der vorher Gezeigten in Punkto Spannung und Überzeugungskraft in nichts nachsteht. Impro-Theater ist das Er-Leben von immer neuen Transformationen — schnell, spannend, und humorvoll im Sicherheitsnetz der Mitspieler! Doch wie genau schafft man es, aus dem Nichts ein Zusammenspiel mit den Kollegen entstehen zu lassen? Was brauche ich für eine gute Szene, wie bekomme ich die zündenden Ideen, wie definiere ich meine Rolle am Besten, ...? In diesem Workshop wird es darum gehen, Impro-Neulingen die Grundlagen des flexiblen und kreativen Spielens näher zu bringen. Er ist für all diejenigen gedacht, die neugierig darauf sind, in neue Rollen zu schlüpfen und auszuprobieren, wie es sich anfühlt, spannende Geschichten vor Publikum zu spielen. Ob ihr bereits Theatererfahrung habt oder nicht spielt dabei keine Rolle, teilnehmen kann jeder der bereit ist sich auf ein äusserst unterhaltsames Abenteuer einzulassen. (PS: im Fernsehen war das ganze System auch schon zu beobachten und hiess dort "Frei Schnauze")

Markus Gyger studierte von 2001 bis 2006 im englischsprachigen "International Physics Study Program" an der Universität Leipzig. Seit Februar 2007 promoviert er an derselben Universität in der Abteilung für Physik der weichen Materie. Seit 2002 ist Markus Gyger ehrenamtlicher Trainer in der politischen Jugend- und Erwachsenenbildung. Er moderierte zahlreiche Seminare und Workshops, beispielsweise auf der Kinderrechtetagung der Stadt Leipzig, für die Friedrich Ebert Stiftung und im Rahmen von Mensa/MHN und führte eine Reihe von Projekttagen an Schulen und Berufsschulen im Rahmen des Netzwerkes für Demokratie und Courage und der DGB Berufschultouren durch. Als Doktorand in der Physik hielt er zahlreiche Vorträge auf Tagungen und internationalen Konferenzen. Kontakt mit Improtheater hatte er zum ersten Mal von einigen Jahren auf einem der zahlreichen MHN-Improtheaterworkshops. Seit dem spielt er leidenschaftlich gerne und so oft sich die Gelegenheit bietet. "Die Verknüpfung dieser Erfahrungen aus den Seminaren und Vorträgen und der Spontanität, die sich aus dem Improtheater entwickelt hat mich von Anfang an fasziniert, daraus ist dann die Idee für unseren diesjährigen MinD- Akademie Workshop geworden."

Thorsten Michael Kreissig kann auf eine mensatypisch abwechslungsreiche Karriere als Darsteller, Regisseur, Choreograph, Videoregisseur, Eventmanager und Coach zurückblicken. Als Schauspieler und Musicalperformer hat er für Bühne, Film und Fernsehen gearbeitet. Als Regisseur hat er Mehr als 120 Produktionen unterschiedlichster Stilrichtungen (von Opern, Balletten und Musicals bis zu Modenschauen und Erlebnis-Events) hat er in Szene gesetzt. Engagements führten ihn u.a. ans Theater des Westens Berlin, Staatsoper Unter den Linden Berlin, Bayrisches Staatsschauspiel München, Opernhaus Graz, Internationale Musikfestwochen Luzern, Stadsteater Malmö, Türkische Staatsoper Izmir und ans Kennedy Center Washington. 2007 war er als Projektmanager des Cranko Festivals "Cranko Moves Stuttgart" beim Stuttgarter Ballett engagiert, wo er nicht nur das erste Public Viewing für Tanz auf dem europäischen Kontinent betreute, sondern mit seiner Aktion "Dance the Cranko" eine ganze Stadt zum Tanzen brachte. Videos zu "DtC" und anderen Projekten sind auf Facebook zu finden.

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Optimales Präsentieren! Transformations-Tipps und Tricks der Theaterprofis (Workshop)

In unserer heutigen Zeit muss man sich ständig präsentieren, ob bei Vorträgen auf Konferenzen, bei Bewerbungsgesprächen oder in mündlichen Prüfungen. Und wer kennt sie nicht, die fiese Frage, auf die man sich nicht vorbereitet hat? Man spürt, dass sie gestellt wurde um dem Vortragenden oder dem Prüfling zu signalisieren, dass der Fragende viel mehr Ahnung hat. Aber wie geht man damit um? Oder man steht plötzlich da und hat alles vergessen, auf das man sich vorbereitet hat, ein Blackout, was nun?
In diesem Workshop wird es darum gehen, einige erstaunliche Antworten aus der Trickkiste des Impro-Theaters auf diese und andere Vortrags- und Prüfungssituationen zu präsentieren. Die Teilnehmenden sollten bereits Erfahrung mit den Grundtechniken des Impro-Theaters haben. Für Impro-Neulinge empfehlen wir den Workshop Impro-Theater für Einsteiger: die Transformation zum Schauspieler! auf dieser MinD-Akademie.
Und vielleicht wird ja der Eine oder Andere zu der Erkenntnis kommen, dass man sich auf viele Situationen als Impro-Künstler gar nicht mehr vorzubereiten braucht ...

Lebenslauf von Markus Gyger und Thorsten Michael Kreissig: siehe voriger Eintrag

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Transformation unserer Gesellschaft durch lange Konjunkturwellen. Rückblick auf die letzten 200 Jahre und Ausblick auf die nächsten Jahrzehnte (Vortrag)

Bei Konjunktur und Rezession denkt man meist an Zyklen von wenigen Jahren mit ein wenig Auf und Ab von Angebot und Nachfrage. Nach der Theorie des russischen Ökonomen Nikolai Kondratieff (1892 - 1938) sind das aber nur oberflächliche Schwankungen, während die grundlegenden Wirtschaftszyklen Jahrzehnte dauern. Diese bringen tiefgreifende Innovationen im Wirtschaftsleben mit sich und parallel dazu markante gesellschaftliche Veränderungen. Ein Blick zurück auf die Ökonomie seit Beginn der Industrialisierung zeigt, dass es globale Wirtschaftkrisen, wie wir jetzt nach der Computerisierung eine erleben, schon mehrfach gegeben hat, etwa 1873 nach dem Eisenbahnbau und 1929 nach der Elektrifizierung. Jedes Mal brachten sie Dinge mit sich, die wir heute als typisch für unsere Zeit ansehen, z.B. Dumpinglöhne, wilde Spekulation am Kapitalmarkt, Orientierungslosigkeit der Politik, u.v.m. Wann der nächste große Konjunkturaufschwung kommt, wo man am meisten von ihm profitieren wird und auf welchen technologischen (oder vielleicht eher gesellschaftlichen?) Innovationen er beruhen wird, lässt sich schon erahnen. Wir sollten darauf aufbauend beginnen, unsere Gesellschaft für den neuen Zyklus fit zu machen.

Erik Händeler geboren 1969, ist als Buchautor und Zukunftsforscher vor allem Spezialist für die Kondratiefftheorie der langen Strukturzyklen. Nach einem Tageszeitungsvolontariat und Tätigkeit als Stadtredakteur in Ingolstadt studierte er in München Volkswirtschaft und Wirtschaftspolitik. 1997 wurde er freier Wirtschaftsjournalist, um die Konsequenzen der Kondratiefftheorie in die öffentliche Debatte zu bekommen. Dazu arbeitet er inzwischen auch eng mit dem Zukunftsinstitut von Matthias Horx zusammen. Bücher: "Die Geschichte der Zukunft - Sozialverhalten heute und der Wohlstand von morgen", "Kondratieffs Welt" und das Hörbuch "Der Wohlstand kommt in langen Wellen".

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Zur Transformation des Menschen - Technik als Bedingung der Möglichkeit menschlicher Existenz (Vortrag)

Seit seinen stammesgeschichtlichen Anfängen gibt es eine enge Wechselwirkung des Menschen mit der Umwelt. Eine zentrale Rolle hierbei spielt Technik, die in einem alten und weiten Verständnis jedes auf Herstellen gerichtete Können meint. Kultur- und Sozialtechniken sind hierbei ebenso zu erwähnen wie unterschiedliche Arten von Realtechniken. Mangels einer physiologischen Anpassung an viele Rahmenbedingungen waren Menschen hinsichtlich eines Selektionsvorteils zu einer artifiziellen Adaption an die Umwelt gezwungen. Die menschliche Entwicklungsgeschichte sorgte schließlich für immer komplexere Formen von Technik, die den Menschen mehr und mehr von seiner ursprünglichen Lebensweise entfernten. So durchlebte der Mensch verschiedene Transformationen, die stets mit der Technik in einem engen Zusammenhang standen. Der Vortrag wird sich mit diesem Prozess beschäftigen und die entscheidende Rolle der Technik als Bedingung der Möglichkeit menschlicher Existenz herausarbeiten. Obschon dies bereits seit Beginn menschlicher Handlungen gilt, kommt dieser Erkenntnis nicht zuletzt im Angesicht transhumanistischer Überlegungen zu Beginn des 21. Jahrhunderts eine neue Bedeutung zu.

Thomas Heichele, M.A., geb. 1982, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl Philosophie mit Schwerpunkt analytische Philosophie und Wissenschaftstheorie an der Universität Augsburg. Seit dem Abschluss des Philosophiestudiums 2008 arbeitet er an seiner Promotion mit einem Thema aus dem Spannungsfeld von Wissenschaftsgeschichte, Naturphilosophie und Technikphilosophie (Uni Augsburg/TU München). Nebenbei ist er in der Erwachsenenbildung tätig.

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Transformation von Schallwellen in Bewegung (Workshop)

In diesem Workshop greifen wir die Ergebnisse des WS aus 2008 auf und stellen sie in einen übergeordneten Zusammenhang. Die Teilnehmer werden in die Lage versetzt, bestimmte Grundprinzipien auf alle Schwungtänze (Langsamer Walzer, Wiener Walzer, Slow Foxtrott, Quickstep u. a.) zu übertragen; es handelt sich dabei um einen mehr deduktiven Ansatz als bei dem üblichen 'Schritte auswendig lernen'. Der ausführliche praktische Teil gibt auch Teilnehmern ohne Vorkenntnisse ausreichend Zeit, das gelernte zu vertiefen. Die Schwerpunkte werden mit den Teilnehmern abgestimmt. An den Abenden besteht die Möglichkeit, das Erlernte anzuwenden und zu vertiefen (Veranstaltungen außerhalb des Akademie-Programms).

Peter Heide studierte - nach seiner Ausbildung und Tätigkeit als Bankkaufmann und Sparkassenbetriebswirt - in Hagen Informatik/BWL mit einigen Semestern Geschichte, Medizininformatik und Rechtswissenschaften. Nach langjähriger Tätigkeit für diverse Unternehmensberatungsgesellschaften ist er seit 2007 selbständig als Berater in der IT-Branche. In seiner Freizeit widmet er sich u.a. mit dem hier vorgestellten Thema, welches er in unterschiedlicher Form nunmehr zum neunten Male im Rahmen einer Mensa-Veranstaltung behandelt.

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Gesundheitssysteme - Was müssen wir wissen und wer weiß es am besten? (Vortrag)

Public service projects are usually characterized by having a multitude of stakeholders. At the same time the success criteria for such projects, usually performance improvement, is less well defined than in the commercial sector where ultimately a project is successful if it has a positive effect on the bottom line. An important part of service design is to recognize which knowledge is needed, where it can be sourced from and how to ensure timely flow. In prevailing ad hoc approaches to public service design assumptions are made about the expertise of different stakeholders. In order to find out what is important for service design and test if these assumptions of expertise are valid, we asked three different stakeholder groups what they expect from a good service and investigated how each group values the contributions which were raised by other stakeholders but not by themselves. We will discuss the implications of these findings for design processes and the position of design within an organization. (Vortrag in deutscher Sprache)

Eva-Maria Hempe hat Physik in Muenchen, Regensburg, Erlangen und Cambridge studiert. Seit 2008 promoviert sie an der University of Cambridge in Engineering Design über Designprozesse im Gesundheitswesen. Sie interessiert sich besonders für Fragen des Knowledge Managements und Organizational Learning. Wenn sie nicht an ihrer Doktorarbeit arbeitet (die sie hoffentlich 2011 abschliessen wird), enagagiert sie sich in verschiedenen Universitätsvereinen, wie zum Beispiel der Studentenvereinigung ihres Colleges (desses Präsidentin sie 2008 war) oder der Blind Wine Tasting Society. Die meisten ihrer Engagements sind allerdings sportlicher Natur, so ist bzw. war sie Mitglied des Segelclubs, des Poloclubs, des Triathlonclubs und des Modernen Fünfkampfclubs. Sie hat fuer Cambridge Fußball und Rugby gespielt. Ihre große Leidenschaft ist allerdings das Rudern — 2007 hat sie mit der Reservemannschaft ihr Boatrace gegen Oxford gewonnen und 2008 wurde sie für das erste Boot ausgewählt.

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Reprogrammierung von Stammzellen - Eine neue Quelle unversalverträglicher Transplantate? (Vortrag)

In Deutschland werden jährlich über 4.000 Transplantationen durchgeführt. Es warten alleine hierzulande etwa 12.000 Menschen auf ein passendes Transplantat. Täglich sterben drei von Ihnen, weil nicht rechtzeitig ein passendes Spenderorgan zur Verfügung steht. Neben dem Mangel an Spenderorganen stellt insbesondere die Abstoßung des Transplantates durch das Immunsystem des Empfängers ein großes Problem dar. Die biotechnologische Herstellung von Transplantaten, die nicht als körperfremd erkannt werden können, stellt daher einen viel versprechenden Forschungsansatz dar. Seit kurzem steht eine Technik zur Verfügung, die es erlaubt, unterschiedliche Zelltypen eines jeden Menschen in echte "Alleskönner"-Stammzellen, sogenannte pluripotente Stammzellen zurück zu verwandeln. Man spricht dabei vom Reprogrammieren von Zellen zu induzierten pluripotenten Stammzellen (iPS). Diese Zellen besitzen die Eigenschaft, in alle unterschiedlichen Zelltypen differenzieren zu können, d.h. alle unterschiedlichen Zelltypen hervorbringen zu können. Dies bietet die prinzipielle Möglichkeit, aus patienteneigenem Ausgangsmaterial unterschiedliche Transplantate und Zelltherapeutika herstellen zu können, die nicht als körperfremd abgestoßen werden.

Univ.-Prof. Dr. med. Peter Horn, geb. 1972, hat den Lehrstuhl für Transfusionsmedizin an der Universität Duisburg-Essen inne. Horn studierte Medizin an der Ruhr-Universität Bochum. An der Medizinischen Klinik der Universität Köln war er als AiP und Assistenzarzt tätig. Im Anschluss an einen mehrmonatigen Einsatz im Rahmen eines humanitären Hilfsprojektes für "Ärzte für die Dritte Welt" in Dhaka, Bangladesch, forschte Horn gut zwei Jahre lang am Fred Hutchinson Cancer Research Center in Seattle (USA). Zurück in Deutschland arbeitete er zunächst am Institut für Transplantationsdiagnostik und Zelltherapeutika der Universität Düsseldorf. Vor seinem Ruf nach Essen arbeitete Horn als Oberarzt am Institut für Transfusionsmedizin der Medizinischen Hochschule Hannover. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählt die Differenzierung von embryonalen sowie reprogrammierten, sog. induzierten pluripotenten Stammzellen (iPS) in blutbildende Stammzellen. Parallel dazu befasst seine Arbeitsgruppe sich mit Transplantationsimmunologie und der Entwicklungsbiologie adulter Stammzellen, mit dem Ziel, langfristig neue zelluläre Therapeutika entwickeln zu können.

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Transformation der Religion (seit den 1960er Jahren) (Vortrag)

In der wissenschaftlichen Literatur wurde im 19. und 20. Jh. vielfach im Horizont der „Säkularisierungsthese“ der Religion ein baldiges Ende unter den Bedingungen der Moderne prognostiziert. Allerdings ist diese Vorstellung offenkundig problematisch, da sich neben dem Rückgang an Religionspraxis in Europa in den USA eine sehr stabile Religionskultur findet. Auch die in den 1960er Jahren weit verbreitete These der Privatisierung der Religion ist unzureichend, da neben der sich verstärkenden Bedeutung der Religion in der Privatsphäre auch die Öffentlichkeit zunehmend von religiösen Themen bestimmt zu sein scheint. Ferner verändert sich das Feld der Religion in Europa und in den USA sehr stark, wobei dies wesentlich durch Migrationsprozesse und eine weitergehende Pluralisierung des Religiösen ausgelöst wird. Dies führt zu neuen Phänomenen der Religion, wie einer Zunahme fundamentalistischer Strömungen und auch einer Popularisierung der Religion. In dem Vortrag soll versucht werden, diese Strömungen kritisch darzustellen und nach der Zukunft der Religion in modernen Gesellschaften zu fragen.

Prof.Dr. Traugott Jähnichen, geb. 1959, seit 1998 Lehrstuhlinhaber für Christliche Gesellschaftslehre an der Evangelisch-theologischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum. Studium der Evangelischen Theologie und der Wirtschaftswissenschaften in Bochum, Bonn und Wuppertal. Nach den beiden theologischen Examina und der Ordination erfolgten die theologische Promotion, das Diplom im Fach Wirtschaftswissenschaften sowie die Habilitation. Mitglied u.a. im ständigen Theologischen Ausschuss und im Sozialauschuss der EKvW sowie in der Kammer für soziale Ordnung der EKD, Mitherausgeber u.a. der ZEE und des Jahrbuchs Sozialer Protestantismus. Forschungsschwerpunkte sind gegenwärtig die Geschichte des sozialen Protestantismus, Grundfragen der Sozial- und Wirtschaftsethik sowie kirchliche Zeitgeschichte mit dem Schwerpunkt der Diakoniegeschichte.

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Wie man Karriere macht (Vortrag)

Für viele Menschen ist eine wichtige Determinante ihrer Lebenszufriedenheit auch der berufliche Erfolg. Eine mögliche Definition von beruflichem Erfolg ist "Karriere". Sozialer Aufstieg, Einfluss, Macht, Führungsverantwortung, Budget- und Umsatzverantwortung sowie ein attraktives Gehalt können starke Motivatoren sein, eine Führungskarriere anzustreben. Nur: Wie wird man eigentlich befördert? Wie macht man erfolgreich Karriere? Einige Antworten darauf gibt es hier.

Henning Kantner ist in einer Unternehmensberatung tätig, wo er sich mit stretegischen und operativen Themen der Telekommunikationsbranche befasst. Zuvor war er in verschiedenen Funktionen bei einem Mobilfunknetzbetreiber — unter anderem hat er dort Führungsfunktionen im Personalbereich bekleidet, an Personalauswahl- und Personalentwicklungsmaßnahmen mitgewirkt und mitentwickelt. Er hat umfassende Erfahrung im Design und in der Durchführung von Assessment Centern für Führungskräfte. Er ist Elektroingenieur (Uni Dortmund), Wirtschaftsingenieur (Fernuni Hagen) und MBA (Henley College, UK).

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Moderne Objekterkennung mit der Hough-Transformation (Vortrag)

In vielen Bereichen der Datenverarbeitung sind Computer mittlerweile viel leistungsfähiger als Menschen, aber auf manchen Gebieten tun sie sich trotz immer schnellerer Prozessoren immer noch schwer. Ein wichtiges Beispiel hierfür ist der Gesichtssinn: stellt man einem Computer die Aufgabe in einem Bild nach Menschen, Häusern oder Kühen zu suchen, wird er viel länger brauchen und mehr Fehler machen als die meisten Leute. Dabei gibt es viele nützliche Anwendungen für ein solches automatisches Objekterkennungssystem: Fahrerassistenzsysteme, die Autofahrer vor der Kollision mit Fußgängern warnen, autonome Roboter oder die automatische Fokussierung von Gesichtern in modernen Kameras. Um zu erfahren, wie solche Systeme hinter der Oberfläche arbeiten, werden wir beispielhaft eine Methode im Detail kennen lernen: die sogenannte "Hough-Transformation". Dieses Verfahren wurde ursprünglich zur Erkennung einfacher geometrischer Objekte entwickelt und wir werden sehen, wie es für kompliziertere Formen und schließlich für die Erkennung von Menschen verallgemeinert werden kann.

Frederik Orlando Kaster (Jahrgang 1983) studierte Physik und vorklinische Medizin in Mainz. Mittlerweile beschäftigt er sich damit, wie man interessante Probleme aus Biologie und Medizin mit Hilfe von Verfahren der automatischen Bildverarbeitung und Mustererkennung lösen kann: er steht hierbei kurz vor dem Abschluss seiner Promotion an der Universität Heidelberg und dem Deutschen Krebsforschungszentrum. In seiner Freizeit liegt ihm unter anderem das Medibüros-Projekt zur medizinischen Unterstützung von Papierlosen sehr am Herzen, welches er seit nunmehr sechs Jahren begleitet. Als MinD-Akademie-Debütant ist er schon sehr gespannt, welche Transformationen diese Akademie in ihm bewirken werden (und welche er vielleicht bei anderen hervorrufen kann).

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Science Slam

Die Regeln sind einfach: Ihr habt 10 Minuten Zeit um ein wissenschaftliches Thema eurer Wahl in einem populärwissenschaftlichen Vortrag mit normalen Hilfsmitteln (Laptop/Beamer, Flipchart,...) vorzustellen. Das Thema des Vortrags sollte zum Thema "Transformationen" passen und ihr solltet in dem Bereich geforscht oder euch zumindest im Studium intensiv damit beschäftigt haben — so könnte beispielsweise ein interessierter Mathematiker die "Bäcker-Transformation" vorstellen. Am Ende wird vom Publikum bewertet, wie inhaltsstark der Vortrag war, wie gut das Thema erklärt wurde und wie gut der Vortragsstil war. Wenn ihr eure Forschungsergebnisse zum Thema "Transformationen" beim Science Slam präsentieren wollt, dann meldet euch bei René Kieselhorst (rene.kieselhorst@gmx.de).

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Zaubern: Transformation, Penetration, Halluzination (Workshop)

In diesem Zauberworkshop geht es um klassische Effekte der Magie: Transformation, Penetration, Halluzination. Einiges zum Gucken, vieles zum Selbermachen!

Andreas Klik hat nach seinem BWL-Studium zunächst als strategischer Unternehmensberater gearbeitet. Später wechselte er zur Erforschung energiewirtschaftlicher Fragen und zwischenmenschlicher Phänomene an die Universität zurück. Aktuell unterrichtet er an einer Hamburger Berufsschule Wirtschaftsfächer auf Englisch. Als Tänzer hat Andreas in über 15 Jahren zahlreiche Shows und Turniere in der S-Klasse hinter sich gebracht. Spezialisiert ist er auf Salsa (New York Style, L. A. Style) und die Manager Moves. Darüber hinaus wirft er gern Bälle in die Luft - und fängt sie wieder. Noch länger allerdings beschäftigt ihn die Frage, wie man praktisch jede natürliche Grenze - scheinbar - überwinden kann.

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Mambo (Workshop)

Transformation eines Tanzes: Die Salsa wird heute in vielen Stilrichtungen getanzt, z. B. New York Style, L. A. Style, kubanisch und puertoricanisch. Dabei unterscheiden sich diese Stile rhythmisch und choreographisch zum Teil erheblich. In diesem Tanzworkshop werden wir die wichtigsten Salsastile beleuchten und uns dann einem der Ursprünge, dem Mambo tipico (Salsa New York Style on 2) zuwenden.

Lebenslauf von Andreas Klik: siehe voriger Eintrag

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Von der Forschungsidee zu ihrer Realisierung (Vortrag)

In diesem Vortrag betrachten wir zwei der schwierigsten Schritte, denen sich alle Forschenden stellen müssen: Wie werden Fragestellungen in Studiendesigns umgesetzt, und wie werden die Ergebnisse anschließend interpretiert? Anhand zahlreicher Beispiele aus der Psychologie zeigen wir auf, wie diese Schritte gelingen können, und üben Kritik an misslungenen Versuchen. Ihr erfahrt, wie psychologische Studien generell aufgebaut sind und welche Gedanken sich die Forschenden dabei machen. Außerdem stellen wir euch gängige Verfahren der psychologischen Forschung mit ihren Vor- und Nachteilen (vor allem aus der Sozial- und Kognitionspsychologie) vor. Aus der Statistik gezogene Schlüsse und Argumentationslinien aus wissenschaftlichen Artikeln diskutieren wir kritisch.

Sara Köser, Jahrgang 1983, ist Diplompsychologin. Sie studierte von 2003 bis 2009 in Heidelberg, arbeitete währenddessen im Bereich der Hochbegabtenförderung und Traumatherapie und untersuchte in ihrer Diplomarbeit den Einfluss von Geschlechtsstereotypen bei der Personalauswahl mittels Blickbewegungsmessung. Seit 2010 arbeitet sie als Marie-Curie-Stipendiatin im europaweiten Netzwerk "Language, Cognition, and Gender" an der Universität Bern. Dort untersucht sie die starke Ablehnung von geschlechtergerechter Sprache und entwickelt Trainingsmodule für eine bessere Akzeptanz und ein leichteres Lernen von geschlechtergerechter Sprache. Bei MHN und MinD trifft man Sara bei vielen überregionalen Veranstaltungen, außerdem ist sie Redakteurin und Autorin des MinD-Magazins. Die restliche Freizeit verbringt sie mit Belletristik, Rätseln, Gesellschaftsspielen und am Klavier.

Elisa Merkel, Jahrgang 1983, ist Diplompsychologin. Sie lebte und studierte von 2003 bis 2009 in Freiburg. Während ihres Studiums arbeitete sie als wissenschaftliche Hilfskraft in der Naturheilkunde der Uniklinik Freiburg, sowie in der Abteilung für Arbeits- und Organisationspsychologie des Instituts für Psychologie. In ihrer Diplomarbeit entwickelte sie einen Anamnesebogen für Patient/-innen mit körperlichen und psychischen Erkrankungen. Seit 2010 arbeitet sie als Marie-Curie-Stipendiatin im Rahmen des europaweiten Netzwerks "Language, Cognition, and Gender" an der Universität Padua in Italien. Dort befasst sie sich mit dem Einfluss geschlechtergerechter Sprache auf die Bildung von Stereotypen.

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Vom geschriebenen Gesetz zu empfundener Moral (Vortrag)

Wenn Straftaten passieren, hört man nicht selten die Frage nach dem "Warum?" einer Tat. Wenngleich bis heute nicht vollumfänglich erklärt werden kann, welche Faktoren einen Menschen dazu bringen, kriminell zu agieren, so existieren dennoch verschiedene Erklärungsansätze aus verschiedenen Fachrichtungen wie der Soziologie, der Kriminologie, der Psychologie und vielen weiteren. Dieser Vortrag soll dem interessierten Zuhörer eine Einführung in einen Teilbereich der Kriminologie, dem sogenannten Offender Profiling, vermitteln und dabei auch Motivationstheorien der Soziologie und anderer verwandter Disziplinen berücksichtigen. Hierbei soll insbesondere der Frage nachgegangen werden, welcher Transformationsprozess in Bezug auf das Verständnis der gültigen Rechtsordnung passieren muss, damit eine Aktion, oder Tat, die Grenze zwischen Legalität und Illegalität, Recht und Unrecht überschreitet.

Astrid Loos, Diplom-Betriebswirtin (BA) und BA(Hons) Business Administration, hat ursprünglich Wirtschaftswissenschaften studiert und sich schon damals im Rahmen ihrer Diplomarbeit mit der Notwendigkeit von Sicherheit und Sicherheitsdienstleistungen im Unternehmen sowie deren Kostenverrechnung befasst. Danach war sie mehrere Jahre im Bereich der Konzernsicherheit und Konzernrevision bei zwei internationalen Pharmaunternehmen tätig und verantwortlich für Ermittlungen im Bereich Produktfälschungen und danach in einer Spezialistenfunktion mit weltweiter Zuständigkeit (Management von Whistleblower Hotlines und Ermittlungen). Seit 2010 ist sie als Managerin bei einer der führenden Wirtschaftsprüfungsgesellschaften in ähnlicher Funktion tätig. Neben ihrer beruflichen Tätigkeit ist sie im akademischen Bereich forschend aktiv und untersucht die verschiedenen Aspekte und Auswirkungen von (Wirtschafts-)kriminalität und Tätermotivation.

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Kabarett (Workshop)

Zur Gestaltung des bunten Abends wollen wir gemeinsam wie in den letzten Jahren ein Kabarettprogramm erarbeiten. Themen gibt es genug, die liegen nicht erst seit Schwarz-Gelb auf der Straße. Lasst sie uns in Pointen transformieren!
Voraussetzung für den Kurs ist Kreativität, Spaß am Auftreten sowie die Bereitschaft, auch ein paar Überstunden zu machen, falls die Zeit im Workshop nicht ganz für die Proben reicht. Wer schon vor dem Workshop kabarettistische Texte (z. B. Sketche, Monologe, Lieder oder Gedichte) schreibt, kann sie gern mitbringen oder vorher schicken (Kontakt@tilmanlucke.de).

Tilman Lucke feierte im September 2010 sein fünfjähriges Bühnenjubiläum als Kabarettist. Bisher spielte er vier politisch- literarische Soloprogramme: "Nebenbei bemerkelt" (2005), "Jetzt wird durchregiert!" (2007), "Schwämmle drüber!" (2008) und "Bildungslucke" (2010). Er ist 26 Jahre alt und wohnt in Berlin. 2007 und 2009 leitete er bereits Kabarettworkshops in der MinD-Akademie, seit 2004 mehrmals jährlich im CdE und seit 2010 auch in der Deutschen SchülerAkademie. Seit 2005 spielt er zudem auch im Ensemble des Alt- Berliner Kabaretts "Berliner Brettl".

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Transformationen in der Musik: Mussorgskys "Bilder einer Ausstellung" (Vortrag)

Auch die Musik lebt von Transformationen. Typische Beispiele sind die von vielen Komponisten gepflegte Form "Thema und Variationen" sowie die Bearbeitung von Melodien und Werken anderer Komponisten im eigenen Stil (Transskriptionen). Mussorgskys "Bilder einer Ausstellung", ursprünglich für Klavier geschrieben, gehört zu den Stücken mit den meisten Bearbeitungen. Neben mehreren Orchesterfassungen - am bekanntesten ist wohl die von Maurice Ravel - gibt es Bearbeitungen für diverse Besetzungen - bis hin zu einer aberwitzig virtuosen Gitarrenfassung. Die "Pictures" wurden kongenial per Synthesizer umgesetzt, es gibt eine Rockfassung von Emerson, Lake & Palmer, eine Metal-Umsetzung von Mekong Delta und zahlreiche weitere - teilweise kuriose und nicht immer gelungene - Umsetzungen. Dies wird vielleicht in der Geschichte der MinD-Akademie der Vortrag mit den wenigsten Worten sein: Nach einer sehr kurzen Einführung starten wir eine Entdeckungsreise in mehr als ein Dutzend verschiedene Fassungen und es werden höchst unterschiedliche Klänge den Ton angeben.

Dr.-Ing. Hermann Meier, Jahrgang 1948, Vorsitzender MinD, arbeitet als Geschäftsführer und Unternehmensberater, Buchautor; Studium in Berlin als Bandmusiker finanziert, Musikinteresse in allerlei Variationen.

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"Globalisierung 1.0 bis 3.0" - Die große Transformation der Weltwirtschaft (Vortrag)

Die nun schon zwanzig Jahre alte Globalisierungsdebatte, geht in eine neue Runde. Die "Globalisierungsdiskussion 1.0" (Entgrenzung der Ökonomie) ging davon aus, dass sich das Wirtschaftsmodell der westlichen Marktwirtschaften nach der Implosion des Sozialismus weltweit dynamisch ausdehnen würde: "globalization as westernization". Die aktuelle Weltwirtschaftskrise dokumentiert, dass eine wohlstandfördernde Globalisierung nur möglich ist, wenn internationale Regelwerke und governance-Strukturen etabliert werden, die für Stabilität sowie fairen Interessausgleich in der globalen Ökonomie sorgen. Es geht um die wieder - Einbettung der Weltwirtschaft in (welt) gesellschaftliche Normen- und Regelsysteme. Die "Globalisierungsdiskussion 2.0" (tektonische globale Machtverschiebungen) setzte zu Beginn der letzten Dekade ein, als immer deutlicher wurde, dass die Globalisierung keineswegs den Siegeszug der westlichen Industrieländer beschleunigt. Vielmehr wird Asien zu einem neuen Gravitationszentrum der Weltwirtschaft, mit China und Indien als Lokomotiven. Die 200jährige Dominanz der "alten Industrieländer" steht zur Disposition. Die "Globalisierungsdiskussion 2.0" befasst also sich mit den Chancen und Risiken globalen Regierens in einer multipolaren Machtkonstellation. Der "Globalisierungsdiskurs 3.0" (globale Entwicklung und Erdsystem) entsteht aus der Debatte um "Klimawandel und Entwicklung". Die Klimaforschung zeigt, dass die Menschheit die vier wichtigsten Grundlagen jedweder menschlichen Zivilisation destabilisieren könnte, wenn die Weltwirtschaft auf ihrem "high carbon — Pfad" verbleibt: (1) Wasser, (2) landwirtschaftliche Flächen (Nahrung) und (3) die Atmosphäre könnten im Verlauf der nächsten Dekaden zu knappen Gütern werden. Zudem muss aufgrund der Klimakrise (4) die weltweite Energieproduktion in den kommenden Dekaden vollständig umgebaut werden, von einem fossilen zu einem auf erneuerbaren Energieträgern basierten System. "Globalisierung 3.0" bedeutet demnach, dass die Weltgesellschaft lernen muss, Weltwirtschaft und -politik innerhalb der Grenzen des Erdsystems zu gestalten.
In dem Vortrag werden diese drei Wellen globalen Wandels diskutiert, weltwirtschaftliche und -politische Szenarien vorgestellt und skizziert, wie eine Transformation in Richtung einer nachhaltigen Entwicklung der Weltgesellschaft aussehen könnte.

Prof. Dr. Dirk Messner, Direktor des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik, lehrt Politikwissenschaft an der Universität Duisburg-Essen und an Universitäten in Lateinamerika und Asien. Er ist stellvertretender Vorsitzender des "Wissenschaftlichen Beirates der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen" (WBGU), aber auch Mitglied des "China Council for International Cooperation on Environment and Development", das die chinesische Regierung berät.

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Wenn die Eisenbahn anfängt zu schweben - das Quantenphänomen Supraleitung (Vortrag)

Das Auftreten von widerstandslosem Strom, bekannt als das Phänomen Supraleitung, wird vorgestellt und einige Schlüsselexperimente erklärt. Obwohl die Quantentheorie durch die geringe Größe des Planckschen Wirkungsquantums nur mikroskopische Teilchen wie Atome und Elektronen betrifft und für die Alltagserfahrung eher keine Rolle spielt, gehört gerade die Supraleitung zu solchen Quantenphänomenen, die makroskopisch beobachtbar sind. Das ist auch ein Grund dafür, warum die theoretische Erklärung des Phänomens erst rund 50 Jahre nach der Entdeckung gelang. Die Quantentheorie, die diese Phänomene beschreibt, hält viele Überraschungen bereit, die nicht mit unserer Alltagserfahrung bereinstimmen. So kann man z.B. die Zeitentwicklung eines mikroskopischen Prozesses beschleunigen oder verlangsamen je nachdem wie oft man nachsieht. In unserer Erfahrungswelt dagegen wird ein Spiegelei sicher nicht schneller braten, wenn öfter nachgeschaut wird, ob es schon fertig ist. Die Konsequenzen aus diesen Erkenntnissen auf die notwendige Veränderung unseres Weltbildes werden diskutiert.

Prof. Dr. Klaus Morawetz 1963 born in Rostock, Germany, mathematical high-school (Abitur) in Berlin, 1984–89 study at University of Rostock, Germany, 1992 PhD Thesis, 1992-1997 research associate in group Theoretical Many-Particle Physics of Max Planck Institute Heidelberg at University Rostock, 1995 post-doctoral stay at Tennessee TEC (Cookeville), University of Arizona (Tuscon) and NSCL (Lansing), U.S.A., 1998 Scientific associate at University of Rostock, department of Physics visiting fellow at LNS-INFN Catania 1997, NSRL Rochester 1998, 1998 Habilitation University Rostock, 1999-2000 LPC Caen invited scientist, 2000-2003 MPI Physics of Complex Systems Dresden, 2003-2007 Lecturer at Chemnitz University of Technology, (C2), 2008 Forschungszentrum Rossendorf, 2008 since vis. Professor at Universidade de Brasilia, 2009 since Professor at University of Applied Science Münster Research fiedl: Theoretical many-body physics, 147 publications, 104 in refereed journals, 2 monographs, 4 edited books

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Die maligne Transformation (Vortrag)

In der Onkologie bezeichnet Transformation den Übergang der normalen wachstumskontrollierten Zelle in eine unkontrolliert wachsende Tumorzelle. Lange Zeit waren die genauen Ursachen dieses Übergangs unklar. Heute weiß man, dass sich eine Tumorzelle von einer Normalzelle in gerade einmal vier Aspekten unterscheidet: Unfähigkeit zum geplanten Zelltod, Unabhängigkeit von aktivierenden Faktoren, Unempfindlichkeit gegenüber hemmenden Signalen und die Fähigkeit zur fast unbegrenzten Teilung. Im Labor können diese vier Unterschiede durch gezielte Veränderung von nur drei Genen induziert werden. Für die Transformation einer normalen Zelle im gesunden menschlichen Körper sind allerdings weitere und nach Art und Anzahl noch unbekannte Genveränderungen notwendig. Im Vortrag werden die molekularen und die zellulären Grundlagen der Krebsentstehung erläutert und die vielen noch ungelösten Fragen der aktuellen Krebsforschung gestellt und vielleicht auch beantwortet.

Prof. Dr. Oliver Müller (Lebenslauf):
Ausbildung: 1984 Abitur ++ 1985-1990 Studium der Physiologischen Chemie und Biochemie, Universität Tübingen ++ 1990 Diplomarbeit: "Analyse genomischer Veränderungen in Lebertumoren", Institut für Pharmakologie und Toxikologie der Universität Tübingen ++ seit 2004 Studium der Humanmedizin, Universität Bochum ++ seit 2010 Student im Praktischen Jahr (PJ) Universitätsklinik Homburg (Saar) Akademischer Werdegang: 1990-1992 Dissertation: "Untersuchungen zur Bedeutung der GTPase-aktivierenden Proteine (GAP) im ras-Signalweg" Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg ++ 1991-1992 Gastwissenschaftler bei Chiron Corporation Inc, Emeryville, USA ++ 1993-1994 Postdoktorand bei Onyx Pharmaceuticals Richmond, USA ++ 1994-2008 Arbeitsgruppenleiter, Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie Dortmund ++ 1998 Habilitation: "Entstehung, Diagnose und Therapie von Dickdarmkrebs auf molekulargenetischer und biochemischer Ebene" Ruhr-Universität Bochum, Fakultät für Chemie und Biochemie ++ 1999 Wissenschaftspreis Nordrhein-Westfalen ++ seit 2008 Professor (W2) für Applied Life Sciences (FH Kaiserslautern) ++

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Transformation von Wirtschaftssystemen: vom Kommunismus zu Marktwirtschaften und weiter? (Vortrag)

Ausgehend von der historisch wegweisenden Phase des Zusammenbruchs bzw. Abdankens der meisten kommunistischen Regime (und damit des angeblichen "Endes der Geschichte") sollen zuerst theoretische Grundlagen, Idealtypen von Wirtschaftsordnungen etc. entwickelt und die analytischen Kategorien und Untersuchungsinstrumente zur weiteren Diskussion geschärft werden. Damit lassen sich empirisch-komparativ die Prozesse und Geschehnisse in verschiedenen Transformationsökonomien (Europa: Deutschland, Polen, Russland; Asien: Vietnam, China, Mongolei) anschauen, beschreiben und beurteilen, wodurch Komplexität, Singularität und Vielfalt deutlich werden und vor Machbarkeitsillusionen warnen. Schließlich sei (miteinander) ein Blick in die Transformationen der Zukunft gewagt: Können die bisherigen Erfahrungen und Kenntnisse beim Umbau des menschenfeindlichen Regimes in Nordkorea weiterhelfen und welche Umbrüche sind in der Ära der Globalisierung auf dem Weg zu ökologisch-sozial nachhaltigen Ökonomien notwendig und sinnvoll?

Stephan Müller studierte Mathematik, Philosophie und Volkswirtschaft (mit der Spezialisierung auf Entwicklungsökonomik und internationale Wirtschaft) in Braunschweig und Göttingen; Arbeitsschwerpunkte: Armutsmessung und Armutsbekämpfung, Bildungs- und Gesundheitsfragen, alternative Wohlstandsmodelle sowie soziokulturelle und religiöse Determinanten (nachhaltiger) Entwicklung; Dozent für Deutsch als Fremdsprache, Wirtschaftsdeutsch und interkulturelle Kommunikation; Auslandsaufenthalte und Projekte in Mexiko, Vietnam, Korea und Neuseeland

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Ein Vorschlag zur Transformation des Völkerrechts: Das globale Strafrecht für Unternehmen (Vortrag)

Selbst solch ein starres Regelsystem wie das Recht befindet sich in einem stetigen Wandel. Oft ist dieser Wandel von ungesteuerten gesellschaftlichen Umbrüchen getragen. Manchmal jedoch gibt es auch einen ethisch-politischen Willen das Recht in seinen Grundsätzen aktiv nach konkreten Wünschen und Bedürfnissen zu transformieren. Dies gilt insbesondere für das noch wenig ausgestaltete Völkerrecht. Wie solch eine mitunter visionäre oder gar utopistische Transformation des Rechts aussehen könnte und mit welchen Problemen sie konfrontiert ist, soll am Beispiel der Idee eines globalen Strafrechts für Unternehmen nachvollzogen werden.

Christian Neuhäuser ist akademischer Rat am Institut für Philosophie der Ruhr-Universität Bochum. Seine Arbeitsgebiete befinden sich im Bereich politische Philosophie und angewandte Ethik, sie umfassen Themen wie Menschenrechte und Menschenwürde, Wirtschaftsethik und globale Gerechtigkeit, Handlungstheorie und kollektive Verantwortung. Promoviert hat er im Bereich der Wirtschaftsethik mit einer Arbeit zur Unternehmensethik, die den Titel trägt: "Unternehmen als moralische Akteure. Korporative Verantwortung und Menschenrechte in der globalen Ökonomie".

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Transformation der öffentlichen Meinung (Vortrag)

"Öffentliche Meinung" - ein viel gebrauchter und wenig verstandener Begriff. Eng damit Verbunden sind Schlagworte wie Kultur, Normalität, Ausgrenzung, Herdentrieb, ja sogar Mode. Wir gehen auf die Suche nach der unsichtbaren Macht der öffentlichen Meinung, ihre Bedeutung und Wirkungsweise in einer Gesellschaft. Wir werden beobachten, dass die öffentliche Meinung nichts starres ist, sondern sich ganz im Gegenteil im stetigen Wandel befindet. Ereignisse wie Kriege und Revolutionen, aber auch der Mauerfall oder die 68er Bewegung resultieren aus einem Pendelausschlag der öffentlichen Meinung. Mit dieser Analyse einher geht die Frage, in wie weit eine Transformation der öffentlichen Meinung zufälliger, "natürlicher" Art ist und wie eine Steuerung durch kleine Teile der Gesellschaft (Autoritäten, Redaktionen, organisierte Interessen) möglich ist.

Thorsten Peters hat Wirtschaftswissenschaften in Stuttgart-Hohenheim studiert. Nach drei Jahren Wirtschaftsprüfung wechselte er 2006 zu Europas größtem Zeitungsverlag in die Medienmetropole Berlin. Seit kurzem ist er als Unternehmensberater selbständig.

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Tipping Points des Klimasystems (Vortrag)

Der Mensch verändert durch seine Treibhausgasemissionen zunehmend das Klima. Die Erdgeschichte zeigt, dass Klimaveränderungen nicht immer glatt und allmählich abgelaufen sind, sondern häufig sprunghaft und abrupt. Auch die Physik deutet darauf hin, dass beim Überschreiten kritischer Grenzen bestimmte Teile des Klimasystems regelrecht "umkippen" können, zum Beispiel Meeresströmungen. Der Vortrag beleuchtet das gegenwärtige Wissen zu derartigen "tipping points" im Klimasystem.

Prof. Dr. Stefan Rahmstorf Nach dem Studium der Physik in Ulm und Konstanz und der physikalischen Ozeanographie an der University of Wales (Bangor) schloß Stefan Rahmstorf sein Diplom mit einer Arbeit zur allgemeinen Relativitätstheorie ab. Im Anschluß promovierte er 1990 in Ozeanographie an der Victoria University of Wellington (Neuseeland). Dabei nahm er auch an mehreren Forschungfahrten im Südpazifik teil. In der Folge arbeitete er als Wissenschaftler am New Zealand Oceanographic Institute, am Institut für Meereskunde in Kiel und seit 1996 am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Dort erforscht er vorallem die Rolle der Meeresströmungen bei Klimaänderungen. 1999 wurde er von der amerikanischen McDonnell-Stiftung mit einem Förderpreis in Höhe von einer Million Dollar ausgezeichnet. Seit 2000 lehrt er als Professor im Fach Physik der Ozeane an der Universität Potsdam. Rahmstorf ist Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat Globale Umweltveränderungen (WBGU) und in der Academia Europaea. Er ist zudem einer der Leitautoren des 4. IPCC-Berichts. 2007 wurde er zum Honorary Fellow der University of Wales ernannt, 2010 zum Fellow der American Geophysical Union. Rahmstorf hat über 60 Fachpublikationen veröffentlicht, davon 14 in Nature und Science. Bücher: Der Klimawandel (2006, zusammen mit Hans-Joachim Schellnhuber), Wie bedroht sind die Ozeane (2007, gemeinsam mit Katherine Richardson) und The Climate Crisis (2010, mit David Archer).

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Veränderung durch innere Teamarbeit (Workshop)

"Seit ich die Illusion der Einheitlichkeit des Ichs überwunden habe, kommen wir viel besser miteinander klar!" Nach einer kurze Einführung in die Methode werden exemplarisch Anliegen von Teilnehmenden bearbeitet.

Axel Rutz studierte Mathematik und Volkswirtschaft. Nach mehrjähriger Tätigkeit als Projektleiter im Energiecontracting, später im Onlinejournalismus, ist er seit 2003 mit der Projekt- und Beratungsagentur "Konzepto" selbständig. Undogmatisch und humorvoll verbindet er Weisheitsquellen von Tantra bis Zen mit eigener Lebens- und Beratungserfahrung.

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Spiel mit Möglichkeiten (Workshop)

Konflikte und andere unbefriedigende Begegnungen oder Beziehungen werden szenisch dargestellt, bearbeitet und so der persönliche Möglichkeitsraum erweitert. Achtung: Die Szenen werden langsam und mit Fokus auf innere Wahrnehmungen gespielt - wer sich primär "austoben" möchte, sollte zu einem anderen Workshop gehen.

Axel Rutz studierte Mathematik und Volkswirtschaft. Nach mehrjähriger Tätigkeit als Projektleiter im Energiecontracting, später im Onlinejournalismus, ist er seit 2003 mit der Projekt- und Beratungsagentur "Konzepto" selbständig. Undogmatisch und humorvoll verbindet er Weisheitsquellen von Tantra bis Zen mit eigener Lebens- und Beratungserfahrung.

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Das Unsichtbare sichtbar machen (Vortrag)

Beobachtungen von Sternen und Galaxien bieten nur Momentaufnahmen aus der Geschichte des Kosmos. Zudem nehmen wir an, dass nur etwa fünf Prozent der Materie im Universum überhaupt sichtbar ist: Der große Rest besteht aus Dunkler Materie und Dunkler Energie, die sich bisher nicht direkt nachweisen lassen. Eine Möglichkeit, die Entwicklung des Universums nachzuvollziehen und dazu einen Einblick in seine Dunkle Seite zu gewinnen, bieten Computersimulationen. Wir lernen, wie sich Galaxien entwickeln und wie sich das Universums aus einem Zustand fast vollständiger Gleichförmigkeit zu seiner heutige Struktur gewandelt hat. In diesem Vortrag werden kosmologische Simulationen, die verwendeten Methoden und die damit gewonnen Erkenntnisse vorgestellt - und auch einige Fragen angesprochen, für die wir bisher keine Antwort kennen.

Till Sawala, Jahrgang 1983, besuchte die Schule in Bremerhaven. Nach dem Zivildienst studierte er Physik am Imperial College in London und in Lausanne. Mit Computersimulationen von Galaxien beschäftigt er sich zurzeit als Doktorand am Max-Planck-Institut für Astrophysik in Garching. Trotz seiner Faszination fürs Große Ganze im Universum interessiert er sich aber auch dafür wie es mit unserem kleinen Planeten weitergeht. In seiner Freizeit läuft er, fährt Fahrrad und liest.

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Transformationen in der Umwelt — Bedeutung und Identifikation (Vortrag)

Der Vortrag befasst sich mit verschiedenen natürlichen biogeochemischen Umsetzungen und Transformationen. Nutzen und Probleme solcher Transformationen sollen aufgezeigt werden, um die Relevanz für Mensch und Umwelt zu demonstrieren. Für Modellierungen im geoökologischen Bereich ist es notwendig, die Relevanz solcher Transformationen zu quantifizieren. Probleme, Möglichkeiten und aktuelle Forschungsansätze sollen aufgezeigt werden.

Dipl. Geogr. Carsten Schilli, Jahrgang 1976, studierte Geographie an der Ruhr-Universität Bochum mit dem Schwerpunkt Bodenkunde/ Geoökologie. Von 2002-2008 arbeitete er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Institut für Stadtökologie und Bodenschutz (ISB) in Bochum. Seit 2008 ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Lehr- und Forschungsgebiet Boden- und Grundwassermanagement, Abteilung Bauingenieurwesen der Bergischen Universität Wuppertal. Er promoviert dort zum Thema "Identifikation von biogeochemischen Prozessen an Hand von Daten des Bodenmonitoring durch nichtlineare statistische Verfahren und künstliche neuronale Netzwerke".

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Informatik - Die technische Disziplin zum Thema Transformation (Vortrag)

Keine Information ohne Repräsentation! Information bekommt Gestalt in Ziffern, Worten, Lauten, Bildern. Die Informatik definiert sich als die wissenschaftliche Disziplin, die Information in einer gegebenen Repräsentation in eine für die gestellte Aufgabe geeignetere transformiert. Ob elektrische Signale aus einem Computertomographen in Bilder von Tumoren oder ob Wetterwerte in Wetterkarten umgewandelt werden - überall wird für die gleiche Information eine neue Repräsentation erstellt. In meinem Vortrag möchte ich diese - oft landläufig wenig bewusste und beachtete - Sicht auf die Informatik herauskehren. Mit Plaudern über Textersetzungssysteme, wie zum Beispiel Markov Algorithmen, werden wir in das Thema eintauchen, um dann bei ein paar Gedanken zu Berechenbarkeit und zu Komplexitätstheorie vollends das forschende Kind in jedem Informatiker (und vielleicht auch in DIR) zu entdecken.

Frank Schütz ist promovierter Informatiker. Während seiner Promotion war er viele Jahre für das Grundstudium der Informatik an der TU München mit verantwortlich. Seit einigen Jahren arbeitet er für die InterFace AG als Berater und leitet mittlerweile stellvertretend die Geschäftsstelle in Nürnberg. Trotzdem zieht es ihn immer wieder an die Uni zurück. So hielt er im SS2010 zum Beispiel eine Übungsreihe in Verteilten Anwendungen an "seiner" TUM.

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Das Motiv der Transformation in der mittelalterlichen keltischen Literatur (Vortrag)

Das Motiv der Transformation ist ein in der mittelalterlichen keltischen Literatur weit verbreitetes. In den überlieferten Erzählungen aus Irland und Wales lassen sich zahlreiche Beispiele verschiedener Verwandlungsprozesse finden, doch möchte ich mich in meinem Vortrag auf das Beispiel des irischen Helden Cú Chulainn beschränken, der in seinem Heldenleben gleich mehrere Transformationen durchläuft, die ihm zwar viel Ruhm bescheren, ihm aber letztlich auch zum Verhängnis werden. Weiterhin soll auch ein Blick hinter die Fassade der Erzählungen geworfen werden, Verbindungen zu den Sagenkreisen der klassischen Antike aufgezeigt werden und der den Motiven zugrunde liegende Mythos dechiffriert werden. Zum Abschluss wird eine religions- und kulturgeschichtliche Interpretation dieses Mythos stehen.

Bea Schweighöfer, M.A., geboren 1984, studierte Keltologie und Vor- und Frühgeschichte an der Philipps-Universität Marburg. Ihre Schwerpunkte liegen im Bereich der vorrömischen Eisenzeit und der modernen Keltenrezeption. Studienbegleitend betreute sie unter anderem die Lehrsammlung des Seminars für Vor- und Frühgeschichte und arbeitete als Freiberuflerin im Bereich Museumspädagogik des Hessischen Landesmuseums Darmstadt und für das Landesamt für Denkmalpflege Hessen. Weiterhin engagiert sie sich ehrenamtlich im archäologischen Freilichtmuseum "Keltenwelt am Glauberg", plant, organisiert und leitet Exkursionen im Fachgebiet Keltologie der Universität Marburg und berät und begleitet Lehrkräfte bei archäologischen Projekten in Grund- und weiterführenden Schulen. Im Rahmen ihrer Dissertation am Seminar für Vor- und Frühgeschichte der Philipps-Universität beschäftigt sie sich zurzeit mit einer qualitativen Untersuchung zur historischen Darstellung der vorrömischen Eisenzeit.

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Tims Transformationen (Vortrag)

"Tim & Struppi" gilt als spannende Unterhaltung. Doch dieser meisterliche Höhepunkt der belgischen Reporterliteratur des 20. Jahrhunderts von Georges Remi alias Hergé birgt vor allem profunde literarische Tiefe, nicht zuletzt zu Transformationen. Dies strengstwissenschaftlich aufzuzeigen und Tim/ Tintin als Transformationen-Epos zu lesen und wahrzunehmen, ist das Ziel dieses Vortrags. Wie ein gewisser Detektiv sogar sagen würde: es ist der Vortrag dieses Ziels.

Jan Sieckmann, Jahrgang 1971, ist Historiker, Neo-Tintinologe, bekennender Generalist und Onlinemarketing-Manager eines Ferienhausvermieters. Er lebt zusammen mit seiner Bücherwand und zwei kleinen reizenden Gitarren in Köln. Jan Sieckmann bietet individuell erstellte Kreuzworträtsel für Firmen oder Privat an.

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Kölle — Eine Stadtführung

In einer knapp anderthalbstündigen Führung durch Teile der Kölner Altstadt spürst Du, warum Du wohl immer wieder magisch angezogen nach Köln zurückkehren wirst, und erfährst obendrein etwas zur jahrtausendelangen Kölner Stadtgeschichte. Köln, geb. Oppidum Ubiorum und verw. Colonia Claudia Ara Agrippiensium, ist ca. Jahrgang 38 v. Chr., kunstsinnige Quasi-Einwohnermillionärin und u.a. Deutschlands Bahnknotenpunkt. In ihrer Freizeit klüngelt sie, feiert Karneval oder hat schon einmal einen "Einfall".

Lebenslauf von Jan Sieckmann: siehe voriger Eintrag

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Organisationsentwicklung – Die erfolgreiche Führung eines Unternehmens bei sich verändernden Umweltbedingungen (Vortrag)

Die Unternehmensführung war in den letzten Jahrzehnten erheblichen Veränderungen unterworfen. Die Märkte in den Industrieländern haben sich von klassischen Verkäufermärkten, in denen die Unternehmen keinerlei Probleme beim Absatz ihrer Produkte hatten, in typische Käufermärkte verwandelt, in denen die Konsumenten aus einer Vielzahl von Produkten wählen können. Gleichzeitig hat sich die Unternehmensumwelt in einem immer höheren Tempo verändert, was in der Ökonomie mit den Begriffen Globalisierung und Hypercompetition charakterisiert wird. Die Unternehmen sehen sich daher der Herausforderung gegenüber, diese Veränderungen zu bewältigen. Diese unter dem Begriff der Organisationsentwicklung zusammengefassten Ansätze sind das Thema des Vortrages. Wie können Veränderungen in Organisationen in Gang gesetzt werden? Welcher typische Ablauf ist zu beobachten und welche Widerstände gibt es? Was zeichnet Unternehmen aus, die besonders erfolgreich mit den veränderten Umweltbedingungen umgehen können?

Prof. Dr. Holger Stein hat Wirtschaftspädagogik am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main studiert und einen Abschluss als Diplom-Handelslehrer erlangt. Promoviert hat er an der gleichen Hochschule in Volkswirtschaftslehre über das Thema der Vermögensverteilung in Deutschland. Er ist heute Professor an der FOM Hochschule für Oekonomie & Management (FOM) für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Unternehmensführung und koordiniert die Didaktik des deutsch-chinesischen Kooperationsstudiengangs der FOM sowie die Weiterbildung der Hochschullehrer der FOM. Seit 1998 ist Holger Stein Mitglied von Mensa in Deutschland e.V. und war mehrere Jahre im MinD-Hochschul-Netzwerk aktiv tätig. So war er einer der beiden Akademieleiter der 4. und 5. MinD-Akademie.

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Wie Computer beim Problemlösen helfen können (Vortrag)

Probleme lösen gehört zum Wichtigsten, was Menschen tun könn(t)en, der Computer zum Nützlichsten, was Menschen erfinden konnten, und natürlich helfen Computer heute bei zig Aspekten des Problemlösens (und der Problementstehung). Aber Menschen ganz unmittelbar beim Nachdenken zu helfen - dazu werden Computer verblüffenderweise eher selten und unsystematisch benutzt.
Der Vortrag zeigt mögliche Ansätze: Wir untersuchen die Verbindung von "Gedankennährböden" und Werkzeugen zum Problemlösen, und damit es kein allzu praxisferner Schlauschnack wird, stellen wir vor, wie Mindmapping-Software (kostenlos und Open Source) beim Einsatz von Kreativitätstechniken helfen kann.

Thomas Teepe, Jahrgang 1971, studierte in Münster Mathematik und Physik und promovierte mit einer Arbeit über genetische Algorithmen. Er arbeitet heute als versicherungsmathematischer Berater und - mit den Themen Problemlösen und Projektmanagement - in der Erwachsenenbildung.

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Vom Urknall zum Durchknall - die absurde Jagd nach der Weltformel (entfällt)

Die Physik erhebt den Anspruch, fundamentale Fragen zum Aufbau der Natur zu beantworten. Aber wieviel haben kosmische Strings und Membranen, Supersymmetrien und Extradimensionen, Quantenschaum und Paralleluniversen damit noch zu tun? Und reichen unsere Beobachtungen etwa in der Astrophysik wirklich zurück bis 10^-35 Sekunden nach dem Urknall, wie dies etwa in der Inflationstheorie angenommen wird? Die astronomischen Daten sind heute beeindruckend, aber viele namhafte Physiker finden die Theoriekonstrukte zu spekulativ. Weiter wird ein Überblick über die Entwicklung der Teilchenphysik in den letzten Jahrzehnten gegeben, und dabei auch thematisiert, was eigentlich im Large Hadron Collider am CERN gefunden werden soll. Jedenfalls darf sich die Physik von dem Prinzip der experimentellen Überprüfung nicht trennen, das seit Galilei den Erfolg der Naturwissenschaften ausmacht.

Dr. Alexander Unzicker hat in München und Bologna die Studien der Physik und Rechtswissenschaft abgeschlossen und promovierte im Bereich der Gehirnforschung mit summa cum laude, bevor er sich wieder der theoretischen Physik zuwandte. Sein Spezialgebiet ist dabei Gravitationsphysik und Kosmologie. In jüngster Zeit war er Reviewer für die Zeitschriften Astrophysics and Space Science, Advances in Space Research und Monthly Notices of the Royal Astronomical Society. Im Moment forscht er am Machschen Prinzip, den Diracschen Hypothesen und untersucht mit dem SDSS-Katalog die an Galaxienverteilung im Universum. Er arbeitet als Gymnasiallehrer für Mathematik, Physik und Astronomie in München. Sein 2010 im Springer-Verlag erschienenes Buch "Vom Urknall zum Durchknall- die absurde Jagd nach der Weltformel" wurde sehr kontrovers diskutiert.

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Wie man den Transformator zum Trafo transformiert - Kurzwörter & Co. (Vortrag)

Ohne Kurzwörter wäre unser Leben öde: Wir könnten nicht mehr mit dem Bus in die Uni fahren, müssten auf den abendlichen Besuch im Kino verzichten, und das MHN gäbe es auch nicht. Doch in der bunten Welt der Kurzwörter gibt es nicht nur seltene Schmetterlinge wie Schmufo und Schwubig, sondern auch manches Rätsel: Warum heißt es Interpol - aber nicht Kripol? Warum gibt es keine bio Äpfel, sondern nur Bio-Äpfel? Und von welchem Langwort wurde eigentlich der Öko gekürzt?

Max Voigtmann, Jahrgang 1976, ist freiberuflicher Journalist und Grafik-Designer. Im Umkreis der MinD-Akademie ist er vielen bekannt durch seine Arbeit für Mensa in Deutschland e.V. - unter anderem gestaltet er das MinD-Magazin und hat in den vergangenen Jahren das Corporate-Design von Mensa maßgeblich geprägt. Zu seinen Kunden zählen darüber hinaus verschiedene kleine und große Unternehmen in Deutschland. Als gelernter Tageszeitungsredakteur kennt er Journalismus von den Grundlagen auf, seine Ausbildung zum Grafik-Designer erhielt er bei dem Designer und Fachbuchautor Rudolf Paulus Gorbach. Daneben studierte er Germanistik, Literaturwissenschaft und Psychologie mit Abschluss Magister Artium und besuchte Seminare in Ergonomie (Praxisgerechtes Gestalten) und Drehbuchschreiben. Auf den MinD-Akademien "Sprache und Kommunikation" und "Kreativität und Innovation" war er als Referent tätig, darüber hinaus gehört er zu den "Irrationalen", der Improtheatergruppe des MHNs. Besondere Interessensgebiete von Max sind Kriminalliteratur, Eisenbahn, Psychologie, Film und natürlich Bondage. Er hatte mehrere Lesungen als Autor (Kurzgeschichten, Gedichte) in München und ist unter anderem Mitglied in der Allianz Deutscher Designer (AGD), der Typographischen Gesellschaft München, dem Deutschen Journalistenverband und bei Mensa in Deutschland.

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Neue Medien braucht das Land (Vortrag)

Lehrer und Dozenten stehen zunehmend unter dem Druck, ihre Lehrveranstaltungen und auch das zugehörige Begleitmaterial mit multimedialen Komponenten anzureichern. Am Zentrum virtUOS der Universität Osnabrück wurden Werkzeuge entwickelt, um dieses mit vertretbarem Aufwand zu erreichen. media2mult ist ein serverbasiertes Autorensystem, bei dem der Dozent seine Inhalte im Webbrowser in einer Wiki-üblichen Syntax eingibt und dabei Grafiken, Audio- und Videodateien referiert. Der media2mult-Server erzeugt daraus sowohl eine Online-Fassung im HTML-Format als auch eine Druckversion im PDF-Format. virtPresenter ist ein Vorlesungsaufzeichnungssystem, welches die gesamte Prozesskette vom Aufnehmen über Videoschnitt und Videoproduktion automatisiert. Zu den Ausgabeformaten gehört eine Webbasierte Flashoberfläche mit komfortabler Navigation sowie MP4-Dateien, die als Podcasts in den Apple iTunes Store eingestellt werden können. Das Classroomquiz erlaubt den Hörern einer Veranstaltung, auf vom Dozenten formulierte Multiple-Choice-Fragen mit einem Bluetooth-fähigen Handy zu reagieren. Die Antworten werden als Balkengrafik in die laufende Powerpointpräsentation eingebaut.

Prof. Dr. Oliver Vornberger ist Direktor des Instituts für Informatik an der Universität Osnabrück und Vorstandssprecher des Zentrums für virtuelle Lehre an der Universität Osnabrück (virtUOS). Für sein Engagement im E-Learning erhielt er 2009 vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft den "Ars Legendi Preis für exzellente Hochschullehre" und vom Land Niedersachsen den "Niedersächsischen Wissenschaftspreis".

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Oberflächenreaktionen: Transformation auf atomarer Ebene (Vortrag)

Atome an Oberflächen von Festkörpern sind etwas ganz besonderes, da ihnen ein oder mehrere Nachbarn fehlen. Dieses „Defizit“ führt zu einer erhöhten Reaktivität. Atome und Moleküle aus der Gasphase docken bevorzugt an diesen Stellen an. Dies ist Grundvoraussetzung für die heterogene Katalyse an Festkörperoberflächen, wie wir sie beispielsweise im Autokatalysator verwenden. In diesem Beispiel „transformiert“ der Dreiwegekatalysator, genauer gesagt kleine Metallpartikel auf einem Keramikkörper, die giftigen Überbleibsel der Verbrennung (Kohlenmonoxid, Stickoxide) in ungiftige (Kohlendioxid, Stickstoff). Auf Oberflächen können die adsorbierten Moleküle zerfallen und andere neu gebildet werden. Diffusion, die zufällige Bewegung von Atomen und Moleküle auf einer Oberfläche, bringt die Reaktionspartner zusammen und entsteht mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit das Produkt. Der Vortrag behandelt die Physik solcher Oberflächenreaktionen, die Transformation auf atomarer Ebene darstellen. Er thematisiert deren Bedeutung, die zugrunde liegende Reaktionsmechanismen und gibt Einblicke in einige aktuelle Untersuchungen und Fragestellungen auf diesem Gebiet.

Prof. Dr. Stefan Wehner, Jahrgang 1969, verheiratet. Er studierte Physik an der Universität Bayreuth. Dieses Studium schloss er mit einer Diplomarbeit zum Thema „FTIR-Spektroskopie an Reaktionen von adsorbierten Mono- und Multischichten mit Atomen“ ab. Dem gewählten Schwerpunkt „surface science“ blieb er seither treu. Er promovierte in der Oberflächenphysik im Jahr 1999 über den Mechanismus der Reaktion von thermischen Wasserstoffatomen und Adsorbaten auf Oberflächen. 2000 ging er für einen PostDoc-Aufenthalt in die USA an das Department of Chemistry der University of California Riverside. Im Jahr 2006 habilitierte er in Experimentalphysik mit Arbeiten zu nicht-linearen Effekten bei Oberflächenreaktionen. Bis 2009 forschte und lehrte er als Privatdozent noch an der Universität Bayreuth. Seither ist er Abteilungsleiter Physik der Universität Koblenz-Landau am Institut für Integrierte Naturwissenschaften in Koblenz, dessen geschäftsführender Leiter er seit Anfang 2010 ebenfalls ist. Neben der Physik ist er noch aktiv bei den Pfadfindern.

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Transformationen des Bewusstseins: Schritte zu Erfahrung und Reife? (Vortrag)

Leben, Entwicklung und Fortschritt sind mit Übergängen und Wandel verbunden. Das gilt auch für politische Utopien gesamtgesellschaftlicher Entwicklungen wie für erwünschte Transforma tionen des Bewusstseins einzelner Individuen oder größerer Gruppen. Transformation meint Umformung, Umwandlung oder Übertragung. Veränderte Bewusstseinszustände zählen zu den interessantesten Phänomenen der menschlichen Existenz (Vaitl). Sie führen zu neuen und außerordentlichen subjektiven Lebenserfahrungen. Erfahrungen folgen aus reflektierten und verarbeiteten Erlebnissen. Was treibt Menschen dazu, ihr Bewusstsein erweitern zu wollen? Der Vortrag widmet sich fünf Bereichen, die unser Wahrnehmen und Erfahren, Denken und Interpretieren betreffen. Einiges erläutert der Referent mit Beispielen aus eigenen Erfahrungen. Der Vortrag erinnert zu Anfang an eine vermutete automatische Transformation: (1) Der Schweizer Kulturphilosoph Jean Gebser versuchte, die Entwicklung des menschlichen Denkens und Bewusstseins im Lauf der Evolution in fünf Stufen zu gliedern: Das archaische, das magische, das mythische, das mentale (rationale) und jetzt das integrale Denken. Dann folgen wir Hinweisen auf Techniken und Wege zur beabsichtigten Transformation: (2) Verschiedene Kulturen haben von Askese und Atmen bis Yoga und Zen unterschiedliche Körperkünste, Rahmenbedingen und Rituale entwickelt, um in erweiterte oder sonst veränderte Bewusstseins zustände zu kommen. (3) Dazu haben fast alle Kulturen versucht, mit psychoaktiven pflanzlichen Stoffen oder heute mit Psychedelika veränderte Bewusstseinszustände zu erreichen. Das soll auch dem schamanischen Heilen oder nun der Psychotherapie dienen. (4) Darüber hinaus gibt es zahlreiche Berichte, wie Menschen unbeabsichtigt, zum Beispiel durch so genannte Nahtoderfah rungen, in kaum erklärliche, aber lebensprägende, Erfahrungswelten gerieten und nun glauben, über die Fragen von Leben und Tod, von Diesseits und Jenseits Wesentliches erkannt zu haben. (5) Das Streben nach transformierten Bewusstseinzuständen kann auch von religiösen oder allgemein spirituellen Absichten getragen sein. Fernöstliche Hochkulturen und Weisheitslehren bemühen sich mit körperlicher und geistig-spiritueller Selbstzucht, störende Emotionen zurückzudrängen, die Aufmerksamkeitsleistungen zu verbessern und von kurzfristigen Erleuchtungsphänomen zu dauerhaft transformierten Bewusstseinszuständen zu gelangen. Für unseren Kulturkreis ist im Neuen Testament die Verklärung Jesu (engl. transfiguration) auf dem Berg Tabor als klassische Transformation beschrieben worden.

Kurt Weis, geboren 1940, volljuristische, kriminologische und soziologische Ausbildung in Deutschland und den USA. An der Harvard Universität 1968 als Jurist promoviert, in Saarbrücken 1979 als Soziologe habilitiert, gern als Anthropologe unterwegs, diente er seit 1980 als Professor für Soziologie der Technischen Universität München. Dort leitete er, als Mitglied der beiden neuen Fakultäten für Sportwissenschaft und für Wirtschaftswissenschaften, bis 2006 das Fachgebiet Soziologie. Seit 1992 ist er Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste und seit 1998 Associate of the Hawaii Reseach Center for Futures Studies, University of Hawaii. Neben seinem erlernten Beruf als Wissenschaftler sucht er den Weg vom Buchwissen zum Erfahrungswissen und verfolgt dessen Anwendungsrelevanz. Dafür bestieg er manchen Gipfel, lernte von den Inuit sein Iglu zu bauen, durchquerte zu Fuß die Wüste Gobi (2003) und die Takla Makan Wüste (2006), vertiefte sich in die spirituellen Wege Indiens (u.a. 2009) und unterwarf sich den Ritualen der Schamanen am Amazonas (u.a. 2010).

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Transformation 2.0 - Wie Computer und Internet uns verändern (Vortrag)

Computer und Internet werden unsere Gesellschaft ebenso nachhaltig verändern, wie es mit der Erfindung des Buchdrucks vor über fünfhundert Jahren geschah. Unsere Nachkommen werden uns schon bald so betrachten, wie wir unsere Vorfahren vor der Erfindung des Buchdrucks: als beschränkt, abhängig und unmündig. Die Entwicklung ist rasant, und die langfristigen Veränderungen der Menschen und der Gesellschaft durch den digitalen Umbruch sind nicht abzusehen. Was sich erkennen lässt, sind die neuen Gesetzmäßigkeiten und die ersten Auswirkungen dieses Umbruchs. Die bisher nicht gekannte Transparenz und Vernetzung durch das Internet treibt uns technologisch zu Standardisierung, ökonomisch zu Kundenorientierung und sozial zu Integrität. Die Organisation des menschlichen Schwarmwissens und die Erschließung der Weisheit der Vielen bringen unsere soziale Selbstorganisation an eine neue Schwelle. Vieles von dem, was gestern noch utopisch oder unmöglich erschien, ist heute selbstverständlich. Und vieles von dem, was heute utopisch oder unmöglich erscheint, werden wir noch selbst erleben. Wir müssen besser darin werden, das Unmögliche zu glauben.

Prof. Dr. Ewald Wesslingist Experte für den digitalen Wandel. In zahlreichen öffentlichen Vorträgen und in Keynotes vor Fachleuten vermittelt er eingängig und unterhaltsam Expertenwissen auf Augenhöhe. Er war Konzernmanager und Geschäftsführer eines mittel-ständischen Verlages und verantwortete für Europas größten Zeitschriftenverlag, Gruner + Jahr, den ersten profitablen Online-Auftritt. Heute hilft er Unternehmen, ihre Stärken in die neuen digitalen Märkte zu übertragen, und coacht Inhaber, Vorstände und Geschäftsführer. Ewald Wessling studierte Volkswirtschaft, Publizistik und Philosophie in Münster, Harvard und Stanford und promovierte über „Information und Wissen“. Jetzt lehrt er als Professor für Kommunikation im digitalen Wandel an der SRH Hochschule in Berlin und hält Lehraufträge an weiteren Hochschulen. Dort pflegt er den Kontakt zu den „Digital Natives“, die heute mit der Maus in der Hand aufwachsen. Er ist verheiratet und hat vier Kinder.

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Transformation der Wahrnehmung - optische Täuschungen (Vortrag)

Wer kennt sie nicht? Phänomene bei denen uns unsere Wahrnehmung einen Streich spielt und wir die Dinge völlig anders sehen, als sie sind. Der Grund dafür liegt in der Verabeitung im Gehirn, wo neben den "optischen Daten" unter anderem auch Erfahrungen, Plausibilität und Emotionen entscheidend mitspielen. Der Vortrag soll anhand von anschaulichen Beispielen die Komplexität der Transformation vom optischen Reiz zur Wahrnehmung verdeutlichen und die Anfälligkeit gegenüber Täuschung beleuchten.

Andreas Wiese, geb. 1979, Diplom-Elektroingenieur, hat von 2000 bis 2005 in Siegen studiert. Nach mehreren Jahren in der Industrie wechselte er zurück zur Universität und entwickelt heute im Elektroniklabor der Fachbereichs Physik unter anderem fürs CERN. Neben Gleitschirmfliegen und Technik faszinierten ihn schon immer die Dinge, die ihr Geheimnis erst auf den zweiten Blick offenbaren.

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Gedanken-Text-Transformationen (Workshop)

Transformationspraxis. Wie kommt ein Gedanke auf das Blatt? Schreiben kommt vom Schreiben, es ist einfach Übungssache. In diesem Workshop werden zwar ein paar hilfreiche Bücher vorgestellt, aber wichtiger ist es selbst Hand an das Papier zu legen. Mit Hilfe der Cluster-Technik verdichten wir unsere Gedanken von amorphen ungreifbaren Gebilden in unserem Kopf zu Clustern und schließlich zu kleinen Texten. Die perfekte Metamorphose.

Stefan Wladarsch, 1966 in Ingolstadt geboren, Studium der physikalischen Technik an der FH München; Mitarbeit in der Chaosgruppe der TU-München (u.a. AK Philosophie; Mitarbeit bei einem Seminar über Nietzsche und Chaos); Seit der frühsten Jugend Kontakt zur Theaterarbeit (seit 2002 Jahren vor allem als Impro-Theaterspieler) und seit mehr als 25 Jahren schriftstellerisch tätig (u.a. mehrere veröffentlichte Kurzgeschichten, regelmäßige Lesungen von Poesie); arbeitet im Brotberuf als Qualitätsmanager und ist "Teilzeitvater".

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Stress und Gedächtnis (Vortrag)

Stress beeinflusst unser Gedächtnis. Hormone aus der Nebenniere (u.a. Cortisol) spielen hierbei eine zentrale Rolle. Stress kann sowohl verbessernde als auch verschlechternde Wirkungen auf das Langzeitgedächtnis ausüben. So vergessen wir z.B. eine Verabredung, weil wir bei der Arbeit „im Stress waren“. Anderseits erinnern wir uns an besonders emotional erregende Ereignisse oft ein ganzes Leben lang. Diese entgegengesetzten Befunde spiegeln die unterschiedlichen Wirkungen von Stress auf unterschiedliche Gedächtnisphasen wieder (Konsolidierung versus Abruf) wieder. Ein besseres Verständnis der Auswirkungen von Stress auf die Gedächtnisleistung ist für verschiedene psychologische Anwendungsbereiche (klinische Psychologie, pädagogische Psychologie, Wirtschaftspsychologie) von Relevanz.

Prof. Oliver T. Wolf hat Psychologie (Diplom) an der Universität Trier studiert. Dort hat er auch promoviert (1997). Nach einem fast dreijährigen Forschungsaufenthalt in New York hat er an der Universität Düsseldorf gearbeitet, wo er sich auch habilitierte (2002). Anschließend erhielt er eine erste Professur an der Universität Bielefeld (2005). Seit 2007 leitet er den Lehrstuhl für Kognitionspsychologie an der Ruhr Universität Bochum. Der Forschungsscherpunkt seiner Abteilung liegt auf der Untersuchung der Auswirkungen von Stress (und Stresshormonen) auf Lern- und Gedächtnisprozesse beim Menschen.

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Programme transformieren Daten, Programmiersprachen die Softwareentwicklung (Vortrag)

In der Softwareentwicklung hat vieles mit Transformation zu tun: Programme transformieren Daten; Programmierer transformieren Programmcode entsprechend einer Spezifikation, Informatiker die Spezifikationen, Compiler den Programmcode zu Programmen. Bei jeder Transformation können Fehler passieren. Die meisten sind Bugs von Programmierern oder Designfehler der Informatiker. Bugs sind zwar ungewollt aber irgendwie sozial akzeptiert. Würde man dennoch Schuldzuweisungen machen, würden diese dort enden, wo die Fehler hätten vermieden werden können. Paradoxerweise enden sie selten bei der Wahl der Programmiersprache. Auf interessante Weise transformiert die Wahl der Sprache nicht einfach nur die Kompetenzen der Programmierer, sondern insbesondere Bugs und Designfehler zu Syntaxfehlern, welche der Compiler nicht akzeptiert. In diesem Vortrag werden die diesbezüglich wichtigsten Unterschiede von Programmiersprachen aufgezeigt. Dabei wird auch erklärt, was "Objektorientierung" und "Funktionale Programmierung" bedeuten. Der Vortrag richtet sich nicht nur an erfahrene Programmierer/Informatiker: die benötigten Vorkenntnisse (ähnlich wie beim Wikipedia-Artikel "Programmiersprache") werden während des Vortrags in wenigen Sätzen vermittelt.

Marc A. Ziegert, Dipl.Inf., (*1978) studierte 1999-2010 in unterschiedlichen Aus- und Übermaßen Informatik, (Kognitions-)Psychologie, Mathematik und Physik an der Universität Paderborn. Er ist seit 2004 Mitglied bei Mensa. Seine Interessengebiete liegen hauptsächlich in den genannten Studiengebieten, aber auch u.a. in Strategiespielen, Japanisch und Nahrungszubereitung. Er programmiert seit einem Lebensalter von ungefähr 13 Jahren (.BAT, QBasic, TurboPascal, x86-Assembler, Delphi, Visual-C++, Java, CommonLisp, (Prolog), (StdML), Haskell, C++ STL, (Erlang). bash, C, (TclTk). (JavaScript), (Python), (Lua), ...). Heutzutage fast nur in Haskell und C++.

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Programm der Mind-Akademie 2009

Über 50 Vorträge und Workshops werden das Akademiethema in mehreren Parallelschienen und einigen ausgesuchten Plenumsvorträgen behandeln. Das Vortragsprogramm beginnt am Donnerstag um 18.30 Uhr.
Bislang stehen folgende Programmpunkte fest:

Programm: Freiheit und Grenzen

Rahmenprogramm

Programmbeschreibungen

Flucht aus der DDR (Vortrag)

Während der Periode zwischen 1961 und 1989, in der Deutschland von der Mauer geteilt wurde, versuchten viele tausend DDR-Bürger auf unterschiedlichen Wegen in den Westen zu gelangen. Solche Vorhaben waren strafbar, schon die bloße Absicht konnte eine Gefängnisstrafe nach sich ziehen. Aus welchen Motiven entschieden sich die Menschen für die Flucht in den Westen, warum flohen vor allem junge Menschen, welche Wege benutzten sie und wie kamen diejenigen, denen die Flucht gelang, mit dem Leben in der Bundesrepublik zurecht? Das sind einige der Fragen, die in dem geplanten Beitrag angeschnitten werden sollen. Ein besonderes Augenmerk soll auf die Fluchten über die "verlängerte Mauer", das heißt über die Grenzen sozialistischer Bruderländer und die Rolle von Fluchthelfern gelegt werden.

Prof. Dr. Stefan Appelius, geb. 1963, Politikwissenschaftler, Publizist. 1985 – 1989 Studium an der Universität Oldenburg (Politikwissenschaft u. Germanistik), 1987 Begabtenpreis des Niedersächsischen Ministers für Wissenschaft und Kunst. 1989 Magisterprüfung. 1992 Promotion (Dr. rer.pol.), 2000 Habilitation im Fach Politikwissenschaft, 2007 Ernennung zum apl. Professor für Politikwissenschaft an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Lehrbeauftragter für Politikwissenschaft an den Universitären Potsdam und Oldenburg. Arbeitet und forscht vor allem über zeitgeschichtliche Themen. Lebt in Berlin.

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Grenzen der Freiheit - Leben in Saudi-Arabien (Vortrag)

Saudi-Arabien ist eine der letzten verbliebenen absoluten Monarchien auf dem Planeten. Und es besitzt mit dem wahabitischen Islam eine der strengsten Staatsreligionen. Was bedeutet das für die Bevölkerung und für Gäste? Wie lebt man dort, was sind die Unterschiede zum Leben in Europa? Welche persönlichen Freiheiten gibt es dort, wo sind die Grenzen? Und welche der Grenzen werden ernst genommen oder von wem und wie umgangen? Geplant ist eine Vorstellung meiner Beobachtungen (nein, kein Dia-Abend) in Saudi-Arabien mit ausführlicher Diskussion mit den Teilnehmern.

Timm Bauten hat Physik an der RWTH Aachen studiert. Nach einigen Jahren als Ingenieur ist er in die Unternehmensberatung zu Bain & Company gewechselt. Heute arbeitet er als Projektleiter bei Platinion, der IT-Strategie-Tochter der Boston Consulting Group. Neben Projekten in Deutschland und im europäischen Ausland war er Ende 2008 / Anfang 2009 auch auf einem mehrmonatigen Projekt in Saudi-Arabien eingesetzt.

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Das Leib-Seele-Trilemma - Freiheit vs. Determinismus - Lösungsansätze

Die Frage, ob es einen freien Willen gibt, in einer Welt, die als kausal determiniert gedacht wird, ist eine Frage, die (wenn auch in anderer Formulierung) zu den philosophischen Klassikern gehört. Dieser Vortrag soll hierbei zunächst eine Klärung der Begriffe Freiheit, Kausalität etc. bringen und eine Konkretisierung des Problems (bzw. eine Lokalisierung des Widerspruchs) darstellen, um anschließend eine Übersicht über verschiedene Ansätze zu liefern, wie dieser Widerspruch aufgelöst werden kann. Vermutlich wird jeder, der sich über dieses Thema seine Gedanken gemacht hat, sich selbst in der ein oder anderen Position wiederfinden und seine eigene Position rational be- und durchleuchtet sehen.

Vanitas Berrymore, Philosophiestudium an der Hochschule für Philosophie in München (Abschluss 2007), Grundstudium Theoretische Linguistik an der LMU München (Abschluss 2005), Zusatzstudium der Sozialwissenschaften ebenfalls an der Hochschule für Philosophie (Abschluss 2009); Fachschwerpunkt des Hauptstudiums war Wissenschaftstheorie, derzeit in der Promotion befindlich im Bereich Wissenschaftstheorie; Magisterarbeit zur Paradigmentheorie; Arbeit als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der betriebswirtschaftlichen Fakultät der LMU

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Der Traum vom Fliegen

Die Freiheit über den Wolken hat jede Menge technischer Wunder, historischer Heldentaten, tragischer Ereignisse und kurioser Anekdoten hervorgebracht. Darüber wird in diesem Vortrag in lockerer Folge geplaudert. Daneben gibt es endlich Antworten zu den bewegendsten Fragen aus Privat- und Großfliegerei, wie: Fliegt das Ding auch wirklich? Warum eigentlich? Dauerhaft? Was mache ich bei Fischvergiftung? Wo bin ich? Wann schießt Schäuble mich ab?

Jaroslav (Jaro) Blaha, geboren in der Tschechoslowakei und aufgewachsen in Bayern, hat als Offizier der Luftwaffe seine Laufbahn begonnen, Informatik und BWL studiert, und viele Jahre als Projektleiter und Chefarchitekt für die NATO in Holland und Belgien gearbeitet. Seit 2002 ist er als Manager und Berater für multi-nationale IT-Großprojekte selbstständig. Seine nicht vorhandene Freizeit verbringt er in Cocktailbars, auf Konzerten, beim Privat-Fliegen im überfüllten europäischen Luftraum, oder bei der bewaffneten Jagd nach kleinen weißen Bällen.

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Befreit die Zuhörer! Wissenschaftlich Vortragen abseits ausgetretener Pfade (Vortrag)

Wer kennt das nicht: Der Titel des Vortrags hört sich interessant an. Du sitzt gespannt im Zuschauerraum. Nach kurzer Zeit fragst du dich: Worum geht es eigentlich genau? Dann: Was geht mich das eigentlich an? Und schließlich: Wie schaffe ich es bloß, wach zu bleiben? Erlebnisse dieser Art sind bei der MinD-Akademie selten, doch in Seminaren und auf Fachkongressen gang und gäbe. Die wissenschaftlichen Inhalte sind korrekt, die Folien lesbar, der Aufbau ist logisch, kurz: alles entspricht den Regeln der Standardratgeber. Und doch: Den Zuhörer lassen die Ausführungen kalt. Dabei ist es gar nicht so schwer, mit einer Präsentation sein Gegenüber zu erreichen - man muss sich nur die Freiheit nehmen, auch einmal abseits der ausgetretenen Pfade zu wandeln. Aus der Perspektive der selbst-noch-Lernenden möchte ich Euch einladen, Euch anstecken zu lassen vom Spaß am Präsentieren und neue, kreative Möglichkeiten des Vortragens auszuprobieren.

Christine Blome, geb. 1978, ist Forschungspsychologin und Statistikerin am Uniklinikum Hamburg-Eppendorf. Dort untersucht sie die Versorgungssituation von Hautpatienten, entwickelt Methoden zur Ergebnismessung aus Patientenperspektive und hält Vorträge auf Fachkongressen. Zurzeit plant sie das Forschungs- und Fortbildungsprogramm "PRESENT - Communicating Science with Papers, Poster, Presentations". Inspiration für dieses Herzensthema liefern ihr unter anderem der moderne argentinische Tango und ihre kleine Familie.

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Was Freiheit braucht und was nicht (Vortrag)

Freiheit, im Sinne von echter Willensfreiheit, braucht nicht nur spontanes Handlungsvermögen der Person und die Veränderlichkeit unserer physischen Körperzustände in Abhängigkeit von Qualifikationen, die nur unsere Gedanken, nicht aber körperliche Vorgänge (wie z.B. Neuroprozessen) haben können, sondern sie braucht drittens auch die Wahrheit der These, dass wir im Augenblick des Wollens und Handelns /anders gekonnt hätten/, als wir tatsächlich tun. Der Vortrag macht in Beziehung auf dieses dritte plausibel, dass solche alternativen Möglichkeiten auch dann bejaht werden können, wenn der freie Wille der Person nicht, wie z.B. Kant meinte, aus den kausalen Zusammenhängen der des übrigen Weltgeschehens ausgenommen wird. - Freier Wille braucht insofern /nicht /die empirische Unbedingtheit unseres Willensvermögens.

Prof. Dr. phil. Thomas Buchheim, geb. 1957, Professor der Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Geschäftsführender Herausgeber des Philosophischen Jahrbuchs der Görresgesellschaft. Mitglied der Schelling-Kommission und Mitherausgeber der historisch-kritischen Schellingausgabe der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Werdegang: Studium der Philosophie, Gräzistik und Soziologie in München, 1993-99 Professor für Philosophie in Mainz; seit 2000 Ordinarius an der LMU in München. Wichtigste Buchveröffentlichungen: Die Sophistik als Avantgarde normalen Lebens, Hamburg (1986); Eins von Allem. Die Selbstbescheidung des Idealismus in Schellings Spätphilosophie, Hamburg (1992); Die Vorsokratiker. Ein philosophisches Porträt, München (1994); Aristoteles, Freiburg (1999); Unser Verlangen nach Freiheit, Hamburg (2006).

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Extreme Armut: Die Grenzen der Freiheit in unserer Welt (Vortrag)

In der unseren Welt erzwingt extreme Armut die bei weitem größte Beschränkung individueller Freiheit, da sie vielen Menschen eine autonome Lebensführung verwehrt. In dieser Welt, in der 1% der Weltbevölkerung über 40% des weltweiten Vermögens verfügt, sterben täglich armutsbedingt 50 000 Menschen, über die Hälfte von ihnen Kinder. Mindestens eine Milliarde Menschen leben in solch bitterarmen Verhältnissen, dass ihr ständiger Überlebenskampf ein Leben in Freiheit, ein menschenwürdiges Leben, unmöglich macht. Da auch wir in genau dieser Welt leben, möchte ich in meinem Vortrag die Weltarmutskatastrophe darlegen und eine mögliche Antwort darauf geben, in welchem Verhältnis wir zu dieser stehen und welche Pflichten zur Hilfe uns erwachsen.

David Ewert, geb. 1983, studierte Mathematik, Philosophie und BWL in Stuttgart und Hong Kong. In seiner Dissertation zum Thema "Ethik der Ferne" am Institut für Philosophie der Universität Stuttgart beschäftigt er sich unter anderem mit der Frage zur individuellen und institutionellen Verantwortung im Rahmen der Weltarmutskatastrophe. Er ist Mitglied von Mensa und MHN.

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Die Finanzkrise - wie zu große unternehmerische Freiheiten (und unzureichende Statistikkenntnisse) die Weltwirtschaft an den Abgrund brachten (Vortrag)

Die Finanzkrise von 2008 hat neben den wirtschaftlichen Folgen viel Wut erzeugt - es scheint, dass die Akteure in der Finanzbranche alle unfähig oder gierige Betrüger sind, oder beides. Mag dies in Einzelfällen auch zutreffen, so gibt es doch tiefere Gründe für die Krise: Viele Errungenschaften unserer Zivilisation haben das Leben fundamental verbessert und sind unverzichtbar geworden, können aber gleichzeitig großen Schaden anrichten. Man denke z.B. an Feuer, Messer, Sprengstoff oder Medikamente. Es ist sehr schwierig, die Nutzung dieser Dinge weitgehend zu erlauben und gleichzeitig ihren Missbrauch weitgehend zu verhindern. Die Entscheider über FREIHEIT und GRENZEN sind hier in einem Dilemma und müssen die Regeln/Gesetze oft permanent nachjustieren. Und so gibt es auch in der modernen Geldwirtschaft viele Elemente, die gleichzeitig Segen und Fluch sein können und demzufolge diesem Wechselspiel aus Liberalisierung und Regulierung unterliegen. Der Vortrag wird einige von ihnen erläutern und klar machen, dass die heutigen Probleme primär struktureller Art und nicht die individuelle Schuld Einzelner sind. Ausführlich eingegangen wird zudem darauf, wie Risiken in der Finanzwirtschaft strukturiert werden. Dies wird in den meisten Darstellungen zur Finanzkrise vornehm übergangen - wohl weil es mit Mathematik zu tun hat. Der Vortrag wird diese Lücke schließen - und dabei allgemeinverständlich bleiben. Man braucht nämlich keinerlei Statistikkenntnisse, sondern nur ein gewisses Interesse an Zahlen, um intuitiv zu verstehen, wie die Diversifikation von Risiken funktioniert, und wie nützlich / gefährlich / schwierig / frustrierend / spannend sie ist.

Michael Fackler stammt aus einer Allgäuer Musikerfamilie und hat in München und Pisa Mathematik studiert. Er ist freiberuflicher Aktuar (geprüfter Versicherungsmathematiker). In langjähriger Tätigkeit bei Rückversicherungen musste er regelmäßig Risiken kalkulieren, die so strukturiert sind wie die in der Finanzkrise massenhaft wertlos gewordenen Kreditportfolios, und hat gelernt, was dabei schief gehen kann, worauf man achten sollte, und welcher Art Produkte (und Geschäftspartner) man besser aus dem Weg gehen sollte. Michael Fackler ist seit 1988 bei Mensa. Für den Verein und für MHN ist er vor allem aktiv als Referent und Organisator von Vorträgen, daneben hat er die Endredaktion von Tagungsbänden der MinD-Akademien übernommen.

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Evolutionäre Religionswissenschaft - Wie frei bin ich, religiös zu sein? (Vortrag)

Der Siegeszug der Evolutionstheorie von Charles Darwin in den letzten 150 Jahren war beispiellos, und trotz erbitterten Widerstandes vor allem seitens der Kirche, unaufhaltsam. In den letzten Jahren ist nun sogar versucht worden, deren ureigenste Bastion anzugreifen - indem das Phänomen des religiösen Glaubens selbst evolutionär erklärt werden soll. Aus erklärungstheoretischer Sicht ist dies insofern bemerkenswert, als hier Erklärungsmodelle auf einen Bereich angewendet werden, der eine solche Vorgehensweise für den eigenen Bereich ablehnt. Was gibt es für Befunde aus den Naturwissenschaften zu dem Phänomen Religion und Religiosität? Aktuelle evolutionsbiologische Belege und Theorien werden dargestellt und systematisiert. Schließlich wird auch die Frage näher beleuchtet, wie sich ein naturwissenschaftlicher Zugang überhaupt zu Phänomenen wie Glaube, Religiosität oder Mystik verhält.

Dr. Ulrich Frey hat in Regensburg und Freiburg Philosophie und Englisch studiert. Nach einer Tätigkeit als Systemadministrator promovierte er in Braunschweig bei Prof. Dr. Dr. Vollmer über das Thema "Der blinde Fleck - Kognitive Fehler in der Wissenschaft und ihre evolutionsbiologischen Grundlagen". Zur Zeit ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Prof. Dr. Voland in Gießen im Bereich Biophilosophie. Für seine Firma ist er als Berater und Dozent (Philosophie, IT, Kreativität) tätig. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Wissenschaftstheorie, Fehlerforschung, Evolutionären Psychologie und Erkenntnistheorie, Kreativität in der Wissenschaft (Anwendung von TRIZ) und common goods-Problemen.

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Freiheit, Informationssicherheit oder Datenschutz: Müssen wir uns entscheiden? (Vortrag)

Die Durchsetzung von Informationssicherheit, digitalen Rechten und Datenschutz beschränkt die Nutzer informationstechnischer Systeme in ihrer Freiheit. Müssen wir uns entscheiden, ob wir mehr Freiheit oder mehr Schutz wollen? Ist es vorstellbar, dass der weitgehende Verzicht auf Datenschutz in einer modernen Informationsgesellschaft erst die Freiheit ermöglicht, die von der Netzcommunity angestrebt wird? Der Vortrag geht auf diese Fragestellungen ein und setzt sich kritisch mit den technischen und politischen Kompromissen, die einen Ausgleich verschiedener Interessen anstreben, auseinander.

Prof. Dr.-Ing. Ulrich GrevelerJahrgang 1972, ist Professor für Informatik am Fachbereich Elektrotechnik und Informatik der Fachhochschule Münster und leitet dort das Labor für IT-Sicherheit. Er publiziert zu den Themen Informationssicherheit, technischer Datenschutz, Kryptographie und Durchsetzung digitaler Rechte. Nach dem Studium in Gießen und mehrjähriger Industrietätigkeit forschte und promovierte er an der Ruhr-Universität Bochum.

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Grenzenlose Freiheit - Virtuelle Realität (Vortrag)

Nach dem Hype durch einige Kinofilme in den 80er Jahren hat sich die Virtuelle Realität von der bloßen Spielerei zur ernsthaften Anwendung entwickelt und drängt in immer mehr Bereiche des täglichen Lebens vor. Mit der anfänglichen Utopie der "grenzenlosen Freiheit", wie man sie auch noch aus aktuellen Hollywoodfilmen kennt, hat die heutige Virtuelle Realität allerdings meist wenig gemein. Die Einschränkungen der "Freiheit" der Virtuellen Realität haben dabei häufig nicht nur einen rein technischen Ursprung, sondern ermöglichen erst eine (soziale) Interaktion oder ein gemeinsames Arbeiten. In dem Vortrag werden daher sowohl technische als auch soziale Aspekte der Virtuellen Realität und ihrer vermeindlich grenzenlosen Freiheit diskutiert.

Prof. Dr. Michael Guthe, geboren 1976 in Castrop-Rauxel. 2000 Diplom in Informatik an der Universität Tübingen, bis Ende 2001 Programmierer bei Ascaron SPV. 2005 Promotion in Informatik (Computergrafik) an der Universität Bonn. Seit Anfang 2007 Juniorprofessor für praktische Informatik (Grafik und Multimedia Programmierung) an der Universität Marburg.

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Hummeln, Schmetterlinge und das Gesetz der zwei Füße... Open Space auf der Mind-Akademie 2009!

Open Space wurde 1985 von Harrison Owen erfunden, der beobachtet hatte, dass die kreativsten und produktivsten Phasen seiner Seminare die Kaffeepausen zwischen den Seminareinheiten waren. Die Moderationsmethode ist daher angelehnt an eine überdimensionierte Kaffepause, die, wie der Name schon sagt, einen offenen Raum für Austausch und voneinander Lernen bietet. Das ganze funktioniert mit 12 bis 2000 Teilnehmenden, die selbstorganisiert und selbstverantwortlich ihre Anliegen gemeinschaftlich bearbeiten können. Es werden keine einzelnen Themen im Vorfeld vorgegebenen oder Redner/innen bestimmt. Jede/r kann ein Anliegen, das ihr/ihm besonders wichtig ist, bearbeiten und vorantreiben. Das "Gesetzt der zwei Füße besagt, dass jede/r eigenverantwortlich kommen und gehen kann, wann er/sie es für richtig hält und wohin er/sie will. Methaphorisch nimmt man dabei die Rollen von Hummeln und Schmetterlingen ein, erstere arbeitsam und fleißig, tragen zu verschieden Gruppen wichtige Inhalte bei und letztere flatterhaft und schön, schwirren von Gruppe zu Gruppe, schauen zu oder treffen sich auf dem Gang um sich dort mit anderen Schmetterlingen auszutauschen – beide befruchten die Gruppen durch Ideen und Dynamik. Ziel ist es gegen Ende der Mind-Akademie allen Teilnehmenden ein Forum zu bieten, um sich über Gelerntes und Erfahrenes nochmal auszutauschen. Themen, die euch während der Akademie wichtig waren können noch einmal zu diskutieren werden, Dinge, von denen ihr denkt, dass sie zu kurz gekommen sind, wird Raum gegeben. Die konkreten Themen werden wir vor Beginn bereits sammeln, so dass sich jede/r die/der möchte einbringen und informieren kann. Weiter Informationen zu der Methode findet ihr z.B. unter: http://de.wikipedia.org/wiki/Open_Space

Markus Gyger, M. Sc., studierte von 2001 bis 2006 im englischsprachigen "International Physics Study Program an der Universität Leipzig. Seit Februar 2007 promoviert er an derselben Universität in der Abteilung für Physik der weichen Materie. Seit 2002 ist Markus Gyger ehrenamtlich in der politische Bildungsarbeit tätig. Sein Schwerpunkt ist dabei die Arbeit gegen Rassismus und Diskriminierung und für Demokratie und Toleranz. So war er maßgeblich an der Entstehung von "Voice" – der Leipziger Kinder- und Jugendvertretung beteiligt, moderierte Seminare und Zukunftswerkstätten auf der Kinderrechtetagung der Stadt Leipzig und für die Friedrich Ebert Stiftung und führte eine Reihe von Projekttage an Schulen und Berufsschulen im Rahmen des Netzwerkes für Demokratie und Courage und der DGB Berufschultouren durch. In den Schuljahren 06/07 und 07/08 betreute er im Rahmen des Projektes LERS – Langfristig engagiert gegen Rassismus an unserer Schule - eine Gruppe von Schüler/innen einer Leipziger Mittelschule.

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Die Grenzen des freien Erfinders sowie die Freiheiten und Grenzen des Erfindens und Vermarktens (Vortrag)

Der Vortrag handelt über eine Unternehmensentstehung unter regelwidrigen und aussergewöhnlichen Umständen. Von der Idee und deren Erforschung am Küchentisch und im Keller angefangen bis zur Patentanmeldung und Produktreife. Dabei wird ebenso die Entwicklung eines Erfinders zum Unternehmer verfolgt , wie Verhandlungen mit Behörden, Unternehmen und potentiellen Geschäftspartnern oder auch dubiosen "Angeboten. Geschäftspartnersuche mit deren Risiken, Lizenzverhandlungen, Geschäftsplanentwicklung und die Teilnahme an zahlreichen Businessplanwettbewerben und Innovationswettbewerben auf Messen. Eine Odyssee durch Grenzen der Bürokratie, Willkür, ungeschriebene Gesetze und Regeln (in Banken, bei Wettbewerben und anderswo), die neben Kundeninterresse und der eigentlichen ursprünglichen Idee zur Produktentwicklung kennengelernt und bewältigt werden mussten. Die Erfinderin, die zunächst als Einzelperson in kein Konzept passte, hat es geschafft sich in Wettbewerben gegen viele Konkurrenten durchzusetzen und mit ihrer Innovation zahlreiche nationale und internationale Preise gewonnen. Von einer die Auszog um eine Unternehmerin zu werden und dabei das fürchten lehrte (und lernte) ... Eine praxisnahe Schilderung von der Improvisation des Abenteuers zur Profession einer Unternehmung, wie sie lebhafter und origineller nicht sein könnte.

Katja Hardenfels 1970 in Hamburg geboren. Seit 1988 Erfahrungen mit eigenen Ideen, Entwürfen und Entwicklungen. Seit 1991 Erfahrungen mit Geschmacksmustern und gewerblichem Schutz von Ideen auf dem Markt. Seit 1992 eine Entwicklung, die schließlich zur Patentanmeldung führte. Heute ist sie vielfache Preisträgerin mit nationalen und internationalen Auszeichnungen u.a. der weltweit höchste Preis der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) für "beste Erfindung einer Frau (Genf 2000, Brüssel 2004).

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Sklaverei im antiken Rom und Wege zur Freiheit (Vortrag)

In der römischen Antike war das Gut der Freiheit keineswegs selbstverständlich. Vielmehr konnten die Menschen auf verschiedene Arten, wie z.B. Kriege oder einfach nur Überschuldung, in die Sklaverei geraten. Hierbei kamen sie in unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen zum Einsatz, wovon die Wirtschaft in einem Ausmaß profitierte, das gar nicht hoch genug anzusetzen ist. Aber durch mehrere Möglichkeiten der Freilassung bestand für die Sklaven die Chance, ihrem Schicksal zu entrinnen. Außerdem wurden bei bestimmten religiösen Festen für kurze Zeit die gesellschaftlichen Rollen und Zwänge, auch die der Sklaven, aus den Angeln gehoben, wodurch auch sie sich einmal im Jahr frei fühlen konnten. Dieses Phänomen fand sogar einen Widerhall in der lateinischen Literatur.

Sandra Hartl, geboren 1981 in Barcelona, studiert in Bamberg Latein, Englisch und Altgriechisch auf Lehramt Gymnasium und Magister. Ihre Schwerpunkte im Studium sind antike Philosophie, die augusteische Klassik, vor allem Horaz und Vergil, sowie die römische Komödie. Außerdem arbeitet sie am Lehrstuhl für Klassische Philologie, wo sie mit der Überarbeitung wissenschaftlicher Publikationen betraut ist. Vor dem Studium absolvierte sie eine Ausbildung zur Rechtspflegerin und arbeitete als solche am Amtsgericht Bamberg und am Zentralen Mahngericht in Coburg.

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Was ist eine Grenze? (Vortrag)

In meinem Vortrag werde ich die Frage nach dem Wesen und den Eigenschaften von Grenzen aus kulturanthropologischer Sicht beleuchten. Hierbei geht es nicht nur um räumliche, sondern auch um zeitliche, soziale, disziplinäre und kategoriale Grenzen. Meine Überlegungen und Fragen gehen in folgende Richtung: Grenzen gehören immer mindestens Zweien, die sie voneinander trennen. Zugleich stellen sie Austauschzonen zwischen diesen Nachbarn dar. Grenzen erzeugen Ordnung, ihnen wohnt eine Art von Ordnungsenergie inne. Sind Grenzen kulturelle Konstruktionen oder existieren auch natürliche Grenzen? Was bedeutet Grenzverletzung und warum ist das Niemandsland nicht geheuer?

Prof. Dr. Andreas Hartmann ist in Freiburg, im Grenzland zum Elsaß und der Schweiz aufgewachsen. Dort hat er die Fächer Volkskunde, Ethnologie und Musikwissenschaft studiert. In Göttingen war er Hochschulassistent und hat zwischen 1987 und 1989 gemeinsam mit Sabine Künsting den Alltag an der deutsch-deutschen Grenze studiert (Grenzgeschichten. Berichte aus dem deutschen Niemandsland: Frankfurt: S. Fischer 1990). Weitere Stationen waren Berlin, Bamberg, Hamburg und schließlich Münster, wo er seit 1997 Professor für Volkskunde/Europäische Ethnologie ist. Zur Zeit betreibt er wieder Feldforschung in einem Grenzland - dort, wo Thailand, Laos und Kambodscha aneinander grenzen.

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Freiheit und Brainreading - Ist wissenschaftliches "Gedankenlesen" möglich? (Vortrag)

Kann man allein auf der Basis der aktuellen Gehirnaktivität einer Person bestimmen, was sie gerade denkt und fühlt? In diesem Projekt wird erforscht, wie man die Gedanken einer Person mittels funktioneller Magnetresonanztomographie (fMRT) dekodieren und vorhersagen kann. Die Grundidee ist dass jeder Gedanke mit einem charakteristischen Aktivierungsmuster im Gehirn einhergeht, das als Signatur verwendet werden kann, wann dieser Gedanke aufkommt. Trainiert man einen Computer darauf, diese Muster zu erkennen, wird es möglich die Gedanken einer Person allein aus der Hirnaktivität auszulesen. Solches "Gedankenlesen" as der Hirnaktivität kann Aufschluss darüber geben wie das Gehirn Information neuronal kodiert. Die Idee ist, dass man die Gedanken nur dann richtig entschlüsseln kann, wenn man den richtigen Kode gefunden hat. So konnten wir zum Beispiel zeigen, wie Absichten im Gehirn kodiert sind bereits mehrere Sekunden bevor sie das Bewusstsein erreichen. Diese Forschung hat auch vielfältige Anwendungsmöglichkeiten, wie etwa in der Lügendetektion, in der Steuerung von Computern und künstlichen Prothesen mittels der Hirnaktivität von Patienten, oder auch (allerdings mehr umstritten) in der Marktforschung.

Prof. Dr. John-Dylan Haynes studierte Psychologie an der Universität Bremen, wo er 2003 auch promovierte. Nach Forschungsaufenthalten in Plymouth und London ist er seit 2006 Professor für "Theorie und Analyse weiträumiger Hirnsignale" am Bernstein Center for Computational Neuroscience der Charité Berlin. Ausserdem leitet er eine Arbeitsgruppe "Aufmerksamkeit und Bewusstsein" am Max Planck Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig. In seiner Forschung verwendet er moderne Bildgebungsverfahren um herauszufinden, wie bewusste Erlebnisse in der Hirnaktivität kodiert sind.

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Die kleine Freiheit der Fliege (Vortrag)

Was sein wird, steht heute noch nicht fest. Die Zukunft ist offen. Anfänge von etwas Neuem finden immer wieder statt. Freiheit ist real. Wir können dies oder das tun. Subjekte sind durch einen hohen Grad von Autonomie ausgezeichnet, die ihnen ein ‚Selbst' verschafft und ihre Identität ermöglicht. Wenn nach Kant frei handelt, wer aus eigenem Antrieb tut, was getan werden muss, dann haben nicht nur wir Menschen sondern auch Tiere ein beschränktes Maß an Freiheit. (Mit Beispielen aus der Verhaltensforschung an Fruchtfliegen.)

Prof. Dr. Dr. h.c. Martin Heisenberg, geb. 1940 in München, hat Chemie und Biochemie an der Universität Tübingen studiert und in Tübingen promoviert. Nach Forschungsaufenthalten am Californian Institute of Technology, am Max Planck Institut für biologische Kybernetik in Tübingen und an der University of Utah in Salt Lake City hält er seit 1975 den Lehrstuhl für Genetik und Neurobiologie an der Universität Würzburg. Gastprofessuren führten ihn ans California Institute of Technology und an die University of Iowa. Martin Heisenberg ist Mitglied u.a. der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina und der Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften. 2006 erhielt er die Karl-Ritter-von-Frisch-Medaille und 2009 den Ehrendoktor der Université Paul Sabatier in Toulouse.

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Freiheit trotz Verantwortung (Vortrag)

Die Finanzkrise, der Klimawandel oder Massenentlassungen – immer mehr Probleme der modernen Gesellschaft werden auf einen Mangel an Verantwortungswahrnehmung bestimmter Akteure zurückgeführt. In der Konsequenz scheint die vermehrte Einforderung von Verantwortung der universelle Lösungsmechanismus eben dieser Probleme zu sein. Tatsächlich wird Verantwortung jedoch immer weniger wahrgenommen. Vertreter traditioneller Verantwortungskonzeptionen reagieren darauf mit Moralismus und der Einforderung von Verantwortung mit Zwang. Verantwortung wird auf diese Weise gegen individuelle Freiheit ausgespielt und ist daher konzeptionell schon auf eine freiheitsbeschränkende Wirkung angelegt. Positionen, die individuelle Freiheit und Verantwortung als grundsätzlich gegensätzliche Konzepte verstehen, werden aber der Problemstruktur der modernen Gesellschaft nicht gerecht: Bestenfalls laufen Verantwortungszuweisungen ins Leere, schlimmstenfalls werden die Probleme dadurch weiter verstärkt. Eine ökonomische Rekonstruktion des Konzepts eröffnet hingegen die Perspektive eines Verantwortungsverständnisses unter der Prämisse der individuellen Klugheit, nicht der des Zwangs.

Dominik Heiß, Dipl.-Kfm., M.A., studierte Philosophie in München und London sowie Wirtschaftswissenschaften an der FernUniversität in Hagen. Derzeit promoviert er an der Ludwig-Maximilians-Universität München am Lehrstuhl für Philosophie und Ökonomik über das Konzept von Verantwortung unter den Bedingungen der modernen Gesellschaft.

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Die Qual der Wahl - Macht zuviel Freiheit unglücklich? (Vortrag)

Wir erhielten in den letzten Jahrzehnten immer mehr Wahlmöglichkeiten. Diese führen zu drei negativen Effekten: blockierende Lähmung, schlechtere Entscheidungen, und eine latente Unzufriedenheit. Der Vortrag hilft ihre Entscheidungsgewohnheiten zu überdenken und leitet an kluge Entscheidungen zu fällen.

Dr. Stefan Horbelt promovierte im Bereich Bildkommunikation und Medizintechnik, gründete zwei Start-Ups und absolvierte einen MBA. Zurzeit ist er aktiv im Finanzbereich in Zürich und ist Vorstandsmitglied von Mensa Schweiz, verantwortlich für Marketing, Loc-Secs und Events.

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Fördert freies Kopieren die Kreativität?

Verlustfreies Kopieren und Vernetzung lassen die Grenzkosten der Versorgung mit Medien-Inhalten unbedeutend werden. Der Wunsch, an den Darbietungen der besten und populärsten Künstler teilzuhaben, gibt deren Werken dadurch eine extreme Verbreitung. Andere, möglicherweise ebenso talentierte und gute, aber weniger bekannte Künstler werden dadurch verdrängt. Ihre Darbietungen finden deutlich weniger Verbreitung, als es ihrer Qualität entspräche. Dies führt zu einer extremen Verzerrung der Verbreitung und damit - solange Kopien käuflich erworben werden müssen - der Einnahmen der Künstler. Eine kleine "Oberschicht" erhält die überwiegende Mehrheit der Einnahmen, die meisten dagegen zu wenig, um von ihrer Kunst zu leben. Wenn man die Weitergabe von Kopien nicht künstlich behindert und kriminalisiert, generiert sie keine Einnahmen. Da der Hauptteil der Einnahmen an Vermittler geht und für Werbung verwendet wird, wird die Marktverzerrung reduziert. Dadurch fallen auch die Einnahmen der Künstler geringer aus. Ich postuliere, daß durch Eintrittsgebühren für Live-Auftritte, Lesungen, Sportveranstaltungen usw. genug Einnahmen verbleiben, um die Künstler weiterhin ihre Kunst ausüben zu lassen. Kurz: Einnahmen werden nur noch dort erzielt, wo eine unbegrenzte Ausweitung des Publikums zu verschwindenden Grenzkosten nicht möglich ist. Ich postuliere auch, daß Medieninhalte weiterhin produziert werden, um Werbung für die Veranstaltungen zu machen, aus denen Einnahmen erzielt werden können. Die Produktionskosten für Tonträger oder Bücher sind durch die Digitalisierung ebenso gefallen wie die Kopierkosten, so daß ein unbegrenztes Kopieren und Weitergeben nicht deren Produktion stoppen wird. In Folge sollte sich das Angebot und die Vielfalt der Darbietungen ausweiten, da nun eine bessere Chancengleichheit besteht und der Mechanismus, wonach einige wenige Künstler die Aufmerksamkeit aller auf sich ziehen, außer Kraft gesetzt wird.

Peter Kämpf hat in Aachen, Braunschweig und am MIT (Boston, MA) Luft- und Raumfahrttechnik studiert und schon einigen Flugzeugen in die Luft geholfen. In diesem Jahrtausend hat er jedoch seinen Arbeitsschwerpunkt auf die Entwicklung von Schreibgeräten bei einer sehr innovativen Firma des deutschen Mittelstands verlegt, und dort hat er viel mit Schutzrechten zu tun.

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Free your feet! (Tanzworkshop)

Paarweise und nach Noten fegen wir das Parkett!

Andreas Klik hat nach seinem BWL-Studium zunächst als strategischer Unternehmensberater gearbeitet. Später wechselte er zur Erforschung energiewirtschaftlicher Fragen und zwischenmenschlicher Phänomene an die Universität zurück. Aktuell unterrichtet er an einer Hamburger Schule Wirtschaftsfächer auf Englisch, tanzt aber nebenberuflich auch auf anderen Hochzeiten. Als Tänzer hat Andreas in über 15 Jahren zahlreiche Shows und Turniere in der S-Klasse hinter sich gebracht. Spezialisiert ist er auf Salsa (New York Style, L. A. Style) und die Manager Moves. Noch länger allerdings beschäftigt ihn die Frage, wie man praktisch jede natürliche Grenze - scheinbar - überwinden kann.

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Grenzenlose Freiheit (Zauberworkshop)

Wir zaubern mit alltäglichen Gegenständen.

Andreas Klik hat nach seinem BWL-Studium zunächst als strategischer Unternehmensberater gearbeitet. Später wechselte er zur Erforschung energiewirtschaftlicher Fragen und zwischenmenschlicher Phänomene an die Universität zurück. Aktuell unterrichtet er an einer Hamburger Schule Wirtschaftsfächer auf Englisch, tanzt aber nebenberuflich auch auf anderen Hochzeiten. Als Tänzer hat Andreas in über 15 Jahren zahlreiche Shows und Turniere in der S-Klasse hinter sich gebracht. Spezialisiert ist er auf Salsa (New York Style, L. A. Style) und die Manager Moves. Noch länger allerdings beschäftigt ihn die Frage, wie man praktisch jede natürliche Grenze - scheinbar - überwinden kann.

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Freiraum-Klänge zum Thema "Freiheit" (Workshop)

Über Freiheit sprechen ist eines. Freiheit erleben etwas anderes. Mit Klängen und wenigen Worten möchte ich Freiheit erlebbar erklären. Die Freiheit in sich selbst hörbar machen und in ihrem Kontrast zum Behaftetsein in Struktur. Und das auf eine freie Weise, sprich eher persönlich und frei von irgendwelchen Zwängen einer Wissenschaftlichkeit oder einer Vortragsform. Dabei wird Euch auch Freiraum geboten, Euch und Euren Gedanken freien Lauf zu lassen. Sie sich frei entwickeln zu lassen. Natürlich sind alle Klänge frei improvisiert.

Dr. Jörg Kunze ist in der Schweiz gebürtiger Deutschösterreicher und lebt im Großraum Hamburg. Er ist promovierter Physiker und spielt mit Unterbrechungen seit fast dreißig Jahren Klavier. Und das in den letzten Jahren vorwiegend frei.

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Stereotype – die unfreiwilligen Entscheidungshilfen

"Der kann das nicht, das sehe ich ihm an der Nasenspitze an." Mal ganz ehrlich: Kann man jemanden allein aufgrund seiner Nase richtig einschätzen? Die allermeisten werden diese Frage wohl verneinen und trotzdem veranlasst uns die Nase des Gegenübers, sein Gesicht, seine Stimme oder auch seine gesamte Erscheinung dazu, ihn in eine Schublade zu stecken. Von diesem ersten Eindruck und der Kategorisierung hängen Sympathie und oftmals wichtige Entscheidungen ab. Und trotzdem können wir uns nicht gegen das Schubladendenken wehren – oder doch? Dieser Vortrag gibt einen Einblick in die sozialpsychologische Welt der Stereotype mit prägnanten Beispielen. Geeignet für alle, die wissen wollen, was "Vorurteil" auf psychologisch heißt.

Sara Köser, Jahrgang 1983, studierte in Heidelberg und ist Diplom-Psychologin. In ihrer Diplomarbeit untersuchte sie den Einfluss von Geschlechtsstereotypen bei der Personalauswahl. Ab 2010 wird sie voraussichtlich in Trondheim über geschlechtergerechte Sprache promovieren.

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Mechanismen zur Steigerung der Freiheit der Hochschulbewerberber und der Hochschulen

"Lange Zeit hat die ZVS die Hochschulbewerber den Hochschulen zugeteilt. Die Hochschulen waren unzufrieden mit dem System der ZVS, weil sie mehr Freiheiten bei der Wahl der Hochschulbewerber haben wollten. Gleichzeitig durften viele Hochschulbewerber nicht zu den Hochschulen, zu denen sie wollten, obwohl die Hochschulen diese Hochschulbewerber wollten. Inzwischen gibt es einen Trend hin zur eigenständigen Auswahl der Bewerber durch die Hochschulen. Warum war die ZVS in der Vergangenheit so wenig erfolgreich? Woran kann man das erkennen? Warum hat auch das jetzige System der Auswahl durch die Hochschulen viele Mängel? Es wird ein praktikabler und im Ausland bereits erprobter Lösungsansatz aus dem Bereich der Bildungsökonomie vorgestellt, mit dem eine effiziente Allokation erzielt werden könnte.

Daniel Kraus hat BWL in Mannheim studiert. Er schrieb seine Diplomarbeit in der VWL bei Prof. Grüner. Das Thema war im Bereich der Bildungsökonomie angesiedelt. Im Vortrag wird ein Ausschnitt aus dieser Arbeit vorgestellt.

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Vom Wert der Freiheit – Kriminalität und Freiheit (Vortrag)

Spricht man von Kriminalität, so fallen häufig auch Begriffe wie Freiheitsentzug, offener Vollzug, Sicherheitsverwahrung und andere. Freiheit und Kriminalität scheinen in einer direkten Abhängigkeit zu stehen, bei der das Auftreten von Kriminalität zugleich auch Fragen zu Ausprägung und Umfang von Freiheit aufwirft, die von der Legislative und Exekutive im Rahmen der Strafverfolgung im Sinne des Allgemeinwohles versucht werden zu beantworten – indem die Freiheit des Einzelnen, beliebig zu agieren (und beispielsweise einen Überfall zu begehen) durch Gesetze und Normen definiert und reglementiert wird. Der Vortrag betrachtet nun die Ausprägung von Freiheit aus verschiedenen Blickwinkeln in Bezug auf Kriminalität – so unter anderem aus den Perspektiven des Täters und des Opfers anhand von Entführungsfällen oder schweren Überfällen. Darüber hinaus erfolgt eine Diskussion über die Wertigkeit von Freiheit im Kriminalitäts-Kontext und deren Beurteilung durch die Gesellschaft über ihre Rechtsorgane.

Astrid Loos, Diplom-Betriebswirtin (BA) und BA(Hons) Business Administration, hat ursprünglich Wirtschaftswissenschaften studiert und sich schon damals im Rahmen ihrer Diplomarbeit mit der Notwendigkeit von Sicherheit und Sicherheitsdienstleistungen im Unternehmen sowie deren Kostenverrechnung befasst. Danach war sie mehrere Jahre in der Konzernsicherheit eines großen deutschen Unternehmens für die Bekämpfung von Produktfälschungen und Produktpiraterie verantwortlich. Nunmehr ist sie zwei Jahren in der Schweiz für einen führenden Pharmakonzern in der Konzernsicherheit tätig; hier nun in einer Spezialistenfunktion mit weltweiter Zuständigkeit. Zudem betätigt sie sich neben ihrer beruflichen Tätigkeit im akademischen Bereich und untersucht die verschiedenen Aspekte und Auswirkungen von (Wirtschafts-)kriminalität und Tätermotivation.

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Satirefreiheit - Was darf Kabarett? Alles! (Vortrag)

Kabarett über Wolfgang Schäuble? Klar, auf jeden Fall. Auch über seine Behinderung? Immer auf die Kleinen? Hier scheint die Antwort weniger eindeutig. Kabarett, besonders wenn es von Idealismus inspiriert ist, darf unter Umständen doch nicht alles. Die "menschliche Sache" soll nicht aus den Augen verloren werden. Wer wie Cindy aus Marzahn denunziatorisch arbeitet, erntet natürlich beim entsprechenden Publikum die großen Lacher, aber das ist weniger der Qualität der Gags als der Mehrheitszivilcourage geschuldet: Wenn es nur Randgruppen betrifft – also fast niemanden – lachen alle andern gern darüber. Leider geht hier die Würde flöten und mit ihr das freiheitliche Grundgesetz, das auf ihr aufbaut. Also nicht machen! Der Vortrag setzt sich mit Überlegungen zu moralischen oder sachlichen Grenzen der Satirefreiheit auseinander und wird dabei immer wieder auf Probleme bei der praktischen Umsetzung von Kabarettideen kommen.

Tilman Lucke arbeitet seit 2005 als Kabarettist (seine erste Premiere fand spannende zwölf Tage nach der letzten Bundestagswahl statt) und sitzt in Ausübung dieser Tätigkeit vornehmlich am Klavier. Seine drei bisherigen politisch-literarischen Soloprogramme trugen Titel wie "Nebenbei bemerkelt" (2005), "Jetzt wird durchregiert!" (2007) oder "Schwämmle drüber!" (2008). Gebürtig aus dem Schwabenland, ein 84er Jahrgang, wohnt er in der politisch-literarischen Stadt Berlin und ist seit 2007 MHN-Mitglied. Kabarettkurse leitet er seit 2004 mehrmals jährlich, vor allem im CdE, auch auf der MinD-Akademie 2007 war er Workshopleiter, außerdem mehrfach Referent bei Kabarettseminaren in der Friedrich-Naumann-Stiftung. Seit 2005 ist er festes Mitglied des Alt-Berliner Kabaretts "Berliner Brettl"

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Kabarett (Workshop)

Wenige Tage nach der Bundestagswahl herrscht im deutschen Kabarett Hochbetrieb. Pointen, Gags, Kalauer, Zynismen zu den Wahlergebnissen müssen erdacht und unters freie Wahlvolk gebracht, die neue Regierung schon vor ihrer Geburt abgeschminkt werden. Auch jenseits von Wahlen gibt die Lage der Gesellschaft und der ach so freien Marktwirtschaft eine gute Zielscheibe ab. Und natürlich darf eine gesunde Selbstironie nicht fehlen. Lieder, Monologe, Sketche und Gedichte – alle Formen sind erlaubt, Hauptsache nachdenklich, komisch und der Freiheit verpflichtet. Im Workshop wollen wir versuchen, ein kurzes Programm aus Sketchen, Monologen, Liedern und Gedichten bühnenfertig zu machen und am bunten Abend zu präsentieren. Teilnehmen darf jeder Kreative mit Spaß am Auftreten. Wer musikalische Kenntnisse vorweisen kann, ist übrigens doppelt so gern gesehen.

Tilman Lucke arbeitet seit 2005 als Kabarettist (seine erste Premiere fand spannende zwölf Tage nach der letzten Bundestagswahl statt) und sitzt in Ausübung dieser Tätigkeit vornehmlich am Klavier. Seine drei bisherigen politisch-literarischen Soloprogramme trugen Titel wie "Nebenbei bemerkelt" (2005), "Jetzt wird durchregiert!" (2007) oder "Schwämmle drüber!" (2008). Gebürtig aus dem Schwabenland, ein 84er Jahrgang, wohnt er in der politisch-literarischen Stadt Berlin und ist seit 2007 MHN-Mitglied. Kabarettkurse leitet er seit 2004 mehrmals jährlich, vor allem im CdE, auch auf der MinD-Akademie 2007 war er Workshopleiter, außerdem mehrfach Referent bei Kabarettseminaren in der Friedrich-Naumann-Stiftung. Seit 2005 ist er festes Mitglied des Alt-Berliner Kabaretts "Berliner Brettl".

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Der Dialog der Kulturen in einer globalen Welt (Vortrag)

Der Dialog ist ohne Zweifel das wichtigste Fördermittel der zwischenmenschlichen Kommunikation. Lebten die Kulturen früher voneinander abgekanzelt, so ist heute kaum noch eine einzige Volksgruppe zu identifizieren, die nicht auf den Dialog im Sine des Austauschs von Wissen oder Erfahrung mit den anderen angewiesen ist. Ohne Dialog kann es mithin keine lebendige Kultur und Sprache mehr geben. Denn nur durch Dialog vermögen die Menschen miteinander zu sprechen und zu diskutieren sowie über globale Fragen des Lebens und der Welt im Hinblick auf Lösungsmöglichkeiten gemeinsam nachzudenken. Der will verdeutlichen, dass der Dialog als Prinzip der Interkulturalität den Völkern zur Einsicht ihrer Gemeinsamkeiten hinsichtlich der Moral und Ethik verhelfen kann.

PD Dr. Dr. Jacob Emmanuel Mabe, geboren 1959 in Kamerun; Studium in München; Dr. Phil. in Politikwissenschaft (1992) in Augsburg, Dr. Phil. (1995/1996) in München und Dr. Phil. habil. in Philosophie Berlin; 1994-2003 Lehrtätigkeit in Frankfurt am Main, Aachen sowie an allen drei Berliner Universitäten; Privatdozent und Direktor des deutsch-französischen Doktorandenkollegs in Philosophie an der TU Berlin, Gastwissenschaftler am Frankreich-Zentrum der Freien Universität Berlin; Präsident der Deutschen Gesellschaft für französischsprachige Philosophie e.V. sowie der Anton-Wilhelm-Amo-Gesellschaft e.V.; Herausgeber und Mitautor der ersten Afrika-Enzyklopädie in deutscher Sprache.

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Ins Innerste der Materie - Physik an der Grenze des Vorstellbaren? (Vortrag)

Am Ende dieses Jahres werden die ersten Daten am Large Hadron Collider (LHC) am Europäischen Zentrum für Teilchenphysik CERN in Genf genommen werden. Damit wird nach 25 Jahren Vorbereitung ein großer Schritt gemacht in der Erforschung der Fragen, woraus die Materie im Innersten aufgebaut ist und was die grundlegenden Kräfte sind. Mit diesem Supermikroskop kann untersucht werden, wie es in einem 10000stel eines Wasserstoffkerns aussieht. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse werden auch unser Bild über Ursprung und die Entwicklung des Universums erweitern. Am Experiment arbeiten ca. 10000 Wissenschaftler aus der ganzen Welt mit einer großen Beteiligung auch aus Deutschland. Der Vortrag wird Ziele und Methoden des LHC beleuchten.

Prof. Dr. Peter Mättig, geb. 1949 in Hannover, hat an der Universität Bonn Physik studiert und dort promoviert. Forschungsaufenthalten an der RWTH Aachen und am DESY folgte die Habilitation an der Universität Hamburg. Nach Positionen als Leitender Wissenschaftler in Kanada und Israel und leitenden Positionen in CERN-Experimenten ist er seit 2001 Professor an der Universität Wuppertal. Seither Forschungsarbeiten am Fermilab bei Chicago und am CERN in Genf, seine jüngere Forschung umfasst wesentliche Beiträge zum Bau eines der LHC Experimente (ATLAS). Peter Mättig ist Vertreter in nationalen und internationalen Gremien, z.B. zum Grid Computing, Vorsitzender des Komitee für Elementarteilchenphysik, Sprecher der deutschen Gruppen im ATLAS Experiment am LHC und einer der zwei Wissenschaftlichen Koordinatoren der Helmholtz Allianz zur Physik am LHC, einem Netzwerk von 17 Universitäten, 2 Helmholtz Instituten, 1 Max Planck Institut.

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Interkulturalität heute - wo liegen die Grenzen des kulturell Fremden in einer globalisierten Welt? (Vortrag)

Bollywood in Bayern, Baywatch in Indien - die Grenzen der Kulturen scheinen in einer globalisierten Welt zu verschwimmen. Aber ist unter diesen Bedingungen jeder Lebensentwurf automatisch interkulturell? Also: Wie interkulturell kompetent sind wir eigentlich? Und: Wo liegen die Grenzen des kulturell Fremden, wenn in jeder Firmenkantine irgendwann einmal chinesisch auf der Speisekarte steht und jeder Informatiker zwischen San Francisco und Tokio den Comic-Helden Dilbert kennt? Dieser Vortrag geht der Frage nach, wo genau das Interkulturelle - also die Grenze zwischen den Kulturen - sich heute lokalisiert. Darauf aufbauend verdeutlicht er, welche Grenzen des kulturell Fremden für Menschen in einer modernen, teilweise globalisierten, Lebens- und Arbeitswelt handlungsrelevant sind und was interkulturelle Kompetenz heute bedeutet.

Prof. Dr. phil. Jasmin Mahadevan ist selbstständige interkulturelle Beraterin und Trainerin mit Fokus Asien und Professorin für Internationales Management an der Hochschule Pforzheim. Sie studierte Sprach-, Wirtschafts- und Kulturraumstudien an der Universität Passau und promovierte in Ethnologie und Interkultureller Kommunikation an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Sie lebte und arbeitete in verschiedenen asiatischen Ländern, in Belgien und den Niederlanden. Ihr Forschungs- und Publikationsschwerpunkt liegt auf qualitativer Organisationsforschung, interkultureller Zusammenarbeit in technischen Unternehmen und Ingenieurskultur.

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Freiheit innerhalb der Form - eine Einführung in die Musik des 20. Jahrhunderts (Vortrag)

Musik ist eine Kunstform, die wie kaum eine andere absolut klare Regeln hat. In einem Musikstück stört jeder "falsche" (also regelwidrige) Ton. Die Freiheit des Komponisten findet ihre Grenzen in diesen Regeln. Im Laufe der Jahrhunderte haben sich Komponisten immer wieder zu "befreien" versucht, indem sie die Regeln ihrer Kunst immer mehr zu erweitern und auszudehnen suchten. Dieser Prozess entwickelte seit dem 19. Jahrhundert eine immer schneller werdende Dynamik. Wie eine Art Urknall wirkte in den 20er Jahren die Veröffentlichung von Arnold Schönbergs "Methode der Komposition mit zwölf nur aufeinander bezogenen Tönen" (der sog. "Zwölftonmusik"). Diese Methode und ihre Weiterentwicklung beeinflusste maßgeblich die gesamte Musikproduktion seit dem 2.Weltkrieg (Serialismus, Punktuelle Musik, Elektronische Musik). Der Vortrag des Komponisten Claus Martin stellt die verschiedenen Kompositionstechniken dar, die das 20. Jahrhundert geprägt haben, und beleuchtet das Paradoxon, dass ein Komponist anscheinend niemals in der Zerstörung von Regeln Freiheit findet, sondern im Gegenteil stets dadurch, dass er sich den Regeln zunächst unterwirft und sie dann für sich nutzbar macht. Der Vortrag setzt keine musikalischen Kenntnisse der Zuhörer voraus.

Claus Martin, Komponist, Autor und Regisseur Claus Martin studierte Musiktheater-Regie an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg bei Prof. Götz Friedrich. Er war als Regieassistent an verschiedenen großen Opernhäusern engagiert. Seit 1997 ist er als freier Regisseur von Opern und Musicals tätig. Von 2001–2004 war er künstlerischer Leiter der Oper an der Leine (Hannover). Seit 2005 leitet er die "Zeitgenössische Oper Rhein-Main". In seiner Regiearbeit konzentriert er sich auf Uraufführungen und Werke des 20. Jahrhunderts. Als Autor und Komponist schreibt er hauptsächlich Musicals, daneben hat er mehrere Opernlibretti verfasst sowie etliche Werke des Musiktheaters aus dem Englischen und Französischen übersetzt.

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Die fatale Anziehungskraft der Technik (Vortrag)

Was haben Frauen und Technik gemeinsam? Und Regierungen mit bösen Schwiegermüttern? Wie jede gute Beziehung erfordert auch die Beziehung zur Informationstechnik Freiheit und Grenzen. Auf unterhaltsame Weise wird anhand anschaulicher Beispiele aufgezeigt, wie das "Anbandeln" mit Technik für Inspiration, Begeisterung, Herzschmerz und Enttäuschung sorgt. Ein wertvollen Ratgeber für IT-Sicherheit und Privatsphäre im Internet und unserer Gesellschaft. Stichworte: Gadgets, Privatsphäre, Google, Facebook, Sicherheit im Alltag und im Internet, Softwarepatente, Wahlcomputer, Gesundheitskarte, Fingerabdrücke, Zensur, Datenendlagerung, Anti-Terror, Zukunftsgestaltung www.fatal-attraction.net

Viktor Mraz ist Managing Security Consultant und Geschäftsführer der WMP GmbH in München. Er arbeitet seit 13 Jahren in Projekten für Großunternehmen und Banken. Seine Spezialgebiete sind Mission-Critical Umgebungen (z.B. hochverfügbare Firewalls), Netzwerksicherheit, Kryptographie und Unix/Linux. Zuletzt hat er sich mit der Optimierung der Sicherheit von Internet Banking beschäftigt.

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Staatsgrenzen im Alltag

Mit dem Schengener Abkommen, dem seit seiner ersten Umsetzung 1995 mittlerweile insgesamt 26 Staaten angehören, wurde das Prinzip der geschlossenen nationalen Grenze massiv aufgeweicht. Nun ist es für fast alle Einwohner der Europäischen Union möglich, Grenzen zu überqueren, ohne sich dabei ausweisen oder sogar die formelle Erlaubnis dafür beantragen zu müssen. Aus dem Verschwinden der Grenzen aus der unmittelbaren Wahrnehmung darf man jedoch nicht den Schluss ziehen, dass diese für das Leben der Menschen irrelevant geworden sind. In diesem interaktiven Vortrag geht es um die soziologische Erforschung der Prozesse, die dafür sorgen, dass die geöffneten Grenzen weiterhin eine zentrale Rolle im Alltag spielen. Ausgehend von der soziologischen Theorie und unter Einbeziehung sozialgeographischer Aspekte werde ich Schritt für Schritt vorstellen, wie man die (Re-)Produktion von Grenzen soziologisch fassen kann und darstellen, warum nationale Grenzen auch in Zukunft trotz aller politischen Bemühungen weiterhin eine wichtige Rolle spielen werden.

Nils Müller ist 1982 in Essen geboren und hat in Bamberg Soziologie und Europäische Wirtschaft studiert. Seit 2007 ist er Doktorand und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Sozialwissenschaften der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und arbeitet an seinem Dissertationsprojekt "Die Reproduktion nationaler Grenzen". Wissenschaftlich interessiert er sich zudem für das Verhältnis zwischen makro- und mikrosoziologischen Betrachtungsweisen.

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Grenzen körperlicher Nähe (Workshop)

In diesem Workshop geht es darum zu erfahren, was mit uns passiert, wenn wir andere Menschen näher an uns heran lassen, als wir dies im Alltag tun würden – indem wir sie umarmen, mit ihnen testen, wie viel Nähe für uns in Ordnung ist und wo unsere Grenzen liegen. Dies werden wir mit Hilfe von praktischen Übungen kombiniert mit eingestreuten Diskussionsrunden herausfinden. Ziel ist es, dass sich am Ende jeder pudelwohl fühlt, etwas über sich gelernt hat und randvoll ist mit Glückshormonen. (Das Ganze ist vollkommen jugendfrei.) Bitte kommt in bequemer Kleidung (Sportsachen oder Pyjama), mit warmen Socken und am Besten mit Isomatten oder Decken.

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Freiheit als Grundrecht (Vortrag)

Freiheit war nicht nur eines Schlagworte der Französischen Revolution, sie spielt sobald man sich mit Grundrechten beschäftigt eine zentrale Rolle. Das Grundgesetz führt mehrere Freiheiten auf, die von der freien Entfaltung seiner Persönlichkeit bis zur Berufswahl reichen. Diese Freiheiten gelten aber nicht absolut, sie können durch den Staat eingeschränkt werden, inwieweit der Staat hiervon Gebrauch macht, wird Teil dieses Vortrages sein. Ein weiterer Bestandteil des Vortrags wird der Freiheitsbegriff im Wandel der Zeit und in den Regionen der Welt sein.

Gunnar Quassowsky hat ein Fachholschulstudium in der Finanzverwaltung absolviert und ist seit mehreren Jahren für diese tätig. Seit 2005 studiert er Wirtschaftswissenschaften an der FernUniversität Hagen. Er ist ein begeistertes Mitglied des MinD-Hochschul-Netzwerkes und regelmäßiger Besucher der MinD-Akademien.

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Grenzen kreativer Freiheit im Improvisationstheater (Workshop)

Wenn auf der Bühne Geschichten entstehen, die es nur einmal gibt, dann ist das Improtheater. Wenn aus dem Nichts Theater gespielt wird, ohne dass es Proben oder ein Skript gibt, dann ist das Improtheater. Und wenn das Publikum aktiv am Geschehen beteiligt ist, dann ist auch das Improtheater. Ob Liebesgeschichte, Krimi oder Comedy, auf der Bühne ist alles möglich – eine scheinbar unendliche Freiheit. Im Workshop wollen wir uns damit beschäftigen, wie viel Freiheit tatsächlich möglich ist und welche Grenzen wir brauchen, um Ideen zu bekommen. Vorkenntnisse im Improvisationstheater sind von Vorteil, aber keine Voraussetzung. (Lasst euch ruhig vom Improfieber anstecken – das ist die Gelegenheit!) Bitte kommt in bequemer Kleidung und mit guter Laune!

Ellen Quesseleit wurde 1985 in Süddeutschland geboren und zog 2003 in den hohen Norden. Seit 2004 studiert sie an der Universität Oldenburg Mathematik und Anglistik und hat vor, diese Fächer eines Tages auch zu unterrichten. Seit 2005 betreibt sie in ihrer Freizeit Improtheater, hat auch schon einige Kurse geleitet (unter anderem "Wie bekomme ich kreative Ideen im improvisierten Theater?" auf der MA 2007 gemeinsam mit zwei anderen Verrückten) und hat 2009 die Oldenburger Gruppe "Danke für die Tür" mitbegründet.

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Wem gehört die Welt? - OpenStreetMap und das geistige Eigentum an Geodaten (Vortrag)

OpenStreetMap ist ein Projekt, in dem Freiwillige eine Weltkarte zusammentragen - sozusagen eine Wikipedia für Geodaten. Das Projekt hat bereits beachtliche Erfolge zu verzeichnen; in Deutschland sind viele Gegenden bei OpenStreetMap schon detailreicher erfasst als in kommerziellen oder sogar amtlichen Kartenwerken. Dieser Vortrag erklärt, wie das Projekt funktioniert und wie man dabei mitmachen oder die Daten für eigene Zwecke nutzen kann. Besonderes Augenmerk soll auch auf die rechtlich-politische Frage gerichtet werden, warum es überhaupt ein solches Projekt braucht: Warum sind Geodaten nicht einfach frei, und welcher Quellen darf man sich bei einem solchen Unterfangen überhaupt bedienen, ohne Rechte zu verletzen?

Frederik Ramm, Dipl. Wi-Ing., Ex-M, hat nach seinem Studium an der Universität Karlsruhe zunächst einige Jahre in einer amerikanischen IT-Beratung gearbeitet. Später war er als IT-Freiberufler unter anderem auf einer karibischen Insel und in den schottischen Highlands tätig. Vor drei Jahren als Hobby-"Mapper" bei OpenStreetMap eingestiegen, ist er nun einer von den Köpfen hinter der "Geofabrik" in Karlsruhe, die Dienstleistungen rund um OpenStreetMap anbietet, sowie Co-Autor des derzeit noch einzigen Buches zu OpenStreetMap. Wenn ihm Freizeit bleibt, verbringt er die mit Browserspielen im Internet oder in einem Motorflugzeug.

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Ringen um Leben und Tod – Grenzen in der medizinethischen Beratung (Vortrag)

Die medizinethische Beratung, wie sie beispielsweise in Klinischen-Ethik-Kommitees vorgenommen wird, stößt in mehrfacher Hinsicht an Grenzen: Zum einen werden die Beratungsgremien in Grenzsituationen der modernen Medizin um Hilfe gebeten, wenn es z.B. um die Frage geht, im Einzelfall lebenserhaltende Maßnahmen einzustellen oder fortzuführen. Zum anderen sehen sie sich mit den Grenzen ihrer eigenen Expertise konfrontiert, zumal sie nicht nur (verhältnismäßig) objektive medizinische Sachurteile abgeben sollen, sondern immer auch moralisches Urteilen eine Rolle spielt. Derartige Werturteile entziehen sich letztlich, so lautet zumindest hier die These, dem Zugriff rationaler Argumentation: Sie bleiben notwendig im Subjektiven verhaftet und setzen damit nicht zuletzt der Leistungsfähigkeit der Vernunft eine Grenze.

Elsa Romfeld (geb. 1975) hat das Studium der Philosophie an den Universitäten Braunschweig und Konstanz mit dem Staatsexamen sowie dem Magister abgeschlossen. Bevor sie 2008 als Akademische Mitarbeiterin an die Universitätsmedizin Mannheim der Universität Heidelberg wechselte, lehrte sie Philosophie an der Uni Bamberg. Ihre Forschungs- und Interessenschwerpunkte liegen derzeit im Bereich der Ethik (Meta-Ethik, Medizinethik); dort lässt sich auch ihre Promotion verorten. Sie hat ferner eine Ausbildung zur Mediatorin und ist Präsidentin der Fränkischen Gesellschaft für Philosophie.

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Mach doch! (Workshop)

Prokrastination (auch Aufschieberitis genannt) ist die alltägliche empirische Widerlegung der populären Illusion der Handlungsfreiheit. Der innere Rüstungswettlauf zwischen Selbstüberwindung und Selbstbetrug entlockt auch erfahrenen Prokrastinationsverweigerern immer wieder schmunzeln. In dem Workshop tauschen wir uns über Strategien und Tools im Umgang mit diesem Phänomen aus. Expertenwissen ist nicht erforderlich, bereits mit soliden prokrastinatorischen Grundkenntnissen ist eine Teilnahme möglich.

Axel Rutz studierte Mathematik und Volkswirtschaft. Nach mehrjähriger Tätigkeit als Projektleiter im Energiecontracting, später im Onlinejournalismus, ist er seit 2003 mit der Projekt- und Beratungsagentur "Konzepto" selbständig. Undogmatisch und humorvoll verbindet er Weisheitsquellen von Tantra bis Zen mit eigener Lebens- und Beratungserfahrung.

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Die Gedanken sind frei - Zur Entstehung des abstrakten Denkens aus archäologischer Sicht (Vortrag)

Die Gedanken sind frei… doch seit wann? Der Vortrag beleuchtet die ersten Kapitel der Menschheitsgeschichte auf der Suche nach den Ursprüngen des abstrakten Denkens. Wir beginnen unsere Reise durch die Zeit vor 6 Millionen Jahren in Afrika und folgen den Spuren unserer Vorfahren nach Europa. Die Entwicklung dessen, was wir heute als Kultur bezeichnen ist dabei eng verknüpft mit der biologischen Entwicklung von den ersten aufrecht gehenden Hominiden hin zum anatomisch modernen Menschen. Meilensteine in dieser Entwicklung stellen dabei die Verwendung erster Werkzeuge, die Entwicklung von Sprache, erster Kunst und Musik aber auch der ersten religiösen Vorstellungen dar. Am Ende der Betrachtungen steht die Frage "Ab wann ist der Mensch Mensch?", die ich im Anschluss an meinen Vortrag gern zur Diskussion stellen möchte.

Bea Schweighöfer, M.A., geboren 1984, studierte Keltologie und Vor- und Frühgeschichte an der Philipps-Universität Marburg. Ihre Schwerpunkte liegen im Bereich der vorrömischen Eisenzeit und der modernen Keltenrezeption. Studienbegleitend betreute sie unter anderem die Lehrsammlung des Seminars für Vor- und Frühgeschichte und arbeitete als Freiberuflerin im Bereich Museumspädagogik des Hessischen Landesmuseums Darmstadt und für das Landesamt für Denkmalpflege Hessen. Weiterhin engagiert sie sich ehrenamtlich im archäologischen Freilichtmuseum "Keltenwelt am Glauberg", plant, organisiert und leitet Exkursionen im Fachgebiet Keltologie der Universität Marburg und berät und begleitet Lehrkräfte bei archäologischen Projekten in Grund- und weiterführenden Schulen. Im Rahmen ihrer Dissertation am Seminar für Vor- und Frühgeschichte der Philipps-Universität beschäftigt sie sich zur Zeit mit einer qualitativen Untersuchung zur historischen Darstellung der vorrömischen Eisenzeit

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Wie frei ist ein Computer? Über die Grenzen der Künstlichen Intelligenz (Vortrag)

Als theoretisches Modell des Computers wird üblicherweise die Turing Maschine betrachtet: Ein einfacher Schreib-Lese-Kopf, der sukzessive einzelne Symbole gemäß exakt vorgegebener Anweisungen bearbeitet. Ein solches System ist offenbar denkbar weit von unserem intuitiven Freiheitsbegriff entfernt, da es sklavisch an die Befehle des Programmierers gebunden ist. Trotzdem wird in der Künstlichen Intelligenz versucht, Computern menschliche Geistesleistungen einzuprogrammieren, und es werden Wirkungen erzielt, die so aussehen, als ob der Computer frei reagiere wie wir Menschen. Die theoretische Position des Kognitivismus besagt sogar, dass kognitive Leistungen im Grunde nichts anderes als Berechnungen sind: Damit wäre auch die menschliche Freiheit ein berechenbarer Prozess und somit prinzipiell Computern zugänglich. 1980 entwarf der amerikanische Philosoph John R. Searle ein Gedankenexperiment, dass solche Spekulationen umfassend und endgültig widerlegen sollte: Er versetzte sich selbst gedanklich in die Lage eines Computers, führte ein Programm für eine bestimmte Geistesleistung aus - und war dadurch dennoch nicht zu dieser Geistesleistung fähig. Den Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz seien folglich enge Grenzen gesetzt. Nach einer Einführung in die theoretischen Grundlagen der Künstlichen Intelligenz soll in diesem Diskussionsworkshop Searles Gedankenexperiment des "Chinesischen Zimmers" gemeinsam analysiert werden: Hat das Gedankenexperiment tatsächlich die prinzipiellen Grenzen der Künstlichen Intelligenz aufgezeigt?

Alexander Scivos promoviert nach Mathematik-, Informatik- und Biologie-Studium am Lehrstuhl für "Grundlagen der Künstliche Intelligenz" der Universität Freiburg. 1993 gründete er die "Gemeinschaft Rundum Interessierter Phantasievoller Studenten" (seit 1999 "GRIPS e. V."), ein Netzwerk vorwiegend mathematisch/naturwissenschaftlich interessierter junger Menschen, und 2001 das MinD-Hochschul-Netzwerk.
Martin Dresler studierte (Bio-)Psychologie, Philosophie und Mathematik in Bochum und München und promovierte in München und Marburg. Das Gedankenexperiment des Chinesischen Zimmers war Thema seiner philosophischen Magisterarbeit. Derzeit forscht er am Max-Planck-Institut für Psychiatrie über neuronale Prozesse des Träumens, Schlafens und Erinnerns. Seit einige Jahren (co-)organisiert er das Programm der MinD-Akademien und editiert die zugehörigen Tagungsbände.
2005 haben Alex und Martin gemeinsam einen Kurs der Deutschen Schülerakademie zum Thema "Gehirn und Computer" geleitet.

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Asterix - ein Standardwerk zu Freiheit und ihren Grenzen (Vortrag)

Freiheit gab es auch 50 v.Chr. Gleichwohl hatte sie selbst in dem uns wohlbekannten kleinen gallischen Dorf ihre Grenzen. Wie genau René Goscinny und Albert Uderzo in ihrem bahnbrechenden wie allumfassenden historischen Opus "Asterix" dies aufgezeigt haben - dieser Frage soll in diesem streng wissenschaftlichen sowie essayistischen Vortrag unter Einbeziehung von Primärquellen und Sekundärliteratur nachgegangen werden.

Jan Sieckmann wurde MCMLXXI A.D. geboren, er ist u.a. Historiker, Onlinemarketingmanager, Reiseleiter, Kölner, bekennender Generalist und Fremdsprachenfreund. Französisch lernte er jedoch nach eigenem Bekunden ursprünglich nur, um Asterix und die Wortspiele auch im Original lesen zu können. Jan Sieckmann lebt derzeit in München. Er bietet individuell erstellte Kreuzworträtsel für Firmen oder Privat an.

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Hirnforschung, Willensfreiheit und Schuldstrafrecht (Vortrag)

Im deutschen Strafrecht ist die Willensfreiheit als Grundlage des strafenden Vorwurfs, nicht recht gehandelt zu haben, seit Jahrhunderten fest etabliert. Auf derartigen Freiheitsannahmen beruht der strafrechtliche Schuldvorwurf. Insbesondere die Rechtsprechung hat nach dem Unrechtssystem des Dritten Reiches nachgerade extrem Position im Sinne eines Willensfreiheits-Postulats bezüglich des geistig gesunden Menschen bezogen. Eine neuere Gegenbewegung geht von Vertretern der Hirnforschung aus. Diese konnte in Laborexperimenten belegen, dass Entscheidungen bereits unbewusst vorgeformt sind, bevor eine (scheinbar) bewusste Entscheidung gefällt wird. Die daraus abgeleitete Annahme fehlender Entscheidungsfreiheit führte zu Forderungen einer Umgestaltung des Strafrechts. Von Seiten der Strafrechtler sieht man das Ganze (bisher) gelassen, da man seit jeher mit einer fehlenden Beweisbarkeit menschlicher Entscheidungsfreiheit konfrontiert ist. Ob die Straftheorie den Angriff auf das Schuldstrafrecht auch weiterhin wird abwehren können, hängt nicht zuletzt davon ab, wie die Hirnforschung sich weiter entwickelt.

Professor Dr. Franz Streng, seit 1991 Inhaber des Lehrstuhls für Strafrecht und Kriminologie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, davor an den Universitäten Heidelberg und Konstanz tätig. Einen wesentlichen Forschungsschwerpunkt hat er in den Bereichen Straftheorie und Schuldfähigkeitsbegutachtung. Er hat zu diesen Fragen seit dem Jahre 1976 eine Vielzahl von Veröffentlichungen vorgelegt.

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Paradoxien der Willensfreiheit im erotischen Kontext (Vortrag)

Kann man seinen freien Willen freiwillig aufgeben? Und wenn man seinen freien Willen freiwillig aufgibt, hat man dann überhaupt seinen freien Willen aufgegeben? Das Thema des Vortrages sind die Paradoxien und Implikaturen, die sich aus erotischen Phantasien von Kontrollverlust und Ohnmacht ergeben. Wie erzeugt man die Illusion von Unfreiheit? Oder ist die Illusion keine Illusion? Kann man Unfreiheit erleben, wenn man im Grunde doch frei ist? Konsequent bis ans Ende gedacht, entpuppt sich eine scheinbar simple Sexualpraktik als komplexes philosophisches und psychologisches Problem.

Max Voigtmann, M. A., Jahrgang 1976, ist freiberuflicher Journalist und Grafik-Designer. Im Umkreis der MinD-Akademie ist er vielen bekannt durch seine Arbeit für Mensa in Deutschland e.V. – unter anderem gestaltet er das MinD-Magazin und hat in den vergangenen Jahren das Corporate-Design von Mensa maßgeblich geprägt. Zu seinen Kunden zählen darüber hinaus verschiedene kleine und große Unternehmen in Deutschland. Als ausgebildeter Tageszeitungsredakteur hat er praktischen Journalismus von den Grundlagen auf gelernt, seine Ausbildung zum Grafik-Designer erhielt er bei dem Designer und Fachbuchautor Rudolf Paulus Gorbach. Daneben studierte er Germanistik, Literaturwissenschaft und Psychologie mit Abschluss Magister Artium und besuchte Seminare in Ergonomie (Praxisgerechtes Gestalten) und Drehbuchschreiben. Auf den MinD-Akademien "Sprache und Kommunikation" und "Kreativität und Innovation" war er als Referent tätig, darüber hinaus gehört er zu den "Irrationalen", der Improtheatergruppe des MHNs. Besondere Interessensgebiete von Max sind Kriminalliteratur, Eisenbahn, Psychologie, Film und natürlich Bondage. Er hatte mehrere Lesungen als Autor (Kurzgeschichten, Gedichte) in München und ist Mitglied in der Allianz Deutscher Designer (AGD), der Typographischen Gesellschaft München, dem Deutschen Journalistenverband, der Bundesvereinigung Sadomasochismus e.V. und bei Mensa in Deutschland.

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Freiheitsberaubung leichtgemacht (Workshop)

Seine Freiheit zu verlieren kann in einem erotischen Kontext sehr aufregend sein. Ebenso, jemandem seine Freiheit zu nehmen. Es ist eine Spielwiese, auf der Menschen eine andere Seite ihrer Seele finden können, Im Workshop haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Gelegenheit, sich auf dieser Spielwiese zu tummeln und selbst die Erfahrung des Fesselns und Gefesseltwerdens zu machen. Dazu stehen verschiedene Materialien wie Seile, Ketten oder Folie zur Verfügung. Alle Interessierten können aber auch eigenes Material mitbringen, von dem sie denken, dass es für eine Fesselung geeignet ist. Die Workshopbetreuer werden das Material dann gemeinsam mit den Anwesenden auf seine Tauglichkeit überprüfen. Diejenigen, die bereits über einige Erfahrungen auf dem Gebiet der erotischen Fesselung verfügen, sind dazu eingeladen, ihr Wissen mit den anderen zu teilen.

Max Voigtmann, M. A., Jahrgang 1976, ist freiberuflicher Journalist und Grafik-Designer. Im Umkreis der MinD-Akademie ist er vielen bekannt durch seine Arbeit für Mensa in Deutschland e.V. - unter anderem gestaltet er das MinD-Magazin und hat in den vergangenen Jahren das Corporate-Design von Mensa maßgeblich geprägt. Zu seinen Kunden zählen darüber hinaus verschiedene kleine und große Unternehmen in Deutschland. Als ausgebildeter Tageszeitungsredakteur hat er praktischen Journalismus von den Grundlagen auf gelernt, seine Ausbildung zum Grafik-Designer erhielt er bei dem Designer und Fachbuchautor Rudolf Paulus Gorbach. Daneben studierte er Germanistik, Literaturwissenschaft und Psychologie mit Abschluss Magister Artium und besuchte Seminare in Ergonomie (Praxisgerechtes Gestalten) und Drehbuchschreiben. Auf den MinD-Akademien "Sprache und Kommunikation" und "Kreativität und Innovation" war er als Referent tätig, darüber hinaus gehört er zu den "Irrationalen", der Improtheatergruppe des MHNs. Besondere Interessensgebiete von Max sind Kriminalliteratur, Eisenbahn, Psychologie, Film und natürlich Bondage. Er hatte mehrere Lesungen als Autor (Kurzgeschichten, Gedichte) in München und ist Mitglied in der Allianz Deutscher Designer (AGD), der Typographischen Gesellschaft München, dem Deutschen Journalistenverband, der Bundesvereinigung Sadomasochismus e.V. und bei Mensa in Deutschland.

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Wie viel Freiheit braucht Demokratie - und wie viel Sicherheit? (Vortrag)

Freiheit und Sicherheit, beides wesentliche Komponenten einer freiheitlich demokratischen Grundordnung, sind nicht zwangsläufig uneingeschränkt miteinander vereinbar, und werden daher politisch häufig gegensätzlich diskutiert. Im Rahmen der Güterabwägung wird Freiheit zur Unsicherheit umgedeutet und Überwachung zum Heilmittel der "Krankheit Angst". Dass diese Formel, die sich die großen Volksparteien zu eigen machen all zu einfach ist, zeigt der momentane Zulauf der Piratenpartei, die nach der Europawahl ihre Mitgliederzahlen in zwei Monaten vervierfachen konnte und im Netz teilweise größere Präsenz zeigt als die etablierten Parteien. In diesem Vortrag soll kurz (5 Minuten) die Piratenpartei vorgestellt werden um anschließend die Bedeutung der Freiheiten und zunehmenden Grenzen im Netz für die Demokratie zu besprechen. Einen besonderen Schwerpunkt wird das "Zugangserschwerungsgesetz" einnehmen.

Leo Wandersleb ist gebürtiger Münchner, wo er auch sein Diplom in Mathematik an der TU erwarb. Er ist zur Zeit hauptberuflich Spieleentwickler und seit 2006 bei der Piratenpartei Deutschland politisch aktiv. Er ist Generalsekretär im Vorstand des Landesverbands Bayern und als Listenkandidat für die Bundestagswahl aufgestellt.

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Barbershop (Workshop)

Barbershop ist amerikanische A-capellamusik, die vierstimmig von gleichgeschlechtlichen Quartetts oder Chören vorgeführt wird. Die Melodie wird vom Lead gesungen, darüber liegt der Tenor, darunter der Bass, und irgendwo dazwischen der Bariton. Sie werden auch jeweils als "character", "sparkle", "fundament" und "dignity" bezeichnet. Harmonisch bilden die vier Stimmen meistens Septakkorde und folgen damit den Quintenzirkel. Die Musikrichtung entstand am Anfang des 20. Jahrhunderts in den Südstaaten der USA, wo Quartetts in Friseursalons rumreisten und Neuigkeiten überbrachten. Heute werden oft traditionelle Lieder, aber auch moderne arrangements wie "It's Raining Men" gesungen. Im Workshop werden Chor- oder Soloerfahrung und vor allem gutes Gehör vorausgesetzt. (Mehr Information unter http://de.wikipedia.org/wiki/Barbershop)

Eileen Wagner ist selbst begeistertes Mitglied eines Barbershopquartetts. Mit ihrer Gruppe "Not Another Music Joke" hat sie in den letzten vier Jahren bei vielfältigen Veranstaltungen ein Publikum mit der Leichtigkeit der Barbershopmusik angesteckt. Sogar in Berliner U-Bahnhöfen hat sie der amerikanischen A-capellatradition Resonanz verliehen. Was als Schulaktivität unter der Leitung eines wahren MDs begann, ist zu einer Vorliebe geworden. Rearrangieren und humorvolles Verfremden bekannter Barbershopstandards sind neben der Mathematik und dem philosophischen Herumgrübeln Lieblingszeitvertreibe der Abiturientin. Nun freut sie sich darauf, ein zweites Mal in ihrer Songbirdlaufbahn die gütige Chorleiterin zu spielen und Neugierige einzustimmen.

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Malen mit Licht - Photographie mal andersrum (Workshop)

Das klassische Bild der Photographie ist das einer Kamera, die eine bestimmte Szene - die der Betrachter auch sehen kann - festhält. In der Lichtmalerei (auch als Lightpainting bekannt) - wird dieses Prinzip auf den Kopf gestellt. Die Kamera ist fest montiert, z.b. auf einem Stativ - und die Lichtquelle (eine Taschenlampe, LED's, Christbaumbeleuchtung, ...) - wird über einen längeren Zeitraum bewegt. Durch diese Bewegung, über mehrere Sekunden, entstehen Muster aus reinem Licht. Diese bilden ein einzigartiges Objekt - eine Lichtskulptur. Da man sich dabei im dunkeln bewegt und die ausgeführten Bewegungen nie die gleichen sind ist Spass und Überraschung garantiert. Geeignet sind alle Kameras bei denen man die Belichtungszeit manuell einstellen kann - aber auch alle anderen können einen Versuch wagen.

Matthias Weinberger, Jahrgang 1973 ist als Physiotherapeut, Dozent und Photograph tätig. Seit 2003 beschäftigt er sich mit der digitalen Photographie. Als Autodidakt lässt er sich nicht von Regeln einengen, sondern findet den Spass am kreativen Arbeiten im spielerischen experimentieren und ausprobieren. Die unendlichen Kombinationsmöglichkeiten von Licht, Form und Zeit machen das Photographieren auch nach Jahren immer noch spannend.

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Grenzerfahrungen: Abenteuer für Leib und Seele zwischen körperlichen Grenzen und spirituellen Horizonten (Vortrag)

Grenzen trennen. Grenzen verbinden auch. Sie sind das, was Unverbundenes gemeinsam hat. Grenzen machen neugierig. Man kann an ihnen scheitern, mag dahinter die Freiheit suchen. Manchmal gibt es Übergänge. An lebensentscheidenden Grenzen, also an den Schnittstellen von Leben und Tod, oder zwischen dem Alltagsbewusstsein und Zuständen erweiterten Bewusstseins, kann man Grenzerfahrungen machen: spirituelle Erfahrungen, schamanische Bewusstseinszustände, Nahtoderfahrungen. Der Vortrag erläutert zehn Körpertechniken aus alten Stammeskulturen, mönchischen Traditionen und schamanischen Techniken, die Fortschritte beim Zusammenspiel von Leib und Seele, oder von Körper, Geist und Seele, oder bei erweiterten Bewusstseinzuständen, oder bei sonstigen Grenzverschiebungen erreichen wollen. Wüsten, Wälder, Wasser, Höhlen, Dunkelheit, Einsamkeit - was verstehen wir heute noch von den wirkmächtigen Lernplätzen der Religionsstifter, Mystiker und Schamanen: Wo sie zu sich selbst, wo sie zu Erkenntnis, Erfahrung, Heilung, Erleuchtung gelangten? Wie weit sind ihre alten Techniken, Kraft zu sammeln, also Fasten, Schweigen, Meditieren, energetisches Atmen, oder auch Trommeln und Tanzen, als kostenlose Körperkünste den Knechten unserer Konsumgesellschaft noch vermittelbar? Der Referent berichtet von den kulturell ganz unterschiedlich gezogenen Grenzen und von eigenen Erfahrungen, wenn er diese Grenzen ausloten oder verschieben wollte.

Prof. Dr. Kurt Weis, geboren 1940, volljuristische, kriminologische und soziologische Ausbildung in Deutschland und den USA. Dort studierte er auch Anthropologie. An der Harvard Universität 1968 als Jurist promoviert, in Saarbrücken 1979 als Soziologe habilitiert, gern als Anthropologe unterwegs, ging er 1980 als Professor für Soziologie an die Technische Universität München. Dort leitete er, als Mitglied der beiden neuen Fakultäten für Sportwissenschaft und für Wirtschaftswissenschaften, bis 2006 das Fachgebiet Soziologie. Sein wachsendes Interesse gilt der fachübergreifenden Kulturwissenschaft. Seit 1992 ist er Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste und seit 1998 Associate of the Hawaii Reseach Center for Futures Studies, University of Hawaii. Neben seinem erlernten Beruf als Wissenschaftler sucht er den Weg vom Buchwissen zum Erfahrungswissen und verfolgt dessen Anwendungsrelevanz. Dafür besuchte er manchen Gipfel, lernte von den Inuit sein Iglu zu bauen, durchquerte zu Fuß die Wüste Gobi (2003) und die Takla Makan Wüste (2006), unterwarf sich den Ritualen der Schamanen am Amazonas (2008) und vertiefte sich in die spirituellen Wege Indiens (2009).

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Grenzenloser Reichtum einiger geht immer zulasten der Freiheit aller Übrigen (Vortrag)

Nie zuvor gab es so viel Wohlstand zu verteilen. Dennoch verursachen Wirtschaftskrisen zunehmend Angst, Verunsicherung und Not. Die bekannten Lösungsvorschläge sind voller Widersprüche. Klaus Willemsen vermag eine neue Sichtweise zu vermitteln. Er beschreibt die Dimension der Zinskosten, die bereits jeden dritten Euro verschlingen und unaufhaltsam wachsen. Niedrigere Zinslasten machen Arbeit für alle bezahlbar, so seine überraschende Analyse. Schon ein Drittel der Zinszahlungen, reichten aus, um vier Millionen Gehälter zu finanzieren. Ein Null-Zins-Niveau würde die Verschuldungssituation der Entwicklungsländer nachhaltig auflösen und unsere öffentlichen Kassen um zweistellige Milliardenbeträge entlasten. So würden Steuergelder in außreichender Fülle für unser Bildungssystem frei. Der Zins macht Reiche reicher und Arme zahlreicher. Er ist die Wachstumspeitsche, die uns nicht zur Ruhe kommen lässt. Wer diesen Mechanismus versteht, gewinnt die Zuversicht, dass wir daran etwas ändern können. Gesellschaftlicher Wandel braucht eine Vision. Die von Klaus Willemsen beschriebene Idee der Fairconomy ist ein realistisches Gesellschaftsmodell für dieses Jahrhundert. Zu seinem Themenspektrum gehören: "Vollbeschäftigung und Nullwachstum", "Marktwirtschaft ohne Kapitalismus", "Voraussetzungen einer umweltverträglichen Ökonomie", und "Monetäre Voraussetzungen für die Nutzung umweltschonender Energie und Technik".

Klaus Willemsen (geb. Popp) ist Dipl. Sozialpädagoge und seit 1989 Referent, Autor und Berater für Geldreform & Fairconomy. Zunächst als Geschäftsführer der "Initiative für Natürliche Wirtschaftsordnung" und mittlerweile als freier Autor und Referent, macht er auf Chancen gesellschaftlicher Weiterentwicklung aufmerksam, die sich hinter dem Begriff Fairconomy verbergen. Mit seinem Fairconomy Büro koordiniert er Aktionen, die zur Verbreiterung des zinskritischen Ansatzes beitragen. Sein Buch "Das Märchen vom guten Zins" bietet einen Gesellschaftsentwurf, der das Wachstumsparadigma unserer Wirtschaftsordnung erklärt und einen machbaren Lösungsansatz aufzeigt. Es ist leicht verständlich und vermittelt dennoch komplexe Zusammenhänge. Das Märchen vom guten Zins ist ein Geschenk an alle, die sich Sorgen machen über die Welt, die wir unseren Kindern hinterlassen und denen eine friedliche und lebenswerte Gesellschaft ein Anliegen ist.

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Soziale Normen und Tabus - Grenzen des Alltags (Workshop)

Haben Sie schon einmal im Restaurant den Gast am Nachbartisch gefragt, ob Sie von seinem Gericht kosten dürfen? Oder beim Einkaufen einen zufälligen Passanten gefragt, ob Ihnen das Outfit, das Sie gerade anprobieren, steht? Bei aller Individualität - Normen, Konventionen und Gewohnheiten bestimmen unseren Alltag und setzen enge Spielregeln sozialer Interaktion ohne dass wir uns ihrer bewusst sind. Diese Grenzen mögen bequem sein, sie beschränken aber unser Repertoire an Verhaltensmöglichkeiten und stehen uns oft auch einfach im Weg. In diesem Seminar setzen wir uns gezielt mit den sozialen Grenzen des Alltags auseinander, beschäftigen uns damit welche Grenzen ganz speziell für unsere Gesellschaft gelten und erproben an kleinen Beispielen, wie sie sich durchbrechen lassen. Die Teilnahme an den Beispielübungen wird ermutigt, ist aber natürlich nicht verpflichtend.

Max Willenberg, Jahrgang 1984, seit 2005 Student der Ruhr-Universität Bochum, erwarb 2008 seinen B.Sc. in Wirtschaftspsychologie mit dem Thema der Kongruenz von Selbst- und Fremdwahrnehmung in Persönlichkeitsfragebögen. Gegenwärtig ist er Master-Student mit Interessensschwerpunkten in Eignungsdiagnostik und Training und arbeitet nebenberuflich als Tutor für die Grundlagenseminare der Fakultät.

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Deutsche Gebärdensprache (DGS) (Workshop)

In Deutschland leben ca. 80.000 gehörlose Menschen, die primär in Deutscher Gebärdensprache (DGS) kommunizieren. Die DGS ist eine eigenständige, vollwertige Sprache, die im Gegensatz zur Lautsprache (auditiv-verbal) völlig andere Modalitäten verwendet, da sie eine visuell-gestische Sprache ist. In diesem Schnupperkurs könnt Ihr Euch ein wenig an diese ganz andere Sprache herantasten und ausprobieren. Dazu gehören natürlich das Fingeralphabet, einzelne Gebärden und auch schon einige Sätze. Darüber hinaus werden auch erste Einblicke in die Kultur gehörloser Menschen gegeben. Ihr braucht für diesen Workshop insbesondere Eure Arme, Euren Oberkörper, das Gesicht (für die Mimik) und Eure Augen. Was Ihr nicht braucht, sind Eure Stimme und Eure Ohren, denn die benötigen wir zur Kommunikation in DGS nicht.

Mareike Winkler (geb. 1982) ist Diplom Gebärdensprachdolmetscherin. Sie hat Ihr Studium 2008 an der Universität Hamburg abgeschlossen und arbeitet seitdem als selbstständige Dolmetscherin. Parallel arbeitet sie an ihrer Promotion. Seit Beginn ihres Studiums bewegt sie sich beruflich und privat sowohl in der Welt hörender als auch der Welt gehörloser Menschen.

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"Die Gedanken sind frei" - künstlerische Freiheit in der Literatur (Vortrag)

Ausgehend von dem Volksliedtext, der auf Wurzeln aus der Antike zurück blicken kann, sollen die verschiedenen Aspekte von Freiheit in der Arbeit von Schriftstellern untersucht werden. Dabei dienen uns auch Beispiele aus der (Welt-)Literatur als Leitfaden. Zu nächst ist da der Gedanke - wie frei ist er eigentlich? Darüber sollen uns Wittgenstein, Lem und die Konkrete Poesie Auskunft geben. Welche Erkenntnisse kann die Gehirnforschung dazu beisteuern? Wie ist das Verhältnis von Wissenschaft und Kunst? Die Arbeit der Schreibenden, vom Gedanken zum Werk. "An die Nachgeborenen" oder wer liest eigentlich was wir schreiben? Die Rolle der Medien. Selbstzensur und die Zwänge des Schreibens. Selbstzeugnisse von Schriftstellern z.B. von Stephen King. Wie die Lebensumstände die Gedankenfreiheit einschränken. Der Balanceakt zwischen Brotberuf, Leben und Schreiben. Die Gefahren des Veröffentlichens: Ruhm tötet und "Writers in Prison". Gedankenkontrolle in Orwells "1984". Wo bleibt das Positive? Schreiben kann für jedermann befreiend sein: Das "Freedom Writers" Projekt beschreibt wie "schwierige Jugendliche" über das Schreiben neue Perspektiven für ihr Leben gewinnen konnten.

Stefan Wladarsch, 1966 in Ingolstadt geboren, in der Kindheit als Legastheniker eingestuft und dabei HB getestet; Studium der physikalischen Technik an der FH München; Mitarbeit in der Chaosgruppe der TU-München (u.a. AK Philosophie; Mitarbeit bei einem Seminar über Nietzsche und Chaos); Seit der frühsten Jugend Kontakt zur Theaterarbeit (seit 2002 Jahren vor allem als Impro-Theaterspieler) und seit mehr als 25 Jahren schriftstellerisch tätig (u.a. mehrere veröffentlichte Kurzgeschichten, regelmäßige Lesungen von Poesie); Arbeitet im Brotberuf als Qualitätsmanager und "Teilzeitvater".

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Programm der Mind-Akademie 2008

Über 60 Vorträge und Workshops werden das Akademiethema in mehreren Parallelschienen und einigen ausgesuchten Plenumsvorträgen behandeln. Am Donnerstg wird ab mittags ein Vorprogramm in und um Nürnberg angeboten, Informationen dazu werden in Kürze per Rundmail an alle angemeldeten Teilnehmer versandt. Das Vortragsprogramm startet am Donnerstag um 17 Uhr und endet am Sonntag gegen 16 Uhr. Ab Freitagabend wird eine Programmschiene in Englisch angeboten, die entsprechenden Vorträge sind markiert.

Vorträge

Workshops

Programmbeschreibungen

Time and Intelligence (English talk) Englischer Programmpunkt

The relationship between time and intelligence consists in more than in the ability to read the clock properly. This is obvious even from a brief screening of the relevant literature: Are intelligent people different, or are they just faster -- for instance, with respect to such diverse aspects as reaction time, nerve conduction velocity, learning and discrimination time? Or are their inner clocks simply more accurate -- as revealed in more precise time estimations? These findings can also be applied to intelligence diagnostics, where time plays a role in respect to speeded testing or stability of intelligence over time -- the latter on an individual as well as on a population basis (Flynn effect). Development of intelligence over time is another of the numerous aspects of this exciting relationship, the variety of which I hope to convey in my presentation.

Dipl.-Psych. Tanja Gabriele Baudson, M.A., studied French and American literature and psychology in Bonn, Paris/France and Gold Coast/Australia. After stopovers in Giessen, Germany, and Nishinomiya, Japan, she has been working at the Department of Giftedness Research at Trier University since September 2007. Besides teaching and writing her Ph.D. thesis on diagnostic abilities of primary school teachers, she also works at the university's Center of Psychological Diagnostics testing potentially gifted children. In her scarce leisure time, she organizes the MinD Academy program with Martin Dresler and Anna Seemüller.

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Kleine Ausschweifungen über die Zeit (Vortrag)

Äonen sind vergangen, doch wir haben sie immer noch nicht gefangen - die Zeit, die wir täglich verlieren, während sie träge und unaufhaltsam an uns vorüberzieht. Ein lockerer Plausch über die Vergangenheit der Zeit, ihre hinterhältigen Auswirkung auf das wahre Leben und die Grenzen die sie uns aufzeigt, auch wenn wir sie selten genug haben.

Jaro(slav) Blaha, geborener Tscheche, hat nach Offizierausbildung und Informatikstudium für die deutsche Luftwaffe und das NATO Hauptquartier in Holland als Projektleiter gearbeitet und daneben Wirtschaftsinformatik studiert. Im anschließenden Zivilleben hat er in Belgien u.a. fünf Jahre als Chefarchitekt für das größte Softwareprojekt der NATO gewerkelt. Seit 2002 ist er mit seiner Unternehmensberatung für das Management internationaler Großprojekte tätig. Nach 2,5 Jahren in Paris und zwei Jahren in Düsseldorf lebt Jaro zur Zeit in München, ist aber eng mit seiner Aushilfsheimat Vietnam verbunden. Seine nicht vorhandene Freizeit verbringt er in Cocktailbars, beim Hobby-Fliegen, oder bei der bewaffneten Jagd nach kleinen weißen Bällen. Und er hat nie Zeit...

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Zeitmanagement mit Zielen (Workshop)

In der heutigen Welt sind neben fachlichen Fähigkeiten immer mehr die sogenannten Softskills wichtig. Unter Softskills versteht man das Management von sich selbst und den Personen die einen umgeben. Zeiteinteilung gehört dabei zu einem der wichtigen Themen. Es betrifft jeden und man kommt durch effizientes Planen leichter zu Ergebnissen. Weiterhin ist es auch im Alltag hilfreich seine Termine im Griff zu haben. In diesem Workshop wollen wir gemeinsam ein paar Grundprinzipien des Zeit- und Zielmanagement kennen lernen und diese in vielen Beispielen und Übungen auf ihre Tauglichkeit überprüfen. Der Fokus dieses Beitrages liegt auf Erleben und Ausprobieren und weniger auf akademischer Tiefe und Begründungen.

Manuel Blechschmidt ist 1986 in Berlin geboren und studiert momentan IT Systems Engineering am Hasso-Plattner-Institut in Potsdam. Er arbeitet freiberuflich als Software Berater für verschiedene Unternehmen. Während seines Berufes hat er oft mit problematischen Zeitplanungen und utopischen Zielen zu kämpfen. Damit er auch noch seine Hobbys wie Jogging, gemeinnützige Kurse machen und mit Freunden feiern unter einen Hut bekommt, ist er auf ein effektives Zeitmanagement angewiesen.

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Der Faktor Zeit im Recht (Vortrag)

"Wer zuerst kommt, mahlt zuerst." Der so erstmals im 13. Jahrhundert schriftlich festgehaltene Prioritätsgedanke spielt auch in der modernen Rechtsordnung eine besondere Rolle. Insbesondere wird er heute noch zur Lösung staatlicher Verteilungskonflikte herangezogen. Der Vortrag betrachtet verschiedene Ausprägungen des Faktors Zeit in der Rechtsordnung und die Folgen seiner Anwendung als Abgrenzungskriterium.

Katharina Bonnenfant, M.A., hat in Freiburg Politikwissenschaft und Jura studiert. Ihre Interessenschwerpunkte liegen im Recht des geistigen Eigentums und in der politischen Philosophie, das Vortragsthema verbindet beide. Zur Zeit ist sie als Rechtsreferendarin in einer auf den gewerblichen Rechtsschutz spezialisierten Rechtsanwaltskanzlei in Düsseldorf tätig.

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Mind: A-Head of Time - How the brain structures time (English talk) Englischer Programmpunkt

How does the brain perceive time? Does it construct its own kind of time? Neurobiological insights are only beginning to elucidate the mutual relevance of time and the brain on multiple different levels: (1) Chronobiology - on the time scale of hours, days, and years: Oscillators, both inside and outside of the brain, contribute to the creation of the circadian rhythm, and the molecular mechanisms of the clocks in these central and peripheral cells are becoming increasingly known. (2) Time perception - on the time scale of seconds and minutes: A variety of theories exists about the correlate or location for perceived time in the brain, and studies have described specialized areas in numerous regions as candidates for the mediation of temporal planning and subjective time awareness. (3) Sensory processing - on the time scale of milliseconds: Precision in sense percepts requires the exact temporal coding of stimuli in neurons, a responsibility that is shared by several mechanisms in individual cells and neural circuits. Many issues in the neurobiology of time surely remain unresolved until time will tell.

Dr. Kirsten Brukamp studied medicine, philosophy, and cognitive science in Muenster and Osnabrueck and carried out research in cell, molecular, and developmental biology in Philadelphia and Boston.

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Zeit für Gesellschaft - Soziologische Perspektiven auf die Zeit (Vortrag)

Der Vortrag will einigen Gedanken zum Zeitbegriff und ihrem Bezug zur Gesellschaft nachgehen. Ein historischer Rückblick steht am Anfang: Die "genaue" Zeiterfassung - sofern wirklich möglich - ist menschheitsgeschichtlich noch vergleichsweise neu. Sie zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass Zeit für jeden und überall mess- und ablesbar ist, noch dazu in immer kleineren Einheiten. Zeit wird gesellschaftlich kommuniziert und kontrolliert - Leben ohne Uhr und Kalender ist praktisch unmöglich. Dabei ist die Frage danach, was Zeit eigentlich ist, fast vollkommen in den Hintergrund geraten.
Menschen kennen auch das Bedürfnis nach "Zeiten ohne Zeit", Momenten also, deren Dauer für das Bewusstsein nicht unmittelbar nachvollziehbar ist. Diese Momente finden sich in nahezu jeder Kultur: Situationen, in denen Menschen sich gemeinsam in Ekstase bringen. Die wahrgenommene Zeit kann sich von der "tatsächlichen" erheblich unterscheiden - Gemeinsame Stunden mit Freunden scheinen binnen Minuten zu vergehen, wohingegen einige Minuten im Stau sich endlos in die Länge ziehen.

Malte Burdekat, aufgewachsen in Oldenburg, 1999 Abitur an der Peter-Vischer-Schule in Nürnberg. 1993 bis '96 Mitarbeiter BW Verlag und Software GmbH. 1995 Praktikum bei RTL. 1996 Mitarbeit in der Dramaturgie des Staatstheaters Nürnberg. Von 1996 bis 1997 Mitarbeit bei medien/design. 1997 Praktikum beim Norddeutschen Rundfunk, Produktion von Fernsehbeiträgen für das Erste und das N3. 1998 Gründung von innovaTV.de. 1999 Produktion der Fernsehdokumentation "Oldenburg im Nationalsozialismus". Ab 1999 Studium der Soziologie, Germanistik, Politischen Wissenschaft und Medienwissenschaften in Erlangen. 2000 Produktion der Fernsehdokumentation "50 Jahre Gewerkschaft HBV". Seit 2000 Mitarbeit und Jurymitglied beim Deutschen Menschenrechtsfilmpreis. Seit 2000 Dozent am Bildungszentrum Nürnberg im Bereich "Neue Medien". Seit 2001 Dozent der Hanns-Seidl-Stiftung, für den Bereich Journalistische Weiterbildung und Fernsehjournalismus. 2001 bis 2002 Tutor an der Universität Erlangen-Nürnberg am Institut für Medienwissenschaften. 2006 Magisterarbeit: "Die anorgastische Gesellschaft? Kommunikationstheoretische Dimensionen einer Soziologie der Sexualität". Seit 2008 Dozent der Journalistenakademie in München, Doktorand und Lehraufträge an der Universität Erlangen-Nürnberg.

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Was ist Gleichzeitigkeit? (Vortrag)

Wenn ich am Berliner Dom stehend mit Dir telefoniere, der Du am Marburger Schloss spazieren gehst, können wir getrost davon ausgehen, dass dies für Dich und mich "gleichzeitig" geschieht. Doch wie würde ein Marsmensch darüber denken? Das uralte Konzept der Gleichzeitigkeit wurde in den Jahren um 1905 von Albert Einstein revolutioniert: Seither muss die Physik die Gleichzeitigkeit als im Auge des Betrachters liegend akzeptieren. Was das genau bedeutet und warum es einleuchtet, werden wir im Rahmen dieses Vortrags zu verstehen versuchen.

Carla Cederbaum hat in Freiburg und Großbritannien Mathematik, Physik und Informatik studiert. Aus ihrem Interesse an geistes- und kulturwissenschaftlichen Fragen rund um die Mathematik entstand 2007 das Buch "Ein Moment für Mensch und Mathematik" (www.mensch-und-mathematik.de). Neben ihrer Promotion in mathematischer Gravitationsphysik engagiert sie sich mit Vorträgen, Büchern und Schülerprojekten für die Popularisierung der Mathematik.

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The fastest computer - ever (English talk) Englischer Programmpunkt

We all are used to the rapid progress in computer technology: The time needed per elementary operation gets shorter and shorter rapidly. Where will this development lead? Landauer stated that 'information is physical'. Applying basic physical principles, ultimate limits on computation will be presented. For example, no matter how ingenious future physicists and engineers will be, no laptop (mass: 1 kilo, volume: 1 liter) is ever going to be faster than the 'ultimate laptop', which achieves roughly 10^51 operations per second on 10^31 bits. Examples of existing computers (partially) reaching some of the physical limits of computation will be presented.

Dr. Henning Christ hat Physik in Marburg und Heidelberg studiert. Seine M.Sc. Arbeit fertigte er in Tucson, Arizona an. In den letzten Jahren hat er sich im Rahmen seiner Promotion in theoretischer Physik mit Quantencomputern in Festkörpersystem beschäftigt.

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Bildung in Zeiten der Wissensgesellschaft (Vortrag)

Der Vortrag verfolgt in kritischer Absicht, selbstverständliche Implikationen des Zeitverständnis moderner Gesellschaften in der Selbstbeschreibung einer Wissensgesellschaft aufzuzeigen und zu problematisieren. Insbesondere wird die Frage nach einer qualitativen Dimension von Bildungszeit in Abgrenzung von quantitativen Effizienzzeiten gestellt. Die Zeitstruktur von Bildung widerstreit dem Zeitverständnis der Wissensgesellschaft und der Trivialität lebenslangen Lernens. Bildung und die mit ihre verbundenen Praktiken sind Prozesse der Verzögerung und darin unzeitgemäß. Dem lebenslangen Lernen wird querliegend das lebenslange Sterben als ethische Dimension der Zeitstruktur von Bildung gegenübergestellt.

Prof. Dr. Andreas Doerpinghaus: Studium der Fächer Pädagogik, Germanistik, Philosophie und Geschichte an den Universitäten Duisburg, Düsseldorf und Essen; Erstes und Zweites Staatsexamen in den Fächern Pädagogik, Philosophie und Deutsch für die Sekundarstufen I und II; Dissertation: "mundus pessimismus. Über den philosophischen Pessimismus Arthur Schopenhauers"; Postdoktoranden-Stipendium (PostDoc) der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG); Habilitation Logik der Rhetorik (2000); Tätigkeiten an den Universitäten Duisburg und Köln; Lehrbeauftragter der Universitäten Düsseldorf und Dortmund; Hochschuldozent für Allgemeine Pädagogik am Institut für Berufs- und Weiterbildung der Universität Duisburg-Essen (bis 2007); Berufung auf den Lehrstuhl für Allgemeine Erziehungswissenschaft, Universität Würzburg (2007)

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Zeitmanagement beruflich und privat (Vortrag)

Mit der Zunahme an Kommunikationsmitteln sind wir fast immer und überall erreichbar, egal ob wir im Büro sitzen oder gerade dienstlich oder privat unterwegs sind. Die kurzen Kommunikationswege verleiten immer mehr dazu, Anfragen kurzfristig zu stellen und eine sofortige Antwort zu erwarten. Damit werden wir in unseren Aktivitäten oft unterbrochen, während wir an einer bestimmten Aufgabe arbeiten, oder wenn wir im Urlaub sind. Wie kann ich mir trotzdem genug Freiraum schaffen, um Aufgaben konzentriert anzugehen und auch abzuschließen, ohne dabei andere Menschen und Dinge zu vernachlässigen? Wie schaffe ich es, mich in meiner Freizeit zu erholen, auch wenn mein Büro ständige Erreichbarkeit von mir erwartet? Der Vortrag gibt Denkanstöße und Ideen, wie man wieder mehr Herr über die eigene Zeit wird.

Jan-Jürgen Eden arbeitet als angestellter Unternehmensberater für ein bekanntes IT-Unternehmen. Er hat in Erlangen/Nürnberg Informatik studiert und 1,5 Jahre in den USA für ein großes Software-Unternehmen gearbeitet. Seit 1994 lebt er im Raum München. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Sein aktueller Aufgabenbereich als Unternehmensberater umfasst die Koordination von Aktivitäten an unterschiedlichen Standorten. Dies erfordert eine umfassende Zeitplanung und Abstimmung. Um eine Balance zwischen Beruf und Privatleben zu halten, bezieht er Frau, Kinder und Beruf in seine gesamthafte Zeitplanung mit ein.

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Zeitreisen im Kino (Vortrag)

Die Zeitreise spielt in vielen Kinofilmen eine mehr oder weniger bedeutende Rolle. Manchmal gibt es aufwendige Maschinen, in anderen Fällen ist es ein unerklärliches natürliches Phänomen. Der Schwerpunkt dieser Präsentation liegt auf Filmen, die hauptsächlich in der Gegenwart spielen. Es sollen Zeitmaschinen und ihre Eigenheiten beleuchtet werden. Die Auswirkungen der Zeitreise auf die Umwelt werden vorgestellt und welche unterschiedliche Theorien dem zugrunde liegen. Interessant sind auch die Widersprüche, die sich im Verlauf der Filme zeigen.

Jan-Jürgen Eden arbeitet als angestellter Unternehmensberater für ein bekanntes IT-Unternehmen. Er hat in Erlangen/Nürnberg Informatik studiert und 1,5 Jahre in den USA für ein großes Software-Unternehmen gearbeitet. Seit 1994 lebt er im Raum München. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Seit er denken kann, fasziniert ihn das Thema Zeitreise. Er hat eine eigene Vorstellung von Zeitreisen entwickelt und vergleicht diese mit den Inhalten von Filmen, in denen die Zeitreise eine besondere Rolle spielt.

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Zeiterleben in der Hypnosetherapie: Wenn das Stammhirn noch weiß, was der Kortex schon längst vergessen hat (Vortrag)

Wie bewältigt man ein traumatisches Ereignis, an das man sich nicht mehr erinnern kann? Oder umgekehrt: Wie bewältigt man ein traumatisches Ereignis, an das man sich zwar erinnert, welches man aber faktisch nicht erlebt hat? Wie weit reicht die autobiographische Erinnerung zurück? Wer sind wir - im Wandel der Zeit? Zweifelsohne sind dies Fragen, die nicht nur interessant, sondern auch in der (psychologischen) Praxis von großer Bedeutung sind. Zeit stellt eine wesentliche Konstituente der Identitätsentwicklung dar: "In diesem allgemeinen Sinne sind Lernen und Gedächtnis von zentraler Bedeutung für unsere Identität. Sie machen uns zu dem, was wir sind." (Eric Kandel) Das Zeiterleben in der selbstorganisatorischen Hypnotherapie legt nahe, dass die unterschiedlichen Makrostrukturen im menschlichen Gehirn die Zeit anders repräsentieren. Zurückführen lässt sich diese Tatsache dabei auf die evolutionsgeschichtliche Entwicklung des Gehirns.

Michaela Eich (geb. 1986) studiert Psychologie und arbeitet als wissenschaftliche Hilfskraft in der Abteilung für Hochbegabtenforschung und -förderung an der Universität in Trier. Aus Interesse an der Anwendung klinischer Therapieverfahren absolviert sie zur Zeit studienbegleitend die Ausbildung zur "Medizinischen und Psychologischen Hypnotherapeutin" beim "Zentrum für angewandte Hypnose" und gestaltet in Zusammenarbeit mit dem "Institut für Selbstentwicklung und integratives Training" Workshops mit. Vor allem interdisziplinäre Themen und "der Blick über den Tellerrand" interessieren und faszinieren sie.

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Bioclocks and Biocalendars: How Organisms measure Time (English talk) Englischer Programmpunkt

Most of you are familiar with the time memory of bees. But who has heard about the head clock of people? Internal clocks are widespread among organisms. We will get to know a few examples of daily rhythms such as flower clocks, clocks in fungi, insects and humans. Annual rhythms such as seed germination together with photoperiodism are the basis of biocalendars. Examples from a unicellular, from plants and mammals are demonstrated. According to Bünning an internal daily clock measures the photoperiod which allows plants to flower at certain times of the year, insects to enter diapause at unfavourable seasons, and birds to migrate at the right time. How do the underlying mechanisms work?

Prof. Dr. Wolfgang Engelmann studierte in Hamburg und Tübingen Biologie. Er promovierte dort 1960 über ein Thema zur Tagesrhythmik und Photoperiodismus bei Pflanzen, arbeitete als Postdoc in Ann Arbor und Princeton. Ab 1979 Professor in der Botanik in Tübingen, Arbeiten über Tagesrhythmen bei Pflanzen, Pilzen, Insekten und Säugern. Sabbatacle in Auckland (NZ), Trondheim (N) und Bangalore (Indien). Seit der Pensionierung 1988 schreibt er Sachbücher über biologische Uhren (www.uni-tuebingen.de/plantphys/bioclox).

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Synagieren - Weltretten am Wochenende (Workshop)

Wir wollen interessierte Leute (Schwerpunkt: Institutionen für Begabtenförderung, Studenten) zusammenbringen und gemeinsam die Landschaft gemeinnütziger, ehrenamtlicher Tätigkeiten auffrischen! In kurzen Projekten wollen wir gesellschaftliche und globale Probleme kreativ aufgreifen und kleine vermarktbare Produkte oder Kampagnen entwickeln. Synagieren wird erstmalig an einem langen Wochenende, 20.-22. März 2009 in Würzburg stattfinden und konzentriert sich auf die Arbeit in kleinen Gruppen. Synagieren richtet sich an alle mit guten Ideen, die bisher noch keine Zeit oder nicht das richtige Team fanden, um sich zu engagieren; die potenzielle TeilnehmerIn. Ebenso an erfahrenere Leute, die Interesse an offener, aber fokussierter Projektarbeit mit frischen Leuten sowie Mentoring haben; die potenzielle AG-LeiterIn. Verantwortlich sind ein kleiner, bunter Haufen Post-Docs, Doktoranden und Studenten aus Würzburg und Leipzig, alle haben wenig Zeit und wollen das Thema "Weltretten" mal anders angehen. Bisherige Partner: Bundesministerium für Umwelt, Uni Würzburg, Umweltforschungsinstitut Leipzig, Studienstiftung des deutschen Volkes.

Denis-Alexander Engemann studiert Psychologie und Philosophie in Gießen. Er lebt in Leipzig und ist dort Diplomand und Hiwi am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in der Entwicklungspsychologie. Seine Diplomarbeit handelt von normativen Konflikten zwischen Spielpartnern im Kindergartenalter. In seiner Freizeit fotografiert er gerne und erkundet Städte bei Tag und Nacht. Mit seinen Leipziger und Würzburger KollegInnen erforscht er gerade, wie man ohne viel Zeiteinsatz die Welt rettet wink

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Der Zeitpfeil (Vortrag)

Zu den unmittelbarsten Erfahrungen im Zusammenhang mit der Zeit gehört die fundamentale Asymmetrie zwischen "Vergangenheit" und "Zukunft": Wir erinnern uns an erstere, nicht aber an letztere. Kurioserweise gilt allerdings für die mikrophysikalischen Gesetze, die die Struktur der Welt um uns herum bestimmen, dass sie keine Zeitrichtung auszeichnen, d.h. die Physik dieselbe bleibt, unabhängig davon, ob man die Zeit vorwärts oder rückwärts laufen lässt. Diese fundamentale Diskrepanz zwischen menschlicher Erfahrung und Struktur der physikalischen Gesetze war zu jeder Zeit Anlass für viel Verwirrung und Missverständnisse und hat etliche fehlgeleitete Erklärungsversuche nach sich gezogen, so etwa das "Boltzmann'sche H-Theorem", das im ersten Herleitungsschritt in einer versteckten Annahme implizit die Zeitsymmetrie bricht und dann nach einer Portion obskurer Mathematik zu dem Ergebnis kommt, dass die Zeitsymmetrie gebrochen ist. Es gibt verschiedene physikalische Konzepte eines "Zeitpfeils", die klar zu trennen sind. Dieser Vortrag will ein Überblick über verschiedene Konzepte der Zeitasymmetrie liefern und einige hartnäckige falsche Vorstellungen ausräumen.

Dr. Thomas Fischbacher hat an der TU München Physik studiert und am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik im Gebiet Stringtheorie/Quantengravitation über ein Thema mit Bezug zur Symmetriestruktur der M-Theorie promoviert. Derzeit forscht er als Lecturer in Engineering Physics an der Universität Southampton, wo er sich mit der Anwendung (vorwiegend) klassischer Feldtheorie für die Simulation von Nanomaterialien beschäftigt. In beiden Disziplinen ist seine wissenschaftliche Arbeit davon geprägt, obskure Konzepte aus dem Gebiet der funktionalen Programmierung anzuwenden um algorithmisch oder numerisch schwierige Probleme zu knacken. Weiterhin beschäftigt er sich intensiv mit den Themen "Physik der Zivilisation", Energie, Extrem-Gartenbau, und Gandhis Ansätzen auf den Gebieten Ethik und Ökonomie.

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Die Fehler der letzten 10.000 Jahre (Vortrag)

Douglas Adams schreibt in der Einleitung zu "The Hitch Hiker's Guide to the Galaxy": "Many [people] were increasingly of the opinion that they had all made a big mistake in coming down from the trees in the first place. And some said that even the trees had been a bad move, and that no one should ever have left the oceans." In der Tat zeigt sich, dass dieses Werk im Kern - ähnlich wie beispielsweise auch Swifts "Gulliver's Travels" - aus als Fiktion verkleideter beißender Zivilisationskritik besteht. Verständlich wird das vor dem Hintergrund, dass Douglas Adams Ende der 70er angefangen hatte, eigene Depressionen, zu denen sicher die damalige allgemeine geopolitische Situation merklich beigetragen hatte, durch Schreiben zu bewältigen. Während wahrscheinlich kaum ein anderes enorm zivilisationskritisches Werk auf ähnliche Weise gleichzeitig höchst erfolgreich war und falsch verstanden wurde wie der "Hitch Hiker" (freilich mit Ausnahme der Bibel), sind auf verschiedenartigste Weise von verschiedensten Seiten immer wieder gut begründete Argumente vorgebracht worden, dass die Menschheit in der Tat in mehrerlei Hinsicht kolossal in die falsche Richtung läuft. Dieser Vortrag will versuchen, das komplexe System "Zivilisation" durch die Anwendung bewährter Methoden aus der Physik zu durchleuchten und simultan gravierende Fehlentwicklungen und praktikable Lösungswege aufzeigen.

Dr. Thomas Fischbacher hat an der TU München Physik studiert und am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik im Gebiet Stringtheorie/Quantengravitation über ein Thema mit Bezug zur Symmetriestruktur der M-Theorie promoviert. Derzeit forscht er als Lecturer in Engineering Physics an der Universität Southampton, wo er sich mit der Anwendung (vorwiegend) klassischer Feldtheorie für die Simulation von Nanomaterialien beschäftigt. In beiden Disziplinen ist seine wissenschaftliche Arbeit davon geprägt, obskure Konzepte aus dem Gebiet der funktionalen Programmierung anzuwenden um algorithmisch oder numerisch schwierige Probleme zu knacken. Weiterhin beschäftigt er sich intensiv mit den Themen "Physik der Zivilisation", Energie, Extrem-Gartenbau, und Gandhis Ansätzen auf den Gebieten Ethik und Ökonomie.

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AusZeit für ideenreiche Menschen (Workshop)

Du hast soo viele Interessen, dass du von einem Termin zum nächsten rennst? Du hast mehr Talente, als du wirklich zum Blühen bringen kannst? Du sagst manchmal etwas zu, obwohl du eigentlich mal Ruhe haben willst? Willkommen im Club! Wer qualifiziert und motiviert ist, hat nicht nur gute Chancen, zum Leistungsträger oder zur Entscheiderin zu werden, sondern auch, sich irgendwann im Hamsterrad wiederzufinden, das zum burn-out oder anderen ähnlich ungesunden Phänomen führt. Wer ausbrechen will aus diesem Hamsterrad, wer erfolgreich UND gesund bleiben möchte, braucht neben der Arbeitszeit nicht nur Freizeit, sondern auch eine dritte Zeitkultur. Diese Kultur bezeichnet Coach Jens Flammann als AusZeit. Damit meint er: Zeit, um nach- und vordenken, wie ich die mir wichtigen Dinge auf die richtige Weise voranbringe. In der AusZeit entsteht dein "Einkaufszettel fürs Leben", damit du dich nicht verzettelst, sondern: Damit du deine Talente einsetzt, um deine Ziele gelassen, erfolgreich und gesund zu erreichen. Damit du nicht gelebt wirst, sondern verwirklichst, was dir wichtig ist. Wie klingt das für dich?

Jens Flammann hat jahrzehntelange Erfahrung als Trainer und Coach in die Entwicklung der AusZeit-Methode gepackt und bietet diese seit einigen Jahren an (mehr auf www.auszeit.de). Die drei Besonderheiten im Vergleich zu anderen "Lernmethoden": (1) nicht Methoden und Theorien lernen, sondern am praktischen Fall und deiner konkreten Fragestellung; (2) nicht EIN Trainer oder Guru verteilt Rezepte, sondern du erarbeitest gemeinsam mit anderen Menschen Lösungsansätze, die dir passen (die Sichtweisen vieler bringen wirklich weiter); (3) AusZeiten sind keine unverbindlichen Gesprächs-Runden , sondern ein Lebensstil der auf Umsetzung zielt. Deswegen ist regelmäßiges Mitmachen wichtig.

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Durch Stimmtraining Zeit sparen (Workshop)

Was hat Stimmtraining mit Zeitersparnis zu tun? Ganz einfach: Wenn Sie so sprechen, dass Sie sofort verstanden werden, dann haben Sie Zeit gespart, weil Sie die Aussage nicht wiederholen müssen. Wenn Sie ein Gespräch zu Ihren Gunsten lenken, allein mit dem Klang der Stimme und dem bewussten Einsetzen von Pausen, dann sparen Sie auch wieder enorm viel Zeit. Gerade über das Thema "Pausen", bekommen Sie viele Tipps, wie Sie Zeit sparen können. Es ist ein neuer Blickwinkel auf den Bereich Stimmtraining. Und es ist ein Ausflug in den Bereich "Wie bin ich so überzeugend, dass es mir eine Zeitersparnis bringt?"

Isabel García ist in vielen Bereichen unterwegs. Daher ist eine gute Zeitplanung ein fester Bestandteil in ihrem Leben. Sie hat früher Steuerfachgehilfin gelernt, sich dann zur Sängerin und Gesangslehrerin ausbilden lassen, danach zehn Jahre lang als Radiomoderatorin gearbeitet, nebenbei das Unternehmen "Ich rede" gegründet und sich zur Diplomsprecherin ausbilden lassen. Ihr Spezialgebiet ist das Sprechen! Und dies umfasst: Schauspiel, Atmung, Körpersprache, Sprecherziehung, Haltung, Phonetik, Rhetorik, u. v. m.

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Hochleistungsrechner und Rechenzeit (Vortrag)

Eigentlich beschäftigt man sich im Supercomputing fast ausschließlich damit, Zeit zu sparen. Manche Probleme müssen in einer bestimmten Zeit gelöst werden, weil sonst z. B. die Wettervorhersage für morgen erst in drei Wochen fertig wäre. Bei anderen Aufgaben ist ein Kompromiss zwischen der gewünschten Rechengenauigkeit und dem bewilligten Rechenbudget erforderlich, und manche Experimente lassen sich nur im Computer sinnvoll durchführen. Wir diskutieren darüber, was eigentlich einen Supercomputer von einem normalen Rechner unterscheidet, wie sich das Supercomputing über die Jahre entwickelt hat und wie man Probleme auf solch großen Maschinen löst.

Gabriel Gaus ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Universität Hannover. Dort betreut er unter anderem die Rechner des Norddeutschen Verbundes für Hoch- und Höchstleistungsrechnen (HLRN), die zu den schnellsten Rechnern der Welt gehören (www.top500.org). Er berät Nutzer zu Fragen der Parallelisierung von Programmen und sorgt dafür, dass die Rechenzeit optimal genutzt wird.

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Was ist ein verlorenes Lebensjahr wert? Quantifizierung und monetäre Bewertung tödlicher Gesundheitsrisiken (Vortrag)

Bei der Bewertung von Investitionsprojekten spielen, gerade im Bereich Energie und Verkehr, auch externe Effekte eine wesentliche Rolle; ein besonderes Augenmerk hat die Bewertung tödlicher Risiken. Heute gilt als Stand der Forschung, bei der Bewertung unterschiedlicher Todesfallrisiken nicht mehr wie früher den "Wert eines statistischen Lebens" anzusetzen, sondern als Maßeinheit die aus den Risiken resultierenden verlorenen Lebensjahre heranzuziehen. Auf individueller und staatlicher Ebene werden stets Entscheidungen getroffen, die implizit eine Abwägung zwischen Geld und Risiko darstellen. Durch Contingent-Valuation-Verfahren lässt sich mit einem geeigneten Befragungsdesign explizit die individuelle Zahlungsbereitschaft für die Vermeidung marginaler Risiken ermitteln. In einer abschließenden Fallstudie werden die Anwendung dieser Bewertungsverfahren auf ein Schienenverkehrsprojekt und ihr Einfluss auf das Ergebnis dargestellt.

Alexander Greßmann, geboren 1963 in Hof/Saale, studierte Volkswirtschaftslehre mit den Schwerpunktfächern Internationale Wirtschaftsbeziehungen, Finanzwissenschaft und Statistik an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. Von 1993 bis 2008 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung (IER) der Universität Stuttgart, bearbeitete und koordinierte neben Aufgaben in der Lehre eine Reihe von Forschungsprojekten der Europäischen Union und anderer Auftraggeber. Sein Forschungsschwerpunkt ist die Bewertung von Umwelt- und Gesundheitsschäden durch Energie, Verkehr und Industrie. Zuletzt erhielt er ein einjähriges STAREBEI-Forschungsstipendium der Europäischen Investitionsbank, in dessen Rahmen er sich mit dem Einfluss der Bewertung von Gesundheitsrisiken auf die Beurteilung von Verkehrsprojekten beschäftigte. Seit August 2008 ist er bei der Beratungsgesellschaft für integrierte Problemlösungen (BiPRO GmbH) in München tätig.

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Zukunftsforschung ohne Orakel (Vortrag)

Wir wollen einen Blick in die ferne Zukunft wagen und über Entwicklungen nachdenken welche in 100 oder mehr Jahren zum Tragen kommen könnten. Doch wie können wir das anstellen? Uns stehen eine große Auswahl wissenschaftlicher Methoden zur Verfügung die Geschichte des Menschen und der Gesellschaften zu erforschen. Unser Instrumentarium zur Erforschung langfristiger Zukünfte nimmt sich dagegen kläglich aus.
Heute mehr denn je treffen wir, die Politik und die Menschheit als Ganzes Entscheidungen, welche nicht nur unser Leben und das unser Kinder beeinflussen, sondern in wichtigen Fällen auch das Leben unserer Nachkommen auf viele Generationen hin und welche potentiell Auswirkungen auf das Leben auf der Erde als Ganzes haben können. Diese Langfristigkeit ist eine Folge unserer technologischen Fähigkeiten und steht in vielen Fällen im krassen Gegensatz zum z.T. sehr kurzen Zeithorizont der Entscheidungsträger.
Dessen Anbetracht wollen wir über Zukunftsforschung ohne Orakel sprechen. Über durchdachte langfristige Szenarienbildung, über Entwicklungslinien möglicher Zukünfte. Ohne zukünftige Entwicklungen vorhersagen zu wollen kann die konsequente und radikale Analyse potentieller, gerade auch von längerfristigen Entwicklungslinien enorme Rückwirkungen auf unsere Wahrnehmung und unser Bewusstsein haben, und damit auch auf die Entscheidungen welche wir im Hier und Jetzt treffen.
Diese Vorgehensweise soll anhand zweier Fragestellungen erläutert werden, Im demographischen Kontext wollen wir die übliche Frage `Warum bekommen wir keine oder nur so wenige Kinder?' auf den Kopf stellen und uns fragen: `Warum bekommen wir überhaupt Kinder, heute und in der fernen Zukunft?'. Zudem wollen wir uns mit der künstlichen Gebärmutter, welche mit Sicherheit noch in diesem Jahrhundert entwickelt werden wird, befassen und den langfristigen Konsequenzen eines umfassenden Einsatzes dieser.

Prof. Dr. Claudius Gros, 1980 Abitur an der Deutschen Schule in Rom. 1980-1985 Studium der Physik an der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich/Schweiz. 1995-1988 Promotion in theoretischer Festkörperphysik bei Prof. Dr. Maurice Rice. 1988-1990 Studienaufenthalt in Bloomington/Indiana in den USA. 1990-1999 Forschungen an der Universität Dortmund. 1994 Habilitation in theoretischer Festkörperphysik.1999 Ruf an die Universität des Saarlandes. 2005 Ruf an die Goethe-Universität Frankfurt.
Bis 2005 habe ich mich in der Forschung in der theoretischen Festkörperphysik mit Fragenstellungen in Zusammenhang mit den Hochtemperatur-Supraleitern beschäftigt. Seit 2005 widme ich mich in zudem intensiv der Erforschung kognitiver Systeme, also natürlicher und künstlicher Intelligenzen. Die langfristigen Zukunftsperspektiven haben mich schon immer fasziniert. Diese Faszination, zusammen mit der Einsicht, dass wir auch heute schon die Weichen für Entwicklungen stellen, die ihr Potential oder auch ihren negativen Einfluss erst sehr langfristig entfalten, haben mich dazu bewogen, die Initiative "Zukunft 25" ins Leben zu rufen. Der gleichnamige gemeinnützige Verein wurde 2007 in Frankfurt a.M. gegründet.

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Zeitkippen (Vortrag)

Was sieht man, wenn man in einem Film eine der Raumdimensionen mit der Zeitdimension vertauscht? Hinter diesem Tausch steht folgender Gedanke: Man stapelt die zeitlich erzeugten Einzelbilder eines Films zu einem dreidimensionalen Block, also zu einem 3-D-Bild. Durchfährt man diesen Block zeitlich, erhält man wieder den ursprünglichen Film. Was aber geschieht, wenn man in einer dazu senkrechten Richtung hindurch fährt? Erstaunliches! Durch den Vortrag wird dieses "Zeitkippen" für den Zuschauer sinnlich wahrnehmbar und intelligibel, wobei er wiederholt an den Rand seines raumzeitlichen Vorstellungsvermögens geführt wird. Damit greift der Vortrag das aus Kunst wie Mathematik bekannte Problem auf, höherdimensionale Strukturen auf die zwei- bis dreidimensionale Vorstellungswelt des Menschen zu projizieren. Das kulturell gut verankerte Koordinatensystem erfährt dabei durch neuartige, gerechnete Medienexperimente eine ungewohnte Facette. Jedoch steht weder die Computer- noch die Medientechnik im Vordergrund, sondern die mediale Vermittlung. Der Vortrag "Zeitkippen" wurde 2007 mit einem 2. Preis beim Wettbewerb www.performingscience.de ausgezeichnet.

Werner Große hat in Frankfurt und Tübingen Mathematik und Physik studiert und anschließend eine Ausbildung zum Zeitungsredakteur absolviert. Er verfügt über Berufserfahrung als Lehrer, Nachrichtenredakteur, TV-Journalist und Filmemacher. Bei der IWF Wissen und Medien gGmbH war er Pressesprecher und leitender Filmproduzent. Derzeit ist er dort zuständig für die Lehre und Weiterbildung und unterrichtet als Lehrbeauftragter im Studiengang Medienwissenschaften an der TU Braunschweig.

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Evolution of physics: from sundials to atomic clock, from amber to quantum entanglement (English talk) Englischer Programmpunkt

Interest in the measurement of time by means of stone calendars, such as (probably) Stonehenge or sundials had two main reasons. For one, the underlying apparent motion of the planets and the sun stimulated curiosity, for the other it helped for a better organization and planning of life such as preparation for the harvest. These two motivations for physics, i.e. curiosity and application remained constant until today. The incredible accuracy reached by atomic clocks available today will be discussed in this context. The development will also be described taking electricity as an example. Already in ancient times it was well known that there are sparks when amber is rubbed with cloth. The old Greek word for amber is electron. So finally the particle responsible for these phenomena was called electron. Later it was found that the electron has also a magnetic moment, called the spin. Its effect on the electrical phenomena is a new field in physics, called spintronics. One of the important results in this field is the discovery of "Giant Magnetoresistance" (GMR). Furthermore the role of the spin is discussed in the context of quantummechanical "entanglement". With electrons so far only "Gedanken"-experiments have been suggested but with photons real experiments have been performed which support the predictions of quantum mechanics.

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Peter Grünberg, born 1939 in Pilsen, studied Physics in Frankfurt and Darmstadt. From 1969-1972, he did postdoctoral work at Carleton University in Ottawa, Canada. He later joined the Institute for Solid State Physics at the Jülich Research Centre, where he became a leading researcher in the field of thin film and multilayer magnetism until his retirement in 2004. In 1986 he discovered the antiparallel exchange coupling between ferromagnetic layers separated by a thin non-ferromagnetic layer, and in 1988 he discovered the Giant magnetoresistive effect (GMR). Apart from the Nobel Prize, Grünberg's work also has been rewarded with shared prizes in the APS International Prize for New Materials, the International Union of Pure and Applied Physics Magnetism Award, the Hewlett-Packard Europhysics Prize, the Wolf Prize in Physics and the 2007 Japan Prize. He won the German Future Prize for Technology and Innovation in 1998 and was named European Inventor of the Year in the category "Universities and research institutions" by the European Patent Office and European Commission in 2006.

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Mathematics of time: dynamical systems (English talk) Englischer Programmpunkt

Mathematics has ways to describe how the world changes with time. This talk explains the theory of dynamical systems. There are some fascinating features: Even when the laws of time evolution of a system are known with perfect accuracy, it may still be impossible to predict the future in the long run. For example, it is very hard to predict the weather for more than a few days in advance. This effect, called "chaos", is explained in this talk. On the other hand, chaos can be used to control the behavior of a system. For example, it can be used to send a spaceship to other planets more efficiently. This talk also explains the notions of "entropy" and their connection with time evolution.

Prof. Dr. Roland Gunesch studied Mathematics, Physics and Computer Science at the Universität Bonn (Germany), the University of Warwick (England) and the Pennsylvania State University (USA). He holds a Ph.D. degree in Mathematics. He is Professer of Mathematics at the Universität Hamburg. His main research area is the theory of dynamical systems ("chaos theory").

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Human Circadian Rhythms and Cognitive Performance (English talk) Englischer Programmpunkt

Circadian Rhythms, which occur approximately on a 24-hour cycle, are a ubiquitous feature of virtually any living organism, including humans. While physiological regulatory processes, such as sleep-wake cycle, temperature, and hormone fluctuations, have long been studied by biologists, diurnal variations of cognitive performance measures, have only quite recently been finding their ways into society considerations. In particular, the study of individual differences of circadian rhythms, such as eveningness and morningness had long been neglected by psychologists. My talk will focus on individual differences in circadian arousal and time of day preference on cognitive processes in humans from childhood to the aging population.

Dipl.-Psych. Constanze Hahn conducted her studies in Psychology at the University of Potsdam (1999-2001), the University of Freiburg (2001-2005), and the University of Toronto (2002-2003 and 2005-2006). She received training in sleep medicine at Harvard Medical School in Boston (2006). Since October 2006, she has been working on her Ph.D. thesis on Plasticity in Human Functional Brain Asymmetry” with Prof. Onur Güntürkün at the Ruhr-University Bochum, specializing in the fields of neuroscience and biopsychology. She’s currently a fellow of the International Graduate School of Neuroscience in Bochum, the Ruhr-University Research School, and others, e.g., the Society for Research on Biological Rhythms and the American Psychological Association of Graduate Students.

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Zeitreisen in der Literatur (Vortrag)

Zeitreisen sind kein physikalisches sondern ein juristisches Problem! (aus dem ZSchG = Zeitschleifengesetz) Kein Einfall der Science-Fiction-Literatur hat die Menschen so fasziniert wie das Thema Zeitreisen, obwohl Zeitreisen in unserem heutigen, technischen Sinn erst relativ spät beschrieben wurden: H. G. Wells Roman 'Die Zeitmaschine' erschien 1895! Natürlich gab es vorher und nachher phantastische Literatur, in der Personen in andere Zeiten versetzt werden, meist um Kritik an der eigenen Zeit und deren Gesellschaft zu betreiben. Seit Einsteins spezieller Relativitätstheorie (1905) können wir uns erst Gedanken in streng physikalischem Sinn über Zeitreisen und die dafür benötigten 'Zeitmaschinen' machen. In diesem Referat werden die Zeitreise-Methoden der einschlägigen Literatur im Hinblick auf ihre physikalischen Grundlagen untersucht, wobei auch ausgefallene Ideen gewürdigt werden sollen.

Tassilo Halbritter, Jahrgang 42, ursprünglich Biochemie-Ingenieur, später Studium der Humanbiologie und Psychologie (ohne Abschluß), Gruppenleiter und Psychotherapeut, Verkaufsleiter bei medizinischen Laborgeräten, Computerhändler. Mensamitglied seit 1965, dort viele Aktivitäten (u.a. Lokalsekretär, SIG-Koordinator, regelmäßige Beiträge in der Vereinszeitschrift 'Diskussion'). Verheiratet, zwei Enkelkinder (eins studiert Biologie). Interessen: Religion, Esoterik (kritisch), Kosmologie, Sprachen.

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The future lies behind - on time, language and culture (English talk) Englischer Programmpunkt

Among the Aymara people (living in Bolivia, Chile, and Peru) exists a (probably) unique conceptualization of time. They understand the past as being located in front of them (within their visual field), while the future lies behind them. This conceptualization is mirrored through their language. In Aymara, for example, the coming year is called the 'back year' while the previous year is the 'front year'. This is a very impressive example on how language reflects a people’s view on the world, but by far not the only such example. In the approximately 7500 languages spoken on the world today there are many interesting phenomena in the domain of grammatical encoding of time (i.e. tense). This talk will give an overview on the strategies employed in natural language to express tense. The phenomena presented will e.g. be absolute vs. relative strategies of tense marking and the encoding of temporal remoteness distinctions.

Corinna Handschuh studied General Linguistics, Sociology, and Media Studies at Düsseldorf University. She currently works at the Max-Planck-Institute for Evolutionary Anthropology as a researcher while pursuing a PhD in language typology at Leipzig University.

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Zeitreise zum inneren Kind (Workshop)

"Wer bin ich - und wenn ja wie viele?" so fragt Richard David Precht in seiner philosophischen Reise. Gerne möchte ich dich mit einem deiner Persönlichkeitsanteile näher bekannt machen, mit deinem "inneren Kind". Lass dich ein auf eine kleine Phantasie-Zeitreise: mach es dir bequem, entspanne dich, heiße dich selbst willkommen auf dieser Erde und gönne dir eine extra große Portion Selbstannahme!

Elke Harrach, Dipl.-Betriebswirtin (FH), Jahrgang 1954, lange Jahre in regionalen und internationalen Unternehmen tätig als Seminar-Produkt-Managerin, BWL-Trainerin, und Personalentwicklerin, jetzt selbständig als Trainerin und Coach. Master NLP (DVNLP), NLP-Lehrtrainerin (INLPTA), Business Coach ChangeWorks und Zertifizierter Coach der European Business School. Hobbies: meine erwachsenen Kids treffen, Nordic Walking, ehrenamtliches Vorstandsmitglied in einem nachbarschaftlichen Mehrgenerationen-Wohnprojekt, in dem ich außerdem wohne, organisiere, singe, spiele und lache, so dass das innere Kind seine Freude daran hat wink.

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Bewegung gleich Betrag der Ortsveränderungen mal Zeit hoch Minus eins (Workshop)

Keplersche Bahngesetze, Quantenmechanik und Allgemeine Relativitätstheorie - einiges aus den verschiedenen Gebieten der Physik, die uns bei der Definition von Bewegungen helfen, die zu synchronisierter nonverbaler Kommunikation führen. Systematisch erarbeiten wir uns ausgehend von brownscher Bewegung eine kontrollierte und zielgerichtete Aktionsfolge. Manche Leute nennen es ganz einfach ‚Tanzen'. Oft sind deren Erklärungen aber auch zu einfach, um zu beliebig reproduzierbaren Ergebnissen zu führen...

Peter Heide studierte - nach seiner Ausbildung und Tätigkeit als Bankkaufmann und Sparkassenbetriebswirt - in Hagen Informatik/BWL mit einigen Semestern Geschichte, Medizininformatik und Rechtswissenschaften. Nach langjähriger Tätigkeit für diverse Unternehmensberatungsgesellschaften ist er seit 2007 selbständig als Berater in der IT-Branche. In seiner Freizeit widmet er sich u.a. mit dem hier vorgestellten Thema, welches er in unterschiedlicher Form nunmehr zum fünften Male im Rahmen einer Mensa-Veranstaltung behandelt.

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Gibt es eine antihedonistische Tendenz der Zeit? Experimentalpsychologische Untersuchungen und Selbstbeobachtungsstudien zum Verhältnis von Zeiterleben und Wohlbefinden (Vortrag)

Rosenzweig und Koht postulierten schon 1933: "Duration is subjectively long when we want it to be short and short when we want it to be long". In diesem Beitrag werden experimentalpsychologische Untersuchungen und Selbstbeobachtungsstudien vorgestellt, die nahe legen, dass es ein inverses Verhältnis zwischen der subjektiv gewünschten und der subjektiv erfahrenen Länge des Zeiterlebens geben könnte. Es gibt aber auch Befunde, die dafür sprechen, dass die antihedonistische Tendenz der Zeit ausgeschaltet werden kann.

PD Dr. Arnold Hinz; geboren 1961 in Bonn; Studium an der FU Berlin und der Universität Bielefeld (Psychologie, Philosophie, Deutsch, Geschichte), Dipl.-Psych., M.A., 1. und 2. Staatsexamen; 1991-1993 Schulpsychologe bei der Regionalen Schulberatungsstelle des Erftkreises; seit 1993 Akademischer (Ober-)Rat an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg; Dissertation 1999, Habilitation 2005; WiSe 2007/8 und SoSe 2008: Vertretung einer Professur für Schulpädagogik an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Buchveröffentlichungen: Psychologie der Zeit (2000), Stark im Leben. Geschlechtergerechte Gesundheitsförderung für Jungen und Mädchen der Klassen 7 und 8 (2006), Modul Beratungspsychologie (2008, mit A. Rausch und R. Wagner).

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Zeitdiebe (Vortrag)

Jeder Mensch hat 24 Stunden Zeit pro Tag. Doch klagen viele über mangelnde Zeit. Wer klaut uns die Zeit und welche Gegenstrategien gibt es?

Dr. Stefan Horbelt promovierte im Bereich Bildkommunikation und Medizintechnik, gründete zwei Start-Ups und absolvierte einen MBA. Zur Zeit ist er aktiv im Finanzbereich in Zürich und ist Vorstandsmitglied von Mensa Schweiz, verantwortlich für Marketing, Loc-Secs und Events.

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Zeitmanagement - die zweiten 90% (Vortrag)

80:20, 90:10 ... Nein, das sind nicht die Maße von verhungerten Models, sondern zwei von vielen Daumenregeln eines erfolgreichen Projektmanagers. Projektleitung ist offensichtlich sehr eng an Zeit gebunden und wie in jedem anderen Bereich im Leben verrinnt die Zeit bei knappen Ressourcen immer schneller. Warum scheitern aber viele Projekte, obwohl die Zeitvorgabe stets wie ein Damoklesschwert über einem erfolgreichen Projektabschluss schwebt? Die Geschichte und Entstehung von Projektmanagement, das magische Dreieck, die neuen Wissensgebiete eines Projektleiters sollen hier nur als Vorgeschmack auf das erwähnt werden, was im Vortrag auf den interessierten Zuhörer wartet...

Edgar R. Klein, Dipl.-Inf., studierte in Bonn und an der Bond University in Australien Mathematik und Informatik. Nach langjähriger Tätigkeit bei Pharmaline und Academy GmbH & Co.KG als Softwareentwickler und Projektberater suchte er wieder das englischsprachige Ausland auf. Derzeit ist Calgary, Kanada, seine Wahlheimat, wo er als Softwareentwickler und -designer für Internetapplikationen bei ClickSpace Interactive tätig ist. In seiner Freizeit tüftelt er an eigenen Applikationen und klettert - wenn das Wetter es erlaubt - in den nahe gelegenen Rocky Mountains.

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Jonglieren lernen in 60 Minuten (juggling)(Workshop) Englischer Programmpunkt

Andreas Klik hat nach seinem BWL-Studium zunächst als Unternehmensberater gearbeitet. Später wechselte er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an die Universität zurück. Aktuell unterrichtet er an einer Hamburger Berufsschule Wirtschaftsfächer auf Englisch. Andreas hat in über 15 Jahren zahlreiche Auftritte beim Turniertanz in der S-Klasse sowie als Showpaar und in der Salsa Dance Company hinter sich gebracht. Zuletzt war er als Tanzanimateur auf den Kanaren unterwegs. Seit drei Jahren wirft er plötzlich begeistert Gegenstände in die Luft - und fängt sie auch wieder. Bei der diesjährigen MinD-Akademie möchte er die Teilnehmer seines Workshops innerhalb von 60 Minuten zu Jongleuren machen.

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Zeit und Intelligenz (Vortrag)

"Alle Ökonomie ist Ökonomie der Zeit" - Dieses Bonmot drückt aus, dass die Knappheit der Ressource Zeit ein fundamentales Problem bei der Organisation des menschlichen Lebens darstellt. Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass in der Geschichte der Ökonomie von Anfang an die Frage nach dem rechten Umgang mit der Zeit eine zentrale Rolle gespielt hat. Im Vortrag werden wir wichtige Stationen in der Entwicklungsgeschichte der Ökonomie anhand der jeweils besonderen Behandlung der Ressource Zeit charakterisieren und mit einem kritischen Ausblick auf den Umgang mit der Zeit in unserer Zeit schließen.

Dr. Rudolf Kötter, Leitender Akademischer Direktor

  • 1947 geboren
  • 1966 Studium der Rechtswissenschaft, Volkswirtschaftslehre und Philosophie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU)
  • 1971 1. jur. Staatsexamen
  • 1975 Diplom in Volkswirtschaftslehre
  • 1980 Promotion zum Dr. phil. im Fach Philosophie
  • 1981 Ernennung zum Akademischen Rat am Interdisziplinären Institut für Wissenschaftstheorie und Wissenschaftsgeschichte der FAU
  • 1999 Ernennung zum Akademischen Direktor
  • 2005 Seit 1.12.2005 geschäftsführender Leiter des Zentralinstituts für Angewandte Ethik und Wissenschaftskommunikation der FAU
  • Tätigkeitsgebiete: Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie (insbesondere Wissenschaftstheorie der Naturwissenschaften); Angewandte Ethik (insbesondere Wirtschaftsethik; Bio- und Medizinethik)

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Sport stacking - Stacking cups against the time (Workshop) Englischer Programmpunkt

Sport stacking (formerly known as cup stacking) is a dexterity-sport, where you have to upstack and downstack a set of twelve cups in pre-determined sequences. The advantages are similar to juggling: you train eye-hand-coordination, ambidexterity and the connection between the both brain hemispheres. You get addicted on this game if you try competing against the clock or another player. During this workshop you will be introduced to the game and learn tricks.

Boris Nikolai Konrad, born in 1984, studying physics and computer science at Technische Universität Dortmund. At the 2006 World Sport Stacking Championchip in Denver he became six time world champion in his age group (19-24) and he had beaten four world records. Furthermore he is active in memory sports: since 2005 he is bearing the title memory grand master, he won with the German team the World Memory Championships in 2005, 2006 and 2007 and cracked with them several memory world records. He was several times at the entertainment TV show "Wetten Dass.. !?!" (German for "Wanna Bet..?") in Germany, China and the USA. Boris is since 2006 the chairman of "MemoryXL - Europäische Gesellschaft zur Förderung des Gedächtnisses e.V.", a european society for memory training.

Thomas Dresler, born in 1980, studied educational and rehabilitation science at Dortmund University. At the moment he is finishing his traineeship at a special school. Additionally he is studying Organizational Psychology - at University Dortmund as well. He got to know Sport stacking during his traineeship: because of the positive effects on cognitive performances this sport is more and more implemented at schools. In summer 2008 he organised and chaired the MHN MinD-Camp (the annual tent camp of MHN, the university network of Mensa Germany). He offered there a Sport stacking workshop for the participants.

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Realtime Raytracing (Vortrag)

Raytracing ist eine Möglichkeit, Bilder dreidimensionaler Welten auf den Bildschirm zu bringen. Sie zeichnet sich durch einen enorm hohen Grad an Realismus in Reflektion und Refraktion aus, während gleichzeitig Körper beliebiger Form verwendet werden können, ohne dass diese in Polygone zerlegt werden müssen. Stattdessen werden sie in einfachen und effizienten mathematischen Ausdrücken beschrieben, so dass beispielsweise eine Kugel ebenso perfekt rund dargestellt werden kann, wie die Kurve an der Oberfläche jedweder Formel. Die Zeit, die benötigt wird, so ein Bild zu berechnen, lag vor wenigen Jahren noch im Stunden-, Tage- und Wochenbereich, aber die Ankunft von preiswerten und populären Computern mit mehreren Prozessoren lässt die ernsthafte Verwendung für die Berechnung von Bildern in Bruchteilen einer Sekunde in greifbare Nähe rücken. Besonders, weil der Rechenaufwand, zumindest theoretisch, viel langsamer ansteigt als bei den heutigen Rendertechniken. Auf Dauer dürfte es also lohnen, an der Ablösung von z-buffer & Co. zu arbeiten.

Robert Kosten wurde 1982 in Würselen bei Aachen geboren und hat ab 2001 dort Informatik studiert. 2006 wendete er sich der praktischen Welt des Programmierens zu und hat seitdem an verschiedenen kleinen und großen Projekten gearbeitet, von Webshops über Communitysysteme bis hin zu Content Management Systemen und Beratungstools für Banken, die international im Einsatz sind. In seiner Freizeit tüftelt er mit Vorliebe an Engines für Computerspiele, in der Hoffnung eines Tages damit seine Brötchen verdienen zu können.

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Transport von Information durch die Zeit (Vortrag)

Unser vermutlich größter Schatz ist unsere enorm schnell wachsende Menge an Information. Die muss nicht nur erhoben, sondern auch zum richtigen Zeitpunkt zur Verfügung gestellt werden. Sprich sie muss durch die Zeit transportiert werden. Und das ist gar nicht so einfach. Besonders, wenn die zeitlichen Abstände groß werden. Menschliche und technische Revolutionen, Pilzbefall und politische Instrumentalisierung setzen der Information mächtig zu. Doch die Menschheit ist schlau. Sie hat sich dazu Lösungen ausgedacht. Technische Vorrichtungen, Übertragungsverfahren bis zu religiöser Zahlenmystik. Und das spannende dabei ist: Je älter sie sind, desto besser haben sie funktioniert.

Dr. Jörg Kunze ist in der Schweiz geborener Deutschösterreicher, verdient sein Geld als Physiker mit der Entwicklung besonders schneller Kameras, ist Locsec von Mensa Lübeck und FelSIG-Koordinator. Und er spielt gerne Lego mit dem Verständnis des Menschseins aus dessen Geschichte.

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Number forms - synästhetische Zeitwahrnehmung. Oder: mein Tag ist ein Möbiusband (Vortrag)

Synästhesie ist eine besondere Form der Wahrnehmung, bei der sonst voneinander getrennte Sinne miteinander vernetzt sind. So wird z.B. Musik in Farben und/oder Formen wahrgenommen und ist im Raum verortet. Die synästhetische Wahrnehmung kann nicht willentlich beeinflusst werden und geht besonders häufig mit Hochbegabung und erhöhter Kreativität einher. Eine spezielle Form der Synästhesie sind die "number forms": Zahlen- oder Buchstabenreihen erscheinen vor dem inneren Auge und stellen individuell ausgeprägte Strukturgebilde dar. Dies gilt insbesondere auch für Zeiteinheiten: Stunden, Tage, Wochen, Monate oder Jahre werden auf diese Weise nicht nur visuell wahrgenommen, sondern dienen auch als Orientierungspunkte und -rahmen. Der Vortrag wird mit Visualisierungen von Synästhesien im Allgemeinen und number forms im Besonderen angereichert und bietet im Anschluss die Möglichkeit zur Diskussion.

Melanie Lahmer, geboren im weiß-gelb-grün-blauen Jahr 1974, ist Synästhetikerin. Sie ist studierte Sozialpädagogin, wird demnächst ihren Master of Arts absolvieren und verdient ihre Brötchen als Texterin. Nachdem sie 2005 entdeckt hat, dass gar nicht alle Menschen farbige Buchstaben und Zahlen haben - ja, noch nicht einmal Musik sehen können -, beschäftigt sie sich intensiv mit dem Thema Synästhesie. Weder ihr Mann noch ihre Kinder sind synästhetisch veranlagt, weshalb es mitunter zu missverständlichen und amüsanten Familienszenen kommt.

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Wie die Zeit verfliegt - Vergeht das Leben im Alter wirklich schneller? (Vortrag)

Das Erleben der Zeit und die Erfahrung des Altern beruhen auf sehr unterschiedlichen psychologischen Grundprozessen. Dennoch sind Aspekte des subjektiven Alterns eng mit dem kognitiven Zeiterleben verknüpft. Zeit- und Alternserleben stehen dabei in einer engen psychologischen Wechselwirkung. Zeiterleben, hier besonders die Zukunftsperspektive, können den Verlauf und die Richtung des Alterns beeinflussen. Zugleich spiegelt das sich wandelnde Zeiterleben im Lebenslauf auch den Umgang mit altersspezifischen Anforderungen wider. Ein beschleunigtes Zeiterleben im Alter kann demnach als eine adaptive Bewältigung der Erfahrung von sich verknappender Lebenszeit darstellt. Eine tatsächliche Beschleunigung des Zeiterlebens findet dabei nicht statt, weder subjektiv noch objektiv. Wenn Menschen mit steigendem Alter die Zeit beschleunigt erfahren, reagieren sie demnach nur auf die Unausweichlichkeit eines endlichen Lebens.

Prof. Dr. Frieder R. Lang ist Universitätsprofessor für Psychologie und Gerontologie und Direktor des Instituts für Psychogerontologie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Zwischen 2002 und 2006 war er Professor für Entwicklungspsychologie an der Martin-Luther-Universität in Halle (Saale). Frieder R. Lang hat an der Technischen Universität Berlin studiert, sowie am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung und an der Freien Universität Berlin promoviert. Seine Hauptarbeitsgebiete liegen in der psychologischen Alternsforschung sowie in der entwicklungspsychologischen Sozialforschung.

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Alles nur eine Frage der Zeit? - Kriminalität in der gesellschaftlichen Wahrnehmung und individuellen Rentabilität (Vortrag)

Jeder Generation erscheint es, als ob die Dinge früher besser gewesen sind - Ist es unser Erinnerungsvermögen oder eine Zeitillusion, die uns glauben macht, dass die Welt früher sicherer und freier war, oder entspricht es den Tatsachen? Der Vortrag betrachtet die Ausprägung des Faktors Zeit in der Kriminalität und die daraus resultierenden Konsequenzen für den oder die Täter sowie für die generelle Sicherheit in der Gesellschaft. Weiterhin wird die Frage diskutiert, inwiefern es sich „lohnt, die Lebenszeit in kriminelle Energie zu investieren.

Astrid Loos, Diplom-Betriebswirtin (BA), hat in Mannheim Wirtschaftswissenschaften studiert und sich schon im Rahmen ihrer Diplomarbeit mit der Notwendigkeit von Sicherheit und Sicherheitsdienstleistungen im Unternehmen befasst. Danach war sie mehrere Jahre in der Konzernsicherheit eines großen deutschen Unternehmens für die Bekämpfung von Produktfälschungen und Produktpiraterie verantwortlich. Nunmehr ist sie in der Schweiz für einen führenden Pharmakonzern in der Konzernsicherheit tätig; hier nun in einer Spezialistenfunktion mit weltweiter Zuständigkeit.

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Die Erfahrung der Zeit jenseits der ewigen Gegenwart (Vortrag)

Newton kannte nur die Zeit der ewigen Gegenwart. Durch die Erkenntnisse der neueren Physik hat die Zeit auch eine Vergangenheit und eine Zukunft erhalten, doch bleibt auch diese Betrachtung der Zeit unter dem Paradigma der Gegenwart. Gibt es vielleicht nicht auch eine Zukunft der Vergangenheit oder eine Zukunft der Zukunft? Ein theologisches Zeitverständnis würde dafür Raum lassen. Die Ausführungen basieren auf der Arbeit von A.M.K. Müller, der im Zeitverständnis das entscheidende Scharnier für einen Dialog zwischen Naturwissenschaften und Theologie gesehen hat.

Andreas Losch hat evangelische Theologie in Bochum, Wuppertal, Jerusalem und Heidelberg studiert. Nach Vikariat und drei Jahren als Pfarrer zur Anstellung ist er jetzt wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Ruhruniversität Bochum. Seine Doktorarbeit schreibt er über das Verhältnis von Naturwissenschaft und Theologie.

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Frozen Reality - Die angehaltene Zeit in Schwerelosigkeit (English talk) Englischer Programmpunkt

Florian Maier berichtet von seinen Erfahrungen in der Schwerelosigkeit. Mit seinem patentierten Aufnahmeverfahren "Frozen Reality" kann er quasi die Zeit anhalten und beispielsweise dreidimensional zeigen, wie ein Luftballon während des Platzens aussieht. Mit diesem Projekt haben er und sein internationales Team die Ausschreibung der ESA gewonnen, an einem Parabelflug teilzunehmen. Hierbei war es möglich, eigene Experimente für 30 mal hintereinander 20 Sekunden Schwerelosigkeit im Sturzflug eines speziell umgebauten Airbus A300 durchzuführen. Bei dem riskanten Ritt im Flugzeug waren insgesamt 15 studentische Experimente aus ganz Europa der Schwerelosigkeit ausgesetzt. In vielen spannenden Videos und Bildern berichtet Florian Maier von seinen Experimenten, dem einmaligen Gefühl der Schwerelosigkeit und dem Ritt auf einem fliegenden Teppich.

Florian Maier beschäftigt sich seit 1999 mit der "Frozen Reality". Neben dem Gaststudium an der Hochschule für Fernsehen und Film München und dem Studium der Medientechnologie an der TU Ilmenau startete er seine eigene Videoproduktionsfirma für Image- und Werbefilme (www.blueframes.de) und spezialisierte sich in 3D Fotografie and 3D Video. Seit seinem Abschluss als Diplom-Ingenieur arbeitet er als 3D Berater in den unterschiedlichsten Projekten (www.3d-consult.eu). Dazu gehören sowohl Forschungsprojekte im Bereich der Stereoskopie am Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt e.V. (DLR) und bei Firmen aus der Wirtschaft, als auch die Tätigkeit als 3D Berater bei unterschiedlichsten Projekten im Filmbereich. Neben seinen Beratungstätigkeiten promoviert er an der TU Ilmenau am Institut für Medientechnik. Seine Forschungen umfassen die physiologischen Faktoren bei der Betrachtung von stereoskopischen Bildinhalten und die Erschaffung bestmöglicher Technologien, um eine dreidimensionale Bildbetrachtung ohne physische Beschwerden beim Betrachter zu ermöglichen.

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Die Zeit des Handelns (Vortrag)

Die Zeit des Handelns artikuliert sich gemäß den praktischen Anforderungen und Interessen konkret Handelnder. Als durch Bedeutsamkeiten ausgezeichnete Zeit ist sie wesentlich erfüllte und gestimmte Zeit. Erfahren wird sie - metaphorisch gesprochen - nicht als lineare Zeit, als ständig flüchtiger Übergang oder als kontinuierliches und gleichförmiges Fließen, sondern in diskontinuierlichen Zeiträumen und strukturierten Zeitfeldern, die je nach Handlungstyp unterschiedlich akzentuiert werden.

Prof. Dr. Karl Mertens, Studium der Philosophie, Deutschen Philologie und Geschichte in Köln, Freiburg und Zürich; 1993 Promotion in Köln; 2001 Habilitation in Kiel; 2002-2004 Vertretung einer Professur für Erkenntnistheorie, Wissenschaftstheorie und Logik an der Universität Köln; seit 2004 Lehrstuhl für Philosophie II (Schwerpunkt: Praktische Philosophie) an der Universität Würzburg. Arbeiten zur Handlungstheorie, Erkenntnistheorie, Sozialphilosophie und Ethik.

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Braucht Karriere Zeit? (Podiumsdiskussion)

Sind Studium und Promotion für Dich möglichst schnell zu überwindende Hürden auf dem Weg zur eigenständigen Forschung oder zum lukrativen Job - oder eher ein Lebensgefühl? Du möchtest wissen, wie und warum man vier Hauptfachabschlüsse an doppelt so vielen Universitäten macht? Oder wie Doppeldoktor- und Professorentitel noch vor dem 30. Lebensjahr erreichbar sind? Die erste Podiumsdiskussion auf der MinD-Akademie beschäftigt sich mit Themen rund um die Frage: Wie sind Turbokarrieren möglich - und sind sie sinnvoll?

Diskussionsteilnehmer bislang: Prof. Dr. Thomas Meuser, Prof. Dr. Dr. Georg Schneider, Wolf S.

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Time and the brain (English talk) Englischer Programmpunkt

The ability to precisely judge a temporal duration is critical for almost all behavioural, cognitive and motor functions. It's also necessary for all decisions we have to make in our daily life. We have to estimate when we start driving at a busy intersection, the time to strike a music note to play a song on a piano or when to move our arm to hit the ball perfectly in a tennis match. This temporal control of behaviour is guided by an internal clock. But how is this internal clock organized? How is this internal clock influenced by a distractor or by a drug? And finally, where is it located in the brain?

Tobias Ohmann, Dipl Biochem, hat an der Ruhr Universität Bochum Biochemie studiert. Verfasste seine Diplomarbeit mit dem Thema "Electrophysiological correlates of temporal response scheduling in the avian equivalent of the prefrontal cortex" dann im Institut für kognitive Neurowissenschaften in der Abteilung für Biopsychologie. Seit April 2006 ist er auch dort Doktorand. Seitdem liegt der Forschungsschwerpunkt auf der Erforschung der neurobiologischen Grundlagen der Zeitverarbeitung.

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Ist Zuspätkommen unhöflich? - Ein Blick auf andere Zeitkulturen (Vortrag)

In Zeiten der Globalisierung ist es nötig, sich mit anderen Zeitkulturen auseinanderzusetzen. Um die fremden Zeitkulturen besser zu verstehen, ist ein Blick auf unsere Geschichte hilfreich. Der Vortrag baut auf Erfahrungen in Lateinamerika und Asien auf.

Prof. Margarete Payer, geboren 1942 in Hamburg, aufgewachsen im Saarland. Studium der ev. Theologie in Mainz, Wien und Tübingen (Abschluss: Magister der Theologie). Angestellte im Institut für Spätmittelalter und Reformation an der Universität Tübingen. Ausbildung zur Diplombibliothekarin an wissenschaftlichen Bibliotheken. Sieben Jahre lang tätig in der Universitätsbibliothek Tübingen. Von 1980 bis 2007 an der FH für Bibliothekswesen, heute Hochschule der Medien, Fakultät für Information und Kommunikation, Studiengänge Wirtschaftsinformatik und Electronic Services. Fächer: Internationale Kommunikationskulturen, Computervermittelte Kommunikation, Entwicklungsländerstudien, Digitale Bibliothek und Formalerschließung. Längere Praktika im jeweiligen Forschungssemester in den USA, Australien, Indonesien, Philippinen und Bolivien. Ausgedehnte Reisen u.a. in Thailand, Laos und Indien. Seit 1969 verheiratet mit dem Indologen Alois Payer. Homepage: www.payer.de

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Cittaslow (Vortrag)

"Städte in denen Menschen leben, die neugierig auf die wieder gefundene Zeit sind" - so beginnt die Charta der Internationalen Vereinigung der lebenswerten Städte "Cittaslow". "Slow" steht für die Erkenntnis, dass Hast und Hetze dem Zusammenleben der Menschen abträglich sind und dass, wie der Schweizer Ivo Muri schrieb, "eine Gesellschaft, die keine Zeit hat, nicht lebt." Die Vereinigung hat sich folgenden Zielen verschrieben: Nachhaltige Umweltpolitik; Charakteristische Stadtstruktur; Gastfreundschaft; Kultur und Tradition; Typische Kulturlandschaft; Regionaltypische Produkte; Regionale Märkte; Bewusstseinsbildung. Diese Ziele umzusetzen ist ein nie abzuschließender Prozess, weil man sich auch künftig auf immer wieder sich verändernde Bedingungen einzustellen hat.

Wolfgang Plattmeier, Dipl.-Volkswirt, Jahrgang 1944, verheiratet, 3 Kinder, ist 1. Bürgermeister der ersten deutschen Cittaslow-Stadt Hersbruck. Nach dem Studium der Volkswirtschaft, Sozialpolitik und Rechtswissenschaften wurde er Mitglied des Stadtrates Hersbruck (1971-1980 und 1984-1986); ab 1977 wissenschaftlicher Mitarbeiter des Staatssekretärs im Bundesbauministerium, MdB Dr. Dieter Haack; später persönlicher Referent des Bundesbauministers Dr. Dieter Haack; ab 1985 Hauptstelle der Bundesanstalt für Arbeit, Bereich Berufsberatung; seit 1986 1. Bürgermeister der Stadt Hersbruck. Nebenamtliche Tätigkeit u.a. als Mitglied im Hauptausschuss des Bayer. Städtetages, Geschäftsführer der Frankenalb Therme, Aufsichtsratsvorsitzender der Hersbrucker Energie- und Wasserversorgungs GmbH, Stellv. Vorsitzender des BRK Bezirksverbandes Oberfranken/Mittelfranken und Mitglied des Kreistages.

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Todeszeitpunkte - Forensische Entomologie (Vortrag)

Das Gebiet der Forensichen Entomologie beschäftig sich mit Kriminalfällen aus insektenkundlicher Sicht. Leichen sind für weit über hundert Gliederfüßerarten (Arthropoda) - insebesondere für Fliegen (Diptera) und Käfer (Coleoptera) - Brutstätte, Nahrungsquelle und Lebensraum. Mit den postmortalen Veränderungen der Leiche gehen zeitlich überlappende Faunen einher, die als Besiedlungswellen bezeichnet werden. Da Arthropoden die mit Abstand artenreichste und wichtigste Gruppe aller Lebewesen auf der Erde darstellen und daher auch in scheinbar unwirtlichen Habitaten noch an Leichen anzutreffen sind, dienen sie seit langem der rechtsmedizinisch-kriminalistischen Untersuchung von Todesfällen. Neben der postmortalen Liegezeitbestimmung helfen Arthropodenuntersuchungen auch bei der Aufklärung von Leichenverbringungen und Wundartefakten sowie sozialen bzw. hygienischen Fragstellungen bei Lebenden und Toten. Im Vortrag werden Kriminalfälle vorgestellt, für deren Bearbeitung die gefundenen Insekten eine Rolle gespielt haben, sowie aktuelle Forschungsthemen aus dem Bereich der Forensischen Entomologie.

Saskia Reibe hat in Köln Biologie studiert und ihre Diplomarbeit über die Embryonalentwicklung beim Zebrafisch geschrieben. Seit 2006 promoviert sie am Bonner Institut für Rechtsmedizin im Themenbereich Forensische Entomologie. In den acht Jahren ihrer Arbeit mit dem Kriminalbiologen Mark Benecke hat sie viele Einblicke in das Gebiet der Forensische Entomologie bekommen, u.a. organisiert sie mit ihm zusammen Studentenkurse und arbeitet an den Fällen mit.

Waltraud Wetzel hat in Würzburg Biologie studiert und im Hauptstudium Rechtsmedizin und Zoologie belegt. Während ihrer Zeit im Institut für Rechtsmedizin in Würzburg konnte sie Einblicke in den Bereich der forensischen Entomologie gewinnen und entschied sich zu einer Diplomarbeit im Bereich der forensischen Entomologie in Bonn.

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Zeitmanagement- und Produktivitätsmethoden im Überblick (Workshop)

In diesem Workshop wollen wir gemeinsam einen möglichst umfassenden Überblick über die gängigen Zeitmanagement- und Produktivitätsmethoden gewinnen. Dabei wollen wir Gemeinplätze ("da muss jeder selbst herausfinden, was für ihn am Besten funktioniert") genauso wie Werbebotschaften ("Das XYZ-System ist einfach viiiiel schlauer") vermeiden. Vielmehr ist es das Ziel, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der diversen mehr oder weniger bekannten Systeme möglichst genau aufzuzeigen. Idealerweise entsteht aus dem Workshop eine umfassende Übersicht zur Publikation im Tagungsband, die jenen helfen kann, die tatsächlich herausfinden wollen, "was für sie am Besten funktioniert". Die Referenten beschäftigen sich seit längerem in ihrer Freizeit mit diesem Thema, hoffen und bauen aber auf fruchtbaren Input der Gruppe. Wir verstehen uns also nicht als Vortragende, sondern als Moderatoren und die Veranstaltung wird als Workshop durchgeführt.

Artus Ph. Rosenbusch ist Diplom-Mathematiker und promoviert derzeit in Darmstadt, gefördert durch die SDW, indem er seine Ansätze in der Spieltheorie (Rationalität von Fairnessforderungen) vertieft. Zu den Workshopthemen hat er keinen ausgewiesenen Bezug. Als vielseitig engagierter und gleichzeitig ganz besonders fauler Mensch beschäftigt er sich allerdings durchaus "nebenbei" mit diesem Themengebiet. Als MHNler kennt man ihn von den bunten Abenden der letzten Jahre, wo er mit eigenen Liedern auf der Bühne stand, als Referenten der letzten MinD-Akademie (Lieder schreiben - Workshop), oder als einen der "Typen mit Gitarren" auf dem Outdoor-Workshop oder dem Glücksseminar. Mehr zu ihm gibt es auf www.aphr.de.

Hendrik Baier ist Informatiker und Linguist und macht derzeit seinen Master in Cognitive Science in Osnabrück, mit Schwerpunkten in Künstlicher Intelligenz und Computerlinguistik. Er hat seine Nase in zahlreichen angrenzenden Wissenschaftsgebieten, in Musik, Design, Architektur, Literatur, tanzt, lernt Italienisch und versucht Klavier und Fotoapparat keinen Staub ansetzen zu lassen. Um das alles ein bisschen weniger unmöglich zu machen, recherchiert und testet er seit einiger Zeit Methoden zum effizienteren Einsatz von Aufmerksamkeit, Energie und Zeit. MHN zuliebe tut er manchmal auch so, als könnte er singen, oder turnt durch den Wald.

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Zeit für Zärtlichkeit - Erotic Food als sinnliche Erfahrung (Workshop)

Essen bedeutet mehr als Energiezufuhr: in diesem Seminar geht es darum Erfahrungen zu machen und zu erleben, wie sinnlich die Erfahrung des Essens sein kann. Die Teilnehmer machen haptische und sensuelle Erfahrungen mit allen Sinnen. Teil des Workshops wird es sein Ideen und Erfahrungen zum Thema sinnliche Inszenierung aus zu tauschen, zu erweitern und kennen zu lernen. Bitte Allergien im Vorfeld mitteilen. (Vorabkontakte unter paula@rosengarthen.de möglich und erwünscht)

Paula L. Rosengarthen, geboren 1974 , arbeitet seit 2007 als Sexualberaterin ISBB, vorher als Erotikinstruktorin, Konzepterin, Autorin, Schauspielerin. Sie lebt queer in verbindlicher Ehe und vollvernetztem Polyrudel. Wohnhaft ist sie in München. Aus über 450 Einzelberatungen und Gesprächen über Fragen zu und über Erotik, Sex, Coming-Out und Prävention entwickelten sich erste Workshops. Zunächst als Offerte vorrangig an lesbische und bisexuelle Frauen verstanden, richtet sie dieses Angebote seit 2003 an Menschen jeglicher geschlechtlicher Identität und Präferenz, so z.B. bei Veranstaltungen wie im Rahmen der Xplore 04 -07. Sie arbeitet als Sexualberaterin ISBB mit dem Institut von Lothar Sasndfort zusammen und bildet soziale Fachkräfte aus. Spannend findet sie alle Arten und Zugänge zu Sexualität und Körper, sie netzwerkt und lernt gern. Selbst erfährt sie in Projekten zu Fotografie und Körper einen intensiven Zugang zu Emotion, Material, Position und Bild. Privat hegt sie eine große Leidenschaft für antiquarische sexualwissenschaftliche Bücher sowie für Improtheater, Fotografie und Kriminalliteratur. Mehr zur Person: www.rosengarthen.de

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Die Zeit anhalten - Wahrnehmungsexperimente (Workshop)

In diesem sehr praktischen Seminar möchte Paula L. Rosengarthen den Raum zum Experimentieren mit Seilen, Tüchern etc. geben. Wie beeinflusst Zeit Spannung und Entspannung? Die TeilnehmerInnen werden gehalten, reduziert und erfahren meditative Momente. Bequeme gerne enganliegende Kleidung mitbringen (Strumpfhose, Leggins, Body etc.) - empfehlenswert auch ein eigenes Handtuch oder eine Decke.

Paula L. Rosengarthen, geboren 1974 , arbeitet seit 2007 als Sexualberaterin ISBB, vorher als Erotikinstruktorin, Konzepterin, Autorin, Schauspielerin. Sie lebt queer in verbindlicher Ehe und vollvernetztem Polyrudel. Wohnhaft ist sie in München. Aus über 450 Einzelberatungen und Gesprächen über Fragen zu und über Erotik, Sex, Coming-Out und Prävention entwickelten sich erste Workshops. Zunächst als Offerte vorrangig an lesbische und bisexuelle Frauen verstanden, richtet sie dieses Angebote seit 2003 an Menschen jeglicher geschlechtlicher Identität und Präferenz, so z.B. bei Veranstaltungen wie im Rahmen der Xplore 04 -07. Sie arbeitet als Sexualberaterin ISBB mit dem Institut von Lothar Sasndfort zusammen und bildet soziale Fachkräfte aus. Spannend findet sie alle Arten und Zugänge zu Sexualität und Körper, sie netzwerkt und lernt gern. Selbst erfährt sie in Projekten zu Fotografie und Körper einen intensiven Zugang zu Emotion, Material, Position und Bild. Privat hegt sie eine große Leidenschaft für antiquarische sexualwissenschaftliche Bücher sowie für Improtheater, Fotografie und Kriminalliteratur. Mehr zur Person: www.rosengarthen.de

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Zeit sparen bei Teamentscheidungen (Workshop)

Klärungsprozesse sind mit wesentlichem, manchmal immensem Zeitaufwand verbunden. Teamsitzungen kosten in der Regel Hunderte von Euro, und auch wenn sie nicht bezahlt werden, kostbare Lebenszeit. Wie kann nun dieser Zeitaufwand verringert werden, ohne die Qualität der Klärungsprozesse zu senken? Kann Zeitdruck auch förderlich sein? Kann und sollte man den Prozess auf seine "sachlichen" Anteile konzentrieren? Der Workshop bietet Erfahrungsaustausch, Input und Experimentiermöglichkeiten für Praktiker der Moderation und solche, die es werden wollen. Eigene Anleitungserfahrung ist erwünscht, aber nicht Voraussetzung.

Axel Rutz studierte Mathematik und Volkswirtschaft. Nach mehrjähriger Tätigkeit als Projektleiter im Energiecontracting, später im Onlinejournalismus, ist er seit 2003 mit der Projekt- und Beratungsagentur "Konzepto" selbständig. Undogmatisch und humorvoll verbindet er Weisheitsquellen von Tantra bis Zen mit eigener Lebens- und Beratungserfahrung.

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Braucht Karriere Zeit? (Podiumsdiskussion)

Sind Studium und Promotion für Dich möglichst schnell zu überwindende Hürden auf dem Weg zur eigenständigen Forschung oder zum lukrativen Job - oder eher ein Lebensgefühl? Du möchtest wissen, wie und warum man vier Hauptfachabschlüsse an doppelt so vielen Universitäten macht? Oder wie Doppeldoktor- und Professorentitel noch vor dem 30. Lebensjahr erreichbar sind? Die erste Podiumsdiskussion auf der MinD-Akademie beschäftigt sich mit Themen rund um die Frage: Wie sind Turbokarrieren möglich - und sind sie sinnvoll?

Diskussionsteilnehmer bislang: Prof. Dr. Thomas Meuser, Prof. Dr. Dr. Georg Schneider, Wolf S.

Prof. Dr. Dr. Georg Schneider, Jahrgang 1980, hat von 1998 bis 2001 an der Universität Wien Mathematik studiert und dort im gleichen Fach ein Jahr später promoviert. 2004/2005 verbrachte er als Visiting Scholar an der University of Stanford, 2005 folgte in Wien die Promotion in Wirtschaftswissenschaften. Beide Promotionen wurden mit der in Österreich höchstmöglichen Ehrung für Studienleistungen „Promotio sub auspiciis Praesidentis rei publicae ausgezeichnet. Seit 2007 ist er Inhaber des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre, insbes. Externes Rechnungswesen an der Universität Paderborn (W3-Professur).

Wolf S., Dipl. Inf., Dipl. Psych., Master of Electrical Engineering, ETP/MBA, hat an den Universitäten Mainz, Karlsruhe, Saarbrücken, Hamburg, UNAM (Mexico City), Naganuma (Tokyo), Yonsei (Seoul) und am MIT (USA) eine Vielzahl von Fächern studiert - und abgeschlossen. Parallel dazu oder zwischendurch war er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Business Strategy Consultant, Robot Engineer, Software Design Engineer, Camera Engineer etc. angestellt und hat über 50 Staaten bereist. Auch zukünftig möchte er dem Prinzip des lebenslangen Lernens treu bleiben - für die nähere Zukunft ist das Studium der Medizin in Planung.

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Zeit für Bildung (Vortrag)

Zeit spielt im Prozess des Lernens und der Bildung eine entscheidende Rolle, weil sie bedingender Faktor für diese Prozesse ist und weil wir uns im und durch Lernen zu ihr in verschiedenster Art und Weise verhalten. Deshalb ist umso verwunderlicher, dass bildungstheoretisch und -empirisch bislang kaum geklärt ist, wie z.B. aus subjektiver Sicht das Konzept des 'Lifelong and lifewide Learning' mit Blick auf die Ressource und den Wert 'Zeit' realisiert werden kann. Wie wird Zeit für Lernen genutzt, welche Zeitpräferenzen sind im Erwachsenenalter erkennbar und wie verändern sich diese situativ und lebensphasenspezifisch? Welche Rahmungen sind aus subjektiver Sicht nötig, um Lernen ein Leben lang auf Kontinuität zu stellen? Diesen und weiteren Fragen soll im Vortrag mit anschließender Diskussion temporaltheoretisch nachgegangen werden.

Prof. Dr. phil. habil. Sabine Schmidt-Lauff, geb. 1968. Studium Magister Artium 'Pädagogik und Allgemeine Rhetorik' an der Eberhard-Karls-Universität, Tübingen. 1999 Promotion an der Universität Hamburg, mit dem Titel "Kooperationsstrategien in der betrieblichen Weiterbildung - Unternehmen und Bildungsanbieter als Partner?". 2007 Habilitation an der Humboldt-Universität zu Berlin. Titel "Zeit für Bildung im Erwachsenenalter - Interdisziplinäre und empirische Zugänge". Seit Januar 2008 Professorin für Erwachsenenbildung und Weiterbildung am Institut für Pädagogik und Philosophie an der Technischen Universität Chemnitz. Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte: Betriebliche und Berufliche Weiterbildung, Professionalisierung und Professionalität in der Erwachsenenbildung, Europäische Perspektiven des Lebenslangen Lernens, Zeitfragen des Lernens Erwachsener; Temporalität und Bildung.

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Braucht Karriere Zeit? (Podiumsdiskussion)

Sind Studium und Promotion für Dich möglichst schnell zu überwindende Hürden auf dem Weg zur eigenständigen Forschung oder zum lukrativen Job - oder eher ein Lebensgefühl? Du möchtest wissen, wie und warum man vier Hauptfachabschlüsse an doppelt so vielen Universitäten macht? Oder wie Doppeldoktor- und Professorentitel noch vor dem 30. Lebensjahr erreichbar sind? Die erste Podiumsdiskussion auf der MinD-Akademie beschäftigt sich mit Themen rund um die Frage: Wie sind Turbokarrieren möglich - und sind sie sinnvoll?

Diskussionsteilnehmer bislang: Prof. Dr. Thomas Meuser, Prof. Dr. Dr. Georg Schneider, Wolf S.

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Improviationstheater (Workshop)

Auf der MinD-Akademie findet auch dieses Jahr wieder ein Schnupper-Workshop Improviationstheater statt. Das beliebte Thema findet diesmal seinen Platz am Donnerstag um 23 Uhr. Dabei geht es natürlich um das Thema "Zeit": Wir spielen schnelle Szenen, ruhige-gemächliche Szenen, Zeitsprünge, Szenen mit rückwärts laufender Zeit, Wechsel von langsamem und schnellem Ablaufen in einer Szene, "Tod zur Halb-Zeit", ... - da gibt es wunderbare Disziplinen. Experten und Neulinge ohne Vorkenntnisse werden etwas lernen. Und wir werden viel Spaß haben.

Alexander Scivos, 35, ist einer der MHN-Gründer, promoviert in Informatik und ist freiberuflich als Trainer für IT und Schlüsselqualifikationen tätig. Er spielt seit 1997 in mehreren Improvisationstheatergruppen in Deutschland Theatersport und hat fast jedes Jahr ein bis zwei Seminare zu diesem Thema geleitet, für Anfänger und Fortgeschrittene. In seiner Freizeit fährt er gern Rad, diskutiert gern, sammelt Papierservietten, reist und hat daher nie wirklich Zeit - und ist daher vielleicht goldrichtig für diese Akademie. wink

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Tages-Themen (Workshop)

Zur besten Tages-Themen-Zeit wollen wir zurückblicken auf alle Themen des Tages. Ihr könnt euch kurz informieren, was in den Workshops und Vorträgen erzählt wurde, die ihr leider verpasst habt (weil ihr z. B. parallel in einem anderen Vortrag wart). Außerdem werden wir Gelegenheit haben, interessante Punkte und Fragen anzudiskutieren. Dieser strukturierte und moderierte Rückblick ist ideal, um die ganzen neuen Eindrücke und Informationen nochmal zu ordnen.

Alexander Scivos, 35, ist einer der MHN-Gründer, promoviert in Informatik und ist freiberuflich als Trainer für IT und Schlüsselqualifikationen tätig. Er spielt seit 1997 in mehreren Improvisationstheatergruppen in Deutschland Theatersport und hat fast jedes Jahr ein bis zwei Seminare zu diesem Thema geleitet, für Anfänger und Fortgeschrittene. In seiner Freizeit fährt er gern Rad, diskutiert gern, sammelt Papierservietten, reist und hat daher nie wirklich Zeit - und ist daher vielleicht goldrichtig für diese Akademie. wink

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Auszeit: Eine Reise in die Berge Nepals (Vortrag)

Im Mai dieses Jahres habe ich mir, von der Hektik des Alltags, eine Auszeit genommen und bin zusammen mit drei Freunden zum Base-Camp des Mt. Everest aufgebrochen. Während der dreiwöchigen Wanderung hatte sich unsere Zeitwahrnehmung völlig verschoben: "Was für einen Tag haben wir heute eigentlich?" - "Ich glaube der 18te" - "Ne, es dürfte doch erst der 16te sein." - "Auf alle Fälle haben wir Dienstag." - "Ach, ich dachte es sei Samstag." Derartige Dialoge zeigen, wie unwichtig uns die Zeit geworden war. Im Vortrag wird es - eingebettet in Nepalimusik zum relaxen und vielen Bildern aus der Bergwelt des Himalaya - darum gehen, zu reflektieren, wie wir im Alltag mit unserer Zeit umgehen - gesehen aus der Perspektive eines Wanderers, der alle Zeit der Welt hat, und der sich diese auch nehmen muss, denn auf über 5000 Meter Höhe zwingen einen der reduzierte Sauerstoffgehalt in der Luft und die Höhenkrankheit dazu manche Dinge einfach langsamer anzugehen.

Bernhard Seckinger, geboren 1972, studierte Mathematik und Informatik in Karlsruhe und Freiburg und arbeitet seit 2003 als freischaffender Rätselautor (www.croco-puzzle.com). Unter anderem schreibt er seither regelmäßig die bekannte ZEIT-Kolumne "Logelei von Zweistein". 2006 wurde er mit dem deutschen Nationalteam Vizeweltmeister im Rätsellösen. In seiner Freizeit spielt er das asiatische Brettspiel Go, kartiert im OpenStreetMap-Projekt Teile von Deutschland, malt (vorwiegend mit Ölfarben) Bilder, schreibt an einem Roman der Ende 2015 fertig sein soll, interessiert sich für eine breite Themenvielfalt und kann sich (vielleicht deswegen) stundenlang in Bücher aller Art vertiefen.

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Time and memory (English talk) Englischer Programmpunkt

Without memory functions we would not be able to gather knowledge, form motor abilities or cope with everyday life requirements. Therefore, memory plays an decisive role. It allows us to maintain information for a few seconds or minutes, e.g. to solve an arithmetic problem, as well as to remember information over a long time period, e.g. facts for an exam next week or important events that happened years ago. But how is this information encoded and stored in memory? Are there different types of memory depending on the storage duration? How can we retrieve information from memory? And furthermore, what are the neural correlates of memory?

Dipl.-Psych. Anna Seemüller studierte an der Philipps-Universität Marburg. Ihre Diplomarbeit verfasste Sie zu dem Thema Aufrechterhaltung im Arbeitsgedächtnis trägt zur Speicherung im Langzeitgedächtnis bei: Eine EEG-Studie. Seit Mai 2007 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Arbeitsgruppe Kognitive Psychophysiologie und promoviert im Rahmen des Graduiertenkollegs NeuroAct. Für die diesjährige MinD-Akademie organisiert sie gemeinsam mit Martin Dresler und Tanja Gabriele Baudson das Programm.

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Psychologische Intelligenzforschung: Provokation und Potential (Vortrag)

Im vorliegenden Vortag wir ein Überblick über die psychologische Intelligenzforschung gegeben. Dabei wird die Position vertreten, dass die Kernfrage aus über 100 Jahren Strukturforschung ("Was ist Intelligenz?") als beantwortet betrachtet werden kann. Gleichsam hat wohl kaum ein Konstrukt psychologischer Forschung eine so weitreichende diagnostische Kraft für eine Vielzahl von Anwendungsgebieten wie die psychometrische Intelligenz. Einige dieser Zusammenhänge sollen im Vortrag aufgezeigt werden. Im Anschluss werden ausgewählte Inhaltsbereiche referiert, anhand derer sich zeigen lässt, welches Provokationsmaterial nach wie vor in der Intelligenzforschung steckt. In diesem Kontext werden vor allem Befunde aus der Differentiellen und der Pädagogischen Psychologie, der Verhaltensgenetik sowie der Molekulargenetik referiert. Dabei soll der aktuelle Stand der diesbezüglichen Grundlagenforschung vermittelt werden.

Prof. Dr. Frank M. Spinath, geboren 1969, absolvierte das Studium der Psychologie in Bielefeld und promovierte dort im Jahre 1999 zum Thema Validität von Fremdbeurteilungen. Im Winter 2001/2002 absolvierte er einen halbjährigen Forschungsaufenthalt bei Robert Plomin am Institute of Psychiatry in London. Der Forschungsschwerpunkt von Frank M. Spinath liegt im Bereich der Verhaltensgenetik (hier insbesondere Intelligenz und Persönlichkeit) und er war aktiv beteiligt an zwei der größten Zwillingsforschungsprojekte der Nachkriegszeit (z.B. German Observational Study of Adult Twins, GOSAT und Twins Early Development Study, TEDS). Nach seiner Habilitation im Jahre 2003 erhielt er 2004 den Ruf an die Universität des Saarlandes. Dort hat er gegenwärtig den Lehrstuhl für Differentielle Psychologie und Psychologische Diagnostik (W3) inne. Zur Zeit forscht Frank M. Spinath zum Thema Einflussfaktoren auf Schulleistungen und zur Ätiologie von Intelligenz und Motivation.

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Ist die Gegenwart eine Illusion? (Vortrag)

Die Zeit bringt einen philosophisch ins Grübeln: Die Vergangenheit ist nicht mehr da, die Zukunft noch nicht - ist wenigstens die Gegenwart etwas, das klarerweise existiert? Bei genauerem Hinsehen wird auch sie problematisch: Ist sie eine bloße Grenze, wie kann sie dann erlebt werden? Ist sie ausgedehnt, wie kann sie dann die Grenze zwischen Vergangenheit und Zukunft sein? Bewegt sich die Zeit durch die Gegenwart hindurch oder bewegt sie sich gleichsam durch die Zeit? Ist die Gegenwart etwas Subjektives, oder gibt es sie objektiv als Umschlagspunkt von Möglichkeit in Wirklichkeit? Doch kann es sie objektiv geben, wenn selbst nur Gleichzeitigkeit relativ auf ein frei gewähltes Bezugssystem existiert? Der Vortrag soll eine mögliche Antworten auf diese Fragen vorstellen und dafür plädieren, dass die Gegenwart keine Illusion, dies aber auch nicht selbstverständlich ist.

Prof. Dr. Niko Strobach, geb. 1969, ist Professor für Analytische Philosophie an der Universität des Saarlandes. Er forscht im Bereich von Metaphysik und Logik, besonders zur Zeitlogik und zur Philosophie von Raum und Zeit.

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Zeitreisen und Zeitmaschinen - Von der Science Fiction zur Wissenschaft (Vortrag)

Albert Einsteins Relativitätstheorie gestattet durch das Phänomen der Zeitdilatation Reisen in die Zukunft. Dieser Effekt ist experimentell bestätigt. Verblüffenderweise enthält die Relativitätstheorie aber auch Lösungen, die Universen mit Zeitkreisen beschreiben sowie lokale geschlossene zeitartige Kurven - das heißt Zeitmaschinen. So könnte man theoretisch mit Hilfe von Wurmlöchern - Verbindungen weit voneinander entfernter Regionen im All - sogar in die eigene Vergangenheit gelangen oder Botschaften dorthin senden. Auch Zeitumkehr, Paralleluniversen, mehrdimensionale Zeiten, Warp-Antriebe, Tachyonen, exotische Materie mit negativer Masse und überlichtschnelle Signalübertragungen sind inzwischen ein Thema in der modernen Physik. Doch Zeitmaschinen bringen die Gefahr von Zeitparadoxien mit sich, wenn Wirkungen ihre eigene Ursache sind oder aber verhindern. Bedeuten Zeitreisen also eine Krise für die Physik oder werden sie von den Naturgesetzen "verboten"? Und was ist überhaupt Zeit - oder ist sie, wie Einstein sagte, bloß eine "hartnäckige Illusion?"

Rüdiger Vaas ist Philosoph, Publizist, Wissenschaftsjournalist sowie Astronomie- und Physik-Redakteur bei dem Monatsmagazin "bild der wissenschaft". Er hat zahlreiche Arbeiten zum Thema "Zeit" veröffentlicht und das Kosmologie-Buch "Beyond the Big Bang" (Springer 2008) herausgegeben. Auch einige Science-Fiction-Erzählungen stammen von ihm. Außerdem sind von ihm mehrere populärwissenschaftliche Bücher erschienen, zuletzt "Schöne neue Neuro-Welt. Die Zukunft des Gehirns" (Hirzel 2008). Eine weiterführende Ergänzung zu seinem Vortrag ist sein Buch "Tunnel durch Raum und Zeit. Einsteins Erbe - Schwarze Löcher, Zeitreisen und Überlichtgeschwindigkeit" (Frankh-Kosmos 2006, 2. Auflage).

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Zeit im Film - Zeitraffer selbst gemacht (Workshop)

Film ist ein zeitbasiertes Medium, in dem die Darstellung der Zeit stark manipuliert werden kann. Kein Film bildet Echtzeit ab, viele Schnitte sind Zeitsprünge. Zeitlupen und Zeitraffer machen Vorgänge sichtbar, die für das menschliche Auge zu schnell oder zu langsam ablaufen. Ich werde Filmbeispiele zeigen und eine aktuelle Videokamera mit Zeitlupen-Funktion vorführen. Die Teilnehmer bekommen Gelegenheit, aus einer Serie von Standbildern einen eigenen Zeitraffer-Film zu erstellen.

Achim Wagenknecht, M.A., hat in Düsseldorf Philosophie, Informationswissenschaft und Politik studiert. Seit 1994 veröffentlicht er Fachartikel zu Computerthemen, seit 2001 auch zu digitalem Video.

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Trommeln und Tanzen (drumming and dancing)(Workshop) Englischer Programmpunkt

Hier wird die Zeit als Rhythmus körperlich und sinnlich erfahrbar. Eingeladen ist jeder, der Lust hat, zu trommeln oder zu tanzen. Wer eine Trommel hat, möge sie bitte mitbringen. Ich selbst werde eine Djembe und ein Paar Bongos mitbringen. Der Rhythmus entfaltet sich aber auch beim Händeklatschen und Füßestampfen, wir können auch auf Tische trommeln. Wir werden gemeinsam den Rhythmus spüren und zum fließen bringen. Vorkenntnisse? Forget about "Vorkenntnisse"! Feel the Rhythm!

Achim Wagenknecht, M.A., hat in Düsseldorf Philosophie, Informationswissenschaft und Politik studiert. Seit 1994 veröffentlicht er Fachartikel zu Computerthemen, seit 2001 auch zu digitalem Video. Seine Djembe steht immer im Büro bereit und sorgt für den körperlichen Gegenpol zur geistigen Beschäftigung.

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How to measure time? (English talk) Englischer Programmpunkt

Since ever people compare various things, that’s true also for periods of time. A measurement in the physical sense is only a very special comparison. Something is compared with a defined standard. Periodic and reproducible processes have been and are still used as standards to measure periods of time. The common standard of comparison for time measurements has changed often during history. This talk shows how time was measured in former times and is measured today.

PD Dr. Stefan Wehner, born 1969, married. He studied physics at the Universität Bayreuth, earned an PhD from the same institution in 1999 for his studies on the mechanisms of the reactions between hydrogen atoms and surface adsorbates. In 2000 he went to the US for his postdoc. In 2006 he habilitated in the field of nonlinear effects in surface science. He is now a teacher and researcher at the Universität Bayreuth (www.ep3.uni-bayreuth.de). Besides physics he is very involved in the boy scouts (www.pbw.org).

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Time travel and the human brain (English talk) Englischer Programmpunkt

Traveling through time is a dream that so far has become true in science-fiction novels only. However, the human brain developed a capacity that frequently sends our thoughts into our past and future - mental time travel. If the human mind travels through time, it evokes vivid images rich in details and emotions, thereby reconstructing what happened in the past or pre-experiencing what could happen in the future. The ability to remember events from our past has been subject of numerous scientific studies, but only recently have researchers begun to explore how people envision their future. Different lines of research all point to a tight link between memory for the past and thinking about the future. But what happens in the brain if we mentally travel through time? Recent neuroscientific studies revealed first answers to that question.

Julia Weiler, Dipl.-Biol., hat an der Ruhr-Universität Bochum Biologie mit dem Schwerpunkt Neurowissenschaften studiert. Ihr Studium schloss sie mit einer Diplomarbeit über das visuelle System des Menschen an der University of California in Berkeley ab. Die Arbeit wurde mit dem Rotary-Universitätspreis (Bochum) für Nachwuchswissenschaftler ausgezeichnet. Seit 2007 promoviert sie in der International Graduate School of Neuroscience und Ruhr-University Research School (Ruhr-Universität Bochum) über die neuronalen Grundlagen des mentalen Zeitreisens. Ein weiteres wissenschaftliches Interesse umfasst den Einfluss des gesunden Alterns und der Schizophrenie auf das belohnungsabhängige Lernen.

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Leben wir in Zeitgefängnissen? Der Mensch als Schöpfer und Opfer seiner Vorstellungen von Zeit (Vortrag)

Zeitmaßvorstellungen beherrschen unseren Alltag. Zeit verdeutlicht, markiert und begrenzt Leben. Der Mensch ist sich der Kürze seiner Verweildauer bewusst, er leidet darunter und klagt darüber. Zeit prägt den Menschen. Aber der Mensch prägt auch die Zeit und geht mit ihr um. Wir haben Zeit, wir nehmen uns Zeit, wir lassen uns Zeit, wir nützen die Zeit, wir genießen die Zeit, wir vertrödeln die Zeit, wir verlieren die Zeit. Manchmal schöpfen wir aus ihrer Fülle, gelegentlich schlagen wir sie tot, oft leiden wir unter ihrem Druck. Mit dem Fortschreiten unseres Zivilisationsprozesses nimmt das Zeitbewusstsein zu. Der Vortrag erläutert die Zeitvorstellungen unterschiedlicher wissenschaftlicher Disziplinen und verschiedener Religionen. Er beschreibt die Entstehung von Kalendern. Er fragt, wieweit wir Zeit als Gefängnis betrachten und was es bedeutet, Menschen im Gefängnis mit Zeit zu bestrafen. Er fragt auch: "Warum sammelt der Häftling Frust und der Mönch Kraft in der Zelle?" - Ist Zeit ein soziales Konstrukt oder einfach das, was wir daraus machen?

Prof. Dr. Kurt Weis, geb. 1940, volljuristische, kriminologische und soziologische Ausbildung in Deutschland und den USA. In Harvard als Jurist promoviert, in Saarbrücken als Soziologe habilitiert, gern als Anthropologe unterwegs, arbeitet er seit 1980 an der Technischen Universität München. Dort leitete er, als Mitglied der beiden neuen Fakultäten für Wirtschaftswissenschaften und für Sportwissenschaft, bis 2006 das Fachgebiet Soziologie. Als Mitglied (seit 1992) der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste widmet er sich gern kulturwissenschaftlichen und fachübergreifenden Themen, als Associate (seit 1998) of the Hawaii Research Center for Futures Studies, University of Hawaii, HI, USA, setzt er die Zeit- und Zukunftsforschung fort. 2003 durchquerte er zu Fuß die Wüste Gobi, 2006 die Takla Makan Wüste. Seine letzten internationalen Tagungen galten Grenzerfahrungen und der Sinnsuche in der Natur. Zum Vortragsthema veröffentlichte er die beiden Taschenbücher "Was ist Zeit?" (1996, 5. Aufl.) und "Was treibt die Zeit?" (1998, 3. Aufl.) und mit Stefan Böschen "Die Gegenwart der Zukunft - Perspektiven zeitkritischer Wissenspolitik" (2007).

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Kommunikation im Zeichen der Zeit (Vortrag)

Nach zwei bis sieben Sekunden entscheiden wir bei einer ersten Begegnung mit jemandem über Sympathie oder Antipathie. Welche Zeichen sind es, die uns sekundenschnell zu einer bestimmten Blickrichtung gelangen lassen? Wieviel Zeit benötigen wichtige Nachrichten und Informationen, um bei ihrem Empfänger anzukommen und verstanden zu werden? Welche Auswirkungen und Nebeneffekte haben dabei unterschiedliche Kommunikationswege und -mittel im Wandel der Zeit? Von Steintafel und Höhlenmalerei bis hin zu SMS und Blackberry? Wie schnell und effektiv ist Kommunikation tatsächlich geworden? Und welche qualitative Bedeutung vermitteln uns persönliche Treffen versus e-mail-Flut von verschiedensten Kommunikationspartnern? Während der Präsentation werden wir Beispiele betrachten, die aufzeigen, dass moderne Medien eine faszinierende Addition wie auch eine komplexe Herausforderung der Kommunikation darstellen können. Wir werden diskutieren, welche Wege des Filterns von Informationsflut geeignet sind und welche - teilweise belustigenden - Tücken sich hinter moderner Kommunikation kurz- und langfristig verbergen. Dies wird eine interessante Anregung geben über Zeit und Gewicht persönlicher Begegnungen im aktuellen und individuellen Alltag nachzudenken.

Dr. Martina Wesselhoeft, seit 15 Jahren Mensa-Mitglied in Deutschland, seit 1997 Managerin in der Konsumgüterindustrie, aktuell außerdem Lehrbeauftragte für Kommunikation und Führung an der Fachhochschule Kaiserslautern. Sie studierte Wirtschaft an der Fernuniversität in Hagen als auch Naturwissenschaften in Hamburg sowie Göttingen und promovierte im Fachgebiet Neurobiochemie in Heidelberg. Martina lebt derzeit in Brüssel und verbringt ihre Zeit am liebsten mit Motorflug, Tanzen und Reisen in exotische Länder.

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Erlebte Zeit - Erzählte Zeit (Workshop)

Zeit erscheint das Konstanteste zu sein, was wir im Leben kennen. Hier in unseren Sphären ist von relativistischen Zeitverschiebungen wenig zu merken. Gleichzeitig dehnt und streckt sich die Zeit in unseren virtuellen Räumen. Die Vermittlung von erlebtem macht aus Sekunden minutenlange Schilderungen und rafft Stunden, Tage oder gar Jahr zu Minuten zusammen. Wir wollen herausfinden wie wir dabei von den Medien beeinflusst werden, mit denen wir unsere erlebte Zeit wieder geben. Wir werden die Choreographie eines Telefongesprächs mit dem Stakkato einer SMS vergleichen. Wie verändert ein Chat unser Erlebnis? Und wie nehmen wir die Vorgänge beim Chat wiederum als erlebte Zeit war? Verändern unsere Seh- und Hörgewohnheiten unser Erzählen und so gar unser erleben? All diese Frage sollten in dem Workshop erforscht werden.

Stefan Wladarsch, 1966 in Ingolstadt geboren, in der Kindheit als Legastheniker eingestuft und dabei HB getestet; Studium der physikalischen Technik an der FH München; Mitarbeit in der Chaosgruppe der TU-München (u.a. AK Philosophie; Mitarbeit bei einem Seminar über Nietzsche und Chaos); Seit der frühsten Jugend Kontakt zur Theaterarbeit (seit 6 Jahren vor allem als Impro-Theaterspieler) und seit mehr als 25 Jahren schriftstellerisch tätig (u.a. mehrere veröffentlichte Kurzgeschichten, regelmäßige Lesungen von Poesie); Arbeitet im Brotberuf als Qualitätsmanager (und "Teilzeitvater")

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Zeit in Sprache und Literatur (Vortrag)

Zeit ist eine grundlegende Kategorie auch jedes Sprechens. Jede Sprache stellt unterschiedliche Mittel zur Verfügung, die Zeit als Zeitordnung, Zeitmodus und Zeitdauer auszudrücken. Literarische Gattungen sind ebenfalls so gestaltet, dass sie sich auf unterschiedliche Weise zur Zeit und zur Zeitlichkeit des dargestellten Sachverhalts beziehen. Erzählungen etwa beziehen sich immer auf vergangene Ereignisse, selbst Zukunftsromane sind in einer Vergangenheitsform geschrieben. Anhand mehrere Texte bzw. Textpassagen soll gezeigt werden, wie wichtig Zeit für das Sprechen (und Denken) der Menschen ist und wie die Zeit sprachlich gestaltet werden kann.

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Norbert Richard Wolf ist emeritierter Professor der deutschen Sprachwissenschaft an der Universität Würzburg. Zu seinen Arbeitsgebieten gehört vor allem die semantisch fundierte Grammatik. Mehrere seiner Veröffentlichungen haben sich mit der Zeit und der Zeitgestaltung in der deutschen Sprache und in Texten befasst. Dazu kommt die Beschäftigung mit der Geschichte der deutschen Sprache; worüber ein Buch im Druck ist und im Herbst 2008 erscheinen wird.

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Spannung, Sport und Schiri-Schelte - Zeit und Beschleunigung im modernen Mediensport (Vortrag)

Die Zeit kann man sich als Menge der Momente vorstellen, die von Menschen in Bezug zu unterschiedlichen Wahrnehmungsinhalten und deren Weiterverarbeitung durch das Denken erlebt werden. Je mehr Wahrnehmungsinhalte pro Moment eintreffen, als desto aufregender wird eine Situation erlebt. Das gilt auch für Sportereignisse, bei denen die Live- und Fernsehzuschauer von spannenden, immer raffinierter und auch immer temporeicher werdenden Matches angezogen werden. Sportler und Trainer können sich dem Beschleunigungsdiktat sportlicher "Höher, besser, weiter"-Logik kaum entziehen. Für die menschliche Wahrnehmung jedoch ist irgendwann die Grenze zwischen Spannung und Unerkennbarkeit überschritten. Die Zuschauer erhalten dann eine Zeitlupe und die Schiedsrichter - nicht selten Schelte. Der Beitrag setzt sich mit den Wechsel- und Nebenwirkungen von Beschleunigung, Technikeinsatz und Fairness in einem medialisierten Sport auseinander.

Christiane Zehrer (Jahrgang 1980) stand jahrelang selbst als Fecht-Kampfrichterin an der Bahn und des Öfteren in der Kritik, wenn es um knifflige Entscheidungen über sekundenschnelle Aktionen ging. Aus dieser Erfahrung heraus ging sie theoretisch der Frage nach, weshalb Fecht- und andere Sportaktionen in so atemberaubendem Tempo vonstatten gehen - und Kampfrichter und Zuschauer bei deren Beurteilung so oft unterschiedlicher Meinung sind. Für ihre Arbeit zum Thema wurde sie 2003 mit dem Deutschen Studienpreis ausgezeichnet und publizierte u.a. "Der Mann in Schwarz und die Mattscheibe" in "Herr der Regeln. Der Fußball-Schiedsrichter (2006)". Sie hat in Hildesheim und Clermont-Ferrand (Frankreich) Angewandte Sprach- und Informationswissenschaft studiert, arbeitete u.a. für einen europäischen Sportverband in Paris und im Hochschul-Qualitätsmanagement. Daneben ist sie Redakteurin bei sciencegarden.de, einem Internetmagazin für junge Wissenschaft.

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Philosophie der Zeit (Vortrag)

Zu den Standardthemen der philosophischen und wissenschaftlichen Welterfassung gehört seit Beginn unserer abendländischen Tradition die Frage nach der Zeit. Von allem Anfang an sind die Beantwortungsversuche gekennzeichnet durch die logische Struktur der Paradoxie. In der Moderne finden sich neben der naturwissenschaftlichen eine phänomenologische und eine sprachphilosophische Genealogie des philosophischen Zeitdenkens. In der Gegenwart verschmelzen diese drei Genealogien zum Versuch eines integralen Zeitkonzepts. Vor diesem Hintergrund diskutiert der Vortrag die Frage, ob Zeit passiv erlebt oder aktiv konstruiert wird, und argumentiert, dass objektive Zeit subjektiv "gezeitigt" und daher i.e.S. "irreal", aber intersubjektiv wirksam ist.

Prof. Dr. Dr. h.c. Walther Ch. Zimmerli, geb. 1945, beurlaubter Professor der Philipps Universität Marburg, ist seit dem 15.05.2007 Präsident der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus. Er studierte am Yale College (Connecticut) sowie an den Universitäten Göttingen und Zürich, wo er 1971 promovierte und nach seiner Assistentenzeit 1978 in Philosophie habilitierte. Seit 1978 bis heute hatte er Lehrstühle an den Universitäten Braunschweig, Bamberg, Erlangen/Nürnberg und Marburg inne. Von 1999 bis 2002 war er Präsident der Privaten Universität Witten/Herdecke, von 2002 bis 2007 Gründungspräsident der AutoUni sowie Mitglied des Topmanagements des Volkswagen Konzerns, von 2002-2006 auch Mitglied der Geschäftsführung der Volkswagen Coaching GmbH. Er nahm Gastprofessuren in den USA, Australien, Japan und Südafrika wahr und ist seit 2003 Honorarprofessor an der Technischen Universität Braunschweig. 2002 wurde er zum Ehrendoktor der Universität Stellenbosch (Südafrika) ernannt. Weitere Auszeichnungen: u.a. Internationaler Humboldt Forschungspreis 1996.

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Programm der Mind-Akademie 2007

Über 50 Vorträge und Workshops werden das Akademiethema in mehreren Parallelschienen und einigen ausgesuchten Plenumsvorträgen behandeln.

Vorträge

Workshops


Stand: 02.10.2007

Programmbeschreibungen

Die Erzeugung eines ausgesprochen häufigen Geräuschs – Autoren-Workshop Komik und Satire (Workshop)

Wir möchten gern herausfinden, ob die Behauptung, Komik sei ein Handwerk wie andere auch und mithin erlernbar, sich im Praxistest als zutreffend erweist. Dazu werden wir zunächst gemeinsam diskutieren, was bei der Produktion komischer Texte zu beachten ist, wo man sich Ideen und Inspiration abholen kann und was man am besten mit dem furchterregenden weißen Blatt Papier bzw. leeren Bildschirm anfängt. Anschließend werden eigene komische Texte produziert. Der Workshop versteht sich als praktische Anwendung des letztjährigen Akademievortrags "Wie funktioniert Humor?", richtet sich aber nicht nur an dessen Teilnehmer(innen), sondern an ambitionierte Komikinteressierte aller Couleur. Je nach Interessenlage der angehenden Textproduzenten (das seid ihr smile werden wir uns sowohl mit Lyrik als auch mit Kurzprosa und Romanen beschäftigen. Ergebnisse des Workshops können beim Bunten Abend gelesen werden, wir schreiben also nicht für die Schublade, sondern für den Weltruhm. Einschränkend möchte ich hinzufügen, dass man ohne fundierte handwerkliche Ausbildung auch in einem Tischler-Workshop kaum nach einer oder zwei Stunden Arbeit ein Meisterstück im eigentlichen Sinn des Wortes herstellen könnte. Aber, um den Großmeister Loriot zu zitieren, "man hat was Eigenes". Und schließlich gibt es auch noch das ermutigende Bonmot von Max Goldt: "Gelächter ist ein ausgesprochen häufiges Geräusch."
Benötigtes Material: Wer sich auf gereimte Lyrik verlegen möchte, kann gerne ein Reimlexikon mitbringen (http://tinyurl.com/2h9fxv). Über weitere Werkzeuge sprechen wir während des Workshops.

Stefan Balzter, M.A., war langjähriger freier Mitarbeiter der Satirezeitschrift TITANIC und ist auch sonst der spitzen Feder nicht abhold: Seine Magisterarbeit schrieb er über den Musikkabarettisten Georg Kreisler ("Tauben vergiften im Park"). Zusammen mit dem Gießener Pianisten und Sänger Martin Gärtner verfasste er das kabarettistische Musiktheaterstück (oder war es das musikalische Kabarett-Theaterstück?) "Der Kragen des Molches" (www.derkragendesmolches.de), das mit den beiden in den Haupt- und einzigen Rollen an zahlreichen Abenden vor ausverkauftem Hause am Stadttheater Gießen gespielt wurde.

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Aspekte von Kreativität in den Innovationen der deutschen Wirtschaft (Vortrag)

Die deutsche Wirtschaft ist (noch) Exportweltmeister und treibt die technische Evolution der Welt. Es ist allerdings zu beobachten, dass hauptsächlich andere von diesen Innovationen finanziell profitieren. Dieser Vortrag versucht zu analysieren wieso Deutschland die Kreativität in der technischen Innovation hat und wieso diese Kreativität in der Vermarktung fehlt. Der Versuch soll unternommen werden Richtungshinweise zu finden um diese Problematik zu lösen.

Dr. Patrick Bangert hat in London Physik studiert und in Mathematik promoviert. Seit zwei Jahren leitet er ein innovatives Unternehmen in Deutschland, das mathematische Verfahren in die Wirtschaft bringt. Durch Projekte und zahlreiche Kontakte in die großen Unternehmen hat Patrick einen tiefen Einblick in die gegenwärtige Situation der deutschen Wirtschaft erhalten.

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Einführung in die Fraktalkunst (Vortrag)

Fraktale sind mathematische Mengen, die graphisch dargestellt werden können und von vielen Menschen als ästhetisch angesehen werden. Es wird eine kurze Vorstellung von verschiedenen Fraktalen geben mit einer Erläuterung was ein Fraktal ist und wie man ihn graphisch darstellen kann.

Dr. Patrick Bangert hat in London Physik studiert und in Mathematik promoviert. Seit 1993 engagiert er sich in der Fraktalkunst. Er hat ein Programm zur Darstellung von Fraktalen geschrieben und seine Bilder auf verschiedenen Ausstellungen in Deutschland gezeigt.

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Wie lässt sich Kreativität messen? (Vortrag)

Wie lässt sich Kreativität messen? Eine Antwort darauf hängt natürlich wesentlich von der Definition des Konstrukts ab. Ein gängiger Ansatz im Rahmen psychometrischer Testverfahren ist der Einsatz von divergenten Denkaufgaben. Dabei können sowohl quantitative (Produktivität) als auch qualitative (z.B. Originalität) Aspekte des Ideenverhaltens quantifiziert werden. Kreative Personen zeichnen sich demnach durch besonders viele und ungewöhnliche Ideen aus, was wiederum als Maß für das Potenzial zu kreativem Schaffen angenommen wird. Unter der Annahme, dass originelle Ideen durch geeignete Kombination entfernter assoziativer Elemente entstehen, ergibt sich des weiteren die Möglichkeit interindividuelle Unterschiede in der assoziativen Struktur zu messen.

Mathias Benedek studierte technische Mathematik und Psychologie an der Karl-Franzens-Universität Graz, Österreich. Im Rahmen seiner Diplomarbeit entwickelte und evaluierte er ein computergestütztes Training zum divergenten Denken. Am Arbeitsbereich für Differentielle Psychologie war an Forschungsprojekten zu den neurophysiologischen Korrelaten des kreativen Denkens sowie zu kreativitätsförderlichen Interventionen am Arbeitsplatz beschäftigt. Er gab Lehrveranstaltungen zur Testkonstruktion - natürlich ging es um die Entwicklung von Kreativitätstests. In seiner aktuellen Promotion interessiert er sich vor allem für den Zusammenhang von Assoziationsleistungen und Kreativität. Seit März 2007 ist er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel beschäftigt.

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Mathematische Experimente (Vortrag)

Mathematik bietet - neben vielem anderen - auch zahlreiche spannende und überraschende Experimente. Prof. Beutelspacher führt in unterhaltsamer Weise Experimente vor, die technisch gesehen ganz einfach sind, aber enorme Wirkung haben. Es zeigt sich, dass bei diesen ganz automatisch Erkenntnis über komplexe Zusammenhänge entsteht. Die Effekte haben nicht nur eine äußerliche Wirkung, sondern weisen auf das Wesentliche hin. Die Präsentation setzt keinerlei mathematische Vorkenntnisse voraus, aber auch mathematisch erfahrene Zuhörer werden staunen.

Prof. Dr. Albrecht Beutelspacher hat in Tübingen Mathematik, Physik und Philosophie studiert und war dann als Assistent an der Universität Mainz. Anschließend war er drei Jahre lang in der Industrie tätig. Seit 1988 ist er Professor an der Universität Gießen und seit 2002 Direktor des Mathematikums. Seine wissenschaftlichen Interessen umfassen Geometrie und Kryptographie. Sein besonderes Interesse gilt aber der Popularisierung von Mathematik. Davon zeugen zahlreiche Artikel und Bücher, ganz besonders aber das Mathematikum in Gießen, das erste mathematische Mitmachmuseum der Welt. Prof. Beutelspacher wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Communicator-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

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Künstliche Kreativität (Vortrag)

Der Vortrag befasst sich mit der Frage, inwieweit Kreativität künstlich in Systemen modelliert werden kann. Dazu wird der Begriff der Kreativität aus Sicht der Intellektik (d.h. Künstliche Intelligenz und Kognitionswissenschaft) erläutert. Mit einer stattlichen Reihe von Beispielen existierender künstlich-kreativer Systeme wird demonstriert, dass künstliche Kreativität in der Tat bereits heute bis zu einem gewissen Grade möglich ist. Die diesen Experimenten zugrundeliegende Forschungsmethodik wird beschrieben. Zugleich wird aber auch deutlich gemacht, dass wesentliche Merkmale des menschlichen Kreativitätsprozesses in heutigen Systemen überhaupt noch nicht vorhanden sind.

Prof. Dr. Wolfgang Bibel ist derzeit Professor im Ruhestand für Intellektik am Fachbereich für Informatik der Technischen Universität Darmstadt. Zugleich ist er Adjungierter Professor an der University of British Columbia in Vancouver, Kanada. Seine über 200 Publikationen, darunter etwa 20 Bücher, befassen sich mit einer Vielfalt von Themen der Künstlichen Intelligenz bzw. Intellektik, mit deren Anwendungen und mit Technologieperspektiven. Er gilt als einer der Mitbegründer der KI in Deutschland und Europa und wurde für seine wissenschaftlichen Leistungen mit zahlreichen Ehrungen bedacht, darunter allein im letzten Jahr mit dem Herbrand Award der internationalen Gesellschaft für Automatische Deduktion (CADE Inc.) und mit der GI Fellowship der deutschen Gesellschaft für Informatik.

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Einführung in die Vedische Mathematik (Vortrag)

Die vedische Mathematik wurde in den alten indischen Texten des Veda durch Bharati Krsna Tirthaji wiederentdeckt. Im Gegensatz zur "modernen Mathematik" ist es ein sehr einfaches System, mit dem man problemlos im Kopf größere Zahlen berechnen kann - ohne einen Taschenrechner zu benutzen. In unserem Einführungskurs im Anschluss an den mathematischen Experimentalvortrag von Prof. Beutelspacher werden einige einfache Beispiele dargestellt, die auch umgehend als Kopfrechenaufgaben ausprobiert werden können.

Beate Bischler, geb. 1968 in Schwenningen a/N. Sie arbeitet zur Zeit als Beamtin und Lormdolmetscherin und wird von ihrem Border-Collie-Rüden Arno begleitet. In Athen 2004 hat sie die Bronzemedaille im Judo gewonnen. Als weitere Auszeichnung wurde ihr das "Silberne Lorbeerblatt" überreicht. Seit 2006 ist sie Mitglied bei Mensa und MHN (Mitgliederbetreuung bei MHN im Vorstand). Beates Interessen liegen in der Musik (Panflöte, Klavier, TaKeTiNa-Rhythmuspädagogik), Hunde, Judo & Karate, Geduldsspiele, vedische Mathematik u.v.m.

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To hack or not to be (Vortrag)

Schon mal eine Herzoperation mit dem Taschenmesser gemacht, einen Videorekorder in ein Fahrrad umgebaut, eine Rakete aus Jogurtbechern gezündet oder gar aus drögen Bits einen Computervirus gebastelt? All das sind "Hacks" - die Verwendung von (nicht nur) technischen Systemen zu Zwecken für die sie gar nicht gedacht waren. Ein Hacker schaut in die Tiefe der Maschine und entdeckt oft Dinge die selbst der Konstrukteur nicht kannte oder lustig findet. Folgen wir ihm ...

Jaro(slav) Blaha, geborener Tscheche, hat nach Offizierausbildung und Informatikstudium für die deutsche Luftwaffe und das NATO Hauptquartier in Holland als Projektleiter gearbeitet und daneben Wirtschaftsinformatik studiert. Im anschließenden Zivilleben hat er in Belgien u.a. fünf Jahre als Chefarchitekt für das größte Softwareprojekt der NATO gewerkelt, wo er unter anderem ein Konsortium mit ca. 240 Firmen gesteuert hat. Seit 2002 ist er mit seiner Unternehmensberatung für das Management internationaler Großprojekte tätig. Nach 2,5 Jahren in Paris und zwei Jahren in Düsseldorf lebt Jaro zur Zeit in München. Seine nicht vorhandene Freizeit verbringt er in Cocktailbars, beim Hobby-Fliegen, oder bei der bewaffneten Jagd nach kleinen weißen Bällen.

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Wirtschaft als kreativer Prozess. Wie ein weicher Faktor harte Tatsachen schafft (Vortrag)

Der wirtschaftliche Wachstumsprozess wird durch Innovationen angetrieben. Die Quelle der Innovationen bleibt hierbei allerdings oft im Dunkeln: Die menschliche Kreativität. Wissenschaft und Praxis denken vor allem in "harten" Faktoren, in Größen, die man messen oder in die Bilanz einstellen kann. Tatsächlich erweist sich aber der Versuch, alles planen, kontrollieren und jede Minute der Zwangsjacke des Zeitmanagements unterwerfen zu wollen, als wichtigstes Kreativitätshemmnis. Kreativität lässt sich nicht "machen". Sie hat keine definierten Ursachen und lässt sich deshalb nicht wie ein Herstellungsprozess planen. Die neuere Kreativitätsforschung kann zeigen, dass es gerade die "weichen" Faktoren sind, die Neuerungen hervorbringen und "harte" Tatsachen schaffen.

Dr. Karl-Heinz Brodbeck, Jahrgang 1948, ist Professor für Volkswirtschaftslehre und Kreativitätstechniken an der Fachhochschule Würzburg. Nach dem Diplom in Elektrotechnik studierte er Philosophie und Volkswirtschaftslehre an der Uni München und war dort Akademischer Rat, später war er Referent beim Ifo-Institut in München und Geschäftsführer einer Beratungsgesellschaft, bevor er 1992 an die FH Würzburg berufen wurde. Hauptarbeitsgebiete sind Theorie und Philosophie der Wirtschaft, Ethik und Kreativitätsforschung. Brodbeck ist Autor von 16 Büchern und über 100 Fachartikeln, darunter "Entscheidung zur Kreativität" (1995, 3. Aufl. 2007), "Erfolgsfaktor Kreativität" (1996), "Die fragwürdigen Grundlagen der Ökonomie" (1998, 3. Aufl. 2007), "Mut zur eigenen Kreativität" (2000).
Homepage: www.khbrodbeck.homepage.t-online.de.

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Von Dummfug bis Unkaputtbar – kreative Wortneuschöpfungen (Vortrag)

Sprache zeigt ihre Wandlungsfähigkeit und Flexibilität besonders stark am Beispiel von Veränderungen des Wortschatzes. Nach einem kurzen Exkurs über die Gründe für diesen lexikalischen Wandel werde ich einen allgemeinen Überblick über die verschiedenen Prozesse der Wortneuschöpfung geben, und zwar anhand kreativer Neuschöpfungen quer aus Literatur, Musik, Journalismus und Werbung. Meine Beispiele werden dabei dem englischen und deutschen Sprachraum gleichermaßen entlehnt sein.
Gelegenheit für eigene Wortspielereien wird es selbstverständlich auch geben.

Judith Bündgens-Kosten, M.A., ist Anglistin und Erbsenzählerin aus Leidenschaft. In den Blended Learning Materialien, die sie für die RWTH Aachen entwirft, versucht sie, ihre Faszination an Sprache an Studienanfänger weiterzugeben. Zur Zeit arbeitet sie an ihrer Dissertation über die Spracheinstellungen amerikanischer Lehrer.

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Der Zusammenhang von Kreativität, Schlaf und Traum aus Sicht der Neurowissenschaft (Vortrag)

Kekulé und der Benzolring, Mendelejew und das Periodensystem, Loewi und die Nervenimpulsübertragung, Howe und die Nähmaschine, Coleridge und Kubla Khan, Tartini und die Teufelstrillersonate, McCartney und Yesterday – die Geschichte der Wissenschaft und Kunst ist voll von Berichten und Legenden über kreative Leistungen, die während des Schlafens oder Träumens entstanden sind. Über solch unsystematische Fallberichte hinaus stellt der Vortrag empirische Forschungen über den Zusammenhang von Kreativität, Schlaf und Traum vor und versucht, die neurowissenschaftlichen Grundlagen dieser Phänomene miteinander in Beziehung zu setzen.

Martin Dresler, Dipl. Psych, M.A. Phil., hat in Bochum und München Psychologie, Philosophie, Biopsychologie und Mathematik studiert. Seine fachlichen Schwerpunkte liegen in der Schlafforschung, den Neurowissenschaften und in der Philosophie des 20. Jahrhunderts. Im Rahmen seiner Promotion am Münchener Max-Planck-Institut für Psychiatrie und an der Philipps-Universität Marburg erforscht er den Zusammenhang von Schlaf und Gedächtnis. Im MHN ist er für das Programm und die Tagungsbände der MIND AKADEMIE verantwortlich.

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Wie bekomme ich kreative Ideen im improvisierten Theater? (Workshop)

Zwerge surfen auf Strohhalmen; Piraten erobern eine High-Tech-Stadt; unter der Erde haben wahnsinnige Forscher eine geheime Stadt aufgebaut und planen die Vernichtung der Erde; Mein Tisch kann sprechen und gesteht mir seine innige Liebe. - Immer wieder wird man als Improvisationstheaterspieler gefragt, woher man all die verrückten uns ausgefallenen Ideen hat. Eine Frage, um die sich dieser Workshop drehen soll. In spielerischer Atmosphäre wird den Teilnehmern vermittelt, wie sie mit einfachen Mitteln aus Alltagssituationen spannende Szenen zaubern, Denkblockaden abbauen und Ideen entwickeln, von denen sie selbst nicht zu träumen wagten.
Ein Ziel des Workshops ist es, den Teilnehmern mit Hilfe diverser Techniken und Übungen die Angst davor zu nehmen, dass ihnen auf der Bühne nichts einfallen würde, da sie nicht kreativ genug sind. Der Workshop eignet sich sowohl für Anfänger als auch für fortgeschrittene Improvisierer. Bequeme Kleidung, gute Stimmung und ein Tick Mut erleichtern den Einstieg.

Michael Engler studierte an der FH Furtwangen Medien Informatik und arbeitet bei BT in London als Research Scientist im Bereich Future Content mit dem Focus IPTV. Er spielt seit 2001 Theatersport und war an der Leitung mehrerer MHN-Seminare beteiligt. Auf der MinD Akademie 2006 hat er zusammen mit Alex Scivos den Workshop "Nicht denken und lenken – sondern machen und lachen" geleitet.

Ellen Quesseleit studiert im 6. Semester Mathematik und Anglistik auf Gymnasial-Lehramt an der Universität Oldenburg. Seit 2005 ist sie aktiv im Theatersport.

Otmar Seckinger studierte an der FH Furtwangen Medien Informatik und arbeitet bei der method park Software AG in Erlangen als Consultant. Er ist als Improvisationstheaterspieler seit 1999 aktiv, hat eine studentische Gruppe, sowie mehrere MHN-Seminare geleitet. An der MinD Akademie 2005 hat er gemeinsam mit seinem Bruder einen Workshop "Kommunikation im Improvisierten Theater" angeboten.

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Innovation und Nachhaltigkeit – die Renormierung der Elektrizitätsversorgung (Vortrag)

Wie soll die Stromversorgung der Zukunft aussehen? Während inzwischen bei der Frage nach dem "Woher?" als allgemein anerkannt gilt, dass wir den Ausbau der Nutzung von Sonne, Wasser, Wind und Biomasse als Formen erneuerbarer Energien vorantreiben sollten, denken wir beim "Wie?" noch sehr stark in festgefahrenen Bahnen. Einer der Hauptgründe, weswegen diese Energiequellen in den letzten Jahrzehnten nur eine Nebenrolle für die Stromversorgung spielen durften, ist, dass sie teils eigentümliche Charakteristika aufweisen, die eine Integration in bestehende Infrastruktur erschwert. Wir wollen uns diesem Thema von einer unkonventionellen Seite nähern und durch die Brille des Verhaltens von Systemen mit selbst-organisierender Kritikalität betrachten.

Dr. Thomas Fischbacher hat an der TU München Physik studiert und am MPI für Gravitationsphysik in Potsdam im Bereich Supergravitation/Stringtheorie promoviert. Derzeit forscht er an der University of Southampton im Bereich Simulation nanostrukturierter Systeme. Er hält seit mehreren Jahren regelmäßig – vor allem auf den Gesamttreffen der ehemaligen Teilnehmer der Deutschen Schüler-Akademie – Kurse zu verschiedensten Themen, wobei sein Schwerpunkt in den Bereichen Mathematik, Naturwissenschaften und Informatik liegt, mit Ausläufern in die Gebiete Kunst und Philosophie.

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Auf der Nachtseite der Wissenschaft - Übersehene Quellen der Erkenntnis (Vortrag)

Es gibt einige Publikationen, die erklären wollen, wie Wissenschaft voranschreitet und was sie wissenschaftlich macht. Sie reden von der "Logik der Forschung" und erwecken den Eindruck, daß man dabei ist, in allgemeiner und umfassender Form zu verstehen, wie etwa in Physik, Biologie, Chemie und auf vielen anderen Gebieten Erkenntnisse zustande kommen und das Wissen fortschreitet. Ich habe da meine Zweifel. Wer als Wissenschaftshistoriker kreativen Individuen und ihrem jeweils eigenen Zugang zum Wissen nachspürt, merkt bald, daß nicht alles mit rationalen Dingen zugeht, wenn die Natur erforscht wird. Die Wissenschaft ist nicht so kalt wie der Lehrgegenstand, der den Studenten und Schülern vorgeführt wird. Der französische Nobelpreisträger François Jacob hat in seiner Autobiographie "Die innere Statue" empfohlen, zwei Seiten zu unterscheiden. Er nennt sie Tag- und Nachtseite der Wissenschaft, wobei die helle Seite das Räderwerk der Logik und die dunkle Seite das Ahnen, Fühlen, Verzweifeln und viele andere Regungen des Gemüts meint. Auf sie soll hier näher eingegangen werden.

Prof. Dr. Ernst Peter Fischer, geb. 1947 in Wuppertal; Studium der Physik und der Biologie in Köln und Pasadena (USA); verheiratet, Vater von zwei Töchtern; apl. Professor für Wissenschaftsgeschichte an der Universität in Konstanz; freie Tätigkeiten als Wissenschaftsvermittler und Berater, unter anderem für die Stiftung Forum für Verantwortung; in dieser Funktion Herausgeber (gemeinsam mit Klaus Wiegandt) von "Mensch und Kosmos" (2004) und "Die Zukunft der Erde" (2006). Autor zahlreicher Bücher - zuletzt: Werner Heisenberg - Das selbstvergessene Genie, (2001), Die andere Bildung (2001), Das Genom (2002), Einstein, Hawking, Singh und Co. (2004), Die Bildung des Menschen (2004), Einstein für die Westentasche (2005), Einstein trifft Picasso und geht mit ihm ins Kino (2005), Schrödingers Katze auf dem Mandelbrotbaum (2006), Der Physiker - Max Planck und das Zerfallen der Welt (2007), Irren ist bequem (2007).
Auszeichnungen: Heinrich-Bechold-Medaille (1980), Preis der wissenschaftlichen Gesellschaft Freiburg (1981); Lorenz-Oken-Medaille (2002); Eduard-Rhein-Kulturpreis (2003), Treviranus-Medaille des Verbandes Deutscher Biologen (2003); Medaille der Deutschen Physikalischen Gesellschaft für Naturwissenschaftliche Publizistik (2004), Sartorius-Preis der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen (2004).

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Systematische Kreativität in der Wissenschaft – Wie kann man nach Belieben Ideen produzieren? (Vortrag)

Nach vielen Jahren der Kreativitätsforschung sieht das Ergebnis nicht besonders eindrucksvoll aus – Methoden wie Brainstorming oder Synektik sind zwar verbreitet, lösen aber das Grundproblem nicht: Kreativität bleibt unzuverlässig und erratisch. Auch die Wissenschaftstheorie vernachlässigt das Thema Kreativität meist.
Eine Methode jedoch löst dieses Problem souverän, jedoch nur in der Technik. TRIZ, so der Name, basiert auf Gemeinsamkeiten von Problemen und sich deshalb wiederholenden Lösungen. Kann man dieses Konzept auf die Wissenschaft übertragen? Wir stellen ein Verfahren vor, das mit abstrakten Elementaroperationen arbeitet und auch auf wissenschaftliche Probleme anwendbar ist.

Ulrich Frey, M.A. hat 1996-2001 in Regensburg und Freiburg Philosophie und Englisch studiert. Nach einer Tätigkeit als Systemadministrator promovierte er 2004-2006 in Braunschweig bei Prof. Dr. Dr. Vollmer im Rahmen eines von der DFG geförderten Projektes über das Thema "Der blinde Fleck – Kognitive Fehler in der Wissenschaft und ihre evolutionsbiologischen Grundlagen". Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Wissenschaftstheorie, Fehlerforschung, Evolutionären Psychologie und Erkenntnistheorie, Kreativität in der Wissenschaft (Anwendung von TRIZ) und dem common goods-Problem.

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Wir entwickeln ein neues Spiel (Workshop in zwei Teilen)

Ziel ist, eine völlig neue Spielidee aus dem Nichts zu entwickeln, in der Hoffnung, sie fällt uns in der Kürze der Zeit ein. Da kommt schon die erste Frage: Wie kommt man zu einer Spielidee? Ihr folgt die zweite: Welches Spielprinzip soll über welche Mechanismen zum Spielziel führen? Als Einstimmung werde ich ein paar selbst entwickelte Spiele zeigen und erklären, wie ich dazu kam. Wir müssen dabei auch über die Rahmenbedingungen einer Spieleveröffentlichung sprechen, z.B. Marketing und Vertrieb. Wer eine Spiele-Veröffentlichung finanziert, hat da ein nicht zu unterschätzendes Mitspracherecht.
Im zweiten Teil des Workshops wollen wir durch ein gemeinsames Meinungsbild und viel Ausprobieren zu einer eigenen Spielidee kommen. Wenn noch Zeit ist, sollen die verschiedenen Möglichkeiten im neuen Spiel ausprobiert werden um auszuprobieren, welche Spielverläufe es geben kann. Für den Workshop bringe ich unterschiedlichste Steine, Würfel, Kartenmaterial, etc. sowie Papier, Stifte, etc. mit.
Auch wenn beide Teile des Workshops aufeinander aufbauen, können Interessenten auch nur einen Teil besuchen.

Dieter E. Gellermann, Journalist und PR-Berater, hat in über 30 Berufsjahren viel kreativ gearbeitet, vor allem für Kinder und Jugendliche. Darunter waren viele Spiele, die als Beilagen in Kinder- und Jugendzeitschriften zwischen 1980 und 1991 veröffentlicht wurden. Der Kontakt zu Spieleherstellern ist nie ganz abgerissen, wofür auch regelmäßige Besuche der Nürnberger Spielwarenmesse gesorgt haben.

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Kreativitätstechniken - zum Anfassen (Workshop)

Kennen Sie diese Situation? Bislang bewährte Vorgehensweisen führen nicht mehr zu den gewünschten Ergebnissen und neue Lösungen müssen gefunden werden.
Wie wäre es, wenn Sie eine Maschine hätten, die Ihnen auf Knopfdruck solche neuen kreativen Lösungen ausspucken würde? Die schlechte Nachricht: so eine Maschine gibt es noch nicht. Die gute Nachricht: Sie haben etwas viel Besseres - sich selbst. Kreativität ist "die menschliche Fähigkeit, Neues hervorzubringen" und Sie können einige "Knöpfe drücken", um Ihr gesamtes kreatives Potenzial bei der Lösung eines Problems einzusetzen.
Lernen Sie mit mir gemeinsam einige Kreativitätstechniken kennen, die Sie in Ihrem Alltag unterstützen können.

Dipl.-Psych. Sabine General spezialisierte sich in ihrem Psychologie- Studium an der TU Darmstadt auf die Bereiche Arbeits- und Organisationspsychologie. Parallel zu ihrem Studium absolvierte sie Ausbildungen zum Weiterbildungs-Trainer und systemischem Coach. Seit 2001 ist sie freiberuflich bei der Geschka & Partner Unternehmensberatung tätig. Sie arbeitet dort an Projekten im Bereich Kreativität und führt eigene Seminare und Workshops zu diesem Thema durch. Sie ist Mitglied der "Gesellschaft für Kreativität e.V.".

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Kreativer Umgang mit IT-Sicherheitslücken (Vortrag)

Informationsverarbeitende Systeme sind vielfältigen Gefahren und Bedrohungen ausgesetzt. Das Ausnutzen von Sicherheitslücken kann es einem Angreifer ermöglichen, in ein System einzudringen und Schutzziele wie Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität zu unterlaufen. Maßnahmen zur Verbesserung des Sicherheitsniveaus sind meist einer starren Systematik unterworfen: Abarbeiten von Checklisten, Unterbinden aller Zugriffsrechte und einzelnes Freigegeben von Privilegien, detaillierte Revision aufgezeichneter Daten etc. Der Vortrag wird innovative Ansätze vorstellen, trotz vorhandener Lücken und Fehler IT-Sicherheitsziele zu erreichen.

Prof. Dr.-Ing. Ulrich Greveler, Jahrgang 1972, ist Professor für Informatik am Fachbereich Elektrotechnik und Informatik der Fachhochschule Münster und leitet dort das Labor für IT-Sicherheit. Er publiziert zu den Themen Informationssicherheit, Kryptographie und Durchsetzung digitaler Rechte. Nach dem Studium in Gießen und mehrjähriger Industrietätigkeit forschte und promovierte er an der Ruhr-Universität Bochum.

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Erfindungen (Vortrag)

Gute Ideen zu haben ist nicht schwer, besonders für Hochintelligente. Viele gute Ideen sind patentiert worden, und manche davon haben den Erfinder reich gemacht. Was liegt näher, als eigene gute Ideen zu patentieren? Dieser Vortrag zeigt, wie das geht. Leider ist es wesentlich aufwändiger als es zunächst scheint.

Prof. Dr. Roland Gunesch hat an der Universität Bonn, der University of Warwick und der Pennsylvania State University Mathematik, Physik und Informatik studiert und in Mathematik promoviert. Er ist Professor für Mathematik an der Universität Hamburg. Seine Arbeiten befassen sich vor allem mit dem Thema Dynamische Systeme ("Chaos").

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Zukunftswerkstätten (Workshop)

Wenn man bei Wikipedia nach "Zukunftswerkstatt" sucht, findet man folgende Einführung: "Die Zukunftswerkstatt ist eine von den Zukunftsforschern Robert Jungk, Rüdiger Lutz und Norbert R. Müllert begründete Methode, die Phantasie anzuregen, um neue Ideen oder Lösungen gesellschaftlicher Probleme zu entwickeln. Eine Zukunftswerkstatt eignet sich besonders für Teilnehmer, die wenig Erfahrung mit Prozessen der kreativen Entscheidungsfindung haben, wie beispielsweise Kinder oder Jugendliche. Allerdings bedarf sie einer intensiven Vorbereitung und Betreuung durch geschulte Moderatoren." Sie wird z.B. in der Stadtplanung eingesetzt, um die Bürger an bestimmten Planungen zu beteiligen.
Am Ende des Workshops sollt ihr nicht nur einen Einblick in das theoretische Wissen um Ablauf, Ziel und Einsatzweisen der Zukunftswerkstatt bekommen haben, das in dem Wikipediatext auf die Einführung folgt, sondern auch Methoden und Teile des Prozesses miterlebt und selbst erfahren haben und durch Beispiele aus der Praxis Möglichkeiten des Einsatzes der Methode kennen.

Referenten: Markus Gyger und Motje Wolf

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Strategisches Innovationsmanagement mit den Kreativitätstechniken von Edward de Bono (Workshop)

In diesem Workshop lernen Sie eine Vorgehensweise für das Strategische Innovationsmanagement kennen, das die Mitarbeiter sehr stark in die Ideengenerierung mit einbindet. Phase 1: Einsicht - Bestandsaufnahme der Ist-Situation. Was sind wirklich unsere Kernkompetenzen? Phase 2: Suche nach neuen Geschäftsmodellen - Welche Suchpfade sollen wir beschreiten, um Alleinstellungsmerkmale zu finden, die unsere Konkurrenz nicht so leicht kopieren kann? Phase 3: Neue Wachstumsinitiativen - Wie können wir uns ständig von innen heraus erneuern und unsere langfristige Überlebensfähigkeit sichern? In diesem Prozess tragen die "Six Thinking Hats" und das Laterale Denken von Edward de Bono dazu bei, neue Ideen zu entwickeln, zu bewerten und auszuwählen sowie das Bestehende zu hinterfragen und aus gewohnten Denkmustern auszubrechen, um völlig neue Alternativen zu entdecken.

Gisela Hagemann ist Diplom-Volkswirtin (Uni Zürich und Bonn), Autorin von vier international publizierten Managementbüchern und selbstständige Managementtrainerin/Unternehmensberaterin mit dem Schwerpunkt Kreativitätstechniken und Strategisches Innovationsmanagement. (siehe www.erfolgsmethoden.de). Sie ist außerdem Innovationsberaterin im Rahmen des Improve-Projektes der Europäischen Kommission.

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Kochkunst - Innovation und Food Carving. Gestalten für alle Sinne. (Vortrag und Workshop)

Wer das Handwerkszeug des Kochens beherrscht, kann mit der Kunst beginnen. Der Vortrag erklärt an Beispielen, wie neue Gerichte erfunden werden und berichtet von Trends, wie dem der "Molekularen Küche" deren bekanntester Vertreter der spanische Koch Adrià ist. Während dieser Melonenkaviar und aromatisierte Luft herstellt, wird z.B. in Bremen mit Zucker frittiert und in Italien die Gegenrevolution des "Genusspapstes" eingeleitet. Spitzengastronome achten immer auch darauf, beim Genuss möglichst alle Sinne zu involvieren. Der Referent verrät nicht nur die banalen Tricks der einfachen Gastronomie, um normale Gerichte visuell aufzuwerten, sondern zeigt auch Meisterwerke asiatischer Food Carver.

Im Anschluss findet ein Food-Carving-Workshop statt, in dem das Garnieren und Schnitzen ausprobiert werden kann. Wir werden uns mit den international bekannten Formen des Garnierens und Verzierens von Speisen und Buffets beschäftigen. Die Teilnehmer können hier u.a. Radieschenmäuse, Möhrenblumen, Apfelschwäne, Zitronenfische, Karottendrachen oder Tomatenrosen selber herstellen. Bitte bringe einige Küchenutensilien mit, falls möglich: Gerade und/oder gebogene kleine, scharfe Gemüsemesser oder andere Verzier- und Ziselierwerkzeuge, außerdem Brettchen und Schälchen.

Christian Herrmann, Jahrgang 1979, frisch verheiratet, ein Kind, promoviert in Göttingen in Mathematik. Schon als Kind besuchte er Kochkurse und bildete sich seitdem beständig weiter. Während seines Studiums arbeitete er dann in der Küche der Kneipe-Veranstaltungszentrum-Galerie "Apex". Seit einiger Zeit beschäftigt er sich nicht nur mit molekularer Küche sondern auch mit der Qualität der Aromen. Dabei beschränkt er sich nicht auf bloße Theorie sondern erfindet aktiv neue Gerichte, übt Garnierungen, stellt Liköre her und testet fleißig Wein- und Whiskyaromen. Heute genießt er einen eigenen Garten und experimentiert mit Wildkräutern. In MHN engagiert er sich im Vorstand und für das Autorennetz.

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Der Jakobsweg der Inspiration (Vortrag)

Der Jakobsweg zum Grab des Apostels Jakobus in Santiago de Compostela in Spanien hat eine Jahrhunderte alte Tradition. Die ursprüngliche christliche Lehre versprach den Pilgern Heilung und Versöhnung. Der Jakobsweg hat nicht zuletzt durch die Erzählungen von Paulo Coelho und dem aktuellen Bestseller von H.P. Kerkeling hierzulande eine Renaissance für Menschen auf der Sinnsuche ausgelöst.
Ich stehe zurzeit an einem beruflichen Wendpunkt und erhoffe mir neben spirituellen Einsichten neue Ideen für meine Zukunft. Ich werde den Jakobsweg von Mitte August bis Ende September beschreiten und meine Eindrücke und Einsichten, ausgerüstet mit Tagebuch und Digitalkamera, festhalten und auf der Mind-Akademie berichten.

Dr. Michelle Hildebrandt hat während ihres Medizinstudiums in Lübeck im Bereich Psychiatrie/Psychotherapie promoviert. Anschließend war sie Assistenzärztin im Epilepsiezentrum Bielefeld und hat sich dort auf elektrophysiologische Untersuchungen des Gehirns spezialisiert. Zuletzt war sie mit ihrem Forschungsschwerpunkt Hirnfehlbildungen, Temporallappenepilepsien und Gedächtnis am Institut für Neuropathologie in Erlangen beschäftigt. Über das Berufliche hinaus interessiert sie sich für Psychologie, Philosophie und Literatur.

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Kreativität: Konzept, Arbeits- und Lebensstil (Vortrag)

Ausgehend von einer kleinen Kulturgeschichte des Schöpferischen werden die wesentlichen Aspekte von Kreativität dargestellt. Moderne Kreativitätsvorstellungen reichen von der unerklärlichen Eigenschaft genialer Individuen bis zur Kreativität als Eigenschaft eines jeden Menschen.
Kreative Persönlichkeit zeichnen sich durch Begabung, Motivation und besondere Persönlichkeitseigenschaften aus. Als zentrale Motive produktiver und kreativer Arbeit werden Interesse, Neugier sowie Streben nach Anerkennung und Beantwortet-Werden herausgestellt. Kreativitätsfördernde Persönlichkeitseigen-schaften sind Hingabefähigkeit, Flexibilität und Widerstandsfähigkeit. Dies wird beispielhaft anhand des Schaffens bedeutender Kreativer illustriert. Der kreative Prozess lässt sich in fünf Phasen unterteilen: Vorbereitung, Inkubation, Illumination, Realisierung und Verifikation. Oft wird übersehen, dass sich die produktiven und kreativen Arbeitsstile in unterschiedlichen Domänen wie Wissenschaft und Kunst, Wirtschaft und Politik erheblich unterscheiden. Es wird illustriert wie Kreativität entsteht, wie sie gefördert, aber auch behindert werden kann, und welche Konsequenzen sich für Erziehung, Studium und Beruf ergeben.
Schließlich werden praktische Hinweise zur Entwicklung eines kreativen Arbeits- und Lebensstils gegeben.
Literatur:
Holm-Hadulla, Rainer M.: Kreativität - Konzept und Lebensstil. 2. Auflage Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2007
Holm-Hadulla, Rainer M.: The Art of Counselling and Psychotherapy. Karnac Books, London, New York 2004

Prof. Dr. Rainer M. Holm-Hadulla ist Professor an der Universität Heidelberg und leitet die Psychotherapeutische Beratungsstelle des Studentenwerks. Er studierte Medizin und Philosophie und ist Facharzt für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie. Sein wissenschaftlicher und praktischer Arbeitsschwerpunkt ist die Förderung kreativer Potentiale. Seine letzten Bücher sind: "The Art of Counselling and Psychotherapy", Karnac Books, London, New York 2004; "Kreativität - Konzept und Lebensstil", 2. erweiterte Auflage, Vandenhoeck & Ruprecht 2007

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Orgelkonzert (Vortrag)

Programm:

  • Johann Sebastian Bach (1685 - 1750): Präludium und Fuge C-Dur BWV 531
  • Alexander Huhn (* 1985): Bachiana mensana 1 (Improvisation im freien Stil über Präludium und Fuge C-Dur, J.S. Bach)
  • Johann Sebastian Bach: Toccata C-Dur BWV 566 a
  • Alexander Huhn: Bachiana mensana 2 (Improvisation im freien Stil über Toccata C-Dur, J.S. Bach)
  • Maurice Duruflé Suite (1902 - 1986) op. 5, daraus: Prélude, Toccata

Alexander Huhn, geboren 1985 in Würzburg und aufgewachsen in Miltenberg am Main, begann seine musikalische Ausbildung beim Pianisten Carl-Werner Punzmann und machte sich während der Schulzeit durch zahlreiche Preise (Bundespreisträger "Jugend musiziert" 2003 im Fach Orgel, Altersgruppensieger, mehrere 1. Preise und eine Auszeichnung für eine herausragende künstlerische Leistung 2003 beim Jugendkulturpreis des Landkreis Miltenberg) in der Region bayerischer Untermain bekannt. Nach dem Abitur am Miltenberger Gymnasium (2005) begann er ein künstlerisches Orgelstudium in der Klasse des Bach-Spezialisten Prof. Christoph Bossert (Klavier bei Prof. Enikö Török) an der Musikhochschule Würzburg. Zahlreiche Akademien und Meisterkurse in Deutschland, Italien und Kanada prägten seither sein Spiel. Wertvolle Impulse verdankt er dabei insbesondere Christoph Bossert (D), Olivier Latry, Marie-Claire Alain (jeweils F), Ben van Oosten (NL), William Porter, James-David Christie (USA), Armando Carideo und Edoardo Bellotti (I). Sein Repertoire, das er in weiten Teilen auswendig beherrscht, umfasst heute Werke aller Epochen der Orgelliteratur. Sein besonderes Interesse gilt seit frühester Jugend auch der freien Improvisation. Seine Interpretationsphilosophie zielt auf Virtuosität und Ästhetik ab, lehrmeisterlicher Akademismus ist ihm zuwider. Parallel zu den musikalischen Studien schloss er ein Grundstudium der Rechtswissenschaft an der Universität Würzburg mit der Zwischenprüfung ab, arbeitete an einem Lehrstuhl und studiert Musikwissenschaft, Philosophie und katholische Theologie. Bei Mensa e.V. ist er Anfang 2006 gelandet und hat es nie bereut.

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Kreativität der Wahrnehmung - ist das, was wir wahrnehmen, wirklich wahr? (Experimentalvortrag)

In dieser Veranstaltung werden praktisch mit den Teilnehmern in Form eines Experimentalvortrags Wahrnehmungsphänomene erfahren, hinterfragt und auf den Alltag übertragen. Die Beispiele aus einer jahrzehntelangen Sammlung sollen nachdenklich machen und sensibilisieren für das kritische Hinterfragen der eigenen Wahrnehmungsfähigkeit. Nur aufgrund immerwährender Selbstreflexion und dem Bewusstsein der eigenen Täuschungsmöglichkeiten können subjektive Beurteilungsfehler reduziert werden.

Wolfgang Hund, geb. 1948, ist Seminarrektor (Lehrerausbilder) in Bayern und Zauberkünstler (Schwerpunkte: Zaubern für Kinder und okkulte Tricktechnik). Seit mehreren Jahren klärt er in Veranstaltungen (Vortrag mit praktischen Demonstrationen) über okkulte Phänomene auf, wozu er zwei Schuljahre lang auch vom bayerischen Kultusministerium offiziell beauftragt war. Fachbereichsleiter "Okkultismus und Sekten". Wolfgang Hund ist Mitglied im Wissenschaftsrat der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften e.V. (GWUP).

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Patente - Fortschrittsmotor oder Innovationsbremse? (Vortrag)

Der Vortrag gibt anhand von aktuellen Beispielen Einblicke in die Auswirkungen des heutigen Patentwesens auf die technische Innovation. Nach einem historischen Abriß zur Entstehung des Patentgedankens werden die bestehenden Anforderungen an ein Patent und die dahinter stehenden Absichten erklärt. Die Analyse der Auswirkungen einiger aktueller Patentprozesse für Erfinder und Patenthalter zeigt, wie sehr sich diese von den ursprünglichen Absichten entfernt haben. Zugleich wird der anhaltende Bedarf für ein funktionierendes Patentwesen begründet. Nach einer Erklärung der Ursachen für die Diskrepanz zwischen Absicht und Wirkung wird versucht, Vorschläge für die Behebung der festgestellten Mißstände zu entwickeln.

Peter Kämpf hat in Aachen, Braunschweig und am MIT (Boston, MA) Luft- und Raumfahrttechnik studiert und schon einigen Flugzeugen in die Luft geholfen. Seit mittlerweile sieben Jahren hat er jedoch seinen Arbeitsschwerpunkt auf die Entwicklung von Schreibgeräten bei einer sehr innovativen Firma des deutschen Mittelstands verlegt, wobei er in vielfältiger Weise dem Patentwesen ausgesetzt wurde.

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Rausch und Kreativität (Vortrag)

Wie ist es, berauscht zu sein? Woran kann man sich eigentlich berauschen, und warum will man das überhaupt? Wirkt sich das auf die Kreativität aus, und wenn ja, wie? Viele Literaten und Künstler haben den Rausch selbst in ihrem Werk thematisiert, ihre eigene schöpferische Kraft durch diverse Hilfsmittel angeregt, gesteigert, aber auch zerstört - ist da etwas dran? Was genau passiert in unserem Körper, wenn wir uns berauschen? Und wie ist das mit dem Rausch der Liebe, der Menschen zu dichterischen Höchstleistungen wie zu größten Torheiten verleiten kann ...? Viele Fragen (und vielleicht auch ein paar Antworten) liefert der Vortrag, der unterschiedliche Aspekte des Zusammenhangs dieser beiden Phänomene aufgreift ... einen thematisch verwandten Praxisworkshop wird es allerdings nicht geben wink

Dipl.-Psych. Tanja Gabriele Klein, M.A., hat in Bonn, Paris und Gold Coast/Australien Romanistik, Amerikanistik und Psychologie studiert. Im normalen Leben ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Hochbegabungs-, Aggressions- und Theory of Mind-Forschung tätig und schaut dabei auch gerne mal über den Tellerrand des eigenen Fachbereichs; so kam letztlich auch dieser Vortrag zustande. Im MHN ist sie seit Oktober 2006 für die inhaltliche Organisation der MIND AKADEMIE sowie den Tagungsband zuständig (gemeinsam mit Martin Dresler) und betätigt sich außerdem bei Mensa in Deutschland als MERF (Mensa Education and Research Foundation) Coordinator.

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Tanz, Jonglage und Magie (3 Workshops)

"Tanz, Jonglage, Magie..." eigentlich sagen die Titel alles!

Andreas Klik hat nach seinem BWL-Studium zunächst als Unternehmensberater gearbeitet. Später wechselte er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an die Universität zurück. Aktuell unterrichtet er an einer Hamburger Berufsschule Wirtschaftsfächer auf Englisch.
Andreas hat in über 15 Jahren zahlreiche Auftritte beim Turniertanz in der S-Klasse sowie als Showpaar und in der Salsa Dance Company hinter sich gebracht. Zuletzt war er als Tanzanimateur auf den Kanaren unterwegs.
Seit zwei Jahren wirft er plötzlich begeistert Gegenstände in die Luft - und fängt sie auch wieder. Bei der diesjährigen Mind-Akademie zeigt uns Andreas noch eine andere Seite von sich - die, die nur um die Ecke logisch ist.

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Kreativität in der Sexualität (Workshop)

"Wir sind sexuelle Wesen – jede Handlung ist sexuell." In diesem Workshop geht es um dich, deine Kreativität und Sexualität. Für Kreativität bedarf es inneren Raums und Leere. Unsere Glaubenssätze und Vorstellungen rund um die Sexualität behindern den freien Fluss der Kreativität. In diesem Workshop bist du eingeladen, dich von altem Ballast zu befreien.
In den Partnerübungen hast du Zeit und Raum deine Impulse zu fühlen, ihnen nachzugehen und sie auszuleben. Deine Grenzen und "Neins" haben hier ebenso Platz. Bist du bereit für das Abenteuer echter Begegnung? Dort wo Kreativität entstehen kann, wenn wir uns begegnen jenseits vom Wissen wie Sexualität "läuft" und was sexuell "ist"?
Falls vorhanden, bringe bitte eine Yoga- bzw. Bodenmatte mit.

Ariane Kollera, geb. 1967 in München, Tochter (14 J.) und Schäferhundmix (10 J.) bereichern ihren Alltag. Sie absolvierte eine Ausbildung zur Kauffrau im Einzelhandel, anschließend studierte sie an der Stiftungsfachhochschule München, Abschluß: Dipl. Sozialpädagogin. Weiterbildungen in Atemtherapie, Schamanismus, Jin Shin Jyutsu, Tantra, Familienaufstellungen, Journey Practitioner. In ihrer Anstellung bei der Deutschen Angestellten Akademie als Sozialpädagogin und freiberuflichen Tätigkeit in den obig aufgeführten Feldern, kann sie ihre Ausbildungen und Interessen nutzen und kombinieren.
Ihre Leidenschaften und Hobbies sind: die Menschen in ihren vielfältigen Facetten, ihre Arbeit, Gefühle fühlen und in der Tiefe verstehen, Sexualität, die Liebe - das Leben und der Tod, Tanz (5 Rhytmen Tanz, Kontaktimprovisation, Standard und freies Tanzen), spanische Reiterei, Lesen, Kochen und Essen, Meditieren, Schwimmen und Tauchen, Hundetraining, Shoppen, Reisen ...

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Open Innovation: ein Mini-Workshop zu Mythen und Paradoxien neuer Innovationswege (Workshop)

Im Wettbewerb um ihre Kunden vergessen Hersteller und Dienstleister leider zu oft die menschliche Dimension ihrer Produkte und Services. Jedes exzellente Produkt ist gewissermassen beseelt. Immer mehr Menschen suchen beim Erwerb von Produkten und Dienstleistungen nach solchen immateriellen Werten und Identifikationsmöglichkeiten. Im Mini-Workshop erfahren wir das Wesen von Open Innovation. Anhand spannender Fälle, wo und wie "Open Innovation" bereits in Ansätzen umgesetzt wird, erfahren aber auch etwas über unsere eigene Haltung, spüren die Hürden im Dialog mit Kunden, Lieferanten und Wettbewerbern. Und entdecken mächtige in uns liegende Ressourcen, z.B. Kompetenzen für die Gestaltung offener Innovationsprozesse. Wir stehen gerade am Anfang einer neuen Epoche.

Frank-Lothar Köpcke berät und coacht Firmen wie DaimlerChrysler, Freudenberg ,Henkel u.a. bei der Entwicklung von Produktinnovationen. Seine Begeisterung für Kreativität und Innovation gibt er gerne auf Konferenzen, Kongressen und Events weiter und freut sich auf direktes Feedback seines erlesenen Publikums.An Open Innovation fasziniert ihn vor allem der Gedanke, dass praktisch jeder Mensch es tun kann.

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Mathematik der Fraktalkunst: Viele bunte Kreise - Kreisinversionsfraktale (Vortrag)

Auch nach Jahrtausenden der Kreativität ist der Kreis - zumindest im Plural - noch nicht vollständig erforscht. Wie aus vielen Kreisen schöne Bilder entstehen, warum dafür Innovationen wie der Computer und die projektive Geometrie nötig sind und wie man in einem hochsymmetrischen Kreisinversionsfraktal mehr sehen kann als nur viele bunte Kreise, das soll in diesem - auch für Nichtmathematiker verständlichen - Vortrag geklärt werden. Es wird angerissen werden, was ein Fraktal überhaupt ist. Allgemeinere Informationen hierzu werden im Vortrag von Patrick Bangert gegeben, während dieser Vortrag sich vertieft mit (speziellen) Kreisinversionsfraktalen beschäftigt.

Gunther Kraut hat in München Finanz- und Wirtschaftsmathematik studiert und ist gerade auf der Suche nach Möglichkeiten, eine Teilzeitstelle in einem Unternehmen mit einer Promotion zu vereinbaren. Als begeisterter Sportkletterer liegt es für ihn nahe, alljährlich den MHN-Outdoorworkshop auszurichten. Zusammen mit Alexander Scivos u.a. hat er 2001 das MinD Hochschul Netzwerk gegründet.

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Kabarett (Workshop)

Gleich zu Beginn der Akademie wird Eure Kreativität in ihrer Gänze gefordert: Die politische und gesellschaftliche Lage warten nur darauf, genauestens unter die Lupe genommen und zu Gags und Pointen verarbeitet zu werden. Lieder, Monologe, Sketche und Gedichte – alle Formen sind erlaubt, Hauptsache kreativ, nachdenklich und komisch.
Im Workshop wollen wir ab Mittwoch Nachmittag versuchen, ein kurzes Programm bühnenfertig zu machen und es am bunten Abend den anderen Teilnehmern vorzuspielen. Erwünscht sind alle, aber besonders diejenigen, die Spaß am Auftreten haben und gern lachen lassen. Musikalische Kenntnisse, vornehmlich an Klavier oder Gitarre, sind sehr nützlich, aber nicht verpflichtend.

Tilman Lucke erblickte am 12. April 1984 in Heilbronn das kabarettistische Licht der Welt. Seit 2003 studiert er Geschichte und Politik in Berlin. Er ist seit 2002 Mitglied im Club der Ehemaligen der Deutschen SchülerAkademie. Als Kabarettist schrieb und spielte er die politisch-literarischen Soloprogramme "Nebenbei bemerkelt" (2005) und "Jetzt wird durchregiert!" (2007), eine Mischung aus Klavierliedern, Gedichten und Monologen. 2004 leitete er seinen ersten Kabarettkurs mit anschließender Aufführung auf der CdE-Sommerakademie. Seitdem fanden vier weitere Kabarettkurse unter seiner Leitung statt. In Berlin gehört er seit 2005 zum Ensemble des "Berliner Brettl". 2006 gründete er das zur Zeit einzige Berliner Studentenkabarett "Neue Lache".

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Der lachsfarbene Faden im Programm. Kreativität im Kabarett (Vortrag)

Worauf kommt es im Kabarett an? Sind es vor allem die künstlerischen Fähigkeiten, einer Nummer die Form zu geben? Sind es Musik, literarische Einfälle und Gedichte? Oder ist es die politische Auffassungsgabe und Analysefähigkeit? Worüber lachen die Zuschauer mehr, über Kalauer oder hintergründige Gags? Schaffe ich es, dass den Leuten an manchen Stellen das Lachen im Hals stecken bleibt? Wie muss die Mischung aus all dem aussehen? Soll ich in einer bestimmten Rolle oder lieber als auktorialer Kabarettist auftreten? Und vor allem: Wie fange ich eine Nummer an? Der Vortrag ist ein Bericht aus der praktischen Vorbereitung eines Kabarettprogramms und wird der Frage nachgehen, welche Bedingungen ein Programm spannend und komisch machen.

Tilman Lucke erblickte am 12. April 1984 in Heilbronn das kabarettistische Licht der Welt. Seit 2003 studiert er Geschichte und Politik in Berlin. Er ist seit 2002 Mitglied im Club der Ehemaligen der Deutschen SchülerAkademie. Als Kabarettist schrieb und spielte er die politisch-literarischen Soloprogramme "Nebenbei bemerkelt" (2005) und "Jetzt wird durchregiert!" (2007), eine Mischung aus Klavierliedern, Gedichten und Monologen. 2004 leitete er seinen ersten Kabarettkurs mit anschließender Aufführung auf der CdE-Sommerakademie. Seitdem fanden vier weitere Kabarettkurse unter seiner Leitung statt. In Berlin gehört er seit 2005 zum Ensemble des "Berliner Brettl". 2006 gründete er das zur Zeit einzige Berliner Studentenkabarett "Neue Lache".

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Der kreative Zufall. Wie das Neue in die Welt kommt. (Vortrag)

Die Welt, in der wir leben, ist nicht vorbestimmt, sondern zufällig. Wie aber kann aus Zufall und Chaos Ordnung entstehen? Viele zufällige Einzelereignisse können zusammen nichtzufällige Eigenschaften haben. So entstehen neue Ordnungen in einem Meer von Zufallsfluktuationen. Ohne Zufall entsteht nicht Neues. Nicht immer sind die Ergebnisse aber zu unseren Gunsten - von Krankheiten bis zu verrückten Märkten und Menschen mit krimineller Energie. Der Zufall lässt sich zwar nicht kontrollieren. Wir können aber seine Systemgesetze verstehen. Mitgeeigneten Nebenbedingungen lassen sich dann Voraussetzungen schaffen, unter denen zufällige Ereignisse erwünschte Effekte auslösen. System können dazu gebracht werden, Resultate zu erzeugen, die zu unseren Gunsten wirken - in Natur, Technik und Medizin, auf Märkten, in Kultur und Gesellschaft. Der Zufall erzeugt dann Sinn für uns. Aus dem blinden wird der kreative Zufall. Eine Garantie für das Gelingen gibt es allerdings nicht. Das ist der Preis des Zufalls. Wir leben nicht in einer Welt, in der alles von selber gut wird. Nichts wird gut, wenn wir nicht aufpassen. In der Welt der Zufallsfluktuationen kommt es darauf an, den günstigen Augenblick zu erkennen. Man muss sein wie Noah: rechtzeitig die Zeichen der Zeit erspüren und sein Schiff bauen.

Prof. Dr. Klaus Mainzer, Jahrgang 1947, ist Professor für Philosophie und Wissenschaftstheorie an der Universität Augsburg, Direktor des Institutes für Philosophie und des Institutes für Interdisziplinäre Informatik sowie Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Komplexe Systeme und Nichtlineare Dynamik. Soeben erschien sein Buch "Der kreative Zufall" im C.H. Beck Verlag, München 2007.

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Steht die Kreativität im Schatten der Intelligenz? (Vortrag)

Seit Guilfords bahnbrechender Rede in 1950 wissen wir, dass alle Menschen kreativ sind und zwar von Geburt an. Mit dem Eintritt in die Schule schwindet diese Begabung meist und es kostet später häufig viel Kraft, diese wieder zu reaktivieren. Der Vortrag führt ein in das Wesen der Kreativität und zeigt am Beispiel der problemlösenden Kreativität Wege auf, diese Ressource dauerhaft nutzbar zu halten. Innovationen jedweder Art kommen nur zustande, wenn ausgetretene Pfade des Denkens und Handelns verlassen werden; Quer-Denken ist also angesagt.

Prof. Dr. Jörg Mehlhorn lehrt seit 1985 Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt MARKETING an der FH Mainz. Der Virus Kreativität befiel ihn Anfang der 80er Jahre an der Quelle der dt. Kreativitäts- Entwickung, dem Battelle-Institut in Frankfurt im Rahmen von Workshops zur Produktentwicklung. 1998 gründete er mit ehemaligen Kollegen die gemeinnützige Gesellschaft für Kreativität e.V., die sich vorstellt unter www.kreativ-sein.de.
Er ist Mitverfasser der 12 Thesen wider das Schattendasein der Kreativität und Initiator des "Day of Creativity", der jeweils am 5. Sept. mit einer Veranstaltung begangen wird. Seit 2002 leitet er diesen Verein, der inzwischen 60 Mitglieder hat.

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Kreatives Promovieren (Vortrag)

Wir freuen uns, mit Professor Dr. (!) Thomas Meuser den "Urvater" der noch recht jungen Promotionswissenschaft in diesem Jahr bei uns begrüßen zu dürfen. Er wird in seinem Beitrag über "Kreatives Promovieren" darlegen, dass das Verfassen einer Dissertation nicht organisiert – und schon gar nicht geplant werden kann. Wie aber können die zu erwartenden, katastrophenähnlichen Ereignisse überwunden werden? Welches Gewicht ist den in jedem Fall auftretenden Suchtgefahren (z. B. nach Kaffee, Nikotin oder Süßigkeiten) beizumessen? Warum ist die, bei Promovierenden im fortgeschrittenem Stadium durchweg anzutreffende Schlaflosigkeit eigentlich ein Glück für die Betroffenen? Antworten auf diese und ähnliche Fragen liefert dieses Referat.

Prof. Dr. Thomas Meuser, Jahrgang 1961, litt fünf Jahre unter einer – besonders in akademischen Kreisen – sehr ansteckenden Krankheit: der chronischen Doktoritis. Seither von den Folgen dieser Krankheit so sehr gekennzeichnet, dass ein Vermerk im Führerschein unumgänglich war, ist er Herausgeber des schon als Klassiker zu bezeichnenden Standardwerkes der Promotionswissenschaft, den "Promo-Viren". Wir verdanken ihm und seinen (fast allesamt infizierten) Forscherkollegen entscheidende Erkenntnisse, die – teilweise durch lebensbedrohliche Selbstversuche – zu Quantensprüngen bei der Untersuchung von Ursachen und Wirkungen promotionaler Infekte führten.

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Kreativität und Kultur (Vortrag)

Warum stellen manche Länder weit mehr Nobelpreisträger als andere? Warum entwickeln sich Länder trotz vergleichbarer Ausgangslage verschieden? Gibt es "fortschrittsfeindliche" und "fortschrittsfreundliche" Kulturen?
Dieser Vortrag befasst sich mit der Frage, inwieweit Kreativität durch den kulturellen Hintergrund, in dem jemand lebt, unterstützt oder behindert werden kann. Dabei kann es nicht darum gehen, eine Kultur als besser oder schlechter als eine andere hinzustellen. Allerdings soll der Frage nachgegangen werden, inwieweit Kultur und gesellschaftliches Klima neue Ideen unterstützen oder behindern können.

Martin Oberhuemer, Jahrgang 1972, Studium des Lehramts an Gymnasien (Kath. Religionslehre, Latein, Spanisch) arbeitet als Inhaber eines Nachhilfeinstituts in Nürnberg. Mit dem Vergleich verschiedener Kulturen hat er sich während seines Studiums und seines Referendariats immer wieder beschäftigt.

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Frische Ideen überzeugend präsentieren (Workshop)

Welche Farbe hat eigentlich eine Idee? Die Antworten von über 250 Kreativen weltweit ergeben leider kein klares Muster, welche Farbe eine Idee hat. Auf der Suche nach übereinstimmenden Strategien, wie kreative Köpfe ihre Ideensuche anregen und wie sie Ideen finden, ergeben sich jedoch überraschende Einsichten in den kreativen Prozess. In diesem kurzen interaktiven Vortrag werden einige Kreativ-Strategien vorgestellt und so etwas Koffein für den kreativen Kopf bereitgestellt.

Timo Off – das Studium der Mathematik & Philosophie sind vielleicht schon früher Ausdruck seiner Leidenschaft, sich mit kniffligen Problemen und neue Lösungswegen zu beschäftigen. Dennoch: Er ist erst einmal Lehrer geworden. Es war eine schöne Zeit an der Schule. Nun geht es an anderer Stelle weiter. Seit 2001 arbeitet er als Trainer bei Communico und ist seit 2004 Mit-Gesellschafter. Dort, wo sich Kreativität & Rhetorik berühren, ist er zu Haus. Er begleitet Führungskräfte, Unternehmer und Lehrende auf neuen Wegen. Und mit all diesen Themen füttert er einen Blog: http://www.geistesblitz.de.

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Analytisches, konstruktives und kreatives Denken (Vortrag)

Beileibe nicht immer führt kreatives Denken zu Innovationen, während andererseits Innovationen durchaus nicht immer kreativer Natur sein müssen. Der Referent zeigt anhand einiger faszinierender neuer Denkansätze auf dem Gebiet der "recreational mathematics" die Unterschiede zwischen analytischem, konstruktivem und kreativem Denken auf und erläutert, wie diese im Idealfall fruchtbar zusammenwirken können. Die sich daraus ableitende integrale Art, Neues zu entwickeln, erweist sich als ebenso motivationsfördernd wie sachlich effizient.

Felix R. Paturi ist Naturwissenschaftler und Psychologe und arbeitet seit fast vier Jahrzehnten als Wissenschaftspublizist. Er verfasste rund 40 Sachbücher (darunter mehrere Bestseller, Übersetzungen in 20 Sprachen) und war zehn Jahre lang als freier wissenschaftlicher Filmemacher und Moderator für das ZDF tätig.

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Schamanische Wege zur Kreativität (Workshop)

Alltäglichen Unternehmungen gehen in unserm Kulturkreis in der Regel die Begründung eines Handlungsbedarfs, rationale Realisierungsüberlegungen und konkrete logische Ausführungsplanung voraus. In den schamanisch orientierten Gesellschaften mancher Stammesvölker ist das grundlegend anders. Hier geben oft assoziative Vorgänge auf der Ebene des Unterbewusstseins oder viel mehr noch des C. G. Jungschen transpersonalen Unbewussten (Krafttiere u.ä.) Anlass und Ausführungsregulative für das Handeln im Alltag.
Der Workshop wird einen Einblick in diese durchaus erfolgreiche Lebensweise geben und anhand praktischer Übungen zeigen, wie fruchtbar es sein kann, durch einzelne Techniken auch unseren höchst rationalen Lebensstil kreativ zu bereichern.

Felix R. Paturi ist Naturwissenschaftler und Psychologe und arbeitet seit fast vier Jahrzehnten als Wissenschaftspublizist. Er verfasste rund 40 Sachbücher (darunter mehrere Bestseller, Übersetzungen in 20 Sprachen) und war zehn Jahre lang als freier wissenschaftlicher Filmemacher und Moderator für das ZDF tätig.

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Kreative Lernkultur und innovatives Arbeitsklima als Basis für Persönlichkeits- und Potentialentwicklung (Vortrag)

Kreative Ideenfindung basiert auf kreativen Fähigkeiten, Denkstrategien, Kenntnissen, Motivation und Persönlichkeitsmerkmalen. Diese Kompetenzen und Haltungen entwickeln sich in einem entwicklungs-förderlichen Lern- und Arbeitsklima. Auch aktuelle Problemlöseprozesse werden durch eine kreativitäts- und innovationsfreundliche Arbeitsumgebung begünstigt. Die Verantwortung hierfür liegt nicht nur bei Erziehenden, Lehrkräften und Vorgesetzten. Jede und jeder Einzelne hat Möglichkeiten, seine Lern- und Arbeitsumgebung positiv mit- und umzugestalten. Kreativitätsstimulierend sind insbesondere: Anregungsreiche Arbeitsumgebung, zielgerichtete Motivierung aus der Sache selbst heraus, offene und vertrauensvolle Arbeitsatmosphäre sowie Freiräume und Förderung von geistiger Unabhängigkeit. Die Teilnehmenden werden angeregt, ihre persönliche Umwelt zu analysieren und zu optimieren.

Prof. Dr. Siegfried Preiser ist Professor für Pädagogische Psychologie an der Universität Frankfurt am Main mit den Arbeitsschwerpunkten Kreativitätsförderung, lebenslanges Lernen und politische Sozialisation. Er leitet das Weiterbildungsprojekt "Psychologie in Organisationen". Zahlreiche Veröffentlichungen zu Kreativität in den Jahren 1976 bis 2007, insbesondere Forschungen zum Kreativitätsklima, u.a.: Preiser, S. & Buchholz, N. (2004). Kreativität. Ein Trainingsprogramm für Alltag und Beruf (2. Aufl.). Heidelberg: Asanger. Preiser, S. (2006). Kreativitätsförderung - Lernklima und Erziehungsbedingungen in Kindergarten und Grundschule. In M.K.W. Schweer (Hrsg.), Das Kindesalter: Ausgewählte pädagogisch-psychologische Aspekte (S. 27-47). Frankfurt/M.: Lang. Preiser, S. (2006). Kreativität. In K. Schweizer (Hrsg.), Leistung und Leistungsdiagnostik (S. 51-67). Heidelberg: Springer.

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Warum es Innovationsmanagement nicht gibt, Unternehmen es trotzdem betreiben, und das durchaus nützlich ist (Vortrag)

Der Begriff "Innovationsmanagement" verheißt Orientierung und Werkzeuge, um mit Innovation und Wandel umzugehen. Er nährt den Mythos, man könne "innovieren" um den Erfolg von etwas zu steigern. Leider wohnt der Innovation eine andere Natur inne: Sie passiert einfach - oder nicht - und entzieht sich allem Managementeinfluss. Dennoch betreiben Unternehmen etwas, das sie "Innovationsmanagement" nennen. Es hat nichts mit "managen" von "Innovation" zu tun, aber es umfasst durchaus nützliche Aktivitäten. Welche das sind und warum sie nützlich sind, zeigt dieser Vortrag.

Martin Röll ist selbstständiger Unternehmensberater und Coach. Zu seinen Kunden zählen einzelne Selbstständige, Kleinunternehmen, Mittelständler, Großunternehmen, Hochschulen, NGOs und eine Stadtverwaltung. Seine Vorträge und Seminare hält er vor allem zu Themen rund um das Internet, zu organisationalem Wissens- und Innovationsmanagement, persönlichem Informationsmanagement, Selbstorganisationsfragen und Unternehmensberatung. Martin ist seit 2004 Mitglied von Mensa in Deutschland und des MHN. Er ist ebenfalls Mitglied im Netzwerk Achtsame Wirtschaft sowie im Wikimedia Deutschland e.V. Martin stammt aus Luxemburg und lebt in Dresden. Web: www.roell.net E-Mail: martin AT roell.net

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Lieder schreiben - eine Einführung (Workshop)

Der genaue Inhalt des Workshops wird erst definiert. Dabei lassen wir uns vom Workshoptitel und unserer Kreativität leiten ... Fest steht, dass es einen theoretischen und einen praktischen Teil geben wird und sich die Veranstaltung auch für interessierte Teilnehmer ohne musikalische Vorkenntnisse lohnt, solange sie der deutschen Sprache mächtig sind.

Artus Ph. Rosenbusch ist Diplom-Mathematiker und bemüht sich derzeit um ein Promotionsstipendium, um seine Ansätze in der Spieltheorie (Rationalität von Fairnessforderungen) vertiefen zu können. Er arbeitet in Teilzeit bei der Unternehmensberatung d-fine. Seit seiner Jugend tobt er sich in Bars und auf Jam Sessions als Pianist aus und tritt mit eigenen Stücken (Klavier und Gesang / Gitarre und Gesang) auf, wo er kann. Vielleicht erinnert sich der Eine oder Andere an den bunten Abend der MinD-Akademie 2006? Mehr zu ihm (und Kostproben seiner Liedermacherei) gibt es auf www.aphr.de.

Martin Sommer, Jahrgang 1979, wurde in Erfurt geboren, besuchte dort ein mathematisch-naturwissenschaftliches Gymnasium und seine Eltern sind Bratscher im Erfurter Theater. Er selbst studiert Informatik in Darmstadt und schreibt seit seinem sechszehnten Lebensjahr Lieder. Ab '98 besuchte er die "Schule für Text & Poesie - SAGO" unter Leitung von Christoph Stählin - einem regelmäßig stattfindenden Textworkshop, der ihn beim Schreiben eigener Texte bis heute sehr geprägt hat. Für das Schreiben seiner Diplomarbeit hilft ihm das allerdings wenig. 2006 erschien seine zweite CD "Chansons" und ab WS 07/08 zahlt er Langzeitstudiengebühren. Ob er sich das leisten kann ist, trotz einiger gewonnener Preise während seiner musikalischen Bühnenlaufbahn, noch unklar. Mehr Infos unter: www.martin-sommer.net.

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Kreative Momente und wiederkehrende Muster in moderner Kriegspropaganda (Vortrag)

Moderne Politik ist bürokratisiert und eingeschränkt durch tatsächliche oder vermeintliche Sachzwänge. Es scheint jedoch ein Gebiet zu bleiben, auf dem Politiker noch regelmäßig zu kreativen Höchstleistungen fähig sind: Die Suche nach Gründen um Menschen dazu zu bringen, einander umzubringen.
Der Vortrag behandelt klassische und weniger bekannte Beispiele der Kriegspropaganda von Bismarcks Version der Emser Depesche bis zu Colin Powells Powerpoint-Präsentation zum Irak vor der UNO. Ziel ist jenseits der Betrachtung von Einzelfällen die Herausarbeitung üblicher Argumentationsschemata vor dem Hintergrund sich wandelnder Gegebenheiten bei politischen Systemen, Völkerrecht und Massenmedien.

Holger Rottmann, M.A., Jahrgang 1978, hat bis 2006 in Leipzig und Madrid Politikwissenschaft, Kulturwissenschaften und Psychologie studiert. Im Zentrum seines wissenschaftlichen Interesses steht die Untersuchung des Spannungsfeldes von Demokratie und sozialer Ungleichheit sowie eine entwicklungstheoretische Auseinandersetzung mit außereuropäischen, vor allem lateinamerikanischen Gesellschaften. Zur Zeit arbeitet er am Abschluss eines parallel zu dem Studium in Leipzig begonnenen Studiums der Philosophie, Geschichte und VWL an der FernUniversität Hagen. Seine Schwerpunkte in diesem Gebiet sind Wissenschaftstheorie und Ethik.

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Innovation durch Irritation - oder: Dating mit Eris (Vortrag)

Ob in Organisationen, Beziehungen, oder beim eigenen Verhalten: Kaum etwas ist so zuverlässig wie die Baharrlichkeit eingespielter Verhaltensmuster. Und manchmal muss man einen fahrenden Zug entgleisen, damit man ihn auf ein neues Gleis setzen kann.
Ein Erfahrungsaustausch für Praktiker der Veränderung und solche, die es werden wollen.

Axel Rutz studierte Mathematik und Volkswirtschaft. Nach mehrjähriger Tätigkeit als Projektleiter im Energiecontracting, später im Onlinejournalismus, ist er seit 2003 mit der Projekt- und Beratungsagentur "Konzepto" selbständig. Undogmatisch und humorvoll verbindet er Weisheitsquellen von Tantra bis Zen mit eigener Lebens- und Beratungserfahrung.

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Experimentalmodelle im Innovationsprozess (Workshop)

Sie hatten bestimmt schon viele Ideen. Aber verstehen andere die Idee so, wie sie in Ihrem Kopf ist? Um Ideen zu teilen und weiterzuentwickeln, muss zunächst eine gemeinsame Verständigungsbasis geschaffen werden. Eine Methode dafür sind Modelle und Prototypen, wie die UnternehmerTUM GmbH sie zur Erprobung von Geschäftskonzepten einsetzt. Diese Vorgehensweise möchten wir in dem Workshop den Teilnehmern erfahrbar machen. Dabei soll aufgezeigt werden, wie bedeutsam die Visualisierung und Kommunikation für den Erkenntnisgewinn und die Problemlösung im Innovationsprozess ist. Die UnternehmerTUM GmbH ist das Zentrum für Unternehmertum an der Technischen Universität München. Über 1000 Studierende und Wissenschaftler nehmen jährlich das Kursangebot der UnternehmerTUM wahr und werden motiviert, unternehmerisch zu denken und zu handeln. Dabei sollen Gründungsteams und unternehmerische Chancen entwickelt werden. 2005 wurde die UnternehmerTUM mit dem von berlinpolis und der SAP Deutschland AG ausgelobten Zukunftspreis "Technologie- und Gründerzentrum der Exzellenz" ausgezeichnet.

Oliver Schmid, M.A., hat Kommunikationswissenschaft, Marktpsychologie und BWL mit Schwerpunkt Gründungsmanagement an der Ludwig-Maximilians-Universität München studiert. Bei der UnternehmerTUM unterstützt er die Geschäftsleitung im Bereich Business- Development und betreut unter anderem den jährlichen Innovationswettbewerb, die Doktorandentreffen und das internationale Forschungsnetzwerk "Discontinuous Innovation Lab". Zusätzlich promoviert er zum Thema Semiotik von Geschäftsmodellen.

Sabrina Niederle, Dipl.-Sportwiss., hat Sportwissenschaft mit Schwerpunkt Ökonomie/Management an der Technischen Universität München studiert. Bei der der UnternehmerTUM ist sie die stellvertretende Leiterin von Manage&More, dem Förderprogramm für den unternehmerischen Nachwuchs an der TU München. Schwerpunkt bei Manage&More ist die Realisierung von Innovationsprojekten. Ziel ist es, innerhalb kurzer Zeit innovative Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln und zu vermarkten. Desweiteren promoviert Sabrina Niederle zum Thema "Bildung einer Vision als wesentlicher Einflussfaktor für die Entwicklung von Gründerteams".

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Innovatives Sprachenlernen: Heute natürlich Sprachen lernen! (Workshop)

Wir erkunden den neuesten Stand der Sprachlernforschung, entdecken wie auf natürliche Weise Sprache gelernt werden kann, beobachten den kreativen Einsatz von Naturmaterialien und erzählen davon, wie wir es schaffen, dem Sprachenlernen den nötigen Raum in unserem Leben zu geben. Wir erfahren von den neuesten von Muttersprachlern erstellten Materialien auf dem Sprachlernmarkt, erkennen die Bedeutung der Textlinguistik und Kommunikation im Spracherwerb. Last but not least werden wir ebenfalls die Rolle der Bewegung beim Sprachenlernen beleuchten. Viele Beispiele und Mitmachsequenzen erwarten uns. Eingeladen sind inbesondere alle, die für sich neue Wege des Sprachenlernens beschreiten wollen und mutig genug sind, sie zu gehen smile

Dr. Heidrun Schmidt ist Suggestopädin (DGSL) und unterrichtete mit dieser Methode Deutsch in Sibirien und Französisch in Köln. Von Hause aus Mathematikerin interessiert sie sich für Strukturen im Lernprozeß, coacht regelmäßig Menschen auf ihrem Weg des Fremdsprachenlernens und spricht selbst Russisch, Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch. Im MHN geht auf ihre Sprachlernseminare die Gründung des SprachNetzes zurück. 2005 und 2006 organisierte sie Reisen für MHNler nach Kransnojarsk und Moskau.

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Innovation und Weiterentwicklung – eine Abgrenzung am Beispiel von WEB 2.0 (Vortrag)

Der Begriff "Innovation" wird nicht nur von der Werbeindustrie leidenschaftlich genutzt. Was aber unterscheidet eine "echte" Innovation von "nur" einer Weiterentwicklung? Dieser Frage geht der Vortrag anhand eines Beispiels nach. Dazu wird nach einer Begriffsdefinition von Innovation" und "Weiterentwicklung" ein weiteres Modewort aufgegriffen: WEB 2.0. Wie immer bei "Buzzwords" notwendig, wird auch für den Begriff "WEB 2.0" eine Erklärung geliefert. Dabei zeigt sich, dass unter WEB 2.0 eine Ansammlung von Eigenschaften bzw. Attributen von "Internetanwendungen" verstanden wird. Und genau diese Eigenschaften gilt es im Vortrag auf "Innovation" oder "Weiterentwicklung" hin einzuordnen. Der Vortrag hat zwei Ziele: 1. Den Begriff WEB 2.0 näher zu bringen. 2. Ein Gefühl für "Innovation" zu vermitteln.

Dr. Frank Schütz hat nach kurzem Informatikstudium an der TU-München und anschließender dreijährigen Tätigkeit in der freien Wirtschaft ob seiner Leidenschaft (arbeiten mit jungen Menschen) an die Uni zur Promotion zurückgefunden. Nach gut fünf Jahren intensiver Arbeit mit Studenten und um zwei Buchstaben "reicher" verlies er im Frühjahr 2006 die TU München, um das nötige Kleingeld für die (reichlich vorhandene) Familie zu erarbeiten. Dazu ist er nun für die InterFace AG als Berater unterwegs. Um den Kontakt zu jungen, engagierten Menschen aufrecht zu erhalten, ist er seit Frühjahr 2006 Mitglied bei MinD und MHN. Seine Erfahrungen und Kontakte teilt er gerne mit Interessierten (Email: Frank.Schuetz AT interface-ag.de).

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Spielerisch Welten erschaffen (Workshop)

Was fehlt unserer Welt noch? Ein Gott? Ein Mythos? Oder doch eher ein praktisches Handwerk? Und sollte es nicht überhaupt auch ein paar todbringende Traditionen geben? Was passt eigentlich links hinter die große grüne Ebene? Und welche Völker leben dort? Ihr ahnt es vielleicht – es geht nicht um "unsere" Welt, in der wir leben, sondern um eine, die wir erst noch erfinden wollen. Damit treten wir in die Fußstapfen von Autoren wie Tolkien, aber auch von Computer- und Rollenspiel-Erfindern. Und von Gott. Mit Spielregeln, die unserer Kreativität eine Struktur geben, spielen wir ein Brett-und-Gedanken-Spiel, dessen Ergebnis eine erfundene Welt ist, die immer faszinierender wird, je mehr von ihr wir erschaffen.

Alexander Scivos, Dipl. Math., geboren 1972 bei Stuttgart, studierte in Freiburg, Moskau und Kanada die Fächer Biologie, Mathematik und Informatik, derzeit promoviert er in Freiburg. 1993 gründete er die "Gemeinschaft Rundum Interessierter Phantasievoller Studenten" (seit 1999 "GRIPS e. V."), ein Netzwerk vorwiegend mathematisch/naturwissenschaftlich interessierter junger Menschen, und 2001 das MinD Hochschul Netzwerk.

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Future Painting (Vortrag)

Future Painting ist eine neuartige Methode, die klare Zieldefinitionen mit Intuition und Krativität verbindet. Die Grundlage für die Verwirklichung von Zielen und Visionen besteht in einer Sprache, die sowohl für den Verstand als auch unser Unterbewußtes verständlich ist. Dabei werden Ziele und Wünsche mit Ereignissen, Hindernissen, Unklarheiten und positiven Motivationen zu einem Weg in die Zukunft verbunden. Das Ergebnis ist eine bildhafte Darstellung, die Emotionen mit Ereignissen und Fakten verbindet, so dass erstaunliche Ergebnisse in Bezug auf Motivation und Umsetzungskraft entstehen. Jochen Sommer, der Entwickler der Methode stellt in dem Vortrag die Methode und einige ausgewählte Anwendungen vor.

Dr. Jochen Sommer ist Geschäftsführer einer Unternehmensberatung mit den Schwerpunkten Unternehmensstrategie, CRM und Vertrieb. Seine fachlichen Schwerpunkte sind die Entwicklung organisatorischer Lösungen und Prozesse für den Aufbau von Verkaufsteams sowie die Entwicklung ungenutzten Potentials in Unternehmen. In diesem Zusammenhang hat er verschiedene Bücher und Fachartikel veröffentlicht und ist als Referent für international tätige Unternehmen und Konzerne tätig.

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Kreatives Knoten in der Erotik (Vortrag und Workshop)

Die ästhetischen und erotischen Aspekte des Fesselns und Gefesseltwerdens faszinieren viele Menschen. Der Choreograph Felix Rückert lässt in einigen seiner Inszenierungen das Publikum selbst zum Teil einer Bondageperformance werden, und der Andrang an den Kassen ist groß. Auf der diesjährigen Documenta in Kassel ist ein Film der Videokünstlerin Hito Steyerl eines der bisher meistdiskutierten Kunstwerke - das Thema ist Bondage. Der Reiz, sich selbst an einer erotischen Fesselung zu versuchen, ist für viele groß. Man kann, aber man muss dazu nicht jahrelang studieren. Drei Dinge genügen: Ein Seil - ein bißchen Phantasie - und natürlich jemand, der sich fesseln lässt.
Der Kurs besteht aus zwei Teilen: Im Workshop können die Teilnehmer einige der Grundtechniken, die sie im Vortrag gelernt haben, gegenseitig ausprobieren. Im Vordergrund steht der Spaß am Experimentieren, dazu gibt es Tipps und Anleitungen des Referenten. Aus praktischen Gründen ist die Teilnehmerzahl auf etwa 20 Personen beschränkt. Teilnehmen kann nur, wer bereits vorher den Vortrag besucht hat.
Falls möglich, bringe bitte Seile mit.

Max Voigtmann, Jahrgang 1976. Ausbildung zum Redakteur bei einer Tageszeitung. Tätig als freier Journalist und Redakteur für Tageszeitungen, Zeitschriften und die Nachrichtenagentur ddp. Studium Germanistik, Literaturwissenschaft und Psychologie mit Abschluss Magister. Seminare in Ergonomie (Praxisgerechtes Gestalten) und Drehbuchschreiben. Weiterbildung zum Grafik-Designer bei Rudolf Paulus Gorbach. Besondere Interessensgebiete: Kriminalliteratur, Eisenbahn, Psychologie, Film, Bondage. Mehrere Lesungen als Autor (Kurzgeschichten, Gedichte) in München. Mitglied in der Allianz Deutscher Designer (AGD), der Typographischen Gesellschaft München, dem Deutschen Journalistenverband und bei Mensa in Deutschland.

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Kreatives Schreiben (Workshop)

Irgendwann habe ich aufgehört, Bücher über kreatives Schreiben zu lesen - nämlich an dem Tag, als ich in einem dieser Bücher eine Schilderung fand, die mich zutiefst bewegte. Die Szene war dort allerdings als schlechtes Beispiel abgedruckt. Was macht eine Geschichte spannend, bewegend, aufregend, lässt uns mitfühlen und mitfiebern? Diese Fragen wollen wir gemeinsam erarbeiten. Denn: "Als Richtschnur hatte ich nur mein eigenes Gefühl für das, was ansprechend oder packend ist, und für viele erwies sich diese Richtschnur unvermeidbar oft als falsch." Das schrieb - J. R. R. Tolkien im Vorwort zum "Herrn der Ringe".

Max Voigtmann, Jahrgang 1976. Ausbildung zum Redakteur bei einer Tageszeitung. Tätig als freier Journalist und Redakteur für Tageszeitungen, Zeitschriften und die Nachrichtenagentur ddp. Studium Germanistik, Literaturwissenschaft und Psychologie mit Abschluss Magister. Seminare in Ergonomie (Praxisgerechtes Gestalten) und Drehbuchschreiben. Weiterbildung zum Grafik-Designer bei Rudolf Paulus Gorbach. Besondere Interessensgebiete: Kriminalliteratur, Eisenbahn, Psychologie, Film, Bondage. Mehrere Lesungen als Autor (Kurzgeschichten, Gedichte) in München. Mitglied in der Allianz Deutscher Designer (AGD), der Typographischen Gesellschaft München, dem Deutschen Journalistenverband und bei Mensa in Deutschland.

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Kreativität braucht Struktur – Wie organisiert man seine Kreativität? (Vortrag)

Kreativität alleine reicht nicht aus. In diesem Vortrag wird ein Überblick über verschiedene Methoden, Techniken und Hilfsmittel gegeben, um Ideen nicht nur zu generieren sondern auch zu erhalten, erweitern um schließlich umzusetzen. Der Vortrag basiert u.a. auf einer Internet-Umfrage zum Thema "Wie organisiert und strukturiert ihr eure Kreativität?" die im Jahr 2007 u.a. an MHN-Mitgliedern durchgeführt wird. Weitere Informationen hier. Ideen, Anmerkungen und Hinweise zur Organisation von Kreativität sind jederzeit erwünscht unter: kreativitaet AT ipsych.de.

Daniel Wessel, geboren 1977, Diplom in Psychologie 2005, derzeit Promotion in Psychologie am Institut für Wissensmedien in Tübingen zum Thema mobiles Lernen im Museum ("Interesse, Elaboration und Wissensaustausch mittels mobiler Geräte und Interest Trails in Informellen Settings"). Kreative Tätigkeiten und Arbeitstechniken sind ein langjähriges Hobby und Interessengebiet, die in dem Vortrag zusammengeführt werden. Weitere Informationen unter http://www.ipsych.de.

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Davoud Taghawi-Nejad: Wie entwickelt man gezielt etwas, das 'out of the box' ist? (Vortrag)

Am Beispiel des Projekts "Reinventing Meetings" werden ich zeigen, wie man einen Entwicklungsprozess so plant, dass man am Ende eine laterale und somit wirklich innovative Idee hat. Der Vortrag wird auch einige Workshop-Elemente enthalten, in dem ‚out of the box thinking' trainiert wird. Hintergrund: "Das Meeting war nicht so effektive wie es sein hätte können" (den Satz kennen wir alle) ... Aber hätte es wirklich effizienter sein können? Nach fast allen Meetings gehen wir heraus und denken es hätte effizienter sein können. "Thats the thinking virus! Meetings might be inherently inefficient; the efficient meeting is a myth. If this is true, we need something different, something that is not a meeting, but delivers the results we want to get from a meeting." Aber wie denkt man gezielt in einem unbekannten Territorium?

Davoud Taghawi-Nejad is a professional coach and trainer, his brussels based company is called: WhereToBe.Eu. It provides coaching and training to individuals and companies, in English, German and Italian.

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Von den Vorzügen, erkennbar unsicher an Projekte heranzugehen

Viele glauben, dass eine aggressiv zur Schau getragene Sicherheit Voraussetzung dafür ist, Finanzierung oder Mitmacher zu finden. Ich plädiere dafür, sich ein Umfeld zu schaffen, in dem man die eigene Unsicherheit ganz offen lebt: Projektgröße so begrenzen, dass die vorhandenen Mittel bequem und langfristig dafür reichen, um nicht zeitlich unter Druck zu geraten. Und sich selbst zu Beginn eines Weges deutlich als "Lernenden" positionieren, weil man nur dann alle Freiheiten für Richtungsänderungen und Weiterentwicklungen bekommt. Meine eigenen Projekte kenne ich am besten, deshalb möchte ich diese als Beispiele nutzen (insbesondere das Unperfekthaus). Ich glaube jedoch, dass sogar Firmen wie Google (mit ihren endlosen öffentlichen Beta-Phasen aller Dienste) genau dieses Prinzip verfolgen.

Reinhard Wiesemann (47) gründete mit 18 die sehr erfolgreiche Firma W&T, die Computertechnik entwickelt und produziert, mit 37 das erfolglose Patentwerk, das Erfindungen verkaufen soll, damit andere die Hauptarbeit tun, mit 40 das sehr erfolgreiche Linuxhotel, und mit 45 das wirtschaftlich bisher erfolglose (aber inhaltlich erfolgreiche) Unperfekthaus, ein ehemaliges Kloster, in dem Kreative aller Fachbereiche alles kostenlos bekommen, damit sie risikolos eigene Projekte ausprobieren können. Ich habe Spaß daran, neue Dinge aufzubauen, übergebe sie anschließend an andere, bleibe aber verbunden (& beteiligt wink), so dass ich neue Projekte jeweils aus den Erfolgen bisheriger Projekte finanzieren und vor allem auch auf die Ressourcen der bisherigen Projekte zurückgreifen kann. Ich hoffe, dass das so weitergeht ...

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Programm der Mind-Akademie 2006

Vorträge

  • Inwieweit kann man mit Logik spirituell sein? (Dr. Patrick Bangert)
  • False Memories - können wir unserem Gedächtnis trauen? (Til Ole Bergmann)
  • Wie entstehen parapsychologische Phänomene? (Patrick Britz)
  • Body in MinD - über die Phantomempfindungen (Anna Burrack)
  • Quantenphysik - vom Gespenstischen zum Praktischen (Henning Christ)
  • Diesseits und jenseits des Verstandes - Rationalität und Irrationalität (Martin Dresler)
  • Die Nachtseite des Verstandes - über Schlaf und Traum (Martin Dresler)
  • Das Phänomen luzider Traum (Dr. Daniel Erlacher)
  • Denkfallen - klug irren will gelernt sein (Prof. Dr. Timm Grams)
  • Neurowissenschaftliche Bewusstseinstheorien und Meditation (Hannes Hempel)
  • Epileptische Phänomene als Wegweiser auf der Landkarte des Gehirns (Dr. Michelle Hildebrandt)
  • Small talk - Gesellschaftsleben von Bakterien (Dr. Frank Hoffmann)
  • Einführung in die spezielle und allgemeine Relativitätstheorie (Timo Kellmann)
  • Katastrophen (Benedikt Könebruch)
  • Einführung in die YOGA-Philosophie (Sigrid Krug)
  • Das Gehirn nachbauen - Neuromorphic Engineering (Matthias Oster)
  • Der Visionär - Aufzucht und Pflege (Stephan Meyer)
  • Schamanismus - naturwissenschaftlich betrachtet (Felix Paturi)
  • Das Pentagramm am Ursprung des Lebens (Felix Paturi)
  • Das bedingungslose Grundeinkommen - sozialinnovativer Impuls für die Wissens- und Kulturgesellschaft (André Presse)
  • Die Unfassbarkeit von Liebe und Hass (Dr. Karin Rasmussen)
  • Rationalität, Evolution und verteiltes Wissen (Dr. Carl Henning Reschke)
  • Niederlage des Intellekts (Prof. Dr. Dr. Horst-Eberhard Richter)
  • Struktur einer Seele: Bedürfnisse, Motive, Emotionen und Persönlichkeitsmerkmale (Dr. Wolfgang Rost)
  • Meditation im Management - vom Segen der Gedankenlosigkeit (Axel Rutz)
  • Wahrnehmungstäuschungen (Dr. Heidrun Schmidt)
  • NLP und die Veränderung einschränkender Überzeugungen (Dr. Jochen Sommer)
  • Emotionen in der Arbeitswelt und ihre Bedeutung für Führungskräfte (Fabian Urban)
  • Kreationismus und Intelligent Design (Thomas Waschke)
  • Genie und Wahnsinn - die Höchstbegabtenstudie von Adele Juda (Dr. Ute Wiedemann)

Workshops

  • Einführung in die Buddhistische Meditation (Dr. Patrick Bangert)
  • Wie funktioniert Humor? Eine rationale Annäherung an ein irrationales Gebiet (Stefan Balzter)
  • Hypnose - klinische Anwendungen in der Schmerztherapie (Prof. Dr. Hans-Joachim Braune)
  • Jenseits des Anstandes (Mukundi Hartmann)
  • Praktiziertes Gedankenlesen - Einsteigerkurs (Christian Herrmann)
  • Einführung in die Zauberkunst (Timo Kellmann)
  • Gedächtnissport (Boris Nikolai Konrad)
  • Einführung in die YOGA-Meditation (Sigrid Krug)
  • Verschwörungstheorien (Thorsten Peters)
  • Die Unfassbarkeit von Liebe und Hass (Dr. Karin Rasmussen)
  • Freie Improvisation für Musiker (Martin Röll)
  • Meditation im Management - vom Segen der Gedankenlosigkeit (Axel Rutz)
  • Problemlösung komplexer Probleme (Roland Seydel)
  • Wahrnehmungstäuschungen (Dr. Heidrun Schmidt)
  • Improtheater: Nicht denken und lenken - sondern machen und lachen (Alex Scivos & Michael Engler)
  • Die Veränderung einschränkender Überzeugungen (Dr. Jochen Sommer)
  • Maschine Mensch - Grenzen der Rationalität (Bernd Worsch)

Programm der Mind-Akademie 2005

Folgende Tabelle gibt einen groben Überblick über die geplanten Programmpunkte der MIND AKADEMIE 2005. Aus Gründen der Übersichtlichkeit wurden viele Programmpunkte weggelassen und die Zeiten etwas gerundet.

Freitag, 30.09.15:00 - 17:00Besichtigung der Merck KGaA (Achtung: begrenzte Teilnehmerzahl!), parallel dazu eventuell Stadtführung durch Darmstadt
18:00 - 19:00Vorstellung von MHN
19:30 - 22:00Organisatorisches, Impulsvorträge zur Themen-Einstimmung
Samstag, 01.10.09:30 - 11:00Plenumsvortrag: "Die Manipulierbarkeit der Intellektuellen" (Albrecht Müller)
11:00 - 16:00Parallelvorträge (insgesamt 15 Beiträge)
16:30 - 18:00MHN-Vollversammlung
20:00 - 21:00Gitarrenkonzert Stephan Meyer; mehr Informationen unter wirtschaftsgitarrist.com
23:00 - 24:00Mitternachtsschnupperkurs in Esperanto
Sonntag, 02.10.09:30 - 11:00Plenumsvortrag: "Kommunikation unter Eliten" (Prof. Dr. Michael Hartmann)
11:00 - 17:30Parallelvorträge (insgesamt 20 Beiträge)
20:00 - 22:30Kulturevent
23:00 - 24:00Mitternachtsschnupperkurs in Esperanto
Montag, 03.10.09:30 - 11:00Plenumsvortrag: "Gebärdensprache" (Prof. Dr. Helen Leuninger)
11:00 - 12:00Parallelvorträge (insgesamt 5 Beiträge)
12:00 - 12:30Abschlussplenum
13:00 - 14:00Abschlussessen in der Jugendherberge
anschließendBei Interesse Schwimmen im Nordbad (etwa 3 km von der JH entfernt). Das ursprünglich vorgesehene Zentralbad (am Merckplatz in direkter JH-Nähe) hat leider wegen Renovierungsarbeiten geschlossen.


Programm der Mind-Akademie 2004

Folgende Tabelle soll euch einen groben Überblick über die geplanten Programmpunkte geben. Aus Gründen der Übersichtlichkeit wurden einige Punkte weggelassen und die Zeiten etwas gerundet.

Freitag, 29.10.13:00 - 15:00Stadtführung. Parallel: Vorstellung von MHN
17:00 - 18:15Hauptvortrag bei Merck: Politische Macht und ökonomisches Wissen (Prof. Dr. Frhr. v. Weizsäcker)
ab 20:00Organisatorisches, Impulsvorträge zur Themen-Einstimmung
Samstag, 30.10.9:30 - 10:30Plenumsvortrag: "Entgötterung der Welt durch Gott" oder... (Prof. Dr. Dr. Klueting)
11:00 - 16:00Parallelvorträge
16:30 - 18:15MHN-Vollversammlung
20:00 - ca. 20:45Gitarrenkonzert Stephan Meyer
21:00 - ca. 21:45Aktiventreffen
Sonntag, 31.10.9:30 - 10:30Plenumsvortrag: Schutz von Wissen (Jaroslav Blaha)
11:00 - 17:30Parallelvorträge
20:00 - ca. 21:30Kulturevent
Montag, 01.11.9:30-10:15Parallelvorträge
11:00 - 12:00Plenumsvortrag: Eliteuniversitäten (Prof. Dr. Hartmann)
12:30 - 13:30Abschiedsessen

Programm der Mind-Akademie 2003

Feueraustreten im Minenfeld — Entscheidungen in komplexen Umgebungen

Komplexe Umgebungen zeichnen sich durch einen Mangel an strukturierten Daten, ein undurchdringliches Beziehungsdickicht, eine hohe Dynamik und durch eine niedrige Toleranzgrenze aus. Eine falsche Entscheidung kann sich als Todesstoß für den Erfolg oder gar Personen auswirken. Wie gehen Manager und Führer mit dieser Belastung um? Und wie organisieren die Berater ihre Zuarbeit so (listig), dass ihr Rat umgesetzt wird, die Entscheider (und die Betroffenen) überleben — und auch noch glücklich dabei sind?

Jaroslav Blaha, born 1963 in the Czech Republic, is Managing Partner and Chief Technology Officer of COS-Systems GmbH, which is specialised in consultancy and support for multinational, high-volume, and complex projects. He was Chief Architect for NATO in Brussels and Senior Engineer for mission-critical systems at the NATO Programming Centre in Belgium. As an Officer he was Project Manager for communications and information systems at the NATO HQ in The Netherlands, and Chief Instructor at the German Air Force Technical Academy. He holds university degrees in computer science and economics. Special interests are project and crisis management, IT security, and the history of disasters of all kind.

Entscheidungen und Entscheider im Management von Unternehmen

Häufig sind Entscheidungen des Managements nur schwer nachvollziehbar und erscheinen den Mitarbeitern eventuell sogar als irrational. Das resultierende Gefühl, Spielball übergeordneter Autoritäten zu sein, führt in der Regel zur Unzufriedenheit der Mitarbeiter. Deshalb soll dieser Vortrag den Zuhörern einen Einblick vermitteln, wie Manager „ticken“. Der Vortrag soll es den Zuhörern ermöglichen, Entscheidungen in Unternehmen besser nachvollziehen und mit gestalten zu können.

Stefan Charaus, Diplom-Kaufmann, Jahrgang 1972, studierte unter anderem BWL an der Georg-August-Universität Göttingen, der University of California und der Harvard University. Er hat internationale Berufserfahrung im Business Development (Unternehmensplanung und interne Managementberatung) in einer Geschäftseinheit der Siemens AG gesammelt. Derzeit ist er am Lehrstuhl für Industrielles Management und Unternehmensrechnung der Georg-August-Universität beschäftigt.

Die Qual der Wahl: Arrow's Impossibility Theorem

Eine demokratische Wahl ist ein bekanntes und geschätztes Entscheidungsverfahren. Offensichtlich gibt es aber nicht ‚die‘ demokratische Wahl, sondern eine große Zahl verschiedener Wahlverfahren, die alle den Anspruch haben, demokratisch zu sein. 1951 hat der Wirtschaftswissenschaftler und Mathematiker Kenneth Arrow bewiesen, dass es einige wenige ‚vernünftige‘ Kriterien gibt, die kein demokratisches Wahlverfahren erfüllen kann. Im Workshop zu Arrow's Impossibility Theorem wollen wir uns einige Wahlverfahren anschauen und ihre (Un-)Vereinbarkeit mit bestimmten einleuchtenden Kriterien prüfen.

Martin Dresler, Jahrgang 1975, studiert Psychologie, Philosophie und Mathematik an der Ruhr-Universität Bochum. Schwerpunkte: Neuropsychologie und die Philosophie des 20. Jahrhunderts, insbesondere Sprachphilosophie, Grundlagen der Mathematik und der Logik und die Philosophie des Geistes.

Experimente zur Spieltheorie

In dem Experiment wer den die Teilnehmer an einigen Spielen teilnehmen, bei denen sie Geld verdienen können. Sie werden einfache Entscheidungen zu treffen haben. Die Bezahlung hängt vom Spielverlauf und von den eigenen Entscheidungen ab.

Dr. Frank Heinemann studierte Volkswirtschaftslehre an den Universitäten Bielefeld, New York (NYU) und Bonn. Er promovierte sich in Mannheim und wurde in Frankfurt habilitiert, wo er zur Zeit die Professur für Wirtschaftstheorie vertritt. Ansonsten hat er eine Stelle als Oberassistent an der Ludwig-Maximilans-Universität in München, von der er für die Zeit der Lehrstuhlvertretung beurlaubt ist. In seinen Forschungsarbeiten beschäftigt er sich vor allem mit Rationalverhalten und spieltheoretischen Anwendungen im Bereich der Geld- und Währungstheorie. In diesem Zusammenhang führt er auch Experimente zum Entscheidungsverhalten durch.

Data Mining bei der Quelle AG

Customer Relationship Management nimmt im Versandhandel eine Schlüsselposition ein und betrifft diverse Unternehmensbereiche. Im Rahmen des Vortrags soll vorgestellt werden, wie das DWH in Kombination mit Data-Mining-Verfahren einen gezielten Einsatz von Werbemitteln beziehungsweise die Steuerung von Marketing-Maßnahmen ermöglicht.

Christine Hofer, Jahrgang 1971, studierte an den Universitäten Bayreuth und Bordeaux Wirtschaftsmathematik (Diplom). Als fachliche Schwerpunkte wählte sie Operations Research, Datenbanken sowie Produktion & Logistik. Zudem nahm sie an einer studienbegleitenden Fremdsprachenausbildung (Französisch, Portugiesisch) teil. Ihre Diplomarbeit fertigte sie zum Thema „Wirtschaftsprüfung aus spieltheoretischer Sicht“ an. Nach dem Studienabschluss 2000 nahm sie 2001 an der CSC-Ploenzke-Akademie an einer Ausbildung zur OS390-Anwendungsentwicklerin teil. Seit Ende 2001 ist sie als wissenschaftliche Angestellte im Database Management der Quelle AG tätig.

Spieltheorie-Vertiefung

Es sollen grundlegende theoretische Kenntnisse der Spieltheorie vermittelt werden. Dabei wird insbesondere auf die Kategorisierung von Spielen, die Darstellungsformen und grundlegende Lösungskonzepte nicht-kooperativer Spiele eingegangen. Die vorgestellte Theorie wird dabei anhand von Beispielen aus der Wirtschaftsprüfung veranschaulicht.

Christine Hofer, Jahrgang 1971, studierte an den Universitäten Bayreuth und Bordeaux Wirtschaftsmathematik (Diplom). Als fachliche Schwerpunkte wählte sie Operations Research, Datenbanken sowie Produktion & Logistik. Zudem nahm sie an einer studienbegleitenden Fremdsprachenausbildung (Französisch, Portugiesisch) teil. Ihre Diplomarbeit fertigte sie zum Thema „Wirtschaftsprüfung aus spieltheoretischer Sicht“ an. Nach dem Studienabschluss 2000 nahm sie 2001 an der CSC-Ploenzke-Akademie an einer Ausbildung zur OS390-Anwendungsentwicklerin teil. Seit Ende 2001 ist sie als wissenschaftliche Angestellte im Database Management der Quelle AG tätig.

Sind wir Menschen schlechte Entscheider?

Statistische Untersuchungen legen, dass wir Menschen besonders schlecht geeignet sind, intuitive Entscheidungen über eher quantitative Sachverhalte zu treffen. Typische psychologische Barrieren sind die Quellen systematischer Fehlentscheidungen. In diesem Vortrag werden wir einige dieser Entscheidungsfallen näher beleuchten. Wir werden versuchen, der Frage auf den Grund zu gehen, wann wir der eigenen Intuition misstrauen sollen, und welche Verzerrungen der Fakten unsere menschliche Natur zulässt. Ziel ist es, typische Entscheidungsfallen identifizieren zu können, sowie Voreingenommenheit und psychologische Barrieren bei sich und anderen zu erkennen und, soweit sinnvoll, zum eigenen Vorteil anwenden zu können.

Oliver Golly, Diplom-Wirtschaftsingenieur, Fachrichtung Informatik und Operations, Gründer einer IT-Beratunsfirma. Seit 1999 arbeitet er als Unternehmensberater bei A.T. Kearney. Er ist spezialisiert auf IT-Strategie, IT-Organisation und IT-Controlling. Zur Zeit nimmt er an einem MBA-Programm bei INSEAD in Singapur und Frankreich teil, mit Schwerpunkt General Management und High-Technology Strategy. In seiner Freizeit praktiziert Oliver Turniertanzen und ist Gründungsmitglied und Vorstand vom Jungen Schönstatt, einer christlichen Bewegung für junge Erwachsene. Oliver ist verheiratet und wohnt in Kelsterbach bei Frankfurt.

Meta-Entscheidungen: Wie soll ich mich entscheiden?

Viele Entscheidungen werden intuitiv getroffen. Oft fragt man sich im Nachhinein nicht nur, ob man sich hätte anders entscheiden sollen, sondern auch, ob man vielleicht hätte anders vorgehen sollen bei der Entscheidung. In diesem Workshop werden wir der Frage nachgehen, wie ein Entscheidungsprozess in der Praxis aussehen soll und uns auf die Suche nach optimalen Entscheidungsprozessen machen. Anhand von Fallstudien und simulierten Entscheidungssituationen werden wir verschiedene Ansätze diskutieren und die Elemente einer komplexen Entscheidung herausarbeiten. Ziel ist es zum einen, bei den Teilnehmern ein Bewusstsein für die eigenen persönlichen Entscheidungsprozesse zu schaffen, zum anderen Ideen für dessen Optimierung zu erarbeiten.

Oliver Golly, Diplom-Wirtschaftsingenieur, Fachrichtung Informatik und Operations, Gründer einer IT-Beratunsfirma. Seit 1999 arbeitet er als Unternehmensberater bei A.T. Kearney. Er ist spezialisiert auf IT-Strategie, IT-Organisation und IT-Controlling. Zur Zeit nimmt er an einem MBA-Programm bei INSEAD in Singapur und Frankreich teil, mit Schwerpunkt General Management und High-Technology Strategy. In seiner Freizeit praktiziert Oliver Turniertanzen und ist Gründungsmitglied und Vorstand vom Jungen Schönstatt, einer christlichen Bewegung für junge Erwachsene. Oliver ist verheiratet und wohnt in Kelsterbach bei Frankfurt.

Menschliches Verhalten an Kapitalmärkten

Die Vorstellung des rationalen Entscheiders an den Finanzmärkten erweist sich mehr und mehr als Wunschvorstellung. Zahlreiche theoretische und empirische Untersuchungen haben Rationalitätsfallen nachgewiesen, in die die menschlichen Entscheider bereitwillig tappen. Im Rahmen dieses Vortrags werden einige dieser Rationalitätsfallen dargestellt und den Zuhörern Wege aufgezeigt, wie sie diesen Fallen entgehen können.

Susan Pulham, Dipl.-Math. Dipl.-Kff. Susan Pulham hat an der RWTH Aachen Mathematik und Betriebswirtschaftslehre studiert. Sie arbeitet am Lehr- und Forschungsgebiet Allgemeine Betriebswirtschaftslehre von Prof. Dr. Rüdiger von Nitzsch und ist für die Fächer Strategisches Management und Entscheidungslehre zuständig. Susan Pulham promoviert im Bereich der Behavioral Finance; Schwerpunkt list die Anwendung für die Investor Relations-Arbeit eines Unternehmens.

Rollenspiele zur Entscheidungs-Findung in Gruppen

Wer setzt sich durch, wenn die Mitglieder einer Gruppe stark abweichende Ziele und Interessen haben? In einigen kleinen Rollenspielen werden wir solche Situationen durchspielen und analysieren. Wir wollen über Strategien der Gesprächsführung diskutieren. Ist es sinnvoll, mit verdeckten Karten zu spielen?

Axel Rutz, Jahrgang 1970, studierte in Freiburg Mathematik, Physik und VWL. Er war Geschäftsführer der SUSI GmbH im Bereich Energieplanung und gründete ein Kulturzentrum. Er ist in Jugendverbänden tätig und hat Seminare zu Konsens und Entscheidungsfindung geleitet. Für die Jugendstiftung Baden-Württemberg gibt er ein Onlinemagazin über ehrenamtliches Engagement heraus.

Was kostet ein Kreuz? Wie sich Entscheidunsprozesse „rechnen“

Um Entscheidungsprozesse gestalten und bewerten zu können, bedarf es eines umfassenden Bezugsrahmens. Aufbauend auf der Nutzentheorie und etwas Spieltheorie werden Begriffe und Zusammenhänge eingeführt und anhand von praktischen Beispielen erläutert.

Axel Rutz, Jahrgang 1970, studierte in Freiburg Mathematik, Physik und VWL. Er war Geschäftsführer der SUSI GmbH im Bereich Energieplanung und gründete ein Kulturzentrum. Er ist in Jugendverbänden tätig und hat Seminare zu Konsens und Entscheidungsfindung geleitet. Für die Jugendstiftung Baden-Württemberg gibt er ein Onlinemagazin über ehrenamtliches Engagement heraus.

Ist Konsens möglich?

Dass bei einem Entscheidungsfindungsprozess verschiedene Meinungen zusammenkommen, gibt es in verschiedensten Gruppen und Situationen. Dafür existieren — grob gegliedert in ihrer Reinform — unterschiedliche Arten der Entscheidungsfindung: Diktatur, Mehrheitsentscheidung, Konsens. Welcher Form bedient man sich am besten in welchen Situationen? Ist Konsens nicht unrealistisch in größeren Gruppen? Wir meinen: nein. Im Workshop wollen wir einige praktische Techniken zur Konsensbildung vermitteln.

Alexander Scivos, geboren 1972 bei Stuttgart. Ab 1993 studierte er in Freiburg (Deutschland) und Hamilton und erzielte die Abschlüsse Bachelor of Science, Fachrichtung Biologie, und Diplom-Mathematik, Nebenfach Informatik. Nebenher arbeitete er als Autor beim Ernst-Klett-Schulbuchverlag, als Tutor bei der mathematischen Fakultät und als Datenbank-Administrator bei der Landesarchivdirektion Freiburg. Seit 2001 ist er fest angestellt als BI Solution Consultant (Berater für Warehouse-Konzepte) bei der SAP Deutschland AG & Co. KG. Am Wochenende arbeitet er als Kursleiter für Improvisationstheater und im Softskill-Bereich (Entscheidungsfindung, Projektmanagement, Moderation). 1993 gründete er GRIPS & „Gemeinschaft Rundum Interessierter Phantasievoller Studenten (und Schüler)“, seit 1999 GRIPS e. V. —, ein Netzwerk vorwiegend mathematisch-naturwissenschaftlich interessierter junger Menschen, und 2001 das MinD-Hochschul-Netzwerk.

Warum kommt keine Entscheidung zustande?

Warum können sich informelle Gruppen, zum Beispiel Freundeskreise, oft nicht klar entscheiden? Wie hängt die Entscheidung von den Einzel-Interessen und vom Menschentypus ab, der in einer Gruppe auftritt? Was können wir tun, um schneller eine Entscheidung herbeizuführen?

Alexander Scivos, geboren 1972 bei Stuttgart. Ab 1993 studierte er in Freiburg (Deutschland) und Hamilton und erzielte die Abschlüsse Bachelor of Science, Fachrichtung Biologie, und Diplom-Mathematik, Nebenfach Informatik. Nebenher arbeitete er als Autor beim Ernst-Klett-Schulbuchverlag, als Tutor bei der mathematischen Fakultät und als Datenbank-Administrator bei der Landesarchivdirektion Freiburg. Seit 2001 ist er fest angestellt als BI Solution Consultant (Berater für Warehouse-Konzepte) bei der SAP Deutschland AG & Co. KG. Am Wochenende arbeitet er als Kursleiter für Improvisationstheater und im Softskill-Bereich (Entscheidungsfindung, Projektmanagement, Moderation). 1993 gründete er GRIPS & „Gemeinschaft Rundum Interessierter Phantasievoller Studenten (und Schüler)“, seit 1999 GRIPS e. V. —, ein Netzwerk vorwiegend mathematisch-naturwissenschaftlich interessierter junger Menschen, und 2001 das MinD-Hochschul-Netzwerk.

Spieltheorie in 75 Minuten

Einführung in die Spieltheorie — oder warum Mörder doch schweigen: Der Vortrag gibt einen praxisorientierten Einblick in das spannende Forschungsfeld der Spieltheorie. Anhand von Beispielen wird aufgezeigt, wie die Spieltheorie erklärt, dass sich Menschen in Entscheidungssituationen auf eine bestimmte Art und Weise verhalten. Zu diesem Zweck werden grundlegende Konzepte der Spieltheorie in einfacher Form vorgestellt — wobei wir einen Bogen von der Preisgestaltung eines Unternehmens bis hin zur Entscheidung, ob ein Entführer sein Opfer umbringen soll, spannen werden.

Holger Stein, geboren 1969. Nach dem Abitur Lehre als Bankkaufmann; außerdem war er mehrere Jahre lang als Rettungssanitäter tätig. Er hat Wirtschaftspädagogik am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität studiert. Dort arbeitet er seit 1998 an der Professur für Volkswirtschaftslehre. Sein Spezialgebiet ist die Vermögensverteilung in Deutschland über dieses Thema hat er dissertiert.

Der Mythos der Sachentscheidung

Der Mythos der Sachentscheidung, oder: Warum wir uns alle gegenseitig hereinlegen. Der mittelalterliche Feudalismus und aktuelle Entwicklungen haben eine Reihe Parallelen: viele Menschen sind an Entscheidungsprozessen nicht mehr beteiligt, viele fliehen in virtuelle Welten, es besteht eine geringe gegenseitige soziale Kontrolle.

Dr. Christian Thielscher, Medizinstudium; vier Jahre ärztliche Tätigkeit, unter anderem an der Uniklinik Bonn. In dieser Zeit Studium der BWL und VWL. Anschließend fünf Jahre McKinsey-Berater. Seit 2000 selbständig, unter anderem erfolgreicher Gründer — E-Procurement. Europäischer Brettspiel-Mannschaftsmeister 1988. Verheiratet, zwei Kinder.

Vom Bauch in den Kopf und zurück — Entscheidungsfindung im Management

Bei Führungskräften besteht enormer Bedarf nach noch mehr Informationen, Marktstudien, Analysen, Plänen und Konzepten. Entscheidungen müssen „wasserfest“, logisch und „vernünftig“ sein. Oft sehen wir uns aber mit Situationen konfrontiert, in denen wir mit Verstand und Logik zu anderen Ergebnissen kommen als unsere Intuition, unser „Bauchgefühl“, das aus unbewussten Erfahrungen und Erinnerungen resultiert. Anhand von Beispielen aus der Praxis wird erläutert, was passieren kann, wenn Bäuche anfangen zu denken und Köpfe zuviel „in sich hineinfressen“ ... und wie man dennoch fundiert entscheidet.

Dr. Martin Ulmer, Studium der Wirtschafts- und Staatswissenschaften an der Universität St. Gallen. Promotion zum Thema „Unternehmensberatung und Mitbestimmung“. Ausbildung zum „Coach der Wirtschaft“ (IHK-zertifiziert). Langjährige Top-Management-Erfahrung, Mitglied diverser Aufsichtsgremien, Dozent an der Fachhochschule Fresenius, Idstein. Gründer/Partner der Competence Network AG/St. Gallen, Geschäftsführender Gesellschafter der CN GmbH/Wiesbaden, CorporateCoach.

Wozu entscheiden? Begriffe der Freiheit und des Zwecks im Umfeld der Entscheidung

Dieser Vortrag beschäftigt sich mit Fragen von Sinn und Freiheit von Entscheidungen. Dabei wird die Perspektive auf den Entscheider und sein Handeln fokusiert, anstatt auf den Nutzen und Wert einer Entscheidung. Begriffe wie Sinn, Schuld, Souveränität, Spontanität und Selbsterkenntnis sollen für darauffolgende Veranstaltungen als Denkreservoir zur Verfügung gestellt werden. Kann man die behandelten Begriffe für eine Nutzenbetrachtung ausklammern und anschließend über (menschliche) Entscheidungen sprechen? Es wird angedacht, was Fragen sind, mit denen es ernst ist — und mit denen sich entscheidet, wer wir sind.

Timo Weil, geboren 1972 in Braunschweig. Studierte ab 1992 in Darmstadt Psychologie; Abschluß Diplom-Psychologe (2000). Parallel betreibt er seit 1997 ein Studium der Philosophie, seit 2000 als Zweitstudium Informatik. Hochschulpolitisch betätigte er sich in Konvent und StuPa der TU Darmstadt. Nebenher arbeitete er als Programmierer beim psychologischen Institut (Lehrstuhl für Pädagogische Psychologie). Seit 2001 arbeitet er als Programmierer bei Durth & Roos Consulting GmbH. (Erstellung von Lösungen zu Straßennetzen und -diensten.)

Entscheidungsfindung in Teams — ein Praxisworkshop

Im Workshop geht es um Ideen und neue Konzepte zur effizienten Erzielung tragfähiger Teamentscheidungen. Wie wirken die angewendeten Entscheidungsfindungsprozesse auf die Teamdynamik und -performance? Ein praktischer Workshop zu und um Konzepte aus „Software for your Head“ von Jim und Michele McCarthy. In dem lesenswerten Buch geht es um die Beschreibung von Problemen und Lösungen oder Irrwegen bei der Teamzusammenarbeit.

Bernd Worsch, Diplom-Mathematiker, Jahrgang 1974, studierte an der Universität Rostock mit den Schwerpunkten mathematische Optimierung, Modellierung und Simulation. Nach der Konzeption und Entwicklung von Webapplikationen auf der Basis von Lotus Domino und Java in einem kleinen Team unter Anlehnung an Methodiken aus dem Extreme Programming ist er zur Zeit als Koordinator einer Entwicklungsabteilung für Software und Systementwicklung im Open Source Umfeld bei der pawisda GmbH Darmstadt tätig.



Programm der Mind-Akademie 2002

  • Cornelius Buerschaper: Denken und Handeln sind vernetzte Prozesse
  • Dr. Stefan Kooths: Künstliche Neuronale Netze in den Wirtschaftswissenschaften
  • Anne-Kathrin Orth: Networking live
  • Christoph Pech: Grab dir einen Brunnen, bevor du durstig bist: Wie Networking funktioniert
  • Dr. Sören Petermann: Haben Städter die besseren Freunde? Gegenseitige Unterstützung durch persönliche Netzwerke
  • Alexander Scivos: Was sind Netzwerke?
  • Davoud Taghawi-Nejad: Abhängigkeiten in der Ökonomie
  • Anke Tschörtner: Erfolgsfaktor Netzwerk? Soziales Kapital als instrumentelle Handlungsressource


Symposium

Da seit 2019 kein Mensa-Jahrestreffen, an das das MHN-Symposium angegliedert ist, in Präsenz stattfand, gab es seitdem auch kein MHN-Symposium mehr.

Programmplan vom Symposium 2024?

Du willst ein Symposiumsprogramm auf dem Mensa-Jahrestreffen 2024, 2025 oder 2026 (mit)gestalten? Melde dich bei symposium at mind minus hochschul minusnetzwerk punkt de und werde aktiv!

Das Programm wird zu gegebener Zeit hier veröffentlicht.

Geschichte des Symposiums und vergangene MHN-Symposien

Nach sieben Mind-Akademien entstand 2009 die Idee, das erfolgreiche Konzept eines interdisziplinären Kongresses mit jährlich wechselndem Leitthema auch für Teilnehmer:innen über eine studentische Zielgruppe hinaus anzubieten. Während des Mensa-Jahrestreffens 2009 bis 2013 konnten Mitglieder von MHN und Mensa oder andere Interessierte im Rahmen des eintägigen Symposiums interessanten Vorträgen lauschen und anschließend lebhaft diskutieren.

Das MHN-Symposium ist die Neuauflage des Mind-Symposiums, einem kleinen Bruder der Mind-Akademie. Es fand zum ersten Mal am 25. April 2019 unter dem Titel "zusammen-getrennt" auf dem Jahrestreffen von Mensa in Deutschland e. V. in Hamburg statt. Auf dem Symposium 2019 stellten sich v. a. Hamburger Hochschulen mit ihren typischen Forschungsgebieten und Hamburger Jung-Wissenschaftler:innen, die Mitglied des MHN oder Mensa sind, mit einem zum Oberthema passenden Beitrag vor. Zur Förderung des interdisziplinären Austausches und der Diskussionskultur gab es außerdem zwischen den Vortragsslots die Möglichkeit, Gedanken und Ideen an Konzeptwänden zu teilen.

Ein Symposium ist ursprünglich, z. B. bei Xenophon und Platon, ein geselliges, lehrreiches Beisammensein, meist beim Essen. Beim MHN-Symposium wird zwar nicht gegessen, aber Vorträge von wissenschaftlichen Experten:innen als Diskussionsgrundlage für ein jährlich wechselndes Oberthema genutzt. Die genaue Konzeption des Symposiums kann kreativ verändert werden. Zentral ist der im Gegensatz zur Akademie starke Bezug zu lokalen Hochschulen und ihrem Profil sowie die Zusammenarbeit mit Mensa in Deutschland e. V.

Vergangene MHN-Symposien:

Datum Leitthema Ort
25.04.2019 zusammen-getrennt Hamburg
19.04.2013 Cognitive Enhancement & Brain Training Münster
20.04.2012 Energie Dresden
08.04.2011 Ästhetik, Schönheit, Attraktion Passau
16.04.2010 Zufall, Risiko und Chancen – Die Wissenschaft des Ungewissen Dortmund